„ 2 2 2 Friedberger Intelligenz! Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Perkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. att. Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Freitag, den 19. Oktober. 1855. Regierungsblatt Auszug. Nr. 28. vom 4. September. 1. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 24. Aug., die Orga niſation des Aufſichtsperſonals für die inneren indirecten Auflagenz 11. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpecetion vom 28. Aug, wor— nach mit dem 1. Sept. die Cariolpoſt zwiſchen Gernsheim und Zwingenberg außer Wirkſamkeit geſetzt und an deren Stelle eine tägliche Botenpoſt errichtet wird.— 111. Bekanntmachung derſelben Behörde von demſelben Tage, wonach zur Erleichterung des Per⸗ ſonenverkehrs die Einrichtung getroffen worden, daß mittelſt des Lau⸗ terbach-Gießener Poſtwagens Perſonen von und bis zum Ein⸗ mündungspunkte der Herbſteiner Straße Beförderung erhalten (Perſonengeld für die Strecke zwiſchen dieſem Punkte und Lauterd a ch einerſeits und Engelrod anderſeits 16 kr.)— IV. Umlagen zur Beſtrei⸗ tung der Bedürfniſſe der israel. Religionsgemeinden im Kreiſe Fried⸗ berg für 1855.— V. Dienſt nachrichten. S. K. O. der Groß⸗ herzog haben allergnädigſt geruht: am 18 Juli dem Poſtexpeditions⸗ gehülfen Prinz zu Vöhl die Stelle eines Poſtexpeditor daſelbſt zu übertragen;— dem Poſtpraetikanten Hofm ann zu Darmſtadt den Titel eines Poſtaſſiſtenten zu verleihen;— 20. Juli dem Schullch er Dehn zu Arnsheim die evang. Schullehrerſtelle zu Ernſthofen zu übertragen;— 24. Juli den mit der vorläufigen Verſehung des Rent⸗ amts Großgerau beauftragten Rentamtmann Riedel definitiv für dieſe Stelle zu ernennen und dem Rentamtmann Schenck zu Gla⸗ denbach die Verwaltung des proviſoriſch errichteten Rentamts Langen zu übertragen;— den Bahnwärter Horn zum Porkier auf der Station Bensheim der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahnz— 26. Juli den Expedienten Nies zu Gießen zum zweiten Güter⸗Expedienten auf der daſigen Station der Main- Weſer⸗Eiſenbahn 2 00. Juli den Feldwebel in der 2. Schützencompagnie des 1. Inf. ⸗Reg. Rauſch zum Kanzleidiener am Bezirksgerichts, Mainz zu ernennen;— 6. Aug. dem Pfarramtscandidaten Dr. Ae, zu Jugenheim(Greis Bingen) die 1. evang. Stadtknabenſchulſtelle, 2. Abthallung, zu Darm⸗ ſtadt zu übertragen;— 9. Aug. den. außerordentl. Profeſſor bei der philoſoph. Facullät der Landesuniverſität Dr. 55 uckart zum ordent⸗ lichen Profeſſor dabei, insbeſondere für das Lhrfach der Zoologie und vergleichenden Anatomie, ſowie den Proſeckor an dem anato⸗ miſchen Theater zu Gießen Dr. Eckh ard zum außerordentl. Profeſſor bei der medieiniſchen Facultät der Landesuniderſitat;— 14. Aug. den bisherigen Seeretär bei der Großh. Badiſchen Centralſtelle für die Landwirthſchaft und ſtaatswirthſchaftlichen Referenten bei der Großh. Badiſchen Regierung des Oberrheinkreiſes Oofſacer zu Freiburg zum Lehrer der Landwirthſchaft an der böberen Gewerbſchule zu Darm⸗ ſtadt zu ernennenz— den von dem kath. Pfarrer und dem Gemeinde⸗ rath zu Froſchhauſen in Verbindung mit dem Kreis rathe des Kreiſes Offenbach auf die kath. Schulleh— rſtelle zu Froſchhauſen präſentirten Schulvicar Gärtner zu Lindenfels für dieſe Stelle zu beſtätigen.