Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. „ 87. Dienſtag, den 28. Auguſt. 1855. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Kuͤnftigen Donnerſtag den 30. Auguſt wird der Zahltag ausgeſetzt. ö Die Herren Bürgermeiſter wollen dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen veröffentlichen laſſen. Friedberg den 27. Auguſt 1855. Der Großherzogliche Bergrentmeiſter Ni bach ünt h. Der gelehrte Poſtmeiſter. (Fortſetzung.) Er kehrt in unverkennbarer Erregung zu dem Wagen zurück und beſieht ihn ſich von vorn und hinten.„Es iſt eine Jagddroſchke, die ſchon lange mitgegangen, vielleicht auf dem Trödel gekauft iſt und paßt gar nicht zu Cou⸗ rierpferden! Was hat denn der Herr Iks für eine ſo große Eile,“ denkt er weiter,„daß er doppelte Trinkgelder gibt und mit harten Thalern um ſich wirft und nun gar mit Courierpferden weiter will? Die Sache hat einen Haken?“ „Sie wünſchen Courierpferde, mein Herr? iſt's nicht ſo?, ſpricht er in den Wagen hinein. „Ja! ja! ich hab's ja ſchon geſagt! ſo raſch wie möglich!“ tönt's ungeduldig hinter dem Mantel hervor, denn der Morgen war kühl und rauh und der Prinz hatte den Mantelkragen aufgeſchlagen und ſich in eine Ecke der verdeckten Droſchke gelegt. „Darf ich bitten um ihren Paß 2“ fuhr der Poſt— meiſter gravitätiſch fort. „Paß? ich führe keinen.“ „Nun, ſo werden Sie ſonſt eine Reiſelegitimation bei ſich führen, eine Eiſenbahnkarte?“ „Kann ſein!“ rief's ungeduldig hinter dem Mantel hervor.„Mein Jäger wird hoffentlich dafür geſorgt haben!“ Der Jäger war abſeits gegangen. Der Poſtmeiſter ſucht ihn auf dem Hofe auf. „Hören Sie, Jäger,“ inquirirt er dieſen,„heißt Ihr Herr wirklich nur Iks?, „Iks? ich dächte gar! da iſt nichts zu ikſen!“ ant— wortete dieſer mit Achſelzucken.„Prinz Biron heißt mein Herr, wenn Sie's wiſſen müſſen.“ „Biron? Prinz Biron?“ fragt der gelehrte Poſtmei— ſter und wird roth vor innerer Aufregung,„Prinz Biron?“ „Nun ja, Biron!“ erwidert der Jäger ſpitzig,„warum ſoll mein Herr nicht Biron heißen?“ Und wie ſchreibt er ſich denn?, fragt der Poſtmei— ſter weiter. „Nun gerade wie er ſich ſpricht, Bi-Bi ron ron, Biron.“ „Die Sache hat einen Haken, einen gewaltigen Ha— ken!“ ſpricht eine innere Stimme in der Bruſt des poli⸗ zeiverwaltenden Poſtmeiſters.„Hm! hm! und dazu die ſchlechte Droſchke! die fabelhaften Trinkgelder! die gewal— tige Eile! Die Courierpferde! Ich will nicht Poſtmeiſter ſein, wenn nicht's dahinterſteckt. So wahr mir Gott gnädig iſt, fuhrt einen falſchen Namen und kann ihn nicht einmal ausſprechen.“ „Wohin reiſt denn der Prinz Biron ſo eilig 2“ fragt er ironiſch. „Auf den Pferdehandel!“ erwidert der Jäger. „So? ſo? Courierpferde? und auf den Pferdehandel fahren?“ murmelte er vor ſich in größter Aufregung. „Ich will ewig verdammt ſein, wenn das nicht Gaunerei iſt. Hören Sie Jäger,“ ſpricht er dann laut,„zeigen Sie mir Ihres Herrn Paß oder Reiſelegitimation.