Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ g* N* 1 2 Einrückungsge⸗ . Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, walten bee 11 5 8 oder deren Raum 1.„ durc bee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. nee ſammen 7 kr. Nu 35. Freitag, den 2. Mai. 1856. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Wahl der Geſchworenen in der Provinz Oberheſſen für das Jahr 1857. In Vollziehung der Art. 8 und 9 des Geſetzes vom 22. März 1852— Regieruagsblatt Nr. 20 von 1852— und nach Anſicht der von Großherzoglichem Kreisamt Gießen in Nr. 13 des Regierungsblatts von 1856 erlaſſenen Bekanntmachung vom 10. d. Mts. wornach auf den Kreis Friedberg von den geſetzlich beſtimmten 800 Höchſtbeſteuerten in der Provinz Oberheſſen 101 kommen, theilen wir Ihnen nachſtehend das Verzeichniß dieſer 101 Höchſtbeſteuerten des Kreiſes Friedberg mit und laden Sie ein, nunmehr ungeſäumt zur Aufſtellung des in Art. 10 des vorallegirten Geſetzes vorgeſchriebenen Verzeichniſſes aller zum Eintritt in das Schwurgericht geſetzlich befähigten Einwohner Ihrer Gemeinden zu ſchreiten. Hierbei wollen Sie ſich des Ihnen unter Couvert zugehenden Formulars bedienen, welchem die Hauptbeſtimmungen vorgedruckt ſind. Die in dieſes Verzeichniß einzutragenden Perſonen müſſen Staatsbürger und in Ihren Gemeinden wohnhaft ſein und ſind zu entnehmen: a) aus den in der anliegenden Liſte aufgefuͤhrten Höchſtbeſteuertenz p) aus denjenigen Perſonen, welche auf einer deutſchen Univerſität ſtudirt und ein Fakultäts⸗Examen beſtanden haben; c aus den Mitgliedern des Handels- und Gewerbſtandes, welche die Gewerbſteuer der erſten und der zweiten Claſſe bezahlen, ſofern ſie nicht ſchon unter den Höchſtbeſteuerten(a) begriffen ſind. Ein Verzeichniß dieſer von den Großherzoglichen Steuercommiſſariaten uns mitgetheilten Gewerbtreibenden iſt ebenfalls hier bei— geſchloſſen. Außerdem müſſen die Perſonen, um in das Verzeichniß der zu Geſchworenen geeigneten Perſonen aufgenommen werden zu können, 30 Jahre alt und ihr Staatsbürgerrecht darf nicht ſuspendirt ſein. Auch dürfen dieſelben im Ge— folge einer Unterſuchung oder Verurtheilung nicht unfähig ſein, als Mitglied der einen oder der andern Kammer auf Landtagen zu erſcheinen. In letzterer Beziehung wird auf das Geſetz vom 28. September 1842— Regierungsblatt Nr. 37 von 1842— verwieſen. Endlich ſind auch jene Beamte nicht in das Verzeichniß aufzunehmen, welche im Art. 6 des Geſetzes vom 22. März 1852 aufgeführt ſind, weil deren Functionen mit jenen eines Geſchworenen unvereinbar ſind. Bei jedem Namen iſt Stand oder Gewerbe genau anzugeben. Bezüglich der angeführten Punkte ſind Sie verantwortlich, daß deßfalls nichts überſehen werde, und haben wenn aus Ihren reſp. Gemeinden einer der in anliegendem Verzeichniſſe Benannten aus obigen Gründen unfähig ſein ſollte, oder welcher wegen hohen Alters oder wegen Koͤrper⸗ oder Geiſtesſchwäche zum Geſchwornenamte untauglich iſt, dieſes beſonders im Verzeichniß in der Spalte„Bemerkungen“ zu erwähnen. Sobald dieſes Verzeichniß aufgeſtellt iſt, haben Sie daſſelbe drei Tage lang auf dem Gemeindehauſe zu Jedermans Einſicht aufzulegen. Im Falle ſich in einer Gemeinde keine zum Schwurgericht geſetzlich zuläſſigen Perſonen finden, werden Sie eine ebenfalls offen zu legende ſchriftliche Erklärung aufnehmen, daß dergleichen Perſonen nicht vorhanden ſeien. Die Offenlegung dieſer Actenſtücke iſt vorher öffentlich bekannt zu machen, mit dem Anfügen, daß jeder Staats⸗ bürger berechtigt ſei, binnen weiteren 3 Tagen gegen das aufgelegte Verzeichniß beziehungsweiſe gegen die erwähnte Er⸗ klärung wegen etwaiger Uebergehung geſetzlich zuläſſiger oder wegen Eintragung unzuläſſiger Perſonen ſchriftlich oder zu Protokoll Reclamationen zu erheben. Die hierauf etwa eingehenden Reclamationen ſind von Ihnen genau zu prüfen; wenn Sie dieſelben begründet finden, haben Sie das Erforderliche ſogleich in dem Verzeichniſſe zu berichtigen. Halten Sie aber die Reclamationen für unbegründet, ſo iſt dies dem Reclamanten alsbald ſchriftlich zu erkennen zu geben und derſelbe zugleich zu bedeuten, daß es ihm frei ſtehe, dagegen binnen 10 Tagen zerſtörlicher Friſt, durch ſchriftliche, aber ſtempelfreie Eingabe nach Vorſchrift des Art. 11 des Geſetzes vom 22. März 1852 Berufung einzulegen. Nach Ablauf der dreitägigen Friſt zur Erhebung von Reclamationen haben Sie ohne Verzug das aufgeſtellte und nöthigenfalls berichtigte Verzeichniß oder die Erklärung, daß keine zum Eintritt in das Schwurgericht geſetzlich zuläſſigen Perſonen in Ihrer Gemeinde vorhanden ſeien, nebſt den über die etwaigen Reclamationen erwachſenen Akteuſtücken mög- lichſt bald direct an Groß herzogliches Kreis amt Gießen zur Aufſtellung der Hauptliſte einzuſenden. Am Schluſſe des Verzeichniſſes reſp. der Erklärung iſt die geſchehene Offenlegung von Ihnen nach Vorſchriſt zu beſcheinigen. P zeichniſſen vorkommen, die Gründe dieſer Weglaſſung in Ihrem Begleitungsberichte Großherzoglichem Kreisamt Gießen Schließlich werden Sie, wenn in den Ortsliſten Perſonen weggelaſſen werden, welche in den beigeſchloſſenen Ver⸗ angeben. Friedberg, am 29. April 1856. Müller. Höch ſtbeſteuerte. Ord. Stand* Monatliche 9 Familien⸗Namen. Vornamen. oder Wohnort. Steuerzahlung r. Gewerbe. 