friedberger Jutelligenzblatt. 1. 15. jede rſcheint wö⸗ 0 2 2 22 2 inrückungsge⸗ blen 0 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 1 „ teen Amts- und Verkündigungsblatt für den Areis Friedberg. dei fl. 1. 30 kr.** ſammen 7 kr. Ns. Dienſtag, den 12. Februar. 1856. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Den Abverdienſt der unzahlbaren Feldſtrafen. Da noch viele von Ihnen mit der Einſendung des Nachweiſes über den Abverdienſt der Ihnen zum Vollzug über— wieſenen Feldſtrafen im Rückſtande ſind, ſo werden Sie an die alsbaldige Einſendung dieſes Nachweiſes erinnert unter dem Anfügen, daß diejenigen, welche bis zum 25. d. M. dieſer Verfügung nicht entſprochen haben, mit einem Wart⸗ boten beſchickt werden müſſen. Haben ſich Anſtände ergeben, die bis jetzt einen Abverdienſt unmöglich machten, ſo iſt dieſerhalb binnen der vor— geſteckten Friſt an uns zu berichten. gekupferte erbaut und mud auf Friedberg, den 8. Februar 1856. Müller. —— An Die ſſe ien. er Betreffend: Die Arretieung eines ſich taubſtumm ſtellenden Menſchen. Das nachſtehende Ausſchreiben Kurfürſtlicher Polizeidirection zu Hanau theile ich Ihnen zur Nachricht unter der — Auflage mit, daß, falls Ihnen die Abkunft und Heimath des in demſelben genannten Menſchen bekannt ſein ſollte, ſofort A Saczendlung berichtliche Anzeige anher zu machen. —.— Friedberg am 8. Februar 1856. Müller. g Stets wiederholt er, jedoch hoͤchſt undeutlich, die letzten Worte der an ihn mündlich gerichteten Fragen. länder Derſelbe hat ein kleines katholiſches Gebetbuch bei ſich, in welchem ſich mehrere Heiligenbilder befinden, auf deren einem der Name Maria Golmann, oder Galmann, oder Halmann, oder Heilmann aus Leofelden, oder Lerfelden, oder „Berfelden ſteht. In dem Buche ſeloſt ſteht der Name Friedrich Wirth oder Würtz, auch Anna Ritter eingeſchrieben. 1 Die Maria Galmann ꝛc. bezeichnet er freudig als ſeine Mutter und als ſei dieſelbe bei einem Schmied beſchäftigt und ziehe den Blasbalg ꝛc— Lehrer auf Schreiben kann er nicht; die von ihm gemachten Schriftzeichen ſind wenigſtens nicht verſtändlich. Alle ſeither an— Fliche Art in geſtellten Nachforſchungen zur Ermittelung ſeines Namens und ſeiner Heimath ſind ohne Erfolg geblieben; es wird daher dat vorber ein hierdurch um jede mögliche Mitwirkung zur Erforſchung ſeiner Abkunft ic. und um Mittheilung des Reſultats erſucht, cher, richtig Jedermann aber, der hiervon Kenntniß haben ſollte, zur ſofortigen Anzeige bei der nächſten Polizeibehörde aufgefordert. f Hanau, am 4. Februar 1856. Kurfürſtliche Polizeidirektion Cornelius. wanderer Signalement: Alter 16—18 Jahre, Größe 4,9“, Statur unterſetzt, Haare blond, Stirn rund, Augenbraunen 1 daglicch lernen blond, Augen graublau, tief liegend, Naſe breit, ſtumpf, eingebogen, dicke Lippen, Unterlippen vorſtehend, Zähne geſund, Kinn rund, Geſicht breit, dick, Geſichtsfarbe blaß, geſund. Beſondere Kennzeichen: anſcheinlich ſtumm, ſchwerhörig, et⸗ den was dicken Hals. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Verfügung Gr. Miniſteriums des Innern vom 2. d. M., Nr. 1686, wird hiermit zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß nur allein die Hengſte des: In Onb et rich aſſeein: — 1) Freih. Adalbert v. Nordeck zur Rabenau zu Bendorf, Kreis Grünberg, Hengſt von Farbe: Schimmel, 2) Gr. Oberfoͤrſters Haberkorn zu Windhauſen, Kreis Alsfeld, Hengſt von Farbe: dunkelkaſtanienbraun ohne zeigen. Abzeichen, 6 Jahre alt und 15 Fauſt hoch, f 40. Februar. 3) Heinrich Knauf zu Fiſchbach, Kreis Alsfeld, Hengſt von Farbe: braun ohne Abzeichen und 9 4) Johannes Fiſcher I. zu Hutzdorf, Kreis Lauterbach, Hengſt von Farbe: kaſtanienbraun mit Blümchen, beide dtp farttt El. Hinterfeſſel weiß, 2tadtkirhe als zur Zucht für 1856 tauglich erkannt worden ſind. 1 Zugleich wird gemäß dieſer höchſten Verfügung verordnet, daß außer dieſen tauglich erkannten Hengſten keine wei⸗ — teren von Privatperſonen zum Bedecken von Stuten bei Meidung einer den Contravenienten treffenden Strafe von 3 bis f 5 fl. verwendet werden dürfen. Die Gr. Bürgermeiſter, Gensd'armen und ſonſtige Polizeiofficianten haben auf den Vollzug dieſer Bekanntmachung 1 Schwabe zu achten und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. zulwiin Friedberg, den 8. Februar 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. 8 54 Bekanntmachung. a Dem Salomon Fröhlich von Fauerbach I., Markus Strauß von Niederwöllſtadt, Heinrich König XI. und Johs. Scheibel IX. von Obermorlen iſt die Erlaubniß zum Betrieb des Maklergewerbes ertheilt worden, was hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg, den 2. Februar 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mü lle r. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Peter Hain aus Bierſtein, dringend verdächtig, ihm anvertraute Gelder unterſchlagen zu haben. Signalement: Alter: 45—50 Jahre; Größe: mittel; Haare: grau; Stirn: hoch; beſondere Kennzeichen: geht etwas gebückt. Lokales. * Die Gemeinde Höringhauſen, Kreis Vöhl, wurde wie bekannt im Auguſt vor. J. zweimal vom Hagelſchlag betroffen und ſah dadurch den größten Theil ihrer Erndte vernichtet. Zur Linderung der hierdurch unter den ohnedies armen Bewohnern dortiger Gegend entſtandenen Noth hat Großh. Miniſterium des Innern für dieſelben eine Collekte in meh⸗ reren Kreiſen des Landes und ſo auch in dem Kreiſe Friedberg geſtattet, welche in dieſen Tagen durch die damit beauftragten Großh. Bürger⸗ meiſtereien erhoben werden ſoll. Möge dem herrſchenden Nothſtande durch reiche Gaben geſteuert werden! Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Kaſſenbeſtand vom December 1 fl. 13¼ kr. Eine Einnahme die noch zum Dezemberbericht gehört, aber im Januar erſt einging, von 78 fl. 56 kr. H. Lißmann zu Büdingen 10 fl. Pfr. Clotz zu Wallern⸗ hauſen pro 1856 2 fl. k. 1 fl. K. Poſtz. Darmſtadt 2 fl. M. B. Vielbrun 50 kr. Pfr. Peter zu Baſel 4 fl. 40 kr. Poſtz. Darmſtadt 1 fl. Prof. Schwabe hier 3 fl. Frl. Schwabe 1 fl. Palaſtdame von Stoſch zu Darmſtadt 5 fl. Ung. aus Ilbenſtadt 12 kr. Pfr. M. zu A. 1 fl. Dr. med. Verdier zu Darmſt. 25 fl. Herr Baxon von Amerongen zu Offenbach 20 fl. Jakob S. zu Offenbach 1 fl. D. Pfr. Kraus zu Uſenborn 1 fl. 48 kr. L. Poſtz. 1 fl. 45 kr. W. zu G. 5 fl. 18 kr. Für 1 Malter Aſche 1 fl. 48 kr. D. Cand. Hofmann zu Griedel 7 fl. Dr. Matthias, Director der Taubſt.