1 neee — in Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Nu 23. Dienſtag den 20. März. 1855. Amtlicher Theil. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Johannes Conſtand von Wetterfeld. Vagabundiren. Haare: ſchwarz; Stirne: bedeckt; Augen: braun; Augenbraunen: ſchwarz; Naſe: Alter: geboren im Jahr 1804; Größe: 6 Fuß 8 Zoll; etwas gebogen; Mund; gewöhnlich; Bart: ſchwarz; Kinn: rund, geſpalten; Geſicht: länglich; Geſichtsfarbe: friſch; Statur: geſetzt; Beſondere Zeichen: Blattern-Narben. Die Potichomanie. Die Potichomanie auch Potichinomanie genannt oder das Verfertigen des Potiches, iſt eine in Frankreich zuerſt erfundene, ſeit Kurzem auch in Deutſchland eingeführte Kunſt, die darin beſteht, buntes Papier, Zeichnungen aller Art, Blumen, Früchte, Figuren, Thierſtücke, chineſiſche Gegenſtände und dgl. in das Innere von gläſernen oder Kryſtallgefäßen aufzukleben, und dieſen das käuſchende An— ſehen, nicht allein des gemalten chineſiſchen und japaniſchen, ſondern des modernen Porzellans zu geben. Man wählt dazu gewöhnlich Gefäße von antiker und auffallender Form, deren Oeffnung oben weit genug iſt, die Finger hinein— bringen zu können, und die möglichſt wenig Ecken und zu⸗ ſammenhängende Flächen bilden. Ferner müſſen ſie klar, glatt und ohne Blaſen ſein. Die Wahl der Zeichnungen kann originell, aber ſie muß übereinſtimmend und geſchmack— voll ſein, und hängt von der Anordnung derſelben das mehr oder weniger hübſche Ausſehen der Arbeit ab. Nach der Form des Gefaͤßes und den Farben der aufzuklebenden Gegenſtände richtet man ſich mit der Grundfarbe, die man dem Glaſe geben will, ſie muß mit beiden harmoniren, und dazu beitragen, dem Ganzen ein antikes oder modernes Anſehen zu geben. Nachdem die Wahl des Glaſes und der Bilder ge— troffen iſt, überzieht man letztere auf der Rückſeite recht vorſichtig mit einem beſonders präparirten 5 Gummi, wozu man ſich eines weichen Pinſels bedient, läßt dieſes laugſam trocknen und wiederholt daſſelbe Verfahren auf der Vorderſeite der Zeichnungen. Iſt auch dieſe getrocknet, ſo ſchneidet man mit einer ſehr feinen ſcharfen Scheere die Figuren oder dergleichen aus, wobei auch nicht der geringſte weiße Rand an denſelben bleiben darf. Dieſe Arbeit erfordert die größte Sorgfalt und Aufmerkſamkeit, damit erſtens das Ausſchneiden recht ſauber ausgeführt werde, und zweitens der Gummi⸗Ueberzug durch zu vieles Berühren nicht leide; man kann ſich deßhalb für das Innere der Zeichnungen, die dann auf ein Brett gelegt werden, auch eines feinen ſcharfen Meſſers bedienen. Nach Be— endigung des Ausſchneidens wird das Innere des Glaſes eigen und ſauber gereinigt, und vor dem Aufkleben der einzelnen Bilder ein formlicher Plan zu deren Verwen— dung gemacht; man mißt das Innere des für die Arbeit gewählten Gefäßes genau ab, arrangirt darnach die Bilder und beſtimmt durch Zeichen oder Nummern auf die Rück⸗ durch erleichtert man ſich die Mühe beim Aufkleben und verhindert ein geſchmackloſe übereilte Anordnung. Wenn dieſes geſchehen, wird eine Figur auf der Vorderſeite, wo ſich die Zeichnung befindet, mit einem ganz wenig in kaltem Waſſer angefeuchteten Pinſel beſtrichen und dann an die innere Seite des Gefäßes auf die derſelben, beſtimmte