1 Weed fl. akr. pf. einingen Weſterburg Gra lb d 2 Solms Rödelheim N 5 Ahenheim 70 34 2 3[v. Wetzel Wilhelm Hugo Kammerherr Obermörlen 33 1 4 Weith II. Heinrich Landwirth Niederwöllſtadt 24 20 5 Bauſch Konrad Heinrich 75 2 22 7 5 92 90 9500 25 7 20 31 5 Helm eorg oſtſtallmeiſter ied 1 8[Weiſenborn Georg Lande 4 permit 1 57 1 9[Diel II. Joſeph 5 Oberwöllſtadt 11 59 5 10] Keil Cbriſtoth Bürgermeiſter Melbach 11 291 1 0 1 11 1 Friedrich Landwirth Oſſenheim 11 8 5 eter Mel 2 13 Bender Daniel Poſthalter Butzbach 90 5 3 14 J Cunz Jacob Landwirth Oberrosbach 10 15 10 8 5 1 4 75 Fauerbach II. 9 35 1 echer I. Peter 7 Oberrosba 171 J Möbs III. Franz, Schildwirth Nievernörlen 8 31 7 18 Alles I. Heinrich Muller Münzenberg 9 26 4 19 Diel Georg Philipp Landwirth Oberwöllſtadt 9 16 20 Theobald Ludwig Konrad Gaſtwirth Friedberg 9 3 5 21[Salzmann II. Heinrich Landwirth 15 8 48 5 22[ Mörſchel J. Johannes 65 Ilbenſtadt 8 4 1 23[Keil Kasper 75 Melbach 1 24 Kleeberger II. Wilhelm 5 a 8 52 1 25 Hammel Johannes 5 Staaden 8 5 2 20 Geiger 8 Juſtizrath Aſſenheim 7 50 1 7 Braun II. Johannes Bürgermeiſter Kirchgöns 7 35 3 28 Leopard Georg Kaspar Landwirth Melbach 7 1 29[Keller Leonhard 75 Bauernheim 26 2 30 Philippi II. Wilhelm Bürgermeiſter Wohnbach 3 3 2 30 e 1 Hofger.⸗Advocat Friedberg 7 4 3 Sa— Philipp ee Melbach. 5 8 34 toll Hartmann f ieberwö 5 35 Schultheis 1. Ludwig Aale e eee 5 36[Fenchel I. Andreas Landwirth Griedel 5 5 1 37[Feuerbach II. Philipp Caſimir Landwirth Oberwöllſtadt f 18 1 38[ Hores 1. Johannes 1 Bauernheim g 51 1 30 Kof II. Nonrad 0 Niederwöllſtadt 6 303 4% Faun Pol. Oſſenbein 6 2 2 1 inri 8 ö 45 5 1 2 51 5 Welle e 6 34 2 4% Fa e 1. Ebriſtian Agent 1 8 55 5 3 Jab. Gbr Japfwirg Rockenberg 6* 2 46 Keller 1. Ppklirp e Meldaneim 8 5 Geck Georg Zapfwirth 980 5 79.7 4%/ Aln Sau dars 5 Weckeheim 6 331 50 Klaus III. Peimth e 1 5 5 3 5 Schwetzer Georg Friedrich Agent aerger 5 5 5% Hahn u. Philo Landwirt Miba 87% 53 Münzner J. Martin 1 0 2 n 5 57 3 54 Gorr Gilbert Wirt. ölfersheim 5 56 2 55[Jung J. 4 2 0 Münzenberg 5 53 86. Foy Mathäus Bierbrauer Oſtheim 5 33 57 Dietz Oeorg Landwirth Oſſenheim 5 523 58[ Möbs 11 1 Müller Griedel 9 212 50[ Hores Aleolaus 0 Niedermörlen 5 32 61 Sean Konrad Wirth Aicher 5 47 2 62 i Oietrich Landwirt Oberwöltadt e 63 Hilger II e 9 Aerercosbach 943 3 5 g ir eckeshei 5 N Aab Branntweinbr. Niederweiſt 4 66 l Bernkheuſel Heinrich Landwirth Niedermörlen 5 423 1 Wölfersheim 5 4112 97 5 Weifert 19 Schub 10 Gres, 11 J Naer 72 Veith 75 am 74 N 75 Schmbt f 1 Haub J. 7 Heller / Seien 70 Heun 00 img, Kleeberg, 99 Michel 1 85 J Fiche 84 J Mobs I 95 Windecker 95 Diel J. 97[ Muth 88 Steinhau 89 Falk 90 Engel 91 Lang 92 Stoll 93 J Supp 94 Koötünger 95 Schütz 1 96 J Schneide 97 J ECähbard 98 Müller 99[Müller 100] Schneid 101 PPiliop. 11 Bar 2 lach 3 4 Flach 4 Kuhl 5[Mayer 6 Vogt 7 Vogt 8 VWießler 9 J Vießler 10 Sundhei 11 Nack II 12 J Scriba 13 Wahl 14 J Verner 15 Bing 16 Fürth 17 Hanau 18] Hirſch 19 Hirſchho 20 Katzenßß 21 Nauhei 2 Strauß 0 Bing . Rübſ. ubſame Jetreſfend: „„Da der Biſinnunge Empfehlun f ö urgt zu 10 liſe iſt hierg Fri 157 g en er, eee Na l 3—— 8 Gießen Ord. Stan d Monatliche N Familien⸗Namen. Vornamen. oder Wohnort. Steuerzahlung 1 Gewerbe. —— fl. kr. pf. 57 J Blecher IV. Peter Landwirt 5 5 7 68[ Weifert II. Georg Kaspar* 5 Nelbach 5 5 4 69 Schaubach Heinrich Konrad„ Unterflorſtadt 5 32 2 70 Groh III. Johannes Wirth Nieder rosbach 5 2 21 Müller III. Heinrich Branntweinbr. Gambach 5 222 Mono 72 Veith Georg Landwirth Ilbenſtadt 5 20 1 Aenatlich 73 Laun Johannes„ Melbach 5 14 2 teuerzahlung 24 Reitz Konrad„ Niederwöllſtadt 5 6 2 N 75[ Schmidt II. Chriſtoph„ Aſſenheim 5 5 3 Wr 8 2 Sein 4 Bürgermeister Niederweiſel 5 11 kr. pf 7 1 Heinri Landwirth elbach 5 2 —— 78 Weiſenſee Heinrich 17 0 Sfeaben 5 1 2 g 42 79 Heun Konrad„ Melbach 5 1 2 N K 1 80 Kümmich Wilhelm Kaufmann Friedberg 5 14 2 1 4. St] Kleeberger Johannes Landwirth Melbach 4 59 2 13 82 Michel III. Johannes„ Oberrosbach 458 1 12 83 Fiſcher Johannes Metzger Butzbach 4 1 1 84 J Möbs II. Joh. Georg Landwirth Niedermörlen 4 56 3 11 61 8⁵ Windecker Philipp Heinrich Bierbrauer Friedberg 4 50— 3 85 Diel I. Johannes Landwirth Oberwöllſtadt 4 50 11 7 8 Nuth. Chriſtian„ Beienheim 4 49 2 — 1 88 Steinhäuſer Georg Gerber Friedberg 4 49 1 81 89 Falk Ernſt Müller„ 4 49— 302 90[Engel Friedrich Auguſt Landwirth Oberrosbach 4 48 6 2 91 Lang Johannes„ Niederrosbach 4 7 5 2 92[ Stoll Heinrich„ Niederwöllſtadt 4 46 2 1 93 Supp Johannes Wirth Friedberg 4 44 2 32 94[ Kottin ger Gottlieb Färber„ 1 42 2 1 2 95[ Schütz I. Philipp Landwirth Oberwöllſtadt 4 412 3 96 Schneider I. Joh. Jacob Branntweinbr. Oſtheim 4 40 2 3 7 Eckhard II. Johannes Landwirth Kirchgöns 4 87 2 f 33 98[Müller Chriſtian„ Bruchenbrücken 4 35 3 8 8 1 99 Müller II. Anton„ Kirchgöns 4 38.2 8 2 100[ Schneider Konrad Wirth Niederwöllſtadt 4 34 1 1170. 101 1 Philippi II. Georg Gaſtwirth Melbach 2 33 2 7 Die Gewerbſteuer 1. und 2. Claſſe Bezahlenden. 3 1 Bär Adolph Frucht⸗ u. Wollhandel Butzbach 1 2 Flach Karl. Ellenwaarenhändler„ 2 3 Flach Nicolaus desgl.„ 312 4 Kuhl Moritz Buchhändler u. Agent 1 3 5 Mayer Meyer Frucht- u. Wollhandel„ 0 6 Vogt Heinrich Apotheker„ a 7 Vogt Ludwig Ellenwaarenhändler 1 ö 8 Wießler Ernſt Ludwig desgl.„ 5 9 Wießler Jacob desgl.„ l 10 J Sundheimer Gerſon desgl.„ 1 11 Mack II. Heinrich desgl. Friedberg 101 12 Scriba Karl Buchhändler„ f 13 J Wahl Karl Apotheker 1 14 J Werner Philipp desgl.„ 442 15 Bing Moſes Ellenwaarenhändler„ 3 16[ Fürth Ludwig desgl.„ g 17 Hanau Löb Bijouteriehändler„ 1 18 Hirſch Mayer Ellenwaarenhändler 1 2 19 l Hirſchhorn Seligmann desgl.„ 4 20 Katzenſtein Salomon Gombel desgl. 1 i 21 JNauheimer Iſage Auguſt desgl.„ 22 Strauß Markus desgl.„ 23 Bing Ephraim desgl. Oberrosbach 912 24 J Rübſamen Apotheker Rockenberg f Das ſel be an die Ortsſchulvorſtände des Kreiſes. J Betreffend: Die Schulverſäumniſſe. 