9 An bel de deck Fare 2 auf. Seessesslee! * 2 — Friedberger Intelligenzblatt. g Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, baten Amts- und verkündigungsblatt für den Areis Friedberg. e ſammen 7 kr. 1 Freitag, den 23. November. 1855. Amtlicher Theil. Polizeiver fügung. In Gefolge der unter dem Rindvieh, Schaafen und Schweinen in den Gemeinden Aſſenheim, Florſtadt, Fauerbach II., Butzbach, Niederwoͤllſtadt, Wickſtadt, Bönſtadt ſich zeigenden Maul- und Klauenſeuche werden nach erhobenem Gutachten der Sanitätspolizei-Beamten folgende Anordnungen getroffen: 10 90 von der gedachten Seuche befallenen Schaafe, Rindviehſtücke oder Schweine ſollen von den geſunden iſolirt werden. 2) Dieſelben ſind in den Stallungen bis zur vollkommenen Geneſung, alſo wenigſtens 3 Wochen lang, einzube⸗ halten. Auch ſind dieſelben weder unter die Heerde, noch auf die Weide, oder an die Tränke, noch auf die Straße oder ſonſt in's Freie zu verbringen. 3) Kein an jener Seuche krankes Vieh, darf verkauft werden. 4) Die Ausſtellung von Geſundheitsſcheinen für aus infizirten Ställen kommendes Vieh iſt unterſagt. 5) Vor dem Genuß der Milch von den mit der Krankheit befallenen Kühen wird, als der Geſundheit nach— theilig, gewarnt. 6) Contraventionen gegen die Verfügung unter 1 bis 4 ſollen, fuͤr jedes betreffende Stück Vieh mit 5 fl. Strafe belegt werden. 415 Die Polizeibehörden werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, das Polizeiaufſichtsperſonal hiernach zu inſtruiren und die Befolgung zu überwachen. Sobald die Krankheit in einer oder der andern Gemeinde erloſchen iſt, wird einer Anzeige entgegen geſehen, gleich wie auch erwartet wird, daß wenn die Krankheit noch in andern Gemeinden ausbrechen ſollte, hiervon alsbald dahier Anzeige gemacht wird. Friedberg am 19. November 1855. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Die Krim und ihre Bewohner. bern genannt, von denen auch der Name der Halb inſet Aus Weber's Volkskalender.(Fortſetzung.) herrührt. Bald aber wurden ſie von den Seythen in die Eine Halbinſel, etwa ſo groß als das Königreich[Berge gedrängt; das ebene Land mußten ſie den Eroberern Württemberg, kann naturgemäß keine bedeutenden Ströme überlaſſen. Die Griechen gaben dieſem kimberiſchen haben. Alma, Katſcha, Belbeck, Tſchernaja, die uns ſo Stamme den Namen der Taurier, und darnach hieß auch oft genannt werden, ſind Küſtenflüſſe, welche von den das ganze Land der tauriſche Cherſones(Halbinſel). Dieſes Bergen herabkommend ſich nach kurzem Lauf an der Weſt— Wort iſt erhalten worden, und die ruſſiſche Kaiſerin küſte in das Meer ergießen. Bedeutender iſt der mehrere Katharina, welche altgriechiſche Bezeichnungen gern auf⸗ Zuflüſſe aufnehmende Salghir, welcher ſeine Wellen dem leben ließ, legte dem ganzen ſuͤdlichſten Bezirk ihres Reichs, Aſowiſchen Meere zuführt. Er iſt auch der einzige, der der durch ruſſiſche Waffen erobert worden war, vom Pon⸗ in warmen Sommern nicht gänzlich austrocknet. Waſſer⸗T tus und dem Aſowſchen Meere beſpuͤlt, vom Dnieper und reich werden dieſe Rinnſale nur bei heftigem Regen, oder Don umſchloſſen, den Namen Taurien bei. Auf dem be⸗ wenn im Frühjahr der Schnee auf den