W Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis ſährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen 1 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Mr. I 836. Dienſtag, den 6. Mai. 1856. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die nachſtehend verzeichneten kupfernen Gegenſtände ſind bei einem unbekannten Menſchen angehalten worden und werden deßhalb diejenigen, welche hieran Eigenthumsanſprüche begründen zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen geltend zu machen, gegenfalls uber ſolche weiter verfügt werden wird. Friedberg, den 25. April 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mü lle x, Verzeichniß der betreffenden Kupferwaaren. 6 Stuüͤcktheile von Kupferrohren, 1 kupf. Topf mit 2 Ohren, 1 kupf. Kaffeekeſſel mit Hänge, 1 kupf. Kanne ohne Boden, geeicht(Zeichen H. S. K. S. 315. 1788.), 1 Abſchnitt neues Kupfer, 4 Stück Kupfer, von einem Waſchkeſſel herrührend, 17 Stück altes Kupfer, verſchiedene Theile und 2 Fruchtſäcke gez. mit Rotel I. A. I. Das Ganze enthält ein Gewicht von 42 Pfund incl. der Säcke und hat einen reellen Werth von 21 fl. Auszug aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 12 vom 17. April enthält: J. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 16. April, wornach in Folge Aller— höchſter Entſchließung das nach der Bekanntmachung vom 2. Jan. 1855 angeordnete Verbot der Ausfuhr von Pferden über die Grenzen des Zollvereinsgebiets wieder aufgehoben wird.— II. Steuerausſchlag zur Bezahlung des Gehalts des Rabbinen zu Offenbach für 1856. — III. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes Grünberg für 1856.— IV. Dienſtnach⸗ richten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 19. März den Oberſteuerrath Reatz auf Nachſuchen zum Fiscal— Anwalt in Starkenburg, mit dem Charakter„Juſtizrath“ und den Stadtgerichtsaſſeſſor Wörner zu Gießen zum Oberſteuerrath,— 22. den Bauacceſſiſten Metternich aus Mainz zum Oberbau— Secretär und den Expedienten der Main-Weſer-Eiſenbahnſtation Gießen, Pilger, zum Materialverwalter bei dieſer Bahn zu er— nennen.— V. Militärdienſtnachrichten. S. K H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigſt gerubht: am 10. Aug. 1855 den Ober⸗ apell- und Caſſationsgerichtsrath Krug zum Ergänzungsrichter des Oberkriegsgerichts, 10. den Miniſterial-Canzleiinſpector Kamm bei der Kanzlei des Kriegsminiſteriums, auf Nachſuchen, in den Ruheſtand zu verſetzen, und den Miniſterial-Canzliſten Canzleiſecretär Becker zum Miniſterial-Canzlei-Inſpector zu ernennenz am 5. Sept, den Lieutenanten v. Riobu im Gardereg. Chevauxlegers und v. Plön— nies 1. im 2. Inf.⸗Reg. den Charakter als Oberlieutenante, dem penſ. Oberlieut. Moter den nachgeſuchten Abſchied aus dem Gr. Militärdienſt zu ertheilen; am 25. Oct. zu befehlen, daß Oberlieut. v. Zangen im 3. IJnf.-Reg., welchem mit Allerhöchſter Genehmigung die Erziehung S. Gr. H. des Prinzen Wilhelm übertragen worden und welcher in Folge deſſen aus dem Etat jenes Regiments ausſcheidet, als aggregirt zu führen ſei; 26. den charakteriſirten Oberlieut. von Plönntes im 4. Inf-Reg. zum etatsmäßigen Oberlieut. im 3. Inf.⸗Reg. zu ernennen und den überetatsmäßigen Lieut. Diery vom 3. Inf.⸗Reg., unter Einreihung in den Etat, zum 2. Inf.-Reg.; am 3. Nov. den Militärarzt Ur. Fauſtmann vom 3. Inf.