Cn. U. Mur. 8 Ourchſicht uns zu werden. 1 u acen übn⸗ ig. Da * 6 bein Hung: Friedberger Jutelligenzblatt. ga Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, g *. 8 8 oder deren Raum een Amts- und verkündigungsblatt für den Areis Friedberg. ee ſammen 7 kr. „5 100. Freitag, den 21. Dezember. 1855. Einladung zum Abonnement. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf das„Friedberger Intelligenzblatt“. Daſſelbe erſcheint wie ſeither wöchentlich zweimal und zwar Dienſtag und Freitag. Das Abonnement, welches ſtets bei der Be⸗ ſtellung zu entrichten iſt, beträgt für das ganze Jahr bei der Expedition fl. 1. 12 kr., bei den Poſtämtern in dem Furſtl. Thurn und Taxis'ſchen Verwaltungebezirke fl. 1. 30 kr. Den verehrl. Abonnenten, welche das Blatt direct von uns beziehen, werden wir daſſelbe, wenn nicht eine ausdrückliche Abbeſtellung erfolgt, auch für das neue Jahr zuſenden; für die durch die Poſt bezogenen Exemplare bitten wir jedoch das Abonnement zeitig erneuern zu wollen. Unſer Blatt enthält die amtlichen Erlaſſe der Staats- und Localbehörden, den Inhalt der Regierungsblätter in kurzer Zuſammenſtellung, monatlich die Kirchenbuchs-Auszüge der Städte Friedberg und Butzbach, widmet einen anſehn— lichen Theil ſeines Raumes unterhaltenden Erzählungen, belehrenden und gemeinnützigen Aufſätzen und kleinen Mit⸗ theilungen und bringt wöchentlich die Polizeitaxe für den Kreis Friedberg und eine Zuſammenſtellung der Fruchtpreiſe von den benachbarten Märkten. Mit Dank werden ſtets alle für die Rubrik Lokales geeignete Mittheilungen angenommen; für größere Artikel von allgemeinem Intereſſe eutrichten wir gerne ein entſprechendes Honorar. Als Amts⸗ und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg wird das„Friedberger Intelligenzblatt“ von ſämmtlichen Staats- und Gemeinde-Behoͤrden des Kreiſes gehalten und iſt vorzugsweiſe zur Aufnahme aller zur Publication geeigneten Veröffentlichungen derſelben beſtimmt. Es gelangen durch daſſelbe Anzeigen der verſchiedenſten Art zu weiter und zweckmäßigſter Verbreitung und werden ſowohl Veröffentlichungen von Behörden, wie Verſteigerungs⸗ und Verpachtungs⸗ Anzeigen, Bekanntmachungen von Arbeitsvergebungen und Lieferungen, Vorladungen ꝛc. ꝛc., als auch Geſchäfts⸗ Empfehlungen, Offerten, Geſuche und ſonſtige Anzeigen von Privaten von dem erwünſchten günſtigen Erfolge begleitet ſein, da das Blatt, von jedem Geſchäftsmanne geleſen, bei den wohlhabenden Bewohnern der Wetterau faſt in jeder Behauſung einheimiſch iſt und ſich ferner eines weiteren bedeutenden Leſerkreiſes in den übrigen Bezirken der Provinz Oberheſſen und den benachbarten Kurfürſtlich Heſſiſchen und Herzoglich Naſſauiſchen Landestheilen erfreut. Wir können unſer Blatt zu Veröffentlichungen um ſo mehr empfehlen, da die Einrückungsgebühren bei der großen Verbreitung des Blattes äußerſt billig ſind; für die geſpaltene Petitzeile oder deren Raum werden nur 2 kr., für die beiden erſten zuſammen jedoch 7 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. (C. Gindernagel's Buchhandlung.) Aus der Allgemeinen Gewerbe- Beitung. Ueber Veröffentlichung durch Juſerate, ihre Vorzüge und ihre Wirkſamkeit. Bei der Ueberflutbung des Publikums mit Neuigkeiten iſt für Noch viel nutzbarer werden ſich Anzeigen für ſolche Anſtalten er⸗ jeden Einzelnen die Veröffentlichung ſeiner Leiſtungen eine unabweisbare J weiſen, deren Wirkſamkeit und Geſchäftsbelrieb in Deutſchland, mit an⸗ Nothwendigkeit geworden. Sie kann bewirkt werden durch Anzeigen in dern Ländern verglichen, noch neu und der großen Mehrzahl noch wenig den öffentlichen Blättern, Inſerate, durch beſondere Bekanntmachungen, geläufig iſt, wir meinen die Verſicherungsgeſellſchaften, Lebens, Proſpecte, Maueranſchläge und Placate. Renten ⸗, Feuer⸗ und Kapitalverſicherungen aller Art mit Vor allen Mitteln der Veröffentlichung verdient die Anzeige, In: ihrem Kapital, den Prämien, den Vortheilen und Ergebniſſen. ſerat, den Vorzug, weil es das mindeſt koſtſpielige iſt und ſeinen Zweck Und was von den Kaufleuten und Verſicherungsgeſellſchaften, gilt am ſicherſten erreicht. von allen anderen Geſchäftsleuten und namentlich von Rhedern, den Allerdings ſteht der Nutzen der Anzeigen im genaueſten Verhältniß] Dampfſchifffahrts⸗ und Eiſenbabngeſellſchaften, von Aus⸗ zu dem Werthe der angezeigten Gegenſtände; denn ſind dieſe ſchlecht, ſo wanderungsbüreaux; Badeanſtalten und Heilquellenz Bil⸗ verführen ſie den Käufer nur einmal, find ſie gut, ſo iſt der Erfolg un.] dungs⸗ und Erziehungsan ſtaltenz Gewerbe und Handels- berechenbar. In dieſem Falle ſchafft die Anzeige eine Kundſchaft und ſchulenz Heilanſtalten und Heilmitteln; Hötels und Gaſt⸗ regt noch überdieß die mündliche Empfehlung an von Freund zu Freund, höfen, kurz von allen Geſchäften.. von Bekanntſchaft zu Bekanntſchaft. In keinem Lande der Welt iſt der Handel und Verkehr ſo blühend, Der Zweck der Anzeige kann nur der ſein, den Verbraucher auf- als in England und nächſt ihm in Frankreich, und man nebme die Times merkſam zu machen; denſelben zu feſſeln, iſt die Aufgabe der Waare oder den Conſtitutionel oder jedes andere Bekanntmachungsmiltel in die ſelbſt. Der weſentliche Inhalt der Anzeige iſt deßhalb die Firma des Hand, und man wird finden, daß man dort den Nutzen der Inſerate Verkäufers, die dem Auge des Publikums nicht oft genug vorgeführt mehr zu ſchätzen weiß als bei uns. 8 5 werden kann. So wenig der Verkäufer ſein Verkaufſchild nur einen Tag In Deutſchland haben bis jetzt nur die Buchhändler von der lang aushängt, und dann einzieht, ſo wenig ſollte derſelbe unterlaſſen,[Anzeige im weitern Umfange Gebrauch gemacht, und Jedermann iſt be⸗ ſeine Firma ſo oft als möglich anzuzeigen, denn die Anzeige ſucht den kannt, wie viele Unternehmungen lediglich diefer Einrichtung einen großen Käufer in ſeiner Behauſung auf, die Firma muß der Käufer ſelbſt auf] und dauernren Erfolg verdanken. Die