— 2 — — 18812 Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum tien Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. 0 kr. ſammen 7 kr. Nu. 32. Dienſtag, den 21. April. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien und Gemeindeeinnehmer des Kreiſes. Betreffend: Die Erhebung der Miethe für das Lokal zur Steuererhebung in den Gemeinden. 1 f f In Folge Entſchließung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 24. v. M. zu Nr. 4173, ſollen in denje⸗ nigen Gemeinden, in welchen durch Stellung eines Lokals für Erhebung der direkten Staatsſteuern Koſten erwachſen, dieſe Koſten in 2. Klaſſe(Nr. 118 des Voranſchlags) vorgeſehen und verrechnet werden. Hiervon erhalten Sie zur Dar— nachachtung Kenntniß. Friedberg den 20. April 1855. Wüäünten Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Johannes Rasdier von Flenſungen, Kreis Gruͤnberg. Haare; ſchwarz und grau. ter: 47 Jahre. Größe: 5“ 7“¼. Entfernung aus ſeiner Heimath ohne Erlaubniß. Al⸗ Stirne: bedeckt. Augen: braun. Augenbraunen: ſchwarz. Naſe: kurz. Mund: gewöhnlich. Bart: grau. Kinn: oval. Geſicht: oval. Geſichtsfarbe: geſund. Statur: ſchlank. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 12 vom 22. März: 1. Bekanntmachung Gr. Miniſte— riums des Großh. Hauſes und des Aeußern, vom 6. März, daß die Großherzoglich Luxemburgiſche Regierung dem zwiſchen mehreren deut— ſchen Regierungen wegen gegenſeitiger Verpflichtung zur Uebernahme von Auszuweiſenden am 15. Juli 1851 zu Gotha abgeſchloſſenen Ver⸗ trage beigetreten iſt.— II. Bekanntmachung der Ergebniſſe der Ver waltung des allgemeinen evangeliſchen Kirchenfonds vom Jahre 1852.— III. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe in den ksraelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Grünberg für 1855. IV. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Ge⸗ meinden des Kreiſes Dieburg für 1855.— V. Desgl. im Kreiſe Gießen.— VI. Desgl. im Kreiſe Mainz.— VII. Bekanntmachung Gr. Kreisamts Gießen vom 27. Febr., betreffend: Beſtimmung wegen der in die Geſchwornenliſte von Oberheſſen für 1856 aufzunehmenden 800 Höchſtbeſteuerten.— VIII. Ordens verlei⸗ hungen: am 10. Jan dem Zollaufſeher Böckner zu Mainz das ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmuͤthigen;— 12. Jan. dem Polizeiſoldaten Gilbert zu Darmſtadt das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:»Für 50jährige treue Dienſte“;— 17. Jan. dem Steuercontroleur Becker zu Nidda das Ritterkreuz 2. Claſſe des Ludewigsordens;— 21. Jan. dem Legatlonsrathe und Geſchäftsträger am K. Würtembergiſchen Hofe, Dr. von Breidenbach das Ritter— kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen;— 15. Febr. dem Kammermuſikus Friedrich Thomas zu Darmſtadt die goldene Madaille des Ludewigsordens.— IX. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens; am 2. März dem Fürſtlich Hohenzollern— ſchen Hofrath Ur. Schäffer aus Mainz für das ihm von Sr. H. dem Fürſten von Hohenzollern⸗Sigmaringen verliehene Ehrenkreuz 3. Claſſe des Hohenzollern'ſchen Hausordens.