blanthüg Jedwede del d ein J Vutu 4 2 J. 40 f * II N. J b Tage d Butzbach Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährt fl. 1. 42 kr.; durch die Poſt bezogen In Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einruckungsge⸗ buhren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Nu Ss. Freitag, den 7. November. 1856. Auszüge aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatt. * (Schluß.) Art. 44. Die Kammern haben außer in den beſonders aus— genommenen Fällen keine Berathungen mit einander zu pflegen, ſon— dern nur ihre gefaßten Beſchlüſſe ſich gegenſeitig mitzutheilen(Art. 95 der Verfaſſungsurkunde). Die Mittheilungen beider Kammern unter ſich geſchehen durch Schreiben, unterzeichnet von dem Präſidenten und den Seeretären. Art. 45. Die Stände konnen mit keiner anderen Behörde, als mit den Miniſterien und den ernannten Landtagscom— miſſären in Benehmen treten(Art, 96 der Verf.-U.). Art. 46. Alle Beſchlüſſe der einen Kammer müſſen der andern zu gleichmäßiger Berathung mitgetheilt werden, wenn ſie nicht ſolche Gegenſtände be— treffen, worüber verfaſſungsmäßig ein Beſchluß der einen Kammer, unabhängig von dem der anderen, zur Wirkſamkeit gelangen kann (Art. 97 der Verf.⸗Urk.). Art. 47. Die gemeinſchaftlichen Beſchlüſſe der Kammern werden in Adreſſen, welche von den Praſidenten und den Seeretären beider Kammern zu unterſchreiben ſind, dem Groß— herzog oder dem von Ihm ernannten Commtſſar durch eine gemein— ſchaftliche Deputation überreicht, wenn nicht in einzelnen Fällen die ſchriftliche Ueberreichung an den ernannten Landesherrlichen Com— miſſär vorgezogen wird. Die gemeinſchaftliche Deputation beſteht aus den Präſidenten und den Seeretären der Kammern und 2 durch den Präſidenten beſtimmten Mitgliedern jeder Kammer. Außerdem können Deputationen an den Großherzog nur nach eingeholter Erlaubniß ſtattfinden. Art. 48. Wenn eine Kammer der anderen in Hinſicht auf eine Petition oder bleibt es der letzteren unbenommen, die Hochſte Regierung von der beabſichtigten Petition oder Beſchwerdeführung im Wege der gewohn⸗ lichen Mittheilung, mit dem Bemerken in Kenntniß zu ſetzen, daß dieſelbe der anderen Kammer, welche aber ihre Zuſtimmung verſagt habe, mitgetheilt worden ſei(Art. 82 der Verf.⸗U.). Art. 49. Die Verhandlungen und Abſtimmungen in beiden Kammern ſind für er⸗ wachſene Zuhörer öffentlich. Es bleiben hierüber beſondere von der Regierung erlaſſene Reglements vorbehalten. Art. 50. Die Zuhörer haben ſich jeder Störung, namentlich aller Aeußerungen von Beifall oder Mißfallen zu enthalten. Bei Zuwiderhandlungen kann der Prä⸗ ſident die Entfernung der Ruheſtörer oder die Räumung der Gallerien anordnen. Im Falle der Räumung der Gallerien kann die Sitzung bis zur Erledigung der Tagesordnung fortgeſetzt werden. Art. 51. Ein Ausſchluß der Zühörer findet ſtalt: 1) wenn dieß von der Re⸗ gierung wegen der von ihr der Kammer zu machenden Eröffnungen, ſei es für dieſe Eröffnung allein, oder auch für die darüber ſtattfin— dende Berathung und Abſtimmung verlangt wird; 2) wenn die Ab⸗ haltung einer vertraulichen Sitzung von der Regierung in anderen, als in den unter 1) bemerkten Fällen, oder von wenigſtens 10 Kam- mermitgliedern oder von dem einſchlägigen Ausſchuſſe beantragt