mme an, wird rp. d. 8 Heidt, r ⸗Gtzülſe. ——— igen. 3288828288 Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge— ſpaltene Petitzeile oder deren Raum n Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Kriedberg.. ſammen 7 kr. Nu 3. Dienſtag, den 5. Juni. 1855. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 15 vom 1. Mai: J. Bekanntmachung Gr. Miniſteri⸗ ums des Hauſes und des Aeußern, vom 25. April, daß auf deßfallſigen Wunſch der Großherzoglichen Regierung de K. K. Oeſterreichiſche Regierung die Kaiſerliche Internuntiatur in Konſtantinopel und die Conſulate in ſämmtlichen zum Osmaniſchen Reiche gehörigen Ländern, ſowie die K. K. Oeſterreichiſche Geſandtſchaft in Athen und die Conſulate in Griechenland angewieſen hat, in vorkommenden Fällen den in dieſen Ländern lebenden Großherzoglichen Unter⸗ thanen ihren beſonderen Schutz und Beiſt and angedeihen zu laſſen. — 11. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection, vom 12. April, daß der Beerfelden⸗Erbacher Poſtcurs eingezogen, dagegen die Beerfelden⸗Erbacher Poſtwagenfahrten mit den zwiſchen Er bach und Darmſtadt, Erbach und Heppenheim beſtehenden Fahrten in Verbindung geſetzt worden ſind.— III. Erhebung einer weiteren Umlage von 197 fl. der israelitiſchen Religionsgemeinde Parten⸗ heim, im Kr. Oppenheim.— IV. Umlagen zur Beſtreitung der Be⸗ dürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Dieburg für 1855.— V. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Grünberg für 1855.— VI. Desgl. der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Heppenheim.— VII. Desgl. der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Neuſtadk.— VIII. Desgl. in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Groß gerau.— IX. Desgl. des Kreiſes Büdingen.— X. Desgl.(u. reſp. 1855/57) des Kreiſes Oppenheim.— NI. Desgl. des Kreiſes Biedenkopf für 1855,— XII. Desgl, der Co⸗ munalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſcs Vöhl.— XIII. Deegl. der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Bensheim.— XIV. Namens veränderung. Am 28. März wurde dem Andreas Jockel zu Geißnidda geſtattet, ſtatt ſeines bisherigen Familiennamens künftig den Namen„Rullmann“ zu führen.— XV. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht; am 15. Dez. 1854 die bisherigen Poſtaſſiſtenten Reen zu Mainz, Maurer zu Gie⸗ ßen, Wimmer zu Mainz, Euler zu Worms, Köhler zu Mainz, u. Alefeld zu Gießen zu wirklichen Poſtſecretären zu ernennen, ſodann den Poſtaſſiſtenten Aßmann zu Offenbach als Poſtaſſiſtenten zu Mainz, die Poſtpracticanten Lochmann aus Darmſtadt als Poſtaſſiſtenten da⸗ hier, Pagenſtecher aus Langen als Poſtaſſiſtenten zu Offenbach, Maſchmann aus Alzey als Poſtaſſiſtenten zu Alzey, und Möller aus Nidda als Poſtaſſiſtenten zu Offenbach zu beſtätigen;— am 28. März dem Pfarramts⸗Candidaten Hoffmann aus Battenberg die Stelle eines Conrectors an der höheren Mädchenſchule zu Bußbach zu übertragen;— am 30. den von dem Herrn Grafen zu Solms⸗ Rödelheim auf die evang. Pfarrſtelle zu Fauerbach II. präſentirten Pfarrer Bornagius zu Aſſenheim für dieſe Stelle zu beſtätigen;— die mit der Verwaltung der Kreiſe Vilbel und Lauterbach proviſoriſch beauftragten Kreisaſſeſſoren Strecker und Dr. Goldmann zu Kreis⸗ räthen der genannten Kreiſe,— am 1. April den Unteradj. im 3. Inf.