Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum derte Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ane ſammen 7 kr. 4 5 604¹. Freitag, den 17. Auguſt. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg N an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Feuerviſitationsprotokolle pro 1855. Alle diejenigen von Ihnen, welche mit der Einſendung der Nachviſitationsprotokolle noch im Rückſtande ſind, werden hiermit aufgefordert, binnen acht Tagen die betreffende Vorlage zu machen. Friedberg den 14. Auguſt 1855. Müller. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Philipp Laupus von Gronau, kurfürſtl. Juſtizamts Bergen. Laupus jun. Gefährliche Verwundung ſeines Vaters Phil. Alter: 30 Jahre; Größe: 5“ 2“; Haare: dunkelblond, etwas röthlich; Augenbraunen: ſchwaͤrzlich; Augen: dunkel und groß; Naſe: klein; Mund: gewöhnlich; Zähne: gut; Kinn: breit mit Grübchen; Geſicht: rund; Geſichtsfarbe: geſund; Statur: unterſetzt. Bekanntmachung. Aus Veranlaſſung verſchiedener Arbeiten und Herſtellungen, welche in dem Lanudgerichtslocal nöthig geworden ſind, werden vom 27. d. M. bis 8. September l. J. keine Amtstage bei dem unterzeichneten Gerichte abgehalten, was hierdurch zur Kenntniß Aller gebracht wird, die es angeht. Butzbach am 13. Auguſt 1855. Dringende Sachen erleiden keine Unterbrechung. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 26 vom 11. Auguſt. 1. Bekanntmachung der Großher— zoglichen Civil⸗Miniſterien vom 16. Juli, daß S. K. H. der Groß⸗ herzog durch Allerhöchſte Entſchließung vom 13. Juli zu beſtimmen geruht haben, daß alle Geſuche um Uebertragung von Dienſt⸗ ſtellen— ſeien es höhere oder niedere Dienſtſtellen— worüber ein von Sr. K. H. dem Großherzoge Allerhöchſt eigenhändig vollzoge— nes Decret oder in beſonderem Allerhöchſten Auftrag und im Namen Sr. K. H. des Großherzogs ein Miniſterial-Decret auszufertigen iſt, an S. K. H. den Großherzog gerichtet und auch unmittelbar bei Allerhöchſtdenſelben eingereicht werden ſollen.— I. Beſtätigungen von Stiftungen und Vermächtniſſen im 1. Quartal 1855: 1. Schenkung der Erben des Anton Herberg J. und deſſen Ehefrau Eva, geb. Landgraf, nämlich Anton Herberg III. und deſſen Geſchwiſter, an die kath. Kirche zu Mommenheim von 100 fl. mit der Beſtim⸗ mung, daß die Zinſen mit jährlich 4 fl. an dem Todestage ihrer Erb— laſſer an die Ortsarmen katholiſcher Confeſſion vertheilt werden ſollen; 2. der Maria Magdalena Winterholler aus Mainz von 5388 fl. an das Vincenz⸗ und Eliſabethenhoſpital zu Mainz, mit der Ver— pflichtung, die Schenkgeberin und ihre Dienſtmagd auf Lebenszeit zu verpflegen;— 3. der Erben des Obermedieinalraths Dr. E. Merk zu Darmſtadt von 400 fl. an das Landkrankenhaus und 100 fl. an das Waiſenhaus zu Darmſtadt;— 4. der Wittwe Maria Johanna Pauli zu Mainz an die kath. Kirche zu Münſter, Kr. Dieburg, von 100 fl. zur Abhaltung eines Anniverſariums und eines Engelamtes; — 5. Vermächtniß der Wittwe Regina Gernsheim, geb. Gernsheim zu Worms, von 200 fl. zu Gunſten des israelitiſchen Männer-Kran⸗ ken⸗Vereins daſelbſt;— 6. Schenkungen verſchiedener, der iſraelitiſchen Religionsgemeinde zu Alzey angehörigen