wird, und die Kammer den Antrag für begründet erkennt. Während der Berathung über einen ſolchen Antrag ſind die Zuhörer vorläufig zu entfernen. Die Organe der Regierung ſind von keiner vertraulichen Sitzung ausgeſchloſſen. Art. 52 Jede Kammer läßt ibre Verhand⸗ lungen durch den Druck bekannt machen. Der Druck unterbleibt doch alsdann, wenn es im Falle Nr. 1 des Art. 51 von der Regie- rung verlangt und in den Fallen Nr. 2 des Art. 51 von der Kammer beſchloſſen wird. Art. 33. Dke nicht durch ihre Geburt berechtigten Mitglieder der Ständeverſammlung, deren Wohnſitz weiter als eine halbe Stunde von dem Orte der Verſammlung entfernt iſt, erhalten auf Begehren zur Vergütung für ihre Reiſekoſten, ſowie zur Entſchä⸗ digung für ihren Aufenthalt an dem Orte ihrer Verſammlung täglich 3 fl. 30 kr. aus der Staatskaſſe. Art. 54. Der Landtag wird von dem Großherzog entweder in eigener Perſon, oder durch einen dazu beſonders bequftragten Commiſſäx geſchloſſen und alsdann der den Ständen ſchon vorher mitgetheilte Landtagsabſchied durch den Groß— herzog verkündet(Art. 101 der Verf.⸗Urk.). Art. 55. Die Verta⸗ gung der Ständeverſammlung oder die etwaige Auflöſung derſelben erfolgt durch ein den beiden Kammern bekannt zu machendes Landes— herrliches Edict. Art. 55. Die landſtändiſche Geſchäftsordnung vom je⸗ Beſchwerdeführung nicht beiſtimmen ſollte, ſo; 25. März 1820, inſoweit ſie noch in Wirkſamkeit beſteht, ſowie das Geſetz vom 24. Oct. 1849, die landſtändiſche Geſchäftsordnung betr., ſind aufgehoben. Nr. 29 vom 6. Oct. enthält: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Gr. Hauſes und des Aeußern vom 10. September, betreffend den Vertrag zwiſchen den Zollvereinsſtaaten und der freien Hanſeſtadt Bremen wegen Beförderung der gegenſeitigen Verkehrs— verhältniſſe, nebſt den dazu gehörigen Anlagen. II. Bekannt⸗ machung deſſelben Miniſteriums vom 20. September, betreffend die Ausdehnung der in dem Handels- und Schifffahrtsvertrage mit dem Königreiche beider Sieilien für die directe Fahrt ausbedungenen Vergünſtigungen auf die indirecte Fahrt.— III. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 19. Septbr., betreffend einige Abänderungen in dem Verzeichniſſe der Erhebungsſtätten des Chauſſee— geldes vom 23. März 1846 ꝛc. IV. Urtbeilsauszug. Das Gr. Bezirksgericht Mainz, als Strafgericht erkennend, hat in öffentlicher Sitzung vom 21. Mai 1856 in Sachen zwiſchen der Großh. Staats— behörde von Amtswegen verfolgendem Theile gegen Joh. Czerski, deutſchkatholiſchen Prediger aus Schneidemühl, Verſpottung der Ein— richtungen der katholiſchen Kirche betreffend, den ꝛc. Czerski für über- wieſen und ſchuldig erklärt, in einer in der Stadt Mainz verbreiteten Druckſchrift, betitelt:„Offener Brief an den Biſchof von Mainz, Herrn don Ketteler, von Johannes Czerski, chriſtkatholiſcher Prediger in Schneidemühl“, die Lehren, Einrichtungen und Gebräuche ſowie Gegenſtände der Verebrung der katholiſchen Kirche durch Ausdrücke des Spottes und der Verachtung herabgewürdigt zu haben, verübt im Monat Juli und Auguſt 1855, und demgemäß den genannten Czerskt in eine Correctionshausſtrafe von 4 Monaten ſowie in die Koſten verurtheilt und die Vernichtung ſowie die Unterdrückung etwa weiter vorfindlicher Exemplare der iner minirten Schrift:„Offener Brief an den Biſchof von Mainz, Herrn von Ketteler, als Antwort auf ſeinen Angriff auf die Reformation und das deutſche Volk in ſeinem Hirten⸗ briefe. Von Johannes Czerski, chriſtkath. Prediger in Schneidemühl. Schneidemühl. Im Selbſtverlage des Verfaſſers 1855“ verfügt.