A Valangen o abdgegeden riedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum eee Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ene ſammen 7 kr. Freitag, den 30. März. 1855. Amtlicher Theil. Veröffentlichung. Der auf Charfreitag den 6. April d. J. fallende Fruchtmarkt zu Friedberg und Butzbach kann des Feiertags wegen nicht an dieſem Tage abgehalten werden und wird deßhalb auf Mittwoch den A. April d. J. verlegt. Die Großherzoglichen Buͤrgermeiſtereien haben dieſes alsbald zu veröffentlichen. Friedberg den 29. März 1855. Großherzogliches Kreisamt Friedberg N Bekanntmachung. Da ſich die Einrichtung, daß dahier wöchentlich zwei Fruchtmärkte nebſt einem Victualienmarkt abgehalten werden, nicht bewährt hat, ſo wird hiermit, nach Anhörung des Stadtvorſtandes und mit Ermächtigung Großherzoglichen Mini— ſteriums des Innern vom 21. d. M. zu Nr. M. d. J. 4079 verfügt: Der bisher Freitags in jeder Woche dahier abge⸗ haltene Markt findet nicht mehr ſtatt, und wird von nun an nur Samſtags Frucht- und Vietualienmarkt in der Kreisſtadt Grünberg abgehalten werden. Grünberg den 26. März 1855. Großherzogliches Kreisamt Grünberg v. Zangen. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 10 vom 26. Februar: 1. Bekanntmachung Gr. Mi⸗ niſteriums des Innern vom 3. Febr., Abänderungen im Tarif der Erhebung des ſtädtiſchen Oetroi's in Offenbach betr.— II. Be⸗ kanntmachung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 7. Febr., die Forſtpolizei⸗ und Communal⸗Forſt⸗Verwaltung in dem vormaligen Landrathsbezirk Lauterbach betr.— III. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 10. Febr., daß des Großher— zogs K. H. allergnädigſt zu befehlen geruht haben, daß die in dem Bereiche dieſes Miniſteriums angeſtellten Fiscalanwälte von nun an nicht mehr die amtliche Benennung„Kammeranwalt“, ſondern den Amtstitel„Fiscalanwalt führen ſollen.— IV. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 5. Febr., Perſonen- und Ueberfrachts⸗ Taxſätze für den zwiſchen Mainz und Sprendlingen beſtehen⸗ den Poſtwagencours betr.— V. Umlagen zur Beſtreitung der Be⸗ dürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Offenbach für 1855.— VI. Umlagen für die Communalbedürfniſſe der Gemeinden des Kreiſes Heppenheim für 1855.— VII. Umlagen für die Be⸗ dürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kr. Gießen für 1855.— VIII. Steuerausſchlag zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der Lan djudenſchaftskaſſe zu Darmſtadt für 1855 von 2,8528 pf. vom Gulden Normalſteuerkapital der zum Landjudenſchaftsverbande gehörigen beitragspflichtigen Israeliten in drei Erhebungszielen in den Monaten April, Mai und Juni d. J.— IX. Aufbringung der Mittel zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Offenbach für 1855, 1510 fl. von den Mitgliedern der Gemeinde daſelbſt und von den Landgemeinden 150 fl. Beitrag zu der Beſol— dung des Rabbinen.— X. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: am 22. Jan. dem Regierungsrath Dr. Zeller für das Ritterkreuz des k. baperiſchen Ordens vom heiligen Michael;— 8. Febr. dem Hofgerichtsrath a. D. Gerau für das Ritterkreuz des k. ſächſiſchen Albrechtsordens.