Damm elm Hanſtein. r Menſch, Zeichnen dlun Buchhandlung A neige. LI 13 f u. Seil N 4 dtkirche f Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ 9 1 5 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 5 tag. Preis jährl. 5 bien Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. r. ſammen 7 kr. „5 30. Dienſtag, den 15. April. 1856. Amtlicher Theil. 5 Ernennung. Fiuͤr die Gemeinde Fauerbach II. iſt der ſeitherige Bürgermeiſter Wilh. Holler zum Bürgermeiſter und der ſeitherige Beigeordnete Johs. Neiſel zum Beigeordneten ernannt worden, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg, den 7. April 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mi lie Oeffentliche Nachricht. Nachdem die in Kirchgöns ausgebrochene Lungenſeuche nach dem erhobenen Gutachten des Großherzoglichen Kreis— veterinärarztes erloſchen iſt, ſo wird die angeordnet geweſene Sperre hiermit wieder aufgehoben, was zur offentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg, am 11. April 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müll lier. Oeffentlich e Na cher icht, In Folge Beſchluſſes des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins ſind 20 Scheffel Zwiebelkartoffeln zur Saat aus Sachſen bezogen worden, welche in kleinen Quantitäten von 25 Pfund Freitag den 18. d. M., Morgens 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier gegen gleich baͤare Zahlung zur Verſteigerung gebracht werden ſollen. Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien werden erſucht, dieſes alsbald in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kennt— niß zu bringen. Friedberg, am 12. April 1856. Der erſte Direktor des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Müller. 8—. 5 Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 10 vom 4. April enthält: 1. Gr. Verordnung vom[ 15. März, daß die Poſ. 33 des Octroitarifs für die Provinzialhaupt⸗ 1. April, welche in Folge einer unter den Zollvereinsſtagten getrof- ſtadt Mainz aufgehoben wird und künftig, ſtatt von dem Malter fenen Verabredung, unter Bezugnahme auf die betr. Vorſchriften der[Holzkohlen ein Octroibetrag von 8 kr. von der Kalkbütte Holzkohlen Zollordnung vom 9. März 1838 und auf den§. 4 des Finanzgeſetzes ein Octroibetrag von 12 kr. zu entrichten iſt.— 111. Bekanntmachung dom 4. Oct. 1854 verfügt, daß die Taraverguͤtung für rohen Kaffee Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 25. März, welche mit Be⸗ und Kaffeeſurrogate in Ballen oder Säcken vom 1. Juni d. J. an zugnahme auf die Bekanntmachung vom 9. Dec. 1841 zur öffentlichen nicht mehr drei, ſondern nur noch zwei Pfund vom Centner betragen Kenntniß bringt, daß die Ortseinnehmereien zu Steinheim, Großen⸗ ſoll.— II. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom linden und Battenberg ermächtigt worden ſind, unter Antheilnahme Stimmung zu verſetzen und manches ſonſt fiſchblutkalte Herz warm zu Loeceales. beleben und heiter zu ſtimmen. Gar mancher Stillvergnügte bedarf der tüchtigen äußeren Anregung bis die in ihm wohnende Fidelität zum un⸗ * Wenn wir auf die während der Winterſalſon den Bewohnern J befangenen Durchbruch kommt. Die Chöre und Soloparthien waren Friedbergs gebotenen geſelligen Vereinigungspunkte und geſellſchaftlichen]] mit vielem Fleiß geübt und wurden mit Präciſion und Wärme vorge- Vergnügen zurückblicken, ſo dürfen und müſſen wir geſtehen, daß vor- tragen und die eingewebten humoriſtiſchen Vorträge trugen das Ihrige zugsweiſe die von den beiden bieſigen Geſangvereinen„Liederkranz“ und dazu bei, den Betheiligten den Beifall und Dank des ſich köſtlich amüſi⸗ „Frohſinn⸗ arrangirten Abendunterhaltungen bei allen Theilnehmern die renden Auditoriums zu erwerben.