Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bebe een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ae fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. D* N. II. Dienſtag, den 5. Februar. 1856. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien der nachſtehenden Orte. Betreffend: Die Stellvertretungs-Aſſecuranzanſtalt für das Muſterungs- und Ziebungs jahr 1855. l Nach Art. 7 des Geſetzes vom 14. Juli 1851 die Stellvertretung im Militärdienſt betreffend(Reg.-Bl. S. 191) und§ 11 der Verordnung vom 16. Juli 1851(Reg.-Bl. S 199) hat die Staatsaſſecuranzanſtalt, wenn ein Militärpflichtiger, für welchen von der Aſſecuranzkaſſe die Vertretungsſumme zur Einſtandskaſſe bezahlt worden iſt, vor dem Anfang ſeiner Dienſtzeit ſtirbt oder untauglich wird, die zur Einſtandskaſſe bezahlte Vertretungsſumme zurückzuerhalten, der Geſammtheit der Verſicherten zu gut kommt. welche alsdann Sie werden daher unverzüglich Anzeige machen, wenn ſich unter den nachſtehend aufgeführten Leuten ſolche befinden, welche nach der vorjährigen Muſterung geſtorben ſind, oder welche ſeitdem ein Uebel oder ein Gebrechen erhalten haben, das ſie zum Militärdienſt augenſcheinlich untauglich machen würde, oder wenn einer dieſer Fälle vor dem 1. April d. J.(oder überhaupt vor dem zum Dienſteintritt beſtimmten Tage) eintreten ſollte. Um Nachtheile und unangenehme Verfügungen zu verhüten, werden Sie am 25. März d. J. ſchon Anzeige von ſolchen bis dahin eingetretenen Fällen, oder wenn dergleichen Fälle nicht eingetreten ſind, der betreffenden militärpflichtigen Leute erſtatten. mit namhafter Anführung Friedberg den 29. Januar 1856. Möller. 1) Heinrich Georg Friedr. Keller von Oſſenheim, 8) Jobann Steinebach von Ilbenſtadt, 15) Konrad Kuntz von Niederrosbach, 2) Heinrich Wilhelm Alles von Florſtadt, 9) J Conrad Thönges von Steinfurth, 16) Johann Jacob Jung von Oſtheim, 3) Philipp Schneider von Bruchenbrücken, 10) Lob Hirſchhorn von Friedberg, 17) Jacob Rübſamen von Butzbach, 4) Johann Georg Landvogt von Rockenberg, 11) Wilhelm Hachenburger von Beienheim, 18) Johann Ludwig Falk von Friedberg, 5) Chriſtoph Leonhardt von Steinfurth, 12) Conrad Winter von Fauerbach J., 19) Franz Schweitzer von Obermörlen, 6) Friedrich Heinrich Schudt von Steinfurth, 7) Moſes Simon von Aſſenheim, 13) Johannes Philipps von Fauerbach J., 11) Samuel Vollmann von Aſſenheim, 20) Auguſtin Sauer von Rockenberg— 21) Johannes Balthaſer Kling von Slorſtadt. Drei Monate dato. (Fortſetzung.) Am folgenden Morgen war Max zu der Anſicht gekom— men, daß der Aufenthalt im Gaſthofe allzu theuer für ſeine Börſe und allzu gewagt für ſeine Verhältniſſe ſein würde; er ging daher ſchon am frühen Morgen durch die Stadt, um ſich eine Privatwohnung zu ſuchen. Als er in die Nähe der Jeſuiten-Kirche kam, leuchtete ihm von Wei— tem ein gelber Meſſingſchild in die Augen, auf den er zuſteuerte. Als er aber vor demſelben anlangte und die eingeprägten Buchſtaben las, erſchrack er nicht wenig, denn hier ſtand:„F. S. Glitſch, Huiſſier.