0 78 4 werden zeſucht. is 21 Jen. 1 1 U reine Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ Dienſtag u. Frei⸗ ſpaltene Petit zeile Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, dees Id i„ e a bee ketten Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ane ſammen 7 kr. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Ni 7. 1855. Dienſtag, den 23. Januar. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg . an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die in Gemäßheit des Geſetzes vom 8. Januar 1852 vorzunehmenden Ergänzungswahlen des Gemeinderathes. Da nach Art. 44—46 des Geſetzes vom 8. Janaur 1852 im laufenden Jahre zur Vornahme der regelmäßigen Ergänzungswahlen hinſichtlich des austretenden Drittheils des Gemeinderaths zu ſchreiten iſt, ſo fordere ich Sie auf: 1) nach§. 1 der Anleitung vom 20. Februar 1852 die erforderlichen Wahlcommiſſionen für ſämmtliche Bürger— meiſterei⸗Gemeinden zu bilden, ſofort nach§. 2 von denſelben die Grundliſten aufſtellen und das weiter Erforderliche beſorgen zu laſſen. 2) die Beſtandliſten des Gemeinderaths der Gemeinden aufzuſtellen und diejenigen Mitglieder deſſelben in der Rubrik„Bemerkungen“ zu bezeichnen, welche mittlerweile durch Tod oder aus einem ſonſtigen jedesmal genau anzuge— benden Grunde ausgefallen ſind, und welche nach Art. 44—46 des oben erwähnten Geſetzes am Ende des Jahres 1855 auszutreten haben, ſofort die nach dem Schlußſatz des Art. 46 im Falle der Stimmengleichheit erforderliche Verlooſung vorzunehmen und deren Ergebniß in der Beſtandliſte zu bemerken; 3) zu den fraglichen Arbeiten iſt ſich des vorgeſchriebenen gedruckten Formularpapiers“) zu bedienen, ſowie ich auch erwarte, daß die Protokolle und Liſten mit Sorgfalt aufgeſtellt und alle Ausſtreichungen möglichſt vermieden werden. 4) nach Vollendung der Ihnen aufgetragenen Arbeiten ſehe ich der Vorlegung der erwachſenen Akten entgegen. Friedberg am 18. Januar 1855. *) Dieſes Formular iſt in C. Bindernagel's Buchhandlung zu haben. In Verhinderung des Kreisraths de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Eine gute Lehre. (Fortſetzung.) Auch wenn der Ton des Reiſenden nicht ſo freundlich und wohlwollend geweſen wäre, hätte ſich Loriot, der ſehr gerne plauderte, nicht lange nöthigen laſſen, dem fremden Herrn ſeine Lebensgeſchichte zu erzählen und dabei jenen ſatyriſchen Humor zu entwickeln, den er ſich zur Würze und Lebensphiloſophie erkoren hatte. Sein Zuhörer be— griff bald, während er dieſer Schilderung auſmerkſam folgte, daß dieſes Leben, wie manche andere, halb aus Unvorſich— tigkeit, halb durch Zufall, aus der Bahn der Ordnung und Vernunft gewichen war; daß die erſten Verſehen und Fehl— tritte ſich unmerklich in leidige üble Gewohnheiten ver— wandelt und die ſchwere Buße herbeigeführt hatten, welche der Greis nun erdulden mußte. Reiche Lebenserfahrungen, vorgerücktes Alter und umfaſſende Menſchenkenntniß hatten Herrn Raymond's Ge— müth nicht verhärtet, ſondern eher zum Mitgefühl geſtimmt. Sogar der beſtrafte Schuldige war ihm ein Unglücklicher, der ihn weniger an das zu ſühnende Vergehen, als an die Linderung ſeiner Strafe denken ließ. So ſaß er denn auch jetzt auf der Steinbank neben Vater Loriot und betrachtete die ſen mitleidig. „Ihr ſteht alſo gegenwärtig ganz allein in der Welt, ohne andere Hülfsquellen als die Großmuth und Frei— gebigkeit guter Menſchen?