⸗Reg. zum Lazareth zu Worms und den Militärarzt Ur. Salzer vom Lazareth zu Darmſtadt zum 3. Inf⸗Reg. zu verſetzen; 28. den Hauptmann Der Gemſen jäger. (Fortſetzung.) Felsblöcke, welche der Froſt bisher feſtgehalten hatte, rollten anfangs über den glatten Abhang herab, ſtießen ſich dann am erſten beſten Hinderniß, ſchnell— ten in ungeheuren Sätzen weiter, überſprangen die ſoge— nannten Gletſcherwälle und polterten ſtürzend in die Ab— gründe, an deren tönende Wände man ſie lange anſchlagen hörte. Die auf den Lehnen des Gebirges angehäuften Schneemaſſen und Schichten fanden ſich plötzlich von ihrer Unterlage losgeriſſen, begannen erſt zu rutſchen und ſtürzten ſich dann mit einem wahren D onnergekrache herab; dabei rafften ſie in ihrem Laufe Alles auf, was ſich vor ihnen befand und füllten die Lücken des Erdreiches aus und ſtürzten ſchmetternd in die Thäler, von wo ſie in Staub wieder zurückſchnellten. Von einem Augenblick zum andern ſchienen die vom Winter aufgebauten Alpen in Trümmer ſtürzen zu wollen, und ihr ungeheures Einſtürzen ſperrte einen Pfad um den andern. Vergebens ſuchte Ulrich einen Ausweg. Hier überſchwemmte ein Gießbach, der vom Hochgebirge herunterſtürzte, das ſchmale Geſims am Rand des Abgrundes, auf welchen er gerne geflohen wäre; dort hatte eine Lawine den Paß verſchüttet; zur Rechten war ein Fels wie ein Bogen uber die Kluft geworfen worden, deren Wände ſchon unter ſeinem gewaltigen Druck ſich loszubröckeln und zu berſten begannen; zur Linken hatte ſich plötzlich eine gähnende Spalte geöffnet; von allen Seiten krachte und knallte das zerbrochene Eis, tobte das wüthende Pfeifen des Windes, der Donner der herabſtür— zenden Lawinen, das Brüllen und Rauſchen der wilden, ausgetretenen Bergwaſſer, und über all dieſem Chaos ſenkte ſich die Nacht ſtill und raſch hernieder, um dem verſtiege— nen Jager gewiſſermaßen auch die letzte Hoffnung zu be— nehmen. Inzwiſchen fuhr Ulrich fort, wacker gegen all dieſe ſtets ſich erneuernden Gefahren anzukämpfen. Aus dem ganzen Gewirr ſeiner vielfach unterbrochenen Gedanken und Empfindungen ragte Vreueli's Geſtalt und die Erinne— rung an ſie empor, und verlieh ihm eine zähe Kraft des Willens und beſtärkte den Drang zum Leben in ihm auf eine Weiſe, die ihn noch bei Kräften erhielt. Leider aber war ihm der Ort, wo er ſich eben befand, ganz unbekannt. Betäubt durch den Lärmen um ihn her, geblendet von dem Schueeblick, der ihn überall umgab, irre gemacht von den 164 Schwaner vom 1. Juf.⸗Reg. zum Verwalter der Militärproviant⸗ anſtalt zu ernennen; 29. dem Oberlieut. und Flügeladj. Grafen von Aſenburg die Erlaubniß zur Annahme des ihm von S. M. dem König von Preußen verliehenen rothen Adlerordens 3. Kl. zu erthei— len; mit Patenten vom 27. Dec. Oberlieut. v. Löhr vom 4. zum Hauptmann im 1. Inf.⸗Reg., Lieut. Becker vom 3 zum Oberlieut. im 4. Inf.⸗Reg. zu ernennen und den überzähligen Lieut. Otto vom 4. als etatsmäßigen Lieut. zum 3. Inf.-Reg. zu verſetzen, ſodann den Portepecorporal Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau im Gardereg. Chevauxlegers zum überzähligen Lieutenant in dieſem Regiment zu ernennen; am 14. Januar den Hauptmann Dür ing im 1. Inf.⸗Reg. auf Nachſuchen temporär in Ruheſtand; 18. den Oberauditeur Sie- bert vom Gr. Artilleriecorps zum 2. Inf.