— VI. Dienſtentbin dung: am 23. Mai Schullehrer Kitz zu Langen⸗ hain, auf Nachſuchen, von der Uebernahme der 1. evang. Schulſtelle zu Dauernhe im.— VII. Dienſtentlaſſu ngen: am 26 Juli der Lehrer an der 4. kath. Schule zu Lorſch, Rapp;— 9. Aug. der ordentliche Profeſſor bei der medieiniſchen Jacultät der Landesuni⸗ verſität, Dr. Vogel, auf ſein Nachſuchen unter der Bedingung, daß derſelbe in Gemäßheit der Beſtimmung Art, 12. des Ericts vom 12. April 1820 über die öffentlichen Dienſtverhältniſſe der Civilbeamten die von ihm bisher bekleidete Dienſtſtelle noch auf die Dauer von weiteren 6 Monaten fortzuverſehen hat.— VII. Concurrenz für: die Stelle eines Kreisarztes des Medieinalbezirks Großgerau;— die evang. Pfarrſtelle zu Breungeshain, mit 969 H kx. jährl., wovon jedoch 8 Jahre lang jährlich 150 fl. in Abzug kommen;— die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Aſſenheim mit 572 36 kr(Präſentation des Herrn Grafen zu Leiningen⸗Weſterburg); die 1. evang. Schulſtelle zu Hammelbach mit 281 fl. 17 kr. nebſt einer Entſchädigung von 15 fl. 30 kr. für Heizung des Schullocals;— die evang. Schulſtelle zu Climbach mit 200 fl. 42 kr. nebſt einer Vergütung von 16 fl. 48 kr. für Heizung des Schullocals. Das unfreiwillige lange Ereditgeben der Handwerker und Kaufleute. Aus einem Vortrage, welchen K. Biedermann in einer Verſammlung der polytechniſchen Geſellſchaft zu Leipzig gehalten und worin er ein Hauptübel des heutigen geſchäftlichen Verkehrs, welches namentlich dem Hand- werker immer verderblicher zu werden droht, hervorhebt, theilen wir die nachfolgenden Stellen mit, obgleich die— ſelben bereits in verſchiedenen viel geleſenen Blättern Auf— nahme fanden, allein doch manchen unſere Leſer noch nicht zu Händen gekommen ſein konnten. Unter den vielen Widerwärtigkeiten, mit denen der Handwerker und der kleinere Kaufmann(der ſogenannte Detailhändler) zu kämpfen hat, iſt kaum eine für ihn drückender und für das Wohlbefinden, ja die Solidität dieſes ganzen ehreuwerthen Standes bedrohlicher, als die weitverbreltete Unſitte, die Arbeiten des Handwerkers und die vom Kaufmann entnommenen Waarxen erſt nach längerer Zeit und auch dann noch oft nur auf wieder— holtes Andriugen, ja zuweilen nur nach Anwendung von Rechtsmitteln, zu bezahlen. Den Betrag der Summen, die auf dieſe Weiſe dem Handwerker und Kaufmann oft Jahre lang von ſeinem ſauer verdienten Gelde entzogen werden, kann man im Durchſchnitt ein Drittheil, die Hälfte wenn nicht noch mehr, den Betrag der ihm dabei gänzlich verloren gehenden auf wenigſtens ein Zehntheil ſeiner im Buche verrechneten Einnahme veranſchlagen. Und wie viel Zeit koſtet ihm die Eintreibung ſolcher rückſtaͤndiger Poſten, das wiederholte Ausziehen von Rechnungen und Ausfertigen von Mahnbriefen! Wie viel Störungen in einem Gewerbebetriebe bringt es ihm zuw ſehr nimmt es ſeine Gedanken in Anſpruch, ziel von