“ fragte er den Alten. „Allerdings, und daher kommt es, daß ich beinahe Hungers ſterbe,“ verſetzte der Bettler ironiſch;„allein ſo geht es nun einmal in der Welt: Jupin hat jedem Stand der Welt der Tiſche zwei beſchieden: Wer klug, gewandt und ſtark, der zecht am erſten friſch, Das kleine Volk am andern iſt Mit dem Abhub von Jenen zufrieden.“ „Warum habt Ihr keinen Platz in dem neuen Hoſpi— tal von La Verpillière nachgeſucht?“ fragte Herr Ray— mond. „Du liebe Zeit, Herr! Ich und ein ſolcher Platz, wie ſollten wir zuſammenkommen?“ verſetzte Vater Loriot, kopfſchüttelnd;„glauben Sie denn, es genüge, um Pfruͤnd— ner in einem ſolchen Spital zu werden, daß man eine der— artige Verſorgung nöthig habe? Dort nimmt man nur Leute auf, die wohlhabend oder gut empfohlen ſind, denn die Spitäler und Pfleghäuſer ſind heutzutage nur für die— jenigen da, welche Gönner beſitzen, und nicht für die armen Leute!“ Herr Raymond lächelte, zog eine Brieftaſche von Maroquin heraus, auf deren Deckel ein kleines Miniatur— bild eingeſetzt war und ſagte freundlich:„Wohlan denn, ſo will ich Euer Gönner werden. Ich habe zur Stiftung des Spitals auch meinen Antheil beigeſteuert, und daher nach dem Stiftungsſtatut das Recht, einen Pfründner zur Aufnahme vorzuſchlagen. Von dieſem Rechte hab' ich glück— licherweiſe ſeither noch keinen Gebrauch gemacht und will Euch eine ſolche Pfründe verſchaffen!“ „Wie, Herr? iſt das wirklich Ihr Ernſt?“ rief Loriot erſtaunt. „Ei gewiß! und zum Beweis dafür braucht Ihr nur das Billet, das ich Euch nun ſchreiben werde, zum Direktor hinzutragen.“ „Und ich werde in's Spital aufgenommen?“ fragte der Alte. „Zuverläſſig, und Ihr könnt Euren Lebensabend vol— lends dort zubringen, wenn Ihr Euch nämlich in die Haus— ordnung fügen wollt!“ „Die Hausordnung?“ rief der Bettler, und die Thränen traten ihm unwillkürlich in die Augen;„das heißt ö 28 alſo: ich ſoll täglich drei Mahlzeiten bekommen, in einem guten reinlichen Bette ſchlafen und mir meine alten Knochen an einem warmen Ofen laben dürfen?... Meiner Treu, wie ſollte ich mich nicht gern in ein ſolches Leben fügen? Ich wäre ein Thor, wenn ich's nicht dankbar hinnähme. Aber ich kann an ſo viel Glück noch gar nicht glauben. Was hab' ich gethan, Herr, daß ich mir eine ſolche Gnade verdient habe?“ „Seid Ihr nicht arm und verlaſſen?“ fragte Herr Raymond ihn lächelnd.„Ich will Euch beweiſen, daß das Leben nicht immer ein ſchlechter Scherz iſt, und daß man weder gegen das Leben noch gegen die Menſchen eine Bit— terkeit zu hegen braucht?“ Mit dieſen Worten riß er das Blatt, auf welches er einige Zeilen geſchrieben hatte, aus der Brieftaſche heraus, und händigte es dem Alten mit einigen mündlichen Weiſungen ein. ü Der greiſe Bettler hörte ihn ſchweigend zu Ende, als ob er ſich hätte überzeugen wollen, daß auch Alles wahr und nicht das Truggebilde eines Traumes ſeie; endlich blickte er dem Reiſenden mit feuchten Augen in's Geſicht und ſagte kopfſchüttelnd:„Wohl hat das Sprüchwort Recht, daß auch die älteſten Leute in ihrem Leben nicht aufhören zu lernen. Ich bin 65 Jahre alt geworden ohne Das erfahren zu haben, was man in der Welt Wohlwollen und Güte nannte. Nun aber ſind es für mich nicht mehr leere Worte, ſondern wirkliche Dinge! Bitte, ſagen Sie mir Ihren Namen, mein Herr, damit ich wenigſtens auch weiß, Wen ich in meinem Herzen dafür ſegnen muß!