Frauen an die Gemeinde, beſtehend in Synagogen⸗Ornamenten, in zwei kurbeſſiſchen 40 Thaler— Looſen und 150 fl. baar zum Zwecke der Anſchaffung einer neuen Orgel;— 7. Schenkung eines ung, evang. Geiſtlichen des Großher⸗ zogthums an die Prälat Köhler'ſche Stiftung von 100 fl.;— 8. Vermächtniß der zu Neuwied verſtorbenen J. J. Port'ſchen Ehe⸗ leute an das Kirchſpiel Traishorloff von 1000 Thaler pr. C;— 9. der Joh. Heinrich Weickhard's Eheleute zu Butzbach an die daſige Stadtkirche von 1000 fl.;— 10. Geſchenk der Erben der Wittwe Anna Catharina Michel, geb. Reinhardt, zu Mainz, von 500 fl. an die evang. Kirche zu Mainz, unter der Bezeichnung: Michel'ſches Capital;— 11. Vermächtniß des Anton Exel von Gonſenheim an die daſige Gemeinde von 100 fl. zur Unterſtützung der Ortsarmen; — 12. des Rentners J. L. Fiederer zu Mainz an die kath. Kirche zu St. Stephan daſelbſt von 2105 fl. zur Skiftung einer an jedem Freitage, mit Ausnahme des Charfreitags, abzuhaltenden Meſſe;— 13. des Jacob Baumgärtner und ſeiner Ehefrau aus Peſth an die kath. Kirche zu Wörrſtadt von 100 fl. zur Abhaltung eines Jahres⸗ gedächtniſſes.— III. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 25. Juli, die Reorganiſation der Rentämter Darmſtadt und Großgerau betr.— IV. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection vom 30. Juli, Umänderung von Poſtverbin⸗ dungen in Oberheſſen, ſowie die Perſonengeld- und Ueber- frachtstaxen für dieſelben betr., wie ſolche durch eine Extra-Beilage der heutigen Nummer d. Bl. mitgetheilt wird. V. Umlagen zur Beſtrei— tung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Vilbel für 1855.— VI. Patentertbeilung: am 19. Juli dem Baumeiſter Fr. Clewe aus Schwerin und Gottfried Linke aus Bres⸗ lau für die nächſten 5 Jahre das Recht, die von ihnen erfundene, durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterte neue Conſtruction von Eiſenbahnwagen, durch welche das Brechen der Axen und Federn beſeitigt und ein leichterer Gang durch die Curve bewirkt werden ſoll, im Umfange des Großherzogthums ausſchließlich in Anwendung zu bringen.— VII. Dienſtnachrichten: S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 6. Juli den Feldwebel Bauer im 1. Inf.⸗Reg. zum Expeditionsgehülfen bei der Güterexpedition der Sta⸗ tion Darmſtadt der Main-Neckar-Eiſenbahn zu ernennenz— 9. Juli dem Schulvicar Kolb zu Wachenheim die Gemeinde-Schullſtelle daſ., — dem Schulvicar Kaiſer zu Frohnhauſen bei Battenberg die (vang. Schullehrerſtelle daſ. zu übertragenz— den von dem kath. Pfarrer zu Vilbel auf die kath. Schullehrerſtelle daſ. präſentirten Schulcandidaten Buchinger zu beſtätigen;— 17. Juli den evang. Pfarrer Koch zu Großenlinden zum Dekan des Decanats Großenlin⸗ den auf die Dauer der nächſten 5. Jahre,— 18. Juli den Polizei⸗ commiſſär 2. Kl. Leichtweiß zu Mainz zum Polizeicommiſſär 1. Klaſſe daſ.;— den def. Acceſſiſten bei der Regiſtratur der Ober- ſteuerdirection Jäger zum Regiſtrator dabei zu ernennen;— 20. Juli dem Schulvicar Lehr zu Ernſthofen die evang. Schullehrerſtelle zu Arnsheim zu übertragen.