5 Uchaft handlung lan pſſchife, rmat. 5 0 fr. C Erſcheint wõ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ 14g. Preis jährl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Nu 91. Dienſtag, den 20. November. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Einſammlung der Waiſenhausbüchſengelder, Indem ich nachſtehend das Verzeichniß der für 1855 eingelieferten Waiſenhausbüchſengelder veröffentliche, kann ich nicht umhin, Ihnen unter Bezug auf das Ausſchreiben Großherzoglicher Regierungs-Commiſſion vom 10. Januar 1851, Amtsblatt Nr. 2, wiederholt zu empfehlen, bei allen Veranlaſſungen, bei welchen der Waiſen gedacht werden ſoll, dahin zu wirken, daß hiernach verfahren wird. Friedberg den 19. November 1855. Müller. 5 8 Verzeichniß f der Waiſenhausbüchſengelder, welche aus den Gemeinden des Kreiſes Friedberg für 1855 eingeliefert worden ſind. f. Hes. Ee Fr 1 Aſſenheim 1 15„Friedberg 18 24%[Maibach— 33 Oberflorſtadt— 15 ½¼ Rockenberg l Bauernheim— 43% Gambach 1 56 Melbach— 13 ¼ Obermörlen 1 20 Södel 1912 Beienheim— 41 Griedel— 20 Münſter— 12 Oberrosbach 4 51 Staaden— 30 Bodenrod—— Hauſen mit Bes—[Münzenberg— 30 Oberwöͤllſtadt 2 38 ½ Steinfurt 2 14 Bönſtadt 1 40 ¼, Hochweiſel— 15 Niederflorſtadt 1 53 Ockſtadt— 33 Weckesheim—— Bruchenbrücken 3 5 Jlbenſtadt 5 5% Niedermörlen 124 Oppershofen 1 3 Wiſſelsheim— 49 7 Butzbach 5 17% Kirchgöns— 46 Niederrosbach 1 5 Oſſenheim— 48 Wickfadt 1 36 Fauerbach I. 1 12 Langenhain u. Niederweiſel 2 40% Oſtheim— 30 Wölfersheim— 51 Fauerbach II.— 30 Ziegenberg 112 Niederwöllſtadt 3 23 Pohlgöns— 40 ½ Wohunbach 1 34 Ein empfehlenswerthes Buch iſt in der That der auch in dieſen Blättern ſchon mehrfach angezeigte Weber's Volkskalender deſſen kurzlich erſchienener neuer Jahrgang(1856) ſo raſchen Abſatz gefunden, daß jetzt ſchon die zweite Aus— gabe die Preſſe verlaſſen hat, nachdem die bedeutende erſte Auflage nach wenigen Wochen vergriffen war. Wir haben, wie die früheren Jahrgänge, ſo auch dieſen neuen mit vielem Vergnügen geleſen und vollkommen befriedigt uns aufrichtig gefreut, diesmal unſere fur dieſen Kalender verausgabten 45 kr. nicht umſonſt ausgegeben zu haben, denn in Weber's Volkskalender beſitzen wir ein Buch, das wir immer wieder gerne zur Hand nehmen, ſo oft wir auch ſeinen Juhalt ſchon geleſen. Der Volks— kalender iſt kein kunterbuntes Gemiſch alter und neuer Abgeſchmacktheiten, es iſt kein Sammelſurium abgeſtandener Anekdötchen und altersſchwacher Witze, wie man hier und da Hefte und Bände zu fabriziren ſich abhärmt, um die— ſelben mit den ſchönſten Phraſen und vieler Anpreiſung auf den Büchermarkt zu bringen. Mit ſolch bedrucktem Papier iſt nun freilich der gutmüthige Käufer für ſein ſchönes Geld gründlich angeführt, ſelbſt wenn ſo ein Heft— chen auf nur 3 Batzen oder gar 3 Kreuzer koſten ſollte. — Der Gefahr, in ſolcher Weiſe getäuſcht zu werden, ſetzt ſich aber ſicher derjenige nicht aus, der ſich Weber's Volskalender zu kaufen gedenkt; in