“ Raymond nannte ſich ihm und benützte die jetzige weiche Stimmung des Greiſes, um ihn zu Beſſerung ſeines Lebenswandels und zur Angewöhnung einer beſſern Lebens— ordnung aufzufordern. Während ihrer Unterredung war die Nacht einge— brochen; bald darauf ſah man von Weitem zwei Lichter auf der Straße daher kommen und hörte das Geklingel von Pferdeglocken: es war der Eilwagen nach Lyon, der nun anlangte. Der Reiſende ſtand raſch auf, verabſchiedete ſich von dem Greiſe, deſſen Dankesbezeugungen er ſich entzog, und trat zu dem Eilwagen, welcher anhielt, um die Pferde zu wechſeln. In wenigen Sekunden war das neue Geſpann vorgelegt, und das rieſige Fuhrwerk rollte unter Peitſchen— knall und Schellengeläute weiter. Da alle Gelaſſe des Eilwagens ſchon beſetzt waren, ſo hatte Herr Raymond auf den Bock ſteigen müſſen, wo er einen einzigen Reiſegefaͤhrten vorfand, der ſich bis an die Augen in einen weiten Mantel eingewickelt hatte. Ray⸗ mond bemühte ſich anfangs, durch Austauſch einiger All— tagsphraſen eine Unterhaltung mit dem Andern anzu— knüpfen; allein dieſer antwortete kaum und blieb in ſeinen Mantel eingemummt. Erſt nachdem er) ſich durch mehrere Verſuche überzeugt hatte, daß aus dieſem Burſchen Nichts herauszubringen war, beſchränkte Raymond ſich auf ſich ſelbſt und unterhielt ſich mit ſeinen eigenen Gedanken. Er ging daher im Stillen bei ſich die Liſte der Geſchäfte durch, die er in Lyon zu beſorgen hatte, durchſuchte noch im Mond— ſchein ſeine Brieftaſche, um zu ſehen, ob er alle nöthigen Papiere bei ſich habe, und ging dann in Gedanken mit ſich zu Rathe, was er mit den 150,000 Franken beginnen ſollte, welche ſeinem Geſchick eine ſolch freundliche Wendung gegeben hatten.(Fortſetzung folgt.) Herzliche Bitte an Menſchenfreunde. Am 15. d. Mts., Nachmittags gegen 2 Uhr, ſtürzte der hier wohnende Bergmann Heinrich Butte, als er eben ſein mühe und gefahrvolles Tagwerk auf dem Dorheimer Braunkoblenbergwerk vollendet botte und im Begriffe war, aus dem tiefen Schachte herauszuſteigen, wahr⸗ ſcheinlich in Folge von Entkräftung, wieder in die Tiefe hinab und gab mit dem Ausrufe:„ach, Herr Jeſus l“ alsbald ſeinen Geiſt auf.— Es war ein herzzerreißender Anblick, als der Mann, welcher am frühen Morgen geſund und wohl ſeine Familie verlaſſen hatte, am Nachmittage als Leiche, auf einem Brette liegend, von ſeinen Kameraden in ſeine Wohnung gebracht wurde, ſeine an Krämpfen leidende Frau unter beftigen Zuckungen zu Boden ſank und die 4 unmündigen, nun vaterloſen Waiſen jammernd und weinend die Hände rangen.— Butte war ein in der tiefſten Armuth ledender, äußerſt fleißiger und von echt chriſtlichem Sinne erfüllter Mann, der auch in der größten Noth ſein Vertrauen auf Gott nicht verlor und — nach ſeiner eigenen Erklärung— mit den Seinigen„wie im Himmel⸗ lebte und„mit manchem Reichen nicht tauſchen wollte“. Seine Familie hat mit ihm ihren Ernährer und Verſorger, ihre einzige irdiſche Stütze verloren und die leidende Wittwe iſt nicht im Stande, auch nur für die nothwendigſten Bedürfniſſe zu ſorgen, wenn nicht wohlthätige Menſchen⸗ freunde ſich ihrer erbarmen.