2 Da der Art. 233 des neuen Polizei⸗Strafgeſetzes, welches am 1. kuͤnftigen Monats in Kraft tritt, beſondere g Beſtimmungen über die Schulverſäumniſſe enthält; ſo theilen wir Ihnen dieſe durch nachſtehenden Abdruck unter der 7 Empfehlung mit, die Lehrer hiernach zu bedeuten und für geeignete Veröffentlichung dieſer geſetzlichen Verfugung be⸗ 4 ſorgt zu ſein, damit die Eltern der ſchulpflichtigen Kinder ſich hiernach bemeſſen. Bei Aufſtellung der Strafverzeich— 5 3 niſſe iſt hierauf Rückſicht zu nehmen. 43 Friedberg am 29. April 1856. Müller. 158 Verſäumniß der Pflicht, die Schulpflichtigen Kinder zum Beſuch der Schulen anzuhalten. Art. Wenn Eltern, Pflegeeltern oder Vormünder, gegen ihrer Pflicht, ihre ſchulpflichtigen 233. welche im Laufe eines Vierteljahres wegen Nichterfüllung Kinder und Mündel zum Schulbeſuche anzuhalten, auf den Grund der desfalls beſtehenden Verordnungen, Schulverſaumnißſtrafen im Geſammtbetrage von zwei Gulden von der Verwaltungsbehörde haben angeſetzt werden muͤſſen, im Laufe des nächſten Vierteljahrs abermals ſich mehrfache Uebertretungen jener Pflicht zu Schulden kommen laſſen, ſo ſoll gegen ſie, wenn ſie dabei den Unterricht ihrer Kinder vernachläſſigen, ſtatt der wegen der einzelnen Schulverſäumniſſe während dieſes Vierteljahrs von der Verwaltungsbehörde anzuſetzenden Strafen, auf Geldbuße von einem bis fünf Gulden von dem Polizeigerichte erkannt werden. e ö Die eingehenden Geldſtrafen werden in gleicher Weiſe, wie die erfallenden Schulverſäumnißſtrafen(Artikel 21 des Edicts vom 6. Juni 1832 uber das Volksſchulweſen) verwendet. 4 Die uneinbringlichen Strafen ſind jedoch nicht in Gefängnißſtrafen zu verwandeln, ſondern ſollen durch Ar⸗ beiten für Zwecke der Gemeinden verbüßt werden. Für einen Tag Arbeit wird hierbei ein Gulden gerechnet, jedoch kann der Sträfling nicht gezwungen werden, in der Woche mehr als drei Tage je um den andern Tag zu arbeiten. Erſcheint es nöthig, einen Zwang zur Arbeit anzuwenden, ſo ſoll derſelbe darin beſtehen, daß der Beſtrafte, falls er ſich über das Ausbleiben bei der Arbeit oder deren nicht gehörige Verrichtung nicht genügend rechtfertigen kann, wegen des bewieſenen Ungehorſams mit vierund⸗ zwanzigſtündigem und bei wiederholtem Ungehorſame mit dreitägigem Gefängniß beſtraft wird.— Demſelben bleibt es jedoch vorbehalten, durch ganze oder theilweiſe Bezahlung der Geldſtrafe ſich von der ganzen oder theilweiſen Straf— verbüßung zu befreien. Seffe nil ch e Na cher i t. Der§ 15 der Statuten des Mathildenſtifts alſo lautend: „Jeder Angehörige des Kreiſes, der an einer öffentlichen Spielbank ſpielt, verliert da⸗ durch jeden Anſpruch auf Eredit und Unterſtützung aus dem Mathildenſtift“ wird hiermit in allgemeine Erinnerung gebracht. Friedberg, am 30. April 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. [673] Anſprüche jeglicher Art an das von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen für conkursfällig erkannte Vermögen der Johs. Schmidt's Ehefrau, Chri- ſtine geb. Wegmann, von Oppershofen ſind in dem zur Liquidation und weiteren Ver. Main Weſer⸗Eiſenbahn. 86801 Montag den 5. Mai, des Vormittags um 9 Uhr, ſollen im Bahnhofe zu Butzbach die nachbenannten, zur Erbauung eines Stations- gebäudes daſelbſt erforderlichen Arbeiten durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden: ſind auf dem Büreau des Großherzoglichen Bahnhofsverwalters zu Butzbach zur Einſicht der Uebernahmsluſtigen offen gelegt. Gießen, am 23. April 1856. Der Großherzogliche Sections Ingenieur der Section Butzbach handlung auf Mittwoch den 18. Juni, Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß anzumelden und zu begründen, als ſie ſonſt bei Vertheilung und Ueberweiſung der Maſſe unberückſichtigt bleiben. Butzbach, am 20. April 1856. 8) Spenglerarbeit, Großherzogliches Landgericht Butzbach 9) Weißbinderarbeit, E bel. Riſſe, Voranſchläge 2) Steinhauerarbeit, 3) Zimmerarbeit, 4) Dachdeckerarbeit, 5) Schreinerarbeit, 6) Glaſerarbeit, 7) Schloſſerarbeit, 1) Maurerarbeit, veraͤnſchlagt zu Eickemeyer. 2333 fl. „„ 2964„ Fruchtverſteige rung. 1„ 2214 677] Freitag den 2. Mai, Nachmittags um „* 547„ 2 Uhr, werden in hiefigem Rathhauſe von dem „„ 2170„ Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds 60 5„ 692„ Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zwei⸗ 1„ 1304 malterweis, meiſtbietend verſteigert. 5„ 1185„ Friedberg den 23. April 1856. 7 0 181% . Bürgermeiſterei Friedberg e und Steigbedingungen He Der Gemſen jäger. (Fortſetzung.) 0 „Und wann wird es ſich zwiſchen uns entſcheiden?“ rief Hans ungeſtüm. „Vielleicht noch in dieſer Stunde,“ erwiderte Ulrich, welchen ſeit einer Weile das immer näher kommende Rol⸗ len und Sauſen und die wachſende Dunkelheit der Wolken⸗ ſchatten im Hochgebirge zu beunruhigen ſchien.„Vor lauter Zorn und Ingrimm biſt Du ſeither ganz blind und taub geweſen; aber ſchau' doch jetzt einmal und horche!“ damit deutete Uli nach Süden hin auf den Horizont. Hans folgte mechaniſch dieſem Fingerzeig und erbebte. Man ſah von Süden her große graue Wolken, die ein heftiger Wind zu treiben ſchien, über die höchſten Hörner und Bergſpitzen daher ziehen, die kalte Luft der Gletſcher war lind und lau geworden, und aus den zugeſchneiten Schluchten und den Gletſcherſpalten tönte Gekrache und unheimlich dumpfes Rollen herauf. Nachdem der Gems⸗ jäger raſch alle dieſe Anzeichen erforſcht hatte, ſchoß ein düſtrer Blitz der Schadenfreude über ſeine Züge hin und er rief:„Meiner Treu! Du haſt wahrhaft prophetiſch geſprochen, Vetter! Deine Weiſſagung wird alsbald in Erfüllung gehen!