— V. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 20. Aug, den vormaligen Gymnaſiallehrer Ur. Blümmer zu Darmſtadt zum Lehrer am Gymnaſium zu Büdingen zu ernennen; den von dem Herrn Grafen Eberhard zu Erbach-Erbach auf die ev. Pfarrſtelle zu Brensbach präſentirten Caplan und Rector Anthes zu Erbach für dieſe Stelle zu beſtätigen; 3. September dem Schullehrer Cleer zu Breungeshain die evang. Schullebrerſtelle zu Eichelsdorf zu übertragen; den Gerichtsacceſſiſten Volk aus Mainz zum Ergänzungs- richter am Friedensgerichte Oſthofen und am 14. Septbr. den Prof. Dr. Baur zu Gießen zum Rector der Landesuniverſität für die Zeit von Michaelis 1856 bis dahin 1837 zu ernennen; dem ev. Pfarrer und Decan Weiffenbach zu Voſenheim die ev. Pfarrſtelle zu Fürfeld zu übertragen.—, VI. Geſtorben ſind: am 6. Mai penſ. Ortsein⸗ nehmer Hofmann zu Wetterfeld, 21. Aug, Diſtrietseinnehmer Röder zu Waldmichelbach, 24. Aug, penſ Staatsanwalt Weber zu Darm— ſtadt. Nr. 30 vom 10. Oct. enthält: I. Nachtrag vom 30. Sept, d. J. zu dem Regulativ über die Anlage und den Betrieb von Gasfabriken und die Anlage von Gaſometern vom 30. Octbr. 1851. — II. Nachtrag vom 29. Sept. d. J. zu der Bekanntmachung vom 23. April 1856, die Ausführung des Polizeiſtrafgeſetzes, insbeſondere die zum Betriebe beſtimmter Gewerbe einzuholende Erlaubniß der höheren Adminiſtrativbehörde betreffend, welcher beſtimmt, daß auch die im§ 6 der Verordnung vom 6. Nov. 1846 erwähnten Gewerbe nicht ohne Erlaubniß der höheren Verwaltungsbehörde, beziehungs— weiſe der Gr. Kreisämter, betrieben werden dürfen.— III. Bekannt⸗ machung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 23. Septbr., die Aus— gabe von 1,500,000 fl. in Grundrentenſcheinen nach dem Geſetz vom 22. Sept. 1855 betreffend: Nachdem die Anfertigung der nach Maß⸗ gabe des Geſetzes vom 22. Sept. 1855 auszugebenden 1,500,000 fl. in Grundrentenſcheinen nunmehr vollendet iſt, ſcheinen, Fünfguldenſcheinen, Zehnguldenſcheinen und Fünfunddreißig⸗ guldenſcheinen(20 Thaler preußiſch Courant), ſo wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die neuen Scheine von den nach den Geſetzen vom 30. Juli 1848, 8. Decbr. ausgegebenen und in den Bekanntmachungen vom 2. Novbr. 1848, 22. Oct. 1849, 6. Jan. 1853 und 8. Juni 1855 beſchriebenen Grund rentenſcheinen ſich nur dadurch unterſcheiden, daß auf Grund des Geſetzes vom 22. Septbr. ſich daher in den ausgefertigten Scheinen daß die neuen Scheine vom 1. Nov. der Unterſchriften der früheren Directoren d Tilgungskaſſe die der dermaligen Directoren denbach“ tragen.