dieſem findet er Intereſſantes, Unterhaltendes und Belehrendes aus der Geſchichte, der Länder und Völkerkunde, er begegnet der Beſprechung politiſcher Tagesfragen, naturhiſtoriſche und gemeinnützige Belehrungen ſind ihm geboten, und als An— hang bringt ihm der Hand- und Hülfskalender in ſeinem biographiſchen Lexikon der bei dem ruſſiſch-türkiſchen Kriege betheiligten Staas männer und Heerführer kurze Nachricht über die hervorragendſten Perſönlichkeiten des Kriegsſchau— platzes, welche von Tag zu Tag mit erhöhtem Intereſſe genannt werden.— Dies Alles bietet der Volkskalender, der mit vielen und ſchönen Abbildungen geziert iſt, zu dem Preiſe von 45 kr., und deßhalb dürfen wir denſelben wohl mit gutem Gewiſſen als eins unſerer beſten Volksbücher empfehlen, zumal auch ſeine Sprache eine gewählte und anziehende iſt. Es ſollte uns freuen, wenn die Red. des Int.-Bl. mit uns der Meinung iſt, den Leſern des Blattes werde erwünſcht ſein, zum Beweiſe der Wahrheit deſſen, was wir über den Inhalt des Kalenders geſagt, hier einen Ar— tikel aus demſelben abgedruckt zu finden, und zwar einen Aufſatz, der gewiß für alle Leſer von hohem Intereſſe iſt, wir meinen jenen über Die Krim und ihre Bewohner.“) Das Meer, welches die Länder von einander zu trennen ſcheint, hat die Geſchicklichkeit der Menſchen zu benutzen gewußt, um daraus die Brücken zu bilden, auf denen die Völker ſich nähern. Jedes Gebiet gewinne an Wichtigkeit, je größer ſeine Seegrenzen ſind, und von allen europäiſchen Halbinſeln übertrifft in dieſer Beziehung die Krim ſogar Morea, da ihr Küſtenſaum, bei einer Bodenfläche von 360 Geviertmeilen, 140 Meilen lang iſt. Zwiſchen dem Schwarzen und dem Azowſchen Meere *) Wir entſprechen gerne dem Wunſche des Herrn Einſenders und laſſen erwähnten Artikel hier folgen. D. Red. . 398 gelegen, welche beide durch die ſchmale, leicht zu verthei⸗ digende Meerenge von Kertſch miteinander verbunden ſind, hängt die Krim nur vermittelſt eines meilenlangen Strei⸗ fens mit dem Feſtlande zuſammen und mag in alten Zeiten eine Inſel geweſen ſein. Die Rinne, welche ſie damals von dem Steppenlande trennte, iſt im Laufe der Jahr- tauſende durch die Nordſtürme mit Flugſand ausgefüllt worden, was wir daraus ſchließen können, daß dieſe Tha⸗ tigkeit der Natur noch fortdauert und das Meer an beiden Seiten der Landenge ſo verſandet, daß ſelbſt ſeicht gehende Fahrzeuge ſich der Küſte nicht mehr nähern können. Einen Schutz gegen die verheerende Gewalt der Nordſtürme fand die Krim ehedem durch dichte Waldungen, welche zugleich die weitere Verbreitung des Flugſandes aufhielten, jetzt aber ausgeredet ſind. Die nogaiſchen Tartaren, welche im 13. Jahrhundert die Steppe beſetzten und von hier aus die Krim eroberten, haben dieſes Werk gethau und dadurch dem Winde den Weg geöffnet, der auf ſeinen Flügeln den Sand mit ſich führt und weithin, bis an den Gebirgsſtock, von dem wir ſpater ſprechen, den fruchtbaren Boden damit überſchüttet, ſodaß