“ Wie die kleinen Vögel, die ſich vom Blick eines Schlangenauges bezaubern laſſen ſollen, ſo fühlte ſich Max an die Stelle gebannt durch ſeine Nähe bei der Gefahr, der er auszuweichen ſuchte. Einen Augenblick ſtand er da ganz rathlos vor Schrecken und wußte nicht, ob er in Ohnmacht fallen oder in die nächſte Seitengaſſe einbiegen ſollte. Große Nöthen führen aber auch zu kühnen Entſchlüſſen: auf der andern Seite der Thüre ſah nämlich Max ein Papier an einem Fenſterladen angeklebt, worauf mit grober Schrift zu leſen war:„Zimmer zu vermiethen.“ Das war ein Licht von oben. Im nächſten Augenblick pochte er an der Thüre von Herrn Glitſch's Geſchäftsſtube; ein kleiner dicker Mann mit einem niedrigen grauen Hute auf dem Kopfe öffnete. „Sie haben möblirte Zimmer zu vermiethen für le— dige Herren; kann ich ſie ſehen?“ „Warum denn nicht?“ war die Antwort;„folgen Sie mir gefälligſt!“ Sie ſtiegen mit einander die Treppe hinan und der dicke Mann öffnete ein hübſches Zimmer mit Alkoven, die Ausſicht nach der Kirche. „Hab' ich das Vergnügen, Herrn Glitſch ſelbſt zu ſprech en?. fragte Max. „Mein Name iſt Glitſch, Huiſſier beim Appelhofe!“ verſetzte der Dicke, und als Max an die Fenſter trat, die Anſicht zu beſchauen, und die Möbeln und das Bett des Alkoven zu beſichtigen, ſah ihn Glitſch bedenklich und for— ſchend an, ſchuͤttelte den Kopf, zog einen Brief aus der Taſche und ſchien das Signalement ſeines Gaſtes zu ver— gleichen.„Seltſam,“ murmelte er,„das iſt doch wahrlich eine ſonderbare Aehnlichkeit! Die ganze Perſonalbeſchrei— bung trifft zu: der Schnurrbart, der Backenbart, der Wuchs, das dunkle Haar, die braunen Augen, ſogar der aufrechte ſteife Hemdkragen! Das Signalement trifft auf ein Haar zu, aber bah! es iſt unmöglich! es kann nicht ſein! Ein Mann, auf den ein Verhaftsbefehl läuft, wird doch nicht ſo toll ſein, bei einem Huiſſier ſich einlogiren zu wollen! Bah, Unſinn! lauter Unſinn!“ Max fragte nach dem Preiſe.—„Die Wohnung und der Preis ſind ganz nach meinem Beduͤrfniß und mei— nen Anſprüchen,“ ſagte Max:„ich denke, wir können Han— dels Eins werden!“ „Sehr gut, mein Herr! und wann wollen Sie ein— ziehen?“ fragte Glitſch. „Wenn es Ihnen nichts verſchlägt, ſogleich!“ ver— ſetzte Max.„Ich wohne nicht gern im Gaſthofe; man entbehrt dadurch aller Häuslichkeit. Ich will daher mei— nen Reiſeſack und mein Gepäcke herholen, und hier iſt die Miethe für zwei Monate im Voraus. Mein Name iſt Leonhard Gall aus Trier, Kandidat der Oekonomie; ich wohne vorerſt im Rieſen.“ 46 „Ah,“ ſagte Glitſch der nicht lange Nachfragen an⸗ ſtellte, wo ihm baares Geld winkte;„angeſehene Familie, mir ſehr wohl bekannt! Der jetzige Aſſeſſor am Appellhofe war früher Auscultator hier; wohl ein Vetter von Ihnen 2% „Ja, ein weitläufiger! war früher ein ſehr lockerer Zeiſig, nicht wahr?“ „O, es ging noch an! dammte Spielen laſſen konnte!“ 192 „Familienübel!“ ſagte Max mit geheimnißvollem Lächeln;„alſo in einer halben Stunde bin ich mit meinen Siebenſachen hier!“ N „Gut! Das Mädel ſoll bis dahin die Stube in Ord— nung gebracht und die Gardinen aufgezogen haben!