— XI. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 30. Dec. 1854 den 1. Aſſiſtenten und Controleur bei dem Nebenzollamte Worms Günther zum Rheinzollamtscontroleur in Mainz und zum Hafen⸗ commiſſär— den 3. Beſeher und Kanzliſten bei daſigem Rheinzoll— amte Becker zum 2. Reviſionscontroleur und den Gehülfen bei dem Hafencommiſſariate Mainz v. Kreß zum Gehülfen bei dem Rhein⸗ zollamte Mainz zu ernennen;— 12. Jan. dem Lehrer an der hieſigen Stadtmädchenfreiſchule Klink die Lehrerſtelle an der hieſigen 3. evangel. Stadtmädchenſchule 1 Abth. und dem Schulvicar Graf die Lehrerſtelle an der hieſigen 3. evangel. Stadtmädchenfreiſchule, ſowie dem Schul⸗ vicar Gerhard zu Biebesheim die 3, evang. Schullehrerſtelle daſelbſt; — 19. Jan. dem Schulvicar Hörpel zu Dahlheim die 1. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt, ſowie dem 2. Schullehrer Neubauer zu König die 1. evang. Schullehrerſtelle daſ. zu übertragen.— 24. Jan. den Kreisarzt Ur. Caprano zu Wörrſtadt zum Kreisarzte für den Me⸗ dicinalbezirk Alzei und den Kreisarzt Dr. Dal quen zu Vöhl zum Kreisarzte für den Medizinalbezirk Wörrſtadt;— 3. Februar den proviſoriſch als Gehülfe bei der Materialverwaltung der Main⸗Weſer⸗ bahn zu Gießen verwendeten Moritz Jäger zum wirklichen Gehülfen dabei zu ernennen.— Am 26. Jan. wurde dem Geometer 2. Klaſſe Buttron zu Hungen das Patent als Geometer 1. Cl. für den Kreis Nidda ertheilt. XII. Characterertheilung: am 16. Febr. dem Oberförſter Pfifferling zu Elbrighauſen, in Anerkennung ſeiner wäh⸗ rend einer 50 jähr. Dienſtzeit treu geleiſteten Dienſte als„Forſtmeiſter.“— XIII. Dienſtentlaſſung: am 19. Jan. evang. Pfar. Walldoth zu Wonsheim von dem Amte eines Decans des Decanats Wöllſtein auf Nachſuchen.— XIV. Concur renz für: die Rectoratsſtelle zu Gladen⸗ bach mit jährlich 534 fl. 31 kr.;— die evang. Schulſtelle zu Unter⸗ ſchmitten mit 215 fl. 46 kr., einſchließlich der Vergütung von 12 fl. für Heizung des Schullocals;— die kath. Schulſtelle zu Dietersheim mit 213 fl. nebſt einer Vergütung von 46 fl. für Heizung des Schul⸗ locals;— die Diſtrictseinnehmerei Richen(innerhalb 14 Tagen bei Gr. Oberſteuerdirection). Der Juden Teich. (Fortſetzung.) Obgleich der Senator Wöhler ſchon ſeit längerer Zeit durch dienſtfertige Ohrenblaͤſer von den geheimen Gängen ſeines Sohnes in Kenntniß geſetzt war, ſo hatte er doch bis jetzt auf dieſelben kein beſonderes Gewicht ge— legt, ſondern in ihnen nur eine jener Liebeständeleien er— blickt, die, wie er wohl wußte, eben ſo ſchnell beendet, wie angefangen werden. Seit Kurzem hatte er jedoch an dem Sohne eine Veränderung wahrgenommen, die ihn beun⸗ ruhigte. Nicht gerade, als ob Johannes ſich ihm fremder gezeigt hätte als ſonſt, denn zu einer herzlichen Annäherung war es zwiſchen Beiden nie gekommen; aber der Jüngling ſchien noch ängſtlicher, als früher, jede nähere Berührung mit dem Vater zu vermeiden; verließ faſt jeden Abend heimlich das Haus und an die Stelle der fruheren jugend⸗ 110 lichen Munterkeit war ein bruͤtender Ernſt getreten. Der