urtunden Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden ſammen 7 kr. Fact Amts- und Perkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ehe „ 16. Freitag, den 15. Juni. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Friſt zu Reklamationen gegen die Anforderungen von Beiträgen zu Gemeindeumlagen. Sie werden, da Ihnen die Communalſteuerregiſter unter Couvert mit den nächſten Boten uͤberſendet werden, mit Bezug auf das Ihnen unterm 26. März 1853, Intelligenzblatt Nr. 27, mitgetheilte höchſte Ausſchreiben Großherzogli— chen Miniſteriums des Innern vom 3. September 1852 alsbald bekannt machen laſſen, daß die Communalſteuerregiſter vom 25. Juni l. J. an zu Jedermanns Einſicht 8 Tage offen liegen unter dem Anfügen, daß Beſchwerden gegen die in den Hebregiſtern enthaltenen Anſätze binnen den erſten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt entweder ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll bei mir angebracht werden müßten, und daß ſpäter vorgebrachte Beſchwerden keine Berück— ſichtigung finden könnten. Ueber die erfolgte Bekanntmachung werden Sie eine Notiz in die Regiſtratur niederlegen. Friedberg am 14. Juni 1855. Müller. Das ſel be an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien und den Polizeikommiſſair zu Wickſtadt. Betreffend: Die Aufſtellung der Viehſtandstabellen für 1855. Sie haben binnen 8 Tagen unfehlbar berichtlich die Durchſchnittspreiſe der einzelnen, bei Aufſtellung rubrizirter Ueberſicht in Betracht kommenden Viehgattungen anzuzeigen, damit ich ſofort die von Ihnen bei Aufſtellung der obigen Tabellen allgemein anzuwendenden Durchſchnittspreiſe beſtimmen kann. Friedberg am 25. Juni 1855. Mü ee Einladung. Samſtag den 30. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, findet die Generalverſammlung des Mathildenſtifts auf dem Rathhauſe dahier ſtatt, wozu ſämmtliche Mitglieder des Vereins, namentlich auch die Herren Bürgermeiſter der bethei⸗ ligten Gemeinden eingeladen werden. Zunächſt findet Vorlage der Rechnung und Ergänzungswahl des Vorſtandes ꝛc. ſtatt. Friedberg am 14. Juni 1855. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Müller. Eine Wechſelſchuld. (Fortſetzung.) Nach wenigen Tagen ſchon trat ſie frohlockend in das Gemach, und fragte ſchalkhaft:„Willſt Du, Hedwig, des Friedrichs Liebchen kennen lernen?“ „Alſo wahr!“ ſchrie die Gefragte auf.„Wer iſt's?“ „Nun, wenn Du die Schöne kennen lernen willſt, ſo wirf Shawl und Mantel um und ſetze den Hut auf. Wir wollen zu ihr gehen.“ „Zu ihr gehen?“ fragte Hedwig erſtaunt. „Nun ja!“ lachte Emma,„wir wollen einen Hut dort kaufen.“ „Alſo eine Putzmacherin?“ „Wohl alſo mach' ſchnell!“ „Wer iſt's? Kenne ich die Perſon 2⁰¹ „Ich weiß es nicht. Wohl möglich! Ihr Name iſt Erdmuthe.“ Hedwig ſann einige Augenblicke nach, dann rief ſie: „Die kenne ich!“ und griff nach dem Hut. In dieſem Augenblick trat der Bruder, der Fabrikherr, ein. Nach einigen gleichgültigen Geſprächen fragte dieſer, ſich zur Schweſter wendend:„Wer hat gute Handſchuhe in der Nähe zu verkaufen?“ Hedwig, ohne ſich einen Augenblick zu beſinnen, ſagte eifrig:„Willſt Du gute Handſchuhe kaufen, ſo gehe nur ſelbſt zu der Handlung der hübſchen gefälligen Putzmacherin Erdmuthe. Dort findeſt Du die ſchönſten und billigſten und ein freundliches Geſichtchen obenein.“ Der Bruder lachte ſarkaſtiſch, und ſich zur Thür wendend, ſagte er:„Wie gut Du biſt, Hedwig! Will Deinen Rath befolgen!