— Der Geſangverein„Frohſinn“ blieb angenehmſten Erinnerungen zurückgelaſſen haben. Bei früherer Veran- ſbinter ſeinem älteren Brudervereine nicht zurück. Durch die Aufführung laſſung haben wir bereits der Leiſtungen beider Vereine Erwähnung ge- von J. Otto's Geſellenfahrten, einer anmuthigen und curioſen Hiſtoria von than und dabei alles deſſen lobend gedacht, was wirklich Lob verdiente, fünf wackeren Handwerksburſchen, bei welcher einige Freunde des Vereins haben's aber gleichzeitig mit unſerem beſcheiden angebrachten Tadel und denſelben in dankenswerther Mitwirkung unterſtützten, bekundete dieſer den ausgeſprochenen Wünſchen nach verſchiedenen Seiten hin gar arg Verein ein reges Streben. Die theilweiſe ſehr ſchwierigen Lieder waren verſchüttet, ſo daß wir herzlich froh ſein dürfen, mit etwas heftigem gut eingeübt und wurden recht wacker und mit Friſche vorgetragen, auch Pfeiffen im linken Ohre ſo gnädig durchgekommen zu ſein und wahrlich[Scherz und Humor fehlten dem„Frohſinn“ nicht. Der oft wiederholte nicht wieder das Wort zu nehmen wagten, wenn uns nicht die Ueber- Beifall der anweſenden ſehr zahlreichen Gäſte mag den Mitgliedern dieſes zeugung zur Seite ſtände, daß wir damals mit den beſten Abſichten nur Vereines den Beweis liefern, daß man ſeine Leiſtungen in würdiger die Wahrheit geſagt. Ohne als ſtrenge Kritiker der muſikaliſchen Auf.]Weiſe ehrt, wie nicht minder jeder der Geladenen, wenn auch etwas fübrungen beider Vereine auftreten zu wollen, begnügen wir uns damit verſpätet, ſo doch noch gerne mit uns ſeinen warmen Dank für die und freuen uns deſſen von Herzen, heute erwähnen zu können, daß uns freundliche Einladung ſagen wird. Noch dürfen wir bei dieſer Ge— die beiden letzten Abendunterhalkungen des Geſangvereins„Liederkranz“ legenheit nicht unerwähnt laſſen, daß Herr Hof-⸗Inſtrumentenmacher Glück vollkommen befriedigt haben. Schon die ausgegebenen Programme zeichneten] bei den verſchiedenen Veranlaſſungen beiden Vereinen eines ſeiner vor⸗ ſich vortheilhaft aus und ließen uns in der That den Concertſaal mit züglichen Inſtrumente, welche wir hiermit der Beachtung des größeren größeren Erwartungen betreten, welche denn auch an beiden Abenden[Publikums empfehlen möchten, mit freundlichſter Bereitwilligkeit beſtens gerechtfertigt wurden. In den gewählten Vorträgen herrſchte der bei[ überlaſſen hat.— Es iſt nicht zu läugnen, unſere beiden Geſangver— früheren Gelegenheiten vermißte Humor und Frohſinn, der geeignet war, die eine ſuchen ſich in ihren Leiſtungen gegenſeitig zu übertreffen, ein Wett⸗ zahlreiche Verſammlung der Anweſenden in die zu wünſchende fröhliche öſtreit, der beide zu großen Anſtrengungen ſpornt und deſſen ſich das der dortigen Gr. Diſtrietseinnehmer Uebergangsſcheine bei der Ver⸗ ſendung ülbergangsftenerpflichtiger Gegenſtände auszuſtellen.