Uazeigen, 10. Alg ret Dau. „Lnudtkirche: Burgkirche! — r. 6 eiblatt Nr Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum eee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. beten dee ſammen 7 kr. N 63. Dienſtag, den 8. Auguſt. 1856. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die im Auguſt 1856 in Brüſſel ſtattfindende Ausſtellung von Gegenſtänden für den Hausbedarf der minder wohlhabenden Claſſen; bier insbeſondere die zollfteie Einlaſſung der aus dem Zollvereine zu dieſer Ausſtellung gesendeten Gegenſtände bei der Rückſendung. Das in obigem Betreffe erlaſſene Ausſchreiben Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 25. v. M., theilen wir Ihnen nachſtehend in Abdruck unter dem Auftrag mit, Ihre Gemeindeangehörigen in geeigneter Weiſe davon in Kenntniß zu ſetzen. Friedberg, am 11. Auguſt 1856. Mu ek. Das Großherzogliche Miniſterium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Auf den von der Königlich Belgiſchen Regierung geäuſſerten Wunſch, Darmſtadt, am 25. Juli 1856. daß die aus dem Zollvereine zu der in Brüſſel im Auguſt dieſes Jahres ſtattfindenden Ausſtellung von Gegenſtänden für den Hausbedarf der minder wohl- habenden Claſſen(exposition d'economie domestique destinée aux produits 3 P'usage des consomateur peu aisés) geſendeten Gegenſtände bei der Rückſendung zollfrei eingelaſſen werden möchten, haben die ſämmtlichen Zollver— einsregierungen beſchloſſen und bewilligt, daß für diejenigen zu der erwähnten Ausſtellung beſtimmten Gegenſtände, welche von dem Hauptamte des Verſendungsorts auf Grund ſpecieller Reviſion und Verzeichnung, und, ſoweit thunlich, unter Anlegung eines Bleies oder Siegels, zum Ausgange abgefertigt werden, bei dem Wiedereingange über daſſelbe Hauptamt die Zollfreiheit eintreten ſolle, ſofern bei der Eingangsabfertigung gegen die Identität der Gegenſtände ſich kein begründeter Zweifel herausſtellt; und es iſt demgemäß auch bereits an die Zollämter des Großherzogthums das Erforderliche verfügt worden. Wir beauftragen Sie, hievon die Angehörigen Ihrer Bezirke in geeigneter Weiſe in Kenntniß zu ſetzen. v! Dal wi gk. Knorr. Ver ſchiedenes. Die chineſiſche Kartoffel(Vam-Batate, Dios- corea Batatas), in welcher man für den Fall der Noth einen Erſatz unſerer Kartoffel gefunden zu haben glaubte, dürfte wohl bald allgemeiner einen Platz in unſern Ge— müſegärten finden, da ſie als ein geſundes und ſchmack⸗ haftes Nahrungsmittel von Franzoſen, Engländern und Deutſchen geprieſen wird. Der Wurzelſtock dieſer Pflanze iſt ausdauernd, die Ranken ſind einjährig und werden 3—6 Fuß lang, die Blätter abwechſelnd, herzförmig, vorn ſcharf zugeſpitzt, ſtark gerippt und zwiſchen den Rippen erhaben, ſo daß ſie unterhalb zwiſchen den Rippen mul⸗ denförmig vertieft erſcheinen. Ihre Farbe iſt glänzend dunkelgruͤn, an den Rändern röthlich; die Stengel ſind kantig und die Ranken ſcheinen gedreht. Die Blüthen bilden in den Blattwinkeln ährenförmige Trauben. Die Wurzelknollen, deren eine Pflanze 2, 3, auch wohl mehr erzeugt, erreichen, je nachdem Boden, Klima und Behand— lung ſind, verſchiedene Größen, werden 1½—3 Fuß lang, 5—2 ½ Pfund ſchwer, ſind oben dünn und verdicken ſich nach unten flaſchenförmig. Sie treiben eine Menge kur— zer, feiner Seitenwürzelchen und haben unter ihrer gelb— bräunlichen Schale