Annfage. Friedberger Intelligenzblatt. A. N. er. 4 8 15 9 Einrückungsge⸗ en 8 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, g l* tag. Preis jährl. t 5 5 2* 2 2 dee 7 25 ee eee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e . Nu 39. Dienſtag, den 31. Juli. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Aufnahme der Taubſtummen in die Taubſtummenanſtalt zu Friedberg.. 8 Auf Antrag der Großherzoglichen Oberſtudien-Direction hat Großherzogliches Miniſterium des Innern durch höchſte Entſchließung vom 16. Juli l. J. genehmigt, daß die Aufnahme der Zöglinge in die Großherzogliche Taubſtummenanſtalt zu Friedberg künftig nur zweimal im Jahre, namlich im Frühjahr in der Woche vom Sonntag Trinitatis bis erſten Sonntag nach Trinitatis und im Herbſte in der letzten Hälfte des Monats Oktober, ſtattfinden ſoll. Sie werden beauftragt, dieſes in Ihren Gemeinden zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Friedberg am 27. Juli 1855. Müller. Steckbriefe Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. — Jacob Loch von Bruchenbrücken. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 15 Jahre; Große: 5 handlung Fuß; Augen: braun; Haare: ſchwarz; Mund; klein, etwas aufgeworfen; Naſe: ſtumpf; Bart: ſtumpf; Kleidung: 1 abgetragener Rock von grünem Sommerzeug; 1 ſchwarze Weſte von blaugeſtreiftem Sommerzeug; eine ſchwarze Tuch— kappe; 1 paar ſchwarze Sommerhoſen mit grün und blauen Streifen; 1 paar Stiefel zerriſſen. Alexander Fiſcher von Ermenrod. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 53 Jahre. lan Heinrich Weitzel von Lum da. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 16 Jahre. Bekanntmachung. ſicheſe In den erſten 10 Tagen des Monats Auguſt c. werden mit der directen Steuer pro Auguſt auch die N 5 Brandentſchädigungsbeiträge für das Jahr 1854 erhoben und nach Ablauf, des 10. Auguſt beginnt geſetzlich 5 das Beitreibungsverfahren. Zahltage ſind jeden Dienſtag und Donnerſtag. 8 Friedberg den 28. Juli 1855. Großherzogliche Diſtriktseinnehmerei daſelbſt 9 9 brmat. Bit f ch. Etuis 6 kr. uffleben. f Oeffentliche Nachricht. Nach einem Beſchluß des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Friedberg beabſichtigt derſelbe Korn zur Ausſaat fur 1 dieſes Jahr aus dem Ausland zu vermitteln und zwar unter folgenden Bedingungen: Nui 1855 10 Die Transportkoſten übernimmt der landwirthſchaftliche Bezirksverein im Betrage bis zu 80 fl. Sollten dieſelben Leier dieſe Summe überſteigen, ſo haben die Empfänger von Korn den Mehrbetrag verhältnißmäßig zu decken. 4 2) Mehr als zwei Malter werden an einen Oekonomen nicht verabfolgt. Bei der Beſtellung muͤſſen/ des Kauf⸗ 2 preiſes an den Vereinsrechner Ferdinand Frick dahier bezahlt werden. Der Reſt wird bei der Empfangnahme 1132 berichtigt. %% Es ergeht daher, mit Rückſicht auf den vielfach ausgeſprochenen Wunſch um ausländiſches Korn zur Ausſaat, an 1 diejenigen Oekonomen des Bezirks, welche von dem Anerbieten Gebrauch machen wollen, die Aufforderung, ihren Bedarf 1906 an Saatkorn baldigſt bei dem Bezirksvereinsrechner Ferdinand Frick dahier zu beſtellen. 151 Friedberg am 26. Juli 1855. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg — als 1. Direktor des landwirthſchaftl. Bezirksvereins Friedberg 5 Mü bl ener. eigel, 5 Einladung zu der Feier des landwirthſchaftlichen Feſtes zu Lauterbach. Zu Folge höherer Beſtimmung wird die zum Aufſchwung der Landwirthſchaft und zur Beförderung der Viehzuchk von dem landwirthſchaftlichen Provinzial-Verein von Oberheſſen angeordnete Preisvertheilung am 7. Auguſt d. J. in Lauterbach ſtattfinden. 6 Zur Beförderung und Hebung dieſes ſo wichtigen Zweckes hat der Stadtvorſtand eine angemeſſene Feier dieſes rakirche! Tages beſchloſſen, welche auf nachfolgende Weiſe ſtattfinden wird. Sarah 1) An dem benannten Tage Morgens 8 Uhr verſammeln ſich im Saale des hieſigen Stadtwirthshauſes mit den Mit— 7 gliedern der höheren Orts ernannten Commiſſion, dem Großherzoglichen Kreisamte die Mitglieder der Stadt- und — übrigen Behörden, die Mitglieder des landwirthſchaftlichen Vereins, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft, die 264 durch ihre Theilnahme das Feſt zu erhöhen geneigt ſind; von wo aus gegen 9 Uhr der geordnete Feſtzug mit Muſik nach dem Feſtplatze beginnen wird. 2) Auf dem Feſtplatz angekommen, beginnt die Ausmittelung der preiswürdigen Thiere. Nach Beendigung dieſes Geſchäfts erfolgt deren Vorführung, worauf von der eigens erbauten Tribüne unter Bekränzung der preiswürdigen Thiere und unter Muſikbegleitung die Prämien ausgetheilt werden. 