“ „Ich glaube in der That, daß wir ein heftiges Ge⸗ witter bekommen werden!“ bemerkte Ulrich. „Der Föhn kommt, der Föhn!“ rief Hans, den Blick noch immer feſt auf den Horizont gerichtet;„fühlſt Du den heißen Wind; ſiehſt Du dort drüben die Wolken im Wirbel treiben?“ Ulrich gedachte jetzt der Befürchtung, welche der alte Hiob im Augenblick ihres Scheidens ausgeſprochen hatte. Wie alle Bergbewohner, ſo kannte auch er jenen heißen Südwind, welcher, aus den Wüſten Afrika's kommend, ſich an der Felſenmauer der Alpen bricht und Alles zer— reißt und zerſchmilzt, was ihm auf ſeinem Wege begegnet. Unter all den furchtbaren Naturerſcheinungen, gegen welche der Fleiß und der Muth des Menſchen machtlos bleiben, läßt ſich keine derjenigen vergleichen, von welcher wir ſoeben geſprochen haben. Der Föhn iſt der Frühlingsbote, und darum ein willkommener Gaſt in den Hochgebirgen der Schweiz, aber dennoch von mancherlei Schrecken der Natur begleitet. Sogar im Schooße der Thäler treibt man bei der Annäherung des Föhns das Vieh alsbald iger de auf erſte Donne en Liquidal Meldung ſſe, ent heſimmt gen, 10 0 0 gabe ihrer, Baweie gen Gerichte anzün Zugleich 7 a achung des dem 5 durch Anſchla werden wird. Nauheim, am Kurfün fille D Deffentt 650 Nagbene worden, ohne d forderlichen Ele J. Gema Nag. Nr. 402 flücke, eing Konrad Bil veräußert im Ja Verzeichniß de gerichts⸗Regiſtra U. Ger Flur Nr. 1/9 und 1/576, B Johann G bach, und veräußert verſchiedene Per nach Hauſe, die Wohnun den Schneez widerſtehen Holzſchnitzer daß dies dei „Zuve netzten Zei Wind zu er hier ſein. er Im Dich von uns B. det, der gal in Acht z Und der Stell enen St Satze glüc der Niger boͤren, Und das langs hatte kein l b begeglet 1 n welche 1 bleiben 8 pelcher wil U Edietalla dung. 1639] Der am 20. September 1783 zu Staa⸗ den geborene Carl Betz, walcher ſeit Jahren abweſend, oder deſſen Leibeserben, werden hier⸗ mit aufgefordert, ſich ſogewiß binnen 3 Monaten hier anzumelden, als ſonſt erſterer für verſchollen erklärt, und deſſen ſeither curatoriſch verwaltetes Vermögen, an deſſen ſich legitimirende nächſten Verwandte gegen Stellung gehöriger Caution überlaſſen werden wird. Friedberg den 8. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edictal ladung. 16201 Nachdem über das Vermögen des Zieg— lers Conrad Stamm zu Schwalheim nach miß⸗ lungenem Güteverſuche der förmliche Concurs erkannt worden iſt, ſo werden ſämmtliche Gläu⸗ 1 85 deſſelben hierdurch vorgeladen, in dem au Donnerſtag den 15. k. M., Vormittags 8 Uhr, beſtimmten Liquidationstermine ihre Forderun⸗ gen, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gebörig legitimirte Bevollmächtigte unter An⸗ gabe ihrer Beweismittel bei dem unterzeichne⸗ ten Gerichte anzumelden und zu begründen. Zugleich wird bemerkt, daß die Bekannt⸗ machung des demnächſtigen Präclufivbeſcheides nur durch Anſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden wird. Nauheim, am 9. April 1856. Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizamt Kröber. vt. Burhenne. Oeffentliche Aufforderung. [656] Nachbenannte Immobilien ſind veräußert worden, ohne daß über deren Erwerb die er⸗ forderlichen Eigenthumsurkunden vorliegen: 1. Gemarkung Niederweiſel: Pag. Nr. 34/62 Hofralthe und neun Grund- flücke, eingetragen auf den Namen: Konrad Bill X. von Niederweiſel und veräußert im Jahr 1854. Verzeichniß der Grundſtücke liegt in der Land⸗ gerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen. II. Gemarkung Butzbach: Flur Nr. 11/914, VII/424, In, 190 Aecker und 11/576,5 Wieſe, eingetragen auf den Namen: 0 1 Georg Buß Wittwe in Butz⸗ a ch, und veräußert ſchon vor mehreren Jahren an verſchiedene Perſonen. 159 Ul. Gemarkung Fauer bach: Pag. Nr. 3056/26 58½[◻OKlftr. Wieſe am Junkernſee, eingetragen auf den Namen des derlebten Heinrich Volp von Ziegenberg. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Kaufbriefe ohne Rückſicht Speicher der milden Stiftungen 29 darauf beſtätigt und auch der Eintrag im Mu⸗ tationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 16. April 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Bekanntmachung, betreff. Verſteigerung von Holz und Ginſtern im Großherzoglichen Domanialwald Burg⸗ wald der Oberförſterei Oberrosbach. 717] In dem oben genannten Walddiſtrikte werden an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert und damit Morgens 8 Uhr begonnen: Montag den 5. Mai d. J. im Schlag Nr. XII. 1 Stecken Birken⸗, 7 Stecken Eichen⸗Scheit⸗ holz, 59 Stecken Birken⸗Eichen⸗, 4½ Stecken Nadel⸗ Prügelholz, 12% Stecken Birken⸗Eichen⸗, 3½ Stecken Na⸗ del⸗Stockholz, 2 Buchen-, 222 Bixken⸗ und Eichen-, 206 As⸗ pen⸗ und Nadel⸗Reisholzwellen⸗Hunderte; 7 Wagen. Allerleiholz, 6 Eichenſtammabſchnitte zu Werk⸗ und geringem Bauholz. Dienſtag den 6. deſſelben M. Schlägen Nr. VII, XVI und XVIII, 11 Buchen-, 54 Birken⸗ und Eichen⸗, 83 As⸗ pen⸗ und Nadel⸗Reisholzwellen⸗Hunderte, 10 Fichtenſtangen zu Werk⸗ und Nutzholz; 1038 Gebund Ginſtern. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: am erſten Tag auf dem durch den Schlag führenden, die Wehrheimer⸗Babn genannten Weg; am zweiten Tag; Schlags Nr. XVIII. Oberrosbach den 25. April 1856. Großherzogliche Oderförſterei Oberrosbach Bingmann. in den Grasverſteigerun g. [712] Montag den 5. Mai, Morgens um 9 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe die ſtäd⸗ tiſchen Begraſungen für 1856 meiſtbietend ver⸗ pachtet und Nachmittags um 4 Uhr kommt an Ort und Stelle die Begraſung der Kunſtwieſe ö ö ö für das laufende Jahr zum meiſtbietenden Aus⸗ gebot. Friedberg den 26. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg 1 2 ende er. F ruſchtverſtei gerung. 17131] Dienſtag den 6. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem n Malter, 2 Simmer, 2, Kumpf Korn und 23 Malter Gerſte, zweimalterweis meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 26. April 1856. ee ee Friedberg en der. Frucht ⸗Verſteiger ung im Fichtenbeſtand des bei dem Rentamte Friedberg. [730] Von den 185551 Fruchtvorräthen des hie⸗ ſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſi⸗ ſchen Hof Montag den 5. Mai 1856, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher daſelbſt 50 Malter Korn und 19 Malter Gerſte, 2) zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Deut⸗ ſchen Haus Freitag den 9. Mai 1856, Vormuͤtags 10 Uhr, von dem Speicher da⸗ ſelbſt 68 Malter Korn und 40 Malter Gerſte. Friedberg den 29. April 1856. Großherzogliches Rentamt Friedberg e 7310 10 Uhr, ſtebende den Heinrich hende Immobilien einer meiſtbietenden freiwil⸗ ligen Verſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: Ord.⸗Nr. Flur. Nr. IKlftr. 1 3 50 42% öO Hofraithe in der Vor⸗ ſtadt zum Garten, gibt abgelöſte Grund⸗ rente 1 fl. 30 kr. 2 3 49 5 Grabgarten in der Vorſtadt zum Garten. 3 3 351 14½¼0 daſelbſt. Gemarkung Fauerbach II.: Pag. Nr. Ruthen 1 479 2 664¼ Acker auf dem Ring⸗ graben, gibt abgelöſte Grundrenke 5 fl. 14 kr. Friedberg den 29. April 1856. In Auftrag der Erben Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B. e n des. nach Hauſe, löſcht die Feuer aus und verläßt wo möglich Die Lawinen donnern dann von die Wohnungen nicht. den Schneegebirgen hernieder und die gewaltigſten Bäume des Windes nicht. ob er gewiß wiſſe, widerſtehen der Gewalt Holzſchnitzer fragte ſeinen Begleiter: daß dies der Föhn ſeie. „Zuverläſſig iſt er es,“ erwiderte Hans, der den be— Zeigefinger in die Luft geſtreckt hatte, um den — Hin einer kleinen daß Gott ſich ausſpreche, und wiſchen uns. Wer nach der Enge fin⸗ nimm Dein Leben netzten Wind zu erkundigen, hier ſein. Du haſt gewollt, er hat Dich erhört; jetzt entſcheidet er z den Heimweg m Adien Du in Acht; ich will auch für das meinige ſorgen!“ Und ohne eine Antwort abzuwarten, eilte Hans nach ſchmalſten war, ſchwang ſich mit Einem Satze glücklich hinüber. Vergebens rief eilte unausgeſetzt vorwärts, von uns Beiden wieder det, der ſoll Vreneli haben. der Stelle, wo die Eisſpalte am ſeinen Stock auf ihren Rand und der Jäger hören, und war hatte kein Hülfsmittel, bald in dem dichten Gewölk verſchwunden, das langſam am Gehäng der Felſenkegel hinzog. um über jene Gletſcherſpalte ſich die dem Föhn Der junge und Firn zu ſchieben, wie Pelotonfeuer, ſchenräumen Pfeifen unter heiße Wind noch Aufbietung aller Weile kann er ſtͤtzte ihn Ulrich zurück; ohne auf ihn zu Ulrich er über den Gletſcher zurücklief. Anſtatt wie Hans ſteilen Höhen zu ſuchen, minder bemerklich macht, zur Wengernalp hinab; begann ſich ſchon unter dem Gletſcher knallte und donnerte es daher den Eisnadeln. und da ein unheimliches Geſchrei aus, aus den unteren Gebirgsſtöcken deſſen wehmüthig lang gezogene Töne anzten und tauſend Echo's ob ſich unſichtbare Schildwachen des Gebirges einen Allarm⸗ ruf zuſchreien wollten. Ulrich beobachtete Die Wolken rückten immer ſchneller heran. zu Abgrund fortpfl hinüberzuſchwingen, welche ihm den Weg verſperrte, und mußte daher umkehren. Sa 6 als Vorläufer vorangehen, um ihn her, als Schon ſpielten die leichteren Winde, die wo ſich die Wirkung des Föhns ſtieg Ulrich ſo raſch wie möglich allein der weich gewordene Schnee da und dort zu ſpalten und heiße Windſtöße zogen in kurzen Zwi⸗ und verloren ſich mit unheimlichem Einige Raubvögel, die der hoch in Lüften überraſchte, flogen mit Kraft ihren Horſten zu und ſtießen hie und drunten tönte das Alpenhorn herauf, ſich von Abgrund weckten, als mit banger Unruhe den Horizont. Schon waren Edicetalla dung. 4732] Nachdem über das Vermögen des Peter Euler von Hochweiſel von Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen der formelle Concurs er— kannt worden iſt, ſo werden bekannte wie un— bekannte Gläubiger zur Geltendmachung ihrer Anſprüche, ſowie zur weiteren Beſchlußnahme auf Freitag den 20. Juni l. J., Vormittags, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe und Annahme des Beitritts zum Beſchluſſe der Mehrheit der er— ſchienenen Gläubiger hiermit vorgeladen. Butzbach den 25. April 1856. Großberzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landgerichtsaſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. 1733] Die Erben des Johannes Bechtold J. und der Heinrich Mohr's Eheleute zu Nie— derwöllſtadt haben die Grundſtücke ihrer Erb— laſſer vertheilt, ohne deren Eigenthumsrecht an nachbenannten, denſelben im Grundbuch der Ge⸗ markung Niederwöllſtadt zugeſchriebenen Par— zellen urkundlich nachweiſen zu können: a) auf den Namen des Johannes Bech⸗ told I. ſtehend: Fl.Nr. 1/328. 1514. 1/1437. 1/1438. 171439. 1/1598. 1/827. 1/1293. 1/130. IX/85. X/263. X28. X97. XI/104. XI/278. XIII/529. XVI/IO. XVIII/ 66. XVIIL/S3. XVIII/z2S2. XINV/ 297. XIX/460. II/100. 14/382. IV/329. 1vV/½396. VII/34. VIII/59. IX/353. II/I114. X/ 284. IV„148. N b) auf den Namen des Heinrich Mohr ſtehend: Fl./Nr. 1,1265.(Hofraithe) 1/1264. 1/1353. 11/185. III/272. 