ſeinem Geſchäfte ab! Mit welchen Sorgen belaſtet es ſein Ge„raubt ihm alſo die friſche Kraft und den fröhlichen Muth des Schaffens! Und am Ende, wenn er ſich lange mit der Eintreibung ſeiner Schulden abgemüht und viel ſchöne Zeit dabei verloren hat, muß er ſich noch an einen Rechtsbeiſtand wenden, muß wohl gar bei Ge— richt klagbar werden, und hat nicht ſelten neben großen Verdrießlichkeiten nur neue Geldverluſte an der Stelle der gehofften Einnahmen. Die Unſicherheit, worin der größte Theil unſerer und kleinen Kaufleute in Betreff der Zeit Forderungen, der 0 Gude Handwe ihrer C ſie nicht ſelten ein 0 ſoliden und ſchwunghaften Betriebes ihres Gew fühlbar machen ſich di es Zeiten, wie die ge w 0 hin alle ſeine Kräfte anſpornen muß, um der Ungunſt der Verhältniſſe die Stirn zu bieten. Wie mancher Hand⸗ werker, zumal von den kleineren, kommt da in die drückendſte Noth, weil er ſein wohlverdientes Geld nicht herein be— kommen kann! Wie manchem wäre geholfen, wenn er .— S——— 362 nur das erhielte, was ihm von Rechts wegen gehört und gebührt! 5 Der Handwerker und der Kleinhändler ſind darin ungleich ſchlimmer daran, als der Großhändler, der Ban⸗ quier oder der Hausbeſitzer. Wenn der Großhändler ſei— nen Abnehmern einen Credit gewährt, ſo geſchieht dies immer nur auf kurze und beſtimmte Zeit; gegen eine will⸗ kürliche Ausdehnung deſſelben ſchützt er ſich durch die ſtrenge wechſelrechtliche Verpflichtung, welche er dem Ab⸗ nehmer auferlegt, und läßt ſich zu einer Verlängerung der geſtellten Friſt nur ſchwer und nicht leicht anders, als gegen eine entſprechende Zinſenvergütung bewegen. Ge⸗ rade ſo macht es der Banquier mit den Kapitalien, die er verleiht, der Hauseigenthümer mit den Räumen, die er vermiethet. Der Handwerker und Kleinhändler dagegen iſt der Willkür ſeiner Kunden im weiteſten Umfange preis— gegeben. Vielleicht bezahlen ihn dieſe nach einem Viertel— jahre, vielleicht nach einem halben, vielleicht auch erſt nach einem oder nach mehreren Jahren. Will er ſie drängen, mahnen, am Ende wohl gar mit gerichtlichen Maßregeln drohen und ſolche, wenn alles Andere nichts hilft, in Voll⸗ zug ſetzen, ſo kann er zwar möglicherweiſe auf dieſem Wege zu ſeinem Gelde kommen(obgleich ihm auch das nicht immer gelingt)— aber er riskirt auch, ſeine Kund— ſchaft einzubuͤßen und einen Collegen damit zu bereichern, der mehr Geduld oder mehr Mittel zu längerem Nachſehen und Abwarten beſtitzt. Man hat in neuerer Zeit an vielen Orten die Ein⸗ richtung von Vorſchußvereinen, Creditkaſſen, Handwerker— banken u. dgl. betrieben, um dem minder bemittelten oder von Verarmung bedrohten Handwerker die mangelnden Betriebsmittel für ſein Geſchäft zu verſchaffen. Gewiß ein loͤbliches Unternehmen, dem man nur den beſten Erfolg wünſchen kann! Aber ſollte es nicht näher liegen, ſtatt dem Handwerker Geld zu borgen, vor allen Dingen ihm dazu behülflich zu ſein, daß er zu dem Gelde komme, wel— ches Andere ihm ſchulden? Wenn man unſern Handwer— kern das ſichere, pünktliche und unverkürzte Eingehen ihrer Gelder verbürgen könnte, ſo wurde dies für die