tun 1 de a. uf. „Friedberger Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt be ogen fl. 1. 30 8 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum die beiden ſammen 7 kr. Nu 21. Dienſtag, den 13. März. 1855. Amtlicher Theil. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Johannes Beck von Ermenrod, Kriegsreſerviſt. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 26 Jahre; Größe: 6 Fuß 4 Zoll; Haare; blond; Stirne hoch; Augen: grau; Augenbraunen: blond; Naſe: etwas dick; Mund: gewöhnlich; Bart; ſchwach(etwas Knebelbart)3 Kinn: rund; Geſicht: oval; Geſichtsfarbe: bleich; Statur; ſchlankz Beſondere Zeichen: an der Oberlippe eine läugliche Narbe. Die Erbſchleicher. (Schluß.) Als der Advokat und Friedensrichter,— gefolgt von einem Schwarm der lieben Jugend von Troy, worunter auch meine Wenigkeit,— in Bennets Häuschen ange— kommen waren, ſaß Beſſy mit ihrer Schweſter nähend an dem einen Fenſter, und an dem andern leimte der alte Jonathan ein Präſentirbrett zuſammen. Der alte Hawkes bot ihnen erſt guten Tag, trat dann ſchnurſtracks auf Beſſy zu, las ihr das Teſtament ſo langſam und deutlich vor, als er es vorhin in dem Empfangzimmer des verſtorbenen Norton gethan, und gab ihr den Rath, das Erbe ſogleich anzutreten. Die Bennetts ſchauten einander in ſtummer Verwun⸗ derung an, aber Beſſy gewann zuerſt thre Faſſung wieder, dedankte ſich bei den Männern des Geſetzes für die Mühe, welche ſie ſich genommen, verſprach ſich Mr. Hawkes Rath zu Nutz zu machen, und meinte ſchließlich, obſchon ſie ſich niemals die entfernteſte Hoffnung auf dieſe Erbſchaft ge— macht, ſo nehme ſie ſie doch dankbar aus der Hand der Vorſehung an, ſeie aber,— weil der Betrag des Erbes mehr als hinreiche, um ſie, ihren Vater und ihre Schweſter zu verſorgen,— gern erbötig, einen Theil davon unter die übrigen Verwandten des alten Norton zu vertheilen. Ich brauche wohl kaum zu ſagen, daß dieſes Aner— bieten von den übrigen Erben gern angenommen wurde, nachdem ihnen ganz Troy gerathen hatte, von einem Pro— zeſſe abzuſtehen, und der alte Hawkes wußte ſein Leben lang ſich nicht genug über die Uneigennützigkeit Beſſy's zu wundern. Nicht lange nach dieſem Ereigniß ward Beſſy Bennett die glückliche Gattin des jungen Dr. Woodward, und bezog 7 freundliches Haus neben dem der Miſſes Weſtland. Der Gatte erwies ſich Beſſy's würdig, und während er ſeine Zeit der Heilung oder Linderung der kör— perlichen Leiden ſeiner Mitmenſchen mit der ganzen Em— ſigkeit und Fülle ſeiner Geſchicklichkeit widmete, verwandte die junge Frau freigebig und menſchenfreundlich einen Theil der Einkünfte von ihrem Vermögen zur Linderung fremder Noth in ihrer Umgebung. So lebten ſie geachtet und nütz⸗ lich in werkthätiger Barmherzigkeit und Menſchenliebe im Städtchen, bis ich ſie verließ; und ich habe ſeither ſchon oft darüber nachgedacht, wie viel Gutes doch durch die wackere Handlungsweiſe eines jungen Mädchens geſtiftet worden war, welches die treue Pflichterfüllung über den irdiſchen Gewinn geſetzt und von Nat Nerton's Teſtamente nichts erwartet hatte.