⸗Reg. Herbert zum Hausverwalter auf dem Cabinetsgut Mathil⸗ denhöhe,— den Gerichtsvollzieher Clauter zu Mainz zum Gerichts⸗ vollzieher zu Oſthofen und den Gerichtsvollzieher Zuſchlag zu Oſt⸗ hofen zum Gerichtsvollzteher zu Mainz zu ernennen; den von dem Herrn Fürſten zu Solms⸗Lich auf die evang. Pfarrſtelle zu Ettings⸗ haufen präſentirten Pfarrvicar Baur in Biſchofsheim für dieſe Stolle zu beſtätigen;— den Controleur und 2. Beamten bei dem Waſſer— zollamte zu Steinheim Arth zum 3. Reviſions⸗Controleur bei dem Rheinzollamte zu Mainz,— den Geometer 1. Cl. Stroh aus Allen⸗ dorf a. L. zum Coutroleur und 2. Beamten bei dem Waſſerzollamte zu Steinheim,— am 4. den Finanzacceſſiſten Böckmann zum Steu⸗ ercommiſſär in Alsfeld, den Kanzleidiener am Obergerichte der Provinz Rheinheſſen und Portier im Juſtizgebäude zu Mainz Henninger, unter Entbindung deſſelben von dem Amte eines Kanzleidieners am Obergerichte, jedoch unter Belaſſung deſſelben in der Stelle eines Portilers im den Nm zum Hausverwalter im Juſtizgebäude zu Mainz, und den Kanzleidiener am Bezirksgerichte Mainz Rühl zum Kanzleidiener am Obergerichte der Provinz Rheinheſſen,— am 7. den Diſtrictseinnehmer Seriba zu Michelſtadt, zum Diſtrictseinnehmer in Richenz— den 2. Aſſiſtenten bei dem Nebenzollamte 1 zu Worms Schmidt zum Diſtrietseinnehmer d. D.⸗E. Büdingen II,— den Decanatskirchenrechner Momberger zu Schotten zum Diſtrictseinneh⸗ mer in Altenſtadt— und den Geometer 1. Kl. Wehn zu Dieburg zum Diſtrictseinnehmer in Michelſtadt zu ernennen;— dem Schullehrer Krömmelbein zu Neckarſteinach die evang. Schullehrerſtelle zu Bot⸗ tenhorn,— 10. dem evang. Pfarrer Müller zu Großeneichen die evang. Pfarrſtelle zu Oppenheim, dem Diaconus Baur za Friedberg die ſeither proviſoriſch von ihm verwaltete Diaconatsſtelle zu Fried⸗ berg zu übertragen;— den von dem Hrn. Grafen zu Erbach-Erbach auf die 2. evang. Pfarrſtelle zu Reichelsheim präſentirten Pfarrvicar Landmann zu Erbach für dieſe Stelle zu beſtätigenz;— am 11. den Director des Hofgerichts der Provinz Starkenburg, Geheimenrath v. Hombergk zu Vach zum Präſidenten dieſes Hofgerichts,— den Oberappellations- und Caſſationsgerichtsrath, Geheimenrath Hahn zum erſten Director und den Oberappellations- und Caſſationsgerichts⸗ rath Geheimenratb von Heſſe zum zweiten Director des Oberappella⸗ tions- und Caſſations⸗ Gerichts, ſowie am 16. April den Geheimen Staatsrath v. Bechtold zum Director und den Hofger-Rath Frhrn⸗ v. Rodenſtein zum Mitglikde der Prüfungscommiſion für das Juſtiz⸗ und Regierungsfach zu ernennen; am 3. Januar wurde dem Rechner bei der Hauptſtempelverwaltung, Steuerrath Friedrich dahier die Nebenſtelle eines Provinzial⸗Salzregie-Inſpectors der Provinz Star⸗ kenburg übertragen.(Schluß folgt.) Eine Wechſelſchuld. (Fortſetzung.) Ueber das Geſicht des Meiſters flog ein Schatten wehmüthiger Freude, indem er ſprach:„Der Waidmoſer hat einige Zeit bei mir gearbeitet.