t N. tuun 3 dor. dusge. 8 4 * der 1 Gr⸗ N. ngrntn f dae ſenſteine Hilbrecht. Friedberger Intelligenzblatt. Sa Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, g nag. Preis jährl. oder deren Raun⸗ ebe Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. Nu 21. Freitag, den 23. März. 1855. Amtlicher Theil. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Nathan Goldſticker, iſraelitiſcher Metzgerburſche aus Pirmaſens, verdächtig die nachſtehend näher bezeichneten Effecten zwiſchen dem 19. und 20. März zu Frankfurt a. M. geſtohlen zu haben. Alter: ca. 20 Jahre; Größe: mittlere; Satur: ſchlank; Haare: ſchwarz und kraus; Bart: keinen; Geſichtsform: länglich; Geſichtsfarbe: geſund; Naſe: etwas geſtülpt; Augen: ſchwarz; Mund: gewohnlich; Kinn: proportionirt; Kleidung: ſchwarze Tuchkappe, Regenrock von grau glänzendem Zeuge; dunkelmelirte Hoſe, Stiefel. Ein neues häufenes Hemd H. R. gez.;— 1 graue Sommerhoſe mit Schlitz;— 1 blaue Tuchjacke;— 1 eine blau geſtreifte Blouſe;— 1 buntes baumwollenes Taſchentuch, H. R. gez.;— 1 weißes desgl. H R. gez.,— 1 Brief⸗ taſche mit Pappedeckel;— 1 ſchwarz wollene, weißgeſtreifte Tuchweſte mit 2 Reihen Knöpfen;— 1 grüner Tuchrock mit 2 Reihen Knöpfen;— 1 ſilberne Taſchenuhr mit porzel. Zifferblatte mit arabiſchen Ziffern, gelben Zeigern, an einem Kördelchen und einem Kettchen;— 1 Portemonnaie von braunem Leder mit Stahlbügeln;— 1 grüne Tuchhoſe mit plauen Seitenſtreifen, mit Schlitz;— 1 ſchwarz ſeidene Halzbinde;— 1 Meſſer mit Brodklinge und Korkzieher, mit einer Schaale von Hirſchhorn;— 1 Büchſe für Streichhölzer, darauf der Kölner Dom gemalt;— 1 Rock von braunem Wintertuche, mit 2 Reihen Knöpfen;— 1 ſchwarze, grün geſtreifte, ſeidene Weſte;— 1 lederne, roth eingefaßte Leib— gurte;— 1 Hoſenträger. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Abnahme des Verfaſſungseides. Dienſtag den 3. April d. J. Vormittags 10 ½ Uhr findet die Abnahme des Verfaſſungseides Seitens der jungen Ortsbürger auf dem Rathhauſe dahier ſtatt. Sie werden die jungen Ortsbürger hierzu einladen und die Verzeichniſſe wor dem Termin einſenden, oder berichten, daß keine jungen Ortsbürger vorhanden ſind. Zugleich ſind diejenigen jungen Ortsbürger, welche bei der fruͤheren Huldigung nicht erſchienen ſind, unter Au⸗— drohung einer Strafe von 3 Gulden gegen jeden vorzuladen und es iſt Beſcheinigung hierher ebenfalls über den Befolg ſeinzuſenden. Friedberg am 19. März 1855. 0 Müller. An Dieſelben. Betreffend: Das Lotterieſpiel, hier den Handel mit Promeſſen. Da der Promeſſenhandel neuerdings wieder getrieben werden ſoll, ſo ſehe ich mich veranlaßt, die betreffende Be⸗ kanntmachung vom 5. Mai 1837 und das Geſetz vom 9. Dezbr. 1854, als darauf bezüglich, einzuſchärfen, und Ihnen die Ueberwachung durch die Polizeidiener aufzutragen. Friedberg am 19. März 1855. Mu l. Le.. Befkannim a chung, das Geſetz wegen der Lotterien, insbeſondere deſſen Anwendung auf den Handel mit Promeſſen 0 zu Prämien von Anleihen betreffend. Wir finden uns veranlaßt, hiermit zur allgemeinen Kenntniß und Nachachtung bekannt zu machen, daß der Handel mit Promeſſen auf Prämien von Anleihen, deren Verzinſung und Tilgung mit Prämien-Verlooſungen verbunden iſt, zu den nicht erlaubten Lotterien gehört, und daß mithin die Beſtimmungen der Art. 1 bis 7 des Geſetzes vom 9. Dez. 1834, die Lotterien betreffend, auf dieſen Handel ihre Anwendung finden. Darmſtadt am 5. Mai 1837. Vermöge allerhöchſten Auftrags. Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium des Innern und der Juſtiz. du Thi!. Prinz Geſe tz, Lotterien betreffend. Ludwig II. von Gottes Gnaden, Großherzog von Heſſen und bei Rhein uc. ꝛc. Wir haben, nach Anhörung Unſeres Staatsraths und mit Zuſtimmung Unſerer getreuen Stände, verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: Art. 1. Alles Collectiren und Hauſiren mit Looſen nicht ausdrücklich erlaubter Claſſen⸗ und Zahlen-Lotterien, ſie mögen Geld⸗ oder Geldeswerth zum Gegenſtande haben, iſt in dem ganzen Umfange des Großherzogthums unter den nachfolgenden näheren Beſtimmungen verboten. 98 Art. 2. Wer ſich dem Verkaufe oder Feilbieten von Looſen nicht ausdrücklich erlaubter Lotterien öffentlich oder heimlich unterzieht, oder ſich ein Geſchaft daraus macht, Aufträge Dritter zu Looſe-Beſtellungen bei auswärtigen Lotterie⸗ Büreau's oder Collecteur's aufzuſuchen und zu übernehmen, oder wer Plane, Aufforderungen oder Anwerbungen fur nicht ausdrücklich erlaubte Lotterien im Großherzogthum zu verbreiten ſucht, ſoll in dem erſten Falle mit einer Strafe von fünfundzwanzig bis fünfzig Gulden, in dem zweiten Falle mit einer Strafe von ſechszig bis hundert Gulden und in dem dritten und jedem folgenden Wiederholungsfalle mit einer Gefängnißſtrafe von drei bis zu ſechs Monaten belegt werden. Die bei den Contravenienten vorgefundenen Looſe ſollen von Gerichtswegen vernichtet werden. Art. 3. Geldſtrafen, welche wegen Zahlungsunfähigkeit des Verurtheilten von dieſem nicht beigetrieben werden können, ſollen von derjenigen Gerichtsbehörde, welche die Strafe ausgeſprochen hat, auf Antrag der Steuerverwaltung der Weiſe in Gefängniß verwandelt werden, daß ſtets für neun Gulden Geldſtrafe acht Tage Gefängnißſtrafe angeſetzt wird. Hinſichtlich der Militärperſonen, welche in ſolche Strafe verfallen, behält es zwar bei den Beſtimmungen des Militärſtrafgeſetzbuches vom 13. Juli 1822 ſein Bewenden, doch wird auch bei Militärperſonen fuͤr neun Gulden acht Tage Gefängnißſtrafe angeſetzt. ö Von den eingehenden Geldſtrafen erhält der Angeber die Hälfte. Art. 4. Ausländer, gegen welche in Folge dieſes Geſetzes Strafen erkannt werden, ſollen bis zur Erlegung oder Verbüßung der erwirkten Strafen, wann und wo ſie im Lande betroffen werden, jederzeit feſtgehalten, oder die verwirkten Strafen aus ihrem bereiteſten, im Lande erreichbaren Vermögen beigetrieben werden. Art. 5. Schuldforderungen aus ſolchen Lotterien, welche in dem Großherzogthum nicht ausdrücklich erlaubt ſind, können bei inländiſchen Gerichtsſtellen nicht geltend gemacht werden. Art 6. Das Geſetz über die Zuſendung unbeſtellter Lotterie-Looſe vom 22. April 1830, wonach „die Zuſendung unbeſtellter Lotterie-Looſe ganz auf Gefahr des Zuſenders und ohne alle Verbindlichkeit fur „den Empfänger weder zur Zurückſendung noch zur Aufbewahrung der Looſe, vielweniger zur Zahlung des „Einſatzes, geſchehen ſoll⸗ bleibt allgemein in Kraft. Art. 7. Alle frühere, das Collectiren und Spielen für und in ausländiſchen Lotterien betreffende Geſetze und Ver⸗ ordnungen ſind aufgehoben.. Art. 8. Auf Anleihen, deren Verzinſung und Tilgung mit einer Verlooſung und mit Prämien verbunden iſt, ſind die Beſtimmungen des gegenwärtigen Geſetzes nicht anwendbar. Art. 9. Unſer Miniſterium des Innern und der Juſtiz iſt mit der Vollziehung dieſes Geſetzes beauftragt. Urkundlich Unſerer eigenbändigen Unterſchrift und des beigedruckten Staatsſiegels. Darmſtadt am 9. Dezember 1834. (I.. S.) Ludwig. du Thil. Das ſogenannte Promeſſenſpiel mit Anlehnslooſen. Trotz vielfacher Aufklärungen, Warnungen und Verbote, die von mehreren hh. deutſchen Regierungen(im Königr. Sachſen unterm 14/1. 