“ und verließ das Zimmer. Die Schweſter jedoch legte Hut und Shawl wieder fort, und machte es ſich auf ihrem Seſſel bequem. Emma betrach- tete ſie verwundert; endlich ſagte ſie:„Haſt Du Deinen Entſchluß geändert? Gehen wir nicht?“ Hedwig antwor⸗ tete verächtlich:„Ich habe meinen Bruder geſchickt. Der iſt der Perſon vielleicht lieber, als wenn ich komme, und einen Hut beſehe und nicht kaufe. Sie ſoll überhaupt nur ſchlechte Waare haben, und ich werde auch allen mei— nen Bekannten abrathen, von der Perſon zu kaufen.“ „Aber„ ſprach Emma verletzt,„wie weißt Du dieß 204 Alles mit einem Mal? Und daß die Erdmuthe Handſchuhe verkauft, weiß ich ſelbſt nicht. 5 „Ich eben ſo wenig!“ rief Hedwig lachend und ſchaute zum Fenſter hinaus. Emma verließ das Zimmer. Der Fabrikherr aber eilte nach der bezeichneten Hand⸗ lung. Daß er keine Handſchuhe fand, ſtörte ihn gar nicht und machte ihn auch durchaus nicht weiter verlegen. Erd— muthe war hübſch, und für ein hübſches Geſicht hatte Herr Waidmoſer ſtets einige Aufmerkſamkeiten. Ein unbedeu⸗ tender Spitzenkragen für die Schweſter ward gekauft, und der Beſuch des andern Tages wiederholt, um vielleicht eine eben ſo geringe Kleinigkeit zu kaufen. Genug, Herr Waidmoſer bewarb ſich um die Gunſt der hübſchen Erd— muthe, ihn ſtoͤrte es nicht, daß ſeine öfteren Beſuche den guten Namen des Mädchens untergruben; er hatte nur ein Ziel, und die Mittel, zu dieſem Ziel zu gelangen, waren ihm gleichgültig. Er befleckte den guten Namen des Mäd— chens, während die Schweſter bei allen Bekannten die Arbeiten der Putzhändlerin in Verruf zu bringen ſuchte. Und Erdmuthe? Sie blieb ohne Ahnung des heran— ziehenden Gewitters. Als die Aufmerkſamkeiten des Fab— rikherrn deutlicher wurden und der Grund ſeines Handelns nicht mehr zu verkennen war, zog ſie ſich ernſter, beſtimmter zurück und verließ zuletzt ſogar den eigenen Laden, ſobald Die leichtſinnig angeregte Neigung war in dem Herzen des Fabrikherrn zu heftiger Leidenſchaft aufgelodert, die durch den Widerſtand keineswegs gemildert wurde. Er wollte zu ſeinem Ziele gelangen. Erdmuthe aber ſaß daheim, arbeitſam wie ehedem, doch die innere Luſt, der geheime Trieb zur Arbeit fehlten. Ihr Laden war nicht mehr ſo häufig wie ehedem beſucht; einzelne Sachen blieben unverkauft ſtehen, andere mußten unter dem Preiſe losgeſchlagen werden. Der Abſatz war nicht mehr ſo bedeutend wie früher, und die Mode ſchritt unaufhaltſam vorwärts. Konnte ſie da ſo freudig arbeiten wie ſonſt? Ach! ſie ahnte nicht, ſie wußte es nicht, welch eine bittere Feindin ſie ſich durch ihre Liebe erworben, und wie dieſe Feindin nicht müde ward, ihre Arbeiten bei allen Gelegenheiten zu verkleinern und herabzuſetzen. Und nichts in der Welt findet ja leichter Eingang in die Herzen der Menſchen, als Spott, Verdächtigungen oder Verläumdungen. Das Gute, das von einem Nebenmenſchen der Wahrheit gemäß geſprochen wird, geht wie ein Windeshauch, wie einer Blüthe Duft ſchnell, oft unbeachtet vorüber; nur die Engel vernehmen den Laut und tragen ihn zu Gottes Thron; wogegen das böſe Wort, die Verläumdung, ein wohlbeackertes Feld in der Bruſt der Menſchen findet. er denſelben betrat. Gortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verſteigerung bei der Pfand- und Leihanſtalt zu Friedberg. 