Anzeige iſt mit einem Worte eine der Straße ſuchen. Verpflanzung der Firma aus der engen Straße der kleinen Stadt auf Der Preis der Anzeige richtet ſich nach der Verbreitung der Zei⸗ den Markt der Welt und vor das Auge der geſchäfttreibenden Menge tung, welche ſie aufnimmt, und die mäßigen Preiſe der wenig verbreiteten] und darnach mag Jeder bemeſſen, ob und welchen Erfolg für den ge⸗ Zeitſchriften beruhen auf Täuſchung, denn nur ein weit verbreitetes Be⸗ ſammten Geſchäſts verkehr des Einzelnen eine ſolche veränderte Weiſe der kanntmachungsmittel vermag Spar ſamkeit mit Wirkſamkeit zu verbinden.] Ankündigung haben könne und haben müſſe. — 436 Amtlicher Theil. Von den erſchienenen Regierungsblättern für 1835 ſind zu publieiren: Nr. 36 sub 2. Nr. 37 sub 1, 2, 4. Nr, 38 sub 2. Nr. 39 das Polizeiſtrafgeſetz vollſtändig. Nr. 40 sub, 1, 4. Nr. 41 sud 1, 2. Nr. 42 sub J, 2, 3. 4. Friedberg am 18. Dezember 1855. Großherzogliches Kreis amt Friedberg 1 Müller. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Abnabme des Verfaſſungscides vom 4. Quartal. Der Verfaſſungseid für das 4. Quartal l. J. wird Dienſtag den 8. Januar l. J. Vormittags 11 Uhr auf dem Rathhauſe dahier abgenommen. Sie werden die jungen, im 4. Quartal l. J. aufgenommenen Ortsbürger hierher einladen, und Inſinuationsbeſcheinigung vor dem Termin anher einſenden. Friedberg, am 18. Dezember 1855. Müller. An Die eben Sie haben alsbald in Ihren Gemeinden bekannt zu machen, daß die Conſeriptionsliſte der Militärpflichtigen des Jahres 1856 im Kreiſe Friedberg, in Gemäßheit des Art. 25 des Rekrutirungsgeſetzes vom 20. Juli 1830, 14 Tage lang und zwar vom 24. d. M. bis zum 7. k. M. zu Jedermanns Einſicht auf meinem Büreau offen liege. Betreffend: Die Muſterung des Jahres 1856. Friedberg, am 20. Dezember 1855. Müller. Ernennungen. Zu Bürgermeiſtern und Beigeordneten wurden ernanut für die Gemeinden: Wölfersheim: der ſeitherige Bürgermeiſter Andreas Allwohn II. zum Bürgermeiſter; der ſeitherige Beigeordnete Hein⸗ rich Peter Dorſch zum Beigeordneten. Wiſſelsheim: Der ſeitherige Beigeordnete Georg Nürnberger zum Beigeordneten. Wohnbach: Der ſeitherige Bürgermeiſter Wilhelm Philippi II. zum Bürgermeiſter und der ſeitherige Beigeordnete Conrad Lung II. zum Beigeordneten. Friedberg den 19. Dezember 1855. Großherzogliches Kreisamt Friedberg M̃üel leer Ein Stücklein Brod. 1. Ein lautes, freudiges Leben erfüllte die Stadt. Ein Lichtmeer ſchien ausgegoſſen durch die Straßen, ein won— niges Rauſchen und Klingen drang durch die Lüfte: es war ja der ſchönſte, der ſeligſte bend, der Weihnachts- abend, eingekehrt bei den kleinen und großen Kindern. Tauſend Herzen, welche der Froſt des Stolzes, die Kälte der Gleichgiltigkeit bisher geſchloſſen hielt, thauten auf in dem Hauche der allgemeinen Freude. Tauſend andere Herzen, welche aus den Wunden des Schmerzes und des Haſſes, der Erniedrigung und Entſagung geblutet hatten, ſchloſſen ſich unter dem lindernden Balſam des Friedens und der Verſöhnung. Der heilige Chriſt berührte ſie mit ſeiner ſegnenden Wunderhand und wiegte ihr rauhes und rohes Werktagstreiben wenigſtens auf einige Stunden zur ſtillen Sabathruhe ein. Doch auch dieſer Abend, den ich beinahe einen allgemeinen Feſt- und Feierabend genannt hätte, ging, wie ſo oft alles menſchliche Glück und alle irdiſche Freude, an manchem Hauſe und manchem Herzen vorüber, ohne darin eine gaſtliche Einkehr zu nehmen. Während in den glänzenden Gemächern des Reichthums und des Wohlſtandes Wonne und Entzücken die Herzen berauſchten, herrſchten in dumpfen Wohnungen der Ar— muth das Elend und der Kummer oft mit doppelter Ge— walt. Am traurigſten war es an dieſem Abend in einer duſtern Stube der Vorſtadt; die arme und kranke Tagloh⸗ nerswittwe Mariane Lebrecht hatte dieſelbe mit ihrer 6jähri— gen Tochter Klara bisher bewohnt. Sie hatte ſeit Monaten nichts mehr verdienen, alſo auch nichts mehr bezahlen können, und wenn man ſie noch in der Stube duldete, ſo dankte ſie es nur dem traurigen Umſtande, daß ſie ihr armes Lager nicht mehr verlaſſen konnte, und der Tod ihr bald eine andere Wohnung anzuweiſen verſprach. Heute war er denn auch an ihr Lager getreten, der letzte, allgemeine Freund der duldenden Menſchenkinder, und hatte ein Leben geendet, das voll war von Mühſal und Noth, dem nur wenige Sonnenblicke des Genuſſes und der Freude geleuchtet hatten. Die Todtengräber waren eben beſchäf— tigt, die Leiche fortzuſchaffen. Niemand befand ſich im Zummer außer Klara, die heute ſchon ſo viel geweint hatte, daß ſie keinen Laut und keine Thräne mehr fand als ſie ihre Mutter hinaustrugen. Doch kaum hatten die Män⸗ ner des traurigen Amtes die Stube verlaſſen, ſo eilte ſie ihnen nach, erlag aber bald der ungeheuren Laſt des Schmerzes und ſturzte nieder in den Schnee. Die heftige Kälte aber trieb ſie bald wieder empor, und nun ſtellte ſich auch ein anderes Gefühl bei ihr ein, das Gefühl des Hungers, denn das arme Kind hatte zwei Tage am Ster— belager ſeiner Mutter geſeſſen, ohne einen Biſſen zu genießen. Das Elend der verwaiſten und verlaſſenen Klara war ſo groß, daß ſie daſſelbe nicht zu faſſen, ja nicht zu ahnen vermochte; es war nur der natürliche Trieb der Selbſterhaltung, der ſie leitete, den Menſchen entgegen, die ſie ja doch nicht verſchmachten laſſen konnten. Als ſie um ſich ſah, um ihre Wanderung zu beginnen, erblickte ſie vor ſich einen prächtigen Palaſt. Sie eilte in den— ſelben und ſtieg, da ſie unten Alles leer fand, die Treppe empor, von der das Licht ihr entgegen ſtrahlte und ver⸗ worrenes Geräuſch zu ihr niedertönte. Kaum hatte ſte die letzte Stufe der Treppe erreicht, als an der Hand einer älteren Dame ein Mädchen, das ihr Alter haben mochte und das geſchmückt war wie eine Puppe, aus einem gegenüber liegenden Zimmer hervortrat. Klara ſtürzte mit dem ſchmerzlichen Ausrufe:„Ein Stücklein Brod!