95 in 2 00095 11 * M An 1 1 — 8 Friedberger Juntelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Freitag, den 9. Februar. 1855. werden Wir erinnern daran, daß das Abonnement für das Intelligenzblatt vorausbezahlt muß und bitten alle Abonnenten, welche mit demſelben noch im Rückſtande ſind, den Betrag bis zum 22. d. M. einzuſenden, da wir von Nr. 16 an nur denjenigen das Blatt ſenden können, welche bis dahin das Abonnement bezahlt haben. Die Expedition. Amtlicher Theil. A uns eich r. ei b en. Zwiſchen dem 5.— 14. Januar 1855 wurden dem Johann Jakob Adami III. von Niederweiſel zwei Taſchen⸗ uhren, die eine— eine ſilberne Repetiruhr mit zwei Gehäus, das eine von Schildkrot mit Stahlkette, Uhrſchlüſſel und Petſchaft— die andere eine goldene Uhr mit goldner Kette und goldnem Uhrſchlüſſel entwendet. kette ſind die Ringe rund und hohl. An der goldnen Uhr— Weiter ſind demſelben zwei ſilberne Fingerringe und ein goldner in der zweiten Hälfte des Jahres 1854 entwendet worden. Einer dieſer Ringe kann in 3 Theile zerlegt werden und führt die Buchſtaben N. S. und A. M. H. Sie werden nach den entwendeten Gegenſtänden forſchen und wenn ſich ein Reſultat ergibt, alsbald Anzeige bei Großherzoglichem Kreisamt machen. Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.) Nat Norton war der einzige Sohn eines jungen Ad— vokaten geweſen,— des einzigen, welcher es in unſrem Bezirk zu einigem Rufe gebracht hatte. Seine Mutter war frühe geſtorben, und auch ſein Vater war aus einem leichtſinni— gen wiewohl höchſt thätigen Leben gerade in dem Augen— blick abgerufen worden, wo ſich ihm die ſchönſten Ausſichten für das Leben eröffneten, und Nat Norton ſtand als armer Waiſenknabe verlaſſen in der Welt. Seine Verwandten kümmerten ſich nicht um ihn, ſondern behandelten ihn mit kalter Geringſchätzung; keiner von ihnen wollte ihm dazu behülflich ſein, daß er den Stand ſeines Vaters ergreife, wie es Nat's innigſter Herzenswunſch war, und der Junge hatte ſich am Ende dazu bequemen müſſen, zu einem Krä— mer in die Lehre zu gehen. Manche noch lebende Perſonen erinnerten ſich noch, wie er ſich allmählich zum Buchhalter, zum Theilhaber und endlich zum Eigenthuͤmer eines Ge— ſchäfts emporgeſchwungen. Sie erinnerten ſich noch, daß in jenen Tagen, wo er ſich nach und nach eine Stellung im Leben errang, ſeine Verwandten wieder der Bande des Bluts gedachten, welche ſie mit ihm verknüpften, daß Beſſy Bright, das Mädchen, welches er einſt vom Ertrinken in einer Furth des Skim rettete, ihm das Verlöbniß brach und einen Boſtoner Handelsherrn heirathete, ohne andern Grund oder Entſchuldigung, als daß dieſer Handelsherr reich und Nat Norton noch arm war. Wahrſcheinlich hatten dieſe fruͤh erworbenen Erfah— rungen Nat's von der Macht des Reichthums auch einen bedeutenden Einfluß auf ſeinen innern Entwicklungsgang, und hatte Mancherlei jene Liebe zum Gelde und jene ab— ſtoßende Kälte gegen ſeine Verwandten in ihm hervorge— rufen. Dieſer Mann hatte ſich nie über ſeine eigenen Erfahrungen erheben können; er kannte in der Praxis nichts, was über