Friedberger Intelligenzblatt. „in; Erſcheint wö⸗ 2 2 74* Einrückungsge⸗ n ae e Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, baten be A tag. Preis Jahrl. oder deren Raum 5 fl. 1. 12 kr.; durch 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. 3„ 90. Freitag, den 16. November. 1855. a 5 e adeg Amtlicher Theil. caber Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 8 an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. 5. Buß- Betreffend: Die Ausführung des§. 4 der Brandaſſecurationsordnung auf bereits verſicherte Gebäude. bach. Das nachſtehende Schreiben Großherzoglicher Brandaſſecurations-Commiſſion theile ich Ihnen unter dem Auftrag u. 1. mit, nach demſelben pünktlich zu verfahren. * Friedberg am 14. November 1855. Mi err, 5 Die Großherzogliche Brandaſſecurations-Commiſſion an ſämmtliche Gr. Kreisämter. 7 In unſerem Schreiben vom 30. Juli l. J. zu Nr. BAC. 1927 unter der Rubrik: b„Die Ausführung des Geſetzes vom 6. Juni 1853 ꝛc. in verſchiedenen Beziehungen“ 10 haben wir Sie erſucht, die Gr. Bürgermeiſter anzuweiſen, daß dieſe die Beſitzer von Gebäuden, in denen feuergefähr— 0 2 liche Gewerbe betrieben werden, oder die mit ſolchen Gebäuden in unmittelbarer Berührung ſtehen, bei Veränderungen 700 in dieſen Gebäuden, die eine Wahrung von Verſicherungskapitalien in den Brandkataſtern mit ſich führen, auf die Be⸗ 103 ſtimmungen des§. 4 der Brandaſſecurations-Ordnung resp. Art. 2 des Geſetzes vom 6. Juni 1853 aufmerkſam machen. 117111. Es werden aber auch häufig feuergefährliche Gewerbe in Gebäuden begonnen, oder es wird deren Betrieb in ſolchen eingeſtellt, ohne daß an den Verſicherungsſummen der betr. Gebäude Aenderungen, ſomit Declarationen deßhalb, nöthig werden. Den Gr. Bürgermeiſtern muß aber, ſchon in Folge der Gewerbeſteuerregulirung bekannt werden, ob 240 in einem Gebäude ein feuergefährliches Gewerbe neu begonnen, oder ein ſeither betriebenes unterlaſſen wird. 002 Wir erſuchen Sie deßhalb, die Gr. Bürgermeiſter zu beauftragen, den Ab- oder Zugang feuergefährlicher Gewerbe, wenn die Gebäude der Anlage dadurch Veränderungen an ihrem Werthe, beziehungsweiſe an ihren Brandverſicherungs— kapitalien auch nicht erleiden, jahrlich den Gr. Steuer-Commiſſären zum Behufe der Wahrung in den Brandkataſtern beſonders anzuzeigen; die Eigenthümer der betr. Gebäude auch auf die beſtehende Vorſchrift aufmerkſam zu machen, da⸗ mit ſolche bei zugegangenen feuergefährlichen Gewerben in Rückſicht auf den im Falle eines Brandes erfolgenden Abzug nach der geſetzlichen Erlaubniß ihre Verſicherungskapitalien entſprechend erhöhen— dagegen bei Einſtellung von dergleichen Gewerben die Herabſetzung der Verſicherungsſummen um den fruher etwa mit ſolcher Erlaubniß erhöhten Betrag er— wirken und zu dieſem Behufe die erforderliche Erklärung abgeben mögen. Mia u kr e r. 28 Backe. 122 —1¹6— Hermann Beifuß von Gießen. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 15 Jahre; derſelbe iſt corpu— birgtrmeifrr lent, hat ein volles rothes Geſicht, hellbraune Haare und trägt ein dunkelbraunes Jaͤckchen und ein graues Filzhütchen. 5 Regierungsblatt⸗ Auszüge. Dec. 1851(Nr. 40 des Reg.⸗Bl.) wegen Ausübung der Jagd 5 c. in den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen, von dem Nr. 33. vom 12. October. 