mr W. Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ eee Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 1 tag. Preis jährl.. oder deren Raum fl. 1. 12 kr.; durch. becken Amts- und perkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n ſammen 7 kr. „ 29. Freitag, den 11. April. 1856. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien und die Gensd'armerie des Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Wendelin Selzer von Ilbenſtadt wegen Diebſtahls mittelſt Einbruchs. Wendelin Selzer von Ilbenſtadt, welcher ſchon wegen verſchiedener einfacher Diebſtähle unterm 28. Juni 1853 zu einer Correctionshausſtrafe von 1½ Jahren verurtheilt worden, hat ſich im Laufe des verfloſſenen Monats eines kleinen und eines ausgezeichneten Diebſtahls von Oeconomiegeräthſchaften und Victualien zum Nachtheil des Ortsbürgers Johs. Mörſchel II. in Ilbenſtadt ſchuldig gemacht. Da ſich der Angeſchuldigte, deſſen gefängliche Vorführung durch Sicherheitswache Gr. Landgericht dahier gleich bei der Einleitung dieſer Unterſuchung angeordnet hatte, ſeit den Oſterfeiertagen d. J. aus ſeiner Heimath entfernt hat, und deſſen dermaliger Aufenthaltsort jedoch unbekannt iſt, ſo beauftragen wir Sie, auf den erwähnten gefährlichen Verbrecher fahnden, und denſelben Großherzoglichem Landgerichte dahier im Betretungsfalle vorzuführen. Friedberg, am 8. April 1856. Müller. Dasſelbe an die Vorſtände der israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes. Betreffend: Die Bedürfniſſe der Landjudenſchaft der Provinz Oberheſſen für 1856. Zu den obigen Bedürfniſſen ſind an den Rechner der Landjudenſchaft N. Heß zu Gießen die nachſtehenden Beträge in den beſtimmten Zielen zu bezahlen, Unter Eröffnung des erforderlichen Credits werden Sie hierdurch angewieſen, alsbald die Zahlungsdecretur den Rechnern zu ertheilen und für pünktliche Zahlung zu ſorgen. Friedberg, am 29. März 1856. Müll e r. Verzeichniß der beitragspflichtigen israelitiſchen Religionsgemeinden. Aſſenheim 5 fl. 10 kr., Bönſtadt 6 fl. 18 kr., Bruchenbrücken 2 fl. 6 kr., Fauerbach II. 1 fl. 26 kr., Niederwöll⸗ ſtadt 4 fl. 25 kr., Butzbach 8 fl. 40 kr., Fauerbach JI. 1 fl. 52 kr., Hochweiſel 2 fl. 14 kr., Langenhain 32 kr., Nieder⸗ weiſel 7 fl. 25 kr., Friedberg 44 fl. 42 kr., Oberrosbach 1 fl. 53 kr., Oſtheim 56 kr., Steinfurt 2 fl. 17 kr., Flor⸗ ſtadt ꝛc. 6 fl. 13 kr., Weckesheim mit Melbach, Södel, Beienheim und Wölfersheim 6 fl. 26 kr., Gambach 3 fl. 36 kr., Griedel mit Rockenberg 4 fl. 20 kr., Münzenberg 10 fl. 41 kr., Staaden e Der Gemſen jäger. einen Stützpunkt, um ſeine Büchſe aufzulegen, und zielt (Fortſetzung.) auf den Kopf oder das Blatt(hinter der Schulter), denn Es hatte der ganzen innigen Liebe des jungen Man⸗ ſchlägt die Kugel anderswo ein, ſo wird das Thier nur nes zu Vreneli und der Gewißheit bedurft, daß Mutter waidwund geſchoſſen und flüchtet ſich in irgend eine Zer⸗ Trine nur Demjenigen die Hand ihrer Enkelin gebe, wel⸗ klüftung des Geſteins, um dort zu verenden, wo ſie nur cher die von ihr aufgeſtellte ſeltſame Bedingung erfülle, dem Lämmergeier zur Aeſung dient. Bleibt ſie übrigens um ihn zu vermögen, daß er wieder zu einer Beſchäftigung hinter dem entfliehenden Rudel zurück, weil ſie angeſchoſ— zurückkehrte, die er nur allzugut kannte. Er wußte nur ſen iſt, ſo ſetzt ihr der Schütze nach, ſucht ſie auf dem zu gut, daß kein anderes Gewerbe außer