Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum Hes Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. „ II. Freitag, den 15. Februar. 1856. Drei Monate dato. (Fortſetzung und Schluß.) Abermals waren acht Tage vergangen, ohne daß Glitſch den Flüchtigen erwiſcht hatte, und er kam eines Abends ſehr unwirſch auf Gall's Stube.„Was iſt Ihnen denn? fragte Max. „Nein, es iſt um raſend zu werden!“ rief Meiſter Glitſch;„der Kerl muß wahrlich hexen können! Mein ganzes Renommee büße ich noch ein über dem verwünſch⸗ ten Hensgen! Er ſoll hier ſein, er muß hier ſein, An— dere haben ihn geſehen. Da iſt der Aaron Levi aus Polch, der ihn gut kennt; der hat ihn vor acht Tagen an der Schiffbrücke geſehen; und Feiler's Schreiber, der ihn eben⸗ falls kennt, hat mit eigenen Augen beobachtet, wie er geſtern mit dem Lieutenant Wentzel aus dem Trier'ſchen Hof kam! Nun bin ich zu dem Lieutenant hingegangen, aber der hat mich mit tollem Lachen angehört und hernach aus dem Zimmer werfen wollen!— Wenn das ſo fort— geht, ſo verlier' ich noch den Verſtand!“ „Sie dauern mich in der That, lieber Glitſch! Ich wollte, ich könnte Ihnen helfen!“ ſagte Gall;„bitte, be— ſchreiben Sie mir einmal den Herrn Hensgen genau. Viel— leicht ſtößt er mir auf, und dann werd' ich Sie auf ſeine Fährte bringen!“ Glitſch wiederholte noch einmal das ganze Signale— ment und legte ein beſondres Gewicht darauf, daß der Flüchtling Herrn Gall ziemlich ähnlich ſehe— eine Be— zeichnung, welche dieſem einiges Unbehagen verurſachte. „Hm, hm!“ ſagte Gall endlich,„ich müßte mich irren, wenn ich dieſen Mann nicht ſchon geſehen hätte, und zwar erſt in den letzten Tagen! Wenn ich nicht irre, war's in der Reſtauration, wo ich zuweilen Abendbrod eſſe!“ „O liebſter Herr Gall, wenn Sie mir helfen könn— ten!“ rief Glitſch;„meiner Treu'! auf das Geld käme es mir nicht an, aber mein Ruf ſteht auf dem Spiele! Meine Vorgeſetzten mißtrauen mir, meine Kollegen uzen mich, ich werde ordentlich mager von der dummen Geſchichte. Auf Ehre und Seligkeit! hundert Thaler wollt' ich geben, wenn ich den Kerl erwiſchte!“ Zwei Tage darauf kam Max nach dem Mittagseſſen herunter in Glitſch's Wohnſtube, um etwas zu holen. Glitſch ſaß ganz alterirt am Fenſter mit einem offenen Brief in der Hand und raufte ſich in den Haaren.„Was iſt Ihnen denn, Herr Glitſch?“ fragte Gall. „O die alte Geſchichte!“ rief Glitſch voll Bitterkeit. „Wenn doch nur den Hensgen der T—....“ „Apropos, ich weiß nun etwas von ihm; aber es iſt eine kitzliche Sache und kann Geld koſten!“ „Koſte es was wolle, ich muß ihn haben! Liebſter Herr Gall, wenn Sie mir den Burſchen liefern können, kommt es mir auf ein ſchönes Stück nicht an!“ „Wollen Sie 250 Thaler daran rücken?“ rief Max. „'s iſt eine verdammt hohe Summe, aber ich gebe ſie her!, rief Glitſch beinahe wild;„ja, wohl oder übel, ich muß ſie dran ruͤcken, denn im Vertrauen geſagt, ich habe da eben einen Brief von dem Prokurator aus Köln bekommen, worin er mir mittheilt, daß er mir die Sache abnehmen werde, falls ich ihm nicht binnen drei Tagen den Flüchtling ſchaffe— und das iſt mein Ruin, lieber Herr Gall!“ Dieſer betrachtete ſeinen Hausherrn eine Weile über den Tiſch hinüber, und ſagte endlich!„Herr Glitſch?“ „Na 97 „Wo iſt das Geld?