— IV. Verzeichniß rechtskr auf Art. 30 Jes Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender, Strafurtheile der Gerichte der Provinz Rheinheſſen und zwar 17 von Großh. Aſſiſen⸗ Schriftfälſchungen, Kor⸗ nkerotts, Brandſtiftung, ausgezeichneten Diebſtahls, Raub und Nothzucht ꝛc. ꝛc., Strafen von gerichte zu Mainz, welche wegen Diebſtahls, perverletzung, betrügeriſchen und einfachen Ba 1855 ausgefertigt ſind und 1855 datirt ſind, und 3) ſtatt 390 und zwar in Eingulden- 1851 und 4. Oct. 1854 haus ꝛc. 1) die neuen Scheine dieſes bezogen iſt, 2) er Gr. Staatsſchulden⸗ „Eckhardt“ und„Brei— äftig gewordener, nach gerichte der Provinz 1½ Jahr Correctionshaus bis von Gr. Obergerichte zu Mainz, wegen Landſtreicherei, Diebſtahls, Verleumdung, Ehrenkränkung, ꝛc. von 1 Jahr Corrections- bis 5 Jahre Zuchthaus; 17 von Großh, Bezirksgerichte Mainz, wegen Diebſtahls, fälſchung, Blutſchande ꝛc. von 13 Monat Zuchthaus; 6 von Gr. Bezirksgerichte ſtreicherei ꝛc. von 1 Jahr Corrections⸗ 10 Jahren Zuchthaus verhängen, 18 Verletzung der Amtsehre, Erpreſſung Landſtreicherei ꝛc., Schrift Correctionshaus bis 3 Jahr Alzey wegen Diebſtahls, Land⸗ bis 3 Jahr geſchärftem Zucht⸗ — V. Nameusveränderung: am 20. Juli wurde der Maria Barbara Magdalena Bauer zu Offenbach geſtattet, zukünftig den Namen„Kern“ zu führen.— VI. Dienſtnachrichten: am 19. Jan. wurde Poſtpractieant Dreſcher zu Mainz als und Apotheker Münch zu Altenſtadt als Poſtexpeditor daſelbſt beſtä⸗ tigt.— VII. Charakterertheilung: am 17. Sept. dem bei dem Hof⸗ Starkenburg ſeither beſchäftigten Kanzleigehülfen Carl Langheinz aus Darmſtadt Verſetzung in den Ruheſtand: am 15. September der Actuar an dem Friedensgerichte Oſthofen Keller. Notar Wieger zu Bingen, 2. Septbr. 1. Landgerichtsdiener Schreiner zu Alsfeld, 15. Ortsein⸗ nehmer Rendant Lautenberger zu Mainz, 16. der evangel. Pfarrer Stumpf zu Wörrſtadt. als„Regiſtraturacceſſiſt“.— VIII. — IX. Geſtorben: am 28. Auguft Gymnaſiallehrer Dr. Albrecht zu Mainz, Bekanntmachun Verſteigerung getragener Montirungsſtücke. 1730] Mittwoch den 12. November d. J., des Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, wird- in der Kloſtercaſerne dahier eine Quantität getragener Montirungs⸗ ſtücke, als: Mäntel, Röcke, Hoſen, Unterhoſen, Hemden, Stiefel und Schuhe, ſodann verſchie⸗ dene alte Eiſentheile und Caſernerequſſiten ge⸗ gen gleich baare Zablung verſteigert. Friedberg, den 25. Octbr. 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung von Geſundheitskochgeſchirren. 11731] Bei der Verſteigerung getragener Mon⸗ tirungs ſtücke, welche Mittwoch den 12. d. M. dahier abgehalten wird, ſollen auch Keſſel und Kochpfannen von ſtarkem gut verzinnten Eiſen⸗ blech gegen gleich baare Zahlung an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Man bringt dieß mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß ein Keſſel mit eiſer⸗ nem Henkel 3% Pfund und eine Kochpfanne mit Griff 1 Pfund wiegt, erſterer bei einer Höhe von 1 Fuß 30 Schoppen und letztere bei 3½ Zoll Höhe 10 Schoppen aufnehmen kann Zuſtande befinden und nicht allein als Koch⸗ und Bratgeſchirre verwendet, ſondern auch zu verſchiedenartigen andern Zwecken in einer Haus haltung, ſowie zum Kochen im Freien, mit Vortheil benutzt werden können. Friedberg, den 1. October 1856. In Auftrag des Verwältungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Main Weſer⸗ Bahn. 117171 Dienſtag den 11. November l. J. ſollen die in den Gemarkungen Okarben und Kloppenheim auf dem Bahngebiet ſtehenden Korbweiden an den Meiſtbietenden loosweiſe öffentlich verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt auf der Großkarben, Nachmittags 2 Uhr. Friedberg am 29. October 1856. Der Großherzogliche Babn-Ingenieur des Babnbezirks Friedberg Hochgeſand. Edietal ladung. 