— X. Dienſt nachrichten: S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 10. Nov. 1854 dem Franz Gepger zu Aſſenheim durch widerruflichen Auftrag die Poſtexpeditorſtelle daſelbſt zu übertragen;— 1. Febr. den bisher. Poſtpracticanten Aull zu Mainz als Poſtexpeditor zu Oppen⸗ heim zu beſtätigen;— 12. Febr. den von dem Hrn. Fürſten zu Lö— wenſtein⸗Werthheim-Roſenberg und dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗ Schönberg auf die evang. Pfarrſtelle zu Kirchbrombach präſentirten Pfarrer Groh zu Wilsbach für dieſe Stelle zu beſtätigen;— 17. Febr. dem Pfarrverweſer Köhler zu Gelnhaar die evangeliſche Pfarr— ſtelle zu Niederroßbach zu übertragen;— 20. Febr. den Kreisbaumel⸗ ſter Dr. Wehland zu Darmſtadt zum Hof- und Militärbaumeiſter zu ernennen;— dem Pfarrvicar Vigelius zu Dodenau die evangel. Pfarrſtelle zu Bernsburg,— dem in Ruheſtand verſetzten Steuerpfand⸗ meiſter Bender dahier die Stelle eines Heuwiegers bei der Heuwage zu Darmſtadt,— 22. Febr. dem Oberzollſecretär Fabricius die etatsmäßige Nebenſtelle eines Secretärs und Regiſtrators bei der Münzdeputation zu übertragen;— 23. Febr. den bish, Geh. Archivar Baur zum Director des Haus- und Staatsarchivs zu ernennen;— dem Schulvicar Sturmfels die evang. Schullehrerſtelle zu Affolter⸗ bach,— 26. Febr. dem Rector Engelbach zu Biedenkopf die evang— Pfarrſtelle zu Stumpexrtenrod zu üdertragenz— 1. März den Hofrath Menges, unter Beibehaltung dieſes Titels und Entbindung ſeiner ſeitherigen Function bei dem Oberſtallmeiſteramte, zu Allerhöchſt ihrem Cabinetsgüterdirector;— 2. März den Gehülfen bei der Staats- ſchuldentilgungscaſſe Schäffer zum Aceeſſiſten bei dieſer Caſſe und bei der Buchhaltung derſelben, den Canzliſten bei der Oberforſt- und Domänendirection Uebelshäuſer zum Canzleiinſpector, Protocol— liſten und Canzliſten bei der Staaksſchulden Tilgungsanſtalt zu er⸗ nennen;— den Canzliſten bei der Oberſteuerdirection Schultz zur Oberforſt⸗ und Domänendirection zu verſetzen;— den Canzliſten bei dem Kataſterburegu Speper zum Canzliſten bei der Oberſteuerdirection und den Schretbgehülfen bei der Oberſteuerdirection Schmidt zum Canzliſten bei dem Kataſterbureau;— 7. März den Kammerherrn und Geh. Regierungsrath Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau zum Ceremonienmeiſter zu ernennen.— XI. Dienſtentlaſſungen: am 17. Febr. den Großh. Generalconſul in Wien Dr. Weilz— 22. Febr. den Miniſterialſeeretär 2. Cl. bei dem Miniſterium der Finanzen Mei⸗ ſenzahl von der ihm übertragenen Nebenſtelle als Secretär und Regiſtrator bei der Münzdeputation;— 28. Februar den Hofarzt Ur. Becker,— ſämmtlich auf Nachſuchen.— XII. Verſetzung in den Ruheſtand: am 20. Febr. den Steuerpfandmeiſter Bender dahier auf ſein Nachſuchen.— XIII. Concurren 3 für die evang. Pfarr- ſtelle zu Schwanheim mit jährlich 1321 fl.;— die kath. Schulſtelle zu Mainflingen mit 324 fl. 24 kr., nebſt 4 Stecken Kiefern⸗Scheitholz für Heizung des Schullocals(Präſentation des Ortsgeiſtlichen und des Ortsvorſtandes); die Pfarrſtelle zu Gundernhauſen mit 1870 fl.;— die evang. Pfarrſtelle zu Brensbach mit 1555 fl.(Präſentation des Herrn Grafen zu Erbach-Erbach);— die evang. Pfärrſtelle zu Ober⸗ widdersheim mit 1518 fl.