W Wießler. — bons, Pbilippi, Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ate Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. a ſammen 7 kr. . 1 16* Freitag, den 23. Februar. 1855. Regierungsblatt⸗ Auszüge. (Schluß von Nr. 4.) III. Aufbringung der Mittel zur Beſtreitung der Bedürf⸗ niſſender Landjudenſchaft von Oberheſſen für 1855, wor⸗ nach auf die Israeliten im Rabbinate Gießen 825 fl.(2,978 Pf. auf 1 fl. St. ⸗C.) und im Rabbinate Friedberg 285 fl(14953 Pf. auf 1 fl. St ⸗C.) kommen.— IV. Communal Umlagen der Gemeinden Gadernheim, Lautern und Raidelbach, Kreis Bensheim, für 1855.— V. Promotionen an der Gr. Landesuniverſität Gießen. Am 25. Decbr. 1854 wurde dem evang. 1. Pfarrer zu Echzell, Kirchenrath Hoffmann die theologiſche Doctorwürde honoris causa ertheilt.— VI. Erlaubniß zur Annahme eines fremden Ordens: dem Bahnvorſtand und Eiſenbahningenieur Lichthammer für das ihm von S. M. dem Könige von Bahern verliehene Ritter— kreuz des Ordens vom heiligen Michael.— VII. Namensverände⸗ rungen. Am 10. Jan. wurde dem Ackersmann Wilhelm Schneck! und dem Ackersmann Abraham Schneck J. zu Pfeddersheim geſtattet, ſtatt ihres ſeitherigen Familiennamens„Schneck“ den Familiennamen „Schöneck«;— am 17. Jan. der Margaretha Ritz zu Niederſtoll ſtatt ihres bisherigen Familiennamens„Ritz“ den Familiennamen „Weber“ zu führen.— VIII. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 23. Dez. 1851 dem Steuercommiſſär Werner zu Vöhl das Steuereommiſſariat Gladen⸗ bach zu übertragen und den Finauzacceſſiſten Weber aus Friedberg zum Steuercommiſſär zu Vöhl zu ernennen;— am 29. Dez. den Finanzaceeſſiſten Schulz aus Langen zum Controleur und 2. Beamten dei dem Controledureau und zum Seerrtär und Repofidar bei der provif. Centraldirection der Main⸗Weſer ⸗Eiſenbahn zu Kaſſel— und den Diſtrictseinnehmer der Diſtrictseinnehmerei üdingen II. Stöppler zum Diſtrietseinnehmer in Lauterbach, ſodann am 30. Dez. den Hafencommiſſar Friedrich zu Mainz, unter Verleihung des Characters als»Steuerratha, zum Verwalter und Rechner bei der Hauptſtempelverwaltung zu Darmſtadt— und den ſeitherigen Beſeher dei dem Rheinzollamte Mainz, Controleur v. Müller, zum Stations- controleur zu ernennen und denſelben zu beauftragen, die Stelle als Stationseontroleur einzunehmen und zu verſehen, welcher in Gemaäß⸗ heit der deßfallſigen Vereinbarungen, Großherzoglicher Seits, den Großh. badiſchen Hauptzollämtern Thiengen und Stühlingen beizu⸗ ordnen iſt.— IX. Charakterertheilung: am 1. Jan. dem Poli⸗ zeiſecretär Elwert zu Darmſtadt als„Polizeiaſſeſſor«.— X. Ver⸗ ſetzungen in den Ruheſtand: am 29. Dez. Schullehrer Sutter zu Gaualgesheim;— 2. Jan. Schullehrer Lehleitner zu Homberg; — 9. Jan. Actuar Korell zu Grünberg bis zur Wiederherſtellung ſeiner geſchwächten Geſundheit;— 10. Jan. Schullehrer Fauſtmann zu Fürth;— der Oberförſter der Oberförſterei Dudenhofen Linß zu Auerbach;— 16. Jan. Schullehrer Zimmermann zu Watzenborn. Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.) Dieſe überraſchende Eröffnung von Seiten Nat Nor⸗ ton's au ſeine Verwandten machte die Verſammelten dei— nahe ſtumm; ſie machte aller Concurrenz und allem Wett— eifer in ſeiner Verpflegung ein Ende, und gab keinerlei Gelegenheit, den Alten noch beſonders durch ſcharfſinnige Schmeichelei zu gewinnen. Sie kannten übrigens Alle Nat Norton allzugut, um zu wiſſen, daß hier alle Gegen— vorſtellungen nutzlos waren. Wie die meiſten Leute, welche ihrer Macht bewußt ſind, war er in ſeinen Entſchlüſſen merk— würdig hartnäckig, und je launiſcher und ſeltſamer ſie waren, deſto eigenſinniger hielt er daran feſt. Miß Weſt— land packte daher ihre Stickerei wieder zuſammen, Mrs. Weatherall ſteckte ihr Kochbuch ein, Mrs. Mathewſon nahm ihren Reiſeſchreibpult unter den Arm, und unter vielfachen Verſicherungen, wie gerne ſie ihn verpflegt haben würden, welche Nat übrigens nur mit einem trockenen:„Schon gut! ich weiß, ich glaube es ja!“ beantwortete, entfernten ſich Alle noch ſchneller als ſie gekommen waren. Dieſen Tag und den nächſten ſprach ganz Troy nur von dem neuen wunderlichen Einfall des alten Norton, und Jedermann grübelte über den Grund deſſelben nach; am meiſten aber die dabei intereſſirten drei Familien. Nur darüber waren Alle einig, daß Nat ein wunderlicher alter Kanz ſeie. Die Familien Mathewſon, Weatherall und Weſtland befolgten die erhaltene Verwaruung buchſtäblich, ſandten täglich zweimal einen Dienſtboten in Norton's Haus, um ſich nach ſeinem Befinden erkundigen zu laſſen, und alle nahmen höchſt betrübte Geſichter an, wenn ſie ihren Nach⸗ barn die Kunde von der Abnahme der Kräfte und der Zu⸗ nahme der Krankheit bei dem alten Manne mittheiltenz allein keines ſeiner Verwandten wagte ſelber das Haus zu betreten, denn es ſtand ja eine reiche Erbſchaft auf dem Spiel. Norton war daher ganz der Pflege des Arztes und des alten Negers überlaſſen. Der alte Herr hatte eine weit ernſthaftere Beſchädigung erlitten, als der Doctor aufaugs vermuthet hatte; es ſchien ein Blutgefäß in der Bruſt geſprungen zu ſein, und Nat Norton ſelbſt begann ſich auf das Schlimmſte gefaßt zu machen. Er war früher immer geſund und rüſtig geweſen und eutbehrte daher jener Erfahrung in Krankheit und Selbſtpflege, welche dem Patienten oft mehr nützt, als die Hülfe des Arztes. Nat hatte zwar eine gute ärztliche Pflege, aber er wußte nicht, wie er ſich ſelbſt dabei verhalten ſollte; Cäſar war eben⸗ falls ein ſehr ungeſchickter Krankenwärter, und Norton be— harrte zwar noch eigenſinnig auf ſeinem Eutſchluß, ſeine Verwandten von ſich fern zu halten, fühlte ſich jedoch in hohem Grade verlaſſen und unbehaglich, als am zweiten Morgen nach dem Unfall der Neger mit verwunderter Mieue in's Zimmer trat und die Meldung machte:„Denken Sie, Maſſa! Beſſy Bennett iſt gekommen und fragt: ob ſie nicht etwas helfen könne!“ „Laßt ſie herein!“ verſetzte Nat und ſein Geſicht nahm trotz der Schmerzen und Krankheit jenen ſtrengen finſtern Ausdruck und lauernden Blick an, mit welchem er einen Kauf abzuſchließen oder einen Käufer über den Löffel zu barbieren pflegte. Als Beſſy in ihrem warmen grauen Mantel und einfachen Kaſtorhut in das reinliche behag— liche Krankenzimmer trat, hub Norton an;„Guten Tag, Mädchen! Du biſt vermuthlich eine Tochter von Jongthan Bennett, nicht wahr? Was führt Dich hieher?“ „Ich hörte, daß Sie beſchädigt worden ſind, Sir, und kam hieher, um mich zu erkundigen, ob ich nicht irgendwie mich nützlich machen kann!, erwiederte Beſſy ſanft. „Nützlich machen?“ rief Nat barſch.