meiſten eine weit größere und zuverläſſigere Hülfe ſein, als Vor— ſchüſſe aus fremden Gelde, da dieſe, bei der Schwierigkeit, ſie zurückzuzahlen, eben wegen des mangelhaften Eingehens ihres eigenen verdienten Geldes, nicht ſelten für ſie nur Verſchiedenes. Wachsthum amerikaniſcher Städte. Die Vereinigten Staaten ſind das Land der ſtatiſtiſchen Wunder. Städte wuchſen dort bisher wie die Pilze, und man hatte alle Urſache zu erwarten, daß doch endlich einmal dieſes Fettwerden im Quadrat ſein Ende erreichen müſſe. Aber folgende neueſte Angaben übertreffen alles frühere an Groß— artigkeit, indem ſie beweiſen, daß die zehn größten Städte in fünf Jahren— wir wiederholen in fünf Jahren— an Einwohnerzahl beinahe um die Hälfte zugenommen haben. Es zählte nämlich im Jahr 1850 im Jahr 1855 1 505,547 Einwohner 730,000 Einwohner rooklyn 96,838 Williamsburgg 30,7800 200% 0„ Albany 50,763„ 60,000 5 7 Troy 28,785 5 40,000„ Utica 17,565 1 22,500 5 Syracuſe 22,271„ 25,000 1 Rocheſter 36,403„ 50,000 15 Buffalo 42,261 1 75,000 1 Oswego 12,205 5 18,500 1 Sämmtl. 10 Städte 853,418„1,230,000 1 alſo mehr. f 5 1 376,082 1 oder etwa 44 Procent. Für die Schullehrers⸗Wittwe ging ferner bei uns ein: Ungenannt 12 kr. Geſammtbetrag des bis jetzt Eingegangenen 9 fl. 57 kr, welche Summe wir heute durch die Ver⸗ mittlung des Herrn Lehrer Schenck in Laubach an den Ort ihrer Be⸗ ſtimmung abſandten. Die Expedition des Friedb. Int.⸗Bl. Markt⸗ Bericht. Friedberg den 16. Oktober 1855. Waizen aufg. 354 Mltr., verk. 354 Malt., 18 fl. 18 kr.; Korn aufg. 8, verk. 4, 13 fl. 45 kr.; Saatkorn verk. 1, 16 fl.; Gerſte aufg. 233. verk. 185, 9 fl. 41 kr.; Hafer aufg. 14, verk. 14, 4 fl. 41 kr.; Vorſchußmehl aufg. 4, verk. 4, 21 fl. 15 kr.; Waizenmehl aufg. 18, verk. 18, 16 fl.; Erbſen aufg 6, verk. 6, 11 fl. 31 kr.; Kartoffeln aufg. 138, verk. 188, 2 fl. 44 kr. eine neue drückende Laſt werden. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. E di es ta lad u a g. [1534] Auf den Namen der Kirche in Ober⸗ wöllſtadt ſind im daſigen Grundbuche folgende Immobilien: Flur 1. Nr. 1. Flur 1. Nr. 2. Flur 1. Nr. 677. Flur J. Nr. 712. Flur 1. Nr. 733. Flur 1. Nr. 806. Flur J. Nr. 813. Flur 1. Nr. 1220. Flur IJ. Nr. 195, Flur II. Nr. 259. Flur II. Nr. 262. Flur III. Nr. 58. Flur III. Nr. 89. Flur III. Nr. 179. Flur III. Nr. 243 und 244. Flur IV. Nr. 54. Flur IV. Nr. 38. Flur IV. Nr. 211. Flur IV. Nr. 224. Flur IV. Nr. 228. Flur V. Nr. 28. Flur VII. Nr. 265. Flur VII. Nr. 267. Flur VII. Nr. 284. Flur VIII. Nr. 31. Flur VIII. Nr. 56. Flur VII. Nr. 189. Flur VIII. Nr. 431. Flur IX. Nr. 43. Flur IX. Nr. 134. Flur IX. Nr. 207. eingetragen, welche dieſelbe durch Verjährung erworben zu haben behauptet, hinſichtlich deren aber ein Erwerbtitel urkundlich nicht nachge— wieſen werden kann. Auf geſtellten Antrag werden Alle, welche auf die bezeichneten Grundſtücke Eigenthumsanſprüche zu haben behaupten, zu deren Geltendmachung binnen 3 Monaten, unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert, daß ſonſt die Kirche Oberwöllſtadt als vermu⸗ theter Eigenthümer im Grundbuche, nach Wah— rung des erwähnten Erwerbtitels im Mutations— verzeichniß eingetragen wird. Friedberg den 1. Oktober 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hof mann. (Beau tz bach.) Ankauf von Lebensmitteln. 