— XIV. Geſtorben: am 23. Sept. 1854 Schullehrer Werner zu Höchſt a. d. N.;— 10. Dee. Schullehrer Roßmann zu Oberbeerbach; 15. Jan. penſ. Schullehrer Koch zu Seckmauern;— 27. Jau. Hausverwalter Dreſcher auf der Mathil— denhöhe;— 9. Febr. peuſ. Schullehrer Holl zu Hammelbach;— 22 Febr. penſ. Schullehrer Neicke zu Schornsheim;— 23. Febr. penſ. Zollbereſter Bechtold 1. zu Rainrod;— 28. Febr. penſ. Crimſmal⸗ richter, Hofgerichtsrath v. Grolmann zu Gießen. Die„Neuwieder Zeitung“ brachte kürzlich nachfolgen— den Artikel, der bereits in verſchiedenen andern Blättern Aufnahme fand und der auch nicht ohne Jntereſſe für die Leſer des Intelligenzblattes ſein wird, da er einen oft be— ſprochenen Gegenſtand behandelt, nämlich: r 140 Die Kartoffel⸗Krankheit, ihre Urſachen und die Mittel dagegen. Nach der über dieſen Gegenſtand veröffentlichten Schrift des Herrn L. Vorſter zu Coesfeld. I. Urſache der Kartoffel⸗Krankheit. Es ſind dieß zwei, erſt im Jahre 1852 von Herrn Vorſter entdeckte früher unbekannte Inſecten; ſie gehören zum Geſchlechte des Vielfußes. Das eine iſt bläulich, wird ¼ Zoll lang und ½ Zoll dick, ſeine Brut iſt röth⸗ lich. Das andere iſt gelblich, wird Zoll lang und / Zoll dick. Beide haben an jedem Ringel zwei Paar Beine. Dieſen gelblichen Vielfuß trifft man allenthalben an, wo die jungen Kartoffeln krankhaft werden; es iſt der gefährlichſte Feind der Kartoffeln. Seine Vermehrung hat von Jahr zu Jahr zugenommen, ſo daß man auf dem Boden, der in dieſem Jahre Kartoffeln getra⸗ gen hat, im künftigen nicht wieder Kartoffeln, und auch keinen Roggen und Weizen bringen darf, will man nicht einer noch ſchlechter ausfallenden Ernte gewiß ſein. II. Beobachtungen und Erfahrungen über dieſe Inſeeten. Die Pflanzkartoffel wird ſowohl auf ſchwerem, als mittlerem feuchten Boden, wo der Vielfuß beſonders hauſt, während der erſten 8 Tage bereits angebohrt; wo er in großer Zahl vorhanden iſt, bleibt kaum eine Kar⸗ toffel verſchont. Nach 3 bis 4 Wochen findet man in den Bohrlöchern die Brut des Inſectes, welche die etwas glaſig werdende, übrigens geſunde Pflanzkartoffel aushöhlt und dann zu dem Wurzelſtengel übergeht, und die Haarwurzeln und Wurzeltriebe abnagt. Dadurch entſtehen faulige Flecken und ein aͤtzender Saft, welcher die Fäule bewirkt. Das zweite Inſect, von bläulicher Farbe, wird an den Kartoffeln auf trockenem Boden getroffen. Hebt man, ehe das Kartoffelkraut abgeſtorben iſt, einen Strauch mit der Erde tief aus, und legt ihn auf ein Papier in die Sonne, ſo finden ſich an jedem Strauche mindeſtens ein halbes Dutzend jener Inſecten; nur muß man jede Meſſer⸗ ſpitze Erde mit der Loupe unterſuchen, weil viele Inſecten nur wie Nadelſpitzen groß ſind. Das Inſect zerfrißt nicht nur allein die Wurzelſtengel und die Pflanzkartoffel, ſondern geht auch zu den jungen Kartoffeln über, nagt die Keime aus, und pflanzt ſich durch die Kartoffel fort, indem es in die junge Frucht durch die aber ruhen im Winter, während die Kartoffel eingekellert iſt, geſichert gegen Kälte, und werden mit der Pſtanzkar⸗ toffel in den Boden gebracht und durch die Bodenwärme ausgebrütet. 