„Jedermann kann ſich nützlich machen, wenn er nur will. Aber haſt Du nicht gehört, was ich vorgeſtern geſagt habe: daß jedes meiner Verwandten, welches während meiner Krankheit hieher käme, mit einem Schilling abgefertigt werden ſolle 2 „Ich ſtand dort an der Thür als Sie es ſagten, Mr. Norton!“ gab Beſſy zur Antwort. „Und was bewegt Dich denn, mein Kind, Dein Glück in die Schanze zu ſchlagen? Du weißt, ich werde mein Wort halten!“ rief Nat. „Ich bin der Anſicht, Sir, daß aller Reichthum dieſer Erde nichts iſt im Vergleich mit dem Segen Gottes, deſſen ich mich nicht getroͤſten könnte, wenn ich meine Pflicht als Ihre Verwandte vernachläſſigte!“ „Ei ſieh, Beſſy! das iſt ſchön!“ rief Nat und ſah ſie mit ungeheucheltem Erſtaunen anz„ich habe Dich immer für ein verſtändiges wackeres Mädchen gehalten. Aber ich muß Dir doch rathen, die Sache noch reiflicher zu überlegen, bevor ich Deine Dienſte annehme. Du kannſt ein ſchönes Stück Geld von der Erbſchaft verlieren! Ich habe keinen Groll auf Deinen Vater, obſchon er vom reichen Gutsbeſitzer ſo heruntergekommen iſt, daß er nun Theebretter machen muß. Du biſt ein braves gutes Mäd— chen und würdeſt das Geld beſſer zu Rathe halten; wär's darum nicht klüger, Du bliebeſt zu Haufe? Bedenke wohl, ich verbiete es Dir nicht zu kommen, wenn Du mich ver⸗ pflegen willſt; aber ein Mann muß ſein Wort halten, ich vermache Dir keinen Heller!“ „Mr. Norton,“ entgegnete Beſſy beſcheiden, aber mit einer gewiſſen Feſtigkeit, die den Alten überraſchte,„Mr. Norton, ich brauche kein Geld zu ererben; der liebe Gott hat mir Geſundheit und rührige Hände gegeben, mit welchen ich ſchon mein Brod verdienen will. Auch haben wir uns niemals mit der Hoffnung gegängelt, etwas von Ihnen zu erben. Vermachen Sie Ihr Geld, wie und wem Sie es für gut halten zaber erlauben Sie mir, daß ich zuweilen hieher komme und für Ihre Pflege ſorge!“ „Thue was Du willſt, Mädchen,“ verſetzte Nat und warf ſich in die Kiſſen zurück, denn der alte Herr war erſchöpft;„handle ganz nach Deinem Belieben; bei Euch Weibern iſt aller guter Rath verloren!“ Nat's Schlafzimmer war von der Wohnſtube nur durch eine Wand von Holzgetaͤfel getrennt. Erſteres hatte einen wohlgebohnten Fußboden, drei oder vier polirte Stühle von Ahornholz an den grün angeſtrichenen Wänden herum, eine große Bettſtelle von Aborn und einen ſeltſam geformten Schreibpult, worin Nat ſeine wichtigſten Papiere verwahrt haben ſollte. In einer Ecke ſtand ein einfacher Waſch— und Toilettentiſch, und daneben ein Ofen, der ſehr blank gehalten, aber nur ſelten geheizt wurde, und das große Fenſter batte nicht einmal Vorhänge. Beſſy Bennett's erſtes Geſchäft war nun, Feuer in den Ofen und einen Vorhang vor das Fenſter zu machen; dann hing ſie ein Stück grünen Wollenſtoff ſo zwiſchen dem Bett und der Thure auf, daß keine Zugluft an den Kranken kommen konnte, ſtellte Nat's Thee und geröſtete Semmeln auf einem Tiſchchen dicht an ſein Bette und begab ſich dann wieder nach Hauſe, um ihrem Vater das Frühſtück zu bereiten. Es war einer jener hellen froſtigen Tage, wie man ſie in Neuengland gar häufig im Frühjahr noch verſpürt. Die Sonne glänzte auf der Eisdecke des zugefrornen Skim, und ſchien hell in die einzige Stube des Häuschens, wel⸗ ches Bennett's bewohnten, und die dem alten Jonathan als Werkſtatt und ſeiner Tochter als Wohn- und Arbeits⸗ zimmer diente. Eine winzige kleine Küche und zwei Schlaf— ſtübchen bildeten das ganze übrige