0 iedb Jutelligenzbl Friedberger Intelligenzblatt. 15 Erſcheint wö⸗ 2 2 2* Einrückungsge 0 1 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, g fl. I. 12 kr.; durch ö 2 ante Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. N„ 86. Freitag, den 2. November. 1855. —— * Amtlicher Theil. * Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg * an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung des Jahres 1856. Höchſter Beſtimmung zu Folge, ſoll bis auf Weiteres das jährliche Recrutirungsgeſchäft in der Weiſe beſchleunigt 12 werden, daß die Ergänzungsmannſchaft, anſtatt am 1. April ſchon Anfangs Januar einberufen werden könne und ſoll eh demgemäß die Muſterung ſchon gleich nach Oſtern beginnen. Es erſcheint hiernach erforderlich, daß alsbald die Orts— 13 muſterliſten aufgeſtellt und die weiter vorgeſchriebenen Vorbereitungen für das Muſterungsgeſchäft getroffen werden. Ich 4* beauftrage Sie daher: f 1) ſchleunigſt von den Herrn Geiſtlichen den vorgeſchriebenen Auszug aus dem Geburtsprotokoll über die im Jahr 1836 gebornen, in 1856 alſo militärpflichtig werdenden Leute mannlichen Geſchlechts zu erwirken; 2) auf den Grund deſſelben die Ortsliſten in ſtreng alphabetiſcher Ordnung der Pflichtigen doppelt aufzuſtellen; 210007 3) bei Anfertigung dieſer Liſten die Vorſchriften der§8 6— 14 der Verordnung vom 30. April 1831 die Vollziehung 1— des Recrutirungsgeſetzes betreffend, ſowie die ſich hierauf ſtützenden ſeither erlaſſenen Ausſchreiben genau zu be— 26092 folgen; 4) für ſolche Militärpflichtige, welche in der Gemeinde geboren ſind, derſelben aber nicht mehr angehören, die vor— 27 geſchriebenen Ueberweiſungsliſten aufzuſtellen und diejenigen, welche in Gemeinden innerhalb des Kreiſes 27 2 gehören, den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeiſtereien direct, diejenigen dagegen, welche in andere Kreiſe 8— gehören, alsbald an mich einzuſenden; . 5) bei denjenigen Militärpflichtigen, welche in das Ausland übergezogen ſind, iſt nicht zu vergeſſen, anzumerken, ob die Auswanderung mit oder ohne Dimiſſorialien erfolgt iſt; 22 6) in die Rubrik„Bemerkungen“ der Ortsliſte iſt, falls einer der im§ 10 der allegirten Verordnung erwähnten 6 232 2 Umſtände, als: 113 2 a) Bei den ſchon freiwillig im Militärdienſte ſtehenden Leuten deutlich anzugeben, in welchem Regiment oder 11 Corps, in welchem Bataillon und in welcher Compagnie ꝛc. ſie dienen. dirgermtiftt b) Auch bei denjenigen, welche früher als Freiwillige im Militärdienſte geſtanden haben, daraus aber wieder entlaſſen worden ſind, iſt dieſes Verhältniß anzuführen. 9 c) Bei denjenigen, welche nach Art. 16 des Recrutirungsgeſetzes der Aufnahme in den Militärdienſt unwürdig 55 ſind, wird hierüber das Naͤhere in der Liſte bemerkt, und zugleich derſelben eine Beſcheinigung uber ihr Ver— 3 mögen beigelegt. 27 d) Befinden ſich Militärpflichtige in Unterſuchung oder in gefänglicher Haft, ohne daß ſie des Militärdienſtes — unwürdig ſind, ſo wird in der Liſte angeführt, wegen welches Vergehens ſie angeſchuldigt oder verurtheilt ſind, ſeit wann ſie ſich in Unterſuchung oder Haft befinden, und(ſo weit möglich) wie lange ſie ſich noch — darin befinden werden. e) Hinſichtlich derjenigen, welche das Depot anſprechen, wird blos das Wort:„Depotanſpruch⸗ eingeſchrieben. Mutel 1) Diejenigen Leute, welche wegen eines durch die Sinne nicht wahrnehmbaren Fehlers(z. B. Schwerhörigkeit, . Kurzſichtigkeit, fallende Sucht ꝛc.) untauglich zu ſein behaupten, hat der Bürgermeiſter anzuweiſen, die 2 deßfallſigen Zeugniſſe(worüber im 14. Kapitel das Nähere vorgeſchrieben iſt) unfehlbar bis zur Muſterung , beizubringen. Auch hat er ſich durch Erkundigungen über den Grund oder Ungrund ſolcher Angaben mög— — lichſt zuverläſſigen. In der Ortsliſte wird hierüber eine kurze Bemerkung gemacht. 