403 5 2 813 * — 7 2 4 f. 2 2 2 2 2 102 2 2 Friedberger Juntelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Naum 2 kr.; die beiden Faces Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ae ſammen 7 lr. Nu 8. Freitag, den 22. Juni. 1855. Amtlicher Theil. Steckbriefe Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Eliſe Schäfer von Weckesheim. Heimliche Entfernung aus ihrer Heimath. Alter: 9 Jahre. Naſe: ſpitz. a Augen: blau. Kleidung: ein gelbgraues Kleid von Baumwollenbieber. Be⸗ Haare: gelblich. Stirne: hoch. Geſicht: länglich. Geſichtsfarbe: blaß. ſondere Zeichen: Trägt oben am Wirbel kurzes Haar. Augenbraunen: gelblich. Maria Schäfer von Weckesheim. Heimliche Entfernung aus ihrer Heimath. Alter: 13 Jahre. Augenbraunen: braun. Naſe: Augen: braun. Kleidung: 1 blauen Bieberrock, 1 grauen Biebermutzen. 4 Fuß. Haare: ſchwarzblond. Stirne: breit. rund. Geſicht: rund. Geſichtsfarbe: geſund. Große: 3 Fuß. Mund: gewöhnlich. Kinn: etwas länglich. Größe: ſtumpf. Mund: gewöhnlich. Kinn: Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 16. vom 8. Mai. 1. Bekanntmachung Großh. Mini⸗ ſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 28. April, die Verfol⸗ gung von Verbrechern ꝛc. ꝛc. auf fremdem Staatsgebiet, insbeſondere eine deßfalls mit dem Königreiche Bayern abgeſchloſſene Ueberein⸗ kunft betr.— II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 1. Mai, die Vereinbarung mit dem Königreich Belgien, wegen gegenſeitiger Behandlung der Handlungsreiſenden betr.— II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 1. Mai, die Anwendung von Hefengefäßen in den Branntweinbrenne⸗ reien betr.: Mit Bezugnahme auf Paragraph 43, der Verordnung vom 18. Juni 1853, die Erhebung und Controlirung der inneren Abgaben von Getränken betreffend, und auf§. 9. der Inſtruction vom 26. Sept. 1842 für die Erhebung und Controlirung der Maiſch⸗ bütten⸗ und Branntweinmaterial⸗Steuer werden zum Zwecke der gleich⸗ förmigen Behandlung der Brennereibeſitzer in Beziehung auf die Zahl und Größe der ſteuerfrei in den Brennereien zum Behufe der Hefen⸗ bereitung in Gebrauch kommenden Nebengefäße folgende allgemeine Vorſchriften ertheilt, welche mit dem 1. Juli d. J. in Wirkſamkeit treten.— 1) Wird zur Bereitung einer künſtlichen flüſſigen Hefe entweder a) nur ein Hefengefäß erfordert, oder werden, wo die Verbreitung des Gährmittels es nöthig macht, b) zwei bis drei Hefengefäße zu dem Zwecke, um ſie zuſammen bei jeder Anſtellung Lon Maiſche zu benutzen, bewilligt,— ſo darf in dem Falle a) der Inhalt des Hefengefäßes und in dem Falle b) der Geſammtinhalt der Hefengefaße den achten Theil des an einem Tage zur Verſteue⸗ rung kommenden Maiſchraums nicht überſteigen. Dieſes Maximum wird in der Regel nach der geringſten täglichen Maiſchmenge be⸗ meſſen. Es kann indeſſen in ſolchen Brennereien, in welchen hinſicht⸗ lich der täglich zu bereitenden Maiſchmenge erhebliche Verſchiedenheiten ſtattfinden und ein Mißbrauch nicht zu beſorgen iſt, widerruflich geſtattet werden, daß der Geſammtinhalt der Hefengefäße dem achten Theile des durch ſchnittlich auf einen Tag fallenden Maiſchraums gleich— komme.— In 2) denjenigen Brennereien, in welchen nach der einge— führten Betriebsmethode die erforderlichen zwei oder höchſtens drei Hefengefäße zur Bereitung des Gährmittels nicht zuſammen in gleichzeitigem Gebrauch ſtehen, und daher nicht der ganze Inhalt der⸗ ſelben an einem Tage zum Stellen des deelarirten Maiſchguts ver⸗ wendet wird, ſondern immer nur ein Hefengefäß an jedem der zur Einmaiſchung declarirten Betriebstage geleert wird und die anderen Hefengefäße bis zu der gehörigen Reife des Ferments für die nächſt⸗ folgenden Tage ſtehen bleiben, kommt es nicht darauf an, daß alle Hefengefäße zuſammen den achten Theil des täglich zur Verſteuerung kommenden mindeſtens oder durchſchnittlichen Maiſchraums nicht über⸗ ſchreiten, ſondern die Größe der Hefengefäße kann nach dem vorhan⸗ denen und nachzuweiſenden Bedürfniſſe für jedes der Hefengefäße bis zu dem zwölften Theile des täglich zur Verſteuerung declarirten mittleren Maiſchraums ausgedehnt werden.— 3) Für Brennereien, in welchen der Umfang des Betriebs und die Art der Bereitung des Gährmittels das Bedürfniß der Anwendung einer größeren Anzahl von Hefengefäßen mit ſich bringen, kann auf Nachſuchen auch der ſteuerfreie Gebrauch von mehr als drei Hefengefäßen, jedoch nur von der Großh. Oberſteuerdirection unter den geeigneten Bedingungen geſtattet werden.— Hierauf bezügliche Geſuche haben die Brennerei⸗ inhaber unter genauer Angabe des Verfahrens, ſowie der Anzahl und Größe der einzuführenden Hefengefäße bei der betreffenden Diſtricts⸗ einnehmerei(Ortseinnehmerei 1. Claſſe) ſchriftlich einzugeben, welche alsdann über das Geſuͤch gutächtlichen Bericht zu erſtatten hat.