3) Während dieſer Zeit wird das Publicum mit angemeſſenen Spielen, als Erſteigung der errichteten Kletterbäume und Erringung der an ſolchen hängenden Preisgaben ꝛc. unterhalten werden. 4) Auch werden während dieſer Zeit eine preiswürdige Kalbin, 2 Hämmel, zwei paar eiſerne Halbjoche, ſowie ver— ſchiedene ſonſtige landwirthſchaftliche Gegenſtände ausgeſpielt werden, wozu Looſe à 12 kr. bei den Herrn Bürger⸗ meiſtern zu haben ſind. 5) Nach geſchehener Preisvertheilung wird bei guter Witterung am Feſtplatze in den decorirten Zelten, bei Regenwetter aber im hieſigen Rathhaus-Saale ein gemeinſchaftliches Eſſen ſtattfinden, wozu die Freunde der Landwirthſchaft, ſo wie alle Diejenigen, welche Antheil hieran zu nehmen wünſchen, hierdurch ergebenſt eingeladen werden. Indem die Unterzeichneten Vorſtehendes zur Kenntniß der Behörden, der Gemeinde-Vorſtände, ſowie aller Freunde der Landwirthſchaft bringen, beehren ſie ſich zu vielſeitiger Theilnahme an dieſem Feſte ergebenſt einzuladen. Lauterbach, den 24. Juli 1855. Dr. Goldmann. Eifert. J. V. Vollmüller. J. Röhn. F. C. Stiebeling. 2 Fr. Renker. Georg W 8 iebeling Eine Wechſelſchuld. 1(Fortſetzung und Schluß.) Mitternacht war vorüber, und ſchon befuͤrchteten die Beamten, daß für dieſe Nacht das Unternehmen nicht zur Ausführung kommen würde, als ſich plötzlich, nicht fern dem Hauſe, ein leiſes unterdrücktes Hundegewinſel vernehmen ließ, und gleich darauf ein Schatten am Hauſe entlang huſchte. Einer der Polizei-Beamten folgte dem⸗ ſelben. Jetzt ſtand der Dieb am Hauſe; ſcheu und fluͤchtig ſich umſchauend, ſchwang er ſich mit katzenartigem Satz auf das Fenſterſims; als er Niemand gewahrte, drückte er ein Wachspflaſter auf die unterſte Scheibe und durch daſſelbe die Scheibe ſelbſt unhörbar entzwei. Dann griff er durch daſſelbe hinein, löſte die innern Riegel und ſprang dann durch das geöffnete Fenſter in das Zimmer. Gleich darauf hörte man die Hausthür leiſe öffnen— und fünf andere Verbrecher, die während dieſer Zeit genaht, drangen in das Haus.— Jetzt ward die Thür von innen ver— riegelt. In dieſem Augenblick nahte der alte Wildhahn mit den Polizei-Beamten. Als ſie die Thür verriegelt fanden, blieb ihre ganze Hülfe und Arbeit hier ſehr zweifel— haft, und der Werkführer drinnen bekam einen harten Stand den Dieben gegenüber. Indem man noch überlegte was zu thun, vernahm man im Innern dicht an der Haus— thür ein leiſes, unterdrücktes Stöhnen— und gleich darauf ward die Thür ſacht geöffnet. Als die Außenſtehenden eindrangen, fanden ſie zu ihrer Ueberraſchung jenen Polizei⸗ Beamten, der ſich gleich anfangs dem Diebe nachge— ſchlichen, im Innern des Hauſes— und ſahen, wie der— ſelbe einem der Diebe bereits mit kräftiger Hand die Kehle zudrückte, ſo daß derſelbe keinen Laut von ſich zu geben vermochte. Die Diebe hatten den Polizei-Beamten fur einen ihrer Genoſſen gehalten, und zwar, weil derſelbe die Lo— ſung gegeben. Alles dieſes ward zum Theil flüchtig beim Schein einer Blendlaterne bemerkt, zum Theil nach been— deter Sache erörtert. Gegenwärtig war keine Zeit zu verlieren, denn man vernahm ſo eben einen gewaltigen Fall und gleich darauf ein erbittertes Handgemenge. Schnell bedacht drehte der alte Wildhahn den Schüſſel um, ſo daß die Thür ver⸗ ſchloſſen war, zog den Schlüſſel ab— und folgte den Uebrigen, die bereits drüben auf der Treppe, im Vorge⸗ mach mit den Dieben im Kampf begriffen waren. Friedrich, der ſich hier verſteckt gehalten, war dem erſten der Diebe, der ſchon bis zur Kaſſe vorgedrungen, in den Rücken gefallen; er würde ihn ſofort überwältigt haben, wenn nicht die Anderen, die ebenfalls bereits im Vorgemach eingedrungen, ihrem bedrängten Freunde zu Hülfe geeilt wären. Ein hartnäckiger Kampf begann, und der junge Werkführer würde ſeine Kühnheit vielleicht mit dem Leben haben bezahlen müſſen, wenn die Hülfe nicht ſo zeitig und ſo kräftig erfolgt wäre. Als die Diebe ſich entdeckt und überfallen ſahen, ſuchten ſie ihr Heil in der Flucht, und ſie würden entkommen ſein, wenn nicht der alte Wildhahn vorſorglich das Haus verſchloſſen hätte. Der Thürhüter, der ſich noch immer von dem Polizei— Beamten feſtgehalten fühlte, ſuchte jetzt durch erneuerte Kraftanſtrengung ſich der ihm erſtickenden Arme zu ent— ledigen— und wirklich gelang es ihm, ſich frei zu machen, als