chhaudlung lan nyfſchiffe, format. Etuis 6 kr. Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ Einrückungsge e Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis jährl. oder deren Raum ae Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n 1. kr. ſammen 7 kr. Nu 95. Dienſtag, den. Dezember. 1855. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereienz des Kreiſes. Belreffend: Auswanderungen nach Santa Fe. 6 Nach einer mir zugekommenen Benachrichtigung hat ſich Auswanderungs-General-Agent C. H. Textor zu Frankfurt a. M. an mehrere Großherzogliche Bürgermeiſter gewendet, und dieſelben auf die Vortheile aufmerkſam gemacht, welche ſich für Ackerbautreibende und Handwerker, die auch bei dem angeſtrengteſten Fleiße ein genügendes Auskommen nicht haben und ihre Lage zu verbeſſern wünſchen, durch eine Auswanderung nach Santa Fé(La Plata, Südamerika) darbieten. Die Auswanderung, welche der gedachte General-Agent beſorgt, wird den Leuten dadurch anziehend gemacht, daß ihnen Ackerland, ſowie unter dem Namen von„Vorlagen“, ein Häuschen, Vieh und Mehl zum Unterhalte bis zur erſten Erndte um eine geringe Anſchlagsſumme angeboten wird und daß ſie, außer einer alsbald zu leiſtenden Anzahlung von 20 bis 30 fl., ſowohl die weiter erwachſenden Reiſekoſten, als auch die bemerkten Vorlagen erſt nach der zweiten und dritten Erndte zuruͤck zu vergüten haben. Da bei dieſem Vorſchlage zur Auswanderung nach Santa Fe große Bedenklichkeiten vorliegen, auch weder die politiſchen noch die klimatiſchen Verhältniſſe in Südamerika günſtige Erfolge für deutſche Auswanderer verſprechen durften, auch außerdem nicht nachgewieſen iſt, daß irgend wie für Erfuͤllung der gegebenen Verſprechen Garantien vorliegen, ſo lade ich Sie ein, ſich vorläufig aller Einwirkung auf Beförderung dieſer Auswanderungen zu enthalten. Friedberg am 30. November 1855. Müll her. Aenne sech, dine elbb nenen. Die wegen Landſtreicherei dahier verhaftete, unterm 7. v. M. ausgeſchriebene unbekannte Weibsperſon iſt nicht taubſtumm, wohl aber ſcheint ſie blödſinnig zu ſein. Einzelne Woͤrter ſpricht ſie ziemlich verſtändlich, ihren Namen und Heimathsort nennt ſie aber nicht vollſtäͤndig, indem ſie auf die Fragen: wie ſie heiße und woher ſie ſei, antwortet: „Dorthe“,—„Mecke“; bisweilen ſagt ſie auch:„Hohl“. Wahrſcheinlich iſt ſie in ihrer Heimath von ihren Pflegern übel behandelt worden, denn wenn ſie hört, ſie ſolle nach Hauſe, ſagt ſie:„geh net hame.“ Ihre Eltern ſcheinen todt zu ſein; wie ſie heißen, iſt von ihr nicht zu erfahren. Die 20—22 Jahre alte Perſon hat kurzes, zottiges, braunes Haar und eine auffallend kleine, an der Wurzel ein⸗ gedrückte Stumpfnaſe. Ich erlaube mir nochmals, die reſp. Sicherheitsbehörden zu erſuchen, unter Benutzung der oben angegebenen Merkmale die geeignet ſcheinenden Nachforſchungen nach den perſönlichen Verhältniſſen dieſer Perſon gefälligſt anzuſtellen und mich davon zu benachrichtigen, wenn die Heimath derſelben bekannt ſein ſollte. Die Verwaltungsbehörden erſuche ich insbeſondere dieſe Bekanntmachung in ſämmtlichen Orten ihrer reſp. Dienſt— bezirke zu veröffentlichen. Gießen am 27. November 1855. Großherzoglich Heſſiſches Kreisamt Gießen gez. Kü chel e r. Bekanntmachung. Der nachſtehend ſignaliſirte angeblich taubſtumme Knabe iſt am 19. d. M. im Kreiſe Hanau aufgegriffen und ver— haftet worden. g Friedberg am 2. Dezember 1855. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Signalement: Alter: 16—18 Jahre. Größe: 4“ 9“¼. Statur: unterſetzt. Haare: blond. Stirn: rund. Augen⸗ braunen: blond. Augen: blaugrau, tiefliegend. Naſe: breit und ſtumpf, eingebogen. Mund: dicke Lippen. Zähne: geſund. Kinn: rund. Geſicht: breit. Geſichtsfarbe: blaß. Beſondere Kennzeichen: angeblich taubſtumm und ein kleines Geſchwür am linken Backenknochen. Einladung zur Wahl der Mitglieder des Gemeinderaths. 17791 Es wird hiermit bekannt gemacht, daß den 5, 6. und 7. l. Mts., Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmit⸗ tags von 2 bis 5 Uhr zu Friedberg in dem Rathhauſe die Abſtimmung zur Wahl der Mitglieder des Gemeinderaths vorgenommen werden ſoll. Es ſind hierbei im Ganzen 5 Mitglieder des Gemeinderaths zu wählen, wovon die Wähler ä—— bb—ůů—ß 414 der dritten Abtheilung 1 Mitglied, die Wähler der zweiten Abtheilung 1 Mitglied und die Wähler der erſten Abtheilung 3 Mitglieder zu wählen haben. Sämmtliche Stimmberechtigte werden nach Artikel 26 des Geſetzes vom 8. Januar 1852 zur Theilnahme an dieſer Wahl mit dem Anfügen eingeladen, daß die Abſtimmung ſtattfinden wird: 1) Für die Wähler der dritten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbetrag nicht über fl. 1. 7½ kr. beträgt, den 5. und 6. Dezember, Morgens von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. a Philipp Preußer, Beigeordneter, tritt aus. 2) Für die Wähler der zweiten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören deren monatlicher Steuerbetrag über fl. 1. 7½ kr. aber unter 2 fl. 28 kr. beträgt, den 7. Dezember d. J., von 8 bis 12 Uhr. Heinrich Damm tritt aus. 3) Für die Wähler der erſten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbetrag uͤber fl. 2. 28 kr. beträgt, den 7. Dezember, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Chriſtian Fritz iſt verſtorben, Johannes Steinhäußer und Albert Foucar treten aus. Die Austretenden ſind wieder wählbar. Friedberg den 30. November 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 37. vom 12. Nov. III. Bekanntmachung Gr. Kriegs⸗ miniſterium vom 5. Nov, die Freihl. v. Weyheriſche Eleonorenſtiftung betr. Es ſind einige Penſionen aus der Freihl. v. Weyheriſchen Eleo⸗ renſtiftung zu vergeben. Es werden daher alle Diejenigen, welche auf den Grund der Allerhöchſten Verordnung vom 19. Januar 1848 (Reg⸗Bl. Nr. 3) um eine dieſer Penſionen nachſuchen wollen und welche nicht bereits früher um eine Penſion aus der Eleonorenſtiftung nachgeſucht haben, hiermit aufgefordert, innerhalb vier Wochen von dem Erſcheinen der gegenwärtigen Bekanntmachung im Regierungs- blatt an, ihre Geſuche bei dem Kriegsminiſterium einzugeben. Jede Bewerberin hat ihrem Geſuche ihren Geburtsſchein beizuſchließen.