“ der geputzten Kleinen entgegen; dieſe aber wandte ſich mit Abſcheu ab und mit den Worten:„O pfui, das gar— ſtige Bettelkind!“ zog ſie ihre Begleiterin nach dem Salon, wo gewiß der koſtbarſte Weihnachtsbaum ihrer harrte; nicht einn Betlelvoll Kal ſo war ſi nächſten ſollte, ver den Auge ſie weiten Der frei niedlichen tröſtenden chens, d enſter u 5 123 der, au ſchloſſen, weibliche Begehrer zu komm Kindern ſcheiden Tiſchlers Klara in mit der ſal, ihre theilnehr Madchen bei ſich! drang di breitete aufs Ne La Weihna⸗ und we Menſche Kl hogte m. bei ſhrer kräftig N ſie ander o war ſſe ſo lie geworden ite ande llbte den an au 11 zb 1 2 aberg ker leg, uud dane und Nord, det Freude den beſchäf⸗ ind ſich im weint hatte, and als ſie die Män⸗ o eilte ſie ai des Laſt dee 437 denn daß die junge Gräfin von Kronhelm heute reichlich würde beſchenkt werden, wußte jeder, der den Glanz und die Pracht kaunte, welche in dem Grafenhauſe bei jeder möglichen Gelegenbeit entfaltet wurden. „Pfui, das garſtige Bettelkind!“ Dieſe Worte hatten Klara wie ein Donnerſchlag getroffen und raſch die Treppe hinuntergeſcheucht. Als ſie aber im Freien ſich wieder auf ſich ſelbſt beſann, ſah ſie ein, daß ſie gleichwohl ihre Wanderung fortſetzen müſſe. Beſorgt ging ſie in eines der nächſten Häuſer und trat, da ihr Niemand abwebrend in den Weg kam, in das Wohnzimmer. Hier hatten Kaufmann Weller und ſeine Gemahlin ihrem einzigen Söhnchen Hugo ſoeben den Weihnachtsbaum angezündet; der Knabe konnte ſich nicht ſatt ſehen an den Wundern, mit denen der Baum bedeckt war, und die Eltern waren in den ſelbſtvergeſſenen Anblick des überſeligen Kindes verloren. „Ein Stücklein Brod!“ bat endlich Klara mit zit⸗ ternder Stimme und näherte ſich der Gruppe der Gluͤck⸗ lichen. Dieſe fuhren empor und Weller rief mit zürnender Stimme:»Was? nicht einmal in dieſer feierlichen Stunde, nicht einmal im Schooße ſeiner Familie iſt man vor dem Bettelvolke ſicher!“ Kaum hatte Klara das Wort„Bettelvolk“ gehört, ſo war ſie auch ſchon wieder an der Thüre und in der nächſten Minute auf der Straße. Was ſie jetzt beginnen ſollte, vermochte ſie nicht zu denken; es war ihr trübe vor den Augen und zentnerſchwer um das Herz, willenlos ging ſie weiter. Bald batte ſie das Ende der Straße erreicht. Der freundliche Lichtſchimmer, der ihr aus dem letzten, niedlichen Häuschen entgegenſtrahlte, war auch ihr letzter tröſtender Stern. Sie klopfte an die Thüre des Häus— chens, die ſie verſchloſſen fand; ſchnell öffnete ſich das Fenſter und eine ſaufte weibliche Stimme fragte, was es gäbe. „Ein Stücklein Brod!“ bat Klara wieder mit beben⸗ der, kaum börbarer Stimme. Das Fenſter wurde ge⸗ ſchloſſen, alsbald aber die Thüre geöffnet, und dieſelbe weibliche Stimme, welche Klara eben ſo ſanft nach ihrem Begehren gefragt hatte, lud ſie nun ein, in das Zimmer zu kommen. Hier ſaß der Tiſchlermeiſter Wenzl mit ſeinen Kindern Paul und Margaretha bei einem einfachen, be— ſcheiden geſchmückten Weihnachtsbaume. Die Frau des Tiſchlers führte nun auch die vor Froſt und Augſt zitternde Klara in den muntern Kreis. Sie genoß das Abendbrod mit der Familie, und als ſie ſpäter ihr grauſames Schick⸗ ſal, ihre gänzliche Verlaſſenheit erzählte, wurden die guten, theilnehmenden Herzen ſo gerührt, daß ſie dem armen Mädchen verſprachen, daſſelbe bis andere Hilfe ſich faͤnde, bei ſich behalten zu wollen. Wie eine ſuüße Engelsſtimme drang dieſe Botſchaft in Klärchens gemartertes Herz und breitete vor den Augen des ſchon verzweifelten Kindes aufs Neue das Morgenroth einer glücklichen Zukunft aus. 2 Laſſen wir die nächſten fünfzehn Jahre nach jenem Weihnachtsabende, von dem wir erzählten, vorübergehen und werfen wir heute einen Blick auf das Schickſal der Menſchen zurück, die wir an jenem Abende kennen gelernt haben. Klärchen war im Hauſe des Tiſchlers geblieben, hatte mit Margaretha die Schule beſucht und zu Hauſe bei ihrer zweiten Mutter gelernt, bei der Arbeit raſch und kräftig zugegriffen, daß es bald Niemanden mehr einſiel, ſie anders denn als Mitglied der Familie zu betrachten. So war ſie zur Jungfrau heran geblüht, und Paul hatte ſie ſo lieb gewonnen, daß er, da er nun, ſelbſt Meiſter geworden war, ſeinen Eltern kurzweg erklärte, nie könne eine andere als Klara ſeine Frau werden. Auch Klara liebte den jungen, kräftigen, fleißigen und herzensguten Mann aus voller Seele, und Pauls Eltern hatten ſich kein größeres Gluck auf Erden mehr gewünſcht, als ihre Kinder ſo ganz glücklich zu ſehen; denn auch Margaretha hatte in einem jungen Zimmermeiſter einen Bräutigam gefunden, der ganz für dieſen einfachen, ſchlichten Kreis geschaffen war. Und ſo ſaßen denn die Ueberglücklichen heute bei ihrer Verlobungsfeier traulich uno ſelig beiſam⸗ men. Vor Klara lag ein Stücklein Brod auf dem Tiſche; ſchon als Kind hatte ſie ſich gelobt, am Weihnachtsabende nie etwas anderes zu genießen, zur lebendigen und freu⸗ digen Erinnerung an die Stunde, in welcher ſie in dieſem Hauſe mit der einfachen Bitte um ein Stücklein Brod eine o gütige Aufnahme und Rettung aus ihrem namenloſen Elend gefunden hatte. Sehen wir uns nun nach den beiden Häuſern um, in welchen dem hungernden Klärchen einſt die Bitte ihrer Armuth abgeſchlagen wurde. Die Grafenwohnung war an dieſem Abende ſo prächtig beleuchtet wie einſtmals vor fünfzehn Jahren. Sidonia, das ſchoͤne, ſtolze Weib, war königlich geſchmückt; ſie mußte es ja heute ſein, denn auch ſie feierte ibre Verlobung. Ihr zur Seite ſaß Fürſt Beriſoff, ihr künftiger Gemahl. Graf Kronhelm hatte den Fürſten den letzten Sommer über in Baden-Baden kennen gelernt und ſeine Tochter, die angebetete Krone aller weiblichen Schönheiten ihm überlaſſen. Kronhelm, dem Glanz und Prunk zur zweiten Natur, zum Elemente ſeines Lebens geworden waren, hatte in der letzten Zeit Ausgaben gemacht, die ſeine Kräfte bedeutend überſtiegen. Er ſuchte ſeinen zerruͤtteten Finanzen im Spiele wieder aufzuhelfen, verlor aber auch noch den übrig gebliebenen