ein gelblichweißes, zartes Fleiſch, welches an Stärkemehl ſehr reich iſt. Sie können ſchon roh ge⸗ noſſen werden, ſind aber gekocht oder in Aſche geröſtet ſo weich und mehlig wie Kartoffeln und ſollen im Geſchmack den beſten davon nicht nachſtehen. Sie werden gahr in der Hälfte der Zeit, welche die Kartoffel bedarf. Ihre gekochte, leicht zerdrückbare Maſſe liefert einen Brei wie von Waizenmehl und läßt ſich daher auf gar mannichfaltige Weiſe zube— reiten. Die Yam-Batate wird in China ſehr haufig an⸗ gepflanzt und kann auch vermöge ihrer Härte unſer Klima gut ertragen.„Weder Froſt, noch Hitze ſchadet ihr,“ ſagt Herr Dr. Foͤrſter in Oppenheim, und ſie widerſteht vielleicht ſogar der Näſſe. Daß das Letztere der Fall iſt, glaube ich annehmen zu dürfen; denn ich habe einen Knollen 3 Monate lang förmlich im Schlamm unterhalten, und ſie trieb während dieſer Zeit und fand ſich bei wiederholter Unterſuchung gleich geſund. Die von mir gezogene Pflanze hat jetzt ſeit der Zeit, daß ſie gelegt iſt(10. Marz) eine Höhe von über 18“ rhein. erreicht. Bis dieſelbe aufge⸗ gangen, dauerte es über 2 Monate, ſeit jener Zeit aber wächſt ſie ſehr ſchnell, in den allerletzten Tagen durchſchnitt⸗ lich einen Zoll. Die Fortpflanzung läßt ſich leicht be⸗ wirken, da das obere dünne Ende des Wurzelſtocks Steck— linge liefert, alſo die eigentlich genießbaren Knollen als Nahrungsmittel verbleiben; man kann übrigens auch dieſe zum Stecken verwenden, indem man, wie bei den Kar— toffeln, die kleinen Knollen ausſucht, oder die größeren in 1—2“ dicke Scheiben ſchneidet. Der Anbau der YNam-Batate im Großen bietet aber mancherlei Schwierigkeiten dar: ſie erfordert nämlich eine gartenmäßige Kultur, ein ſehr tief gepflügtes oder ge— grabenes, ſtark mit verottetem Dünger oder Compoſt ver— ſetztes Land. Ferner iſt das Ausgraben derſelben ihrer Form halber, da ſie ſich, wie erwähnt, nach unten ver⸗ dicken, ſehr beſchwerlich. Bei einer ſolchen Kultur ſoll 290 Bekanntmachungen von Behörden und Privat⸗Anzeigen. 1 1 Oeffentliche Aufforderung. 11298] Peter Rumpf II., Konrad Rumpf, Peter Numpf III., Eliſabetze Rumpf, Johann Georg Rumpf und Anna Margaretha Rumpf von Griedel, ſeit längeren Jahren abweſend unbekannt wo, werden hiermit aufgefordert, binnen einer Friſt von zwei Monaten zur erforderlichen Veräußerung der älterlichen Immobilien ſich einzufinden oder einen Bevoll⸗ mächtigten zu beſtellen. Geſchieht weder das eine noch das andere, ſo wird von Gerichts- wegen ein Curator für ſie beſtellt und dieſem ihre Vertretung überlaſſen werden. Ferner find binnen gleicher Friſt irgend welche Anſprüche an die Hofraithe 600/118 mit Gar⸗ ten 70/40, ſowie an die Items 1106/10, 1143/49 u. 1964/25, auf Georg Rumpfs Namen ſtehend, dahier geltend zu machen, widrigenfalls deren Veräußerung demnächſt genehmigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Butzbach am 2. Auguſt 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach n Mut b, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Bekanntmachung. 