50 u. 2/12. 54) ſeit längeren Jahren und bis auf die neueſte Zeit wiederholt in Betreff des ſogen. Promeſſenſpiels erlaſſen worden ſind, ſind dieſe, lediglich und gefliſſentlich auf die Ausbeutung Leicht⸗ gläubiger und Unerfahrener zumeiſt der Landbewohner und der niederen Stände berechneten ſchwin⸗ delhaften Unternehmungen in einigen deutſchen Gauen fortwährend noch in voller Blüthe geblieben und verdienen in der That bei unſerer jetzigen ohnehin bedrängten Zeit, die ſorgfältigſte Aufmerkſamkeit und nachdrücklichſte Einſchreitung der betreffenden hohen Behörden. f Bereits unterm 16/2. 1852 hat die Großh. Badiſche Amortiſations- und Eiſenbahn⸗Schuldentilgungscaſſe zu Carls— ruhe in einer dieſe Geſchäfte klar beleuchtenden„Warnung“ über das ſogen. Promeſſenſpiel Folgendes geſagt: „Wo Staatsanlehen auf Looſe aufgenommen und dieſe Looſe alsdann in beſtimmten Terminen gezogen und mit mehr „oder minder großen, im Anlehnsplan feſtgeſetzten Gewinnliſten zurückbezahlt werden, da nehmen nicht ſelten Han⸗ „delsleute Anlaß, hieraus für ſich ein ſehr einträgliches, dem leichtgläubigen Publicum aber ſehr nachtheiliges Ge⸗ „ſchäft zu machen. Sie verheuern oder vermiethen Looſe des betreffenden Staatsanlehens, d. i. ſie geben gegen „eine ſcheinbar geringe Gebühr ſogenannte Promeſſenſcheine, Original-Certificate, Zuſicherungs⸗ „ſcheine, Partialconceſſionen, Actien, Obligationen, Prämien⸗Schluß⸗Certificate, oder „welche Namen ſonſt ſie ihren Zuſicherungen beilegen, aus. Sie verſprechen dem Abnehmer einer ſolchen, mit be⸗ „ſtimmter Nummer verſehenen Zuſicherung, falls dieſe Nummer in der nächſten Serienziehung des bezeichneten „Staatsaulehens herauskäme, ein Anlehnsloos, welches in der hierauf folgenden Gewinnziehung mitſpielt, jedoch „gegen Vergütung des Courswerthes eines noch nicht mitſpielenden Looſes, oder aber ſie ſichern bei dem Heraus⸗ „kommen der Seriennummer ein noch nicht gezogenes Anlehnsloos unentgeldlich zu. Sie wiſſen ihrer Zuſicherung, „die gedruckt oder lithographirt und mit typographiſcher Eleganz ausgeſtattet, eben durch dieſe Ausſtattung, ſowie „durch ihre fälſchliche Benennung als Agenten, Adminiſtratoren u. ſ. w. in den Augen des unkundigen Abnehmers „Vertrauen zu erwerbern. Und mancher dieſer Abnehmer, indem er ſolche Zusicherungen ankauft, glaubt ein ge⸗ „winnbringendes, von dem betr. Staate gut geheißenes Geſchäft zu machen, während dies durchaus nicht der Fall „iſt und er nur mit Speculanten in Verbindung tritt, die ſich auf ſeine Koſten bereichern. Erfüllt auch der Aus⸗ ſteller ſolcher Promeſſenſcheine ſein Verſprechen redlich, ſo iſt doch der Preis, den er ſich hierfür zahlen läßt(1 Thlr. „gewöhnl.) weit zu hoch. Aus vielen Klagen und Anfragen bitter enttäuſchter Abnehmer ſolcher Promeſſenſcheine, „Certificate, oder wie ſie immer heißen, haben wir überdieß entnommen, daß der Ausſteller derſelben in manchen „Fällen ſein Verſprechen nicht einmal erfüllt, ja— wie er es gegeben— nicht einmal habe erfüllen können. Es „iſt uns ſogar ſchon vorgekommen, daß Promeſſenſcheine auf ſolche Seriennummern badiſcher Anlehen abgeſetzt „wurden, die ſeit mehreren Jahren bereits gezogen waren, alſo begreiflich nicht mehr gezogen werden konnten. „Auch hat ſich nach der Gewinnziehung von 3173. 51 herausgeſtellt, daß ein gewiſſer J. Rindskopf in Frank⸗ „Dri Schuld icht l „die Ju „W. D „ werth wahr aber, „fel, „Warn Dieſe Bemeſſen des holt worden auch noch de legt genau v ſolcher Spek gegangene! dürfte, als tung in del auf dieſe ſchn Ed ka in Wdöſicht und zu mog die Hälfte! gefordert m welchem ſie ſchädigt wor mehr oder n Daß trügeriſcher Rückſichten, Eine drei ſolche doerdies her bezügich ih gen Preis, kauft und Hauptſchul fängnißſtre % So die ſplen lichen Erlan Ju Großh, Men euorn ungen und Hein harmonie urch zum Et 99 „furt a/ M. auf ein und dieſelbe Nummer an verſchiedene Perſonen Promeſſen ausgegeben, nachdem aber jene Num⸗ „mer 50,000 fl. gewonnen, dieſe ſelbſt in Empfang genommen und ſich fluͤchtig gemacht hat. Welchen Namen „hiernach das Geſchäft der Verheuerung von Aulehnslooſen verdiene, mag ſich jeder ſelbſt beantworten. Darum iſt „denn auch das Verheuern, ſowohl inländiſcher Partiallooſe, wobei nicht ſogleich der wirkliche Beſitz der Looſe ſelbſt „übergeht, in Baden ſchon ſeit dem Novbr. 23(grßhrzgl. Regierungsblatt v. J. 1823 S. 145) bei einer Strafe von „100 Reichsthalern, ſowohl für den Verheuerer als auch für den Collecteur verboten, auch weder dem Heuerer „(Käufer des Promeſſenſcheins), noch dem Verheuerer eine Klage geſtattet. Gleichwohl wird das verderbliche Heuer— „geſchäft immer noch auch in Bezug auf badiſche Anlehnslooſe getrieben, und es ſind namentlich die folgenden „Handelsleute, welche ſich damit befaſſen: „in Mainz: M. A. Cahn und Comp. und J. Nachmann und Comp.;— in Genf: Rindskopf und „Comp.;— in Stuttgart: Heinrich Fetzer, welch' letzterer mit dem Heuergeſchäft zugleich einen Bücher— „verkauf verbindet; S in Offenbach: J. Rothſchild Sohn;— in Frankfurt a/ M.: Brisbois, Daube, „Doctor, Hildewig, Hoff, Huber, Krumbholz, Rieck, Rindskopf, Schneider, Schotten— „fells, Stiebel, Sternberg, Stirn und Greim, Umpfenbach, J. und S. Friedberg, Fuld „und Comp. „Dringend wiederholen wir demnach unfere früheren öfteren Warnungen hiergegen. Die badiſchen Staats— „Schuldentilgungscaſſe ſteht— wir bitten, es wol zu bemerken— mit den Loosverheuerern und Promeſſenhändlern „nicht in der entfernteſten Berührung. Sie zahlt die planmäßigen Gewinnſte der grßhrzgl. Staatsanlehen nur an „die Inhaber der betr. Anlehnslooſe. Dieſe Looſe mit zwei Dienſtſiegeln und Uniirſchrift der Beamten C. Scholl, „W. Deimling und Großmüller verſehen, ſind von Promeſſenſcheinen, Original-Certificaten und ſonſtigen derartigen „werthloſen Papieren leicht zu unterſcheiden. Es iſt demnach nicht ſchwer, daß ſich das Puplikum vor Schaden „wahre. Es bedarf hierzu nur einer ganz gewohnlichen Vorſicht. Möge ſie doch Jeder anwenden! Alle Behörden „aber, die es mit dem Publikum wohl meinen, möchten wir angelegentlich einladen, zur Unterdrückung des geſchilder⸗ „ten, auf die Leichtgläubigkeit und Unkenntniß deſſelben gegründeten Treibens die Hand zu bieten und dieſer unſerer „Warnung alle moglichſte Veröffentlichung zu verſchaffen.