“ Doch plötzlich dem Geſpräch eine andere Wendung gebend, ſagte er ſchalkhaft: „Haſt bei Waidmoſer warten müſſen, glaubte Dich bei Jemand Anderem, als Du mir ſo lange bliebſt.'s freut mich, daß ich mich geirrt, daß Du Deinem alten Meiſter zuerſt die Nachricht hinterbrachteſt.“ „Und nicht ſeinem Mädel,, fiel jetzt die Meiſterin lachend ein.„Wollteſt Du es ihm verdenken, Mann? Schau, wie der Friedrich roth geworden!“ „Laß das, Frau!“ ſprach gutmüthig eruſt der Meiſter. „Ehedem ſuchte man ſich zuerſt ein Haus, eine Werkſtatt, einen eigenen Herd— und dann eine Frau; jetzt iſt die Liebſte, die Frau das erſte— und die Sorgen kommen hinterdrein. Geht mit Gott, Friedrich! Haltet Aug' und Herz ſtets offen— ein ruhiges Gewiſſen, ein ſauftes Ruhekiſſen! und geht's Euch gut, ſoll's mich freuen— und geht's Euch übel und ich kann helfen, ſo wißt Ihr, wo meine Thür zu finden. Gott befohlen!“ Mit dieſen Worten reichte er dem Geſellen die Hand — und ſchob ihn ſanft zur Thur hinaus, nachdem derſelbe noch von der Meiſterin Abſchied genommen. Wollen wir nun den Friedrich begleiten? wollen wir nicht mit ihm den Weg der Liebe wandeln? Den Weg zur Liebſten findet ja ein Jeder leicht, und ob auch kein Sternlein am Himmel ſteht und der Mond ſich einen Wol⸗ kenſchleier über das Geſicht gehangen. Hat der Friedrich ſich nicht ſeinen Hut noch kecker und verwegener aufgeſetzt, als gewöhnlich? Iſt ſein Gang nicht elaſtiſcher, ſchneller als ſonſt? Nun erblickt er das Haus, wo dis Liebe wohnt 192 und ein Zug innerer Freude und Gluͤckſeligkeit lagert auf ſeinem Geſichte. Und wißt ihr, wer ſein Liebchen iſt? Ihr freundlichen Leſerinnen habt Arbeiterinnen, wie des Friedrich Geliebte, alle gern; ihr ſeht gar oft nach derſelben aus— und die Arbeiten ihrer Hand ſind für Euch gar oft ein Gegenſtand der tiefſten Neigung und des Verlangens. Mit einem Wort, Erdmuthe iſt eine— Putz— macherin; eine Putzmacherin, die vor Kurzem ein eigenes Geſchäft begonnen und ſich eines reichlichen Zuſpruchs bis— her zu erfreuen hatte; die für jeden ihrer Kunden ein freundliches Lächeln hat— und die ſelbſt bei den Ausſtel— lungen, die ihren Arbeiten ohne Grund gemacht werden, ihre Heiterkeit und Langmuth nicht verliert. 6 Und jetzt tritt der Friedrich ein. Der Laden iſt längſt geſchloſſen, die Mamſells, die den Tag über angeſtrengt unter der Aufſicht ihrer Principalin gearbeitet, haben das Haus verlaſſen, einſam iſt Erdmuthe ernſt beſchäftigt, die Einnahme mit der heutigen Ausgabe in Einklang zu bringen. Die Rechnung ſtimmt nicht ganz, und ein Schat⸗ ten banger Sorgniß ſteigt über das hübſche Geſicht. Doch jetzt ertönt die Stimme des Geliebten, alle Angſt, alle Sorge iſt verſchwunden, Frohſinn und Liebe ſteigt in die Höhe und macht das Auge in Freude ſtrahlen. Ein glücklich, glück— lich Kind ruht ſie an der Bruſt des Genahten. Wollen wir dieſe Freude, dieſes Glück, dieſe Liebe dem Mädchen verargen? Iſt ihr Leben nicht in Sorge und Arbeit eingetheilt? Wenn ihr, meine freundlichen Leſerinnen, mit