Stelle vorſichtig angebracht, mit einem feinen Tuche leicht aber feſt gegen das Glas gedrückt und daſſelbe noch ein⸗ mal mit der Haud wiederholt. Hierbei ſind die Umriſſe der Zeichnungen beſonders feſt zu beſtreichen, damit auch im Bilde jede Unebenheit oder Blaſe verhindert wird. Auf dieſe Weiſe bringt mau alle vorher präparirten Bilder im Innern des Glaſes an, und läßt es dann ſo lange ſtehen, bis alle vollſtändig angetrocknet ſind, wozu man ſich in⸗ deſfen nur einer mäßigen Temperatur bedient. Nachdem das Trocknen aller Zeichnungen geſchehen iſt, und ſie auf dem Glaſe auf allen Stellen genau anliegen, gibt man dem Gefäß die ihm beſtimmte Grundfarbe, Um zu ver⸗ meiden, daß die Farbe zu dünn oder zu dick werde, gießt man die Quantität, die man ungefähr zu brauchen glaubt, in ein Waſſerglas, worin ſich deren nöthige Konſiſtenz viel leichter beurtheilen läßt, und dann erſt in das beklebte Gefäß; durch lan ſames Hin- und Herwenden in demſelben ſorgt man dafür, daß jede Stelle des Glaſes von der Farbe berührt werde, und ſich recht gleichmäßig vertheilt, oder man bewirkt dieſes durch einen kleinen Pinſel, fängt dann die übrige Farbe in der Flaſche wieder auf und läßt das gefärbte Gefäß in etwas größerer Wärme als vorhin geſagt trocknen. Dieſes Färben kann nach dem Trocknen noch einmal wiederholt werden, was jedoch nicht unum— gänglich nöthig iſt, denn das gefärbte Glas beſitzt jetzt ſchon das Anſehen des gemalten Porzellans. Will man die Arbeit noch ſchöner und die Farbe dauerhafter haben, ſo überzieht man dieſelbe ein- oder zweimal mit einem eigens hierzu bereiteten Lack, läßt jedoch vor jedesmaliger Beſtreichung die frühere Unterlage vollſtändig trocknen. Die Farbe kann auch gleich mit einem Dritttheil des Lacks vermiſcht werden, welches das Verfahren erleichtert, aber nicht ſo ſicher iſt.. Die Grundfarben, deren man ſich zu dieſer Arbeit bedient, ſind: weiß, roth, blau, gelb, ſchwarz und grün. Die Gegenſtände, die man in dieſer Arbeit hauptſächlich herſtellt: alle Arten Vaſen, in chineſiſcher und moderner Form, Blumenampeln, Schmuck- und Deſſertteller, Lampen⸗ ſeite die Plätze, die man ihnen nachher geben will. Hier- glocken, Klingelgriffe, Scheiben in Entree-Thüren, Wachs— ſtockbüchſen, Cigarrenbehälter, Handſchuh⸗ und Boſtonkaſten, Lichtmanſchetten, Blumentöpfe, Briefbeſchwerer, Trink⸗ gläſer und dgl. Verſchie dene 8. Seltſames Teſtament. Aus Bern wird der „Allg. Ztg.“ von einem originellen Teſtamente geſchrieben, welches der dort verſtorbene Turnlehrer Elias hinter— laſſen. Er vermachte nämlich der Stadt mehrere nicht unbedeutende Summen für gemeinnützige Zwecke unter der Bedingung, daß ſein Skelett als offenbarer Beweis für die wohlthätige Wirkung des Turnens auf den menſch— lichen Körper, im ſtädtiſchen Muſeum für Naturgeſchichte aufgeſtellt werde. Auf einem Tiſche in einem Wirthshauſe ſtand ein Deklamator und deklamirte eben: „Ehret die Frauen, ſie flechten und weben Himmliſche Roſen in's irdiſche Leben!“ Da meinte einer der Anweſenden zu ſeinem Nachbar:„Na, Herr Bruder, der is gewiß auch nich verheirath't!, Ein Profeſſor der Geſchichte fragte einen Examinan⸗ den unter Anderem, mit wie vielen Dolchſtichen Cäſar er— mordet worden ſei?