“ Der Jaͤger eilt an den Wagen, nimmt ein verſchloſ— ſenes Portefeuille heraus, begleitet damit den Poſtmeiſter in's Expeditionszimmer, ſchließt die Saffianmappe auf und kramt die darin befindlichen Effecten aus, aber ein Paß oder eine Eiſenbahnkarte iſt nicht darunter. Aber was der Poſtmeiſter mit ſeinen polizeilichen Luchsaugen in der Eile erſpäht, iſt ihm wichtiger als Paß und Reiſelegiti⸗ mation. Denn das Portefeuille iſt gefüllt mit Werthpa— pieren und Caſſenanweiſungen; ein ganzes Packet fünfund⸗ zwanzigthälerger Bankſcheine iſt auch dabei. Ihm flimmerts nur ſo vor den Augen vor Aufregung. „Ich muß die Karte meines Herrn vergeſſen haben,“ beendigt der Jäger endlich ſein vergebliches Suchen. „Das iſt ſchlimm!“ erwidert der Poſtmeiſter und eilt ſofort an den Wagen, um den darin Sitzenden wo möglich von Angeſicht zu Angeſicht zu ſehen. „Wie iſt Ihr Name, mein Herr?“ ruft er in die Droſchke hinein. „Prinz Biron! Aber ich ſehe noch immer keine Pferde!“ erwidert der Prinz und ſteckt den Kopf unge⸗ duldig zum Wagen hinaus, reißt dann die Uhr heraus und ſagt:„Schon ganzer drei Minuten halte ich hier. Ich habe Eile. Wie lange ſoll's noch währen?“ Der Poſtmeiſter fixirt ihn mit ſtarren, kritiſchen Au— gen; es iſt ein junger Mann mit ſchwarzem Schnurrbart und verdächtigem, ſehr verdächtigem Geſicht, gerade wie ihn der durchreiſende Offizier beſchrieben hate“ Sein Herz ſchlägt ihm wie ein ſchwerer Hammer in der Bruſt und ſeine Augen zittern vor Erregung. Er wiederholt leiſe für ſich die lange Kette von Schlußfolgerungen; großer Diebſtahl in Berlin... viele Tauſend Thaler in Papier— geld geſtohlen... mit Extrapoſt in einer alten Droſchke ankommen,.. mit Thalern um ſich werfen und doppelte Trinkgelder geben... mit Courierpferden weiter wollen ... Pferdehandel vorſchützen... viel Geld in Papieren aber keinen Paß und keine Reiſelegitimation mit ſich füh— 1 298 ren... einen falſchen Namen annehmen und ihn nicht einmal richtig ausſprechen können.. Himmel! wenn das keine Gaunerei, keine Schwindelei der beſten Sorte iſt, ſo will ich keine Stunde mehr Poſtmeiſter ſein. Der Vogel darf mir nicht entwiſchen! „Ew. Durchlaucht,“ ſpricht er mit ironiſcher Devot— heit,„werden gnädigſt geruhen, ſich einige kurze Augen— blicke zu verweilen. Es ſind augenblicklich keine Pferde vorhanden, ich will aber, da Hochdieſelben ſo große Eile haben, ſofort welche aufzutreiben ſuchen. Geruhen Hoch— dieſelben einſtweilen bei dem rauhen Wetter ſo lange in das Zimmer zu treten.“ (Fortſetzung folgt.) Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat Juli. Getraute: 15. Jacob Heil, B. u. Bäckermeiſter, u. A. Eliſabelhe Winter, des B. u. Metzgermeiſters Johs. Winter ehel. T. Getaufte: 1. Ein unehel. S., Carl, geb. 2. Juni. 15. Dem B. u. Stadiförſter Reinhardt Weber ein S., Chriſtian, geb. 24. Juni. 5 15. Dem B. u. Bäckermeiſter Adam Wendel eine T., Marie Katharine Eliſabethe, geb. 12. Juni. 26. Dem Ortsb. zu Pfungſtadt u. Elſenbahnwärter dahier Heinrich Bonhajo, ein S., Valentin, geb. 8. Juli. Beerdigte: 11. Eliſabethe Löhr, des verl. B. u. Bäckermeiſters Heinri Chriſtian Löhr chel. led. T., alt 25 J., 8 T. 1 10. ie 13. Anna Eliſabethe, des verl. B. u. Metzgermeiſters Jacob Küchel nachgel. Wiw., geb. Grüninger, alt 89 