heiterm Geſicht das leichte graziöſe Hüt⸗ chen auf die Lockenfülle drückt, wenn ihr das Band— Diadem, das Häubchen zum Maskenball, zu einem bevor⸗ ſtehenden Feſte betrachtet, ihr ahnet es nicht, wie viel Seufzer vielleicht von der Arbeiterin mit hineingeflochten wurden— und wenn ihr die Nacht durchwalzt, hat die Putzmacherin vielleicht die Nächte vorher für euch durch⸗ wacht und euren Kopfſchmuck angefertigt. Erdmuthe hatte mehrere Nächte hindurch gearbeitet, und auch jetzt ſelbſt gönnt ſie ſich nicht längere Zeit, mit dem Geliebten zu koſen und zu ſcherzen; ſie nimmt eine Arbeit zur Hand, läßt die Nadel emſig durch die Finger gleiten, und nur zuweilen blickt ſie auf, ſchaut dem Geliebten— der mit Farben der Liebe von ſeinen heutigen Erlebniſſen ſpricht und die Zukunft, der Gegenwart vertrauend, ſich glänzend ausmalt— in das treue Auge, reicht ihm auch wohl den Mund zum Kuſſe dar, um deſto angeſtrengter nach dieſer Herzenelabung an die Arbeit zu gehen. Sie liebten ſich. Doch wollen wir nicht einen Gang nach dem Hauſe des reichen Waidmoſer, des Fabrikherrn, machen? b Es ſind mehrere Wochen nach dem Erzählten ver⸗ gangen. Hedwig, die nicht mehr junge, aber noch immer hübſche Schweſter des Waldmoſer, iſt in ihrem Zimmer beſchäftigt, die blühenden Camellien an das Fenſter zu ſetzen, wobei ſie nicht unterläßt, einige Blicke nach der Straße zu werfen. Sie macht ſich bei dem Ordnen und Setzen der Blumen mehr zu ſchaffen, als nöthig zu ſein ſcheint; ſie bleibt länger am Fenſter, als die eigentliche Arbeit erfordert, und gibt überhaupt in ihrem ganzen Thun und Treiben nicht undeutlich zu verſtehen, daß ſie Jemand erwarte, daß ſie wünſcht, geſehen zu werden. Emma, eine arme Waiſe, eine Anverwandte des Fabrikherrn und als Geſellſchafterin für Hedwig in das Haus genommen, ſcheint dies Treiben anfänglich nicht be⸗ achten zu wollen, emſig arbeitet ſie an ihrer Stickerei; endlich jedoch ſieht ſie ſich veranlaßt, ihr Schweigen zu brechen, und mit einem leiſen Anflug von Ironie ſpricht ſie:„Liebe Hedwig, wollen die Blumentöpfe gar nicht ſtehen? Kann ich Dir vielleicht behülflich ſein 2“ Hedwig ward roth, unwillig ruft ſie:„Was küm⸗ mert's Dich! Laß mich treiben und thun was mir beliebt!“ z„Hindere ich Dich?“ ruft Emma ſanft, wenngleich in etwas verletzt. ö 5„Und nun magſt Du nicht offen im Fenſter liegen,“ lächelte ſpöttiſch Emma,„das würde auffallen. Die Blu⸗ men ſollen Deine Abſicht verdunkeln. Darf ich fragen, wen Du erwarteſt?⸗ Hedwig anwortete nicht; ſie machte ſich emſig bei den Blumen zu ſchaffen, ſie beugte ſich vor und lehnte ſich endlich ganz zum Fenſter hinaus. Plötzlich jedoch ſchlug ſie daſſelbe heftig zu, rückte die Blumen dicht zuſammen und ließ ſich unmuthig auf ihren Seſſel nieder. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Edictalla dung. [758] Heinrich Breidenbach's Erben zu Beien⸗ heim haben das Grundſtück III. 252—363 Klftr. Acker durch den Dorheimer-Weg und Konrad Lind I. Erben von da, haben das Stück III. 346— 254 Klafter auf dem Höchſten an den Großherzoglichen Bergbauſiskus verkauft, ohne ihr Eigenthum vollſtändig nachweiſen zu kön⸗ nen. Alle welche Anſprüche auf dieſe Grund⸗ ſtücke zu haben vermeinen, werden aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen von heute an hier gel⸗ tend zu machen, als ſonſt die Kaufbriefe über jene Grundſtücke werden beſtätigt und der Ein⸗ trag in's Mutationsverzeichniß wird verfügt werden. Friedberg am 15. Mai 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg J. B. Gr, 9. Dr. Irle, Landgerichtsaſſeſſor. (Butze bach.) Lieferungen an Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearinlichter, Gerſte, Weizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. [762] Mittwoch den 6. Juni d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der überſchriebenen Bedürfniſſe der Garniſon Butz⸗ bach auf das zweite Semeſter d. J. auf dem Wege der Soummiſſion an den Wenigſtverlan⸗ genden in Accord gegeben werden. Die Be⸗ dingungen liegen zur Einſicht bereit. Butzbach den 24. Mai 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths Cellarius, Oberquartiermeifler. Edicetalla dung. [688] Die Wittwe des Gräflich Solmſiſchen Amtsſchreibers Jung in Aſſenheim, Chriſtina Suſanna, geborne Rumpf, iſt am 8. Februar d. J. ohne Leibeserben verſtorben. Der ge⸗ ſetzliche Erbe derſelben ſoll ihre Nichte Pauline Müller, geb. Rumpf, zuletzt in Leipzig wohn⸗ haft, ſein. Da deren Aufenthaltsort bis jetzt nicht ermittelt werden konnte, ſo wird dieſelbe, ſowie Jeder, welcher Erb⸗ oder andere An⸗ ſprüche an den geringen Nachlaß geltend machen will, hiermit aufgefordert, ſolche binnen drei Monaten dahier anzuzeigen, gegenfalls ſpäter darauf Rückſicht nicht genommen, und der Nach⸗ laß dem Großherzoglichen Fiscus überwieſen werden wird. Friedberg den 13. Mai 1855. e eee Friedberg r. le Landgerichtsaſſeſſor. Aufforderung. 1730] Das Eigenthum der nachbenannten, in der Gemarkung Bönſtadt belegenen Immobilien: 1981. 1 631. 1 600. 1 301. 11 247. III 80. III 4. IV 478. IV 75. IV 288. IV 317. IV 276. VII 82. VII 204. IX 297 a. XI 120 xlI 102. XIII 90. XIV 249. XIV 128. XIV 305. XV 101,5. XV 499. XV 357. XW 526. XV 46. welche im Grundbuch auf den Namen des Lud. wig Wilhelm Schreitz eingetragen und verkauft worden find, kann urkundlich nicht nachgewieſen werden. Es werden daher alle Diejenigen, welche Eigenthumsanſprüche an genannte Stücke bilden wollen, aufgefordert, ſolche binnen 4 Wochen ſogewiß bei unterzeichneter Behörde geltend zu machen, als ſonſt die Steigbriefe gerichtlich be⸗ ſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. 0 Altenſtadt den 16. Mai 1855. Großberzogliches Landgericht Altenſtadt Dr. Gilmer. Edietalla dung. 687] In dem Ockſtädter Grundbuche ſteht auf den Namen:„Rudolph Müller, Freiherrlich von Franckenſteiniſches Erbleihgut“ auch das Grundſtück 67/1 287½ Ruthen im Holder⸗ 1157 lage! blauha 1) in Haul halten dütte! berfei „Amer Aer k beliebt! wenngleich zuſammen feldchen eingetragen. Mit Beziehung auf die Edictalladung vom 12. Juli 1854 werden alle, welche Anſprüche auf dieſes Grundſtück machen wollen, zu deren Anzeige binnen 6 Wochen von heute an unter dem