— Der Gefragte, der es nicht wußte, dachte in ſeiner Verlegenheit an die Jahreszahl und ſagte: „Eintauſend achthundert und vierundfünfzig.“—„Mein 94 N 5 1 7. 2 Gott!« fuhr der Profeſſot fort,„wie können Sie eine ſolche Zahl angeben? Das würde ja Cäſar nicht ausgehalten haben.“—„Deßhalb iſt er ja auch geſtorben,“ erwiederte 1 1 der Geängſtigte. Cin Versmacher, der die fixe Idee hatte, gern fuͤr einen großen Dichter gelten zu wollen, fragte neulich N.: „Nun, können meine Feinde mir wohl das Verdienſt ab— ſprechen, daß meine Gedichte im höchſten Grade fließend ſind?“—„Allerdings,, entgegnete N.,„w äſſerig genug ſind ſie dazu.“ Bürgerhülfe für den Odenwald. Prof. Seel 1 fl. 12 kr; v. R. 4 fl.; A. Wolf 1 fl.; H. Schl. 12 kr.; Ungenannt 30 kr. eine mit Mad. M. gewonnene Wetle 1 fl.; Sda. in Lauterbach 3 fl.) A. Mack 24 kr. M. Schwarz 1 fl.; Fr. Jacobi in Obermörlen 3 fl.; F. H. 18 kr.; Pfr. Strack in Oberrosbach 1 fl. 30 kr; Lebrer Bitſch 1 fl., W. S. in A. 30 kr.; Freiherr von Wetzel, genannt von Carben, auf Obermörlen 25 fl.; Rentm Riedel zu Obermörlen 1 fl.; Ueberſchuß von einer an Dr. Fritzel bezahlten Rech⸗ nung 22 kr; nachträglich noch von mehreren Einwohnern in Fauerbach II. Joh. Philippi u. Tochter, Soldan, K. Bruck u. W. A. 32 kr.; zuſam⸗ men 45 fl. 18 kr. Sodann ungenannt 3 Hauben, 3 Halztücher, 1 Jacke. Herzlichen Dank! Friedberg den 17. März 1855. D Matis. Bei der Unterzeichneten iſt ferner eingegangen: Von A. 30 kr. 3 T. 1 fl. 30 kr; Rentmeiſter F. in B. 30 kr.; Frau M. in B. 12 kr.; e S. in B. 24 kr.; Georgchen 24 kr.; Actuar Bernges . 42 kr. N ö Die Exped. des Friedb. Int.⸗ Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edicetalladung. D293] Philipp Mevi's Wittwe zu Melbach kann ſich als Eigenthümerin folgender ſchon lange in ihrem Beſitze befindlichen Immobilien: III. 302— 208 Klafter auf der Heienheimer Straße, IV. 143 163 Klafter neben dem hohen Weg, IV. 394-154 Klafter Acker das Feldchen, IV. 81-188 Klafter rechts am hohen Weg, V. 134-294 Klafter auf der Mäswieſe, V. 164 304 Klafter der Mittelgewanne urkundlich nicht ausweiſen. Da ſie ſolche an ihre Kinder abgeben will, ſo werden auf ihren Antrag alle, welche Anſprüche auf jene Immo⸗ bilien zu haben bebaupten, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an hier anzu⸗ zeigen, als ſonſt die Theilzektel über dieſelben richterlich beſtätigt werden und der Eintrag in's Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 23. Februar 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Markt⸗-Anzeige. L338] Der im Landkalender für 1855 auf Dien⸗ ſtag den 27. d. Mts. eingetragene Jahrmarkt dahier wird nicht an dieſem Tage, ſondern Dienſtag den 10. April d. J. und zwar nur einen Tag abgehalten, was hier⸗ mit zur Kenntniß des handelnden Publicums gebracht wird. Vilbel den 17. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Vilbel Hinke Lieferung von Setzlingen. 