— IV. Rechnungsablage über die Verwendung der für das Jahr 1853 in dem Großherzogthum Heſſen ausgeſchriebenen Brandentſchädigungs⸗ beiträge. Einnahme: Kaſſevorrath aus vor. Rechnung 424,585 fl. 54¾ kr., an Rückſtänden aus vorderen Jahren 174 fl. 43/ kr., aus⸗ geſchriebene Beiträge 338,947 fl. 25½ kr. Steuerſchreibereigebühren 489 fl. 39 kr., zurückempfangene Depoſiten 200,000 fl., Zinſen von ausſtehenden Capitalien 4143 fl. 20 kr., aus verſchiedenen Quellen 1413 fl. 23 kr., Summe 969,754 fl. 26 kr. Ausgabe: Vergütete Brandſchäden nebſt Beſichtigungs- und Abſchätzungskoſten 309,76 fl. 46 kr, und zwar in Oberheſſen im Kreiſe Gießen 85,130 fl. 56 kr., Alsfeld 8848 fl. 58, Biedenkopf 4173 fl. 11, Büdingen 1265 fl. 14. Friedberg 24,932 fl. 22, Grünberg 2577 fl. 35, Lauterbach 2852 fü. 3, Nidda 1939 fl. 1, Schotten 3728 fl. 1, Vilbel 651 fl. 57, Vöhl 11540 fl., 28 kr., zuſammen 149,639 fl. 46 kr.— in Starkenburg im Kreiſe Darmſtadt 16,845 fl. 33 kr., Bensbeim 4085 fl. 13 kr., Dieburg 12,116 fl. 57 kr., Erbach 14,537 fl. 2 kr., Großgerau 2890 fl. 1 kr., Heppenheim 1808 fl. 3 kr., Lindenfels 21,764 fl. 22 kr., Nauſtadt 478 fl. 10 kr., Offenbach 7108 fl. 46 kr., Wimpfen 70, fl., zuſammen 81,767 fl. 7 kr.;— in Rheinheſſen im Kreiſe Mainz 49,524 fl. 38 19 25 Alzei 4007 fl. 32 kr.; Bingen 1(,551 fl. 9 kr., Oppenheim 3085 fl. 26 kr., Worms 10,161 fl. 8 kr., zuſ. 78,329 fl. 53 kr.;— Zinſen von aufgenommenen Capitalien 18,806 fl. 30 kr., Beſoldungen und Penſionen 2957 fl. 30 kr., Repartitionsgebühren 2758 fl. 2½ kr, Erhebgebühren 13,469 fl. 43 kr. Hausmiethe 190 fl., Schreibmgteria⸗ lien und Druckkoſten 732 fl. 35 kr. Buchbinderarbeit 7 fl. 20 kr., Copialgebühren 8 fl., Porto- und Botenlohn 196 fl. 43 kr., Deſer⸗ viten und Auslagen 147 fl. 21 kr., Retaxationsgebühren 102 fl. 55 kr., Nachläſſe 11 fl. 28 ¼ kr., Depoſiten 200,000 fl., zufällige Ausgaben 125 fl. 16 kr., Summe 549,160 fl. 9¾ kr. Verglichen die Geſammt⸗ einnahme von 969,754 fl. 26 kr. mit der Geſammtausgabe von 549,160 fl 9¾ kr., bleibt Neſt 420,594 fl. 16½ kr., welcher beſtehg: in liquiden Ausſtänden 239 fl. 14% kr., in baarem Vorrath 420,355 fl. 1½ kr. Der Kaſſevorrath von 420,355 fl. iſt jedoch nicht baar vor⸗ handen, ſondern wurde zu den Ausgaben des Rechnungsfahrs 1854 verwendet, indem zur Zeit des Rechnungsſchluſſes(31. Mai 1855) auf die pro 1854 auszuſchreibenden Beiträge noch keine Erhöhung ſtattgefunden hatte.— Nach dem beiliegenden Auszuge aus den Brand⸗ verſicherungskaſſebüchern von den Jahren 1854 und 1855 war 1854 die Einnahme 520,944 fl. 22 kr, die Ausgabe 510,739 fl. 537½ kr., Verglichen ergibt ſich ein Einnahme⸗Mehrbetrag von 10,204 fl. 28 ½ kr. 1855 die Einnahme 13,439 fl. 35% kr., die Ausgabe 10,752 fl. 50 kr. Verglichen bleibt Vorrath am 31. Mai 1855; 2686 fl. 45/ kr., und zwar in baarem Gelde 2630 fl. 33 ¼ kr., in decretirten Vorlagen 56 fl. 12 kr.— V. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Selters mit einem Gehalte von 651 fl. 55 kr.: die evang. Pfarrſtelle zu Wirberg mit 898 fl. 46 kr. wovon jedoch eine temporäre Abgabe von jährlich 250 fl. zu leiſten iſt; die evang. Schulſtelle zu Eimelrod und Deißfeld, mit 310 fl. nebſt einer Vergütung von 14 fl. für Heizung des Schullocals; der Schullehrer hat ſich im Falle der Errichtung einer eigenen Schule zu Deißfeld eine Veränderung, beziehungsweiſe Verminderung ſeiner Beſoldung gefallen zu laſſen. Aſſiſen⸗Verhandlungen für Oberheſſen. 