diejenigen Dinge hinausgeht, welche mit dem Verbrauch ihren Werth verlieren, und während Nat ſich mit ihrem Beſitz brüſtete, konnte er in allen minder wohl— habenden Leuten, die ſich ihm näherten, keinen andern höhern Beweggrund ſehen als die Abſicht, einen Antheil an ſeinem eigenen Vermögen zu erlangen; und er verdachte es ihnen theils aus einer Art roher Ehrbarkeit und Recht— ſchaffenheit theils aber auch aus lauernder Selbſtſucht, daß ſie Das unter falſchen Vorſpiegelungen thaten. Nat's Verwandte rechtfertigten auch in einiger Be— ziehung dieſe argwöhnfſche Behutſamkeit und dieſes Miß— trauen von ſeiner Seite. Sie umfaßten eine ziemliche Kopfzahl, nämlich außer den ſchon genannten Notabilitäten unſerer Stadt auch noch einen gewiſſen Jonathan Bennet, einen Wittwer mit zwei Töchtern, welcher in dem aller— letzten Häuschen des Skimgäschens wohnte. Die übrigen Verwandten waren nach ihrer bürgerlichen Rangſtufe fol— gende: zuerſt der ehrwürdige Mr. Naresby, ein Prediger, der ſehr in der Mode war und vielen Zulauf hatte. Er hatte die älteſte Tochter des verſtorbenen Dr. Mathewſon geheirathet, welcher Nat's Oheim von mütterlicher Seite und ein ſehr beſchäftigter Arzt geweſen war,— ein um— ſichtiger, rühriger, ſparſamer Mann, der ſeiner Familie ein hübſches Vermögen und namentlich einen ſchönen An— theil an der Bank von Troy und an einer ſehr einträg— lichen Verſicherungs-Geſellſchaft hinterlaſſen haben ſollte. Die Mathewſons galten fur die erſte und angeſehenſte Familie der Stadt: Mrs. Mathewſon trieb nichts; Dr. Adolphus Mathewſon trieb nichts; Miß Louiſa trieb nichts. Wundre Dich, lieber Leſer! daß es in dem nüchternen, ge— werbſamen Neuengland auch ſolche Leute gibt! Es war ein Piano und ein Koͤrbchen für abgegebene Viſitenkarten im Hauſe, und hart nebenan eine Leihbibliothek und der Laden einer Modiſtin, und mittelſt dieſer Dinge wußten die Mathewſons ihre Zeit herumzubringen. Mrs. Naresby half ihnen dabei und ſtimmte in allen Stücken mit ihnen 50 überein, namentlich in ihrer Abneigung gegen die Familie Weatherall. Dieſe waren ebenfalls mit dem reichen Mann verwandt, und ein ſtärkerer Koöuntraſt war nicht denkbar, als zwiſchen ihnen und den Mathewſons. Mr. Weatherall, den wir den Adjutanten zu neunen pflegten, hielt einen Wein⸗ und Brantweinladen, ein Lager von Bauholz und eine ſtets beſchäftigte Mahlmuͤhle. Mrs. Weatherall hatte eine Mädchenſchule und eine Milchwirthſchaft unter ſich. Der älteſte Sohn, Cato Domitian mit Namen, handelte mit Materialwaaren, beaufſichtigte die Maierei und redigirte das Tagblatt„der unabhängige Trojaner.“ Der zweite Sohn, von ihrem Beiſpiel verführen laſſen, ſondern ſehr* Kapitän Woodward von der Landarmee der Vere igten Staaten geheirathet, welcher ſieben Jahre ſpäter in New⸗ Orleans am gelben Fieber geſtorben war und einen Sohn hinterlaſſen, welchen er, zu Ehren der Familie ſeiner Frau, Weſtland genannt hatte. Auf die Bitte ihrer wohlwollen⸗ den Schweſtern wax die Wittwe ſammt, dem verwaiſten Sohn in die Heimath zurückgekehrt, und die drei Schwe⸗ ſtern lebten nun wieder