Friedberger Intelligenzblatt. du. Erſcheint wö⸗ 1 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ga Naben: bein Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e en d E Nu 71. Dienſtag, den 9. September. 1856. srueliten. „bene Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 7 an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Den diesjährigen Reerutirungsrath in der Provinz Oberheſſen. Nach einer Benachrichtigung des Präſidenten des Großherzoglichen Reerutirungsraths für die Provinz Ober— heſſen finden die Sitzungen des Recrutirungsrathes für die Provinz Oberheſſen vom 6. bis 10. October d. J. zu i Gießen Statt. Es iſt dabei, zur Erleichterung dieſes Geſchäfts und zum Beſten der zum Theil weit herreiſenden Seibert Reclamanten, die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage beſtimmt wor⸗ den ſind, an welchen diejenigen Individuen, welche beim Recrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind vorzu— kommen, während an andern Tagen dieſelben den Angehörigen anderer Bezirke nachſtehen müſſen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt nun folgende: e Buchhandlung am 6. October für die Kreiſe Alsfeld und Grünberg;— am 7. October für die Kreiſe Biedenkopf und Lauterbach;— am 8. October für die Kreiſe Büdingen, Nidda und Schotten;— am 9. October für die f Kreiſe Friedberg und Vilbel;— am 10. October für die Kreiſe Gießen und Vöhl. 22 Sie haben dieß alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt zu machen, daß alle zur Muſterung des laufenden briefe Jahrs gehörigen Militärpflichtigen, ſowohl die, welche ſpeciell von Ihnen zu laden ſind, worüber das Verzeichniß unten folgt, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Recrutirungsrathe erſcheinen und daſelbſt Reclamationen vorbringen, oder ſich einer ärztlichen Unterſuchung unterwerfen wollen, vorzugsweiſe an dem Tage, werband der nach der obigen Eintheilung für ihren Bezirk beſtimmt iſt, Morgens halb 8 Uhr auf dem Büreau Gr. Kreisamts 3(im Regierungsgebäͤude), verſehen mit einem verſiegelten, von dem betreffenden Gr. Bürgermeiſter ausge— ſtellten, Signalement ihrer Perſon, und allen ſonſtigen für ihre Reclamation ſprechenden Beweismitteln(Zeugniſſe der Aerzte, Schullehrer, Geiſtlichen, Ortsvorſtände, glaubhafter Privatperſonen, deren Zeugniſſe jedoch, da ſe nicht in Amt und Pflichten ſtehen, gerichtlich beeidigt ſein müſſen) ſich zu melden; ſowie auch, daß alle bei der letzten Truppen⸗ uplan ergänzung von den Regimentern und Corps als untauglich zurückgewieſenen Recruten, welche zur definitiven Entſchei— dung über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit bei dem Recrutirungsrath erſcheinen müſſen, ebenfalls mit einem ver⸗ A. Ag. ſchloͤſſenen, von dem betreffenden Bürgermeiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon und dem von dem Militär Dampſſchiſe erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſchein, Morgens halb 8 Uhr, in dem oben bezeichneten Büreau ſich einzufinden f haben. u: Format. Schließlich machen wir noch darauf aufmerkſam, daß, wenn Einer oder der Andere von den Militärpflichtigen, die bei der diesjährigen Muſterung nicht erſchienen und als dem Geſetz ausgewichen notirt worden ſind, in ſeine Hei⸗ ä— math zurückgekehrt iſt, dieſe Leute ebenfalls an den Recrutirungsrath vorzuladen ſind und deshalb alsbald Bericht ours. anher zu erſtatten iſt. 8 N g Sertbr. 