(Erheit.) Sechszehnter Jahresbericht der Augeuheilauſtalt zu Darmſtadt und der damit verbundenen operativen Klinik von dem leitenden Arzte derſelben Dr. Küchler. Im Jahr 1854 ſind Verzeichniſſe 121 erhebliche laut offen liegendem Namens— Operationen ausgeführt worden. Die Leidenden kamen aus 68 verſchiedenen Gemeinden, darunter 63 Gemeinden des Landes. Es verdankt dieſe Auſtalt ihre fortſchreitende Entwickelung der Feſthaltung des Zweckes und dem Bedürfniß. Sie beſteht und erweitert ſich neben dem ſpäter entſtandenen Landkrankenhaus(vergl. 12 Jahresbericht), und ihre Thätigkeit nahm auch im verfloſ⸗ ſenen Jahr zu, ihre Raume mußten erweitert werden. In der Augenheilan ſtalt ſelbſt werden ſämmtliche einer ſorgſamen Pflege und ärztlichen Ueberwachung, bedürfende Augenoperationen vollzogen und verpflegt unter den Augen des Arztes. In dem mit dieſer Anſtalt verbundenen klini— ſchen Local werden alljährlich zwiſchen 600— 700 zum Theil ſchwere innere und äußere Augenleiden behandelt, auch werden zu beſtimmten Zeiten darin diejenigen Ope— rationen ausgeführt, welche keiner auhaltenden Verpflegung und keiner fortdauernden kuͤnſtlichen Verbände bedürfen oder der Augenheilkunde nicht näher angehören. Dieſe operative Klinik macht ſeit der Gründung der Augenheilanſtalt (1835) einen weſentlichen Beſtandtheil meiner Thätigkeit aus und führt zu einer Menge von Heilungen armer un- glücklicher Menſchen, zu denen weder Gemeinden noch Pri— vaten das Mindeſte ſteuern. Ich werde darum künftig die Reſultate dieſer Klinik mit denen der Augenheilanſtalt ſelbſt vorlegen, da beide im Gründungszweck(vergl. die Ankün⸗ digung vom 10. Sept. 1835) wie in der Ausführung zu keiner Zeit getrennt waren.— Unſerm dießjährigen Bericht über die Leiſtungen der Augenheilanſtalt im Jahr 1854 hat ein wohlwollender Mann in Nr. 148 der Didaskalia durch Schilderung unſeres Lebens während mehrerer Wochen bereits vorgegriffen. Indem wir dieſe Schilderung ergänzen durch treuen Bericht uber die Erlebniſſe des Jahrs, müſſen wir bedauern, daß 3 unſerer Pfleglinge aus 1854 das Loos aller Sterblichen bereits abgerufen hat, die übrigen, 118 an der Zahl, erfreuen ſich unſers Wiſſens ihres Daſeins.— Folgen die Reſultate des Jahres 1854; 1) durch Operation des grauen Staars wurden ge— heilt 16 Fälle(3 durch Staarausziehung, 10 durch Um⸗ legung von der Seite, 35 durch ſulche von vorn), in Heilung blieben 5 Fälle, ungeheilt 6 Fälle, zuſammen 27. Von den 86 1853 in Heilung gebliebenen bis jetzt völlig geheilt: 1 Fall; — 2 Durch Speration des Nachſtaars geheilt 1 Fall;— 3) des Schielens geheilt 10 Falle;— 4) der Thranen— fiſtel geheilt 6 Fälle, in Heilung 5, zuſammen 11— 5) durch Operation des Staphyloms der Hornhaut geheilt 3 Fälle, in Heilung 1;— 6) des Staphyloms des Ciliar— körpers ſehr gebeſſert 1 Fall;— 7) der Melanoſe des Aug— apfels geheilt 1 Fall; 8) Operation von Flügelfell geheilt 2 Fälle;— 9) kuͤnſtlicher Pupille gebeſſert 3, ungeheilt 13 10) Operation von Eiterauge und Hornhautbrüchen geheilt 1, ungeheilt 1,;— 11) von Pannus und pannöſen Entzün⸗ dungen geheilt 10 Kranke, ſehr gebeſſert 93— 12) Operation der Einwaärtswendung der Augenlieder geheilt 23— 13) Ope⸗ ration von Geſchwülſten aller Art geheilt 24, Ricldiv 1, zweifelhaft 1, zuſammen 26(nämlich Ausrottung tiefliegender Drüſen 6, tiefliegender Balge 3, der Mandeln 3, Cyſtoſarkom 1, Hautkrebs 1, Knocheuſchwamm 1, Blutſchwamm 3, Hyda— tiden 1, Ganglien 2, Hagelkörner 4, Waſſerbruch 133— 14) Operation von Sehnendurchſchneidung(entfernt vom Auge) geheilt 4, in Heilung 2, zuſammen 6;— 15) von Poly⸗ pen geheilt 2, zweifelhaft 15— 16) durch Operationen im Mund Speichelfiſtel 1, Froſchgeſchwulſt 1, beide zweifelhaft. — 17) Ju der mit der Anſtalt verbundenen Klinik, ſo⸗ weit ſie die Hauptbücher nachweiſen, behandelt zwiſchen 6-700 Fälle, davon überwiegende Mehrzahl geheilt.