1. Folgende Bekanntmachung[Großh. Miniſterium des Innern verordnet worden iſt, daß auf die — Gr. Miniſteriums des Innern vom 1. Oct: In Folge Allerhöchſter 1854r Pachterträge der fraglichen Jagden der Betrag von Drei⸗ rtofſeln Entſchließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom zehn Kreuzern per Gulden für das Jahr 1855 erhoben werden 27. v. M. tritt die in den§§. 14. und 15. pos. 2. der Verordnung vom 25. Januar 1851, die Beſeitigung der bei Beförderung von Auswanderern beſtehenden Mißbräuche betr., enthaltene Beſtimmung, wonach es den Auswanderern bisher überlaſſen war, die Lieferung des für ſie erforderlichen Seeproviants ſelbſt zu übernehmen, für die Auswanderer nach den nordamerikaniſchen Freiftaaten mit dem Beginn des nächſten Jahres außer Kraft und es darf in den von da an abzuſchließenden Verträgen über die Beförderung von Auswanderern nach den nordamerikaniſchen Freiſtaaten die Selbſtverköſtigung wäh⸗ rend der Seereiſe den Auswanderern nicht weiter überlaſſen werden, es haben vielmehr in allen Fällen die Auswanderungs-Agenten für die Lieferung und Zubereitung der Lebensmittel während der Seereiſe und während zweier Tage nach Ankunft des Schiffs im Ausſchiffungs⸗ hafen zu ſorgen und die Verpflichtung hierzu in den abzuſchließenden Contracten ausdrücklich zu übernehmen.— II. Bekanntmachung Gr. Oberconſiſtoriums vom 25. Sept, die Ergebniſſe der Verwaltung der allgemeinen geiſtlichen Wittwen-Caſſe vom Jahr 1853 betr.— III. Bekanntmachung Großh. Ober⸗Forſt⸗ und Domänen⸗ Direction vom 3. October, wornach in Folge des Geſetzes vom 12. ſoll. Von den Gemeinden und Grundbeſitzern, welche Jagden durch das Geſetz vom 26. Juli 1848 gewonnen haben, werden die hiernach repatirten Beträge bis längſtens zum 15. November l. J. durch die Großberzoglichen Rentämter erhoben werden.— IV. Bekanntmachung derſelben Behörde vom 7. Sept., welche zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß in der in pos. 1 der Bekanntmachung vom 7. Nov. 1851 für den Ankauf von Waldprodueten feſtgeſetzte Credit von 20 fl. vom 1. Oct. l. J. an auf 25. fl. erhöht worden iſt. Nr. 34 vom 18. October: 1. Bekanntmachung Gr. Mini⸗ ſteriums des Innern v. 11. Oct., über die Hauptergebniſſe der Rech- nung der Stellvertretungs-Aſſecuranzkaſſe von dem Muſterungs⸗ und Ziehungsjahr 1854.— II. Erhebung einer nachträglichen Umlage in der israelitſchen Religionsgemeinde Niederolm, Kr. Mainz für 1855/56.— III. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 17. Sept. dem Rectoratsvicar Rockel zu Oberofleiden die Mitprediger⸗ und Rectoratsſtelle zu Oberofleiden, — 24. Sept. dem Rectoratsvicar Schlich zu Schotten die Rectorats⸗ ſtelle zu Gladenbach zu übertragen;— den proviſ. Lehrer an dem Gymnaſium zu Bensheim Billhard zum Lehrer der Naturwiſſen⸗ ſchaften an dem Gymnaſium zu Mainz;— den Reallehrer Dr. Schleu ß⸗ ner zu Darmſtadt zum Lehrer an dem Gymnaſium zu Worms zu ernennen;— dem Reallehrer Dr. Büchner zu Mainz die erledigte Lehrerſtelle an der Realſchule zu Darmſtadt mit gleichzeitiger Ver⸗ wendung an der höheren Gewerbſchule daſ.;— 27. Sept. dem Schul⸗ vicar Blickhahn zu Friedberg die Lehrerſtelle an der Mittelklaſſe der Muſterſchule daſelbſt, und dem Schulvicar Sauer zu Weiterſtadt die 1. evangel. Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen;— den Pro⸗ feſſor der Mediein Dr. Bruch zu Baſel zum ordentlichen Profeſſor bei der mediciniſchen Facultät an der Landesuniverſität Gießen, ins⸗ beſondere für die Lehrfächer der Anatomie und Phyſiologie, zu er⸗ nennen und in der gedachten Eigenſchaft zu berufen;— den von dem kath. Geiſtlichen zu Bensheim und dem Ortsvorſtande zu Fehlheim auf die kath. Schullehrerſtelle zu Fehlheim präſentirten Schulvicar Selbſt für dieſe Stelle zu beſtätigen;— 1. Oct. den Oberförſter der Oberförſterei Rainrod Brumhard zu Schotten zum Oberförſt. der Oberforſterei Dudenhofen, den Oberförſter der Oberförſterei Eichel⸗ ſachſen Ur. Juſtus zu Schotten zum Oberfoͤrſter der Oberförſterei Rainrod und den Oberförſter der Oberförſterei Düdelsheim Hoff⸗ mann zu Düdelsheim zum Oberförſter der Oberförſterei Eichelſachſen zu ernennen;— IV. Concurrenz für: die 1. evang., Schulſtelle zu Bromskirchen mit 296 fl. 16 kr. jährlich nebſt 4 Stecken buchen Scheitholz für Heizung des Schullocals. Nr. 35 vom 23. October: 1. Das aus 16 Artikeln be⸗ ſtehende Geſetz vom 12. Oetbr., die Aushebung der für den Kriegs⸗ gebrauch nöthigen Pferde betreffend.— II. Großh. Verordnung vom 19, Octbr., den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln ſowie mit Brod betreffend, welche Folgendes verfügt:„Wir haben Uns in Rückſicht auf die Ergebniſſe der diesjährigen Erndte, namentlich der faſt allgemein reichlich ausgefallenen Kartoffel-Erndte bewogen ge⸗ funden, die Beſtimmungen in den 88. 1, 2, 3 und 6 bis 11 Unſerer Verordnung vom 27. Sept. v. J. den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln, ſowie mit Brod betr., und die Vorſchriften der Be⸗ kanntmachung vom 23. Oct. 1854 über denſelben Gegenſtand von dem Tage des Erſcheinens gegenwärtiger Verordnung im Regierungs⸗ blatte an außer Wirkſamkeit zu ſetzen, mit dem Vorbehalte jedoch, daß die Vorſchriften jener Verordnung oder einzelne derſelben von neuem werden erlaſſen werden, ſobald Mißbräuche oder ſonſtige Ereigniſſe dies nöthig machen ſollten.“— III. Niederſchlagung einer Umlage der israelltiſchen Religionsgemeinde Urberach von 50 fl. für 1854. — IV. Ordensbverleihungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt zu verleihen geruht; am 11. Juli dem Gräaflich Erbach⸗Erbachiſchen Kammerdirector Eſchborn das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen,— 13. Juli dem Haupt⸗ zollamtsaſſiſtenten Erb zu Mainz das Ritterkreuz 2. Kl. des Luve⸗ wigsordens;— 25. Aug. den Kaufleuten Louis Zöppritz und Wil⸗ helm Schwab in Darmſtadt das Ritterkreuz und dem Schiedemeiſter in der Zeughauswerkſtätte, Krichb aum, das ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen,— 17. Sept. dem Schiffer Heinrich Krämer in Nierſtein das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für Rettung von Menſchenleben“.— V. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Am 1. Oct. dem Kö⸗ nigl. Bayeriſchen Kammerherrn Sigismund Frhr. v. Boineburg⸗ Lengsfeld zu München für den ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen Johanniter-Orden.— VI. Vertheilung von Preis medaillen in demphilologiſchen Seminar zu Gießen. Folgenden ordentlichen Mitgliedern genannten Seminars, Studierende der Philologie, wurden am Schluſſe des Sommerſemeſters 1855 Preiſe zuerkannt: Franz kaver Stoll aus Mainz der 1. Carl Ludwig Schall von da der 2, Carl Voigt aus Darmſtadt der 3. Preis. VII. Patentertheilung; am 3. Octbr. dem Maſchinenfabrikanten C. Schlickeiſen zu Berlin für die nächſten 5 Jahre das Recht, die von ihm an Thonſchneidmaſchinen angebrachten, durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterte Vorrichtung zum Auswerfen oder Hin⸗ ausdrücken des Thons aus der Maſchine, im Umfange des Großher⸗ zogthums allein in Anwendung bringen zu dürfen.