1339] Die hieſige Gemeinde hat zur Errichtung einer Baumſchule 300 Stück junge unveredelte Aepfel⸗ und Birnſetzlinge nöthig. Luſttragende hierzu können ſich an die hieſige Bürgermeiſterei wenden. Fauer bach II. den 17. März 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach II. Holler. e eee 1261] Die Erben der Wittwe des Müllers Philipp Laupus von der Görbelheimer Mühle wollen unter anderen das in ihrem Beſitze be⸗ findliche Grundſtück in Fauerbacher Gemarkung 323/23 1 Prtl. 24 Rth. in der Schaafwieſe zur Theilung bringen, können aber genügenden Eigenthumsnachweis nicht liefern. Auf ihren Antrag werden alle, welche Anſprüche auf jenes Grundſtück machen wollen, aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen von heute an hier geltend zu machen, gegenfalls ohne Rückſicht darauf der Theilzettel bezüglich jenes Grundſtücks beſtätigt und die Wahrung im Mutations⸗Verzeichniſſe verfügt werden wird. Friedberg am 21. Februar 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg: Hofmann. Grundſtück⸗ Verſteigerung. [340] Dienſtag den 27. l. M., Nachmittags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nach— bezeichnetes in der Gemarkung Ockſtadt liegen⸗ des, zur Verlaſſenſchaft der Kaspar Werners Ehefrau dahier gehörendes Grundſtück noch⸗ mals meiſtbietend verſteigert, als: Ord.⸗No. Pag. u. No. 178/71 120 Ruthen Garten in der 14. Gewann an der Burg Friedberger Grenze, an Mar⸗ tin Mondigler, zehntfrei. Friedberg den 17. März 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtovorſteher. Bekanntmachung. [341] Der Oeconom Jacob Hoffmann von Niederdorfelden hat bei hieſigem Gerichte ſeine Inſolvenz angezeigt und ſich bereit erklärt, ſeine Güter an ſeine Gläubiger abzutreten. Es wird deßhalb Termin zum ſummariſchen Anmelden der Forderungen und zum Güte⸗Verſuche unter den Gläubigern auf den 13. April d. J., Morgens 10 Uhr, anber beſtimmt, und werden deſſen Gläubiger mit der Auflage hiermit öffentlich vorgeladen, ihre Forderungen nach Gegenſtand und Grund wo möglich mit Vorzeigen der Beweisurkunden ſummariſch anzuzeigen und zum Güte⸗Verſuche bereit zu erſcheinen, unter dem Rechtsnachtheile, daß die nicht erſcheinenden Gläubiger dem Be⸗ ſchluſſe der Mehrzahl derſelben beitretend wer⸗ den angenommen werden. Windecken den 9. März 1855. . Juſtizamt heis. vdt. Kahler. Holz verſteige rung. 1321] Montag den 26. März d. J. werden aus den Fürſtl. AJſenburg'ſchen Herrſchafts⸗ waldungen, Diſtrikt Kubmark, Reviers Mox⸗ ftadt, auf dem Platze meiſtbietend verſteigert: 17 Stecken Buchen⸗Werkſcheitholz, 57 lang, 150„„ Scheitholz I. Cl. 5“ lang, 39½%„„ Prügelholz, 5“ lang, 4175 Stück„ Wellen, 14 Stecken Eichen Scheitholz J. Cl. 5“lang, 10„„ Prügelholz 5“ lang, 450 Stück„ Wellen. Zuſammenkunft Vormittags um 9 Uhr am Diſtrikt Kuhmark auf der Staatsſtraße beim Oppelshäuſer Hof. Sämmtliches Holz ſitzt an der Staatsſtraße und iſt nach allen Richtungen bin bequem abzufahren. Bei genügender Bürg⸗ ſchaftleiſtung wird bis Martini d. J. ereditirt. Büdingen den 12. März 1855. Der Fürſtl. Aſenburg'ſche Forſtmeiſter hring. Mobilien⸗Verſteigerung. 13421 Mittwoch den 28. März l. J., Morgens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der Mobiliar⸗Nachlaß der dahier verlebten Elias hrt, 1 abort 1 0 15 dau! g gen den gabe ergo!