Mir Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bete Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. Nu 28. Freitag, den 6. April. 1855. Der Juden Teich. (Fortſetzung) Der Magiſter Henricus Garberus, der gleich darauf bei dem Senator eintrat, war einer jener Geiſtlichen, die, am Ende des 16. Jahrhunderts, die Chriſtus-Religion zu einem Deckmantel ihrer Unduldſamkeit und Starrheit in Glaubensſachen machten. Hochmuth und Eitelkeit walteten, ſtatt chriſtlicher Bruderliebe, bei ihnen, und über den zähen Stolz und die Hartnäckigkeit, mit der ſie an der Erfüllung der äußeren Gebräuche des Cultus hingen, vergaßen ſie nur zu ſehr die heiligſten Grundlehren des Evangelii. Es war daher nicht zu verwundern, daß Wöhler in dem Pre— diger ein geeignetes, willfähriges Werkzeug zur Erreichung ſeiner Pläne erblickte. „Verzeiht, verehrter Herr Senator,“ ſprach der Geiſt— liche bei ſeinem Eintritt in das Zimmer,„wenn ich Euch ſtöre, allein Ihr werdet mir vielleicht einige Augenblicke Eure Zeit leihen, wenn ich Euch mittheile, daß ich Kraft meines heiligen Amtes zu Euch komme und von Eurem Edelmuthe die Gewährung einer Bitte hoffe.“ „Mit Vergnügen ſtehe ich Euch zu Dienſten, wuͤrdiger Herr,“ entgegnete ihm freundlich der Senator,„denn Ihr wißt ja, daß ich nicht zurückſtehe, wenn es ſich um das Wohl der Kirche handelt. Was wüunſcht Ihr von mir?“ „Es iſt Euch bekannt,“ ſagte der Prediger,“ wie im verfloſſenen Jahre der ſchwarze Tod, die Peſt, ſo gräu— lich in unſerer Stadt gewüthet und namentlich aus unſe— rem Kirchſprengel viele Menſchen dahingerafft hat. Durch die vielen Leichenbegängniſſe ſind nun zwar mir viele Mühen und Laſten erwachſen, allein die Zahl der Gemeindemit— glieder hat ſich bedeutend vermindert und der„Wortzins“, der der Kirche zufällt, iſt dadurch gar ſehr verſchmälert worden. Ich habe deßhalb, mit Zuſtimmung vieler gutge— ſinnter und frommer Mitglieder der Gemeinde, den Ent— ſchluß gefaßt, bei Rath und Bürgerſchaft auf einige Zeit um eine Erhöhung des mir gebührenden Wortzinſes anzu— halten und hege zu Euch das Vertrauen, daß Ihr im Rathe meine Bitte durch Euer gewichtiges Fürwort kräftiglich unterſtützen möget.“ „So viel ich vermag, Herr Magiſter,“ erwiderte ihm Wöhler,„bin ich gerne zur Unterſtützung Eurer Bitte bereit und ich hoffe, Ihr ſollt Euch nicht umſonſt an mich gewandt haben; aber Ihr wißt, eine Liebe iſt der andern werth, darum vergönnt, daß ich Eure Hülfe oder vielmehr Euren Rath und Eure Vermittlung auch für mich in An— ſpruch nehme.“ „Von Herzen gerne,, rief der Prediger, erfreut über die ihm gewordene Zuſage;„ſprecht, womit kann ich Euch dienen, ich bin dazu bereit. Natürlich,“ ſetzte er ſchein— heilig hinzu,„wenn es ſich mit meinem heiligen Amte verträgt.“ „Seid deßhalb ohne Sorgen,“ ſprach lächelnd der Senator,„die Kirche hat nichts damit gemein, es betrifft nur meine Familienverhältniſſe. Ihr wißt,“ fuhr er fort indem er ſeinen Seſſel dem Pfarrer näher rückte,„daß ich nur einen einzigen Sohn, den Johannes habe, der erſt vor einem Jahre von der hohen Schule zu Leyden zurückgekehrt iſt und ſich dort, wie ich glaube, einen tüch— tigen Schatz von Kenntniſſen geſammelt hat. Bis jetzt zögerte ich noch, ihn in die Arbeitsſtuben des Rathes ein— zuführen, weil ich in ihm keinen Bücherwurm oder Feder— fuchſer ſehen wollte und der Meinung war, er ſolle ſich erſt ſeine Hörner abſtoßen. Seit kurzer Zeit aber iſt das Ding anders geworden. Der Burſche läuft, wie ich höre, einer Schürze nach und hat ſich in die Larve einer Bettlerdirne vergafft. Ihr kennt die alte Hartwich, die Wittwe des Baders, die im„Rozehoff“, an der Ecke des kleinen Wul— feshorn wohnt. Die Tochter dieſes Weibes hat es mit buhleriſchen Künſten dem Johannes angethan, ſo daß er allabendlich zu ihr ſchleicht, in ihren Armen ſeinen Stand vergißt und jeder Zucht und Sitte ſpottet. Ja, er ſoll ſogar, wie meine Späher ausſagen, die Abſicht hegen, mir die Buhldirne als Schwiegertochter in das Haus zu bringen.“ „Das wolle Gott verhüten!“ rief der Geiſtliche aus, indem er ſich geberdete, als erſchrecke er vor dieſem Ge— danken;„Ihr ſeht, verehrter Herr, die Sache gewiß von einem zu ernſten Geſichtspunkte an und legt einem ge— wöhnlichen Liebeshandel eine Wichtigkeit bei, die er ſicher nicht hat. Glaubt mir, junges Blut brauſt zwar auf wie Champagnerwein, allein es verraucht auch eben ſo leicht, wie dieſer.“ „Ihr irrt Euch, Magiſter,“ ſagte kurz der Patricier „ich kenne den Burſchen beſſer, er iſt zäh wie eine junge Weide und wird Alles daran ſetzen, mir dieſen Streich zu ſpielen. Hat er doch ſchon davon geſprochen, die Hülfe ſeines Ohms in Hildesheim anzurufen, weil er von deſſen Gutmüthigkeit ein Gelingen ſeines Planes hofft.