zwei ſeiner Genoſſen die Treppe herabſtürzten und ihr Heil in der Flucht ſuchten. Ber dieſer Gelegenheit war die Bande einen Augenblick locker geworden, und dieſen Zeitpunkt benutzend, entzog er einen Arm der Schlinge, ſchlug ſeinen Gegner mit der Fauſt in's Geſicht und ent— ſprang. Doch die Hausthür war verſchloſſen, und da auch in dieſem Augenblick der Fabrikherr, durch den Lärm ge— weckt, mit Licht erſchien, und noch andere Hausbewohner — die Diebe mußten ſich gefangen geben. Der Fabrikherr, vor Schreck erſtarrt, wußte ſich die Sache nicht zu deuten, bis endlich der Polizei-Beamte ſeine Hand ergriff, und, ibn zu dem alten Wildhahn und dem Werkführer geleitend, ſagte:„Herr Waidmoſer, dieſen beiden Männern ſind Sie zu großem, großem Danke ver— pflichtet. Heute Nacht ſollte Ihr Vermögen Ihnen geraubt werden von Jenen, die ſo eben abgeführt wurden; dieſer junge Mann hatte den Anſchlag erfahren, und er und unſer wackerer Meiſter Wildhahn machten die Anzeige bei mir. Daß wir Sie nicht davon in Kenntniß ſetzten, mͤſſen Sie der Polizei zu gut halten; wir wollten uns durch Ihren Schreck einige gefährliche Diebe auf der That erkaufen, wüs wohl nicht gelingen konnte, wenn Sie mit in die Sache verwickelt wurden. Uebrigens war die ganze An— gelegenheit ſo fein und ſicher angelegt, daß ein Fehlſchla— gen nicht zu befürchten ſtand, und zwar um ſo weniger, da wir Einen der Bande, der heut thätig mitwirken ſollte, vor wenigen Stunden ſchon erwiſchten— und durch dieſen die Loſung erfuhren. Hierdurch gelang es Einem der Unſerigen, ſich unbemerkt mit den Dieben zugleich in das Haus zu ſchleichen.“ „Das war unſer Glück!“ lachte der alte Wildhahn, „ſonſt möchte die Geſchichte doch wohl nicht ſo raſch und glücklich abgelaufen ſein.“ „Und hätten Sie nicht das Haus verſchloſſen,“ er— hervortraten, ſo war ſelbſt an ein Verſtecken nicht zu denken Langen lieferun in Acco Mau 15 mt Dach Scht Sch Gla Wei M. Brea bilklaſte Vuagen län legen Fri D L057 und L geborn terlaſf ber e zu ent⸗ m 265 widerte lachend der Polizei⸗Beamte,„ſo hätten wir jetzt wahrſcheinlich das Nachſehen.“ 8 Der Fabrikherr, von dem gehabten Schreck noch bleich und angegriffen, ging zu dem alten Wildhahn und drückte demſelben herzlich die Hand. Gleiches that er, mit einem Gefühl tiefer Beſchämung, bei dem Werk⸗ führer, dann aber dankte er Allen, ließ Wein holen und nöthigte ſeine unerwartet empfangenen Gäſte zu fleißigem Trinken. Als der alte Wildhahn ſein Glas gefüllt, trat er zu dem Fabrikherrn, zeigte auf den Werkführer hin und ſchmunzelte:„Wenn's Gott will, muß doch Alles zum Guten ausſchlagen. Sie hatten es böſe im Sinn mit dem „Nun gut, wenn Sie's meinen,“ ſchmunzelte der alte Meiſter,„ausfüllen wird er ſein Amt, er verſteht's Geſchäft. Hätte aber nun, da ihr ſo gütig für die Zukunft meines Schützlings geſorgt, wohl noch eine Bitte.“ „Und die wäre? Ich erfülle ſie gern, ſo ich es kann und es Sie, mein alter Meiſter, erfreut!“ ſagte der Fa⸗ brikherr und ſtieß mit dem alten Mann freundlich an. Der aber ſchmunzelte, neigte ſich zu dem Ohr des Fabrikherrn und ſagte leiſe:„Wollt' Ihnen nur ſagen, daß Erdmuthe in einigen Wochen des Werkführers Frau wird. Den Mann vergeſſen Sie nicht— aber die Frau!“ Hierbei lächelte der alte Mann gar eigen, doch eine Antwort wartete er nicht ab, er leerte ſein Glas und jungen Mann, nun iſt er in ſeinem Unglück Ihr Retter geworden.“ „Und ich werd's ihm nicht vergeſſen!“ fiel Waid⸗ moſer ein;„er iſt von heute an mein erſter Werkführer.“ brach zum Heimgang auf. Ihm folgten die Uebrigen. (Erheit.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verſteigerung von Bauarbeiten und Materialien zur Erbauung einer Pfarrſcheuer zu Lan⸗ genhain. [los Mittwoch den 1. Auguſt, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in der Pfarrhofraithe zu Langenhain nachſtehende Arbeiten und Material⸗ lieferungen an die Wenigfinehmenden öffenklich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 227 fl. 40 kr. Steinhauerarbeit,„„ 42% 20„ Zimmerarbeit,„„ 1063„ 29„ Dachdeckerarbeit,„ 1 Schreinerarbeit, 1„ 90% 55„ Schloſſerarbeit,„ 0 51* 187 Glaſerarbeit, 7* 6„37„ Weißbinderarbeit,„ 1 45„ 05„ Pflaſterarbeit, 7 15 12 12, Brechen, Fahren und Aufſetzen von 6,3 Ku⸗ bikklaftern Mauerſteinen aus dem Bruche bei Langenhain. Brechen, Fahren und Aufſetzen von 0,8 Ku⸗ W Pflaſterſteinen aus dem Bruche am eller. Lieferung von 2300 Stück hart gebrannten Backſteinen. Aeferung von 40 