— Am 21. Juli erhielten Patente als 286 Geometer III. Kl. P. Gatzert zu Friedberg für den Kr. Friedberg, Nic. Hembes zu Oberolm für den Kr. Offenbach, Jacob Straß⸗ burger zu Oberingelheim für den Kr. Bingen und Peter Wolf zu Bretzenheim für den Kr. Mainz.— VIII. Concur renz für: die Kreisarztſtelle des Medieinalbezirks Lauterbach;— die kath. Schul⸗ ſtelle zu Kempten mit 258 fl. 33 kr. nebſt einer Vergütung von 20 fl. für Heizung des Schullocals;— die evangel. Schulſtelle zu Roden⸗ bach mit 211 fl. 52 kr. und einer Vergütung von 25 fl. für Heizung des Schullocals. Der gelehrte Poſtmeiſter. In der Zeit, als die Preußen das letzte Mal mobil machten, ſaßen zwei Reiteroffiziere in der Tietz'ſchen Re— ſtauration unter den Linden zu Berlin und ſprachen über Zukunft und Gegenwart,— nein, über Vergangenes; denn von Zukunft und Gegenwart ließ ſich damals an⸗ ſtändiger Weiſe nicht gut ſprechen, da trat ein Herr in Civil, der eben erſt mit der Eiſenbahn angekommen war, zu ihnen heran und ward von Beiden als ein alter Be— kannter begrüßt. „Wie ſiehts in Ihrer Gegend aus, Oſten 2“ rief man ihm zu.„Wie geht's mit der Mobilmachung? Zeigt ſich viel Eifer und Patriotismus?“ „Nun ja... wenn Sie wollen... warum nicht .. ſo leidlich!“ erwiederte dieſer mit etwas verdächtigem Lächeln.„Da iſt z. B. mein Nachbar, der Domainenrath Kornmilbe in W., ein reicher, feiſter Domainenpächter, der ſucht ſeine beiden wirklich koſtbaren Reitpferde unter der Hand zu verkaufen und giebt ſie gewiß dem erſten beſten für ein Lumpengeld hin, blos um ſie nicht bei der Mobilmachung für einen Preis von 60 bis 80 Thlr. dem Vaterlande ſtellen zu müſſen. Freilich! der Mann hat viele Tauſende geſammelt auf ſeiner fetten Pachtung!“ „Abſcheulich!“ rief man. „Aber das wäre ja ein Handel für Sie, Stolzenbergl“ rief ſein Gefährte dieſem zu.„Sie ſind jetzt, wie mich dünkt, grade ſchlecht beritten.“ „Was?“ erwiderte dieſer mit ſcheinbarem Entſetzen, „ich bin nie beſſer beritten geweſen, als gerade jetzt. Aber Sie, Prinz, könnten ſie gebrauchen.“ „Wo denken ſie hin, Stolzenberg!“ rief der Prinz abwehrend,„meine Rappen nehmen es noch mit allen Pferden in der Reſidenz auf.“ Und nun ſprang man ſogleich auf einen andern Ge— genſtand über und unterhielt ſich eine Weile von dem großen Diebſtahl bei dem Hoflieferanten, dem die Nacht vorher an hunderttauſend Thaler an Werthpapieren mittelſt Ein⸗ bruch entwendet waren. Früher als ſonſt leerte man die Flaſchen und trennte ſich. Als der Lieutenant v. Stolzenberg nach Hauſe kam, rief er dem auf ihn wartenden Burſchen, ohne vorher guten Abend geſagt zu haben, zu:„Bröſecke, lauf ſogleich nach der Poſt und löſe zwei Billets zu der Schnellpoſt, die um 4 Uhr Morgens nach F. abgeht und dann komm' ſofort zurück und packe meine Nachtſachen. Wir fahren nach W., nimm Halfter und Decken mit; wir kaufen Pferde.“ Als der Prinz Biron zu Hauſe kam, rief er dem Jäger, der ſeiner im Vorzimmer wartete zu:„Beſtelle zwei Pferde Extrapoſt; ich fahre gegen Morgen nach W. Wir nehmen die Jagddroſchke mit dem Verdeck. Punkt 4 Uhr des andern Morgens raſſelte der Schnell— poſtwagen, der auf der Tour nach F. unweit W. vorbei⸗ ging, die Königsſtraße hinab. Nur zwei Paſſagiere ſaßen darin, der Lieutenant v. Solzenberg und ſein Burſche. Punkt ½5 Uhr fuhr die verdeckte Droſchke des Prinzen zum Thor hinaus; der Jäger ſaß auf dem Bocke neben dem Poſtillon. 