“ Dieſe ſehr beachtenswerthe Warnung, welche unterm 9/2. C. von der K. Regierung von Oberfranken zum dienſamen Bemeſſen des Publikums und behufs Führung entſprechender ſorgfältiger, polizeilicher Vigilanz mit dem Bemerken wieder⸗ holt worden iſt, daß zu Frankfurt aM. außer den, in der genannten„Warnung“ namentlich aufgeführten Handelsleuten auch noch der Banquier Guſtav Caſſel mit dem fraglichen, für die Abnehmer gefährlichen Handelsgeſchäfte ſich befaſſe, legt genau und überzeugend dar, welcher Gefährdung ſich jeder ausſetzt, der ſich durch die Anpreiſungen und Offerten ſolcher Spekulanten zu dem fraglichen Spiele hinreißen läßt. Im Hinblick darauf aber, daß dieſe von ſolcher Stelle aus gegangene Warnung vielleicht bei einem großen Theile des Publicums leichteren Eingang und willigeres Gehör finden dürfte, als polizeiliche ubmahnungen und Erlaſſe, ſcheint deren von Zeit zu Zeit wiederholte größtmöglichſte Verbrei— tung in den geeigneten Localblattern zur belehrenden Aufklärung ſehr gerathen und wohl geeignet die polizeiliche Vigilanz auf dieſe ſchwindelhaften Unternehmungen zu kräſtigen und zu unterſtützen. Es kann nicht fehlen, daß die von den Haupt-Unternehmern den Vertheilern der Promeſſenſcheine, Theilactien ꝛc. in Ausſicht geſtellten und gewährten anſehnlichen Proviſionen eine bedeutende Zahl Agenten und Collecteure herbeilocken und zu möglichſt zahlreicher Unterbringung ſolcher Promeſſenſcheine ꝛc. anſpornen. Es wird ihnen dabei Credit gewährt, die Hälfte des Einſatzes zugeſichert und andere beträchtliche Einnahmen in Ausſicht geſtellt. Gleichzeitig werden ſie auf— gefordert möglichſt viele Adreſſen von ſoliden Bewohnern der betreffenden Gegend an den Unternehmer einzuſenden, von welchem ſie für je 500 ſolcher Nachweiſe mit 2 Thalern, i. e. mit 2 Promeſſenſcheinen in zu wählender Loosſorte ent— ſchädigt worden. Dies erklärt auch, wie achtbare und zahlungsfähige Leute von auswärts her durch unbegehrte Zuſendung mehr oder weniger ſolcher Actien ꝛc. von Zeit zu Zeit behelligt werden. Daß es hiernächſt nicht auch an Collecteuren fehlt, die dieſe ſchwindelhaften Unternehmungen noch in weiterer be— trügeriſcher Weiſe auszubeuten verſtehen, kann nicht befremden, da bei deren Auswahl die Haupt⸗Unternehmer andere Rückſichten, als die auf Zuverläſſigkeit ꝛc. in erſte Linie ſtellen. Eine i. J. 1852 bei dem Fürſtl. Reuß⸗Planiſchen Criminalgerichte zu Gera mit großer Sorgfalt und Umſicht gegen drei ſolche Collecteure gründlich geführte Unterſuchung hat dies Alles ſattſam zu Tage gelegt und es hat ſich durch dieſelbe üverdies herausgeſtellt, daß die zur Unterſuchung gezogenen Judividuen dergleichen, bei ihrem höchſt zweifelhaften Werthe bezüglich ihrer Werthloſigkeit, an ſich ſchon ſehr theueren Papiere unter betrügeriſchen Vorgeben, öfter uber den planmäßi⸗ gen Preis, hier und da ſogar mit einem betrügeriſchen Gewinne bis zu Siebenhundert und fünfzig Procent ven— kauft und dadurch die Abnehmer bedeutend geprellt haben. Das diesfalls ergangene endgültige Straferkenntniß hat dem Hauptſchuldigen eine 2½ jähr. Landarbeitshausſtrafe, ſeinen beiden Gefährten aber eine 3 beziehendlich 4wöchentl. Ge— fängnißſtrafe gebracht.. So lange indeß nicht zur Zerſtörung der Heerde jener ſchwindelhaften Unternehmungen geſchritten wird, wo die ſplendid und verlockend bunt gedruckten Certificate, Theilactien, Promeſſen u. ſ. w. zur angeb⸗ lichen Erlangung von allerhand Staatspapieren, als 3. B. eines K. Preußiſchen Seehandlungsprämienſcheines, eines Looſes zur Großh. Badiſchen Staatseiſenbahnanleihe, einer Obligation zu dem Anlehen der Deutſchen Fürſten ꝛc. geſchaffen und gegen enorme Proviſſonen an die Collecteurs maſſenhaft ausgeſtreut werden; ſo lange wird auch, trotz wohlgemeinter War— nungen und ſorgfältigſter polizeilicher Vigilanz, das Uebel mehr oder weniger fortwuchern. Kein Zweifel, daß bei einer einheitlichen Leitung der geſammten deutſchen Polizei und einem damit begründeten harmoniſchen Zuſammenwirken der ſämmtlichen Polizeibehörden Deutſchlands, ſolcher Unfug nicht ſo viele Jahre hin⸗ durch zum empfindlichen Nachtheile ſeiner Bewohner gedauert haben würde! (Aus Eberhards Allgemeinem Polizeianzeiger zu Dresden Nr. 18. vom 3. März 1855 entnommen.) 100 Regierungsblatt⸗ Auszüge. Nr. 8 vom 22. Februar: 1. Ueberſicht der 854 durch die Großherzogliche Gendarmerie geſchehenenen Arreſtationen und Denunciationen: J. Arreſtationen: inländiſche Deſerteure 4, aus- ländiſche 9, inländiſche Refractare 1, Brandſtifter 3, Straßenräuber 9, des Mords Beſchuldigte 3, der Braudſtiftung 20, des Straßenraubs 4, der Falſchmünzerei 2, des Diebſtabls 109, des Meineids 9, Betrüger 35, Paßverfälſcher 12, wegen Diebſtahls 585, Wilddieberei 5, Meineids 8, Mitwiſſens an einem Verbrechen 3, Fälſchung 22, Mißhandlung 13, Un⸗ geborſams 444, Widerſetzlichkeit 19, Exceſſen 42, Straßen- und ſonſtiger Polizeivergehen 134, Mangels an Patenten 2, an Transportſcheinen und ſonſtiger Defraudationen 86, wegen verbotswidrigen Handels 10, Man- gels an Legitimation 724, an Subſiſtenzmitteln 85, wegen verbotener Wanderſchaft ins Ausland 9, Verwundung 39, Nothzucht 8, unerlaubten Aufenthalts 133, Betteln 1334, Beleidigung 24, Entweichens aus Ar⸗ reſt 15, nächtlichen Einſteigens 7, Geiſtesſchwäche 4, Strafverbüßung 542, unſittlichen Zuſammenlebens 79, unſchicklichen Betragens und Trunken⸗ heit 12, Quackſolberei 3, Pfandveräußerung 11, Umgehung der Stem⸗ pelabgaben 8, Entfernung ohne Urlaub aus der Heimath 25, zweckloſen Umherziehens 1031, ſonſtiger Vergehen auf Requſſikion der Behörden 1011, unzahlfähige Forſtfrevler 489, Jagd- 13, Forſt⸗ 157, Feldfrevler 211, Vagabunden 116, wegen Erpreſſung 2, Ausſetzung eines Kindes 1, Unterſchlagung 1, Summe 7958.