Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Friedberger Jutelligenzblatt. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Nu 33. Dienſtag, den 10. Juli. 1855. Eine Wechſelſchuld. (Fortſetzung.) Die Fenſter in dem Hauſe des Fabrikherrn waren hell erleuchtet, der Waidmoſer ſaß mit ſeinen Freunden am Spieltiſch, Hedwig ſaß muſizirend am Flügel. Wie ſo grell, ſo tief verletzend klangen dem Lauſchenden die Töne— einen Fluch auf der Lippe ſchritt er vorüber. Stiller, ſtiller ward es auf den Straßen. Einzelne ver— ſpätete Nachtſchwärmer eilten vorüber; luſtige Brüder zogen ſingend aus den Schenkhäuſern— dann ward es öde mehr und mehr. Die Wächter pfiffen die Mitternachts— ſtunde ab. Weiter, weiter ſchritt der Ruheloſe. Nicht fern der Kirche lehnte er ſich an einen Baum. Die Füße waren ermattet, doch der Geiſt wollte nicht zur Ruhe gehen. In düſteren Träumen verſunken, Alles um ſich her vergeſſend, ſtand er.— Plötzlich ſchlug eine markige Hand auf ſeine Schulter, er blickte auf, die nächtliche Wache hatte ihn gefunden. Es gibt Augenblicke im Leben, wo nur ein neuer Schmerz den alten mildern kann, wo es ein Glück für uns iſt, wenn ein neues Leid das alte, das un— ſere ganze innere Kraft zu zerſtören droht, unſere Seele auf's Neue gefangen nimmt. Friedrich, der junge Werkführer, von den gehabten und erlebten Eindrücken des Tages gänzlich ermattet, ſtarrte den Anführer der nächtlichen Wache wie gänzlich abweſend an, er hatte für alle Fragen kaum eine Antwort. Und als man ihn endlich in Folge dieſer unvollkommenen Anut— worten und da er gar keinen Grund ſeines nächtlichen Aufenthalts angab, zur nächſten Wache und von dort nach dem Gefängniß abführte, ſo ließ er dies Alles ruhig mit ſich geſchehen;— es freute ihn faſt, in eine Lage verſetzt zu ſein, die der ſeiner Geliebten ähnlich war. Der neue Aufenthalt ſchien eben nicht einladend zu ſein, ſo viel die Laterne des Schließers, der den neuen Ankömmling brum— mend hineinſtieß, hatte erkennen laſſen. Es war ein weites von allen Bequemlichkeiten entblößtes Gewölbe; nur eine einzige lange Bank lud zur dürftigen Ruhe ein. Als der Schließer ſich entfernt, herrſchte die vollkommenſte Dun— kelheit. Der Werkführer hatte bei ſeinem Eintritte ſofort bemerkt, daß er nicht der einzige Bewohner des Orts ſei, ſondern daß denſelben einige Männer mit ihm theilten, die ſich brummend bei ſeinem Eintritte erhoben hatten. Fried— rich lehnte an der Wand. Seine Mitgefangenen ſchnarch— ten um ihn her. Die Natur verlangte ihr Recht, die Augen ſchloſſen ſich, er ſchlummerte ein. Plötzlich fühlte er eine Hand leiſe ſeine Bruſt ſtreifen; er that, als ob er im feſten Schlafe ſich dehne und bewege. Die Hand fuhr zurück. Alles blieb ſtill. Er ahmte das Athmen ei— nes Feſtſchlagenden nach. Einige Zeit darauf vernahm er ein leiſe geführtes Geſpräch neben ſich. Eine der Stim— men fragte:„Iſt's ein Neuling, oder einer der Unſerigen?“ „Ein Neuling!“ war die Antwort.„Werd' ihn leicht machen! „Daß Dir die Finger erlahmen!“ ſprach der Andere erboſt.