. Duchdandlung briefe tubahnperband. Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Elnrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bebe a Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. „* 95. Dienſtag, den 2. Dezember. 1856. Auszüge aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatt. 7 Nr. 38 vom 18. Nov. enthält: J. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 31. Oct., welche, mit Bezug auf Art. 15 des Geſ. vom 6. Sept. d. J., das Verzeichniß der Gr. Staats⸗ bürger zur öffentlichen Kenntniß bringt, welche vermöge ihres Alters, ihrer Steuerverpflichtung und der ihnen verwilligten ſtändigen Beſol— dungen und Penſionen zu Abgeordneten der Städte und Wahlbezirke für den bevorſtehenden 15. Landtag in die 2. Kammer wählbar ſind. Kein Staatsbürger ſoll durch eine etwa hierin vorkommende Unrich— tigkeit in ſeinem Rechte gefährdet werden.— II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 12. Nov., daß in Framersheim eine Perſonen⸗Annahmeſtelle für die Alzey-Odernheimer-Carriolpoſt er richtet worden iſt(Taxe zwiſchen Framersheim und Alzey 8, Odern- heim 6 kr.).— III. Dienſtnachrichten: am 29. Oct. Landg.⸗Aſſ. Hellmann zu Darmſtadt zum Stadtger.-Aſſeſſor in Gießen; 30. Oct. Landger.-Aſſeſſor Schmitt zu Waldmichelbach als ſolcher nach Umſtadt, Landg.-Act. Herbſt zu Gießen als ſolcher nach Lich, Landg.-Act. Schmucker zu Lich als ſolcher nach Butzbach, Landg.-Act. Nau zu Butzbach als ſolcher nach Gießen; 8. Nov. Landrichter Dr. Metzler zu Seligenſtadt zum Landrichter in Offenbach.— IV. Dienſtentlaſ⸗ ſung: am 6. Nov. der Schaffner 1. Cl. Scheld bei der Main⸗Weſer⸗ Bahn auf Nachſuchen. Nr. 39 vom 15. Nov. enthält: eine Bekanntmachung des Gr. Geh. Staatsraths v. Bechtold vom 14. d., welche unter Be- ziehung auf die commiſſariſche Bekanntmachung vom 4. d. weiter zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß auf Grund vorgelegter Nach⸗ weiſe der Kammerherr Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg zu Nieder- ofleiden in das Verzeichniß der für die Wahl von Abgeordneten der adeligen Grundbeſitzer ſtimmberechtigten und wählbaren Staatsbürger aufgenommen worden iſt, weßhalb der in erwähnter Bekanntmachung unter 8 genannte Hr. v. Lersner zu Niedererlenbach zu den 25 Stimmberechtigten und Wählbaren nicht gehört. Von der Verfälſchung der Nahrungsmittel. (Fortſetzung.) Cacao und Chocolade ſind im echten Zuſtande ſehr geſunde, nahrhafte und ſchmackhafte Stoffe, unter— liegen aber ebenfalls wie alle Artikel, welche der Zube— reitung bedürfen, vielfacher Verfälſchung. Mehl, Stärke, Zucker, Schöpſenfett, gewöhnlicher Talg, rothe Erde, Walkererde, ſogar rothes Bleioxyd, Mennig und Kreide müſſen zur Herſtellung des Cacao und der Chocolade dienen. Um die Gegenwart von thieriſchen Fetten zu entdecken, ſchabe man etwas Cacao oder Chocolade, breite es auf ein Blatt Papier und ſetze es an einem mäßig warmen Ort der Einwirkung der Luft aus; thieriſches Oel oder Fett wird ſchnell ranzig werden, während die echte Cacaobutter immer geruchlos und ſuͤß bleibt. Der gekochte reine Cacao wird das Fett ſtets in kleinen Kügel⸗ chen an der Oberfläche zeigen. Sind dieſe Kügelchen größer und flach, ſo kann man mit Sicherheit ein thie— riſches Fett vorausſetzen, das ſich, wenn man es länger ſtehen laßt, durch einen ranzigen