“ Gi ente 2 0 Nan 2) Hagen 0 Salaſen Glafcratb ibinde 0 111 5 Has Aulle 100 ſater Ma Hlafter Pfla Ruſſenftein c. Einſeß 9 Maurerat Ammerat 3) Steinau 4) Pfaſtern 6) das All liſernen bervoranſch 6) das Anlieſ kaafter Me vüllafter den Kall Sand. 7) das Anlie Auslaufff gleichen! vervoranf d. Untethal 1) Pflaſterar D Handacde J) das Wü büfklafter men ver e. Unter 1 Pflaſtera D Chaufffra Worgnſchl 3) dad Jer tungöſte 4) die Unt 5) das An klafter Cubikkl. Chauſſi Friedber Großhe —— 2 Ein 13081 ſſeht 0 7 All L826 ſind ſt driedberg G Keuburgers Wittwe, beſtehend in Silber, Kupfer, Eiſen, Blech, Holzwerk, Weißgeräthe, Frauen. kleider, Bettungen und dergleichen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 17, März 1855. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg! Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Arbeits ⸗Verſteigerung. 1343] Montag den 26. März d. J., Vormit⸗ ſags um 9 Ubr, werden auf dem Rathbauſe dahier nachſtehende Arbeiten und Lieſerungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert: a. Unterhaltung der Kreisraths— wohnung: 1) Maurerarbeit, vervoranſchlagt zu 20 fl. 12 kr. 2) Das Anliefern von 1000 Stuck Ruſſenſteinen, 600 Stück Ka⸗ minſteinen, 1 Bütte Kalk und 0,050 Cubikklafter Sand. p. Einrichtung eines Faſelſtalles: 10 Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 82 fl. 46 kr. 2) Steinbauerarbeit,„* Nai= 3 Zimmerarbeit, 1„ 124% 48 49 Dachdeckerarbeit, 1„ un— 5) Schreinerarbeit, 9 1 28 6) Schloſſerarbeit,„ n 18 7) Glaſerarbeit, 15 un 8) Weißbinderarbeit,„ 1 9) Pflaſterarbeit,„„ 16% 12„ 10) Das Anliefern von 0,9 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen, O, 7 Cubik- klafter Pflaſterſteinen, 500 Stück Ruſſenſteinen, 7 Bütten Kalk. e. Einſetzen neuer Pumpen in die Leierbrunnen: 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 58— 2) Zimmerarbeit, 1„ 37„ 15„ 3 Steinhauerarbeit,„ 1817 4) Pflaſterarbeit,* e e 5) das Auliefern von zwei guß⸗ eiſernen Pumpen, zuſammen vervoranſchlagt zu 500„—„ 6) das Anliefern von 10 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen, 0,3 Cu⸗ bikklafter Pflaſterſteinen, 9 Büt⸗ ten Kalk und 0,2 Cubikklafter Sand. 7) das Anliefern eines gußeiſernen Auslaufſtocks und eines der⸗ gleichen Unterſatzes, zuſammen vervoranſchlagt zu 60„—„ d. Unterbaltungder Straßen der Stadt: 1) Pflaſterarbeit, vervoranſchl. zu 181 fl. 48 kr. 2) Handarbeit,„„ 28„30„ 3) das Anliefern von 4,950 Cu⸗ bikklafter Pflaſterſteinen, zuſam⸗ men vervoranſchlagt zu 198»—„ e. Unterhaltung der Vieinalwege: 1) Pflaſterarbeit, vervoranſchl. zu 4 19„ 2) Chauſſirarbeit, zuſammen ver⸗ voranſchlagt zu 75—„ 3) das Zerſchlagen der Unterhal⸗ tungsſteine, vervoranſchl. zu 24/—„ 4) die Unterhaltungsarbeiten„ 62„ 51 5) das Anliefern von 0,2 Cubik⸗ klafter Pflaſterſteinen und 11,0 Cubikklafter Unterhaltungs⸗ und Chauſſirſteinen. Friedberg den 16. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Eine Lehrlingsſtelle [308] ſteht offen bei C. Jung, g Glaſermeiſter. Alle Sorten Saamen 3261 ſind friſch und ächt zu haben bei Friedberg. Ferdinand Damm. 95 Empfehlung. 