— Im Hinblick auf die außerordentliche Noth der Hinterbliebenen wagen es daher die Unterzeichneten hierdurch öffentlich um einige Gaben der Liebe für dieſelben zu bitten. Auch die kleinſte Gabe wird mit herzlichem Danke empfangen und zweckmäßig verwendet werden. Bepyenheim den 18. Januar 1855. F. Hoffmann, Pfarrer. Muth, Bürgermeiſter. Wir ſind gleichfalls erbötig, für die Hinterlaſſenen des verun— glückten Bergmanns Heinrich Butte milde Gaben anzunehmen. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Für die Familie des H. Butte gingen bereits ein: Von Hrn. Lehrer F. in Friedberg 30 kr.; Hrn. Sch. e en e eee Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 181 Heinrich Völker von Bruchenbrücken will ſeine Immobilien, worüber vollſtändiger Grund⸗ buchsauszug auf der Regiſtratur der unterzeich⸗ neten Behörde zur Einſicht offen liegt, an ſeine Kinder abtreten; da er jedoch das Eigenthum zum Theil, namentlich hinſichtlich der Grund⸗ ſtücke 1 959, V 21, VII 113c., VII 134d. XII 138 nicht urkundlich nachweiſen kann, und das Stück 11. 373 im oberſten Pfannſtiel, ob⸗ gleich er Kaufbrief darüber beſitzt, auf Jacob Praſch Namen im Grundbuch eingetragen iſt, ſo werden alle, welche Anſprüche an die frag⸗ lichen Immobilien machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen zur An⸗ zeige zu bringen, widrigenfalls dieſelben bei Be⸗ ſtätigung der Theilungsurkunden unberückſichtigt bleiben und das Stück II. 373 dem Heinrich Völker im Mutationsverzeichniß zugeſchrieben werden wird. Friedberg den 7. Dezember 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. 1681 Die Pfandſcheine Nr. 22784 und 22440 ſind angeblich verloren worden. Anſprüche an dieſelben ſind innerhalb ſechs Wochen bei unterzeichneter Verwaltung zu be— gründen, gegenfalls die Pfänder ausgehändigt und ſpätere Anſprüche nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 13. Januar 1855. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. Fr. Schweitzer. eff dh he eee 169] Anſprüche aller Art an den concursfälligen Andreas Guthmann II. in Ilbenſtadt ſind Dienſtag den 6. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe, welche übrigens kaum zur Deckung der Hypothekſchulden genügt, dahier anzuzeigen. Friedberg den 5. Januar 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg J. Verh d. Landr. v. Preuſchen, Dr. Irle, Landgerichtsaſſeſſor. Landgerichtsaſſeſſor. ö ö Solz ger tei gern g. [72] In verſchiedenen Diſtrikten, und zwar jedesmal Vormittags 9 Uhr im Diſtrikte Haſſel⸗ ecker Weg beginnend, werden an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert: J. Montag, den 29. d. Mts.: 2½ Stecken Eichen und 29 Stecken Nadel- Scheitholz; 7 Stecken Eichen- und 33„ do. Prügelholz; 4%½ Stecken Eichen- und 56 1 do. Stockholz; 5 375 Stück Eichen- und 7074 Stück do. Wellen u.. 2½ Wagen Allerleiholz. IJ. Dienstag, den 30. d. Mts.: 3 Stämme Eichenbauholz— 194 Kubikfuß; 235 0 Nadel⸗Bau⸗ u. Werkholz= 10209 Kubikfuß, von 6— 17 Zoll Durch⸗ meſſer u. 15-80 Fuß Länge, und 26 Stück Nadelſtangen— 103 Kubikfuß. Ockſtadt, am 17. Januar 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 5 beſagle e werden aud* binnen 4 Se: ſonſt die Lie Tätigt und 1 nlß verfügt l Altenfad! den b. 2 Die Gloßhe Hofm 3 Faſele NI Monlag Wiidags 2 U Bürgers Pe Ftirdberg gel und ſehr gül meiftbictend v. Friedberg Großhet; Wage! 880 Dlenfſag tags 10 Uhr, gebfändeter N Baarzablung Friedberg Großher; Gtoßhe B — B 107 Die an rung von E Kellerberg d A höhere 6 Ny der B den Zuger. raumt wd: Zu En vorſchriftsm licher Ober, Sa Desgleich, bei Grogher, von Die Die Abfuh und muß bee Oberros! Großhe — — 900 liegen leihen bereit Oberwo⸗ * Oeffentliche Aufforderung. 