— 4) Wenn die Zubereitung des Gährmittels die Aufbewahrung der ſogenannten Mutterhefe in einem beſonderen Gefäße nöthig macht, ſo kann bei nachgewieſenem Bedürfniß neben den eigentlichen Hefen⸗ gefäßen die ſteuerfreie Benutzung eines Mutterhefengefäß es nach⸗ gelaſſen werden. Als zuläſſige Größe deſſelben gilt unter allen Um⸗ ſtänden der Rauminhalt von zehn Maas. Größere Mutterhefengefäße dürfen in dem Falle unter 1) den zehnten Theil des Geſammtraum⸗ inhalts und in dem Falle unter 2) den zehnten Theil des durchſchnitt⸗ lichen Rauminhalts der eigentlichen Hefengefäße nicht überſteigen. In dem Falle unter 3) kann die Großh. Oberſteuerdirection auch den ſteuerfreien Gebrauch mehrerer Mutterhefengefäße bewilligen.— IV. Bekanntmachung Großh. Kreisamtes Mainz, daß nach Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern von dem Jahre 1855 einſchließlich an bis zum Ablauf des Jahres 1859 bei den bezüglichen jährlichen Ausſchlägen die Brandverſicherungscapitalien der Gemeinde Nie derolm in einem um/ erhöhten Betrag in Rechnung gebracht werden ſollen. — V. Bekanntmachung Großh. Brandaſſecurationscommiſſion vom 30. April, wornach das Bedürfniß der Großh. Brandverſiche⸗ rungkaſſe für 1854 einen Ausſchlag von 222,797 fl. 31½ kr. er⸗ fordert, ſo daß von je 100 fl. Brandverſicherungscapital ein Beitrag von 5 Kreuzer 2 Heller zu leiſten iſt, der nach Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern v. 23. l. M., mit einem Zuſatz von 1½ kr. Repartitionsgebühr von jeder Hauptnummer, in einem Ziele in den erſten 10 Tagen des Monats Auguſt l. J. erhoben werden ſoll. VI. Namens veränderung: am 21. April wurde dem Johann Leonh. Volk zu Darmſtadt geſtattet, in Zukunft den Familiennamen„Nutz“ zu führen.— VII. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großher⸗ zog haben allergnädig geruht: am 18. April dem Schullehrer Dör⸗ ſam zu Kriegsheim die ſeither von ihm proviſoriſch verſehene evang. Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen;— den Landgerichtsactuar Dornſeif zu Butzbach nach Biedenkopf— und den Landgerichtsac⸗ tuar Nau zu Biedenkopf nach Butzbach zu verſetzen;— 21. April dem Schulvicar Hartmann die evang. Schullehrerſtelle zu Udenhauſen zu übertragen;— VIII. Verſetzung in den Ruheſtand: 18. April Schullehrer Zwilling zu Kriegsheim.— IX. Concurrenz für: die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Kleinkarben mit jährlich 212 fl. nebſt einer Vergütung von 28. fl. für Heizung des Schullocals.— X. Geſtorben: am 8. April der penſ. Univerſitätsſtallmeiſter Fran- kenfeld zu Gießen;— 18. penſ. Friedensrichter Juſtizrath Schalk zu Gaualgesheim;— 21. Forſtrath Meyer zu Darmſtadt. Eine Wechſelſchuld. (Fortſetzung.) Erdmuthe ward verläumdet, und ihr Geſchäft ging rückwärts. Heute aber war ſie beſonders trüb und trau rig, heute hatte ſie zum erſten Mal ihrer Verpflichtung nicht genügen können; ſie vermochte nicht dem Kaufmann die Schuld für entnommene Waare zu entrichten; ſie hatte müſſen um Stundung bitten; ſie hatte einen Wechſel aus— eſtellt. 5 Was iſt ein Wechſel? Ein Stückchen Papier, von Unzähligen leicht und flüchtig unterſchrieben, ohne zu be— denken, daß ſie mit der Unterſchrift eines Wechſels ihre Ehre und gleichſam ihre Perſon verpfänden; ſie geben ſich gänzlich in die Hand ihres Gläubigers, und nur eine prompte, pünktliche Zahlung vermag ſie aus allen dieſen ſich ſelbſt gezogenen Schlingen zu löſen. Und Erdmuthe hatte einen Wechſel ausgeſtellt! Ban— gend ſaß ſie daheim, die Folgen des gethanen Schrittes überdenkend, bangend fühlte und fürchtete ſie die Abnahme des Verdienſtes und die Angſt vergrößerte die Gefahr. Wie gern hätte ſie den Wechſel nicht ausgeſtellt, wie gern hätte ſie ihn ſofort eingelöſt, wenn dies in ihrer Macht geſtanden hätte; doch die Kaſſe war leer, und der Reiſende der Handlung drängte ſo ungeſtüm. Wie gern hätte ſie dem Geliebten ihre Noth, ihre Beſorgniß geklagt, aber das Zartgefühl, die Scham hielt ſie ab, den Himmel ihrer Liebe durch Klagen und Geſtändniſſe dieſer Art zu trüben. Während ſie nun daheim ſaß und bangte und unter Seufzen einen Stich nach dem andern that, hielt der Fabrikherr den ihm cedirten und auf ſeinen Wunſch ſofort zugeſtellten Wechſel unter ſataniſchem Lächeln in der Hand. Er berechnete die Zeit bis zum Verfalltage, und ließ dann ſeinen jungen Werkführer, den Friedrich, rufen, deſſen Neigung und Verhältniß zu der Putzmacherin er längſt durch die Schweſter erfahren. Mit gewinnender Freund— lichkeit empfing er den Verlangten, und ſofort auf das Ziel ſeiner Sendung eingehend, ſprach er;„Die Aufſtel— lung der Maſchinen auf dem Gute des Baron Z macht Ihre dortige Anweſenheit nothwendig. Richten ſie ſich ein, ſobald als möglich dorthin abzugehen. Sie werden längere Zeit dort verweilen müſſen, und da kann ich die Frage wohl thun: brauchen Sie Geld zur Reiſe?“ „Nein!“ „Sie haben Ihren Verdienſt ſeit längerer Zeit bei mir anſtehen laſſen; ſoll dieß auch ferner der Fall ſein? Wollen Sie ſparen?, „Wer wollte dieß nicht!“ „Ich möchte es auch!