Bütten Kalk nach naſſem Maaß. Lieferung und Meſſen von 2,1 Kubikklaftern Sand. Pläne, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen hier acht Tage vorher zur Einſicht offen. Friedberg den 20. Juli 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Oeffentliche Aufforderung. C1067 Johann Heinrich Weickhardt, Bürger Und Buchbinder dahier, und Anna Katharina, geborne Klingel, deſſen Ehefrau, ſind mit Hin⸗ terlaſſung eines gemeinſchaftlichen Teſtaments verftorben, das ebenſo wie eine weitere letzt⸗ willige Verfügung des zuletzt verſtorbenen Ehe⸗ mannes unterm 28. Februar l. J. eröffnet worden iſt. Auf Antrag der in dieſen Teſtamenten und einem am 26. Mai l. J. zu Stande gekom⸗ menen Vergleich beſtimmten Erben werden ſämmtliche Geſchwiſter Kinder der beiden Erblaſſer, inſoweit ſie noch keine Erklärung abgegeben haben und inſoweit ſie nach dem Ge⸗ ſetz zur Erbſchaft berufen ſein würden, hierdurch aufgefordert, binnen einer Friſt von 2 Monaten über die Anerkennung der beiden vorgedachten letztwilligen Verfügungen ſich zu erklären, oder u erwarten, daß nach Ablauf dieſer Friſt ihre nerkennung unterſtellt, der Nachlaß den im Teſtament und Vergleich beſtimmten Erben über⸗ laſſen und hinſichtlich der Immobilien die zum Eintrag in's Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde ausgefertigt werden wird. Butzbach den 13. Juli 1855. ee en Buß bach bel, Landrichler. Edietalladung. [1027 Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Ludwig Künſtler den förmlichen Concursproceß erkannt. An⸗ ſprüche jeder Art an gedachtes Vermögen ſind im Termin Mittwoch den 29. Auguſt d. J., Vormittags 6 Uhr, bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe an⸗ zumelden und zu begründen. Im Falle eines Arrangements werden die Nichterſcheinenden den Beſchlüſſen der Mehrzahl beitretend angeſehen. Butzbach den 3. Juli 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. b. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. 2 12 Pfandhaus zu Friedberg. [1035] Von den Pfändern Nr. 22,597, 22,603, 22,611, 22,633, 22,660, 22,669, 22,682, 22,704, 22,723, 22,747, 22,738 find die Pfand⸗ ſcheine abhanden gekommen. Wer etwa An⸗ ſprüche an dieſe Pfänder zu haben glaubt, wird hiermit aufgefordert, die ſelben binnen vier Wochen bei den Unterzeichneten geltend zu machen, in⸗ dem ſolche ſpäter nicht mehr berückſichtigt werden können. Friedberg den 12. Juli 1855. Für die Armencommiſſion: K. Baur. Bender. Bekanntmachung. 110951 Der Pfandſchein Nr. 21,957 iſt angeb⸗ lich verloren worden. Anſprüche an denſelben find binnen 6 Wochen bei den Unterzeichneten zu begründen, gegenfalls das Pfand ausgehän⸗ digt wird und werden ſpätere Anſprüche nicht berückſichtigt. Friedberg den 25. Juli 1855. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. G. Fr. Schweitzer. Amtsferien anzeige. [11131 Die dießjährigen Amtsferien nehmen ihren Anfang den 18. Auguſt und endigen den 15. September. Während dieſer Zeit werden nur eilende Rechts ſachen vorgenommen. Reichelsheim den 26. Juli 1855. Herzogl. Naſſ. Amt v. Preuſchen. Oeffentliche Aufforderung. 111141 Die nachverzeichneten auf den Namen des verlebten Lorenz Huth II. von Langenhain im Flurbuch eingetragenen Liegenſchaften: a. Gemarkung Langenhain mit Ziegenberg: 30/32 Hofraithe, 30/32 Garten, ſod. Grund⸗ ſtücke 192/31, 285/4, 300/41, 337,7, 34/86, 362/37b, 392/99, 422/25, 570,26, 697, 873/87, 921/18, 925/9, 925/10, 989/18, 1033/40, 1220/0, 1251/37, 1288/36, 1299/45, 1392/9, 1488/14; b. Gemarkung Fauerbach: 2205/29, 2206/31 find von Lorenz Müller J., Heinrich We⸗ gert, Jacob Hofmann, Balthaſar Geiſel I. Ehefrau, A. Maria, geb. Hof⸗ mann und Heinrich Müller's Wittwe nd. ihrer Kinder, alle von Langenhain, in ihrer Eigenſchaft als Erben der Anna Maria Müller, im Leben Ehefrau des Lorenz Huth II., ver⸗ ſteigert worden. Sie vermögen aber weder das Eigenthum dieſer Liegenſchaften noch die behauptete Abfindung der übrigen geſeßlichen Erben urkundlich nachzuzeigen. Auf ihren An⸗ trag ergeht daher dieſe öffentliche Aufforderung, alle etwaigen Anſprüche an die vorbezeichneten Liegenſchaften binnen einer Friſt von 2 Monaten ſogewiß dahier anzumelden, als ſonſt die Kauf⸗ briefe beſtätigt und der Eintrag in's Mutations verzeichniß verfügt werden wird. 0 Butzbach den 16. Juli 1855. Großer Landgericht Butzbach be l. Bekanntmachung. [11151 Der Konrad Wenzel und deſſen Ehe⸗ frau, Erneſtine Friederike, geborne Kohlbepp von Oberdorfelden haben die Ueberſchuldung ihres Vermögens glaubhaft angezeigt. Es werden deßhalb deren Gläubiger aufge⸗ fordert den 16. Auguſt l. J., Morgens 10 Uhr, Contumacirzeit, ihre Forderungen anzumelden und zu begrün⸗ den und den Verſuch gütlicher Vereinigung— zur Abwendung förmlichen Concurſes— zu gewärtigen. Die nicht erſcheinenden bekannten Gläubiger werden als der Mehrheit beitretend erachtet und die unbekannten trifft Ausſchluß von der vor⸗ handenen Maſſe. Hanau den 18. Juli 1855. Kurfürſtl. Heſſ. Juſtizamt II. Cö ſt ee r. dt. Avenarius. 