Geſchmack ferner verräth. Die Beimiſchung von Stärke entdeckt man dadurch, daß der gekochte Cacao dick und breiig wird. Mineraliſche Subſtanzen, die häufig zur Färbung beigemiſcht werden, ſind naturlich nur durch chemiſche Mittel zu entdecken, zu⸗ weilen auch durch Verbrennung, da die erdigen Theile in größerer Maſſe zurückbleiben als der echte verbrannte Cacao Aſche enthält. Eſſig beſteht zuweilen aus nichts als aus Schwe⸗ felſaure und Waſſer, dem etwas gebrannter Zucker zum Färben beigemiſcht iſt. Aber auch der verdünnte Eſſig enthält groͤßere Mengen von Schwefelſäure und ätzende Pflanzenſäure beigemiſcht, um den Geſchmack minder ſcharf zu machen. Solcher Eſſig brennt, wenn man ihn an die Lippen ſtreicht, hat auch im Gaumen einen feuri⸗ gen Nachgeſchmack, keinen wärmenden wie reiner Eſſig. Wenn man eine Auflöſung von Pottaſche in ſolchen Eſſig tröpfelt und blaues Lackmuspapier darin eintaucht und dies nicht mehr roth wird, kann man ſicher auf Verfäl— ſchung ſchließen. Der Kaffee iſt im reinen unverfälſchten Zuſtande ein belebendes, kräftigendes Getränk, wird aber oft unter der Hand der Gewinnſucht eine Quelle mannigfaltiger Krankheitserſcheinungen. Manche der geringen Sorten, in denen häufig der Abgang von beſſern und theurern Sorten befindlich iſt, haben wenig mehr als den Namen mit dem edeln Getränke gemein; noch mehr iſt dies aber der Fall bei dem gemahlenen Kaffee, den man häufig aus reiner Bequemlichkeitsliebe kauft. Cichorien, Möhren, ge— röſtetes Korn und andere Artikel finden darin, ſtatt echten Kaffees, ihre ſichere Stelle, und zwar nicht blos in dem Kaffee, den arme Leute lothweiſe vom Kaufmann holen, ſondern vielleicht noch mehr in dem, welcher in verſchloſ— ſenen Büchſen verkauft wird. Am beſten ſichert man ſich auch hier, wenn man Kaffee in ſeiner urſprünglichen Ge- ſtalt kauft und die Mühe ſeiner Zubereitung ſelbſt über— nimmt. Die gewöhnlichſte Verfälſchung der Milch iſt ihre Verdünnung durch Waſſer, die am häufigſten durch die Verkäufer geſchieht; doch wendet man gar oft ſelbſt in den Kuühſtällen dieſes Mittel an, um die Quantität zu vermehren. Die Plumpe bleibt die beſte Kuh im Milch— geſchäft. Die Milch wird freilich dadurch dünn und er⸗ hält eine bläuliche Farbe; doch auch dafür gibt es wirk— ſame Gegenmittel. Man miſcht ſie mit Mehl, Gummi arabicum, Traganth oder Gelbwurz und erhält dadurch dem Anſcheine nach eine ſubſtantielle, ſchäumende, alſo viel Rahm verſprechende Milch, was auch durch Pott— aſche oder Kalk erreicht werden kann. Die letztern Ver— faͤlſchungen laſſen ſich durch einige Tropfen Scheidewaſſer erkennen, welches, wenn Pottaſche oder Kalk in der Milch enthalten ſind, ein Brauſen erregt. Das Vorhandenſein von Stärkemehl erkennt man, wenn man die Milch durch ein feines Tuch durchſeiht, denn es wird vom Mehle etwas im Tuche zurückbleiben. Gummi arabicum läßt ſich leicht in der Milch entdecken, wenn man ſie mit etwas Oeffentliche Aufforderung. 11823] Die nachſtebend genannten Perſonen be⸗ abſichtigen die unter ibrem Namen verzeichneten Immobilien zu veräußern, ſind jedoch außer Stande ihr Eigenthum an denſelben urkundlich nachzuweiſen:. 5 A. Konrad Walther II. Wittwe in Bauernheim: 1) Gemarkung Bauernheim: a) auf ihren Namen im Grundbuche einge— tragen: Flur 1 Nr. 33. 35. 160. 166. 174. 192. 220. 294,5. 336. 