— Die Wiedereröffnung der Augenheilanſtalt geſchieht am 15. April.— Die Aufnahmsbedingungen bleiben ſich gleich. Für diejenigen armen operativen Kranken, welche eine 3 bis 5 woͤchentliche Pflege erheiſchen, wird eine mitt— lere Einlageſumme von 12— 15 fl. gezahlt, ohne daß weitere Koſten für ſie entſtehen(vergl. Großh. Heſſ. Zeitung vom 11. Sept. 1835, 7. Januar 1840 und Pfleggrundſätze der Augenheilanſtalt 1854).— Wir danken recht herzlich den Redactionen und allen Denen, deren Theilnahme ſich die Anſtalt erfreute. Darmſtadt, den 20. Januar 1855. Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat Februar. Getraute: 8. Jakob Chriſtian Maximilian Müller, evang. Pfarrer zu Beer⸗ felden, des verſt. Gr. Stabsquartiermeiſters Ludwig Ernſt Müller zu Darmſtadt ehel. led. S. u. Amalie Thereſe Keim, des verſt. Gr. Majors Kaspar Wilhelm Keim dahier ehel. led. T. r 4. Dem bſ. B. u. Schneidermeiſter Friedrich Stein eine T., Katha⸗ rina, geb. 28. Decbr. 1854. 11. Dem hſ. B. u. Wagnermeiſter Johann Konrad Ruppel ein S., Georg Wilhelm, geb. 15. Jan. 11. Dem B. in Oberwollſtadt u. Schreiner Philipp Veith III. ein S., Heinrich Daniel, geb. 5. Jan. 13. Dem hf. B. u. Occonomen Peter Lebeau ein S., Karl Kon⸗ rad, geb. 16. Jan. 16. Dem hl. B. u. Deconomen Heinrich Lochmann ein S., Wll⸗ helm Franz, geb. 1 5 18. Dem bſ. B. u. Metzgeymeiſter Joh. Nikolaus Engel eine T., Johanna Eliſabeth ölen geb. 955 109 f 18. Dem B. zu Seligenſtadt u. Bauaufſeher 1 Cl. an der Main⸗ Weſer⸗Bahn dahier, Michael Joſeph Hoffmann ein S., Ludwig Jacob, geb. 6. Febr. Beer d i g 2. Anna Margaretha Oberländer, geb. Diehl, Ehefrau des hſ. B. u. Schuhmachermeiſters Friedrich Jakob Oberländer, alt 77 J, G. WI n.. 2. Konrad Gail, hſ. B. u. Schneidermeiſter, alt 56 J., 4 31. Jan. 6. Margaretha Rauch, geb. Seidel, Ehefrau des Großh. Bahn⸗ meiſters Guſtav Rauch, alt 43 J., t 4. Febr. 7. Elenore Wagner, geb. Altmannsperger, verwittwet geweſene Kappes, des hſ. B. u. Gaſtwirths Joh. Philipp Wagner Ehefrau, alt 49 J. u. 11 M., 1 5. Febr. 9. Maria Dorothea Rinner aus Liederbach, Kreis Alsfeld, alt 26 J., T 7. Febr. 8 8 20. Anna Maria Henriette Emma Müller, des Gr. Regierungs- rathes Friedrich Müller dabier ehel. T., alt 6 J., 6 M., 1 9, Febr. 19. Georg Wilhelm Ruppel, des bſ. B. u. Wagnermeiſters Joh. Konrad Ruppel, ehel. S., alt 1 M., 3 T., 4 18. Fabr. 22. Maria Katharina Kopp, geb. Thomas, Ehefrau des hſ. B. u. Feldſchützen Adam Kopp, alt 76 J., 18 T., 1. 20. Febr. 23. Katharina Bender, des hſ. B. u. Brunnenmeiſters Heinrich Bender ehel. T., alt 5 J., 7 M., 6 T., k 21. Febr. Bürgerhülfe für den Odenwald. H. u. G. 1 fl; Wien 1 fl.; Dek. Görz in Florſtadt 1 fl.; Fr. Philippi in Fauerbach 11. 18 kr.; Wilhelmine Meper daf. 9 r 3 Be Philippi 1. daf. 9 kr.; Eliſ. Weith daſ. 6 kr.; Schuljugend daſ. 1 fl. 4 kr.; S. D. E. 2 fl. 42 kr.; H. 30 kr.; Einige Taubſtumme 21 kr; Dek. Hofmann in Griedel 4 fl.; Kirchenv. Dilges daſ. 1 fl; G. M. Billaſch in Fauerbach II u. deſſen ledige Schweſter 54 kr.; Inſp. Hochgeſand 1 fl.; veſſen Geh. Hofmann 24 kr.; F. 30 kr.; J. St. 1 fl. 12 kr.; von dem Lehrer in der Oberſchule zu Naubeim Auffarth 1. 