J., 4. M. u. 9 T., T 11. i 22. Anna Magdalene Küchel, des B. u. Rothgerbermeiſters Heinrich Küchel 1. zweite Ehefrau, geb. Stolz, alt 62 J., 4 M. u. 25 T., 7 11. An Lehrer und Lehrerfreunde. Vor Kurzem ſtarb im Kreiſe Vilbel ein Schullehrer in den beßten Jahren(er war von 1834— 1837 in Friedberg ausgebildet) und hinter- ließ eine Wittwe mit 4 unerzogenen und einem ungebornen Kinde in den dürftigſten Verhältniſſen. Hülfe thut dringend Noth. Darum die Bitte an alle Lehrer und Lehrerfreunde, um ein, wenn auch nur kleines 5. Dem B. u. Bäckermeiſter Gernand Sauerbier eine T., Anna Margarethe Eva Katharine, geb. 17. Junt. 8. Dem Ortsb. zu Griedel u. Leinweber dahier Heinrich Braun eine T., Louiſe, geb. 26. Juni. 15. Dem B. u. Metzgermeiſter Heinrich Klingel eine T., Anna Katharine, geb. 2. Juli. Scherflein für die armen Waiſen. jede Gabe an und überſendet ſie zur Verwendung an den proviſoriſchen Vorſtand der heſſiſchen Lehrerwaiſenſtiftung, welcher ſpäter öffentlich über Größe und Verwendung der Gaben Rechenſchaft ablegen wird. Die verehrlichen Redactionen benachbarter Blätter werden um gefällige Aufnahme vorſtehender Bitte gebeten. Die Redaction dieſ. Bl. nimmt Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. [1224] Jacob Ratz von Gambach, geb; den 5. Auguſt 1780, iſt ſeit vielen Jahren ab⸗ weſend, und ſein in einigen in Gambacher Gemarkung gelegenen Grundſtücken beſte— hendes Vermoͤgen iſt ſchon vor längerer Zeit ſeinen Brüdern, Andreas Ratz und Jacob Ratz, zur Benutzung überlaſſen worden. Beide ſind unterdeſſen verſtorben und ihre zurückgebliebenen Kinder wollen jetzt dieſe Grundſtücke veräußern. Da nun Jacob Ratz das ſiebenzigſte Lebensjahr überſchritten haben würde, ſo ergeht auf Antrag der genannten Intereſſenten an ihn oder an ſeine etwaigen Descendenten dieſe öffentliche Auf⸗ forderung, binnen einer Friſt von zwei Monaten 1 fich dahier anzumelden, auch zu legitimiren, oder zu erwarten, daß Jacob Ratz für ver⸗ ſchollen erklärt und ſein Vermögen den aufge⸗ tretenen Erben ohne weitere Caution überlaſſen wird. Butzbach am 16. Auguſt 1855. Großherzogliches nh Butzbach E heel. Bekanntmachung, betreff.: Verſteigerung von Ginſtern und Heiden in den Großherzoglichen Domanial— waldungen der Oberförſterei Ober— rosbach. 11246] Montag den 3. September d. J. werden in Mainzerhecken und Weſter⸗ feld' ſchenwald 4675 Gebund des oben be⸗ merkten zu Backholz nutzbaren Materials an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: früh 7 Uhr beim dicken Eichbaum am Forſtgarten im Weſterfeld'ſchenwalde. Oberrosbach den 23. Auguſt 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin gmann. Grummetgras-Verſteigerung. [1264] Donnerſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehö— rende Grummetgras in Abtheilungen auf hieſi— gem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 25. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. oe Backholz-⸗Verſteigerung. [1240] Freitag den 31. Auguſt l. J., des Vor⸗ mittags um 8 Uhr anfangend, ſollen im Ober⸗ rosbacher Gemeindewald, in verſchiedenen Diſtrik⸗ ten, 8192 Wellen Heiden und Ginſtern zu Back— holz öffentlich meiftbietend verſteigert werden. Der Anfang und die Zuſammenkunft iſt vor dem Selzberg bei dem Kirſchenberg. Oberrosbach den 22. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Verſteigerung von Pflaſtererarbeiten zu Butzbach. 11265] Samſtag den 1. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in Butzbach im Rathhauſe die zur Verbreiterung des Schichtenpflaſters in der Weiſeler Gaſſe erforderliche Pflaſtererarbeit, einſchließlich der Materialien, veranſchlagt zu 259 fl. 12 kr., an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Auguſt 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Su ͤfefze ret. Verſteigerung von Pflaſtererarbeiten. [1266] Montag den 3. September, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Kreisbauamte dahier die zur ſchichtenweiſen Pflaſterung von zwei Mul⸗ den im Orte Obereſchbach erforderlichen Ar— beiten, einſchließlich der Materiallieferungen, veranſchlagt zu 221 fl. 35 kr., an den We⸗ nigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Auguſt 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg S ü ff ert. Ar bei ſs Ver ſteiger un g. 11268] Samſtag den 1. September, Vormit⸗ tags 11 Uhr, werden in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Haas zu Ilbenſtadt die bei Herſtellung der Gemeindebrunnen vorkommen den Arbeiten, als: Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 23 fl. 14 kr., Maurerarbeit,„ 57 die Lieſerung von Schichtenmauerſtei nen vom Steinbruch an der Naumburg, 0,1 Cubik⸗ klafter, veranſchlagt zu 3 fl. 30 kr., 1½ Bütten Kalk anzuliefern, veranſchlagt zu 2 fh er öffentlich in Accord gegeben. Ilbenſtadt den 26. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3wier. Obligations-Verlooſung. 11269] Bei der heute ſtattgehabten Auslooſung der Partial⸗Obligationen des am 1. Mai 1835 negociirten Anlehens hieſiger Gemeinde wurden die Nummern 44 und 56, jede zu 100 fl., auf den 1. November l. J. zur Rückzahlung ge⸗ zogen. Dieſes wird den Inhabern dieſer Nummern unter dem Anfügen andurch mitgetheilt, die Beträge gegen Rückgabe dieſer Obligationen und die nicht fälligen Zinscoupons bei der hieſigen Gemeindekaſſe oder bei dem Handlungshauſe Samuel Lindheimer in Friedberg bis zu dem genannten Tage in Empfang zu nehmen, indem von da an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Rodenbach den 10. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodenbach H etzt er iich Grummetgras-⸗Verſteigerung. [12671 Das dießjährige Grummetgras von den Gräflich Solms-Laubachiſchen Wieſen in Altenſtädter Gemarkung, ſoll Montag den 3. September, von Morgens 9 Uhr an, in der Behauſung des Gaſtwirths Herrn Holzapfel daſelbſt in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Credit bis Martinitag d. J. gegeben. Engelthal am 25. Auguſt 1855. 0 Der Gräflich Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Gruppe. Arbeits⸗Verſteigerung. [1270] Montag den 3. Septbr. 