zuſammen, wie zuvor. Bei ihrer klugen, ſparſamen Lebensweiſe hatten ſie ein hübſches ſor⸗ genfreies Auskommen für Lebenszeit, und Weſtland war Julius Alonzo, hielt eine Poſtkutſche, leitete eine Säge⸗ mühle und ſammelte Subſkribenten für ſeines Bruders Blatt. Von den ſechs Töchtern des Herrn Weatherall wußte man, daß ſie ganz beſondere Kenntuiſſe im Brod⸗ backen, in der Käſebereitung u. drgl. beſaßen. Die eine Hälfte der Miſſes Weatherall befaßten ſich mit Putz⸗ und Kleidermachen, die andere mit Farben und Feinwaſchen, und alle ſchrieben für den trojaniſchen Unabhängigen. Nie⸗ mand in ganz Troy läugnete, daß ſie ſehr geſchickt, aber der Liebling und das Schooßkind aller drei Schweſtern. (Fortſetzung folgt.). Markt⸗Bericht von Friedberg. 6. Februar. Waizen aufgefahren 672 Malter, verkauft 592½, 16 fl. 25 kr.z; Korn aufg. 91, verk. 45, 13 fl. 45 kr.; Gerſte aufg. 106, verk. 68, 8 fl. 19 kr.; Hafer aufg. 107, verk. 97, 5 fl. 35 kr.; Vorſchußmehl aufg. 16, verk. 16, 18 fl. 57 kr.; Roggenmehl aufg. 4, verk. 4, 12 fl.; Erbſen aufg. 21, verk. 16½, 11 fl. 30 kr. Jedermann wußte auch, daß ſie nicht reich waren. Die Für die Familie des H. Butte Einen behaupteten, die Weatheralls kämen an allzu Vielem herum, um irgend etwas recht zu machen; die Anderen meinten, ſie arbeiteten zu haſtig, um etwas Rechtes zu verdienen;— und dieſer letztern Anſicht waren auch ihre Nachbarinnen des Weſtlands. Die Miſſes Weſtland berühmten ſich, daß ihr Vater ſein Lebenlang ein Royaliſt und Gentleman geweſen ſei. Sei dem nun wie ihm wolle, ſoviel war wenigſtens ſicher, daß er ihnen bei ſeinem Tode ein hübſches Vermögen und ein Haus in Pump-Square hinterlaſſen hatte; ſie hatten keine nahen Anverwandten, und die beiden älteren Schwe- ſtern blieben, ſei es aus eigener, freier Wahl oder aus gingen bei der Unterzeichneten weiter ein, durch Herrn Schulvicar Maul zu Bruchenbrücken geſammelt und zwar von Sch. M. 13 kr.; F. G. 12 kr.; G. Ph. W. 6 kr.; Sch. K. 6 kr.; Ph. B. 12 kr.; W. M. 12 kr.; W. B. 6 kr.; J. F. B. 6 kr. M. M. 3 kr.; K. W. 3 kr. M. V. 3 kr. K. R. 2 kr.3z M. K. 3 kr.3 M. K. 3 kr. im Ganzen 1 fl. 30 kr.; ferner durch Herrn Bürgermeiſtereigehülfen Luther in Echzell geſammelt, von Forſtwart Berdux 6 kr.; K. Heller III. 3 kr.; Gemeindeeinnehmer Prä⸗ fried 3 kr.; K. Bechthold 3 kr.; Fr. Roos 3 kr.; Bezirksb. Lotz 3 kr. J. Zimmer II. von Utpha 6 kr.; Kaufm. Friedberger 18 kr.; Frau Wolf 6 kr.; E. Habicht 6 kr.; Dienſtb. J. Rullmann 3 fr.; H. Reitz 12 kr.; Handelsm. J. Reis 12 kr.z W. Stoll IV. 6 kr.; G. Reitz II. 6 kr.; Beigeordnete Reitz 12 kr.; E. Engel 12 kr.; H. Roos J. 3 0 Apoth. Weber 12 kr.; Georg Reitz III. 6 kr.; H. Beker 6 kr.; Wilh. Reus 6 kr.; H. Hinkel 3 kr; T. Stoll 6 kr. H. Wolf VIII. 3 kr.; Ph. Mogh 1. 2 kr.; C. F. Schwarz 24 kr.; W. Schwarz 12 kr.; G. Steffan II. 12 kr.; C. Reitz I. 12 kr.; G. Reitz IV. 12 kr.; E. Ph. Ueberſchätzung ihrer Verdienſte unvermählt bis zu einem Kei 12 kt; Gr. Burgermelſer Stoll 125tr; polteidiener Poſch 3 kr. Alter, wo die Damen ſelten mehr ihren väterlichen Namen ablegen. Die jüͤngſte Schweſter hatte ſich jedoch nicht Bürgermeiſtereigeh. Luther 6 kr. im Ganzen 4 fl. 26 kr. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen v Oeffentliche Aufforderung. L521 Im Grundbuch der Gemeinde Gambach ſind auf den Namen des Herrn Fürſten zu Braunfels eingetragen: 4280/2 114% Mark Holz im Gambacher Mark⸗ Arbeits ⸗Verſteigerung. [153] Montag den 12. Februar 1855, Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in der Bebauſung des Herrn Gafſwirths Stein zu Beienheim die Unterhaltungsarbeiten für das Jahr 1855, be— 5 wald, 4 5 ſtehend in: 4275/174,3 ½ Mark daf. an Joh. Niels.) Jimmerarbeiten, veranſchlagt zu 14 fl. 38 kr. Schmidt. 2) Maurerarvpeiten, 1„ 230 Es gehen jedoch davon ab: Zwei Marken, 3) Schreinerarbeiten, 1„ 6 15„ welche zur Mühle des Balthaſer Wagner in 4) Glaſerarbeiten, 1 15 2 f. Gambach gehören und von dieſem lt. Kaufcon⸗ tract vom 26. Mai 1854 au die Gemeinde Gambach verkauft ſind. Dagegen gehen zu: 1 5) Weißbinderarbeiten,„„ 10% 5 60) Pflaſterarbeiten, 1„ 45„ 4 7) die Anlieferung von 2 Cubikklftr. 4262/10 a ½e Mark und 4250%8 Mark, Sand 40* welche ſeither ürrthümlich dem Johannes Schöpf 8) die Anlieferung von Pflaſter⸗ in Poblgöns zugeſchrieben waren. Es ſoll und Unterhaltungsſteinen 9 dieſer Ab⸗ und Zugang im Mutations-Verzeich⸗ niß gewahrt werden. Sodann hat der Herr Fürſt von Solms ⸗ Braunfels mit Zuſtimmung der Agnaten ſeines Hauſes ſämmtliche Holz⸗ marken an die Gemeinde Gambach verkauft, und es ſoll jetzt auch dieſer Kaufbrief beſtätigt werden. Es fehlt indeſſen an der urkundlichen Nachweiſung über Erwerb und Eigenthum und es ergeht deßhalb dieſe öffentliche Aufforderung, — Anſprüche irgend einer Art an die voran⸗ geführten 115 ¼ Mark Holz binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht, ſogewiß anzumelden und zu begründen— als ſonſt die erwähnten Kauf-Verträge beſtätigt und der Eintrag im Mutations-Verzeichniß verfügt werden wird.“ Butzbach am 31. Januar 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. 9) das Steinſetzen, Steinſchlagen, Sand— meſſen und die Handarbeiten, öffentlich in Accord gegeben werden. Beienheim den 5. Februar 1855. Großherzogliche r Beienheim u t h. Holzverſtei gerung. L154] Donnerstag, den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im Diſtrikte„Mörlerunter/ 8 Stecken Eichenſcheitholzz 117„ Buchen-, Birken⸗, Eichen⸗ und Welden⸗Prügelholz; 15„ dergl. Stockholzz 9225 Stück dergl. Wellen und 19 Wagen Allerleiholz an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt, am 6. Februar 1855. Freihl, v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. on Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Bekanntmachung, Brenn-, ſodann Bau⸗ und Nutzholzverſteigerung in dem Großherzoglichen Domanialwald Burg⸗ wald der Oberförſterei Oberrosbach betr. [155] Montag den 19. d. M wird im Burg⸗ wald an die Meiſtbictenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken Scheid⸗, 3½ Stecken Prügel⸗, 25½ Stecken Stock-, ſämmtlich Nadelholz; 5451 Wellen Eichen, Birken⸗ und 3576 Wellen Nadel-Reisholzz 80 Stämme Fichten(Rotbtannen) von