156] Nachſtebende, angeblich dem Friedrich Doͤning von Staden eigenthümlich zuſtehenden, nur theilweiſe im Grundbuch auf ſeinen Namen eingetragenen Grundſtücke will derſelbe unter ſeine Kinder vertheilen, ohne jedoch Eigenthums⸗ urkunden über ſolche vorlegen zu konnen: J. Gemarkung Staden; Johannes Döning. 1, 140. 1, 148. 1, 150. IV, 111. IV, 122. IV, 141. IV, 146. IV, 164. V, 40. VI, 13. VI, 97. VI, 133. VI, 135. VI, 154. VII, 56. VII, 90. VII, 144. II. Gemarkung Leidhecken: Johannes Döning. VI, 34. VIII, 36. VIII, 176. VIII, 230. VIII, 235. Ul. Gemarkung Oberflorſtadt: Johann Tobias Döning. VI, 176 IV. Gemarkung Niedermockſtadt: Friedrich Lauckert. IV. 20. Diejenigen, welche Eigenthumsanſprüche an deſagte Immobilien bilden zu können glauben, werden andurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 4 Wochen dabier geltend zu machen, als ſonſt die Theilzettel ausgefertigt, gerichtlich be— ſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeich- niß verfügt werden ſoll. Altenſtadt und Friedberg den 6. Dezember 1854. Die Großherzoglichen Landgerichte Altenſtadt und Friedberg Hofmann. Dr. Gil mer. Faſelochs ⸗Verſteigerung. [87] Montag den 29. Januar d. J, Nach- mittags 2 Uhr, wird in der Behauſung des Bürgers Peter Lebeau dabier ein der Stadt Friedberg gehörender zum Schlachten geeigneter und ſehr gut gehaltener Faſelochs öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 20. Januar 1855. Großherzogliche Buͤrgermeiſterei Friedberg Bender. Wagen ⸗Verſteigerung. [88] Dienſtag den 30. Januar d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe ein gepfändeter Wagen öffentlich meiſtbietend gegen Baarzahlung verſteigert. Friedberg den 20. Januar 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. [89 Die am 4. d. M. abgehaltene Verſteige⸗ rung von Eichenſtammholz im Domanialwald Kellerberg der Oberförſterei Oberrosbach, hat die höhere Genehmigung erhalten, welches zu Folge der Verſteigerungs Nr. 18 den betreffen- den Steigerern hiermit eröffnet— und anbe— raumt wird: Zu Empfangnahme der Abfuhrſcheine gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine bei Großherzog licher Oberförſterei dahier, Samſtag den 27. Januar. Desgleichen gegen ſolche oder Baarzahlung bei Großherzoglichem Rentamt Friedberg von Dienſtag den 30. Januar an. Die Abfuhr beginnt Mittwoch den 31. Januar und muß beendigt ſein mit dem 8. Februar. Oberrosbach den 18. Januar 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. 30 Gulden [90] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Aus- leihen bereit. Oberwöllſtadt den 20. Januar 1855. Veith, Kirchenrechner. 29 Mobiliar-Verſteigerung. [91] Mittwoch den 31. Januar d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der hier verſtorbenen Thomas Ewald Wittwe gehörenden Mobiliar-Gegen— ſtände, als: Tiſche, Stüble, Commode, ein Sopha, Schränke, Bettwerkung, Kleider, Weiß— zeug, Glas, Porzellain und ſonſtige Hausge— räthſchaften öffentlich meiſtbietend gegen Baar— zahlung verſteigert. Friedberg den 20. Januar 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtoͤvorſteher. Garten⸗ Verpachtung. [92] Montag den 29. Januar