3050 Meinen geehrten Freunden und Bekann⸗ ten diene zur Nachricht, daß ich mit friſchen und ächten Gemüſe- und Blumen ⸗Sämereien, welche ich aus der erſten Hand beziehe, verſehen bin. Durch reelle und billige Behandlung werde ich das mir ſchon ſeit langen Jahren geſchenkte Vertrauen immer mehr zu würdigen ſuchen. Friedberg den 12. März 1855. Anna Magdalena Leineweber, wohnhaft in der Metzgergaſſe, Herrn Kaufmann Fürth gegenüber. Hofraitheverſteigerung. [344] Der Unterzeichnete läßt Montag 26. l. M., Nachmitiags 3 Uhr, durch Großberzogliche Ortsgericht dahier ſeine am Labhnthor an der Staatsſtraße gelegene Hof⸗ raithe und einen in der Nähe befindlichen Garten, ſeiner Auswanderung halber, an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigern. Die Hofrallhe, in der ſeither Wirthſchaft und Bäckerei mit gutem Erfolg betrieben wurde, hat einen Gehalt von 112[◻Klafter, beſteht aus Wohnhaus, Hinter- und Nebenbau, Scheuer⸗ und Stallung. Das Wohnhaus enthält 10 heizbare Zimmer, 3 ſehr gute geräumige Keller und eignet ſich zu jedem Geſchäftsbetriebe. Der Garten, in welchem Gartenwirthſchaft betrieben wurde, enthält zwei Häuſer von einem Flächengebalt von 8 und 6 U◻Hlafter, von denen das größere mit einem geraumigen gewölbten Keller verſehen iſt. Butzbach den 5. März 1855. Gernand Sauerbier. den das Verſteigerung. 1345] Dienſtag den 27. März l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr anfangend, werden in der Wohnung der verſtorbenen Frau Amtmann Sebaſtiani deren Mobilien, beſtehend in einem Schreibpult mit Aufſatz, Kommode, Sopha, Stühle, Bett- ſtellen, Kleiderſchrank u. ſ. w, ſowie ſämmt⸗ liches Küchengeräthe und ein Sprungheerd von Gußheiſen einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ geſetzt, wozu Kaufliebhaber freundlichſt einge- laden werden. Friedberg den 17. März 1855. In Auftrag: Jacob Faatz. 4 Trockener weißer Dunggyps 346] iſt ſtets bei mir zu haben. Derſelbe kann durch die Eiſenbahn verſendet werden und er⸗ theile ich auf portofreie Briefe nähere Mitthei⸗ lung. Auch führe ich gebrannten Gyps für Stukaturarbeiter. Höchſt a. M. R. Großmann auf der Steinmühle. Verſteigerung von Glaſerarbeit. [347] Montag den 26. März, Nachmittags 2 uhr, wird die zu 50 fl. veranſchlagte Repa⸗ ratur an den Fenſtern der Hollercapelle auf der Bürgermeiſterei zu Ockſtadt an den Wenigſt⸗ nebmenden vergeben. Ueberſchlag und Bedin⸗ gungen können ebendaſelbſt eingeſehen werden. Ockſtadt den 20. März 1855. Ein 1¼½ alter Faſelochs, 13481] Schwarzſcheck, iſt zu verkaufen bei Rentmeiſter Filius in Beienheim. — Empfehlende Erinnerung. Dr. Borchardt's aromatiſch mediciniſche Kräuter ⸗Seife, in 17571 Dr. 4 verſiegelten Original-Päckchen à 21 kr. Suin de Boutemard's aromatiſche Zahn⸗Paſta, n und ½ Päckchen, à 21 und 42 kr. Dr. Hartung's Ehinarinden⸗Oel, in verſiegelten und im Glaſe geſtempelten Flaſchen à 35 kr. Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade, in verſiegelten und im Glaſe geſtempelten Tiegeln 1 Apotheker Ant. Sperati's Italieniſche Honig ⸗Seife, in Originalſtucken zu 9 und 18 kr. Die innere Solidität und anerkannte Nützlichkeit der obengenannten privile⸗ girten Spezialuäten erläßt jede ausführlichere Anpreiſung: genügt, um die Ueberzeugung von der gemeinnützigen Artikel zu erlangen, und ſie rſt einmal bedient, mit beſonderer Vorliebe immer gern wieder — ſchon ein kleiner Verſuch Zweckmäßigkeit und Vortrefflichkeit dieſer werden ſicherlich von allen denen, die ſich ihrer nur gebraucht werden.— Pro⸗ pekte und Gebrauchs⸗Anweiſungen werden gratis verabreicht, ſowie die Mittel ſelbſt, in bekannter Güte— unter Garantie der Aechtheit— in Fr iedber 9 nur allein verkauft bei P. F. Schmittuer, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. Höhere Tö in meiner Auſtalt den 16. April. 