Bergen ſchmilzt. kannten Argonautenzuge Jaſon's berührten zuerſt grie⸗ Von dieſen Bergen müſſen wir noch den an der Südküſte chiſche Schiffe die tauriſche Halbinſel, und ſpäter wurde gelegenen Ai Petri, als den zweithöchſten, ſeiner anmuthigen Iphigenia, als ſie im Hafen von Aulis geopfert werden Lage wegen namhaft machen. Daher legte auch Fuͤrſt ſollte, damit die dort verſammelte, gen Troja beſtimmte Woronzow an ſeinem Fuße jenen reizenden Landſitz bei griechiſche Flotte von den Göttern günſtigen Wind zum dem Dorfe Alupka an, der durch prachtvolle Bauwerke, Auslaufen erhielte, auf irgend eine Weiſe dahin gerettet. von lieblichen Gärten umgeben, die Bewunderung aller Die Rohheit der Taurier und ihre Furcht vor auswärtiger Reiſenden erregt hat. Ueberhaupt ſiedeln ſich vornehme[Eroberung war ſo groß, daß ſie in jedem Fremden, der und reiche Ruſſen in dem Berglande der Krim häufig an, ihre Küſte betrat, einen Kundſchafter witterten und ihn um unter dieſem herrlichen Himmel die ſchönen Monate unbarmherzig ſchlachteten. Mit der Koͤnigstochter von des Jahres zu genießen. Haben doch ſelbſt deutſche Fürſten, Argos machte aber Thoas, der damalige Herrſcher, um wie der Herzog von Deſſau, dort Beſſtzungen, auf denen ſo mehr eine Ausnahme, als er durch eine Gewaltthat ſie eine einträgliche Schafzucht betreiben. die Aufmerkſamkeit der eben auf einem abeutheuerlichen Werfen wir einen kurzen geſchichtlichen Rückblick auf Zuge begriffenen Hellenen auf ſich gezogen haben würde. dieſes Land, das durch die dortigen kriegerischen Ereigniſſe Auf dem Vorgebirge, nicht weit von dem heutigen Bala⸗ ſoviel Aufmerkſamkeit erregt hat. Die Vortheile ſeiner klava, ſtand der Tempel der tauropolitaniſchen Diana, in Lage konnten nicht lange unbenutzt bleiben, und frühzeitig dem Iphigenia als Prieſterin angeſtellt wurde, und der ward es bevölkert. Als älteſte Bewohner werden die im- Altar, ein viereckiger Stein, wird noch gezeigt, der ſich 402 ſo oft mit dem Blute der Opfer, auch dem von Menſchen⸗ opfern, geröthet hat. Weiterhin auf einem Felſen weilte lange Nächte hindurch der von den Rachegöttinnen ver— folgte Muttermörder Oreſtes, als er mit ſeinem Freunde Pylades ausgezogen war, die Schweſter zu ſuchen, um durch ſie entſühnt zu werden. Die Schonung, welche Iphigenia für den Bruder zu erflehen wußte, machte dem grauſamen Gebrauch des Mordes der Fremden überhaupt ein Ende. Das Land wurde dem Handel eröffnet und fuhrte die unternehmenden Griechen nach Taurten. Kauf⸗ leute aus Milet ließen ſich an der Oſtküſte bei Pantikapea, andere aus Heraklea, an der Weſtküſte nieder, wo ſie Eupatoria(das gute Vaterland) gründeten, während von Mitylene aus am Kuban ein bosporaniſches Reich ge⸗ gründet ward. Dieſe Fremdlinge vertrugen ſich mit den Eingebornen nicht und wurden 400 Jahre v. Chr. von ihnen vertrieben. Mithridates, König von Pontus, aber eroberte 112 Jahre v. Chr. die tauriſche Halbinſel. Die Römer, ſeine Sieger, erbten ſein ganzes Reich, bis die Alanen ſie von der Krim vertrieben. Gothen und Hunnen machten ſich ſpäter nacheinander dieſen Beſitz ſtreitig und führten Kriege mit den roͤmiſch-griechiſchen Kaiſern. Im Anfange des 7. Jahrhunderts