pf. 5 18 Seeeres lere Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. J. 12 kr.; durch die Poſt bezogen f 1 0 N. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. „* 711. Freitag, den 21. September. 1855. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 27 vom 31. Auguſt: 1. Bekanntmachung Gr. Mini- ſteriums des Gr. Hauſes und des Aeußern vom 14. Auguſt, wodurch eine aus 10 Artikeln beſtehende Großherzoglich Heſſiſche Miniſterial— erklärung, betreff. die Ausdehnung der im Jahr 1842 mit dem Herzog⸗ thum Na ſſau abgeſchkoſſenen Uebereinkunft wegen gegenſeitiger Geſtat⸗ tung gerichtlicher Nacheile, zur Wiſſenſchaft und Nachachtung im Groß⸗ herzogthum gebracht wird.— J. Summariſche Ueberſicht der Rechnung Großherzoglicher Landes-Waiſenanſtalt für 1854.— III. Verzeichniß der Vorleſungen, welche auf der Großherzoglichen Ludewigs⸗Univerſität zu Gießen im Winterhalbjahre 1855/56 gehalten und am 29. Oktober beſtimmt und allgemein ihren Anfang nehmen werden.— IV. Berich⸗ tigung. In der Bekanntmachung dom 25. Juli 1855, die Reorgani⸗ ſation der Rentämter Darmſtadt und Großgerau betr. muß es, nach einer berichtigenden Mittheilung ſtatt Arheilgen und Hanauer Koberſtadt heißen„Arheilger und Hanauer Koberſt dt.“ Ein Heirathsgeſuch. Wenn der Leſer dieſer wahren Geſchichte zu erfahren wünſcht, wer ich bin, ſo kann ich es ihm in wenigen Worten ſagen. Ich bin ein armer Teufel, ohne Geld, ohne Stellung, ohne Ausſichten, und doch, man erlaube mir, es ohne Schmeichelei für mich ſelbſt zu ſagen, ver— diente ich ſowohl Geld und Stellung, als Ausſichten. So lange ich jung war, war ich ein verzogenes Kind des Gluͤckes, das heißt, durch die Nachſicht meines trefflichen Vaters, eines Arztes mit ausgebreiteter Praxis, ward mir jeder Wunſch meines Herzens gewährt. O die glück— liche Univerſitäts-Zeit! obwohl ſie nicht in den Hörſälen der Profeſſoren zugebracht wurde. Ich ward immer für einen muntern, leichtſinnigen jungen Menſchen gehalten, und ſo lange ich ſo war, lächelte mir das Glück; aber Fortuna iſt ein Weib und des Weibes Name iſt Schwach— heit und Veränderlichkeit. Jetzt, da ich ein Mann bin und jugendliche Dinge gern bei Seite ſetzen möchte, bin ich der Unterſte an Fortune'ns Rade. Mein Vater iſt todt, er hat mir Nichts hinterlaſſen. Achtundzwanzig Jahre alt, bin ich nicht im Stande, auf mein nächſtes Mittags⸗ brod mit Sicherheit zu rechnen. Es iſt wahr, ich habe meine Studien vollendet, aber der Weg zur Praxis iſt ein dorniger, auch für den Beſten. Und dann ſind da gewiſſe Blutegel, noch aus früherer Zeit, impertinent mahnende Schurken, die ich nicht überzeugen kann, daß ex nihilo nihil fit.(Aus Nichts läßt ſich Nichts machen.) Es iſt gleichfalls wahr, daß ich eine Tante in Cel⸗ tenham habe, die fabelhaft reich ſein ſoll. Sie iſt Wittwe, kinderlos, und ich habe eine ſchwache Erinnerung von ihr, als ſie uns einen Beſuch abſtattete, wie von einer ſtatt— lichen, aber etwas wunderlichen und ſtolzen Dame. Un⸗ glücklicher Weiſe haben wir einen ſchlimmen Streit gehabt. Es kam ſo: Ungefähr vor fünf Jahren machte ich eine Fußtour durch Wales. Ich war damals in der Blüthe meines jugendlichen Glückes. Geſund, fröhlich, voll guter Hoffnungen für die Zukunft, ſah ich die Welt in ihren roſigſten Farben. Ich war in herrlicher Laune und hatte Ahnung, daß mir etwas ganz beſonders Augenehmes be— gegnen werde. Bis dahin war ich noch nie wirklich ver— liebt, Gefühle der Art waren nur vorübergehend geweſen. In dieſen Stunden