1. Quartal 1856. Haupt⸗Geſchworne. 1) Carl Dierg, Hof.⸗G.⸗A. zu Gießen. 2) Johs. Mörſchel 1., Müller zu Ilbenſtadt. 3) Gottlieb Langheinrich, Fabrikant von Schlitz. 4) Nathan Heß, Ellenwaarenhändler von Gedern. 5) Heinrich Hahn, Müller von Muſchenheim. 6) Chriſtian Hecht, Hauptagent von Fried⸗ berg. 7) Friedrich Wilhelm Meermann, Kaufmann von Grünberg. 8) Georg Friedrich Schweitzer, Hauptagent von Friedberg. 9) Johs. Höres J., Landwirth von Bauernheim. 10) Matthäus Jung, Brannt- weinbrenner von Oſtheim. 11) Johannes Brodrecht, Landwirth von Ermenrod. 12) Wilhelm van der Hoop, Gutsbeſitzer von Rodheim. 13) Georg Schweitzer II., Specereikrämer von Niedermörlen. 14) Hein⸗ rich Mai, Landwirth von Stockheim. 15) Friedrich Helfrich, Landwirth von Fauerbach 11. 16) Anton Schlitz II., Landwirth von Niedermor⸗ len. 17) Werner Diehm I., Fabrikant von Lauterbach. 18) Johann Conrad Heun, Landwirth von Melbach. 19) Johannes Reitz III., Landwirth von Bernsfeld. 20) Ludwig Kunkel, Landwirth von Burk⸗ hards. 21) Conr. Stroh, Occonom von Eifa. 22) Peter Blöcher IV., Landwirth von Oberrosbach. 23) Johannes Jöckel V., Bäcker von Grün⸗ berg. 24) Anton Seippel III., Specereihändler von Eichelſachſen. 25) Jacob Hils III., Branntweinhändler von Ortenberg. 26) Philipp Stumpf, Wirth von Oſſenheim. 27) Conrad Groh II., Landwirth von Niederrosbach. 28) Johannes Groh III., Landwirth von Niederros⸗ bach. 29) Carl Draudt, Branntweinbrenner von Niederweiſel. 30) Gg. Wehrum J., Landwirth von Rodheim v. d. Höhe. g Lokales. * In der Nacht vom letzten November auf den erſten December wurde in dem Billet-Bureau des hieſigen Bahnhofgebäudes von unbe⸗ fugten Händen der Kaſſeſturz vorgenommen und dabei die Summe von circa fl. 300, meiſt in Guldenſtücken und kleiner Münze, entwendet. Wie verlautet, müſſen die Thüren und die Kaſſe ſelbſt mittelſt Nach⸗ ſchlüſſel geöffnet worden ſein, da dieſelben, wenngleich fie am Morgen offen gefunden wurden, doch keinerlei Spur irgend einer Beſchädigung an ſich trugen. Der Dieb hatte, wahrſcheinlich aus Vorſicht, um für den Fall möglicher Störung leichter das Freie finden zu können, beide Eingänge zum Bureau erſchloſſen, nahm ſich aber bei ſeinem Geſchäfte doch ſo viel Zeit, die gerollten Gelder ihrer papiernen Hüllen zu ent⸗ ledigen und dirſe zurückzulaſſen. Von dem verrufenen Kleeblatt dreier schlechten Groſchen ſcheint der Dieb mit Verachtung ſeine Hand zurück⸗ gezogen zu haben, ſie bildeten von dem Kaſſebeſtande den traurigen lleberreſt, welchen er mitzunehmen verſchmäht hatte. Bis jetzt ſoll man wegen des Thäters ohne allen Verdacht uud ohne alle Spur ſein.— * Wie aus dem umſtehenden Marktbericht erſichtlich, war unſer Fruchtmarkt am verfloſſenen Freitag trotz der ſehr unfreundlichen Witte⸗ rung dennoch mit nicht unbedeutenden Quantitäten Frucht befahren; auch Käufer hatten ſich zahlreich eingefunden. Die Preiſe ſind bier und auf anderen Märkten etwas gewichen, wie denn auch aus Mainz berichtet wird, daß im Waizengeſchäft eine kleine Stockung eingetreten, da man wahrſcheinlich in Folge des zu Anfang voriger Woche eingetretenen Fro⸗ ſtes eine Unterbrechung der Schifffahrt beſorgte.