an pſſchiſe, — Etuis 6 kr. ufkleben. Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ae Amts- und berkündigungsblatt für den Areis Friedberg. ſammen 7 kr. 54. Dienſtag, den 21. Juli. 1855. Eine Wechſelſchuld. (Fortſetzung.) Waidmoſer, der mehr und mehr verlegen wurde, fühlte die Gluth der Scham in ſein Geſicht ſteigen, als er die zuletzt vorgelegte Schrift betrachtete. Er las ſie flüchtig, dann ſchaute er auf, und ſich an den Alten wendend, fragte er verlegen:„Und Sie ſelbſt verbürgen ſich mit Ihrem Vermögen für das Geſagte und Verſprochene?“ Der alte Wildhahn lächelte glücklich, gutmüthig, ſpot— tend:„Ja, Herr, ſo zeigt's die letzte Schrift, die ich Ihnen vorlegte. Sie meinen vielleicht im Herzen: der alte Mann iſt kindiſch, ſich auf ſeine alten Tage für Fremde zu verbürgen. Das thut in jetziger Zeit der Bruder nicht für den Bruder. Doch, Herr, ich handelte nicht ohne Ueberlegung. Meine Anſicht bei der Sache war: Raſch gehandelt, bringt am ſchnellſten zum Ziel; und offen mit den Gläubigern geſprochen, offen und klar die Verhältniſſe dargelegt, gleicht am ſchnellſten die Sache aus. Dreißig Procent ſicher, ſind beſſer, als achtzig unſicher,— ein magerer, gütlicher Vergleich iſt beſſer, als ein langſamer gerichtlicher Concurs. Das dachte ich und darnach handelte ich.— Was die Bürgſchaft betrifft, ſo iſt die Sache nicht ſo ſchlimm als ſie ausſieht. Seht, Herr!“— mit dieſen Worten trat der alte Wildhahn dem Fabrikherrn näher— „der junge Mann, der Friedrich, hat eine Summe von Ihnen zu fordern; ich kenne denſelben, er hat bei mir gelernt — der hat das Geld der Erdmuthe verſprochen und wird es geben, und Sie, Herr, kenne ich Sie anders noch von früher her, werden daſſelbe dem Werkführer nicht länger vorenthalten— da iſt es alſo mit meiner Bürgſchaft nicht ſo weit her! Vertrauen weckt Vertrauen, ich denke, ich bin hier nicht unrecht gegangen.“ Waidmoſer fühlte ſich überwunden, er mochte dem alten Mann gegenüber, dem er im Grunde des Herzens aus früheren Zeiten her ſich verpflichtet fühlte, nicht hart und ſchlecht erſcheinen; ſchweigend ging er zum Pult, unter— ſchrieb die von den übrigen Gläubigern gemachte Erklärung in gleichem Sinne wie die übrigen, zählte dem Werkführer das gewünſchte Geld auf und reichte dem alten Wildhahn die Hand, indem er lächelnd ſagte:“ Sie ſind noch immer der Alte, gerade, offen, feſt. Hier nehmen Sie die Pa— piere und das Geld— kommen Sie in das Nebenzimmer, ein Glas Wein mit mir zu trinken!“ „Danke, danke, Herr!“ ſagte der Alte und griff nach Hut und Stock.„Mein Geſchaͤft iſt noch nicht zu Ende. Die Hauptperſon, iſt noch nicht erlöſt!“ „Nun denn, auf Wiederſehn!“ ſagte der Fabrikherr und reichte dem ſchon Forteilenden die Hand. Der alte Wildhahn, grüßte noch einmal und eilte zum Hauſe hinaus. Stumm, unbemerkt verließ der Werk— führer das Zimmer. Die Zeit geht raſch und ändert viel! Feiertag iſt's. Die Glocken läuten, die Menge eilt zur Kirche, Alles ath— met Ruhe— Feiertagsruhe. Niemand aber iſt glücklicher als Erdmuthe, die an der Seite des Geliebten in der Wohnung des alten Wildhahn nicht müde wird, von ihren Leiden, von ihren Thränen, von ihrer