-Reg., und den Auditeur Kühn vom 2. Inf.⸗Reg. zum Garderegiment Chevauxlegers zu ver⸗ ſetzen; 24. im Gr. Artilleriecorps den Oberlieut. v. Lyncker zum Hauptmann, die Lieutenante Herget und Reh zu Oberlieutenanten zu befördern, die überzähligen Lieutenante Hofmann, Schaffnit, Frhr. v. Schäffer-Bernſtein, Frank und Fries in den Etat der Lieutenante des Corps einzureihen, und den Portepecorporal Seriba vom 2. Inf.-Reg. zum etatsmäßigen Lieutenant im Gr. Ar⸗ tilleriecorps zu ernennen; 28. Lieut. Jäger vom 3. zum 4. Inf.⸗Reg., ſetzen; am 6. Febr. die Oberlieutenante Hoffmann vom 3. und Gerſchlauer vom 1. Inf.⸗Reg. zu Hauptmännern, Erſteren im 2. und Letzteren im 1. Inf.⸗Reg, die Lieutenante Gerlach vom 4. und Frhr. v. Röder vom 3. Inf.⸗Reg. zu Oberlieutenanten, Jenen im 3. und Dieſen im 1. Inf.⸗Reg. zu ernennen, ſodann die überzähligen Lieutenante Kritzler vom 4. und Lauteſchläger vom 2. Inf.⸗Reg. als etatsmäßige Lieutenante zum 3. Inf.⸗Reg.; 11. den Militärarzt Dr. Jungmann vom Lazareth zu Darmſtadt zum Gr. Artillerie⸗ corps zu verſetzen; 16. den Frhrn. Franz Wambolt von Umſtadt zu Birkenau zum Rittmeiſter à la suite der Reiterei zu ernennen; 26. dem Geſuche des penſ. Oberſten v. Bub na zu Darmſtadt, mit Beibehaltung ſeiner Penſion und unter den Bedingungen der Ver⸗ ordnung vom 11. November 1852 aus dem Militärſtande austreten zu dürfen, zu willfahren und demzufolge ihm die Entlaſſung zu er⸗ theilen.— VI. Geſtorben: am 26. Aug. 1855 zu Worms Mllitär⸗ arzt Dr. Reuling vom Lazareth zu Darmſtadt; 15. Sept. zu Darm⸗ ſtadt Proviantverwalter Hauptmann Schmidt; 17. Oct. daſ. penſ. Rittmeiſter Frh. v. Hauſen; 2. Nov. zu Beſſungen penſ. Oberſtabsquar⸗ tiermeiſter Zöller; 15. Dec. zu Darmſtadt penſ. Oberſtlieut. Vogel; 10. Febr. 1856 zu Lauſanne penſ. Oberlieut. v. Loy s; 28. Febr. zu 30. Hauptmann Frank im 2. Inf.⸗Reg. in den Ruheſtand zu ver⸗ Mainz penſ. Major Eyffert; 31. März zu Darmſtadt penſ. Ober⸗ kriegscommiſſär Rückmann. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. L656] Nachbenannte Immobilien ſind veräußert worden, ohne daß über deren Erwerb die er— forderlichen Eigenthumsurkunden vorliegen: IJ. Gemarkung Niederweiſel: Pag. Nr. 34/62 Hofraithe und neun Grund⸗ ſtücke, eingetragen auf den Namen: Konrad Bill X. von Niederweiſel und veräußert im Jahr 1854. Verzeichniß der Grundſtücke liegt in der Land⸗ gerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen. II. Gemarkung Butzbach: Flur Nr. 11/914, VI/ 424, v III/ 190 Aecker und 11/576,5 Wieſe, eingetragen auf den Namen: 5 7 Georg Buß Wittwe in Butz a ch, und veräußert ſchon vor mehreren Jahren an verſchiedene Perſonen. IIl. Gemarkung Fauerbach: Pag. Nr. 3056/26 58 ½[IKlftr. Wieſe am Junkernſee, eingetragen auf den Namen des verlebten Heinrich Volp von Ziegen berg. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf beſtätigt und auch der Eintrag im Mu- tationsverzeichniß verfügt werden wird. Bußbach den 16. April 1856. Immobllien-Verſteigerung. [731] Mittwoch den 7. Mai, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtebende den Heinrich Heß'ſchen Erben zuſte⸗ hende Immobilien einer meiſtbietenden freiwil⸗ ligen Verſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: Ord.⸗Nr. Flur. Nr.[] Klftr. 