dieſer gleichfalls zur Wüſte geworden iſt. Auch in neuerer Zeit iſt kein Verſuch ge— macht worden, durch Hervorrufung eines neuen Baum⸗ wuchſes der Unwirthlichkeit des Bodens abzuhelfen, der zwar, von der Winterfeuchtigkeit getränkt, ſich im Früh⸗ jahr mit einem grünen Teppich ſchmückt, welchen Tulpen, Narciſſen und andere Blumen mit bunten Farben durch⸗ ziehen, der aber von den brennenden Strahlen der Sonne um ſo ſchneller wieder verſengt wird, als der Boden viel Salzgehalt hat, und auch die vielen ſtehenden Gewäſſer mit Salztheilen ſtark geſchwängert ſind. Schönheit, Frucht⸗ barkeit, Gedeihen und ein mildes Klima gewinnt die Halb— inſel erſt da, wo die Natur einen hohen Gebirgsſtock als Wall gegen die Wuth der Nordſtürme aufgerichtet hat. Der Kaukaſus ſendet unter dem Meere ſeine Ausläufer fort, welche bei Kaffa oder Theodoſia(Feodoſia) die Küſte erſteigen und ſich in mehreren Aeſten fächerfoͤrmig über die ganze Breite der Halbinſel ausdehnen. Auch längs der Südküſte ſtreichen ſie hin, und wenn ſie einerſeits den Mantel bilden, der gegen den Wind ſchützt, ſo mildert andererſeits die friſche Bergluft wieder die Sommerhitze, welche in einem Lande, das in gleicher Breite mit Ober⸗ italien liegt, beſchwerlich werden würde. Tauſend Quellen und Bäche rieſeln von dieſem Gebirgsſtock herab, bewäſſern die Thäler und ſammeln ſich in den Rinnſalen der wenigen Flüſſe, welche dem Meere zuſtrömen. Zugleich gewinnt die Landſchaft dadurch einen wunderbaren Reiz und eine Mannigfaltigkeit, die das Auge entzückt, zumal der Pflan⸗ zen⸗ und Baumwuchs ungemein üppig iſt, und alle edeln Früchte, welche Italien hervorbringt, auch hier trefflich gedeihen, ſowie Wein, Gemüſe und Getreide reichlich und in guter Beſchaffenheit angebaut werden. Die Ge⸗ birge ſind keineswegs von ſolcher Höhe, daß ſie den Na⸗ men Jaila(Alpen), welchen die Tartaren ihnen beilegen, verdienen, da ſelbſt der Dſchatyrdagh eltberg) ſich nur bis zu 4740 Fuß erhebt, dennoch aber von ſeiner tafel⸗ förmigen Höhe einen ungemein weiten und prachtigen Um⸗ blick über Land und Meer gewährt. (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. Es dauert lange, bemerkt ein amerikaniſches Blatt, bis der Menſch die Wege der Vorſehung erkennen lernt und einſieht, daß hienieden Alles für ihn beſſer eingerichtet iſt, als er es ſelbſt einrichten könnte. So beginnt man erſt ſeit Kurzem ſich zu überzeugen, daß man den Beruf der kleinen Vögel mißverſtanden und den Zweck, welchen der Allmächtige bei ihrer Schöpfung beabſichtigte, nicht be⸗ griffen habe. Sie verdienen von denjenigen, die da ſäen und erndten, als ihre Freunde, und zwar als ſehr wichtige Freunde betrachtet zu werden. Es hat ſich gezeigt, daß ſie größtentheils von Inſekten leben, welche mit zu den ärgſten Feinden des Landmannes gehören, und daß, wenn ſie zu⸗ weilen ein Waizenkorn ſich aneignen, dieß nur als ein kleiner Lohn für die unermeßlichen Dienſte gelten muß, die ſie geleiſtet haben. Bei dieſer