“ lachte gezwungen der Fabrik— herr,„aber der Ausgaben ſind ſo viel, daß man froh iſt, wenn man die nöthigſten beſtreiten kann. Ihr ſeid beſſer daran als ich, ihr ſpart. Nun, reiſt ſobald als möglich; Euer Geld iſt eingetragen und es ſteht Euch ſofort zur Verausgabung. Habt wohl einen Schatz, Werkführer? Nun, nun! werdet nicht verlegen. Wer hätte ſein Mädel nicht! Macht Eure Arbeit gut; es liegt mir daran, daß die Maſchinen meine Fabrik loben, und ich ſetze das Ver— trauen in Euch, daß Ihr der Arbeit gewachſen ſeid. Der alte Wildhahn iſt ein tüchtiger Meiſter, und ſo, denke ich, werdet Ihr, der ja bei ihm ausgelernt, Euren Meiſter durch Eure Arbeit loben. Gehabt Euch wohl, Werkfuͤhrer! — rüſtet Euch zur Reiſe, das Nähere erfahrt Ihr durch die erſten Werkführer!“— So ſprach der Fabrikherr, und ohne weitere Antwort abzuwarten war der junge Werk— führer entlaſſen. Wenn Zwei von einander ſcheiden, ſo drücken ſie ſich recht feſt an's Herz, und ſprechen voller Wehmuth und Schmerz:„Auf Wiederſehen!“ Das Wiederſehen muß jedes Leid der Trennung uns verſüßen, und, ach! wie ſüß iſt nicht ein Wiederſehen!— Der Friedrich hat ſeine Ar— beiten vollendet, die Maſchinen ſind zur Zufriedenheit des Eigenthümers aufgeſtellt; nun geht es zur Heimreiſe— fort= fort! Die Stadt iſt erreicht, dem Fabrikherrn iſt Bericht 212 erſtattet, und raſch geht es zur Geliebten, die ihn ſo früh nicht zurückerwarten konnte, die er zu überraſchen gedenkt. Nun iſt die Straße erreicht; Uhlands wunderſchöne Worte finden in ſeinem Herzen einen Wiederhall: ö „O Himmel fall' nicht ein, Eh' ich mag bei der Liebſten ſein.“ Jeetzt ſteht er am Hauſe, jetzt ſetzt er den Fuß in die Thür, nun geht er den Flur entlang, dort, dort in jenem Zimmer pflegt ſie zu ſitzen; er klopft nicht an, er öffnet leiſe die Thür— und findet ſein Mädchen in Thrä⸗ nen gebadet. Er ſtürzt ihr zu Füßen, er fragt beſorgt: „Was iſt Dir Erdmuthe?“ Und ſie, ſie fällt ihm um den Hals, drückt ihn feſt an ſich, ruft voll tiefen Schmerzes: „Ich bin recht, recht unglücklich!“ und weint bitterlich. Der Geliebte erſtaunt, er weiß ſich dieſen Schmerz nicht zu deuten, endlich ſpricht ſie:„Ich bin recht, recht elend! Mich kann Niemand retten! Laß Dir erzählen, aber zürne mir nicht, beklage mich! Seit langer Zeit hat mich ein Mann mit ſeiner Liebe verfolgt, ich habe ihn von mir gewieſen, wie es Ehre und Zucht erfordert; dennoch wich er nicht, überall verfolgte er mich. Ich war wohl unglücklich, aber nicht elend; wäre dies mein einziges Un— glück geweſen, ich hätte es ertragen; ſo aber ward der Abſatz von Woche zu Woche geringer, der Verdienſt im— mer ſchlechter, ich konnte endlich meine Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllen. Von dem Augenblick und von den Reden des Reiſenden jenes Handlungshauſes gedrängt, ſtellte ich in der Noth einen Wechſel aus. Ach! ich that's in der Hoffnung, der Abſatz würde ſich wieder ſteigern. Die Hoffnung ging nicht in Erfüllung, der Verfall⸗Tag iſt herangekommen— ich kann den Wechſel nicht einlöſen. Die Zeiten ſind ſchlecht, der Abſatz bleibt im Abnehmen!“ Das bis hierher trübe Geſicht des Geliebten hellte ſich auf und freudig ſprach er:„Erdmuthe! und all' dieſen Kummer, dieſe Sorge, dieſen Gram, dieſen Schmerz haſt Du allein getragen? Warum haſt Du mir dies Alles verſchwiegen? Haſt Du mich nicht lieb? Erdmuthe fiel ihm um den Hals, ſie küßte ihn und weinte:„Ob ich Dich lieb habe? Aber ich ſollte Dir Kummer bereiten, wo ich mich ſelber zu retten gedachte? Und dann, dann warſt Du ja verreiſt, Du warſt nicht hier, und jetzt, wo Du gekommen, iſt es zu ſpät!“ „Zu ſpät? Inwiefern zu ſpät!“ „Der Wechſel iſt fällig ſeit geſtern ſchon, in einer Stunde muß er eingelöſt ſein.“ „So iſt keine Zeit zu verlieren!“ rief der junge Werkführer aufſpringend;„hier muß Hülfe geſchafft wer⸗ den! „Hülfe wo ſoll die mir werden!“ „Laß mich eilen! Wie viel beträgt die Schuld?“ „Hundertzwanzig Thaler.“ Einen Augenblick rechnete der Geliebte ſtill vor ſich hin, dann griff er nach dem Hut, und ſich zum Abgehen anſchickend, ſagte er:„Faſſe Dich, Erdmuthe, ich ſchaffe Rath. Ich habe meinen Verdienſt bei dem Herrn ſtehen laſſen und kann denſelben ſofort erhalten; dieſer, mit dem neuen noch nicht angerechneten ſeit meiner Abreiſe, tilgt Deine Schuld. Ich habe das Geld, tröſte Dich!“ Erdmuthe hielt ihn zurück; ſie zitterte, ſie ward bald bleich, bald roth, endlich ſtammelte ſie:„Du weißt noch nicht Alles!“ „Noch nicht Alles!“ „Du kennſt Den noch nicht, der mich mit ſeiner Neigung verfolgt.“ „Was hat dies mit dem Gelde zu thun?“ „O, viel, viel! Er iſt der Inhaber meines Wechſels.“ „Nun um ſo mehr muß ich eilen!“ * bei def 15981 N Und die 9 bis 1 werden Termin nicht auß fehend in ug, Oer diedend Die findet Montag wird n bis zun Mandl der V. Frie 120 Ai oll fen Ge Und Loof gen, öff den. M meiſtereil machen Utph dennoch Wa wohl e ihn und ſollte Dir gedachte? nicht hier, im einer der junge hafft wer⸗ „Du wirſt das Geld nicht erhalten.“ 0 „Nicht; warum denn nicht?