Präjudize hiermit aufge⸗ fordert, daß ſonſt dieſes Grundſtück dem Frei⸗ herrn Georg von Franckenſtein als Fideicom⸗ mißgut und durch Verjährung erworben, zuge⸗ ſchrieben werden wird. Friedberg den 9. Mai 1855. Großherzogliches Laudgericht Friedberg a J. V. d. L. Dr. Ir le, Landgerichtsaſſeſſor. Fruchtverſteigerung. [786] Von den Früchten der Kugelhaus⸗ und Armenfonds⸗Speicher werden in folgenden Ter⸗ minen: 5 Freitag den 8. Juni d. J. „„ 6. Juli„„ jedesmal des Vormittags um 11 Uhr, ohngefähr 50 Malter Korn und 60„ Gerſte auf dem Bürgermeiſterei⸗Büreau dahier an die Meiſtbietenden verſteigert. Butzbach den 4. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel. Bekanntmachung. 1787] Montag den 18. Juni d. J., Nachmit. tags 1 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeinde⸗ brauhauſe die Brauereigeräthſchaften, beſtehend 1) in einem noch faſt ungebrauchten kupfernen Braukeſſel, kugelförmig, 10 Ohm 20 Maas haltend, 2) Maiſchbütte, 3) Kühlſchiff, 4) Gäbr⸗ bütte und 5) Gährkandel, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Hungen den 31. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hungen Schneider. Berichtigung. 1788] In der Aufforderung Nr. 1605 vom 4. Oct. 1854 muß es ſtatt: IV. 95 heißen VI. 95. Arbeits⸗ Verſteigerung. 1789] Montag den 11. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gaſthaus zu den drei Haſen zu Ilbenſtadt nachbenannte Arbeiten, und zwar: 1) Das Brechen, Anfahren, Aufſetzen und Zerſchlagen von 6 Klftr. Unterhaltungs⸗ ſteinen, voranſchlagt zu 246 fl., 2) Die Anlieferung von 4,5 Cubikklafter Schichtenpflaſterſteinen von den Fauerba⸗ cher Brüchen, 1 zu 225 fl., 3) Die Anlieferung von 4 Cubikklftr. Bach⸗ kies, voranſchlagt zu 80 fl., 2 Pflaſtererarbeiten, voranſchlagt zu 90 fl.; Sodann Nachmittags 1 Uhr auf Ort und Stelle: 5) Die Herſtellung von Schutzdämmen am Niddafluß, voranſchlagt zu 200 fl., öffentlich in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt den 30. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier. Verſteigerung von Gebäuden auf den Abbruch. 1790] Freitag den 8. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen nachverzeichnete zur erſten Pfarr⸗ hofraithe dahier gehörende Gebäude, welche von Eichenholz erbaut und noch gut erhalten ſind, unter den vor der Verſteigerung eröffnet wer⸗ denden Bedinguugen an Ort und Stelle auf den Abbruch verſteigert werden. 1) Wohnhaus, zweiſtöckig, 45 Fuß lang, 30 Fuß breit, 2) Nebenbau, zweiſtöckig, 26 Fuß lang, 15 30 Waschen 10 Fuß 1 e u i Rodheim am 30. Na 1855. Fuß brei. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Jacobi. — SS 5 FFT * S Y e ee 9 SS Se 48 82 8*** ———— ä—————— l SSO DDD S 1 DSD fz + 5= e I SSS SND 5— 2 238**** 0 D g 2 z SSS SSS S S 8 2 57 5 558988888= IIe e — E** 2 re eee eee eee — 2 4 22235** 8 1 EI sds 8 84 U ASS TF A * 8 0 ſee SSS — E 2 2 2 9 5 Ee* 8 2 88 7 5* 8 f 2 3 — 2 2 3 2— 3* .— S Sb 8 8 2 —— 2* 8 S e 2 8 S 2 * 222888888 32828528 28582 8 SE ZEZ SEE SSA 2=S SS 2 8 8. 