— — — Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ 2 A 2 f 1 Ol 8 Einrückungsge⸗ S be Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ale tag. Preis jährl. oder deren Raum ae Amts- und verkündigungsblatt für den Areis Sriedberg. Fe ſammen 7 kr. * 20. Freitag, den 9. März. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und den Polizeicommiſſär zu Wickſtadt. Betreffend: Die Muſterung für 1855. Nach erhaltener Nachricht des Gr. Civilrekrutirungscommiſſärs der Provinz Oberheſſen wird die diesjährige Muſte⸗ rung für den Kreis Friedberg vom 7. bis zum 11. Mai d. J. dahier vorgenommen. Das Geſchäft beginnt jedesmal präeis 8 Uhr und haben Sie ſich deßhalb ſchon um halb 8 Uhr mit den Militärpflichtigen Ihrer Gemeinden und zwar: a 1) Am Montag den 7. Mai d. J. von: Aſſenheim, Beienheim, Bönſtadt, Butzbach, Fauerbach I., Fauerbach II., Florſtadt. Bauernheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, 2) Am Dienſtag den 8. Mai d. J. von: Friedberg, Griedel, Hochweiſel, Kirchgöns, Ziegenberg, Maibach, Melbach. Gambach, Hauſen mit Oes, Ilbenſtadt, Langenhain, 3) Am Mittwoch den 9. Mai d. J. von: Münſter, Niedermörlen, Niederrosbach, Niederweiſel, Niederwöllſtadt, Obermörlen, Oberrosbach. cünzenberg, 4) Am Donnerſtag den 10. Mai d. J. von: Oberwöllſtadt, Oſſenheim, Pohlgöns, Södel, Steinfurt, Weckesheim, Wohnbach, Ockſtadt, Oſtheim, Rockenberg, Staden, Wiſſelsheim, Wölfersheim, Wickſtadt, Oppershofen, einzufinden. Die Loosziehung der Militärpflichtigen geſchieht am Freitag den 11. Mai d. J. und haben Sie ſich mit den Mili— tärpflichtigen zu dieſer pünktlich einzufinden. Die Prufung der Einſteher erfolgt an denjenigen Tagen, wo die Militärpflichtigen ihrer Gemeinden zu erſcheinen haben, und zwar vor Beginn der Muſterung und werden Sie auch dieſe hiernach beſcheiden. Sie werden die Militärpflichtigen ihrer Bürgermeiſtereien alsbald um ſich verſammeln, ſie von dieſen Anordnungen in Kenntniß ſetzen, ſich um deren Verhältniſſe genau erkundigen, und diejenigen, welche an ſiunlich nicht wahrnehmbaren Fehlern und Gebrechen, als Kurzſichtigkeit, Schwerhörigkeit, fallender Sucht ꝛc. ꝛc. leiden, veranlaſſen, den Beſtimmungen im§. 10 Ziffer 6 und im§. 127 der Verordnung vom 30. April 1831 vollſtändig Genüge zu leiſten. Als vorzüg— uche Mittel zum Erweis dieſer obenbenaunten und anderer im Reglement vom 22. April 1834(Regierungsblatt Nr. 42 von 1834) näher bezeichneten nicht erkennbaren Uebel gebe ich auch hier näher an: a) Beſcheinigung der Kreisärzte oder derjenigen Aerzte, welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, wenn Letztere an Uebeln zu leiden angeben, die eine Folge uͤberſtandener Krankheiten oder Verletzungen ſein ſollen; b) Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unterricht der Militärpflichtige genoſſen hat, jedoch wird hier, ſowie bei allen andern Zeugniſſen dieſer Art, erfordert, daß ſie ſich genau darüber ausſprechen, zu welcher Zeit der Militärpflichtige an dem betreffenden Uebel gelitten hat, und ob es Ausſteller bekannt ſeie, daß daſſelbe noch jetzt(zur