5 Eine kleine Viertelſtunde von der zweiten Station hatte die leichte Droſchke den ſchweren Schnellpoſtwagen eingeholt. Der Prinz erwachte aus einem leichten Schlum⸗ mer in dem Augenblicke, als ſeine Droſchke an dem Schnell— poſtwagen vorüberfuhr. Er ſtreckte den Kopf vor und ſah im Vorbeifahren einen Herrn im Offiziermantel im Cabriolet ſitzen. Der Morgen war zwar trüb und dunkel; aber es ſtand Mondſchein im Kalender. „Wagner!“ rief er dem Jäger zu,„ſahſt du nicht einen Herrn mit einem Officiermantel im Cabriolet ſitzen?“ „Zu Befehl, Durchlaucht!“ erwiderte der Jäger, 15 wird der Lieutenant von Stolzenberg von den Uhlanen ein. „Was der Teufel ſagſt du da?, rief der Prinz er⸗ regt;„woher weißt Du das?“ „Ich traf ſeinen Burſchen auf der Poſt,“ erwiderte der Jäger,„als ich Extrapoſtpferde beſtellte.“ „Sagte der Burſche, daß ſein Herr verreiſen wollte!“ „Zu Befehl, Durchlaucht! er will auf den Pferde handel nach W.“ „Der Filou!“ murmelte der Prinz für ſich;„that geſtern Abend, als ob ihm gar nichts an den Pferden ge— legen ſei! Aber ich habe den Vorſprung und ſchlage ihm ein Schnippchen, Poſtillon! fahr zu,“ rief er dieſem zu, „Du bekommſt doppeltes Trinkgeld.“ Und dahin flog ſeine Droſchke gleich einer leichtbe— ſchwingten Schwalbe; denn was für den Wagen die Schmiere, für die Pferde die Peitſche, für den Rentbeam— ten ein Orden, das iſt für den Schwager das Trinkgeld. Lieutenant v. Stolzenberg hatte aber die vorüber⸗ fliegende Droſchke wohl bemerkt und auch den Jäger, der neben dem Poſtillon ſaß. a „Was mag das für eine Droſchke ſein, Bröſecke?“ fragte er ſeinen Burſchen. „Es iſt die Droſchke des Prinzen von Biron, der bei den Dragonern ſteht,“ erwiderte dieſer. „Der Teufel! woher weißt Du das, Menſchenkind?“ „Ich ſah ſeinen Jäger auf der Poſt, als er die Pferde nach W. beſtellte.“ „Ha, der Filou!“ ſprach der Lieutenant von Stol⸗ zenberg in ſeinen kohlſchwarzen Bart hinein,„that, als ob ihm nichts an den Pferden gelegen ſei, rühmte ſeine eigenen dürren Klepper des Langen und Breiten und nun fährt er heimlich nach W. Aber die Schnellpoſtpferde ſtehen auf den Stationen ſchon bereit, ſo hoffe ich, daß wir ſchneller umſpannen und ihn doch noch überholen.“ (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Braunkohlen Lieferung. [1208 Montag den 20. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die An⸗ lieferung von 500 Zentner Braunkohlen, für Rechnung des vereinigten Armenfonds dahier, an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 15. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bein ee Bekanntmachung, [1209] Dienſtag den 21. Auguſt d. J., Vor- mittags 10 Uhr, ſoll der diesjährige Bedarf der hieſigen Saline an eiſernen Nägeln im Geſchäftslokale des Salzamts, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen, Faſelochs⸗Verſteigerung. [1210] Dienſtag den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus ein der Gemeinde Nauheim zugehöriger gut gehaltener Faſelochs öffentlich meiſtbietend verkauft wer⸗ an den Mindeftfordernden verakkordirt werden. den wozu Kaufliebhaber einladet Nauheim den 14. Auguſt 1855. Der Salineninſpector F. Schreiber. Nauheim am 15. Auguſt 1855. Der Bürgermeiſter Hartmann. 