Gelaß des Hauses, und dennoch war eine gewiſſe Behaglichkeit und Traulichkeit uber die ganze Wohnung ausgegoſſeu. An einem Fenſter ſtand Beſſy's Nähetiſch, am andern des Vaters Hobelbank; auf jeder Seite des Heerdes war ein geräumiger Schrank, der eine für das Küchen- und Hausgeräthe, der andre für die Kleider. Auf dem Fußboden von Backſteinfließen lag ein Teppich, welche Beſſy ſelber aus Salbenden gefertigt hatte, und an den Wänden hingen in Rahmen von Cederholz einige Kupferſtiche mit bibliſchen Darſtellungen, z. B. Joſeph und ſeinen Brüdern, der ährenleſenden Ruth und das Bildniß Washington's. Mitten in der Stube ſtand der runde Tiſch, ein Probeſtück von Jonathan's Kunſt⸗ fertigkeit, zum Frühſtück gedeckt. Als Beſſy von ihrem Ausgang zurückkehrte, ſah der alte Mann heiter auf von einem der verachteten Theebretter aus weißem Cederholz, das er ſo für die prunkliebende Mrs. Mathewſon fertigen und mit Blumen von rothem Cederholz einlegen mußte. (Fortſetzung folgt.) Markt⸗Bericht von Friedberg. 20. Februar. Waizen aufgefahren 185 Malter, verkauſt 185, 16 fl. 30 kr.; Korn aufg. 22, verk. 17, 13 fl. 33 kr.; Gerſte aufg. 14, verk. 14, 8 fl. 27 kr.; Hafer aufg. 20, verk. 26, 5 fl. 28 kr.; Vorſchußmehl aufg. 3, verk. 3, 20 fl.; Erbſen aufg. 15, verk. 5, 12 fl. Für die Familie des H. Butte find bei dem Unterzeichneten durch den Gr. Bürgermeiſter Muth weiter eingegangen; Von L. A. Plock 24 kr. L. Adler 6 kr.; W. Plock 6 kr.; einem Ungenannten 43 kr.; F Knoche 18 kr.; einem Ungenannten 18 kr.; Schuchmann 30 kr.; P. Boß 12 kr.; einem Ungenannten 2 fl.; K. Plock 30 kr.; Jordan 24 kr.; Weil 12 ke.; Groth 6 kr.; Stein 12 kr.; einem Ungenannten in Melbach 30 kr.; Zuſammen 6 fl. 36 kr. Bepyenheim den 21. Februar 1855 F. Hoffmann, Pfarrer. Bei uns ging noch ferner ein: Von Müllermeiſter Johs. Will in Fauerbach J. 9 kr. Die Exped. des Friedb. Int. ⸗Bl. Um weitere Gaben wird gebeten. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. [216] Hans Konrad Winter von Oſtbeim, ge⸗ boren den 30. Mai 1763 und ſeit langen Jahren abweſend, unbekannt wo?, ſowie etwaige Leibeserben deſſeiben werden hierdurch aufge— fordert, binnen einer Friſt von 2 Monaten ihre Anſprüche auf das noch vorhandene Vermögen ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt der vorgenannte Hans Konrad Winter für ver⸗ ſchollen erklärt und die auf ſeinen Namen noch eingetragenen Immobilien dem bereits aufge⸗ tretenen Erben ohne Caution überlaſſen und zugeſchrieben werden. Butzbach am 8. Februar 1855. Wogen 177 Butzbach el, Landrichter. Hol zwerſei gerung, im Moxſtädter Markwald, Oberförſterei f Düdelsheim. [2171 Dienſtag den 27. Februar 1855, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll im Diſtrikt Salzlacken⸗ ſchlag das der Pfarrei Obermoxſtadt gehörige Beſoldungebolz meiſtbietend verſteigert werden: 25%½ Stecken Buchen⸗Scheitholz 1. Klaſſe, 300 Stück Buchen⸗Wellen. Die Zuſammenkunft iſt zu genannter Stunde oberbalb Niedermoxſtadt am Heegheim-Nieder⸗ moxſtädter Weg. Obermoxſtadt den 17. Februar 1855. Für den Kirchen vorſtand: Großherzogliche Bürgermeisterei Obermoxſtadt Mickel. Holzverſteigerung. [2181 Donnerſtag den 1. März l. J., Vormit⸗ tags 10 Ubr, ſollen im Geäfl. Solms⸗Rödel⸗ heim'ſchen Walde bei Wickſtadt, Diſtriet Haſenzabl und Dornberg, meiſtbietend verſteigert werden: 28 