— VIII. Dienſt⸗ nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 15. Mai dem Schulvicar Eſcher zu Richen die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Großzimmern,— 3. Oct. dem Schulvicar Schnei⸗ der zu Haſſenroth die evang. Schullehrerſtelle zu Henbach;— 5. Oct. dem Schulvicar Vogt zu Großwinternheim die 2. kath. Knaben⸗ ſchullehrerſtelle zu Finthen zu übertragen;— 8. Oct. den Director und Arzt an dem Landeshospital Hofheim Dr. Hoh enſchild zum Mitglied und Rath bei der Obermedicinaldirection und zum Kreisarzt des Medieinalbezirks Darmſtadt 1. zu ernennen und demſelben zugleich die Stelle eines erſten Hospitalarztes zu Darmſtadt zu übertragen; den Obermedieinalrath Dr. Leydhecker zu Darmſtadt unter Belaſſung ſeiner Stelle als Mitglied und Rath bei der Obermedieinaldirection, zum Kreisarzt des Medicinalbezirks Darmſtadt II. zu ernennen, dem ſeitherigen 2. außerordentlichen pharmaceutiſchen Mitgliede bei der Obermedicinaldirection Obermedieinalaſſeſſor Dr. Winckler zu Darm⸗ ſtadt die etatmäßige Stelle eines außerordentlichen pharmaceutiſchen 394 Mitgliedes bei der Obermedieinaldirection unter Verleihung des Charakters als Obermedieinalrath zu übertragen,— 9. Oct. den Obermedieinalaſſeſſor Dr. Pfann müller zu Darmſtadt zum Mit⸗ gliede und Rath bei der Obermedieinaldirection zu ernennen;— 12. Oct. dem Schullehrer Werner, dermalen zu Großzimmern, die evang. Schullehrerſtelle zu Daubringen, dem Schullehrer Gom pf zu Daubringen die evang. Schullehrerſtelle zu Staufenberg, und dem Schulvikar Schwarz zu Bepenheim die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Kleinkarben zu übertragen;— IX. Charakterertheilungen: am 22. Septbr, dem Kaufmann und ſeitherigen Präſtdenten des Han⸗ delsgerichts zu Mainz Franz Anton Probſt als„Commerzienrath“z — 1. Oct. dem Poſtexpeditor Schmidt zu Alzei als„Poſtmeiſter“. — X. Dienſtentbindung. In Folge Aufhebung der beſonderen Holzmagazinsverwaltung in Darmſtadt vom 1. Oetbr. 1855 an der als Controleur bei derſelben widerruflich angeſtellte penſ. Lichtkämmerer Momberger von dieſer Stelle.— XI. Verſetzung in den Ruhe⸗ ſtand und Characterertheilung: am 1. Oct. Rentamtmann Stammler zu Battenberg auf Nachſuchen unter Verleihung des Charakters als„Domänenrath“ und in Anerkennung ſeiner langjäh⸗ rigen treuen Dienſte. XII. Geſtorben: am 23. Mai penſ. Schullehrer Kopp zu Gundernhauſen; 8. Juli penſ. Schullehrer Leithäußer zu Eichelſachſenz 16. evang. Pfarrer Knabe zu Selters; 17. penſ. Hofkammerkanzliſt Hahn zu Worms, vormals zu Gießen; 27. evang. Pfarrer Koch zu Homberg a. d. Ohm; 3. Aug. penſ. Aichcommiſſär Pietſch von Mainz; 5. Gerichtsvollzieher Orlemann zu Pfedders⸗ heim; 17. Kreisarzt Dr. Trapp zu Hungen: 23. Diſtrictseinnehmer Bechthold in Nierſtein; 1. Septbr. penſ. Oberſchultheiß Merz zu Eberſtadt, 3. Materialverwalter bei der Main-Weſer⸗Elſenbahn Berle zu Gießen; 5. Hofkantor Glaſer zu Darmſtadt; 5. penſ. Central⸗ einnehmer Hoffmann zu Mainz; 9. Diſtrietseinnehmer Reichenbach in Weſthofen; 19. penſ. Oberſchultheiß Pfersdorf von Oberramſtadt; 19. Penſioniſtin Wittwe Rapp zu Karlshalle; Ortseinnehmer und Chauſſeegelderheber Waigandt zu Neuyſenburg; 24. Landgerichts⸗ aſſeſſor Ellenberger zu Hombergz 26. penſ. kath. Schullehrer Wil d⸗ el Freilaubersheim; 10. Oct. Ortseinnehmer Controleur Frank zu Vilbel. Loecales. * Den Leiffungen unſeres durch ſeine tüchtigen Claviere auch in weiteren Kreiſen rühmlich bekannten Mitbürgers, des Inſtrumentenmachers Carl Glück dahier, iſt kürzlich eine neue ehrenvolle Anerkennung zu Theil geworden, indem derſelbe von S. K. H. dem Großherzoge zum „Hofinſtrumentenmacher“ ernannt wurde.