“ (Fortſetzung folgt.) Rechenſehaftsbericht über die Verwaltung des Ausſchuſſes des Vereins gegen Bettelei im Jahre 1834. Wenn es auch dem Ausſchuß nicht gelungen iſt, das Betteln gänzlich abzuſtellen,— theils weil durch diejenigen Bewohner der Stadt, welche dem Verein nicht angehören, theils auch durch Mitglieder des Vereins dem Zwecke des— ſelben durch Verabreichung von Gaben an Bettler entgegen gearbeitet wird, der Verein alſo nicht, wie es doch zur Er⸗ reichung des Zieles erforderlich iſt, durch Theilnahme und Mitwirkung Aller unterſtützt wird, vielmehr ſich manche zurückziehen, weil ſie doch noch geben müſſen, andere, weil jeder Bettel aufgehört habe, ſo glauben wir doch, daß der aufmerkſame Beobachter, welcher die Zuſtände in anderen Orten mit den hieſigen vergleicht, die Ueberzeugung von der großen Wohlthätigkeit des Vereins und ſeiner Wirk— ſamkeit, wenn Alle deſſen Zwecke zu fördern und nicht zu ſtören ſuchen, ausſprechen wird. Die gewoͤhnliche Einnahme des Vereins mit Einſchluß des Zuſchuſſes aus dem Armenfond der Stadt mit 200 fl. betrug 1084 fl. 17¼ kr. Hiervon wurden verausgabt: an Verwaltungskoſten 147 fl. 6 kr. an die Armen der Umgegend 105— an durchreiſende Handwerks— Wenn er nur das ver— burſche und Arbeiter 360 813„ 6 1 Bi Rt Hiervon wurden durch Beſchluß des Vereins noch verbraucht für den Ankauf von Kartoffeln für die hieſigen Unbemittelten, indem 80 Malter 226 Pfund Kartoffeln für die Summe von 370 fl. 23 kr. angekauft und ferner fuͤr das Ausgeben an Meſſerlohn verausgabt wurden e e Summa 372 fl. 53 kr. dagegen wurden für die verausgabten wieder erlöſt 191 ö 45„ wurden daher mehr verausgabt Wie welche an dem obigen Kaſſenvorrath abgehen und einen Kaſſenvorrath für das nächſte Jahr von ergeben. Dieſer iſt nun hauptfächlich zur verſuchsweiſe ange— ordneten Verpflegung bettelnder Kinder zum Theil im Jahre 1855 verwendet worden, weßhalb wir glauben, da— rüber das Folgende mittheilen zu muͤſſen: Die Verpflegung, welche bettelnde Kinder Seitens des Vereins erhalten haben, iſt ſeither durch den Director der Blindenanſtalt, Herrn Schäfer, an die Betreffenden vertheilt worden, welcher ſie dagegen zu ihren Kräften ent— 90. 15% 7 ſprechenden Arbeiten anhielt. Sie beſtand je nach der Tageszeit, zu welcher die Kinder kamen, ſowie nach der Zeit ihrer Arbeit entweder nur in Brod, oder in Brod, Morgens mit Kaffee, Mittags mit einer kräftigen Suppe und Abends mit einer Beikoſt; für die Portion Brod wur— den hierbei 2 kr., mit einem Beieſſen 3 kr. vergütet. In dieſer Weiſe wurden vom 26. Februar 1855 bis zum 29. Juni deſſelben Jahres, alſo in 102 Tagen 322 arme Kinder mit Arbeit beſchäftigt und mit 989 Portionen Eſſen geſpeiſt, wodurch der Kaſſe des Vereins eine Aus— gabe von 40 fl. 35 kr. erwachſen iſt. Der Vorſtand ging bei dieſer Anordnung von dem Grundſatze aus, daß der Bettelei und der aus derſelben entſtehenden Verwahrloſung nicht gründlich durch eine vor— übergehende Unterſtützung der Bedürftigen oder durch Straf— androhung bei Gewohnheitsbettlern geſteuert werden könne, ſondern daß die Haupturſache dieſes Krebsſchadens die Ar— beitsſcheu und der mit derſelben verbundene Mangel an Selbſtgefühl allein durch regelmäßige Beſchäftigung der Einzelnen und durch Erregung des Sinnes für nützliche Thätigkeit in derſelben begegnet werden können. Das Re— ſultat dieſes Verſuchs war in dieſem Sinne ein überaus günſtiges. Wenn auch einzelne Kinder alsbald gänzlich wegblieben, ſo kehrten doch viele mit Freudigkeit und Dank zu den ihnen übertragenen Arbeiten zurück und es ließ ſich nicht verkennen, daß ſie ſich gehoben fühlten, ihr Brod ge— wiſſermaßen verdienen zu können und nicht nöthig zu haben, ſich zum Betteln zu erniedrigen. Da nun