Friedberger Intelligenzblatt. irche; 12 EP Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bete Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. „ 36. Dienſtag, den 8. Mai. 1855. Amtlicher Theil. Von den erſchienenen Regierungsblättern für 1885 ſind zu publieiren: Nr. 10 sub. 3. Friedberg am 2. Mai 1855. Nr. 11 sub 3. Nr. 12 sub 1, 2 und 7. Nr. 13 sub 1 und 7. Nr. 14 sub 2. Nr. 15 sub. 1. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Steckbriefe Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Katharina Burk von Lindenſtruht. 13 Jahre. Kreis Grünberg. Heimliche Entfernung aus ihrer Heimath. Alter: Der nachſtehend ſignaliſirte Burſche macht ein Gewerbe daraus, unter dem Vorwand, er ſei Gärtnergehülfe und ſtehe in Arbeit zu Frankfurt a. M., bei Privatleuten ein Zimmer zu miethen, in demſelben eine Nacht zuzubringen und ſich dann Morgens in aller Frühe zu entfernen, wobei er das ganze Bettzeug, das Handtuch und gewöhnlich auch den Hausſchlüſſel ſtiehlt. auf dem linken Backen, wie von Blattern herrührend. Alter: 24— 26 Jahre; Größe: mittlere; Statur: ſtark; Haare: dunkelbraun; Stirn: hoch; Bart: keinen; Kinn: rund; Geſicht: desgl; Geſichtsfarbe: geſund, ſehr roth. Beſondere Kennzeichen: zuſammengefloſſene Narben Kleidung: dunckele(mancheſterne) Hoſen; gräulicher oder ſchwar— zer, verſchabter Mancheſter-(Baumwollenſammt-) Rock oder graues, geſtricktes Kamiſol: Kleine(Oeſterreicher) Kappe. Der Juden⸗Teich. (Fortſetzung.) Wenige Tage darauf klagte die Frau des Schneiders Hencke den Nachbarn, daß ihr Mann von einer böſen Krankheit befallen worden ſei und ſehr elend ausſehe. Man rieth ihr deßhalb, die Hülfe der alten Hartwich in An— ſpruch zu nehmen, da dieſe die beſten Mittlel gegen alle Krankheiten beſäße. Die Frau verſprach dieſen Rath zu befolgen. Gegen Abend ſah man den Schneider mit wankenden Schritten und bleichem, halb verhülltem Antlitze, von ſeiner Frau geführt, ſich nach dem Hauſe der Hartwich begeben, um, wie man wußte, ſich von derſelben Hülfe gegen die Krankheit zu holen. Die Wittwe mußte ihm auch einige ihrer Kräutermittel gegeben haben, denn als der Schneider kurze Zeit darauf wieder zurückkehrte, bemerkte man, daß ſeine Frau eine ziemlich große gefüllte Flaſche in der Hand trug.. g Der Abend und die Nacht vergingen ruhig. Am Mor— gen aber, ſchon beim Anbruch des Tages, erhob ſich in der Wohnung des Hencke ein Geſchrei und Gelärm. Mit fliegenden Haaren und halbgekleidet rannte ſeine Frau auf die Gaſſe und rief jammernd und wehklagend um Hülfe. Die Nachbarn, erſchreckt und herbeigezogen durch das Hülfegeſchrei, eilten in das Haus und das Schlafgemach des Schneiders und ſtanden ſtumm vor Erſtaunen und Ver— wunderung bei dem Anblicke, der ſich ihnen darbot. Bleich und mit aufgedunſenem Geſichte lag Hencke auf ſeinem Lager; unter Stöhnen und Jammern ſich hin— und herwälzend. Vor dem Bette ſtand eine große Schüſſel, in welche er ſich erbrochen hatte und in der zwei weiße, le— bendige Hündchen, mit geſchloſſenen Augen, lagen. Seine Frau erzählte der ſtaunigen Menge, daß Ihr Mann, nach— dem er am verfloſſenen Abend einen Trank, den ihm die alte Wittwe Hartwich bereitet, eingenommen, während der Nacht ein gewaltiges Grimmen im Leibe bekommen und gegen Morgen unter heftigem Würgen dieſe beiden Hünd— lein ausgebrochen habe. Die Erzählung der Frau wurde hin und wieder von dem Stöhnen und Wimmern des Kranken unterbrochen; als ſie aber mit derſelben, zum allgemeinen Entſetzen der Anweſenden, zu Ende gekommen war, ächzte er mit faſt erloſchener Stimme: „Ja, die Hartwich hat's gethan; ſie hat mir den Sa— tanstrank gebraut und mich behext. Sie allein iſt an mei— nem Tode Schuld.