Senator glaubte nun in dieſer Umwandlung des Charakters den Einfluß einer ernſteren Leidenſchaft zu erblicken, der er auf den Grund zu kommen ſuchte. Er umgab ſeinen Sohn daher mit geheimen Spähern und erhielt nur zu bald, wie wir geſehen haben, von dieſen die nöthige Aus— kunft über die ſpäten Gänge ſeines Sohnes und ihren Zweck. Konnten ihm nun zwar die erhaltenen Mittheilungen nicht unerwartet kommen, ſo wurde er doch durch dieſelben in eine große Aufregung und Wuth verſetzt, denn ſie drohten einen ſchon lange von ihm gehegten Plan zu ver⸗ eiteln. Der erſte Bürgermeiſter der Stadt Hannover nämlich, der Dr. J. Bünting, ein Mann von hohem Anſehen und großem Reichthume, hatte eine einzige Tochter. Brigitte, ſo hieß ſie, und zwar nur von mittelmäßiger Schönheit des Leibes und des Geiſtes, aber dafür die dereinſtige Erbin eines unermeßlichen Vermögens. Schon mancher Junker aus der Umgegend Hannovers, der nichts weiter als ſeinen alten Stammbaum und ſein tapferes Schwert ſein nannte, und der nach den Goldgulden des Bürgermeiſters lüſtern war, hatte ſich, wiewohl vergeblich, um Brigittens Hand beworben. Denn der Hochmuth und die Launen der ſtolzen Patricierstochter zwangen die Brautwerber zu einem bal— digen Rückzuge. So waren einige Jahre vergangen und Brigitte näherte ſich mit ſtarken Schritten dem Zeitpunkte ihres Alters, an welchen jede heirathsluſtige Jungfrau nur mit geheimem Grauen zu denken wagt, als Johannes Wöhler von der Hochſchule zu Leyden nach Hannover zurückkehrte. Der Jüngling, der ſich vor ſeinen Gefährten durch ein ſchönes, einnehmendes Aeußere, durch ein ſittliches, edles Benehmen auf das Vortheilhafteſte auszeichnete, machte einen tiefen, bleibenden Eindruck auf die Jungfrau und ſie ſuchte ihn auf jede Weiſe auszuzeichnen. Während Johannes ſich wenig um die augenfälligen Gunſtbezeugniſſe, mit denen ihm die ſtolze Bürgermeiſterstochter entgegenkam, zu kümmern ſchien, war der alte Senator hoch erfreut darüber. Ihm war eine Verbindung ſeines Sohnes mit Brigitten ein Ereigniß, das ſeinem Haus neue Würde und größeres Anſehen verleihen mußte, und deßhalb benutzte er jede Gelegenheit, um eine Annäherung der jungen Leute herbeizuführen. Schien nun auch das Benehmen des Sohnes dieſer Verbindung nicht beſonders günſtig zu ſein, ſo hatte er bis jetzt auf die Zeit und nöthigenfalls auf ſein väter⸗ liches Anſehen vertraut. Die Nachricht, die er aber jetzt durch ſeinen Späher Hencke erhalten, drohte ſeinen ganzen Plan zu vernichten, und es war daher natürlich, daß er auf Mittel ſann, um die Hinderniſſe, die ſich ihm in den Weg zu ſtellen drohten, zu beſeitigen. Während der Senator, nach der Entfernung des Hencke, über den vom ihm einzuſchlagenden Weg nachſann, und zu dem Entſchluß gekommen war, im Nothfalle ein wenig Gewalt nicht zu verſchmähen, wurde ihm der Beſuch des Magiſters Garberus, erſten Predigers an der Kirche St. Georgii und Jacobi, gemeldet. Bei dieſer Nachricht fuhr der Patricier aus ſeinem unheilvollen Brüten auf, und die Furchen ſeiner duͤſtern Stirne glätteten ſich. 2„Bei meinem Haupte,“ rief er aus,„das iſt ein Fingerzeig des Himmels! Vergeblich dachte ich daruber nach, was ich in dieſer kitzlichen Sache am beſten thun könne und jetzt ſendet mir der Zufall einen trefflichen Helfer und Rather in der Noth. Habe ich es doch ſtets erfunden, daß ein Pfaffe für Alles Rath weiß. Er ſoll mir willkommen ein. ö(Fortſetzung folgt.) Markt⸗ Bericht von Friedberg. 