Stecken Buchen Prügelbolz, 30„ Eichen⸗Prügelbolz, 7„ Buchen Stockholz, 19 Eichen ⸗Stockbolz, 8600 Eichen- und 2555 Kiefern⸗Wellen, 1550 Wellen Dornen, 8 Eichſtmme von 7— 12“ Durchmeſſer und 15-35“ Länge, 7 Kiefernflämme von 8 12“ Durchmeſſer und 10-307 Länge, 60 Lerchen und 105 Fichtenſtangen von 366 Cbkfß., 50 Fichten⸗Baumſtangen. entwendct we Db wilt dem Gerl gaonen weer 3 Gulden die Reiche ls! 2 9 0 15 20] Monta 1. aufongend dl ſersheim und 64% Ste den zweiten 90 Eiche Cuil 37 O verſtelgert we Tag am Ein Wolfers Großherzog Hol im Moxſtäd 122ʃ] Die Morſgeng lackenſchlag n werden: N Die Juſa oberhalb Ni Morffadter N Obermor Der J Eigen. S! in den Mr 1222) 9 0 10 5 n- unf N 2 * 2 2 * 1 Oie Zuſammenkunft iſt auf dem Wege von Bönſſadt nach Florſtadt am ſ. g. Schenk'ſchen Wäldchen. Forſtyaus Beinhards den 20. Febr. 1855. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Bekanntmachung. [219] In der Nacht vom 19. auf den 20. d. M. ſind der Reinhard Stier Witlwe zu Reichels— beim aus einem unverſchloſſenen Stalle ihrer Hofraithe vier Welſche, nämlich: 1) ein Hubn vom vorigen Jahre, ſchwarz, etwas weiß an den Flügeln geſprengt; 2) ein Hubn vom Frübjahr 1853, ſchwarz, deſſen Federn grün⸗ſchwarz ſchimmerten; 3) zwei Hähne vom vorigen Jahr, jeder ſchwarz mit etwas weiß geſprengten Federn; entwendet worden. Die verehrlichen Behörden werden erſucht, hierauf gefällig zu achten, und ſich ergebende Spuren, die zur Entdeckung des Thäters oder der Thäter führen können, anher mitzutheilen. Die Reinbard Stier Wittwe ſichert ſodann Demjenigen, welcher den oder die Diebe in ſo weit dem Gerichte bezeichnet, daß ſie zur Strafe gezogen werden können, eine Belohnung von 3 Gulden hiermit zu. Reichelsheim am 21. Februar 1855. Herzogl. Naſſauiſches Amt v. Preuſchen. Holzverſteigerung. 1220] Montag den 26. und Dienſtag den 27. d. M., jedesmal Vormittags um 9 Uhr anfangend ſoll in dem Gemeindewald zu Wöl⸗ fersheim und zwar den erſten Tag: 64% Stecken Buͤchen⸗Scheitholz, 12 . 77 Prügelholz, 19 5„ Stockholz, 825 Stück„ Wellen, 20½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, .„ Prügelbolz, 22 7„ Stcockholz, 898 Stück„ Wellen, den zweiten Tag: 59 Eichen⸗Bau- und Werkſtämme, 5670 Cubikfuß haltend; ſowie 3½ Stecken Eichen⸗Werkholz, verſteigerk werden. Die Zuſammenkunft iſt jeden Tag am Eingang des Waldes. Wölfersbeim den 20. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wölfersheim Allwobhn. Holzverſteigerung im Moxſtädter Markwald, Oberförſterei Düdelsbe im. 1221] Dienſtag den 27. Februar 1855, von Morgens 10 Uhr an, ſollen im Diſtrikt Salz⸗ lackenſchlag nachſtehende Holzſortimente verſteigert werden: 6½ Stecken Buchen ⸗Scheitbolz II. Klaſſe, 50 „0„ Prügelbolz, 100„ Stcockbolz, 3000 Stück„ Aſtwellen, 8 Eichen⸗Stämme zu Bau-, Werk⸗ und Nutzbolz, von 6 bis 10 Zoll Durch⸗ meſſer ſtark und von 20 bis 50 Fuß Länge. Die Zuſammenkunft iſt zu genannter Stunde oberhalb Niedermoxſtadt am Heegheim⸗Nieder⸗ moxſtädter Weg. Obermorſtadt am 15. Februar 1855. Der Markmeiſter der Moxſtädter Mark Mickel. Eichen⸗Stammbholz⸗Verſteigerung in dem Moxſtädter Markwald, Oberförſterei Düdelsheim. 