d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in hieſigem Nathhauſe die dem vereinigten Armenfond dahier gehören— den, bei dem Hoſpitalhof in der Uſavorſtadt und hinter der ehemals Karl Klein'ſchen Hofraithe auf dem Haagk liegenden Hausgärten auf den Zeitraum von drei Jahren öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 20. Januar 1855. In Auftrag der Armen-Commiſſion: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 193] Die Erbſchaft des Schuhmachermeiſters Conrad Langsdorf und deſſen Ehefrau Chriſtine, geborne Kratz, hierſelbſt iſt, weil über⸗ ſchuldet, heute von dem Vormund der Kinder der Genannten, Bernhard Langsdorf dahier, ausgeſchlagen und der Nachlaß unter Curatel des Schreinermeiſters Friedrich Salzmann von hier geſtellt worden. Zur Anmeldung der Forderungen an die Maſſe wird Termin auf den 21. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr anher beſtimmt, worin zugleich unter dem Rechtsnachtheil, daß die Ausbleiben⸗ den den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſchie- nenen als beitretend angeſehen werden, die Güte zwiſchen den Gläubigern verſucht werden ſoll und letztere ſich eventuell über die definitive Beſtellung des genannten vorläufigen Maſſe⸗ curators zu erklären haben. Nauheim am 18, Januar 1855. Kurfürſtliches Juſtizamt Reul. vdt. Schlar baum. Holzverſteigerung im Düdelsheimer Gemeindewald, Diſtrikt Streich- zipfen. 194] Freitag den 26. Januar l. J., von Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, ſollen folgende Holz⸗ ſortimente zur öffentlichen Verſteigerung kommen: 43 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 327„ Prügelholz, 96 1„ Stockholz, 1585 Wellen, 43 Stämme Eichen⸗Bauholz, 8503 Kubik⸗ fuß haltend. Das Eichen⸗Stammholz iſt von ausgezeich— neter Qualität und kommen Stämme von 63 Fuß Länge und 30 Zoll mittlerem Durchmeſſer zum Ausgebot. Düdelsbeim im Kreiſe Büdingen den 17. Januar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Düdelsheim Wẽ᷑̃o fe Verkauf auf den Abbruch. [951 Dienſtag den 6. Februar d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen in loco Villingen, die da— ſigen Fürftlichen Hofgebäude, beſtehend in: 1) einem zweiſtöckigen Wohnhaus 74“, 5“ lang, e e 2) einer Scheuer 127 lang, 41“ tief,— 3) einem Stall, 26“ 3“ lang, 9“ 2“ tief, 4) einem dergleichen, 267 lang, 147 2“ tief, 5) einem dergleichen, 367 lang, 41“ tief, 6) einem dergleichen, 34“ lang, 11“ tief, 7) einem Kellerüberbau 487 lang, 20“ tief, auf den Abbruch verkaufkt werden. Die Gebäude ſind von Holz, mit Ziegeln gedeckt und ſämmt⸗ lich gut erhalten. Hungen den 15. Januar 1855. Fürſtliches Rentamt Kießling. MWolzoer f her ung. 196] Donnerſtag den 25. d. Mts. ſoll in dem Wippenbacher Gemeindewald nachverzeichnetes Brennholz öffentlich verſteigert werden: 113 Stecken buchen Scheitholz, 1535 b„ Stammprügelholz, 117„„ Stockholz, 199 1„ Reisholz, 1 eichen Prügelholz, 1„„ Stockholz, 1„ Reisholz. 