Reſt, der, wenn er Maß und Beſchränkung gekannt hätte, fur ihn und ſeine Tochter ausgereicht haben würde. Nun blieb ihm nichts mehr übrig als die Erklärung gegen ſeine Tochter, entweder ſie heirathe den reichen Fürſten Beriſoff, der ſich auf das anugelegentlichſte um ſie bewerbe, oder er mache ſeinem Leben gewaltſam ein Ende. Beriſoff theilte den Reichthum, aber auch die ganze Rohheit mit ſeinen ruſſiſchen Standesgenoſſen; doch Sidonia fuͤhlte ſich kräf— tig geung, das Leben ihres Vaters mit dem Glücke ihres eigenen Lebens zu erkaufen. Lächelnd ſaß ſie heute an der verſchwenderiſch beſetzten Tafel, aber kein Biſſen von all den aufgetragenen Herrlichkeiten kam auf ihre Zunge. Als ſie ſich endlich in ihr Zimmer zurückziehen durfte, da ſchwand das unter den gräßlichſten Qualen aufrecht erhal⸗ tene Lächeln von ihren Lippen, ein Strom von Thränen brach aus ihrem Auge, und ſie rief:„O hätte ich die Freiheit, eine Hütte und ein Stücklein Brod, ich wollte es mit heißen Dankesthräuen benetzen und in ſeinem Ge⸗ nuſſe mich reicher und glücklicher dünken als jede Königin der Erde!“ Auch in dem Hauſe des Kaufmanns Weller war es an dieſem Abend traurig, ſehr traurig. Weller hatte ſich von ſeinem Glücke und ſeiner Begierde nach Reichthum verblendet, in unglückliche Speculationen eingelaſſen, und da das erſte Unternehmen mißglückt war, daſſelbe durch ein zweites und drittes wieder gut zu machen geſucht. Allein wie früher das Glück, ſo war ihm jetzt auch das Unglück treu und beſtändig; ſeine Lage ſich ſelbſt und ſei⸗ nen Freunden einzugeſtehen und das Mögliche noch zu retten, verbot ihm ſein Stolz, und ſo war der Bankerott endlich unvermeidlich. Mit dem Verluſte ſeines Vermögens und ſeines Anſehens war für Weller auch der letzte Halt und Muth des Lebens entſchwunden, und es blieb ihm nur noch die Kraft, den Lauf eines Piſtols nach ſeiner Stirne zu richten und raſch abzudrücken. Düſter und ſchweigend ſaßen Hugo und ſeine Mutter an dieſem Abend beiſammen, ein Stücklein Brod genügte beiden zur bittern, thränengewürzten Nahrung. — Die Jahre kommen und gehen in ihrem immer gleichmä⸗— ßigen Schritte hin über die Erde. Doch wie oft werden dem Menſchenherzen Tage zu Wochen und Monden, wie oft aber ſchwinden ihm auch Stunden und Tage, ja Wochen und Monate dahin wie eine einzige flüchtige Minute, je nachdem die geſchäftige Sorge auf ihm laſtet und der na— gende Wurm der Reue darin zehrt, oder die tanzende Woge des Glückes es auf ſeinem klaren ſchwellenden Spiegel dahin trägt. Für Klara gab es keinen Wechſel der Zeit.„Pfeilſchnell iſt die Gegenwart entflogen!, Dies konnte man freilich auch von ihr ſagen, denn der Flug der Zeit ging ſo raſch an ihr vorüber, daß ſie ſeine Schwingungen gar nicht bemerkte. Ihr war die nächſte Stunde wie die letzte, der kommende Tag wie der vergan⸗ gene. Mit gleicher, ungetrübter Heiterkeit und Ruhe wal— tete ſie im Kreiſe ihrer ſtillen Häuslichkeit. Der Mann, deſſen Liebe mit ihren Jahren groß gewachſen, war nun ihr Gatte; das Haus, das ſie einſt arm und verlaſſen als Aſyl aufgenommen, war nun ihr eigenes geworden. Was ſie nächſt der Liebe ihres Gatten beglückte, war die ihr gegebene Möglichkeit, ihren theuren Schwiegereltern, die ja früher ſchon ihre Adoptiveltern geworden waren, in thätiger Liebe ſich dankbar zu erweiſen. Freudig er— füllte ſie ihnen jeden Wunſch, den ſie ihnen nur aus den Augen leſen konnte. Mehr aber als alle Dienſte, die ſie ihnen leiſtete, erfreute die alien Herzen das täglich ſich erneuernde Bewußtſein, daß ihr Sohn in dem Beſitze Klaras ſo glücklich ſei, als ſie ſelbſt einſt in den goldenen Tagen ihres erſten ehelichen Glückes waren. „Zögernd kommt die Zukunft hergezogen!“ Niemand ſah und fuͤhlte den langſamen, trägen Schritt der kommen— den und namentlich der beſſern Zeit langſamer und träger heranſchleichen als der junge Hugo Weller. Seine Mutter hatte ſich nach dem gewaltſamen Tode des Vaters mit der Aufopferung und Entſagung, welche großen Frauen— herzen eigen ſind, bald in ihr herbes Schickſal ergeben. Ihr klarer Geiſt, ſo bald er die nothwendige Ruhe wieder gefunden hatte, ſagte ihr, daß ſie nicht blos Wittwe, daß ſie auch Mutter ſei, und daß die mütterlichen Pflichten jetzt ihr ganzes Herz erfüllen müſſen. Sie gab auch den— jenigen Reſt ihres Vermögens, den ihr die Gerichte als unantaſtbares Eigenthum zuſchrieben, dahin, um die här— teſten und ungeſtümſten Gläubiger zu befriedigen. An ſolche, die mit einem ausgedehnten Beſitze ein gutes und für fremde Leiden mitfühlendes Herz beſitzen, wendete ſie ſich perſönlich um Nachlaß oder Schankung und ruhte nicht eher, als bis ſie dieſelbe in Ferm einer rechtmäßigen Ur— kunde erhalten hatte, ſo daß an ihren Sohn, wenn er vielleicht ſpäter einmal in glücklichere Umſtände gelangen ſollte, keine Forderung mehr geſtellt werden könnte, und nicht der Schatten einer trüben Vergangenheit auch in ſeine hellere Zukunft hinüberragen würde. Zu ihrem und ihres Sohnes Glücke hatte ſich ihr Gemahl in ſeinen beſ⸗ ſeren Tagen an der Gründung eines Inſtitutes betheiligt, das ihuen jetzt eine rettende Zufluchtsſtaͤtte gewähren ſollte. Dies Inſtitut war eine Freiſchule für Söhne verunglück⸗ ter und verarmter Kaufleute. In dieſe Freiſchule trat jetzt Hugo ein, um ſich für die ſpätere Gründung einer eigenen ſelbſtſtändigen Lebensſtellung vorzubereiten. Da in der Kaufmannsſchule gegenwärtig auch die Stelle einer Beſchließerin erledigt war, ſo bewarb ſich ſeine Mutter um dieſelbe; und daß man ſie der unglücklichen Wittwe eines Mannes, der ſich an der Begründung des Inſtituts in hervorragender Weiſe betheiligt hatte, nicht abſchlug, läßt ſich leicht denken. So öffnete ſich ihr, wenn auch in dienender Stellung, doch der Beginn eines neuen ehrlichen 438 Daſeins, und blieb ihr zugleich die ſchwere Trennung von dem geliebten Sohne erlaſſen. Auf dieſem aber laſteten die Jahre des Unterrichts ſchwer und drückend. Nicht als ob er die Mühe des Unterrichts ſelbſt geſcheut oder ſich unter den übrigen Zöglingen, denen er allen an Jahren überlegen war, deßhalb unbehaglich gefühlt hätte; es war zunächſt nur der Anblick ſeiner Mutter in ihrer jetzigen dem frühern Wohlbehagen ſo entgegengeſetzten Lage, der ihn unendlich traurig machte. Doch gerade der ſehnende Wunſch, ſie recht bald dieſer dienſtbaren Lage entreißen und ihr einen eignen, wenn auch beſchränkten, häuslichen Herd bereiten zu können, trieb ihn zu einem ſolchen Eifer und einer ſolchen Ausdauer in ſeiner Schule, daß er die⸗ ſelbe ſchon vor dem Ablaufe der eigentlich feſtgeſetzten Zeit unter allgemeiner Zufriedenheit verlaſſen durfte. Da er die nothwendigſten praktiſchen Handgriffe und tech⸗ niſchen Behelfe ſchon früher im Geſchäftszimmer ſeines Va⸗ ters erlernt hatte, ſo gelang es ihm nun bald, ſich eine Stelle zu erringen, die es ihm bei ſorgfältiger Beſchrän⸗ kung erlaubte, ſeine Mutter zur Führung und zum Mit⸗ genuſſe ſeines kleinen Hausweſens zu ſich zu nehmen. Dieſelbe fühlte ſich in dieſer kleinen, beſchränkten Häus⸗ lichkeit bald glücklicher und zufriedener als früher in ihrem glänzenden Wohlleben. Damals in dem immer gleichen, ruhigen Beſitze und Genuſſe, der unwillkührlich zu dem Gedanken verleitet, es müſſe das Alles von ſelbſt ſo fort⸗ dauern, fühlte ſie nicht die ſtille Seligkeit, die ein ſonniger Frühlingsblick des Geſchickes dem in der Winternacht der Armuth und des Unglücks erſtarrten Menſchenherzen ge⸗ währt. Die Sommertage ihres vormaligen Reichthums betrachtete ſie nun als ein parteiiſches Geſchenk des blinden, verſtandloſen Zufalls; an dem Herbſtmorgen ihrer Gegen— wart aber hingen die ſchönſten Thauperlen, die das Erden— leben erzeugen kann: es waren die Schweißtropfen des Fleißes, die Thränentropfen der Dankbarkeit von ihrem ge⸗ liebten, einzigen Kinde.(Schluß folgt.) Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat November. Getraute: 11. Friedrich Chriſtian Ritzel, hſ. B. u. Hufſchmied, des hf. B. u. Hufſchmieds Johann Wilhelm Ritzel ebl. led. S. und Maria Eliſa⸗ betha Hahn, des B. u. Oekonomen zu Melbach, Kr. Friedberg, Johann Friedrich Hahn ehl. led. T. 12. Johannes Feiling, hſ. B. u. Oekonom, des verſt. hſ. B. u. Oekonom. Jacob Feiling ebl. verwittw. S. u. Maria Dorothea Bopp, des B. e zu Aſſenheim, Kr. Friedberg, Karl Ludwig Bopp ehl. led. T. 25. Johann Philipp Engel II., hſ. B. u. Metzgermeiſter, des h. B. u. Metzgermeiſters Joh. Heinrich Engel ebl. led. S. u. Maria Magdalene Becker, des verſt. B. Wirths u. Oekonomen zu Melbach, Kr. Friedberg, Philipp Becker ehl. unverheirathete T. 25.(zu Laubach). Konrad Diehl, hſ. B. u. Schneidermeiſter des verſt. Feldwebels Johannes Diehl ehl. verwittw. S. u. Maria Krauß, des B. zu Laubach u. Barbiers Philipp Krauß ehl. led. T. Gera ft e 4. Dem bſ. B. u. Sattlermeiſter Heinrich Hieronymus ein S. Heinrich Hartmann, geb. 19. Oct. 4. Dem hf. B. u. Schreinermeiſter Johannes Becker ein S. Karl Friedrich Chriſtian, geb. 19. Oct. 8. Dem hſ. B. u. Gaſtwirth Wilhelm Auguſt Simon eine T. Anna Roſa Emilie, geb. 28. Sept.. 11. Dem bſ. B. u. Schuhmachermeiſter Johannes Enders eine T. Anna Maria, geb. 18. Oct. 0 1 11. Dem B. zu Schotten u. Tuchmacher Heinrich Breiter eine T. Juliane, geb. 14. g 25. Dem bſ. B. u. Fuhrmann Chriſtoph Jof eine T. Suſanne Dorothea, geb. 11. Nov. f Beer digte: 11. Anna Cbriſtine Nees, des hſ. B. u. Handarbeiters Johann Heinrich Nees ehl. T., alt 4 J 7 M. 20 T., T 10. 14 Johanna Charlotte Wilhelmine Wendel, geb. Diehl, des B. zu Horchheim in Rbeinbeſſen u. Ziegler dahier Johann Peter Wendel Ehefrau, alt 38 J. 20 T., f 12. —— Submiſſio worüber d. Stelle l Gebalt bie Mormiltag Auſſchrist eizureiche Gie ſſe G1 2 G ü g 1852] 1 Vert Erben g Termin a 27 anberaum find. Fried! Der Vorf DSJ die in de ſlücke V V ſo ihm zi den Nan ſtehende, Grundffüe Schwalbe Elgenthum Aurag we Grundſtäe zeige unter der ſonſt die! resp. nat hard Wal Grundbuc tationsver Fried 0 — 11834] 1 fſehende n des Heinr weurg Mußt, we haupt on gemacht ſchluſſeg Nit hier arzuz erſchrinend der Wahl khrators 90 dre dbe Or Jengeſezten gen durfte e und tech, eines Ba. Wſcch eine 8 Lochran, zum WM. u nehmen. den Haus, er in ihrem d gleichen, uch zu den clbſt ſo fort, kin ſonniger ernacht ber enberzen ge⸗ Reichtdum des blinden, ter Gegen⸗ Naa rd 5 Exden⸗ Tupfen des Na de⸗ Sean tin e n b L ders eint Uttütr eine L Suſannt 1 1. Jehan (bes 8 n Wem — 439 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Aufforderung. P1832] Alle, welche an die Großherzogliche Taubſſummen⸗Anſtalt oder ihre Zoͤglinge eine Forderung aus dem Jahre 1855 zu machen baben, ſind eingeladen, die betreffenden Nech⸗ nungen, ſofern dieß noch nicht geſcheben iſt, im Laufe dieſes Monats einzureichen. Friedberg den 15. Dezember 1855. Großh. Direction des Taubſtummen⸗Inſtituts Ur Matthias. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. [1835] Zur Uniformirung der Portiers und der Bahn⸗ und Weichenwärter ſoll die Lieferung von 39 Röcken, 70 Hoſen, 70 Mützen und 1 Paletot, verauſchlagt zu 1004 Gulden, auf dem Submiſſionswege in Accord gegeben werden, worüber die Bedingungen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote bis längſtens den 28. d. Mts., des Vormittags 10 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uniformirung betreffend einzureichen ſind. Gie ſſen am 12. Dezember 1855. Großherzogliche Magazins ⸗Commiſſion Lauben heimer. Güter Verſteigerung. [1852] Eingetretener Hinderniſſe wegen wird zur Verſteigerung der den Martin Groß'ſchen Erben gebörenden Güterſtücke anderweitiger Termin auf den 3. Feiertag als den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, 1 wozu die Kaufliebhaber eingeladen nd. Friedderg, den 19. Dec. 1855. Der Vorſteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Friedberg Air ee Edietalla dung. L833 Gottbard Waltber zu Bauernheim will die in daſiger Gemarkung gelegenen Grund⸗ ſtücke VII 199 Wieſe im Weſengrund, VII 296 Wieſe daſelbſt, ſo ihm zugeſchrieben find, ſodann das noch auf den Namen des Konrad Bingel in Dorheim ſtehende, angeblich durch Verjährung erworbene Grundſtück 11 214= 161 Klftr. Acker auf die Schwalbeimer Grenze veräußern, kann aber ſein Eigenthum nicht nachweiſen. Auf Igeſtellten Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren An⸗ zeige binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die Kaufbriefe die gerichtliche Beſtätigung, resp. nach vorheriger Einſchreibung des Gott⸗ hard Walther als vermutbeten Eigenthümer im Grundbuche ertbeilt, ſofort der Eintrag im Mu⸗ tationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg den 11. Dezember 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalladung. [1834] Ueber das in nur etwa 100 fl. be⸗ flehende mit 2044 fl. überſchuldete Vermögen des Heinrich Markus Hirſchſprung von hier iſt Concurs erkannt worden. Anſprüche an die Maſſe, wenn ſolche nach dieſen Umſtänden über⸗ haupt von nicht bevorzugten Gläubigern geltend gemacht werden wollen, ſind bei Meidung Aus- ſchluſſes Mittwoch den 6. Februar 1856 hier anzuzeigen, wo auch von der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger Beſtimmungen wegen der Wahl und Cautionsleiſtung eines Maſſe⸗ curators gefaßt werden ſollen. Friedberg am 10 Dezember 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Frucht ⸗Verſteigerung. 11853] Circa 60 Malt. Gerſte und 60 Malt. Hafer läßt die Kirche zu Dornaſſenbeim Mittwoch den 2. Januar 1856, 11 Uhr Morgens, auf dem Rathbhauſe daſelbſt verſteigern. Dornaſſenheim, den 18. Dec. 1855. Der Kirchenvorſtand. Mobilien⸗Verſtei gerung. 11854] Donnerſtag den 3. Januar 1856, von Vormittags 10 Uhr an und die folgenden Tage will der Unterzeichnete erbvertheilungsbalber in ſeiner Wohnung, dem Gaſthauſe zum, Adler zu Heldenbergen, die nachſteyenden Gegenſtände verſteigern laſſen: 1) 4 Pferde mit Acker- und Wagengeſchirr, 2) 2 Faſelochſen, 2½ Jayr alt, 3) J trachtiges Mutterſchwein, 4) 5 Maſtſchweine, 5) 8 Zuchtſchweine, 6) 2 vollſtandige Wagen mit eiſernen Achſen, 7) 1 Schaufelpflug, 8) 1 Schwabenpflug, 9) 2 gewohnliche Pflüge, 10) 2 Eggen, 11) 1 zweiſpännigen Schlitten, 12) 1 Handwägelchen, 13) 2 Stumpftroge, 14) 2 Keltern mit eiſernen Schrauben und Mahltrog, 15) 7 Stück vorzüglichen Aepfelwein mit Faß, 16) 16 bis 18 Ohm dergl. ohne Faß, 17) 3 Ohm gutgebattenen 18161 Wein, 18) 18 bis 20 Ohm reingehaltene leere Faß, 19) 1 große W'eſchbütte, 20) 1 eirca 6 Ohm baltendes Pfuhlfaß, 21) eine vollſtändige Branntweinorennerei, 22) 1 vollſtandiges Reitgeſchirr, 23) l gute Fruchtwaage, 24) 2 gute Fruchtfegmüblen, 25) circa 300 Centner Heu, 26)„ 900 5 Stroh, 27)— 300 Körbe Spreu, nebſt mehreren ſonſtigen Gegenſtänden. Gegen annehmbare Bürgſcheine wird Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. Nov. 1856 geſtattet. Der mit Faß verkauft werdende Aepfelwein kann auf ſeinem gegenwärtigen Lager bis zu Petritag 1856 liegen bleiben. Das Vieh werd zuerſt verſteigert. Heldenbergen, den 15. Decbr. 1855. Chriſto ph Gruner. Kaſino⸗Geſellſchaft. 11855] Das nächſte Damenkaſino findet Sonn⸗ tag den 30. Dezember ſtatt. In Abweſenheit des Präſidenten der 4. Vorſteher von Heimro d. Hochgeſand, Sekretär. 40 Gulden 11856] Vormundſchaftsgelder liegen gegen hin⸗ reichende gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen berelt. Herm. Auffarth. Nauheim. [1857] Eine leichte, einſpännige, wo möglich zweiſitzige Chaiſe, welche ſich zum Reiſen eig⸗ net, wird zu kaufen geſucht.— Von wem? ſagt die Exped. d. Bl. Anzeige. [18581 Mit vorzüglichem Zettel⸗ und Einſchlag⸗ garn, ſowohl in ungebleichtem, blauem und türkiſchrotbem, wie auch in Leinewand⸗ und Corduan-⸗Reſten, bin ich beſtens verſehen, und werde zu den möglichſt billigſten Preiſen ver⸗ kaufen. Friedberg. Nathan Hir ſchhorn, Uſagaſſe Nr. 244. Diverſe Thalerſcheine [1859] nebme ich bis zum 31. Decbr. d. 89 gegen Abnahme von Waaren noch für den vollen Werth an. H. W. Hatterotb. 11860] ſind wieder angekommen bei Guſtav Dieffenbach. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Unter Garantie der Aechtheit. Dr. Borchardt's arom.- med. Krä Dr. Suin de Boutemard's Paſta(à 21 und 42 kr.) Profeſſor Dr. Lindes Vegetabiliſche Stangen⸗Po⸗ made(à 27 kr. pr. Stück). Apotheker Sperati's Stalieniſche Honig- Seife(in Päck⸗ chen zu 9 und 18 kr.) Dr. Hartung's Flaſchen à 35 kr.) Dr. Hartung's Kräuter-Pomade(in geſtempelten Tie. geln à 35 kr. L11071 Bewährt durch die langjährigen erfreulichſten Ergebniſſe viel⸗ ſacher wiſſenſchaftlicher Prüfungen und prakliſcher die obigen privilegirten Artikel mit gerechter lende Erinnerung gebracht werden und ſie werden ſicherlich von allen denen, die ſich ihrer nur erſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder gebraucht werden. Proſpecte und Gebrauchs⸗ Anweiſungen weiden gratis verabreicht ſow Friedberg nur allein verkauft bei P. ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. — Chinarinden⸗Oel(in geſtempelten F. Schmittner, Orts⸗ Täuſchungen S gef. genau achten. uter⸗Seife à 21 kr. aromat. Zahn⸗ ündete Ruf der annigfache Nachbil- n die geehrten Conſu⸗ hrfach veröffentlichte : DR. BORCHARD¹T DE BOUTEMARD(Zahn- arinden-Oel u. Kräuter-Po- hervorruft, wolle (Stangen-Pomade), SpERA“T(Honig- ſerer Artikel ſowobl auf deren me irma unſeres betr. alleinigen SUIN er ſeit Jabren ſo wobl begr iten faſt täglich= m nebenſtebenden Spezialitä 8 als auch auf die Namen DR. RTUNG(Chin Anwendungen, können Zuverſicht in empfeb⸗ ſowie auch auf die F. zur Verhütung von DR. LINDE gen und Falsificate er- Seife), dung menten un ie die Mittel ſelbſt in CAU TON. Nachdem d Seife u. DR. HA Verpackungsart, (Kräut Pasta), made), Otpofilärs 440 Der Bazar, Muſter Jeitung für Frauen und Cöchter. Jährlich 24 Hefte mit 36 Bogen Text und über 100 Beilagen, enthaltend: Abbildungen der neueſten und geſchmackvollſten Handarbeiten, Pariſer und Berliner Original⸗Muſter für Weißſtickerei, Buntſtickerei, Perl⸗ ſtickerei, Häkelmuſter, Filet⸗Muſter, Muſikſtücke für Pianoforte und Geſang, Modenbilder, die neueſten Pariſer und Berliner Schnitt⸗ Muſter der geſammten Damen⸗Garderobe, Kragen c. von Battiſt und endlich die berühmten Bazar ⸗ Schablonen, mittelſt welcher man durch ein kinderleichtes Verfahren die Stickerei-Deſſins auf das zu ſtickende Zeug überträgt.