der Stärke bis zu 15“ Durchmeſſer und 80 Fuß Länge, 15 dergleichen Stangen. Die Zuſammenkunft iſt früh Morgens 8 Uhr im Fichtenbeſtand des Schlags Nr. XVIII, wo begonnen— und erſt das Stamm. und Stangenholz, ſodann das Brennholz, verſteigert wird. Oberrosbach den 6. Februar 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Jagd- Verachtung. [156] Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die der Gemeinde Florſtadt gehörende Jagd, circa 6000 Morgen haltend, worunter ungefähr 1400 Morgen Wald ſind, anderweit auf 3 Jahre unter den im Termin bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen meiſtbietend ver⸗ pachtet werden. Florſtadt am 5. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner. iedberg Fele Gloßhe! euthalten Kleidungsft Pelzkragen Hoſen K.; J ein Glasſc ſchtank, daumenet nußdaum 5) Küchengen englisches 60 Jagdgeral eine Piſto! verhorn, 70 Mfredisen, dernet R einer öffentli der Verſtelge Mbingungen Rockenber Großher Gtoß herz. Vet Flas 0%/ Mitten um I Uhr, 15 ſweſger Fl Nach aue da Reicghels 9 0 Llel] Milt Mittags 1 wald Streit 50 Stat 31 kin 1 ö a reh e biliar-Verſteigerun Einen gr b egenſchürm eo N 1 Immobiliar* gerung. nen großen blauen Regenſchirm * A u f f orderun 9. 1251 Montag den 12. Februar d. J, Vor⸗ D165) ließ ich Donnerſtag den 2. d. Mts. in 8.[1571 Von Holzmacher Heinrich Reeb zu Wohn⸗ mittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe,] irgend einer Bebauſung hieſiger Stadt ſte hen Sein dach wurde im daſigen Gemeindewald ein ver- die zur Concursmaſſe des Gottfried Koſt dahier und bitte um gefällige Rückgabe deſſelben. Fran, laufenes Schaaf aufgefunden, welches bei Wirth gebörende und an dem nördlichen Ende des ö Sauet, Bezirksbote. wellen, Joh. Koch in Wohnbach A wurde. Der 1 5 an der in een Fube— derwaid Eigenthümer wird aufgefordert, ſolches binnen] beſtehend in zweiſtöckigem Wohnhauſe und Sta Tyi Ari 8 8 5 von heute an in Empfang zu nebmen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friſche obergaͤhrige Hefe, ue⸗ als ſonſt über daſſelbe als herrnloſes Gut an— Niederwöllſtadt am 27. Januar 1855.[166] für deren Güte garantirt wird, iſt fort⸗ Del ihrer derweit verfügt werden wird. In Auftrag 1 während zu haben bei ches ſer, Friedberg am 8. Februar 1855. Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Friedberg. J. P. Mann. land Großherzogliches Kreisamt Friedberg] Großherzogliches Ortsgericht Niederwöllſtadt*. 2 Müller. Stoll. Zu vermietben. * Mobilſen-Verffelgerung.[167 Der obere Stock meines Hauſes iſt zu Bekanntmachung. [158] In der bieſigen Gemeindekaſſe liegen 247 Gulden 18¼ Kreuzer gegen gerichtlichen Einſatz zum Ausleihen bereit. Wiſſelsbeim den 5. Februar 1855. Der Großherzogliche Beigeordnete N ür nber ger. Verleigerung. L159] Montag den 12. d. M., Vormittags 10 Ühr, ſoll in der Wohnung des hieſigen Ortsbürgers Anton Langsdorf IV. erbverthei⸗ lungshalber das hinterlaſſene Mobiliar⸗ und Immobiliarvermögen des verlebten Wilhelm Bayer, beſtehend in: 1) Wohnhaus nebſt einem Stall, Grund und Boden, ſowie Garten bei demſelben; 