ſiegten über alle dieſe käm— pfenden Theile die Kazaren, doch vereinigte Kaiſer Theo— philos 640 Jahr u. Chr. Taurien wieder mit ſeinem Reiche. Während der Völkerwanderung trieben ſich verſchiedene Stämme, ſo die Kumanen und Petſchenegern, auf dem Boden der Halbinſel umher, bis im 13. Jahrhundert die Tartaren eine bleibende Herrſchaft begründeten und ihr den Namen Krim(Feſtung) gaben, nachdem ſie die Häͤkb⸗ inſel durch einen Wall, quer über die Landenge von Pe— rekop, wie eine dahinter liegende Stadt abgeſperrt hatten. Das Meer aber vermochten ſie nicht zu verſchließen, und auf dieſem kamen die Venetianer und Geuueſen ſerbei, die damaligen Nebeubuhler um die Seeherrſchaft. Wie nirgend anderswo, konnten ſie ſich auch hier nicht neben⸗ einander vertragen und bekriegten ſich ſo lange, bis Ge—⸗ nua den Platz behauptete. Seine Herrſchaft erſtreckte ſich zwar nur auf die Küſten; an dieſen aber gründeten die Genueſen viele Niederlagen, von denen Kaffa, Sudak und Balaklava die feſteſten Stützpunkte ihrer Macht bildeten. Dieſe Beſitzungen verloren ſie in der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts wieder an die Türken, die jedoch nur eine Schutzherrlichkeit über das Land ausübten und die Regierung ſelbſt an lehnspflichtige Tartarenkhane über⸗ ließen, welche ihre Reſidenz zu Baktſchiſarai aufgeſchlagen hatten. In dieſem Beſitz wurden ſie 1736 zum erſten Mal durch ein ruſſiſches Heer unter dem Marſchall Mün⸗ nich geſtört, der verwüſtend in die Krim einfiel. Später ſuchte Friedrich der Große während des Siebenjährigen Krieges den Khan Kerim Gherai zu einem Angriff gegen Rußland zu bewegen. Der Khan verſäumte jedoch den rechten Augenblick, und als er 1764 zu den Waffen griff, war Friedrich längſt mit Rußland verſöhnt und überließ den Khan ſeinem Schickſal. In den Krieg, der am 30. Oct. 1768 zwiſchen Katharina II. und Sultan Muſta⸗ pha III. entbrannte, wurden auch die Tartaren verflochten, und 1771 die Krim von den Ruſſen unter Dolgorucki abermals heimgeſucht. Saheb Gherai, ein Günſtling Ruß⸗ lands, wurde als Khan eingeſetzt, der, nachdem ſein Volk in verſchiedenen, von den Ruſſen beſiegten Aufſtänden niedergeworfen worden war, im Jahre 1783 ſeine Macht und ſein Land gänzlich an Rußland abtrat. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verlorener Pfandſchein. [4680] Der Pfandſchein Nr. 23,591 iſt ab⸗ panden gekommen. Derjenige, welcher Rechtsan⸗ ſprüche an denſelhen machen zu können glaudt, wird aufgefordert dieſelben binnen 6 Wochen geltend zu machen, als ſonſt der ſelbe an den ſich ge⸗ meldet Habenden verabfolgt werden wird. Friedberg den 12. November 855. Für die Pfandhausverwaltung: F a a tz. Brennholzlieferung. [1701] Donnerſtag den 29. d. M., Vormit⸗ tags üm 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 170 Stecken Buchen⸗ und 3 Stecken Kiefern⸗Scheit. holz für die Garniſon und das Lazareth dabier unter den im Verwaltungsbureau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Soum⸗ miſſionsweg in Accord gegeben werden Friedberg den 17. 17 1855. 