dem des See—„Schweiße“ ab und ſchneidet ihr die Kniekehlen ab, wann manns ſo viel Strapatzen, Entbehrungen und Gefahren er ſie einholen kann. Er muß ſie alsdann auf ſeine eigenen bietet, als das des Gemsjägers, welcher gewöhnlich ſchon Schultern laden und nach Hauſe tragen, durch Dick und am Abend aus dem Thal aufbrechen muß, damit er ſich Dünn, uber Stock und Stein, Schueewehen, Gießbäche bei Tagesanbruch ſchon auf den hohen Alpengehängen und Abgründe. Ueberfällt ihn die Nacht auf dem gefähr— oder Berggipfeln befindet. Findet er hier keine Fährten lichen Heimwege, was häufig geſchieht, ſo ſucht der Jäger und Wechſel, ſo ſteigt er höher und immer höher, und ruht eine Felsſpalte auf, zieht aus ſeiner Jagdtaſche ein Stück nicht eher, als bis er eine Spur ausfindig gemacht hat, ſteinhartes ſchwarzes Brod, trinkt etwas Schneewaſſer, die ihn zu ſeiner Beute hinführt. Dann rückt er behutſam zieht dann einen Stein anſtatt des Kopfkiſſens unter den vorwärts, bald knieend, bald auf dem Bauche oder auf Kopf und ſchläft ein, die Füße über dem Abgrunde, die Händen und Füßen kriechend, bis er das Gehörn der Gem⸗ Stirn unter den Lawinen. Am folgenden Tage beſteht ſen unterſcheiden kann, denn erſt alsdann iſt er in der er neue Prüfungen, neue Gefahren, und dieß zieht ſich richtigen Schußweite. Iſt er von der wachehaltenden vielleicht mehrere Tage lang hin, während deren er vielleicht Gemſe nicht bemerkt worden(denn bekanntlich ſtellen die kein Dach findet und keinem menſchlichen Weſen begegnet. Gemſen immer Schildwachen aus), ſo ſucht der Schütze!“ Früher konnte der Schütze hoffen, irgend einem Kryſtall— 132 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Friedberg. 5481 Von den 185 r Fruchtvorräthen des hie⸗ ſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſi⸗ ſchen Hof Mittwoch den 16. April 1856, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher daſelbſt 1 Malter Waizen, 52 Malter Korn, 20 Malter Gerſte und 14 Malter Hafer; 2) zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Deut⸗ ſchen Haus Freitag am 18. April 1856, Vormittags 10 Uhr, a) von dem Speicher zu Friedberg 4 Mal⸗ ter Waizen, 68 Malter Korn, 40 Mal⸗ ter Gerſte und ½ Malter Hafer, p) in Stammheim lagernd 23 Malter Hafer. Friedberg am 28. März 1856. Großherzogliches Rentamt Friedberg aue r. Arbeits⸗Verſteigerung. 1577] Samſtag den 12. d. M., des Vormit⸗ tags um 11 Uhr, werden in der Behauſung des Gaſtwirths Johannes Michel zu Bruchenbrücken nachbenannte Arbeiten pro 1856 und zwar: a) Bei Unterhaltung der Vicinalwege außerhalb des Orts: die Handarbeiten mit Steinſchlagen, zuſammen veranſchlagt zu 58 fl. 20 kr. b) Straßen im Ort: 1) Chauſſirarbeiten, veranſchlagt zu 60- 2) Pflaſterarbeiten,„ 3) die Anlieferung von Sand oder Kies, veranſchlagt zu 80— 4) die Anlieferung von Pflaſter⸗ ſteinen von den Aſſenheimer Brüchen. 2 Cubikklafter 50—„ c) Bei Anlegung der Chauſſee nach Friedberg: Handarbeiten, veranſchlagt zu öffentlich in Accord gegeben. Bruchenbrücken den 4. April 1856. Großherzogliche e Bruchenbrücken e ſt. Lokalſektion Friedberg. 1595] Sämmtliche hieſige Einwohner, welche ein Geſchäft betreiben, das vormals zünftig war, werden hiermit auf Samſtag den 12. d. M., Abends 8 Uhr, in das Local des Herrn Hartmann Waltz zu einer Beſprechung einge— laden. Friedberg, den 7. April 1856. Der Vorſtand: G. Trapp I. 5 50/—„ 90 fl.