757 Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 11116] Nachſtehend verzeichnete Materialien ſollen auf dem Submiſſionswege vergeben wer⸗ den und find dle Gebote mit der Aufſchrift „Submiſſion bis zum 29. Auguſt, Morgens neun Uhr bei unterzeichneter Magazins ⸗Com⸗ miſſion einzureichen. Bedingnißheft liegt bei Großherzoglicher Materialverwaltung dahier zur Einficht offen. Von Nr. 1 bis 21 find Pro⸗ ben vorzulegen. Ded. Bezeichnung der Gegenſtände Einheit 77 5 Nr.. 1. Leinöl Pfd. 300 2. Rüböl, altes 1 22000 3. Sparöl(Lampenöl) 5 6000 4. Seife, weiße 1 180 5.„ſchwarze 1 600 6. Stearinlichter Ar Stück 200 7. Tal Pfd. 600 8. Terpentinöl 1 4500 9. Dochtgarn 7 12 10. Saalband, 2“ breit, Ellen 800 11. Bletweiß, holländiſch Pfund 50 12. Menning 10 100 13. Gummi arabicum„ 30 14. Hanf, geflochten, 0 150 15. Kali, blauſaures„ 10 16. Kupfervitriol 95 150 17. Leim, cölner, 1 25 18. Fenſterpapier, weißes, Buch 400 19. Spiritus vini Pfd. 20 20. Streichfeuerzeuge Stück 1200 21. Beißzangen 1 12 22. Bohrer für Schienennägel 0 200 23. Handſägen„ 12 24. Hebebäume* 6 25. Hebeiſen 1 12 26. Hüfthörner, große,„ 10 27. Reiſerbeſen„ 1000 28. Schippen. 1 60 29. Knüppel 8„ 12 30. Stopfhacken, eiſerne 1 30 31. Stopfhackenſtiele„ 300 32. Schippenſtiele 1 50 33. Tracirleinen 1 10 34. Gießkannen„ 6 35. Drahtſtifte Pfd. 150 36. Bodenbeſen Stück 24 37. Staubbeſen 1 24 38. Cylindergläſer 5 150 39. Dochte Ellen 600 40. Radſcheibenfilze Stück 300 41. Filze, Unterlagen 1 100 42. Glaspapier Blatt 100 43. Putzleder Stück 24 44. Leinwand, alte Pfd. 800 45. Kordel 1 30 46. Schwämme 1„ 10 47. Strohdecken 1“ dick à 12[F. Stück 12 48. 2 170 M à 8„ 1 6 Gieſſen den 26. Juli 1855.. Großherzogliche Magazins⸗Commiſſion. In Verhinderung des Vorfitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter. Oeffentliche Aufforderung. 11117] In dem gerichtlichen Hypothekenbuche für Hochweiſel ſteht eine Hypothek der Joſt Schild's Eheleute über ein Darlehn von 87 ff. bei dem Kugelhausfonds dahier d. d. 2. Sept. 1801 offen, die wahrſcheinlich identiſch iſt mit einer, nur in dem Ortshypothekenbuche von Fauerbach 1. eingetragenen Hypothek d. d. 12. Auguſt 1801, in welch letzterer jedoch Advokat Heß in Butzbach als Gläubiger angeführt iſt. Das Darlehn iſt beſcheinigtermaßen abgetragen, die Originalurkunde kann jedoch nicht vorgelegt werden. Irgend welche Anſprüche hieran, ſo⸗ wie an folgende Grundstücke der Gemarkung Fauerbach J., als: Pag. Nr. 239/5, 340/19, 354/3, 359/12, 536/12, 618/12 und der Gemarkung Niederweiſel 257/48, deren Eigenthum von Johannes Schild II. Erben ur⸗ 266 kundlich nicht nachgewieſen werden kann, find innerhalb 4 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die fragliche Hypothek gelöſcht, resp. die vorliegende Theilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Butzbach den 20. Juli 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Großherzoglichen Do⸗ manialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach betreffend. 11118] Dienſtag den 7. Auguſt d. J. ſoll in den nachbemerklen, bei Oberrosbach gelege⸗ nen Walddiſtricten das nachverzeichnete Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: im Kellerberg: 10% Stecken Scheit, 61 Stecken Prügel⸗, 3527 Wellen Reiſerholz, geſchälte Eichen; 1 Stecken Scheit⸗, 1¼ Stecken Prügel⸗, 29% File Stock⸗, 210 Wellen Reiſerholz, ichen; 7 Wagen 4 Läßſe Schlagabraumholz; 121 Stämme in 849 Cubfß; 294 Stangen Werk- und Nutzbolz, geſchält Eichen; in der Kaßenſtirn: ½ Stecken Scheit⸗, 4 Stecken Prügel⸗, ½ Stecken Stock⸗, 81 Wellen Reiſerholz, 1 Stamm und 1 Stange Nadelholz; in der Schwarzheidt: 1719 Wellen Eichen⸗Reiſerholz. Die Verſteigerung beginnt Morgens präcis 7½% Uhr im diesjährigen Abtriebsſchlag des Kellerbergs. Oberrosbach den 28. Juli 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung, manialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach betreffend. 