1855, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll die Regulirungsarbsit an der Nidda, in der Grenze Stammheim zwiſchen Oberflorſtadt und Staden, worüber unter dem 24. Auguſt die Verſteigerung abgehalten, ab er die Genehmigung nicht ertheilt wurde, einer nochmaligen Verſteigerung auf Ort und Stelle ausgeſetzt werden. Stammheim den 26. Auguſt 1855. Großherzogliche N Stammheim a uli. * d Friedberg, de großt Bet 1 N Nachden aan Gere Bingel zu N Geiſtoverwarl die eigene Ver zogen worden i dem Anfügen 3 daß Rechtsgeſch ralor, Schuh flo, güllg ab an dieſen gültig Nauheim a Kur 3 Grumm. (ns! Fieitag 9 dor anfange Gemeinde- Ori verſteigert werk Bönſtadt! Großherz Arbeit! 1274] Mont 9 hr, ſollen Nidda, nächſt! D. Jui 1855 denn Steigerer einer nochma Koften ausgeſe die Looſe Zugleich ſoll rung der Nod Wicktadt mehr geben werden. Florſtadt! Großher, —— A 11275 gegen zu 0 50. lie delt bei Ein! Tln fir meh n 12 — I teoo dn u Wohnung in d 1 vermiethen! er un werden. 5 10h a Namilie ver C rig 180 larie de nich Velnrich 8 Jacob . d dich * 90 2, —— N * Nen ber. Linde N Ade die nes 0 — Grummetgras-Verſteigerung. [1271] Das diesjährige Grummetgras von nachgenaunten fiskaliſchen Wieſen des hieſigen Renkamts wird in angemeſſenen Abtheilungen folgendermaßen verſteigert: 1) zu Lindheim in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Bechthold, Montag den 3 Sept. 1855, Mittags 12 Uhr, von ungefähr 50 Morgen Wieſen in Lindheimer und Hain— chener Gemarkung; 2) zu Bauernheim in der Behauſung des Herrn Solz, Mittwoch den 5. September 1855, Mittags 12 Uhr, von der ungefähr 300 Morgen haltenden ſogenannten Markwieſe in Oſſenheimer und Bauernheimer Gemar⸗ kung; 3) zu Okarben an dem Mineralbrunnen, Frei⸗ tag den 7. September 1855, Vormittags 8 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen hal⸗ tenden ſogenannten Burgwaldswieſe in der Okarber Gemarkung. Friedberg den 16. Auguſt 1855. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hg u ſſe r. Bekanntmachung. 1272] Nachdem durch Verfügung des unter⸗ zeichneten Gerichts vom 17. d. M. Johannes Bingel zu Rödgen, Heinrichs Sohn, wegen Geiſtesverwirrung unter Curatel geſtellt und ihm die eigene Verwaltung ſeines Vermögens ent⸗ zogen worden iſt, ſo wird ſolches hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeſchäfte nur mit dem beſtellten Cu⸗ rator, Schuhmachermeiſter Georg Wolf da⸗ ſelbſt, gültig abgeſchloſſen, auch Zahlungen nur an dieſen gültig geleiſtet werden können. Nauheim am 22 Auguſt 1855. Kurfürſtliches Juſtizamt Kr b vdt. Schlarbaum. Grummetgras-Verſteigerung. [1273] Fieitag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll dahier das dies jährige Gemeinde⸗Grummetgras öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bönſtadt den 24. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bönſtadt Geibel. Arbeits ⸗Verſteigerung. I1274] Montag den 3. Septbr., Vormittags 9 Uhr, ſollen die Regulirungsarbeiten an der Nidda, nächſt Oberflorſtadt, welche unter dem 20. Juli 1855 verſteigert und bis jetzt von dem Steigerer noch nicht gefertigt worden find, einer nochmaligen Verſteigerung auf deſſen Koſten ausgeſetzt werden, und zwar: die Looſe Nr. III., IV., V. und VI. Zugleich ſollen zur Fortſetzung der Reguli⸗ rung der Nidda zwiſchen Oberflorſtadt und Wickſtadt mehrere Looſe öffentlich in Accord ge— geben werden. Florſtadt den 26. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner. Auszuleihen [1275] gegen doppelte gerichtliche Sicherheit zu 5 PCt. liegen in Niederweiſel 100 fl. be⸗ reit bei Kirchenrechner Frees. Ein möblirtes Zimmer [1237] für einen ledigen Herrn hat zu ver⸗ miethen Conrad Diehl, auf der breiten Straße. Zu vermiethen. 112001 Der mittlere Stock nebſt einer kleinen Wohnung in der Manſarde iſt in meinem Hauſe zu vermiethen und kann erſteres Anfangs Ok⸗ tober und letzteres Anfangs November bezogen werden. Auch können beide Wohnungen an eine Familie vermiethet werden. Carl Frick, Spenglermeiſter. 299 Großes 1 1 2*— Scheiben-Schießen zu Homburg. 12761 Der Unterzeichnete beehrt ſich zu dem am 2. und 3. September d. J. auf dem Schießplatze an der Waldluſt dahier abgehalten werdenden Scheiben-Schießen höflichſt einzuladen. Indem für ein ausgezeichnetes Muſikcorps und für beſte Bedienung in jeder Beziehung geſorgt iſt, glaube ich den Freunden geſelligen Vergnügens ein heiteres Feſt verſprechen zu können, und hoffe um ſo mehr mit zahlreichem Be— ſuche erfreut zu werden, da das ſonſt ſo beſuchte Friedrichsdorfer Schießen in dieſem Jahre nicht abgehalten werden konnte. Bad Homburg. Ph. Weigand, zur Waldluſt. Die Coͤlniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft C0 1 112771 verſichert zu feſten mäßigen Prämien Mobilien, Waaren, Erndten in Scheunen und in Schobern, Vieh, Fabrikgeräthe ꝛc. ꝛc. Die den Verſicherten zur Garantie ſtehenden Mittel der Geſellſchaft be— laufen ſich auf mehr als Acht Millionen 750,000 Gulden. Der Rechnungs-Abſchluß über das verfloſſene Geſchäftsjahr, aus deſſen Einnahmen die Reſerve abermals weſentlich verſtärkt worden iſt, kann bei dem Unterzeichneten, ſowie bei allen Agenten der Geſellſchaft eingeſehen werden. Hungen im Juli 1855. Ehr. Funk, Agent der Colonia. Unter Garantie der Aechtheit. Dr. Borchardt's arom.⸗ med. Kräuter⸗Seife à 21 kr. Dr. Suin de Boutemard's aromat. Zahn⸗ Paſta(à 21 und 42 kr.) Profeſſor Dr. Lindes Vegetabiliſche Stangen-Po⸗ made(à 27 kr. pr. Stück). 1 25 Apotheker Spèrati's Stalieniſche Honig⸗Seife(in Päck⸗ chen zu 9 und 18 kr.) Dr. Hartung's Flaſchen à 35 kr.) Dr. Hartung's Kräuter-⸗Pomade(in geſtempelten Tie⸗ geln à 35 kr. [11071 Bewährt durch die langjährigen erfreulichſten Ergebniſſe viel⸗ facher wiſſenſchaftlicher Prüfungen und praktiſcher Anwendungen, können die obigen privilegirten Artikel mit gerechter Zuverſicht in empfeh- lende Erinnerung gebracht werden und ſie werden ſicherlich von allen denen, die ſich ihrer nur erſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder gebraucht werden. Proſpecte und Gebrauchs⸗ Anweiſungen werden gratis verabreicht, ſowie die Mittel ſelbſt in Friedberg nur allein verkauft bei P. F. Schmittner, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. Feuerfeſte eiſerne Kaſſenſchraͤnke. gen Orts- S zur Verhütung von Täuſchungen Sgef. genau achten. Chinarinden⸗Oel(in