112991 Der Schuhmacher Philipp Mann von Köppern hat ſeine Zahlungsunfähigkeit ange⸗ zeigt und iſt darauf das Concursverfahren ein⸗ geleitet worden. i Es werden daher alle Diejenigen, welche An⸗ ſprüche irgend welcher Art an das Vermögen des genannten Philipp Mann zu haben ver⸗ meinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin Dienſtag den 2. September 1856, Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichnetem Amte anzumelden und geltend zu machen, als die in dieſem Termin nicht Er⸗ ſcheinenden von der vorhandenen Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Das Präcluſiberkenntniß wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet werden. Homburg den 23. Juli 1856. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt F. C. Stäubeſandt. Bekanntmachung. 11300 Nachdem L. Landesregierung das Con- cursverfahren über den Nachlaß der Abraham Gauterin Wittwe Suſanne, geb. Fritſch, von Friedrichsdorf erkannt hat, ſo werden hiermit alle Diejenigen, welche Anſprüche irgend welcher Art an den fraglichen Nachlaß zu haben ver⸗ meinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin Mittwoch den 3. Septembet l. J., Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Amte ſo gewiſſer anzu⸗ melden und geltend zu machen, als der in die⸗ ſem Termin Ausbleibende von der vorhandenen Maſſe wird ausgeſchloſſen werden. Der Präcluſivbeſcheid wird nur auf der Ge⸗ richtsſtube eröffnet werden. Homburg den 24. Juli 1856. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt F. C. Stäubeſandt. Oeffentliche Aufforderung. [1262] Jobann Peter Möckels Eheleute in Hochweiſel haben ihr Immobiliarvermögen zur Vertheilung gebracht, vermögen jedoch zu einem großen Theile deſſelben das Eigenthum urkund⸗ lich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus den dahier zur Einſicht offen liegenden Flurbuchsauszügen erſehen werden kann, find binnen 2 Monaten ogewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilung beſtaätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 24. Juli 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach ee Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. 11322] Bei dem Transporte der Aſche und Mutterlauge aus den hieſigen Siedungsanſtalten können einige ſtarke Arbeiter dauernde Beſchaf⸗ tigung ſinden, und, bei gehöriger Qualification, demnächſt auch in die Salinenknappſchaft auf⸗ genommen werden. Meldungen für dieſe Ar⸗ beit werden von dem Unterzeichneten entgegen⸗ genommen. Nauheim den 5. Auguſt 1856. Der Salineninſpector F. Schreiber. Strohlieferung. [1343] Donnerſtag den 14. Auguſt, Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, wird die Anlieferung von ſechs Fuder Roggenſtroh in hieſigem Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 8. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben die x. Verſteigerung. von Maurerarbeiten und Material⸗ lieferungen. 11344] Samſtag den 16. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen die auf dem Burgwall zu Fried ⸗ berg zur Wiederaufführung einer eingeſtürzten Mauer erforderlichen Arbeiten und Material⸗ lieferungen an Ort und Stelle an die Wenigft⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Die Maurerarbeit beträgt nach dem Voran⸗ ſchlag 343 fl. 34 kr. An Materialien wird veraccordirt: Die Lieferung von ½ Kbklftr. Quarzit aus den Roßbacher Brüchen mit Aufſetzen. Die Lieferung von 75 Bütten Kalk. Die Lieferung von 2½ Kbklftr. Sand. Friedberg den 10. Auguſt 1856. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süf fer t. Guts ⸗ Verpachtung. 