— 2. Denunciationen: wegen Umgebung der Trankſteuer und Zapfgebühren 42, Salzregie 2, des Chauſſeegeldes 874, der Jagdwaffenpäſſe-Abgaben 72, der Stempelab⸗ gaben 915, des Poſtregals 12, der Abgaben von Hunden 175, des ſtädti⸗ ſchen Octrois 2, Jagdfrevler 63, Forſt⸗ 152, Feld. 34, wegen Jagd⸗ polizeivergeben 80, Forſt- 19, Feld- 78, Straßen- 1480, Feuer- 2026, Sitten 57, ſonſtiger Polizeivergehen 8334, verbotswidrigen Handels 194, Mangels an Transportſcheinen 14, Verwundung 2, Exceſſen 10, Entwendung 66, Beleidigung gegen Behörden 5, verbotener Wanderſchaft ins Ausland 64, unerlaubten Aufenthalts 9, unerlaubten Beherbergens 49 1, verſäumter u. vernachläſſigter Nachtwache 264, Verbreitung verbotener Lotterielooſe 14, Quackſalberei 31, Führung falſchen Maßes und Gewichts 428, Hauſtrens mit Gift 1, unerlaubter Beförderung von Auswanderern 21, Zinswucher 1, Verweigerung des Viſa's im Patrouillenbuch 1, ver- botenen Ankaufs von Früchten 44, Verbreitung falſchen Geldes 1, Summe 16,118, dazu die Verhaftungen mit 7958, Hauptſumme 24,076, Arreſtationen und Denunctationen.— II. Bekanntmachung Gr. Kreis- amts Darmſtadt vom 6. Febr., die Aufſtellung der Geſchwornen-Liſte in der Provinz Starkenburg für 1856 betr.— III. Umlagen zur Be⸗ ſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kr. Büdingen für 1855.— IV. Desgleichen im Kreiſe Offenbach.— V. Desgleichen im Kr. Bingen.— VI. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemaßheit der Artikels 30 des Strafgeſetzbuches bekannt zu machender Straferkennt⸗— niſſe der Gerichte der Provinz Oberheſſen.— VII. Abweſenheits— erklärung der Brüder Jacob und Dieter Schwamb, zuletzt ohne beſonderes Gewerbe in Schornsheim wohnhaft, durch Urtheil Großh. Bezirksgerichts Mainz vom 27. Januar 1855.— VIII. Namensver⸗ änderung. Am 1. Febr. wurde dem Karl Joſeph Kleeſpieß aus Urberach, dermalen zu Bingen, geſtattet, ſtatt ſeines bisherigen künftig den Familiennamen„Halm“ zu führen.— IX. Dienſtentlaſſung. Am 2. Febr. der Diſtrictseinnehmer der Diſtrictseinnehmerei Richen Grüne— wald zu Umſtadt.— X. Verſetzung in den Ruheſtand: am 3. Febr. Steuercommiſſär Jäger zu Alsfeld bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit.— XI. Concurrenz für: die 1. evang. Pfarrſtelle zu Alsfeld mit einem Gehalte von 1658 fl.;— die 2. evang. Pfarrſtelle zu Echzell mit 798 fl. 35 kr.;— die Stelle eines Steuercommiſſärs zu Alsfeld(binnen 14 Tagen bei Gr. Oberſteuerdirection). Nr. 9 vom 23. Februar: 1. Verordnung, die Aus hebung der für den Kriegsgebrauch nöthigen Pferde betr.— II. Geſtorben find: am 17. Juli 1854 Rentamtsdiener Heß zu Friedberg;— 16. Dee. evang. Pfarrer Römheld zu Dautphe;— 18. Jan. penſ. Schullehrer Schopp zu Wonsheim;— 26. penſ. Kreiswundarzt Hartung zu Keſſel⸗ bach;— 29. Militärpenſionär Hofmann zu Wöllſtein;— 31. venſ. Rechnungsreviſor Marcus zu Darmſtadt;— 7. Febr. evang. Pfarrer Grimm zu Schwanheim. Der Juden Teich. Hiſtoriſche Novelle von Fr. Brinckmann. Der Theil der Stadt Haunover, welcher die jetzige große und kleine Packhofsſtraße umfaßt, wurde noch bis vor einigen Jahren der große und kleine Wulfeshorn genannt. In alten Chroniken finden wir den Namen„Wlueshorn“ verzeichnet. Das Wort„Horn“ oder„Hornan“ bezeich— nete entweder eine Höhe(Summitatem) oder einen Winkel (Angulum) und wurde in früheren Zeiten vielen Oertern angehängt. Im kleinen Wulfeshorn befand ſich die„Hengerie/ oder, wie es in einer Urkunde des Grafen Heinrich von Roden, vom Jahre 1274 hieß,„dat Hues de Bödelie. Hier wohnte der Scharfrichter der Stadt Hannover mit ſeinen Knechten; die Richtſtätte ſelbſt aber befand ſich nahe an dem Thore. Neben der Wohnung des Henkers war der„Rozehoff“— der jetzige„Roöſehof“— der den kleinen Wulfeshorn mit dem großen verband. beginnt unſere Erzählung. ** * a Es war im Januar des Jahres 1550, als an einem ſpäten, dunklen, unfreundlichen Abend ein Mann ſich raſch dem kleinen Wulfeshorn näherte. Ein ſchneidend kalter Nordwind pfiff durch die Straßen, und wirbelte den Schnee auf, der in Maſſe neben den Häuſern lag. In den Gaſſen war es öde und ſtill, und kein Licht ſchimmerte aus den Fenſtern der Häuſer. Als der nächtliche Wanderer durch den kleinen Wulfeshorn ſchritt, zog er den Mantel, in welchen er gehüllt war, dichter um ſich, ging auf die an— dere Seite der Straße und beſchleunigte ſeine Schritte. An der Ecke des Röſehofes blieb er jedoch plötzlich vor einem kleinen, einſtöckigen, alten Hauſe ſtehen, deſſen Fenſter ebenfalls unerleuchtet waren. Eine Zeit lang ſtand der Mann unbeweglich dem Hauſe gegenüber, als horche er, ob ſich irgendwo ein Geräuſch erhebe; doch Alles blieb ſtill und einſam wie vorher. Nur an der Seite, wo die Wohnung des Henkers im unheimlichen Dunkel der Nacht dalag, ſchien es, als huſche eine Geſtalt in den hohen Thorweg, der ſich hier befand. „Alles ſcheint wie ausgeſtorben zu ſein,“ murmelte der Verhüllte,„und kein unberufenes Auge wird mich hier ausſpähen. Wenn nur Anna ihr Verſprechen hält; die Mutter muß ſich ſchon längſt zur Ruhe begeben haben; doch vielleicht erwartet ſie mich ſchon.“ . Nach dieſen Worten ging er leiſe zu der niedrigen Hausthüre des kleinen Hauſes und klopfte dreimal in ab— gemeſſenen Pauſen an dieſelbe. Nur wenige Augenblicke waren vergangen, als die Thüre vorſichtig geöffnet wurde und eine weibliche Geſtalt herausſchlüpfte. „ Biſt Du da, mein Johannes?“ ſprach eine liebliche, weiche, zitternde Stimme.„Ach! es iſt gewiß nicht recht, daß ich in dieſer nächtlichen Stunde zu Dir vor das Haus komme, da die Mutter ſiech und ſchmerzenvoll auf ihrem Lager liegt. Und wenn gar ein neugieriger Nachbar oder ein heimlicher Lauſcher uns hier erblickte, ich wäre des Todes!“ „Sei unbeſorgt, mein ſüßes Kind,“ beruhigte der Mann die Aengſtliche;„man ſagt zwar: die Nacht ſei keines Menſchen Freund, und doch iſt dieſer Ausſpruch nicht wahr, denn gerade die dunkle, ſchweigſame Nacht iſt der beſte, zuverläſſige Freund der Liebenden. Sie iſt nicht neugierig, ſieht nichts und plaudert nichts aus.“ 5 „Du kannſt noch ſcherzen, Geliebte, ſprach vorwurfs— voll das Mädchen,„während banges Weh mein armes Herz durchbebt? Noch heute erſt ſprach die Mutter von Dir, und wahrlich, was ſie ſagte, hat mich nicht beruhigt. Du, der einzige Sohn des reichen, ſtolzen Senators, auf den die Augen aller vornehmen, ſchönen Frauen blicken, mußt und wirſt bald das unwiſſende Mädchen aus nied'⸗ rem Stande, die Tochter einer armen Wittwe, vergeſſen. Ja, Johannes, um offen mit Dir zu ſprechen, habe ich Dir ſo ſpät dieſe geheime Zuſammenkunft bewilligt. Jo— hannes, wir müſſen uns trennen!