“ fragte Gall. „Was für Geld?, „Die 250 Thaler?“ „Wie? ſind Sie Ihrer Sache ſo gewiß, lieber Gall? können Sie mir deu Kerl noch heute in die Hände liefern?“ „Noch dieſen Nachmittag!“ „Gut, dann ſollen Sie das Geld haben, und mein Ruf iſt gerettet!“ „Schön!“ meinte Gall zögernd,„aber nun noch Eins! Sie müſſen mir nicht übel nehmen, wenn ich Nummer Sicher gehen will! Die Sache iſt kitzlich, zumal für mich, und der Handel ein ſehr ungewöhnlicher! Wie wär's, wenn Sie mir's ſchriftlich gäben?“ Glitſch verſtand ſich nur ungern dazu, aber er mußte am Ende und ſchrieb: „Ich Endesunterzeichneter Franz Sales Glitſch, Huiſ— ier am Königl. Appellhofe dahier, verpflichte mich hiemit ausdrücklich, dem Inhaber dieſes 250 Thlr. baar zu bezahlen, wenn er mir innerhalb einer Stunde den frühern Premierlieutenant Max Hensgen in die Hände liefert, ſo daß ich ihn zur Verhaftung bringen kann. Kraft meiner eigenen Unterſchrift. F. S. Glitſch.“ Dann reichte er das Document über den Tiſch hin— über ſeinem Miethsmann.„Halt!“ rief Gall;„da fehlt noch etwas: Sie müſſen noch hinzuſetzen, wem das Docu— ment gilt! „Gut, ich will es nachtragen! Was ſoll ich ſchrei— ben? „Geben Sie her, ich will's hinein ſetzen!“ Und er ſchrieb hinein:„Dem Inhaber dieſes, Herrn Max Hensgen vom Glashof bei W.;“ dann las er es Hrn. Glitſch vor. „Was Teufels!“ rief Glitſch,„das iſt der Flücht— ling ſelber!“ „Natürlich! das Document muß auch Geltung haben, wenn ſich der Gefangene ſelber ſtellt, und damit Sie es nur wiſſen: Ihr Gefangener bin ich: ich ſelber bin der frühere Premierlieutenant Heusgen, der ſeither zu größerer Sicherheit bei Herrn Huiſſier Glitſch wohnte!“ „Sie? Sie?“ rief Glitſch, nach Luft ſchnappend, und fand vor Wuth keine Worte,„Sie... Sie ſind Hensgen, der Mann, den ich gejagt und der mich herum⸗ gejagt und in's Gerede gebracht und zum Kinderſpott ge— macht hat?...“ „So iſt's, und nun bitte ich um die 250 Thaler!“ KL 70 1 —— 8 * 58 „Dieſer Handel gilt nicht!“ rief Glitſch;„ich ver⸗ klage Sie!“ l „Thun Sie das!“ ſagte Hensgen kalt;„ich werde die Lacher auf meiner Seite haben!“ „Verwünſcht!“ ſchrie Glitſch.„Fünfhundert Thaler gäbe ich darum, wenn mir das nicht paſſirt wäre! Was wird Aaron Levi dazu ſagen, wenn er dies erfährt? Was werden die Herren vom Appellhofe ſagen?“ N „Sein Sie ruhig, Freundchen! ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich reinen Mund darüber halten will!“ „Je nun, unter dieſer Bedingung denn will ich zah⸗ len, denn es bleibt mir ja im Grunde nichts Andres uͤbrig! — Dort iſt auch ein Brief für Sie gekommen 155 s Während Glitſch die Thalerſcheine aus ſeinem Schreib— tiſche holte und auf den Tiſch hinzählte, erbrach Max den Brief; er hatte einen breiten ſchwarzen Rand und enthielt — die Nachricht von dem Tode der reichen Tante. Ein Schlagfluß hatte ſie raſch von hinnen gefuhrt, Max war ihr Univerſalerbe. i 1. Hensgen ſtrich das Geld ein, beſcheinigte gebührend, drückte dann dem Huiſſier beide Hände und rief:„Herr Glitſch, ich nehme das Geld nur als Darlehen! Ich bin nun reich; meine Tante iſt gottlob.... nein, meine gute Tante iſt leider geſtorben, und hat mir ihr ganzes Ver⸗ mögen hinterlaſſen! Die Todesangſt, in welcher ich ſeit zehn Wochen in Ihrem Hauſe wohnte und lebte, und die ganze verzweifelte Wechſelgeſchichte haben mich auf einen andern Weg gebracht. Verhaften Sie mich jetzt, aber löſen Sie mich dann ſogleich aus, daß ich nach Köln rei⸗ ſen kann! Es ſoll Ihr Schade nicht ſein! Da leſen Sie!