7981 Montag den 25. Juni d. J. anfangend und die darauf folgenden Tage von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmit'ags 2 bis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oͤder renovirten Pfänder, be- ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß dies nur bis zum 20. Juni d. J. geſchehen kann, da das Pfandlocal vom 21. Juni an bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg am 7. Juni 1855. In Auftrag der ſtädtiſchen Pfandhaus ⸗Verwaltung: Der Großherzogliche Bürgermeiſterei⸗ Beigeordnete P. Preuſſer. Heugrasverſteigerung. [8211] Das diesjährige Heugras von nachge⸗ nannten fiscaliſchen Wieſen des hieſigen Rent⸗ amts wird in angemeſſenen Abtheilungen fol⸗ gendermaßen verſteigert: 1) zu Okarben an dem Mineralbrunnen, Mon⸗ tag den 18. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen haltenden ſog. Burgwaldswieſe in der Okarber Gemarkung; 2) zu Bauernheim in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Solz, Mittwoch den 20. Juni d. J., Mittags 12 Uhr, von der ungefähr 300 Morgen haltenden ſog. Markwieſe in Oſſen⸗ heimer und Bauernheimer Gemarkungen; 3) zu Lindheim in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Bechtold, Freitag den 22. Juni d. J., Mittags 12 Uhr, von ungefähr 50 Morgen Wieſen in den Lindheimer und Hainchener Gemarkungen. Friedberg am 8. Juni 1855. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hauſer. Buͤcher-Verſteigerung. L820] Mittwoch den 20. Juni d. J., von Morgens 10 Uhr an, werden zu Friedberg in dem Rathhauſe die noch vorhandenen Bücher aus dem Nachlaſſe des verſtorbenen Pfarrers Hörle zu Niederrosbach öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Es finden fich darunter viele pädagogiſche Schriften von Dieſterweg, Niemeyer, Dinter, Soldan u. A. Predigten von Rambach, Schenkel, Dietzſch u. ſ. w; la⸗ teiniſche und franzöſiſche Schriften; das Con⸗ verſationslexikon von Brockhaus 8. Auflage, deſſen Converſationslexikon der neueſten Zeit und Literatur, das Zeitungslexikon von Teger und Hübners Zeitungslexikon, Walter Scotts Werke, Göthe, Schiller, Washington, Sewing, Cooper, Kleiſt, Teuthorns Geſchichte von Heſſen u. ſ. w. Aufträge werden durch die Vormün⸗ der, Pfarrer Strack von Oberrosbach und Fried— rich Bullmann von Niederrosbach unentgelt⸗ lich beſorgt. Die Cataloge liegen zu Friedberg in den Buchhandlungen von Bindernagel und Scriba zu Jedermanns Einſicht offen. Bemerkt wird noch, daß die Bücher ſehr gut erhalten ſind Friedberg den 11. Juni 1855. In Auftrag: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg. In Verhinderung des Bürgermeiſters: Der Großherzogliche Beigeordnete M Per eu ſſſ e. x. Fruchtverſteiger ungen. 8241 Die Reſte der 18541 Fruchtvorräthe des Großherzoglichen Rentamts Nidda kommen: 1) von dem Speicher zu Nidda auf dem Rath⸗ hauſe daſelbſt, Montag den 18. Juni, mit etwa 86 Malter Korn u. 30 Malter Hafer, 2) von dem Speicher zu Bingenheim bei Gaſt⸗ wirt) Wilhelm Winter daſelbſt, Dienſtag den 19. Juni, mit etwa 16 Malter Waizen, 114 Malter Korn, 71 Malter Gerſte und 28 Malter Hafer, jedesmal Morgens um 10 Uhr, zur öffentlichen Verſteigerung. Bingenheim den 6. Juni 1855. Großer een Nidda o b. Holzverſteigerung. 1823] Montag den 18. d., Vormittags 9 Uhr, 1015 in dem Freih. v. Died'ſchen Kirchwalde ahier: circa 60 Stecken Buchen⸗Scheitholz und 25,000 Wellen von verſchiedener Holzart und Güte öffentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden.. Ziegenberg den 7. Juni 1855. ir hier. Heugras⸗Verſteigerung. 