Angſt zu ſprechen, die ſie ausgeſtanden, und von dem Glück und der Freude, die ſie empfunden, als der Geliebte geſtern in ihre Ge⸗ fängnißzelle getreten und ihr die Freiheit verkündet habe. Ach, frei ſein iſt nichts— aber frei werden iſt der Himmel; frei werden ſchließt ein Glück in ſich, welches nur Der zu würdigen verſteht, der die Freiheit entbehrte und frei ge— worden. Erdmuthe war frei! Sie hatte nicht Ruhe, nicht Raſt, an die Zukunft zu denken, ſie ſonnte ſich nur in des Geliebten Blick, fiel abwechſelnd bald dem alten Wildhahn um den Hals, bald ſeiner Frau, und ward nicht müde zu danken für alle Liebe, alle Güte, die ſie empfangen. Der alte Meiſter ſchmunzelte und freute ſich des Glücks der Vereinten. Doch den Blick in die Zukunft vergaß er ob dieſer Liebkoſungen nicht. Als der erſte Rauſch des Glückes und des Wiederſehens vorüber war, beſprach er mit den jungen Leuten ihre Lage, ſuchte zu rathen, zu ſchlichten und anzuordnen. Als er auch dies vollführt, nahm er den jungen Mann bei Seite, befragte ihn noch ein Mal ausführlich nach allen Worten, die er in der Nacht von den Dieben vernommen, dann griff er nach Hut und Stock und eilte geſchäftig zum Hauſe hinaus. Montag Abend jedoch war der Alte beſchäftig und rührig, wie man ihn ſeit langer Zeit nicht geſehen. Er hatte der Polizei von jenen vernommenen Worten, die der Friedrich von den Dieben erlauſcht, Anzeige gemacht, und da nun Montag Mittag der Fabrikherr wirklich eine ſehr bedeutende Summe eingenommen, ſo ließ ſich erwarten, daß der Anſchlag in Ausführung kommen werde, und die Polizei hegte die Hoff— nung, die Diebe auf der That zu ertappen. Der alte Wildhahn und Friedrich hatten ſich freiwillig erboten, an der Gefangennehmung der Diebe Theil zu nehmen. Der Fabrikherr war von der Sache nicht in Kennt⸗ niß geſetzt worden, um bei den Dieben keinen Verdacht zu erwecken. Der junge Werkführer hatte ſich am Abend unbe— merkt in der Fabrik, die mit dem Hauſe durch einen ver⸗ ſchließbaͤren Gang verbunden war, einſchließen laſſen. Den Schluͤſſel zu der Verbindungsthür hatte er ſich zu ver⸗ ſchaffen gewußt und er ſchlich durch dieſelbe, als die Nacht einbrach, ſich in das Haus hinein. Der alte Wildhahn und einige Polizei-Beamte in Civil-Kleidern hatten ſich in der Nähe auf die Lauer gelegt.(Fortſetzung folgt.) Verſchie den es. Wirthin.„Herr Buchelmaier, dörft ich Ihna bitten?“ Buchelmaier.„Tauſend, wie können's ſchon Be— zahlung verlangen, hab' ich doch mei Lebtag nit eher be— zahlt, bis ich ausgetrunken hab'!“ Wirthin(weist auf den Anſchlag: Man bittet ſo⸗ gleich zu bezahlen):„Schauen's, dort ham mer's ange⸗ ſchlagen.“ Buchelmeier.„Ja das ſind de Folgen von de ver⸗ maledeite Preßfreiheit.“(Fl. Bl.) 234 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edietalladung. 11027) Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Ludwig Künſtler den förmlichen Concursproceß erkannt. An⸗ ſprüche jeder Art an gedachtes Vermögen ſind im Termin Mittwoch den 29. Auguſt d. J., Vormittags 6 Uhr, bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe an⸗ zumelden und zu begründen. Im Falle eines Arrangements werden die Nichterſcheinenden den Beſchlüſſen der Mehrzahl beitretend angeſehen. Butzbach den 3. Juli 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach bel, Dr. b. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Af e de rung 10281] Heinrich Lichſtadt von Staden will auf die nachſtehenden in den betr. Grundbüchern auf ſeinen Namen eingetragenen Immobilien ein Capital aufnehmen: A. Gemarkung Staden: 1 20, VI 151, iV 134, 128, 13ʃ, 9, V9, 105, VI 127, 1 141, IV 78, VII 110. B. Gemarkung Stammheim: IV 258. C. Gemarkung Nieder moxſtadt: IX. 61. Da das Eigenthum von dieſen Stücken ur⸗ kundlich nicht nachgewieſen werden kann, ſo ſind etwaige Eigenthumsanſprüche an ſolche ſoge⸗ wiſſer binnen 4 Wochen dahier anzumelden, als ſonſt die Confirmation der Hypothek erfolgen ſoll. Altenſtadt am 9. Juli 1855. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt. Dr. Gil mer. Material lieferung für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk bei Dorheim. 11031] Die Lieferung folgender Materialien, nämlich von: I. Floßho lz: 124 Böden 10ter Stämme, 30 7 gter 17 4 Ster„ 11 Breit ter n. e. 150 Stück ſchmalen Schreinerdielen, 200„„ Dachdielen, 60„ breiten Doppeldielen, 200„ Latten, f III. Pfählen: 0 25000 Stück 4 Fuß langen Eichenpfählen, IV. Fettwaaren: 850 Maas Rüböl, 80 Pfund Talg, ſoll Samſtag den 11. Auguſt d. J. auf dem Sumiſſionsweg vergeben werden. Die einzu⸗ reichenden Sumiſſionen müſſen verfiegelt frankirt mit der Adreſſe der unterzeichneten Behörde, der Aufſchrift„die Lieferung von betreffend verſehen und längstens bis Vormit⸗ tags 10 Uhr des genannten Tags abgegeben ſein, indem ſpäter einlaufende nicht berückſichtigt werden können. Die Eröffnung der Sumiſſio⸗ nen findet in Gegenwart der etwa erſchienenen Sumittenten ſtatt. Die Bedingungen, unter welchen die Vergebung der Lieferungen erfolgt, können ſchon acht Tage vor dem angeführten Termin dahier eingeſehen werden. Dorheimer Bergwerk den 12. Juli 1855. Großherzogliches Bergamt Dorheim Jäger. 5 0 0 fl. [1044] liegen in der Kirchenkaſſe zu Oberwöll⸗ ſtadt zum Ausleihen bereit. 5 Oberwöllſtadt den 13. Juli 1855. Der Kirchenrechner Veith. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. 1 [1050] Donnerſtag den 26. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Sections⸗ büreau Weißbinderarbeiten für das Stations gebäude, veranſchlagt zu 876 fl., ſowie die Lie⸗ ferung von gußelſernen Säulen zu dem Perron dahier, veranſchlagt zu 728 fl., durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen am 13. Juli 1855. Der Großherzogliche Sectionsingenieur der Section Gießen 0 Eickemeyer. Hofraithe⸗Verſteigerung. [1046] Montag den 30. Juli, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nachſtehende zum Nachlaß der dahier verſtorbenen Suſanne Vogt gehörende Hofraithe einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt, als: Ord⸗Nr. 1 Flur 1 Nr. d. Grundſt. 42 26/0 Klftr. Hofraithe in der Stadt. Friedberg den 18. Juli 1855. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Guts ⸗ Verpachtung. [1049] Montag den 30. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das in den Gemarkungen Rockenberg ünd Oppershofen lie⸗ gende, dem Hospital„Zum heiligen Geiſt⸗ dahier gehörende Gut, welches den 22. Februar 1856 leihfällig wird, auf einen weiteren Zeitraum von 12 Jahren meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 18. Juli 1855. Großherzogliche Burgermeiſterei Friedberg Bender. Pfandhaus zu Friedberg. 11035] Von den Pfändern Nr. 22,597, 22,603, 22,611, 22,633, 22,660, 22,669, 22,684, 22,704, 22,723, 22,747, 22,738 ſind die Pfand⸗ ſcheine abhanden gekommen. Wer etwa An⸗ ſprüche an dieſe Pfänder zu haben glaubt, wird hiermit aufgefordert, dieſelben binnen vier Wochen bei den Unterzeichneten geltend zu machen, in⸗ dem ſolche ſpäter nicht mehr berückſichtigt werden können. Friedberg den 12. Juli 1855. Für die Armencommiſſion: K. Baur. Bender. Bekanntmachung. 11068] Nachdem Georg Heß dahier, Sohn des verſtorbenen Bäckers Georg Heß hierſelbſt wegen Schwachſinnigkeit unter Curatel geſtellt worden iſt, ſo wird ſolches hierdurch mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß Rechtsgeſchäfte nur mit dem beſtellten Curator Chriſtian Mörler dahier gültig abgeſchloſſen, auch Zah⸗ lungen nur an dieſen gültig geleiſtet werden können. Nauheim am 14. Juli 1855. Kurfürſtliches Juſtizamt Kröber. 5 dt. Burhenne, Verſteiger ung von Bauarbeiten und Materialien zur Erbauung einer Pfarrſcheuer zu Lan⸗ genhain. 5 um 11 Uhr, ſollen in der Pfarrhofraithe zu Langenhain nachſtehende Arbeiten und Material⸗ lieferungen an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 227 fl. 40 kr. Steinhauerarbeit, 1 10 42„ 20„ Zimmerarbeit,„„„ 1063„ 29„ Dachdeckerarbeit,*„5 195% 45 Schreinerarbeit, 1 17 90 55„ Schloſſerarbeit,„* 51„18 Glaſerarbeit, 77 5 6„ 37 Weißbinderarbeit,„ 1 45„ 05„ Pflaſterarbeit,„ 1 12 12„ Brechen, Fahren und Aufſetzen von 6,3 Ku⸗ bikklaftern Mauerſteinen aus dem Bruche bei Langenhain. Brechen, Fahren und Aufſetzen von 0,8 Ku⸗ 79155 Pflaſterſteinen aus dem Bruche am eller. Lieferung von 2300 Stück hart gebrannten Backſteinen. Lieferung von 40 Bütten Kalk nach naſſem Maaß. Lieferung und Meſſen von 2,1 Kubikklaftern Sand. Pläne, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen hier acht Tage vorher zur Einſicht offen. Friedberg den 20. Juli 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg 5 Süffert. Oeffentliche Aufforderüng. L067]! Johann Heinrich Weickhardt, Bürger und Buchbinder dahier, und Anna Katharina, geborne Klingel, deſſen Ehefrau, ſind mit Hin⸗ terlaffung eines gemeinſchaftlichen Teſtaments verſtorben, das ebenſo wie eine weitere letzt⸗ willige Verfügung des zuletzt verſtorbenen Ehe⸗ mannes unterm 28. Februar l. J. eröffnet worden iſt. Auf Antrag der in dieſen Teſtamenten und einem am 26. Mai l. J. zu Stande gekom⸗ menen Vergleich beſtimmten Erben werden ſämmtliche Geſchwiſter Kinder der beiden Erblaſſer, inſoweit ſie noch keine Erklärung abgegeben haben und inſoweit ſie nach dem Ge⸗ ſetz zur Erbſchaft berufen ſein würden, hierdurch aufgefordert, binnen einer Friſt von 2 Monaten über die Anerkennung der beiden vorgedachten letztwilligen Verfügungen ſich zu erklären, oder zu erwarten, daß nach Ablauf dieſer Friſt ihre Anerkennung unterſtellt, der Nachlaß den im Teſtament und Vergleich beſtimmten Erben über⸗ laſſen und hinfichtlich der Immobilien die zum Eintrag in's Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde ausgefertigt werden wird. Butzbach den 13. Juli 1855. ö e i Butzbach el, Landrichter. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1070] Donnerſtag den 26. Juli l. J., des Vormittags um 10 Ubr. ſollen nachſtehende Ar⸗ beiten auf hieſigem Rathhauſe an die Wenigſt⸗ nehmenden veraccordirt werden, als: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 10 fl.— kr. Spenglerarbeit, 1„15„ 24„ Schreinerarbeit, 1 0 7„ 30 u Schloſſerarbeit, 1 1 8„ 35„ Weißbinderarbeit,„ 17 5 48„ Oberrosbach am 20. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Arbeits ⸗Verſteigerung. 11 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaftwirths Haas zu Ilbenſtadt nachbenannte Arbeiten, als: 1) Pflafterarbeiten, veranſchlagt zu 3 fl. 21 kr. 2) die Anlieferung von 0,3 Cubik⸗ klafter Pflaſterſteinen 7„ 30„ 3) bie Anlieferung von 0,2 Cubik⸗ klafter Bachkieß 4 f 4) Verſchiedene Grabenarbeiten, öffentlich in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt den 21. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeifterei Ilbenſtadt 3wier. 110691 Mittwoch den 1. Auguſt, Vormittags 11071] Freitag den 27. d. M., Vormittags 2 Gra 11075] Don gens J0 Uh 86 Morgen Stelle an de Bemerkt! Diſteitt Ste Vehrhe Fr 10760 Mot um 10 Uhr, dahier 1 ö öffentlich m. Griede Arbei 407 TJ Fiel Uhr, sollen Immerg Maurer Schrein Schloſſe Maurer Sone reines Scloſer We ißbind leferung J Bülten 001 Haft an an den 0 Pöl fers Großheno, Aufforderung. Cto72] Brave Familien, welche geſonnen ſind, gegen die etatmäßige Entſchädigungsſumme taubſtumme Kinder in Verpflegung zu nehmen, werden aufgefordert, ſich deshalb bei der Unter⸗ zeichneten zu melden. Großherzogliche Direction des Taubſtummen⸗ Inſtituts Dr. Mattbias. Fruchtverſteigerung. [1073] Donnerstag, den 26. d. Mts., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden die Reſte der aus 1854er Aernte hier noch lagernden Früchte, beſtehend in 250 Malter Korn und 190 Malter Hafer, im Amthauſe dahier verſteigert. Ockſtadt, am 20. Juli 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Apgereir. Arbeits Verſteigerung. [1074] Freitag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die Her⸗ fiellung zweier Gräben auf den hieſigen Wieſen, zuſammen veranſchlagt zu 73 fl. 3 kr., öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. N Niederwöllſtadt am 19. Juli 1855. Großherzogliche e Niederwöllſtadt t o 8 Gras- Verſteigerung. 110751 Donnerſtag den 26. Juli l. J., Mor- gens 10 Uhr anfangend, wird das Gras von 86 Morgen Waldwieſen öffentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſteigert. Bemerkt wird noch, daß der Anfang in dem Diſtrikt Strecker geſchieht. Wehrheim den 18. Juli 1855. Der Bürgermeiſter Jäger. Frucht ⸗ Verſteigerung. 11076] Montag den 30. d. M., des Morgens um 10 Uhr, werden vom Fürſtlichen Speicher dahier 150 Malter Korn, 70„ Gerſte und 100„ Hafer, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Griedel den 20. Juli 1855. Der Fürſtliche Rentamtmann Mengel. Arbeits⸗Verſteiger ung. 11077] Freitag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen nachverzeichnete Reparaturarbeiten an den Pfarrgebäuden, dem Leiterhaus und der Kirche dahier, als: a) an den Pfarrgebäuden: Maurerarbeit, vervoranſchl. 