meiner einſamen Reiſe, umgeben von den Schönheiten der Natur, dehnte ſich mein Herz und gab ſich ſeinen beſten Gefuͤhlen hin, ich ſehnte mich nach dem, was mir zum vollkommenen Gluͤcke fehlte. Wie konnte ich denken, daß der Gegenſtand meiner Wünſche mir ſo nahe ſei? Indem ich den Fußweg eines ſteilen Berges hinan— ſtieg, unter dem Schatten majeſtätiſcher Eichen, erblickte ich eine reizende Scene. Vor mir auf einer grasbedeckten, lichten Stelle des Waldes, von der man das wunderſchöne Panorama des Thales unten genießen konnte, bemerkte ich eine fröhliche Geſellſchaft von Herren und Damen, der Anblick hatte wirklich etwas Feenhaftes im Contraſt mit dem ſchweigenden einſamen Walde um mich her. Ich ſtand ſtill, feſtgezaubert, bückte mich, ſprach, ich weiß nicht was, und in ſehr kurzer Zeit war ich mit Herz und Seele Theilnehmer ihrer Fröhlichkeit. Es waren ältere und jüngere Damen dabei, unter den Letzteren ein junges Mäd— chen von etwa ſechzehn Jahren, die einer knospenden Roſe unter andern werthvollen Blumen glich. Ich erbat mir und erhielt die Erlaubniß, den noch übrigen Tag in der Geſellſchaft zu bleiben. O, welch' ein Tag war das! Selten wich ich von der Seite Lucy's, das war der Name des theuren Mädchens. Wir plau— derten, ſcherzten, lachten mit einander, als weun wir Jahre lang bekannt geweſen wären, und die übrige Geſellſchaft war zu liberal, um etwas Ungehöriges oder Gefährliches in unſerer harmloſen Fröhlichkeit zu finden. Wie ſchnell ſchwanden die Stunden, und ach! wie bald war der Abend da, und mit ihm die Stunde der Trennung. Die Damen der Geſellſchaft kehrten ermüdet nach dem ländlichen Wirthshauſe zurück; aber meine Hoffnung, am nächſten Morgen tiefer aus dem Becher der Wonne zu trinken, wurde ſchrecklich getäuſcht. Es war mir ein Unfall zuge— ſtoßen. Indem ich an der Seite des Hügels entlang ging, rief Lucy plotzlich aus:„O, welch' eine liebliche Blume iſt die da unten!“ Schnell wie der Blitz rannte ſie hinab; aber unglücklicher Weiſe glitt mein Fuß aus und ich rollte eine ziemliche Strecke den Hügel hinunter. Bald ſtand ich wieder auf meinen Füßen, und Lucy's Angſtruf und Schrecken im Augenblick meines Falles, ſo wie ihre Bläſſe und ihr freundliches, dankbares Lächeln, als ich ihr die Blume überreichte, waren mir eine reiche Belohnung für den Schreck und den leichten Schmerz, den ich Anfangs in meinem Fuße fühlte. Es ſchien wirklich Nichts zu ſein; aber als ich weiter ging, wurde der Schmerz heftiger zuletzt ſo unerträglich, daß ich nur mit Mühe das Wirths— haus erreichen konnte. Alle angewandten Mittel halfen nicht, und während der Nacht ſchwoll der Fuß ſo, daß ich jede Hoffnung, meine Reiſe fortzuſetzen, aufgeben mußte und das Bett nicht verlaſſen konnte. Seitdem habe ich Lucy nie wieder geſehen; die Geſellſchaft verließ vor Ta⸗ gesanbruch das Haus.(Fortſetzung folgt.) und Verſteigerung von Bauarbeiten für den inneren Ausbaudes Schulhauſes zu Butzbach. 11366] Montag den 24. September, Vormit⸗ tags üm 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Butzbach nachſtehende für den inneren Ausbau des dortigen Schulhauſes nöthige Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 1440 fl. 22 kr. Schloſſerarbeit, 1„1055% 38„ Glaſerarbeit,„„ 528 12„ Weißbinderarbeit,„„1152„58 Voranſchläge und Accordbedingungen liegen hier zur Einſicht offen. 5 Friedberg den 11. September 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg S'ü f fert. Schloſſer- und Weißbinderarbeit in der Reitercaſerne zu Butzbach. 