“ Die Sache ward raſch geordnet. Hensgen that ſeinem gefoppten Hausherrn den Gefallen, ſich wenigſtens pro forma in Arreſt bringen zu laſſen; dann aber ward der Wechſel ſammt allen Zinſen und Koſten bezahlt, die freilich noch ein gutes Sümmchen fraßen, und Max ward wieder freigegeben. Am Abend ſaß er mit Herrn Glitſch bis in die ſpäte Nacht hinein bei einer tüchtigen Bowle Punſch, und am andern Morgen beim Abſchiede ſagte er: „Lieber Glitſch! wackeres Freundchen! ich will nun wirth⸗ ſchaftlicher und vernünftiger leben und Oekonomie treiben! Wenn ich meine Schulden bezahle, bleibt immer noch ſo— viel für mich übrig, daß Sie mir Ihre Ottilie zur Frau geben können, und die iſt ganz die Perſon dazu, um mich im Zaume zu halten! Wie?“ „Na, wir werden ja ſehen, ob Sie nicht wieder falſches Spiel treiben, Sie Schwerenöther!“ meinte Papa Glitſch mit einem feuchten Blicke und drückte ſeinen Miethsherrn an ſein fettes Herz.(Erheit.) Hungersnoth in Paläſtina. „Für die in Folge von Hungersnoth ſehr bedürftigen Juden in Paläſtina iſt bei dem Unterzeichneten eingegangen und wird hiermit dankbar beſcheinigt: Von Herrn Prof. Dr. Sell 1 fl. S. Lindheimer 10 fl. Lehrer Speckhardt 24 kr. S. Engel Wwe. 30 kr. Ungenannt 2 fl. 42 kr. Jacob May 2 fl. 42 kr. G. Schulhof 1 fl. Mayer Schwarz 1 fl. 45 kr. L. Hanau 1 fl. 45 kr. Apotheker Werner 1 fl. 45 kr. Ungenannt 18 kr. R. 24 kr. L. Buchsweiler 1 fl. Frau Obercontr. Schuchard in Södel 1 fl. 30 kr. Mayer Hirſch 1 fl. 45 kr. Ferner durch Hrn. Lehrer Feuchtwangen in Großkarben im Ganzen z fl. 2 kr.(und zwar von M. Strauß 30 kr., J. Strauß 30 kr., BD. Mai 18 kr., K. Kirſchner 12 kr., J. Junker 12 kr., J. Mai 18 kr., D. L. Mai 30 kr., S. Roß 12 kr., Ephr. Mai Wwe. 30 kr.,— 2 kr., M. Reiß 18 kr., Abr. Grünebaum II. 18 kr., L. Junker 12 kr., Ab. Grü⸗ nebaum 1. 12 kr., J. Kalb 12 kr., L. Ortenberger zu Kleinkarben 24 kr., A. Grünebaum zu Okarben 12 kr.), ſonach im Ganzen 33 fl. 32 kr., welchen Betrag ich heute zur ſofortigen Verwendung für Brod an den Beſtimmungsort eingeſendet habe. Zur Entgegennahme weiterer Gaben bin ich bereit. Friedberg, den 13. Febr. 1856. Maper Hirſch. Bekanntmachungen von Behörden und Privat⸗Anzeigen. Fruchtverſteigerung. 11921 Montag den 18. l. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 30 bis 60 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds, zweimalterweis, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 9. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. S tir o hi effe rung. 11941 Freitag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 650 Gebund Kornſtroh, oder auch ſtatt deſſen 1300 Gebund Gerſtenſtroh, unter den im Verwaltungsbureau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Summiſſionsweg in Accord gegeben wer⸗ den. Friedberg, den 11. Februar 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg. N Er lg, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. Betreffend: Holzverſteigerung in dem Großher⸗ zoglichen