1 Die Zuſammenkunft iſt um 10 Uhr im hie⸗ ſigen Ort. Wippenbach am 17. Januar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wippenbach Klein. Horz der tees ee. [97] Donnerſtag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Walde der Gemeinde Södel: 77 Stämme eichen Bau-, Werk- und Nutz⸗ bolz von 6—26“ Durchmeſſer und 10-40“ Länge, 42 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 2„„ Prügelholz, 59„„ Stockholz, 600 Wellen„ Reiſer, 39 Stecken Eichen Scheitholz, 26„„ Prügelholz, 19„„ Stockholz, 760 Wellen„ Reiſer, öffentlich an die Meiſtbietenden unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen an Ort und Stelle verſteigert. Gegen genügende Bürgſcheine wird Zahlungs- friſt bis Marti d. J. geſtattet. Södel am 19. Januar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Södel Reiz. Holzverſteigerung. [981 Donnerſtag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Höchſterweg, folgende Holzſortimente: 12 Eichen⸗Stämme von 20—34“ Durchmeſſer und 1047“ Länge, 2095 Kubikfuß ent⸗ haltend, 10 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 4 1„ Prügelholz, 4„ Buchen-⸗Stockholz, 20%„ Eichen- 1 100 Stück„ Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bönſtadt den 18. Januar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bönſtadt Geibel. Verſteigerung. [99] Unterzeichnete will Donnerſtag den 25. d. M., Morgens 9 Ubr, wegen Auswanderung eine neue Fruchtfegmühle, einen Pflug, eine Egge, eine Parthie Ketten, ein vollſtänd ges Zimmer⸗ geſchirr, einen Schleifſtein, ein Hebgeſchirr mit Schneidzeug, eine Parthie Miſt, Dickwurz und Kartoffeln, mebrere Fuder Stroh und ſämmtliche Hausmobilien in ihrer Behauſung verſteigern laſſen. Rodheim v. d. H. den 18. Januar 1855. Georg Ritter UI. Wittwe. 30 Für Auswanderer. 9 110 0 Am 15. Februar wird das Schiff: Caroline, Capitaͤn: Stric her, von Bremen nach New-Nork expedirt und nehme bei baldiger Anmeldung Paſſagiere dafur an. Friedberg im Januar 1855. — CEhriſtian Hecht. ſowie auch meine conceſſionirten Agenten: die Herren Chr. Fr. Funk in Hungen, G. Burckhardt in Gießen. 0 0 as U Fertig zum Einſpannen L42] habe ich mehrere neue ſolid gebaute ein- und zweiſpännige Oekonomie⸗Wagen, ſowie einige gebrauchte Wagen, eine neue gut gebaute Victoria und einen gebrauchten Reiſewagen zu billigem Preiſe zu verkaufen. Auch laſſe ich auf Verlangen jeden beliebigen Oekonomie-⸗Wagen ſchnell anfertigen. Bad Homburg den 9. Januar 1855. Louis Scheller Sohn, am Fruchtmarkt. — Empfehlende Erinnerung. Dr. Borchardt's aromatiſch- mediciniſche Kräuter-Seife, in 117571 verſiegelten Original-Päckchen à 21 kr. Dr. Suin de Boutemard's aromatiſce Zahn⸗Paſta, in 5 und ½ Päckchen, à 21 und 42 kr. Dr. Hartung's Chinarinden⸗Oel, in verſiegelten und im Glaſe geſtempelten Flaſchen à 35 kr. Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade, in verſiegelten und im Glaſe geſtempelten Tiegeln à 35 kr. Apotheker Ant. Sperati's Italieniſche Honig ⸗Seife, u Originalſtucken zu 9 und 18 kr. Die innere Solidität und anerkannte Nützlichkeit der obengenannten privile⸗ girten Spezialitäten erläßt jede ausführlichere Anpreiſung:— ſchon ein kleiner Verſuch genügt, um die Ueberzeugung von der Zweckmäßigkeit und Vortrefflichkeit dieſer gemeinnützigen Artikel zu erlangen, und ſie werden ſicherlich von allen denen, die ſich ihrer nur rſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder gebraucht werden.