08 III. Entſtehung der Krankheit der jungen Kartoffeln. Die Krankheit der jungen Kartoffel entſteht dadurch, daß in dem Boden, welchen der kleine gelbe Vielfuß durch das Zernagen der Pflanzkartoffel und Wurzel faulig machte, im Herbſte ſchon an den Stellen in der Schaale, wo das Inſect ſeine Eier hineingelegt hat, eine Gährung entſteht. Die Krankheit zeigt ſich nun auf zweierlei Art, je nach dem die Kartoffel, in welche die Eier gelegt ſind, noch zart oder ſchon hart waren. Wenn man die Kartoffel, bevor ſie ganz in Fäulniß übergegangen iſt, an der Sonne oder an dem Ofen trock⸗ net, behält ſie ihre Keimkraft, ein Beweis alſo, daß nur ihre Schaale beſchädigt war. Man kann ſich von der Richtigkeit der Thatſache der Beſchädigung der Kartoffelpflanzen durch das Inſect durch eigene Beobachtung überzeugen, wenn man die Kartoffel und den Wurzelſtengel aus einem Klumpen Erde behutſam herausnimmt, ſo daß deſſen Abdrücke in der Erde ſtehen bleiben; es zeigen ſich dann die Gänge des Inſectes, und daß es an den beſchaͤdigten Stellen gehauſt hat. Selbſt im Winter kann man das Inſect bemerken, wenn man einen Spaten Erde 5 Zoll tief aus einem Loche nimmt, wo kranke Kartoffeln geſtanden haben, und die Erde auf dem Ofen erwärmt. Daß das Laub vor der Zeit abſtirbt, hat darin ſei⸗ nen Grund, daß das Inſect die Wurzel und die Stengel beſchädigt, und daß die Wurzelſtengel da, wo daſſelbe ſei⸗ nen Verkehr hat, faulige Flecken bekommen. 4 Ohne ernſthafte Maßregeln gegen dieſen Feind wer⸗ den fortdauernd magere Jahre zu erwarten ſein; denn dieſe gefährliche Landplage iſt fortwährend im Zunehmen, und häugt dieſes Inſect nicht wie andere Inſecten, die zur Landplage werden können, z. B. Proceſſionsraupen, Bohr⸗ käfer, Heuſchrecken ꝛc., von der Temperatur ab; es iſt im Boden geſchützt und hat durch den Kartoffelbau ſein ſiche⸗ res Fortkommen; der Menſch bewahrt die Brut deſſelben ſorgfältig in dem Keller vor Froſt, und bringt ſie im Früh⸗ jahre wieder in den Boden.. Durch die Anwendung nachſtehender Vorſchriften ge⸗ gen die Krankheit wird die Kartoffelernte mindeſtens den doppelten Ertrag liefern. Schaale, welche es durchſticht, ſeine Eier legt. Die Eier (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edietalladung. 15191 Johannes Bechtoldt 1. zu Niederwöllſtadt beſitzt die Grundſtücke Y 192. 55 Kl. am Ried⸗ berg und XII 277. 16 Kl. auf die Okarber Landwehr beſcheinigtermaßen ſchon über die Ver⸗ jährungszeit, obgleich ſolche im Grundbuche der Johannes Bechtoldt 1 Wittwe zugeſchrieben ſind, welcher Name ſeit Jahren in Niederwöll⸗ ſtadt nicht exiſtirt. Ebenſo beſitzt Peter Klühe zu Niederwöllſtadt als Erbe ſeines Vaters das auf den Namen Nicolaus Klee Erben eingetragene Grundſtück 1 612. 40 Kl. in den Brachgärten, und eine auf den Namen des Peter Klee eingetragene Hofraithe 1 1103. Grundbuchs, ſowie einen Grabgarten im Ort 11102, welche Immobilien durch Kauf erworben worden ſein ſollen, der urkundlich nicht nachgewieſen werden kann,— ſchon über die Verjährungszeit und die Namen Peter Klee und Nicolaus Klee Erben find in Niederwöllſtadt ebenfalls unbekannt. Auf Antrag der Beſitzer werden daher alle, welche auf die bezeichneten Immobilien Eigen⸗ thumsanſprüche zu haben vermeinen, aufgefor⸗ dert, ſolche ſogewiß binnen ſechs Wochen von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt jene Immobilien den obgedachten Befitzern als durch Verjährung er⸗ worben im Mutationsverzeichniſſe und Grund⸗ buche werden zugeſchrieben werden. Friedberg, den 7. April 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. — Oeffentliche Aufforderung. meinde Niederweiſel von dem damaligen Ge⸗ richtsſchöffen Johann Georg Haub J. ein verzinsliches Kapital von 300 fl. Dieſes Ka⸗ pital iſt zwar laut Quittung vom 30. Dezem⸗ ber 1835 wieder abgetragen worden; der be⸗ treffende Schuldſchein aber kann nicht aufge⸗ funden werden. 