— Ich ſage Euch, Güte iſt hier am unrechten Orte und nur Liſt oder nöthigenfalls Gewalt kann helfen.“ „Bedenkt es wohl, Herr Senator,“ ſprach nachdenkend der Prediger,„was Ihr in dieſer Sache für Maßregeln zu ergreifen beabſichtigt; davon ſeid aber überzeugt, daß hier Gewalt am wenigſten zum Ziele führt; ſie wird viel— mehr den Widerſtand Eures Sohnes reizen und ihn zu Schritten vermögen, an welche er bis jetzt wohl noch nicht denkt.“ a„Und was rathet Ihr mir in dieſer kitzlichen Sache?“ fragte der Senator. „Daß Ihr vorlaufig nichts in derſelben thut, ſondern mir dieſelbe überlaßt,“ antwortete der Magiſter.„Ich kenne die alte Hartwich; das Volk nennt ſie nur die kluge„Frau“, denn ſie ſoll durch Salben und Kräutertränke gar wunder— bare Kuren bewirken und manches Gebrechen heilen können. Die Tochter Anna war früher mein Beichtkind und ein gar kluges Mädchen; hoffentlich wird wenigſtens eine von Beiden ſo geſcheidt ſein und einſeheu, auf welcher Seite der Vortheil liegt; ob in der Liebelei mit einem Spring⸗ 118 insfeld, oder in der Abſtandsſumme, mit der Ihr nicht kargen dürft.“ „Seid unbeſorgt, lieber Pfarrer,“ ſagte leichthin der Rathsherr,„auf einige hundert Goldgulden kommt's mir im Nothfalle gar nicht an und es iſt vielleicht möglich, daß nur die Begierde nach dem Beſitze derſelben, wenn nicht das Mädchen, doch wenigſtens die Alte dazu antrieb, das Netz nach meinem heißblütigen Gimpel von Sohne aus— zuwerfen. Ich bin daher gern zu einigen Opfern bereit und würde Euch ſehr verbunden ſein, wenn Ihr Eure Ueberredungsgabe bei Mutter und Tochter verſuchen wolltet. Führt aber dieſer Weg nicht zum Ziele, nun dann, ſo werde ich ſehen, was die Macht eines Vaters und Sena— tors vermag; dann wehe ihnen!“ „So weit wird es nicht kommen,“ beſchwichtigte den Aufgeregten der Pfarrer,„vergönnt mir nur einige Zeit zum Handeln. Bis dahin aber ſchweigt vor allen Dingen gegen Euren Sohn und laßt ihn ſelbſt nicht ahnen, daß Ihr von ſeinen nächtlichen Gängen und Liebesabenteuern unterrichtet ſeid. Ihr wißt, die Jugend iſt gar leichtfertig mit dem Wort und der That bereit, und Gewalt reizt zum Widerſtande. In einigen Tagen hoffe ich Euch gün⸗ ſtige Nachrichten über den Erfolg meiner Bemühungen bei den Frauen geben zu können.“ „Ich will Eurem Rathe folgen, ehrwürdiger Herr, und Eurer Einſicht in dieſer Sache vertrauen,“ verſicherte Wöhler, wie es ſchien, von den Gründen des Geiſtlichen überzeugt,„auch ſehe ich einen gütlichen Ausweg am lieb— ſten. Was übrigens die Gewährung Eurer Bitte wegen Erhöhung des Wortzinſes betrifft, ſo rechnet auf mich, ich werde dafür ſorgen.“ „So will ich denn ſchon heute verſuchen, was ich bei den Frauen auszurichten vermag,“ ſagte der Prediger, indem er ſich von dem Senator verabſchiedete;„geduldet Euch nur eine kurze Zeit.“ „Lebt wohl, Herr Magiſter,“ ſprach der Patricier, den Geiſtlichen bis zur Thüre begleitend,„und verkündet mir bald einen günſtigen Erfolg.“ „Das hoffe ich zuverläſſig,“ erwiderte ſcheidend Ma— giſter Garberus. Nach der Entfernung des Pfarrers gab der Senator ſeinem Leibdiener, der in's Zimmer trat, noch einige Be— fehle, nahm dann Barett und Mantel und begab ſich nach dem Rathhauſe in die Senatsſitzung. 5 (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. „Ach wollten Sie wohl ſo gefällig ſein, und dieſen Rock mit bis an das Thor der nächſten Stadt nehmen?“ bat ein junger Mann, der von einem Wagen auf der Landſtraße eingeholt wurde, den darin ſitzenden Herrn.— „Mit vielem Vergnügen,“ antwortete der Angeredete ſehr artig,„wie wollen Sie ihn aber wieder bekommen?“— „O, ſehr leicht,“ erwiederte der beſcheidene Fußreiſende, „wenn Sie Nichts dagegen haben, bleib ich d'rin.“ Ein Stück Himmel. Eine alte Jüdin ſaß wäh⸗ rend eines ſchrecklichen Sturmes unter Furcht und Zittern betend am Fenſter. Plötzlich ſchrie ſie kreiſchend auf:„Ach Gott! ſchon ein Stück Himmel!“— Eine blaue Schuͤrze, die irgendwo zum Zuſtopfen gedient hatte, kam nämlich herab und bei ihrem Fenſter vorbeigeflogen. Bürgerhülfe für den Odenwald. Expedition des Intelligenz-Blatts: 22 fl. 29 kr. als Reſt ihrer Einnahme. In Ockſtadt vom dortigen Ortsvorſtand geſammelt: 29 fl. 48 kr. Zuſammen 52 fl. 17 kr. Herzlichſten Dank!— Damit beſchließe ich meine Sammlung und behalte mir vor, in einer der nächſten Nummern d. Bl., deſſen Redaction auch dießmal wie⸗ der mit ſo dankenswerther Uneigennützigkeit ihre Beihülfe zu einem gu⸗ ten Werke geleiſtet hat, Rechnung über meine ſämmtlichen Einnahmen und Ausgaben abzulegen. 