„Willſt um einer Lumperei willen den Fang ver— derben? Sind wir erwiſcht? Haben ſie ein Stuͤck bei uns gefunden? Werden ſie etwas finden? Hat der blonde Wilhelm nicht Alles bei Seit' geſchafft und iſt entſprun— gen, ehe ſie kamen? Was ſind wir, was wollen ſie von uns? Wir haben uns ein Bischen verſpätet, hatten kein Nachtquartier, und man hat uns hier eine Lagerſtätte an— gewieſen. Morgen oder übermorgen werden wir mit einer weiſen Ermahnung entlaſſen. Willſt Dir das Ge— ſchäft verderben? Was wird der Neuling haben? Sein Geld hat er verſoffen, und hat er eine Uhr, iſt's nicht für uns. Er würde am Morgen Lärm machen und fände man ſie bei uns, wären wir feſt. Laſſe ihn laufen. Was liegt am Kleinen, wenn uns das Große gewiß? Der blonde Wilhelm iſt noch frei, er hat's Geſchäft ausgekund⸗ ſchaftet. Der Waidmoſer bekommt das Geld, ſeine Leute, der Nürnberger und der Wiener, ſind die Unſeren, ſie melden uns Alles. Zum Dienſtag Nacht halte Dich bereit!“ (Fortſetzung folgt.) Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat Juni. Getrau te: 3. Chriſtian Wilhelm Werner, Gr. Schullehrer zu Großkarben, des hſ. B. u. penſ. Controleurs Kaspar Werner ehl. led. S. u. Maria Wiederhold, des Kurfürſtlich Heſſiſchen Chauſſeegelderhebers Chriſtian Wiederhold ehl. led. T. Getaufte: 17. Dem hſ. B. u. Schubmachermeiſter Johann Heinrich Rauſch ein S., Friedrich Karl Ludwig Gottfried Franz, geb. 4. Juni. 17. Dem hſ. B. u. Cigarrenmacher Johann Ferdinand Wörner ein S., Juſtus Philipp Wilbelm, geb 3. 24. Dem hi. B. u. Rentamtsdiener Michael Jung ein S., Karl Chriſtian, geb 26. Mai. 24. Dem hſ. B. u. Oekonomen Wilhelm Ulrich ein geb. 3. Juni. 24. Dem hi. B. u. Bäckermeiſter Franz Joſeph Reitz ein S., Georg Alexander Magnus, geb. 18. Mai. 24. Dem hf. B. u. Drehermeiſter Jacob Starck ein S., Jacobus, geb. 15. Juni. B 19. Konrad Heß, B. u. Schäfer zu Ockſtadt, alt 57 J., 1 17. 26. Wilhelm Lang, des hſ B. u. Schuhmachermeiſters Johann Hartmann Lang, ehel. S., alt 7 J. 4 M. u. 12 T. 1 24. 29. Kaspar Wehrheim, Ortsb. u. Schreiner zu Södel, alt 36 Ja ih 2% 30. Anna Eliſabetha Sieck, geb. Sommer, des hf. B., Küfers u. Bierbrauermeiſters Chriſtian Friedrich Sieck hinterlaſſene Wittwe, alt 49 J., 10. M. 14 T., 1 29. S., Chriſtian, Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat Juni. Getraute: Kei en e. Getauft e: 10. Dem B. u. Schuhmacher Johs. Berner III. ein S., An⸗ dreas Friedrich Karl, geb. den 21. Mal. 21. Dem B. u. Fabrikanten Georg Karl Braubach eine Ti, Wilhelmine Auguſte Eliſabethe Louiſe Katharina, geb. W. Beerdigte: 12. Amalie Metzger, des verſt. B. u. Schneidermeiſters Heinrich Metzger hinterlaſſene Wütwe, geb. Hadermann, alt 61 J. 10 M. 21. T 236 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.— Edietallüdung. [862] Nach einer Benachrichtigung Großher⸗ zoglichen Kreisamts Friedberg ſollen: 1) die dem Großherzoglichen Kammerherrn und Rittmeiſter à la suite, Freiherrn Auguſt Löw von und zu Steinfurth in Beſſungen, in der Gemarkung Unterflor⸗ ſtadt zuſtehenden, durch Allodification des Erbleihguts von dem ſog. St. Michaeli⸗ Lehen entſtandenen Grundrenten im geſetz⸗ lichen Geldanſchlage von 30 fl. 50½ kr., mit einem Ablöſungskapitale von 555 fl. 9 kr.; 2) die dem Großherzoglichen Kammerherrn Wilhelm Löw von und zu Steinfurth und der Freifrau Adelheid Löw von und zu Steinfurth, als Vormünderin ihrer Toch⸗ ter Louiſe, in der Gemarkung Ober- und Unterflorſtadt zustehenden, durch Allodi⸗ fication von Erbleihgütern