“ Dann warf er ſich wieder, wie es ſchien von un— zähligen Schmerzen gefoltert, auf ſeinem Lager umher. Mit tiefem Grauen betrachtete die Menge das Mi— rakel; aber keiner wagte die irdene Schüſſel mit den beiden Hündchen zu berühren.„Das iſt Satanswerk,“ rief man laut;„es iſt klar, die Hartwich iſt eine Hexe, ſie hat den Hencke behext und aus ſeinem Leibe die Teufelsbrut her— ausgezaubert.“ Sich bekreuzend und Gebete murmelnd verließ die Menge eilends das Schlafgemach des Schneiders, ihn und die Hündchen darin zurücklaſſend. Die Kunde von dem Vorgefallenen ging wie ein Lauf— feuer durch die Stadt und kam bald zu Jedermanns Ohren. Die Vernünftigeren und Vorurtheilsfreien ſchüttelten un— gläubig die Köpfe; die fanatiſche und abergläubiſche Menge aber ſchrie über Zauberei und Wunder. Auch der hoch— weiſe Rath erhielt Kenntniß von dem Ereigniß und von der Aufregung, die dadurch in der Stadt erregt worden. Es wurde deßhalb ein Gerichtsherr abgeſandt, um die Sache zu unterſuchen. Als derſelbe ſich mit ſeinem Schreiber und dem Gerichtsdiener der Wohnung des Schneiders näherte, fand er dieſelbe von einer großen Maſſe Neugie— riger umlagert, die ſich die Wundermähr erzählten. Nur mit Mühe gelang es ihm und ſeiner Begleitung, ſich durch die Haufen des Volkes Bahn zu brechen und bis zu dem Schlafzimmer des Schneiders zu dringen. ———— S . 8— . ——— e e — Hier ſah er nun mit eigenen Augen das Wunder. Auf dem Bett lag noch immer unter Jammern und Aech— zen Meiſter Hencke und auf dem Boden, vor dem Lager, ſtand die irdene Schüſſel, in welcher unter dem Unrath zwei weiße, blinde Hündchen herumkrochen. Das Einzige, welches die Gerichtsperſon von dem Kranken herauszu— bringen vermochte, waren die Worte:„Ach, ich verlorner, 160 5 ungluͤcklicher Mann! die alte Hartwich hat mich behext; hörte zu erſtatten. ſie hat mir den Teufelstrauk eingegeben.“ Rathsherr ſich von dem Stande der Dinge überzeugt, und ein Paar Gerichtsdiener zur Bewachung des Zimmers zu— rückgelaſſen hatte, kehrte er nach dem Rathhauſe zurück, dem hohen Rathe Bericht über das Geſchehene und Ge— 7 Nachdem der (Jortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 1559] Unterm 15. Juni 1821 entlieh die Ge⸗ meinde Niederweiſel von dem damaligen Ge— richtsſchöffen Johann Georg Haub J. ein verzinsliches Kapital von 300 fl. Dieſes Ka⸗ pital iſt zwar laut Quittung vom 30. Dezem- ber 1835 wieder abgetragen worden; der be— treffende Schuldſchein aber kann nicht aufge⸗ funden werden. Auf Antrag der Intereſſenten ſind deßhalb alle etwaigen Anſprüche aus dieſem Schuldſchein binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un— terzeichneten Gericht ſo gewiß anzumelden, als ſonſt derſelbe für erloſchen und mortifieirt er— klärt werden wird. Butzbach am 29. April 1855. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. Oeffentliche Aufforderung. [535] Wilhelm Jung und Konrad Jung III. von Münzenberg wollen die nachverzeichneten von ihren Eltern ererbten Liegenſchaſten: Gemarkung Münzenberg: a) auf den Namen der Johannes Jung I. Wittwe eingetragen: Fl. 1 Nr. 578 27[◻Klafter Hofraithe ꝛc., be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stall und Schoppen, 761 40[◻Klftr. Acker und „ X„ 155 23[◻+Klftr. und „XIV 123 64 Acker im Biengarten, b) auf Wilhelm Jung eingetragen: 1 797 19[◻OKlafter, VI 346 36[OKlafter, VII 473 46 ◻Klafter, VII 516 50[◻Klftr., IX 514 50 UKfftr. erblich theilen, find aber außer Stand ihr Ei⸗ genthum urkundlich und genügend nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden, als ſonſt die bereits vorgelegten Theilungsur— kunden beſtätigt und der Eintrag ins Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden werden wird. Butzbach den 15. April 1855. Veet Landgericht Butzbach 0 8 Landrichter. 7* 1* Ve ſt ei gerung. 1598] Montag den 21. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das von dem Unterförſter Seitz zu Engelthal bewohnte zweiſtöckige, von Holz gebaute Wohnhaus, 45% Fuß lang, 28 Fuß breit, und mit Ziegeln gedeckt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, öffentlich meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert werden. Laubach den 21. April 1855. Li ff lier Gräflicher Bauaufſeher. Schaafpferche⸗Verſteigerung. [6301 Donnerſtag den 10. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5—10 Schaafpferche, welche den 16. l. Mts. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 5. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. [607] Die Reparaturarbeiten für 1855 an den Kameral-, Grundlaſten-, Forſt⸗ und Cen⸗ tralgebäuden im Baubezirk Friedberg, als: Maurer-, Steinhauer⸗, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weißbinder-, Spengler⸗ und Pflaſterarbeiten, ſowie das Anliefern von Mauerſteinen, Kalk, Sand und Pflaſterſteinen, werden an nachſtehenden Tagen und Stunden an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert: Montag den 14. Mai, Vormittags, 9 Uhr, zu Friedberg im Gaſthauſe zur Stadt Frank⸗ furt an den Gebäuden zu Friedberg, Ockſtädt, Obermörlen, Niedermörlen, Heldenbergen, Bü— desheim, Kaichen, Burggräfenrod und Rodheim. Dienſtag den 15. Mai, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Vilbel an den dortigen fisk. Gebäuden. Mittwoch den 16. Mai, Vormittags 9 Uhr auf dem Rathhauſe zu Butzbach an den Ge— bäuden zu Butzbach, Griedel, Rockenberg, Op⸗ pershofen und Münzenberg. Friedberg den 2. Mai 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Suffer k. Bekanntmachung. [631] Eingetretener Hinderniſſe zufolge wird die auf den 14. l. Mts, anberaumte Verpach— tung der Begraſungen der ſtädtiſchen Allmeien, Freitag den 18. Mai, Morgens 9 Uhr, in hie⸗ ſigem Rathhauſe abgehalten. Friedberg den 5. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Been de n Fruchtmarkt e [632] Folge höchſter Verfügung Großherzog⸗ lichen Miniſteriums des Innern wird der ſeit⸗ her am Dienſtag abgehaltene zweite wöchent⸗ liche Fruchtmarkt nicht mehr ſtattfinden, welches im Intereſſe des handelnden Publikums hier⸗ mit zur Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 7. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben de r. Freu ch teve r ſtelge run g. L633] Von den Früchten der Kugelhaus- und Armenfonds⸗Speicher werden in folgenden Ter⸗ minen: Freitag den 11. Mai d. J. 1„ 8. Juni„„ 1 1 6. Juli, jedesmal des Vormittags um 11 Uhr, ohngefähr 50 Malter Korn und 60„ Gerſte auf dem Bürgermeiſterei-Büreau dahier an die Meiſtbietenden verſteigert, Butzbach den 4. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel. 40 0 Gulden [634] liegen in der Kirchenkaſſe dahier gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. O berwöllſtadt den 27. April 1855. Veith, Kirchenrechner. Main ⸗Weſer⸗Eiſen bahn. 1635] Die Verſteigerung der diesjährigen Gras⸗ und Kleeerndte auf den Böſchungen der Bahn findet ſtatt: Im Bahnmeiſterbezirk Butzbach-Nauheim, Montag den 14. d. M., beginnt des Morgens um 7 Ubr an der Grenze bei Nauheim. Im Bahnmeiſterbezirk Langgöns-Butzbach, denſelben Tag, beginnt des Nachmittags um 2 Uhr am Bahnhofe zu Butzbach. Im Bahnmeiſterbezirk Gießen⸗Langgöns, Dienſtag den 15. d. M., beginnt des Morgens um 7 Uhr am Bahnhofe zu Langgöns. Im Bahnmeiſterbezirk Gießen⸗Lollar, denſelben Tag, beginnt des Nachmittags um 2 Uhr am Bahnhofe zu Gießen. Im Bahnmeiſterbezirk Lollar⸗Friedelhauſen, Mittwoch den 16. d. M., beginnt des Morgens um 7 Uhr am Bahnhofe zu Lollar. Die Bedingungen werden bei der Verſteige⸗ rung bekannt gmacht. Gießen am 3. Mai 1855. Der Großherzogliche Bahningenieur des Bahnbezirks Gießen Eicke meyer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 1636] Samſtag den 12. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten die zu 400 Gulden veranſchlagte Erneuerung des Oelfarbanſtrichs der Barrieren an den Wegübergängen im Ingenieurbezirk Gie⸗ ßen durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen am 4. Mai 1855. Der Großherzogliche Bahningenieur des Bahnbezirks Gießen Eicke meyer. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [637] In dem Geſchäftszimmer des Unterzeich. neten ſollen Dienſtag den 22. Mai 1855 Vor⸗ mittags 9 Uhr, der Anſtrich der Barrieren auf der Strecke von Friedberg bis Vilbel mit ab⸗ wechſeld rothen und weißen rautenförmigen Feldern an den Wenigfinehmenden veraccordirt werden. Die Voranſchlagsſumme beträgt 303 fl. 6 kr. Friedberg am 2. Mai 1855. Der Großherzogliche Bahn⸗Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg »Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [638 Steinhauerarbeiten zu Perron⸗Stütz⸗ mauern ſollen Donnerſtag den 24. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten verakkordirt werden. Sie ſind veranſchlagt: 1) Zu dem Perron in Friedberg zuunn 695 fl. 10 kr. 2) Zu dem Perron in Nieder⸗ wöllſtadt zuuu 411% 18 3) Zu dem Perron in Vilbel 372—„ 1478 fl. 28 kr. Friedberg den 4. Mai 1855. Der Großherzogliche Sektions⸗Ingenieur der Sektionen Friedberg und Vilbel Hochgeſand. 1 90 640] Dor Mai l. J. wald 202 Ste 218%„ 142„ 404„ 2* 0„ 71„ 31 Buch 10— 100 Eich 20— Schad⸗ uud das Slo gerung ke Gigen Zahlungs ftattet. Wipp Groß Fer 10400 J Uhr, ſo den Für öffentlich Lich a 2 1⁴ 10 Ur, der Chauff menden A nggneh men lanir⸗ zu 2) Du Fr. Steinen veranſchl Dag An beranſchl 0 Das J betanſchl 1 ledert Hauen Agenttut Oeffentliche Aufforderung. 1639 Johannes Enders jun. Kinder von Münzenberg haben die von ihren Eltern, fer- ner die von dem Großvater Philipp Walter und einem Oheime Johannes Enders sen., auch zweiter, ererbten, in der Münzenberger, Traismünzenberger, Gambacher, ſowie bezüg— lich/ Mark Holz in der Muſchenheimer Ge⸗ markung gelegenen Güterſtücke zur Vertheilung gebracht, können jedoch zum größten Theile das Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen. Eigen— thums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an dieſe Güter⸗ ſtücke, deren nähere Bezeichnung aus den dahier offen liegenden Flur- xesp. Grundbuchsauszü⸗ gen erſehen werden kann, find innerhalb ſechs Wochen ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt gerichtliche Beſtätigung der Theilzettel er⸗ folgen und deren Eintrag in das Mulkations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 30. April 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Holzverſtei gerung. 