11554] Montag den 22. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in der hieſigen Reiter⸗ kaſerne die Bedürfniſſe von Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und Sauerkraut für die Mena— gen der hieſigen Garniſon mittelſt Verſteigerung an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Butzbach den 13. October 1855. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Pfänder ⸗Verſteigerung. [1538] Montag den 5. November l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, und die folgenden Tage, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 29. Oktober die betreffende Auslöſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlokal vom 30. Oktober bis zum Schluſſe der Ver⸗ ſteigerung geſchloſſen bleibt. 8 Friedberg den 10. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 11566] In der Gemarkung Gambach ſind nach⸗ ſtehende Liegenſchaften veräußert worden: 1) Von Louiſe Tobias Biehls Wittwe geborne Schäfer zu Gambach: 67/192 Hofraithe im Ort an Kaspar Reuhl II., ſodann 68 Item, worüber Verzeichniß in der Obligat aud Verabfe 957] Dur ſooſung von Anlehen biste mern rückablbe a) von dem A 69, jede m. b) bon dem 2 00 fl. Die betreffe Keuntniß gesch das Geld bei zu erheben, in dachtem Tage Der Beſite Anlehen à 60 herauogelooft Darlehen zu er 1. Jmuar 85 Heerde wür Zinscoupons Vorzeigung d genannten Re in Empfang Friedber Für den Der Studtpf W. See 0 Tuo] Ein ſehener junge Handlung un Siille als ge eintreten. Ne Em 10511] Oer ergebenſe An, lager eine Pelzn Aal bar u Iddſenung zu prag. 9 ff Hung. — 8. Ol 11510) Der z Ain beabſſch Alberg gel r, kircg ein f 1 dakaufen Metz Gebot 9 nach⸗ Landgerichts ⸗Regiſtrakur offen liegt; ſämmtlich im Grundbuch auf den Namen des verlebten Tobias Biehl eingetragen; 2) Von Konrad Amberger zu Griedel: 3061/3 u. 4 Acker im Sandkautenfeld, zuſam⸗ men 60 Ruthen enthaltend, und eingetragen auf den Namen des Verkäufers. Der Erwerb dieſer Immobilien kann jedoch urkundlich nicht nachgewieſen werden; es ſind deßhalb Eigenthumsanſprüche an die ſelben bin— nen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Beſtätigung der bean⸗ tragten Urkunden, Kaufbrief und Theilzettel, verfügt und der Eintrag im Mutationsverzeich⸗ niß geſtattet werden wird Bußbach am 11. Oktober 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach E bel. Holigations-Verlooſung und Verabfolgung neuer Zins coupons. [1567] Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung von Partial Obligationen der beiden Anlehen hicſiger Stadtkirche ſind folgende Num⸗ mern rückzahlbar geworden: a) von dem Anlehen à 15,000 fl. Nr. 65 und 69, jede mit 100 fl., p) von dem Anlehen à 6000 fl. Nr. 35 mit 00 fl Die betreffenden Inhaber werden hiervon in Kenntniß geſetzt, um bis zum 1. Januar 1856 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu erheben, indem die Zinſenzahlung