3111 Der neue Curſus beginnt füge die Bitte bei, lieber am Anfang, als im Laufe Entſchluß recht bald wiſſen laſſen. ausgedrücktem die verehrten Eltern, geſonnen ſind, wollen im eigenen Intereſſe, des Curſus thun und mich ihren deßfallſig en Die Anzahl der Lehrſtunden f Wunſche zu entſprechen, was nicht jedes Jahr geſchieht, dieſes M chterſchule. Ich welche mir ihre Tochter zu übergeben wie zu meiner Erleichterung dieß will ich, oft Auch wird, Die thunlichſt beſchränken. al eine Elementarklaſſe gegründet. vacant gewordene Stelle einer franzöſiſchen Lehrerin iſt wieder beſetzt, und hoffe ich, recht gut wieder beſetzt. Das Gerücht meiner nahe bevorſtehenden Rück— kehr in's Vaterland entbehrt alles Grundes. Friedberg im März 1855. ——ẽ——— K. Kärſt, Inſtituts⸗Vorſteher 9 6 Geſangverein Frohſinn. 1349] Das bereits angekündigte Concert zum Beſten der bedraͤngten Odenwälder wird Sonntag den 25. Maͤrz im Trapp'ſchen Saale ſtattfinden. Einzelnkarten à 24 kr. und Familienbillets fuͤr 3 Perſonen zu fl. 1. ſind von heute au bei den Herren Kaufmann Hanſtein und Gaſtwirth Hecht, ſowie in C. Bindernagel's Buchhandlung zu haben; an der Kaſſe werden nur Einzelnkarten à 30 kr. ausgegeben. Anfang des Concerts präeis 8 Uhr. Näheres bringt das Programm. 0 Wir laden zu zahlreicher Theilnahme höflichſt ein. Einladung zum Abonnement. 1335] Mit dem 1. April beginnt ein neues Abonnement auf die ſeit Anfang d. J. erſcheinende reichhaltigſte und beſte Frauenzeitung: Der Bazar. Muſter⸗Zeitung für Frauen. Nebſt vielen Beilagen mit Abbildungen der neueſten und geſchmack— vollſten Handarbeiten, Muſterblättern neuer Schnitte der geſammten Damen⸗Garderobe, Modebildern, Stick-, Strick- und Häkel-Muſtern und als Unterhaltungs- Lectüre ein reichhaltiges Feuilleton, redigirt von Feodor Wehl. Außerdem liefern wir den Abonnentinnen zu jeder Saiſon ein Extrablatt mit Original-Proben neuer Stoffe in Wolle, Seide, Barege ꝛc. und die ſoeben erſchienene Nr. 6 erfreut die Abonnentinnen ſogar mit einem herrlichen Battiſtkragen. Preis für Alles 51 kr. vierteljähr lich. Berlin im März 1855. Louis Schäfer. Probenummern dieſer überall mit vielem Beifalle aufgenommenen, alle bis jetzt erſcheinenden ähnlichen Blätter an Reichhaltigkeit übertreffenden Muſter— Zeitung ſind bei uns vorräthig und theilen wir ſolche gerne zur Anſicht mit. Zu zahlreichen Beſtellungen empſtehlt ſich Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. Auswanderer von Staden nach Auſtralien 350] mit Frauen und Kindern(im Ganzen 25 Perſonen) können ihre Heimath nicht verlaſſen, ohne noch zuvor ibren Wohle thätern, Herrn Pfarrvicar Welker, Herrn Bürgermeiſter Opper, Beigeordneten, Gemeinderath und der ganzen Gemeinde, ſowie denen, welche durch Handarbeiten und eigene Opfer ihnen zu Kleidungen verholfen baben, und insbeſondere dem edlen und uneigen⸗ nützigen Menſchenfreund Heinrich Steinmetz herzlichen Dank und Lebewohl zu ſagen. Sie können nichts, als für ihre Wohlthäter beten. „Der Herr aber, der in's Verborgene ſieht, wird's ihnen vergelten öffentlich.“ Die Familien: Weber, Haas, Stengel, Nagel, Sparwald! Ver laufen. 