11744] Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberbeſſen über das Vermögen des Jacob Meper zu Rockenberg den förmlichen Concursprozeß erkannt, wird Liquidationstermin auf Station daß dieſelben ſich in einem völlig brauchbaren Donnerſtag den 4. Dezember d. J., Vormittags 9 Uhr, gen von Behörden und Privat⸗Anzeigen. anberaumt und ſind daſelbſt. Anſprüche jeder Art an die Maſſe bei Meidung des ſtillſchwei⸗ gend erfolgenden Ausſchluſſes von derselben an⸗ zumelden und zu begründen. Im Falle eines Arrangements werden die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden Gläubiger den Beſchlüſſen der Mehr⸗ beit der erſchienenen Gläubiger beitretend an⸗ geſehen. Butzbach den 30. Oktober 1856. Großherzog liches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. v. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Obligations-Verlooſung. 11745] Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung von Partial⸗Obligationen des Anlehens der bieſigen Gemeinde ſind folgende Nummern rückzahlbar geworden: 1) die Nr. 19, 28, 29, 33, 35, 49, 52, 61, 62, 97, 63, 88 128, 130, 138, à 100 fl. 2) Nr. 143 à 300 fl. 3) Nr. 222, 232 und 234 à 500 fl. Die Beſitzer dieſer Obligationen können bis zum 1. Januar 1857 dieſe Beträge bei dem Gemeindeeinnebmer dahier in Empfang nehmen, indem von dieſem Tage an die Verzinſung auf hört. Obermörlen am 31. Oktober 1856. Großberzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer. Verſchie den Ausde ſchifffahrt. von New⸗York unter dem Menge landete, und ſchon unterhalten hnung der transatlantiſchen Dampf— Kaum ſind 18 Jahre verfloſſen, ſeitdem das erſte Dampfſchiff, der„Sirius,, den atlantiſchen Oce— an kreuzte und am 23. April 1838 glücklich im Jubelruf der herbeigeſtroͤmten e 8. Hafen 41 Dampfer auf „weil er geleſen hat“) und er war frei. Verurtheilter zwiſchen der Verurtheilung und der Execu— tion leſen, ſo ward er noch unter dem Galgen begnadigt, wovon man ſogar noch ein Beiſpiel unter der Regierung der Königin Eliſabeth findet. Ja lernte ein In vielen Kirchen Süddeutſchlands iſt es bekanntlich neun verſchiedenen Linien die regelmäßige Communication zwiſchen Europa und den Vereinigten Staaten von Nord— amerika. Untergegangen ſind wahrend dieſer 18 Jahre auf der Fahrt zwiſchen Europa und Amerika acht Dampf⸗ ſchiffe: Preſident, Columbia, Humbold, City of Glasgow, City of Philadelphia, Franklin, Arctic und Pacific. Von vier derſelben wurden alle Menſchen gerettet, von einem gingen faſt alle zu Grunde, und von dreien hat man nie wieder etwas gehört.(Petermanns geogr. Mittheilungen.) Bis zum Jahre 1350 und ſelbſt noch ſpäter wurde in England ein zum Tode Verurtheilter begnadigt, wenn er leſen konnte. Man hielt ihm eine lateiniſche Bibel vor und wenn er las, ſo hieß es:„Quod legit“(d. i. Sitte, daß Männer und Frauen geſondert, jeder Theil auf einer eigenen Seite des Schiffes Platz nehmen. In einer ſolchen Kirche in Tyrol entſtand jüngſt während der Predigt ein ſtörendes Geräuſch von Stimmen. Der Prediger, der dort auch von der Kanzel herab mit ſeinen Zuhörern im intimſten Verhältniß ſteht, ruft den Frauen unmuthig zu:„Ich werde warten, bis es ruhig geworden iſt!