2 fl 3 kr.; von dem Lehrer der Mittelſchule daſ. Reuß 2 fl. 37 kr. W. Philippi in Fauerbach II. 30 kr.; Gebr. Grödel 2 fl. Zuſammen 25 fl. 59 kr.— Herzlichſten Dank!— Ilbenſtadt 78 fl. find nach Michelſtadt geſendet worden. Mit Beziehung auf eine an mich gerichtete Frage erkläre ich, daß ich nunmehr, nachdem ich in meiner Wohnung die allenfalls nöthig werden⸗ den Räume habe herrichten laſſen, auch Mehl, Früchte, Kartoffeln, ge⸗ räuchertes Fleiſch, Kleidungsſtücke, Linnen und Alles ſonſt, womit der Habende dem Nichthabenden dienen kann, für die armen Odenwälder in Empfang nehmen werde.— Zugleich bitte ich jeden menſchenfreundlichen Leſer, was er thun will, bald zu thun, denn wenn irgendwo, ſo iſt in unſerm Falle raſche Hülfe nöthig: find die Menſchen einmal dahin, dann kommt unſer Almoſen zu ſpät. Dr. Matthias. Bei der Unterzeichneten gingen ferner ein: Von Frau P. H. 2 fl. 42 kr.; durch Herrn Beigeordneten Nürnberger in Wiſſelsheim: von Lehrer Beez 6 kr; Karl Huber 12 kr.; Anton Leonhard 1 fl.; G. Hubers Wittwe 24 kr.; Jacob Schultheis 1 fl.; Balthaſer Webers Wit. 18 kr.; von Ph. V. 1 fl. 12 kr.; Poſtaſſiſtent Pagenſtecher 2 fl., N. N. mit dem Motto: das Scherflein der Wittwe 1 fl.; Ungenannt von Beien⸗ heim 30; Lederhandlung M. Reis 1 fl.; Ch. 30 kr.; Ungenannt 1 fl.; Domänenrath Buß 2 fl.; K. K. 24 kr.; S. C. Frank i fl.; F. W. R. U fl. Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Edietalla dung. J261] Die Erben der Wittwe des Müllers Philipp Laupus von der Görbelheimer Mühle wollen unter anderen das in ihrem Beſitze be⸗ findliche Grundſtück in Fauerbacher Gemarkung 323/23 1 Vrtl. 24 Rth. in der Schaafwieſe zur Theilung dringen, können aber genügenden Eigenthumsnachweis nicht liefern. Auf ihren Antrag werden alle, welche Anſprüche auf jenes Grundſtück machen wollen, aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen von heute an hier geltend zu machen, gegenfalls ohne Rückſicht darauf der Theilzettel bezüglich jenes Grundſtücks beſtätigt und die Wahrung im Mutations⸗Verzeichniſſe verfügt werden wird. Friedberg am 21. Februar 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg: b Hofmann. dee et aeg [293 Philipp Mevi's Wittwe zu Melbach kann ſich als Eigenſhümerin folgender ſchon lange in ihrem Beſitze befindlichen Immobilien: III. 302-208 Klafter auf der Heienheimer Straße, IV. 143 3 Klafter neben dem hohen Weg, IV. 394-154 Klafter Acker das Feldchen, IV. 81-188 Klafter rechts am hohen Weg, V. 134-294 Klafter auf der Mäswieſe, V. 164304 Klafter der Mittelgewanne. urkundlich nicht ausweiſen. Da ſie ſolche an ihre Kinder abgeben will, ſo werden auf ihren Antrag alle, welche Anſprüche auf jene Immo⸗ bilien zu haben bebaupten, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen von beute an hier anzu⸗ zeigen, als ſonſt die Theilzettel über dieſelben richterlich beſtätigt werden und der Eintrag in's Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 23. Februar 1855.. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hof man n. Arbeits ⸗Verſteigerung. L270] Nächſten Donnerſtag den 22. dieſes Mo⸗ nats, Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Verwaltungsraths des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments die Reinigung des durch den Exercierplatz dahier führenden Seegrabens an den Wenigſtverlangenden verſteigert werden. Friedberg den 9. März 1855. In Auftrag: Nie o la, Oberquartiermeiſter · Werden: 1. Bei Erb. Peißbinderacb ſchlagt zu 1 Erbe 1 Maurer⸗ . 