“ fragte der Werkführer und ſtarrte das Mädchen betroffen an. N 1 Erdmuthe antwortete auf dieſe Frage nicht, wie mit ſich ſelbſt ſprechend ſagte ſie:„Er war geſtern hier, er war es heut. Er zeigte mir den Wechſel, als ich ihn von mir wies; er wollte ihn zerreißen, wenn ich ſeine Neigung zu erwidern gedächte; er ging höhniſch lächelnd davon, als ich ihn mit Verachtung von mir ſtieß.“— „Aber ſo ſprich, Erdmuthe, was hat dies Alles mit meinem Gelde zu thun?“ fiel der Geliebte ein.„Wer iſt der Mann?“ „Es war Dein Herr, der Fabrikherr!“ hauchte ſie. (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. Der höflichſte Mann. Deutſcher: Mein Onkel war der höflichſte Mann. Wenn er einer Dame begegnete hielt er hundert Schritte vor- und hundert Schritte nach— her ſeinen Hut in der Hand und bückte dann beim Grüßen ſich faſt auf die Erde.— Franzoſe: Parbleu! mein 213 that er es nie, ohne im Frack und weißer Wäſche zu ſtecken.— Engländer: Alles nicks; mein Onkel war unſtreitig der Hoͤflichſte. Er fuhr zur See, das Schiff ging zu Grunde, Alle gingen nach und nach unter und ertranken. Ehe er jedoch, ungeachtet aller Anſtrengungen, ebenfalls zu Grunde ging, reckte er noch einmal den Kopf empor, ſchwang den Hut und ſagte:„Meine Damen, ich habe die Ehre, mich Ihnen beſtens zu empfehlen!“ dann duckte er mit dem Kopfe unter das Waſſer und— ertrank. Ew. Majeſtät, mir träumte dieſe Nacht, daß Sie die Gnade hätten, mir anſehnliche Geſchenke zu machen,“ ſagte ein Hofmann zum Könige Alfons von Aragonien. „Chriſten müſſen nicht an Träume glauben, erwiederte der König. Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung. Einladung. Das Jahresfeſt des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav-Adolf⸗ Stiftung wird am 24. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in der Pfarr⸗ kirche zu Södel gefeiert und es werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins zur Theilnahme hierdurch brüderlich eingeladen. Friedberg am 20. Juni 1855. Für den Vorſtand Onkel war höflicher! Wenn er an eine Dame ſchrieb, Dr. Matthi ass. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verſteigerung bei der Pfand- und Leihanſtalt zu Friedberg. 17981 Montag den 25. Juni d. J. anfangend und die darauf folgenden Tage von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Ausloöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß dies nur bis zum 20. Juni d. J. geſchehen kann, da das Pfandlocal vom 21. Juni an bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg am 7. Juni 1855. In Auftrag der ſtädtiſchen Pfandhaus Verwaltung: Der Großherzogliche Bürgermeiſterei⸗ Beigeordnete P., Pr ezu f feit Steinkohlen lieferung. 1872] Samſtag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1200 Ctr. Steinkohlen aus den Ruhrer Werken für die Garniſon dahier auf dem Summiſſionsweg in Accord gegeben werden, worüber die Liefe— rungsbedingungen in dem Bureau des Ver⸗ waltungsraths zur Einſicht offen liegen. Friedberg den 18. Juni 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Gras- Verſteigerung. 1825] Montag den 25. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Heugras auf den hie⸗ ſigen Gemeindewieſen in mehreren Abtheilungen und Looſen, im Geſammtgehalte ca. 190 Mor- gen, öffentlich zur Verſteigerung gebracht wer⸗ den. Man erſucht die Großherzoglichen Bürger— meiſtereien, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Utphe am 6. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Utphe Böſcher. Arbeits ⸗Verſteigerung. [874] Dienſtag den 26. Juni d. J., des Vor⸗ mittags um 11 Ubr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim nachbenannte Arbeiten und zwar: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 22 fl. 58 kr. 2) die Anlieferung von /o Schich- tenmauerſteinen von der Naum burg 7* 12 3) Die Herſtellung von Schutz⸗ dämmen am Niddafluß 200„—„ 4) Verſchiedene Grabenarbeiten öffentlich in Accord gegeben werden. Aſſenheim den 17. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. Schaafpferche⸗Verſteigerung. 18821 Dienſtag den 26. l. M., Morgens um 11 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe 5— 10 Schaafpferche, welche den 28. l. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 20. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. rg an Steinkohlen, Buchen- und Kiefern- ſcheitholz. [883] S amſtag den 30. Juni d. J. ſollen auf dem Verwaltungsbureau der hieſigen Garniſon die Lieferung nachgenannter Bedürfniſſe der ſelben, und zwar: des Vormittags um 10 Uhr, die Lieferung von 88 Stecken Buchen und 5 Stecken Kiefernſcheitholz, des Nachmittags um 3 Uhr, die Lieferung von 800 Ctr. Steinkohlen, ſog. Fettſchrot erſter Qualität aus den Ruhrer Wer⸗ ken, auf dem Wege der Soummiſſion in Ac⸗ cord gegeben werden, worüber die Lieferungs- bedingungen in dem obenbeſagten Bureau zur Einſicht aufgelegt ſind. Butzbach den 20. Juni 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Ar Mei tes ⸗Verſtei gerung. 