1856 Ueber die Vorlage der nachſtehend benannten Perſonen ſehen wir bis zum 15. September Bericht entgegen. 5 57 Friedberg, am 5. September 1856. In Beurlaubung des Kreisraths: de Beauclair, Kreis ⸗Aſſeſſor. Areis Friedberg: A. Recruten: 1) Stumpf, Johannes, von Butzbach, temporär untauglich beim Eintreffen im Dienſt 1856.— 2) Fett, Johannes, von Hauſen, untauglich beim Eintreffen im Dienſt 1856.— 3) Steinhauer, C. W. Auguſt, von Wiſſelsheim, temporär untauglich beim Eintreffen im Dienſt 1856.— 4 Füller, F. A. Wil⸗ helm, von Friedberg, untauglich beim Eintreffen im Dienſt 1856.— 5) Wolf, Jacob, von Steinfurt, desgl. B. Conſcriptionspflichtige de 1856: 6) Schuldt, Johannes, von Butzbach, zweifelhaft untauglich.— Anzeigen. 7) Steriko, Friedrich Caſimir, daſelbſt, desgleichen.— 8) Kipp, Johann, Ockſtadt, tauglich, wurde vom 1 Militär⸗Rekr.⸗Commiſſär militäriſch beanſtandet. N C. Recruten aus der Completirung 1854: 9) Diehl, Heinrich, von Hochweiſel, untauglich beim Eintreffen 3 im Dienſt 1854, Diehl hätte vor dem Rekr.⸗Rath de 1854 ſchon erſcheinen müſſen, iſt aber nicht erſchienen etatlircht! und wurde daher vor den Rekr.⸗Rath von 1855 verwieſen. Da die Vorladung an dieſen Rekr.⸗Rath weder dem Heinrich Diehl noch deſſen Eltern, wegen Abweſenheit von Hauſe, inſinuirt werden konnte, ſo iſt Hein⸗ Arche rich Diehl an den Rekr.-Rath de 1856 unter dem Präjudiz vorzuladen, daß, wenn er hier nicht erſcheint, re er als Refractär angeſehen und als ſolcher beſtraft werden wird. Die Vorladung iſt, wenn Diehl ſich nicht zu Hauſe befindet, deſſen Eltern oder Verwandten zu inſinuiren. 322 An Dieſelben. 5 : Das Schlachten zu junger Kälber. 1 Großherzoglichen Miniſterium des Innern in obigem Betreffe unterm 22. v. Mts. zu Nr. Mete J. 22,010 erlaſſene Reſcript theilen wir Ihnen nachſtehend in Abdruck zur Nachricht unter der Auflage mit, die Metzger hiernach zu bedeuten und den Befolg ſtrenge zu überwachen. g Friedberg, am 5. September 1856. In Beurlaubung des Kreisraths: de Beauclair, Kreis⸗Aſſeſſor. Das Großherzogliche Miniſterium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Nach§ 2 der Inſtruction vom 12. December 1838(Nr. 37 des Miniſterial⸗Amtsblatts) für die Fleiſchbeſchauer dürfen dieſe das Schlachten von Kälbern unter dem Alter von 14 Tagen nicht geſtatten. Wir beauftragen Sie, dieſe Beſtimmung einzuſchärfen und zugleich den Metzgern bekannt zu machen, daß, wenn ſie gleichwohl jüngere Kälber ſchlachten ſollten, ſie auf den Grund des Art. 317 des Polizeiſtrafgeſetzes polizeigerichtlich würden verfolgt werden. Darmſtadt, am 22. Auguſt 1856. v. D a lw k. Knorr. Ah, ieee Betreffend: Der Abverdienſt der zahlungsunfähigen Feldſtrafpoſten. 8 5 5 a engen von Ihnen, welche noch mit der Einſendung der Nachweiſe über den Abverdienſt der uneinbringlichen Feldſtrafen im Rückſtande ſind, werden an deren Einſendung bis zum 25. d. M. bei Meidung der Abholung erinnert. Friedberg, am 2. September 1856. In Beurlaubung des Kreisraths: d e Beauclair, Kreis ⸗Aſſeſſor. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 11453] Nachbenannte Einwohner von Aſſen⸗ deim, denen die ihrem Namen beigeſetzten Liegenſchaften in dortiger Gemarkung bereits im Grundbuche zugeſchrieben ſind, haben die Beiſetzung ihres Erwerbtitels, der bei den drei Erſtgenannten in mehr als 30 jähriger Erſitzung, bei dem letzten in einem Uebergabsvertrag zwiſchen den Balthaſer Arnold's Eheleuten, und ihm ſelbſt, beſtehen ſoll, beantragt, ohne ihre Berechtigung urkundlich nachweiſen zu können: 1) Johannes Bopp II.: III/188, VI/33, VI/464, XI/435, XI/5 13. 2) Juda Grüne baum: VI/394. 3) Israel Liebmann: 1/506, VI/408, VI/5 12. 4) Jacob Bauer: 1/548, 1/547, ſodann Erblehn von Graf Leiningen: III/367, III,392, V/88, VI/I26, V/301, VI/286, VI/310, VI/375, VII/37, VII/45, VII/I28, VII/235, VII/247, VIII/29, VIII/38, IX/127, IX/ 73, Liegenſchaften Eigenthumsanſprüche zu machen haben, aufgefordert, dies um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen a dato dahier zu thun, als ſonſt in Gemäßheit des geſtellten Antrages die zum Eintrage der be⸗ treffenden Erwerbtitel in das gerichtliche Mu⸗ tationsverzeichniß erforderlichen Urkunden aus⸗ gefertigt werden ſollen. Binnen gleicher Friſt find Anſprüche aus einer angeblich quittirten, aber verloren gegan⸗ genen Schuld⸗ und Pfandverſchreibung vom 29. März 1786, nach welcher die Lorenz Odenwälder Eheleute von Ilbenſtadt bei Adolph Rupprecht, Mitglied des Schöffenrathes zu Friedberg, ein Kapital von 30 fl. verzinslich zu 5 pCt., unter Verunterpfändung 2 in der Gemarkung Bruchenbrücken gelegenen Grund⸗ ſtücke VIII, 262a VIII/3 12 entliehen haben— dahier anzuzeigen, widrigenfalls die bebauptete Abtragung der Schuld unterſtellt und Löſchung des Eintrags in den Hppothekenbüchern verfügt werden wird. Friedberg, den 20. Auguft 1856. Strohlieferung. 11455] Die Lieferung von 1000 Gebund Kornſtroh für das 2. Bataillon 4. Infanterie regiments ſoll Dienſtag den 16. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Summiſſions⸗ wege vergeben werden. Die Bedingungen lie⸗ gen in dem Verwaltungsbüreau genannten Ba⸗ taillons offen. Friedberg, den 1. September 1856. In Auftrag des Verwaltungs raths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. 11457] Nachdem die Zahlungsfriſt für die Holzgelder aus den in den Monaten Januar bis April d. J. vollzogenen Holzverſteigerungen ſchon mit Ende Juni l. J. abgelaufen iſt, ſo wird die Einzahlung der noch beſtehenden Rück⸗ ſtände innerhalb 14 Tagen um ſo ſicherer ge⸗ wärtiget, als außerdeſſen gerichtliche Mahnung beantragt werden müßte. IX/283, IX/ 305, X/, X/ H, X/144, X/273, X/383, XI/88, XI/238, XI/502. Hofmann, Es werden deßhalb Dritte, welche an dieſe Landrichter. Großherzogliches Landgericht Friedberg Ockſtadt, den 2. September 1856. v. Lepel, Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Tr ſch. Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Ueber Drainage und in unſerer Nähe vor⸗ genommene Drainirungen. (Fortſetzung.) Nachdem dieſe Gräben in der vorgeſchriebenen Tiefe und mit der nöthigen Genauigkeit und dem erforderlichen Gefäll angefertigt ſind, werden auf die Sohle derſelben 12 Zoll lange, und je nach Umſtänden und der Menge des aufzunehmenden Waſſers 1—5 Zoll im Lichten weite Thon— röhren in der Art gelegt, daß immer eine Röhre genau vor die andere geſtoßen wird. Wenn der Graben, was in der Regel wohl der Fall iſt, immer noch etwas weiter ſein ſollte, als der äußere Durchmeſſer der Röhren, ſo wer— den ſie auf beiden Seiten mit etwas Erde befeſtigt, damit ſie durch die weiteren mechaniſchen Einwirkungen der Ue— berdeckung nicht leicht verrückt werden konnen. Nachdem nun noch einige Vorkehrungen zur Verwah⸗ rung der Röhren getroffen worden, wird die aus den Grä— ben gewonnene Erde wieder in der Art aufgefüllt und ausgeglichen, daß die ſogenannte Dammerde auf die Ober⸗ fläche zu liegen kommt und die Drainage iſt nun fertig. Einen ſolchen mit Drainröhren belegten Graben nennt man einen Röhrenſtrang. Münden mehrere Röhrenſtränge in einen Röhrenſtrang, ſo heißt dieſer ein Haupt- oder Sammel⸗ röhrenſtrang, auch wohl kurzweg Sammeldrain. Alle in einen Hauptröhrenſtrang einmündenden Röhrenſtränge heißen Neben⸗ oder Seitenröhrenſtränge, auch wohl Seitendrains. Ein ſogenannter Röhrenſtrang wirkt auf die Ent⸗— wäſſerung je nach ſeiner Tiefe; je tiefer er gelegt, deſto größer die Oberfläche, die er entwäſſert. Ein Röhrenſtrang auf die Tiefe von 4 Fuß gelegt, wirkt 20 Fuß nach bei⸗ den Seiten und ſo in dieſem Verhältniß minder oder mehr. Das Waſſer ſickert vermöge ſeiner Schwere und der Anziehungskraft des Röhrenſtrangs bis auf letzteren; hier wird es hauptſächlich durch die Stoßfugen der Drainröh⸗ ren, woſelbſt ſie mit einander verbunden ſind, aufgenom⸗ men, außerdem wird es auch durch die feinen Poren an den Wänden der Röhren eingeſaugt, wie überhaupt der gebrannte, nicht glaſirte Thon die Eigenſchaft beſitzt, Feuch⸗ tigkeit anzuziehen und durchzulaſſen. Die Feuchtigkeit ſchwitzt alſo durch die Drainröhren, verdichtet ſich an deren inneren Wänden zu Tropfen und fließt mit dem durch die Stoßfugen aufgenommenen Waſſer ab. Was nun die Koſten der Drainage vor anderen Entwäſſerungsmethoden betrifft, ſo ſind dieſelben jedenfalls weit geringer, als bei jeder anderen Entwäſſerungsart und ſelbſt als die der offenen Gräben. Und wenn dieſes Dad agũ.. 11820 9. J 2 203/0 9 3 428/%%/ 4 36 8 „ 640/5/ f 6 630/35 7 600/5 11 8. 44% 13 Gemarku 9 9749 120 Gema! 10 844½ Fur Gewann d Friedberg am Großherz Bela 1474] Ju Sache Eheleute, früher e dach, ez u N Kontad Schäf jetzt auf dem p klagten, Gutsve Großherzoglichen Beklagten im E freie und nur u gungesrente belaft ohmen angebör ſchloſſene zu 1660 grubenbach, 10. März d. J gerung bereits 9 —— auch vielleicht ſollte, ſo err daß eine einn gar keiner n offenen Grab ner Drainage durch die Be oder geringere größeren oder oll, und der durchſchrinlic zuführenden weniger als Nührensräng armalmorge mum nicht al Venn anf d zen Grund gewonnene in Anchlag, gen worde enen North Die D Kreis 3 95 eu Aſſeſſor 7 krrisrarb a disraths: Trcis⸗ Aſſeſſot. Güter Verſteigerung. 114581 Donnerſtag den 11. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe auf freiwilligen Antrag der Ehefrau des Hrn. Lehrers Schwarz, Helene geb. Engel, dahter deren nachbeſchriebene in Friedberger, Fauer⸗ bacher und Ockſtädter Gemarkung gelegenen Güterſtücke öffentlich meiſtbietend unter ſehr vortheilhaften Bedingungen verſteigert: Gemarkung Friedberg: 2 Pag. u. Nr. Flur Nr. Klaftr. r. 1 182%. 24 v. 25 5 113 141 Grabgarten vor dem Mainzerthor, 2 293/16 7 12 253 Acker an der Warte, 3 428/47 7 132 296 Acker im kleinen Wartfeld 49½ kr. Tilgungsrente, 4 3113/5 8 169 309 Acker auf der Krumm⸗ gaſſe, 48 kr. T.⸗R., 5 6993/3 10 302 161 Acker am ftumpfen Graben, 6440/6 5 Acker hinter dem 6 639/350 10 324 326 dicken Rain 55%, kr. Tilgungsrente, 7 600/15 11 206 293 Acker im Lachen⸗ feld, 17 kr. T.⸗R., 13 139 328 Acker im Großgal-⸗ genfeld, 36 kr. T.⸗R. Gemarkung Fauerbach I.: 9 97/49 126 Ruthen Acker in der Oſter⸗ luzei, 59 kr. Tilgungsrente, Gemarkung Ockſtadt: 10 844/ Flur 9 Nr. 236 80[◻UKlftr. Acker, Gewann bei des Ciriax Aepfelbaum. Friedberg am 2. September 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher e Bekanntmachung. 11474] In Sachen der Johannes Mootz. Eheleute, früher auf dem Hofe Obergruben⸗ bach, jetzt zu Niederohmen, Kläger gegen Konrad Schäfer III., früher in Rendel, jetzt auf dem Hofe Obergrubenbach, Be⸗ klagten, Gutsverkauf betr., ſoll auf Erſuchen Großherzoglichen Landgerichts Vilbel das dem Beklagten im Eigenthum zugehörige zehnt⸗ freie und nur mit etwa u6 fl. jährlicher Til⸗ gungsrente belaſtete, der Gemarkung Nieder- ohmen angehörende, übrigens faſt ganz ge⸗ ſchloſſene zu 16605 fl. taxirte Gut Hof Ober- grubenbach, auf welches bei der am 10. März d. J. abgehaltenen erſten Verſtei⸗ gerung bereits 9000 fl. geboten worden, 8 445% 323 Dienſtag den 30. d. Mts., Vorm. 11 Ubr, durch Großherzogliches Ortsgericht Nieder- obmen auf dem dortigen Rathhauſe unter den alsdann eröffnet werdenden Bedin- gungen öffentlich verſteigert werden. Zu dieſem Gute gehören 2 Wohnhäuſer, 2 unter einem Dach befindliche Scheuern, Stal— lungen und ein Backhaus. Dasſelbe enthält 128½ heſſiſche Morgen, darunter/ Morgen Hofraithegrund, 29 Morgen Wieſen, 84½ Mor⸗ gen Ackerland, 14 Morgen Kiefernwald von 30jährigem Beſtande und ſteht dem Gute, in⸗ ſoweit es geſchloſſen, die alleinige Schafweide⸗ berechtigung zu. Dabei wird bemerkt, daß das Gut nahe bei dem großen Dorfe Niederohmen, noch näher aber bei dem Hofgut Sorge(wo ein ſehr ſolventer Frankfurter mit Erfolg Landwirthſchaft betreibt) liegt, nur 2 Stunden von der Kreis- ſtadt Grünberg, in welcher bekanntlich in jeder Woche einer der bedeutendſten Frucht⸗ märkte des Landes abgehalten wird, und wohin eine ſehr bequeme Kunſtſtraße führt, auch nur wenige Stunden von der Main-Weſer⸗Eiſenbahn entfernt iſt u. ſ. w. Wir laden Kaufliebhaber unter dem Anfügen hiermit ein, daß das Gut täglich eingeſehen und alles Nähere in Bezug auf ſolches, die Verſteigerungsbedingungen ꝛc. bei dem Orts- gerichte Niederohmen erfahren werden können, daß jedoch nur ſolche Perſonen zum Mitbieten werden zugelaſſen werden, deren Zahlungsfähig⸗ keit entweder offenkundig iſt, oder ſofort glaub⸗ haft nachgewieſen wird. Grünberg den 1. September 1856. Großberzogliches Landgericht Grünberg Welcker. Für Glockengießer. 