Zeit der Muſterung) fertdauere; c) Zeugniſſe der Bürgermeiſter und Gemeinderäthe, wobei zu bemerken iſt, daß, wenn dergleichen nur von einzel⸗ nen Mitgliedern und nicht von der, zu einem geſetzluhen Beſchluß des Gemeinderaths nach Vorſchrift der Gemeindeordnung) erforderlichen Anzahl derſelben, ausgeſtellt ſind, dieſelben nur daun volle Gültigkeit haben, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt wurden; d) Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bisherigen oder früheren Dienſt- oder Lehrherrn, Meiſter ꝛc. des Dienſtpflichtigen.— Es wird demſelben aber nur dann Bemeiskraſt beigelegt, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt worden ſind. Da, wo Ihnen die Fehler und Gebrechen ſchon bekannt ſind, oder bei dem Erſcheinen der Militärpflichtigen bekannt werden, haben Sie ſelbſt ohne Anzeige dieſer dahin zu wirken, daß die erforderlichen Zeugniſſe bis zur Muſterung erbracht werden.— Ihre amtliche Thätigkeit wird aber in noch größerem Maße in Anſpruch genommen, wenn ſich die Untauglichkeit auf Geiſtesſchwäche, Taubſtummheit und ähnliche Uebel gründet, die vorausſetzen laſſen, daß den da⸗ ran leidenden Individuen die Kenntniß der beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften ermangele. Kein Militärpflichtiger kann ſich durch einen Bevollmächtigten, welcher Art er auch ſeie, für tauglich erklaren laſſen; er muß in Selbſtperſon erſcheinen, inſofern er ſich nicht dem im Art. 43 des Rekrutirungsgeſetzes ausgeſprochenen Nachtheile des Erſtmarſchirens ausſetzen will. Friedberg den 3. März 1855. Müller. 1 82 Dasſel be an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Capital- und Zinſenforderung der Schulcollecturkaſſe zu Lauterbach an Johannes Schneider zu Gunzenau, insbeſondere Veräuße⸗ rung der verunterpfändeten Immobilien. In rubricirtem Betreff iſt die Vernehmung des nachſtehend aus dem Gedächtniß ſignaliſirten Johannes Schad von Gunzenau, welcher ſich ſeit langer Zeit„in der Wetterau“ aufhalten ſoll, nothwendig. Eine nähere Bezeichnung ſeiner Perſon und ſeines Aufenthaltsortes iſt nicht möglich. In Folge Erſuchens Großherzoglichen Kreisamts Lauterbach weiſe ich Sie daher an, deſſen Aufenthaltsort zu ermitteln und wenn er ausgemittelt iſt, alsbald Bericht zu erſtatten. Signalement: Alter: geboren 1802; Größe: mittlere; Haare: ſchwarz; Stirne: gewöhnlich; Augen: ſchwarz; Kaſe: klein; Mund: gewöhnlich; Bart: ſchwarz; Kinn: rund; Geſicht: vollkommen; Geſichtsfarbe: geſund; Statur: geſetzt; beſondere Zeichen: geht mit beiden Beinen etwas weit auseinander. Friedberg am 4. März 1855. Müller. AR ieee Betreffend: Die Wieſencultur— hier die Abhaltung des Wieſengangs.. Nach Maßgabe des Wieſenculturgeſetzes von dem Jahre 1830 und der Wieſenpolizeiorduung werden Sie alsbald mit dem Wieſenvorſtand den vorſchriftsmäßigen Wieſengang abhalten und das vollſtändig aufzunehmende und zu begrün⸗ dende Prolokoll binnen 3 Wochen anher einſenden. Friedberg am 4. März 1855. Müller. Bürgerhülfe für den Odenwald! Buͤrgerhülfe! ruft man in der höchſten Noth und die höchſte leibliche Noth iſt in einem Theile unſeres Landes eingetreten— im Odenwald. Dort wüthet der Hunger in den Eingeweiden des armen Volks und ſchlägt des Volkes Glieder mit ſeiner ſchrecklichen Seuche, dem Typhus, dem jetzt auch ſchon vier Aerzte, die Doctoren Eiſenmenger, Fuchs, Martin und Bergold unterlegen ſind.