— Nach dem Urtheile com⸗ petenter Kenner verdienen die Inſtrumente des Herrn Glück, welche ſich in jeder Beziehung, in Bau wie in Ton, vortheilhaft auszeichnen, in der That die wärmſte Empfehlung, und es iſt nur zu wünſchen, der⸗ ſelbe möge ſich auch ferner in ſeinem Streben von Seiten der Kunſt⸗ und Mufikfreunde unſerer Stadt und Umgegend durch recht viele Auf⸗ träge aufgemuntert und belohnt ſehen, und ſo das Sprüchwort„der Prophet gilt nichts in ſeinem Lande⸗ nicht auch hier ſeine An⸗ wendung finden können. * Wenn es bei den jetzt ſchon recht langen Abenden einmal an Stoff zur Unterhaltung fehlen will, und wenn es gilt hier aus der Noth zu helfen, der Nauheimer Sprudel iſt gleich bei der Hand, oder richtiger geſagt, er iſt gleich nicht bei der Hand. Wie im letzten Frühjabre nach dem plötzlichen Ausbleiben der Quelle überall mehrere Wochen lang nur geſprudelt wurde, ſo dreht ſich ſeit letztem Sonn⸗ tage vielfach die Unterhaltung aufs Neue um den und die Nauheimer Sprudel oder Strudel, wie es gerade dem Einen oder Anderen mundge⸗ recht iſt. Beide ſeien plötzlich verſchwunden, vexlautete am Sonntag Mor⸗ gen und dieſe Nachricht lockte viele Spaziergänger am Nachmittage nach dem nahen Nauheim, wo man denn auch wirklich eifrig mit Pumpen beſchäftigt war, den älteren gänzlich gefallenen Sprudel wieder zu Tage zu fördern, während der neue, ſog. Rieſenſprudel ebenfalls an Kraft und Stärke bedeutend verloren zu haben ſchien. Man hatte, um die Herausnahme der im Frühjahre eingeſenkten proviſoriſchen Rohre und die Einſetzung neuer zu ermöglichen, an letzterem den Verſuch gemacht, denſelben zurückzudrängen, aber mit dieſem Experiment zugleich auch den erſteren völlig nie dergedrückt, da beide in enger Verbindung ſtehen. Die Anordnungen des Herrn Inſpector Ludwig haben jedoch die in der Tiefe murmelnde Quelle raſch wieder aus ihrem Verſtecke über die Erdober⸗ fläche hervorgelockt, denn heute am 15. Morgens erhebt ſich der Rieſen. ſprudel wieder in ſeiner vollen Kraft und wirft mehr Waſſer als je aus, nämlich 38 ¾ Cubikfuß in der Minute, während auch der altere Sprudel 7¼ Fuß hoch ſteigt und 14% Cubiffuß Waſſer in der Minute gibt. Die Nauheimer haben ſich ſchon einigermaßen an die Launen ihrer „ſchäumenden Najade“ gewöhnt und ſo ſind ſie diesmal ohne jenen pani⸗ ſchen Schrecken davon gekommen, der bei dem plötzlichen Verſchwinden der Quelle im Frühjahre nur zu deutlich in vielen Phyfiognomien zu leſen war. 92 4 10 f J 1 en fl de 190 berg Gtoßheſel 2— Bet (618) Da eth längs de further Wald baues daſelbſt treiben bei d Weiteres vert gemeinen Ken daß der Weg die Wetterbrü kann. Oppershe Großherzog Hol, 1679] Künft mittags um Solms ⸗ Mod bei Bauern hel ace 50 8 12 Haufen 80 Stück 7 Fuß zu Wa 1 Birnbau meiſtbietend! Oſſenhe Verlo 680] Der handen gekon ſprüche an del aufgefordert zu machen,. meldet Haben Friedber —— Ust) tie 7 bach Bun Friedber e nn Donn 5. olle Hörenden 1 6 395 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Brod lieferung. 11669 Dienſtag den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brods für das 2. Bataillon 4. Infanterieregiments auf das 1. Halbjahr 1856 auf dem Soumiſſions⸗ weg in dem Büreau des Verwaltungsraths, woſelbſt auch die Accordsbedingungen zur Ein— ſicht offen liegen, vergeben werden. Friedberg den 10. November 1855. In Auftrag: Nico la, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. 