1 3 50 42% Hofraithe in der Vor⸗ ſtadt zum Garten, gibt abgelöſte Grund⸗ rente 1 fl. 30 kr. 2 3 49 50 Grabgarten in der Vorſtadt zum Garten. 3 3 51 14½ö10 daſelbſt. Gemarkung Fauerbach II.: Pag. Nr. Ruthen 1 479 2 664 ¼ Acker auf dem Ring⸗ graben, gibt abgelöſte Grundrente 5 fl. 14 kr. Friedberg den 29. April 1856. In Auftrag der Erben Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Wien d iel n Bekanntmachung. [757] Dienſtag den 13. Mai, Vormittags 11 Uhr, ſoll die der Gemeinde Echzell gehörige Braueinrichtung, beſtehend in einem ſtark von Kupfer gefertigten Braukeſſel, 7 Ohm haltend, bütte, 14 Ohm haltend, ſowie 2 Gährbütten, 6 und 9 Ohm haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Um dieſelbe Zeit ſoll das ſogenannte Brau⸗ haus von 35 Fuß Breite und 39 Fuß Länge auf den Abbruch unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen perſteigert werden. Echzell den 2. Mai 18566. 8 5 Echzell l Faſel⸗Ochs⸗Verſteigerung. D758] Donnerſtag den 8. Mai, Morgens um 11 Uhr, wird an Ort und Stelle an dem Faſelſtalle, in der Uſa⸗Vorſtadt, ein zum Schlach⸗ ten ſowohl als auch zur Zucht brauchbarer Faſelochs meiftbietend verſteigert. Friedberg den 2. Mai 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Grundſtück⸗Verpachtung. [759] Donnerſtag den 8. Mai, Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe ein dem vereinigten Armen⸗Fond dahier gehörendes, in der Gemarkung Fauerbach II. liegendes, mit Klee beſamtes Grundſtück auf den Zeitraum von drei Jahren meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 3. Mai 1856. Bürgermeiſterei Friedberg Großherzogliches Landgericht Butzbach e einer erſt vor drei Jahren gefertigten Maiſch⸗ Großherzogliche Bender. vielen Umwegen, zu welchen ihn die verſchiedenen Hinder— niſſe genöthigt hatten, konnte er ſich nicht einmal mehr in der Richtung zurechtfinden. Allein er mußte um jeden Preis ſich uͤber die Stelle orientiren, wo er war, bevor der Einbruch der Nacht ihm die Mittel dazu raubte. Er hielt daher von Neuem ſtille und bemühte ſich, nach der Lage der Bergſpitzen und ihrer Formen, die ihm die letzte Abendhelle noch zeigte, ſich zurechtzufinden. Schon war es ihm gelungen, die höchſten Hörner zu erkennen und von ihnen aus ſich allmählig auch über die niedrigeren, ihm näher gelegenen zu orientiren, als plotzlich aus der Tiefe des Gletſchers ein dumpfes Getöſe herauftönte und be— deutend verſtärkt aus allen ſeinen Spalten und Riſſen zu Tage drang. Im ſelben Augenblick ſchwankte auch Ulrich: der Gletſcher bebte unter ſeinen Füßen; ein zweiter Stoß brachte ihn beinahe um das Gleichgewicht, und andere folgten, immer näher kommend, in immer gleicheren Zwi— ſchenräumen auf einander folgend, und verſchwammen end— lich zu einer gleichförmigen, aber ſehr fühlbaren Bewegung. Ulrich konnte ſich nicht mehr täuſchen, der Gletſcher war im Gleiten begriffen und ſenkte ſich gegen das Thal hinab. Ulrich fuͤhlte nun wohl, daß von längerem Verweilen Leben oder Tod abhing, kehrte um und lief aus Leibes— kräften dem erſten beſten Felſenzacken von anſtehendem Geſtein zu. Der Weg dorthin war zwar nicht weit, aber mit gewaltigen Schwierigkeiten verbunden. Nicht nur ſtürzte das Schneewaſſer in Gießbächen von den Höhen, ſondern die Brücken von Schnee und Firn, welche da und dort über die Spalten geworfen waren, ſanken eine um die andre ein und