8 Auf Antrag der Intereſſenten ſind deßhalb alle etwaigen Anſprüche aus dieſem Schuldſchein binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un⸗ terzeichneten Gericht ſo gewiß anzumelden, als ſonſt derſelbe für erloſchen und mortifieirt er⸗ klärt werden wird. Butzbach am 29. April 1855. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht Butzbach Ebel, 1559 Unterm 15. Juni 1821 entlieh die Ge⸗ Landrichter. of Laudric 8 Oeff Jord ö Erben fab urch- 17 Moglaſſ riebbel 7 1 J. V. Dr. J Vuldgerich * 3 belteffend: 5391 Die dem dies Burgwal berfeigert ½ Ste 2 von dre. und Na Weord Nat Stengel Melde Nes Feind wer⸗ denn dieſe men, und die zur pen, Bohr⸗ ts iſt im ſein ſiche⸗ u deſſelben e im Früͤh⸗ hr fen g/ stens den Edietalla dung. [520] Ueber das Vermögen des Wilhelm Kreß in Bruchenbrücken iſt der Concurs erkannt wor⸗ den. Anſprüche jeder Art ſind deßhalb im Termin Mittwoch den 23. Mai, Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Maſſe gehörig geltend zu machen. Die Beſchluͤſſe der erſcheinenden Gläubiger ſind, namentlich auch im Falle eines Arxange: ments für die Nichterſcheinenden bindend. Friedberg am 27. März 1855. Großherzogliches Landgericht, Friedberg Hofmann, Dr. Irle Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. [534] Forderungen an den verſtorbenen Fried⸗ rich Balſer zu Niederwöllſtadt resp. deſſen Erben ſind binnen 14 Tagen ſpecificirt dahier einzureichen, widrigenfalls ſie bei Regulirung des Nachlaſſes unberückſichtigt bleiben. Friedberg am 10. April 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg J. V. dent Dr. Ir le, v. Preuſchen, Landgerichtsaſſeſſor. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung, betreffend: Brennholzverſteigerung in dem Groß⸗ herzoglichen Domanialwald Burg⸗ wald der Oberförſterei Oberrosbach. [5381 Dienſtag den 1. Mai d. J. ſollen in dem diesjährigen Abtriebsſchlag Nr. XI des Burgwaldes an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: % Stecken birken Scheitholz, 2„ buchen, 72 Stecken birken, 1 Stecken nadel, 54½ Stecken exlen u. aspen Prügelholz, 93½ Stecken birken, 31/ Stecken erlen und aspen Stockbolz, 3475 Wellen buchen, 6975 Wellen birken, 13,590 Wellen erlen und aspen Reiſer⸗ holz. Die Verſteigerung nimmt präcis 8 Uhr ihren Anfang. Oberrosbach den 18. April 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. [5601 Montag den 30. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Ubr, ſollen im Bahnhofe zu Butz⸗ bach die nachbenannten Arbeiten zur Erbauung von drei Bahnwärterhäuſern zwiſchen Bußbach und Nauheim durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 745 fl. Steinbauerarbeit,„„ 233 Zimmerarbeit,„„ 827„ Dachdeckerarbeit,„„ 324„ Schreinerarbeit, 1„ 364„ Schloſſerarbeit, 5„2 317„ Glaſerarbeit,„ 1 13 N Weißbinderarbeit,„„ 238„ Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen im Expeditionslocale daſelbſt zur Einſicht offen. Gieſſen am 20. April 1855. Der Großherzogliche Sectionsingenieur der Section Butzbach Eicke meyer. Bekanntmachung. 