350. 300. 515. 504. 577. 630. 646. 18. 25. 212. 254. 304. 314. 352. 374. 437. 527,5. 547. 550. 6838. 288. 642. „ 4,9. 12. 32. 76. 83. 71. „ 19. 30. 42. 68. 70. 96. 159. 54. 71. 142, 151 178. 80. 195. 206. 208,5. 228. 239. 267. 307. 329. 348. 371. 412. 424. 175. 35 79 87, 92. 97 107. 122. 1585. 183. 222. 258. 275. 289. 329. 365. 404. 416. 432. 440. 474. 513 522. 543. 547. 8 585,2. 609,2. 625. 420. 583. p) auf den Namen: Eliſabetha und Marga⸗ retha Walther, erſtere in Friedberg, letztere in Bauernheim, im Grundbuche eingetragen: Flur V Nr. 178. i 2) Gemarkung Oſſenheim: Flur I Nr. 93,5. 116,5. „ II 7 8 * V 5 53. „FF „ MI„ 272. 303. 254. „ VVIII„ 34. B. Konrad Väth in Bauernheim: 1) Gemarkung Bauernheim: Flur I Nr. 592. 615. „ II„ 4. 38. 40. 45. 49. III„ 111. 156. 168. „ IV„ 3. 10. 41. 92. 182. 255. 273. 179. 188. 198. 203. 224. 276. 317. 373. 389. 427. 451. 485. 487. 590. 593. 288. 297. 345. „„118. 129. 172. 16. 21. 41. 54. 58. 189. 195. 227. 299. 353. 380. 463. 490. 424 II„ 259. 466. 495. „ VII„207. 298. C. Heinrich e Wittwe in Ilben⸗ a dt: Gemarkung Ilbenſtadt: Flur 1 Nr. 304. „ II„ 104. , VIII 7 122. 7 XI 0 134. „ XII s 179. KV.. D. Peter Haas I. und Conſorten in Ilbenſtadt, letztere ſind zwar im Grund⸗ buche nicht ſpeciell aufgeführt, es ſind jedoch als ſolche aufgetreten: Balthaſer Bickel, Peter Veith, Joſeph Veith, Auguſtin Haas I., Philipp Mörſchel, Bürger⸗ meiſter Zwier und die Erben des Peter Haas J. Gemarkung Ilbenſtadt: Flur I Nr. 127. E. Johannes Schmidt in Bruchenbrücken: Gemarkung Bruchenbrücken: Fi r ti el 3d Auf Antrag werden daher alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an jene Immobilien zu haben vermeinen, aufge⸗ fordert, ſolche ſogewiß innerhalb 6 Wochen dahier anzuzeigen, als ſonſt die neuen Erwerbs⸗ urkunden confirmirt werden ſollen und der Ein⸗ trag in das Mutationsverzeichniß verfügt wer— den wird. Friedberg den 22. November 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. [1824] Die Erben des Joh. Jakob Ratz III. in Gambach haben deſſen Immobiliarvermögen, worüber Grundbuchsauszug zur Einſicht dahier offen liegt, zur Vertheilung gebracht, vermögen jedoch das Eigenthum davon urkundlich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche ſind dieſerhalb binnen 6 Wochen dahier anzumelden, als ſonſt die Theilung be⸗ ſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗Ver⸗ zeichniß verfügt wird. Butzbach den 22. November 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. 2) Gemarkung Oſſenheim: Oeffentliche Aufforderung. 11811] Auf den Namen des Johannes Petri von Hochweiſel ſind noch mehrere in Hochweiſeler Gemarkung gelegene Grundſtücke eingetragen, deren Verzeichniß in der Landgerichts-Regiſtratur offen liegt, und deren Ueberweiſung dermalen: a) Anna Mar⸗ garethe, Chriſtoph Köhlers Ehefrau, geb. Petri, in Wiſſelsheim, b) Katharina, Leonhard Luxen Wittwe, geb. Petri, in Florſtadt und c) Ka⸗ tharina, Philipp Schindels Ehefrau, geb. Dä⸗ mon, in Hochweiſel, als Kinder und Enkel ſeines verlebten Bruders Hermann Petri und angeblich allein noch lebende nächſte Inteſtat⸗ Erben beanſpruchen. Johannes Petri, geb. den 18. März 1767, würde demnächſt das 90. Lebensjahr zurücklegen. Er oder wer ſonſt Anſprüche an dieſe Grund— ſtücke zu haben glaubt, wird daher aufgefordert, dieſe Anſprüche binnen einer