zeigten tauſend gähnende Abgründe, in deren Tiefen die Waſſer rauſchten. Die Bewegung des Gletſchers, ſein Vorwärtsrutſchen, glich der eines Stroms von zähflüſſiger Maſſe und langſamem Lauf, deſſen Strö— mung in der Mitte am ſtärkſten iſt und ſich in Wirbeln nach den Seiten hin rückwärts verjüngte. Wann ihn hie und da eine Unebenheit ſeines Bettes in ſeinem Laufe auf— halten wollte, ſchien er aufzuwallen, oder wo ihm eine Bodenſchwierigkeit plötzlich hemmend in den Weg trat, bildete er eine Eiskaskade, die ſich raſcher thalwärts ſtürzte. (Fortſetzung folgt.) IV 346, IV 46, 100, V 228, V 304 28, V 12%! 100, W207, 328, VI 50, VI 115 1 958 208 13 VII XVIII 264, X 30, XVIII XVII Els, X 867, XIX 132, XIX 15 200, XIX 220 409, XIX S 793, XIX Sli 882, XIX S886 259, XVIII 298, XI 108, 586, J 602 617, III 110 daa, 1 97, VII 7, VII 253, IX Al Grundbuche a 788 Klſtr. bal * 63, X 120 U 402, III N 500, IV VN. VI 2 Wg, VII 120, VIII XMB. 453, XVIII XVIII 851 XIX 594, XII 53, X. 101, XIII. 181, Axa 4. J 58, 3 „ ut gehörendes, in 8 U. negendes, mit daf den Zeiſtaum r Friedberg —— mul Edictalladung. 719] Die Erben des Johannes Bauſch in Niederwöllſtadt wollen folgende, nach Flur und Nr. des Grundbuchs bezeichnete Immobi— lien, deren Eigenthum ſie urkundlich entweder ganz oder theilweiſe nicht nachweiſen können, vertheilen: Gemarkung Niederwöllſtadt: 1 70, 1 284, I 336, 1 353, 1 410, 1 489, 1 506, 1 521, 1 532, 1 586, 1 611, 1 690, 1 1126, I 1127, I 1155, I 1599, 1 61, 1 751, 1 758, 1 975, 1 996, 1 1058, 1 1606, II 353, II 383, III 138, VIII 127, VIII 162, VIII 193, IX 66, IX 95, IX 168, IX 171, IX 216, IX 236, IX 298, IX 301, IX 315, IX 327, IX 426, X 93, X 124, X 299, X 352, X 362, X 376, X 386, X 515, X 559, XI 350, XI 31, XI 52, XI eie, 161, XI 201, XI 304, XI 317, XII 13, XII 13¼0, XII 64, XII 152, XII 172, XII 234, XII 239, XII 241, XII 257, XII 294, XII 337, XII 353, XII 361, XII 369, XII 379, XII 412, XII 420, XII 460, XII 513, XIII 111, XIII 116, XIII 135, XIII 183, XIII 253, XIII 285, XIII 341, XIII 364, XIII 387, XIII 434, XIII 483, XIII 493, XIII 506, XIII 533, XIII 558, XIII 652, XIV 8, XIV 32, XIV 35, XIV 99, XIV 107, XIV IIS, VV 128, XIV 170, XIV 179, XIV 216, XIV 218, XIV 244, XIV 352, XVI 59, XVII 100, XVII 200, XVII 206, XVII 2864, XVII 275, XVIII 405, XVIII 490, XVIII 539, XVIII 625, XVIII 634, XVIII 2, XVIII 5, XVIII 7, XVIII 55, II 24, II 51, II 94, II 155, II 295, II 318, II 323%, II 395, III 51, III 213, IV 75, IV 165, IV 254, IV 298, IV 305, IV 346, IV 504, IV 335, IV 546, V6, 46, V 100, V 119, y 139, 190, V 216, V 223, V 303, V 322, V 346, VI 12, VI 28, VI 129, VI 134, VI 136, VI 143, VI 150, VI 207, VI 210, VI 296, VI 314, VI 324, VII 50, VII 106, VII 144, VII 175, VII 177, VII 207, VII 234, VII 238, VII 258, VII 268, VII 325, VII 329, XXIII 154, XVIII Ie, XXIII 216, XVI 249, XVIII 264, XVIII 267, XVIII 272, XXIII 307, XVIII 436, XVIII 568, XVIII 569, XVIII EIS, XVIII 662, XVIII 858, XIII 867, XIX 13, XIX 65, XIX Il, XIX 132. XIX 153, XIX 164, XIX 78, XIX 209, XIX 220, XIX 376, XIX 302, XIX 419, XIX 184, XIX 701, XIX 788, XIX 793, XIX SIO, XIX 821, XIX S272, XIX 882, XIX 886, XIX 907, XIX 922, XIX 259, XVIII 209, III 337, IV 194, IN 299, XI 198, XIX 198, I 204, 1 314, 1 586, 1 602, VIII 205, XII 175, XVIII 617, III 