1222] In den erſten Tagen des Monats März wird im Diſtrikt Au, ca. 200 Gänge von der Nidda⸗ Frankfurter Chauſſee bei Niedermoxftadt 67 gelegen, das Ergebniß von 7 mit zweihunderk⸗ jährigen Eichen angefüllten Großherzoglich Heſſi⸗ ſchen Morgen öffentlich verſteigert. Das Stamm- bolz iſt langſchaftig, geſund und von aus— gezeichneter Gute, für Bauunternehmer und namentlich für Lieferanten von Eiſenbahnſchwellen geeignet. Die Tage der Verſteigerung werden noch näher beſtimmt und iſt der Forſtwart Wagner von Niedermoxſtadt beauftragt jedem Liebhaber das Holz vorzuzeigen. Obermoxſtadt am 15. Februar 1855. Der Markmeiſter der Moxſtädter Mark Mickel. Verſteigerung von Bauarbeiten und Materialliefe- rungen zur Erbauung eines Schulhauſes zu Buß bach. L208] Montag den 5. März, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Ralhhauſe zu Butzbach folgende Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: Maurcrarbeit, einſchließlich Kalk- loſchens, veranſchlagt zu 1960 fl. 15 kr. Steinhauerarbeit„„ 1465% 50% Zimmerarbeit 1„ 2934, 14% Dachdeckerarbeit 1„ 1013,% 77 Schloſſerarbeit*„ 319, 189 Glaſerarbeit„ 1 9— Weißbinderarbeit„ 16% 30% Spenglerarbeit„„ 9 Lieferung von 193000 hartgebrannten Back⸗ ſteinen, Lieferung von 386 Bütten Kalk nach naſſem Maas, Lieferung von 19 Kubikklaftern reinen Mauer⸗ ſand. Lieferung von 6200 Rohrſteinen, Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bier zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Februar 1855, Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Florſtadt. [223] Dienſtag den 6. März d. J., Vormittags 10 Uor, ſollen im hieſigen Gemeindehauſe nach— ſtehende an der hieſigen Kirche und Pfarrhof⸗ raithe vorzunehmende Reparaturarbeiten öffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: Maurerarbeit mit Material, veranſchlagt zu 29 fl. 9 kr. Steinhauerarbeit,„ 3 1 Zimmerarbeit,. A Dachdeckerarbeit, 7. 77 43 77 23„ Schreinerarbeit, 75„ 154„ 46„ Schloſſerarbeit, 75„ 78% n Glaſerarbeit,„„ 127% 51% Weißbinderarbeit,„„ian 8, Spenglerarbeit, 77 75 227, 5 Pflaſterarbeit, 85„ 208„„, uͤeberſchläge und Bedingungen liegen dahier zur Einſicht offen. Florſtadt den 22. Februar 1855. Für den Kirchenvorſtand: Der Bürgermeiſter Wagner. Offene Lehrlingsſtelle [494] für einen geſitteten jungen Mann bei David Erau, Uhrmacher zu Nauheim. Z N 12021] Ein zweiſtöckiges Wohnhaus, welches beinahe ganz aus Eichenholz erbaut iſt und in Niedermörlen ſteht, hat auf den Abbruch zu verkaufen Friedberg im Februar 1855. G. Kettinger. Engliſche Bonbons, [196] von vorzüglicher Güte, beſonders zur Erfriſchung auf Bällen und bei ähnlichen Ge⸗ legenheiten zu empfehlen, ſind bei mir ange- kommen. Martin Philippi, Friedberg. Conditor. Zur Nachricht. 1211] Eine Quantität Roggenmehl habe ich vorräthig und gebe ſolche an Käufer mit genügen⸗ den Bürgſchaftsſcheinen auf Credit bis Herbſt⸗ ernte 1855. Jacob May, Ge ſ uch. [2131 Eine Perſon von geſetztem Alter, welche ſchon lange Jabre auf großen Oekonomien als Haushälterin placirt war und mit guten Zeug⸗ niſſen verſehen iſt, ſucht auf Petritag eine gleiche Stelle zu übernehmen. Auskunft ertheilt Jacob Heß, in der Metzgergaſſe. 600 und 1000 Gulden L214] hat in Auftrag zu verleihen Joh. Ruppel. Zu verkaufen. 