61119] Dienſtag den 7. Auguſt d. J., Morgens präcis 7 Uhr, unmittelbar vor der oben angezeigten Holzverſteigerung, ſoll das nachverzeichnete, aus früheren Verſteigerungen unbezahlt und unverbürgt im Walde liegen ge⸗ bliebene Holz: im Kellerberg: 100 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 1 Eichenſtamm⸗ klotz von 16¼“ Durchmeſſer u. 30 Länge, 2 Buchen⸗Stangen, 2½“ Durchmeſſer und 15“ lang; im Burgwald: 150 Wellen Birken⸗Reiſerholz abermals verſteigert werden. Da die Verſtei⸗ gerung dieſes Holzes im Kellerberg ſtatt findet, ſo müſſen diejenigen, welche das letztbemerkte im diesjährigen Abtriebsſchlag des Burgwaldes liegende Holz zu erſteigern beabfichtigen, davon vorher Einsicht nehmen und ſich daſſelbe vom fe ch Förſter Schnauber vorzeigen laſſen. Oberrosbach den 28. Julz 1855. Großherzogliche Oberfoͤrſterei Oberrosbach in gmann. Kapitalausleihe. 1120] In dem Kirchenfonds zu Niederrosbach liegen 450 fl. Kapital gegen genügende Sicher⸗ heit zum Ausleihen bereit. Niederrosbach den 25. Jull 1855. Der Kirchenvorſtand: Köhler, Pfarrer. Cuntz, Bürgermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. 11121] Freitag den 10. August d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Ratbhaus folgende Materiallieferungen und Handarbeiten, Holzverſteigerung in den Großherzoglichen Do. bebufs der Herſtellung des nach Petterweil füb⸗ renden Vicinalwegs, öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden: 1) Brechen von 2 Cubklftr. Steinen aus dem Aſſenheimer Bruch, veranſchlagt zu 24 fl., 2) Juhrlohn von denſelben, veranſchl. zu 54 39 Setzerlohn, veranſchlagt zu 3 fl., 4 30 und Deckerlohn, veranſchlagt zu Okarben den 27. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Okarben Hen fel. Predigerſeminar, Herbſtentlaſſung aus demſelben betreffend. 111221 In Berichtigung unſeres Inſerates vom 3. Juli I. J. in der Darmſtädter Zeitung ver⸗ öffentlichen wir hiermit, daß der in demſelben erwähnte Entlaſfungsact durch Großherz. Oberconſiſtorium nachträglich von Mittwoch den 15. Auguſt auf Dienſtag den 14. Aug. l. J. verlegt worden iſt. Friedberg den 27. Juli 1855. Die Großherzogliche Direction des Predigerſeminars zu Friedberg. Dr. Sell. Arbeits⸗ Verffei gerung. 11123] Freitag den 3. Augufl, Vormittags um 10 Uhr, ſollen die bei Unterhaltung der Vicinalwege in der gemeinſchaftlichen Gemar⸗ kung Ober⸗ und Niederrosbach vorkommenden Handarbeiten, ſowie das Liefern der erforder⸗ lichen Chauſſirſteine und Kies, das Zerſchlagen der Steine und Decken der Fahrbahnen, auf dem Rathhaus zu Oberrosbach öffentlich ver⸗ ſteigert werden. l 5 Ober⸗ u. Niederrosbach den 27. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſtereſen Ober⸗ und Niederrosbach Bleche r. Cuntz. Arbeits ⸗Verſeigerung. 11124] Freitag den 10. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhau ſe folgende gemeinheitliche Bauarbeiten und Ma⸗ teriallieſerungen öffentlich an die Wenigfineh⸗ menden in Accord gegeben werden: A. Anlegung einer Mulde an der Hinterwieſe: 19 Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 8 fl., 2) 0,5 Cubikklftr. Pflaſterſteine aus dem Vil⸗ beler Bruch zu liefern und zu ſetzen, ver⸗ anſchlagt zu 20 fl., J 3) 0, Cubikklafter Sand zu liefern und zu meſſen, veranſchlagt zu 13 fl.; B. Anlegung einer Ueberfahrt in der Hinter wieſe: 1) Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 15 fl. 54 kr., 2) 0,7 Cubklftr. Mauerſteine aus dem Vilbeler Bruch anzuliefern und zu ſetzen, pr. Cubik⸗ klftr. 48 fl., veranſchlagt zu 33 fl. 36 144705 3) 4 Bütten Kalk zu liefern, pr. Bütte 1 fl. 20 kr., veranſchlagt zu 5 fl. 20 kr., 4) 0,2 Cüubikklafter Sand zu liefern und zu meſſen, veranſchlagt zu 5 fl. 12 kr. Okarben den 27. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeifterei Okarben Hen fel. Zu ver kaufe u. 61103] Eine Branntweinbrennerei mit einem Keſſel von/ Ohm Gehalt, drei Maiſchbütten, ſowie eine Kelter mit eiſernen Schrauben nebſt Mahltrog iſt zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Lehrlings⸗Geſuch. 