27. März. Waizen aufgefahren 344 Malter, verkauft 314 ½, 15 fl. 53 kr.; Korn aufg. 59, verk. 30, 13 fl. 12 kr.; Gerſte aufg. 21 ½, verk. 16 ½, 8 fl. 15 kr.; Hafer aufg. 34 ½, verk. 28 ½, 5 fl. 42 kr.; Vor⸗ ſchußmehl aufg. 21, verk. 20, 18 fl. 28 kr.; Waizenmehl aufg. 18, verk. 18, 14 fl.; Wicken aufg. 1, verk. 1, 9 fl. 45 kr.; Kartoffeln aufg. 2 ½, verk. 2½, 4 fl. 20 kr. Bürgerhülfe für den Odenwald. Vei der Unterzeichneten ging ferner ein: Von Forſtmeiſter Win⸗ heim in Bingenheim 1 fl. 453 N. N. 1 fl.; Oberpfarrer Fuhr in Ober⸗ rosbach 1 fl.; bei einer Hochzeitsfeier daſ. geſammelt 3 fl. 30.; von Mädchen der 5. Claſſe der Muſterſchule 1 fl. 4. Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Mobiliar⸗Verſteig erung. 1363 Montag den 2. April, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Mobilien des Bürgers Chriſtian Müller dahier, beſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Blech, Eiſen, Holzwerk, Kleider, Bettwerk, Weißgeräth, zwei ſteinernen Thorpfoſten und dergleichen meiſt⸗ bietend gegen Baarzahlung verſteigert. Friedberg den 21. März 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Fruchtverſteigerung. 13561 Donnerſtag den 5. April, Nachmittags um 2 Uhr, werden im hieſigen Rathhauſe 50 bis 60 Malter Korn und 15 bis 20 Malter Gerſte, von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds, meiſtbietend zweimalterweiſe ver⸗ ſteigert. Friedberg den 21. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 1389] Diejenigen, welche das am 8., 29. und 30. Jauuar l. J. dahier erſteigerte Holz im Walde noch liegen haben, werden, da die Ab⸗ fuhrtermine bereits ſeit dem 20. vorigen und beziehungsweiſe 15. dieſes Monats abgelaufen ſind, aufgefordert, ſämmtliches Holz bis zum 14. April, bei Vermeidung geſetzlicher Ruge⸗ ſtrafe, abzufahren. Ockſtadt am 24. März 1855. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. — Holzverſtei gerung. [405] In dem hieſigen Gemeindewalde ſollen, Dienſtag, den 3. April, Vormittags 9 Uhr 63 Stück eichen Bau=, Werk⸗ und Nutz⸗ holzſtämme von 9 33% Durchmeſſer und von 13-60“ Länge. 27 Stück eichen Deichſeln und 35„ buchen Langwieden. Mittwoch, den Nb Vormittags 9 Uhr: 9 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 12„ Stockholz, 950 Stück„Wellen, 51 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 18½ 17 17 Prügelholz, 23 5„ Stockholz, 2620 15 7 Wellen verſteigert werden. Södel, am 28. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Södel Rei tz. Ziegelhuͤtte-Verpachtung. [406] Dienſtag den 3. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die dem Moxſtädter Markwalde gehörige, bei Niedermorſtadt gelegene Ziegel⸗ hütte mit den dabei liegenden 3 Morgen Acker⸗ land auf 6 bis 9 Jahre verpachtet werden. Die Zuſammenkunft iſt um genannte Stunde auf dem Rathhaus zu Niedermoxſtadt. Obermorxſtadt, den 26. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxſtadt Mickel, Markmeiſter. Holzverſteiger un g. [4071 Dienſtag den 3. April d. J., Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Oberwald, 5,870 Cubikfuß Eichen⸗Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, in 67 Stämmen beſtehend, unter den im Termin bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen verſteigert. Großkarben den 24. März 1855. Großherzogliche in Großkarben 5 A. Lohrinden-Verſteigerung. [408] Mittwoch den 4. April d. J. ſoll das Ergebniß der Eichenlohrinden in dem Ober⸗ mörler Gemeindewald für 1855, abgeſchätzt zu 1000 Centner, in dem Trapp'ſchen Gaſthaus ao] K mittags p herrschaft Diftrit e chtung. zu Friedberg gleich nach der herrſchaftlichen Lohrinden- Verſteigerung ebenfalls verſteigert werden. 1 Obermörlen am 26. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Nicolai. Holzverſteigerung. L409] Dienſtag den 3. April d. J., Morgens 9 Uhr, werden in dem Obermörler Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt A. VIi. Wann: 1 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 4 „ Nadel⸗ 1 18¼„ Birken⸗ u. Eichen⸗Prügelholz, 29„ Nadel⸗Prügelholz, 5%„ Eichen⸗Stockholz, 20„ Nadel⸗* 10270 Wellen Birken- u. Eichen⸗Reisholz, 18750' Nadel- u. Aspen⸗„ 7 Wagen, 8 Läſte Allerleiholz, 12 Stämme Eichen- Bau⸗, Werk⸗ und Nutzbolz, 195 Cubikfuß, 41 Stämme Nadel- Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 434 Cubikfuß, 182 Stangen Nadel⸗Stangenholz, 683 Cbf., öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Obermörlen am 26. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Nie ola Holzverſteigerung. [410] Künftigen Dienſtag, den 3. k. M., Vor⸗ mittags präcis 9 Ubr, ſollen in den geſammt⸗ herrſchaftlichen Waldungen bei Burggräfenrod, Diſtrikt Einſiedel, verſteigert werden: 19 4½ Stecken Kirſchbaum⸗Scheitholz, 2) 6„ Eichen⸗ 17 3 6 1 Erlen⸗ 7 4) 27„ Hainbuchen Prügelholz, 5 14¼„ Kirſchbaum⸗ 15 6) 40½„ Eichen⸗ 1 7 103 ½„ Erlen⸗ 1 80 9„ Aspen⸗ 5 9) 17100 Wellen Hainbuchen⸗ u. Eichen⸗Reis⸗ holz, 100 38 Eichen⸗Werkholz⸗Stämme v. 8— 13“ mittl. Durchmeſſer u. 11-327 Länge, 110 3 Ulmen⸗Werkholz⸗Stämme v. 8— 12“ mittl. Durchmeſſer u. 20-31 Länge, 12 12 Erlen⸗Bauholz⸗Stämme v. 7— 12“ mittl. Durchmeſſer u. 25-40“ Länge. Heldenbergen den 27. März 1855. Großherzogliche Oberförſterei Altenſtadt Rumpf. Holzverſtei gerung. [411] Mittwoch den 4. April l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Niederrosbacher Ge⸗ meindewald, Diſtrikt VII Bauwald, Abthei⸗ lung II, folgende Holzſortimente, als: 2 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 13„ Aospen⸗ 5 10%„ Buchen⸗Prügelholz, 95„ Eichen⸗ 1 15 1 Aspen⸗ 7 2/„ Buchen⸗Stockholz, 33 17 Eichen⸗. 6%„ Aspen⸗ 5 913 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 675 7 Aspen⸗ 17 200„ Nadel⸗ 1 2 Eichen-, 1 Birken⸗Werkholz⸗Stamm, 19 Eichen⸗, 6 Buchen⸗ und 33 Stück Nadel⸗ holz⸗Stangen, an Ort und Stelle unter den vor dem Beginn der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Niederros bach den 27. Mätz 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach Cuntz. Ein junger Menſ ch 1370] kann in die Lehre treten bei Friedberg. Conrad Walther, Schreinermeiſter. 