— Der lebhafte Ver⸗ kehr auf unſerem Markte liefert den Beweis, daß ſich unſere Oekonomen und Landleute mehr und mehr mit den Fruchtmärkten befreundet und die unleugbaren Vortheile für Verkäufer wie für Käufer eingeſehen ha⸗ ben. Es iſt daßhalb alle Hoffnung vorhanden, daß die ſeitherige Frequenz unſers Marktes auch ferner beſtehen bleibt, zumal von Seiten der ſlädtiſchen Verwaltung Alles aufgeboten wird, alle im Intereſſe der Verkäufer wie der Käufer noch zu wünſchenden Einrichtungen in's Le⸗ ben zu rufen. 3 daſcben ua ungen ausgeſel aber einlade Friede e Dir dunfther ds 9 2 . Main ⸗ 11700] Die Li Shoßſchwelen Maln⸗Weſerba in Accord geg dingungen bei, Einsicht offen l längstens zum tags 10 Uhr, d betſehen:„S zurichen find. Gieſſen de Großhe Eb [Uh De“ hat durch Ver Nachlaß des Georg Vol! terſertige Stel Es werden derungen and hiermit vorgel Fre ita, 4 ſo gewiſſer da den, als die handenen Ma Der Präclu ber Antsfiube Homburg s — In C Das 415 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Güter ⸗Verſteigerung. Mittwoch den Vormittags 10 Uhr, nachſtebende Grundſtücke, nämlich: 188 Klafter Acker am Pfaffenbrunnen mit 23 Apfelbäumen, 352 Klafter Grabgarten (Schützenrain), 304 Klafter desgleichen vor dem Mainzerthor (in der Ockſtädter Gaſſe), 0 184¼ Ruthen im Fauerbacher Feld, Acker in der Schlockergaſſe, einer öffentlichen Verſteigerung unter den bei derſelben bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen ausgeſetzt werden, wozu man die Lieb⸗ haber einladet. Friedberg den 27. November 1855. Der Vorſteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Friedberg B i idee Main ⸗ Weſer⸗Eiſen bahn. [reg] Die Lieferung von 3000 Stück eichenen Stoßſchwellen auf eine beliebige Station der Main⸗Weſerbahn ſoll auf dem Submiſſionswege in Accord gegeben werden, worüber die Be⸗ dingungen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote bis längſtens zum 20. dieſes Monats, des Vormit⸗ tags 10 Uhr, verſchloſſen und mit der Aufſchrift verſehen:„Schwellenlieferung betreffend ein⸗ zureichen ſind. Gieſſen den 1. Dezember 1855. Großherzogliche Magazins⸗ Commiſſion: In Verhinderung des Vorfitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter. Edictal ladung. [1764] Die Landgräfl. Heſſ. Landesregierung hat durch Verfügung vom 19. d. M. über den Nachlaß des verſtorbenen hieſigen Bürgers Georg Volk 1. den Concurs erkannt und un⸗ terſertige Stelle mit deſſen Leitung committirt. Es werden daher alle diejenigen, welche For⸗ derungen an dieſen Nachlaß zu machen haben, hiermit vorgeladen, dieſelben im Termine Freitag den 4. Januar 1856, Vormittags 9 Uhr, ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begrün⸗ den, als die nicht Erſcheinenden von der vor⸗ handenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird übrigens nur auf der Amtsſtube cröffnet. Homburg, den 24. November 1855. Landgräflich Heſſiſches Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. am Mainzerthore Ed iet adu nig. [1765] Bekannte und unbekannte Gläubiger des Johannes Schlitz II. und Ehefrau zu Nie⸗ dermörlen, über deren Vermögen Concurs er⸗ 1 iſt, haben Anſprüche jeder Art an das- elbe Mittwoch den 23. Januar 1856, Morgens 9 Uhr, zu liquidiren, gegenfalls ſie von der Maſſe ohne beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret ausge⸗ ſchloſſen ſind. In demſelben Termin ſoll über Beſtellung und Verpflichtung eines Maſſecura⸗ tors, Ernennung eines Gläubigerausſchuſſes und Veräußerung der zur Maſſe gehörenden Immobilien Beſchluß gefaßt werden; nicht per⸗ ſönlich erſcheinende, und auch nicht durch Spe⸗ cialbevollmächtigte vertretene, werden in jenen Beziehungen als der Mehrheit der eine deßfall⸗ ſige Erklärung ſelbſt abgebenden Gläubiger bei⸗ tretend angeſeben werden. Da ſodann folgende im Beſitze des Cridars befindliche Immobilien: 1 549/25, 163/206, 163/207a, 388/20, 107/63, 550/28, 553/42, 57% la; III 377%; 11 585/86, 585/87, 58/8 7a; 1 580/31la, 581/86, 59½2a; III 44/1, 463/83; II 285/65, 286/66; 11 329,9, 442/26, 456/45; 111 505/36; 11 463/693 III 180/16; 1 355,66; 11 37%; II 291/91, 31/138, 31/139, 52/81; 1 133/833 11 272/10 a, 9/40, 697/84; III 337/28, 402/30, verſteigert worden und deſſen Eigenthumsrechte daran nicht allenthalben nachgewieſen ſind, ſo werden alle, welche Anſprüche an dieſe Immo⸗ bilien haben, zu deren Begründung in obigem Termin unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt den Kaufbriefen die richterliche Be⸗ ſtätigung ertheilt, und der Eintrag im Muta⸗ tionsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg, den 20. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Bekanntmachung. Brennholzverſteigerung in dem Groß⸗ herzoglichen Domanialwald Burg- wald der Oberförſterei Oberrosbach. [17661 Dienſtag den 11. Dezbr. d. J. werden in dem oben genannten Walddiſtrikte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 6½ Stecken Nadel-Prügelholz. 15„ Nadel⸗ u. Birken ⸗Stockholz, 34,00 Wellen Birken, Eichen⸗ und 4,31 Wellen Nadel-⸗Reiſerholz. Die Zuſammenkunft und der Anfang der Verſteigerung iſt früh 8 ½ Uhr auf der Stelle, wo ſich die vom Forſthaus nach dem Winter⸗ ſtein führende ſ. g. Hausſchneiße und die lange Wirthſchaftsſchneiße kreuzen. Oberrosbach den 27. Nov. 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin gmann. Edietalla dung. 117671 Die Wittwe des Großherzoglichen Hof⸗ gerichtsſecretärs Pabſt und deren Kinder in Gießen haben folgende Grundſtücke: Gemarkung Friedberg: Flur IV, Nr. 26, 76 Kl., am Soderweg, Gemarkung Ockſtadt: Flur 26, Nr. 9 und 99, 9 und 10 Klafter, im Ried, verſteigert, ohne das Eigenthum vollſtändig nachweiſen zu können. Auf deßfallſigen Antrag werden alle, welche Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche auf dieſe Grundſtücke bilden zu kön⸗ nen vermeinen, zu deren Anzeige binnen Wochen von heute an, unter dem Präjudize aufgefor⸗ dert, daß ſonſt die Kaufbriefe beſtätigt werden, und der Eintrag in's Mutationsverzeichniß ver⸗ fügt wird. Friedberg, den 26. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Heiraths⸗Geſuch. 11733] Ein junger lediger Handwerksmann in Frankfurt a. M., mit rentablem Geſchäft und tadelloſem Ruf, ſucht ſich mit einem ſoliden braven Frauenzimmer von gutem Charakter und einigem Vermögen zu verheirathen. Ge⸗ fällige Franko⸗Offerten mit der Chiffer O. P. N. poste restante Frankfurt a. M. werden bis den 15. December 1855 unter Zuſicherung der größten Verſchwiegenheit erbeten. Aecht oſtindiſche ſeidene Foulardstücher [1768] mit unbedeutenden Druckfehlern zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Eine freundliche Wohnung [1769] im unterſten Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen. A d. Kehr Wwe. In T. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Das Geſetz über die Verjährung der perſönlichen Klagen. Preis 3 kr. Formular zu Schuldſcheinen das Buch zu 21 kr. Der Druck und Debit von Frachtbriefen für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband mit dem gültigen Stempel der Direction iſt für Friedberg nur C. Bindernagel's Buchhandlung geſtattet, woſelbſt ſolche ſtets zu 26 kr. per Buch zu haben ſind. 416 C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg (Breite Straße Nr. 85) 11770] empfiehlt ihr reichhaltiges Lager aus allen Zweigen der Literatur, na— mentlich ihren großen und ausgewählten Vorrath von allen zu Weihnachtsge— ſchenken geeigneten Buͤchern und Kunſtſachen. Unſer ausführlicher Weihnachts— katalog ſteht allen Intereſſenten zu Dienſten; unter der Vorausſetzung baldiger und unverſehrter Rückſendung verſchicken wir gern in Parthien zur Auswahl, und laden das verehrliche Publikum zur Anſicht unſrer Vorrathe in unſer Ge⸗ ſchäftslokal ein, mit dem Bemerken, daß vom 7. Dezember an in einem oberen Zimmer unſrer Wohnung die Weihnachtsartikel zur bequemeren Anſicht ausge⸗ legt werden. Tanz⸗Unterricht. [1771] Mit dem 5. d. M. beginnt der 2. Curſus meines Unterrichts. Anmeldungen werden in meiner Wohnung bei Johs. Erbs Wtb. ent⸗ gegengenommen. Friedberg den 1. Dezember 1855. H. Moſeler, Tanzlehrer. Eine große Parthie Seiden⸗-Sammet⸗Neſte [1772] zu Mantillen, Hüten, Weſten ꝛc. be⸗ deutend unter dem Preiſe bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Privat⸗ Unterricht 11773] in englischer und franzöſiſcher Sprache ertheilt J. Gambs, früher Großherzoglicher Gymnaſtallehrer aus Büdingen, worüber Nähe⸗ res in C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg. Friedberg den 1. Dezember 1855. Muſik⸗ Unterricht. 11774] Von heute an wohne ich bei Hrn. Speng⸗ ſermeiſter Ludwig. Zugleich bemerke ich, daß ich außer Violin⸗, Pianoforte⸗ und Guitarre⸗ auch Violoncell-Unterricht ertheile. Auch wer⸗ den Aufträge zur Stellung der Muſik zu einem Kränzchen, für Tafelmuſik oder Ball entgegen genommen von 3 Ed. Krüger, Mitglied der Nauheimer Kur-Kapelle. Eine Wohnung zu vermiethen, 11775] beſtehend in 3 Zimmern, Kabinet, Küche, Kammer, Keller ꝛc. und alsbald zu beziehen, bei Eduard Ruths. Gefunden. 61776] Am 31. Oktober d. J. wurde auf der Uſinger Straße im Ockſtädter Wald ein Halb⸗ ohmfäßchen gefunden; der rechtmäßige Eigen⸗ thümer kann daſſelbe gegen Erſtattung der In⸗ ſeratgebühren in Empfang nehmen bei W. Dönges in Ockſtadt. Zu verkaufen. [1777] Ein gut gehaltenes Exemplar von Pierer's Univerſal⸗Lexikon, 2. Auflage, 3. Ausgabe, iſt billig zu verkaufen durch die Expedition d. Blattes. Nicht zu überſehen!!! L778] Alle meine verehrten Freunde und Kun⸗ den erinnere ich an die auf nächſte Oſtern friſch gebackenen Matzekuchen und bitte um baldige Beſtellungen. Biſſes, im December 1855. A. Naumann. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Der neueſte Fahrtenplan (Winterdienſt) der Eiſenbahnen, Dampſfſchiffe, U.. wu n. ſe w. Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr.— In eleg. Etuis 6 kr. Frankfurter Cours vom 1. Dez. 1855. Piſtolen fl. 0 Friedrichsd'or 2 nannt„ 9 54-55 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten„ 5 32-33 20 Frankſtücke.„ 9 19-20 Engliſche Souverains.„ 11 43-45 Preußiſche Thaler.„% 1 45½ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 43/45 Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Dezember. —. Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod-⸗Preiſe. berg.] bach. 8 pf eee 1 Roggenbrod, ½ Korn⸗ und ½ Gerſtenmehl 4 21 42 2 1 5 1 Sahle 8 4 1„„ 17 202 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u. Waizenmehlſ 5 151 2 1 5„55 1 ie 4 1 1 1 20242062 Loth Lot —Milchbrod 13 1 30 e 139.—— — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 114 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchch h. 14214 2 1 Kühfleiſch, gemäſtetes. 11 211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2110 2 1 Schweinefleiſchh.. 16— 16— 1 Hammelfleiſc h 11— 11— e,, Ses 1 Schaaffleiſch h. 7— 4—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17—[17— 1 Bratwurſt N ere 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1(Geräucherter Speck. 312312 1 Oödefteſctrt e 1 Schiſfken a eee 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 2232 1Niecen felt ee zen i 11 Hammelsfett 16 116 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben de r Sei pep e l. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Waizen Korn Ge r ſt e Haff err Kartoffeln Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel- Ort und Datum Auf- Ver- preis Auf- Ver. preis Auf Ver- preis Auf- Ver. preis Auf⸗ Ver- preis t gen kauft ge⸗ kauft 2 ge- kauft] 2 ge kauft! fahren 5 fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 8 Mltr. Mltr. Fd. fl. tr.] Mltr Mltr. id. fl. kr.] Mtr.] Mltr.] Pd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. IP.. Friedberg, 30. Nov. 478 411 20018040 30[15 18013 50327 278 160 9/992 98(120 443 33 13/00 2154 Butzbach, 30.„ 94% 36 2001824 22 17 18014180 34½ 32½ 160 9/15] 5143 1205 81 65¼½ 627½200 3010 Vilbel,———— 200—— e,- ö e Altenſtadt,———— eee eee W— ie 29 Aide..(neee eee 200—— ungen, i e e, Shen,—— 200———— 180.——.—„(160—.„ 10 9 Grünberg, 1. Dez. 217 217 2001743] 85 85 18014 514 11 160 837/302 302 120 5 1]—— 200—— Mainz, 30.Nov.]— 20019—]—— 1180150 2—— 1160010—— 120ʃ—1— 200—1— Grünberg: Erbſen 10 fl. 45 kr.; Linſen und Wicken 9 fl. 24 kr. Die Marktberichte von Vilbel, Altenſtadt, Nidda, Hungen und Echzell ſind ausgeblieben. Friedberg: Erbſen aufg. 10½ Mltr., verk. 8½ Mltr., 11 fl.; Wicken aufg. /; Bohnen aufg. /.— Butzbach: Erbſen 11 fl.— Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg, 4 Den le Keuntuiß de Fr den mit Anlehnsl wenigstens e jene werthle und zu bett jener gaune getreten. 9 durch die! direct an d dieſer— n „Juli die Grade in Form e ſchehen, wi Regierung, menſte Sick empfohlen troffen, daf Wir erlaub einer Gratis einzuſenden haben. Se Freunden u Poſt wieder Fall der A Stiebel jun Verzeichniß die obige 5 genau daſſe ſetzt habe. des Vertri Biſſen unte Angeblichen Thlrn, der Ger