11677] Montag den 19. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern eines neuen gußeiſernen Reſer⸗ voirs für hieſige Waſſerleitung wenigſtfordernd vergeben. Friedberg den 12. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekant machung. [16781 Der Weg von Oppershofen nach Stein⸗ furth längs des Wetterfluſſes durch den Stein⸗ further Wald iſt wegen des begonnenen Weg⸗ baues daſelbſt zum Reiten, Fahren und Vieh⸗ treiben bei der geſetzlichen Strafe bis auf Weiteres verboten, was man hiermit zur all⸗ gemeinen Kenntniß bringt, mit dem Anfügen, daß der Weg, welcher an beiden Orten über 11 Wetterbrücken geht, ſo lang benutzt werden ann. Oppershofen am 13. November 1855. Großherzogliche ee Oppershofen E Holzverſteigerung. [1679 Künfligen Freitag den 23. l. M., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf dem Gräfl. Solms ⸗Rödelheim'ſchen Braunkohlenbergwerk bei Bauernheim etliche 50 Stecken gemiſchtes Brennholz, 12 Haufen Zimmerſpähne, 80 Stück neue eichene Stammſchnitte 7 Fuß lang und 10— 12“ Durchmeſſer, zu Wagnerholz geeignet, und 1 Birnbaumſtamm, meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 13. November 1855. Weis, Rentmeiſter. Verlorener Pfandſchein. [1680] Der Pfandſchein Nr. 23,591 iſt ab⸗ handen gekommen. Derjenige, welcher Rechtsan⸗ ſprüche an denſelben machen zu können glaubt, wird aufgefordert dieſelben binnen 6 Wochen geltend zu machen, als ſonſt der ſelbe an den ſich ge⸗ meldet Habenden verabfolgt werden wird. Friedberg den 12. November 1855. Für die Pfandhausverwaltung: FJ a a tz. 5 0 Gulden 11681] liegen gegen doppelten Gütereinſatz bei hieſiger Burgkirche zum Ausleihen bereit. Friedberg den 12. November 1855. Fa a tz, Kirchenrechner. Bekanntmachung. 116821 Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Melbach ge— hörenden 105 Stück Jahrlings- und vierzähnige Hämmel, ſowohl zur Zucht, als auch zum Schlachten geeignet, in kleineren Parthien ver⸗ kauft werden. Melbach den 15. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach Her. Ein Lauf mä d 7 ch en 11698] wird geſucht. Näheres bei der Exped. D Sp Arbeits verſteigerung. 116831 Montag den 19. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll im Wirthshaus zum Hirſch dahier das Zerſchlagen von 3 Cubklftr. Steinen und das Eindecken derſelben auf dem Vicinal— weg von Ockſtadt nach Friedberg an den We⸗ nigſtfordernden unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen abtheilungsweiſe verſteigert werden. Ockſtadt den 14. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Mobiliar⸗Verſteigerung. [1684] Donnerſtag den 22. November l. J. will der Ortsbürger Heinrich Griedelbach von Ockſtadt nachfolgende Mobiliargegenſtände durch den Großherzoglichen Ortsgerichtsvorſteher da⸗ ſelbſt meiſtbietend verſteigern laſſen, als: 1) 3 trächtige Kühe, 2) 1 vollſtändigen Wagen, 3) 1 Pflug und 1 eiſerne Egge, 4) eine Parthie Stroh aller Art, 5) Heu und Grummet, 6) eine Quantität Kartoffel, 7) eine Parthie Dickwurz und Kohlraben, 8) eine Fruchtfegemühle, 9) mehrere Bütten und Fäſſer, 10) verſchiedenes Holzwerk, 11) mehrere Haus⸗ und Küchengeräthſchaften und dergleichen mehr. Die Verſteigerung beginnt Morgens präcis 9 Uhr in deſſen Behauſung ſelbſt. Der Anfang wird mit dem Vieh gemacht. Ockſtadt den 14. November 1855. Großherzogliches Ortsgericht Ockſtadt Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher. Zwei