“ N „Was ſagſt Du, welches Wort ſprichſt Du aus?“ rief der Verhüllte mit vor gewaltiger Aufregung bebender Stimme.„Trennen? Wer ſpricht von Trennung? Wer kann zwei Herzen von einander reißen, die für einander An dieſem Orte N fort von 0 1115 0 „Und 0 und Noth, Stechen? eines erzut Namen beſo mir. Wohl Liebe opfert „Dein beſhwiclie wenn Du al nicht jede A Mein Ohm heim, lied und kinder auserſehen; will ich das helfen kaun, daß ich wich chen, faſſe Ach hingeben, flüͤſtere ein niß, von 9 lichem Tode Stimme de ich darf nis „Und fragte der ſich ſeinen „Am St. Jakob Nacht, mei Ma die angelt ſchloß. e Hauſe, ale dächtiges — deu 1556— 10 bis 60 Malt Gerffe, von d Ameufonde, ſeigert. örledbere Suhr 6 6 * 101 geſchaffen ſiud, die für einander ſchlagen? Oder ware es wahr, was ich nicht ausſprechen, nicht einmal zu denken wage, was aber ein Damon mir in's Ohr flüſtert, liebſt Du— liebſt Du einen Andern?“ „Wie kannſt Du mein armes Herz ſo quälen,, ent— gegnete ihm das Mädchen,»indem Du ſolches von mir denkſt? Nur unſer Geſchick verlangt gebieteriſch die Tren— nung, und dieſer Maznung müſſen wir folgen;— ſollte auch das Herz daruber brechen,“ ſetzte ſie leiſe hinzu. „Nein, Mädchen ſo leicht entſage ich meiner Liebe nicht,“ ſagte warm der Mann, indem er die ſich Sträubende mit den Armen umſchlang;„gönne mir nur Zeit und be— wahre noch ferner das ſüße Gehumniß unſeres Uebesbundes. Vielleicht gelingt es mir noch, des Vaters harten Sinn zu erweichen, zumal wenn er ſieht, daß ich nicht von Dir laſſen werde. Schlägt es aber fehl, nun dann, ſo ziehen wir fort von hier, und gründen uns da eine Heimath, wo die Menſchen minder bartherzig ſind, als hier.“ „Und ich ſollte de Mutter daheim laſſen in Elend und Noth, darnieder jevorfen von Krankheit auf das Siechbett? Ich ſollte auf Dich, auf mich laden den Fluch eines erzürnten, ſtrenga Vaters und meinen ehrlichen Namen beſchimpfen? Nit, Johannes, das ſei ferne von mir. Wohl liebe ich Dichaufrichtig und innig, aber wahre Liebe opfert das eigene Glk gern dem Heile des Geliebten.“ „Dein Herz iſt fram und gut, Anna,“ erwiderte beſchwichtigend der Verhite,„und wohl haſt Du Recht, wenn Du alſo ſprichſt. Ler beruhige Dich; noch iſt uns nicht jede Ausſicht auf ein glücklichere Zukunft genommen. Mein Ohm, der reſche Hedelsherr in dem nahen Hildes— heim, liebt mich, wie ſeen Sohn. Er iſt Wittwer und kinderlos, mih hat el zu ſeinem dereinſtigen Erben auserſehen; ihm wil ich mi anvertrauen; in ſeine Bruſt will ich das Geheimiß unrer Liebe legen. Wenn Einer helfen kann, ſo iſt eis unteine innere Ahnung ſagt mir, daß ich mich nicht täſchen verde. Darum, theures Mäd— chen, faſſe Muth un Hoffung.“ „Ach wie germöcht ich mich frohen Hoffnungen hingeben,“ ſeufzte d Mäcchen,„obgleich es mir iſt, als flüſtere eine geheimwolle Stimme von künftiger Bedräng— niß, von Noth, vozebrochenem Herzen, ja von entſetz⸗ lichem Tode. Doch ch', mir ſchien es, als hörte ich die Stimme der Muttedie mir riefe? Leb' wohl, Geliebter, ich darf nicht läuggeilen.“ „Und wann ne ich Dich wieder ſehen, Anna 2“ fragte der Mann, m er einen Kuß auf die Lippen des ſich ſeinen Armen Leindenden Mädchens drückte. „Am nächſteronntage gehe ich in die Kirche zu St. Jakobi und Ge/ war die haſtige Antwort,„Gute Nacht, mein Johan, Nach dieſen ten ſchlüpfte das Mädchen durch die angelehnte Pfoies Hauſes, die ſich leiſe hinter ihr ſchloß. 1 Der Verhüllte te noch einige Augenblicke vor dem Hauſe, als wolle er überzeugen, daß nirgends ein ver— dächtiges Geräuſch bernehmen ließe. Aber in ſein Ohr drangen nur die gurgelnden Töne des Nordwindes, der in die Schornſteine fuhr, oder durch die Straßen dahinpfiff. Als der Mann ſich verſichert glaubte, daß ſeine Anweſen— heit unbemerkt geblieben, eilte er raſchen Schrittes durch den kleinen Wulfeshorn, der innern Stadt zu. Kaum waren die Schritte des Dovoneilenden ver— hallt, als aus dem Dunkel des Thorweges, der den Frei— hof“ verſchloß, eine Geſtalt emportauchte und leiſe nach dem kleinen Hauſe ſchlich, vor welchem ſoeben die Zuſam— menkunft der beiden Liebenden ſtattgefunden hatte. „Bei meiner Treu, der Spaß war nicht übel,/ brummte der Späher vor ſich hin,„nur dauerte er bei dieſer grim⸗ migen Kälte ein wenig lange. Aha, mein ſauberer Herr Johannes Wöhler, ſo kommt man hinter Eure Schliche! Und hier, in dieſem Hauſe wohnt das Täubchen, um das Ihr girrt? Nun, wir wollen ſehen, was der geſtrenge Herr Vater und Senator zu dieſem nächtlichen Vergnügen ſagen wird, wenn er es erfährt. Mein Lohn wird hoffent⸗ lich nicht karg ausfallen.“ Als in dem Hauſe ſich nichts vernehmen ließ, ging er mit geräuſchloſen Schritten wieder zu dem Thorwege des Freihofes, der ihm, mit leiſem Klopfen, von Innen geöffnet wurde und in welchen er raſch hinein ſchlüpfte. Dann war Alles wieder öde und ſtill in der Straße.— (Fortſetzung folgt.) * 1* 4 Bürngerhülfe für den Odenwald. Müller Weidmann v. Ockſtadt 1 fl.; C. H. 30 kr.; Oek. Berg hier 48 kr; die Schule u. einige Menſchenfreunde in B auernheim 13 fl.; 27 kr.; Petterweil(das Namenverzeichniß im Vilbeler Kreis- blatt) 16 fl. 36 kr.; Pfr. Buchbold 1 fl.; B. N. Kopp 1 fl.; Aehle 30 kr.; H. Ditſchler 30 kr.; H. Fr. Keller 1 fl.; K. Stumpf 30 kr.; E. F. Kopp 30 kr.; H. Stumpf 1 fl.; Fr. Keller 1 fl., G Chr. Höres 30 kr.; G. Höres 30 kr.; Müller Weißenſee 1 fl.; Joh. Völker 12 kr.; Gerh. Görg 30 kr.; Chr. Schäfer 24 kr. H. Schmidt 3 kr.; Jakob Krick 18 kr; Barth. Schwalb 24 kr.; G Maul 30 kr.; G. Walther II. 30 kr.; Bernh. Schmid 12 kr.; Konr. Maul 24 kr.; Nik. Höres 8 kr; Pbil. Stumpf 1 fl; Chr. Keller Wit. 48 kr.; zuſammen 13 fl. 59 kr. aus Oſſenheim. Zuſammen 47 fl. 20 kr.— Herzlichſten Dank! Mit den Gr. Kreisämtern zu Erbach, Lindenfels und Neuſtadt bin ich wegen der beſten Verwendung unſerer Gaben in Verbindung getreten. Friedberg den 21. März 1855. Dr. Matthias. Bei der Unterzeichneten iſt ferner eingegangen: Von Bürgermeiſter Stier in Melbach geſammelt: Bürgermeister Stier 1. fl; Chriſtoph Keil 1 fl.; Johannes Laun 45 kr.; Philipp Keils Wit. 1 fl.; Georg Geck 30 kr; Georg Philippi 15 kr.; Philipp Stier 111 24 kr. Konrad Heun 30 kr.; Philipp Hahn II. 15 kr. Georg Casper Leopard 48 kr.; Peter Kle— berger II. 30 kr; Konrad Keller 24 kr.; Jobannes Betz 6 kr.; Georg Keller J. 48 kr.; Ernſt Schott Wit. 1 fl.; Ernſt Heun 11 48 kr.; Jo⸗ hannes Kleberger 18 kr.) Adam Weller 18 kr.; Wilhelm Kleberger II. 24 kr.; Peter Kleberger 1. Wit. 24 kr.; Steuer- Einneb. Muller 24 kr.; Cbriſtoph Stier 15 kr.; Decan Blumhof 1 fl.; Caspar Welffert 24 kr.; Caspar Keil 15 kr.; Leonhard Blum 12 kr.; Friedrich Schmidt 9 kr.; Joſeph Jahn 12 kr.; Philipp Hahn III 6 kr.; Johannes Morloff 10 kr.; Philipp Keller I. 24 kr; Salamon Iſenburger 15 kr.; Johann Brückel 6 kr.; Heinrich Weller 24 kr.; Philipp Hahn IV. 36 kr.; Ernſt Windeckers Wit. 18 kr.; Urias Hahn 15 kr.; zuſammen fl. 16. 