74 fl. 4 kr. Zimmerarbeit, 1 204/ 58½„ b). Leiterhaus: Maurerarbeit, vervoranſchl. 23, 5„ Schreinerarbeit,* 5„ 6„ Schloſſerarbeit, 17— 1 36 1 c) Kirche: Maurerarbeit, vervoranſchl. 26/ 16„ Steinhauerarbeit, 17 73„44„ Schreinerarbeit, 1 38.— Schloſſerarbeit,„ 6„ Weißbinderarbeit,„ 22— 1 Lieferung von Material, 3 Bütten Kalk. 0,1 Klafter Stein N 0%„ Sand g/- ferner ſoll die Anfertigung einer neuen Todten⸗ bahre, vervoranſchlagt zu 5 fl. 56 kr. Anfertigung zweier Feuerleitern 9%— ſodann verſchiedene Reparaturen an Schulgebäuden 6„ 48, an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Wölfersheim am 21. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Wölfersheim Allwohn. 255 Auswanderung 5 nach der 3 Provinz„Santa-Feé“ in der Argentiniſchen 11078] Confoͤderation(La Plata) uͤber den Hafen Dünkir ehen(Frankreich). Erſte Abfahrten den 20. September bis 5. Oetober d. J. nach den Häfen von Martin-Garria, la Colonia und le Rosario und von da nach dem Ort der Coloniſation. Die Argentiniſche Regierung hat, um in kurzer Zeit die überaus fruchtbaren und reichen Provinzen des Plata, insbeſondere die mit einem ge— ſunden Klima geſegnete Provinz Santa-Fe zur Blüthe zu bringen, die weiſe— ſten und furſorglichſten Veranſtaltungen zu Gunſten der Einwanderer getroffen. Ge dingungen. Die Regierung von Santa-F bewilligt jeder Ackerbau treibenden Familie, beſtehend aus 5 Perſonen über 10 Jahren, 33½ Hectaren— 135 Heſſiſche oder Naſſauiſche Morgen Land, als unumſchränktes Eigenthum auf ewige Zeiten. Die Regierung liefert außerdem jeder Familie unter dem Namen„Vor⸗ lagen“: 1) ein Häuschen, beſtehend aus zwei Stuben; 2) 1200 Pfund Mehl zum Unterhalt bis zur erſten Erndte; 3) 12 Stück Vieh, nämlich 2 Pferde und 2 Ochſen für den Feldbau, 7 Kühe und einen Zuchtſtier; 4 Sämereien jeg⸗ licher Art, um 68 Morgen Land damit einzuſäen. Dieſe Vorlagen, veranſchlagt zu der Summe von Frs. 1000 oder fl. 466 40 kr., ſind der Regierung nach dem 2. oder 3. Jahre zurückzuzahlen. Der Coloniſt kann ſein Gewerbe unumſchränkt ausüben; er iſt von jeder per⸗ ſönlichen Steuer, es ſei von Mobilien oder Immobilien, ſowie auch vom Militärdienſt befreit. Religionsfreiheit iſt ihm gleichfalls zuge⸗ ſichert. Außerdem wird den Familien ein großer Theil der Reiſekoſten, einſchließlich Lebensmittel bis zum Ort der Coloniſation, vorgeſchoſſen. Die Paſſagiere werden von hier und den Rheinſtationen aus bis an ihren Beſtimmungsort durch erfahrene Führer, die ihnen mit Rath und That zür Seite ſtehen, begleitet. Contract-Abſchlüſſe, ſowie Bedingungen und Vollmachten zur Geſchäfts— verbindung ertheilt Der General⸗ Bevollmächtigte C. H. Textor in Frankfurt a. M., Rebſtock 5. Zur Ertheilung näherer Auskunft und zum Abſchluß bündiger Verträge iſt bereits bevollmächtigt Herr F. W. Käſebier in Wiesbaden, Haupt⸗Agent für Naſſau, ſowie deſſen Unter⸗Agenten. Sin ene o ſchk e [1039] mit Glasverdeck, leicht und elegant ge⸗ baut, ein⸗ und zweiſpännig zu fahren, desgl. eine neue Wiſchel, ſtehen billig zu verkaufen bei Bad Homburg. F. Otſt o, Hofraithe⸗ Verkauf. 