— IV. Niederſchlagung einer Umlage von 56 fl. der israelitiſchen Religions- gemeinde Oberklingen für 1855.— V. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes Nidda für 1856. — Vi. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Oppenheim für 1856. VII. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Ge⸗ meinden des Kreiſes Büdingen für 1856.— VIII. Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Darmſtadt für 1856.— IX. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht;: am 12. März dem Pfarramtscandidaten Hüffel aus Lich, dermalen Pfarrvicar zu Ar⸗ heilgen, die evang. Pfarrſtelle zu Wirberg zu übertragen; 22. den von 136 dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg⸗Birſtein auf die erledigte Stelle eines Lehrers an der Realſchule zu Offenbach präſentirten proviſoriſchen Lehrer an der höheren Töchterſchule daſebſt, br. Matthes, für dieſe Stelle zu beſtätigen; den Steueraufſeher Heinrich Graulich zu Groß⸗ gerau zum Zollaufſeher bei dem Hauptzollamte Mainz zu ernennen. — X. Dienſtentbindung: am 5. März den ordentlichen Profeſſor der Mediein bei der Landesuniverſität Gießen, Dr. Wernher, von der ihm übertragenen Nominalprofeſſur der pathologiſchen Anatomie, auf ſein Nachſuchen.— XI. Concurrenz für: die evangel. Pfarr⸗ ſtelle zu Votkartshein mit jährl. 583 fl.(Präſentation des Hrn. Grafen zu Stolberg Wernigerode und Gedern).— XII. Geſtorben: am 20. März Schullehrer Heim zu Rüſſelsheim, 22. penſ. Zolleinnehmer Kunz zu Mainz, 26. Kreisarzt Medicinalrath Dr. Möller zu Nidda. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edietalladung. 1545] Die Stadt Friedberg beſitzt beſcheinigter⸗ maßen ſchon ſeit undenklichen Zeiten folgende Immobilien: Gemarkung Friedberg: Flur 1 6045 Kl. ſämmtliche Wege. Fl. 11 70 Kl. Bäche. Fl. II 10342% 0 Kl. Wege. Fl. 11 2420 Kl. Bäche. Fl. III 4515/0 Kl. Wege. Flur III 1080 Kl. Bäche. Fl. IV 2000 Kl. Wege, 1120 Kl. Bäche. Fl. V 2700 Kl. Wege, 80 Kl. Bäche. Fl. VI 1300 Kl. Wege, Fl. VII 1400 Kl. Wege. Fl. VIII 3520 Kl. Wege, 160 Kl. Bäche. Fl. IX 2311 Kl. Wege, 280 Kl. Bäche. Fl. X 1600 Kl. Wege. Fl. XI 880 Kl. Wege. Fl. XII 1700 Kl. Wege, 600 Kl. Bäche. Fl. XIII 960 Kl. Wege, 640 Kl. Bäche. Fl. XIV 360 Kl. Wege. Gemarkung Ockſtadt: Fl. XXVI 471 Kl. 3 die nicht auf ihren Namen, ſondern nur mit der angegebenen Bezeichnung im Allgemeinen im Flurbuche eingetragen ſind. Auf geſtellten Antrag werden in Gemäßheit des Art. 14 des Geſetzes vom 21. Februar 1852 alle, welche auf das Eigenthum dieſer Immobilien Anſprüche machen wollen, aufgefordert, ſolche binnen drei Monaten ſogewiß hier geltend zu machen, als ſonſt die Anerkennung des Erwerbes durch Verjährung auf Seiten der Stadt Friedberg angenommen, ſofort die zum Eintrage des Erwerbstitels ins Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 27. März 1856. Edietalla dung. 1547] Martin Groß Wittwe von Friedberg Erben haben die Grundſtücke IV 164 188 Kl. am Pfaffenbrunnen, VI 46 304 Klftr. Grabgarten vor dem Mainzerthor verkauft, ohne ihr Eigen— thum urkundlich nachweiſen zu können. Auf ihren Antrag werden alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt den Kaufbriefen die richterliche Beſtätigung ertheilt und der Eintrag im Mutationsverzeich⸗ niſſe verfügt werden wird. Friedberg am 22. März 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1598] Die Beerndtung der Bahnböſchungen ſoll auf die Dauer des Sommers 1856 öffentlich verpachtet werden. Die Zuſammenkunft iſt: Dienſtag den 22. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Vilbel, für die dortige Ge— markung. Mittwoch den 23. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Großkarben, für die Ge— markungen Kloppenheim, Okarben und Nie- derwöllſtadt. Donnerſtag den 24. April, Morgens 8 Uhr, auf der Station Friedberg, für die Gemar⸗ kungen Friedberg, Fauerbach 11. und Bru⸗ chenbrücken. Friedberg, den 7. April 1856. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur Mobiliar-⸗Verſteigerung. 1599] Dienſtag den 22. April, Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn G. Kettinger in Friedberg nachſtehende Mobiliar⸗ gegenſtände meiftbietend verſteigert werden, näm⸗ lich: eine gute maſſive eichene Mange, vier Farbekeſſel, mehrere Bütten und Züber, 200 Druckformen, Druck- und Glätttiſche und ſon⸗ ſtige Färberei ⸗Geräthſchaften. Sodann auch Kommode, Schrank, Mehlkaſten, Haferkaſten, 1 Kartoffelpflug, einige Fäſſer, Eiſenwerk und mehrere andere Geräthſchaften. Friedberg, den 8. April 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher d. Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. [601] Die Verſteigerung der Eichen⸗Lohrinden in dem Ockſtädter Gemeindewald, Oberförfſterei Oberrosbach, Schlag Nr. X., ca. 596 Ctr., 18jähr. Stockausſchlag, ſollen Mittwoch den 16. April in dem Gaſthaus zum Hirſch dahier an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen verſteigert werden. Anfang der Verſteigerung präeis Vormittags 11 Uhr, wozu man Kaufliebhaber einladet; be— merkt wird, daß die Bedingungen bis zum Ver⸗ ſteigerungstermin auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen liegen, auch iſt För⸗ ſter Gröninger beauftragt, auf Verlangen den Steigerern den Schlag, in welchem die Rinden geerndtet werden ſollen, vorzuzeigen. Ockſtadt, den 8. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg of m an. des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Publikum wohl freuen könnte, lägen demſelben nur allein edle Motive zu Grunde. Nur zu wahr iſt, daß zwiſchen beiden Vereinen bis jetzt nicht die freundſchaftlichſten Beziehungen geherrſcht haben, ja die meiſten der beider⸗ ſeitigen Mitglieder, welche ſich im gewöhnlichen Leben als gute Freunde und treue Nachbarn begrüßen, ſtehen ſich fremd und abgeſchloſſen gegen⸗ über, ſobald die Intereſſen der Vereine ins Spiel kommen. Und ſoll denn dies unerfreuliche Verhältniß für die Dauer fortbeſtehen? Wir hoffen nicht, denn ſo viel wir den größeren Theil der Mitglieder beider Vereine kennen, iſt es ihr aufrichtiger Wunſch, ein gegenſeitiges freund⸗ ſchaftliches Verhältniß zwiſchen beiden Vereinen hergeſtellt zu ſehen, und fehlt es dazu, wie uns ſcheint, nur an der geeigneten Vermittlung. Wir leben in der Zeit der Friedensconferenzen, ein aufrichtiger Schritt freund⸗ ſchaftlicher Annäherung von beiden Seiten genügt unſeres Erachtens und auch Friedberg wird Zeuge eines ſchönen Friedensfeſtes ſein. Dieſe Annäherung anzubahnen war der Zweck unſerer Zeilen und es ſoll uns von Herzen freuen, wenn wir dazu etwas beigetragen haben. Möchten deßhalb unſere Worte da, wohin ſie zielen, ſo freundlich aufgenommen werden, als ſie wohlmeinend