nach ge⸗ dachtem Tage aufhört. Der Beſitzer der Obligation Nr. 31 von dem Anlehen à 6000 fl., die voriges Jahr ſchon herausgelooſt wurde, wird aufgefordert, ſein Darlehen zu erheben, da eine Verzinſung vom 1. Januar 1855 nicht mehr erfolgt. Hierbei wird weiter angefügt, daß die neuen Zinscoupons des Anlehens à 15000 fl. gegen Vorzeigung der Schuldurkunden bei dem oben⸗ genannten Rechner vom 1. November d. J. an in Empfang genommen werden können. Friedberg den 10. October 1855. Für den evangeliſchen Kirchenvorſtand: Der Stadtpfarrer Der Bürgermeiſter W. Seel. Bender. Lehrlings⸗Geſuch. [1562] Ein mit den nöthigen Kenntniſſen ver⸗ ſehener junger Menſch findet in einer hieſigen Handlung unter günſtigen Bedingungen eine Stelle als Lehrling und könnte derſelbe ſogleich eintreten. Näheres bei der Expedition. Empfehlung. 11511 Der Unterzeichnete macht hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß er neben ſeinem Mützen⸗ lager eine Pelzwaaren⸗ Handlung errichtet hat und bittet, ächte Waare und reelle Bedienung zuſichernd, um recht zahlreichen Zu— ſpruch. Hungen. S. Wolf, dem Rathhaus gegenüber. Ziegelei-Verkauf. 15101 Der Ziegler Konrad Stamm zu Schwal⸗ heim beabſichtigt ſeine zwiſchen Schwalheim und Friedberg gelegene Ziegelbrennerei nebſt Zuge⸗ hör, eirca ein Morgen haltend, aus freier Hand zu verkaufen und kann dieſelbe gegen ange— meſſenes Gebot alsbald abgegeben werden. Konrad Stamm, Ziegler. 0 7—. 6 Für Auswanderer nach Auſtralien. [13861 Die engliſchen Regierungs-Poſtbote, welche die Briefe an Bord nehmen und contractlich am 65ſten Tage in Melbourne eintreffen müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 8. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. Ueberfahrtspreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Ver— köſtigung, 220 fl.; fur Kinder die Hälfte. Für andere Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung: für Erwachſene fl. 184, „Kinder„ 93. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtspreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier nicht bezahlen, erſt in Auſtralien aus ihrem dortigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugsweiſe finden Aufnahme verheirathete Leute ohne Kinder oder mit Söhnen, die ſchon über 14 Jahre alt ſind, ledige Männer aus dem Bauernſtande, wie auch Hand— werker aller Art, namentlich aber Schmiede, Schloſſer, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Tüncher ꝛc. Friedberg im September 1855. Heinrich Hahn, Agent der Union. 9 1 2 n e Unter Garantie der Aechtheit. e 2 2 2 8 5 5. 5 28 SAE 8 Dr. Borchardt's arom.- med. Kräuter⸗Seife à 21 kr. 28 2 8 88 8 3 Dr. Suin de Boutemard' 388888 2 T. Uln E Outemard's aromat. Zahn⸗ 8 8 8 882 22 8 8 Paſta(à 21 und 42 kr.) 8 8853838 8 Profeſſor Dr. Lindes Vegetabiliſche Stangen⸗Po⸗ E 5 8 8 2 2 8 2 fl made(à 27 kr. pr. Stück). 2 52 8 2 522 8 N 39 8 2 5 N f 2 Apotheker Sperati S Italieniſche Honig⸗Seife(in Päck⸗ l 8. 8 8 chen zu 9 und 18 kr.) 3 2 SSS Sg 7 SS 22 Dr. Hartung's Cbinarinden⸗Oel(in geftempelten S S 8 8 2 8 8 88 —— 2 S 2 Flaſchen à 35 kr.) SSS 8 18 Dr. Hartung's Kräuter⸗Pomade(in geſtempelten Tie⸗ 2 S2 8 geln à 35 kr. 