2) Bettwerk, Weißzeug verſchiedener Art, wo⸗ runter ſehr feine Sachen engliſche Waare enthalten ſind; 3) Kleidungsſtücke, als ein Tuchmantel mit Pelzkragen, verſchiedene feine Oberröcke, Hoſen ꝛc.; 4) ein Glasſchrank mit Aufſatz, ein Kleider⸗ ſchrank, eine Kommode, ein runder nuß⸗ baumener Tiſch, ein Seſſelſtuhl, verſchiedene nußbaumene Stühle, eine Standuhr zc.; 5) Küchengeräth aller Art, worunter ſehr feines engliſches Porzellan ſich befindet; 6) Jagdgeräthſchaften, als eine Doppelflinte, eine Piſtole mit doppelten Läufen, ein Pul⸗ verhorn, ein Schrotbeutel; 7) Pretioſen, als 10 Stück goldene und 1 fil⸗ berner Ring, einer öffentlichen Verſteigerung unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend ausgeſetzt werden. Rockenberg am 7. Februar 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Butzbach Großherzogliches Ortsgericht Rockenberg: Wettner, Ortsgerichtsvorſteher. Flachsgarn⸗Verſteigerung. L160] Mittwoch den 14. l. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, ſollen circa 200 Zahlen, durch die Reichelsheimer Ortsarmen aus feinem Braun⸗ ſchweiger Flachſe gut geſponnenes Garn, im 1624 9 Ubr anfangend, verſtorbenen Heinrich März Eheleute zu Kaichen deren Mobiliarnachlaß, als: Mittwoch den 14. d. Mts., Morgens ſoll in der Behauſung der 1) Eine Kuh, 2) 2 Schweine, 3) 2 Ziegen, 4) 6 Malter Korn, e Gerſte, 6) 15„ Hafer, 7) 66 Kartoffeln, 8) etwas Lein-, Hanf⸗, Kohl⸗ und Klee⸗ ſamen, 9) 7 Fuder verſchiedenes Geſtröb, 10) eirca 10 Ceniner Heu und 20 Centner Ohmet, 11) eine Quantität Spreu, 12) eine Quantität Dickwurz, 13) eine vollſtändige Brennerei, 14) verſchiedene Arten von Hausgeräthſchaften, Kleider und Bettwerk, ſowie noch viele ſonſtige Gegenſtände, öffentlich meistbietend verſteigert werden. Kaichen am 7. Februar 1855. In Auftrag 3 Großherzogliches Ortsgericht Kaichen: Weitzel, Ortsgerichtsborſteher. Nicht zu uͤberſehen! 1148] Bei Pachter Brotzler in Engelthal ſind aus der Hand zu verkaufen: 8 Stück Wagen Pferde von 8 bis 10 Jahren alt, 2„ Auäahrige Pferde, gut eingefahren, 1 Schimmel, zum Reiten und Fahren ge— eignet; ferner Wägen, Pflüge und ſonſtige Geräthſchaften. Ein tüchtiger Lehrmeiſter [163] für einen taubſtummen Jungen, der die Schneiderprofeſſion erlernen ſoll, wird geſucht. Zu verkaufen. L164 Einen 1½ jährigen Faſelochs(Rothſcheck), zur Zucht tauglich, hat zu verkaufen Adam Jung II. zu Dornaſſenheim. vermiethen und kann zu jeder Zeit bezogen werden. Friedberg am 7. Februar 1855. Joſeph Bender, Zimmermeiſter. Verſteigerungs⸗ Anzeige. [168] Montag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Ubr, ſollen in der Behauſung des Unter⸗ zeichneten: 1) 15 Fuder Stroh, 2) 30 Centner Heu, 3) 15„ Grummet, 4) 25 Gebund Flachs und verſchiedene Hausgeräthſchaften an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Niedermörlen. Peter Wer. Verſteigerungs⸗ Anzeige. 