1838] Donnerſtag den 21. Juni d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, wird in bieſigem Rath⸗ hauſe die diesjährige Heu⸗ und Grummeternte von den ſtädtiſchen Wieſen öffentlich meiſtbietend verſteigert. 1 Friedberg am 14. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg. In Verhinderung des Bürgermeiſters: Der Großherzogliche Beigeordnete NN Main⸗Weſer⸗ Bahn. 1839] Die Lieferung von 500 Stück eichenen Stoßſchwellen auf eine beliebige Station der Main⸗Weſer⸗Bahn ſoll auf dem Submiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden, worüber die Bedingungen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote längſtens bis zum 25. d. M., des Vormittags 9 Uhr, verſchloſſen und mit der Aufſchrift ver⸗ ſehen„Schwellenlieferung betreffend“ einzurei⸗ chen ſind. Gießen am 11. Juni 1855. Großherzogliche Magazins⸗Commiſſton. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiffer. Acten⸗Verſteigerung. Mittwoch den 20. diefes Monats, Vormittags 10 Uhr, [840] ſollen in der Regiſtratur des Großher⸗ zoglichen Hofgerichts dahier Zweihundert und dreißig Centner zum Einſtampfen ausgeſchiedene Acten an den Meiſtbietenden verkauft werden. Gießen am 6. Juni 1855. Engelbach, Großherzoglicher Hofgerichts⸗Regiſtrator. Gioßhenze — Hen 1 Obe 9421 D. 0 10 dt Gemarfun fol in ſo bietenden Nellen »Teuſele gärten, fen N 2) Von Ober markun Ta zu O berſtei Maur Wald ſchlech in de Jockel Wieſen in di Maut 0 Fran Ober 1843] daher eben ſo ſteigert Der um 1 Piede Großen 0 8 beaſe Ja Heldenderg Lormitag haue auf pachlet we Helde Guoßher 205 Braunkohleuverkauf. [827] Der allgemeine Verkauf neu aufbereitet kohlenbergwerke Mittwoch den 13. Juni. er Kohlenklötze beginnt auf dem hieſigen Braun⸗ Für die vom 13. Juni bis Ende December d. J. ge⸗ gen Einlage vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine bezogenen Braunkohlenklötze wird Zahlungsfriſt bis Ende März 1856 geſtattet. Der Preis der Kohlenklötze iſt 12 ke. à Ctr., der der Holzkohlen 14 kr. à Ctr. Die Abnehmer, welche zur Bezahlung von Brückengeld in Oſſenheim verpflichtet ſind, er⸗ halten daſſelbe vom Gräfl. Controleur Flach bei Einhändigung des Lavſcheins zurückvergütet. Bauernheimer Bergwerk den 11. Juni 1855. ö Gräflich Saane Bergverwaltung Storch. Gras- Verſtei gerung. [841] Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, wird auf hieſigem Rathbauſe das Heu⸗ und Grummetgras von circa 120 Morgen ge⸗ meinheitlichen Wieſen an die Meiſtbietenden in einzelnen Abtheilungen verſteigert. Niederwöllſtadt den 12. Juni 1855. Großherzogliche enen Niederwöllſtadt t 0 5 Heugras⸗Verſteigerung zu Ober- und Niedermörlen. 18421 Das dieß jährige Heugras von einer Partie Freiherrlich Wetzeliſcher Wieſen in den Gemarkungen Ober ⸗ und Niedermörlen ſoll in folgender Weiſe öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden derkauft werden: 1) Von den durchweg kleinen Parzellen, welche hierzu beſtimmt, in der Gemarkung Nie⸗ dermörlen wird das Gras Mittwoch den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr präcis, in loco Niedermörlen im Gaſthaus zum Löwen öffentlich verſteigert. Die Par⸗ zellen liegen in den Gründen: Seckelwieſen, Teufelskaute, Hinſterweid, Wißlerrain, Mühl⸗ gärten, Kappesgärten, Brunnengärten, gemei⸗ nen Wieſenfluß, gemeinen