11345] Dienſtag den 19. Auguſt, Nachmittags um 3 Uhr, wird das in der Gemarkung Södel liegende, dem Auguſtiner Schulfond dahier ge⸗ hörende, am 22. Februar 1857 leihfällige Gut, beſtehend in 24 Morgen, 3 Viertel, 30 Klafter, in hieſigem Rathhauſe auf den Zeitraum von 12 Jahren meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 8. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. 1346] Donnerſtag den 14. l. Mts., Morgens um 11½ Uhr, werden in hiefigem Ratbhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 20. I. Mis. ihren Anfang nehmen, meiſtbictend verpachtet. Friedberg den 9. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Arbeits⸗Verſteigerung. [1347] Samſtag den 16. Auguſt, Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Münzenberg nachſtehende Arbeiten an den We— nigſibietenden verſteigert werden: 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 16 fl. 55 kr. 2) Lieferung von Deckplatten, 13%— 3) 4„ 6 Bütten Kalk, 15%— Summe 44 fl. 55 kr. Voranſchlag und Bedingungen können bei dem Unterzeichneten eingeſehen werden. Gambach am 8. Auguſt 1856. J. Schneider, Geometer 2 Klaſſe. aber ihr Anbau auch außerordentlich lohnend ſein. Der Friedberger Kirchenbuchs auszug vom Monat Jul Ertrag wurde nach Verſuchen und daraus gefolgerten Be— rechnungen das Doppelte einer guten Kartoffelernte ſein. „Es würde von Intereſſe ſein,“ ſagt Herr Dr. Föoͤrſter, „wenn rationelle Landwirthe in verſchiedenen Gegenden Deutſchlands den Anbau der Yam-Batate verſuchten, ſei es auch nur im Intereſſe der Wiſſenſchaſt. Dieſen Ver⸗ ſuchen ſteht allerdings vielfach der Koſtenpunkt in Betreff der Anſchaffung der Knollen entgegen. Ich habe die Knollen von L. Mathieu, Kunſt⸗ und Handelsgärtner in der Neuen Grünſtraße 36 in Berlin bezogen, woſelbſt das Stück 1 fl. 48 kr. koſtet. J. H. Hübner in Bunzlau bietet zu demſelben Preiſe dieſe Knollen an. Reichlicher ſcheint J. Mon- haupt in Breslau(Albrechtsſtraße Nr. 8) damit verſehen zu ſein, welcher kleine Knollen das Stück zu ½ Thaler, das Dutzend zu 5½, das Hundert zu 40 Thlr. anbietet.“ Die weiteren Beobachtungen, die Herr Dr. Förſter bei der Entwickelung ſeiner Pflanze machen wird, werden ſpäter mitgetheilt werden. A. Getraute: a J 6. Ambroſius Konrad Strauß, hf. B. u. Schuhmachermeiſter, des verſt. hſ. B. u. Schneidermeiſters Konrad Strauß ehl., unverh. S. u. Margaretha Schmitt, des verſt B. zu Ockſtadt u. Ackermanns Nicolaus Schmitt ehl. unverh. T. 6. Karl Ludwig Reitz, hſ. B. u. Uhrmacher, des hſ. B. u. Uhrmachermeiſters Johs. Reiß ehl. led. S. u. Louiſe Friedericke Ber⸗ talott, des B. zu Aſſenheim u. dermalen Werkführers zu Offenbach Joh. Chriſtian Albert Bertalott ehl. led. T. 20. Joh. Adam Söllner, hſ. B. u. Seilermeiſter, ein Wittw., u. Sophia Chriſtine Friedrich, des verſt. B. u. Wagnermeiſters zu F im Großherzogthum Baden Franz Konrad Friedrich ehl: ed. T. 20. Georg Philipp Koch, hſ. B., Küferm. und Eichmeiſter ein Wittw., u. Louiſe Franziska Otto, des Großh. Oberfeldwebels Bal⸗ thaſer Otto dah, ehl. led. T. Getaufte: 6. Dem hf. B. u. Baumwollenweber Stephan Finzel eine T., Charlotte Philippina, geb. 27. Juni. 15. Dem hi. B., Chirurgen u. Barbier Jacob Finkernagel eine T., Eliſabetha Margaretha Priska Seraphia, geb. 16. . 