110, VII 116, I 692, 1 757, 1 844, 1 977, VIII 213, IX 118, X 310 311, VII 7, VII 165, IX 21, VIII 236, VIII 253, IX 44(nach Meßbrief nicht, wie im Grundbuche angegeben, 764 Klafter, ſondern 788 Klftr. haltend), IX 58, IX 124, V 412, X 63, X 120, XI 3, II 43, II 78, II 230, II 402, III 278, III 315, III 335, IV I35, IV 500, IV 517, IV 544, V 76, V 368, V 52, VI 241, VI 271, W 276, VI 322. VII 46, VII 226, VIII 4, VIII 69, XVIII 129, XVIII 163, XVIII 253, XVIII 282, XVIII 286, XVIII 296, XVIII 390, XVIII 453, XVIII 561, XVIII 785, XVIII 818, XVIII 851, XIX 234, XIX 387, XIX 448, XIX 594, XIX 786, XIX 858, XI 75, XII 33, XII 125, XII 226, XII 562, XIII 161, XIII 502, XIV 87, XIV 155, XIV 181, XIV 202, XIV 268, XIV 271, XVI 4, V 158, XIV 343, XVII 15, XVII 139, XVIII SI, XVIII 930, I 151, XIV 343, XVIII 81, XVIII 522 Gemarkung Ilbenſtadt: V5, V 53 165 Gemarkung Oberwöllſtadt: V 1343 Gemarkung Bruchenbrücken: VII 224 203 90 im Roth. Ein Theil dieſer Grundſtücke ſteht auf den Namen des Johann Bauſch, welcher mit Jo— hannes Bauſch identiſch ſein ſoll, das zuletzt erwähnte Grundſtück in der Gemarkung Ober⸗ wöllſtadt aber auf Johann Heinrich Bauſch Wittwe Namen eingetragen, deren alleiniger Rechtsnachfolger Johannes Bauſch geworden ſein ſoll. Auf geſtellten Antrag werden nun Alle, welche auf die bezeichneten Grundſtücke Eigenthums⸗ anſprüche zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen drei Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt das Grundſtück in Oberwollſtädter Ge⸗ markung, V 134,— hinſichtlich deſſen der Uebergang durch Erbſchaft insbeſondere darum zweifelhaft iſt, weil außer der Erblaſſerin des Johannes Bauſch noch eine andere Johann Heinrich Bauſch Wittwe in Niederwöllſtadt exiſtirt hat— als durch Erbſchaft erworben auf den Namen des Johannes Bauſch in's Mutationsverzeichniß eingetragen werden wird, hinſichtlich der übrigen Grundſtücke aber die Beſtatigung der Theilzettel und deren Ueber⸗ trag in's Mutationsverzeichniß verfügt, insbe⸗ ſondere auch angenommen werden ſoll, daß die auf den Namen des Johann Bauſch ſtehenden Immobilien dem verlebten Johannes Bauſch gehörig geweſen ſeien. Sodann will Adam Pflug zu Niederwöll⸗ ſtadt das ihm zugeſchriebene Grundſtück 11071 in den kurzen Haingärten durch Theilzettel auf ſeine Kinder übertragen, und Hartmann Kappes in Niederwollſtadt das Grundſtück in dafiger Gemarkung, XI 250, links des Wein⸗ bacher Wegs, verkaufen, ohne daß ſie Eigen⸗ thumsurkunden darüber beſitzen. Auch bezüglich dieſer Grundſtücke ſind Eigenthumsanſprüche binnen drei Monaten unter dem oben erwähnten Präjudiz der Be⸗ ſtätigung der neuen Eigenthumsurkunden und des Eintrags des Erwerbtitels im Mutations- verzeichniſſe dahier geltend zu machen. Friedberg, den 2. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Bekanntmachung. [720] Das dem Freiherrn C. A. d. Lersner zu Frankfurt in hieſiger Gemarkung eigenthüm⸗ lich zuſtehende Hofgut, beſtehend aus circa 515 Localmorgen Ackerland und Wieſen, nebſt Zie⸗ gelei und Ruſſenbrennerei, wird Dienſtag den 27. Mai 1856, Nachmittags 3 Uhr, a auf hieſigem Gemeindehauſe auf 12 nach einan⸗ der folgende Jahre von Petri den 22. Febr. 1857 anfangend, öffentlich an den Meiſtbietenden durch den unterzeichneten Gr. Ortsgerichts⸗ vorſteher verpachtet. Das Gut ſelbſt, ſowie die Pachtbedingungen, können vom 15. Mai d. J. an täglich auf hie⸗ ſiger Bürgermeiſterei oder auf dem Gute ſelbſt von Pachtluſtigen eingeſehen werden. N Zugleich werden an dieſem Tage, Nachmit⸗ tags 4 Uhr, auf dem Hofe des Herrn Ver⸗ pachters drei ausgezeichnet ſchöne Fohlen (2½ Jahr, 2 Jahre und 14 Monate alt) öf⸗ fentlich an den Meiſtbietenden gegen Baarzahluug verſteigert. Obererlenbach den 25. April 1856. Der Großherzoglich Ortsgerichtsvorſteher daſ. u p p. 20 O bis 250 Gulden [657] liegen in der Bauernheimer Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. N Ofſenheim den 17. April 1856. Der Kirchenrechner Nei he r ö Edietalladung. 1714] Anſprüche an den unter der Rechtswohl⸗ that des Inventars angetretenen Nachlaß des Jakob Köbel IV. von Oberwöllſtadt ſind g Dienſtag den 1. Juli, Morgens, hier anzuzeigen, gegenfalls ſie ins Inventar nicht aufgenommen werden und bei der Nach⸗ laßabtheilung unberückſichtigt bleiben. Friedberg am 15. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Bekanntmachung. [760] Die am 29. April d. J. im Wickſtädter Walde abgehaltene Holzverſteigerung iſt ge⸗ nehmigt und kann die Abfahrt den 14. d. M. beginnen. Forſthaus Beinhards den 5. Mai 1856. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Kapital⸗Ausleihen. [7611 300 bis 350 fl. Schulkapital liegt in der Gemeinde Oberrosbach gegen gerichtliche Hypothek zum Ausleihen bereit, und kann zu jeder Zeit abgegeben werden. Oberrosbach den 23. April 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Oberrosbach Blecher. Zu vermiethen. 726] Eine vollſtändige Wohnung mit Laden hat zu vermiethen Hartmann Mogk, nächſt der Burg. Jean Noth, Tapezierer, 1743] wohnt von heute an bei Herrn Seifen⸗ ſieder Wolf in der Auguſtiner⸗Straße. Friedberg den 27. April 1856. Zu vermiethen. 17621 Der zweite und dritte Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. Friedberg. F. W. Zobel. Zu vermiethen. [763] Der erſte oder zweite Stock meines Hau⸗ ſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. 5 K. H. Friedrich. Ein braver Burſche 764] wird in ein hieſiges Geſchäft als Haus⸗ knecht geſucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Dickwurz, 765] ſog. Oberndörfer, hat in Auftrag zu verkaufen à 15 bis 20 kr. pr. Ctnr. L. Buchsweiler in Friedberg. 1766] Meinen Freunden und Bekannten diene zur Nachricht, daß ich jetzt in dem vormals C. Böhmer'ſchen Hauſe in der Burg wohne und in demſelben den Saamenhandel fortbe⸗ treibe. Friedberg, den 2. Mai 1856. M. Jung. Tanzmuſik. 1767] Am zweiten Pfingſtfeiertag findet bei dem Unterzeichneten Harmonie⸗ und Tanzmufik durch das Muſikcorps des Großh. Heſſ. 4. Inf.⸗ Regiments ſtatt, wozu unter Zuſicherung freund⸗ licher Bedienung höflichſt einladet Rockenberg. Georg Landvogt. 1 * 1 2 2 9 5 r 166 Soolbud VNduhieim. Jeden Tag N A der Kurcapelle im Kurgarten, Nauclumitlags 3 Uhr. Soolbad Nauheim. Das obrigkeitlich beſtätigte Commiſſions-, Geſchäſts- und Uachfrage-Jurean von Friedrich Wilhelm Henkel. Kaufhalle Nr. 8, 590] beſorgt An- und Verkauf von Häuſern und Liegenſchaften, Leihen und Verleihen von Kapitalien und Geldern überhaupt, Miethen und Vermiethen von Wohnungen und Geſchäften, Placement von Dienſtſtellen, diverſe Commiſſionen u. ſ. w. unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung. 1748] Kartoffelverkauf. 