Ochſenweide c. 2) Von den Parzellen in der Gemarkung Obermörlen mit 2 Parzellen in der Ge⸗ markung Ziegenberg wird das Gras Samſtag den 28. d. M., früh 8 Uhr präcis, zu Obermörlen an Ort und Stelle verſteigett und wird mit der Wieſe in den Maunzenwieſen, dieſſeits der Haſſelheck am Wald, der Anfang gemacht. Iſt jedoch ſchlechtes Wetter, ſo geht die Verſteigerung in der Wirthſchaft des Peter Joſeph Jöckel zu Obermörlen vor ſich. Die Wieſen, ſo größere und kleinere find, liegen in den Gründen: Aitzengaß, Hainbach, Maunzenwieſen, Klingelswieſen, Bottenberg, Hochſtadt, Heftersheimer Trieb, Fauerbach, Frankertswieſen, Königs wieſen ꝛc. Obermörlen den 13. Juni 1855. Freiherrliche Rentei⸗Kaſſe daſelbſt Riedel. Heugras ⸗Verſteigerung. L843] Künftigen Montag den 18. d. M. ſoll dahier von eirca 5 Morgen Gemeinde- und eben ſo viel Pfarrwieſen das Heugras ver⸗ ſteigert werden. Der Anfang der Verſteigerung iſt Mittags um 1 Uhr auf dem hieſigen Gemeindelokal. Niederrosbach den 12. Juni 1855. Großherzogliche e Niederrosbach un. Jag dverpachtung. 1844] Die am 1. Sept. d. J. leihfällig wer⸗ dende Jagd in der Feld⸗ und Wald⸗Gemarkung Heldendergen ſoll Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem hieſigen Ratb⸗ hauſe auf die Dauer von mehreren Jahren ver⸗ pachtet werden. Heldenbergen den 12. Juni 1855. Großherzogliche n Heldenbergen r ix. Fruchtverſteigerung. [845] Donnerstag, den 21. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden 65 Malter Waizen, 350 Korn, 65 Gerſte und 100 Hafer im Amthauſe dahier öffentlich verſteigert. Ockſtadt, 11. Juni 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt. e Gras- Verſteigerung. [846] Das der freihl. Gutsherrſchaft dahier auf 6 Morgen der fiskaliſchen ſ. g. Markwieſe in Bauernheimer Gemarlung zuſtehende Heu⸗ gras wird Mittwoch, den 20. d. M., Mittags 12 Uhr, im Solz'ſchen Wirthshauſe zu Bauernheim öffentlich verſteigert. Ockſtadt, 11. Juni 1855. 5 Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt. Angerer. Heugras⸗Verſteigerung. [847] Das diesjährige Heugras von nachbe⸗ nannten Freiherrlich von Löw'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und ge⸗ gen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martini d. J. bewilligt werden: 1. Zu Niedermockſtadt Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Schöhl, von ungefähr 20 Morgen; II. Zu Bauernheim Freitag den 22. d. M., Vormittags 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres, von ungefähr 9 Morgen und III. Zu Florſtadt an demſelben Tage, Nachmittags 1 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Wagner, von ungefähr 90 Morgen. Florſtadt den 14. Juni 1855. Der Freiherrl. V. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Holzverſteigerung. [850] Mittwoch den 20, Juni l. J., des Vor⸗ mittags um 8 Uhr anfangend, ſoll im Ober⸗ rosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Hoheburg, nachſtehendes Holz, als: 56½ Stecken Eichen- u. Birken⸗Prügelholz, 81„ Nadel⸗Prügelholz, 68„ Nadel- u. Birken⸗Stockholz, 2975 Eichen-, Birken⸗, 8148 Wellen Nadel⸗ 13 bolz, 4 Wagen 12 Läſte allerlei Leſeholz, 25 Eichen⸗ Stämmchen Wagnerholz von 208 Cubikfuß, 17 Eichen- und 658 Nadelſtangen, letztere zu eee und Bohnenſtangen ge⸗ eignet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hühnerpfad. Oberrosbach den 12. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Dielen und Latten [812] können wir vermöge directer Einkäufe ſehr billig abgeben. Gebrüder Grödel am Enggäßchen. Hofraithe⸗Verkauf. [851] Der Unterzeichnete iſt geſonnen ſeine Hofraithe, beſtehend in neu erbautem Wohn⸗ haus mit 5 geräumigen Zimmern, 2 Küchen, Speicher, Keller, ſowie Stallung und Garten, aus freier Hand zu verkaufen. Rodheim. Jo h. Worret. Eine Drehbank 1852] mit Zugehör iſt zu verkauſen. Zu er⸗ fragen bei der Expedition dieſes Blattes. Eine Scheuer 1853] hat zu vermiethen G. Kettinger. Mehrere Zimmergeſellen 1854] können ſogleich Arbeit erhalten bei Johannes Füller, Zimmermeiſter Zu verkaufen. 2 einſpännige Wagen mit Achſen, 1 kleines Handwägelchen desgl., 2 Kinderwägelchen, 1 Stoßkarrn, 2 Sophas, mehrere gepolſterte Stühle, ein Zohmiges Weinfaß, mehrere große und kleine Kaſten für Aus⸗ wanderer. Alles in gutem Zuſtand und billig.[855] Salomon Schwab. Holzverſteigerung. [848] Im hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Hühnerpfad, werden Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 8 Uhr, ungefähr 6000 Eichen⸗Loh⸗Wellen und 5 1 0 Prügelſtecken öffentlich meiſtbietend verſteigert, was die Her⸗ ren Bürgermeiſter der Umgegend in ihren Ge⸗ meinden gefälligſt veröffentlichen laſſen wollen. Ziegenberg am 13. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf Gras- Verſteigerung. [849] Montag den 18. Juni l. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Heugras von 3½ Morgen Gemeindewieſen, 4 bis 5 Morgen der zweiten Pfarrei gehörigen und 4 Morgen herrſchaftlichen Schäfereiwieſen auf dem Rath⸗ hauſe zu Oberrosbach öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Oberrosbach den 12. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Ruſſenſtein e [856] find ſtets vorräthig bei Fr. Hilbrecht. Guß ſtahl⸗Senſen [857] mit Garantie bei 15 a Gebrüder Grödel neben der Apotheke. Zu vermiethen. 18581 Ein Logis mit fünf heizbaren Zimmern und allen Bequemlichkeiten iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jakob Stamm, Schreinermeiſter. Gras⸗Verſteigerung. [859] Montag den 18. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, ſoll in dem Wickkſchen Gaſfthauſe zu Ziegenberg das diesjährige Gras zu Heu von etwa 12 Morgen in der Umgebung dieſes Ortes gelegenen Wieſen in einzelnen Abthei⸗ lungen öffentlich an den Meiftbieteuden verftei⸗ gert werden. e 206 Soolbud Nauheim. Jeden Tag Coe im Garten des Nurhuuses, Morgens von 6½ bis 8 Uhr, Nachmittags von 2%½ bis 4 Uhr, und Abends von 6 bis 7% Uhr, ausgeführt von dem Rur- Or- chester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Dem muſikliebenden Publikum der Badeſtadt Nauheim und deren Umgegend. 1860] Der Unterzeichnete erlaubt ſich ergebenſt anzuzeigen, daß er wieder auf die diesjährige Badezeit alle Sorten Piano-Forte und Pianinos nach aller— neueſter Conſtruction(etwas noch nicht dageweſenes) zur Vermiethung und zum Verkaufe jederzeit zu liefern im Stande iſt. Auch übernimmt derſelbe Repara— tur⸗Arbeiten und Stimmungen von Clavieren aller Art, nimmt alte abgeſpielte Claviere und Fluͤgel anſtatt baare Zahlung an und garantirt zwei Jahre für die Güte der gelieferten Inſtrumente. Beſtellungen können bei Herrn Kapellmeiſter Edmund Neumann, bei welchem zu jeder Zeit Probe-Inſtrumente ſich befinden, ſo wie auch bei Herrn Kaufmann Auffarth— der Apotheke gegenüber— gemacht werden. Auch meine Schwäger, Kaufmann