20. Dem h. B. u. Schußmacherm., auch Todtenwärter Hein⸗ rich Volp ein S., Joh. Georg, geb. 9. Juli. 20. Dem Ortsb. zu Waikartshain, Kr. Grünberg, u. hſ⸗ Permiſſioniſten Johs. Fiſcher ein S., Georg, geb. 13. A 57J Durch den 1 1 Gemarkun zogthum Naſſau). 2 Stunden von? von Homburg dem geehrten, pus aſſortirtes Lager blauen*—12 u empfehlen, un 9 50 die billi⸗ Bedienung. Nähere Auskun träge und Beſſell Höôtel de Paris, Gaftwirth Nauf ſowie der Gaube in Windach bei Zu v i 1316] Ein Zim oder auch ohne der Nähe der ne bei Ein 11332] Schwarz verkaufen Steinfurth. —— 20. De Wilhelm Peter, de ein S., Friedri 20. Dei mann Trapp ei. 22. Dei T, Anna Mar 4. Anna cohmiſſars Geor 2 J. 1 N. e Hofapothekerz K 9. Mar Nonhard ehel. Bekanntmachung. 1348] Von hoher General- Pofidirection in Frankfurt iſt ein neuer Tarif für die Corre⸗ ſpondenz nach und aus dem Poftvereinsauslande herausgegeben worden. Dieſer Tarif kann gegen Bezahlung von 35 kr. pr. Exemplar von unterzeichneter Poſtſtelle abgegeben werden. Friedberg den 1. Auguſt 1856. Großberzogliche Poſtexpedition Seel m o l t. Güter ⸗ Verpachtung. 11349] Montag den 18. l. M., Morgens um 9 Ubr, werden in bieſigem Rathhauſe die zur Pfarrei Friedberg gehörenden Grundſtücke in hieſiger Gemarkung, beſtebend in 44 Morgen, 18 Ruthen auf den Zeitraum von 12 Jahren parzellenweiſe meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 8. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben der. Anzeige. 1957] Durch den Betrieb meiner Schiefergrube in der Gemarkung Pfaffenwiesbach(Her⸗ zogthum Naſſau), 2 Stunden von Friedberg, 2 Stunden von Nauheim und 2½ Stunde von Homburg gelegen, bin ich im Stande, dem geehrten Publikum ein reiches und wohl aſſortirtes Lager von einfarbigen, dunkel⸗ blauen, 3—12zolligen Schieferſteinen zu empfehlen, und verſpreche ich bei jeder Ab⸗ nahme die billigſten Preiſe und reellſte Bedienung. Nähere Auskunft ertheilen und nehmen Auf⸗ träge und Beſtellungen entgegen Herr Bayer, Hotel de Paris im Soolbad Nauheim, Herr Gaſtwirth Raufenbarth in Pfaffenwies bach, ſowie der Grubenbeſitzer S. Kullmann in Weinbach bei Weilburg, Herzogth. Naſſau. Zu ver miet hen in Offenbach. [1318] Ein Zimmer nebſt Kabinet, gut möblirt oder auch ohne Möbel, Karlsſtraße C 16, in der Nähe der neuen Kaſerne, iſt zu vermiethen bei Wilhelm Petri. Ein Faſelochs, [1332] Schwarzſcheck, 1 Jahre alt, hat zu verkaufen Steinfurth. Jobs. Huber J. 291 Für BGranntweinbrenner. 11319] Zwei Branntweinkeſſel neueſter Fagon, noch ſehr wenig gebraucht, faſt wie neu, mit Hut und Schlangenrobr, 1 Ohm und 1½ Ohm haltend, ſtehen äußerſt billig zu verkaufen oder gegen altes Kupfer für eine geringe Aufgabe zu vertauſchen. Bemerkt wird noch, daß auch jeder einzeln abgegeben werden kann. Nidda, im Juli 1856. Philipp Aßmus, Kupferſchmied. Eine ordentliche Dienſtmagd 11331) wird gegen guten Lohn geſucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. — Leder Schuhe 11350] mit Holzſohlen für Herren und Damen, äußerſt bequem und zweckmäßig, billigſt bei E. Bechſtein Sohn. Drainirungs⸗ Arbeiten. [1353] In der Gemeinde Bönſtadt wird Frei⸗ tag den 15. d. M., Nachmittags 2 Uhr, die Anfertigung mehrerer hundert laufenden Klftr. Drainegräben an die Wenigſinehmenden ver⸗ geben. Ke Miſſionsfeſt zn Butz bach. 1354] Dienſtag den 19. Auguſt l. J. findet in Butzbach ein von Seiten des Darm⸗ ſtädter Vereins veranſtaltetes Miſſionsfeſt und Tags darauf