1640] Donnerſtag den 10. und Freitag den 11. Mai l. J. ſollen im Wippenbacher Gemeinde- wald 202 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 218„„ Prügelholz, 142„„ Stockholz, 404„ Reisholz, 2„ Eichen⸗Prügelholz, 122„ Aspen-⸗Scheitholz, 47„ Prügelholz, 31 Buchen⸗Stämme von 4-10“ Dicke und 10-40“ Länge, 100 Eichen⸗Stämme von 5-10“ Dicke und 20—50“ Länge an Ort und Stelle verſteigert werden. 8 Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr bei olz. Es wird bemerkt, daß den erſten Tag das Scheit⸗ und Prügelholz, und den zweiten Tag das Stock⸗, Reis- und Werkholz zur Verſtei⸗ gerung kommt. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zahlungsfriſt bis den 1. September d. J. ge⸗ ftattet. Wippenbach den 2. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wippenbach 0 Fruchtverſteigerung. L641] Montag den 14. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Krone zu Niederweiſel von den Fürſtlichen 1854r Fruchtvorräthen daſelbſt öffentlich nach Gewicht verſteigert werden: 50 Malter Korn und 64 17 Gerſte. Lich am 5. Mai 1855. Fürſtliche Rentei Lich Ker a tz. Arbeits⸗Verſteigerung. 6421 Samſtag den 12. d. M., Vormittags 10 Ubr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die bei der Chauſſirung des Triftwegs dahier vorkom⸗ menden Arbeiten und Lieferungen an die We— nigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: 1) Planir⸗ und Chauſſirarbeit, veranſchlagt zu 112 fl. 30 kr. 2) Das Brechen von 9 Cbklftr. Steinen im Aſſenheimer Bruch, veranſchlagt zu 3) Das Anfahren dieſer Steine, veranſchlagt zu 108— 7 4) Das Aufſetzen dieſer Steine, veranſchlagt zu 13% 30% Niederwöllſtadt den 5. Mat 1855. Großherzogliche n Niederwöllſtadt t o 5 108— 161 Arbeits Verſteigerung. [643] Montag den 14. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Herrn Gaſtwirth Stumpf zu Oſſenheim das Brechen, Anfahren und Auf— ſetzen von 8 Cubikklftr. Uuterhaltungsſtelnen der Vicinalwege inner- und außerhalb des Orts für das Jahr 1855 aus den Steinbrüchen bei Fauerbach II. öffentlich in Accord gegeben werden. Oſſenheim den 2. Mai 1855. a Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko p p. Muſterſchule. L644] Die jährliche öffentliche Prüfung wird vom 14.— 16. Mai, und zwar am 14. dieſenig der Elementarklaſſen, am 15. die der Mittel- klaſſen, am 16. die der Oberklaſſen, Morgens von 8 Uhr an Nachmittags von 2 Uhr an, auf dem Rathhausſaale ſtattfinden, wozu die Aeltern und Pfleger der Kinder, ſowie alle Freunde der Anſtalt hiermit eingeladen werden. Friedberg den 7. Mai 1855. Der Schulvorſtand. Ein tüchtiger Glaſergefelle [6181 findet gegen guten Lohn dauernde Be— ſchäftigung bei Friedberg. J. C. Jung, Glaſermeiſter. Für Maurer ⸗Geſellen. 