-Anſt. hier 1 fl. Pfr. Kalbhenn zu Petterweil für 4 Monate 2 fl. Fr. Strauch zu Borſtadt 24 kr. Von einer Geſellſchaft im Heſſiſchen Hof zu Butzbach 2 fl. Pfleggeld pro 1856 70 fl. Rückvergütung 10 fl. Collecte in der Provinz Hanau 26 fl. 38 kr. Ditto im Kreiſe Gießen 149 fl. 36 kr. Opferftock 4 fl. 1% kr. Summe 468 fl. 27½ kr. Ausgabe 286 fl. 32½ kr. Kaſſenreſt am 1. Februar 181 fl. 55 kr. Dank allen edlen Menſchen⸗ freunden für ihre wohlgemeinten Gaben!“) Friedberg den 1. Februar 1856. Die Direction: J. P. Schäfer. Poſtz. Frankfurt 10 fl. Pfr. Gombel zu Hopfgarten 1 fl. Sr. Durch⸗ laucht der Fürſt zu Solms⸗Lich 12 fl. F. zu Lich 1 fl. Aus der Opferbüchſe in der Bibelſt. zu Lich 2 fl. 47 kr. Aus der Gemeinde ) Verfertigt wurde: Korbmacherarbeit 10 fl. 47 kr. Stuhlflechter⸗ arbeit 9 fl. 12 kr. Stroflechterarbeit 27 fl. 29 kr. Seilerarbeit 73 fl. 26 kr. Summe 120 fl. 54 kr. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edictalla dung. 1129] Die Erben des in Sidney verſtorbenen Louis Venator aus Friedberg haben deſſen Nach⸗ laß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Anſprüche an Louis Venator ſind daher binnen 6 Wochen von heute an ſogewiß hier anzumelden, als ſie ſonſt ins Inventar nicht aufgenommen wer⸗ den, und bei der Nachlaßregulirung unbeachtet bleiben. Friedberg den 11. Januar 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. F [130] Folgende im Aſſenheimer Grundbuche auf Martin Thomas Wittwe eingetragene Hof⸗ raithe und Grundſtücke: 1115, U 98, II 238, 1 575, 1 563, VI 401, VIII 183, 1 260, VI 492, III 10, VI 499, 505, VII 180, 42, VII 33, XI 168, 361, 499, X 81, 95, IX 27, 77, IV 73, 118, V 138, 145, VI 120, 250, welche im älteren Grundbuche der Jacob und Cantor Thomas Wittwe, was eine und dieſelbe Perſon geweſen,— ſodann bezüglich des Stückes VI 492 der Peter Thomas Wittwe zugeſchrie— ben geweſen, wollen Martern Thomas Wittwe (welcher dieſe Grundſtücke im neuen Grundbuche irrig allein ſtatt Cantor Thomas Erben zu— geſchrieben worden ſein ſollen) und Dorothea Thomas, der Anna Louiſe Thomas zu Aſſen⸗ heim ſchenkweiſe übergeben, können aber das Eigenthum genügend nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf die bezeichneten Immobilien zu haben ver⸗ meinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß innerhalb zwei Monaten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt der Schenkungsurkunde die gerichtliche Beſtätigung ertheilt, und der Eintrag im Mutationsver⸗ zeichniſſe verfügt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. [163] Wilhelm Leonhardt und deſſen Ehefrau von Bönſtadt haben nachverzeichnete auf ihren Namen im daſigen Grundbuch eingetragene Immobilien: Flur Nr. Klftr. 1 72 106 Hofraithe im Dorf neben Joh. 1 69e Wiegand, 1 473 17 Grabgarten in den Wolfsgruben, 11 72 336 Aecker im Wickſtädterwaldfeld, IV 235 139 Grabgarten in den Blättern, V 38 33 Wieſe, die Reuterswieſe, XIII 172 119 Aecker auf den Viehtrieb, 1 493 31 Grabgarten auf den Wolfsgru— ben, II 101 85 Aecker im Wickſtädterwaldfeld, XV 445 82 Aecker zwiſchen dem Reuterweg und Unterforſt, XIV 331 144 Aecker bei der Warth, 1 71 314 Aecker im Wickſtädterwaldfeld, IV 556 81 Wieſe im Großenſtücken, veräußert, können jedoch das Eigenthum hieran nicht genügend beweiſen. Etwaige Anſprüche dritter Perſonen an dieſe Grundſtücke ſind daher binnen vier W'eo ch en dabier anzuzeigen und zu begründen, widrigen⸗ falls die Veräußerung beſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden würde. Altenſtadt, den 23. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt Dr. Gilmer. Früh de eee 11921 Montag den 18. l. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 bis 60 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds, zweimalterweis, meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 9. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 1174 Nach einem unterm 1. Oktober 1851 abgeſchloſſenen Vertrage ſollen die nachverzeich⸗ neten in der Gemarkung von Münzenberg gelegenen und als„Erbleihgut von dem Grafen zu Solms Rödelheim in dem neuen Kataſter von Münzenberg eingetragenen von Konrad Alles modo Heinrich Alles ſeither in Erbbeſtand beſeſſenen Liegenſchaften: Gemarkung Münzenberg: Flur Nr.[UIKlftr. 1) III 160 213 Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus mit Mühlwerk und Oelmühle, drei Ställen, Schoppen mit Stallung, Scheuer, Nebenbau, Schlagmühle und Stall(die Ketten- mühle)(alt 1/1), 2) III 159 35 Grabgarten bei der Mühle (alt 1/10, 3161 52 Grabgarten bei der Ketten- mühle(alt 130/4), 4) III 170 312 Grabgarten ſtößt auf den Kettenmühlenweg (alt 130%), 5) III 158 1310 Wieſe bei der Kettenmühle (alt 130/3), 6) III 162 190 Wieſe, die Erbſenweiſe (alt 1735/1), 7) III 145 1583 Acker vor der Kettenmühle (alt 290/11), 8) UI 157 800 Eichenniederwald bei der Kettenmühle(alt 1820/2), um die Summe von 2500 fl., zahlbar an die Solms-Rödelheim'ſche Rentkammer zu Aſſen⸗ heim, allodificirt und in freies Eigenthum des Heinrich Alles verwandelt werden. Indeſſen können genügende urkundliche Nachweiſe über den Erwerb und die ausſchließliche Berechtigung zu dieſen Liegenſchaften nicht beigebracht werden. Es ergeht daher dieſe öffentliche Aufforderung, etwaige Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche binnen einer Friſt von 2 Monaten ſind binnen dabier galerr orliegende Er Eintrag In werden wur. Butzbach, Großherzo Ebel, Landrichter. — Beka 40 Dienſtag dags 10 Uhr, lich meitbieten 144[OUKlaftet vot det St Karlsdof g Scheuer u 157 DIKlafte denſelben? 189 Klſtt. Bi 83„ Gta 131 Ach . Hofrait Durch Eiur Hoftaithe ſowe quch füt eine Unbekannte fähigkeit genü Zugleich we Ppilipp Lehein termin in Ken Ueten deten A Nidda den Großbe der Vorffet Oeffer 1209) Die abweſenden J bach J., S. da, und gebe gaben um A U verwaltet dag erſche zuläfſg, und oder war son auszuwelſen 2 Friſt von 4 bel untetzeic qu warten, das ſelher aufgetrugnen 9 ub ba 00 Or ſogewiß dahier anzumelden, als ſonſt der Allo⸗ difications-Vertrag beſtätigt und auch der Ein⸗ trag ins Mutations-Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 2. Februar 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Oeffentliche Aufforderung. [164] Eigenthumsanſprüche an folgende, der Johannes Anſchick's Wittwe zu Münſter laut Beſcheinigung zuſtehende Güterſtücke, als: a. Gemarkung Münſter: 103/7, 136/28, 342/11, 517/10, 604/7, 924/13, 268/18, 393,2, 20/0, 550%, 832/17. 114/33, 599%, 68643, 850/6, 842/30, 436/26 /; b. Gemarkung Fauerbach: 286172, ſind binnen Wochen dabhier geltend zu machen, widrigenfalls die vorliegende Erbvertheilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach, am 30. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. 1136] Dienſtag den 11. März l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, foll auf hieſigem Rathhauſe öffent- lich meiſtbietend verſte igert werden: 144[◻Klafter Hofraithe in den Wendelsgärten vor der Stadt an der Chauſſee gelegen, der Karlshof genannt, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stallung, ſowie Brauhaus, 157[I Klafter Garten am Haus und oben an demſelben 2 Hohlkeller, 189 Klftr. Wieſe an der Hofraithe, 83„ Grasgarten daſelbſt, 131„ Acker am unterſten Kiſſelberge, 278„„ daſelbſt, beide in der Nähe der Hofraithe. Durch Einrichtung und Lage eignet ſich die ſe Hofraithe ſowohl zum Wirthſchaftsbetrieb, als auch für eine größere Oekonomie. Unbekannte Steigerer haben ihre Zahlungs⸗ fähigkeit genügend nachzuweiſen. Zugleich werden Wittwe Marloff und Heinrich Poflipp Leheim hierdurch vom Verſteigerungs⸗ termin in Kenntniß geſetzt, da dem Unterzeich⸗ neten deren Aufenthaltsort nicht bekannt iſt. Nidda den 22. Januar 1856. In Auftrag i Großherzoglichen Landgerichts Nidda der Vorſteher Großherzoglichen Ortsgerichts L. U h l. 5 Oeffentliche Aufforderung. [209] Die Geſchwiſter des ſeit vielen Jahren abweſenden Matthäus Philipps von Fauer⸗ bach I., Sohn des Johannes Philipps von da, und geboren den 15. September 1785 haben um Aushändigung ſeines ſeither curato— riſch verwalteten Vermögens angeſtanden. Der Antrag erſcheint nach dem eingetretenen Alter zuläſſig, und wird daher Matthäus Philipps oder wer ſonſt als deſſen Rechtsnachfolger ſich auszuweiſen vermag, aufgefordert, binnen einer Friſt von z wei Monaten bei unterzeichnetem Gericht ſich anzumelden, oder zu erwarten, daß er für verſchollen erklärt und das ſeither verwaltete Vermögen den bereits aufgetretenen Erbintereſſenten ausgehändigt wird. Buß bach den 7. Februar 1856. 1 enclih, b Butzbach Ebel. Leſch, 55 Oeffentliche Aufforderung. [193] Chriſtoph Leſch, Johannes Leſch und Eliſabetha, Johann Konrad Heyd Ehefrau, geb. alle von Butzbach, haben um Ueber— laſſung des Vermögens ihres ſeit vielen Jah— ren, unbekannt wo, abweſenden Oheims, des am 22. März 1785 dahier gebornen Chriſtoph Leſch angeſtanden. Da dieſer Chr. Leſch das 70. Jahr überſchritten haben würde, ſo wird er, oder wer ſonſt rechtliche Anſprüche an ſein Ver- mögen zu haben glaubt, hiermit aufgefordert, binnen einer Friſt von zwei Monaten zur Empfangnahme ſeines ſeither curaloriſch verwalteten Vermögens ſich anzumelden. Ge— ſchieht dies nicht, ſo wird Chriſtoph Leſch für verſchollen erklärt und ſein Vermögen den Ein— gangs genannten Erbprätendenten überwieſen werden. Butzbach, den 8. Februar 1856. Großherzogliche Landgericht Butzbach Ebel. Stroh lieferung. [194] Freitag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 650 Gebund Kornſtroh, oder auch ſtatt deſſen 1300 Gebund Gerſtenſtroh, unter den im Verwaltungsbureau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Summiſſionsweg in Accord gegeben wer— den. Friedberg, den 11. Februar 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg. Nicola, Oberquartiermeiſter. (Butz bach.) Pferdeverkauf. [195] Mittwoch den 13. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hiefigen Reitercaſerne ein für den Reitdienſt unbrauchbar gewordenes Dienſtpferd meiſtdietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Bußzbach den 7. Februar 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. Betreffend: Holzverſteigerung in dem Großher⸗ zoglichen Domanialwald Kellerberg der Oberförſterei Oberrosbach. [196] Donnerſtag den 21. d. M. werden in dem oben genannten, bei Oberrosbach ge⸗ legenen Walddiſtrikte, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 24% Stecken Scheit⸗, 8 ¼ Stecken Prügel ⸗, 37 Stecken Stockholz, 817 Wellen Reiſerholz und 7 Läſte Schlag⸗ abraumbolz, ſämmtlich Eichen, ſodann 38 Eichen⸗Klötze zu Baue und Werkholz, in der Stärke bis 19 Zoll Durchmeſſer u. 40 Fuß Länge. Der Anfang erfolgt präcis 8 Uhr und wird erſt das Brennholz, dann das Stammholz aus⸗ geboten. Oberrosbach, den 9. Februar 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Holzverſteigerung. 1497 Donnnerstag, den 14. d. Mis. Vor⸗ mittags 9 Uhr beginnend, werden im Diſtrikte „am Haſſelecker Weg⸗ 6¼% Stecken Nadel⸗Scheitholz, 474„ dgl. Prügelholz, 33%„ dgl. Stockholz und 3026 Stück dgl. Wellen; hierauf 105 Nadel⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von 6— 16 Zoll Durchmeſſer und 25—75 Zoll Länge, und 17 Nadelſtangen an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt am 6. Februar 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. [198] Es iſt die Wahrnehmung gemacht wor— den, daß hinſichtlich des der Stadt Friedberg zu— ſtehenden Rechts bezüglich des Mehloctrois und des Fruchtausfuhrgeldes Fahrläſſigkeiten eingetreten ſind, welche nicht anders ſchließen laſſen, als daß dadurch eine Unterſchlagung der Abgabe be⸗ wirkt werden ſoll. Es wird deßhalb hierdurch auf den am 24. Oktober 1837 höheren Orts genehmigten Polizeibefehl aufmerkſam gemacht, wornach jede Unterſchlagung mit dem zehen⸗ fachen Erſatz und Bezahlung des gebührenden Fanggeldes beſtraft wird. Beſonders werden die Müller, welche Mehl für Bäcker oder Mehlhändler in hieſige Stadt einfahren, darauf aufmerkſam gemacht, daß ſie ſtets beim Einfahren in die Stadt bei eigner Verantwortlichkeit ihre Fuhre mit zwei gleichlautenden von dem Abſender unter— zeichneten Scheinen verſehen müſſen, welche ſo— wohl das Quantum, als die Sorte des einzu— führenden Mehls ganz genau enthalten müſſen. Von dieſen Scheinen iſt der eine dem Pförtner der Eingangsſtation, der zweite aber dem ſtäd⸗ tiſchen Waagmeiſter ſofort abzuliefern, und darf nicht eher abgeladen werden, bis Letzterer die Säcke revidirt und nöthigen Falls gewogen hat. Friedberg am 9. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg nde lr. Aufforderung. [199] Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an die Stadt Friedberg und den Auguſtiner Schulfond dahier für Arbeiten oder Lieferungen aus dem Rechnungsjahre 1855 zu machen haben, werden hierdurch aufgefordert, ihre Rechnungen auf vorſchriftsmäßigem Formular längſtens bis Ende dieſes Monats bei dem Unterzeichneten einzureichen, bei Vermeidung der im Unter⸗ laſſungsfalle für die Säumigen damit verbun⸗ denen Nachtheile. Friedberg am 9. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg end? Pferd⸗Verſteigerung. [200 Donnerſtag den 14. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe ein Pferd meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. Februar 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Be n d e Holz⸗Verſteigerung. [201] Donnerſtag den 14. J. Mts., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle in der Garten-Gemarkung nachſtehende abgängige Obſt⸗ und Akazienbäume meiſtbietend verſteigert und geſchieht der Anfang am Rentamtsdiener Heß'ſchen Hauſe in der Vorſtadt zum Garten, als: 1 Nußbaum, 10 Aepfelbäume, 3 Birnſtämmchen, 15 Zwetſchenbäume, 12 Weidenbäume, 6 Haufen Ausputzholz am Schützenrain und 9 Akazienbäume an der Stadtkirche. Friedberg den 11. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 5 [202] Die von Oberförſter Harth im Diſtrikte „an der Burgwaldsgrenze“ heute abgehaltene Holzverſteigerung iſt genehmigt und der erſte Fahrtag auf Donnerstag, den feſtgeſetzt.. Ockſtadt, 7. Februar 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 14. d. M., 5 6 nion. 2 Fuͤr Auswanderer nach Auſtralien und Amerika. 203] Die engliſchen Regierungs-Poſtboote, welche die Briefe an Bord nehmen, und ſolche conkractlich am 65. Tage in Melbourne abliefern müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 5. u. 20. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. Ueberfahrtpreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Verköſtigung, 210 fl., fur Kinder die Hälfte. Für andere wöchentlich abgehende Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung, 190 fl., für Kinder 95 fl. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtpreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier ſchuldig bleiben, erſt in Auſtralien aus ihrem dor— tigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugs— weiſe werden angenommen Ackerbauer, Schäfer, ſowie alle ſonſtigen zur Land⸗ arbeit tauglichen ledigen Leute, oder junge verheirathete Leute mit höchſtens 2 Kindern. Abfahrten nach Amerika: von der Rheinſtation aus, jeden Donnerſtag. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Nähere Auskunft, Proſpecte und Ueberfahrt-Verträge ertheilt die conceſſionirte Agentur in Friedberg Heinrich Hahn. 40„ und 6 00 Gulden [206] hat in Auftrag zu verleihen Friedberg. Joh, Rü p e: Zu ver miethen, [207] Der zweite Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann künftigen Monat bezogen werden. Emmerich Müller in der Uſagaſſe. Ein ſolider une 1208] welcher die Schreinerprofeſſion erlernen will, kann in die Lehke treten bei Nauheim. Bernh. Reich, Schreinermeiſter. Frankfurter Cours vom 9. Febr. 1856. Piel! Friedrichsd oer Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43-4 Rand⸗Ducaten. 125 6 rente 2 Engliſche Souverains..„11 45-47 Preußiſche Thaler.„ 1 45 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 19. Februar. * 8 59 . N Ed. Ich on e Bremen, 3 von der Obrigkeit angeſtellter und beeidigter Schiffsmakler, 11101 expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats nach New-Bork, Bal⸗ timore, New⸗Orleaus und in der geeigneten Jahreszeit auch nach Galveſton und Quebec ſchöne ſchnellſegelnde, kupferfeſte und gekupferte Dreimaſter erſter Claſſe, welche zum Transport von Auswanderern erbaut und eingerichtet ſind. Die Paſſagepreiſe ſind auf's Billigſte geſtellt und wird auf frankirte Anfragen gern weitere Auskunft von mir ertheilt. Ein ſchwarzer Pudel, Hartmann Salzmann, Glaſermeiſter in Nauheim, 1185] empfiehlt ſich mit allen Sorten Goldlei⸗ ſten, ſowie Spiegel mit fein vergoldeten und braun lakirten Barockrahmen und Spiegel ohne Rahmen zu den billigſten Preiſen. Verſteigerung. 