11043] In Södel iſt eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stall, auf den Abbruch zu verkaufen und bei Johs. Maurer daſelbſt das Nähere zu erſehen. Tanz muſik. [1064] Samſtag den 28. d. M. findet bei mir 11 0 für Israeliten ſtatt, wozu ich höflichſt einlade. 5 Gambach. Sattlermeiſter. L. Sommer. Ein Logis L981] im dritten Stocke hat zu vermiethen Ch. Weckerling, Schloſſermeiſter. Ein N föbriges Pferd 11041] iſt wegen Augenfehler billig zu verkau⸗ fen. Wo? ſagt die Exped. d. Bl. Ein Logis 11024] für eine kleine Haushaltung, oder möblirt für einen ledigen Herrn, hat zu vermiethen Philipp Sieck's Wwe. Gefundener Regenſchirm. [079] Ein am Sonntag Nachmittag im Nau⸗ heimer Kurgarten liegen gebliebener Regen⸗ ſchirm wurde von Jemanden in Verwahrung genommen und bei der Exped. d. Bl. abge⸗ geben, woſelbſt derſelbe gegen Erſtattung der Inſeratgebühren wieder in Empfang genommen werden kann. Ein tüchtiger Schmiedegeſelle L080] findet Arbeit bei P h. Ritz el. Soolbudl 1656] 256 Nauheim. Jeden Tag Nen im Ganten des Kurhuuses, Morgens von 6 ½ bis 8 Uhr, Nachmittags von 2½ bis 4 Uhr, und Abends von 3% bis 7 Uhr, ausgeführt von dem Rur- Or- chester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Jeden Donnersiug Bal Padre, Anfung 8 Tui. Aufforderung. 110811 Alle diejenigen, die an den Nachlaß der verſtorbenen Feldſchütz Briel' ſchen Eheleute eine Forderung zu machen haben, werden auf⸗ gefordert, ſolche binnen 14 Tagen bei den Un⸗ terzeichneten abzugeben. i Spätere Anforderungen können nicht mehr berückſichtigt werden. Friedberg den 20. Juli 1855. Die Vormünder: 5 Philipp Simmerock. Andreas Hanſtein. Bäckerei⸗ Empfehlung. L10821] Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich in meinem Hauſe die Bäckerei betreiben laſſe und zwar unter der Führung des Herrn C. Hengſt, welcher das Geſchäft in der Kürze auf ſeine Rechnung zu übernehmen gedenkt und empfehle mich zu zahlreichem Zuſpruch. Mein Dreherei⸗Geſchäft erleidet dadurch keine Stö⸗ rung. J. V. Dorn, Drehermeiſter. Verloren. [10831 Von dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus bis nach Ilbenſtadt zu Herrn Gaſtwirth Haas iſt am Dienſtag den 17. dieſes, Nachmittags gegen 1 Uhr, ein Geldbeutel mit etwas Münze und mehreren Goldſtücken verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, der Expedition dieſes Blattes oder Herrn Haas die Anzeige zu machen und angemeſſener Belohnung ſich zu gewärtigen. —— 2 oeseesseeseeeν,⏑, d'en; 9 2 Ein Wohnhaus; 2110841 in der Weiſeler Gaſſe, nächſt dem? Bahnhof, mit 8 heizbaren Zimmern, voll- Zſtändiger Ladeneinrichtung und zu jedem Ge⸗? Eſchäftsbetrieb geeignet, neuem Hinterbau,? 2 Scheuer, Stallung und geräumigem Hof⸗ꝰ Sraum, iſt aus der Hand zu verkaufen. 0 2 Butzbach. Jacob Marguth.? Sees sede 2 0 0 0 fl., [1085] welche auch getrennt abgegeben werden, hat in Auftrag zu verleihen Friedberg. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ſtets vorräthig: J. Ru p peel. Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Oſſenheimer Waͤldchen. 