111 Bekanntmachung. [412] Nächſikommenden Mittwoch den 4. April J. J. ſollen nach der herrſchaftlichen Eichenloh⸗ rinden⸗Verſteigerung im Trapp'ſchen Gaſthauſe zu Friedberg die der Gemeinde Niedermörlen zuſtehenden Eichenlohrinden von circa 254 Centner an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Niedermörlen den 28. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niedermörlen Dey. Zu verkaufen. 1396] Mehrere Sorten guten Rheinwein und echter Weineſſig iſt zu haben bei Friedberg am 23. März 1855. Salomon Schwab. u Ver m en [3981 Ein Logis iſt zu vermiethen bei Friedberg. Gärtner Heß. Güter ⸗Verſteigerung. [400] Mittwoch den 4. April l. J., Mittags 72 Uhr, ſollen auf dem Ratbhauſe zu Ettings⸗ hauſen 70 100 Morgen Ackerland und Wieſen in dortiger Gemarkung von der Sparkaſſe zu Lich meiſtbietend öffentlich verſteigert werden. Eine paſſende vollſtändige Hofraithe kann gleich⸗ zeitig von derſelben erworben werden. Genü⸗ gender Vermögensnachweis wird von den Steig⸗ liebhabern verlangt. Lich den 21. März 1855. Der Vorſtand der Sparkaſſe zu Lich. Zur Nachricht. 1401] 2½ Stunden von Hanau und 4 Stunden von Frankfurt an dem Nidderfluß iſt eine Mühle mit drei Mahlgängen und einer Oelmühle nebſt drei Morgen Obſt⸗ und Gemüſegarten, welche um die Mühle herum liegen, aus freier Hand zu verkaufen oder zu verpachten. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Zu die rm bbſe n. [369] Ein vollſtändiges geräumiges Logis iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedrich Stau ba, dem Bahnhof gegenüber. Zum Ausleihen. [325] 15000 fl. können durch meine Vermitte⸗ lung gegen gerichtliche Hppotheken ausgeliehen werden. Vorzugsweiſe an Gemeinden zu 4 pCt. Friedberg, im März 1855. Joſepb Straus, in der Metzgergaſſe. An eig [4131 Auf bevorſtehende Oſterfeiertage empfiehlt ſich mit friſcher obergähriger Hefe pr. Maas 1 fl. 36 kr. Ph. Windecker. [114] Zwei geſittete Mädchen können das Klei⸗ dermachen erlernen bei Frau Wörner, wohnhaft bei Spengler Rauſch Wittwe. Zu verkaufen oder zu verpachten. 1415] 2 dem Georg Rauber in Grünberg ge⸗ börige, mit Obstbäumen bepflanzte Gärten, 102 Ruthen haltend, und in der Langgaſſe gelegen, welche zuſammenſtoßen, find zu verkaufen oder zu verpachten. Auf Verlangen können ſie auch einzeln abgegeben werden. Heinrich Hanſtein IV. Anzeige. 14161 Vom 1. April d. Jahres wohne ich in dem Buchhändler Heyer'ſchen Garten zunächſt dem Neuenwegerthor. Gießen den 26. 2 1855. o lf, Hofgerichts⸗ Advokat. Wir ſein gewiß net ſchadefroh, Deß laſſe wir Euch wiſſe;—— Wär' Euer Sprudel nur wieder do, Und thät aach herzhaft fließel! Wir wette aber um alle Welt, Um Euer und dem Blanc ſein Geld, Daß Eure Arbeit vergebens iſt, Und Euer Sprudel net mehr fließt. Homburg v. d. H. Ludwig⸗, Stahl-, Kaiſer⸗ und 14171 Eliſabethen-Brunnen. A niz eigene [4181 Samſtag, den 31. März d. J., Abends 7 Ubr, läßt der Unterzeichnete auf dem Ge⸗ meindehauſe zu Södel eine Hofraithe