eine freie Paſtoralcon-⸗ ferenz ſtatt, wozu alle Miſſionsfreunde der drei Provinzen unſeres Heſſiſchen Vaterlandes herzlichſt eingeladen werden. Der Anfang des Feſtgottesdienſtes iſt Vor⸗ mittags halb 10 Uhr. Für alle Blumenfreunde! Blumendüngepulver, erprobt, um kranke Pflanzen zu kräftigen, und dieſe ſowohl als Topfgewächſe aller Arten zur üppigſten Ent⸗ wickelung zu bringen, empfiehlt in Paketen auf lange Zeit ausreichend à 18 kr.: 13511 Friedberg. P. F. Schmittner. Empfehlung. [1352] Hiermit mache ich die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich neben meinem Kammacher⸗Ge⸗ ſchäft mir noch mehrere Artikel in Wollengarn, Strickbaumwolle, Schnur, Zwirn und dergl. angelegt habe; auch werden Glace-Handſchuhe bei mir gewaſchen. Ludwig Ulrich, Kammacher, wohnhaft bei Hrn. Schuhmachermſtr. Waas in der Metzgergaſſe. 7 Für Wagner. 11355] Einbundertfünfzig bis Zweihundert ein⸗, zwei- und dreijährige Radfelgen und ſonſt noch brauchbares Holz hat zu verkaufen L. Reun ing in Echzell. Ein vollſtändiges Logis [1356] iſt zu vermiethen und kann bald be⸗ zogen werden bei Wittwe Weckerling auf dem Haag. Zur Nachricht. L13571 Ich bitte Denjenigen, welcher meinen Stock vor meiner Wohnung aufgehoben hat, denſelben gegen eine Belohnung an mich abzu⸗ geben. Wilhelm Müller, Buchdrucker. In der Kleiderreinigungs⸗Anſtalt 112021 von J. C. Dürholz in Niedermörlen werden getragene Kleider, namentlich Herrenkleider, von allen Flecken gereinigt, wie neu gewaſchen und appretirt. Aufträge, welche ſchnell und billig beſorgt werden, nehmen entgegen in Friedberg Herr Daniel Ebert, Kleidermacher; in Nauheim Herr F. W. Henkel in der Kaufhalle; in Butzbach Hr. Jace. Weickhardt. 20. Dem hſ. B. u. Schneiderm. Konrad Diehl II. ein S., Wilhelm Peter, geb. 30. Juni. 20. Dem hſ. B. u. Buchbinderm. Ludwig Ferdinand Weis Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Martin Seipel 20 kr., auf einem Spaziergang nach Homburg ein S., Friedrich Georg, geb. 26. 02 20. Dem hſ. B. u. pract. Arzte, Doctor der Mediein Her⸗ mann Trapp ein S., Theodor, geb. 10. i e 5 22. Dem bſ. B. u. Schuhmacherm. Joh. Michael Pfeiffer eine T., Anna, Maria Margaretha, geb. 21. Juli. Beerdigte: 4. Anna Julie Karoline Hermine Schober, des Großh. Steuer⸗ commiſſärs Georg Friedrich Chriſtoph Schober dahier ehl. T., alt 2 J. 1 M. 27 T., 1 2 0 5.(In Soden.) Eliſe Wahl, geb. Schmidting, des Groß. Hofapothekers Karl Wahl dah. Ehefrau, alt 43 J. 7. M. 26 T., 1 4. 9. Margaretha Leonhard, des hſ. B. u. Fuhrmanns Nicolaus Leonhard ehel. unverh. T., alt 32 J. u. 5 T., 7 10. Georg Michael Habicht, ehl, led. S. des verſt. B. u. Maurers zu Erbenhauſen, Kr. Alofeld, Heinrich Habicht, alt 34 J. 9. M., 26 T., 7 9. 5 28. Joh. Adolf Windecker, hſ. B. u. Metzgermeiſter, alt 82 55 4 M. 27 T.. 27. a 30. Joh. Heinrich Wind II., hf. B. u. Handarbeiter, alt 46 J. 8 M. 2 T., 1 29. N f 31. Wilhelm Peter Diehl, ehel. S. des hſ. B. u. Schneiderm. Konrad Diehl II., alt 1 M., 1 30. 1 fl. 9 kr., durch Pfarrer Meper zu Bad Homburg 12 fl., aus dem Nachlaſſe einer vielgeprüften Dulderin 7 fl., Poſtzeich. Darmſtadt 1 fl., B. Schwarz zu Reichelsheim 2 fl. 42 kr., Ueberzahl, einer Rechnung 2 fl., Joh. St. 3 fl. 39 kr., ſtändige Beiträge aus Friedberg 32 fl. 27 kr., durch die Red. der Darmſt. Ztg. 1 fl., H.⸗G.