71 N Nicola, Oberquartiermeiſter. Oi li e fe r in g, 11702] Montag den 26. d. M, Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Oels und der Talglichter für die hieſige Garniſon im 1. Halbjahr 1856 in dem Bureau des Verwal⸗ tungsraths auf dem Soummiſſionsweg in Ac⸗ cord gegeben werden. Friedberg den 17. November 1855. A* Nicola, Oberquartiermeiſter. Jagdverpachtung. [1716] Die Jagd in der Gemarkung Hauſen wird Donnerſtag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Bürgermeiſterei-Büreau auf 6 Jahre an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Hauſen den 20. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hauſen Spa ar. Verpachtung des Mineralbrunnens zu Vilbel. 11717] Samſtag den 1. December d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in dem Rath⸗ hauſe zu Vilbel der dem Großherzoglichen Fis⸗ kus gehörige Mineralbrunnen daſelbſt mit dem dabei befindlichen Wohnhauſe für den Pächter anderweit meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 20. November 1855. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hau ſer⸗ Oeffentliche Aufforderung. 11718] Nachdem das Großherzogliche Hofge⸗ richt der Provinz Oberheſſen über den Nachlaß des Georg Mühl von Weckesheim, und das Vermögen von deſſen 2. Ehefrau Eliſabetha geb. Storch Concurs erkannt hat, werden ſämmtliche Gläubiger der beiden Eheleute auf Mittwoch den 19. December, Vormittags 8 Uhr, zur Anzeige und Begründung ihrer Forderun⸗ gen nebſt etwaigen Vorzugsxechten bei Vermei⸗ dung des Ausſchluſſes von der Maſſe, ſowie zur Beſchlußfaſſung über fernere Behandlung derſelben, unter dem Rechtsnachtheil hierher vorgeladen, daß die nur ſchriftlich, oder durch nicht gehörig legitimirte Vertreter liquidirenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſchienenen beitretend angeſchen werden ſollen. Friedberg den 7. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Lepel, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. 130 Gulden [1719] liegen in der Kirchenkaſſe zu Ilbenſtadt zum Ausleihen bereit. Friedberg. Der Kirchenrechner Heidt. Edietalla dung. 11720] Die Erben des Georg Walther v. zu Bauernheim wollen die nachſtehend, nach Flur und Nummer bezeichneten Grundſtücke: Gemarkung Bauernheim. 1 455, 1 182, 1 315, IV 364, V 606, V 262, III 93, welches letzte Stück übrigens noch auf den Namen des Georg Walther II., Vater des G. Walther V., eingetragen ſteht, und auf letzteren halb, und halb auf Heinrich Walther erblich übergegangen ſein ſoll. Gemarkung Beienheim. 1 224 347 555 574, II 249, III 121 299, IV 121 279 282, V 148 332 419, VI 290, VI 481, IV 278, unter ſich vertheilen, können aber Eigenthums⸗ urkunden nicht beibringen. Auf ihren Antrag werden alle, welche auf die bezeichneten Grund⸗ ftücke Anſprüche zu haben behaupten, zu deren Anzeige binnen z wei Monaten von heute an, unter dem Rechtsnachtheile auf⸗ gefordert, daß ſonſt die Theilungsurkunden be⸗ ſtätigt werden, und der Eintrag im Mutations⸗ verzeichniß, ſowie vorderſamſte Ueberſchreibung des Antheils an dem Stücke iI 93 auf G. Walther V. verfügt werden wird. Friedberg den 3. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. (Butz bach.) Lieferungen an Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearinlichtern, Gerſte zu Schroth, Waizenkleie und Leinku⸗ chen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. 