2½ Uhl, 2 fachen un 9 um 3 Ute Friedberg 0 Großhenel e Guts as! Dienstag 9 Uhr arſange daher Nehblen bach U. liegen Gut, auf eile! Guben parnle Die Flurſchu hach II., welch iiſſe find, wer bern die nöth Friedberg Großherzo e Oeffent Lell] Ju der Lorenz und genhain find! Gemar fung f 245⁊˖11, 22070 N/A, 19% 898/ 7, 906K 644/44, 1075/ 937/48, 959/ 1699/47, 33, meiſtbietend ve doch die urkur werb nicht bei halb dioſe off itgend welcher genschaften bin W denn uner melden und briefe beffatig Mulationsber, Butzbach Gig Hofre 1212] Auf! Mulhis Will Auguft, M. Ralhhauſe de freiwilligen 5 geſetz, alo dur. Nr. d. 1 dati a Oklepdber 9 Ora Veh eute an einwir Friedh, erden ge⸗ lage ihm tem zu, Y chat, als mte ſeine und nun voſtpferde Güter ⸗ Verpachtung. [190] Montag den 20. Auguſt, Nachmittags, werden in hieſigem Rathhauſe die dem Hos⸗ pital zum„heiligen Geift“ dahier gehörenden Güter, in den Gemarkungen Rockenberg, Oppersbofen, Wölfersheim und Melbach, mit dem Anfügen einer nochmaligen Verpachtung auf den Zeitraum von 12 Jahren an den näher bezeichneten Stunden ausgeſetzt, daß nunmehr ein Nachgebot nicht mehr angenommen und die in den Gemarkungen Wölfersheim und Melbach liegenden Güter getrennt verpachtet werden, als: 1) um 2 Uhr, das Gut in den Gemarkungen Rockenberg und Oppershofen; 8 2) um 2½ Uhr, das in der Gemarkung Wöl⸗ fersheim und 3) um 3 Uhr, das in der Gemarkung Melbach. Friedberg den 11. Aaguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Guts Verpachtung. 11193] Dienſtag den 21. l. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, wird das zur 2. Pfarrei dahler gehörende, in der Gemarkung Fauer⸗ bach II. liegende, circa 30 Morgen haltende Gut, auf einen weiteren Zeitraum von zwölf Jahren parzellenweis verpachtet. Die Flurſchützen in der Gemarkung Fauer⸗ bach II., welche im Beſitze der Güterverzeich⸗ niſſe ſind, werden den betreffenden Pachtlieb⸗ habern die nöthige Auskunft ertheilen. Friedberg den 11. Auguſt 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 11211] In dem Schuldenweſen der Geſchwiſter Lorenz und Chriſtine Ludwig von Lan⸗ genhain find die nachverzeichneten Liegenſchaften Gemarkung Langenhain mit Ziegenberg: 211/11, 229%2, 240/95, 266/79, 398/21, 537/44, 749/22, 788/14, 825,31, 858/11, 898/77, 906/87, 929/27, 1524/15, 602/17, 644/14, 1073/8, 66/6, 264/66, 279/33, 430/11, 537/48, 959/37, 626/162, 288/18, 1246/11, 1629/17, 33/37, 33/37, meiſtbietend verſteigert worden. Es können je⸗ doch die urkundlichen Nachweiſe über deren Ex⸗ werb nicht beigebracht werden, und ergeht deß⸗ halb dieſe öffentliche Aufforderung, Anſprüche irgend welcher Art an die vorbezeichneten Lie⸗ genſchaften binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzu⸗ melden und zu begründen, als ſonſt die Steig⸗ briefe beſtätigt werden, und der Eintrag in's Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 1. Auguſt 1855. eee e Butzbach D Hofraithe⸗Verſteigerung. [1212] Auf Antrag der Frau Kafimir Chriſtian Muth's Wittwe dahier wird Montag den 27. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren eigenthümliche Hofraithe einer freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung aus⸗ geſetzt, als: Flur. Nr. d. Grundſtüäcks. Flächeninhalt. 1 188 26%é0[◻OIKlftr. Hofralthe auf dem Haag, der Präſenz 40% kr. Friedberg den 15. Auguſt 1855. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. 1185] Meine Wohnung iſt von heute an im Haufe des Herrn Weinwirth Hecht. Friedberg den 10. Auguſt 1855. Dr. Trapp. 287 Grummetgras Verſteigerungen. [1213] Das diesjährige Grummetgras von den Nidda wird öffentlich verſteigert: herrſchaftlichen Wieſen des Rentamtsbezirkes 21828. * SgGemarkung.] Verſteigerungstermin. der 5 Morg Zuſammenkunft. 1 96 Echzell Montag, den 27. August, Vorm. 9 Uhr] Echzeller Teich 21 73 Nidda Dienſtag,„28.%„ 10„ J Wieſen unter der Stadt 40 Bingenheim„ 10„ Bingenheimer Brühlwieſe 3 9 Heuchelheim Mittwoch,„ 29. Aug. 1 11% im Ried 26[ Blofeld Nachm. 3„] Blofelder Brühlwieſe 490 14 Salzhauſen reit Net 5 11% am Gradirbau Nr. 5 11 Unterſchmitten; g 8 Nachm. 2 /] Wirth Adam Uhl JJ Lißberg 1Samſtag,„ 1. Sptbr., Vorm. 10„ Wirth Waigand Mann Bingenheim den 15. Auguſt 1855. Großherzogliches Rentamt Nidda Kolb. Die Coͤlniſche Feuer⸗Verſicherungs-Geſellſchaft C 0 111471 verſichert zu feſten mäßigen Prämien Mobilien, Waaren, Erndten in Scheunen und in Schobern, Vieh, Fabrikgeräthe ꝛc. ꝛc. Die den Verſicherten zur Garantie ſtehenden Mittel der Geſellſchaft be— laufen ſich auf mehr als Acht Millionen 750,000 Gulden. Der Rechnungs-Abſchluß über das verfloſſene Geſchäftsjahr, aus deſſen Einnahmen die Reſerve abermals weſentlich verſtärkt worden iſt, kann bei den Unterzeichneten, ſowie bei allen Agenten Friedberg im Juli 1855. P. F. Schmittuer. Agenten der Colonia. der Geſellſchaft eingeſehen werden. Ferdin. Frick. Arbeiis⸗Verſte iger un g, [1214] Montag den 20. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende Arbeiten bei Herſtellung des Ge⸗ meinde⸗Backofens an die Wenigſtnehmenden verſteigert, als: Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 43 fl. 27 kr. Zimmerarbeit,„„ 13% 54 Dachdeckerarbeit,„„ 2 12, Das Anliefern von 1000 Stück Ruſſenſteinen, 1000 Stück Lehmſteinen, 6 Bütten Kalk und 0,2 Cubikklafter Kies. Fauerbach II. den 15. Auguft 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Atelier für Photographie von C. Mylius aus Frankfurt a. M. [1215] Proben zur gef. Anſicht ausgeſtellt in Herrn Seriba's Buchhandlung und bei Herrn Louis Weis. Aufnahme von früh 9 bis 3 Uhr bei Herrn Zimmermeiſter Bender in der Burg in Friedberg. Anzeige. 11203] In der Seifen und Lichter⸗Fabrik von Siegmund Simon dahier, nächſt der Real⸗ ſchule, wird fortwäbrend zu den Engros— Fabrik⸗Preiſen verkauft: gute abgetrocknete Kernſeife erſter und zweiter Sorte. Bei Abnahme von 1 770 Centner wird bei Comptant- Zahlung 7 ö ein Rabatt von 5% bewilligt. Friedberg im Auguft 1855. Jufder kaufen. [216] 310 Stück lange und kurze Felgen hat zu verkaufen Lehrer Huber in Inheiden. [1217] In der Andr. Hellet'ſchen Hof⸗ buchdruckerei und Buchhandlung in Büdingen iſt erſchienen und zu haben: Bibliſcher Leitfaden zum Unterricht in der evangel⸗ chriſtl. Heilslehre, von Dr. Philipp Leonhard Kalb, evangel.