1561] Die Inhaber der Partialobligationen der Gemeinde Altenſtadt, aus dem Anlehen vom Jabre 1835, werden hiermit in Kenntniß ge⸗ ſetzt, daß gegen Rückgabe der Talon, die zu dieſen Obligationen aus gefertigten mit dem 1. September l. J. beginnenden neuen Zinscou⸗ 141 pons, ſowohl Mittwochs als Samſtags, von Morgens 8 bis Nachmittags 5 Uhr an der bieſigen Gemeindekaſſe in Empfang genommen werden können. Alten ſtadt den 18. April 1855, Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kreu der. Verſteige rung von Bauarbeiten und Material⸗ lie fexungen zur Erbauung eines Schul⸗ hauſes zu Kirchgöns. [562 Montag den 7. Mai, Vormittags 9 Ubr, ſollen auf der Bürgermeiſterei zu Kirchgöns folgende Arbeiten und Materiallieferungen öf— fentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben werden: Maurerarbeit, einſchließlich Kalklöſchen, ver⸗ anſchlagt zu 838 fl. 56 kr. Steinbauerarbeit, veranſchl. zu 992„ 38„ Zimmerarbeit,„„ 1915/ 21„ Dachdeckerarbeit, 1„ 179„ 28„ Schreinerarbeit,„„ 596„ 47 Schloſſerarbeit, 0„ 766 58„ Glaſerarbeit,„„ 387„ 47„ Weiß binderarbeit, 1„ 473„ 31, Spenglerarbeit,„„ 34„ 39„ Brechen, Fahren und Aufſetzen von 19 Ku⸗ bikklaftern Mauerſteinen aus den Kalkſtein⸗ brüchen bei Pohlgöns, Lieferung von 70,000 ſogen. Ruſſenſteinen, Lieferung von 2500 hart gebrannten Back⸗ ſteinen, Lieferung von 600 Rohrſteinen, Lieferung von 150 Bütten Kalk, nach naſſem Maaß, Lieferung von 6 Kübikklaftern reinen Mau⸗ erſand. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Friedberg den 20. April 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Fruchtverkauf. [563] Mittwoch den 2. Mai d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen 100 Malter Korn, 15„ Gerſte, 30„ Hafer in loco Wölfersheim verſteigert werden. Hungen den 20. April 1855. Fuͤrſtliches Rentamt Kießling. Bekanntmachung. [564] Samſtag den 28. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtriet Vogelsgrund a und b 29 eichene Baumſtämme von 1542 Cbfß., 28 buchene Achſen, 12 Klafter Eichen⸗Scheitholz. 1„ Prügelholz, 8„ Buchen⸗Scheitholz, 12%„ Sſiockholz, 1050 Stück Wellen verſteigert. Unter den Eichen⸗Baumſtämmen befinden ſich viele, welche ſich für Küfer und Schremer eig⸗ nen, ſowie etliche Stöße des Eichen⸗Scheitholz ausgeſetztes Küferholz iſt.— Die Herren Bür⸗ germeiſter werden um gefällige Bekanntma⸗ chung erſucht, Haſſelborn den 16. April 1855. Der Bürgermeiſter Schmidt. Holzen feige una g. [565] Samftag den 28. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald, im Diſtrikt Alterhegwald Nr. 2, nachbenannte Holz⸗ ſortimente unter den im Termin eröffnet wer⸗ denden Bedingungen an Ort und Stelle meiſt⸗ bietend verſteigert werden, nämlich: 8½ Stecken Buchen-, 2 Stecken Eichen⸗, Birken- u. 4% Stecken Aspen⸗Prügelholz, ½ Stecken Buchen⸗, ½¼ Stecken Eichen⸗ Stockholz, 175 Wellen Buchen-, 75 Wellen Eichen⸗, Birken⸗ u. 121 Wellen Aspen⸗Reiſerholz, 4 Stangen Nadelholz. Niederros bach den 19. April 1855. Großherzogliche en e Niederrosbach u en tz. DNeryrſei gerung von Kupfer, Meſſing und Eiſen c. [566] Dienſtag den 1. Mai d. J., des Mor⸗ gens 9 Uhr, werden auf hiefigem Rathhauſe nachſtehende Gegenſtände, als: 1) ein großer kupferner Waſchkeſſel und ein großer kupferner Kaſten einer Feuerſpritze, 2) ſämmtliches Meſſing einer Feuerſpritze, 3) mehrere gußerne Oefen, 4) altes Eiſen, 5) vier Wagenräder, 6) ſteinerne Krippen und noch verſchiedene Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Vilbel den 20. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Vilbel Hinkel. D Empfehlende Erinnerung. Dr. Borchardt's aromatiſch- mediciniſche Kräuter⸗Seife, u 117571 verſiegelten Original-Päckchen à 21 kr. Dr. Suin de Boutemard's aromatiſche Zahn ⸗Paſta, u und ½ Päckchen, à 21 und 42 kr. Dr. Hartung's Ehinarinden⸗Oel, un onſtegellen und im Cat geſtempelten Flaſchen à 35 kr. Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade, in verſiegelten und im Glaſe geſtempelten Tiegeln à 35 kr. Apotheker Ant. Sperati's Italieniſche Honig ⸗Seife, a Originalſtuͤcken zu 9 und 18 Ir. Die iunere Solidität und anerkannte Nützlichkeit der obengenannten privile⸗ girten Spezialitäten erläßt jede ausführlichere Anpreiſung:— ſchon ein kleiner Verſuch genügt, um die Ueberzeugung von der Zweckmäßigkeit und Vortrefflichkeit dieſer gemeinnützigen Artikel zu erlangen, und ſie werden ſicherlich von allen denen, dis ſich ihrer nur rſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder gebraucht werden.— Pro⸗ pekte und Gebrauchs⸗Anweiſungen werden gratis verabreicht, ſowie die Mittel ſelbſt, in bekannter Güte— unter Garantie der Aechtheit— in Fried be rg nur allein verkauft bei P. F. Schmittuer, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. Fruchtverſteigerung. 1567] Donnerstag, den 26. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden b 50 Malter Waizen, 150 Korn und 100„ Gerſte 5 an den Meiſtbietenden im Wirthshauſe zum Hirſch dabier öffentlich verſteigert. Ockſtadt, am 17. April 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Faſelochs⸗Verſteigerung. 1568] Freitag den 27. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll der der Gemeinde Schwalheim ge⸗ hörige Faſelochs meiſtbietend verkauft werden. Schwalheim den 23. April 1855. Reimer, Bürgermeiſter. e ee eee [569] Auf dem Dorheimer Hof können ſächſi⸗ ſche Zwiebelkartoffeln, welche ſich ſebr gut für die Wetterau eignen, zu 6 fl. per 240 Pfund abgegeben werden. Die Oeconomieverwaltung daſelbſt. Bau⸗ und Gartenſand 15701] billig bei A. Eich's Wtw. Vier mot en. 1571] Eine neue mit Meſſing eingelegte Meß⸗ rahme für Schuhmacher wurde verloren, um deren Rückgabe an die Expedition d. Bl. ge⸗ beten wird. Für alle Blumenfreunde! 1572] Blumen ⸗Düngepulver, erprobt, um kranke Pflanzen zu kräftigen, und dieſe ſo⸗ wohl, als Topf ⸗Gewächſe aller Arten zur üp⸗ pigſten Entwickelung zu treiben, empfiehlt in Paketen, auf lange Zeit ausreichend, à 18 kr. Friedberg. P. F. Schmittner. Ein ſchwarzes Hündchen 1573J mit weißen Pfoten, weißer Bruſt und Schnauze iſt vor circa 8 Tagen abhanden ge⸗ kommen, um deſſen Rückgabe gegen eine Be⸗ lohnung gebeten wird. J Friedberg. P. F. Schmittner. Pariſer Blumen, 1574] en gros et en détail, zu beſonders billigen Preiſen empfiehlt Sabine Gallo, Zeil 49, 1. Stock, Frankfurt a. M. Die conceſſionirte Auswanderuugs-Agentur von 1 Vilbel 1530] empfiehlt ſich zur Beförderung von Auswanderern nach allen amerikaniſchen Häfen zu den billigſten Preiſenn N Depot achter Pariſer Parfümerie Waaren. (575 Durch Vermittlung eines Pariſer Freundes iſt der Unterzeichnete in den Beſitz obiger Waaren⸗Niederlage gekommen und ſind zu den beigeſetzten Preiſen bei ihm zu haben: a A. Seifen: per Stück. Mandel- und Windſor⸗Seife. 