11475] Montag den 15. l. M., des Mittags um 12 Uhr, ſoll auf unſerem Büreau die Lie⸗ ſerung einer 150 Pfd. ſchweren Glocke unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Bellersbeim den 3. September 1856. Großherzogliche eee Bellersheim o p p. Holzverſteigerung. 11476] Da die am Donnerſtag den 4. Sep⸗ ſember l. J. abgehaltene Holzverſteigerung(Back⸗ bolz) von 1225 Gebund Ginſtern- und Heiden⸗ wellen den Abſchätzungspreis nicht erreicht hat, wird daſſelbe Donnerſtag den 11. d. M., Mor- gens 9 Uhr, auf Ort und Stelle nochmals ver⸗ ſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Ausgang des Viehtriebs. Ockſtadt am 6. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Grummetgras⸗Verſteigerung. 11477] Donnerſtag den 11. ds. Mts., Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſoll bei Wirth Stein da⸗ hier das diesjährige Grummetgras von eirca 40 Morgen gemeinheitlichen Wieſen an die Meiſtbietenden in einzelnen Abtheilungen ver⸗ ſteigert werden. Beienheim, am 4. September 1856. Großherzogliche 1 Beienheim u t h. Arbeits⸗Verſteigerung. 114781 Donnerſtag den 11. Sept. d. J., des Vormittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Gemeindehaus nachbenannte Arbeiten und Lie⸗ ferungen öffentlich in Accord gegeben: a) Anlegung von Durchläſſen: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 21 fl. 30 kr. 2) Anliefern der Mauerſteine n 3) Anliefern des Sandes 7%, 4) 6 Bütten Kalk zu liefern 9„=„ b. Die Handarbeiten der Vieinal⸗ wege außerhalb des Orts zu 100„—„ Florſtadt, den 3. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner. Grasverſteigerung. [1479] Donnerſtag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe das Gras von der Bleiche und der Pfingſtweide, circa 30 Morgen haltend, in einzelnen Abtheilungen ver⸗ ſteigert. Niederwöllſtadt, den 6. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederwöllſtadt Stoll. Grummetgras⸗Verſteigerung. [1480] Mittwoch den 10. September, Morgens um 10 Uhr, wird die Grummeternte von der Sauweide in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg, den 8. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. 2500 bis 3000 fl. 11450] liegen bereit auf Güter in Oberheſſen baldigſt anzulegen durch J. Amb mo ius; Geſchäftsagent in Frankfurt, Markt 37. auch vielleicht bei der erſten Anlage nicht der Fall ſein ſollte, ſo erweiſen ſie ſich doch jedenfalls dadurch billiger, daß eine einmal richtig ausgeführte Drainagenanlage wohl gar keiner weiteren Unterhaltungskoſten, wie dieſes bei offenen Gräben der Fall iſt, mehr bedarf. Die Koſten ei— ner Drainagenanlage ſind jedoch durch mancherlei Umſtände, durch die Beſchaffenheit des Bodens, durch das größere oder geringere natürliche Gefäll des Bodens, durch den größeren oder kleineren Complex, welcher drainirt werden ſoll, und dergleichen mehr bedingt. Man kann jedoch durchſchnittlich annehmen, daß ſich die Koſten einer aus— zuführenden Drainagenanlage auf einem Complex von nicht weniger als 5 Normalmorgen, der in allen Theilen mit Röhrenſträngen