entſtandenen Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlage von 159 fl. 30% kr., mit einem Ablö⸗ ſungskapitale von 2871 fl. 13 ½ kr.; 3) die dem Georg Kalbhenn in Niederros⸗ bach in der Gemarkung Ober⸗ und Nie⸗ derrosbach zuſtehenden, durch Allodifica- tion der Erbleihmühle der Johannes Kitz Wittwe(Harbmühle) im Geldanſchlage von 80 fl. 30 kr., ſowie für Verwandlung der Schaafweideberechtigung von 71 fl. 2 kr. entſtandenen Grundrenten im Ganzen mit einem Ablöſungskapitale von 2727 fl. 36 kr. abgelöſt werden. Es werden daher Alle, bei Ablöſung dieſer Grundrenten bekannte und unbekannte Bethei⸗ ligte hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechts- anſprüche an ſolche binnen zwei Monaten da⸗ hier umſogewiſſer anzuzeigen, als ſonſt die Aus⸗ zahlung der bezeichneten Ablöſungskapitalien an die genannten Grundrentenberechtigten geſtattet werden wird. Friedberg den 7. Juni 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg . v. Preuſchen, Landgerichtsaſſeſſor. Güter ⸗ Verpachtung. 19721 Donnerſtag den 19. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden nachfolgende, dem Hospital zum heiligen Geiſt dahier gehörende, in den Gemarkungen Wölfersheim und Melbach lie⸗ gende Güterſtücke vom 22. Febr. 1856 an auf weitere zwölf Jahre meiſtbietend verpachtet, mit dem Anfügen, daß jedes Gut für ſich der Verpachtung ausgeſetzt wird, als: A. Gemarkung Wölfersheim: 1) 130 Morgen, 3 Viertel, 33 Klafter Ackerland, 2) 9 Morgen, 3 Viertel, 85 Klafter Wieſen; B. Gemarkung Melbach: 3) 41 Morgen, 2 Viertel, 1 Klafter Acker⸗ land und 4) 2 Morgen, 2 Viertel, 19 Klftr. Wieſen, Großherzoglichen Maaßes. Friedberg den 4. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. 1974] Freitag den 13. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds da⸗ hier 60 Malter Korn und 20» Gerſte zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. Juli 1855. Braunkohlen⸗Verkauf. 1963 Für die Braunkohlen, welche vom 1. Juli bis 3“. December d. J. von dem Groß⸗ herzoglichen Braunkohlenbergwerk bei Dorheim gegen vorſchriſtsmäßige Bürgschaft, und unter den bekannten ſonſtigen Bedingungen bezogen werden, wird Credit zur Zahlung bis Ende März 1856 geſtattet. 5 Die Preiſe der Kohlen ſind vom 1. Juli ab bis auf Weiteres für die von Reihen und Haufen 12 kr. und für die aus Schoppen 13 kr. per Ctr., wobet 14 Stück Klötze gleich einem Centner gerechnet werden Die ſogenannten Holzkohlen koſten 14 kr. der gemeſſene Centner. Die Geſchirre, welche auf dem Dorheimer Bergwerk Kohlen laden, find bei der Kurfürftl. Heſſ. Cbauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Großherzoglichen Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit. a Dorheimer Bergwerk den 29. Juni 1855. Großherzogliches Bergamt Dorheim age Braunkohlen⸗ Verkauf.* 1964] Auf den beiden Fürſtlichen Braunkohlen-Gruben zu Weckesheim und Wölfersheim iſt von der dießjährigen Förderung und Aufbereitung der Braunkohlen⸗Verkauf wieder eröffnet und der Preis der Klötze bei Beginn der neuen Creditperiode, vom 1. Juli 6. ab, bis auf weitere Be⸗ ſtimmung auf der Grube Weckesheim aus dem Schoppen zu 11 kr., aus dem Schoppen zu 12 kr. meſſenen Centner abgegeben. von Reihen und Haufen zu 10 kr. und auf der Grube Wölfersheim von Reihen und Haufen zu 11 kr. und für den Centner, den