— kr. [597] Montag den 21. April l. J., Nachmit⸗ Holzverſteigerung. [576] Dienstag, den 15. dieſes Monats, wer⸗ den in den Diſtrikten„Straßheimer Hecken“ und„ober der Querſchneiſe/ 23,800 Stück Eichen- und Birken⸗, 3,650„ Nadel- und 1,000„ Weiden⸗ 1 Stecken Eichenſcheitholz, 8 Wagen allerlei Holz und 525 Stück ſtärkere Birken⸗Nutzgerten an den Meiſtbietenden verſteigert. Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr im Diſtrikte„Straßheimer Hecken. Ockſtadt, den 1. April 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 310 fl. [578] liegen in der Kirchenkaſſe zu Münſter zum Ausleihen bereit. 5 Ziegenberg, am 5. April 1856. R. Bien d e e g d, Kirchenrechner. Wellen, Holzverſtel gerung. [596] Dienſtag den 15. April, Vormittags 10 Uhr, wird im Gettenauer Gemeindewald nach— ſtehendes Holz verſteigert: 7½ Stecken Eichen-Prügelholz, Stamm⸗ prügel, 193 Stecken Eichen-Stammreisholz und 1 Saalweidenreisholz. Die Zuſammenkunft iſt am Eingange in den Wald. Gettenau, den 8. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Gettenau J. Möbs. Lohrinden⸗Verſteigerung. tags, unmittelbar nach der Verſteigerung der Lohrinde der Gemeinde Brandoberndorf, wird auch die ſich ergebende Glanzlohrinde aus einem 20;ährigen Eichenbeſtand aus den herrſchaftlichen Waldungen Spechtiſchheck und kleine Lichthardt von ca. 450 Centnern auf dem Rathhauſe zu Brandoberndorf öffentlich verſteigert. Die Lohe kann täglich eingeſehen werden und haben ſich Liebhaber dieſerhalb an die Ober— förſterei Cleeberg zu wenden. Uſingen, den 3. April 1856. Herz. Naſſ. Receptur Reichmann. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1598] Die Beerndtung der Bahnböſchungen ſoll auf die Dauer des Sommers 1856 öffentlich verpachtet werden. Die Zuſammenkunft iſt: Dienſtag den 22. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Vilbel, für die dortige Ge— markung. Mittwoch den 23. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Großkarben, für die Ge⸗ markungen Kloppenheim, Okarben und Nie⸗ derwöllſtadt.* Donnerſtag den 24. April, Morgens 8 Uhr, auf der Station Friedberg, für die Gemar⸗ kungen Friedberg, Fauerbach 11. und Bru⸗ chenbrücken. Friedberg, den 7. April 1856. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand. Mobiliar⸗Verſteigerung. 1599] Dienſtag den 22. April, Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn G. Kettinger in Friedberg nachſtehende Mobiliar⸗ gegenſtände meiſftbietend verſteigert werden, näm⸗ lich: eine gute maſſive eichene Mange, vier Farbekeſſel, mehrere Bütten und Züber, 200 Druckformen, Druck- und Glätttiſche und ſon⸗ ſtige Färberei⸗Geräthſchaften. Sodann auch Kommode, Schrank, Mehlkaſten, Haferkaſten, 1 Kartoffelpflug, einige Fäſſer, Eiſenwerk und mehrere andere Geräthſchaften. Friedberg, den 8. April 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B din d ieee Holzverſteigerung zu Obermörlen. 1600] Nächſten Dienſtag den 14. d. M., Mittags 1 Uhr, ſollen 36 Erlen⸗Nutzſtämme, 62 Ausputzwellen, 1 Partie altes Bauholz und Späne, öffentlich an den Meiſtbietenden gegen Zahlungs⸗ friſt verſteigert werden. Das Holz lagert hier an der Chauſſee im Freiherrl. Schloßhof. Obermörlen den 9. April 1856. Freiherrlich Wetzeliſche Renteikaſſe edel. ſucher oder einem Waidgeſellen zu begegnen, allein die erſteren ſind beinahe ganz verſchwunden und die letzteren werden von Tag zu Tag ſeltener. Was der Familie Hauſer begegnet