“ Diesmal aber muß die Seite der Männer der ſchul⸗ dige Theil geweſen ſein, denn ſogleich antwortet die ent— ſchloſſenſte der Bäuerinnen:„Wir ſind es nicht, die Män⸗ ner ſind es!“ „Deſto beſſer, meine Gute, ſtille werden!“ ſeine Rede ſort. dann wird es um ſo eher So antwortete der Prediger und ſetzte Poſtaſſiſtent daſelbſt, „ XVII „ XVIII „ XX „ XXI „ XVI verkauft, kan kundlich nacht beftätigt und verzeichniß oi wozu hiermi Anſprüche Di binnen von heute an meldet und k Friedber Gro —— Lieferunge für d Lal det genannten 2 auf dem Weg verlangenden J) des Por an Brod lichtern, Vinkucher 10 Nlner Bet 2) des Vorn de fl. 7 long bei mir driedber rnte ein der Execu- egnadigt der Regierung 9 2 8 2 ECdietal ladung. 11732] Der Auguſtiner⸗Schulfond daher hat das ſeither von ihm beſeſſene Gut in Nieder— rosbacher Gemarkung, beſtehend in folgenden Parzellen: u) Ackerland: Flur IV Num. 848. 849 und 850. 8„28,3. „ VII„ 590,4. 590,6. 590,7 und 590,9. n. 43,5, 62, 62,5. 915. 91,7. 632. 633. 841 u. 841,2. 637. 637,3. und 637,4. 73. 74. 75. 306. 306,5. 542. 142. 142,1. 142,2. 142,3. 142,4. 142,5. 142,6. 167. 167,1. 167.2. 167,3. 167,4. 167,5. 167,6. 167,7. 191,5. J e 3772. 377 80 377,4. 377,5. 377,6. 383. 383,1. 383,2. 383,3. 383,4. 383,5. 383,6. 555. 555,1. 555,2. 555,5. 555,7. 555,8. 556. 556 2. 556,4. 557. 558. 558,5. 559. 601. 601,1. 601,2. 601,3. 601,4. 601,5. 601,6 und 601,7. 158. 158,5. 158,6 u. 158,8. 493. 493,1. 493,3. 493,5. 493,7 und 493.9. 110 1 112. 1138. 274. 465. 465,5. 466 466,5. 543 und 543,5. 155. 155,2. 155,4 u. 155,6. b) Wieſen: 637,5. 637,6. 1099. 1101. 1107. 1107.1. 1107,2. 1107, 3. 1132.2. 1132, 4. 1670. 1670,3. 1070,5. 191,5 und Flur XVII Num- mer 233. verkauft, kann aber das Eigenthum nicht ur⸗ kundlich nachweiſen, weßhalb der Kaufbricf nur beſtätigt und der Eintrag in das Mutations— verzeichniß verfügt werden wird, inſofern nicht, wozu biermit öffentliche Aufforderung ergeht, Anſprüche Dritter an die verkauften Immobilien binnen 6 Wochen von heute an bei unterzeichneter Behörde ange— meldet und begründet werden. Friedberg den 31 Oktober 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg. ee. v Landgerichts⸗Aſſeſſor. „ IX„ 7 XV„ „ XVI 7 „ XVII„ „ XVIII 7 XX. 0 5 5 11 N Lieferungen verſchiedener Gegenſtände für die Garniſon Butzbach. 11746] Freitag den 14. d. M., ſollen die nach⸗ genannten Bedürfniſſe der hieſigen Garniſon auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt— verlangenden in Accord gegeben werden, u. z. 1) des Vormittags um 10 Uhr, der Bedarf an Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearin— lichtern, Gerſte zu Schroth, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen ein— zelner Betten auf das 1. Semeſter 1857; 2) des Vormittags um ½ 11, das Bedürfniß an Kardätſchen auf die Jahre 1857, 1858 und 1859. Die Bedingungen liegen zur Einſicht bereit. Butzbach den 4. November 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Neue Couponsbogen 1723] des Anlehens der Gemeinde Okarben de fl. 27,200. können gegen Rückgabe der Ta⸗ lons bei mir in Empfang genommen werden. Friedberg im Oktober 1856. S. Lindheimer. 1100. 391 Grundſtücke⸗ Verſteigerung. 117471 Donnerſtag den 13. l. Mts., Morgens um 10 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe in Auftrag der Erben des verſtorbenen Großher— zoglichen Domänenraths Buß nachſtehende Grund— ſtücke einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteige⸗ rung ausgeſetzt: Gemarkung Friedberg: O.⸗Nr. Flur Nr. d. Klftr. Grundſt. 1 1 85 2860 Grabgarten am Schützen⸗ rain, 2 2 65 2867 desgleichen in den Eulen⸗ gärten, gibt abgelöſte Grundrente 37 ½ kr., 3 5 108 346 desgleichen vor dem Mainzerthore. Friedberg den 5. November 1856. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher er. Hofraithe⸗Verſteigerung. 11748] Donnerſtag den 13. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe die dem Iſaac Kaufmann dahier gehörende Hof⸗ raithe, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 85 und 86., Inſerat 1708, näher bezelchnet iſt, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung nochmals ausgeſetzt. Friedberg den 5. November 1856. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Bie end ex. Bekanntmachung. 11749] Samſtag den 15. November, Vormit— tags 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthaus des Jacob Schneider III. zu Oſtbeim die Anferkͤgung von Fenſterläden an das Pfarrhaus an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden: 1) Schreinerarbeit, vervoranſchl. zu 256 fl. 2 Schloſſerarbeit, 1„ 14 7 3) Weißbinderarbeit, 1 1 78 Summe 47 fl. Oſtheim am 4. November 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſtheim Winter euer Lapperdan! 11738] neue bolländiſche Vollhacinge und Sar⸗ dellen, Rum de Jamaika, Arge de Batavia und feinſte Punſch⸗Eſſenzen bei Wilhelm Fertſch. Ein Zapfjiunge [1750] wird geſucht von Philipp Windecker. 8 Einladung. 117511 Die ordentlichen Mitglieder der Caſino⸗ geſellſchaft werden zu der Freitag den 14. d. M., Abends 6 Uhr, ſtattfindenden Generalverſammlung mit dem Anfügen eingeladen, daß in derſelben Berathung des Voranſchlags der Einnahmen und Ausgaben pro 1856/1857 ſtattfinden ſoll. Friedberg den 3. November 1856. Der Präſident der Caſinogeſellſchaft Hofmann. Ein Logis 11752] mit Küche, welches ſogleich bezogen werden kann, hat an eine einzelne Perſon zu vermiethen W. Stritzinger. Einladung. 11753] Zur Beſprechung wegen des auf Weih⸗ nachten abzuhaltenden Geſellenballs und Wahl eines Vorſtandes werden Alle, welche ſich daran betheiligen wollen, auf Sonntag den 9. d. M., Nachmittags 4 Uhr, ins Wirthshaus der Wittwe Erbes hoöflichſt eingeladen. Ein Lo ges 11741] für eine Familie hat zu vermiethen Ludwig Neiſel, den Apotheken gegenüber. Anzeige. 1742] Pianoforte, Violin und Guitarre⸗ Unterricht ertheilt Ed. Krüger, Mitglied der Nauheimer Kur⸗Capelle. Wohnhaft bei Hrn. Spenglermſtr. K. Ludwig in Friedberg. NB. Da ſich noch mehrere Mitglieder der Nauheimer Kur⸗Capelle hier befinden, ſo kann ich Muſik zu Bällen, Kränzchen und ſonſtigen Gelegenheiten zur Zufriedenheit des geehrten Publikums ſtellen. Zum Ausleihen. 