7 Friedberg den 5. April 1855. Dr. Matthias. Bei der Unterzeichneten ging ferner ein: Ungenannt von Ockſtadt 30 kr.; von Johs. Will, Müllermeiſter von Fauerbach 1., 30 kr. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Markt⸗Bericht von Friedberg. 3. April. Waizen aufgefahren 183½ Malter, verkauft 163, 15 fl. 49 kr.; Korn aufg. 14½, verk. 11½, 13 fl. 8 kr.; Gerſte aufg. 3 ½, verk. 7, 8 fl. 51 kr.; Hafer aufg. 4, verk. 2, 5 fl. 30 kr.; Vorſchußmehl aufg. 37, verk. 37, 18 fl. 3 kr.; Waizenmehl aufg. 11½, verk. 11½, 14 fl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Frucht⸗Markt zu Friedberg. 1457] Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der der Stadt Friedberg auf Dienſtag genehmigte zweite Fruchtmarkt fortwährend und ſo lange abgehalten wird, als derſelbe nicht durch eine Verfügung Großberzoglichen Miniſteriums aufgehoben werden ſollte, worüber ſeiner Zeit öffentliche Bekanntmachung erfolgen wird. Aus dieſem Grunde und um Irrthümer zu vermeiden, wird das handelnde Publikum auf den, nächſten Dienſtag, den 10. d. M., 5 dahier abgehalten werdenden Fruchtmarkt beſonders aufmerkſam gemacht. Friedberg, den 3. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben d Solz se eis er un. L460] Donnerſtag, den 26. April l. I., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Frei⸗ herrlich von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſel⸗ heck nachſtehendes Holz öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden: 1% Stecken Eichen⸗Scheitholz, Eichen- u. Birken⸗Prügelholz, Aspen⸗ n. Nadel⸗„ 5050 Stück Eichen⸗ u. Birken⸗Wellen, 4800„ Aspen- u. Nadel⸗„ Die Zuſammenkunft iſt auf Hof Haſſelheck. Friedberg, den 2. April 1855. e r. In Auftrag . Faatz. Güter ⸗ Verpachtung. 1458] 925 dem Kugelhausfonds zu Butzbach in der Gemarkung Rockenberg gehörige Gut, beſtehend aus circa 135 Morgen Ackerland und 15 Morgen Wieſen, desgleichen in der Gemar⸗ kung Oppershofen 27 Morgen Ackerland und 3 Morgen Wieſen, nebſt 5 Marken Holz im Rockenberger Markwald, ſoll entweder im Ein⸗ zelnen oder auch im Ganzen in 12jährigen Pacht gegeben werden. Liebhaber hierzu werden hiermit eingeladen vom Tag des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung im Friedberger Intelligenzblatt an ihre Gebote auf dem Büreau der Großherzoglichen Bürger⸗ meiſterei Butzbach ſchriftlich abzugeben. Butzbach den 2. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel. Schaafpferche-⸗Verſteigerung. [459] Mittwoch, den 11. April, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche meiſtbietend verſteigert. Friedberg, den 4. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. 1486] Samffag, den 14. April l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrn von Rodſchildiſchen Walddiſtrikt Altenberg bei Rod⸗ heim ungefähr 230 Centr. 16jährige Glanz⸗ lohrinde verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt in dem diesjährigen Holzſchlag, in welchem die Rinde geerndtet werden ſoll, an der Peterweiler Grenze, Abtheilung XIV., und woſelbſt auch gleichzeitig die näheren Bedingun⸗ gen bekannt gemacht werden. Okarben, den 4. April 1855. Hilgen reiner, Forſtaufſeher. 61 an die J Die 2 gs 9 Stangen Ockſt 0 8 betreff. 431] werden gelegene öffentlich 4 Ste aß wah⸗ 1d Zittern aal: 1 f. Frucht⸗Verſtei gerung. [428] Dienstag, den 10. April l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden mit kreisamtlicher Geneh⸗ migung 40 Malter Waizen, 70„ Korn, 120„ Gerſte und 70„ Hafer zwei⸗ und fünfmalterweiſe im Wirthshauſe zum Hirſch dahier öffentlich verſteigert. Ockſtadt, am 30. März 1855. Freihl. v. Franckenſteineſches Rentamt Angerer. Holzverſteigerung. [429 Montag, den 16. und Dienstag, den 17. d. M., werden im Diſtrikte Bornwaldchen 115½ Stecken Eichen-, 21„ Birken- und egal, 25 J„ Ascpen⸗ 19„Buchen-, 413¼„ Eichen⸗, 32„ Birken⸗ und Prügelbolz; 78„ Ao pen⸗ 45 ¼½„ Eichen⸗, 137 7 Birken⸗ und Stockholz; 2%„ Aaopen⸗ 14150„ Eichen- und Birken⸗ und 1075„ Aspen⸗ 16 Wagen Allerleiholz; 68 Eichenwerkbolzſtämme= 749 Kubikfuß; 1 Birkenwerkholzſtamm— 18„ und 31 Erlenwerkholzſtamme= 371 Kubikfuß; 61 Eichenſtangen 103 Kubikfuß an die Meiſtbietenden verſteigert. Die Verſteigerung beginnt jedesmal Vormit⸗ tags 9 Uhr, und wird mi“! dem Stamm- und Stangenholze der Anfang gemacht. Ockſtadt, am 2. April 1855. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 2237 Stück Buchen⸗, 2 — Bekanntmachung, betreff. Brennholzverſteigerung im Großherzog⸗ lichen Domanialwald Frauenwald, der Oberförſterei Oberrrosbach. [431] Donnerſtag den 12. April d. 33 werden in dem obengedachten, bei Niedermörlen gelegenen Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 4 Stecken birken, obſtbaum und 3¼ Stecken aspen, weiden Prügelholz, 2 Stecken birken und 1 Stecken aspen Stockholz, 8529 Wellen birken, obſtbaum, eichen und 408 Wellen aspen, weiden Reiſerholz. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: 8½ Uhr auf dem von Niedermörlen nach Nauheim führenden Fußpfad am Glockenſtück. Oberros bach den 31. März 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Gutsverpachtung zu Fauerbach II. 4381 Auf Erſuchen des Großherzog— lichen Salzmagazinsverwalters Sehrt zu Friedberg ſollen Dienſtag den 10. April 1855, von Morgens 9 Uhr an, bei Gaſtwirth Holler dahier ungefähr 40 Morgen Ackerland, in Fauerbacher und Friedberger Gemarkung, parcellen— weiſe verpachtet werden. Fauerbach II. am 31. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. 119 Verfügung [4610 in Sachen des Johann Heinrich Deibel jun. und Carl Simon Deibel zu Hanau als gerichtlich beſtellte Curatoren über die minderjährigen Auguſte und Wilhelm Grill von da, Kläger, gegen 1) den Heinrich Melchior Zipf, 2) den Heinrich Zipf, 3) den Philipp Zipf, 4) den Philipp Kaspar Zipf und 5) die Dorothea Zipf, verwittwete Denhardt, alle von Schlüchtern, Verklagte, N wegen Herausgabe von Pfandgegenſtänden. Die Klage: Für die Kläger legitimire ich mich in der Anlage A. zum Prozeß und ſtelle ſodann vor: Der Johann Siegmund Deibel zu Hanau hat: 1) Dem Milbeklagten 4 und deſſen Frau Eliſabeth, geb. Baiſt im Dezember 1817 ein Darlehn von 914% Thlr. und ſodann 2) den Beklagten in Gemeinſchaft mit der Henriette und der Ellſabethe Zipf ein weſteres Dar— lehn von 342 Thlr. 25% Sgr. im September 1849 vorgeſchoſſen. Beide Darlehen haben die Schuldner ihrem Gläubiger jährlich mit 5 pCt. zu ver⸗ zinſen und nach einvierteljahriger Kündigung zurückzuzahlen verſprochen, ihm auch zur Sicherheit derſelben mit den Zinſen und Koſten die in den Hypotheken B. und C. aufgeführten Immobilien verpfändet und ſich in jenen als Solidarſchuldner hingeſtellt. Der Johann Siegmund Deibel iſt geſtorben, mit Hinterlaſſung eines Teſtaments, in welchem er die Kläger, den Ferdinand Grill, die Marie, den Jean, den Ferdinand, die Mathilde und die Kathinka Deibel zu Erben eingeſetzt hat, welche Perſonen hieraufbin die Erbſchaft des⸗ ſelben angetreten und unter einander vertheilt haben. Bei dieſer Theilung ſind die obigen beiden Darlehn den Klägern auf ihr Erbtheil zugefallen. Dieſe haben jene den Schuldnern im April v. J. aufgekündigt, worauf der Mitverklagte 4 als Solidarſchuldner durch die Beſcheide vom 9. Auguſt und 19. September v. J. zur Zahlung der Hauptbeträge mit den Zinſen und Koſten, ſowie der Liquidationskoſten in Sachen der Pfandgläubiger Orb, Ochs und Schomann, welche einen Theil der Pfandſtücke zum Zwangsverkaufe gebracht, und in deren Sachen meine Clienten ihre Forderungen anmelden mußten, verurtheilt worden, und welche Koſten in der Anlage D. zu⸗ ſammengeſtellt ſind. Der Mitverklagte 4, welcher früher alleiniger Eigenthümer der Pfandſtücke geweſen, hat dieſe inmittelſt an fünf ſeiner Kinder, und unter dieſen die in den Anlagen E und F. bemerkten Pfänder an ſeine Töchter die Henriette und die Eliſabeth Zipf, eigenthümlich über geben. Die beiden letzten ſind geſtorben und in Ermangelung von Deſeendenten vom Mitbe⸗ klagten 4, als ihrem Vater, und den übrigen Imploraten als ihren Geſchwiſtern nach dem Geſetz beerbt worden, in Folge deſſen dieſe Erben die Pfandſtücke in E und F un Beſitz genommen. In Ermangelung von Vermögensobfecten bei den Philipp Kaspar Zipf'ſchen Eheleuten bleibt den Klägern nichts anderes übrig, als die Beklagten qua possessores und qua heredes von Henriette Zipf und Eliſabethe Zipf anzugehen und da die Herausgabe der Pfandſtücke in E und F gütlich nicht geſchieht, zu klagen und zu bitten: Die Verklagten unter Koſtenerſatz zu verurtheilen, daß ſie den Klägern die in E und F verpfändeten Immobilien zwecks Befriedigung jener wegen der libellirten 914 Thlr. 8 Sgr. 7 bl. mit den Zinſen davon zu 5 pCt. ſeit dem 22. Oktober 1852, den be⸗ regten 342 Thlr. 25 Sgr. 9 hl. mit Zinſen von gleicher Zeit, der in D bemerkten Koſten ad 51 Thlr. 3 Sgr. 11 hl. und der Koſten dieſes Verfahrens herausgeben, oder ſie wegen aller dieſer Beträge zu befriedigen. Eventuell wird um ſolidariſche Verur⸗ theilung der Imploraten zu den letzteren, rek. exp. gebeten. Die Mitverklagten 1 und 2 ſind nach der Anlage 6. unbekannt wo, abweſend, es wird deßhalb erſucht, dieſe beiden ediotaliter ad terminum zu laden. Beweis wird durch Eides⸗ delation angetreten. Hochachtungsvoll ꝛc. Kurfürſtlichen Juſtizamts gehorſamer der klägeriſche Anwalt Bau ſcher. Wird den— unbekannt wo?