Centner zu 14 Stück gerechnet, feſtgeſetzt worden. Die ſogenannten Holzkohlen werden auf den beiden Gruben zu 14 kr. für den ge⸗ Nur gegen Einlegung vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine“) wird für die vom 1. Juli bis zum 31. December l. J. bezogenen Kohlen⸗ Quantitäten Zahlungsfriſt bis Ende März 1856 geſtattet und ſeiner Zeit die Erhebung der Kohlengelder bekannt gemacht werden. Grube Weckesheim am 28. Juni 1855. Fürſtliche Hage ate des Reviers Hungen 7 t oer ch. *) Sind zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung zu Friedberg. Güter Verpachtung. ſtadt, Dorheim, Schwalheim und Rödgen lie⸗ genden, dem Auguſtiner Schul⸗Fond dahier ge⸗ hörenden Güter, welche Petritag 18506 leihfällig werden, ſollen an dem unten näher bezeichneten Tage und zu den beſtimmten Stunden auf einen weiteren Zeitraum von 12 Jahren in hieſigem Rathhaus meiſtbietend verpachtet wer⸗ den, mit dem Anfügen, daß das in der Ge⸗ markung Niederwöllſtadt liegende Gut parzellen⸗ weiſe der Verpachtung ausgeſetzt wird, als: Dienſtag den 17. Juli, Morgens 9 Uhr, die Güterſtücke in den Gemarkungen Dorheim, Schwalheim und Rödgen und an demſelben Tage, Nachmittags 2 Uhr, die Güterſtücke in der Gemarkung Niederwöllſtadt. Friedberg den 3. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. [995] Die Verzeichniſſe der im erſten Semeſter l. J. zur Heerde getriebenen Kühe und Schweine liegen von heute an acht Tage lang in dem Geſchäftszimmer der unterzeichneten Stelle zu Jedermanns Einſicht offen. Friedberg den 10. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. 1996] Mittwoch den 11. Juli, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5—10 Schaafpferche, welche den 16. Juli ihren An⸗ fang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 7. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. 0 Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. [973] Die in den Gemarkungen Niederwöll⸗ Obligations ⸗Verlooſung. 19971 Bei der in der heutigen Gemeinderaths⸗ verſammlung vorgenommenen Verlooſung wegen Rückzahlung von Partialobligationen, wurden die Nr. 109 und 118, jede zu 100 fl., durch das Loos zur Rückzahlung beſtimmt. Indem man dieſes hiermit zur Kenntniß der Intereſſenten bringt, wird zugleich weiter be⸗ merkt, daß dieſe Beträge bis zum 1. Septem⸗ ber d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Em⸗ pfang genommen werden müſſen, indem von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Zugleich werden alle Inhaber von Partial⸗ obligationen der hieſigen Gemeinde aufgefordert, gegen Rückgabe der Talons, ſoweit ſolches noch nicht geſchehen iſt, die neuen Zinscoupons innerhalb vier Wochen bei der hiefigen Ge⸗ meindekaſſe in Empfang nehmen zu laſſen. Altenſtadt den 2. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kreuder. Bekanntmachung, betreffend: Holzverſteigerung im Großherzog. lichen Domanialwald Frauenwald, der Oberförſterei Oberrosbach. 1998] Mittwoch den 18. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, kommen in dem oben ge⸗ nannten, bei Niedermörlen gelegenen Wald⸗ diſtrikte zur öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden, ungefähr 20 Stecken Scheit⸗, 62 Stecken Prügel⸗, 7875 Wellen Reiſerholz und 350 Stangen zu Baumſtützen; ſämmtlich geſchält Eichen. Oberrosbach den 7. Juli 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. [982] Nac Sohn 10 ſchafteles 12. d. M. Morgens nomie⸗Hof Inventar Zahlung ve worunter Nind, 2 30 gleichen, worunter pflüge fi Vferdegeſc und Feld. eine beder kaufe aus Der mit den J Einficht neh. Hammel Juſtande, zu verkauf Ferner wagen w e an Pla Lad — 1008)füre gust d. J. h. Friedb 1 Lm 1065 Unt von Glace Arbeits ⸗Verſteigerung. [999] Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 9 Ubr, werden nachverzeichnete, bei Anlegung eines Canals, ſowie mehreren Mulden und Re⸗ paraturen am Gemeindehauſe erforderlichen Ar⸗ beiten, als: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 228 fl. 52 kr. „ 42„ Weißbinderarbeit,„ 1 7 Schreinerarbeit,„ en Glaſerarbeit, 0 17 5„ 24„ Dachdeckerarbeit*„ 15„— Pflaflererarbeit„ 38„. öffentlich an die Wenigſtfordernden auf dem Gemeindehauſe dahier in Accord gegeben. Rodbeim den 6. Juli 1855. 5 Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Ja cb bei. Bekanntmachung. 710011 Freitag den 13. Juli l. J., Mittags um 1 Uhr, ſoll das Chauſſiren des Wegs von Gambach nach Pohlgöns, circa 210 Klafter haltend, veranſchlagt zu 315 fl., an Ort und Stelle öffentlich in Accord gegeben werden. Der Voranſchlag liegt zu Jedermanns Einſicht auf dem Büreau des Unterzeichneten offen. Gambach den 6. Juli 1855. Großherzogliche ee Gambach e p p. Verſteigerung zu Staden. [982] Nachdem der Herr Rentier Joſ. Guffanti Sohn aus Cöln ſein ſeitheriges ſelbſt bewirth⸗ ſchaftetes Gut verkauft: ſo ſoll Donnerſtag den 12. d. M. und die folgenden Tage, jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, auf dem Oeco⸗ nomie⸗Hof zu Staden ſämmtliches Oeconomie⸗ Inventar an den Meiſtbietenden gegen baare Zahlung verſteigert werden und zwar: 5 Pferde, worunter 3 Birkenfelder trächtig, 6 Kühe, 1 Rind, 2 Zuchtſchweine, 4 Läufer, jährig, 5 der⸗ gleichen ½jähr., 2 Niederländer Karrn⸗Pflüge, worunter 4 Cölner, 2 Schwab- und Wende⸗ flüge ſind, Eggen, Walzen. verſchiedenes Pferdegeſchirr, Haus., Küchen⸗, Scheuer,, Stall⸗ und Feldgeräthſchaften aller Art. Auch wird eine bedeutende Quantität Bauholz dem Ver⸗ kaufe ausgeſetzt. Der Anfang der Verſteigerung beginnt mit den Pferden. Kaufluſtige können jeden Tag Einficht nehmen. Auskunft ertheilt Herr Oeconom Hammel jun. zu Staden. Zuber k a u fnen. [967] Eine gebrauchte Wiener Caleſche mit Vorderverdeck und Glaschalouſie, in ſehr gutem Zuſtande, iſt für den Preis von 100 Gulden zu verkaufen. Ferner ein ein⸗ und zweiſpänniger Victoria⸗ wagen mit Glasverdeck und lackirtem Leder, ſolid gebaut, ganz neu, ſtehen wegen Mangel an Platz billig zu verkaufen bei Bad Homburg den 1. Juli 1855. Adolph Greiß, Hofſattler. Ein Logis [9681 für eine kleine Familie, welches Anfangs Au⸗ guſt d. J. bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg den 1. Juli 1855. C. Wahl, Apotheker. Empfehlung. 1965] Unterzeichnete empfiehlt ſich im Waſchen von Glacehandſchuhen. Frau Kammmacher Ulrich, wohnhaft bei Herrn Schuhmacher Waas in der Metzgergaſſe. Ein braves Lauf mädchen 1986 wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Bl. 237 10021 Bei Franz Benjamin Auffarth in Frankfurt a. iſt ſoeben er⸗ ſchienen und in C. Binder nagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben: Der neue große Sprudel zu Bad Nauheim, genannt Friedrich Wilhelm, ſein Erſcheinen, Verhalten und ſeine Bedeutung, nebſt einer Tafel Analyſen der Nauheimer Thermen für Aerzte von Dr. J. E. Dreſcher. 