2) Uäſerung III. Bei Er des J) Mauer. veranſch 2) Weiß bin 4) Kieftrung Alſſe, B0ʃ ligen zur Ei Gieſſen,, Der G —— Arbe 1206] Dom um 2 Uhr, Haaſen zu kungsarbeiter Orts, als: 1) das Be haldag 2) die Au 3) Aufſeſ 9 Jerſchl öffentlich in Ilbenſt. Oroßh — 1297 Ain miftags un trockenes ge dem Graff bei Bauer. Oſſenhe 33 Iruſch Le] Nortn 2 Un, ware Fruchtvorratt orn und 20 an die Miff Friedber Großher 6 22 Aufforderung. [29 J] Karl Nikolaus Heidt zu Friedberg, welcher ſeither als Unteragent für den Hauptagenten Carl Preller in Manz, zur Beförderung von Auswanderern über Havre nach Amerika, eine Caution von 500 fl. geleiſtet hat, hat dieſe Agentur niedergelegt und um Rückgabe ſeiner Caution ge: beten. Gemäß Art. 8 der Verordnung vom 25 Januar 1851, wird dies zur öffentlichen Kenntuiß ge⸗ bracht und bemerkt, daß Anſprüche an dieſe Caution innerhalb ſechs Monaten vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet, bei der unter: zeichneten Behörde mit einer Nachweiſung, daß bei Gericht Klage erboben worden iſt, geltend zu machen ſind, als ſonſt die Rückgabe der Caution erfolgen wird. Friedberg den 4. März 1855. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. 87 Obligations ⸗Verlooſung. 299 Bei der am 5. März d. J. ſtattgehabten Verloͤoſung wurde von dem mit dem Handlungs- hauſe Simon und Samuel Lindhelmer zu Frled⸗ berg negociitten Anleben ach 2000 fl. die Par- tialobligation Nr. 19 zu 100 fl. auf den 1. Mai d. J. zur Rückzablung gezogen. Der In⸗ haber gedachter Privatpfandverſchreibung wird hiermit aufgefordert, dieſen Betrag mit dem 1. Mai d. J. bei hieſiger Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine Zinſen mehr vergütet werden. Zugleich wird der Inhaber der Partialobli- gation Nr. 11 von demſelben Anlehen, welche ſchon auf den 1. Mai vorigen Jahrs rückzabl⸗ bar war, nochmals aufgefordert, den Betrag von 100 fl. alsbald hier in Empfang zu nehmen. Höchſt a. d. Nidder am 5. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Höchſt Meininger. nne Main ⸗Weſer⸗Eiſen ba hen Section Gießen. [295] Montag den 19. d. M., Vormittags um 9 Ubr, ſollen auf dem Sectionsbüreau die nachbezeichneten Arbeiten und Lieferungen durch öffentliche Verſteigerung in Aecord gegeben werden: J. Bei Erbauung des Stationshauſes dabier: Weiß binderarbeit in 5 Looſen, zuſammen veran⸗ ſchlagt zu 3340 fl. II. Bei Erbauung des Perrons dahier: 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 627 fl. 2) Lieferung von 30 Bülten Waſſerkalk. 111. Bei Erbauung der Einfriedigung des hieſigen Bahnbofs: 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 2) Weiß binderarbeit, veranſchlagt zu 3) Lieferung von 90 Bütten Waſſerkalk. Riſſe, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen zur Einſicht offen. Gieſſen, am 10. März 1855. Der Großherzogliche Sections-⸗Ingenieur der Section Gießen Eickemeyper. 