belegt wird, von 12 bis zu 30 fl. per Normalmorgen à 400 UKlafter belaufen. Bringt man nun nicht allein den außerordentlichen Effekt, den ſie in Bezug auf die allgemeine Fruchtbarkeit des gan— zen Grundſtücks hervorbringt, ſondern auch noch das gewonnene und der Befruchtung wieder gegebene Gelände in Anſchlag, welches durch offene Gräben derſelben ent— zogen worden war, ſo ſind dieſe Koſten gegen die gewon⸗ nenen Vortheile gewiß ſehr gering. Die Drainröhren konnen nicht auf jeder Ziegelei gefertigt werden, weil einerſeits in der Nähe von jeder Ziegelei nicht der entſprechende Thon gefunden werden kann, und es andererſeits zur Formung derſelben einer be— ſonderen etwas koſtſpieligen Drainröhrenpreſſe bedarf. Der zu Drainröhren geeignetſte Thon beſteht aus 60% Thon— gehalt und 40% Sandgehalt. Sie werden bis jetzt auf der Ziegelei von Sauerbier in Butzbach, in Ranſtadt, Laubach und Lauterbach gefertigt. Die Drainröhren wer— den 12 Zoll lang und in verſchiedenen Dimenſionen und zwar von 1—5 Zoll lichter Weite angefertigt. Bis jetzt wurden die Drainröhren größtentheils von der am näch ſten liegenden Ziegelei von Sauerbier in Butzbach für fol— gende Preiſe bezogen: 1) 1000 Stück 1 zoͤllige ft 30 kr. 22„„ 1½„ 13„ 30„ 2 39 7. 7 79 16 77 30 71 4)„„ 2% l 50 7 5 3 7.„ 60 7. 7 3½ 7 27 5 7 7 7 4 7. 30 1 80 7 1 4 7. 33 N 9 7 7 5. 36 n (Schluß folgt.) 2 1 1 1 1 7 15 9 324 Soolbud Nauheim. Jeden Tag Co Nenn der Kurcapelle im Kurgarten, Morgens von? bis 8, Nachmifiags von 2½ bis 4, und Abends von 3% bis 7 Uhr. Geſchäfts⸗Eröffnung. 14811 Indem ich hierdurch die ergebene Anzeige mache, daß ich aus dem Ge⸗ ſchäfte meines Vaters getreten bin und ein Uhrmacher⸗Geſchäft auf eigene Rech⸗ nung etablirt habe, empfehle ich mich ſowohl im Verkauf von Pariſer und Wiener Pendüls, goldenen und ſilbernen Anker⸗, Cylinder⸗ und Spindeluhren unter Garantie, als auch in Reparaturen, welche aufs Beſte und Billigſte aus— geführt werden. S. Han au jun., nächſt dem Hotel Trapp. Mein unter obiger Firma etablirtes Putzgeſchäft bringe ich hierdurch in empfehlende Erinnerung. Ich werde ſtets bemüht ſein, meinen geehrten Kunden immer das Neueſte und Geſchmackvollſte bieten zu können und bitte um ge— neigten Zuſpruch. E. Han au, geb. Simon. Die Koͤlniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft 6 O l 1 A 11451] verſichert zu feſten, möglichſt billigen Prämien Mobilien, Waaren, Erndte in Scheunen und in Schobern(Feldhaufen), Vieh, Fabrikgeräthe ꝛc. ꝛc. Die den Verſicherten zur Garantie ſtehenden Mittel belaufen ſich auf mehr als Neun Millionen 300,000 Gulden. Der Rechnungsabſchluß über das verfloſſene Geſchäftsjahr, aus deſſen Einnahmen die Reſerve abermals bedeutend verſtärkt worden iſt, kann bei dem Unterzeichneten, wie bei allen Agenten der Geſellſchaft eingeſehen werden. Gefälligen Aufträgen ſieht entgegen Stammheim in der Wetterau im Auguſt 1856. Die Agentur: H. J. Ber man nu: Alizarin⸗, Schreib⸗ und Copir⸗Tinte, patentirt für Sachſen, Hannover; Frankreich und Velgien, 1116] welche auf jedem Flaſchen-Verſchluß den Stempel des Sächſ. Wappens trägt, wodurch die Echtheit des obigen Fabrikats garantirt wird, empfiehlt in Flaſchen à 36, 24 und 14 kr. Friedberg. P. F. Schmittner. 