2 SS S r — 2 2 2 2.5 2 2.2— 28 SZS S222 eg: 75 D S 5 2 SSS NSE SGH S GAA —:I SSS OAS SSS S OSS F 2— 1 2 222— 0. S s— S SSS νοοο ee 5 S* 2 S* 8 2„S e Se 22822 O 18—— 5—** c E— 4—— r re 2 X* 8 — Se eee e 2 2 23s 4 D 2* r e 8 82————ͤ— 2 E*** — n D 82 Nee — 28 5 SSN NN ND D S S. d 1 0 — 85 S E 8 8 Ss Tauferer SSN 10— 2* 2 CTCTFFFS!!TTE!TETTCTCTb!b!cCGGÿEÿů!!: S5 S S S W W 2 5 eee— D 3 5— S8. 2 2 2 1 22 8— 8 S SD 2. E S S 2 E 8= E S 92 2 2— 2 S 2 25 228 8 2 2 2 2— S 2 2 22S. 5 SSS 328 · 28 2. 2 S S2 S888 28 33 — 2 S S SSS SSS S SSS 2382.2 — S SES. Z 2 28 S258 882 —— 8 S e S e S 8 5 S SNN SG SNR ſſe befördert werden. en angegebenen Abfahrtzeiten find nur annähernd und kann bis IX ſind Schnell Die Züge IV und ſind Güterzüge mit ten früher abgefahren werden. Die Züge und VIII zu 10 Minu züge, mit welchen nur Reiſende I. und II. Kla nftation Großherzogliche Direktion der Main⸗Weſer⸗Bahn Laubenheimer. Iwiſche a Die für die Gießen den 31. Mai 1855. Perſonenbeförderung. & Braunkohlen⸗Verkauf. [770] Auf der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim ſind wieder neue verlad— bare Klötze auf Reihen vorräthig. Der Preis derſelben iſt bis auf weitere Beſtimmung auf 10 kr. per Centner, vom 29. l. M. an, feſtgeſetzt worden. Der Centner Holzkohlen koſtet wie ſeither 14 kr. Gegen genügende Bürgſchaft wird für die im kohlen Zahlungsfriſt bis Ende März 1856 geſtattet. Diejenigen Abnehmer, welche bei der Abfuhr von Braunkohlen auf der Grube Wilbelms⸗ hoffnung Oſſenheim paſſiren und Brückengeld daſelbſt zahlen müſſen, erhalten daſſelbe bei Ein⸗ händigung des Ladſcheins von Materialſchreiber Weitz auf Verlangen vergütet. Reichelsheim den 26. Mai 1855. Schmid, proviſoriſcher Bergeontroleur. laufenden Jahr bezogen werdenden Braun— Sool bud 16561 194 Nauheim. Jeden Tag CON im Garten des Hurhauses, ausgelührt von dem Rur-Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Arbeits ⸗Verſteigerung. Ein Lehrling [796] kann eintreten bei , Zimmermeiſter. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets vorräthig: Geſtempelte Frachtbriefe für den, mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. bis zum 12. Juni. — 0 72 U 2 4 4 1792] Montag den 11. d. M., Nachmittags Für Bäckereien 2 Fried⸗Butz⸗ 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Bürgermeiſterei⸗ en d He f en h aͤn dle r.? Brod⸗Preiſe. berg. bach. Büreau nachbenannte Arbeiten an den Wenigſt⸗ 5 1 2 er pf kran nehmenden in Accord gegeben werden: 7261 Friſche, flüſſige und trockene Ober⸗. pf.. pf. 1. Bei Reparatur eines der Gemeinde gehörigen gähr⸗Hefe von der vorzüglichſten Quali⸗“ 1 Roggenbrod 5 Korn-. 5 Hauſes: tät iſt täglich während des ganzen Sommers und /½ Gerſteumehl 8 3 8 2 A. Schreinerarbeit, vervorauſchlagt zu zu ſehr billigem Preiſe zu haben auf dem 1„„ 5 1 5 b. Maurerarbeit, vervoranſ. zu 58.10 25 Apotheker-Hofe bei Trankfurt 25 M. 1 gemischtes Bror(cafebrod II. Dachdeckerarbeit am Kirchthurm, vervor⸗ H. P. Freyeiſen. 4% Korn⸗ u. ½ Waizenmehl 5*.— ö anſchlagt zu 100 fl. 703] Unter ö 0 755 7/ 2 8 1 7 8005 1 zeichneter empfiehlt ſich bei heran⸗ 19 19 3 a erben, oon e nahender Saiſon ergebenſt in allen Arten Feuer⸗ e m f 455 goth 5 5 51 3. werk, ſo wie bengaliſchen Feuern in allen Far⸗—Milchbrod 13 113 b. Dachdeckerarbeit„ 77„ 45„. 