Friſt von 2 Mon at en ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt Johannes Petri für verſchollen erklärt und ſein Nachlaß den vorgenannten Verwandten ohne Caution überlaſſen, auch der ſeitherige Beſitz als genügender Erwerbskitel angenommen und der Eintrag ins Mutations-Verzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Butzbach den 16. November 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach E bel. Oeffentliche Aufforderung. [1812] Konrad Fett zur Oes beabſichtigt nach⸗ ſtehende Immobilien, ¼ Hofraithe, /,, ee, e, e, een ee be een die ſammt weiteren 35 Grundſtücken, worüber Flurbuchsextract zur Einſicht dahier vorliegt, früher in Erbbeſtand des Fürſtlichen Hauſes Solms Lich geweſen, beſcheinigtermaßen allo⸗ dificirt worden, jedoch in den Flurbüchern noch auf Johannes Kleins Namen eingetragen ſind. Da in Ermangelung einer Eigenthumsurkunde zu der nunmehr beabſichtigten Verpfändung und vorgängigen Ueberſchreibung von Johannes Kleins Namen auf Konrad Fett, ferner Ein— willigung der Kinder erſter Ehe des letzteren erforderlich iſt, von denſelben aber abweſend ſind: die dem Namen nach unbekannten Erben der Bernhard Hildebrands Ehefrau Dorothea, geb. Fett, und Anna Maria, angeblich in Amerika verheirathet an N. N., ſo ergeht an dieſe und an etwa betheiligte Dritte die Auf⸗ Eſſig kocht, die Molken dann abgießt und wenn dieſe kalt geworden ſind, einige Tropfen Weingeiſt eingießt. Der Gummi fällt in weißen, molkigen, undurchſichtigen Maſſen nieder, während die reine Milch, auf dieſelbe Weiſe behandelt, nur eine geringe Quantität eines bläu— lich⸗weißen Präcipitats abſetzt. Der Traganth verräth ſich von ſelbſt, wenn man die Milch kochen und einige Stunden ruhig ſtehen läßt. Es ſetzt ſich eine durchſich— tige Gallerte am Boden. Hat man die Milch von dieſer Gallerte abgegoſſen, die letztere mit Waſſer gewaſchen und einige Tropfen Jodauflöſung beigefügt, ſo entſteht eine blaue Farbe, wenn Stärkemehl im grunen Traganth vorhanden war. Gelbwurz läßt die Milch ſehr fett er— ſcheinen. Wenn man ſie bis auf den achten Theil ein— kochen läßt und ätzende Pottaſche zuſetzt, ſo wird eine braune Farbe entſtehen, wenn Gelbwurz in der Milch. Schließlich hüte man ſich vor der Milch Derjenigen, welche Zinkgeſchirre im Milchkeller verwenden, denn die in der Milch enthaltene Milchſäure löſt immer einen Theil des Zinks auf und macht die Milch ungeſund, manchmal giftig. Daß der Moſtrich oder Senf häufig verfälſcht wird, werden gewiß alle diejenigen unſerer Leſer wiſſen, welche dieſes Reizmittel des Appetits kennen und lieben. Wir halten es faſt fuͤr unmöglich, ihn im gewöhnlichen Verkehr rein und unverfälſcht zu finden. Weizenmehl, Rapsſaat, ſehr häufig auch Gelbwurz ſind die Beſtand— theile, die man untereinander gemiſcht für Moſtrich ver kauft. Das Mikroſkop kann allein dieſe fremden Beſtand— theile auffinden, übrigens laßt auch das Jod das Weizen— mehl und Gelbwurz durch die entſtehende blaue Farbe erkennen. Als eine ſehr nährende, für Kinder und manche Kranke ſich ſehr heilſam erweiſende Speiſe iſt in neuern Zeiten die ſogenannte Revalenta Arabica anem⸗ pfohlen worden. Es iſt ebenfalls ein großartiger Betrug, wenn auch kein ſchädlicher; denn dieſe Revalenta beſteht aus einfachem Linſenpulver, das ſich ein Jeder mit weit geringern Koſten anſchaffen