1884] Samſtag den 30. Juni, Vormittags 11 Uhr, wird in der Behauſung des Gaſtwirths Stein zu Beienheim nachbenannte Arbeit öffent— lich in Accord gegeben: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 28 fl. 30 kr. 2) Maurerarbeit mit Lieferung der Materialien, veranſchlagt zu 93„ 16„ Beienheim den 21. Junk 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Beienheim Muth. Verſtei gerung von Bauarbeiten und Materialien zur Erbauung eines Pfarrhauſes zu Obermorxſtadt. 1885] Montag den 2. Juli, Nachmittags 2 Uhr, ſollen im alten Pfarrhauſe zu Obermox⸗ ſtadt nachfolgende Arbeiten und Materialliefe- rungen an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, einſchließlich Kalklöſchen, ver⸗ anſchlagt zu 613 fl. 50 kr. Steinhauerarbeit, veranſchl. zu 252% 40„ Zimmerarbeit,„„2175„ 43„ Dachdeckerarbeit, 17„ 115%) 36„ Schreinerarbeit, 1„ 697„—„ Schloſſerarbeit,.„ 560„47„ Glaſerarbeit,„„ 310„ 49„ Weißbinderarbeit,„„ 453„ 8„ Spenglerarbeit,„„ 5„ Brechen, Fahren und Aufſetzen von 13 Cu⸗ bikklaftern Mauerſteine aus dem Forſt⸗ walde bei Obermoxſtadt; Lieferung von 30,700 Stück hart gebrannten Backſteinen; Lieferung von 2200 Stück Rohrſteinen; Lieferung von 120 Bütten Kalk nach naſſem Maaß; Lieferung und Meſſen von 6,1 Cubklftr. rei⸗ nem Mauerſand. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Friedberg den 18. Juni 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert. Heugrasverſteigerung. [886 Montag den 25. I. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll im Rathhauſe dahier das Heugras von den hieſigen Gemeindewieſen in Abtheilun⸗ gen meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 18. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. r — Oeffentliche Aufforderung. [887] Die Erben des verlebten Konrad Bingmann in Langenhain haben ſämmt⸗ liche zu deſſen Nachlaß gehörige Immobi⸗ lien in Langenhainer und Ziegenber⸗ ger Gemarkung, auch zwei Item in Ober⸗ mörler und eins in Fauerbacher Ge⸗ markung, worüber Verzeichniß vorliegt und in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts eingeſehen werden kann, öffentlich verſteigert, find jedoch nur bei einigen wenigen im Stand, den Erwerb derſelben urkundlich nachzuzei⸗ gen. Etwaige Eigenthums⸗ oder ſonſtige An⸗ ſprüche an dieſe auf Konrad Bingmann's Namen kataſtrirte Liegenſchaften find deßhalb binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un⸗ terzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden als ſonſt die Kaufbriefe beſtätigt und der Eintrag in's Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 16. Juni 1855. eee at Butzbach be. Gras⸗Verſteigerung. [888] Montag den 25. Juni l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Bruchen⸗ brücken gehörige Heugras in Abtheilungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 18. Juni 1855. Großherzogliche ee Bruchenbrücken e ſt. Kir ſchenverſteigerung. D889] Die Kirſchenerndte auf den Straßen von Niederwöllſtadt bis Ilbenſtadt und von Vilbel gegen Offenbach ſoll an folgenden Tagen öffent⸗ lich verſteigert werden: Donnerſtag den 28. Juni, Vormittags 9 Uhr, auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus für die dortige Straße; Freitag den 29. Juni, Vormittags 9 Uhr, am Anfangspunkt der Offenbacher Straße. Friedberg den 19. Juni 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Scü ff e rt. Heugrasverſteigerung. [890] Montag den 25. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Gras von circa 60 Morgen Gemeindewieſen, zu Heu, öffentlich meiftbietend verſteigert werden. Steinfurth am 17. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Thönges. Heugrasverſteigerung. J891 Montag den 25. l. M., Nachmittags 3 Uhr ſoll das Heugras von hiefigen Pfarr⸗ wieſen im Rathhauſe dahier öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Aſſenheim den 18. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. Verſteiger ung der Grasſaamenerndte in den Gemeinde⸗ waldungen der Oberförſterei Bingenheim. [8921 Künftigen Freitag den 29. Juni, des Morgens um 9 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Unterzeichneten die Grasſaamenerndte in den Gemeindewaldungen der Oberförſterei Bingen⸗ heim, einſchließlich des Steinheimer Gemeinde⸗ waldes, öffentlich verſteigert werden. Die nä⸗ heren Bedingungen werden vor der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht. Das Forſtſchutzperſonal iſt angewieſen, den 26. 27. und 28. Juni denjenigen den Gras⸗ ſaamen im Walde zu zeigen, welche ſich an der Verſteigerung betheiligen wollen. Bingenheimer Forſthaus d. 20. Juni 1855. 214 Grasverſteigerung. 893] Das diesjährige Heugras von den circa 100 Morgen hiefigen Gemeindewieſen ſoll Dienſtag den 26. Juni, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. 9 45 Zahlungsfriſt wird gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bis Ende October d. J. geſtattet. Stockheim den 19. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stockheim May. Heugrasverſteigerung. [894] Montag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an Ort und Stelle dahier das dies⸗ jährige Gemeinde⸗Heugras in Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 19. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier. Gras verſteigerung. 1895] Montag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das der hieſigen Gemeinde gehörende Heugras öffentlich meiftbietend verſteigert werden. Fauer bach II. den 20. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Holzverſtei gerung. 896] Die auf Mittwoch den 20. Juni l. J. angezeigte Holzverſteigerung im Oberrosbacher Gemeindewald konnte wegen eingetretenen Re⸗ genwetters nicht abgehalten werden, und ſoll nun Montag den 25. Juni, Morgens 8 Uhr anfangend, ſtattfinden. Die Zuſammenkunft iſt am Hühnerpfad und die Holzſortimente kommen zur Verſteigerung wie ſolche im In⸗ telligenzblatt Nr. 46 verzeichnet find. Oberrosbach den 20. Juni 1855. Großberzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Arbeits⸗Verſteigerung. 1897] Freitag den 29. Juni 1855, Vormittags um 10 Ühr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nach⸗ benannte Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 39 fl. 34 kr. 2) Zimmerarbelt, 1„ 23„ 28„ 3) Weißbinderarbeit,„„ 17% 25„ 4) Kalklieferung,„„ 15/—„ 5) Mauerſteinlieferung,„„ 21„ 36„ öffentlich in Accord gegeben werden. Florſtadt den 21. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner. kohlenbergwerke Mittwoch den 13. Juni. Für Ende März 18556 geſtattet. Bauernheimer Bergwerk den 11. Braunkohlenverkauf. 1827] Der allgemeine Verkauf neu aufbereiteter Kohlenklötze beginnt auf dem hieſigen Braun⸗ die vom 13. Juni bis Ende December d. J. ge⸗ gen Einlage vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine bezogenen Braunkohlenklötze wird Zahlungsfriſt bis Der Preis der Kohlentlötze iſt 12 kr. à Ctr., der der Holzkohlen 14 kr. à Ctr. Die Abnehmer, welche zur Bezahlung von Brückengeld in Oſſenheim verpflichtet ſind, er⸗ halten daſſelbe vom Gräfl. Controleur Flach bei Einhändigung des Ladſcheins zurückvergütet. Juni 1855. Gräflich Solms⸗Rödelh. Bergverwaltung L. Storch. Einſicht mitgetheilt: In dieſem Werke— erſter Theil— lichen Verhältniſſe guten Rath holen. Wenn oder jener Pflanze nothwendig iſt, wie viel ſie bei dem Mahlen des verſchiedenen Getreides, aufgeführt. 7 Der dritte Theil enthält die Viehzucht. ſchaftliche(techniſche) Gewerbe. ſchafts⸗Einrichtung. Die Güter⸗Ertrags⸗ und ſich immer Raths erholen kann. Es iſt daher dium zu empfehlen, zweifelhaften Fällen recht gut benutzen können. 95 5 „ 3 Großherzogliche Oberförſterei Bingenheim v. Ga * Die Bände werden auch einzeln abgege des 1. Bandes fl. 2 0. 1914] In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben und wird gern zur Dr. E. Zeller's landwirthſchaftliche Perhältnißkunde. A Bände. Preis 8 fl. 6 kr. 5 kann der Leſer ſich faſt über alle landwirthſchaft⸗ er z. B. nicht weiß, wie viel Saat von dieſer per Morgen erträgt, welche Baukoſten ſie nöthig hat, welche Beſtandtheile ſie enthält u. ſ. w., ſo braucht er nur das Buch nachzuſchlagen, und er wird kurz und bündig angeführt finden, was man bis jetzt darüber in Erfahrung gebracht hat. — Im zweiten Theile ſind mit großem Fleiße alle Verhältniſſe zuſammen getragen, welche ſich auf die Leiflungen beim Arbeiten, ſowohl von Menſchen als Thieren, dann der Maſchinen, nach⸗ her auf die Preiſe für dieſe Leiſtungen, beziehen. Ferner findet der Leſer alle Koſten berechnet, welche die Erbauung der verſchiedenen Culturpflanzen erfordert. Weiter ſind die bei dem Ge⸗ ſindehalten ſich ergebenden verſchiedenen Fragen und Verhältniſſe genau zuſammengeſtellt und be⸗ rechnet, dann kommen die Angaben über den Bedarf an Viktualien, z. B. den Ertrag an Mehl die Quantität des zu erhaltenden Brodes u. ſ. w. Am Ende find die Kosten der verſchiedenen Werkzeuge, ſowohl deren Anſchaffung als Erhaltung, Das landwirthſchaftliche Bauweſen. Landwirth⸗ Der vierte Theil: Allgemeiner Pflanzenbau. Urbarmachung des Bodens. Von der Pflege, Benützung und Aufbewahrung der Producte des Bodens. Allgemeine Viehzucht. Wirth⸗ Werthsſchätzung. Der Laie wie der landwirthſchaftliche Praktiker wird durch dieſes Buch in das Innere der landwirthſchaftlichen Verhältniſſe eingeführt, und erhält ein compen diöſes Magazin, aus dem er daſſelbe nicht allein jungen Oekonomen zum Stu⸗ ſondern auch die geübteſten werden es zum Nachſchlagen in vorkommenden ben und iſt der Preis 5 1 „ 1. 48. 5„ 1. 48. 1 4. N Darmſtadt. Hofbuchhandlung von G. Jonghaus. J630] Kun milags 2 weindewie Grummel Ott und Rödge — kupfe 1000 nebf et an K Dienftag! Uhr, öfen Hana Fr J90 l] gens um dahier Full Gries — 19027 3 Molhſchec verkaufen Aoͤdg Einf 1903] 6 fl. be für J0⁰⁰⁹⁰⁰ Geſellſch berg im gedern Iiteurd Wer 2 beten, ben, we Poet Unter beginn einem chem v auch D Gie — 005) 8N aer gule dhe c kerl Eator —— lool für gleich bez sig Oraun⸗ „ „ J. ge⸗ Fangsfriſt bis 4 Grasverſteigerung. [898] Montag den 25. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll das Gras zu Heu und Grummet auf den Gemeindewieſen abtheilungsweiſe auf Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der ſog. Kreuzallee. Ockſtadt den 19. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Gras verſteigerung. [899] Künftigen Montag den 25. Juni, Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll das auf den hieſigen Ge⸗ meindewieſen befindliche Gras zu Heu und Grummet nach den bekannten Abtheilungen auf Ort und Stelle verkauft werden. Rödgen im Juni 1855, 5 Der Kurfürftl. Heſſ. Bürgermeiſter Krauſch 67 noch brauchbare kupferne Hänglaternen, 1900] nebſt dem meiſt noch vorhandenen Zuge⸗ hör an Kaſten, Walzen, Ketten ꝛc., werden Dienſtag den 10. Juli d. J., Nachmittags 3 Uhr, öffentlich an den Meiſtbketenden verkauft. Hanau am 18. Juni 1855. Der Stadtkämmerer Weidert. Frucht ⸗Verſteigerung. 1901] Montag den 2. Juli d. J., des Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden vom fürſtl. Speicher dahier 200 Malter Korn, 100„ Gerſte und 120„ Hafer öffentlich meiftbietend verſteigert. Griedel den 19. Juni 1855. Der fürſtliche Rentamtmann Mengel. Zu verkaufen. 19021 Zwei zweijährige Faſelochſen, der eine Rothſcheck, der andere Silbergrauſcheck, hat zu verkaufen Rödgen. C. Jehner. Einfarbige halbſeidene Kleider, 1903] das Kleid von 15 Darmft. Ellen für 6 fl. bei Mayer Hirſch. Oberheſſiſche Geſellſchaft für Natur und Heilkunde. 1904] Samſtag den 7. Juli d. J. wird die Geſellſchaft ihre Generalverſammlung zu Fried⸗ berg im Hötel Trapp halten. Außer den Mit⸗ gliedern der Geſellſchaft ſind auch alle anderen Freunde der Naturwiſſenſchaften willkommen. Wer Vorträge zu halten beabſichtigt, wird ge⸗ beten, Gegenſtand und ungefähre Dauer derſel⸗ ben, wo möglich vor der Verſammlung, dem Hrn. Profeſſor Dr. Hoffmann dahier oder dem Unterzeichneten anzuzeigen. Die Verſammlung beginnt Vormittags 11 Uhr und endet mit einem gemeinſchaftlichen Mittagsmahle, zu wel⸗ chem von den Theilnehmern der Verſammlung auch Damen eingeführt werden können. Gießen im Juni 1855. Dr. Phoebus. Lehrlingsſtelle. 1905] Für einen woblerzogenen jungen Mann, der gute Schulkenntniſſe beſitzt, iſt in einer mit Fabrik verbundenen Handlung zu Darmſtadt eine Lehrlingsſtelle offen. Bei wem ſagt die Expedition. Ein Logs 1906] für eine ſtille Haushaltung, welches ſo⸗ gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedrich Rumpf in der Vorſtadt. Alle Sorten Krautpflanzen 1881] zum Ausſetzen ſind zu haben bei Chriſtſan Sauer. 215 Pariſer Hof zu Nauheim. 19071 Sonntag den 24. dieſes Monats während der Table d'hôte Harmonie Muſik, Nachmittags 4 Uhr Tanz muſi k. Freundlichſt ladet ein Georg Bayer. NB. Bei ungünſtiger Witterung findet die Tanzbeluſtigung den folgenden Sonntag ſtatt. Poil de chere für Damenkleider, 1908] in großer Auswahl friſch angekommen, bei Mayer Hirſch. Mit dem 1. Juli beginnt ein Neues Abonnement auf folgende Zeitſchriften: Ba ar Muſterzeitung für Frauen. Jährlich 24 Nummern mit über 100 Beilagen 3„der neueſten und geſchmackvollſten Handarbeiten, Muſterblättern neuer Schnitte der geſammten Damen-Garderobe, Modebildern, Stick-, Strick- und Häckelmuſtern und als Unterhaltungs⸗Lectüre ein reichhaltiges Feuilleton, redigirt von Feodor Wehl. Außer⸗ dem wird den Abonnentinnen zu jeder Saiſon ein Extrablatt mit Original⸗Proben neuer Stoffe in Wolle, Seide, Barége ꝛc. geliefert. Preis 54 kr. vierteljährlich. * 3 Pariſer. 12 Nummern. Mit 16 Muſter⸗ Damenkleidermagazin, bogen und 4 Modebildern. Viertel⸗ jährlich 27 kr. 2* illuſtrirter. Ein Blatt für gemüthliche Leute. Dorfbarbier, jährlch. Vierteljährlich 10 5 2 10 8 214 illuſtrirtes. i ift fü t t Familien⸗Journal, lluſtrirte ine Wochenſchrift für Unterhaltung 12 Nummern und Belehrung. Je 5 Nummern 18 kr. Gartenlaube, de debe Familienblatt. 0 1 iſtiſch⸗ſatyriſches blatt. 6 Kladderadatſch. ane eee be. 60 Nummann jährlich. Vierteljährlich 1 fl. 14 kr. ö neuer Berliner gemüthlicher. Krakehlt jeden Sonnabend. Viertel- Krakehler, jährlich 58 kr. 125 55 2 neueſter Pariſer, für Herrenkleidermacher. 12 Num. 1 co⸗ Modekourier, lorirtes Modekupfer und 1 lith. Bogen Patronen. Viertel- jährlich 54 kr.. g N Düſſeldorfer, mit Illuſtrationen. 48 Hefte mit eingedruckten Monathefte, Athographien und 1 Lith. in Tondruck. Vierteljährlich 2 fl. 42 kr. Muſterzeitung, allgemeine. Album für weibliche Arbeiten und Moden. 24 Nummern. Mit 12 lithogr. und colorirten Modebildern, 24 Muſterbogen und 4 Extra⸗Beilagen. Jährlich 54 kr. N t die. Zeitung zur Verbreitung naturwiſſenſchaftlicher Kenntniß und Naturan⸗ a ur, ſchauung für Leſer aller Stände. 52 Num. Vierteljährlich 1 fl. 30 kr. Welt, die illuſtrirte. Blätter aus Natur und Leben, Wiſſenſchaft und Kunſt. Zur Un⸗ terhaltung und Belehrung für die Familie. 52 Num. Vierteljährlich 54 kr. Zeitung, ue. Jehruic 52 Nummern. Viertlljhrich 3 fl. 36 ke. Zur regelmäßigen und raſchen Beſorgung vorſtehender wie aller im Buchhandel erſcheinenden Zeitſchriften empfiehlt ſich beſtens C. Bindernagel's Buchhandlung. Gemalte Rouleaux und Bronse- Mauren 1835] ſind ſtets ſehr ſchön und billig zu haben bei David Grödel Söhne, Eiſenhandlung. 