1V/ 528. XIX/ 686. Es werden daher Alle, welche an obige Lie⸗ genſchaften Eigenthumsanſprüche zu machen haben, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 o chen a dato dahier zur Anzeige zu bringen, als ſonſt das Eigenthumsrecht der Erblaſſer unter⸗ ſtellt, die Theilung beſtätigt und Eintrag der Erwerbtitel in das gerichtliche Mutatlonsver⸗ zeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 19. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, i Landrichter. Landgerichts-Aſſeſſor. Bekanntmachung. 734] Freitag den 16. Mat, Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem bieſigen Rathhauſe die dritte Ab- theilung der 18551 Domamalfrüchte, nämlich: Landrichter. 160 54 Malter 20,7 Hundertel Korn, 65„ 81,8„ Gerſte, 56„ 99,6„ Hafer, meiſtbietend verſteigert werden, wozu man Steigluſtige einladet. Reichelsheim den 28. April 1856. Herzogl. Naſſ. Receplur v. Preuſchenn. Anordnung einer Curatel. 1735] Da der Wittwer Georg Martin Richte r zu Reichelsheim wegen Trunkſucht und Unver⸗ mögens ſein Vermögen ſelbſtſtändig zu ver⸗ walten in Gemäßheit amtlichen Beſchluſſes vom 25. April 1856 unter Vormundſchaft geſtellt worden iſt, ſo wird dieſes mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechts⸗ geſchäfte nur gültig mit deſſen Vormund Ja⸗ cob Richter abgeſchloſſen werden können. Reichelsheim den 29. April 1856. Herzogl. Naſſ. Amt Hildenbrand. SHolzverſteigerung. (736 Montag den 5. Mat l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Frhl. v. Löw'ſchen Wald zu Wiſſelsheim, Diſtrikt Wiſſelsheimertannen: 24 Stecken Kiefern⸗Prügelholz und 1600 Stück dergl. Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 30. April 1856. Der Frhl. von Löw'ſche Revierförſter Weigand. Holzverſteigerung. 1737] Mittwoch den 7. Mai l. J., Morgens 10 Uhr anfangend, werden in hieſigem Ge— meindewald Diſtrikt Strecker J. Theil: 83 Klafter Birken⸗Prügelholz, 8100 Stück gemiſchte Wellen, 355 Eichen-Gerüſthölzer und 47„„ Werkholzſtämme öffentlich verſteigert. Ferner Donnerſtag den 15. Mai l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr anfangend, in dem Diſtrikt Pfuhl: 14850 Stück Kiefern⸗Wellen, ſodann im Diſtrikt Adamsberg: 3 Klafter Kiefern-Prügelholz, 1729 7„Stockholz und 350 Stück„ Wellen öffentlich verſteigert. Wehrheim den 27. April 1856. Der Bürgermeiſter Jäger. 5 Hol zverſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. 1738] Nächſten Dienſtag den 6. Mai, von Vormittags präcis 8 Uhr an, ſollen in den Distrikten Wendelholz und Stein nachſtehende Holzſortimente: Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer Stecken Buchen— 5—— 18 Eichen 67 24 73 70 Nadelholz— 200 156 345 Aspen 2 12 8 1 31 Eichenſtämme von 6-40“ Durchm. und 8 25“ Länge, 6 Buchen⸗ und Obſtbaumſtämme von 6-10“ Durchm. und 15— 227 Länge, 41 Kiefernſtämme von 6—9“ Durchm. und 1530“ Länge, 10 Aspenſtämme von 8-13“ Durchm. und 20-45“ Länge, 8 1700 Nadelſtangen zu Sparren und Trudeln geeignet; ferner Mittwoch den 7. Mai in den Diſtrikten Kleinorlitz und Hainbachsbuſch in derſelben Stunde anfangend: Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer S Aspen 146 ½ 64— 144 258 ½ Stecken Buchen⸗Stammreiſer, 71 Schichten 1„ 36 Aspenſtämme von 916“ Durchm. und 10-25“ Länge, 2 Birkenſtangen von 5“ Durchm. und 35“ Länge, an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt am erſten Tage im Diſtrikt Wendelholz, am zweiten Tage im Diſtrikt Hainbachsbuſch. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bis zum Betrage von 25 fl. Zahlungsfriſt bis Ende September d. J. Ortenberg den 28. April 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Haberkorn. e Arbeits ⸗Verſteige rung. 1739] Mittwoch den 7. Mai, Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zur Anfertigung eines Schul— hofthors erforderlichen Arbeiten, namentlich: a) Schreinerarbeil, veranſchl. zu 25 fl. 15 kr. b) Schloſſerarbeit,.„ 14—„ e) Weißbinderarbeit,„„e, auf dem hieſigen Rathhauſe öffentlich an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Steinfurth den 30. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Thönges. die nahen Bergeshäupter verſchwunden und einem Nebelwalle eingeſchloſſen, wie von dem Drucke des Föhns von allen gedrängt und ſtieg in Gletſcher hinab, Zeit in dieſer Lage, ein anderes Anſehen gewonnen. zu ſeinen höchſten über die Abhänge, unter ſeiner heißen von Eis und Schnee zu erweichen. Seiten her zuſammenzog. Endlich brach der Föhn ſelber in ſeiner ganzen Wuth los. Der junge Mann ward von dem Druck des Windes fort⸗ ſchiefer Richtung weiter über den wobei er einzig damit beſchäftigt war, die Spalten zu vermeiden, in welchen können; ſo erreichte er endlich eine Biegung, wo der Wind durch eine wallförmige Anſchwellung des Berges gebrochen wurde und er ſtille halten konnte. Ganz betäubt und außer Athem ließ er ſich zu Boden ſinken und verharrte längere ohne ſich rühren zu können. endlich ſich umzuſchauen vermochte, hatte die ganze Natur Die Gewalt des Föhns hatte die Wolken davongetrieben, die nun in hinzogen, und das ganz abgeklärte Gebirge ließ ſich bis Spitzen überſchauen; niſche Gluthauch wirbelte noch immer um toſte durch die Schluchten und ſchien Berührung all dieſe Man ſah unter dem er fand ſich der ſich unter geſchmolzenen und er hätte verſinken Als er der Ferne aber der afrika— die Hörner, fuhr den Thalern zu. ſtarren Maſſen zuſammengeſunkenen Schnee Bächlein hervorrieſeln, die ſich bereits in ſchäumenden weißen Waſ⸗ ſerfällen in die Schluchten zu ſtürzen begannen. Der junge Jäger erhob ſich wieder und ſetzte mühſam ſeine Wanderung zu Thale hinter den hohen Steinwällen oder in den Furchen, die über den Gletſcher hinliefen, windes zu ſchützen. den Thälern begegnet, ſeine Berührung mit dem Hochgebirge gelangt; er hatte nicht die