11691 Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeiner Be⸗ hauſung: 1) 15 Fuder Stroh, 2) 30 Centuer Heu, 3) 20„ Grummet, ſodann eine große Quantität Flachs und ver⸗ ſchiedene Hausgeräthſchaften öffentlich meiſtbietend verſteigern. Niedermörlen. Peter Wolf. b 200 Gulden, [6701 Curatelgelder, liegen zum Ausleihen be⸗ reit bei Johann Füller in Friedberg. Geſuch. [1711 In ein hieſiges Putzgeſchäft werden 2 bis 3 Lehrmädchen geſucht. Das Nähere ſagt die Expedition. Apfel- Gelee, 9 1721 Bienen⸗Honig und holländi⸗ ſcher Syrop! in beſter Qualität und billigſt bei Friedberg. H. Hahn. buchen Gebrüder Born in Erfunt Rathhauſe daſelbſt meiſtbietend verſteigert werden. n 2 K Reichelsheim den 6. Februar 1855. empfehlen ihre selbst erzeugten bm Sch me d, Bürgermeiſer. Gemüse-, Feld-& Blumen- Sämereien. verschiedenen Knollen und Pflanzen. Insbesondere empfehlen sie den Herren Landwirthen als etwas Ausgezeichnetes Riesen- Roggen à Pfd. Thlr. 2.— Soi die So Sehr beliebten Riesen- und andere Möhrengaitungen. welche die Herren Gebrüder Born beehren wollen, haben 1 * — Holzverſteigerung. II] Mittwoch den 21. Februar d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, kommen in dem Domanial⸗ wald Streitwald a u. b zur Verſteigerung: 59 Stämme Eichen⸗Bauholz von 2319 Cf. 1 Buchen ⸗Achſe, 17% Klftr. Eichen⸗Scheitholz, [120] Zur Bequemlichkeit für alle Diejenigen, in Erfurt mit Aufträgen auf selbst erzeugte Sümereien etc. 5„„ Prügelholz, dieselben Unter zeichneten beauftragt, die Bestellungen und Gelder anzunehmen. 9„ Buchen-Scheitholz, porto dafür trifft demnach die resp. Abnehmer nicht, sondern nur dasjenige für die 4 5„ 17 Prügelholz, Zusendungen, was auch niedrig sein wird, weil stets mehrere Sendungen zusammen f le- 2⁵* Stockholz und expedirt werden. Gewiss wird diese Erleichterung Anerkennung finden und zu reich- f= 8 1837 Stück Wellen. Uſingen den 4. Februar 1855: Aortedt Herzogl. Naſſ. Receptur Reichmann. haltigen Aufträgen veranlassen Die Zufriedenheit ihrer geehrten Abnehmer zu erwerben, die Producenten streben. Nauheim. Hermann Auffarth. Verzeichnisse stehen gratis zu Diensten. ist das Ziel, wonach 52 Montag den 12. Februar Restauration& Harmonie- Musil 173] ausgeführt von der rühmlichſt bekannten„Marburger Stadtmuſik“ im Gasthause zu den drei Schwertern, wozu ergebenſt einladen Gebrüder Simon. Die conceſſionirte* Auswanderungs- Agentur G. F. Nau in Friedberg 1121] empfiehlt ſich zur Beförderung von Auswanderern nach Amerika& Auſtralien ab Mainz, Köln, Rotterdam und Paris uͤber Havre unter Zuſicherung prompteſter und billigſter Bedienung. Die Expedition nach den amerikaniſchen Häfen findet monatlich dreimal ſtatt und zwar am 10., 20. und 30. eines jeden Monates zu Winter- und Sommerszeiten. Rauchtabak und Cigarren! 11741 Mein Lager von den ſo ſehr beliebten Rauchtabaken aus der Fabrik von Fuchs& Koch in Hannover iſt wieder auf das vollſtändigſte. und zwar auch in 5 Pfund-Paqueten aſſortirt und empfehle ich ſolche zur gefäl— ligen Abnahme zu Fabrik-Preiſen, mit dem Bemerken, daß bei Bezug der großen Paquete eine Preisermäßigung eintritt. Gleichzeitig erlaube ich mir, auf mein reichhaltiges Lager von Eigarren in allen Qualitäten aufmerkſam zu machen, unter deren feineren Sorten ſich Bremer wegen ihrer Güte und Preiswürdigkeit beſonders auszeichnen. Friedberg. Ph. Dan. Kümmich. 