1% bei einem Militärpflichtigen vorliegt, dieſer vollſtändig und in der ausdrücklich vorgeſchriebenen Weiſe einzutragen; 43 7) diejenigen Leute, welche von der Muſterung 1855 zu der von 1856 verwieſen worden, und in die Ortsmuſterliſte 75 von 1856 aufgenommen werden müſſen, ſind in dem nachſtehenden Verzeichniß aufgeführt; 8) nach Aufſtellung der Ortsliſten werden Sie ſolche dem Gemeinderath zur vorgeſchriebenen Prufung vorlegen; in dem hierüber nach dem bekannten Formular aufzunehmenden Prüfungsprotokoll iſt außer Anführung derjenigen 30 Mitglieder des Gemeinberaths, welche jener Prüfung beiwohnen, noch hauptſächlich anzugeben, wem der Auftrag —— zur Bekanntmachung der Offenlegung der Ortsliſten von Ihnen gegeben worden iſt, wann ſolche er— 6, val, folgt iſt und wo letztere erfolgen ſoll; 9) hierauf iſt die vorher erwähnte Offenlegung der in Folge ihrer Prüfung durch den Gemeinderath feſtgeſtellten Li— ſten dergeſtalt in Vollzug zu ſetzen, daß ſolche am 12. November l. J. Morgens angeheftet und am 25, des— —— ſelben Monats Abends wieder abgenommen, ſofort 10) mit dem Offenlegungs protokoll, und nachdem die im§ 14, der bereits angezogenen Verordnung wortlich vor— den 28. November d. 11) alsbald nach Empfang dieſes Ausſchreibens 378 geſchriebene Beſcheinigung fraglichen Liſten von Ihnen beigefügt worden iſt, und den übrigen Beilagen langſtens J. bei Meidung eines Wartboten an mich eingeſendet werden; a werden Sie zur Erlaſſung der im§ 18 mehrerwähnter Verordnung vorgeſchriebenen Bekanntmachung ſchreiten und bezüglich der darauf vorgebracht werdenden Depotanſprüche nach den dort in den folgenden§§ gegebenen Beſtimmungen genau verfahren; 12) zur Beurtheilung der Frage, ob der Depotanſprechende zur Stellung eines Einſtehers vermögend ſei, iſt die in die Staatsaſſecuranzanſtalt für 1856 einzuzahlende Summe von 190 fl. als Maßſtab anzunehmen; 13) die Depotprotokolle haben Sie vor der Offenlegung mir zur Prüfung vorzulegen. Indem ich mich der Hoffnung hingebe, daß Sie die oben kurz zuſammengefaßten hauptſächlichſten Beſtimmungen für das Muſterungsgeſchäft pünktlich befolgen, erwarte ich noch, daß Sie dem nicht unwichtigen Zweige Ihrer Geſchäfts— fuͤhrung die nöthige Aufmerkſamkeit und Sorgfalt widmen, und empfehle Ihnen ſchließlich, nicht nur denjenigen Leuten, welche im nächſten Jahre muſterungspflichtig werden, ſondern auch denen, die dieſen hierin in den nächſten Jahren fol— gen, jetzt ſchon Nachricht davon zu geben, daß die Muſterungen in der nächſten Zeit früher abgehalten werden würden, als ſeither, damit ſie, wenn ſie ſich etwa auswärts befinden, zur gehörigen Zeit zurückkehren, Es ſind nur die vorgeſchriebenen Formulare zu verwenden. Friedberg am 31. Oktober 1855. Verzeichniß der von der Muſterung 1835 Mute x. zur Muſterung 1886 verwieſenen Militärpflichtigen. 2 3 Geſchlechts⸗ und Vornamen der 5 Dienſtpflichti 2 5 8 Dienſtpflichtigen. Wohnort. Be me rr fü geen. SSS Geſchlechtsnamen. Vornamen. 105] Gröninger Johann Heinrich Friedberg temporär untauglich. 115 J 251] Frei Martin Obermörlen desgleichen bei der Nachviſitation erkannt. 127 301] Meuſer Johann Ockſtadt desgleichen. 307][ Sulzbach Kas par Oppershofen temporär untauglich. 364] Glockengieſer Heinrich. Weckesheim desgleichen. 115] Naas Job. Juſtus Friedberg zum erſtenmal unterm Maas, noch Wachsthum verſprechend. 145] Zoller Johannes Gambach desgleichen. 209 Helwig Johannes Niederrosbach desgleichen. 242 J Goloſchmidt Iſaak Niederwöllſtadt J desgleichen. 240[ Berdel Jacob Obermörlen zum erſtenmal unterm Maas, noch Wachsthum verſprechend. 263[König, Eliſabethe Sohn Karl daſelbſt desgleichen. 335[ Schneider Joh. Chriſtian Rockenburg desgleichen. 366-[ Schadt Johannes Weckesheim desgleichen. 