geſchrieben ſind. Brüder reicht die Hand zum Bunde! Eine ſchöne Freundſchaftsſtunde Schling' um Euch der Eintracht Band. Laßt, was kleinlich ist, entfliehen! Eurer Freundſchaft Harmonien Seien treu und von Beſtand! * Mit dem 16. d. M. ſieht man der Eröffnung der Saiſon in dem nahen Nauheim entgegen. Die Kurcapelle unter Leitung des Herrn Muſikdirector Neumann, für welche neue tüchtige Mitglieder gewonnen ſind, wird gleichzeitig mit ihren Concerten beginnen, und deſſen dürfen ſich die Bewohner der Umgegend wohl freuen.— Hunderte von Händen ſind in den noch unvollendeten Parkanlagen eifrigſt beſchäftigt und die große im Bau begriffene Trinkhalle wird in einigen Wochen vollendet ſein, ſo daß der Beſucher, der Nauheim vor einigen Monaten geſehen, jetzt ſchon höchlich ſtaunen wird, welche großartige Veränderungen und Verſchönerungen in den Umgebungen der Trinkquellen und des Kurhauſes erſtanden und im Entſtehen begriffen ſind. Die Arbeiten bei erneuerter Faſſung des großen Sprudels ſind ſo weit vorgeſchritten, daß alle Hoff⸗ nung vorhanden iſt, derſelbe werde mit Eröffnung der Saiſon, alſo nächſten Mittwoch, gegen 3 Uhr Nachmittags, aus ſeinem Verſtecke in den Tiefen der Erde hervorgelockt werden können und in der früheren Kraft ſeinen ſchäumenden Waſſerſtrahl in die Lüfte ſenden. Bei gün⸗ ſtiger Witterung darf Nauheim für dieſen Tag zahlreiche Gäſte aus der Nähe erwarten. Ver ſchiedenes. Heinrich IV. fand einſt in den Zimmern ſeines Schloſ— ſes einen unbekannten Mann, den er fuͤr den Bedienten eines Vornehmen anſah. Er fragte ihn, wem er angehöre? — Mir ſelbſt gehöre ich an!“ antwortete Jener, der den König nicht kannte, barſch.—„Freund,“ erwiderte der König lächelnd und drehte ihm den Rücken zu,„da habt Ihr einen närriſchen Herrn!“ 6 hier geltend zu wach cunfen fan h ad. waren ueber 0 Großherzog. of mann bandrichter, R. Edi 620] Nachdem 5 Contad S! biget deſſelben auf Donnerfag N beftimmten Lit * bel Meld Concursmaſſe, gehörig legiüim gabe ihrer Ben ſen Gerichte an Zugleich wir machung des d nur durch Anf werden wird. Naubeim e Kurfürf Ve von Bau 1621] Dien 10 Hör, sollen uu Echzell die Burg zu Echyel die Wenigſtnehn die Maurerarb. anſchlag „ Sfeinhauere „ Jumerarbe Schleinerart „ Schlaſſergrbe „ tende 9 Wehn Spengler Echzell de ——— 10 Be M Der Beh und Are on gehalten 5 ermeiſtereien Nmeirden be Hungen, f Guußh. Oeffentliche Aufforderung. 1619] Die Erben der Anton Hahn's Eheleute zu Obermörlen haben die Liegenſchaften dieſer unter ſich vertheilt, können jedoch das Eigen— thumsrecht derſelben an nachbenannten, in der Gemarkung Obermörlen gelegenen Grundſtücken urkundlich nicht nachweiſen: a) auf dem Namen der Anton Hahn's Wittwe ſtehend: Fl. Nr. 11,269, 301, 368, 576, 578, 605, 816, 11/619, 660, IV/40, 240, 252, 396, V/ 100, 305, 448, 504, 570, vI/ 186, 238, 330, 348, 1X/ 146, X 635, 833, Sö8a, 904, XI/54, XII/½241, 259, 265, 338, 536, 583, 623, 659. 