1399 fl. 78* Bekanntmachung. [300] Freitag den 16. dieſes, Vormittags 9 Uhr, ſoll in dem unterzeichneten Ortsgerichts-Büreau die dem Georg Gaul dahier gebörende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stallung und einer ſtets mit vollſtändigem Waſſer ver⸗ ſebenen Mühle mit zwei Mahl- und einem Schlaggang, nebſt dem in 15 Morgen Aeckern und 6 Morgen Wieſen beſtehenden Gut, auf freiwilliges Anſtehen des Georg Gaul öffentlich meiſtbietend, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, ver- ſteigert werden. Harrbach den 6. März 1855. Großherrzogliches Ortsgericht Harrbach Klöss. Zu ver miethen. [2531 Ein Logis, beſte hend aus 3 Zimmern, Küche, Keller ꝛc., hat zu vermiethen Hartmann Mogk, neben der Burg. Zu verkaufen. [273] Eine große Quantität Spreu und Keil bat zu verkaufen Oekonom Kalbhenn in Nie⸗ derrosbach. Arbeits ⸗Verſteigerung. L296] Donnerſtag den 15. März, Nachmittags um 2 Uhr, ſollen im Gaſthaus zu den drei Haaſen zu Ilbenſtadt nachbenannte Unterhal⸗ tungsarbeiten der Vicinalwege außerhalb des Orts, als: 1) das Brechen von 4 Cubikkftr. Unter⸗ haltungsſteinen, veranſchlagt zu 40 fl.— kr. 2) die Anfuhr derſelben,„ 44„ un 3) Aufſetzen derſelben,„„ 5% 20„ 4) Zerſchlagen derſelben,„„ 60—„ öffentlich in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt den 7. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier. Holzverkauf. [2971 Künftigen Mittwoch den 21. l. M., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, wird eine große Quantität trockenes gemiſchtes Brennholz, ſteckenweiſe auf dem Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſchen Bergwerk bei Bauernheim meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 11. März 1855. Gräfliche Bergrentei Weis. Fruchtverſteigerung. 62981 Montag den 19. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hiefigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath der milden Stiftungen 30 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zweimalterweis, an die Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 10. März 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Bender. Zu verkaufen. [274] Vorzüglicher 185 r Kleeſaamen iſt billig zu haben bei Anton Haas in Ilbenſtadt. Ein Lehrling [284] wird geſucht von J. Pfeffer, Hof⸗Mobelſchreiner in Friedberg. Annonce. L285 42 Morgen gutes Ackerland und Wieſen, größtentheils Lehmboden nebſt Oeconomiege⸗ baͤuden, ſind in einem Orte, 3 Stunden von Frankfurt gelegen, unter vortheilhaften Bedin⸗ gungen zu verkauſen oder zu verpachten. Die darauf Reflectirenden können gleich in den Beſitz kommen. Unter Adreſſe A. B. in Frankfurt a. M. franco wird nähere Auskunft ertheilt. Ge ſuch. [266] Ein unverheuratheter Mann, der Jagd- keuntniſſe beſitzt und Gartenarbeit verſteht, wird geſucht von Jacob F ay in Niedereſchbach, Kreis Vilbel. Haushaͤlterin-Geſuch. 1301] Geſucht wird für ein größeres Gut in der Nähe Friedbergs ein Frauenzimmer, welches ſelbſtſtändig die Hauswirthſchaft zu leiten ver⸗ ſteht, dieß durch Atteſte zu beweiſen im Stande iſt und ſofort eintreten kann. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Verſteigerung. 