11390] Mittwoch den 26. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Militär⸗ Verwaltungsbüreau dahier die Anfertigung und der Oelanſtrich von 30 Stück ſchmiedeiſernen Pferderaufen in die Stallungen der hieſigen Reitercaſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben werden. Muſterraufe, ſowie Voran⸗ ſchlag und Accordsbedingungen können von heute an jeden Tag eingeſehen werden. Butzbach den 15. September 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. 113181 Da die Zinsabſchnitte zu den Partial— obligationen des von der hieſigen Gemeinde am 1. April 1835 eröffneten Anlehens abgelaufen ſind, ſo wird den Inhabern derſelben bekannt gemacht, daß ſie gegen Rückgabe der Talons die neuen Zinsabſchnitte auf weitere zehn Jahre auf der Großherzoglichen Bürgermeiſterei dahier bis zum J. October l. J. in Empfang nehmen können. Zugleich wird bemerkt, daß bei der diesjäh⸗ rigen Auslooſung die Nr. 56 à 100 fl. zur Rückzahlung gezogen worden iſt, welches dem Inhaber derſelben zur Kenntniß gebracht wird, mit dem Bemerken, daß der Betrag gegen Rück⸗ gabe der Schuldurkunde bej dem Gemeinde- einnehmer dahier am 1. Oktober 1855 erhoben werden kann, da von dieſem Tage an die Ver⸗ zinſung aufhört. Bei der vorjährigen Auslooſung wurde Nr. 60 à 100 fl. zur Rückzahlung auf den 31. De⸗ zember 1854 gezogen, iſt aber bis jetzt bei der hieſigen Gemeindekaſſe noch nicht präſentirt wor⸗ den, welches dem Inhaber derſelben wiederholt bekannt gemacht wird, nunmehr den Betrag zu erheben, da vom 31. Dezember 1854 an hier⸗ für keine Zinſen mehr vergütet werden. Fauerbach II. den 30. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Hoel ler. Oeffentliche Aufforderung. 11289] Seine Durchl. der Fürſt von Solms⸗ Lich hat mit Zuſtimmung der Agnaten ſeines Hauſes nachſtehende Liegenſchaften in Nieder⸗ weiſeler Gemarkung: Pag. Nr. Ruthen. 52 97 61 Hofraithe, in Wohnhaus, Scheu⸗ er, 3 Ställen und Haus beſte⸗ hend, an Joh. Georg Häuſer, 52 97 85 ½ Garten bei obiger Hofraithe, veräußert, iſt jedoch nicht im Stande, den Er— werb derſelben urkundlich nachzuweiſen. Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an die vorbezeichneten Liegenſchaften ſind deßhalb bin⸗ nen einer Friſt von 2 Monaten 328 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß anzumelden, als ſonſt der Kaufbrief beſtäligt und der Ein⸗ trag in's Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 25. Auguſt 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach e Dr. b. S ch mal ta er, Landgerichtsaſſeſſor. Edictalla dung. [1406] Eigenthumsanſprüche an: Flur 10. Nr. 163 120 Klafter Wieſe in den Lachwieſen, welche durch Erbgang von der Wittwe des Schultheiß Cunz zu Niederrosbach in das Eigen⸗ thum des Simon Cunz II. daſelbſt übergegan⸗ gen ſein ſoll und demſelben im Flurbuch der Stadt Friedberg bereits zugeſchrieben iſt, ſind binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, widrigenfalls dem Genannten gerichtliche Eigenthumsurkunde zugefertigt wer⸗ den wird. Friedberg am 11. September 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, de pel, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. 