entfernteſte Ahnung von dem Föhn auf dieſen beeiſten Höhen leiſtete, nem Hauche plötzlich aufzulöſen ſchienen. ſich mühſam ſchleppte, Schmelzen und Aufthauen angeſchwellt, ſtürzte das des Gebirgs hernieder; jene vereinigten ſich auf der Sohle der Schluchten und wälzten fort, wobei er Sorge trug, ſich gegen das Ungeſtüm des Sturm— Er war ſeither dem Föhn nur in wohin dieſer ſchon abgekühlt durch gehabt, was der die ſich unter ſei— Je weiter er deſto raſcher ging es mit dem auf allen Seiten; zu Gießbaͤchen Schneewaſſer von dem Rücken ihre toſenden zügelloſen Fluthen (FJortſetzung folgt.) lanir⸗ 5 lagt Wen g 9 50 Luhe Skeeinen im a eranſchlagt g 3) das Anfahrt veranſche, 00 das A panel. Das Hall 00 di rn 546 Anfahren beranſchagt zu 7) das Meſſen 1 breiten dieſes Nitderwöllge bench 8 Ver ſte Hauarbeiten, vol Ba 0 neuen Schul hau Jul] Mittwoch 15 lr, ſoll in dem Bi Jacob Adami zu Nied Aͤghaltene und nicht ur Dachdeckerarbelt n Nläne und Voranſe gun liegen auf Grof berg offen und tönt werden. f Niederweiſel,! Großherzogliche 1 7 Ein (N der die Kamn will, kann in die W Friedberg, Lehr li 1653] Ein junger M rofeſſion erlernen w Ahre treten. Friedberg. Bauſand u. log füt Anlagen u 1 887 Reſte Lö] zu 12 u. 14 b 0 2 Empf 108 Ich zeige hier außer meinem Pußge! als; Sick, Näb⸗ un min, Tanauwolle un ſchlagende Uriel in habe und nich dermit — Klee l tiſer Ou c wird, etlaff 8 A. Pfund.* driedberg, 9 — bl i 10 Eine olf iu bermielhen dar ine Verſteenge vun g 740] Donnerſtag den 8. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die bei der Chauſſirung des Triftweges dahier vorkom— menden Arbeiten und Lieferungen an den We— nigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: 1) Planir- und Chauſſirarbeit, veran- ſchlagt zu 150 fl. 2) das Brechen von 12 Cbklftr. Steinen im Aſſenheimer Bruch, veranſchlagt zu 144% 3) das Anfahren dieſer Steine, veranſchlagt zu 144„ 4) das Aufſeßen dieſer Steine, veranſchlagt zu 12 5) Das Hauen von 3 Cblklftr. Kies, veranſchl. zu 6„ 6) das Anfahren dieſes Kieſes, veranſchlagt zu 217 7) das Meſſen und das Aus- breiten dieſes Kieſes 6„ Niederwöllſtadt den 29. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederwöllſtadt Stoll. Verſteiger ung von Bauarbeiten zur Erbauung eines neuen Schul hauſes zu Niederweiſel. 1741] Mittwoch den 7. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Wirthſchaftslocal des Johann Jacob Adami zu Niederweiſel die am 7. April abgehaltene und nicht genehmigte Verſteigerung der Dachdeckerarbeit nochmals ſtattfinden. Pläne und Voranſchlag ſowie Steigbedingun⸗ gen liegen auf Großb. Kreisbauamt in Fried— berg offen und können bis dahin eingeſehen werden. Niederweiſel, den 28. April 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Niederweiſel Sa ub. Sin un ug e, (647 J der die Kammmacherprofeſſion erlernen will, kann in die Lehre treten bei Friedberg. Kiefer, Kammmacher. Lehrlingsgeſuch. [653] Ein junger Menſch, welcher die Dreher— profeſſion erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten. Friedberg. Ludwig Neiſel. Bauſand und reinen Kies 16931 für Anlagen und Gärten verkauft J. Ko ob in Friedberg. Reſte Leinwand 1705] zu 12 u. 14 kr. pr. Elle bei S. G. Simon jun. — 2 Empfehlung. 7081] Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich zußer meinem Putzgeſchäft noch mehrere Artikel als: Strick-, Näh⸗ und Stickbaumwolle, Stra- min, Terneauwolle und alle in dieſes Fach ein— ſchlagende Artikel in großer Auswahl angelegt babe und mich hiermit beſtens empfehle. . Menges. Kleeſamen 7251 beſter Qualität, für deſſen Güte garan⸗ irt wird, erlaſſe ich um aufzuräumen à 22 kr. „r. Pfund. Friedberg. H. W. Hatteroth. Zu vermiethen. 726] Eine vollſtändige Wohnung mit Laden at zu vermiethen Hartmann Mog k, nächſt der Burg. 161 Eine Hofraithe, neu erbaut in der ſchönſten Gegend der Wetterau, an einer Hauptſtraße und Eiſenbahn-Station gelegen, durch letztere 1 Stunde von Frank⸗ furt a. M. entfernt und in der Nähe der Bade— orte Homburg und Nauheim, mit einem ſchö. nen Wohnhauſe, großem Hof- und Oeco— nomie⸗Gebäude und daran ſtoßenden Gemüſe⸗ und Obſtgärten, iſt unter günſtigen Bedingungen zu verkaufen. Die bis jetzt darin betriebenen lucrativen Geſchäfte, ſowie ca. 40 Morgen Land, theils eigen, theils Pachtgut, können nach Wunſch mit übergeben werden. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. 17421 Jean Noth, Tapezierer, 1743] wohnt von heute an bei Herrn Seifen- ſieder Wolf in der Auguſtiner⸗Straße. Friedberg den 27. April 1856. Strack, C. 1 Empfehlung. 1 1744] Bei C. W. Leske in Darmſtadt iſt erſchienen: 0 Die Leiden und Kämpfe der Evangeliſchen in Frankreich. 8. geheftet. Preis 40 kr. Vorräthig in allen Buchhandlungen. 5 5 In Friedberg bei E. Seriba. [745] Mit allen Sorten Mehl, namentlich Blumenvorſchuß und gutem Roggenmehl bin ich beſtens verſehen, welches ich in empfeh lende Erinnerung bringe. Friedberg im Mai 1856. S. Seckendorf. 