11086] Auf den Iſaelitiſchen Feiertag, Sams⸗ tag den 28. Juli, große Tanzmufik, Abends Brillant⸗Feuerwerk, wozu freundlichſt einladet Aehle. Frankfurter Cours vom 21. Juli 1855. Piſtolen„ e ng%½ 31 ½ Friedrichsd'oer„ 9562577 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 941-42 Rand⸗Ducaten% 531-32 20 Frankſtücke.% 9 19½-20½ Engliſche Souverains.„1139-41 Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler Peußiſche Caſſenſcheine „145/75 —— „ 14577 Polizei Ta xe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 25. bis zum 31. Juli. 2 a Fried⸗Butz⸗ 8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 11Roggenbrod ½ Korn⸗ und ½ Gerſtenmehl 4— 4— 2 7 77 7 81—— 4 75 2 2 15 315 3 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 0 ½ Korn⸗u., Waizenmehl 43 43 2... 9 1 9 1 4 77 7 7. 18 1181 Loth Loth Milchbrod 143 113 — Waſſerweck 182 — Gemiſchte(Tafel⸗) 115 14 114 Fleiſch⸗Preiſe... 1 Owſenſleiſhy. „Kühfleiſch, gemäſtetes 11/211 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes 10 210 2 „ Kalbfleiſch 7 21 71 2 „ Schweinenfleiſch 15 215% 2 „Hammellleiſch 102110 2 „ Schaaflleiſch 7—4—— „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 30— 130— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 261221 2 „Schweinenſchmalz, ausgel. 26— 26— „ unausgelaͤſſen 24— 24— „Nierenfett 237223% 2 „Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. S'e pep e l. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Waizen Korn Gee r ſt e Hafer Kartoffeln Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum] Auf- Ver⸗ preis Auf⸗ Ver- preis Aufs Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis ge⸗ kauft ge- kauft 2 ge⸗ kauft ges kauft ge kauft fahren 8 fahren 8 fahren 2 fahren 8 fahren 88 Mltr. Mltr. Sd. fl. kr.] Mltr Mltr.] Pfd. fl.] kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd.] fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr Friedberg, 20. Juli 1253 1209 20016304225 159 18012 81237 234 160 8,/181140¼; 132 120 4454—— 200—— Butzbach, 20.„204½ 192 200ſ1632J2083 143 180 12580117 93 160 9 20 87% 70/8120 5130 3%½ 3½ 200 451 Vilbel, 20.„222 204 20016144—— 1180——]—— 1160——[—— 120—-]—— 200—— Altenſtadt, 20.„584542 20016— 87% 42½ 1801250 56 31½ 160 8— 14½ 5 120 440—— 200—— Nidda, 20.„— 16 20015[—— 33 180 12 20— 13 1600 8040]— 5 1120/ 4/52J—— 2001—— Hungen, 20.„ 6⁴ 64 2001530] 20 10 18012030 18 18 60 81301—— 1200 200 Echzell, 20.„214 20% 2001545] 33% 4½ 180 11025 32 28 160 8—— 1120——1—— 2001—1— Grünberg, 21.„183 183 2001550166 166 18012/41101 fi0t 160 9430 25 25 120 456]—— 200—— Mainz, 20.„— 20017035J—— 1801224—— 160] 8022—— 120-1— 5 Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 19 Mltr., verk. 19, 18 fl. 33 kr.; Waizenmehl aufg. 19, verk. 19, 14 fl. 33 kr.; Roggenmebl aufg. 9, verk. 9, 11 fl. 30 kr.; Erbſen aufg. 42, verk. 4, 11 fl. 30 kr.; Saamen aufg. 20, verk. 19, 12 fl. 18 kr.— Altenſtadte Vorſchußmehl 15 fl. 30 kr.; Waizenmehl 19 fl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg, * Betreffend: Nachſte ſchienenen J niſſe decſel Vor⸗ und anzugeben. Frie —— Zieb.⸗Num Ordn.⸗Num. S N itreffend „Die undfelch amerün, wi Fris