11721] Mittwoch den 28. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen die oben genannten Vetlauf ge 7227 Oo tags bon 9. 5 von 1 bis) tercaſerne vil flücke/ daruf gängiges M Baue Oe perten des in wren deen zu laſſen Butzbach 31 C 3 Mai! 1723] Sam 9 Uhr, sollen daadt gelegener arbeiten ur! zu 309 fl. 5 oſſentlich vera Friedberg et 3 (7241 Okeuff dag Jo Uhr öffentlicher L vergeben wer 1) Die Liefer 2) die Anfuh Holzbraun dener Fah 3) die Lieferi Buchenſche 0 bas Geſpul nage. Im Soumn 9 Die Lief 2 0 Leferungelu a u obigem m dem d Summen 5 arienichl l cen, und gerbdeſ dar. W 1 eben, 2 dis Ge⸗ creckte ſſch e verflochten, Dolag Dolgerucki Hing Ruß⸗ u ſein Polk Aufffänden eine Macht Lieferungen für die Garniſon Butzbach auf das 1. Halbjahr 1856 auf dem bekannten Soum⸗ miſſionswege an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſen⸗ ten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Bedingungen jeden Tag auf dem Verwaltungs- bureau beſagter Garniſon eingeſehen werden können. Butzbach den 20. November 1855. Ju Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. (Butz bach.) Verkauf getragener Montirungs- und Reitzeugſtücke. 117221 Donnerſtag den 29. d. M., Vormit⸗ tags don 9 bis 12 Übr und des Nachmittags von 1 bis 5 Ubr, werden in der bieſigen Rei⸗ tercaſerne verſchiedene getragene Montirungs⸗ ſtücke, darunter auch Reitermäntel, ſodann ab⸗ gängiges Reitzeug und Caſerncrequiſiten gegen Baarzahlung öffentlich verſteigert. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dies in ihren Gemeinden geeignet bekannt ma⸗ chen zu laſſen. Butzbach den 20. November 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [1723] Samſtag den 1. Deebr., Nachmittags 3 Uhr, ſollen in dem, in der Gemarkung Ock⸗ ſtadt gelegenen, fiskaliſchen Steinbruche die Erd⸗ arbeiten zur Anlage eines Weges, veranſchlagt zu 309 fl. 51 kr., an den Wenigſtnehmenden öffentlich verakkordirt werden. Friedberg den 20. November 1855. Der Großherzogliche Bahn⸗Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand. d, Bekanntmachung. 11724] Dienſtag den 4. Decbr. l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr anfangend, ſoll dahier im Wege öffentlicher Verſteigerung für das Jahr 1856 vergeben werden: 1) Die Lieferung des Fleiſches, 2) die Anfuhr des Sandes und Lehms, der Holzbraunkohlen und die Leiſtung verſchie⸗ dener Fahrten, 3) die Lieferung eines bedeutenden Bedarfs an Buchenſcheitholz, 4) das Geſpül und der Abnutzen bei der Me⸗ nage. Im Soummiſſtonswege ſoll vergeben werden: 1) Die Lieferung von 45 Ctr. Reis, 29 45„ 5„„ geſchält. Gerſte, 2 17„ 20 Haidegrütze, 4)„ 1„ 45„ Hirſe, 3 17„ 105„ Weißmehl, 6)„„„ 50„ Waizengrütze, 7)„ 1„ 3 Nudeln, 8)„ 7 10 1„ Pfeffer, 9)„* 5„ 75 Butter, 10)„„„ 60 Maas Branntwein, 11)„„ des Oels und Thrans, 12)„„ der Steinkohlen(ſog. Fett⸗ ſchrot), 13)„„ der Bettteppiche und des wollenen Bays. Lieferungsluſtige wollen ihre Soummiſſionen bis zu obigem Datum, Vormittags 10 Uhr, in den vor dem Directorial⸗Bureau aufgehängten „Soummiſſionskaſten⸗ verſchloſſen einlegen. Marienſchloß den 20. November 1855. Die Verwaltungs ⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Seeretär. 