kann, als unter dem pemp⸗ haften Namen, unter dem es Du Barry verkauft. (Fortſetzung folgt.) Landtichlel. von eiſernen 0 terialien. Die betreffend Ablauf des oben am Eingange zu findliche Kästchen Bedingungen, M. icht der Interef aufgelegt, woſel in Empfang gen Buß bach den In Au Cel — — Dan 11851] Allen D bember den Brief Ruheſtätte begle lichten Dank. Friedberg N 2 L. Fr Anblick des her Fruchtmarkt ni Zufuhren ein, Auch heute wa Nachfrage und Fünffache verka und der Unterf holte Warnung ſaubern Putzen Waizen auf dei auf heutigem 9 beten und unre 40 kr. in guter bis 20 N Ha Be Herr! dugo Scheube ſchaftlichen Tit belehrende vor, und er ka beſtehenden de dieſe Schriften forderung: irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien binnen zwei Monaten ſo gewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die erforderliche Beſcheinigung ausgeſtellt, der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt und die Vertretung der Abweſenden einem zu beflellenden Curator lediglich überlaſſen werden 0 2 Friedberg wird. Butzbach den 14. November 1856. Großberzogliches Landgericht Butzbach. Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. [1850] Montag den 8. Dezember d. Jahrs, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen nachge⸗ nannte Arbeiten und Lieferungen für die Gar⸗ niſon Butzbach in den Jahren 1857, 1858 und 1859 unter Zugrundlegung veränderter Be⸗ dingungen und Preiſe auf dem Wege der Sou— miſſion vergeben werden, als: Schreiner-, Schloſſer⸗ Spengler-, Gürtler⸗, Schmied⸗, Wagner, Küfere, Bürſtenbinder⸗, Seiler⸗, Siebmacher-, Meſſerſchmied⸗, Weiß · binder⸗, Glaſer-, Dreher, Zimmer⸗, Pfläſte⸗ rer⸗, Maurer-, Sattelbock⸗, Korbmacher⸗, Buchbinder⸗ und Schuhmacherarbeiten an Fechtſchuben, die Unterhaltung der muſica— liſchen Inſtrumente von Blech, das Reinigen der Oefen, Kamine und Kochherde, das Schröpfen ꝛc. ꝛc. und endlich die Lieferungen von eiſernen Gegenſtänden und Schreibma⸗ terialien. Die betreffenden Soumiſſionen müſſen vor Ablauf des oben erwähnten Termins in das am Eingange zu dem Verwaltungsbüreau be⸗ findliche Käſtchen eingelegt werden, und ſind Bedingungen, Muſter und Tarifpreiſe zur Ein⸗ ficht der Intereſſenten auf gedachtem Büreau aufgelegt, woſelbſt auch Soumiſſionsformulare in Empfang genommen werden können. Butzbach den 27. November 1856 In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. CFC77CCCTTTTTCCC——T————— Dankſa gung.: [185] Allen Denjenigen; welche am 22. No⸗ vember den Briefträger Müller zu ſeiner letzten Ruheſtätte begleiteten, ſagen wir unſern herz— lichſten Dank. Friedberg Die hinterbliebene Mutter nebſt Geſchwiſtern 7 FFF 8 C. BINDERNAGEL'S Buch-& Steindruckerei 8 in empfiehlt sich zur Sorgfältigen Ausführung aller in ihr Fach. einschlagenden Arbeiten. 5 Neue e e für unsere Buchdruckerei, 8 sowie die Aufstellung& An setzen uns in e Schmellpresse““eas 8 5 alle Aufträge bei den billigsten Preisen in geschmackvoller A 18 8 stattung herstellen und auch grössere Bestellungen schnellstens ausführen zu können. C0V0CC000 PPTP S ee Renten⸗ und Lebensverſicherungs Anſtalt zu Darmſtadt 1701] hat die Einrichtung getroffen, daß kleine Sterbfallkapitalien von 100 bis 300 fl. unter erleichterten Bedingungen bei ihr verſichert werden kön— nen, wodurch auch den minder Bemittelten Gelegenheit geboten iſt, ihren An⸗ gehoͤrigen für den Todesfall ſofort beziehbare Sterbegelder zu hinterlaſſen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bevollmächtigten der Anſtalt.