52 kr.; Gefühl für Armuth— mein Scherflein mit 12 kr. von W. R. aus Niederwöllſtadt; K. zu Hof Haſſelbeck 7 fl.; Fr. O. 36 kr.; ungenannt aus Sodel 1 fl. 30 kr. Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. Behitmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Fruchtverſterung. 1356] Donnerſtag den Al, Nachmittags um 2 Uhr, werden im en Rathhauſe 30 bis 60 Malter Korn un bis 20 Malter Gerſte, von dem Frucht des vereinigten Armeufonds, meiſtbietend nalterweiſe ver— eigert. 5 ole den 21. M55. Großherſoglc, Nuerei Friedberg e n. werden. Flachsgarn⸗ Werſteigerung. [3571 Mittwoch den 28. März d. J., des Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſollen circa 350 Zahlen durch die Reichelsheimer Ortsarmen aus feinem Braunſchweiger Flachſe gut geſponnenes Garn im Rathhauſe daſelbſt meiſtbielend verſteigert Reichelsheim am 20. März 1855. Schmidt, Bürgermeiſter. Garten ⸗ Verpachtung. 1358] Montag, den 26 d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden 1½ Morgen Garten im Fried— berger Burggebiet auf 6- 12 Jahre an den Meiſtbietenden öffentlich dahier verpachtet. Ockſtadt, am 22. März 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Re tamt Angerer. Arbeits ⸗Verſteigerung. [343] Montag den 26. März d. J., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, werden auf dem Rathhauſe dahier nachſtehende Arbeiten und Lieſerungen an die Wenigſinehmenden verſteigert: a. Unterhaltung der Kreisraths⸗ wohnung: 1) Maurerarbeit, vervoranſchlagt zu 20 fl. 12 kr. 2) Das Anliefern von 1000 Stück Ruſſenſteinen, 600 Stück Ka⸗ minſteinen, 1 Bütte Kalk und 0,050 Cubikklafter Sand. p. Einrichtung eines Faſelſtalles: 10 Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 82 fl. 46 kr. 2) Steinhauerarbeit,„„ 67„— 3) Zimmerarbeit, 5„124/ 48„% 4) Dachdeckerarbeit,„„ ee 50 Schreinerarbeit, 1„ 26%— 60 Schloſſerarbeit,„„ 47„ 18„ 7) Glaſerarbeit,„„ 12„— 40% 12% 80 Weiß binderarbeit,„„ 9 Pflaſterarbeit, 1„ 16 12% 10) Das Anliefern von 0,9 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen, 0,7 Cubik⸗ klafter Pflaſterſteinen, 500 Stück Ruſſenſteinen, 7 Bütten Kalk. c. Einſetzen neuer Pumpen in die 1 Leierbrunnen: 2 Zimmerarbeit,„„ e 30 Steinhauerarbeit,„„ 18% 12„ 4 Pflaſterarbeit, 17 7 7* 12„ 5) das Auliefern von zwei guß⸗ eiſernen Pumpen, zuſammen vervoranſchlagt zu 500 6) das Anliefern von 1,0 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen, 0,3 Cu⸗ bikklafter Pflaſterſteinen, 9 Büt⸗ ten Kalk und 0, Cubikklafter Sand. 7) das Anliefern eines gußeiſernen Auslaufſtocks und eines der⸗ gleichen Unterſatzes, zuſammen vervoranſchlagt zu 2 d. Unterhaltung der Straßen der Stadt: 1) Pflaſterarbeit, vervoranſchl. zu 181 fl. 48 kr. 2) Handarbeit,„„ 28 30 das Anliefern von 4,950 Cu⸗ bikklafter Pflaſterſteinen, zuſam⸗ men vervoranſchlagt zu 19 e. Unterhaltung der Vieinalwege: 1) Pflaſterarbeit, vervoranſchl. zu 4, 19„ 9 Chauſſirarbeit, zuſammen ver⸗ voranſchlagt zu 75 3) das Zerſchlagen der Unterhal⸗ tungsſteine, vervoranſchl. zu 24% 4) die Unterhaltungsarbeiten„ 62„ 5) das Anliefern von 0, Cubik⸗ klafter Pflaſterſteinen und 110 Cubikklafter Unterhaltungs- und Chauſſirſteinen. Friedberg den 16. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. 5„— — — Grundſtück⸗ Verſteigerung. 3401 Dienſtag den 27. l. M., Nachmittags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nach⸗ bezeichnetes in der Gemarkung Ockſtadt liegen⸗ des, zur Verlaſſenſchaft der Kaspar Werners Ehefrau dahier gehörendes Grundſtück noch⸗ mals meiſtbietend verſteigert, als: Ord.⸗No. Pag. u. No. 1 178/1 120 Ruthen Garten in der 14. Gewann an der Burg Friedberger Grenze, an Mar⸗ tin Mondigler, zehntfrei. Friedberg den II. März 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Mobiliar⸗Nachlaß d Neuburgers Wittwe, kleider, Bettungen u verſteigert. 102 Veroffentlichung. [359] Nach einer Benachrichtigung amts Nidda wird der auf den 37 fallende Niddaer Oſtermarkt(Krämermarkt) wegen der israelitiſchen Feiertage Dienſtag den 27. März d. J. abgehalten, was zur öffent- lichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg am 21. März 1855. Großherzoglege Kreisamt Friedberg ü lle r. Friedberg den 17. März 185 In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Immobiliar⸗ Verſteigerung. 360) Donnerſtag den 29. März, Morgens um 1 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachbe⸗ zeichnete Grundſtücke, den Franz Albrecht Rauſch's 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 58„—„ Kindern gehörend, einer freiwilligen meiſtbieten⸗ den Verſteigerung ausgeſetzt: Großherzogliches Gemarkung Friedbe O. Nr. Flur. Nr. d. Grund⸗ Klft. ü 239 Acker im kl 1 14 Wa 213 249 Gemarkung Fauerb Pag. u. Nr. Ruthen. 3. 389/37 Mobilien-⸗Verſteiger ung. [342 Mittwoch den 28. März l. J., Morgens um 9 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe der“— er dahier verlebten Elias beſtehend in Silber, Kupfer, Eiſen, Blech, Holzwerk, Weißgeräthe, Frauen- nd dergleichen, meiſtbietend 5. rg: rtfeld, 314 desgl. im Groß⸗ wartfeld. ach: 38 In der Schlocker⸗ f 1998 Friedberg am 21. März 1855. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Garten ⸗Verpa ſch teu ug. Nachmittags um 4 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende dem vereinigten Armenfond dahier ge⸗ hörende Gärten auf den Zeitraum von drei orſtadt, welcher ann im Gan⸗ [361]. Montag den 26. März Jahren meiſtbietend verpachtet: zen verpachtet wird; 2) der Garten am ſogenann zwei Abtheilungen. Friedberg am 21. März e mid e 1) der Garten in der Uſa⸗V erſt in vier Abtheilungen, d . ten Eichel 1855. Großberzagiche Sirene Friedberg r. Gr. Kreis⸗ April d. J. Mobiliar⸗Verſteigerung. 