8 Nachtrag zu der Schrift deſſelben Verfaſſers: Der groſte Soolſprudel zu Bad Nauheim im Frühling 1855. Preis 12 kr. Der zauberiſche Anblick, den die Schaumfontaine des Friedrich⸗Wilbelm⸗Sprudels gewährt und Tauſende in ſtaunender Bewunderung feſſelt, hat die Begierde nach einer gründlichen Er⸗ klärung nur noch mehr geſteigert. Dieſe ausführliche Schrift erzählt den Hergang ſeines Er⸗ ſcheinens und gibt eine auf geologiſchen und phyſikaliſchen Gründen beruhende Erklärung des Phänomens. 1 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ſoeben erſchienen und zu haben: Bad Nau hei und ſeine Umgebung. Ein Führer für Fremde. Mit einer Karte der Umgegend von Nauheim und einem Plane der Stadt nebſt Andeutung der projectirten neuen Anlagen. Preis 18 kr. Literariſche Anzeige! 10031 In C. Seriba's Buchhandlung in Friedberg iſt ſoeben erſchienen und zu haben: Kurze Geſchichte und Beſchreibung der Stadt Friedberg und ihrer Umgebung. Zuſammengeſtellt und herausgegeben auf Veran⸗ 1 Friedberger Localſection, des Großherzoglichen Gewerbveins. rei r. Zum Ausleihen. [969] 8000 fl. können durch meine Vermittlung 1007 m Zu verkaufen. 12 Stück neue vierflügelige Fenſter⸗ gegen doppelten Güterverſatz ausgeliehen werden und werden auch im Einzelnen Kapitalien ab⸗ gegeben. Friedberg im Juli 1855. Joſeph Strauß, in der Metzgergaſſe. 1966] Unterzeichneter empfiehlt ſich ergebenſt in allen Arten Feuerwerk, ſo wie bengaliſchen Feuern in allen Farben. Große und kleine Beſtellungen werden auf's Beſte beſorgt. Chriſtian Ed. Friedel, Feuerwerker, Kl. Mainzergaſſe Nr. 1 in Frankfurt a. M. Eine Fahrkuh, 1004] wobei man unter drei gut gelernten die Wahl hat, ſteht zu verkaufen bei Krauch, Bürgermeiſter zu Rödgen. Gefunden. [1005] Eine goldene Broche iſt am vergangenen Sonnfag im Nauheimer Kurgarten gefunden worden. Der Eigenthümer kann dieſelbe durch die Epedition dieſes Blattes zurück erhalten. Kb ein; und Flut ter ro h L10061 iſt auf dem hiefigen Gräflichen Hofgut käuflich zu haben. Utphe den 5. Juli 1855. Hex ie. Sproſſenrahmen, von 40 und 70 Zoll Größe, ſtehen zu verkaufen bei Butzbach im Juli 1855. Andreas Marguth. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets vorräthig: Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampſſchiſſe, 1 u. ſ. w. u. ſ. w. Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr.— In eleg. Etuis 6 kr. Placatformat zum Aufkleben. Preis 2 kr. f 238 4 S 5 0 Elin großes Zelt 00 4 621 N.[1009] mit Tanzboden iſt billig zu verkaufen bei 550 Loui 15 5 40 z a m ae 16561 in Leidhecken. genlläh eg, Jeden Tag Frankfurter Cours vom 7. Juli 1855. 1 e Piſtolen 5 fl. 933-34 10 100 bghoge Bone„ 1.00 k. olländiſche 10 fl. Stücke„9 42-43 Rand⸗Ducaten„% 531-32 5 5 ie e 8„91920 5 ngliſche Souverains.„1141-L483. ga 1 5 8 1„ 145%— . 5 Frankenthale„—— im Garten des Hurhuuses, Peiziſce Caſenſcheine.„ 1459,46 Morgens von 6½ bis 3 Uhr, Nachmittags von 2% bis 4 Uhr, a 5 und Abends von 3% bis 7 Uhr, ausgeführt von dem Rur- Or- Polizei ⸗ Taxe chester unter Direction des Herrn für die Städte Friedberg und Butzbach ö vom 11. bis Juli. 1 Eaumund Neumann.. inner 5 2 f Fried⸗ Buß- e Jeden Donnersiag Bal Pd e, Anfang 8 Tuͤr. 8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. a kr. pf. kr. pf. machen. 