549 Gulden 6½ Kreuzer, 11725] ein Stiftungskapital, liegen gegen ge⸗ nügender Sicherheit zum Ausleiben bereit. Niederrosbach am 20. November 1855. Bullmann, Gemeindeeinnehmer. 403 Faſelochs⸗ Verſteigerung. 11726] Mittwoch den 28. Nov. l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Ockſtadt zuſtehender Faſelochſe, welcher ſich zum Schlach⸗ ten eignet, auf hieſigem Rathhaus an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden, desgleichen auch zwei Eichſtämme von ungefähr 100 Cubikfuß. Ockſtadt den 21. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. 333 Gulden [1727] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 22. Nov. 1855. Hildebrand, Kirchenrechner. 2** 3 Ziegelei-Verkauf. L17071 Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine zwiſchen Schwalbeim und Friedberg gelegene Ziegelbrennerei nebſt Zugehör, ca, ein Morgen haltend, Samſtag den 1. Dezember d. J., Mittags um 12 Uhr, in ſeiner Wohnung öffent— lich meiſtbietend gegen 4 Zielzahlungen verſtei— gern zu laſſen. Schwalheim. Konrad Stamm, Ziegler. L. Gold, Maler und Vergolder aus Gießen. [1708] empfieblt fich während ſeines Aufent⸗ haltes dahier im Anfertigen von Spiegel- und Gemälderahmen in allen verlangt werdenden Muſtern, ſowie zur Herſtellung alter Rahmen. Gleichzeitig übernimmt derſelbe alte Oelgemälde zu retouchiren und alte Kupferſtiche zu reinigen, ſowie er zu möglichſt hohem Preiſe alte Bilder (Oelgemälde und Kupferſtiche) als auch Rahmen käuflich annimmt. Die Arbeiten werden beſtens und billigſt nach den neueſten Pariſer Deſſins ausgeführt und übernimmt ſowohl Herr Kauf- mann C. Diehl auf der breiten Straße, als auch Herr Maler Lang dahier mit Vergnügen Aufträge entgegen. Muſik⸗ Unterricht. 11709] Der Unterzeichnete wünſcht Unterricht auf folgenden Inſtrumenten zu ertheilen, als: Violine, Clarinette, Guitarre und Flöte und empfiehlt ſich geneigter Beachlung. Gleichzeitig erlaubt ſich derſelbe, ſich im Co⸗ piren von Muſikſtücken zu empfehlen. Friedberg. P. Kämpfer, erſter Clarinettiſt vom Nauheimer Kurorcheſter. Meine Wohnung iſt bei Wittwe Weckerling auf dem Haag. Mobiliar ⸗Verſteigerung. [1711] Montag den 26. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, will die Unterzeichnete nach⸗ folgende Gegenſtände einer freiwilligen Verſtei⸗ gerung ausſetzen, als: 1) 1 fehlerfreies Pferd, 6 Jahre alt, 2) 4 trächtige Kühe, 3) 2 Rinder, ebenfalls trächtig, 4) 2 Rinder, 1 Jahr alt, 5) 1 Mutterſchwein, 6) 1 vollſtändigen zweiſpännigen Wagen, 7) l einſpännigen Wagen, 8) 2 Pflüge, 9) 2 Eggen, 10) 1 vollſtändige Brennerei, noch neu, ſowie noch ſonſtige zur Oekonomie gehörende Gegenſtände ic. Bemerkt wird, daß mit dem Verkauf bes Viehes der Anfang gemacht wird. Kaichen am 14. Nopember 1855. Philipp Heil Wtw. Eine Gewann [16921 im Ried iſt zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Wo ſagt die Expeditſon d. Bl. Pariſer Modell⸗Damenhüte 11728] ſind neu angekommen bei G. Simon jun., neben dem Gaſthaus zu den drei Schwerdtern. Saarflechten 11729] zu Uhrketten, Fingerringen, Vorffeckna⸗ deln, Armbändern u. ſ. w. werden in verſchie⸗ denen Muſtern ſchön und billig angefertigt bei Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter. 400 fl. Vormundſchaftsgelder 11730] liegen bei mir auf gute othek zum Ausleihen bereit bei e e Friedberg, G. Fr. Schweitzer. Das Kleider Magazin Friedr. Schleuning [1736] iſt für die Winter⸗Saiſon wieder reich⸗ haltig aſſortirt. e. 2 Guͤter- Verkauf. 