45 5 8 ;* ben. Große und kleine Beſtellungen werden]—Waſſerweck 13% IV. Bei ng 9 außer- auf's Beſſe beſorgt. ccmicchte(Tafel⸗) Brod 44 a. Aüderdo ngen del 9 Weg nach Gam⸗ l. Mee geen Fl aa ⸗Preiſe. pf. f. bach, vervoranſchlagt zu 30 fl. 5 1— ͤ 1 Ochſenfleiſch 14 21142 b. Lieferung von 3,5 Klaftr. Unter-—„Kühfleiſch, gemäſtetes 11 2112 e Hence en bertel o zu 56„ Einladung 1 Rindfleiſch, gemäſtetes 10 210 3 c. Das Zerſchlagen derſelben, ver— 8 Prei chi„ Kalbfleiſch 7 72 boranfchlat zu 28„ Zum i Preiskegelſchieben.„ Sthweinenfleiſch 1 e l Kirchgöns am 2, Juni 1855. 8 794 Vom 10. Juni bis 8. Juli d. J. wird]„ Hammelfleiſch 10 2110 2 e Kirchgöns 5 71 N ein man f une„ Schaaffleiſch e ra un. eben abgehalten, wozu man Freunde de„Wuͤrſt v. blos S 4 55 7 Frulch l Verffei gerung Kegelſpiels mit dem Anfügen höflichſt einladet,„ Na Keinen 90 2 190 4 2 85 9 75 daß die geſammten Preiſe in 30 Abtheilungen be.„ Schwartenmagen 20— 20— 67931 Mittwoch den 43. d. N. Vormittags ſſehen und daß am 10. Juni, dem Anfangs⸗„ JGeräucherter Speck 30— 30— 8 in dem Herrſchaftlichen Hauſe zu tage, ein ſehr ſchönes Ritferſchieben abgehalten]„ Schinken 20% ölfersheim wird. 5; 5. r. Dreſcher ſſen b verſteigert Sn e F A el 5. 23 2 23 2 Hungen den 2. Juni 1855. Ein braves junges Mädchen„Hammelsfett 16— 116— e 5 795] ſucht. Näheres durch die 305 e Bürgermeiſter Kießling. xpedition dieſes Blattes. N en der. ei ppel. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Wai 12 Korn EE Ge r fle N e Kartoffel Mittel⸗ a Mittel⸗ 8 Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum] Auf- Ver⸗ breis Auf⸗ Ver- preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf⸗ Ver- preis kahn falt 2, en kauft 625 kalten auf Z[tagen ft S-en Kt N 2 2 8 8 Mltr.] Mltr. S. kr.] Mltr Nr Pi. fl. kr.] Mltr.] Mltr. öde fl. kr.] Mltr.] Mltr, 10 fl. kr.] Mltr.] Mltr.[Pfd. 1 Friedberg, 1. Juni 766½ 709% 20016047 77 74 18013 581209½%½ 180 160 9/—J178 157 1200 5/32] 22 16 200] 418 1 1.„ 265½ 261 200 16038J[121½ 56 0 112 65 160 9/22 37% 29½ 120 535] 50 50 200 430 übel,„4 200 180.—— 160———(20(-—— Altenſtadt, 1.„651 507½ 2001626] 18½ 14 18013 45 97% 81 160 80500 5 3½ 1200 5/61—— 200.—— Nidda, 1.„— 40 20016—— 12 1801350]— 14 1609/9]— 5 120 9 5—— 200—— Hungen, 1.„118 118 20016022J 2222 1801355 10 10 4160 9/50] 7 7 120 5/288—— 200.—— Echzell, 1.„313¼ 305 20016310 18 11 1801333 48 39%160 84 5— 120-(—— 200 Grünberg, 19. Mai]— 270 2001510— 104 1801326]— 132 160100 34— 34 120 528— 59 200 4/59 Mainz,. Juni—— 20017251—— 18014500—— 11601— 120 540—(— Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 2½ Mltr., verk 5 Vetk. 8, 2 fac 1009 aufg. 37, verk. 31, 11 fl. 9 kr.— Butzbach: Erbſen 13 fl.— Grünberg: Erbſen 11 fl. 46 kr. 2 ½, 18 fl. 40 kr.; Waizenmehl aufg. 32, verk. 32, 14 fl. 30 kr.; Roggenmehl aufg. Echzell: Vorſchußmehl 18 fl. 30 kr.— Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. (Hierzu eine Literariſche Beilage.) theil Naſſa Frhrn April 11. d „Geh orden Dr. Main, zümme Gros