1620] 10 bis 12 gute Maurer-⸗Geſellen finden gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung bei Friedberg am 28. April 1855. Jacob Morſchel, Maurermeiſter. Gezogenes Fenſſerblei [6221 hat zu verkaufen Friedberg Fr. Hanſtein. Empfehlende Erinnerung. [621] Ein verehrliches Publikum mache ich er⸗ gebeuſt darauf aufmerkſam, daß ich wieder eine große Auswahl von Spiegel mit Goldbaroko⸗ rahmen, Nußbaumbarokorahmen, ferner Spie- gelgläſer von den kleinſten bis zu den größeren gangbarſten Sorten, ſowie Goldleiſten von den ſchmälſten bis zu den breiteren Sorten wieder friſch erhalten habe und dieſe zu den äußerſt billigſten Preiſen abſetze und bringe zugleich wieder in empfehlende Erinnerung, daß ich das Einrahmen von Bildern, Oelgemälden zc. auf's prompteſte und billigſte beſorge. Friedberg den 4. Mai 1855. Fi i d iich Sa d ie en, Glaſermeiſter. Warnung. 1603] Um allen Irrthümern und Unannehm⸗ lichkeiten für die Zukunft vorzubeugen, warne ich alle Handels- und Geſchäftsleute, irgend Jemanden, er ſei dem Hofe Haſſelheck zugehö— rig oder nicht, etwas auf meinen Namen zu borgen, es ſei denn, daß ein mit meiner eigen händigen Unterſchrift und beigedrücktem Fa⸗ milienſiegel verſehenes Schreiben vorgezeigt würde. Hof Haſſelheck den 28. April 1855. C. Ko ch. 200 Gulden [645] Vormundſchaftsgeld liegen bei mir zum Ausleihen bereit. Friedberg. Johannes Herold. Ein Uhrmacherlehrling, [6461 welcher alsbald in die Lehre treten kann, wird geſucht. Näheres bei der Expedition ds. 1628] 2 U DN N Ns 8 5 N * 2 8 H. Wieſand, große Sandgaſſe 27, nächſt dem Kornmarkt, i n Frankfurt am Main empfiehlt ſein Lager von Bettfedern, Flaumen, Schwan- und Eiderdaunen, geſponnenen Roß⸗ und Waldhaaren, Bett⸗ G barchent, Bettzwillich, Plumeauzeuchen, neuen Betten und Matratzen eigner Fabrik, einzelnen Bett⸗ 8 ſtücken, Bettwachs, wollenen Bett⸗ und Bügeldecken u. ſ. w. Blattes. A * allen Gattungen 8 N Auch werden alle Bett- und Matratzen-Reparaturen gut und zu billigen Preiſen bei mir beſorgt. * 2* 2 D 8 7 28 8 7. 2 7 * P. Mittelſtädter Vilbel 15301 empfiehlt ſich zur Beförderung von Auswanderern nach allen amerikaniſchen Häfen zu den billigſten Preiſen. 162 E Franz Benjamin Auffarth in Frankfurt a. M. iſt ſo eben erſchienen und in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg vorräthig: Der große Soolſprudel zu Bad Nauheim im Frühling 1383, von Dr. J. E. Dreſcher. Mit einem geologiſchen Profile. Preis 24 kr. Der weltberühmte große Sprudel zu Naubeim iſt wieder gekommen und hat dadurch die Begierde nach einer gründlichen Erklärung des Phänomens nur noch mehr geſteigert.— Dieſe Schrift ſchildert alle Vorgänge bei den Nauheimer Quellen und die ganze Umgegend treu und giebt eine ſichere Einſicht in die geologiſche Beſchaffenheit derſelben, ſo daß man darin alle mög⸗ lichen Beziehungen vollſtändig erläutert findet. Alles was darin vom großen Sprudel vorherge— ſagt wird, iſt der deutlichſte Beweis, wie richtig man jetzt ſeine Eigenthümlichkeit verſtanden hat. Soolbud Nauheim. 05 Jeden Tag CON. EA! im Garten des Kurhauses, ausgeführt von dem Rur-Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. 