5 b) auf dem Namen der Anton Heil 1. Wittwe, des Kaspar Hahn 1, Jacob Schub, Heinrich Simrock III. ſtehend: IX/43, vII/173, 1/671, VII/86. Es ergeht daher an Alle, welche jenes Recht nicht anerkennen wollen, hiermit die Aufforde⸗ rung, ihre deßfallſigen Anſprüche um ſo ge⸗ wiſſer binnen Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt die Theilung gerichtlich confirmirt und Eintrag der Erwerb⸗ titel in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 21. März 1856. Großhberzogliches Landgericht Friedberg. o f mann, v. Lepel, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Edictalla dung. 1620] Nachdem über das Vermögen des Zieg⸗ lers Conrad Stamm zu Schwalheim nach miß⸗ lungenem Güteverſuche der förmliche Concurs erkannt worden iſt, ſo werden ſämmtliche Gläu⸗ biger deſſelben hierdurch vorgeladen, in dem auf Donnerſtag den 15. d. M., Vorm. 8 Uhr, beſtimmten Liquidationstermine ihre Forderun⸗ gen, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte unter An⸗ gabe ihrer Beweismittel bei dem unterzeichne⸗ ten Gerichte anzumelden und zu begründen. Zugleich wird bemerkt, daß die Bekannt- machung des demnächſtigen Präcluſivbeſcheides nur durch Anſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden wird. Naubeim am 9. April 1856. Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizamt Kröber. vt. Burhenne. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Echzell. [621] Dienſtag den 22. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Locale des Wirths Mog zu Echzell die zur baulichen Einrichtung der Burg zu Echzell nöthigen Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: die Maurerarbeit beträgt nach dem Vor⸗ anſchlag 248 fl. 46 kr. „Steinhauerarbeit, 514% 41% „ Zimmerarbeit, 192 5 09„ 0 Schreinerarbeit, 2463 01 „Schloſſerarbeit, 1833% 54„ „Glaſerarbeit, 600„13„ „Weißbinderarbeit, 1611% 48„ „ Spenglerarbeit, 149/ 16„% Echzell den 12. April 1856. Bekanntmachung. 6221 Der auf den 21. April l. J. fallende Vieh⸗ und Krämermarkt zu Hungen ſoll Montag den 28. April abgehalten werden. Die Großherzoglichen Bür⸗ germeiſtereien werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Hungen, den 12. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hungen Schneider. 137 Mobiliar⸗Verſteigerung. [623] Freitag den 18. April, Morgens 9 Uhr, wird der Mobiliarnachlaß der hier verlebten Heinrich Markus Hirſchſprung'ſchen Eheleute in der Behauſung des Bürgers und Schnei— ders K. H. Friedrich, wie ſolcher im Intelli⸗ genzblatt Nr. 27, Inſerat 519 von 1856, näher bezeichnet iſt, nunmehr beſtimmt meiſtbietend verſteigert. N Friedberg, den 14. April 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B i n d e. Immobilien⸗Verſteigerung. [624 Die Freiherrl. v. Low'ſchen Grundbe⸗ ſitzungen in nachbenannten Gemarkungen ſollen einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung aus geſetzt werden und bei annehmbaren Geboten der unwiderrufliche Zuſchlag alsbald erfolgen, nämlich: 1. Mittwoch den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaßwirths Schöhl zu Nieder moxſtadt: 5 Mrg. 2 Vetl. Wald, der ſog. Löw'ſche Zipfen, mit Fichten beſtan⸗ den in der Gemarkung Ober⸗ mockſtadt, Wald, die ſog. Löw'ſche Eck (Buchen Niederwald) in der Gemarkung Niedermockſtadt. II. Donnerſtag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Friedberg: 4 Mrg. 3 Vrtl. 22 Klftr. Grab⸗ und Acker⸗ land, Wieſe, die ſ. g. Pfingſtweide in der Gemarkung Fried⸗ berg, 24 Rth. Wieſe in der Ge⸗ markung Nauheim 47 Klftr. Wieſe in der Ge⸗ markung Ockſtadt. Florſtadt den 10. April 1856. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. 2 13238 7 EE 7„—— Lohrinden⸗Verſteigerung. [625] Samſtag den 19. l. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Fauerbach I. ungefähr 100 Centner Lohrinden, 18jähriger Schlag, verſteigert werden. Wer Ein⸗ ſicht vom Schlage zu nehmen wünſcht, wende ſich an Foſtwart Felſing in Maibach, welcher bereit iſt, die verlangte Auskunft zu geben. Fauerbach J., den 11. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach J. Philipps. Bekanntmachung. [626] Freitag den 18. April, des Morgens präcis 8 Uhr, ſoll im Niederweiſeler Gemein⸗ dewald nachſtehendes Gehölz meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden: 10½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 24 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 6 H Buchen⸗Prügelholz, 893 Eichen⸗ 8 bel 1 U Birken⸗ 17 1 1 Kiefern⸗ 7 43„ Buchen⸗Stockholz, 59 15 Eichen. 1 10% Kiefern-„ 1475 Stück Buchen⸗Reisholz, 1200„ Eichen⸗ 1 2300„ Kiefern⸗ 1 50 Birken⸗„ 75„ Schlagwellen, 46„ Eichen⸗Bauholz, 2104 Cubikfuß haltend, 4951 W Kiefern⸗Stangenholz. Niederweiſel, den 11. April 1856. Großherzogliche Waren Niederweiſel Hau * Bekanntmachung. [627] Es wird hierdurch zur Kenntniß der Einwohner der Stadt Friedberg gebracht, daß von dem noch vorräthigen Quantum ſtädtiſcher Braunkohlen ſowohl größere als kleinere Quan— titäten käuflich abgegeben werden ſollen. Die hierauf Reflectirenden haben ſich deßhalb bei der unterzeichneten Stelle anzumelden. Friedberg, den 12. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg e erz 8 Bekanntmachung. [612] Wegen Aufgabe meines Geſchäfts wer— den alle Diejenigen, welche noch gefärbte und gedruckte Zeuge bei mir liegen haben, gebeten, ſolche binnen vierzehn Tagen abzuholen, indem ich ſpäter dafür nicht mehr haften kann. Friedberg den 10. April 1856. inge Branntwein 1613] pr. Maas 26 kr. bei Ferd. Damm. S bis 10 Zimmergeſellen [6 14] können gegen einen guten Lohn dauernde Beſchäftigung erhalten bei Johs. Füller, Zimmermeiſter. Ein junger Menſch, [616] welcher einige Vorkenntniſſe im Zeichnen beſitzt, kann als Graveur in die Lehre treten. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte Anfrage die Expedition d. Bl. Ein guter Flügel [593] mit Mahagonie⸗Holz iſt billig zu ver⸗ kaufen. Wo ſagt die Expedition d. Bl. Gefunden. 1628] Bei der am 2. Oſterfeiertage d. 21 ſtattgefundenen Abendunterhaltung des Lieder⸗ kranzes im Trapp'ſchen Saale iſt eine Arm⸗ ſpange gefunden worden, welche der Eigenthü⸗ mer gegen die Inſeratgebühren bei der Exped. d. Bl. in Empfang nehmen kann. Ein Logs, [629] welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen is. Fri ck. 11371 In der C. J. Edler'ſchen Buchhandlug in Hanau iſt erſchienen und in C. Binder⸗ nagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben. Der Kleine Engländer oder die Kunſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, richtig ſprechen zu lernen. Ein Hülfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Herausgegeben von Prof. Dr. A. J. Grün. Achte vermehrte Auflage. Preis 18 kr. 138 SOOLBAD NAUHEIM. Saison von 1836. EROFFVUNG DEN KURSAALS en Mittwoch den 16. Apr.. Indem wir unsere Journal-Lese- Anstalt. zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empfehlende Erinnerung bringen,! laden Wir zur gefaälligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetit in derselben 2 2 Zeitschriften, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind. Die näheren Abonnements Bedingungen wie das Verzeichniss der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. 