— abweſenden Mitverklagten 1 und 2 mitgethellt um auf deren Inhalt und die beigefügten Urkunden, deren Einſicht im hieſigen Amtslocale denſelben ge— ſtattet iſt, eine vollſtändige Erklärung abzugeben. Dieſe Erklärung iſt entweder im Termin den 27. April d. J., Vormittags 9 Uhr, und ſpäteſtens bis Morgens 11 Uhr bei dem unterzeich⸗ neten Juſtizamte mündlich zu Protocoll zu geben, oder bis zu jenem Zeitpunkte in einer den ge⸗ ſetzlichen Vorſchriften entſprechenden Eingabe ſchriftlich dahier einzureichen. Mit dieſer Erklärung ſind zugleich die Beweismittel zu bezeichnen, welche die gedachten Mitverklagten für ihre Angaben geltend machen wollen, ſowie alle etwaigen Urkunden vorzulegen. Soweit dieſelben die geforderte Erklärung bis zu obigem Zeitpunkte gar nicht oder unvollſtändig erſtatten, wird angenommen, daß ſie die Behauptungen der Kläger als wahr, die vorgelegten Urkunden derſelben als ächt zu geſtehen und auch ſonſt keine Einwendungen gegen die Klage haben. Zugleich dient den genannten beiden Mitverklagten zur Nachricht, daß alle weiteren Ver⸗ fügungen in dieſer Sache nur durch Anſchlag im Vorzimmer des unterzeichneten Gerichts ihnen mitgetheilt werden. Schlüchtern am 9. März 1855. Kurfürſtliches Juſtizamt Harkot vdt. Thomas. Hanau, 5. März 1855. — Alle Sorten Strohhüte& Sonnenſchirme, 1423] ſowie ſonſt neue Modewaaren für die Sommerſaiſon, habe ich in ſchöͤner Auswahl erhalten, womit ich mich beſtens einpfehle. S. G. Simon jun., Putz und Modehandlung, neben den drei Schwerdtern. —. ͤ(—ñ— Fruchtverſteigerung. 4621 Von den Früchten der Kugelhaus⸗ und Armenfonds⸗Speicher werden in folgenden Ter⸗ minen: Freitag den 13. April„„ „7„11. Mai 7„% 8. Jun. 7„ 6. Juli„5„% jedesmal des Vormittags um 11 Uhr, ohngefähr 50 Malter Korn und 60„ Gerſte auf dem Bürgermeiſterei-Büreau dahier an die Meiſtbietenden verſteigert. Butzbach den 3. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seel. Bekanntmachung. [437] Dienſtag, den 10. April, Vormitags 9 Uhr anfangend, ſollen in dem früheren Enz ⸗ heimer⸗, jetzt Kleinkärber⸗Gemeindswald folgende Holzſortimente: 73 Stecken Buchen-Scheitholz, 5* Eichen⸗„ 63 Buchen-Prügel, 3 17 Eichen⸗ 17 60„ Buchen⸗Stockholz, 4000 Stück Buchen⸗Wellen, 568 Eubikfuß Bau-, Werk⸗ und Nutzholz; Ferner: Donnerſtag, den 12. April, Vor⸗ mittags 9 Uhr, im Diſtrikt Loh bei Kleinkarben: 181 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, n Eichen⸗„ 8. Buchen-Prügel, 33„ Eichen- 1275 Stück Buchen⸗Wellen, 525 5 Eichen- 77 unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden. Die Großberzoglichen Bürgermeiſtereien wer⸗ den um gefällige Bekanntmachung in ihren Ge⸗ meinden erſucht. Kleinkarben, am 27. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Kleinkarben St o r k. Arbeitsverſteigerung bei der Stadt Gießen. [440] Donnerſtag, den 12. April 1855, des Morgens 9 Uhr, werden folgende Arbeiten und Lieferungen 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 3807 fl. 35 kr. 2) Steinhauerarbeit„3422„12„% 3) Zimmerarbeit 1„3315„— 4) Lieferung von 270,000 Backſteinen auf dem Rathhauſe dahier an den Wenigſtneh⸗ menden vergeben werden. Gießen den 31. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Gießen D. Eb el. Frucht⸗Verſteigerung, [4411 Mittwoch, den 11. d. M., des Morgens 10 Uhr, werden bei dem fürſtlichen Rentamte dahier: 6 Malter Waizen, 300„ Korn, 250„ Gerſte und 100„ Hafer einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt. Griedel, den 1. April 1855. Der Rehtamtmann Mengel. Lohrinden-⸗Verſteigerung. [463] Dienſtag, den 10. d. M., Mittags 12 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus dahier das Ergeb⸗ niß der diesjährigen eichen Lohrinden im hieſt⸗ gen Gemeindewald, von ca. 450 Centner, un⸗ ter den vor der Verſteigerung eröffnet werden⸗ den Bedingungen, verſteigert werden. Holzhauſen, den 2. April 1855. Großherzogliche e Holzhauſen i e d. 120 Holzverſtei gerung. [464] Donnerſtag den 12. April l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr anfangend, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Oberloh I. Theil: 675 Stück Kiefern-Gerüſtyölzer, 150% Klafter Kiefern⸗Prügelholz, 285% 1„ Stockholz und 6200 Stück„ Wellen, ferner Mittwoch den 18. April l. J., Mor- gens 10 Uhr anfangend, in dem Diſtrikt Ober⸗ loh II. Theil: 74½ Klafter Kiefern⸗Prügelholz, 6300 Stück Kiefern⸗Wellen, ſodann Mittwoch den 25. April l. J., Mor⸗ gens 10 Ubr anfangend, in dem Diſtrict Ober⸗ loh IV. Theil; 1360 Stück Fichten-Leiterbäume, 2000„„ Hopfenſtangen, 3200„„ Bohnenſtangen, 3200„„ Wellen, öffentlich verſteigert. Wehrheim den 1. April 1855. Der Bürgermeiſter Jäger. Bekanntmachung. 