⸗A. Sehyd hier 1. Semeſt. 1856 3 fl., aus der Gemeinde Niedermorſtadt 9 fl. 30 kr., durch Pfarrer Schneider zu Schaafheim 5 fl. 15 kr., L. in Großgerau 10 fl., Frl. Gontard zu Frankfurt a. M. 4 fl., Collekte 336 fl. 23 kr. Pfleggeld vom 1. Semeſter 377 fl., Rückvergütung für Kleider 50 fl., Opferſtock 27 fl. 27½ kr. Einnahme incl. des Kaſſenbeſtandes vom Juni 989 fl. 30¼ kr. Ausgabe 798 fl. 51 kr. Mithin Kaſſenvorrath 190 fl. 39½ kr.— Dank, beſten Dank! allen unſern Freunden und Feed berg n fangs Augufl 1856 riedberg, Anfangs Augu 56. 8 5 0 0 Die Direkkion J. P. Schäfer. Berichtigung. Zn Nr. 61 d. Bl. Seite 283 Zeile 13 von unten iſt zu leſen literatus ftatt Iibratus. 292 Soolbad Nauheim. e Jeden Tag CO NL. LA der Kurcapelle im Kurgarten, Morgens von 7 bis S, Nuchimitiags von 2 bis A, un Abends von 3% bis 7 Ulir. Jeden Donnerstag BAL PAR E im Nursuale. Die Renten⸗ und Lebensverſicherungs⸗Anſtalt zu Darmſtadt 19291 hat die Einrichtung getroffen, daß kleine Sterbfallkapitalien von 100 bis 300 fl. unter erleichterten Bedingungen bei ihr verſichert werden kön⸗ nen, wodurch auch den minder Bemittelten Gelegenheit geboten iſt, ihren An⸗ gehörigen für den Todesfall ſofort beziehbare Sterbegelder zu hinterlaſſen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bevollmächtigten der Anſtalt.“) Darmſtadt, im Mai 1856. Die Direction. 4) In Friedberg Herr Kaufmann Heinrich Hahn. „ Butzbach Herr Bürgermeiſter Seippel. Tandwirthſchaftliche Fortbildungsſchule ä zu Echzell. Wintercurſus 185657. 113121 Die landwirthſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 27. Oktober d. J. wieder ihren Anfang. Als Unterrichtsgegenſtände ſind für dieſen Curſus in Ausſicht genommen: 1) Diejenigen Zweige der theoret. Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unentbehrlich iſt. 2) Bodenkunde: Bodenarten, Bearbeitung und Verbeſſerung des Bodens, Geräthſchaften und Werkzeuge, Brache, Düngung u. ſ. w. 3) Feldbau: a. allgemeine Grundſätze des Pflanzenanbaus, Same, Unterbringung, Pflege der Pflanzen u. ſ. w. b. ſpezieller Pflanzenbau, die Getreidepflanzen, Hülſenfrüchte, Futter⸗ und Knollengewächſe, ibre zweckmäßige Behandlung von der Einſaat bis zur Ernte U. ſ. w. Die Getreidekrankheiten. 4) Das Wichtigſte über Wieſencultur. 5) Die Wiribſchaftsſyſteme: Zwei“, Drei-, Vierfelderwirthſchaſt ꝛe., die reine und verbeſſerte Dreifelderwirthſchaft, die Koppel⸗, Schlag⸗ oder Wechſelwirthſchaft, die Fruchtwechſelwirth⸗ ſchaft, die freie Wirthſchaft. 6) Viehzucht. Kurze Ueberſicht über den Bau und die Lebensverrichtungen der Hausthiere (anatomiſch⸗phyſiologiſcher Ueberblick). Ragçen, Veredlung, Inzucht, Kreuzung, Ernährung, Pflege u. ſ. w. Pferdezucht, Raçen, Auswahl der Zuchtpferde, Fütterung und Pflege, die äußeren Krankheiten der Pferde u. ſ. w. 7) Rechnen und praktiſche Geometrie. 8) Anleitung und Uebung im Fertigen von Aufſätzen, Briefen, Geſchäftsaufſätzen, Buchführung. Diejenigen jungen Oekonomen, welche als Penſtonäre dieſe Schule beſuchen, erhalten Wohnung in dem Lokale, in welchem ſich die landwirthſchaftliche Schule befindet und arbeiten unter Aufſicht ihrer Lehrer. Sämmtliche Zöglinge legen zu Ende des Wintercurſus in einem öffentlichen Examen Proben ihres Fleißes und ihrer Leiſtungen ab. Aeltere Oekonomen, welche die Schule blos als Zuhörer beſuchen wollen, ſind von dieſem Examen entbunden. 5 Die Anmeldungen beliebe man- recht zeitig, jedenfalls vor dem 15. Oktober, bei Unterzeichnetem zu machen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche odet frankirte ſchrift⸗ liche Anfragen nähere Auskunft zu ertheilen. Echzell, am 2. Auguſt 1856. Dr. Henkelmann. Formular zu Protokoll über Ernte⸗Beſchlagnahme iſt zu haben in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 8 Verſteigerung von Steinbrecherarbeiten. [1358] Montag den 18. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Aſſenheim im Rathhauſe die für die Jahre 1857 bis 1859 im fiskaliſchen Bruche zur Unterbaltung der Kunſtſtraßen nöthig werdenden Steinbrecherarbeiten öffentlich an den Wenigſtnebmenden in Accord gegeben werden. Friedberg, den 11. Auguſt 1856. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Die landwirthſchaftl. Zeitung 15541 vollſtändig von dem Jahre 1831 bis 6 1854 kann zu einem billigen Preiſe abgegeben werden. Wo ſagt die Expedition d. Bl. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 9. Auguſt 1856. Pisten fl. 89 Friedrichsdoerr.„ 9 52½-53½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 47½-48¼ Rand⸗Ducaten% 5 34½-35 20 Frankſtücke„ 921-22 Engliſche Souverains..„ 11 46-50 Preußiſche Thaler!— Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 44 ½/ 5 Frcs.⸗Thaler„ 220%, Marktberichte. Grünberg 9. Auguſt. Waizen 16 fl. 18 kr; Korn 10 fl. 25 kr.; Gerſte 9 fl. 18 kr.; Hafer 5 fl. 57 kr.; Saamen 21 fl. Mainz 8. Auguſt. Waizen 17 fl. 2 kr.; Korn 11 fl. 2 kr.; Gerſte 8 fl. 22 kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 19. Auguſt. D. Fried- Butz⸗ — Brod-Preiſe. berg. J bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ 0 und ½ Gerſtenmehl e 2 00 57„ 6 3 613 4„„„ 13 213 2 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u. ½ Waizenmehlf 41 41 2* 1„ 8 11811 4„„„ 16 21162 Loth Loth Milchbrodod 1 37½ 13½ —Waſſer weck 14½—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14½ 1/4½ Fleiſch⸗-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch.. 142414 2 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 11211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch.. 16— 16— 1 Hammelfleiſchh.. 11211 2 10 Kalbfleiſh; 621 62 1 Schaaffleiſch h... 7—1—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17—[17— 1 Bratwurſt e e eee 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck.. 31/231 2 1 Dörrfleiſchch e 21 2/21 2 1 Schinken 232232 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ uncusgelaſſen 23 2232 1 Nierenf ett.. 232232 11 Hammelsfett. 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redaeteur: Hermann Schimpff. Fri al, ei ⸗ Der 5 151 „Jes durch ird hiermit allg 10 Friedber 7 0 Eliſabeth wegen Diebſtahls —— V. Wir de frohes Ereigniß Der Präſi ſteriums, Herr finden Sich, b. Rieffel, ſeit Excellenz haben hieſige Aſtabte! beſucht, und un liche, Lehrer un zu haben. Mit Wohlwollen ha terhalten, wel. cellenz vorgeſte bieſige Kreisrat Die ſpaͤtere Zei Se. Excellenz, Rieffel und He ung des hieſige gartens ze. zug Mitbürgern die hieſigen Singy Anhaͤnglichkeit ſeine Regierun— denten eine Se ſchen 10 und 1 vereine, geführ herzoglichen Bu in geordneſem mit erhöhter ſugung des z der Sanger u. naſten Wort bellen hoch be a e dae duch f Abſingu Mitzlieder de