und 30 Morgen Gelände auf 9 Jahre meiſtbietend ver⸗ pachten. Sodann werden Montag, den 2. April, Vormittags 9 Uhr, 4 Stück Rindvieh, nämlich 2 Zugkühe, wovon eine friſchmelkend und eine trächtig iſt, ſowie 2 Rinder, eine Quantität Kleeheu, kurzes und langes Stroh, 1 neuen Oekonomiewagen mit eiſernen Achſen, 1 Pflug, 1 Egge und verſchiedene andere Oeko⸗ nomiegerätbſchaften einer öffentlichen Verſteige⸗ rung ausgeſetzt. J. P. Müller. Armenverein. [419] Die Mitglieder des Armenvereins wer⸗ den benachrichtigt, daß bereits 62 bettelnde Kin der durch Herrn Schäfer, Director der Blin⸗ denanſtalt dahier, je nach der Zeitdauer ihres Aufenthalts und Arbeit Verköſtigung erhalten haben. Zugleich bitten wir, abgelegte, für Arme be⸗ ſtimmte Kleidungsſtücke an Herrn Schäfer zur Vertheilung an die Kinder abgeben zu wollen, und ſich durch keinen Vorwand zu weiteren Un⸗ terſtützungen an ſolche Kinder beſtimmen zu laſſen, da kein Kind, welches arbeiten will, von Herrn Schäfer abgewieſen wird. Friedberg, den 20. März 1855. Für den Ausſchuß des Armenvereins G. Trapp II. Eine Parthie Erbſenſtroh [420] hat billig zu verkaufen W. Schmidt, neben dem Landgericht. Zu ver miethen. [421] Ein Logis, bisher von Oberfeldwebel Seitz bewohnt, iſt zu vermiethen und kann bal⸗ digſt bezogen werden. Kath. Erbes Wittwe. Zur Nachricht! [422] Die Damencaſinos ſind geſchloſſen. Friedberg, den 28. März 1855. Die Vorſteher. Alle Sorten Strohhüte& Sonnenſchirme, 423] ſowie ſonſt neue Modewaaren für die Sommerſaiſon, habe ich in ſchöner Auswahl erhalten, womit ich mich beſtens empfehle. S. G. Simon jun., Putz und Modehandlung, neben den drei Schwerdtern. 112 14271 Fur die wegen ihrer Vorzuͤglichkeit ruͤhmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden nunmehr wieder Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Anzeige. 1424 Mein Modewaaren⸗ Lager iſt in allen neuen Früh⸗ jahrs⸗ und Sommerſtoffen, ſowie in Shalws vollſtändig ſortirt und lade ich meine verehrten Kunden zum Be⸗ ſuche ein. R. E. Haußer, Nömerberg Nr. 30 in Frankfurt a. M. Die Herren Sehnh⸗ und Stiefelfabrikanten 1425] ladet der Unterzeichnete zur bevorſtehenden Oſtermeſſe hiemit zu geneigtem Beſuche ein.— Das Lager iſt auch dießmal in Schuhſtoffen aller Art, wie Lastings, Satin francais, Straminzeugen und Schuhblättern, Canevas, wei⸗ hen und grünen Leinen; ebenſo in Schuhhanf, engl. Schuhgarnen, Loth⸗ und Stiefelband, Zwirn, Litzen und Neſtel, überhaupt in allen in dieſes Fach ein⸗ ſchlagenden Artikeln aufs ſorgfältigſte aſſortirt.— Solide Waare und billigſte Preiſe werden zugeſichert. E. J. G. Morgenſtern, Markt Nr. 12, in Frankfurt a. M. NB. Beſonders mache ich noch auf die neuerdings vielfach gebrauchten Gummizüge aufmerkſam. Die Union, Allgemeine deutſche Hagel-Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Grundcapital: 3 Millionen Thaler, wovon Thlr. 2,509,500. in Aktien emittirt ſind, Kapitalreſerve 33,953. Thlr. 2,543,453. 