302] Die binterbliebenen Kinder des zu Ober⸗ widdersheim verſtorbenen Pfarrers Strack wollen Dienſtag den 20. März d. J., Vormittags 9 Uhr, in der daſigen Pfarrwobnung nachbenannte Gegenſtände gegen gleich baare Zohlung öffent. lich zur Verſteigerung bringen laſſen: 1) 3 Pferde, nämlich: 1 Schimmel, Stute, 18 Jahre alt, 1 braune Stute, 7 Jahre alt, und 1 Apfelſchimmel, 4 Jahre alt, 2) einen zweiſpännigen Leiterwagen, Pferde⸗ geſchirr, Ackergeräthſchaften und eine alte Chaiſe, 3) einzelne Meubles, z. B. altes Clavier, Commode, Bettlade u. ſ. w., 4) eine größere Parthie Miſt. Steigluſtige werden eingeladen. Geſchäfts⸗ Empfehlung. [303] Hiermit beebre ich mich, mein neu ge⸗ gründetes Putz⸗Geſchäft der gefälligen Be⸗ achtung des Publikums zu empfehlen. Durch eine ſchöne Auswahl von Hüten, Hauben, Che⸗ miſettes und allen andern einſchlagenden Ar- tikeln hoffe ich den Wünſchen meiner geehrten Abnehmer entſprechen zu können, und mir durch beſte und billige Bedienung deren Zufriedenheit zu ſichern. Strohhüte und Hauben werden zum Waſchen und Verändern angenommen und ſchnellſtens beſorgt. Nauheim. Thereſe Schwarz, Apfelgaſſe Nr. 70. Güter Verpachtung. [304] Mittwoch den 14. d. M., Mittags 1 Uhr, werden im Hauſe des Unterzeichneten nachver⸗ zeichnete dem Chriſtian Müller gehörende Gü⸗ terſtücke, als: 41 Klafter Grabgarten am Mainzer Thor, 352„ Aceker, zieht durch den Backweg, 388„ Aceker an der Hinterhohl, 167„ Aceker daſelbſt und ein Stück Grasgarten im Roſenthal, öffentlich meiſtbietend auf 3 Jahre verpachtet. Friedberg den 9. März 1855. Der Curator: M. Jung. Empfehlung. [305] Meinen geehrten Freunden und Bekann⸗ ten diene zur Nachricht, daß ich mit friſchen und ächten Gemüſe- und Blumen ⸗Sämereien, welche ich aus der erſten Hand beziehe, verſehen bin. Durch reelle und billige Behandlung werde ich das mir ſchon ſeit langen Jahren geſchenkte Vertrauen immer mehr zu würdigen ſuchen. Friedberg den 12. März 1855. Anna Magdalena Leineweber, wohnhaft in der Metzgergaſſe, Herrn Kaufmann Fürth gegenüber. Empfehlung. 13061 Unterzeichneter empfiehlt fich auf bevor⸗ ſtehende Ausſaat mit Erbſen, Wicken und allen Sorten Kleeſaamen. Friedberg im März 1855. Jacob May, Frucht⸗ und Mehlbändler Zu verkaufen. [307 Ein Schreibſecretär, ein kleines nuß⸗ baumſenes Bettgeſtell, eine große Steigleiter, eine Comploir-(Oel⸗Gas) Lampe ſind zu ver⸗ kaufen bei Domänenratb Buß. Eine Lehrlingsſftelle [3081] ſteht offen bei unn Glaſermeiſter 88 Unwiderruflich am 1. Juni d. J. Ziehung der großen Kunſt-, Induſtrie- & Geld-Lotterie der Gewerbhallen zu Darmſtadt und Mainz. 1309] Looſe à 7 fl., fuͤnf Stuck nebſt einem ſicher gewinnenden Prämienlooſe für 35 fl. Pläne gratis bei den Gene ralagenten D. Grödel Söhne, Jacob Hanau in Friedberg, und deren Unteragenten. * NB. Wir machen Luſttragende noch darauf aufmerkſam, daß der Verkauf von Looſen bei der Verlooſungs-Commiſſion bereits am 1. März geſchloſſen wurde und bei dem jetzigen raſchen Abſatze auch unſer nur noch unbedeutender Vorrath bald vergriffen ſein wird. 1310] Der Geſangverein Frohſinn wird demnächſt ein Concert zum Beſten der bedrängten Odenwälder veranſtalten. Indem wir dies zur vorläufigen Anzeige bringen und zur recht zahlreichen Theilnahme einladen, behalten wir uns nähere Mittheilung vor. Höhere Töchterſchule. 