1770] 30 Malter gute Kartoffeln ſind zu ver⸗ kaufen bei Rentmeiſter J. Filius zu Hof Beienheim. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 3. Mai 1856. Neue Louisd'or fl. 10 45 Piſtolen 8„ 9 42½¼-—43½ Friedrichsd' or„ 9 54½¼½55½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 50-51 Rand⸗Ducaten.„„ 5 34-35 20 Frankſtücke 8„ 9 24-25 Engliſche Souverains.„ 11 54-56 Preußiſche Thaler„ 1 45-7 Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 44 ¼8-—4% 5 Fres.⸗ Thaler„ 2 20%-21 5 Marktberichte. Grünberg 3. Mai. Waizen 13 fl. 59 kr.; Korn 10 fl. 38 kr.; Gerſte 7 fl. 12 kr.; Hafer 4 fl. 37 kr.; Erbſen 9 fl. 25 kr.; Linſen und Wicken 7 fl. 50 kr.; Kartoffeln 3 fl 28 kr. Mainz 2. Mai. Waizen 14 fl. 30 kr.; Korn 11 fl. 50 kr.; Gerſte 7 fl. 30 kr. VBilliger Ausverkauf 1749] einer Parthie zurückgeſetzter feiner Porzellan-Waaren bei a L. Goldmann jun. Annonee. [768] Indem ich hiermit einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige mache, daß ich be— vorſtehenden Markt mit meinem wohlaſſortirten Kleider⸗ Magazin beziehen werde, mache vor der Hand auf folgende außerordentlich billige Preiſe aufmerkſam, als: Sommerröcke von Zeug, Caſſnet und Luſtre von 1 fl. 45 kr. an, Sommerhoſen von Zeug, Caſſuet und Bukskin von 40 kr. an, Piqué⸗ und andere Weſten von 48 kr. an, ſowie Tuchanzüge für Confirmanden und kleine Hoſen, Röcke und Weſten für Kinder von 2 Jahren an, ebenfalls zu außerordentlich billigen Preiſen. H. Löb aus Gießen. 2 0 Tapeten⸗Fabrik⸗Lager. 769] Mein ſchon ſeit mehreren Jahren geführtes Tapeten-Lager iſt fur dieſes Jahr, ſowohl in feinen als in billigen Sorten, auf's reichhaltigſte aſſortirt und bringe ſolches hiermit in empfehlende Erinnerung. Butzbach, im April 1856. Val. Wießler. Veränderung vom 1. Mai an. Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe u. ſ. w. Weſtentaſchen⸗ Format. Preis 3 kr. Zu haben in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. PoO li z 5 e i⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. Mai. — 5 Fried- Butz⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf 1[Roggenbrod,/ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 3. 2 2 17 7„ 6 3 6 3 **„„ 187 2132 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u./ Waizenmehlſ 4—[4— 2 15 5 7 81— 81 44„ 1 1 15 31153 Loth Loth — Milchbrod 14 14 — Waſſerwecek 15(—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 5 145 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. Scree, 142142 1 Kühfleiſch, gemäſtetes. 11e 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſch. 16— 116— 1 Hammelfleiſch 2 1 Kalbfleiſ cht 62 62 Schaffe 7— 1—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17—[17— Barf! 1 1 Schwartenmagen 18— 118— 1 Geräucherter Speck. e 1 Dörrfleiſc h 21 S 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 2 232 1 Nierenfett. 1 32 1 Hammelsfett 16— 1161— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. —— * 37 — etreffend 0 Unter! end abgedt Städte Fried a] die ſtadt, Bruchet derros bach, Weckes helm, b) die Gambach, G weiſel, Oppe Y So hergehenden 3) Di ihrem La! worauf di J) Um daß in Jan ſoll nur in Brodes ſtat übrige Verk Gewie Pfund.— Loth, duͤrfet 5) den Localen, 6) Di Pfund Zuge Stücke des Zuwit beſtraft wer Vorſte machen und Frie