Domanialwald Kellerberg der Oberförſterei Oberrosbach. [196] Donnerſtag den 21. d. M. werden in dem oben genannten, bei Oberrosbach ge⸗ legenen Walddiſtrikte, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 24% Stecken Scheit⸗, 8/ Stecken Prügel⸗, 37 Stecken Stockholz, 817 Wellen Reiſerholz und 7 Läſte Schlag⸗ abraumholz, ſämmtlich Eichen, ſodann 38 Eichen⸗Klöße zu Bau⸗ und Werkholz, in der Stärke bis 19 Zoll Durchmeſſer u. 40 Fuß Länge. Der Anfang erfolgt präcis 8 Ubr und wird reſt das Brennholz, dann das Stammholz aus⸗ geboten. Oberrosbach, den 9. Februar 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Güter Verſteigerung. 186] Dienſtag den 4. März 1. J., Morgens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſte⸗ hende, der Heinrich Mühling's Wwe. dahier gehörende Güterſtücke meiftbietend verſteigert, als: Gemarkung Friedberg: O.⸗Nr. Flur. Nr. Klftr. 1 4 91 165 Ackerland im Großwartfeld, gibt 23 kr. Tilgungsrente, 2 10 33 240 desgl. im Lachenfeld, das Eygen, 3 10 209 208 Lachenfeld, gibt 18 kr. Til⸗ gungsrente, 4 13 276 330 Großgalgenfeld am Dachs⸗ pfad, gibt 42 kr. Tilgungs⸗ rente, 5 14 80 177 Großgalgenfeld, gibt 18 kr. Tilgungsrente, 6 14 150 219 hinter der Töpferkaut, gibt 23 kr. Tilgungsrente. Friedberg, den 15. Januar 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher e n Hofraithe⸗Verſteigerung. 1147] Dienſtag den 18. März d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die äh des hieſigen Bürgers Wilhelm Krauch, nämlich: — ä rr Gemarkung Friedberg: Pag. Nr. Flur. Nr.[J Klftr. 30/178ab 2 547 24% Hofraithe in der Stadt mit Grund und Boden gibt 54 kr. Tilgungs⸗ rente, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 30. Januar 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher ein zd enlr. Edictalla dung. 210] Die Gläubiger der concursfälligen Phi⸗ lipp Fouriers Eheleute von Södel werden, unter dem Rechtsnachtheile des ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe zur Begründung ihrer Anſprüche auf Freitag den 7. März, Vormittags 10 Uhr, hierher vorgeladen mit dem Bemerken, daß nicht einmal die Hppothekforderungen gedeckt ſind und ſonſtige Gläubiger gar nichts zu erwarten haben. Friedberg am 1. Februar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. 1211] Forderungen aller Art an den von den Erben nur unter der Rechtswohlthat des Ge⸗ ſetzes und Inventars angetretenen Nachlaß des Lehrers Alles zu Fauerbach II. find binnen 14 Tagen dahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie bei Vertheilung des Vermögens nicht berückſichtigt werden. Friedberg am 28. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. e e Pein und dit den Accord Fu tüt an anerkannte werdeh. — Fonlog de Deenſtag de Mitwoch de Donnerſag Freünag den Freitag der 6 0 Nahm Samfag de — 8[Montag de 9[Dienftag di 10 Mittwoch d 11 Donnerfſag 12 Samſiag de 13 Montag de Friedb 4 Ed 124% Auſtrüc ſelraßene aber Heinrich Velte und weitere 25 und 11. Dezem Kirchenkafen en ſogewiß hier an thek für nicht u. den Hypotheken Friedberg Groß Edi 1244] leber da rich Reuling zu erkannt und Lig Nonlag den anberaumt wor bei Vermeidung decret fiͤlſcwel von jener gelte ſelben Termin Beſtellung eines kiftung und S der Mehrheit d ſigt werden. driedberg Große — Inmmod i den Ge Medermog 59 Verſteigerung der Straßenunterhaltungsarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1856. 