1215] Es ſtebt ein Ajähriges fehlerfreies Pferd billig aus der Hand zu verkaufen. Die Expe⸗ dition dieſes Blattes ſagt wo? Verſteigerung. [180] Durch die tbeilweiſe Temporal⸗Verpach⸗ tung ſeines Gutes iſt der Unterzeichnete in der Lage auch ſeinen Viehſtand und ſeine landwirth⸗ ſchaftlichen Geräthſchaften zu vermindern und läßt deshalb Donnerſtag den 1. März l. J., Vormittags 9 Übr, folgende Gegenſtände öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern: 1 Reitpferd, arabiſche Race, 6 Fabrochſen, 21 Stück Kübe(Schwarzſchecken und größten⸗ tbeils friſchmelkend) 4 Rinder, wovon 2 trächtig find, 1 fettes Schwein, 11 Stück Sprenger, Schweine(zum Einlegen), 2 Oekonomie-Wagen mit Zudehör und eiſernen Achſen, 3 bis 4 Pflüge, mehrere Pierdegeſchirre und 1 Schrotmühle mit 2 Steinen. Großkarben den 3. Februar 1855. G. Fauerbach. Fuͤr Wirthe und Oeconomen! 1224] Das Schießbaus in Offenbach a. M., in beſter Lage mitten an der um die Stadt fübrenden Promenade gelegen, iſt erbtheilungs⸗ halber aus freier Hand billig zu verkaufen; daſſelbe beſteht aus dem 2ſtöckigen Haupthaus mit Nebenbau, zur Wirthſchaft und zu Woh- nungen eingerichtet, Scheune, Stallungen, Kelter⸗ haus und Kegelbahn, einem großen Wirthſchafts⸗ garten, Schießplatz mit„2 Ständen von 120 Gängen, und Gemüſegarten, welche ſämmtlich mit circa 60 Obfibäumen bepflanzt und etwa 3 Mor⸗ gen groß ſind. Das Ganze eignet ſich beſonders zum Betrieb einer Oeconomie und gibt nähere Auskunft Friedrich Tanner, zur Main- Mühle in Offenbach 225] So eben iſt bei G. G. Lange in Darm⸗ ſtadt erſchtenen und in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben!: Supp', Gemuͤſ' und Fleiſch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen, oder leicht verſtändliche Anweiſung alle Arten von Speiſen und Back⸗ werk billig und gut zuzuberei⸗ ten. 5 Nebſt einem Anhange vom Einmachen der Früchte. v 1 Siebente, abermals vermehrte und An EE. 79550 S 1227] Ich mache hiermit die ergebenſte Anzeige, 1 63 51 10. daß ich das von meinem ſeligen Manne geſührte J a. Kupferſchmied Geſchäft durch einen tüchtigen in engliſche Leinwand 1 fl. 12 kr. Gehülfend fortbetreiben laſſe Es wird mein Der raſche Abgang der ſechſten Auf⸗ eifriges Beſtreben ſein, alle mir zu Theil wer⸗ 5 dieſes überall mit Wohlgefallen denden Aufträge auf das Pünktlichſte und Reellſte aufgenommenen Koch buchs nökhigte zur auszuführen und bitte das uns ſeither geſchenkte Herſtellung dieſes neuen Abdrucks. Zutrauen auch für die Folge erhalten zu wollen. Die Verfaſſerin hat auch dießmal wieder Alles Auch babe ich zwei vollſtändige Branntweinkeſſel aufgeboten, dieſes nützliche Buch durch Hinzu⸗ mit Hut und Schlangenrohr, ſowie mebrere fügung einer großen Anzahl neuer ausgezeich⸗ Centner Blei zu verkaufen. Altes Kupfer wird net guter Recepte immer werthvoller zu machen, 7 getauſcht und gekauft. ohne daß der bisherige billige Preis erhöht Butzbach im Februar 1855. werden mußte. Chr. Kobelt's Wtw. Man fiebt daher einer recht beifälli⸗ gen Aufnahme um ſo mehr entgegen, Pateut⸗Wagenſchmiere, da es ſachkundige Damen fortwährend für das billigſte und brauchbarſte Koch. 228] deren Aechtheit garantirk wird, billigſt bei Friedberg. Ph. Dan. Kümmich⸗ Ge ſuch. [67 In ein bieſiges Putzgeſchäft werden 2 bis 3 Lehrmädchen geſucht. Das Nähere ſagt die i Zettel⸗ und Maſchinengarne [226] verkauft billigſt H. B. Grödel. buch erklärten, welches je um einen ſolchen Preis erſchienen ſei. — Gebruder Horn in Erfurt empfehlen ihre selbst erzeugten Gemüse-, Feid-& Blumen- Sämereien, Fernen Knollen und Pflanzen. Insbesondere empfehlen sie den Herren Landwirthen als etwas Ausgezeichnetes Riesen- Roggen à Pfad. Thlr. 2.