1467 Die im Moxſtädter Markwald am 20. d. M. abgehaltene Eichenſtammholzverſteigerung iſt genehmigt und der erſte Fahrtag auf den 13. April l. J. feſtgeſetzt worden. Obermoxſtadt, am 31. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxſtadt Mickel, Markmeiſter. Frucht verſteigerung. [4301 Mittwoch den 11. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in den fürſtlichen Hof⸗ gebäuden zu Wölfersheim 55 Malter Korn, 15 Malter Gerſte und 30 Malter Hafer nach Gewicht verſteigert werden. Hungen am 28. März 1855. Fürſtliches Rentamt Kießling. Ver Pferde, 393) 1 gleiches Paar zwiſchen 8 und 9 Jahren, 1 deßgl. 4 Jahre alt, fehlerfrei und ſehr gut eingefahren, wofür garantirt wird, ſind aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Expedition d Bl. Marktanzeige. 1465 Der nach dem Landeskalender für 185⁵ auf den 29. d. Mon. eingetragene Frühjahrs⸗ markt dahier kann an dieſem Tage, da dieſer ein Sonntag iſt, nicht abgehalten werden und iſt daher ſolcher auf Montag den 30. April d. J. verlegt worden, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Echzell, den 2. April 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Echzell Sto l Holzverſteigerung in der Ober förſterei Düdelsheim. [466] Im Morſtädter Markwald, Diſtrikt Au, ſollen nachfolgende Holzſornmente verſteigert werden: 1) Mittwoch, den 11. April l. J., in dem Diſtrikt Au, von Morgens 9 Uhr an, an Ort und Stelle: 48 Stecken Buchen⸗Scheitholz, . Eichen⸗„ 38„„ Prügelholz, 92„ 1 Stockholz, 2250 Stück„ Wellen, 76 Eichen⸗Stämme von 9 bis 24 Zoll Durchmeſſer und 15 bis 60 Fuß Länge. 2) Donnerſtag, den 12. April l. J., im Diſtriktt Au, von Morgens 9 Uhr an, an Ort und Stelle: 5 63 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 8„ Prügelbolz, .„ Stockholz, 2250 Stück„ Wellen. Obermoxſtadt, am 31. März 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermorſtadt Mickel, Markmeiſter. Eine Parthie Spreu [397] iſt zu verkaufen bei Pachter Sei tz auf dem Straßheimer Hof. Anzeige. 4161 Vom 1. April d. Jahres wohne ich in dem Buchhändler Heyer'ſchen Garten zunächſt dem Neuenwegerthor. Gießen den 26. März 1835. o lf, Hofgerichts⸗ Advokat. Ein kleines Gut [442] von 80—90 Morgen iſt Verhältniſſe hal⸗ ber beſonders billig zu verkaufeu. Durch wen, ſagt die Expedition dieſes Blattes. Bienen-Honig und holländiſcher Syrup! 1443] Von beiden iſt eine friſche Sendung in vorzüglicher Güte eingetroffen. Friedberg. h. D. Kümmich. Für Bäcker. L447] Eine bedeutende Quantität Kuchen⸗, Weck⸗ und Brodſchießer iſt neu angekommen und wer⸗ den um billigen Preis abgegeben bei Adam Söllner, Seilermeiſter, wohnhaft neben Herrn Metzgermeiſter Vogt in Friedberg. Ein noch gut erhaltener Flügel [468] von Dörr in Wien iſt zu verkaufen. Lich Nr. 278. Des Koͤnigl. Preuß. Kreis⸗Phyſikus Dr. Koch's Kräuter-Vonbons 11717] bewähren ſich— wie durch die zuverläſſigſten Atteſtate feſtgeſtellt— vermöge ihrer reichhaltigen Beſtandtheile der vorzüglichſt geeigneten Kränter⸗ und Pflanzenſäfte bei Huſten, Heiſerkeit, Rauheit im Halſe, N 2 . Verſchleimung cf., indem ſie in allen dieſen Fällen, lindernd, reizſtillend und beſonders wohlthuend einwirken; ſie erfreuen ſich daher einer immer ſteigenden rühmlichen Anerkennung und werden überall, wo ſie einmal gebraucht worden, vor andern ähnlichen Fabrikaten bevor⸗ neigt.— Dr. Koch's kryſtalliſirte Kräuter ⸗ Bonbons werden in länglichen, mit uebenſtehendem Stempel verſehenen Original- Schachteln, à 18 und 36 kr. nach wie vor ſtets ächt verkauft bei P. F. Schmittuner in Friedberg, ſowie in Butzbach bei Val. Wiesler. 1 In f e nf, Nauheim 0 * 70 Mon lertag, Dferſellr und Tanz det ü uerb i 140] An 07 bel Cornet 1 auf 2419 fe anſchlofel, fers geſor Burggte —— 471] Die 15 Oft Schwalhein mier Harn kröffnet. Be welche es allen ihr zr bung der b füt gute G weshalb! reichen Be Sch wa den 3. Apr Modi TA Don 9 Mr, dahler ver ein vol zeug, Haus⸗ Partie ſiner offen ausgeſetzt! Schwa Ein [487] bon din beſten Mmodergen; bieterd ve düſteren g bertrauer feiner Ol eröffnung da er g greunde Vrge eine denen Anf Aeml, S. Einem h. blikum hieſt en Sanne zwiſchen auf dem V gaſſe beſg Juereſſente deſſelben 1 lofrien Br ral argen laſſe Lieſſe Jahres zandler unachſt Tanzmuſik. L469 Am zweiten Sſterfeiertag d. J. iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik an— zutreffen, wozu freundlichſt einladet Nauheim, den 4. April 1855. 