— Pro⸗ pekte und Gebrauchs⸗Anweiſungen werden gratis verabreicht, ſowie die Mittel ſelbſt, in bekannter Güte— unter Garantie der Aechtheit— in Friedberg nur allein verkauft bei P. F. Schmittuer, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. Faſtenbretzeln [82] find Mittwochs und Sonntags friſch ge⸗ ſotten zu haben bei Franz Reitz, Bäckermeiſter. Verlorner Hund. L101] Seit Freitag den 5. Januar d. J, fehlt eine Sjäbrige Hühnerhündin, fein braun getiegert, mit braunem Kopf und kurzer Ruthe, vor deren Ankauf gewarnt wird. Dem Bringer eine Be⸗ lohnung, Schulſtraße 23, neu. Frankfurt am Main, d. 20. Januar 1855. Ein Logis 11021] im mittleren Stocke, welches den 1. April bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei Jakob Stamm, Schreinermeiſter. L103] Bei Guſtav Georg Lange in Darmſtadt iſt erſchienen und in C. Bindernagel's Buch⸗ handlung zu haben: Supp', Gemuͤſ' und Fleiſch. Ein i 1 Ur bürgerliche Haushaltungen oder leicht verſtändliche Anweiſung für Hausfrauen und Mädchen, wie man alle Arten von Speiſen und Backwerk wohlfeil und gut zubereiten kann. Nebſt einem Anhang: Vollſtändige Kunſt das Einmachen der verſchiedenen Früchte in kurzer Zeit auf eine ſehr leichte Art und mit wenigen Koſten ohne alle Vorkenntniſſe zu erlernen. Ein Hülfsbuch für Köchinen, Hausfrauen und Mädchen, die ſich des Hausweſens ſelbſt annehmen, ſowie auch für angehende Köche, und für Gaſthalter in Städten und auf dem Lande. Siebente ſehr verbeſſerte Auflage. Mit einem Stahlſtich. Preis geh. 54 kr. Eleg. geb. 1 fl. 12 kr. Frankfurter Cours vom 20. Jau. 1855. Mftolen ff. 9 Friedrichsd'or. 10 2-3 Holländiſche 10 fl. Stücke[ 936 ¼-37 7 Rand⸗Ducaten. e 20 Frankſtücke% 917/½-18½ Engliſche Souverains.„1136-38 Preußiſche Thaler„ 146 ¼ꝰ 5 Frankentbale?r 1 Peußiſche Caſſenſcheine„ 146 /- 75 Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. 3———.— Waizen Korn Gſe r ſt e Hafer Kartoffel Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum Auf- Ver⸗ preis Auf⸗ Ver- preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ vreis ge kauft ge- kauft—ge⸗ kauft e ge kauft 2 ge⸗ kauft 2 fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 88 Mltr.] Mltr. J Sfd.] fl. kr.] Mitr Mltr. Pfd.) fl.] kr.] Mltr.] Mltr. 80 fl. kr.] Mltr Mitr Pfd. fl. kr J Mltr.] Mtr. Bd. l. kr. Frledberg, 19. Jan. 778 6977200 Tür 1800 T5 36.50 TI ſſdoſ 5 700128 728 1200 5½ 4%—„ 50078 Butzbach, 19.„ 182 174 200124 31 20% 1801318] 36½ 25160 8,20 isis 120 525] 8 6 00/5 Vilbel, 19.„178 158 200 1637—— 180—— 60—— 1200 300 Allenfladt, 19.„298 ¾ 295¼ 20016 27] 28¼ 25¼ 1801325 50 42 160 81] 7 7 120 //—— 200—— Nidda, 19.— 17 20016— 7/1892— 6 160 8%— 1 12%—(—— 200 Hungen, 19.„ 64¼ 64 200 60[ 7 3 180130150 16% 4(160 9% 2%—— 200.—— Echzell, 19.„162 142¼ 820016 1 24 4 18012 50 277 160 81 10,— 20—— 200 Grünberg, 19.„ 86¼ 86 ¼ 20015049 50% 50 ¼ 18013 80 32¼ 32¼ 160 80560 29¼½ 29% 190 5—— 200—— Mainz, 19.„[—— 2001630“—— 18013-l—— 1160 8020 n 1 Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 47½ Mltr., verk. 37¼, 19 fl. 40 kr. Wicken aufg. mehl 20 fl.; Erbſen 12 fl.— Grünberg: Erbſen 10 fl. 29 kr.; Molter ½ Korn ½ Gerſte 5, verk. 5, 10 fl.— Altenſtadt: Vorſchuß⸗ 0 fl. 29 kr. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. gelteffend! Das nat dem Auftrage Fried D. 16, 3 795 1 ſhließen, f Reiſe, einſelll entgegen bat und viſirten die Auswande der Einſchift eines Unfall hungöweche Zur Kreiſen wol Großherz! Seehafen agenten, wel oder Entzieh tigen, daß agenten gleie Damit in Ihren rei mularien ein Verträge gei nommen wir Cs ve engliſche od. elle richtige Betreſhrnd Due 0 Zu Nr. D. Es i unterm g. u Nr. 13, rungen stat ei Iwan als auch 0 in vorkomg Kehoͤrigen