veränderten Anſicht der Dinge werden von den legislativen Verſammlungen Amerika's Geſetze zum Schutze der Vögel erlaſſen, ſowie die Strafen erhöht, die bereits auf das Tödten derſelben geſetzt waren. Welche Rolle ſie bei der Vertilgung des Ungeziefers ſpielen, erhellt aus folgendem Vorfall, der ſich jüngſt zu Bing⸗ hampton im Staate New-Pork zugetragen. Ein Farmer in jener Gegend wünſchte von ſeinem Nachbar eine Jagd⸗ flinte zu borgen, um einige kleine gelbe Vögel, die in ſeinem Waizenfelde das Getreide fraßen, zu ſchießen. Der Nach⸗ bar weigerte ſich ihm die Flinte zu leihen, indem er die Vögel für nützlich hielt. Um ihm dieß zu beweiſen und zu⸗ gleich ſeine Neugierde zu befriedigen, ſchoß er einen dieſer Vögel, öffnete deſſen Kropf und fand darin zweihundert Kornwürmer mit nur vier Waizenkörnern, und auch dieſe vier Körner hatte der Wurm angefreſſen! Der Vogel, von dem hier die Rede iſt, hat, wie man ſagt, Aehnlichkeit mit dem Kanarienvogel und ſingt auch ſchoͤn. Doch ſoll es überhaupt keinen einzigen ſeines Geſchlechts geben, der ſich nicht auf eine oder die andere Weiſe um den Farmer und den Gärtner verdient machte. Locales. * Kürzlich wurden bei einem hieſigen Schloſſermeiſter in deſſen Abweſenheit von einem den Arbeitern unbekannten Individuum ſämmtliche Hakenſchlüſſel unter dem Vorwande entlehnt, daß ſolche ſogleich wieder zurückgebracht würden. Wer jedoch nicht wieder kam, war jener Unbe⸗ kannte. Der Verdacht richtete ſich gegen einen nicht im beſten Leumund ſtehenden hieſigen Burſchen, der mittlerweile verſchwunden war und wie ſich ſpäter herausſtellte einen Ausflug nach Frankfurt gemacht hatte, weil es ihm wahrſcheinlich für die praktiſchen Verſuche mit ſeinen angeeigneten Inſtrumenten hier zu kleinſtädtiſch erſcheinen mochte und er ſich dort ein ergiebigeres Geſchäft verſprach. Von ſeiner Erholungs reiſe zurückgekehrt wurde der Verdächtige alsbald inhaftirt, allein er leugnet ſtandhaft, ob⸗ gleich die Arbeiter des erwähnten Schloſſermeiſters in ihm Denfenigen erkennen, welcher die bis jetzt noch nicht wieder vorgefundenen Schlüſſel entlehnte. Hakenſchlüſſel ſind in den Händen eines übelbeleumundeten Individuums ſchlimme Waffen.— Deßhalb etwas Vorſichtl die nie ſchaden kann. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Schubfuhren⸗Verſteig erung. Bekanntmachung. 1 Brennholzlieferung. 1699 Donnerſtag den 22. November d. J.,[1700] Mittwoch den 28. d. M., Vormittags[4701] Donnerſtag den 29, d. M., Vormit⸗ Vormittags 11 Ühr, wird die erforderliche 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des bieſigen kags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 17⁰ Leiſtung der Schubfuhren für das Jahr 1856 Militär- Lazareths die Reinigung der Straßen Stecken Buchen- und 3 Stecken Kiefern⸗Scheit⸗ in dem biefigen Rathbauſe öffentlich an den vor den Lazarethgebäuden im Jahr 1856 mit- holz für die Garniſon und das Lazareth dazier Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Friedberg