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Oktober, Vor⸗ und Nachmittags, werden auf freiwilliges Auſtehen und wegen Abreiſe einer Familie nachverzeich— nete Mobiliargegenſtände, als: 1 rothes Plüſch-Sopha und 6 Stühle, 1 Cau- ſeuſe, 1 Laſting Cauſeuſe mit 6 Stühlen, 1 grün bezogenes Sopha mit 6 Stühlen, 1 Seſſel, 6 Rohrſtühle mit Goldverzierung, 2 Cauſeuſe, 2 Luͤſtres, 1 mahag. runder Tiſch, 1 runder Ausziehtiſch, 1 mahag. Büffet, 1 Schrank mit 6 Spiel- tiſchen, 2 mahag. Spieltiſche, 3 Spiegel in Goldrahmen, 1 Schreibtiſch, 1 Bücherſchrank, 1 Chiffoniere, div. Commoden, 1 Cylinder, 1 Glasſchrank, 6 div. Schränke, div. Tiſche und Stühle, 2 Küchenſchränke, 6 Bettladen, 1 Uhr, 1 Spiegel, 1 Service mit Goldrand für 36 Perſonen, 1 Lampe, 1 Drehbank, 1 Hobelbank, 1 Werkbank, 2 Schraubſtöcke, 1 Drehſchleifſtein nebſt allen zum Drehen erforderlichen Werkzeugen(von engliſchem Stahl) und eine Partie Werk⸗ holz ꝛc., ferner 2 große Stubenteppiche zu Frankfurt a. M. in der Be⸗ hauſung Bockenheimer Chauſſee Nr. 58 gegen baare Bezahlung öffent— lich an den Meiſtbietenden verſteigert. Freitag den 19. und Samstag den 20. Okt., Vormittags von 10 bis 12 und Nachmiltags von 3— 5 Uhr, konnen dieſe Gegenſtände angeſehen werden. 364 Billigstes illustrirtes Familienblatt! Mit dem I. Oktober begann ein neues Quartal der bei Ernst Keil in Leipzig erscheinenden Wochenschrift: Die Gartenlaube. Wöchentlich 1½ 2 Bogen, mit vielen prachtvollen Illustrationen, — 74 8 Wierteljährlieh 5 1 lar. rhein. Mithin der Bogen nur circa 2 kr. rhein. Die Kritik hat dieses Blatt ohne Ausnahme als eins der bestredigirten, unterhaltendsten, belehrendsten und im Verhältniss zu der wahrhaft pracht- und geschmackvollen Ausstattung auch als das billigste anerkannt. 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Ausserdem sind Veranstaltungen getroffen, dass die wichtigsten Gegen- stände und Persönlichkeiten der Kriegsereignisse im Orient durch authentische Abbildungen und Originalberichte unsern Lesern vor- geführt werden. In welcher Weise dies geschieht, dokumentiren die bereits erschienenen schönen Ansichten von Kronstadt— Sebastopol, des Admi- ralschiffes Wellington— Helsingfors und Sweaborg— die Bildnisse sämmt- licher Generale der Alliirten und des Fürsten Mentschikoff— Uebersichts- karte des Kriegsschauplatzes aus der Vogelperspektive— Belagerungsplan von Sebastopol etc. etc. Wir empfehlen uns zur Besorgung der Gartenlaube, welche regelmässig jeden Montag von uns ausgegeben wird. C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Bekanntmachung. 11565) Für die hieſigen Park⸗ Anlagen können Arbeiter Beſchäftigung finden und haben ſich ſolche bei dem Gärtner Herrn Oſtermeyer zu melden. Nauheim. a f Gewerbſchule zu Hungen. 