“) Darmſtadt, im Mai 1856. Die Direction. *) In Friedberg Herr Kaufmann Heinrich Hahn. „ Butzbach Herr Bürgermeiſter Seippel. Feil geboten [1838] wird ein ſehr ſtarker und ſolid gearbei⸗— 11852. 8 8 Felb bt f 793——. 5 852] Ein ſchwarzer Hund mit gelbbraunen 83 5 cart e Aachener Wagebalken, 5 5 iſt mir zugelaufen. Der Eigenthümer 83 Pfd. Colner Gewicht ſchwer, mit den dazu kann deuſelben gegen Futtergeld und Inſerat⸗ gehörigen Eichenholz⸗Wageſchalen 6 1 233 Zugelaufen.“ ee 5 5 mit ſtarken gebühren in Empfang nehmen. Seilen für den Nettopreis von fl. 22.; ferner Rockenberg den 29. November 1856. * 16 Stück 50⸗Pfd. achteckige Gußgewichtſteine, 9 i 85 a 50 0 e o hannes Dau li. Friedberger Eiche, zu 2 fl. 30 kr. pr. Stück, 8 5 ſowie 1, 2., 3⸗, 4, 557, 10⸗, 25⸗Pf achteckige 5 3 Gußgewichte zu gewöhnlichem Preiſe. Die 5 5 8 Gegenſtande werden auch getheilt abgegeben. S Zu verkaufen. 10 Wagen guten Dünger hat 1838 bei der Expe-⸗ 1853] 8 bis Siegmund Simon. Naähres franco unter Nr. zu verkaufen dition d. Bl. — L. Friedberg, den 28. Novbr. Anblick des heute Morgen Fruchtmarkt nicht erwarten; Zufuhren ein, ſo daß ca. 410 Auch heute war entſchieden für Nachfrage und halten ſich ſo viele Fünffache verkauft worden wäre. und der Unterſchied beſſere und holte Warnung ſein, das von uns im voriger der Früchte Geſagte zu beherzigen.— geboten wurde, Markte für ſaubern Waizen 13 fl. 15 bis 20 kr.; ſchlech⸗ 13 fl. 5 kr.; bis 7 fl. 10 kr.; ſaubern Putzens Waizen auf dem Lande auf heutigem teren und unreinen 12 fl. 50 bis 40 kr. in guter Qualität, ord. 7 fl. bis 20 kr.; Hafer 4 fl. 10 3 75 12 fl. 30 bis 45 kr. — Beachtenswerthe Volksſchriften. Herr Pfarrer Schwerdt in Neukirchen bei Eiſenach läßt bei Hugo Scheube in Gotha 6 Bändchen erſchein Titel führen:„Beiträge zur ſchaftlichen Erzählungen.“ belehrenden vor, beſtehenden dieſe Schriften aufmerkſam zu machen. 1856. gefallenen hohen Schnees einen frequenten allein gegen Mittag trafen dennoch ſtarke Malter dem Verkaufe ausgeſetzt waren. Käufer eingefunden, Unſaubere Frucht wurde in den Preiſen möge den Landleuten eine 1 Berichte in Bezug des en, Volkswohlfahrt in Zwei davon liegen dem Einſender und er kann nicht umhin, bei dem herangekommenen Winter, Leſevereine ſich wieder nach neuen Das erſte wie ſich der Landmann das Leben ange— „Jakob Biedermann, oder: hilf dir ſelber, ſo wird dir Gott belfen.“ Letzteres möchte der Einſender be⸗ ſonders der Beachtung empfehlen, denn es behandelt in populärer Sprache und Darſtellung eine der brennendſten Fragen der Gegenwart, die Armennoth und wie derſelben abzuhelfen ſei. Sind nicht alle vor⸗ nicht beachtet geſchlagenen Mittel in gleicher Weiſe und allenthalben zu empfehlen, wieder⸗ ſo verdienen ſie doch alle geprüft zu werden. Dabei findet der Leſer, welcher ſich für die wichtige Sache intereſſirt, die Anzeige von Schrif⸗ ten, in welchen er ſich weiter Raths erholen kann. Man ſieht es dem Verfaſſer an, er hat über den fraglichen Gegenſtand viel geleſen und viel nachgedacht. Darum werden auch gebildete Volksfreunde, denen die Beſeitigung der Armennoth am Herzen liegt, manche Winke in dem Buche finden. Der erſte Theil Titel:„Schöndorf, oder: nehm macht.