war, das war ſo zu ſagen die ſinnbild— liche Darſtellung der Umwandlung, welche mit der ganzen Bevölkerung vor ſich gegangen war: der alte Hiob ver— gegenwärtigte eine bereits erloſchene, Hans eine dem Er— löſchen nahe Generation, und in Ulrich zeigte ſich der Stand der Zukunft. Der Greis und ſein Neffe hatten ſich mittlerweile auf den Weg gemacht. Der Tag hatte noch nicht zu grauen begonnen, und die ſchneebedeckten Spitzen zeichneten ſich von einem bleichen Horizont ab. Die Lütſchine toſte tief unten im Thale, ein ſtarker Wind machte die ſchnee— bedeckten Föhren ächzen und auf Augenblicke ertönten die Schläge einer Axt an den unteren Abhängen. Hiob wandte ſich nach ſeinem Begleiter um und ſagte:„Dieſer Morgen gefällt mir nicht, das Faulhorn hat eine Nebel— haube aufgeſetzt, und geſtern Abend beim Sonnenunter⸗ gang iſt die Röthe lange auf den Bergſpitzen gelegen und der Mond iſt in einem ganz blutrothen Hofe aufgegangen. Ich, fürchte, es zieht von Süden her ein Unwetter herauf!“ NN 1 . N 8 — ̃ ̃ ͤ N 8— 1 NN, n N. 8— 4 f 5 „Bah, wir haben ja erſt Anfang März,“ wandte Ulrich ein,„und der Föhn“) kommt gewöhnlich erſt viel ſpäter!“ „Das hab' ich mir auch geſagt,“ verſetzte der Alte; „aber jedenfalls ſieht das Wetter ſehr böſe aus, und wenn Du droben in den Bergen biſt, wirſt Du wohl thun, ge— nau auf den Horizont zu achten!“ Während dieſer Unterredung hatten ſie ſich angeſchickt, den Abhang hinanzuklettern. Beide zogen mit jenem ſichern gleichförmigen Schritte aus, der den Bergbewohnern ſo zur Gewohnheit geworden iſt; aber Uli ſchlenderte me— chaniſch, gedankenvoll und wehmüthig dahin, während der Kryſtallſucher mit jedem Schritte rühriger und munterer wurde. Je höher ſie an dem Grat hinaufſtiegen, der die Wengernalp von dem Eiger ſcheidet, deſto aufmerkſamer und vertrauter ſchien der Alte jeden Fels, jeden Strauch, jeden Grasbüſchel zu beſchauen. Man hätte ihn einem Verbannten vergleichen mögen, welcher nun die Grenz— *) Auhaltender ſtarker Südwind, welcher in den Hochalpen und den gebirgigen Theilen der Schweiz mit den erſten Frühlingstagen eintritt, den Schnee raſch vertilgt und das Pflanzenleben aus ſeiner Winterſtarrheit weckt. Gußherz Holz in der O! (50 Nächte Donnerstag den f fl ain bel Ran 0 Se Bochen Eichen Nadelbolz 24 Eichenfämn 10-55“ Lan 52 Buchen, un Durchmeſſer 137 Nadelſtang 20—35“ fat an Ort und E Die Virſte 9 Uhr Vorm auf der Chau Das Nad Werk⸗ und zur Nerfegert Gegen vorſch Bekrage von September d. Ortenber Großhe 0 1603] liegen gügende geric bereit. Oberrosb 9 5 — marken ſein blickendem! der Morge welche der e hier irgend weiterhin e endlich die iberfluthete Berggipfeln ihnen in ve inen des Grindehwal Veli wir uns ich links. fen, und 5 * me Ne 131 Eichenlohrinden⸗Verſtelgerung. [601] Die Verſteigerung der Eichen-Lohrinden in dem Ockſtädter Gemeindewald, Oberförſterei Oberrosbach, Schlag Nr. X., ca. 596 Ctr., 18jähr. Stockausſchlag, ſollen Mittwoch den 16. April in dem Gaſthaus zum Hirſch dahier an den Strohhüte und Sonnenſchirme 1566] in großer Auswahl zu ſehr billigen Preiſen bei G. Simon jun., neben den drei Schwerdtern. Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen verſteigert werden. Anfang der Verſteigerung präeis Vormittags 11 Uhr, wozu man Kaufliebhaber einladet; be⸗ merkt wird, daß die Bedingungen bis zum Ver— ſteigerungstermin auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen liegen, auch iſt För⸗ ſter Gröninger beauftragt, auf Verlangen den Steigerern den Schlag, in welchem die Rinden geerndtet werden ſollen, vorzuzeigen. Ockſtadt, den 8. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt e ee eee 2 Fuß breite 14 Ellen lange 15641 von 6 kr. an, ſo wie feinere in einer Auswahl von 1200 der neueſten und mannigfaltigſten Muſter und Farben, 15 pCt. billiger als früher, ſämmt— lich aus der bedeutenden Fabrik von V. Scherer in Heidelberg, ſind ſtets auf Lager vorräthig bei Louis Weis in Friedberg. Holzverſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. 1602] Nächſten Mittwoch den 16. April und Donnerſtag den 17. April ſollen im Dittrikt Hain bei Ranſtadt nachſtehende Holzſortimente: Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer Ste ck e n Buchen 365 59 130 313 Eichen 25 19½ 35 11 Nadelholz— 75 24 93 24 Eichenſtämme von 8—29“ Durchmeſſer und 10-55“ Länge, 52 Buchen- und Hainbuchenſtämme v. 8—37“ Gegenſeitige Hagelſchaden-Perſicherungs-Geſellſchaft fuͤr das Großherzogthum Heſſen. Landesherrlich beſtätigt unterm 17. Mai 1854. 1562] Indem ich mich auf die den ſeither Betheiligten gewordenen Rechenſchafts— berichte beziehe, lade ich hiermit zu weiterer Theilnahme ergebenſt ein. Zur Abgabe von Statuten, Antragsformularien, ſowie jeder etwa weiter gewünſcht werdenden Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit. Friedberg den 2. April 1856. Heinrich Hahn. Durchmeſſer und 6—45“ Länge, 137 Nadelſtangen von 3-5“ Durchmeſſer und 20-35“ Länge, an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt jedesmal präcis] gegeben werden. Ein kleines Wohnhaus [556] iſt bei mir zu vermiethen, auch können ein oder zwei Zimmer mit Möbeln davon ab⸗ Ein braver junger Menſch [604] wird in ein Specereigeſchäft als Aus⸗ ö laufer geſucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Carl Frick. Zu ver miet hen. 9 Uhr Vormittags und iſt die Zuſammenkunft 1 auf der Chauſſee im Hain. Werk⸗ und Nutzholz kommt am zweiten Tage zur Verſteigerung. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bis zum Betrage von 25 fl. Zahlungsfriſt bis Ende September d. J. worden. Zum Ausleihen. Das Nadelholz ſowie ſämmtliches Bau⸗,[558] 2600, 1000, 800, 600, zwei mal 400 und einmal 300 fl. ſind mir zum Ausleihen 1 gegen gute gerichtliche Hypotheken übergeben Ein Fog is Friedberg, im April 1856. Joſe ph Sir aus. [605] Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann vom 1. Juli an be— zogen werden. Friedberg. Ernſt Philippi. [606] gleicher Erde im Hinterhauſe in der Üſa⸗Gaſſe iſt ſogleich zu vermiethen. Heinrich Müller's Wwe. Ortenberg, den 5. April 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Pa ber ke x k. lden 1603] liegen in hieſiger Kirchenkaſſe gegen ge⸗ nügende gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen —ĩ—[Wölfersheim gehörige Werner, Kirchenrechner. Verkauf eines Claviers. Ein Logis [592] Das dem aufgelöſten Geſangvereine in [607] für eine ſtille Haushaltung iſt zu ver⸗ miethen und kann bis den 1. Mai bezogen 5 boctavige gutgehaltene Clavier ſoll Montag den 14. l. M., Nachmit⸗ werden. Friedrich Müller, tags 3 Uhr, im Schullocal daſelbſt öffentlicher Verſteigerung gegen Baarzahlung ausgeſetzt wer⸗ bereit. den, wozu Kaufliebhaber einladet. Oberrosbach, am 7. April 1856. ai am 11 N 25 5 Bangel, Gr. Schullebrer. am Mainzerthor. [608] hat zu verkaufen Carl