— Iſt denn keine Hülfe da auch in der reichen Wetterau für den armen Odenwald?— Als ich im Jahre 1845 für die von Bergſtürzen bedrohten Felsberger aufrief, da verhallte mein Rufen nicht wirkungslos, ſondern in brüderlichem Erbarmen ſteuerte man 205 fl. 25 kr. zuſammen, die Noth der Schwe izerarmen zu lindern. Und als ich im Jahre 1848 für die unglücklichen, auch vom Hungertyphus heimgeſuchten Schleſier ein Wort an's Herz meiner Mitbürger redete, da floſſen die Gaben noch reichlicher und in wenigen Monaten waren mir 1407 fl. 31 kr. übergeben, ein köſtliches Tuch, mit dem die Wetterau die Thränen an den öſtlichſten Grenzen des theuern deutſchen Vaterlandes trocknen half. Heute brennt's im Hauſe!— Heute leiden Brüder im Heſſenlande ſo Schreckliches, wie es damals die Weitentfernten gelitten— iſt denn da keine Hülfe da! In Darmſtadt hat eine bürgerliche Familie 1500 fl. gegeben, iſt denn nicht auch Hülfe bei uns? 42 72 72 2 2 Hunger und Peſt im Lande! Bürgerhülfe für den Odenwald! Wer hat das Herz dazu, den Ruf zu hören und, dafern er kann, doch nicht herzuzueilen mit ſeiner kleineren oder größeren Gabe? ö ö Ich bin gerne bereit, was die Bruderliebe opfert, zu ſammeln, durch die einſchlagenden Behörden und das in Michelſtadt beſtehende Comité zur beſten Verwendung bringen zu laſſen und öffentlich zu beſcheinigen und zu berechnen. Friedberg den 1. März 1855. Dr. Matthias, wohnhaft bei Herrn Trapp III. 4 Die Unterzeichnete bittet die verehrlichen Redactionen der oberheſſiſchen Kreisblätter um Aufnahme vorſtehenden Aufrufs und erklärt ſich ſelbſt zur Annahme von Beiträgen gerne bereit. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. Bürgerhülfe für den Odenwald. Carl Huppuch 1 fl.; Apoth. Werner 1 fl. 12 kr.; Act.⸗Geh. Weitzel Bei der Unterzeichneten gingen ein: Von Frau Baumeiſter Ruths 1 fl.; W. S. 30 kr.; H. B. 22 kr. Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. Markt⸗Bericht von Friedberg. 8 fl. 49 kr.; Hafer aufg. 119½, verk. 117½, 5 fl. 41 kr.; Vorſchuß⸗ mehl aufg. 16, verk. 6, 19 fl. 30 kr.; Erbſen aufg. 6%, verk. 6¼½, 11 fl. 40 kr.; Kartoffeln aufg. 2, verk. 2, 4 fl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. 1 fl. 30 kr. Sam. Lindheimer 3 fl.; A. B. 4 fl.; Rentamtm. A. zu 6. März. 8 90 fl.). Meck 105 tr. Morec 7. 185 r. Oberſtt Mager 1. Waizen aufgefahren 338 Malter, verkauft 253½ 16 fl. 18 kr.; J. R. v. Aſſenheim 12 kr.; vom Hauſe Hanau 6 fl.; Matthias 2 fl.; Korn aufg. 70½, verk. 57½¼ 13 fl. 45 kr.; Gerſte aufg. 55, verk. 53 L. M. u. E. M. 12 kr.; zuſammen 22 fl. 33 kr. Herzlichſten Dank!—„ e e eee Friedberg am 7. März 1854. Dr. Matthias. Arbeits ⸗Verſteigerung. L270] Nächſten Donnerſtag den 22. dieſes Mo⸗ nats, Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Verwaltungsraths des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments die Reinigung des durch den Exercierplatz dahier führenden Seegrabens an den Wenigſtverlangenden verſteigert werden. Friedberg den 9. März 1855 In Auftrag: le e Oberquartiermeiſter. Holzverſteigerung. [271] Montag den 12. März d. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen auf dem Dorheimer Berg⸗ werk 55 Haufen altes Grubenholz öffentlich unter den bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen verſteigert werden. Dorheimer Bergwerk den 7. März 1855. Großherzogliches Bergamt Dorheim J ät g.e x, 4 den 1244] liegen in der Kirchenkaſſe zu Fauerbach 11. um Ausleihen bereit. 9. 15 d Johs. Philippi, Kirchenrechner. 30 Gulden [247] liegen im Ganzen oder auch getrennt in der hieſigen Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. Oſſenheim den 26. Februar 1855. Keller, Kirchenrechner. 5 A E in been Oualllat pol! (un Mitlwog dg 9 l, al Ulrichswald,. 4800 Stück Bi 2400 00 K ſchen⸗ 95 und 20. 1300 Kefan und 30. Die Juſamme auf dem Nader Die vordem die Abfoßr h Niebermot 8 Zu Bi Ene ge dat zu verkaufe dertos bach. 3 274] Vorzüg zu haben bei 1 [275] Ein zwe Achſen und mit Wändgen Cha Friedder 3 u L270] ein me 3u 1277] De e Hauſes, biſſh mer, Holhplo ein Pferde miethen und bezogen werde Ein fehr Fre 1270 mit oder La 1270 namen wie alle Ga zur Saat ſor r gnet, ſtet riedber Empfehlung. 249] Unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorſen Gemüs⸗ und Blumenſämereien. Joh. Heß, Kunſt⸗ und Handelsgärtner. Strohhüte [250] werden gewaſchen und neu fagonirt bei S. G. Simon jun., Putz- und Modehandlung neben den drei Schwerdtern. Zu vermiethen. 253] Ein Logis, beſtehend aus 3 Zimmern, Küche, Keller ꝛc., hat zu vermiethen Hartmann Mogk, neben der Burg. Saamen-Verkauf. [257] Alle Sorten Saamen, friſch angekommen, in beſter Qualität, billigſt bei W. Schmidt, neben dem Landgericht. Heid z oer fe iger s. [2721 Mittwoch den 14. März d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, ſollen im Morſtädter Wald, Diſtrikt Ulrichswald, nachſtehende Holzſortimente öffent- lich meiſtbictend verſteigert werden: 4800 Stück Buchen⸗Stammwellen, I. Qualität, 2400„ Kiefer⸗Wellen, 260 Eichen⸗Nutzſtangen von 3—7 Zoll Dicke und 20—25 Fuß Länge, 1300 Kiefern- Stangen von 2—8 Zoll Dicke und 30— 40 Fuß Länge. Die Zuſammenkunft iſt um beſagte Stunde auf dem Niedermoxrſtadt⸗Lenſtädter Weg. Die vorbemerkten Holzſortimente lagern für die Abfuhr ſehr günſtig. Niedermoxſtadt den 5. März 1855. Heinrich Ulrich III. Zu derkau fe n. [273] Eine große Quantität Spreu und Keil hat zu verkaufen Oekonom Kalbhenn in Nie- derros bach. Zu verkaufen. L274] Vorzüglicher 1854 r Kleeſaamen iſt billig zu haben bei Anton Haas in Ilbenſtadt. Ju verkaufen. 5 [275] Ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen und mit allem Zugehör nebſt einer zwei⸗ ſpännigen Chaiſe ſteht zu verkaufen bei Friedberg. Ka nl Ber g: Zu ver miet ben L276] ein möblirtes Zimmer mit Kabinet. Heinrich Gerth. Zubderxmiet hen. [277] Die Hälfte des zweiten Stocks meines Hauſes, beſtehend in: 3 Zimmern, Küche, Kam- mer, Holzplatz ꝛc., auf Verlangen kann auch ein Pferdeſtall beigegeben werden, iſt zu ver⸗ miethen und kann bis Ende dieſes Monats bezogen werden. Friedrich Netz, . der Blindenanſtalt gegenüber. Ein ſehr freundlich möblirtes Zimmer, 278] mit oder ohne Kabinet, hat zu vermiethen Landgerichtsdiener Billau, wohnhaft bei Herrn Gerber K. Müller. Alle Sorten Mehl, 12791 namentlich Blumenvorſchuß, ſo— wie alle Gattungen von Hülſenfrüchten, zur Saat ſowohl als auch zum Kochen geeignet, ſtets vorräthig bei Friedberg. S. Seckendorf. 83 Negelmüßige Post- Schifffahrt zwiſchen Hamburg& Neu- Tork. ſowie Sidney& Melbourne in AUSTRALIEN. 1267] Nach New⸗Nork befördere ich am 1. und 15, eines jeden Monats Paſſa⸗ giere mit den rühmlichſt bekannten Schiffen der Hamburg-Amerikaniſchen Packet⸗ fahrt⸗Geſellſchaft in erſter Cajüte und Zwiſchendeck bei vollſtändiger, guter Be— koſtigung zu den billigſten Preiſen und vortheilhafteſten Bedingungen. Ferner finden am 15. April und 15. Mai Expeditionen nach Quebec in Canada ſtatt, welche Gelegenheiten beſonders ſolchen Auswanderern, welche nach Buffalo, Cleveland, Milwaukie, Chicago ꝛc. zu reiſen beab⸗ ſichtigen, zu empfehlen ſind. each Sidney werden am 30. April, 30. Mat, 30. Juni, 31. Juli, 31. Auguſt, 30. Sep⸗ tember, 31. Oktober, 15. November und nach Melbourne am 31. März, 15. Mai, 30. Juni, 15. Auguſt und 30. September Poſtſchiffe exrpedirt, wofür Paſſagiere in erſter und zweiter Cajuͤte, ſowie im Zwiſchendeck zu billigen Preiſen und vortheilhaften Bedingungen angenommen werden. Ledige Leute im Alter von 20— 40 Jahren von guter, kräftiger Geſundheit und mit guten Zeugniſſen verſehen, finden als Schäfer oder Landbebauer zu günſtigen Bedingungen An⸗ nahme. Nähere Auskunft ertheilt und bündige Ueberfahrtsverträge ſchließt ab die conceſſionirte General- Agentur C. H. Textor, in Frankfurt a. M., Rebſtock 5. Ueuralgieen.— Muskelkrämpfe, Rheumatismus. L280] Daß die galvano⸗electriſchen Ketten?) des Herrn Goldberger ſich in mancherlei ſchmerzhaften und krampfigten Affeetionen mus⸗ kulöſer und fiebröſer Gebilde, insbeſondere in Neuralgieen und Muskelkrämpfen rheumati⸗ ſcher Natur, Rheumatalgieen der Wirbelſäule, auch der Extremitäten, ohne bereits entſtandene Organiſationsausartung oder Verwachſungen ꝛc., unter einer übrigens angemeſſenen Behandlung und einer den örtlichen Zuſtänden und ihren Graden entſprechenden Anwendungsweiſe(wohin bei längerem Gebrauch auch ein Wechſeln der Ketten gehört), ſich wirklich nützlich und heilkräftig zu erweiſen vermögen, habe ich in verſchiedenen hartnäckigen Fällen obiger Art beſtätigt gefunden. In einigen dieſer Falle er⸗ folgte auf die Anlegung dieſer Ketten ſchon nach wenigen Tagen gänzlicher Nachlaß der rheumatiſchen Schmerzen und Spasma, in an- dern bedeutende Erleichterung. Bonn Dr. Harleß, K. Preuß. Geheimer Rath, Profeſſor an der Uni⸗ verſität, Ritter des St. Wladimir⸗Ordens ze. ) Aech vorräthig in Friedberg bei P. F. Schmittner, ſowie in Butzbach bei Val. Wießler. Ein noch gut erhaltener Flügel 1281) von Dörr in Wien iſt zu verkaufen. Lich Nr. 278. Een n [282] Mit allen Sorten Kraut- und Gemüſe⸗ Sämereien, welche ich durch eigene Praxis für hieſige Gegend geeignet gefunden habe, ſodann mit friſchem und beſtem Kleeſaamen, Hanf- und Gras⸗ ſaamen, ganz ächten Rangen- oder Dickwurz⸗ ſaamen, Rieſenmöhren und Erdkohlraben ohne Wurzeln bin ich verſehen und hoffe auch für dieſes Jahr mit recht zahlreichen Beſtellungen beehrt zu werden. 5 Friedrich Hilbrecht in Friedberg. Bohnen, Linſen [283] und gerollte Erbſen bi Friedberg. W. Hanſtein. Ein Lehrling 284] wird geſucht von— J. Pfeffer, Hof⸗Möbelſchreiner in Friedberg. Annonce. L285] 42 Morgen gutes Ackerland und Wieſen, größtentbeils Lehmboden nebſt Oeconomiege- bäuden, find in einem Orte, 3½ Stunden von Frankfurt gelegen, unter vortheilbaften Bedin⸗ gungen zu verkauſen oder zu verpachten. Die darauf Reflectirenden können gleich in den Beſitz kommen. Unter Adreſſe A. B. in Frankfurt a. M. franco wird nähere Auskunft ertheilt. 84 N 1286] Wir unterzeichnete Auswanderer nach Amerika fühlen uns gedrungen den verehrken Herren Joſeph Lemaitre und Washington Finlay in Mainz und Havre unſere beſondere Zufriedenheit auszudrücken und unſern herzlichſten Dank darzubringen. Nachdem wir bei Herrn Finlay in Mainz unter vortheilhaften Bedingungen unſern Accord abgeſchloſſen hatten, reiſten wir unter der umſichtigen und freundlichen Fürſorge des braven und uneigen⸗ nützigen Herrn Conducteurs Dittrich nach Havre, wo wir am 26. d. M. glücklich an⸗ langten, die aufmerkſamſte Aufnahme fanden und in den vortrefflichen Gaſthäuſern„zur Stadt Trier“ und„zum Engel“ einlogirt wurden. Geſtern wurden uns die beſten Schlafſtellen in dem großen, ausgezeichnet ſchönen amerikaniſchen Dreimaſter 1. Claſſe Nüremberg, Capitän Mall- mann, angewieſen und unſere Effecten an Bord gebracht. Zugleich empfingen wir reichlich unſern Seeproviant in den vorzüglichſten Qualitäten und heute früh ſchon gehen wir unter Segel. Havre, im Augenblicke der Abfahrt, den 28. Februar 1855. Philipp Grommet und Famille. Georg Ritter Wittwe und Familie. Jacob Schäfer aus Harheim. Chriſtian Schnaufer in Bonamös. Konrad Heid. Martin Renz. Wilhelm Kuhn. Philipp Quirin. Philipp Brauburger. Chriſtian Quirin. Henriette Buß. Heinrich Ritter und Familie. Johannes Ludwig und Familie. Konrad Wolf. Reiſegelegenheit nach G. F. Nau, conceſſionirter Agent. J. H. Bachmann- Perino, ſeitheriger Aſſocié der aufgelöſten Handlung 0 J Franz& Vachmann, ien Abendunterhaltung des Liederkranzes zu Friedberg. 1292] Die dritte Abendunterhaltung des Liederkranzes findet ſtatt Sonntag den 18. März im Trapp'ſchen Saale dahier. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Oculi den 11. März. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags; Hr. Candidat Mitzenius. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Hofmann. Frankfurter Cours vom 7. Mrz. 1855. fl. 9 33 34 „10 4-5 „9 39½ 40% „ 53-33 ½ „9 19½⁹0 „1140-42 „ 146/74 Fier Holländiſche 10 fl. Stücke Rand⸗Ducaten. 9 8 2 Fraun Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler Peußiſche Caſſenſcheine „ 146/76 Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis zum 16. März. . 5 a 5 8 5= Fried⸗ Butz⸗ beehrt ſich hiermit ergebenſt anzuzeigen, daß er ein gleiches Geſchäft unter der Firma 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 5—— 7 1 e 1 51. 4 1 5 1 und ½ Gerſtenme Eck des gr. Kornmarkts 20 und der gr. Sandgaſſe 27,*„ in Steingut⸗, Porzellan-, Glas-, bronzirten Guß⸗ und 1 gemiſchtes Brod(Tafeibrod) lackirten Blechwaaren, Lampen ꝛe. ½ Korn⸗u./ Walzenmehl 5— 5— 1262] eröffnet hat und empfiehlt ſich einem geehrten Publikum unter Zuſicherung] 2 55 15 3 8 8 reeller und billiger Bedienung. 4 n 5* Frankfurt a. M. den 12. Februar 1855. 85 1 1 3 13 f N we 1 Empfehlung. Verein gegen Betteleii.—Gemiſchte( Tafel) r 1 5[291] Es iſt von uns verſuchsweiſe die Ein⸗ leiſch-Preiſe. n e e 5 richtung getroffen worden, an bettelnde Kinder 1 Schendel 0 13 pß 13 975 friſcen und ächten Gemüse-, Blumen erdeld⸗ Speiſe und Brod zu geben, wogegen ſolche zu„ Kühſteiſch, gemaſtetes 10 210 2 und Waldfee een beſtens verſehen bin. B h angemeſſener Arbeit angewieſen werden, und„ Rindfleiſch, gemäſtete 9 2192 reelle und billige Behandlung werde ich das 25 werden deßhald die Mitglieder des Vereins er.]„(Kalbfleisch 5 7 il ſchon ſeit langen Jahren geſchentte Vertrauen fſucht, an ſolch. Liner beine Nahrungsmittel„ Schweinenfeeiſch 15— 115— immer mehr 1 würdigen fuhr mehr zu verabreichen, ſondern dieſelben an Herrn„Hammelfleiſch 10 0 Fetedb enge 4 Mar 1855 Schäfer, Director der Blindenanſtalt zu ver⸗„ Schaaffleiſch„ 0 8* 5 weiſen, welcher es vorläufig übernommen hat,„ Wurſt v. blos Schweinen 160— 16— Jung. die Sbeiſung der Kinder und Anweiſung zur]„ Bratwurſt 20 b Arbeit zu beſorgen. 0 20 Kite f a at Zugleich wird den Mitgliedern des Vereins Seu ente 5 28— 289] in ſehr ſchö W̃ 5 eröffnet, daß die Rechnung vom Jahre 1854 4 5 30 20 L. r ſchöner Waare bei 5:„Schinken Friedberg. W. Hanſtein geſtellt und geprüft worden iſt, und ſammt Be⸗ Dörrfleiſch 29 0 —— 2 5 legen zur Einſicht der Mitglieder bei dem Raths.“ Schw one malz a1 5 8 Buͤr ger⸗ Ca ſi no. 99 7 Wagner auf dem Rathhauſe 14 Tage ch lassen 99.22— 22 offen liegt. ae 5 3— Sonntag den 11. d. Mts. Friedberg den 16. März 1855. 1 e 18 465 15— 290] findet Damencaſino mit theatraliſcher Für den Ausſchuß des Vereins„Ha 5 5 g ö Vorſtellung ſtatt. gegen Bettelei Die Großherzoglichen Bürgermeiffer Der Vorſtand. G. Trapp I. Bender. Seippel, Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Jehan! Gre: b fe wöhnlich ö Heſondere Zei e Ne ber eilem Schwan auch meiue N kommen waren, dem einen Fer Jonathan ein bot ihnen erst; zu, las it d als er es vor Norton getha anzutreten. Die Ben derung an, al bedante ſich welche ſie ſich zu Nutz zu niemals die macht, ſo n Vorſehung a mehr als hin zu verſorgen die ſbrigen Ich di bieten von nachdem ihn zeſſe abzuſte lang ſich nic wundern. 9 Bennett die und bezog Weſtland. während er perlichen be, ſiglejt und x die junge 7 5 ge Fra der Einkünfte Noth in ihrer ich in werkthe 8 erwarte