“ Das zweite: Wir konnten beim ſauber geputzte Frucht daß wohl das Während für löſte man Gerſte 7 fl. 30 bis Korn 9 fl. 10 8 behandelt einen verwandten Gegenſtand, die Verſchönerung des ländlichen Lebens. Wie der Einſender dieſes Bänd⸗ chen nach dem erſten erwähnt, ſo würde er es auch als zweites haben erſcheinen laſſen. Erſt muß die Noth beſeitigt werden, dann mag man auf Verſchönerung des Lebens denken. Doch glaube man nicht, daß unausführbare Vorſchläge gemacht worden ſeien. Was der Verfaſſer erwähnt, kann allenthalben in Anwendung kommen. Beide Theile grei⸗ fen in einander. Wer aber nur eins zur Hand nehmen will, der mag Nr. 2 den Vorzug geben. welche den gemein⸗ wo die Büchern umſehen, auf Bändchen führt den 426 Friedrich Auguſt Götz, Predigerſtraße Ur. 10 in Frankfurt a. M., 11854] empfiehlt ſein aufs Vollſtändigſte aſſortirtes Lager geſtrickter und ge⸗ webter wollener und baumwollener Waaren prima Gualität, als: Camiſols, Unterhoſen, Gamaſchen, Strümpfe, Salband⸗& Litzen⸗Schuhe, Palatins, Handſchuhe ꝛc. zu den billigſten Preiſen. Ungeachtet des anhaltenden Steigens der Wolle, bin ich durch bedeutende Frühjahrs⸗Einkäufe im Stande meiner verehrten Kundſchaft bis jetzt noch zu den alten Preiſen verkaufen zu können. 1800] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Kalender der Natur 9. Münch, Apotheker in Worms. 11 Bogen Quart. Preis 14 kr. 118551 Als vor einigen Jahren unſer großer Chemiker Juſtus von Liebig die Reihe der naturwiſſenſchaftlichen Arbeiten in Briefform mit den chemiſchen Briefen eröffnete und dieſelben in Deutſchland, Frankreich, England und Italien erſchienen waren, wurden ſie in Amerika auf einem Blatt in Zeitungsform zu vier Cents das Stück in mehr als 60,000 Exemplaren verbreitet. Dieſem Vorbilde ſtrebt der Verfaſſer obiger Schrift nach und liefert das billigſte Buch, welches in Deutſchland exiſtirt. Er bietet in Kalenderform in populären und compendiöſen Aufſätzen die gediegenſten Arbeiten der bedeutendſten Männer der Naturwiſſenſchaft: Liebig, Vogt, Mole ſchott, Roß mäßler ꝛc. Bildung und Nutzen des Volkes iſt mehr wie je die Deviſe der Wiſſenſchaft geworden. Die Wiſſenſchaft iſt nicht mehr hochmüthig, ſie iſt den Katheder hinab— geſtiegen, nicht nur in die glänzenden Salons der Reichen, ſondern auch in die niederen Hütten des Volkes, in das Haus des Bürgers und Landmanns, und in dieſem Sinne begrüßen wir obigen Kalender als eine freudige Erſcheinung der Literatur. Wir finden, daß der Verfaſſer das Wort des Dichters im ausgedehnteſten Sinne des Wortes zur Ausführung gebracht hat: „Wer Vieles bringt, wird Manchem Etwas bringen Und Jeder gebt zufrieden aus dem Haus.“ Wir können daher dieſen Kalender beſtens empfehlen und wünſchen, daß dem Verfaſſer der innern Befriedigung auch die äußere Anerkennung für ſein Streben zu Theil werden Zu Meihnachtsgaben 1856] für Kinder und Erwachſene beehrt ſich Unterzeichneter ſein bekanntes Lager mit vielen ſchönen und neuen Gegenſtänden unter ſehr billigen Preiſen zu empfehlen, beſonders in reicher Auswahl dauerhafte ſchöne ſelbſt— verfertigte Portefeuille ⸗Waaren. Auch übernimmt derſelbe hiervon jedwede Anfertigung. Friedberg. Louis Weis. Conrad Stelz in Friedberg (Üſergaſſe Nr. 241) 118571 empfiehlt auch fur dieſes Jahr ſeine