11111] In eine mit Spedition verbundene Colonial⸗ und Langenwaaren⸗Handlung einer Großh. Heſſ. Provinzial⸗Hauptſtadt wird ein Lehrling geſucht, der ſogleich eintreten kann. Näheres bei der Exped. d. Bl. 5 chö 11125] FI VI 111261 J den die e Wallfi dieſes r. guter M. ſowie A gehalten. Da Dampfbo zum Log Zu beſtens F 11106) eröffnet eupfehler 267 Soolbad Nauheim. Dienstag den 31. Juli 1855. CROSSES VOC AI-& INS TRUMENT AI- CNR! unler Milwirhung 111251 der 1 1 Fräulein Antonie WIII. erster Sängerin, des Herrn Joseph Bott. Violinisten und Rurfürstl. Hess. Hof-Rapellmeisters, des Herrn Dettmer. ersten Bassisten des Stadttheaters zu Frankfurt a. M. und unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Das Programm besagt das Niihiere. Eintrittspreis fl. I. Billets sind am Concerttage vom Portier des Kursaals zu haben. Gaſthaus zum Wallfiſch in Frankfurt am Main. 111261 Indem ich einem geehrten hieſigen Publikum, ſowie den Herren Reiſen⸗ den die ergebenſte Anzeige mache, daß ich von heute an das Gaſthaus zum Wallfiſch käuflich übernommen, werde ich Alles aufbieten, um den guten Ruf dieſes renommirten Hauſes zu erhalten. Es iſt nicht nur jeden Tag ein guter Mittagstiſch anzutreffen, ſondern man findet auch den ganzen Tag über, ſowie Abends warme und kalte Speiſen zu bekannten billigen Preiſen, rein gehaltene ſehr gute Weine und ächtes baieriſches Bier. Das Hotel liegt ohnweit den Bahnhöfen und den Landungsplätzen der Dampfboote gegenüber, iſt ganz neu hergerichtet und möblirt; es ſtehen Zimmer zum Logiren und für Paſſanten bereit. Zu recht öfterem Zuſpruch hält ſich unter Zuſicherung prompter Bedienung beſtens empfohlen. Frankfurt den 1. Juli 1855. H. Willhelm, früher Geſchäftsführer in der goldenen Sonne. Zum neuen Dielhof am Uſerthor in Friedberg 11106) habe ich eine Holz-, Gyps⸗ und Steinkohlen⸗ Handlung eröffnet und werde mich durch gute Waare und billige Preiſe zu empfehlen ſuchen. Eduard Ruths. 3— Friedberg. 5— Zahnärztliche Anzeige Empfehlung. 11128] Aepfelmühlen, Kelterſchrauben, Kartoffel- für Friedberg. n. L11271 Zahnarzt A. Weinert aus Mainz if mühlen, Schrotmühlen, Dickwurzmühlen, Malz⸗ den 1. Auguſt im Gaſthaus zum i dean Hue e für anzutreffen, wo auch ſchon früher gefällige Auf⸗ 2 1 5 8 träge abgegeben werden können. Friedberg. Johann Fillmar, Gieſſen den 25. Juli 1855. Zeugſchmied. Landwirthſchaftliche Fortbildungsſchule zu Echzell. 11129 Die landwirthſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 15. Oktbr. d. J. wie⸗ der ihren Anfang. Der Unterricht erſtreckt ſich über alle diejenigen Zweige der theoretiſchen Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unent⸗ behrlich iſt(Chemie, Phyſik, Mineralogie, Bo⸗ denkunde, Düngerlehre, landwirtbſchaftliche Bo— tanik nebſt Theorie der Pflanzenkultur, Frucht⸗ folge, Obſtbaumzucht u. ſ. w.). Diejenigen, welche als Penſionäre dieſe Schule zu deſuchen wünſchen, können gegen billige Vergütung Koſt und Wohnung erhalten. Anmeldungen beliebe man baldigſt, jedenfalls vor dem 1. Oktober, an Unterzeichneten gelan⸗ gen zu laſſen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchriftliche Anfrage nähere Auskunft zu ertheilen. Echzell im Juli 1855. Dr. Henkelmann. Schweizer ⸗Käs, [1130] prima Qualität à fl. 42. ver Ctr., Limburger ⸗Käs, prima à fl. 22. secunda à fl. 20. per Ctr., Schweizer Kochbutter in ½ Ctr. Kübeln à 27 kr. pr. Pfund iſt fortwährend zu haben in der Spezereihand⸗ lung von 5 N. L. Jäger, große Gallusſtraße nächſt der Eiſenbahn in Frankfurt a. M. Blumendüngepulver, erprobt, um kranke Pflanzen zu kräftigen, und dieſe ſo⸗ wohl als Topfgewächſe aller Arten zur üppigſten Entwickelung zu bringen, auf lange Zeit ausreichend à 18 kr. Hühneraugen Pflaſter in Schach⸗ tel à 18 kr. Sicheres Mittel, um Hühner⸗ augen ſchnell und ſchmerzlos zu vertreiben. Aecht perſiſch. Inſektenpulver à Fl. 18 kr. Sicheres Mittel zur Vertilgung der Flöhe, Wanzen, Motten, Schaben ꝛc, empfiehlt.[113104 Friedberg. P. F. Schmittner. Zum Beſten des in Nauheim zu erbauenden Hoſpitals für arme Kurgäſte [11321] iſt ſoeben erſchienen und in C. Bin⸗ dernagel's Buchhandlung zu haben: Die Soolthermen zu Nauheim ihrer mediziniſchen Bedeutung mit beſonderer Berückſichtigung der Krankheiten des Uervenſyſtems von 1 Dr. A. Erlenmeyer, dirigirendem Arzte der Heil⸗Anſtalt für Gehirn- und Nervenkranke zu Bendorf bei Coblenz. Dem Plane des Herrn Salineninſpector Ludwig, in Nauheim ein Hospital für arme Kurgäſte zu erbauen, ſoll durch das Erſcheinen obigen Schriftchens, deſſen Ertrag für dieſen Zweck beſtimmt iſt, eine thatkräftige Unterſtützung zu Theil werden. Möchte darum daſſelbe bei allen Menſchenfreunden einen recht namhaften Abſatz finden. 