geſtempelten hervorruft, wollen die geehrten Conſu⸗ menten unſerer Artikel ſowohl auf deren mehrfach veröffentlichte Verpackungsart, als auch auf die Namen: DR. BORCHARDT (Kräuter- Seife), DR. SUIN DE BOUTEMARD(Zaun- 5), DR. LINDES(Stangen-Pomade), SpERAPI(CH eife u. DR. HARTUNG(Chinarinden-Oel u. Kräuter-Po- made), ſowie auch auf die Firma unſeres betr. alleini Depoſitärs CAUTION. Nachdem der ſeit Jahren ſo wohl begründete Ruf der nebenſtehenden Spezialitäten faſt täglich— mannigfache Nachbil- dungen und Falsificate E 2 — 2 Verkauf von Eichenbauholz. 11280] 40 Stück ſchwere Eichenſtämme zu Bau⸗ Joh. Ludwig Hammeran, in Frankfurt a. M., Wollgraben 4, [1278] empfiehlt ſich in allen Arten eiſerner Kaſſenſchränke in eleganteſter Möbelform und zu den billigſten Preiſen auf's Solideſte gear⸗ beitet. Ein Landgut 1279] von 5600 Morgen wird zu pachten oder auch zu kaufen geſucht. Franco Briefe mit Preisangabe ꝛe. beliebe man ergehen zu laſſen an J. Ambroſius, Geſchäfts Agent. Frantfurt Malt 3 eee en, 11196] welches gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedrich Horn. holz und theils zu Mühlen-Achſen geeignet, in dem unter Niedermoxſtadt gelegenen Boitzheimer Wäldchen lagernd, bin ich beauftragt, auf Credit gegen Bürgſchaft zu verkaufen. Staden den 25. Auguſt 1855. Lechleitner, Verwalter. 5 g Bauholzverſteigerung. 1281] Mittwoch den 12. September, Mor⸗ gens 9 Uhr, ſoll in dem Hofe des Herrn Chriſt. Brandt am Hoſpitalthor dahier eine Quantität von 12000 Fuß gebrauchtem aber noch geſundem Bauholz von verſchiedener Länge und Stärke öffentlich und freiwillig verſteigert werden. Hanau am 20. Auguſt 1855. 300 Solbad Naulieim. Jeden Tag OD NSEARA im Garten des KHurhuuses, Morgens von 6% bis 8 Uhr, Nachmittags von 2½ bis 4 Uhr, und Abends von 3% bis 7 Uhr, ausgeführt von dem Rur- Or- chester unter Direction des Herrn Euümund Neumann. Jeden Donnerstag Bal pdre, Anfung 8 Li. 1656] Sonntag den 2. September d. J. 11282] wird in hieſigem Kurſaale der Lud wigs ball abgehalten, wozu ich ein verehrliches Publikum hiermit ergebenſt einlade. Salzhauſen den 21. Auguſt 1855. H. W. Seum's Wwe⸗ Die Lebens⸗ und Penſions⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft Janus in Hamburg 1232] übernimmt zu möglichſt billigen Prämien Lebens-, Kapital- und Renten- Verſicherungen und ſichert Penſionen und Wittwengehalte. 0 Zu Verſicherungsabſchlüſſen bei obiger Anſtalt hält ſich der unterzeichnete Vertreter derſelben beſtens empfohlen und iſt derſelbe zu jeder unentgeltlichen Auskunftertheilung mit Vergnügen bereit; auch können daſelbſt Proſpekte, Statuten und Jahresberichte in Empfang genommen werden. Reichelsheim den 18. Auguſt 1855. 0 Franz Conrad, e Agent. bei Schieferſteine 1283] von allen Sorten ſind ſtets zu verkaufen Martin Eck, Steindeckermeiſter in Frankfurt a. M. Roſengaſſe 14. Frie Holl Eng 5 8 Rand⸗Ducaten. 20 Frankſtücke Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine r C, ändiſche 10 fl. Stücke liſche Souverains rankenthaler Frankfurter Cours vom 25. Auguſt 1855 fl. 929½-30½ „ 9 55-56 939/40 ½ „ 5 30½ T4 „9 19-20 1137-39 1 145% —— „144%//-—¼¾5 ½½ Polizei ⸗ Ta x e für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Auguſt bis zum 4. Sptbr. . 