117311 Die Unterzeichnete beabſichtigt ihre Hof⸗ raithe, beſtehend in Wohnhaus, Brennhaus, Scheuer, Ställen, drei Kellern und einer Obſt⸗ kelter, zwei bei derſelben liegende Küchengärten und 26% Morgen Aecker und Wieſen zu ver⸗ kaufen. Die Kaufbedingungen können zu jeder Zeit eingeſehen werden. Fauerbach 11. im November 1855. S. Becker. Jacob Weickhardt in Butzbach 11732] empfiehlt ſich für die bevorſtehenden hie⸗ ſigen Märkte und für die Weihnachtszeit mit einem reichhaltigen Lager von Kinderſpielwaaren. Die Aufſtellung iſt eine Stiege hoch. Heiraths⸗Geſuch. 11733] Ein junger lediger Handwerksmann in Frankfurt a. M., mit rentablem Geſchäft und tadelloſem Ruf, ſucht ſich mit einem ſoliden braven Frauenzimmer von gutem Charakter und einigem Vermögen zu verheirathen. Ge⸗ fällige Franko⸗Offerten mit der Chiffer O. P. N. poste restante Frankfurt a. M. werden bis den 15. December 1855 unter Zuficherung der größten Verſchwiegenheit erbeten. Von Braunſchweiger Flachs 1734] ift ſoeben die erſte Sendung in ſchönſter Qualität angekommen bei. Ph. Dan. Küm mich. Butz bach err Catharinen⸗Markt⸗Ball. 11735] Montag den 26. d. M. findet wie ſeit⸗ her Ball in meinem Locale ſtatt, wozu ich hiermit freundlichſt einlade. N Der Zutritt kann aber nur Demjenigen ge⸗ ſtattet werden, welcher die Erlaubniß von mir erhalten hat. Butzbach im November 1855. A. Jou tz im Heſſiſchen Hof. Empfehlung. [17371] Strick-, Stick- und Häkel⸗Wolle, Litzen und Filzſchuhe, geſtrickte Jacken ꝛc ic. bei Friedr. Schleuning. 404 Die Verliniſche Lebens-Verſicherungs- Geſellſchaft 116951 zählte am Schluſſe des vorigen Monats zu ihren Mitgliedern 7908 Perſonen, welche mit einem Kapitale von 9,325,000 Thalern verſichert waren. Dieſelbe hat auch an ſolchen Orten, in denen epidemiſche Krankheiten, z. B. Cholera, herrſchten, ihre Geſchäfte unverändert fortgeſetzt und einen bedeutenden Zuwachs von neuen Verſicherungen erhalten. Sie ſtellt ihren Intereſſenten, bei den verſchiedenſten Verſicherungsarten, billige Prämien, und uͤberläßt ihnen die Wahl zwiſchen ſolchen, die am jährlichen Gewinne theilnehmen und ſolchen, die von Anfang an verhältnißmäßig niedriger ſind. 270 können außerdem entweder in gleichmäßigen oder in ſteigenden oder fallenden jährlichen, halb. oder vierteljährlichen Raten gezahlt werden und gewähren nach ihrer Berechnung den Vortheil, daß z. B. bei den Sparkaſſen⸗Verſicherungen das Kapital nach Ablauf der beſtimmten Zeit vom Verſicherten ſelbſt, wenn dieſer dagegen früher ſterben ſollte, von den Beſitzern der Police ſofort erhoben werden kann. Die Geſellſchaft verſichert ferner Renten und Kapitalien nach den verſchiedenen in dem betreffenden Geſchäfts⸗ plan mitgetheilten Tabellen und unter den manigfaltigſten von den Verſichernden beantragten Mo di⸗ icationen. f Geſchafts-Programme werden ſtets in unſerm Bureau, Spandauer Brücke Nr. 8, ſowie bei unſeren Agenten un⸗ entgeltlich verabfolgt. Berlin den 19. Oktober 1855. Direction der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur offentlichen Kenntniß. Friedberg und Laubach den 25. Oktober 1855. G. F. Nau. Zöckler. Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Die. Allgemeine Renten u. Lebensverſicherungsanſtalt z u Daerr m ſſt a dt. (bisherige Firma? Allgemeine Nentenanſtalt.) 112991-uübernimmt unter Garantie eines dermalen 632,000 fl. betragenden Vermögens: 1) wie bisher die Verſicherung ſteigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1854 belief ſich die Zahl der Rentenverſicherten auf 5983 mit 10,023 Einlagen und 619,272 fl. Vermögen. Die im Dezem⸗ ber d. J. zur Auszahlung kommenden Renten betragen laut beſonderer Bekanntmachung auf eine volle Einlage von 100 fl. in den verſchiedenen Jahresgeſellſchaften und Altersklaſſen 3 fl. 40 kr. bis 6 fl. 41 kr. Seit dem 1. Januar d. J. iſt die 8. Jahresgeſellſchaft in der Bildung begriffen. 2) Lebensverſicherungen gegen feſte, zu keinerlei Nachzahlung verpflichtende billige Verſicherungsbeiträge. 3) Leibrentenverſicherungen, womit auch Wittwenrenken erworben werden können. 4) wie bisher Depoſitengelder bis zu 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurück⸗ nahme dermalen init 3 ½ pEt. verzinſt und auf Verlangen ganz oder ſtückweiſe zurückbezahlt werden. Ende 1854 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 533,545 fl. Die vom v. J. unerhoben gebliebenen, darum dem Kapital zinstragend beigeſchriebenen Zinſen beliefen ſich Anfangs d. J. auf 10,068 fl. Wegen näherer Auskunft, ſowie wegen unentgeldlichen Bezugs von Proſpekten und Statuten der Anſtalt beliebe man ſich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.“) Darmſtadt, den 14. Auguſt 1855. Die Direction. ) In Friedberg an Herrn Kaufmann Heinrich Hahn. In Butzbach an Herrn Kaufmann J. J. Seippel. f 5 Frankfurter Cours vom 21. Nov. 1855 Gold⸗, Silber⸗ und Neuſilber⸗Waaren,„ 1 7 11738] Brillen, Lorgnetten, Leſegläſer, Thermometer, Barometer, Sonate 2 9 Holländiſche 10 fl. Stücke plattirte Sporn billigſt bei J 20 Frankffücke„ 9 20 ang. ö Branntwein⸗, Oel⸗ und Eſſigwaagen, neuſilberne und ſilber⸗ Rand⸗Ducaten. f Engliſche Souverains. L. Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter, ua erg Preußiſche Caſſenſcheine Gummiſchuhe und Pelzwaaren diele Anzeigen. in den drei Schwerdtern. 1 ſch ſehr großer Auswahl zu herabgeſetzten Preiſen. 25. Sonntag 15 ie, 1 25. Nov. amenſchuhe fl. 2. 12. Herrenſchuhe fl. 2. 12. Pfraramtswoche: Or. Stator. Schwabe. Pelzmuff fl. 3. 30. Stola fl. 3. 30. Bern ne eee Stauchen fl. 1 52 ormit! 0 25„ mm. 5„ Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. bei H. B. Grödel 8 e 5 Ai dee de 5 5 ormittags: Hr. Diaconus Baur. in Friedberg. Nachmittags: Hr. Candidat Hofmann. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Betreffend: Nachſ Nachricht u Frie Das Mit durch die für jene E 2 1) Für a0 Für oder Geric gebühren, zu beſtimn 2 Für Einſchrän! Wir Provinz in an zu ver — 1 Aus „ Uu größte W das welkl sprochen Wen dür, dad Durf dort esche wohlbekan weſche ſſg rühmten! 8 eilen. ſül kräumige eller 0 ih eine