14271 Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Soolbuad Nuuheim. Jeden Tag O NCT AT im Gurten des Kurliauses, Morgens von 6½ bis 8 Uhr, Nachmittags von 2% bis A Uhr, und Abends von 6 bis 7% Uhr, ausgeführt von dem Rur- Or- chester unter Direction des Herrn Eaumund N eumansn. Dem muſikliebenden Publikum der Badeſtadt Nauheim und deren Umgegend. 18601 Der Uuterzeichnete erlaubt ſich ergebenſt anzuzeigen, daß er wieder auf die diesjährige Badezeit alle Sorten Piano-Forte und Pianinos nach aller⸗ neueſter Conſtruction(etwas noch nicht dageweſenes) zur Vermiethung und zum Verkaufe jederzeit zu liefern im Stande iſt. Auch übernimmt derſelbe Repara⸗ tur⸗Arbeiten und Stimmungen von Clavieren aller Art, nimmt alte abgeſpielte Claviere und Flügel anſtatt baare Zahlung an und garantirt zwei Jahre fuͤr die Güte der gelieferten Inſtrumente. a Beſtellungen können bei Herrn Kapellmeiſter Edmund Neumann, bei welchem zu jeder Zeit Probe-Inſtrumente ſich befinden, ſo wie auch bei Herrn Kaufmann Auffarth— der Apotheke gegenüber— gemacht werden. Auch meine Schwüger, Kaufmann Groß und Apotheker Carl Wahl in Friedberg, können nähere Beſtellungen entgegen nehmen. Dann bin ich von Zeit zu Zeit in Nauheim anweſend, indem mir von der wohllöblichen Admini⸗ ſtration des Kurſaales die Unterhaltung und Stimmung derer Inſtrumente über⸗ tragen worden iſt. 5 Indem ich mich dem muſikliebenden Publikum zu geneigten Aufträgen empfehle zeichnet ergebenſt Jean Marguth, Inſtrumentenmacher zu Butzbach. Der Rhetor Herr Hugo Wauer aus Berlin 19091 wird am Freitag den 22. d. M. im Saale des Kurhauſes zu Nauheim einen rhetoriſchen Vortrag halten, welcher den Abend zu einem höchſt genußreichen zu machen verſpricht, denn der Künſtler wird, außer einer humoriſtiſchen Vorleſung von Saphir, den ſchönen Romanzen⸗Cyclus: Rolands Graalfahrt, von Max Maria von Weber— dem Sohne des berühmten Componiſten— leſen. COLONIA, Koͤlniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Grundcapital: Fünf Millionen 250,000 Gulden. 19101 Dieſe im Großherzogthum Heſſen mit den Rechten eines inländiſchen In⸗ ſtituts ausgeſtattete Geſellſchaft verſichert zu mäßigen und feſten Prämien Mo- bilien, Erndte-Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. ꝛc. Der Verſicherungszuſtand der Colonia iſt fortwährend ein ſehr günſtiger, [656] indem ihre Reſerven abermals weſentlich erhöht werden konnten und nunmehr die Summe von Zwei Millionen 84,000 Gulden betragen. Verſicherungs⸗ Anträge werden entgegen genommen und alles Nöthige pünktlich von den Unterzeichneten beſorgt. Friedberg den 20. Juni 1855. P. F. Schmittner. Agenten der Colonia. Oſſenheimer Waͤldchen. 19121 Sonntag den 24. Juni große Harmonie⸗ und Tanzmuſik, wozu ergebenſt einladet A eh le. Heute Freitag den 22. Juni, Abends 6 Uhr, im Saale des Caſino:(Hötel Trapp) Danton, hiſoriſches Drama in 3 Akten, von Griepenkerl. Mit Charakter⸗Zeichnung und Stimmen⸗ wechſel vorgetragen von Dr. Fr. Lippe. Entrée 24 kr. Für Familien zu 3— 4 Per⸗ ſonen 1 fl. 9130 Mlle. Haas, 811] aus der franz. Schweiz, welche 8 Jahre an einem Institute in England als Lehrerin thätig war, und gegenwärtig in Friedberg und Butzbach Sprachunterricht ertheilt, wünscht noch einige freie Stun- den mit Unterricht in Nauheim zu be- setzen.— Anmeldungen beliebe man ge- fälligst in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg oder bei Herrn Hermann Auffarth in Nauheim zu machen. Eine Scheuer 18531] hat zu denne „Kettinger: Gußſtahl⸗Senſen 18574 mit Garantie dei 8 Gebrüder Grödel neben der Apotheke. Zu verkaufen. 2 einſpännige Wagen mit Achſen, 1 kleines Handwägelchen desgl., 2 Kinderwägelchen, 1 Stoßkarrn, 2 Sophas, mehrere gepolſterte Stühle, ein 2ohmiges Weinfaß, mehrere große und kleine Kaſten für Aus⸗ wanderer. Alles in gutem Zuſtand und billig. 8551 Salomon Schwab. 9111 Ich habe eine bedeutende Sendung neuer Möbelkattune erhalten und verkaufe ſolche zu ungemein billigen Preiſen. R. C. Hauſer, Römerberg, i Frankfurt a. M. Frankfurter Cours vom 20. Juni 1855. Piſtolen 153 fl. 9g34½-35½ Friedrichsd' oer 10 1% ½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten. e ee 20 Frankſtücke„921-22 Engliſche Souverains.„1142-44 Preußiſche Thaler.„145%-46½ 5 Frankenthaler Peußiſche Caſſenſcheine„ 145%-46 Kirchliche Anzeigen. 3. Sonntag n. Trinitat. den 24. Juni. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sell. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Ferdinand Frick. Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Koch. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg, Eiſenbah Station ſo oll!“ burg ur des Gr Volſhug, werden. in ihren teuren b Eypedit 4 ſtags! gung d 0 zweime durch 6 nach d gehende bei ihre an jeder uf dem 77 jut ſich bei der 9 abgegebe den, von Conduct