1631] Von jetzt bis Mitte Auguſt uͤbernehme ich Leinen jeder Art auf meine nach Vorſchrift des Gr. Heſſiſchen Gewerbvereins zu Darmſtadt errichtete ganz unſchäbliche Natur ⸗ Bleiche in Schlitz. Binnen zwei bis drei Monaten verſpreche ich die Zeuge ſchön 6 und rein weiß gebleicht pr. Elle 2 kr. e e Schlitz en 10. April 1856. Johann Andreas Habicht. VVorzüglicher Branntwein Strohhüte, 633 Glacè- und Seen in großer Auswahl bei Joſephine D amm. in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempel te In C. Bindernagel's Buchhandlung Frachtbriefe fur den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 12. April 1856. Neue Louisd'or. Piſtolen Friedrichsd'or. Holländiſche 10 fl. Stüc Rand⸗Ducaten.. 20 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine 5 Fres.⸗Thaler. Frankſtücke fl. 10 45 „ 9 41742 7 „ 9 56-57 — 88— 9882 2 = 2 Polizei⸗ Ta x e für die Städte Friedberg und Butzbach e vom 16. bis 22. April. 1632] wird immer zu den En- gros-Preiſen verkauft bei L. Goldmann jun. 2 5 Fried- Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. M U 0 8 35 8 f. aculatur(artes Handpapier) 8 75 à fl. 10. fl. 12. und fl. 14. pr. Ballen gegen baare Zahlung zu und ½ Gerſtenmehl 5 5 2 eziehen bei 1 7 1 2— 2* 4 67„ 17 144 1144— J. C. Nach in Frankfurt a. M., mies ro creme 9 8 ½ Korn⸗ u. ½ Waizenmehl[ 4—[4— Theaterplatz in der Lilie Nr. 1. 2 45 5 75 F 1543] 4 10 1 5 161— 116— Loth Loth Fertige Kanapé,— Muere, 14 40 — Waſſerweck.. 15 4 für deren Güte garantirt wird, ind von 24 fl. an in Auswahl Lorräthig bei D Gemiſchte(Tafel) Brod 15 15 A8. W. Nebesberger, Schäfergaſſe 48. Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf in Frankfurt a. M. 1 Nana 142142 5 1 Kühfleiſch, gemäſeetes 224 22 Frucht⸗ und Mehlpreiſe vom 11. April 1836. 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſch. 16— 16— Waizen Korn Gerſte Hafer Kartoffeln Erbſen f Falte 1 2 1 2 Mittel- Mittel.] Mittei.] Mittel.] Mittel-[ Mittel. Schaaffleiſch ee i ei; i; 1 Wurſt v. blos Schwelen 17— 17— Ort preis i preis preis l preis 1 Bratwurſt g 21621212 8 2 2 2— 8 1 Schwartenmagen 18— 118— 5 5 1 Geräucherter Speck. 317121312 fd. flIkr.] Pfd. fl. kr. 25 fl. kr 585 fl. ke 555 fl. fr. I pfd. fl. kr 1 Börse* 211 2 21 2 Friedberg 20014045 180 1100 160 736 120.2001 Schinken 232232 Butzbach 200——1180—— 1160— 120——1 200— 1220—— 1 Schweineſchmalz, ausgel. 2227 2 Alsfeld. 2001520 1801245 160 8040 120 5— 200220 0t0 1„ unausgelaſſen 23 2 232 Gießen 9 20015330180 12028 160 8026 120 4551 200 3550 22010035 1 Nierenfett. 2824232 Heanberg(den 120 5001352 180% 5160 767 120 44/200 3040220 lo 90(1 0Hammelsfett 4 6 6 ainz 5 20014030 180 12—1 160 745 120—— 200 J 220—— i i ü i Grünberg: Linſen und Wicken 9 fl.—5 e eee Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 5 8 r— 18 8* 4 Betteffen Pon Frevel He 19 meinde K bach 1 fl Ockſtadt 1 Gemeinde Sie zuweisen, Fr — M. 1599) 2 Uhr, soll Keltinger gegenflände lich: eine Farbekeſſel Druckform ſtige Fart Kommode, 1 Kutoffe mehrere a Fried 6 D D über die glutrott von Gi andre, Finſterr Prachtve Wo der! laß, ö die de und u Hiob Danke Sonne dad W unſeter das q von S