1184] Donnerſtag den 14. Febr., Vormittags 10 Uhr, werden in der Wohnung der Unter- zeichneten nachſtehende Gegenſtände verſteigert: 3 Hobelbänke, worunter 2 ganz neue, mit voll⸗ ſtändigem Schreinerwerkzeug, ſowie verſchiedene Sorten trocknes Werkholz. Wwe. Graubert in der Vorſtadt. Gleichzeitig empfiehlt ſich dieſelbe zum Wa⸗ ſchen feiner Wäſche. [204](weiblich) die Füße bis ans Knie ge- ſchoren, mit gelbem Halsbald und auf den Ruf „Ammi hörend, iſt am Montag angeblich durch Handwerksburſche abhanden gekommen. Es wird gebeten, denſelben gegen entſprechende Entſchädigung an die Redaction des Butzbacher Blattes abzugeben. Entlaufener Hund. D205] Donnerſtag den 8. dieſes iſt mir ein großer ſilbergrauer Kettenhund, auf den Namen Sultan hörend, zwiſchen Florſtadt und Aſſenheim entlaufen. Derjenige, welcher ihn zurückbringt, erhält von mir eine angemeſſene Belohnung. Holzhauſen den 9. Februar 1856. Müller Haberſtumpf. * 5 Fried⸗ Butz⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 4 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 4— 4,— 2 0.„ s 4 17 1 75 16 21162 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u. ½ Waizenmehlſ 4 3 43 2 17 7 7 9 2 9 2 4 57 7 57 18 311803 Loth Loth Milchbros 13% 103½ Waſſetw e! 143%—— — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 J 0 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch. e ee 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 112112 1(Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch.. 16— 16— 1 Hammelfleiſch 11— 111— 1 Kalb fleiſcf ß; 8 1 Schaaffleiſ h. 7 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwuf tf 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 31 2 310 2 1 Ssbrvfleiſch 1 2 10 Schinen 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 223 2 1% Miervenfe tt. 2232 11 Hammelsfett. 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bend e r. Se i pe pie l. Friedberg, den 8. Februar. Butzbach, den 8. Februar. Grünberg, den 9. Februar. Marktberichte. Waizen 16 fl. 30 kr.; Korn 13 fl. 15 kr.; Gerſte 8 fl. 30 kr. 1 Hafer aufg. 3, verk. 1, 4 fl. 50 kr.; Kartoffeln aufg. 29, verk. 29, 2 fl. 53 kr. Waizen aufg. 27½, verk. 27 ½, 16 fl. 55 kr.; Korn aufg. 21%, verk. 21, 14 fl. 2 kr.; Gerſte aufg. 19⅝, verk. 19½, 8 fl. 35 kr.; Hafer aufg. 19, verk. 19, 4 fl. 48 kr.; Erbſen aufg. 4½, verk. 4½, 10 fl. 30 kr; Molterfrucht aufg. 2, verk. 2, 11 fl.; Kartoffeln aufg. 10 ¼, verk. 10%, 3 fl. 50 kr. Mainz, den 8. Februar. — Waizen 16 fl. 45 kr., Korn 13 fl. 27 kr., Gerſte 8 fl. 45 kr. * Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg.“ Aberma Glitſch den Abends ſeht! denn?“ fragte „Nein, Glitſch;“er anzes Neno ten Hensgen, dere haben l der ihn gut Schiffbrücke! falls kennt, geſtern mit! 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