Diehl, Damenkleidermacher, in der Vorſtadt. marken ſeiner Heimath erreicht hat; mit forſchendem ſcharf⸗ blickendem Auge durchmuſterte er in der wachſenden Helle der Morgendämmerung alle Spalten und Unebenheiten, welche der Schnee noch nicht ausgefüllt hatte, und entdeckte hier irgend ein Alpenpflaͤnzchen, dort ein erſtarrtes Inſekt, weiterhin einen Kieſel, die er alle laut benannte. Als ſie endlich die erſte Leiſte des Gebirgsſtockes erklommen hatten, überfluthete der Widerſchein der Morgenröthe, die auf den Berggipfeln glühte, ſie mit purpurnem Lichte und zeigte ihnen in verworrener Beleuchtung all die Felswände und Zinken des Eigers und der Schreckhörner, während das Grindelwaldthal drunten noch in ein tiefes Dunkel gebettet lag. Vetter Hiob blieb ſtehen und ſagte:„Hier müſſen wir uns trennen, lieber Junge! Du mußt rechts gehen, ich links. Haſt Du meine Erklärungen auch recht begrif— fen, und kannſt Du den Heimweg wieder finden?“ „Ich hoffe es,, erwiderte Uli und ſah ſich um, als wollte er die Berghäupter wieder erkennen, die er ſeit mehren Jahren nicht mehr beſucht hatte. „Du mußt anfangs jene Lehne hinanſteigen, gerade an jenen Büſchen von Föhren und Birken entlang.“ fuhr Hiob fort;„haſt Du ſie dann hinter Dir, ſo wirſt Du einen Felsgrat finden, den Du zu anderer Jahreszeit leicht an den blauen Enzianſtrünken und an den Büſcheln von Wolfsmilch mit den rothen Dolden erkennen könnteſt, welche aber jetzt ganz unter dem Schnee begraben liegen. Bringe dann den Felſen, den Du zur Rechten haſt, in ge— rade Linie mit dem Eiger, und ſteige immer bis zu dem Steingerölle, wo noch jetzt die magern Bärlapppflanzen zwiſchen den Steinen hervorlugen, dann kommſt Du auf die große Hochfläche, wo Du Dich nur umzuſehen brauchſt, um Dich zurecht zu finden. Und nun laß uns ſcheiden; wir wollen uns Beide dem lieben Gott in ſeine treue Obhut befehlen, der unſern Fuß am beſten fuhren kann!“ Mit dieſen Worten nahm der Vetter Hiob die Mütze ab und faltete die Hände zu einem Gebet, das er nach der frommen Weiſe dieſer Gebirgsbewohner laut und in inbrünſtiger Andacht ſprach. Uli war ſeinem Beiſpiel gefolgt und hörte ihm aufmerkſam zu, die Hände auf ſei— nen eiſenbeſchlagenen Stock geſtützt. (Fortſetzung folgt.) 134 Gerson Schulhof, Freiheit nächſt der Burg, 16091 empfiehlt ſein neu etablirtes Geſchaft, namentlich Seidenzeuge, Ja⸗ ebnet und Cattune, Poil de chèvre, Luſtres, Orleans zc., ſowie Tuche, Buckskin und Weſten, Shawls, Sonnen⸗& Regenſchirme, Stroh⸗ und Filzhũte, Leinwand, Vorhangzeuge ꝛc. ꝛc. zu den billigſt feſtgeſetzten Preiſon. H. B. Grödel in Friedberg (Breite Straße Nr. 380) 6101 empfiehlt ſich mit einer großen und geſchmackvollen Auswahl in b N eee En tout cas(fl. 3. 10 kr. pr. 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Fuͤr Auswanderer nach Auſtralien und Amerika. * 1203] Die engliſchen Regierungs-Poſtboote, welche die Briefe 1 an Bord nehmen, und ſolche contractlich am 65. Tage in Mel⸗ 1 bourne abliefern müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 5. u. 20. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. 2 Ueberfahrtpreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtän⸗ — diger Verkoſtigung, 210 fl., für Kinder die Hälfte. Für andere wöchentlich abgehende Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung, 190 fl., für Kinder 95 fl. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtpreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier ſchuldig bleiben, erſt in Auſtralien aus ihrem dor⸗ tigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugs— weiſe werden angenommen Ackerbauer, Schäfer, ſowie alle ſonſtigen zur Land⸗ arbeit tauglichen ledigen Leute, oder junge verheirathete Leute mit höchſtens 2 Kindern. 75 Abfahrten nach Amerika: von der Rheinſtation aus, jeden Donnerſtag. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Nähere Auskunft, Proſpecte und Ueberfahrt-Verträge ertheilt die conceſſionirte Agentur in Friedberg Heinrich Hahn. 5021 Für die wegen ihrer Vorzuͤglichkeit ruhmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1856. Eduard Ruths, z um neuen Dielhof. Kirchweihfeſt. 15941 Nächſten Sonntag den 13. und Montag den 14. d. M. wird das hieſige Kirchweihfeſt geſeiert, bei welcher Gelegenheit bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen iſt. Indem ich zu dieſem Vergnügen hiermit freundlich einlade, bemerke ich, daß für gute Speiſen und Getränke wie immer ſo auch jetzt beſtens geſorgt ſein wird. Niederwöllſtadt den 6. April 1856. öh Speck, Gaſtwirth zur Waldluſt. Eine Paͤrthie Leinwand, [560] für deren Güte garantirt wird, habe ich erhalten und kann ſolche zu ſehr billigen Preiſen abgeben. S. G. Simon jun., Modehandlung. Carrirte oͤſterreichiſche Pferdeteppiche 1611] ſowie Teppiche für Auswanderer ſind wieder angekommen bei 8 Fried berg. Hoftaxator Schwarz. Bekanntmachung. [612] Wegen Aufgabe meines Geſchäfts wer⸗ den alle Diejenigen, welche noch gefärbte und gedruckte Zeuge bei mir liegen haben, gebeten, ſolche binnen vierzehn Tagen abzuholen, indem ich ſpäter dafür nicht mehr haften kann. Friedberg den 10. April 1856. G Keb i unger Branntwein 1613] pr. Maas 26 kr. bei Ferd. Damm und Wilhelm Hanſtein. S bis 10 Zimmergeſellen [614] können gegen einen guten Lohn dauernde Beſchäftigung erhalten bei Johs. Füller, Zimmermeiſter. Auszuleihen. [615 330 fl. Vormundſchaftsgelder können gegen gerichtliche Hypothek ausgeliehen werden bei Nauheim den 8. April 1856. J. van Baßhuiſen. Ein junger Menſch, [6161] welcher einige Vorkenntniſſe im Zeichnen beſitzt, kann als Graveur in die Lehre treten. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte Anfrage die Expedition d. Bl. Ein junger Hühnerhund, 617] ſchwarz⸗getigert, mit ſchwarzem Behang und ſchwarzen Flecken, iſt am 7. April d. J. entlaufen. Der gegenwärtige Beſitzer wolle denſelben gegen eine Belohnung an Conrad Schneider IV. zu Oſtheim abliefern. Frankfurter Krebbel⸗ und Warme Grödercher- Zeitung Orkan der Narrheitregieruns. Nr. 1 und 2, à 6 kr., 16181 ſtets vorräthig in C. Seriba's Buchhandlung Kirchliche Anzeigen. Sonntag Jubilate den 13. April. Pfarramtswoche: Herr Stadtpfarr. Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Reallehrer Schmid. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: fällt aus. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Für d Beigeordnet Frie Nachd veterinararz Kenntniß ge 6 rie! Ju 7 Sachſen de auf dem Die niß zu bn Flie Nr. 1 1. Pril, wel fenen Verabr Jullordnung bom 4. Oct. und Kaffeeſu licht mehr di füll.— ll. — * W̃ Friddergs Vergnügen zugsweiſe d „Itohſinn⸗ angenehmt laſſung habt than und de haben ger din auger banſcütet, f ſeffen um nicht wide ö zeugung zur di Wahthe führungen 0 Ad fteuen cen dallonnen „doc größeren 0 betend gen rüheren G zahlreiche 2