1. Roggenbrod ½ Korn⸗ Fri H au t⸗A entur und /½ Gerſtenmehl l 2 5 9 2 7 7 7 81 11811 g 4 7. 7 7 16 2162 3 von 570 1. 11795 N 1 e 2 0 Korn- u./ Waizenme Betreffenk l C. F. Schwarz n Echzells 1 7 7. 7. 10 2 19 2 Unte — 8——— 7. 7. 5. 4 5 Loth Lotb ich Sie h. zur Befoͤrderung von Auswanderern nach Amerika= mucgerod 113 13 ume in Verbindung mit i 25 te aft 10 1* 14 indem ei — 22 771 7 0 4 J. H. P. Schröder 8 Comp., Fleiſch⸗Preiſe. f. pf 30 Schiffsbefrachter und Kaufleute in Bremen, 1 Sab 10 15„1 und gege Nach New⸗York, Baltimore und Philadelphia„[Kühfleiſch, gemäſtetes 11211 2 welches von März bis Dezember, jeden Monat am 1. und 15.; 0 1 Kae 10 7 2 2 wie vorge nach New⸗Orleans und Galveſton„ Schweinenfleiſch 4121 De im Frühjahr vom 15. März bis 15. April, im Herbſt vom 15. Auguſt bis„Hammelfleiſch 10 2110 2 und in d 15. November zu den jederzeit billigſten Ueberfahrtspreiſen„ Schaaflleiſch b 7 Waldunt auf großen, eigens für die Paſſagierfahrt bequem eingerichteten„ ee Schweinen 20 5 10— Eb Bremer Dreimaſtern. e enen 1 für das 49891 Spezial⸗Agenten werden von vorſtehender Haupt⸗Agentur unter vor-„ Gexäucherter Speck 30— 30— Fr theilhaften Bedingungen angenommen.„Schinken 20— 20— 5 1 Sew 21 24% 2 2„ Schweinenſchmalz, ausgel.“ 26— 26— Local⸗ Veränderung.„ e een, 0 i„ Nierenfett 2 2 ö loos! Das Tuch⸗Lager von D. Strauß zu Frankfurt a. M. be⸗ Nauun oel 1 Detreff findet ſich jetzt nicht mehr Nr. 8, ſondern Nr. 19 Döngesgaſſe(Ecke der Die Großherzoglichen Bürgermeiſer. Steingaſſe). Ben de r. Seippel. von Ihn 5 2 8 umarbeit⸗ Frucht und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Tabelen Waizen Korn Ge r ſt e Ha fler Kartoffeln Mittel- Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mlttel⸗ ſowi Ort und Datum Auf⸗ Ver⸗ preis Auf⸗ Ver- preis Auf⸗ Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf⸗ Ver- preis 1 1 ge⸗ kauft hee kauft ge⸗ kauft ge kauft ge⸗ kauft g aßig ö fahren fahren 8 fahren 8 fahren 8 ahren 88. B. Mltr. Mltr. Pfd. fl. kr.] MlirMltr Fd fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. fd. fl. kr Fr Friedberg, 6. Juli 639 525 200163772 138(18012 50174 158 160 80154 130 120 56— 200. Bußbach, 6.„41% 414¼ 2001628160 144¼ 18012 42108 0 160 849 58 540 5 26 1 641 200 5— Vilbel, 6.„108 193 20016035] 2 2 1 85 1230 57 57 160 7040] 2 23120% n Altenſtadt, 6.„416 366 20010 51 34 31 ½ 180013— 22 22 160 8— 67 67 eee 200—— Nidda, 6.„ 7 200 15566— 11 1801255— 24 160 8057— 1 12%%%—— 200 do. Hungen, 6.„ 93 60 2001550] 10 10 180/1257— ee 2 1620 2„ Ea Echzell, 6.„93 89% 2001536 38 28 180 13,10 53% 28 ¼ 160 802 4— 1200 +◻+—— 200 with Grünberg, 30. Juni] 241 24t 20015380123 123 1801245 78 78 160 9.48 23 23 50 4449]—— 200.—— werden. Mainz, 6. Juli—— 200730—— 8012/5]—— 160 8.10—— 1201- Fr Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 5 Mltr., verk. 5, 18 fl. 36 kr.; Roggenmehl aufg. 6, verk. 6, 11 fl. 50 kr.; Erbſen aufg. 2, verk. 2, 12 fl.— Altenſtadt: Vorſchußmehl 19 fl. 30 kr.— Hungen: Vorſchußmehl 18 fl. 30 kr.— Echzell: Erbſen 13 fl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg.