Friedberger Intelligenzblatt. kr. per 1 Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge bühren für die ge. ſpaltene Petit zeile oder deren Raum erbetene Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ae fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. Nu S8. Freitag, den 9. November. 1855. Volks⸗ und Ingendſchriften von Karl Strack. Wenn die Verbreitung von guten populären Er— zählungen aus der Geſchichte, an denen wir noch keinen Ueberfluß haben, unter dem Volke gewiß ſehr wunſchens— werth erſcheint, ſo dürften die kürzlich in C. Binder— nagel's Buchhandlung in Friedberg erſchienenen beiden trefflichen Schriftchen von Herrn Pfarrer Strack zu Ober— rosbach, welcher ſchon mehrfach ſein Talent zur populären Geſchichtsdarſtellung bekundet und hier aufs Neue bewährt hat, beſonders geeignet ſein, das allgemeine Intereſſe gerade jetzt in Anſpruch zu nehmen. Das eine dieſer Schriftchen, betitelt: „Philipp der Großmüthige,“ führt uns in die Reformationszeit und ſchildert das Leben des heſſiſchen Landgrafen, der in Harren und Krieg, in Sturz und Sieg den wunderbarſten Wechſel des Schick— ſals erfahren, der im Rathe der Fürſten wie auf dem Schlachtfelde ſo viel für die Entwicklung der Zeitereigniſſe gethan, der im Sonnenglanz des Glückes wie in der Grabesnacht des Gefängniſſes geprüft worden war, in einfacher, kunſtloſer, unpartheiiſcher, wahrheitsgetreuer Weiſe. Wir wünſchen der Schrift allgemeine Verbreitung, da der Uugelehrte aus ihr viel lernen kann und auch der Geſchichtskundige an dem lebensfriſchen Bilde ſich erfreuen wird. Das Büchlein iſt mit einem Titelbild verziert, das den jungen Landgrafen darſtellt, der auf dem Wormſer Reichstage bei Luther einen Beſuch abſtattet. Das zweite Büchlein trägt die Aufſchrift: „Peter der Große.“ Es ſchildert den ruſſiſchen Czaren in ſeiner Größe und ſeiner Wildheit, mit allen ſeinen Vorzügen und Tu— genden, aber auch mit den ſtürmiſchen Leidenſchaften, die dieſer Reformator eines barbariſchen Volkes an den Tag legte. Das Titelbild ſtellt die Scene dar, wie Peter einen hochmüthig gewordenen Bartkratzer auf ſeine Art züchtigt. Bei der Stellung, die Rußland ſeit Peter, dem eigent— lichen Gründer dieſer furchtbar gewordenen Großmacht einnimmt, iſt gewiß ein Blick in das Leben des raſtlos thätigen Czaren, des Gründers von Rußlands Größe, unterhaltend und lehrreich und gerade jetzt bei den grauen— vollen Ereigniſſen in der Krimm von erhöhtem Intereſſe. Herr Strack wünſcht, daß ſeine Büchlein dazu bei— tragen mögen, die Liebe zur Geſchichte zu wecken und zu nähren. Wir ſind mit ihm einverſtanden, daß das Leſen der bloß unterhaltenden Schriftchen, wie ſolche zu Tauſen— den verbreitet werden, für den Geiſt das iſt, was der be— ſtändige Genuß von Zuckerwerk für den Leib werden muß. Jedermann lieſet gerne eine Zeitung; aber man verſteht die Zeitungen nicht, wenn man mit der Geſchichte unbekannt iſt. Wer z. B. über die neueſten Ereigniſſe bei Sebaſto— pol ein wirklich verſtaͤndiges Urtheil fallen will, der muß die Geſchichte von England, Rußland, Frankreich, der Türkei kennen, der muß auch einen Blick thun hinter die Couliſſen, unter denen die Stellung Oeſterreichs verdeckt iſt. Dazu aber führt lediglich eine ſichere Kenntniß der Geſchichte. Wir bitten darum den Herrn Strack, der ganz der Mann zu ſolchen Arbeiten iſt, daß er fort— fahre unſrem Volke großartige Bilder aus der Weltge— ſchichte vor die Augen zu ſtellen. Die beiden Büchlein, welche wir wohl als willkom— mene Feſtgabe empfehlen dürfen, ſind freundlich ausge— ſtattet und ein jedes ziert eine gelungene Abbildung. Der Preis des Bändchens iſt 24 kr. G. A. Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat October. Get aut es 11. Eduard Friedrich Schmid, evangel, Pfarramtscandidat u. Reallehrer dahier, des B. und Metzgermeiſters Johann Friedrich Schmid zu Worms, ehel. led. S., u. Eleonore, Louiſe, Suſanne, Wilhel⸗ mine Werner, des hſ. B. u. Apothekers Philipp Werner ehl. led. T. 28. Johann Albert Julius Supp, B. zu Darmſtadt, Buchbinder u. Schreibmaterialienbändler, des Großh. Controleurs an der Mainzer Brücke Nicolaus Supp, ehl. verw. S., u. Katharina Bertha Vitriarius des hſ. B., Kunſt⸗ u. Schönfärbers Johann Philipp Vitriarius ehl. led. T. Gern fte 7. Dem hſ. B. u. Zinngießer Joſeph Boretti ein S., geb. 2. September. 14. Dem hſ. B. u. Schneidermeiſter Georg Konrad Daniel Ebert ein S., Friedrich, geb. 27. Sept. 14. Dem B. zu Großkarben u. Actuariatsgehülfen an hſ. Land⸗ gerichte Georg Philipp Weitzel ein S., geb. 23. Sept. 16. Dem B. zu Hanau u. Portier im Kurſaale zu Nauheim Jean Georg Kammandel ein S., geb. 23. Sept. 21. Dem hſ. B. u. Oeconomen Georg Mühling eine T., geb. 29. September. 22. Dem Großh. Landgerichtsaſſeſſor Friedrich Karl Wilhelm Ludwig v. Preuſchen eine T., geb. 22. Sept. Nachtrag zum September. 23. Dem hf. B. u. Kupferſchmied Martin Mondigler eine T., geb. 19. Sept. Bee e wide tres 8. Antoinette Eliſabetha Groß, geb. Huprecht, Wittwe des verſt. hſ. B. u. Färbermeiſter Johann Martin Groß, alt 79 J. 3 M. 5 T., 1 5. Oet 19. Friedrich Wilhelm Ludwig Ehriſtlan Kammandel, des B. zu Hanau u. Portiers im Kurſaale zu Nauheim Jeau Georg Kamman⸗ del ehl! S., ait 25 T, 4 18 20. Margaretha Kißler, geb. Scharmann, Ehefrau des Feldwebels im vierten Großh. Infanterieregiment Johannes Kißler, alt 26 J. n 20. Maria Wilhelmine Gorth, des B. zu Heppenheim an der Wieſe u. Inſtitutsvorſtehers Dr. phil. Friedrich Gorth dah. ehel. T., alt 1 M. 4 T., 1. 19. 0 13. Auguſt. Franziska Becker, geb. Zahn, Ehefrau des hieſigen B. u. Führmanns Chriſtian Becker, alt 60. J., 1 11. 17. Sept. Anna Schaffer, geb Sebaſtiani, Ehefrau des penſ. Großh. Majors Georg Schäffer, alt 45 J. 4 16. f 27. Sept. Der hſ. B. u. Schreiner Heinrich Klein, alt 73 J., * 255 Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat October. Getraute: Keine. Getaufte: 21. Octbr. Dem bieſ. Diviſionsſchneider Johannes Elbert eine T., Eliſabethe Franziska, geb. den 13. Oetbr. 29. Dem B. und Häfnermeiſter Heinrich Köppler II. ein S., Heinrich, geb. den 7. Oetbr. 5 Beerdigte: 2. Octbr. Conrad Jacob Burk, des Bürg. und Metzgermeiſters Johannes Burk S., alt 1 J. 8 M. 17 T., t den 1. Oct. 4. Ferdinand Auguſt Senner, des Bürg. und Uhrmachers Carl Senner von Gießen, dermalen dahier, S., alt 1 M. 4 T., 4 den 3. 12. Adam Stein, Bürg. und Schuhmachermeiſter, alt 36 J 1 M., 7 ü den 10. Oct. 14. Ein unehel. Sohn, Carl, alt 4 M. 10 T., 4m den 12. 386 Ueberſicht der Einnahmen und Summe der Ausgaben der Blinden⸗Anſtalt im Monat Oktober. Lich 5 fl.; Poſtz. Darmft. 1 fl.; Pfarr. Peter aus Baſel 2 fl. 42 kr.; Collekte am Jahresfeſt 34 fl. 55 kr.; X 42 kr.; Frl. Willenbacher zu Erbach 30 kr; von dem blinden Zimmer aus Niederweiſel und ſeiner Schweſter 36 kr.; Legat aus dem Nachlaſſe der Rentn. Wittwe Hedwig Emrich zu Darmſtadt 50 fl.; auf dem Miſſionsfeſte zu Polgöns 21 fl. 37½ kr.; Collekte in Offenbach und Nauheim 224 fl. 16 kr.; Pfleggeld 33 fl. 16 kr.; Rückvergütung 6 fl. 50 kr.; für Looſe 25 fl.; Reinertrag für Schriften 5 fl.; Opferſtock 25 fl. 16 kr. Summe incl. des Kaſſen⸗ beſtandes 517 fl. 47¼ kr. Ausgabe 508 fl. 41 ½ kr. 1. November 9 fl. 6% kr. Außerdem gingen an Naturalien ein: Von Gebr. Schutt aus Dorheim einen Korb Aepfel; durch Pfarrer Hofmann zu Beienheim von etwa 30 Ortsbürgern der Gemeinde Beienheim einen zweiſpännigen Wagen Kartoffeln, Kraut, Kohlraben und Bohnen; Joh. Walz 8 Kraut- häupter; Pfarrer Strack zu Oberrosbach 1 Korb Krauthäupter; Fräul. Willenbächer aus Erbach 1 Paar Kinderſtrümpſchen; Fr. And. Hanſtein 100 Winterſalatpflanzen. s Gott vergelte es all den edlen Gebern! Wie eine jede Gabe in dieſer theuren Zeit einen doppelten Werth hat, ſo verdient auch jede einen doppelten Dank.— Da der liebe Gott eine ſo überreiche Ernte beſcheert hat, ſo hoffen wir auch, daß Er die Herzen geneigt mache, der Blinden und aller Armen zu gedenken. Möge das Schriftwort Kaſſenreſt am Kaſſenbetand 26 fl 6½ kr. Rentamimann Hauſer hier 1 fl; Jedem, der reichlich geerntet hat, klar werden:„Brich dem Hungri⸗ d. d. ev. Verein zu Fraukfurt a M. 36 kr.; für einen goldnen Ring gen dein Brod!“ 1 fl. 45 kr.; Hauptm. v. Runkel 2 fl.; Ung. wegen Vergleich 20 fl.; d. Kammerdiener Achenbach zu Darmſtadt 9 fl. 40 kr.; Frl. Braun zu Frledberg, am 1. November 1855. Die Direction: P. Schäfer. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 11612] Die Gebrüder Schwarz zu Echzell be⸗ ſitzen nach den Grundbücheen folgende Immo— bilien: Gemarkung Melbach:(Heienheim) Flur IV, IV, IV, IV, IV, V, V, Nr. 47, 76, 105, 329, 321, 141, 214, ,,, e, e, e 212, 410, 419, 444, 479, 483, 697, N,, nne Gemarkung Wölfersheim:(Heienheim) III, II, II, In, in, 189, 190 u. 191, 195, 196, 230% und da dieſelben in einem Theilungsvertrag bierüber verfügt haben, ohne das Eigenthum urkundlich nachweiſen zu können, ſo werden alle Diejenigen, welche Anſprüche an jene Immo⸗ bilien bilden können, aufgefordert, ſolche binnen vier Wochen a dato geltend zu machen, widrigenfalls die Gebrüder Schwarz als rechtmäßige Eigenthü⸗ mer angeſehen und die zum Eintrag in das Mutationsverzeichniß erforderlichen Urkunden aus⸗ gefertigt werden. Hungen ünd Friedberg den 6. Oktober 1855. Großherzogliche Landgerichte Hungen und Friedberg Hensler, Hofmann, Landrichter. Landrichter. Schaafpferche⸗Verſteigeruug. [1651] Montag den 12. November, Morgens 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe mehrere Schaafpferche, welche den 13. November l. J. ihren Anſang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 6. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Mobilien ⸗Verſteigerung. [1652] Montag den 12. d. M, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſollen in der Behauſung des Bernhard Philippi II. dahier die von deſſen verſtorbener Frau hinterlaſſenen Mobilien, be— ſtebend in 1 Tiſch, 1 Kleiderſchrank, 1 Bett⸗ ſtelle, Stühlen, vollſtändigem Bettzeug, Kleidern und Weißzeug aller Art, ſowie ſonſtige Haus⸗ geräthſchaften öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Fauerbach II. den 7. November 1855. In Auftrag: Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großberzogliches Ortsgericht Fauerbach II.: Holler, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. 11653] Montag den 26. November, Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem hiefigen Rathhauſe die erſte Abtheilung der 18551 Domanialfrüchte, beſtehend in 80 Malter Korn, 50„ Gerfſte, 40„ Hafer, neu Naſſauiſchen Maaſes, meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, wozu man Steigliebhaber einladet. Reichelsheim den 6. November 1855. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſch een. Faſelochs⸗Verſteigerung. C1654] Ein fünfjähriger Gemeinde Faſelochs wird im Termin am 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, dahter öffentlich meiſtbietend verſteigert. Traishorloff am 5. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Traishorloff Mom berger. Eicheln verkauf. 11655] Die Gemeinde Södel kann 15 bis 20 Malter Eicheln à 3 fl. käuflich abgeben. Hierauf Reflectirende wollen ſich an den Un— terzeichneten wenden. Södel am 6. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Södel Rei tz. Vorzügliches Weißkraut [16471 bei Cher. Hanſtein. Kapitalverleihung. [1600] 500 fl., 1100 fl., 2000 fl. ſind gegen gute Aufſätze und 4000 fl. an Gemeinden in Auftrag zu verleihen bei Friedberg. Jakob Finkernagel. Ein Logis [1635] hat zu vermiethen Ki l. Ludwig. Neuer Lapper dan 116381 bei Wilhelm Fertſch · 1643] Zur Betreibung eines Geſchäfts, welches wenig Zeit in Anſpruch nimmt, und bei gün⸗ ſtigem Erfolge eine ſtarke Dividende abwirft, werden Verbindungen ſowohl in größeren als auch kleineren Plätzen anzuknüpfen geſucht. Nur Anerbietungen von als ſolid bekannten Leuten werden berückſichtigt. Näheres ertheilt auf porto⸗ freie Anfragen die Farbwaarenhandlung von David Haas in Frankfurt a. M. 116561 In der Wetterau wird ein Gut von 600 bis 1000 Morgen in möglichſt ebener Lage zu kaufen geſucht. Näheres in der Expedition dieſ. Blattes. Soolbad Nauheim. 116571 Ich zeige hierdurch ergebenſt an, daß während der Wintermonate jeden Sonntag von Nachmittags 3 Uhr an mein Saal geheizt iſt, und daß daſelbſt außer meinen bekannten Ungar- und Rhein-Weinen, ein gutes Bier und ein vorzuͤglicher Obſtwein verzapft wird. D. Fritz, zur Krone. 1165s] Popelines und andere franzöſiſche Kleiderſtoffe von fl. S. bis fl. 20 pr. Kleid bei R. C. Haußer, Nömerberg 30, Frankfurt a. M. 11632 Ne errichtet, gearbeit zu ſehr b 11386 D und contr. Liverpo ſchnellſte % foſtigung, Fm Leut. und dun T Verdient 0 finden u über 140 werker al Schreiner, Fri Fertſch. au wird is 1000 t ebener icht. pedition 387 In E. Bindernagel's Buchhandlung iſt wieder vorräthig: Weber's Volkskalender fuͤr das Jahr 1856. Zweite Auflage. Preis: Geheftet A8 kr. Die Spinnſtube für 1856. Herausgegeben von W. O. von Horn. Preis 45 kr. Zu 11 kr. pr. Elle. 116591 Napolitaine zu Kleidern, ſchöne Muſter und gute Qualität, bei S. G. Katzenſtein. Spiel⸗Karten. 11632] Neben meinem ſeitherigen Geſchäft habe ich auf hieſigem Platze eine Spielkarten Fabrik errichtet, wodurch ich im Stande bin, dauerhafte und aufs Sorgfältigſte gearbeitete Spielkarten in allen möglichen Sorten, mit oder ohne Stempel, zu ſehr billigen Preiſen abzug een. Friedberg · 2 8 Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Für alien. 113861 Die engliſchen Regierungs-Poſtbote, welche die Briefe an Bord nehmen und contractlich am 65ſten Tage in Melbourne eintreffen müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 8. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. 10 Ueberfahrtspreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Ver⸗ koſtigung, 220 fl.; fuͤr Kinder die Hälfte. a* Für andere Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verkoͤſtigung: für Erwachſene fl. 184, „Kinder„ 93. 5 Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtspreis bezahlen wollen oder konnen, und den Theil, den ſie hier nicht bezahlen, erſt in Auſtralien aus ihrem dortigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugsweiſe finden Aufnahme verheirathete Leute ohne Kinder oder mit Söhnen, die ſchon über 14 Jahre alt ſind, ledige Männer aus dem Bauernſtande, wie auch Hand— werker aller Art, namentlich aber Schmiede, Schloſſer, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Tüncher zc. g Friedberg im September 1855. Heinrich Hahn, Agent der Union. Abendunterhaltung des Liederkranzes zu Kriedberg. [16601] Die erſte Abendunterhaltung des Liederkranzes wird Sonntag den 18. November im Trapp'ſchen Saale da— hier abgehalten. 11661] Es wird für einen fre⸗ N Gaſthof eine perfeete öchin geſucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. 8* 2* 1 Pfaͤlzer Traubenſetzlinge 11662] mit Wurzel, edle Sorten, billig abzu⸗ geben. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Dienſt⸗Perſonale 11663] jeder Gattung ſind ſtets zu haben durch das Büreau von J. D. Hölken Wtw., Markt⸗Römerberg Nr. 46 in Frankfurt a. M. Vorzuͤgliches Obergähr⸗Bier 1664] 4125 5 fl. 6840 kr., in usland pr hm l.. 3 im Einzelnen aus dem Haus. es kr. ori Philipp Windecker in Friedberg. Zwei vollſtändig möbelirte Zimmer [1665] ſind zu vermiethen und ſogleich zu be⸗ ziehen bei Friedrich Müller in der Uſergaſſe. Kaufſchillingsgelder. 11666] Ich babe mehrere größere Kapitalien zur Uebernahme von Güterkaufſchillingsgeldern an Händen. Mareus Strauß, in Vilbel. Bernhard Goldberg 11667] von hier iſt ſeit dem 1. Oktober l. J. aus meinen Dienſten getreten. Marcus Strauß in Vilbel. Jzenſaften mit einem Theile Ja des reinſten Zuckerkryſtalls zur / Conſiſtenz gebrachten Doctor Koch'ſchen (K. P. Kreis ⸗Phyſikus zu 11162] Heiligenbeil) KRAUTER BONBONS haben ſich durch ihre Güte auch in hieſiger Gegend rühmlichſt bewährt und ſind in Ori⸗ ginalſchachteln à 18 u. 36 kr. ſtets ächt vor⸗ — räthig bei P. F. Schmittner in Friedberg, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. — — 388 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Das Geſetz über die Verjährung der perſönlichen Klagen. Preis 3 kr. Formular zu Schuldſcheinen das Buch zu 24 kr. Der Druck und Debit von Frachtbriefen für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband mit dem gültigen Stempel der Direction iſt für Friedberg nur C. Bindernagel's Buchhandlung geſtattet, woſelbſt ſolche ſtets zu 26 kr. per eee Die Allgemeine Renten- u. Lebensverſicherungsanſtalt 3 u Dar m ſt a dt. (bisherige Firma: Allgemeine Rentenanſtalt.) i 1299] übernimmt unter Garantie eines dermalen 632,000 fl. betragenden Vermögens: 10 wie bisher die Verſicherung ſteigender Renten gegen beliebige Käpitaleinlagen. Ende 1854 belief ſich die Zahl der Rentenverſicherten auf 5983 mit 10,023 Einlagen und 619,272 fl. Vermögen. Die im Dezem⸗ ber d. J. zur Auszahlung kommenden Renten betragen laut beſonderer Bekanntmachung auf eine volle Einlage von 100 fl. in den verſchiedenen Jahresgeſellſchaften und Altersklaſſen 3 fl. 40 kr. bis 6 fl. 41 kr. Seit dem 1. Januar d. J. iſt die 8. Jahresgeſellſchaft in der Bildung begriffen. 5 2) Lebensverſicherungen gegen feſte, zu keinerlei Nachzahlung verpflichtende billige Verſicherungsbeiträge. 55 Ortbrentenverſicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. wle vient eedtennelder bis en 25 fl. herab. w interl bi ück⸗ 8 i 5 fl. welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurü nahme dermalen mit 3797 pEt. verzinſt und auf Verlangen ganz ooer e zurückbezahlt werden. Ende 1854 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 533,545 fl. Die vom v. J. unerhoben gebliebenen, darum dem Kapital zinstragend beigeſchriebenen Zinſen beliefen ſich Anfangs d. J. auf 10,068 fl. Wegen näherer Auskunft, ſowie wegen unentgeldlichen Bezugs von Proſpekten und Statuten der Anſtalt beliebe man ſich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.“) 88 Darmſtadt, den 14. Auguſt 1855. Die Direction. 1 In Friedberg an Herrn Kaufmann Heinrich Hahn. In Butzbach an Herrn Kaufmann J. J. Seippel. An die Herren Lehrer! Frankfurter Cours vom 7. Nov. 1855. In unſerem Verlage erſchien ſoeben und iſt rurch alle Buchhandlungen des Großherzog⸗Miſtolen fl. 9 35-36 thums zu beziehen: Friedrichsd'or„ 9 55-56 Holländische 10 fl. Stücke„ 9 24-45 b 2 Rand⸗Ducaten.„ 5 33½-—834½ E enfibel. 20 Frankſücke..„ 9 21-32 Engliſche e et 11 5 Preußiſche Thaler.— Æ+ Von K. L. Kreutzer. Preußische Eaſſenſcheine.„ 1 4445s Preis einzeln 4 kr. Parthiepreis behufs Einführung in Schulen 3 kr. 5*. 32 2 5 2 Das Honorar iſt zum Beſten von Lehrer ⸗Waiſen im Groß⸗ Kirchliche Anzeigen. herzogthum Heſſen beſtimmt. Indem der Herr Verfaſſer bel Herausgabe der Rechenfibel das Honorar zum Beſten armer 23. Sonntag n. Trinitat. den 11. Nov. Lehrer⸗Waiſen des Großherzogthums Heſſen beſtimmte, wollte er ſeinen Beitrag zur Unterſtützung dieſer Verlaſſenen darbringen, zählte aber dabei auch auf die thätige Mitwirkung ſeiner Herren Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Amtsbrüder, welche ſchon des milden Zweckes wegen das Heftchen gütiger Beochtung werth halten 5 8 5 und in ihren Schulen einführen möchten. Dann aber glaubte der Herr Verfaſſer hoffen zu können, Gottesdienſt in der Stadtkirche: daß der ſtändige Gebrauch der Rechenfibel die Schüler nicht wenig in dem ſo wichtigen Rechen⸗ Vormittags: Hr. Candidat Werner. unterrichte fördern werde und ſchon deßhalb empfoblen werden dürfe. Je größere Verbreitung der 5 1 Diaconus Baur Rechenfibel zu Theil wird, deſto bedeulender wird der Betrag ſein, welcher zur Unterſtützung Nachmittags: Hr. Di 5 armer Lehrer⸗Waiſen verwendet werden kann, und ſomit iſt jedem einzelnen Herrn Lehrer Gelegenheit 5 dienſt in der Burgkirche: gegeben, des Herrn Verfaſſers edlen Zweck nach Kräften zu unterſtützen. 57 15 S Se 2 2 5 2 8 2 1 Friedberg. CE. Bindernagel's Buchhandlung. Nacmitags: Hr. Candidat Verk. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Hierzu eine literariſche Beilage. ö Nach e Dordeim die eln gegen *. riet — Nr. 3 Geſeß, die 6 richte n R in Kraft it einer weite! ſcheinen bet 25. Seßlt., d lenzer, Ma curſe enthalt d. J.) des Merkennung gegenwättigen ſchiecnd.— her zog habe Roth zu gef verliehene C. anzunehmen im 3. Inf. N — 5. April Inf. Reg. ur Reg zu ern Haus im 3. eingereiht wei Trotha, we im Gardereſ des St. Ann worden, die Jö, und 20. von Heſſe, höheren Aem weiſe eines kennung der 2. Mai Ohevaurlege Griechenland und zu trag tion des Kr dem Major zu Babenhau am t. In Vaiur ch 90 Dbachetenan por Firn. Zum eulen agebezug J t