11407] Forderungen an den Nachlaß der am 22. Dezember 1852 dahier verſtorbenen Su⸗ ſanne Vogt von Friedberg ſind binnen 14 Tagen, bei Vermeidung der Nichtberückſichtigung bei Vertheilung der Erbmaſſe, dahier anzu⸗ melden. Friedberg am 13. September 1855. Großherzogliches Landgericht Frievberg Hofmann. O bſt⸗Verſteigerung. L408] Donnerſtag den 27. September, Morgens 9 Uhr anfangend, kommt das Obſt 5 nachſtehenden Baumanlagen zum Ausge⸗ ot: Im ſtädtiſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten, im Seegraben, in der Ockſtädter Gaſſe, im Schützenrain, im Haingraben und im Stadtſchreibereigraben. Der Anfang dieſer Verſteigerung iſt im ſtädti⸗ ſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten. Friedberg den 12. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. O b ſtverſteigerung. 1409] Montag den 24. September d. J., Morgens 9 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörige Obſt, circa 30 Malter Aepfel und 3 Malter Birnen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Aufang iſt zunächſt der Haſſelheck. Obermörlen am 18. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Nee Aepfelverſteei gerung. 11410] Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen in dem Rathhauſe dahier die der hieſigen Gemeinde zuſtehenden Aepfel, circa 12 Malter, meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach am 18. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Philippi. Aepfelverſteigerung. 11411] Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde zu⸗ ſtehenden Aepfel, circa 80 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Maibach den 18. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Maibach Philippi. O bſtverſteigerung bei dem Rentamte Friedberg. 11412] Künftigen Montag, als den 24. d. M., von Nachmittags 2 Uhr, wird das Obſt, be⸗ ſtehend in Birnen, Aepfeln und Zwetſchen, von den Umgebungen der Burg, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Der Anfang iſt im hinteren Hirſchgraben. Friedberg den 19. September 1855. Großherzogliches Rentamt Friedberg n Verſteigerung von Schreinerarbeit. 11413] Montag den 8. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Bürger⸗ meiſterei⸗Büreau die bei Erbauung des neuen Schulhauſes vorkommende Schreinerarbeit, ver⸗ anſchlagt zu 596 fl. 47 kr., einer nochmaligen Verſteigerung an den Wenigſtfordernden ausge⸗ ſetzt werden. Kirchgöns am 15. September 1855. eee Kirchgöns ra un. A ep feel die rte ie um gs 11414] Montag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde zu⸗ ſtehenden Aepfel, circa 10 Malter, baumweis verſteigert werden. Melbach am 19. September 1855. Wai Melbach tier. Bekanntmachung. 114151 Künftigen Dienſtag den 25. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird ein der Gemeinde dahier gehörender ſehr ſchwerer und fetter Faſel⸗ ochſe auf hieſigem Rathhauſe meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Niederwöllſtadt den 19. September 1855. Großherzogliche ee Niederwöllſtadt 172* O bſtverſteigerun g. 11416] Donnerſtag den 27. d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zuſtehende Obſt, beſtehend in 6070 Malter Aepfel und mehreren Bäumen Zwetſchen, öffent⸗ lich an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach 1. den 19 September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach J. Philipps. O bſtverſteiger ung. [1417] Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zu⸗ ſtehende diesjährige Obſt, beſtehend in circa 100 Malter Aepfeln, 6 Malter Birnen und 50 Körben Zwetſchen, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt an der Lehmkaut an der Weinſtraße. Oſtheim den 19. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſtheim Schneider. O bſtverſteigerung. [1418] Montag den 24. d. M., des Morgens 9 Uhr anfangend, wird das bieſige Gemeinde⸗ obſt, beſtebend in Aepfel und Birnen, öſſentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert. Sogleich nach dieſer Verſteigerung läßt der Gutsbeſitzer Herr Sarg dahier ſein ſämmtliches Obſt, beſtehend in einer großen Quantität guter Aepfel und etwas Birnen durch den Unterzeich⸗ neten an Ort und Stelle verſteigern. Der Anfang wird im Garten vor dem Hofe gemacht. Dorheim am 17. September 1855. Der Bürgermeiſter Reuß. Gemen 9 bal n bel San ele N fig,„eim esheilm Neoshe cle Ilbenſadt 22 Y 6 20 Lane on Wormlag mende Roͤdgen aihetumne oͤdgen Wg 0 3 Bek 11422] reite Uhr anfangen karden, Difril 396 Stecke 350 Stück 82 0 Cubdilſu holz ei verſteigert wel Kleinkar Großherzog Odd C23] Dien 10 Uhr, sol lichen Grund! mehreren Abt werden. Hochweif Großherz Aep fe Wund Feat Uhr, werd an Ort und feiſtbietend e Niederw, Großher pg — Eu 11388] Aepf, mühlen, Sch darren beſter deren Güte Friedber — 3 u blüten aun dug ke behohm nenn Friedbeiſ 1 ** 5 * 1 . Na Ob 0 Uiſchen r O bſtverſtei gerung. [1419 Montag den 24. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden die der hieſigen Gemeinde gehörenden Aepfel unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen öffentlich an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert. Weckesheim den 17. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Weckesheim Walther. Aepfel ⸗Verſteigerung. 1420] Montag den 24. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen die der bieſigen Gemeinde zu⸗ ſtehenden Aepfel öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Ilbenſtadt den 15. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt Zweier. O bſtverſtei gerung. L14211 Donnerſtag den 27. September 8. von Vormittags 9 Uhr an, ſollen die der Ge⸗ meinde Rödgen zuſtehenden Aepfel und Birnen abtbeilungsweiſe verſteigert werden. Rödgen am 17. September 1855. Der Kurfürſtl. Heſſiſche Bürgermeiſter Kraucch Bekanntmachung. [1422] Freitag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, ſoll im Gemeindewald Klein⸗ karben, Diſtrikt Hieſigwald, folgendes Holz: 396 Stecken Eichen⸗Stockholz, 350 Stück Eichen⸗Wellen, 82„ Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz, 1724 Cubikfuß haltend und ſich zu Wagner⸗ holz eignend, verſteigert werden. Kleinkarben den 19. Sept. 1855. Großherzogliche S Kleinkarben 1 O bſt⸗Verſtei gerung. [1423] Dienſtag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Aepfel auf den gemeinheit⸗ lichen Grundſtücken, ohngefähr 40 Malter, in mehreren Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden. Hochweiſel den 18. September 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hochweiſel S che ppler. Aepfelverſtei gerung. 14241 Freitag den 28. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden die gemeinheitlichen Aepfel dahier an Ort und Stelle in mehreren Abtheilungen meiſtbietend verſteigert. Niederwöllſtadt den 19. Septbr. 1855. Großherzogliche ee Niederwöllſtadt 5 12 Empfehlung. [13831 Aepfelmühlen, Kelterſchrauben, Kartoffel⸗ mühlen, Schrotmühlen, Dickwurzmühlen, Malz⸗ darren beſter und neueſter Conſtruction, fuͤr deren Güte garantirt wird, bei Friedberg. Johann Fillmar, Zeugſchmied. Zu vermiethen. [1341] Ein vollſtändiges Logis in meinem neuen Haus kann bis zum 1. Dezember d. J. bezogen werden. Friedberg. G. Fr. Schweitzer. Bekanntmachung. [1376] Auf der Bolte'ſchen Backſteinfabrik bei Nauheim ſtehen zwei braune Pferde nebſt Wa⸗ gen und Geſchirr alsbald zum Verkauf. Nähere Auskunft hierüber ertheilt der Werkführer Knaut daſelbſt. 