⸗lutheriſchem Stadtpfarrer in Frankfurt g. M. Preis 20 kr. Die fünf Hauptſtücke des kleinen Katechismus Dr. Martin Luthers, mit Worterklärungen, und A, br i 5 der wichtigſten evangeliſch⸗ proteſtan⸗ tiſchen und römiſch⸗katholiſchen Unterſcheidungslehren. Anhang zum bibliſchen Leitfaden von Dr. Leonhard Kalb, evangel.⸗lutheriſchem Stadtpfarrer in Frankfurt g. M Preis 6 kr. 288 Solbad Nauheim. Jeden Tag DNA im Gurten des Nurhiuuses, Morgens von 6% bis 8 Uhr, Nachmittags von 2½ bis 4 Uhr, und Abends von 3% bis 7 Uhr, ausgeführt von dem Rur-Or- chester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Jeden Donnerstag Bal padre, Anfung 8 Uhr. Soolbad Nauheim. Sonntag den 19. Auguſt 112181 zur Vorfeier des Geburtstages Seiner Königl. Hoheit des Kurfürſten Harmonie⸗ und Tanzmuſik im feſtlich decorirten Saale des Unterzeichneten. Ergebenſt ladet ein 1656] Georg Bayer. 11219] Soeben erſchien und kann bezogen werden durch C. Bindernagel's Buchhandlung in »Peaeutſche Sibliothek. Sammlung auserleſener Originalromane ꝛc. II. Serie. 1. Band enthaltend: „Ekkehard“. Eine Geſchichte aus dem 10. Jahrhundert von J. V. Scheffel, Verfaſſer des„Trompeter von Säckingen“. 85 Abonnementspreis Rthlr. 1. oder fl. 1. 30 kr.— Einzeln gekauft Rihlr. 1. 15 Ngr.(2 fl. 24.) Der Sänger des Heldenliedes„Waltharius von Aquitanien“, der mittelalterliche Philoſoph, Mönch und Dichter Ekkehard iſt der Held dieſes Buches. In dem Lebensrahmen dieſer einen geſchichtlichen Perſönlichkeit geht, wie es das ausgeſprochene Prineip der Deutſchen Bibliothek ift, gleichzeitig das Geſchichtsbild des ganzen Zeitalters auf; fleißiges Mönchſtudium und wilde Hunnenſchlachten, hohe Herrſcherſäle und einſame Kloſterzellen, raſtloſe Männerthat auf den Schlacht⸗ feldern der Waffen und des Geiſtes, und das ſtille Epos der adeligen Frauenwelt des zehnten Jahrhunderts,— die ganze fernliegende Zeit iſt hier in ihren ächten Lebenszügen, in ihrer inneren ſittlichen Phyſiognomie erfaßt und begriffen uns vorgeführt. Die Bezugsbedingungen und ausführ⸗ liches Programm über die 2te Serie der Deutſchen Bibliothek ſind dieſem Roman vorge⸗ heftet. Jeden, der ſich für dies weitverbreitete Unternehmen intereſſirt, laden wir ein, durch Ein⸗ ſichtnehmen des 1. Bandes ſelbſt zu prüfen, was die Deutſche Bibliothek bereits geweiſtet hat,— und neuerdings leiſten wird! Es ſeien hier nur noch die weiteren fünf Romane erwähnt, die in dieſer Serie erſchei⸗ nen werden: Band II. Der Amerika⸗Müde, Amerikaniſcher Kultur⸗Roman von Ferd. Kürnberger. „ III. Erich Nandal, hiſtoriſcher Roman von Th. Müg ge. „ IV. Fritz Beutel, eine Münchhauſeniade von Herm. Marggraf, „ V. Olympia, hifforiſcher Roman von Otto Müller. „ VI. En komiſcher Roman von Ad. Glaßbrenner. Pferde ⸗ Verkauf. 11220] Nächſten Donnerſtag, als den 23 Aug. 1855, Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter 6 noch ſehr taugliche Pferde an den Meiſtbie⸗ tenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verkaufen. Friedberg den 15. Auguſt 1855. 