am 19. November 1855. In Auftrag Großherzoglichen Kreisamts Friedberg: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg e tels öffentlicher Verſteigerung an den Wenigſt⸗ unter den im Verwaltungsbureau zur Einſicht nehmenden veraccordirt werden. Friedberg den 17. November 1855. In Auftrag der Lazarethinſpection: Hof offen liegenden Bedingungen auf dem Soum⸗ miſſionsweg in Accord gegeben werden. Friedberg den 17. November 1855. fman n, Lieutenant. JAA Nicola, Sberquartiermeiſter. 011 10 1079) Kun ua an Solms ⸗ Node bel Bnuernhe⸗ elch 50 K 12 Haufen 80 Stück 7 Fuß zu Ng! 1 Anbau maſcolktend del Olten N Verlo 11680] Der banden gekom ſprüche an den aufgefordert zu machen, e meldtt Haber Friedber —— A 11703] Da Grundſtücke: welches im E auß den Nan tragen iſt u urlundlich n ſind elwaige geltend zu r dichtlich beffe tlonsverzeich Altena Oro fleiſches, des ten Brennöle ſige Lazareth Lazareth⸗ Bu ſich bereit In Das 399 er tafel. Neigen Ilm. Oelliefe rung. Soummiſſionswege an die Wenigſtfordernden Um⸗ 11702] Montag den 26. d. M., Vormittags e berg on iter les L. Go l d, um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Oels und 80. f 3 der Talglichter für die hieſige Garniſon im 1. In Auftrag der Lazarethinſpection: Maler und Vergolder aus Gießen. Halbjahr 1856 in dem Bureau des Verwal⸗ Y o 80 ma n n,[1708] empfiehlt ſich während ſeines Aufent⸗ bes Bla tungsraths auf dem Soummiſſionsweg in Ac⸗ Lieutenant. haltes dahier im Anfertigen von Spiegel- und 1% Blatt, cord gegeben werden. Bekanntmachung. Gemälderahmen in allen verlangt werdenden wrnt und Friedberg den 17. November 1855.[1705] Donnerſtag den 22. d. M., Vormit⸗] Muffern, ſowie zur Herſtellung alter Rahmen. nchtet iſt 1A 0 tags 10 Uhr, werden von den zur Verſteige⸗ Gleichzeitig übernimmt derſelbe alte Oelgemälde 8 Nicola, Sberquartiermeiſter.] rung angekündigten, der Gemeinde Melbach zu retouchiren und alte Kupferſtiche zu reinigen, 8 r 5 gehörenden Hämmeln nur noch 15 Stück ver- ſowie er zu möglichſt hohem Preiſe alte Bilder 47 uf der 1679 Kü z ver ſt e i 9 23. 95 Vor- ſteigert werden, da die andern mittlerweile aus(Oelgemälde und Kupferſtiche) als auch Rahmen A bieten huſchen Freitag e G„der Hand verkauft worden ſind. käuflich annimmt. Die Arbeiten werden beſtens nicht be⸗— 0 8 Ubr, 1— baut a Melbach den 16. November 1855. und billigſt nach den neueſten Pariſer Deſſins e 1 Solms Aodelbeim' ſchen Vraupfableupergwer Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach ausgeführt und übernimmt ſowohl Herr Kauf- g bei Bauernheim i f ö B Stier. mann C. Diehl auf der breiten Straße, als N. t W r Jach⸗ er die etliche 50 Stecken gemiſchtes Brennholz, 12 Haufen Zimmerſpähne, 80 Stück neue eichene Stammſchnitte 7 Fuß lang und 10-12“ Durchmeſſer, zu Wagnerholz geeignet, und 1 Birnbaumſtamm, meiſtbietend verkauft. Oſfſenheim den 13. November 1855. Weis, Rentmeiſter. Verlorener Pfandſchein. [1680] Der Pfandſchein Nr. 23,591 iſt