268 Solbad Nuuheim. Jeden Tag ODNSEA T im Gurten des Hurhuuses, Morgens von 6½ bis 8 Uhr, Nachmittags von 2½ bis 4 Uhr, und Abends von 3%½. bis 7 Uhr, ausgeführt von dem Rur-Or- chester unter Direction des Herrn Eaümund Neumann. Jeden Donnerstag Bu. pdré, Anfang 8 Lui. Kunſtverein in Frankfurt a. M. Roßmarkt 20 (autoriſirt durch Dekret Hohen Senats vom 30. Dzbr. 1834). 1133] Dieſer Verein hat es ſich zur Aufgabe gemacht, die Kunſtleiſtungen der anerkannteſten, jetzt lebenden Meiſter im Gebiete der Malerei und Sculptur zu repräſentiren. Die ſofortigen Zuſagen und Zuſendungen der bedeutendſten Künſtler Deutſchlands, Italiens, Frankreichs, Englands, Bel⸗ giens und der Schweiz ſprechen laut für das Zeitgemäße dieſes Unternehmens; die central ⸗euro⸗ päiſche Lage der Stadt wird es begünſtigen. Die Betheiligung des kunſtſinnigen Publikums wird ein belebender Sporn für die Künſtler ſelbſt;(die Größe des jährlich zu verwendenden Kapitals verſpricht eine günſtige Einwirkung auf das moderne Kunſtleben überhaupt.) Jährlich wird der Verein mindeſtens 30,000 fl. wenden, welche vom April bis Dezember im Vereins- Lokal. Rossmarkt 20 ausgeſtellt find und jedesmal im Dezember verlooſt werden. In demſelben Lokal ſind auch noch andere Werke lebender Künſtler, welche der Verein nicht angekauft hat, ſowohl zur Beſchauung als zum Verkaufe während des ganzen Jahres aus⸗ geſtellt. Zugleich iſt die Einrichtung getroffen, daß die vorzüglichſten Schriften kunſtgeſchichtlichen und kritiſchen Inhalts, deutſche, franzöſiſche und engliſche, zur freien Benutzung in dem Lokale aufgelegt ſind. 5 Eintrittspreis(nebſt einem Loos, welches in der im Dezember zu haltenden Verlooſung mitſpielt) 30 kr. Faoünf Looſe nebſt einem Prämienloos fl. 2. 30 kr. Zehn Looſe, nebſt zwei Prämienlooſen und freiem Beſuche für das ganze Jahr, fl. 5. [656] auf den Ankauf von Kunſtwerken ver⸗ 11134] bei Neue holländiſche Vollhäringe W. Fertſch, in Friedberg. Gezogenes Fenſterblei 1135] hat billig zu verkaufen, ſowie altes andelrohr und Fenſterblei wird angekauft von Friedberg. Fr. Hanſtein, Glaſermeiſter. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 1. bis zum 7. Auguſt. S a Fried⸗[Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 pf. kr. pf. 11Roggenbrod/ Korn- und ½ Gerſtenmehl r 2, 7, 8 1 8 1 4 7 5 7 16 11161 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn- u./ Waizenmehl( 4 3 43 2. 7 711 9 2 9 2 4 5 51 2, 18 3183 Loth Loth — Milchbrod 13 113 — Waſſerweck 1 — e Brod 14 114 Fleiſch⸗Preiſe. 5 K 1 Ochſenfleiſch 15 99 15 5 „Kübfleiſch, gemäſtetes 112112 „Rindfleiſch, gemäſtetes 10 210 2 „ Kalbfleiſch 2 „ Schweinenfleiſch 16 168 „Hammelfleiſch 10 2110 2 17 Schaaffleiſch— 7—1—— „Wurſt v.blos Schweinen 17—[17— „Bratwurſt 21— 121— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 31— 131— „Schinken 22— 22— „ Dörrfleiſch 22— 22— „ Schweinenſchmalz, ausgel. 26— 26— „ unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 23 „Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 36 Mltr., verk. 36, 18 fl. 23 kr.; Waizenmehl aufg. 36, verk. Waizen Korn Ge r ſt e So ferr Kartoffeln f Mittel⸗ 5 Mittel⸗ Mittel⸗[e Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum Auf⸗Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis „ de kauft! ge⸗ kauft ge- kauft 2 ge kauft fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren— Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mltr Mltr. Fd.) fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd.] fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl.[ker Friedberg, 27. Juliſ 1405 1376 2001640191 149 1801120391118 85(160 8053 92 87 120 4/521—— 200—— Butzbach, 27.„ 305 283 2001625203 ¼½ 138 180 120.43 95% 86 ½ 1609/12169 105% 120 4/59] 1 1 20% 430 Vildel, 27.„186 186 20016550 7 7 180/12— 32 32 160 758—— 20—-[—— 200—— Allenſtadt, 27.„ 403 346 2001635 22 1718012035] 20 20 160 8400 9 9 120 5(——— 200—— Nidda, 2 3 13 200 15/144— 8 180121244— 19 160 8/32]— 2 120 5/200—-— 200—— Hungen, 27.„120 120 20016 3] 17 17 18012052 11 11 160 90—— 120-1—— 200—— Echzell, 27.„49 138 20016526 28½¼(13 1801121 24 18 ½ 1600 80300 4— 1120 2—— 200—— Orünberg, 21.„ 183 183 20005 500166 166(894 400 01 160 9,80 2s 25 20456— 8 200— Mainz, 27.„J—.— 22001750—— 180250ʃ—— 1160] 8/30—— 120— 36, 14 fl. 27 kr.; Roggenmehl aufg. 10, verk. 10, 11 fl. 20 kr.; Erbſen aufg. 30, verk. 12, 11 fl. 10 kr.; Saamen aufg. 28— Butzbach: Erbſen 10 fl. 30 kr.— Altenſtadt- Vor⸗ ſchußmehl 19 fl. 30 kr.— Echzell: Vorſchußmehl 18 fl. 15 kr. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Betreffel Unt des für d das für 3 J vorlegen, zung un.