5 G. v. Helmolt. Zu dee fr mie the u. 11221] Der obere Stock des vormals P. Decher'ſchen Hauſes in der Uſfergaſſe kann bald bezogen werden. 0 Ruths. 7 Ein Logis [1222] für eine kleine Familie oder möblirt r einen einzelnen Herrn iſt zu vermiethen bei Heinrich Gerth. An das verehrliche Publikum und den Agenten Schulhof. [1223] Die Erklärung des Agenten G. Schul- hof in der letzten Nummer d. Bl. zwingt mich zu der Erwiederung, daß es keineswegs meine Art iſt, durch böswilliges Ausſprengen falſcher verläumderiſcher Gerüchte irgend Jemandes Ehre anzutaften; das iſt denjenigen meiner Mit⸗ bürger bekannt, welche mich näher kennen. Offen will ich jedoch eingeſtehen, daß auch ich mich nicht frei weiß von der unſerm Stande im Allgemeinen eignen, wohl verzeihlichen Redſelig⸗ keit, mit der wir unſern verehrten Kunden und Freunden ſtets das Neueſte und Wichtigſte der Tagesereigniſſe überbringen möchten, ſei es aus der Krim oder aus Nauheim, vom Peliſſier, vom Schulhof oder anderen großen und kleinen Geiſtern. So habe ich denn auch, nachdem ich das Gerücht von des Agenten Schulhof kühnem Griff und ſeiner höchſt unfreiwilligen Luftver⸗ änderung wirklich mit inniger Theil⸗ nahme vernommen und nachdem dieſes Ge⸗ rücht, beiläufig bemerkt, ſchon vielfach in der Stadt verbreitet war, ſolches im Geſpräche mit einigen Bekannten als Neuigkeit erwähnt, ganz ſo wie es mir erzählt worden war, ohne dabei irgend welche böſe Abſicht gehabt zu haben. Ausdrücklich aber habe ich mich zugleich im Voraus dagegen verwahrt, für die Wahrheit des Gehörten einſtehen zu können und gleich⸗ zeitig auch diejenige Perſon nahmhaft gemacht, durch welche mir der fragliche Vorfall mit dem Agenten Schulhof mitgetheilt worden war. Dies zu meiner Rechtfertigung und zur Beruhigung des gereizten Schulhof'ſchen Gemüthes. Friedberg. J. Ruppel, Barbier. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampſſchiffe, n. ſew. u. Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr.— In eleg. Etuis 6 kr. Placatformat zum Aufkleben. Preis 2 kr. Frankfurter Cours vom 15. Auguſt 1855. Pitten l Friedrichsd'or„9 55-56 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke„9 40-41 Rand⸗Ducaten. el 20 Frankſtücke. 0„9 19-20 Engliſche Souverains.„1136-38 Preußiſche Thaler.„ 145—¼ 5 Frankenthale/— Preußiſche Caſſenſcheine„145 2 — 2 2 —— 8 . 20 0 Betreffend: D Die in 2 Zuziehung ein und dieſen ve zum 10. Sep Kirchliche Anzeigen 11. Sonntag n. Trinitat. den 19. Aug. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Diacouus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Reallehrer Müller. Nachmittags: fällt aus. Hierbei eine Bekanntmachung, die neue Poſtebursregulirung in der Provinz Oberheſſen betreff. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Fried! Heinr Jahre; Größ Geſicht: langt Wit br Fried 2 Als die Prinz dem er ihn früh herangekomm fiſchartig her Trompetenſig Leuten ſtänden nicht technete, daf den Handel haben würde mußte noch e die vier Pfe reitſtanden, werden muß waren, ſon melt werden zu fahren; nicht ſogleic inzen leic pelten Trinf, du alo ſſe bees mit ei, ward ene S. ehe det Wa 0 war größer 0 11 man anderen Geſchäft man 1. 1 gab ſich