ab⸗ handen gekommen. Derjenige, welcher Rechts an⸗ ſprüche an denſelben machen zu können glaubt, wird aufgefordert dieſelben binnen 6 Wochen geltend zu machen, als ſonſt der ſelbe an den ſich ge⸗ meldet Habenden verabfolgt werden wird. Friedberg den 12. November 1855. Für die Pfandhausverwaltung: Fa a tz. Bekanntmachung. [1678] Der Weg von Oppershofen nach Stein⸗ furth links des Wetterfluſſes durch den Stein⸗ further Wald iſt wegen des begonnenen Weg⸗ baues daſelbſt zum Reiten, Fahren und Vieh⸗ treiben bei der geſetzlichen Strafe bis auf Weiteres verboten, was man hiermit zur all⸗ gemeinen Kenntniß bringt, mit dem Anfügen, daß der Weg, welcher an beiden Orten über 5 Wetterbrücken geht, ſo lang benutzt werden ann. Oppershofen am 13. November 1855. Großherzogliche i Oppershofen 2 1. 1200 Gulden [1715] ſind in Auftrag zu verleihen. Dee e auch Herr Maler Lang dahier mit Vergnügen Aufträge entgegen. Muſitk Unterricht. [1709] Der Unterzeichnete wünſcht Unterricht auf folgenden Inſtrumenten zu ertheilen, als: Geige, Clarinette, Guitarre und Flöte und empfiehlt ſich geneigter Beachtung. Gleichzeitig erlaubt ſich derſelbe, ſich im Co⸗ piren von Muſikſtücken zu empfehlen. Friedberg. P. Kämpfer, erſter Clarinettiſt vom Nauheimer Kurorcheſter. Meine Wohnung iſt bei Wittwe Weckerling auf dem Haag. Fruchtmarkt zu Altenſtadt. 11670] Obgleich durch allerhöchſten Erlaß vom 19. v. Mts. die§§. 1, 2, 3 und 6 bis 11 der Verordnung vom 27. September und die hierauf Bezug ha⸗ bende Bekanntmachung vom 23. Oktober v. J. aufgehoben worden ſind, wornach Aufforderung. 117031 Das Eigenthum an nachbenanntem Grundſtücke: u und zu⸗ n dieſer 1 Aelbundert Fl. XIV, Nr. 296, auch dieſe welches im Grundbuche der Gemeinde Bönfadt Früchte ꝛc. nicht mehr auf öffentlichen Märkten im Großherzogthum zum Ver⸗ Vegc, von auf den Namen des Jobannes Schreitz einge- kauf gebracht werden müſſen, ſo ſoll deſſen ungeachtet nach wie vor . tragen iſt und verkauft werden ſoll, vermag 2 2 2 n urkundlich nicht nachgewieſen zu werden, und 8 a Freitag in jeder Woche dech sell es ſind etwaige Eigenthumsanſprüche daran binnen ein freier öffentlicher Fruchtmarkt nach der beſtehenden höheren Orts genehmigten u, der ſic 4 Wochen Marktordnung dahier abgehalten werden. Farmer und geltend zu machen, als ſonſt der Verkauf ge⸗ Nicht allein die günſtige Lage des Marktfleckens Altenſtadt, ſondern auch die Zuſicherung der ſeither den Markt beſucht habenden Kaͤufer, auch fernerhin ihren Bedarf an Früchten dahier ankaufen zu wollen, ſowie der Sitz von mehreren Großhändlern am hieſigen Orte, läßt auch für die Folge einen recht lebhaften Verkehr dahier erwarten. Indem man Käufer und Verkäufer von Früchten hier⸗ auf aufmerkſam macht, bemerkt man noch beſonders, daß die Verkäufer am hie⸗ ſigen Platze auf ſicheren und reellen Abſatz rechnen können, und außerdem von Seiten der Gemeinde für alle Bedürfniſſe eines öffentlichen Marktes, ſowohl für Käufer als Verkäufer beſtens geſorgt iſt. Altenſtadt den 8. November 1855. Großherzogliche Buͤrgermeiſterei Altenſtadt eu des k. richtlich beſtätigt und der Eintrag im Muta⸗ tionsverzeichniß verfügt werden wird. Altenſtadt den 8. Nodember 1855. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt Dr. Gilmer. Bekanntmachung. [1704] Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Lieferungen des Maſtochſen⸗ fleiſches, des gemiſchten Brodes, des geläuter⸗ ten Brennöls und der Talglichter für das hie⸗ ſige Lazareth auf das 1. Halbjahr 1856 in dem Lazareth⸗Bureau, unter den daſelbſt zur Ein⸗ ficht bereit liegenden Bedingungen, auf 4455 In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Das Geſetz über die Verjährung der perſönlichen Klagen. Preis 3 kr. 22 Formular zu Schuldſcheinen das Buch zu 24 kr. — Der Druck und Debit von Frachtbriefen für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband enn. mit dem gültigen Stempel der Direction 1 6658. iſt für Friedberg nur C. Bindernagel's Buchhandlung geſtattet, woſelbſt ſolche ſtets zu 26 kr. per Buch zu haben ſind. 400 Kalender für 1856. Der Heſſiſche Hausfreund, Preis 8 kr. Guſtav Adolf Kalender, Preis 8 kr. Haus kalender, Preis 3 kr. Landkalender für das Großherzogthum Heſſen, Preis 4 kr., mit Papier durchſchoſſen 6 kr. Zu 11 kr. pr. Elle. Eine Wohnung [1706] mir 4 Zimmern iſt zu vermietben bei Franz Heſck in der Burg. Ziegelei-Ver kauf. 11707] Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine zwiſchen Schwalheim und Friedberg gelegene Ziegelbrennerei nebſt Zugehör, ca, ein Morgen haltend, Samſtag den 1. Dezember d. J., Mittags um 12 Uhr, in ſeiner Wohnung öffent⸗ lich meiſtbietend gegen 4 Zielzahlungen verſtei⸗ gern zu laſſen. Schwalheim. Konrad Stamm, Ziegler. „Polizei Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis zum 27. November. 5= 0 Fried⸗ Butz⸗ 11710] Napolitaine zu Kleidern, ſchöne Muſter und gute 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 42 2 2 Qualität bei 55 kr. pf. kr. pf. 1 1JRoggenbrod/ Korn- ö S. G. Katzeuſtein. e eee 116251 Bei dem Unterzeichneten können gegen Rückgabe der Talons neue 4 e e, 1 3 1 3 Couponsbogen zu den Partial⸗Obligationen der Gemeinden Steinbach, Hel⸗ 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) denbergen, Kaichen, Höchſt, Büdesheim und Rodenbach in Em⸗% Korn⸗u., Waizenmehi[ 8 11 pfang genommen werden. 0 n e ut 97 2 11 2 Friedberg den 25. Oktober 1855. n 755 Samuel Lindheimer.— Nugbrod 16 1% ̃ E[GSenlſcte( Tafel Bros 14% 1 2174 f— Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 4 Mobiliar⸗Verſteigerung. Zur Beachtun Fletch Preiſe. 5 a 11711] Montag den 26. d. M., Morgens 9„ Ochſenfleiſch 14 20414 25 Uhr aufangend; will die Unterzeichnete nach.