dieſe Einrichtung die Folge hatte, daß die arbeitsſcheuen Kinder ſich nur in ganz geringer Zahl noch auf dem Bettel in den Wohnungen einfanden, während alle die, welche Gelegenheit hatten, die große Zahl bettelnder Kinder an anderen Orten zu ſehen, verſicherten, daß ſolches mit den hieſigen gar nicht zu vergleichen ſei, ſo glaubt der Ausſchuß ſeine feſte Ueberzeugung ausſprechen zu konnen, daß diejenigen, welche hier trotz dieſer Einrichtung den bet— telnden Kindern noch Nahrungsmittel verabreichen, den— ſelben keine Wohlthat erzeigen, ſondern nachtheilig für ſie wirken, und daß die Einrichtung ſolcher Anſtalten an allen Orten am Gründlichſten das verderbliche Betteln, nament— lich der Kinder und größten Theils auch der Erwachſenen ſteuern würde, wobei aber natürlich vorausgeſetzt wird, daß auch die Mehrheit der Unterſtützenden ſich dabei betheilige, indem ſie nicht nur Beiträge zur Einrichtung leiſten, ſon— dern auch bei derſelben durch Arbeitgeben oder ſonſt mit— wirken, hauptſächlich aber den Bettler, ſtatt ſolchen durch Verabreichung von Gaben ſchnell los zu werden, zur Ar— beitsanſtalt verweiſen. Indem wir nun ſchließlich die Mitglieder des Vereins erſuchen, den auswärtigen Bettlern, welche aus dem Verein Unterſtützung erhalten können, nichts zu verabreichen, laden wir dieſelben zu der auf Montag den 11. Februar, Abends 8 Uhr, in dem Hauſe des Hartmann Walz II. beſtimmten Generalverſammlung ein, um 1) die von dem Ausſchuß veranlaßte Unterſtützung der hieſigen Armen durch Verkauf von Kartoffeln zu ge— nehmigen, 2) uͤber den Fortbeſtand der Verköſtigung bettelnder Kin— der zu berathen, und 3) für die austretenden Mitglieder des Ausſchuſſes andere zu deſſen Ergänzung zu wählen. Friedberg den 29. Januar 1856. Mayer Hirſch. Walz. F. W. Reuß. Weyland. J. P. Schäfer. J. Pfeffer. J. Falck. C. D. Groß. J. Steinhäußer. G. Trapp II. 90 Folgende. 1 Mule lle naithe und Grun! meinen, aufgeſe * von helle an Schenkungsurkun ertheilt, und de Rechniſſe verfüg Friedberg OGroßher Cd. 12) Johann dafger Gemat ger als 30 J Und Nr. bezeich 229, 251, 200, 1j IV40% v4 13, 40, 124, 520, 536, 553, 201, 315, 323 42, 150, 2743; 242, 305; XI dann: Erblehen ve v 35, vI 90, 207; X 2 Erblehen U 49, 20; In Wy vII 8, dee ihm im Gru Crwerd et gt kann. U wer olle, wach 1 haben verge von heute an mit aufgeford. fufogen Ver, werbllel im werden wird. riedberg Groh 1 47 Louis Venator aus Friedberg haben deſſen Nach— laß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Anſprüche an Louis Venator ſind daher binnen Wochen von heute an ſogewiß hier anzumelden, als ſie ſonſt ins Inventar nicht aufgenommen wer. den, und bei der Nachlaß regultrung unbeachtet bleiben. 2 Friedberg den 11. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. dere d. [130] Folgende im Aſſenheimer Grundbuche auf Martin Thomas Wittwe eingetragene Hof— raithe und Grundſtücke: 1115, 1 98, II 238, 1 575, 1 563, VI 401, VIII 183, 1 260, v 492, III 10, VI 499, 505, VIII 180, 42, VII 33, XI 168, 361, 4997 K 81, 95, IX 27,77, 73, 118, V 138, 145, vI 120, 250, welche im älteren Grundbuche der Jacob und Cankor Thomas Wittwe, was eine und dieſelbe Perſon geweſen,— ſodann bezüglich des Stückes VI 492 der Peter Thomas Wittwe zugeſchrie⸗ ben geweſen, wollen Martern Thomas Witlwe (welcher dieſe Grundſtücke im neuen Grundbuche irrig allein ſtatt Cantor Thomas Erben zu⸗ geſchrieben worden ſein ſollen) und Dorothea Thomas, der Anna Louiſe Thomas zu Aſſen⸗ heim ſchenkweiſe übergeben, können aber das Eigenthum genügend nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf die bezeichneten Immobilien zu haben ver⸗ meinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß innerhalb zwei Monaten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt der Schenkungsurkunde die gerichtliche Beſtätigung ertheilt, und der Eintrag im Mutationsver⸗ zeichniſſe verfügt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalla dung. 71121 Johannes Ewald zu Aſſenheim beſitzt in daſiger Gemarkung beſcheinigtermaßen ſeit län⸗ ger als 30 Jahren die folgenden, nach Flur und Nr. bezeichneten Immobilien: 1 93, 149, 229, 251, 290, 379, 582; III 130, 165, 297, 1; IV 40; V 44, 45, 142, 193, 228; VI II, 13, 40, 124, 201, 219, 231, 232, 243, 518, 520, 536, 553, 582, 604; VII 90, 101, 275, 291, 315, 323; VIII 60, 104, 267; IX 41, 42, 156, 274; Xx 60, 61, 127, 135, 142, 229, 242, 305; XI 101, 136, 146, 193, 399, ſo⸗ dann: Erblehen von der Schule zu Aſſenheim: v 353 VI 277; vi 160; VII 75, 76 IX 90, 297; X 20, Erblehen des Grafen von Leiningen: 11 19, 21; III 391; Iy 76, 77; V 260, 285, 286; VII 84, 108, 195; IX 59, 1123 X 62, die ihm im Grundbuche zugeſchrieben ſind, deren Erwerb er aber urkundlich nicht nachweiſen kann. Es werden daher auf ſeinen Antrag alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen 3 Monaten von heute an, unter dem Rechtonachtheile hier- mit aufgefordert, daß ſonſt die Anerkennung der erfolgten Verjährung unterſtellt und dieſer Er⸗ werbtitel im Mutationsverzeichniſſe eingetragen werden wird. Friedberg, am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. bracht, daß die Ehefrau des David Kaufmann von Wölfersheim, Rebecka, geborne Gutenſtein, hinfort auf eigene Hand ein Kurzwaaren- und Speccrei⸗Geſchäft betreibt und für die Eheſchul— den, welche von ihrem Manne contrahirt wer— den ſollten, durchaus nichl mehr haftet, viel— mehr, die entgegenſtehende allgemeine Regel des Solmſer Landrechts durch dieſe Erklärung be⸗ ſeitigend, die Geltendmachung ihrer weiblichen Rechtswohlthaten ſich vorbehält. Hungen den 8. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Hungen. e eee Langsdorf, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Edietalladung. [1141 Folgende der Heinrich Gondolfs Wittwe zu Obermörlen im Flurbuche zugeſchriebene Immobilen in daſiger Gemarkung 11 48/73, 253/393, 309/67, 740/162, 803/83, 805/90, III 8/27, 1755, 713/88, 797/36, 834 53 a, 984/52, IV 314/16, 442/, V 388/14, 39/9, 700 51, v1 62/148, 354/35, VII 397%, VIII 15/74, X 627/57, 649/11, X1 10%4, 379,8, XIII 706%%53 bat deren Enkel Heinrich Gon— dolf, als angeblicher einziger Erbe dieſer Güter verſteigert, ohne ſein Eigenthum urkundlich nach— weiſen zu können. Auf ſeinen Antrag werden alle, welche Auſprüche auf die bezeichneten Grund— ſtücke machen zu können glauben, zu deren An⸗ zeige binnen zwei Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile auf⸗ gefordert, daß ſonſt den Kaufbricfen die gericht⸗ liche Beſtätigung ertheilt und der Eintrag ins Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Grundſtück⸗ Verſteigerung. [149 Donnerſtag den 7, Februar, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des hieſigen Bürgers und Kappenma⸗ chers Friedrich Euler deſſen eigenthümlich ge⸗ börendes Grundſtück einer freiwilligen meiſtbie⸗ tenden Verſteigerung ausgeſeßt, als: Gemarkung Ockſtadt: Ord.