2 24 fl.— 6 kr. bis fl.— 40 kr. Roſen⸗ und Ambroſia⸗Seife ˖ 5 A„/— 20,„„ I. 30% Savon cosmètique oder Hautverſchönerungs⸗Seife— keine Geſichtsfalten mehr!- 0 a„ 24%„„ 1. 30, B. Pommade: per Pfund. Roſen⸗, Jasmin⸗, Orange⸗ und Vanille⸗Pommade u„ 2.%%% 5.— NB. wird auch in kleineren Quantitäten abgegeben. Wohlriechende Waſſer: per Flacon. f Eau de cologne(kölniſches Waſſer, J. M. Farina) à fl.— 40 kr. bis fl. 1. 30 kr. Eau de vie de la vande 0. 0 à„— 40%„ 1. 30% ſodann — noch nie da geweſen!— Extraits d'odeurs— Herzenverſchmelzungs⸗Waſſer für Heirathsluſtige und Liebende —(ein untrügliches Mittel den Gegenſtand ſeines Herzens zu feſſeln, nebſt Gebrauchs⸗ zettel)% 1 5. à fl.— 40 kr. bis fl. 1. 30 kr. D. Räucher⸗ Kerzen und Pulver: Rothe und ſchwarze Kerzen. 5 8 2 u 16 bis 30 kr. per Schachtel. Königs⸗Räucher-Pulver 1 8 0 4 4 16„ 48„„ 10 Zu recht vielen Beſtellungen halte ich mich verehrlichem Publikum und allen Freunden und Gönnern beſtens empfohlen. Niederwöllſtadt den 21. April 1855. G. Emmerich. 14271 Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden nunmehr wieder Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. — Waizen Korn Gee r ſt e Hafer Kartoffel Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ 5 Mittel- Ort und Datum[Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf⸗ Ver- preis ge? kauft.. ge- kauft ge⸗ kauft ge kauft ges kauft fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 8 Mltr.] Mltr. Pfd. fl.] kr.] Mltr Mltr. Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd.] fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mltr. Pfd. fl. kr. Friedberg, 20. Aprilſ 589 493 200160 2110%103 180/13 20209 176% 160] 9, 144% 109¼ 120 5/29] 83¼ 72 200 433 Nußbach, 20.„10% 198 ¼ 300 16/45 50½ 8013 41015 5 160 8 560 58% 39/563 ¼ 181500 40 Vilbel, 20.„126 126 200 16— 1—— 180—— 15 15 160 8015]—— 1120.——1—— 2001— 2 Altenſtadt, 20.„399 372 2001555 16 14 1801325] 63½% 52 160 835 43% 42 120/ 5/500 1 1 200 430 Nidda, 20.„— 13 2001581— 17 18013210— 7 160 837]— 5 1120,55—— 200—— Hungen, 20.„100 98 20015/0300 20 18 18013 50 20 20 1160] 8045] 24 24 1206—— 200—1— Echzell, 20.„172 163 2001545] 38½ 28 18012 43 76% 52 160 80430 4 1 120 5/45]—„ Grünberg, 21.„— 22120015030]— 77 18013, 6— 46 160 9037]— 113 120 544]— 123 200 519 Mainz, 20.„[—— 2001550——. 802 50l—— 160 8[—I—— 120] 545-. Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 59 Mltr., verk. 40, 17 fl. 57 kr.; Waizenmebl aufg. 36, verk. 36 14 fl.; Erbſen aufg. 9, verk. 2½, 12 fl. 30 kr.; Wicken aufg. 15, verk. 3, 9 fl. 13 kr.— Butzbach: Erbſen 12 fl. 18 kr.— Altenſtadt: Vorſchußmehl 19 fl. 30 kr.; Waizen⸗ mehl 12 fl. 30 kr.; Erbſen 12 fl.— Hungen: Erbſen 12 fl.; Wicken 11 fl.— Echzell: Vorſchußmehl 18 fl. 20 kr. Roggenmehl 10 fl. 30 kr. Grünberg: Erbſen 11 fl. 45 kr.; Wicken 9 fl. 5 kr. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. El. 14 Jahre 9 e Heimald. Mid. d Große: braun; Kennzeic ——— Verbaut folgt w Kartoff dieſe La 40 Neu cul wan ver wen, wo. Rüden, b ſetzen, Kartoff 60 ſo früh tief, w ohne ii Erſtene Oberfle tens wi Chargete checken IMeles