1212] In den nachbemerkten Terminen, jeden Morgen um 10 Uhr, ſollen die bei der Unter⸗ haltung der Straßen vorkommenden Arbeiten, als: das Steinbrechen, das Steinfahren und die Lieferungen von Unterhaltungsſteinen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Nach beendigter Verſteigerung wird auch jedesmal das Steinſetzen an anerkannt tüchtige Arbeiter aus der Hand vergeben, weßhalb dieſe zum Erſcheinen aufgefordert werden. 155 5 Der Verſteigerung S[Namen der Bauauf⸗ 87 Eſeher der be⸗ 8 3 2 treffenden Straßen⸗ 0 Tag. Ort. Local.* ſtrecken. = T[Nontag den J. Marz Buß dach Rathbaus 16 Holzer. 2 Dienſtag den 4. März Niedermörlen[Gaſthaus zum Löwen u 2 Diehl und Weide. 3 Mittwoch den 5. März Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 7Faulſtich und Reitz. 4 Donnerſtag den 6. März Niederwöllſtadt Gaſthaus zur Waldluſt JA u 50 Götz und Schäfer. 5[Freitag den 7. März Obereſchbach[Gaſthaus zum Homburger 1 4 Hof 13 Schmidt. 6[Freitag den 7. März, Nachmittags 5 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanen] 14[Michel. 7 Samſtag den 8. März Rödelheim Gaſthaus zum Frankfurter N Hof 15[eützel. 8[Montag den 10. März Wölfersheim[Gaſthaus d. Ad. Hofmann 17[Kramer. 9 Dienſtag den 11. März Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann. 10[Mittwoch den 12. Marz Lindheim Gaſtwirth Kochs Haus[gu Weigel und Gros. 11[Donnerſtag den 13. März Büdingen Salinenhof 12[Kleinſteuber. 12[Samſtag den 15. März Niedermoxffadt Rathhaus 10 Jäger. 13[Montag den 17. März Friedberg Gaſthaus zur Stadt Frank⸗ furt 3[Kreß. Friedberg den 9. Februar 1856. eo 5. Friedberg ü 1 Edietalladung. 1213] Anſprüche an die beſcheinigtermaßen ab⸗ getragene aber noch ungelöſchte Hypothek des Heinrich Velte II. in Aſſenheim über 150 fl. und weitere 25 fl. 19½ kr. vom 3. Juli 1835 und 11. Dezember 1846 bei dem Aſſenheimer Kirchenkaften entliehen, ſind in 6 Wochen ſogewiß hier anzumelden, als ſonſt jene Hypo⸗ thek für nicht mehr beſtehend erachtet, und in den Hppothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 31. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalla dung. J214] Ueber das Vermögen des Johann Hein⸗ rich Reuling zweiter in Aſſenheim iſt Concurs erkannt und Liquidationstermin auf Montag den 7. April, Morgens 9 Uhr, anberaumt worden, wo Anſprüche an die Maſſe, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiv— decret ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von jener geltend zu machen find. In dem⸗ ſelben Termin ſoll über Veräußerung der Maſſe, Beſtellung eines Güterpflegers, deſſen Cautions⸗ leiſtung und Verpflichtung nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger ver fügt werden. Friedberg am 31. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Immobilien⸗Verſteigerung in den Gemarkungen Obermockſtadt, Niedermockſtadt, Bauernheim, Fried⸗ berg, Nauheim und Ockſtadt. L215 I. Montag den 18. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Schöhl zu Niedermockſtadt, nach⸗ beſchriebene, der Freiherrl. Geſammtfamilie Löw von und zu Steinfurth zuſtehenden Grundbe⸗ ſitzungen meiſtbietend verſieigert werden, nämlich: 10 Gemarkung Obermockſtadt: 5 Mrg. 2 Vrtl. Wald, der ſog. Löw'ſche Zipfen, mit Fichten beſtanden, 2) Gemarkung Nie dermockſtadt: 23 Mrg. 3 Vril. Wald, das ſog. Löw'ſche Eck(Buchen Niederwald) und 18 Mrg. 79[◻Klafter Wieſen in 12 Ab⸗ theilungen, ſodann foll zu einer nochmaligen Verſteige⸗ rung der in Nr. 8 und 10 dieſes Blattes an⸗ gezeigten Güter in den Gemarkungen Bauern⸗ beim, Friedberg, Nauheim und Ockſtadt ge⸗ ſchritten werden, und zwar: II. Dienſtag den 19. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſt⸗ wirtbs Höres zu Bauernheim, und III. Mittwoch ven 20. d. M., Vormittags um 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Friedberg. Florſtadt den 8. Februar 1856. Der Freiherrlich v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Holzverſteiger ungen. 1216] Mittwoch den 27. Februar l. J., Mor. gens 10 Uhr anfangend, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Mark 1. Theil: 17 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme, 40 Klafter Buchen⸗Scheitholz, 21* Eichen⸗ 17 3250 Stück Buchen⸗Wellen, 550„ Eichen⸗„ 44 Klafter Buchen⸗ und Eichen ⸗Stockholz, ferner Freitag den 29. Februar J. J., Morgens 10 Uhr anfangend, in dem Diſtrikt Süſeberg: 18 Eichen⸗Bauſtämme zu 1547 Cbf., 16½ Klafter Eichen⸗Scheitholz, 800 Stück Buchen⸗Wellen, 250„ Eichen⸗„ 20 Klafter Buchen⸗ und Eichen⸗Stockholz, öffentlich verſteigert. Wehrheim den 12. Februar 1856. Der Bürgermeiſter Jäger. Hofraithe⸗Verſteigerung. 217] Dienſtag den 1. April, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die ehe⸗ malige Michel Heidelberg'ſche, jetzt Samuel 1 8 ſche Hofraithe einer meiſtbietenden eigerung aus 5 Oed. Nis öüur⸗ Nr. Hal* 1 2 517 5½%ö Hofraithe in der Juden⸗ gaſſe, gibt abgelöſte Grundrente 3 fl. 18 kr. und in die Pia corpora 9 kr. Friedberg, den 13. Februar 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B en Fe t. 5 Holzverſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. 1218] Nächſten Dienſtag den 19. Februar von Morgens 9 Uhr an, ſollen im Diſtrikt Höllberg bei Lißberg nachſtehende Holzſortimente: Scheitholz Prügel Stockh. Reiſer Stecken Buchen 251 55% 137½% 230 ¼½ Eichen 13½ 3 12 14 10 Eichen⸗Klötze von 20— 30“ Dicke und 5-35“ Lange, 13 Buchen- u. Hainbuchen⸗Klötze von 16—21“ Dicke und 15— 30“ Länge, an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt um beſagte Stunde auf der Glashütter Straße. Das Holz iſt zur Abfuhr ſehr günſtig gelagert. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zahlungs⸗ friſt bis zum Betrage von 25 fl. bis Ende Juni d. J. Ortenberg den 11. Februar 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg a berkorn. Bekanntmachung. [2191 Die am 5. d. M. in hieſigem Gemeinde⸗ walde ſtattgehabte Holzverſteigerung iſt geneh⸗ migt und der erſte Fahrtag auf Montag den 18. d. M. feſtgeſetzt worden. Obermörlen am 13. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer. Holzverſteigerung. [2201] Folgende Holzſortimente, als: 3000 Stück Kiefern⸗Wellen, 2 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 1 Erlen⸗ 15 1 Haufen Stockholz, 2 Ulmen⸗Stämme, ſollen an Ort und Stelle zu Niedermörlen Mittwoch den 20. d. M., früh 9 Uhr präcis, verſteigert werden.