⸗Nr. Flur Nr. U◻IKlftr. 1 X 67 168 Grabgarten, Ge⸗ wann an der Burg⸗ Friedberger Grenze. Friedberg den 29. Januar 1856. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Bie nn doeser. Holzverſteigerung. 1151] Donnerstag, den 7. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr beginnend, werden im Diſtrikte „an der Burgwaldsgrenze“ 79 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 1„ Prügelbolz, 104„„ Stockholz, 2613 Stück„ Wellen, 500„ Ginſter⸗Wellen und 2 Wagen allerlei Holz; hierauf 27 Eichen⸗Werkholzſtämme von 813 Zoll Durchmeſſer und 15— 35 Fuß Länge, im Ganzen 519 Kubikfuß, an den Meiſtbietenden verſteigert. Holzgeldſchuldner aus dem Jahre 1855 kön. nen nicht mitſteigern. Ockſtadt, am 29. Januar 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt A n er. Arbeits Verſteigerung. [157] Freitag den 8. Febr. 1856, des Vor. mittags 11 Uhr, werden in dem Gaſthaus zu ch die der bach der 5 ör ˖ n die Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. 8 Gier tal dd än ge 1 kanntmachung. den drei Haaſen zu Ilbenſtadt nachbenaunte Ar- Arod[129 Die Erben des in Sidney verſtorbenen L113] Es wird zur allgemeinen Kenntniß ge⸗ beiten, als: 1) Das Brechen, Anfahren, Aufſetzen von 2,5 Cubikklftr. Schichtenpflaſterſteinen von den Steinbrüchen bei Fauerbach 11.3 2) das Brechen, Anfahren, Aufſetzen und Zer⸗ ſchlagen von 6,0 Cbklftr. Unterhaltungsſtei⸗ nen von den Steinbrüchen zu Aſſenheim; 3) Unterhaltungsarbeiten an den Vicinalwegen außerhalb des Orts, öffentlich in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt, den 30. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 Oeffentliche Aufforderung. [163] Wilhelm Leonhardt und deſſen Ehefrau von Bönſtadt haben nachverzeichnete auf ihren Namen im daſigen Grundbuch eingetragene Immobilien: Flur Nr. Klftr. e 1 690 7817 1 72 1 2 9 XI 1 493 31 Hofraithe im Dorf neben Joh. Wiegand, Grabgarten in den Wolfsgruben, 5 Accker im Wickſtädterwaldfeld, Grabgarten in den Blättern, Wieſe, die Reuterswieſe, Accker auf den Viehtrieb, * auf den Wolfsgru⸗ en, Aecker im Wickſtädterwaldfeld, Aecker zwiſchen dem Reuterweg und Unterforſt, 144 Aecker bei der Warth, 314 Aecker im Wickſtädterwaldfeld, 81 Wieſe im Großenſtücken, veräußert, können jedoch das Eigenthum hieran nicht genügend beweiſen. Etwaige Anſprüche dritter Perſonen an dieſe Grundſtücke ſind daher binnen vier Wochen dabier anzuzeigen und zu begründen, widrigen⸗ falls die Veräußerung beſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden würde. Altenſtadt, den 23. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt Dr. Gilmer. 11 101 85 XV 445 82 XIV 331 Oeffentliche Aufforderung. [164] Eigenthumsanſprüche an folgende, der Johannes Anſchick's Wittwe zu Münſter laut Beſcheinigung zuſtehende Güterſtücke, als: a. Gemarkung Münſter: 103/7, 136/28, 342/11, 517/10, 604/7, 924/13, 268/18, 393,2, 20/30, 550%, 832/17, 114/33, 599/6, 686/43, 850/6, 842/80, 436/26 ¼½3* b. Gemarkung Fauerbach: 2861725 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die vorliegende Erbvertbeilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach, am 30. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach b e, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. 0165] Montag den 25. Februar, Morgens 9 Uhr, wird auf dem hieſigen Rathhauſe die zweite Abtheilung der 18551 Domanialfrüchte, nämlich: 50 Malter Korn, 60„ Gerſte, 50„Hafer, meiſtbietend verſteigert, wozu man Steigliebhaber einladet. Reichelsheim am 1. Februar 1856. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. ſind binnen Bekanntmachung. 90 0 nnerſtag den 7. d. Mts., des Nach⸗ ee 1715 werden auf Ort und Stelle in dem Hospitalhof dahier nachfolgende Gegen⸗ ſtände gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigert, als: 1405 6 verſchiedene Kochöfen in gutem Zuſtande, 6 verſchiedene Kochherdplatten mit Vorſtell⸗ platten, 4 verſchiedene alte Treppen, 14 verſchiedene Fenſter, theilweiſe mit Futter, mehrere Haufen Brennholz. Friedberg den 1. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Holzverſteiger ung im Niederrosbacher Gemeindewald. 1167] Montag den 11. d. M., Vormittags 10 Ühr anfaͤngend, werden folgende Holzſor— timente, als:. ½ Stecken Buchen⸗, 31 Stecken Eichen⸗ Scheitholz, „ Stecken Buchen⸗, 4½ Stecken Eichen⸗ Prügelholz, 43 Stecken Eichen⸗Stockholz, 75 Wellen Buchen-, 725 Wellen Eichen⸗ und 50 Wellen Nadel-Reiſerholz, ſodann 43 Stück Eichen⸗Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz⸗ Stämme, im Holzſchlag ſelbſt, Diſtrikt II. Burg, wozu die Zuſammenkunft auf der Hauptſchneiſe am Hühnerpfad ſtattfinden ſoll und zwar unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen öffentlich verſteigert. Schließlich wird noch bemerkt, daß zuerſt das Brennholz, ſodann das Stammholz zur Verſtei⸗ gerung kommt. Niederrosbach den 4. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach Cuntz. ol zee e tei ger e ede 1168] Dienſtag den 12. l. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, wird in hieſigem Stadtwalde in den Diſtricten Jungwald, Dillenberg und Pfingſtweide nachverzeichnetes Gehölz meiſtbie⸗ tend verſteigert: 17½ Stecken Buchen⸗, Eichen- ꝛc. Scheit⸗ und Prügelholz, 14 Stecken Buchen⸗Stockholz, 55%„ Kiefern⸗„ 2575 Wellen Buchen⸗Reisholz, 150„ Eichen⸗„ 4455„ Kiefern⸗„ 225 W Aspen⸗„ 3 Stück Eichen⸗ und Birken⸗Stammholz, 20 Cbfß., 101 Stück Kiefern⸗Stammholz, im einzelnen von 7 26 Cofuß., im Ganzen 1006 Cbfß. Inhalt, 16 Stück Kiefern⸗Stangenholz, 72 Cbfß. Das Buchen⸗Reisholz— Durchforſtungsholz — iſt von vorzüglicher Güte. Die Zuſammenkunft iſt in der Espaerſtraße zunächſt der Amtmannsecke. Butzbach, den 2. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach e e von der Obrigkeit angeſtellter und beeidigter Schiffsmakler, ——— 11101 expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats nach New-Vork, Bal⸗ timore, New⸗ Orleans und in der geeigneten Jahreszeit auch nach Galveſton und Quebec ſchöne ſchnellſegelnde, kupferfeſte und gekupferte Dreimaſter erſter Claſſe, welche zum Transport von Auswanderern erbaut und eingerichtet ſind. Die Paſſagepreiſe ſind auf's Billigſte geſtellt und wird auf frankirte Anfragen gern weitere Auskunft von mir ertheilt. 6 0 0 Gulden [169] bat in Auftrag zu verleihen. Friedberg. S, e eee Zu vermiethen. 