vollſtändig möbelirte Zimmer 1665] ſind zu vermiethen und ſogleich zu be⸗ ziehen bei FIriedrich Müller in der Uſergaſſe. Meine Baumſchule, P1676] worin beſonders ſtarke Aepfelſtämmchen find, bringe ich in empfehlende Erinnerung. Melbach im November 1855. G. Philipp i. Mehrere angehende Bauhandwerker 1685] ſuchen zu gemeinſchaftlichem Unterrichte zur Vorbereitung auf das Meiſter⸗Examen noch einige Theilnehmer und werden insbeſondere die Herren Bürgermeiſter gebeten, hierbei intereffirte Gemeindeangehörige aufmerkſam zu machen. Bei der Expedition d. Bl. das Nähere. Leere Oelfäſſer [1686] in allen Größen ſind zu haben bei Friedberg. Georg Groß. Ge ſuch. 116871 Ein mit guten Zeugniſſen verſehener geſchäftsgewandter Seribent kann bei dem Un⸗ terzeichneten alsbald Beſchäftigung finden. Nauheim den 12. November 1855. Der Actuar Schlar baum. Den 17. November. 11688] Meine herzlichſten Glückwünſche zum Geburtstage. 0 Eine Schenkamme 1689] wird geſucht. Näheres bei der Expe⸗ dition d. Bl. Eine friſchmelkende Kuh [1690] bat zu verkaufen Friedberg. Heinrich Schmidt II, Verſteigerung. 11691] Dienſtag den 20. November, Morgens 9 Uhr anfangend, laſſen die beſtellten Vormün⸗ der von dem Nachlaſſe der Chriſtoph Schimpf Wittwe Folgendes verſteigern: 1) 40 Malter Kartoffeln, 2) 20 Centner gelbe Rüben, 3) 200 Koͤrbe Kohlraben und Rangen, 4) 20 Körbe weiße Rüben, 5) 200 Stück Krauthäupter, 6) 1 guten Karren mit eiſernen Achſen und Zugehör, 7) Pflug und Egge,. 8 11 dreijährige Ochſen und 2 trächtige ühe, 9) 1 große Parthie Brennholz, 10) 2 eichene Bauſtämme. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht dieſes gefälligſt in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederweiſel den 14. November 1855. Jacob Schimpf II. Philipp Krausgrill IV. Eine Gewann [16921 im Ried iſt zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Wo ſagt die Expedition d. Bl. Einladung. P1694] Wegen Abhaltung eines Geſellenballs werden alle diejenigen Herren Geſellen, welche ſich daran betheiligen wollen, auf Sonntag den 18. d. M. nach beendigtem Nachmittagsgottes⸗ dienſt, höflichſt eingeladen. Friedberg den 14. November 1855. In Auftrag: G. Gerlach. 2 Leere Oelfäſſer 116931 bis zu 8 Ohm baltend, zu Bütten, Pfuhl⸗ und Krautfäſſern geeignet, bei Friedberg. W. Hanſtein. „ GSpiel⸗Karten. 116321 Neben meinem ſeitherigen Geſchäft habe ich auf hieſigem Platze eine ielkarten⸗Fabrik N errichtet, wodurch ich im Stande bin, dauerhafte und aufs Sorgfältigſte gearbeitete Spielkarten in allen möglichen Sorten, zu ſehr billigen Preiſen abzugeben. Friedberg. mit oder ohne Stempel, Louis Weis, den Apotheken gegenüber. 396 In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Formular zu Schuldſcheinen das Buch zu 24 kr. Die Verliniſche Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft 11695] zählte am Schluſſe des vorigen Monats zu ihren Mitgliedern 7908 Perſonen, welche mit einem Kapitale von 9,323,000 Thalern verſichert waren. Dieſelbe hat auch an ſolchen Orten, in denen epidemiſche Krankheiten, z. B. Cholera, herrſchten, ihre. Geſchäfte unverändert fortgeſetzt und einen bedeutenden Zuwachs von neuen Verſicherungen erhalten. Sie ſtellt ihren Intereſſenten, bei den verſchiedenſten Verſicherungsarten, billige Prämien, und überläßt ihnen die Wahl zwiſchen ſolchen, die am jährlichen Gewinne theilnehmen und ſolchen, die von Anfang an verhältnißmäßig niedriger ſind. Dieſelben können außerdem entweder in