Groß und Apotheker Carl Wahl in Friedberg, koͤnnen nähere Beſtellungen entgegen nehmen. Dann bin ich von Zeit zu Zeit in Nauheim anweſend, indem mir von der wohllöblichen Admini— ſtration des Kurſaales die Unterhaltung und Stimmung derer Inſtrumente über— tragen worden iſt. Indem ich mich dem muſikliebenden Publikum zu geneigten Aufträgen empfehle zeichnet ergebenſt Jean Marguth, Inſtrumentenmacher zu Butzbach. Die Tapeten-Uiederlage g von Louis Weis in Friedberg 1592] bringt ſowohl dem hieſigen als auswärtigen Publicum zur Kenntniß, daß ſie eine große Auswahl von den ordinärſten bis zu den feinſten Tapeten aus der berühmten Fabrik von V. Scherer zu Heidelberg, zu den ſtaunenswerth billigſten Preiſen erhalten hat. Muſterkarten werden gerne zur Einſicht abgegeben. Gemalte Nouleaux und Bronse- Paaren 1835] ſind ſtets ſehr ſchön und billig zu haben bei David Grödel Söhne, Eiſenhandlung. 4271 Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. 656] 4 Mlle. Haas, 1811] aus der franz. Schweiz, welche 8 Jahre an einem Institute in England als Lehrerin thätig war, und gegenwärtig in Friedberg und Butzbach Sprachunterricht ertheilt, wünscht noch einige freie Stun- den mit Unterricht in Nauheim zu be- setzen.— Anmeldungen beliebe man ge- fälligst in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg oder bei Herrn Hermann Auffarth in Nauheim zu machen. Bekanntmachung. [829] Einem hochverehrten Publikum erlaube ich mir die ergebenſte Anzeige zu machen, daß mir die Genehmigung ertheilt wurde, in Fried⸗ berg einen Kurſus in der f Elementar- und höheren Canzkunſt, verbunden mit geſellſchaftlicher Anſtandslehre eröffnen zu dürfen. Außer ſämmtlichen bekannten Converſations⸗ tänzen: Quadrille, Mazurka, Rheinländer⸗Polka, Polka⸗Mazurka, Walzer, Galopade ꝛc. ꝛc. bin ich im Beſitze der neueſten Salon⸗ und Na⸗ tionaltänze, und empfehle als Neueſtes: L'imperiale, Varsovianna, Sici- lienne, Tyrolienne, Polka de Paris, Frangaise en ligne, Fran- caise en ronde, Menuett etc. Der Preis für 16 Stunden iſt 2 fl. 42 kr. Der Kurſus beſteht aus 48 Stunden. Der Unterricht beginnt Montag den 2. Juli. Das Nähere beſagt die Subſcriptionsliſte, welche bei meiner Ankunft circuliren wird. Die für mich höchſt ſchmeichelhafte Anerken⸗ nung meines Unterrichts, welche mir in allen Städten, die ich bereiſte, von Seiten der An⸗ gehörigen meiner Schüler zu Theil wurde, er⸗ muthigt mich, ein bochverehrliches Publikum in Friedberg zu gütigſt zahlreicher Betheiligung ganz gehorſamſt einzuladen. 55 5 Frau Emilie Pietſch, Tanz⸗ u. Anſtands lehrerin. Für Kräuter⸗Sammler. 1836 6080 Zentner friſche Kamillen werden angekauft von Friedberg. C. Wahl, Apotheker. Ein gutes CLa bier 18301 von 7¼ Octaven, noch ganz neu, iſt zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Frankfurter Cours vom 13. Juni 1855. Piſtolen e. fl. 933½-34½ Friedrichsd'oͤr„101 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten% 531-32 20 Frankſtücke.% 920¼-2ʃ½ Engliſche Souverains.„1142-44 Preußiſche Thaler. 145% 46 r Peußiſche Caſſenſcheine.„ 146½ Kirchliche Anzeigen. 2. Sonntag n. Trinitat. den 17. Juni. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Lauer. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Werner. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Erſcheil Genllch l lens! Die 77 Betref 1 bafier S vorigen oder B . Oe 0lJ lele in Verſheilun