1170] Das ſeither von Hrn. Conrector Müller bewohnte Logis iſt zu vermiethen und kann bis zum 1. März bezogen werden. Friedberg. Johs. Hanſtein l. Annonce. [171] Auf dem Freiherrlich von Lersner'ſchen Gute zu Obererlenbach ſtehen 2 junge Faſel⸗ ochſen zu verkaufen; ein Schwarzſcheck, 2½ Jahr alt, und ein Gelbſcheck, 1½ Jahr alt. Schöner Braunſchweiger Flachs [159] per Pack von 2 Pfd. 47 kr. bei H. W. Hatteroth. [137] In der C. J. Edler'ſchen Buchhandlung in Hanau iſt erſchienen und in C. Binder⸗ nagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben: Der Kleine Engländer oder die Kunſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, richtig ſprechen zu lernen. 5 Ein Hülfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Herausgegeben von Prof. Dr. A. F. Grün. Achte vermehrte Auflage. Preis 18 kr. Frankfurter Cours vom 2. Febr: 1856. Piſtolen fl. 9 36½-37 Friedrichsd or; 9 4 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43½-44% Rand⸗Ducaten„ 5 32-33 20 Frapkſtücke, 9 2021 Engliſche Souverains.„ 11 45-47 Preußiſche Thaler.„ 144 ¼-15½ Preußiſche Caſſenſcheinre.„ 144%-45% Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. bis 12. Februar. — 5 Fried. Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod, ½ Korn⸗ 1 und ½ Gerſtenmehl 4— 4 2 7 7 2 84— 8— 4 77 17 17 16— 116— 1 gemiſchtes Brod Tafelbrod) ½ Korn- u. ½ Waizenmehlſ 4 21 42 2 1 1„ 9 4 17 17 17 18 211812 Lot Milchersd 13. 1 701 eee 13½((—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 144 164 Fleiſch-⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch h. 142142 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 112112 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſchh.. 16— 16— 1 Hammelfleiſch.. 11— 11— Kalb fleiſßtß 8 2 8 10 Schaaffleiſch h 7——— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17—[17— 10 Bratwurt 210 2 21 2 1 Schwartenmagen 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 3f 2312 1 Dörrfſeiſſ 21 22/0 2 1 Schine ß 23 2/239 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 2232 1 Nötenfet te: 23 223 2 11 Hammels fett. 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Marktberichte. Friedberg, den 1. Februar. Der heute ſehr gering befahrene Markt lieferte folgende Preiſe: Waizen 16 fl. 8 kr.; Korn 12 fl. 45 kr.; Gerfie 8 fl. 26 kr. Butzbach, den 1. Februar. Gerſte aufg. 2 Malter; Kartoffeln aufg. 4, verk. 4, 3 fl. 5 kr. Grünberg, den 2. Februar. Waizen aufg. 58 ¼, verk. 58 ¾, 16 fl. 45 kr.; Korn aufg. 74, verk. 74½, 13 fl. 52 kr.; Gerſte aufg. 24 ¼8, verk. 44½, 8 fl. 30 kr.; Hafer aufg. 7½, verk. 7½, 4 fl. 50 kr.; Erbſen aufg. 10%, verk. 10 ¾, 9 fl. 36 kr.; Kartoffeln aufg. 1, verk. 1, 3 fl. 50 kr. Mainz, den 1. Februar. Waizen 17 fl. 30 kr., Korn 13 fl. 37 kr., Gerſte 8 fl. 32 kr. ½, verk. ½, 5 fl. 30 kr; Linſen und Wicken aufg. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. * N. NN r 94 r — der Verona vergüten ſiud, 1810, Reg Bl. Mr, 30, betrag machung Gr. S nung uld Perf welch erſtete a V. Aufbringun Mligionsgeme reitung det pfen far 1856 zur Behrelt Kreiſe Vilbel f den im Kreiſe! Großherzog da Extellenz, zur gnädigſt zu erg Marrſtele zu Grafen zu So! Mar bei dem Ob Vorſchuß, Gepäcke. 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