1647] Brillen, Lorgnetten, Perſpecetive, Loupen, Thermometer, Barometer und Branntweinwaagen billigſt bei L. Hanau, Uhrmacher in den drei Schwertern. men Möbelmagazin, en 1648] in Cauſeuſes mit Barockſtühlen, Sophas, Seeretärs, Schreib⸗ tiſche, Spiegelſchränke mit Spiegel⸗ und Glasthüren, Sophatiſche, Geſellſchaftstiſche für 24 und 36 Perſonen, Stühle mit Rohr- und Strohſitzen, Kommoden, Bettladen, Nachttiſche, Waſchtiſche, Pfeilerſchränkchen u. ſ. w., ferner Spiegel in ächt vergoldeten und braunen Rahmen empfehle ich zu den möglichſt billigſten Preiſen. J. L. Weinrauck, neben der Poſt in Hanau. Mehrere tuͤchtige Arbeiter 1649] können ſogleich dauernde Beſchäftigung erhalten bei J. C. Dei e l II., Herrenkleidermacher in Friedberg. Im Burgfeld 8 [650] wird ein Viertel Land zu miethen ge⸗ ſucht.— Näheres bei der Exped. dieſes Bl. Wohn ungs veränderung. [651] Unterzeichneter zeigt hiermit an, daß er jetzt bei Wittwe Rauſch an der Verbindungs⸗ ſtraße, neben Herrn Bechſtein, wohnt. Euler. Wohnungs-Veraͤnderung. 1652] Indem ich hiermit die ergebene Anzeige mache, daß ich ſeit dem heutigen bei Herrn Schuhmachermeiſter Mogk auf der Freiheit wohne, empfehle ich mich gleichzeitig einem ge⸗ ehrten Publikum beſtens unter der Zuſicherung prompteſter Bedienung. Friedberg den 1. Mai 1855. . C. Die h el., Herrenkleidermacher. Einige Kanarienvögel⸗ Weibchen [553] werden zu kaufen geſucht. Die Exped. ſagt von wem. Zwei tüchtige Schreinergeſellen 1654 können dauernde Beſchäftigung erhalten bei Franz Klein. Friedberg. Fichten-Bauholz. 1655] Eine große Parthie Fichten-Bau⸗ holz, Ater, ster, ter, 7ter, Ster und 9ter Stämme, in verſchiedenen Längenmaßen(ge⸗ braucht) iſt beſonders billig zu verkaufen durch den Kaufmann Ferdinand Weiß am Markt in Hanau. Frankfurter Cours vom 5. Mai 1855. Mfſtelen ff Friedrichsd or 10% 1% Holländiſche 10 fl. Stücke[„ 941-42 Rand⸗Ducaten. 531-32 20 Frankſtücke 6„920/17 Engliſche Souverains.„1144-46 Preußiſche Thaler.„145/46 5 Frankenthaler 4— Peußiſche Caſſenſcheine„146/78 Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. . Waizen Korn Ge r ſt e Hafer Kartoffel Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel. Ort und Datum] Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf- Ver⸗ vreis ge- kauft 9e kauft e güf tft duft ue 5 fahren 8 fahren— fahren 8 fahren 8 fahren 85 Mltr. Mltr. Pfd. fl. kr.][Mltr Mltr. Pd. fl. kr.] Mltr. Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.[qpfd. fl. kr. Frledberg, 4. Maſſ19 2/945 ½ 000105387 8771804 320¼½ 202 60 J21J159¼ 127X120 5/2218 39,(5000 48 Butzbach, 4.„211½ 192% 2001614] 42½ 42% 18013/52214 170 160 92113ʃ½% 12 120 539220 82% 200 425 Vilbel, 4.„162 162 20016266 3 3 80130300 12 12 160 8650—— 120—]—— 200—— Allenſtadt, 27. Aprilſ 305 294½ 2001620] 31½¼ 16 18013 45 32% 29 160 8050] 17 10 120 5/400 3— 200—— Nidda, 4. Maiſ— 18 20016—]— 21 189/48]— 38 160 916—— 1120—f—[—— 200—— Hungen, 4.„115 110 2001620 20 20 8014 300 16 16 16010— 6 6 120 60 5 1 5 200 50— Echzell, 4.„147 99 200167 105 5 18013 37] 40 28 160 913] 5 3120 525 2 77200 6— Grünberg, 5.„[— 220% 200 1010— 94¼ 80 43 3— 93 ¼ 1600 8— 44% 20 54]— 29 2004035 Mainz, 4.„I— 20016030“—— 18013 30l—— 160] 850 e 1, verk. 41, 14 fl.; Roggenmehl aufg. 2, verk. 2, Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Die ſie von de flar, daß gegangen ſprach: keinem 31 geſchehen derſelben dieſelbe de Wal Ruf des fe „Zauberſch Nach wich, als laſſen; di Geiſtlicher geiſtliche So geſcha we Hartw Verhaßtet mit den! rus, der ausſtelle Zauber D Schneide Tage da Fama vf der leib bracht Schneid es nicht machten und Sa keit nah hielt va über dig Hartwig daher a Aufregun Here geh der Sache jener Here hundert ſo und Vernü Angeklagte b Wohl heines B ind Fanat Und das Wuttwe