11739 5000 fl. Kaſſegeld iſt mir gegen gute Hypothek zum Ausleiben übergeben worden. Friedberg, im Oktober 1856. Joſeph Straus. Aheinbaieriſche Kaſtanien 1703] bei W. Fertſch. VCC 8 C. BINVDERNAGEL'S. Buch-& Stein druckerei; In Friedberg 8 empfiehlt sich zur sorgfältigen Ausführung aller in ihr Fach einschlagenden Arbeiten. e ewe ene e chdruckerei Aufträge bei reellen Preisen in Ausstattung herstellen zu können. setzen uns in den 8 Stand, alle 8 geschmackvoller und freundlicher 392 Indem wir unsere Journal-Lese-Anstalt, zu Welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empfehlende Erinnerung bringen, laden wir zur gefälligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetzt in derselben 22 Zeitschriften, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind. Die näheren Abonnements- Bedingungen wie das Verzeichniss der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Gerſon Sehulhof in Friedberg, 11699] empfiehlt ſein jetzt wohl aſſortirtes Lager in allen Sorten Tüchern, div. 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Die Schnitte ſind neu, gutſitzend und ſo berechnet, daß das Zeug nur vortheilhaft zugeſchnitten werden kann, und wird der Werth dieſes Buches noch ganz beſonders dadurch erhöht, daß zu ſämmtlichen Schnitten,— Muſter zur Weißſtickerei, als Beſätze, Einſätze, Kanten ꝛc. bei⸗ gefügt ſind, ſo daß man jedes Stück einfach oder elegant anfertigen kann. Preußiſche Caſſenſcheine„ 8 5 Liederkranz. 1740] Die erſte Abendunterhaltung des Liederkranzes wird Sonntag den 9. November im Trapp'ſchen Saale dahier abgehalten. In der 6 Karten-Fabrik* von Louis Weis in Friedberg [1582 werden von jetzt an ſehr gut und ſtark gearbeitete Spielkarten zu nachſtehenden Prei⸗ ſen abgegeben: Pique das Dutzend 36, 42, 48, 54 kr., 1 fl. 1 fl. 6 kr., ganz feine 1 fl. 12 615 Kinderkarten 36 kr.; Vhombre à Spiel 20 und 22 kr.; Whiſt à Spiel 26 und 28 kr. Taroc a Spiel 48 kr. und 1 fl. Auch ſind dieſelben mit dem Großherz. Heſſiſchen Stempel ſtets vorräthig. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 256 kr. Der neueſte Fahrtenplan Eiſenbahnen, Dampſſchiffe, i. tw. un. w Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr. Geld ⸗Cours. Frankfurt, am 5. November 1856. Piſtolen e ef. 3637 Fritdrichs dor er„5 9 51729592 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 39-10 Rand⸗Ducaten. ö 1 5.32 20. Frankſtücke% 9 17%½ʃ8½ Engliſche Souverains. 11 38-42 Preußiſche Thaler.„— 144% ½ 2207 5% Fres. Thaler e Kirchliche Anzeigen. 25. Sonntag n. Trinitat. den 9. Nov Pfarramtswoche: Hr. Stadtrfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Vierheller. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Degen. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff (Hierzu Beiblatt Nr. 19.) Nr. 31 Miniſteriums d Rechnung der, 0 und Ziehungeſa eines fremden f heimenrath und ür den k. tek! Dienſtnachrichten ruht: am 28. J. als Poſterpedie lehrer Liſtman! Landenhauſen Romrod zum erheber Eger der fliegenden Herrn Grafen nau präſentirte zu beſtätigen. Director der 5 am 18. Sept. ſeiner langiäh rath“.— V. von Ricou; und Locomotip ſämmtlich auf arziſtelle des! die Diſtrictsel 14 Tagen); die ev. Schul gütung von! Nr. 2 ſehenden Ab Großherzogth machung Gr. Battenfeld, Battenberg⸗d Perſonen geg erhalten.— allergnadigſt König zum 6. Oct. dem telle zu Ege Bensheim) d ſetzungen in! Suppes zu kammer Ur gung der d als 50 ährig ſowie mit d amten zu tr Bezeugung einer Reihe unter der E ſeiner Eiger Unter Beibe Nebenſeelle orben: am bens Kanz. meiſer il