1363] Montag den 2. April, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Mobilien des Bürgers Chrifſlan Mäller dahier, beſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Blech, Eiſen, Holzwerk, Kleider, Bettwerk, Weißgeräth, zwei ſteinernen Thorpfoſten und dergleichen meiſt⸗ bietend gegen Baarzablang verſteigert. Friedberg den 7J. März 1855. 1 10 See roßherzoglichen Landgerichts Frie Großherzogliches Ortsgericht berg: Bender, Ortsgerichtsvorſſeher. 8 Holzverſteigerung. 1364 Montag den 21. April l. J., Morgens 10 Uhr anfangend, werden im hieſigen Ge⸗ meindewald:* Diſttict Mark, I. Theil: 10 Eicheſ⸗Werkhslzſtämme zu 236 Cbkfß., 113 7 Buchen„„ 05 5 Kiefern 77„ 205 7 65 Klafter Bychen. Scheitholz, 2 17 en 7 41„ gachen⸗Stockholz, 2000 Stück zuchen⸗ und 150 fichen⸗Wellen; ferner Dienſtag den 3.Upril l. J., Morgens 10 Uhr aungend, in dem 0 Diſtriet Kgelborn und Altarheck: 1332 Stück Kken⸗Wellen, öffentlich verſteiſt. Wehrheimin 18. März 1855. Der Bürgermeiſter Jia ger einen ö Bebnntmachung. 3181 Aus hiclem Geneinde⸗Forſtgarten können 40 50,000 Ftenpflätzlinge, per Tauſend fl. verabfolgt woͤen. Wölfersſim du 12. März 1855. Großherzogche Brgermeiſterei Wölfersheim A wo hen. 1344] Der nterhnete läßt Montag den 26. l. M., ach lags 3 Uhr, durch das Großberzoglice Sgericht dahier ſeine am Lahnthor an der aatsſtraße gelegene Hof⸗ raithe und einen in Nähe befindlichen Garten ſeiner Auswander halber, an den Meifibie⸗ tenden verſteigern. Die Hofraikhe, er ſeither Wirthſchaft und Bäckerei mit guterfolg betrieben wurde, hat einen Gehalt vo? U◻UIKlafter, beſteht aus Wohnbaus, Hin und Nebenbau, Scheuer und Stallung. 5 Wohnhaus enthält 10 heizbare Zimmerehr gute geräumige Keller und eignet ſich zem Geſchäftsbetriebe. e hof, in Rahn J. zu Oberrosbach: Hahn, 3 Gänſe, neue Erndteleitern, Bau⸗ und Werkholz, geräthſchaften erbvertheilungshalber öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Sberrosbach den 21. März 1855. Mobilien ⸗Verſteig erung. 13621 Dienſtag den 27. März l. J. und die darauf folgenden Tage, jedesmal Vormittags um 9 Uhr, ſollen in der Behau 1 2 dreijährige Ochſen, 2 Fahrkühe, 2 7 Schaafe und 3 Lämmer, 6 Hühner und 1 0 ſodann Heu, Grummet, alle Sorten Stroh, eine große Parthie Miſt, 1 zweiſpänniger, noch größtentheils neuer Wagen, 1 gewöhnlicher und 1 Schaufelpflug, 1 eiſerne Egge, 1 Fruchtfege⸗ mühle, 25 Eichen⸗ und 20 Tannen-Stämme 2 140 Kiefern-Bohlen von 11 Zoll ſtark, 66 ausgehauene Rad⸗ felgen und ſonſtige Oekonomie- und Haus- In Auftrag: Großherzogliches Ortsg Ble ericht Ob ch e r. ſung des Georg Der Garten, welchem Gartenwirthſchaft betrieben wurde, ält zwei Häuſer von einem Flächengehalt vnd 6 U◻Klafter, von denen das größere miem geräumigen gewölbten Keller verſehen Butzbach de März 1855. rnand Sauerbier. Veigerung. 3451 Dienſta 27. März l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr and, werden in der Wohnung der verſtorbezran Amtmann Sebaſtiani deren Mobilietehend in einem Schreibpult mit Aufſatz, Hde, Sopha, Stühle, Bett⸗ ſtellen, Kleidehk u. ſ. w, ſowie ſämmt⸗ liches Kücheng und ein Sprungheerd von Gußeiſen einentlichen Verſteigerung aus⸗ geſetzt, wozullebhaber freundlichſt einge⸗ laden werden Friedber 17. März 1855. In Auftrag: Jae b Fa a tz. Stiere, errosbach un dn fehlt fi! lan 190 cen un in Aub Gals, 0 doticlle 2 und Umge Prober 4 5 0 36697 sammle N nach ſammt tereſſir 5 gebeten wird! Erzeug ge wobei Weh e Ache, als bag u bermi — E L370 Ftit — 71) 6 chen U ſümigen Fried 1 103 1365) Zum Abonnement auf das mit 1. April beginnende zweite Quartal für den N 2 „Frankfurter Anzeiger“ nebſt lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Ertrabeilage: die Gerichtszeitung, Abonnementspreis für Frankfurt 1 fl. pr. Quartal,— auswärts mit dem conventionsmäßlgen Poſtaufſchlag, laden wir ergebenſt ein. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide-, Oel-, vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die Theater⸗ und Mode⸗ Berichte, das Frankfurter Amtsblatt Branntwein⸗ ꝛc. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats-Lotterie-Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſti 5 ie i 1 57 Eee 1 40 0 8. günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra-Anſchläge in bieſger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben.) Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im März 1855. Die Gebühren hiefür betragen 4 Kreuzer pro Spaltzeile Die Expedition. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich CE. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Gegenſeitige Hagelſchäden⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft für das Großherzogthum Heſſen. 13661 Die in Gemäßheit des§. 37 der Statuten abzuhaltende General-Ver⸗ ſammlung obiger Geſellſchaft iſt auf Montag den 26. März d. J., Vormittags um 10 Uhr, nach Friedberg(in dem Hotel Trapp) anberaumt worden und werden ſämmtliche Mitglieder und alle Diejenigen, welche ſich für die Sache in— tereſſiren, zu recht zahlreicher Theilnahme eingeladen. Die Mitglieder des Ausſchuſſes werden eine Stunde früher zu erſcheinen gebeten. Der Präſident des Ausſchuſſes Kl woch H. M. Hirſchſpr 1367] verzapft auf Oſtern verſchiedene ung in Friedberg Sorten Rheinweine, ſowie abgé⸗ lagerten Weineſſig und Branntwein, wozu neue Krüge pr. Stück zu 4 kr. abgegeben werden. 13681 Die ſeit einer Reihe von Jahren rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche bei Wimpfen am Neckar wird mit dem Beginn der beſſern Jahreszeit wieder eröffnet und alle Arten Erzeugniſſe der Leinweberei ſehr ſchön und ohne künſtliche Mittel gebleicht die Elle zu 3 kr., gemangt 10 Ellen zu 3 kr., wobei die Koſten für Hin⸗ und Rückſendung mit inbegriffen ſind. Aufträge werden angenommen und beſtens beforgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Zu vermiethen 329) ein Logis, beſtehend aus 3 Zimmern, Küche, Kammer, Keller und Holzſtall, welches alsbald bezogen werden kann, bei Peter Lebeau. Alle Sorten Saanen 1326] ſind friſch und ächt zu haben bei Friedberg. Ferdinand Damm. 3 u vermiethen. 369] Ein vollftändiges geräumiges Logis iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedrich Staub i, dem Bahnhof gegenüber. Bekanntmachung. 