— Der Text liefert außer der ausführlichen und ver— ſtändlichen Erklärung der obigen nur angedeuteten Beilagen viel Unterhaltendes als: Novellen und Erzählungen der beliebteſten Schriftſteller, Skizzen und dem weiblichen Geſchmack entſprechende Notizen und erſtattet regelmäßig ausführlichen Bericht über die Hauswirthſchaft betreffende Neuerungen und Verbeſſerungen, gibt praktiſche Rathſchläge und Winke zur Oekonomie der Toilette und zieht Alles in ſein Bereich, was den Damen irgendwie zu wiſſen nöthig oder intereſſant iſt. Preis für Alles 34 kr. vierteljährlich. Die erſte Nummer von 1856 wurde bereits, ſoweit der Vorrath reichte, an unſere Abonnentinnen abgegeben und erwarten wir in den nächſten Tagen weitere Exemplare, nach deren Eintreffen auch die neueſten uns zugekommenen Beſtellungen ausgeführt werden können. Probenummern theilen wir gerne zur Anſicht mit. Friedberg. E. Bindernagel's Buchhandlung. C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg 0 Breite Straße Nr. 85) 11810] ladet das verehrl. Publikum zur Beſichtigung ihrer diesjährigen ſchönen und ausgewählten Weihnachtsartikel ergebenſt ein. Bilderbücher, Jugendſchrif— ten, Andachtsbücher, Claſſiker, Miniatur- und illuſtrirte Ausgaben, Muſikalien, Zeichnen- und Schreibvorlagen, Albums u. ſ. w. finden ſich in großer Auswahl vor, insbeſondere empfehlen wir unſern reichen Vorrath an zu Feſtgeſchenken ge— eigneten Lithographien und Kupferſtichen zu den verſchiedenſteu Preiſen, ſowie Zeichnenmaterialien jeder Art, wie Farbenkaſten, Reißzeuge, Papeterien u. ſ. w. Wir verſenden unter der Vorausſetzung baldiger Rückſendung gern zur Anſicht und ſteht unſer ausführlicher Weihnachtskatalog allen Intereſſenten zu Dienſten. Landwirthſchaftlicher Leſecirkel. 11861] Angeregt von verſchiedenen Seiten und in der Hoffnung, einem mehr— fach ausgeſprochenen Bedürfniß zu entſprechen, hat die unterzeichnete Buch⸗ handlung ſich entſchloſſen, einen „Landwirthſchaftlichen Leſecirkel“ zu begründen, in dem die beſten und angeſehenſten landwirthſchaftlichen Zeit⸗ ſchriften circuliren. Unſer über dieſes Unternehmen ausgegebener Proſpekt, der die näheren Bedingungen enthält, ſteht allen, die ſich dafür iutereſſiren, zu Dienſten. Die Circulation der Zeitſchriften beginnt im Januar 1856. Anmeldun⸗ gen zum Beitritt bitten wir baldigſt zu machen. Friedberg. C. Seriba's Buchhandlung. Weihnachtsconfect, 11850] Lebkuchen jeder Qualität, ſchöne und gute Torten werden durch Be— ſtellung verſendet. Zur gefälligen Abnahme empfiehlt ſich L. Schmidt, Conditor in Nauheim. Friedberg. Hôtel Trapp. Ball am 2. Weihnachtsfeiertage. 118451 Die Herten Betheiligten werden benach⸗ richtigt, daß die in Circulation geſetzte Sub. ſeriptionsliſte am 24. Dezember geſchloſſen wer⸗ den wird. Spätere Einzeichnungen können nur gegen Perſonalkarte zu J fl. ſtatffinden. a L. C. Trapp Nachfolger. Kapital aus leihung. [1831] 678 fl. liegen zum Ausleihen bereit bei Vormund Chriſtoph Orth zu Oberrosbach. Ein Branntweinbrenner 1184½] wird ſogleich und drei Pferdeknechte werden auf Petritag geſucht. Wo? ſagt die Expedition. Carl Huppuch, der Poſt gegenüber, 11795] empfiehlt außer ſeinem ſtets reichhaltl⸗ gen Vorrath der modernſten Hüte und Kap⸗ pen für den bevorſtehenden Winter auch ſein nach dem neueſten Geſchmack aſſortirtes Pelz⸗ waarenlager unter Zuſicherung der reellſten Bedienung. Friedberg im December 1855. Französischer Sprachunterricht. 118221 Der Unterzeichnete beabsichtigt Unterricht in der französischen Sprache, Grammatik und Conversation, zu erthei- len und erbietet sich Zugleich zum Ueber- setzen und Briefschreiben. Anmeldungen beliebe man gefälligst in seiner Wohnung machen zu wollen. Ga 2 e, wohnhaft bei Herrn Friedr. Müller in der Usagasse. 11825] Der zweite Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann Ende März k. J. bezo⸗ gen werden. E. Müller in der Uſagaſſe. Aecht oſtindiſche ſeidene Foulardstücher 11768] mit unbedeutenden Druckfehlern zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, 1 Zeil 38 in Frankfurt a. M. Haus verkauf. 11862] Ein einſtöckiges, erſt vor 20 Jahren neu von Eichenholz erbautes Wohnhaus mit 2 Kellern, Gebälk 43 Fuß lang, 23½ Fuß breit, ſteht auf den Abbruch zu verkaufen in Düdels⸗ heim bei Gottfried Luft. Gegen vorſchrifts⸗ mäßige Bürgſcheine kann ein Jahr creditirt werden. 200 Gulden 11863] Vormundſchaftsgeld liegen zum Auslei⸗ hen bereit. Obermörlen. Jol Scheibe n! vn. 11864] Ein fehlerfreies Pferd, zugfeſt, 12 Jahr alt, iſt zu verkaufen. Gegen Bürgſchaft kann daſſelbe auf Credit abgegeben werden. Hols mühle bei Rödgen im Dec. 1855. Eberhard Huber. Ein fehlerfreies Pferd, 118651] 6 Jahr alt, ſchwarz, iſt erbvertheilungs⸗ halber zu verkaufeu bei Petter weil. H. J. Leonhard's Wwe. deliebe me 7 5 2) In In — 148511 Zur nebſt kaͤgl laden wir e Dieſt neueſten und im Nucun, Sdocds⸗ Lose zweierlei W und Umgege Fra Der iu deſſen 118121 we Licht geden gen Preiſ richt. 441 Die Allgemeine Renten u. Lebensverſicherungsanſtalt zu Daerr m eſt a dt. (bisherige Firma? Allgemeine Rentenanſtalt.) 112991 übernimmt unter Garantie eines dermalen 632,000 fl. betragenden Vermögens: 10 wie bisher die Verſicherung ſteigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1854 belief ſich die Zahl der Rentenverſicherten auf 5983 mit 10,023 Einlagen und 619,272 fl. Vermögen. Die im Dezem⸗ ber d. J. zur Auszahlung kommenden Renten betragen laut beſonderer Bekanntmachung auf eine volle Einlage von 100 fl. in den verſchiedenen Jahresgeſellſchaften und Altersklaſſen 3 fl. 40 kr. bis 6 fl. 41 kr. Seit dem 1. Januar d. J. iſt die 8. Jahresgeſellſchaft in der Bildung begriffen. 