5 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod/ Korn- ö und ½ Gerſtenmehl 4204/2 2 7,, 8 3 8 3 4 1 75 7 1 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn⸗u.) Waizenmehl, 5 1 51 2 7 77 77 10 11101 4 7 77. 20 1 201 Loth Lotb — Milchbrod 103 103 — Waſſerweck 1 — Flasch Pf! ie. 14 14 Fleiſch-⸗Preiſe. f. 1 Schſenſleiſoh 14 2142 „Kühfleiſch, gemäſtetes 11/211 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes 10 210 2 „ Kalbfleiſch 7 62. 700 2 „ Schweinenfleiſch 16% 164 „Hammellleiſch 10 2110 2 „ Schaaffleiſch 7 2 „Wurſt veblos Schweinen 17— 17— „ Bratwurſt 21— 21— „Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 31— 131— „Schinken 22— 22— „ Dörrfleiſch 214—421— „ Schweinenſchmalz, ausgel. 26— 26— 1 unausgelaſſen 23,228 2 „Nierenfett 3 „Hammelsfett 161— 116— 55 Großherzoglichen Bürgermeifter enn dreh. Seippel. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Walzen Korn Ge r ſt e Hafer Kartoffeln Mittel- Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum] Auf- Ver- preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf-. Ver⸗ preis Auf- Ver⸗ preis Auf⸗ Ver- preis ge- kauft gen kauft ges kauft ge kauft gd kauf fahren 8 fahren 8 fahren 5 fahren— fahren S Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mltr Mtr. dd fl. kr.] Mltr. Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr 555 fl. fr.] Mltr.] Mltr.(Pfd. fl. kr. Friedberg, 24. Aug 1714 1659 ¼ 2001723114 80 18014 8635 607 60 8 28 27 77 20 4.400 15(5 500 2123 Buß bach, 24.„ 163½% 152% 2001717 89 ¼ 56¼ 18014 3(133% 83 60 8530176 174 120 455] 1— 200 Vilbel, 24.„140 140 2007/22—— 180/—— 42 42(60 835]—— 120—* 200—— Altenſtadt, 24.„563 510 2007 5 70 70 1801310 51 25 160 8057 14 14 1200 430—— 200.—— Nidda, 24.„— 25 200166 1— 5 1891233— 7 160 8041—— 1120/—--[—— 200—— Hungen, 24.„ 50 50 20017] 6. 6 18014— 36 36 160 9—— 120-—[(—— 200 Echzell, 21.„86 75 200161577 6% 6 1801325] 52 50 160 86166—— 120—-l—— 200—— Grünberg, 25.„135 135 20017] 53 53 1804 50 77 77 160 9 2 25 25 120 4588—— 200—— Mainz, 24.„—— 2007]50J—— 18013, 5]—— 1160] 8050]—— 120—[—l—— Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 52 Mltr., verk. 52, 18 fl. 31 kr.; Waizenmehl aufg. 24½, verk. 24½, 14 fl. 24 kr.— Butzbach: Vorſchußmehl 20 fl.— Altenſtadt: Vorſchußmehl 19 fl.— Echzell: Roggenmehl 12 fl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Peter 6 Große: 5 Zol — An Vor Kur ahren(er war 1 eine Witwe in den bürfligfte Bille an alle be Scherflein füt jede Gabe an u. —— Oeffentl 2; I den Lorenz und E genhain find d Gemarkung be 71, e 97/4, 740%, c/f, 900.8. 64 /( JA, 1075/8, 937/38, 959/37 1620/7, 3/7 meiftbietend verf doch die urkundl erb nicht beige halb dieſe öfen irgend welcher enſchaften binner 0. dei dem untere melden und zu briefe beſtättgt Mufgtionsverze/ Butzbach der Gtoßhe „ Guts: 14245] Dienſſa tags um 2 Uhr das in der Ger 495 Augufuner Gut auf ellen W dufaug den 22 Ktbachtet.— driedberg de Großherzog.