3721 Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll aus der Hinterlaſſenſchaft der da⸗ hier perſtorbenen Martin Weiß Wittwe: 1 Pferd, 2 Ziegen, 10 Hübner und 1 Hahn, 1 Wagen mit Zugehör, 1 vollſtändiger Pflug, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meiſtbie⸗ tend verkauft werden. Schwalheim am 21. März 1855. Der Vormund: Jobannes, Henſel II. Sin junger Men ſch L370] kann in die Lehre treten bei Friedberg. Conrad Walther, Schreinermeiſter. Zu verkaufen. [371] Ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen und mit allem Zugehör nebſt einer zwei⸗ ſpännigen Chaiſe ſteht zu verkäufen bei Friedberg. g Karl Berg. Ich ſein derr widder do un fließ' Un sſprudel euch! Herr Je! No, aach recht viele ſcheene Grieß An Homburg vor de Heh'. Es wor euch all gewiß recht laad, Beſonnerſcht dem Herr Blanc, Un habt derr euch zu früh gefraat, So geht mich deß nix gan. 3731 Der Nauheimer Sprudel, * Empfehlung. [374] Schöne ganz reine Wicken, ſowie alle Sorten Kleeſaamen bei H. W. Hatteroth. Kleeſaamen 375] ſehr gut und billig Friedberg. David Grödel Söhne. Nicht zu überſehen. 1376] Alle Sorten Grabſchippen-, Hacken⸗, Rechen-, Pickel⸗ und Radhackenſtiele ſind immer vorrätbig bei Friedberg, an. Iter Oelfäſſer 13771 bei Friedberg. M. L. Goldmann. Mauerſtein e L378] zu liefern werden Offerten angenommen Friedberg. Eduard Ruths. Verſteigerung von Handarbeiten. [379] Samſtag den 24. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll die Planirung eines Grundſtücks am Uſerthor vexſteigert werden. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Ein gebrauchter, ſowie ein neuer Wagen, [380] einſpännig und gut gearbeitet, ſtehen zum Verkaufe bei Gebrüder Grödel, am Enggäßchen. Eine Parthie Dünger [381] hat zu verkaufen G.„Kett i. pger. 25 bis 30 Centner Heu 13821] find aus der Hand zu verkaufen bei Matthias Gröninger J. zu Ockſtadt. Eine Scheuer, [383] 34 Fuß breit und 45 Fuß lang, ſteht auf den Abbruch zu verkaufen bei Weckesheim. Johs. Schörr J. 20 fl. Belohnung! 384] Es ift mir etwas braunes Kalbleder entwen⸗ det worden, wobei ein Fell, welches am Kopf große ſchwarze Flecken hatte. Wer mir Auskunft gibt, um den Thäter oder Hebler ausfindig zu machen, der erhalt obige Belohnung unter Verſchwiegen⸗ heit ſeines Namens. 3 Friedberg. VB. Grödel. R 5 104 Billigſtes illuſtrirtes Familienblatt! 1385] Vor Beginn eines neuen Quartals der beliebten nunmehr in 380,000 Exemplaren verbreiteten Wochenſchrift Die Gartenlaube redigirt von Fer d. Stolle, laden wir wiederholt zum Abonnement auf dieſelbe ein. Wöchentlich erſcheint eine 1½—2 Bogen ſtarke Nummer mit vielen prachtvollen Illuſtra⸗ tionen. Vierteljährlicher Abonnementsbetrag nur A5 kr. Die Gartenlaube, darin ſtimmen alle Urtheile überein, iſt eine der beſtredigirten, unterhaltendſten und belehrendſten Zeitſchriften, im Verhältniß zu der wahrhaft pracht- und geſchmackvollen Ausſtattung aber auch die billigſte und deßhalb überall gerne geleſen und ſo außerordentlich viel ver⸗ breitet. uns ausgegeben. Die früheren Jahrgänge 1853 und 1854 ſind noch in voll— ſtändigen Exemplaren zu haben; die Nummern des mit Nr. 13 beendeten I. Quartals können gleichfalls noch nachgeliefert werden.— Probenummern theilen wir gerne zur Einſicht mit. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. Geſangverein Frohſinn. CONCERT zum Veſten der bedrängten Odenwälder Sonntag den 25. März 1855 im Trapp'ſchen Saale. Program m: J. Abtheilung: 8 ene An 1 3 n ö a.„Des ädchens Klage, ot⸗ 1)„Waldvögelein, Chor von Fiſcher. tiſches Volkslied, Chor von L. Erk. 2)»Nocturne von Aug. Franchomme,“ b.„Macht der Liebe, Chor von Spohr. Violoncellſolo. 7)„Sonate von Steibelt« für Violin und 3)„An der Quelle ſaß der Knabe, Klavier. f Verl den Engelen. 8)„Der Käfer und die Blume, Quar- 4)„Simphonie in Ddur von Beethoven- tett, Preislied von Veit. 9) a.„Barcarole von Servais⸗ zu 4 Händen, erſter und zweiter Satz. b. 3 ae Irin bre, W. 5)„Mein Herz iſt im Hochland, Chor 10)„Der Herbſt am Rhein Cbor mit von Truhn. obligater Klavierbegleitung von J. Panny. Herr A. Mohr in Frankfurt war ſo gefällig ſeine Mitwirkung bei dem Concerte zuzuſagen und wird die Violoncellſolis übernehmen. Anfang präcis 8 Uhr. 1386] Einzelnkarten à 24 kr. und Familienbillets für 3 Perſonen(ſelbſtverſtänd⸗ lich Glieder einer Familie) zu fl 1. ſind bei den Herren Kaufmann Han⸗ ſtein und Gaſtwirth Hecht, ſowie in C. Bindernagel's Buchhand⸗ lung zu haben; an der Kaſſe werden nur Einzelnkarten à 30 kr. ausgegeben. Sollte die in Circulation geſetzte Subſcriptionsliſte Jemanden aus Ver⸗ ſehen des Colporteurs nicht zugekommen ſein, ſo bitten wir dies entſchuldigen zu wollen und wünſchen, daß ſich Niemand hierdurch von dem Beſuche des Conzerts möge abhalten laſſen. J Wir laden zu zahlreicher Theilnahme höflichſt ein. Das Conzertinſtrument iſt ein nach neueſter Conſtruction von Herrn Inſtrumentenmacher Glück dahier gebauies Klavier. Regelmäßig jeden Montag wird die neueſte erſchienene Nummer durch Kalbfleiſch, 13871 von vorzüglicher Güte pr. Pfund 6 Kreu⸗ zer bei Johann Heinrich Gerth zu Friedberg. [Kirchliche Anzeigen. Sonntag Judica den 25. März. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur⸗ Gottesdieuſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Gaul. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur.— Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Schwan. Frankfurter Cours vom 21. Mrz. 1855. Piſtolen fl. 934 35 Friedrichsd'ooͤrrrr% 103½-¼˙½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 41-42 „532-33 „ 9 1970 ½ Rand⸗Ducaten 20 Frankſtücke Engliſche Souverains.„1142-44 Preußiſche Thaler.„1 46%ꝗ a, Peußiſche Caſſenſcheine„ 146 ¼½ 7 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis zum 30. März. 2 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1ſ[Roggenbrod/ Korn⸗ ö und ¼ Gerſtenmehl 41 2 77 7 757 8 2 8 2 4 77 1 77 74 17— 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u./ Waizenmehl 5— 3 2. 7 77 9 3 9 3 4 1 7 5 19 1 19 1 —Wilchbrod 1175 —Waſſerweck 13 ½ Gemiſchte(Tafel⸗ Brod 14 114 Fleiſch⸗ Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſc h 13 213 2 „Küßhfleiſch, gemäſtetes 10 2110 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes 2 „Kalbfleiſch 61 82 „ Schweinenfleiſch 15— 15— „ Hammellleiſch 10— 10— 7 Schaaffleiſch 7——— „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „[Bratwurſt 20— 120— „ Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch i 20. 20 „Schweinenſchmalz, ausgel. 24124 5 unausgelaſſen 2242224— „Nierenfett 23— 23— „[Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 2 * J. Siirne, braun if ohne Erl 9 8 5 ſtraße, Conrad. bis zur Vorelte ſtets ho Daun k den Gf die ſpe Senat. 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