2) Lebensverſicherungen gegen feſte, zu keinerlei Nachzahlung verpflichtende billige Verſicherungsbeiträge. 3) Leibrenteuverſicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. 4) wie bisher Depoſitengelder bis zu 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurück nabme dermalen mit 3 ½ pCt. verzinſt und auf Verlangen ganz oder ſtückweiſe zurückbezahlt werden. Eude 1854 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 533,545 fl. Die vom v. J. unerhoben gebliebenen, darum dem Kapital zinstragend beigeſchriebenen Zinſen beliefen ſich Anfangs d. J. auf 10,068 fl. Wegen näherer Auskunft, ſowie wegen unentgeldlichen Bezugs von Proſpekten und Statuten der Anſtalt beliebe man ſich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.“) Darmſtadt, den 14. Auguſt 1855. *) In Friedberg an Herrn Kaufmann Heinrich Hahn. In Butzbach an Herrn Kaufmann J. J. Seippel. Die Direction. 11851] Zum Abonnement auf das mit dem 1. Januar 1856 beginnende erſte Quartal für den „Frankfurter Anzeiger“ nebſt täglich beigegebenem Unterhaltungsblatt„Frankfurter Familienblätter“, lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, die„Gerichtszeitung“, Abonnementspreis für Frankfurt 1 fl. pr. Quartal,— auswärts mit dem conpentionsmäßigen Poſtaufſchlag, laden wir ergebenſt ein. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die neueſten und intereſſanteſſen Erzäblungen, Novellen, Miscellen, Theater⸗ und Mode- Berichte, das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide, Oel⸗, Branntwein⸗ zc. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats-Lotterie-Ziebungen und veles andere Intereſſane und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra⸗Anſchläge in hieſiger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im Dezember 1855. Die Expedition. Der„Anzeiger“ wird von uns vierteljährlich zu fl. 1. 12 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns iu deſſen Beſorgung. C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Moderateur-Lampen, 118121 welche bei verhältuißmäßigem geringem Oelbrand ein ausgezeichnetes Licht geben, empfehle ich in ſehr großer Auswahl unter Garantie zu billi⸗ gen Preiſen. i J. H. Bachmann-Perino, Frankfurt a. M., großer Kornmarkt Nr. 20. Eine groſte Parthie Seiden⸗Sammet⸗Neſte [1772 zu Mantillen, Hüten, Weſten ꝛc. be⸗ deutend unter dem Preiſe bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a, M. Kalender für 1856. In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Preis Preis Der heſſ. Hausfreund 8 kr. Landkalender für das Guſtav⸗Adolf⸗Kalender s kr. Großtherz. Heſſen 4 kr. Hauskalender 3 kr. Derſ. m. Papier durchſch. 6 kr. Schreib⸗ und Aae Kalenden, reis 36 kr. Friedberger Adreßka⸗ Kl. Wandkal., aufgez. 4 kr. lender 6 kr. Taſchenkalender 8 kr, Wand⸗ und Notizen⸗ Toilettekalender in kalender 4 kr. Farbendruck 22 Kleiner Wandkalender 2 tr.] Derſelbe aufgezogen 15 kr. — Frankfurter Cours vom 15. Dez. 1855. Pißoſen„„ 2. 9 34-35 Friedrichsdoeõrrr„ 9 53½¼-54½¼ Holländiſche 10 fl. Stücfñʒe„ 9 22-43 Rand⸗Ducaten. g„ 5 32-33 France Engliſche Souverains.„ 11 43-45 Preußiſche Thaler„% 145 ½ Preußiſche Caſſenſcheine„1 44% 45 Kirchliche Anzeigen. 4. Advent⸗Sonntag den 23. Dezember. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Luft. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Berck. 0 664 442 von unſerem reichhaltigen Lager zu Woeihnachtsgeſchenken ich eignender Gegenſtände empfehlen wir Bilderbogen, A8C-& Bilderbücher, Volks- und Jugendschriften, Atlanten, Landkarten, Zeichnen- Vorlagen, Musikalien, Gebet⸗ und Andachtsbücher, Miniatur- und Pracht- Ausgaben in elegantem Einbande, die gangbarsten Werke aus allen Fächern der Literatur. Gerne theilen wir unſeren geehrten Geſchäftsfreunden die etwa gewünſcht werdenden Artikel zur Durchſicht mit, wenn wir nur auf eine baldige Rückſendung des Nichtbehaltenen zählen dürfen. Alle von anderen Buchhandlungen angezeigten Werke ſind auch durch uns zu beziehen; etwa nicht vorräthige. Artikel können ſchnellſtens verſchrieben werden. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Neue Weihnachts-Geſchenke. Neues Taſchen⸗ Wörterbuch der deutſchen, engliſchen und franzöſiſchen Sprache. Von Dr. F. E. Feller. Drei Bände. Fünfte Auflage. Preis 3 fl. 4 kr. Dasſelbe für franzöſiſche und deutſche Sprache 1 fl. 48. — für engliſche und deutſche Sprache 2 15. Nach Amerika! Ein Volksbuch von Friedrich Gerſtäcker. Illuſtrirt von Th. Hoſemann und Carl Reichardt. 6 Bände. fl. 11. 30 kr. Morgen⸗ und Abend⸗ Betrachtungen auf alle Tage des Jahres. Von Gerhard Adam Neuhofer. Neue Ausg.— 2 Bde. Geb. 3 fl. 48. Rheiniſches Taſchenbuch auf das Jahr 1856. Herausgegeben von C. Dräxler⸗Manfred. Mit 6 Stahlſtichen. Eleg. geb. 3 fl. 36 kr. Vorraͤthig in C. Bindernagel's Buchhandlung. Von Zimmermann's berühmtem Werk: Die Wunder der Urwelt welches bereits in 8 Auflagen erſchien und in 4 fremde Sprachen über⸗ ſetzt iſt, balten wir ſtets prachtvoll gebundene Exemplare vorräthig. Der Preis iſt 4 fl. 18 kr. Für gebildete Freunde der Natur kann es kein ſchöneres Geſchenk geben. Soll und Haben. Roman in ſechs Büchern von Guſta v Freytag. Vierte unveränderte Auflage. „ eee i Schiefertafel⸗ Bilder zur nuͤtzlichen Selbſtbeſchäftigung der Kinder. Drei Hefte à 9 kr. Berliner ſyſtematiſche Zeichen ſchule für Lehrer und zum Selbſtunterricht von Wilhelm Hermes. 158 Hefte à 21 kr. Die nächſte Nummer dieſes Blattes wird Montag den 24. d. ausgegeben. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. erſcheint ſtellung Thur un beziehen, die durch Un kurzer Zu lichen Tl theilungel von den Mi von allge Ale von ſämr Publicati Art zu w und V Vorlad von Pe. bei den bedeutend der gro werden n Fr —— 0 Betreffen Die Nachgeleb! Fri ſens eon, ausfindig uwaigen Ivler az Da