13371 Dieſe Geſellſchaft verſichert Bodenerzeugniſſe aller Art gegen Hagelſchaden zu feſten Prämien ohne Nachſchußzahlung. Die Verſicherungen können auf ein oder mehrere Jahre geſchloſſen werden. Bei Verſicherungen auf fünf Jahre werden den Verſicherten beſondere Vortheile gewährt. Jede weitere Auskunft ertheilen die unterzeichneten Agenten, welche auch den Abſchluß von Verträgen einleiten. Friedberg und Laubach den 15. März 1855. Georg Friedrich Nau in Friedberg, Joh. Martin Zöckler in Laubach, Agenten der Union. 14261 In der Palm'ſchen Verlagsbuchhandlung in Erlangen erſcheint ſelf Januar 1855 Und nimmt C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg Beſtellungen darauf an: 9 Die Fundgrube, Zeitſchrift für die praktiſchen Erfahrungen und neuen Entdeckungen auf dem Gebiete der Haus⸗, Land⸗ und Forſtwirthſchaft, des Obſt- und Weinbaus, und der Gärtnerei in allen ihren Zweigen. Herausgegeben im Vereine mit praktiſchen Fachmännern von Dr. A. Rauch. Der Jahrgang von 52 Nummern in 4 nur 2 fl. Dieſe Zeitſchrift wird ein Repertorium des Wichtigſten aus den genannten Zweigen bilden und nur das wirklich Praktiſche und Bewährte dem Leſer zur Kenntniß bringen. Probeblätter, die ſehr reichhaltigen Nr. 1—6, welche gerne zur Einſicht gegeben werden, ſind in C. Bindernagel's Buchhandlung vor⸗ räthig und empfiehlt ſich dieſelbe zu geneigten Beſtellungen. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Palmarum den 1. April. Buß und Bettag. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Cellarius. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Lauer. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. Nach Frankfurt: Nach Caſſel: 6 25 7 3 9 8² 12 24 1 40 A 8(Gießen) 6 48 5 55˙* 9 32 7 56 Marburg) Die mit bezeichneten Züge ſind Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 28. Mrz. 1855. Molln Friedrichsd'oer„103-4 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 42-43 Rand⸗Ducaten. e 20 Frankſtücke 2 920-21 Engliſche Souverains.„1142-44 Preußiſche Thaler.„ 146/79 5 Frankenthale Peußiſche Caſſenſcheine„146/78 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 31. März bis zum 6. April. — Fried⸗Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf.] kr. pf. 11[Roggenbrod /½ Korn- und ½ Gerſtenmehl 4451741 2 77 7 77 852 82 4 7. 7 7. 16 3 16 3 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 7% Korn⸗u.) Watzenmehl 41343 2„ en 4 7, 7 19 Loth 19* — Milchbrod 1035 135% Waſſerweck 103 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch⸗Preiſe.. f p pf. 1 Ochſenfleiſch 13 2113 2 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10 2410 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes 92169 2 „Kalbfleiſch 62 6 2 „ Schweinenfleiſch„ „Hammellleiſch 100 „Schaaffleiſch a 1 „[Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20 120— „„Schwartenmagen 20— 120— „[Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „Dörrfleiſch 2 „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 2222— „Nierenfett 23— 23— „Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. i Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. unſer! betle⸗ linſichtl Taubſtu der zwe 0 Belteff N Gemein worüb tung kein ba Kapit geich aber die N wättig Aung 0. den 3 Fällen und di und bez ſurderlig