329 Landwirthſchaftliche Fortbildungsſehnle zu Echzell. [1425] Die landwirthſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 15. Oktbr. d. J. wie⸗ der ihren Anfang. Der Unterricht erſtreckt ſich über alle diejenigen Zweige der theoretiſchen Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unent⸗ behrlich iſt(Chemie, Phyſik, Mineralogie, Bo⸗ denkunde, Düngerlehre, landwirthſchaftliche Bo⸗ tanik nebſt Theorie der Pflanzenkultur, Frucht- ſolge, Obſtbaumzucht u. ſ. w.). 5 5 Diejenigen, welche als Penſionäre dieſe Schule zu beſuchen wünſchen, können gegen billige Vergütung Koſt und Wohnung erhalten. Anmeldungen beliebe man baldigſt, jedenfalls vor dem 1. Oktober, an Unterzeichneten gelan— gen zu laſſen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchriftliche Anfrage nähere Auskunft zu ertheilen. Echzell im September 1855. Dr. Henkelmann. 30 geübte und ungeübtere Cigarrenmacher 1420] finden dauernde Beſchäftigung in feiner und ordinärer Arbeit bei Söhnlein& Dennemann in Schierſtein bei Biebrich am Rhein. Wohnungsveraͤnderung. [1427] Einem geehrten hieſigen und auswär⸗ tigen Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich meine bisherige Wohnung in dem ehe— maligen Raab'ſchen Hauſe nächſt der Poſt ver⸗ laſſen habe und nun in meinem eigenen, dem ehemaligen Vogt'ſchen Hauſe, dem Rentamte gegenüber, wohne, woſelbſt auch Pferde bei mir eingeſtellt werden können. Indem ich für das mir ſeither geſchenkte Zu⸗ trauen danke, werde ich bemüht ſein, mir das⸗ ſelbe auch in meiner jetzigen Wohnung durch prompte und reelle Bedienung zu erhalten. Friedberg im September 1855. Friedrich Müller. Ein tüchtiger Schmiedgeſelle [1428] wird geſucht von Schmiedmeiſter Wilhelm Ritzel. Lebewohl. 11429] Allen Freunden und Bekannten, von denen wir in Folge unſter ſchnell gekommenen Abreiſe von dem lieben Friedberg perſönlich nicht Abſchied nehmen konnten, ſagen wir hier⸗ mit herzliches Lebewohl. Friedberg im September 1855. Karl Kärſt. Adelheid Kärſt. Fuͤrſtlch Yſenburg⸗Buͤdingen' ſches Anlehen von fi: 100,000. d. d. 16. Februar 1847. 14301 Bei der heute vor Zeugen ſtattgehabten ſechſten Verlooſung obigen An— lehens ſind die Nummern Lit. A. Nr. 21, 26, 45 à fl. 1000. B. 13, 68, 72, 83 à fl. 500. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember l. J. bei den Unterzeichneten beſtimmt worden. Büdingen den 16. September 1855. H. Lismann in Büdingen. Auswanderer nach Auſtralien. J. Lindheimer in Frankfurt. 113861 Die engliſchen Regierungs-Poſtbote, welche die Briefe an Bord nehmen und contractlich am 65ſten Tage in Melbourne eintreffen müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 8. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. Ueberfahrtspreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Ver köſtigung, 220 fl.; für Kinder die Hälfte. Fur andere Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung: für Erwachſene fl. 184, 7 Kinder 7 93. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtspreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier nicht bezahlen, erſt in Auſtralien aus ihrem dortigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugsweiſe finden Aufnahme verheirathete Leute ohne Kinder oder mit Söhnen, die ſchon über 14 Jahre alt ſind, ledige Männer aus dem Bauernſtande, wie auch Hand— werker aller Art, namentlich aber Schmiede, Schloſſer, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Tüncher ꝛc. Friedberg im September 1855. Heinrich Hahn, Agent der Union. 