13111 Der neue Curſus beginnt in meiner Anſtalt den 16. April. Ich füge die Bitte bei, die verehrten Eltern, welche mir ihre Töchter zu übergeben geſonnen ſind, wollen im eigenen Intereſſe, wie zu meiner Erleichterung dieß lieber am Anfang, als im Laufe des Curſus thun und mich ihren deßfallſigen Entſchluß recht bald wiſſen laſſen. Die Anzahl der Lehrſtunden will ich, oft ausgedrücktem Wunſche zu entſprechen, thunlichſt beſchränken. Auch wird, was nicht jedes Jahr geſchieht, dieſes Mal eine Elementarklaſſe gegründet. Die vacant gewordene Stelle einer franzöſiſchen Lehrerin iſt wieder beſetzt, und hoffe ich, recht gut wieder beſetzt. Das Gerücht meiner nahe bevorſtehenden Rück⸗ kehr in's Vaterland entbehrt alles Grundes. Friedberg im März 1855. K. Kärſt, Inſtituts⸗Vorſteher. Eiſenbahn⸗Frachtbriefe 1350] ſind ſtets vorräthig und liefern wir dieſelben bei größerem Bedarfe mit der Firma des Beſtellers. C. Bindernagel's Buchhandlung. Abendunterhaltung des Liederkranzes zu Friedberg. 12921 Die dritte Abendunterhaltung des Liederkranzes findet ſtatt Sonntag den 18. März im Trapp'ſchen Saale dahier. eib 13121 für eine kleine Haushaltung iſt zu ver⸗ miethen und kann den 1. Mai bezogen werden bei Och. Bopp 13131. Der Unterzeichnete warnt hiermit Jeder⸗ mann etwas auf ſeinen Namen zu borgen, da er für keine Zahlung haftet. J. Erb, Steinhauermeiſter. Frankfurter Cours vom 10. Mrz. 1855. Pieter ß Friedrichs d'or 104.5 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 40%-4½ Rand⸗Ducaten.„ 532-33 ½ 20 Frankſtücke. 5 919 ¼-——00 7 Engliſche Souverains.„1140-42 Preußiſche Thaler.„ 1 46,56 Frankkütpaler n Peußiſche Caſſenſcheine 751467% Frucht- und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. — 1 Waizen Korn Ge r ſt e Hafer Kartoffel Mittel⸗ Mitlel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Miltel- Ort und Datum] Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf. Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf- Ver- preis ger f kauft ier gere kauft. 06% kauft E e ges kauft. ge- kauft fahren S fahren— fahren S fahren 8 fahren 88 Mltr. Mltr. Bid. fl. r.] Mltr Mltr Pd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr Mltr. Pfd.] fl. kr.] Mltr.] Mltr.(fd. fl. kr. Frledberg, 9. Marzſ1137½ 101% 200/16 5 77 ⁰ J 0 291½279¼½[160 8.41] 94 89[1200 539] 12— 200—— Hußbech, 9.„259% 223 7001 487 80% 18013 360 68% 63 60 84410 70 70 20, 540 55 77 20047 Vilbel, 3 99 200 1634/28 ¼ 22 18014— 30 ö 26 160 8017] 4 4 120 5/40-=— 200—— Altenſtadt, 9.„ 496½ 360 20016 5 4% 33 18013 23 81% 80 160 8030 1 8 120 5213— 200—— Nidda, 5 19 200,164— 20 18914 144— 17 160 80330— 3 120/5/[(-— 200—— Hungen, 9.„146 143 20015/4238 31 18013 45 16 10 160 8030 15 15 120 525—— 200—— Echzell, 9.„151 141 200 15480 17½ 16.802 56 32 20 160758 3 2. 120 5/20—— 200—— Grünberg, 9.„[— 148 20015300— 63¼ 18013 37—- 41%¼½]160 930]— 11% 120 5/388—— 200 Mainz, d. f ee bis„ 48018 b( 11600 700— 120 5500—— Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 34 Mltr., verk. 33, 18 fl. 18 kr.; Erbſen aufg. 3, verk. 3, 11 fl. 30 kr.; Bohnen aufg. ½.— Alte ſtadt: Vorſchußmehl 19 fl. 30 kr.; Waizenmehl 17 fl.; Roggenmehl 12 fl. 30 kr.— Grünberg: Erbſen 12 fl. 12 kr. 2 Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in * Friedberg. N Fri ercgan a clic weg, „ 0 belr. die Ferme. Gehihrentar Der 2 dem Anfange eine neue M „Der Baza Omnibus alle nannt zu wer daction vorzlh redigirt die u lerin bekannte herige Redac nicht allein, digen, der Moſtern von 7 ten, Stickerei für Piausſor fügt der Zei karte mit pr in Wolle, mer 6 erft Battiſtkr der Zeitung gen berichte zerſchnitten Anblick, bi der That! Gediegener nicht mehr, Im 1 in großer S Solche Ne nützen. Id aber nun n Jahre noch ſe weg, ſchll ſauer fein! „ Butlacher f 11. Dem en Katharine,