gleichmäßigen oder in ſteigenden oder fallenden jährlichen, halb⸗ oder vierteljährlichen Raten gezahlt werden und gewähren nach ihrer Berechnung den Vortheil, daß z. B. bei den Sparkaſſen⸗Verſicherungen das Kapital nach Ablauf der beſtimmten Zeit vom Verſicherten ſelbſt, wenn dieſer dagegen früher ſterben ſollte, von den Beſitzern der Police ſofort erhoben werden kann. Die Geſellſchaft verſichert ferner Renten und Kapitalien nach den verſchiedenen in dem betreffenden Geſchäfts⸗ plan mitgetheilten Tabellen und unter den manigfaltigſten von den Verſichernden beantragten Mo di⸗ ficationen. Geſchäfts-Programme werden ſtets in unſerm Büreau, Spandauer Brücke Nr. 8, ſowie bei unſeren Agenten un⸗ entgeltlich verabfolgt. Berlin den 19. Oktober 1855. Direction der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg und Laubach den 25. Oktober 1855. G. F. Agenten der Berliniſchen Lebens- Verſicherungs-Geſellſchaft. Nau. Zöckler. 113861 Die engliſchen Regierungs-Poſtbote, welche die Briefe an Bord nehmen und contractlich am 6ö5ſten Tage in Melbourne eintreffen müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 5. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. Ueberfahrtspreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Ver⸗ köſtigung, 220 fl.; für Kinder die Hälfte. Für andere Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung: für Erwachſene fl. 184, „Kinder„ 93. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtspreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier nicht bezahlen, erſt in Auſtralien aus ihrem dortigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugsweiſe finden Aufnahme verheirathete Leute ohne Kinder oder mit Söhnen, die ſchon über 14 Jahre alt ſind, ledige Männer aus dem Bauernſtande, wie auch Hand⸗ werker aller Art, namentlich aber Schmiede, Schloſſer, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Tüncher ꝛc. Friedberg im September 1855. Heinrich Hahn, Agent der Union. Verloren. Alter 0 11696] Eine goldene Vorſtecksnadel mit einem m 5 R Stein wurde auf dem Wege von der Burg bis Ja atca. Um 10 an das Hotel Trapp verloren. Der Finder 116971 Arac de Batavia, feinſte Orangen⸗ wird erſucht dieſelbe gegen eine gute Belohnung und Ananas⸗Arac⸗Punſcheſſenzen bei bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Wilhelm Fertſch. 7 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Der neueſte Fahrtenplan e e Eiſenbahnen, Dampſſchiffe, B. N w. Mi. ſ. w. Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr.— In eleg. Etuis 6 kr. Frankfurter Cours vom 14. Nov. 1855. Piſto enn fl. 9 332394 Friedrichsd'o r„ 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 22¼-43½ Rand⸗Ducaten. 1„ 35 33-34 20 Frankſtücke,„ 9 1920 Engliſche Souverains.„ 11 44-46 Preußiſche Thaler.„„ 1 45—½ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 44%-EVÄugp Kirchliche Anzeigen. 24. Sonntag n. Trinitat. den 18. Nov Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Wiener. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Decker. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ä gere fellb: Vlg den licht umhin, Amtsblatt) zu witken, Friel der Waiſ Menheim Bauernheim Beieuheim Bodenrod Boͤnſtadt Bruchenbrüc Butzbach Fauerbach J Fauerbach II ** iſt in der T angezeigte deſſen küͤrzl raſchen Ab gabe die erſte Auf! Wir dieſen neuer befriedigt Kalender ve. zu haben, ei Buch, d ſo oft wir kalender iſt Abgeſchmac Nneldötchen da Hefte un gelben mit! f den Buch