bekannten Lebkuchen ächter Qua⸗ 7 neben möge. lität beſtens. M. Reis, Lederhandlung in Friedberg, 11859] empfiehlt andurch eine neu angekommene Sendung in großer Auswahl beſter Qualität Gummiſchuhen und erläßt dieſelben zu den billigſten Fabrik— preiſen. Das Paar Herren-Gummiſchuhe 2 fl. 24 kr. Damen⸗ ſchuhe in allen Größen 1 fl. 45 kr. 8 Gleichzeitig bringe mein Lager in allen erforderlichen Ledern, ſowie in Juchten und langen Waſſerſtiefelſchaften, aufs Beſte ausſortirt, in empfehende Erinnerung. Vorzüglichen Lack 1858] für Gummi- Galloſchen, welcher dieſelben ſehr weich und. ſchön ſchwarz glänzend macht, ſowie Asphalt-Lack zum Glanzſchwärzen der Oefen empfiehlt Friedberg. Friedrich Roßbach. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 27. November 1856. Piſtolen. Friedrichsd'or Holländiſche 10 Rand⸗Ducaten. 20 Frankſtücke fl. Stücke Engliſche Souverains 5 Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine 5 Fres.⸗Thaler. fl. 9 40 „ 9 53-54 „ 9 41 ¼½7—42½ „ 5 29-30% „ 9 18-19 „11 39-43 „ 144%⁰-—45 1. 220% Marktberichte. Friedberg 28. November. fahren 325 Malt., Waizen aufge⸗ verkauft 255, 13 fl. 12 kr.; Korn aufg. 24, verk. 13, 9 fl. 14 kr.; Gerſte aufg. 113, verk. 92, 7 fl. 18 kr.; Hafer aufg. 103 Erbſen aufg. 5, verk 1, 9 fl. 15 kr. Frankfurt 1. Dezember. Korn 9 fl 40 kr.; 15-20 kr. Gerſte 8 Waizen 13 fl.; fl.; Hafer 4 fl. Grünberg 29. Nov. Waizen 12 fl. 44 l Korn 9 fl. 15 kr.; Gerſte 7 fl. 7 kr.; Hafer Aufl kx. toffeln 3 fl. 27 kr. Mainz 28. Nov. Erbſen 8 fl. 50 kr.; Kar⸗ Waizen 14 fl. 55 kr.; Korn 11 fl. 55 kr.; Gerſte 10 fl. 52 kr.; Hafer 4 fl. 50 kr. Polizei⸗ für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. Dezember. Ta x e — a Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 2 8 kr. pf. ir pf 1[Roggenbrod, ½ Korn⸗ ſ und ½ Gerſtenmehl 3 11 1 2 00 17„ 6 1 61 1 4„„„ 12 2112 2 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1% Korn- u. ½ Waizenmehll 33 3 3 2„ 1„ e 4.„„ 14214 2 Lot Lot — Milchbrod 5 1 45 1 45 — Waſſerweck 11514—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 115 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchch h.. 142142 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes 1162112 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch. 16— 16— 1 Hammelfleiſch 11162112 1 Kalbfleiſch. 821 812 1 Schaaffleiſch h.. 7——— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwurſt 2 1 Schwartenmagen 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 3142431 2 1 PDPörrfleiſch 9 2 10Schin ken 2 232 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23] 2 23 2 1 Nierenfett.. 23 2 23 2 1 Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben d e r. Seippel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu eine literariſche Beilage.) In Au 15 e Mater! al für die Braun! hoffnung L48610 Mittwoch Nachmittags— fohlengrube WI. des Oels, der Ol Semeſter, und d ganze Jahr 185“ bergeben werden. Die Soumiſſi Lieferungen vor * 0 l. Unterzeichneken die Vergebungsb l. J. an eingeſeh Reichels den 11862) Den 6. zu Nauheim e Derſelbe kann tionsgebühr be in Empfang ge Von der Der r chineſiſch Europa, f. die Blätter Ulme, Rof Hagedorns, ausgegeben. natürlich ei der Theeſta deren Bla genaue Be uns der 9 chen, ſich dere Verf, ſchieht dal von neuen Daas geſch 0 ausgeſoge! bezieht, f zuſammen