115671 Nachdem dem Unterzeichneten durch Beſchluß der unterm 11. d. M. da⸗ hier ſtattgehabten Generalverſammlung die Stelle eines Lehrers an der Gewerb— ſchule dahier übertragen worden iſt, ſo wird hiermit veröffentlicht, daß dieſelbe Sonntag den 28. d. M. ihren Anfang nimmt. Die Lehrgegenſtände beſtehen im Architektoniſchen- und Freihandzeichnen, Mathematik, Rechtſchreiben, Bau— materialienlehre und der Anfertigung von Voranſchlägen. Zugleich wird bemerkt, daß der Unterricht für Unbemittelte unentgeldlich und für Bemittelte gegen billige Vergütung geleiſtet wird. 8 Hungen den 16. October 1855. Buttron, Geometer J. Klaſſe. Bekanntmachung und Aufforderung. 11564] Durch Herrn Apotheker Carl Wahl dahier zur gerichtlichen Beitreibung der zwei- und mehrjährigen Geſchäftsausſtände desſelben angewieſen, fordere ich hierdurch im Hinblick auf unſer Verjährungsgeſetz die betreffenden Schuldner aus Friedberg und der Umgegend auf, ihre Verbindlichkeiten gegen ihren genannten Gläubiger bis zum 1. November l. J. unfehlbar zu erfüllen, damit in ihrem Intereſſe die Koſten eines gerichtlichen Verfahrens abgewendet werden. Friedberg den 12. Oktober 1855. Trapp III., Hofgerichtsadvokat. Doo gg Sehn W Auflage 35,000. Ein Schulamtscandidat 11541] ſucht eine Stelle als Hauslehrer. Ge— neigte Offerten wolle man gefälligſt an die Ex⸗ pedition d. Bl. gelangen laſſen, welche auch be— 95 iſt, deßfallſige nähere Mittheilungen zu geben. Backhaus ⸗Verkauf. 1569] Der Unterzeichnete iſt geſonnen, ſein Haus mit Backofen nebſt einem Güterſtück frei⸗ willig aus der Hand zu verkaufen. Bruchenbrücken im Oktober 1855. . Friedrich Rl alu Erklärung. 11570] Ich ſehe mich veranlaßt zu erklären,, daß ich mit Herrn Poſtmeiſter Neumüller in Marburg ſchon ſeit einem halben Jahre in keiner Geſchäftsberbindung mehr ſſehe. Gambach den 17. Oktober 1855. L. Sommer l. Zu verkaufen. 11571] Ein noch wenig gebrauchtes zum ein⸗ und zweiſpännig Fahren eingerichtetes Tilbury iſt mit allem Zubehör und nebſt einem einſpän⸗ nigen Chaiſengeſchirr billig zu verkaufen. Das Nähere bei Ausgeber dieſes. Ein vollſtändiges Logis [1572] in meinem neuen Haus iſt zu vermiethen und kann bald bezogen werden. Friedberg. G. Fr. Schweitzer. Ein junger Men ſch, 573] welcher die Küferprofeſſion erlernen will, findet alsbald einen Lehrmeiſter. Näheres bei der Expedition d. Bl. In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Frankfurter Cours vom 17. Oktbr. 1855. Piſtolen 5 fl. 9 3435 Friedrichsd'or e Holländiſche 10 fl. Stücke/ 942-43 Rand⸗Ducaten.„1 20 Franfſtücke 921822 Engliſche Souverains.„1144-46 —— Preußiſche Thaler... 11 45½¼ 8 an bal Preußiſche Caſſenſcheine.% 45 Kirchliche Anzeigen. 20. Sonntag n. Trinitat. den 21. Okt. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Eiſſer. Nachmittags: Hr. Pfr. Strack von, Oberrosbach. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Koch. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Betteffenb⸗ Nachde eine unterm von Paſſag welche ſſe täne dieſe L. Scheu und denen f mehr dazu teten auch oder mit de blatt erlaſſ Jh zugehen zu Nack mit ſich zu Reis, 15 Gitre) Eſ Knochen, ſubſtituirt mung des ſetze vorge Zwieback, geſalzenes Jahren die Inde plätzen no mittel den ri Aut —— (Sp 9. uppe e liched aue hingt Unter Recepten g * Spargeſal iu haben ſſ ute luftdi