330 Soolbad Nauheim. Jeden Tag % NEA im Garten des Nurhauuses, Morgens von 7 bis 8 Uhr, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, aus- geführt von dem Rur- Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Muſikaliſche Abendunterhaltung mit Neſtauration Samſtag den 22. September, Abends halb 8 Uhr, 11431] in dem Gaſthaus zu den drei Schwertern, wozu höflichſt einladen Gebr. Simon. 1656] Unter Garantie der Aechtheit. Dr. Borchardt's arom. med. Kräuter⸗Seife à 21 kr. Dr. Suin de Boutemard's Paſta(à 21 und 42 kr.) 0 Profeſſor Dr. Lindes Vegetabiliſche Stangen- Po⸗ ö made(à 27 kr. pr. Stück). Apotheker Sperati's Stalieniſche Honig ⸗Seife(in Päck⸗ chen zu 9 und 18 kr.) Dr. Hartung's Flaſchen à 35 kr.) Dr. Hartung's Kräuter-Pomade(in geſtempelten Tie⸗ ns kr. Ctiorl Bewahrt durch die laugjährigen erfreulichſten Ergebniſſe viel⸗ facher wiſſenſchaftlicher Prüfungen und praktiſcher Anwendungen, können die obigen privilegirten Artikel mit gerechter Zuverſicht in empfeh— lende Erinnerung gebracht werden und ſie werden ſicherlich von allen denen, die ſich ihrer nur erſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder gebraucht werden. Proſpecte und Gebrauchs⸗ Anweiſungen werden gratis verabreicht, ſowie die Mittel ſelbſt in Friedberg nur allein verkauft bei P. F. Schmittner, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. aromat. Zahn⸗ Chinarinden⸗Oel(in geſtempelten dungen und Falsificate= hervorruft, wollen die geehrten Conſu⸗ menten unſerer Artikel ſowohl auf deren mehrfach veröffentlichte Verpackungsart, als auch auf die Namen: DR. BORCHARDT (Kräuter- Seife), DR. SUIN DE BOUTEMARD(Zahn- Pasta), DR. LIND ES(Stangen-Pomade), SpERA'PIi(Honig- Seife u. DR. HART UNG(Chinarinden-Oel u. Kräuter-PO- made), ſowie auch auf die Firma unſeres betr. alleinigen Orts⸗ Depoſitärs S zur Verhütung von Täuſchungen S gef. genau achten. CAUTION. Nachdem der ſeit Jahren ſo wohl begründete Ruf der nebenſtehenden Spezialitäten faſt täglich— mannigfache Nachbil- 1 14321 Im Verlage der Unterzeichneten erſcheint ſeit Juli d. J. und 1 Nummer(Auguſt) ausgegeben: 4 Organ a wurde ſoeben die zweite ö 1 der 5 g 2 14 Taubſtummen⸗ und Blinden ⸗Anſtalten ö 0 Deut ſch lan d 14 und den deutſchredenden Nachbarländern. Redigirt von Dr. Matthias, Director der Großherzoglich Heſſiſchen Taubſtummen⸗Anſtalt zu Friedberg. Monatlich 1 Bogen 8. 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Frankfurter Cours vom 19. Sptbr. 1855. Piſtolen ö fl. 9 32-33 ½ Friedrichsdor 93757 Holländiſche 10 fl. Stücke 941-42 Rand⸗Ducaten. 3„ 53132 20 Frankſtücke„9 19-44 Engliſche Souverains.„1142-20 Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler.. Preußiſche Caſſenſcheine „1 45%% —— 5 1 4575 78 Kirchliche Anzeigen. 16. Sonntag n. Trinitat. den 23. Sept. Feier des Augsburger Religionsfriedens. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Hofmann. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: fällt aus. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg, 1 dieſem et bart. Erwi wieder ſeher Lächeln? D Meuge von! zens in elle ann, quälte paßlichkeit. Luch war Spur zurück noch, wohin ihren Wohn es war meii Tage mitzut Gerabe ttäumen voll Chellenhham, Die würdige hatte eine a der Eltern d die Zierde! war nun d an mich ge ag, wenn ic ich fleißig gt Praxis att werden, der geliebte un Worte war ſtärtſten Ei „Nimt —„Ich w und behand un. Wie dieſer Zeil Wale, dieſ d le en ſch. wort, von leßtere erregt mit Nacht. 0