1351] Mein Dachs bund— von ſehr kleiner Race, ſchwarz und grau gefleckt, und durch vor⸗ ſtehendes Untermaul(ſog. Hechtmaul) ausge- zeichnet— hat ſich am 15. d. M. in den Wal⸗ dungen zwiſchen Ulfa, Langd, Villingen und Ruppertsburg verlaufen. Indem ich denſelben hierdurch reelamire, ver⸗ ſpreche ich Demjenigen eine angemeſſene Be⸗ lohnung, welcher mir deſſen Aufenthalt anzeigt. Nidda den 17. März 1855. Fauſtmann, Forſtacceſſiſt. Gefunden. 3521 Auf der Straße zwiſchen Friedberg und Fauerbach habe ich am 13. März d. J. einen goldenen Ring gefunden. Der Eigenthümer kann ihn bei mir gegen Entrichtung der Inſerat⸗ gebühren in Empfang nehmen. Bauernheim. H. Nagel, Leh rer. Ein Geldbeutel 1353] mit 15 fl. 24 kr. wurde am vergangenen Sonntage von einem Dienſtmädchen auf der breiten Straße verloren. Der redliche Finder wolle denſelben gegen eine angemeſſene Beloh⸗ nung auf der Bürgermeiſte rei dahier abgeben. Hartgebr annte Ruſſenſteine L354] ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. Friedr. Hilbrecht. 1 Wagen, 1 Pflug und[Egge 1355] find aus freier Hand zu verkaufen bei Schreinermeiſter Deweil. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. — Waizen Korn Gee r ſte Hafer Kartoffel Mittel- Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum] Auf- Per⸗] preis Auf- Ver- preis Auf- Ver- preis Auf- Ver- breis Auf- Ver-] preis ge kant gen kauft 2 ge⸗ kauft ge kauft ge? kauft fahren 5 fahren— fahren 8 fahren 8 fahren 8 Mltr.] Mltr. Id. fl. r.] Mitr Mltr. Pfd.] fl. kr.] Mltr. Mltr. fd. fl. kr.] Mltr.] Mltr Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mltr. Pfd. fl. kr. Friedberg, 16. Märzſ 1073/1062 20016/16264(148(18013 330238 180% 160 8.521 68 68 120 5044 27% 19% 200 4/24 Butzbach, 16.„ 237½% 220½ 200 15056 55 517 18013460 60% 59% 160 8049 74 74 120 5058] 25% 21 200 4/14 Vilbel, 16.„188 188 200160 2]—— 180.———— 1160——1 25 25 120 5/301—— 200—— Altenſtadt, 16.„ 305% 275 200166 5 16 3 180413 30] 39 9 160 88351 8 7 120 540]—— 200—— Nöpda, 10.„ 25 200016— 23 180142— 8 160 800—— 120———— 200.—— Hungen, 16.„102 102 20015045] 4 4 18014/— 10 10 160 8—I 5 5 120/ 5/151—— 200—— Schiel, 16.„154% 150½ 200156 15 777801333 90% 24½ 160 80380 4 4 120 50—— 200—— Grünberg, 16.„[— 111 200159— 59 18013 30— 4460 930— 43 120 5,2—— 200—— Mainz, 9.„—— J200 15/30]—— 1180ʃ13/10]—— 1160 8130]—— 1120.—— 1— 2 4, Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 89 Mltr., verk. 68, 18 fl. 19 kr.; Waizenmehl aufg. 18, verk. 18, 14 fl; Erbſen aufg. 20, verk. 2, 13 fl.; Linſen aufg. ½ Wicken aufg. 2.— Butz bach: Waizenmehl 13 fl. 50 kr.; Erbſen 10 fl. 30 kr.— Altenſfadt: Vorſchußmehl 19 fl. 23 kr. Eſchzell: Vorſchußmehl 19 fl.; Erbſen 11 fl. 30 kr.— Grünberg: Erbsen 11 fl. 34 kr.; Wicken 10 fl.; Molterfrucht 11 fl. 45 kr. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Die armen 1 Natheh Efferen wich Saru: ſchlan llt; Aug glänzendem Ein ne ban geſtent taſche mit N 2 Reihen Kn. Kördelchen u. blauen Seite einer Schaale Wintertuche, gute;— 1 Betreffend:! Dienſta Ortoͤdürger vor dem Tei Zuglei drohung eine einzusenden. Fried Detreffend Da d kanntmachun die Uleberwa Fried mit Prom zu den 11 1834, die Dar Ludwig f ir h verordnen gi Art. 1. ſie mögen G nachfolgenden