5 D. Fr i d Tanzmuſik. L470] Montag, den 9. d. M., am zweiten Oſterfeiertag, iſt bei mir gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt ein⸗ ladet Fauer bach II., den 3. April 1855. Neiſel. Einladung. [449 Am zweiten Oſterfeiertag, den 9. April, findet bei Unterzeichnetem durch die Herren Görner von Kaichen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt, wozu er höflichſt einladet. Auch können Iſraeliten ſich dieſem Vergnügen anſchließen, da für guten, koſcheren Wein beſtens geſorgt wird. Burggräfenrod den 28. März 1855. Konrad Trabant im goldenen Stern. Einladung. 1471] Dienſtag, den 10. dieſ. Mon., als am dritten Oſterfeiertage, wird die Wirthſchaft am Schwalheimer Mineralbrunnen mit ausgezeich— neter Harmonie- und Tanzmnſik wieder⸗ eröffnet. Von der neuen Brunnen-Verwaltung, welche es ſich zur Aufgabe gemacht hat, mit allen ihr zu Gebote ſtehenden Mitteln zur He⸗ bung der beſagten Wirthſchaft beizutragen, wird für gute Getränke und Speiſen beſtens geſorgt, weshalb ich ein verehrtes Publikum um zahl⸗ reichen Beſuch bitte. Schwalheimer Brunnen verwaltung, den 3. April 1855. Ae tie 5. Mobiliar⸗Verſteigerung. [474] Donnerſtag, den 12. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen aus der Hinterlaſſenſchaft der dahter verſtorbenen Martin Weiß Wwe.: ein vollſtändiger Wagen, Bettwerk, Weiß zeug, Kleidungsſtücke, Möbel und ſonſtige Haus⸗ und Küchengerätbſchaften, auch eine Partie Kartoffeln und Dünger, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Schwalheim, am 4. April 1855. 2 Der Vormund Johannes Henſel. Ein ſolider ſchwarzer Frack 1487] von angenehmem Aeußern und noch in den beſten Jahren, der, durch einen jugendlichen modernen Stiefbruder von der Seite ſeines Ge⸗ bieters verdrängt, in klöſterlicher Stille eines düſteren Kleiderſchrankes ſeine Tage und Nächte vertrauert, wehmüthig der glücklicheren Zeiten ſeiner Glanzperiode gedenkend, faßt bei Wieder⸗ eröffnung der Saiſon in Nauheim den Muth, da er gern den frohen Zirkeln lebensluſtiger Freunde wieder angehören möchte, auf dieſem Wege einem kurfähigen Cavalier, unter beſchei⸗ denen Anſprüchen an den Glanz des Lebens, Aermel, Taille und Lippen zu bieten. Einem bohen Adel und frackbedürftigen Pu⸗ blikum hieſiger Stadt und Umgegend wird näch⸗ ſten Sonntag, den 8. d. Mon., Vormittags zwiſchen 11 und 12 Uhr, Gelegenheit geboten, auf dem Wege von der Burg bis zur Wolfen gaſſe beſagten Frackes anſichtig zu werden. Intereſſenten, welche die intimere Bekanntſchaft deſſelben zu machen wünſchen, wollen ihre por⸗ tofreien Briefe unter der Chiffer U. Z. an die 121 Nauheimer Teichhaus. 14751 Montag den 9. April B A L L. Musik von den Mitgliedern des Kurorchesters. 14271 Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit ruͤhmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden nunmehr wieder Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1855. Eduard Ruths. Gegenſeitige Hagelſchäden-Verſicherungs-Geſellſchaft für das Großherzogthum Heſſen. Landesherrlich beſtätigt unterm 17. Mai 1854. 4761 Das Reſultat des verfloſſenen Jahres iſt ein für die Anſtalt ſo günſtiges geweſen, daß trotz den durch die Gründung derſelben entſtandenen nicht unbe⸗ deutenden Koſten und einſchließlich der ſtatutariſch in Abzug gebrachten 25 pCt. zur Bildung eines Reſervefonds der Beitrag z. B. von 100 fl. für verſicherte Halmfrüchte ſich für das Jahr 1854 auf 12½ kr. feſtſtellt.— Es durfte dieſes Ergebniß wohl die beſte Empfehlung für die Anſtalt und die gegründete Hoff⸗ nung vorhanden ſein, daß, wenn dieſelbe in gleicher Weiſe wie im vorigen Jahre von neu hinzutretenden Mitgliedern benutzt wird, ſich das Reſultat noch beſſer reſp. die Beiträge noch geringer ſtellen werden und laden die Unterzeich— neten deßhalb zu recht zahlreicher Theilnahme ein. Darmſtadt im April 1855. Der Ausſchuß der Geſellſchaft: Kloch vom Schleifelderhof, Präſident. J. Achenbach von Heppenheim. K. Carl von Bellersheim. J. Grein von Wickſtadt. Holler, Bürgermeiſter von Fauerbach. Fritz Koch vom Weilerhofe. Ph. Rauſchert von Sprendlingen, Rheinheſſen. Schollmeier, Bürgermeiſter in Koſtheim. Hch. Thylmann von Altenſtadt. Zimmermann, Bürgermeiſter in Eſſelborn. Antragsformulare, ſowie jede weitere gewünſcht werdende Auskunft ertheilt Hch. Hahn in Friedberg. Die Direction: Hemmerde. Expedltion d. Bl. zur Weiterbeförderung ge⸗ langen laſſen. i Tiefſte Diseretion wird zugeſichert. 3a mz et b en. *[477] Ein Logis mit fünf ineinan⸗ dergreifenden Zimmern, welches ſogleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei Wilh. Baum ann's Wwe. Zu der fa hf n, [4781 Ein dreijähriges Pferd, Hellfuchs mit kleinen Sternchen, ein Wallach, fehlerfrei, ſteht zu verkaufen in Büdesheim, bei vorhinnigem Bürgermeiſter Heep. Ein Logis [479] im mittleren Stocke meines Hauſes, mit fünf heizbaren Zimmern und allen Bequemlich- keiten, ſteht zu vermietlhen und kann jeder Zeit bezogen werden. Friedberg, im April. Jacob Stamm, Schreinermeiſter. Eigarren⸗Arbeiter [472] werden noch angenommen in der Fabrik von W. A. Müller. J derkag f enn. 1481] Eine Parthie guten Kuhmiſt hat zu ver⸗ kaufen Carl Morell. Ein junger Menſch, 14821 welcher Gärtnerei verſteht, Dienſt geſucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. Verkauf von Bohnenſtangen. 