1746] Eine Wieſe von circa/ Morgen hat zu vermiethen Säckler Rauſch's Wittwe. Gegenſeitige Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſellſchaft fuͤr das Großherzogthum Heſſen. Landesherrlich beſtätigt 15621 Indem ich mich auf die den ſeither Betheiligten gewordenen Rechenſchafts— unterm 17. Mai 1881. berichte beziehe, lade ich hiermit zu weiterer Theilnahme ergebenſt ein. l Zur Abgabe von Statuten, Antragsformularien, ſowie jeder etwa weiter gewünſcht werdenden Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit. Friedberg den 2. April 1856. Heinrich Hahn. Die Union. Allgemeine deutſche Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft. Grundkapital 3 Millionen Thaler, wovon Thlr. 2,509,500 wie Aktien emittirt ſind. 1368] Kapital⸗Reſerve„ 51,635. Thlr. 2,561,135. N Dieſe Geſellſchaft verſichert Bodenerzeugniſſe aller Art gegen Hagelſchaden zu feſten Prämien ohne Nachſchußzahlung. Die Verſicherungen konnen auf ein und mehrere Jahre geſchloſſen werden. Bei Verſicherungen auf fünf Jahre werden den Verſicherten beſondere Vortheile gewährt. Jede weitere Auskunft ertheilen die unterzeichneten Agenten, welche auch den Abſchluß von Verträgen einleiten. Friedberg und Laubach, den 3. März 1856. G. F. Nau, Rechner in Friedberg, J. M. Zöckler, Stadtrechner in Laubach, Agenten der Union. Die Kölniſche Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft [747] gewährt gegen feſte, jede Nachzahlung ausſchließende Prämien volle Entſchädigung binnen Monatsfriſt nach deren Feſtſtellung für alle Feld— und Garten-Früchte, ſo wie für Glasſcheiben. Für fünfjährige Verſicherungen findet eine beſondere Prämien-Rück— vergütung ſtatt. Zur Garantie des Verſicherten ſteht, außer der Prämien-Einnahme, das auf 3 Mill. Thaler normirte Grundkapital, wovon gegenwärtig 2) Millionen Thaler begeben ſind, ſo wie der ſich bereits auf 82,000 Thaler belaufende Reſervefonds. Nähere Auskunft unter Gratisbehändigung einfacher Antrags-Formulare(Saat-Regiſter) ertheilen die Agenten: Herr P. F. Schmittner in Friedberg, „ Geometer Schneider in Bönſtadt, ſowie der unterze Frankfurt. „ H. Bergauer in Butzbach, a 3 ichnete zur Vollziehung der Policen ermächtigte Haupt-Agent der Geſellſchaft Franz Böhm. 162 Soolbud Nauheim. Jeden Tag O NC. I. B. der Kurcapelle im Kurgarten, Nachimitlags 3 Uhr. 17481 Todesanzeige. [752] Allen Freunden und Bekannten machen wir die Anzeige, daß es dem Herrn gefallen hat, unſern Gatten und Vater Johann Adam Mack 5 an ſeinem 57. Geburtstage, den 27. April, zu einem beſſeren Leben abzurufen. Zu⸗ gleich ſagen wir allen Denen, die ihn zu ſeiner letzten Ruheſtätte begleiteten, unſeren herzlichſten Dank und bitten um ſtille Theilnahme. Friedberg den 30. April 1856. Die trauernden Hinterbliebenen. Billiger Ausverkauf 1749] einer Parthie zurückgeſetzter feiner Porzellan-Waaren bei L. Goldmann jun. Geſchäfts⸗Verlegung. 1721] Indem ich dem geehrten Publikum von der Verlegung meines Spezerei⸗Geſchäftes in das früher Schlechtweg'ſche Haus, Ecke der Metzger- und Apothekergaſſe, Kenntniß gebe, empfehle ich mich recht zahlreichem Beſuche. Friedberg. P. F. Schmittner, Ecke der Metzger- und Apothekergaſſe. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt erſchienen und zu haben: Vierundzwanzig Confirmatians-Gedenkſcheine mit bibliſchen Denkſprüchen und bildlichen Darſtellungen aus der heiligen Schrift. Entworfen von Erwin Preuſchen. Neue Ausgabe. Preis 36 kr. die neueſten Sonnen- u. Regenſchirme Kleiderſtoffe, Stroh⸗& Shawls;, Filzhüte, Vorhangzeuge und Leinwand etc. zu feſtgeſetzten Preiſen 1750] billigſt zu haben bei Gerſon Schulhof, Freiheit nächſt der Burg. 1502] Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1856. Eduard Ruths, zum neuen Dielhof. Soolbad Salzhauſen. 7511] Die diesjährige Saiſon wird den 15. Mai eröffnet, und findet den zwei— ten Pfingſttag, ſowie an allen folgenden Sonntagen während der Curzeit Ball im Curſaale Statt, wozu ich ein hochverehrliches Publikum ergebenſt einlade. Salzhauſen, den 1. Mai 1856. H. W. Seum's Wwe. Tuche, Burkins, und Weſten, Philippi's Garten. [753] Meine Gartenwirthſchaft wird Sonn⸗ tag den 4. Mai mit Geſangsproductionen er⸗ öffnet werden, wozu ich freundlichſt einlade. Georg Philippi. Bekanntmachung. [754] Die Mitglieder der allgemeinen Vieh⸗ verſicherungsanſtalt zu Hungen werden zu einer Generalverſammlung in dem Kloſter Arnsburg, in der Wirthſchaft des Herrn Henzel, auf Mitt⸗ woch den 7. Mai, Nachmittags 2 Uhr, hiermit eingeladen. Der Vorſtand Dr. Gros. Oelfarben,., 1755] zum Anſtrich fertig, beſonders ſchön, in weiß, grün und gelb, für Haus⸗, Garten⸗ und Küchengeräthſchaften, bei Frankfurt a. M. F. Kay ſer, Vilbelergaſſe 9. Zur Beachtung! [756] Dem gegenwärtig in Nauheim fungiren⸗ den anonymen Briefſchreiber diene zur Nach⸗ richt, wie auch zur Beruhigung, daß der in Friedberg aufgegebene Brief vom Adreſſaten nicht angenommen wurde, weil er zu viel ſteyeriſch Kupfer——— enthielt. Nauheim, Ende April 22 Geld⸗Cours. Frankfurt, am 30. April 1856. Neue Louisd'or. ef. 10 4 Piſtelen-„ 9 43½¼-—44½ Friedrichsd or„ 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 50-51 Rand⸗Ducaten. 1„ 5 34-35 20 Frankſtücjſzre„ 9 25-26 Engliſche Souverains.% 11 54-56 Preußiſche Thaler„ Preußiſche Caſſenſcheine„ 5 Fres.⸗ Thaler 1 Kirchliche Anzeigen. Sonntag Exaudi den 4. Mai. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarr. Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Schönhals. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Trautwein. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Die nach paden def binnen 6 Woche Frie dbe 6 Stuͤcktht Boden, geeicht! errührend, 17 Das Gan — Ni. 12 Miniſterums der höchſter Entſchließ angeordnete Vert zur Geſahlung d. — Ill. Umlagen; Gemeinden des richten. S. K. am 19, März de Anwalt in S Stadtgerichtsaſſefſe 22. den Bauacce Secretär und de Gießen, Pilger nennen.— V. herzog haben al gell- und Caſſa Deer Felsblöcke hatte, rollten ſtießen ſich da ten in ungehen Hannten Gletſe runde, an der herte. Die a Schhucenaſſen 1 Aiethage losger ſich dann wit e rafften ſe in efand und ii ſürzten ſchmet wieder zurückſ 1 die vo kürzen 05 fc. Ausweg um Hoch, Die bahhebirge 0 10 Aögrundes,