— Die Zuſammenkunft iſt in Niedermörlen im Gaſthaus zum Löwen. Das Holz ſitzt am Saum des Frauenwaldes. Obermörlen, den 12. Febr. 1856. Freiherrlich Wetzeliſche Rentei⸗Kaſſe Riedel. Zu vermiethen. 1207] Der zweite Stock meines Hauſes ift zu vermiethen und kann künftigen Monat bezogen werden. Emmerich Müller in der Uſagaſſe. Ein ſolider Junge, 1208] welcher die Schreinerprofeſſion erlernen will, kann in die Lehre treten bei f Nauheim. Bernh. Reich, Schreinermeiſter. Hartmann Salzmann, Glaſermeiſter in Nauheim, 1185] empfiehlt ſich mit allen Sorten Goldlei⸗ ſten, ſowie Spiegel mit fein vergoldeten und braun lakirten Barockrahmen und Spiegel ohne Rahmen zu den billigſten Preiſen. 8 . 1 210 Mit dem 1. März anfangend am 1. u. 15. jeden Monats 60 90 Für Auswanderer. 798 regelmäßige Erpeditionen nach New⸗York, Baltimore, New⸗ Orleans, Galveſton in Texas und Quebec. Die amerikaniſchen Poſtdampfer„Hermann“ und„Waſhington“ beginnen ihren regelmäßigen Dienſt mit dem 23. Februar. Zum Abſchluß von Ueber- fahrtsverträgen empfiehlt ſich beſtens Haupt⸗ Agentur Friedberg Chr. Hecht. 11561 Vom 1. März Monats Poſt- und Damp f e New⸗ Orleans, Galveſton in Texas, Port Adelaide in Süd⸗Auſtralien befördert. Für Auswanderer. anfangend werden am 1. u. 15. jeden ſſchiffe nach New⸗Bork, Baltimore, Quebec, ſowie Ueberfahrts-Verträge können jeden Tag abgeſchloſſen werden bei G. F. Schweitzer, General⸗Agent in Friedberg. L. Wieſtler, Special⸗Agent in Butzbach. Zu verkaufen. 1141] Ein ſtarker einſpänniger Wagen, faſt neu, iſt zu verkaufen. Zu erfragen bei der Ex⸗ pedition d. Bl. Einen Webſtuhl 2211 hat zu verkaufen Jacob Velte in Aſſenheim. 3 u vermiethen. [222] Der obere Stock des vormals Heinrich Fritz ſchen Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis zum 1. März bezogen werden. L. Langsdorff. Zu verkaufen. [223] Unterzeichneter verkauft aus der Hand circa 15 Fuder Waizen⸗ und Sommerſtroh, einige Fuder Kornſtroh zu Seilen und 75 Körbe Spreu. Weckesheim. Martin Hilger U. Eine renommirte Büchsflinte 1224] hat in Auftrag billig abzugeben Guſtav Dieffenbach. Empfehlung. 225] Unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorten Gemüs⸗ und Blumenſämereien. Friedberg. Ih e Kunft⸗ und Handelsgärtner. Für Dienſtboten. [226] Eine Familie auf dem Lande ſucht auf Petritag einen Knecht, der mit dem Fahren und mit der Ausführung der Feldarbeiten ver⸗ traut iſt, ſodann eine Hausmagd und eine Vieh magd gegen Bezahlung eines entſprechen⸗ den guten Jahrlohns. Wo ſagt die Expedition d. Blattes. Ein junger Burſche 1227] wird als Hausknecht geſucht. fragen bei der Exped. d. Blattes. Zu er⸗ Der hieſige Muſikverein 1228] hat zwar ſchon lange das Blaſen ein⸗ geſtelll,— das Pfeifen ſollt' er aber doch nicht laſſen. f Mehrere, die gerne gepfiffen haben möchten. Zwei tüchtige Wagnergeſellen [229] finden ſogleich dauernde Beſchäftigung bei Friedberg. Wilhelm Hanſtein, Wagnermeiſter. eee eee [230] Der zweite Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. P h. Schlechtweg. Zu verkaufen. 12311 Unterzeichneter beabſichtigt 3 Faſelochſen, Schwarzſchecke, der eine 2½ Jahre, die andern 1½ Jahr alt, ſowie einen Faſeleber, 1 Jahr alt, zu verkaufen. Rödgen am 13. Februar 1856. Conrad Jehner. Bürger ⸗Caſino. [232] Sonntag den 17. Februar d. J. ſindet Damen⸗Caſino ſtatt. Auf dem Theater wird gegeben: Wer ißt mit. Vaudeville in 1 Akt. Nach Déſaugiers: „Le diner de Madelon.