[712] In der Etſenhandlung von Jacob„ Kühfleiſch, gemäſtetes 11 2112 folgende Gegenstände einer freiwilligen Verſtei“] Trier Sohn in Darmſtadt iſt eine An-„ Rindfleiſch, gemäſtetes 10 20 2 gerung ausſetzen, als: zahl guß⸗ und ſchmiedeiſerner Kandelaber[„ Schweinenfleiſch 16— 16 1) 1 fehlerfreies Pferd, 6 Jahre alt, und Wandarme mit den dazu gehörigen da⸗„ Hammelfleiſch 1e 8 2) 4 trächtige Kübe, ternen und Lampen zu annehmbaren Preiſen„ Kalbfleiſch 8 2182 3) 2 Rinder, ebenfalls trächtig, und Zahlbedingungen zu verkaufen.„ Schaaffleiſch b e 4) 2 Rinder, 1 Jahr alt, Dieſelben ſind faſt noch ganz neu und beſon⸗„ Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 5) 1 Mutterſchwein, ders den Gemeinden zum Gebrauche einer„Bratwurſt 55 221 2 6) 1 vollſtändigen zweiſpännigen Wagen, hübſchen und zweckmäßigen Straßenbeleuchtung„ Schwartenmagen 18„ 9 5 1 Wagen, ſehr anzuempfehlen.„[Geräucherter Speck 31121310 2 05 1 belt 5(woch Schönes Weiß kraut 1 Se 55 5 05 5 10) 1 vollſtändige Brennerei, noch neu, 17131 bat zu verkaufen„ Schweinenſchmalz, 27 227 Sign end be zur Oekonomie gehörende f n 1 a rl Müller. 1 55 nana laen 9 5 23 223 4 a c.. i 5 5„Nierenfett 23 2423 2 digen a 2d we ad. eee Ein Semmardienern enge 10 6 Kaichen am 14. November 1855.[1714] wird geſucht. Näheres bei Speiſewirth Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Philipp Heil Wtw. Ockel dahier. B ebndee re Se f pee Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Waizen e e 0 Ge r ſt e Hafer Kartoffeln 5 Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum Auf⸗Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗Ver⸗ preis Auf- Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ preis f ge⸗ kauft ge- kauft ge- kauft gee kauft 2 ges kauf fahren— fahren 8 fahren 5 fahren 8 fahren 85 Mltr.] Mltr. Sf. kr.] Matr. Mtr. Pfd. fl.]kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mtr.] Pfd. fl. kr. Friedberg, 16. Nov.] 452 443 20019—4 17 16 18014 121178 175 160 9.45 94 74 120 40391 88 70 200 3— Butzbach, 16.„ 69 69 200181561 21½¼½/ 19% 85 14.29 54½ 34½ 150 9413 63 50 120 44501140 105 000 3011 Vilbel,„—— 200.——1—— 180.———— 1660-1—— 20— 21—— 5 Allenſtadt,„— T 200—— 80— I—— 1160———— 20—— 200—.— Nidda,„4— 200———— 180.——.—— 1169.———— 11200——[(—— 200—— Hungen, 16.„ 42 42 20018020] 12 12 18013450 24 24 160 9/— 22 22 120 400—— 200—— S 2— 200—1—1— e— 1160——1— 11275375 Grünberg, 17.„298 298 20018016] 70 70 18014 6194 194 160 8032J275 275 120 4/4513 13 209 3½28 Mainz, 16.„—— 2001 19/201— 18014, 454—— 1160 945— 1201——— 22001—1— Friedberg: Erbſen aufg. 5 Mlt., verk. 1½% Mlt., 11 fl.— Butzbach: Erbſen 11 fl. 2 Grünberg: Erbſen 9 fl. 32 kr.; Linſen und Wicken 9 fl. 5 5 5 von Vilbel, Altenſtadt, Nidda und Echzell ſind ausgeblieben. Die Marktberichte 0 kr.— Hungen: Erbſen 10 fl.; Wicken 8 fl. Druck und Verlag von E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ri int wo erh nal, 60 Die zu inſtruir; Sobe wie auch e Anzeige ger Fri Eine Württemb haben, A oft genan Bergen 9. füſte in d Zuflüſſe Aſowiſche in warme reich werk wenn im Von dieſe gelegenen Lage we bronzo dem Dor von ſiebl. Reiſenden uud reiche um ner des Jahn wie der 5 ſſe eine ei Wer dieſes Lan viel Auft lage konnte wu eg be