11482] Der Unterzeichnete empfiehlt hierdurch ſein Lager der Portland-, Roman-, Medina-& Parian-Cemente aus der berühmten Fabrik der Herren Franeis Brothers in London und ſichert prompte und billigſte Bedienung zu, mit dem Bemerken, daß Proben ſo⸗ wohl, als ein von dieſen vorzüglichen Fabrikaten, ihrer vielfachen Anwendung und den damit erzielten erſtaunlichen Reſultaten handelndes Heftchen jederzeit gratis zu Dienſten ſtehen. R. Prächter, Buchgaſſe Nr. IA in Frankfurt a. M. 4 5 5 pf. 1 Ochſenfleiſc h... 142 14 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 11211 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 1 Schweinefleiſch.. 16— 16 1 Hammelfleiſc h 11211 1 Kalbfleiſchchche 8— 18 1 Schaaffleiſchh 7 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 1 Bratwurſt 21 2121 1 Schwartenmagen. 18— 18 1 Geräucherter Speck. 312 31 1. Oörrfleiſ h 212 21 1 Schinken 23 223 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 271 27 1„ unausgelaſſen 23 223 1 Nierenfett. 3 228 1 Hammels fett 16— 116 2 1 Zur Ausſaat. [1483] Waldecker Staudenkorn und ſoge⸗ nannter amerikaniſcher Waizen iſt zu haben bei J. L. Rappolt, Frucht⸗ und Mehlbandlung in Friedberg. 660 fl. Vormund ſchaftsgeld [1484] liegt zum Ausleihen bei Oberwöllſtadt. Jakob Münk. Gute Gartenerde 1485 unentgeltlich im neuen Dielhof. Dr. Trapp in Friedberg [1470] iſt erbötig zu jeder Zeit chieleu de unentgeltlich zu operiren. Kirchenbuchsauszug. Getaufte: 30. Aug.(zu Büdingen) Dem hſ. B. u. Ortseinnebmer zu Büdingen Ludwig Höhler eine T., Wilhelmine Anna Maria, geb. 5. Aug. Marktberichte. Friedberg 5. Sept. Waizen 15 fl. 42 kr.; Gerſte 8 fl. 36 kr.; Hafer 4 fl. 20 kr.; Kar⸗ toffeln 3 fl. 5 kr. 5 Grünberg 6. Septbr. Waizen 14 fl. 37 kr.; Korn 9 fl. 41 kr.; Gerſte 8 fl. 13 kr.; Hafer 4 fl. 29 kr; Erbſen 9 fl. 28 kr. Samen 21 fl. 30 kr. Mainz 5. Septbr. Waizen 16 fl. 45 br; Korn 12 fl. 7 kr; Gerſte 11 fl. 45 kr.; Hafer 5 ff 0 k Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. September. —. Fried⸗] Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 ſRoggenbrod,/ Korn⸗ 0 und ½ Gerſtenmehl t 2 0 1 1 W 4„ 1 1 13— 413— 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u./ Waizenmehl“ 4— 44— 2„„ 5 1 713 4 1 15 7 2 Loth Loth Milchbrod U 1 — Waſſer week — Gemiſchte(Tafel-) Brod 1 Fleiſch⸗Preiſe. Die Großherzoglichen Bürgermeister Bender. Seppel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. — 8 Sessel! Se wird nunmehr d nß gebracht win Friedbe 2 4 Oeffentlich Aab! Forderunge an das von dem de piahhändler Johan hinterlassen Vermd liche Concurs exo me dung des ſtil ſchluſſes von der Dienſtag den 21. dabier anzumelden Zugleich ſoll in verſucht, in deren bigerausſchuß geb wählt, und ſollen der erſchienenen erſchienenen als! Friedberg Großherzogli Hof manmn, Landrichter. Beka 047%] In Sac Ebeleute, früher bach, jetzt zu 9 Konrad Scha! Ueber D ö Die D wählen hat, den Waſſerm drains 1½ Joll lichter Die U Drainagenan als außerord 1) In fersh eim lange Mulde der At, da bebaut werd tigkeit der 9 dem mußte ter gänzlich bann er Art en Veacerung