— zo die so sehr belieblen Riesen- und andere N Ghrengallungen. [120] Zur Bequemlichkeit für alle Diejenigen, welche die Herren Gebrüder Born in Erfurt mit Aufträgen auf selbst erzeugte Sämeèreien ete. beehren Wollen, haben dieselben Unte rzeiehneten beauftragt; die Bestellungen und Gelder anzufehmen porto dafür trifft demnach die resp. Abnehmer nicht, sondern nur dasjenige für die Zusendungen, was auch niedrig sein wird, weil stets mehrere Sendungen zusammen expedirt werden. Gewiss wird diese Erleichterung Anerkennung finden und Zz U reich- haltigen Aufträgen veranlassen. Verzeichnisse stehen gratis zu Diensten. Die Zufriedenheit ihrer geehrten Abnehmer zu erwerben, ist das Ziel, wonach die Producenten streb en. Nauheim- Hermann Auffarth. Die conceſſionirte Auswanderungs⸗ Agentur G. Nau in Friedberg 11211 empfiehlt ſich zur Beförderung von Auswanderern nach Amerika ab Mainz, Köln, Rotterdam und Paris uͤber Havre unter Zuſicherung prompteſter und billigſter Bedienung. Die Expedition nach den amerikaniſchen Häfen findet monatlich dreimal ſtatt und zwar am 10., 20. und 30. eines jeden Monates zu Winter- und Sommerszeiten. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Invocavit den 25. Febr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Höfeld. Nachmittags: Hr. Reallehrer Müller. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Simon. Abgang der Eiſenbahnzuge in Friedberg. Nach Frankfurt: 2 Caſſel: 3. 6 25 9 8³ 12 24 1 40 4 8„ien 6 48 5 5 9 32 7 50(Marburg) Die mit! bezeichneten Züge ſind Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 21. Febr. 1855. Piſtolen fl. 9g 3334 Friedrichsd'oer„10 3-4 Holländiſche 10 fl. Säge 9 39½-/ ½ Rand⸗Ducaten.„ 5337-34 ½ 20 Frankſtücke„9 190% Engliſche Souverains„1140-42 a Preußiſche Thaler. 1 46/7 5 Frankenthaler.„—— Peußiſche Caſſenſcheine „ 1467 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach, vom 24. Februar bis zum 2. März. S. Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1[Roggenbrod/ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 44141 2, 7 7 8 2 8 2 4 + 75 70 16 316.03 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn- u. ½ Waizenmehl 5— 5— 2 7. 77 7. 9 3 9 3 4 7 1„ 19 1 19 1 —[Wilchbrod AE — Waſſerweck 13% — Gemiſchte(Tafel-) Brod i 4 Fleiſch⸗Preife. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch Uli i „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 9 2 90 2 „ Kalbfleiſch 7 1 70 „Schweinenfleiſch 152115— „Hammeklfleiſch 104110— „ Schaaffleiſch 71—— „ Purſt v. blos Schweinen 15— 4%— Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen⸗ 20— 20— „Geräucherter Speck 290—28.— „ Schinken 20— 20— „Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— 1 unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 23— 23— „Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter, Mende: Seip p el. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. biken: Unter 2 poglihen Krie lupe, f augekauft wer Ind Tage zun u 0 In al Sie Verkaufe a Frie an die Sd Betteffend Die d Auszahlung nähmlich ve Unterſtützun ſprechenden Erhallung auch dice Ihnen au Eltern die material, die ihrer durch Fleif ſtänden u ich mache aus dem genden J In gens Ihre „ Un Sie jährlig 1) v0 Y wa zu J) wa Endli Uel Fried