11191 Ueber Bremen nach allen Häfen von Amerika werden durch meine Agentur jeden Monat den 1. und 15., frei ab von jeder Eiſenbahnſtation, zu den billigſten Preiſen nach New-⸗Vork und Baltimore mit Poſt⸗ und Dampfſchiffen und zuverläſſiger Begleitung bis Bremen Auswanderer befördert. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. Friedberg im Januar 1855. G. Fr. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. Sowie bei meinen Herren Unteragenten: Kaufmann Ch. Wallenfels in Gießen, Actuar Weigant in Hungen, Kaufleute Gebrüder Schwarz in Echzell, Gaſtwirth Stephan Alt in Eichelsdorf, Oekonom Heinrich Rauſch in Storndorf, Gaſtwirth K. Zulauf in Angenroth bei Alsfeld. Nach Frankfurt: 6 2⁵ Verloren. 1175] Verfloſſenen Sonntag wurde von Ober⸗ rosbach nach Köppern ein in Gold gefaßtes Haarkettchen(Perlen vorſtellend) verloren. Der redliche Finder wolle es gegen gute Belohnung auf der Expedition oder auf der Bürgermeifferel zu Oberrosbach abgeben. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Sexageſ. den 11. Febr. Pfarramtswoche: Dr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Cellarius. Nachmittags: Hr. Candidat Wahl. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Schwan. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. Nach Caſſel: 7 3 9 8¹ 12 24 1 40 A 8(Gießen) 648 5 555 9 32 7 56(Marburg) Die mit! bezeichneten Züge ſind Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 7. Febr. 1855. Piſtolen„ t ee fl. 9 33 Friedrichs d'or 10 37½⁴——½ Holländiſche 10 fl. Stücke[938-39 Rand⸗Ducaten] 531½-—ꝗe.½ 20 Frankſtücke„920-21. Engliſche Souverains. 1138-40 Preußiſche Thaler.„ 146/ 75 5 Frankenthale 4— Peußiſche Caſſenſcheine„ 146 ¼/--4.7 7 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis zum 16. Februar. — Fried⸗Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf. Roggenbrod/ Korn⸗ 1 und ½ Gerſtenmehl 441411 2 7 7 77 8 2 8 2 4 77 7 77 17* 17 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½% Korn⸗ u./ Waizenmehll( 5— 5— 2 7 7 77 9e 3 4 7. 7 7 19 821 19 5 . Milchbrod 113•+ 439 — Waſſerweck 13% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 144 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 144— 14— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 9 2192 „Kalbfleiſch e „ Schweinenfleiſch 15— 13 „ Hammelfleiſch b 10— 10— „Schaaffleiſch 7 „Wurſt v.blos Schweinen 16— 16— „[Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen 20— 20— „[Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „Dorrfleiſch 20.429— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen e „Nierenfett 23— 23— „ Hammelsfett 181 161— Die Großherzoglichen Bürgermeifter Ben de r. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 2 effend Belt 800 i u Friedberg boa f durch Kinder eaforderlich if zu Mbeiten! Fried Die Groß Wir Leute und K zichen. Jude Strafgeſctzbu Gtoßherzogte Vollziehung A. März! Zu di arbelsloſen welche durch Aleitung d. 1) der be Ari. beſtraſt, ab kectionsbaus Art. trachten, we 1) un Y von