“ Von W. Friedrich. Muſik von E. Stiegmann. Hierauf: Wie drei Muſikanten ihre Zeche bezahlen. Eine Scene zu dem Hoſemann'ſchen Bilde: „Die drei herumziehenden Muſikanten.“ Dialogiſirtes lebendes Bild mit Tableau von i C. A. Görner. Die Vorſtellungen beginnen präcis um 7½ Uhr. Gleichzeitig machen wir die vorläufige Mit⸗ theilung, daß den zweiten Oſterfeiertag ein Ball abgehalten wird. Der Vorſtand. Zur Nachricht! [233] Meinen verehrten Mitbürgern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge durch Deeret vom 9. Febr. zum Hoftaxator ernannt worden bin. Friedberg. Mayer Schwarz. [191] Soeben iſt erſchienen und in C. Bin⸗ dernagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben: Die untrüglichen naturgemäßen Heilkräfte er Kräuter⸗ und Pflanzenwelt, un a einſache Le Mo i' ſche Heilſyſtem, in Anwendung 5 gegen alle Krankheiten des menſchlichen Körpers, welche ſhren Urſprung in der Verdorbenheit des Blutes und der äfte und in den Störungen einzelner Organe, nament⸗ lich der Verdauungswerkzeuge ꝛc. haben. Ein Buch für Leidende jeder Art, welche geſund werden und es bleiben wollen. Mitgetheilt nach Le Roi, Dr. der Mediein, Oberſanitätsrath, Leibarzt ꝛc. ꝛc. und mit Angabe der Behandlung jeder einzelnen Krankheit verſehen von Dr. Carl Müller. Sechste Auflage. Gr. Se. brochirt. Preis 36 kr. In allen Theilen der Erde, ſo weit die Ge⸗ ſittung reicht, ſegnen bereits Tauſende das Le Roi'ſche Heilſyſtem! Millionen fanden durch daſſelbe ſelbſt da noch Geſundheit und Frohfinn wieder, wo die Verzweiflung bereits Platz ge⸗ griffen hatte.— Niemand, dem an der Her— ſtellung und Erhaltung ſeiner Geſundheit ernſt gelegen, ſollte verſäumen, ſich mit den überzeu⸗ genden Wahrheiten des Werkchens bekannt zu machen. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Frankfurter Cours vom 13. Febr. 1856. Piepen fl. 9 38 ½—39½ Fpledrichsd'oe rt Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 24 ¼-—45½ Rand⸗Ducaten„ 5 32-33 20 Frankſtück e Engliſche Souverains.„ 11 46-48 Preußiſche Thaler.„ 144/845% Preußiſche Caſſenſcheine.„, 1 45—¼ Kirchliche Anzeigen. Sonntag Reminiscere den 17. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Palmer. Nachmittags: Herr Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Berk. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. N*—— —— 3 Nn N— 8 r J nel— r—— 10*—ů ů ů 3 Geſet 1.. Wen llitäcbehorde 0 Militäcbehe. 1 Kaſernirung 1 die Einwohner 7 ungen dieſes Oeſe Verpflegung und 3 9 aufzu Jof das nöthige& bereitung der Koft ge mit- Offcirrerang u fordern, ſonder in den Orten, e die Quartierttage reichen.— Art und zu ben br. wallungsbehoͤrden erthalt.— Art nungen, beſiehun, Ouartier und Be aufzunehmen, mög ſtehen.— Aus gen. Hauſes, 2) die i Wärker, 3) die e und Arxeſthäaſern beſtimmten Gebar vorſtaͤnde ſind, ſo⸗ hören oder zugeth laſſen haben, für Häuserbeſttzer ſind. in deren Wohnun; Behaſtete oder! Zulheilung von ſohald das Hinde denlenigen, welche Es iſt dem Eingu⸗ Nannſchaft einem gung zu übergebe Mannschaft in de lih gebührt. Aug berpflichtet, dem u Ottsvorſte miſſion liegt es nquarti ib gegen deſen