1483] Zu Emmerichshofen bei Hanau, nahe bei der Eiſenbahnſtation Kahl a. M., ſind Boh⸗ nenſtangen, das Hundert zu 1 fl. 12 kr. und 1 fl., zu haben. Zum Ausleihen. [484] 14,000 fl. find ſowobhl im Ganzen wie getheilt, am liebſten in das Landgericht Fried⸗ berg und Vilbel, auf gute Einſäze zum Aus⸗ leihen bereit. Friedberg, den 4. April 1855. In Auftrag J. Fin kx feel Eine Lehrlingsſtelle 1480] iſt offen bei Joſeph Hoffmann, Poſamentier. wird in 122 SooLBAD NAU HEIM. 40 Saison von 1855. Eröffnung des Kurſaals Montag den 9. April. Europäiſcher Hof in Nauheim. 1488 Eröffnung am S. April. P. Krb.. Empfehlung. 14851 Ich empfehle einem verehrten Publikum, welches zum Einkauf den hieſigen Platz beſucht, mein Waarenlager beſtehend in: + breiten Cattunen, wovon die billigſten, aber dabei dennoch ächten 8 kr., die feineren und ſchwereren 11, 12 bis 15 kr. die Elle koſten, Mixt⸗Lüſtre, billigſte Sorte fl. 3., Mittelſorte fl. 4. und feine faconirte fl. 5. das Kleid, Thibets in allen; Farben, zu fl. 5. 38 das Kleid, Orleaus, billigſte Sorte zu 18 kr. oder fl. 3. 18 kr. das Kleid, Napolitain⸗Kleider von fl. 3. bis fl. 5. 12 kr. ferner in gleichem Verhältniß billig, blau und modegedruckt, Lein⸗ wand, weiße Waaren, als: Shirting, Jaconnet, Moll, ſodann Hoſen⸗ ſtoffe, Weſten, baumwollene und ſeidene Herren⸗Halsbinden, Zwei Wagnergeſellen L473] finden ſogle ich Arbeit' bei Wilbelm Hanſtein, Wagnermeiſt er. Zu vermiethen. 1369] Ein vollſtändiges geräumiges Logis iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Fr ie Staub. dem Bahnhof gegenüber. Kleeſaamen, [452] in allen Sorten, beſter Qualilät und zu den billigſten Preiſen bei Friedberg. Ph. D. Kümmich. Kirchliche Anzeigen. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Erſter Oſterfeſttag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Kraus. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Simon. Zweiter Oſterfeſttag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Thudichum. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Grein. Anm. Vom heil. Oſterfeſte an, und weiter den Sommer hindurch, beginnen unſere Vor⸗ mittagsgottesdienſte wieder um 9 Uhr. Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. April bis zum 13. April. e e. 5 2 Fried⸗ Butz⸗ Foulards und ſonſtige in dieſes Fach einſchlagende Artikel. 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. Ich mache noch darauf aufmerkſam, daß bei mir ein Ueberfordern in den kr. pf. kr. pf. Preiſen nicht ſtattfindet. 5 II Noggenbrod ½ Korn- G. W. Müſtner, and, Gern 8 32 1 1„ 2 7 77. Römerberg Nr. 34 in Frankfurt a. M.„„% 160 316 3 1 gemiſchtes 1 0 N 214 2 2 5 2 42 27 K u. izer Billigſtes illuſtrirtes Familienblatt!„eee ee eee 2 13851 Bei Beginn eines neuen Quartals der beliebten nunmehr in 30,000 1 21 2 Exemplaren verbreiteten Wochenſchrift— Milchbrod 63 5 5— Waſſerweck 13 ½ — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14 ie Gartenlaube ſenflei 75 144—— e ae 101 2 10 2 8„ indfleiſch, gemäſtete 9 2 9 8 redigirt von 1 n— 61 21 6 1 er d. S t o 1 1 e,„Schweinenflei 15— 15— „[ Hammellleiſch 10— 10— laden wir wiederholt zum Abonnement auf dieſelbe ein. Wöchentlich erſcheint“ Schaafſteiſch f A eine 1½ 2 Bogen ſtarke Nummer mit vielen prachtvollen Illuſtra⸗ Semen 8 251 40 5 tionen. Vierteljährlicher Abonnementsbetrag nur 15 kr. 5 Schwartenmagen 420 20 2 Die Gartenlaube, darin ſtimmen alle Urtheile überein, iſt eine der„Geräucherter Speck 28— 28— beſtredigirten, unterhaltendſten und belehrendſten Zeitſchriften, im Verhältniß ee 0 59% zu der wahrhaft pracht⸗ und geſchmackvollen Ausſtattung aber auch die Sch e ausgel. 24 24— billigſte und deßhalb überall gerne geleſen und ſo außerordentlich viel ven-, unausgelaſſen— 22.22— breitet.„Nierenfett 23223 2 15 1e theilen wir gerne zur Einſicht mit.„[Hammelsfett 16. 46— rie 8 f b ä ürgermei Friedberg C. Vindernagel's Buchhandlung. Oi e e ee — Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. der Oſterfeiertage wegen erſcheint nächſten Dienſtag den 10. April keine Nummer d. Bl. eifel Belt 90 und nach N. Fehr 101 kom fort in 0 der dur ſchriebent nachſtehe tätsex ſteuer de alsdann zum 10 2 der N. Za, w volle bre lung vie 2 reſp. G. die pßt oder al 2 1 S 5 2