308] Weil Anton Oppershofen auf ein Jahr nach Art. 18b zurückgeſtellt. 104 52 Wilhelm Joh. Heinrich Butzbach temporär untauglich vom Rekrutirungsrath erkannt. 221 184] Wiſſig Joh. Georg Maibach desgleichen. Bekanntmachungen von Behoͤrden Pfänder⸗Verſteigerung. [1538] Montag den 5. November l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, und die folgenden Tage, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den bierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 29. Oktober die betreffende Auslöſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlokal vom 30. Oktober bis zum Schluſſe der Ver⸗ ſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg den 10. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanni machung. P1628] Da die Zinsabſchnitte zu den Partial⸗ obligakionen des von der hieſigen Gemeinde am 1. Januar 18 45 eröffneten Anlehens abgelaufen ſind, ſo wird den Inbabern derſelben bekannt gemacht, daß gegen Rückgabe der Talons die neuen Zinsabſchnitte auf weitere zehn Jahre auf der Großherzoglichen Bürgermeiſterei dahier in Empfang genommen werden können. Zugleich wird bemerkt, daß bei der dießjäh⸗ rigen Auslooſung die Nr. 5, 82, 104, 108, 121, 125 und 140 à 100 fl., 182 und 210 à 0 300 fl., 121. 223, 229 und 231 à 500 fl. zur Rückzahlung gezogen worden ſind, welches den Inhabern derſelben zur Kenntniß gebracht wird, mit dem Bemerken, daß der Betrag gegen Rück⸗ gabe der Schuldurkunde bei dem Gemeinde— einnehmer dahier am 1. Januar 1856 erhoben werden kann, indem von dieſem Tage an die Verzinſung aufhört. Obermörlen am 30. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen e e eee e H ol z ide zeit ſe i gen u ne [1629] Donnerſtag den 8. November d. I., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll im Ober- mörler Gemeindewald in verſchiedenen Diſtrikten nachſtehendes Holz, als: ½ Stecken Nadel⸗Stockholz, 2562 Wellen Eichen-Birken⸗Reisholz, 1418 1 Aspen-⸗Weiden⸗„ 8 Stämme Nadel-Bauholz, 164 Cbkfuß, 2 Stangen Nadelholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen am 30. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen e e e Bekanntmachung. [1630] Nächſten Montag den 5. November l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald Niedermörlen nachſtehende Wellen verſteigert werden: 1) 300 Stück Eichen- und Birken⸗Wellen, 2) 833„ Aspen- und Nadel⸗Wellen. und Privat⸗Anzeigen. Die Zuſammenkunft iſt beim Forſthaus Win⸗ terſtein und der Anfang iſt im Schlag Nr. III unter dem Kautzkopf. Niedermörlen den 30. Oktober 1855. Großherzogliche Nahe Niedermörlen e 9. Mobiliar ⸗Verſteigerung. [16311 Donnerſtag den 8. und Freitag den 9. November l. J. wollen die Johannes Feg⸗ beutel's J. Erben zu Ockſtadt erbtheilungshalber durch den Großherzoglichen Ortsgerichtsvorſteher daſelbſt meiſtbietend verſteigern laſſen, als: 1) 2 trächtige Kühe, 2) 1 trächtiges Rind, zwei Jahre alt, 3) 1 vollſtändigen Wagen, 4) 1 Pflug und 1 eiſerne Egge, 5) eine Parthie Stroh aller Art, 6) Heu und Grummet, 7) eine Quantität Kartoffeln, 8) eine Parthie Dickwurz und Kohlraben, 9) 1 Fruchtfegemühle, 1 10) mehrere Bütten und Fäſſer, 11) mehrere Haus⸗ und Küchengeräthſchaften und dergleichen mehr. Die Verſteigerung beginnt ſedesmal Morgens präcis 9 Uhr in der Behauſung ſelbſt. Der Anfang wird mit dem Vieh gemacht. Ockſtadt den 31. Oktober 1855. Großberzogliches Ortsgericht Ockſtadt Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher. auf 2 5 dalie nung 205 ſowie durch mehrerer Gl erwarten, e emach werd. Ach cer! Iſfentlichen 8 aus Beſte Friel —ů— der Stei 11583] In de flopferarbeſten werden, was! bereits auf de 10Nontag 2. Dienſtag 3 Mittwoch 4 Donnerſt 9(Fteitag de Sawfiag 7 Montag 8/Monſag bet, Nac 9 Dienstag 10[Mittwoch 11 Donnerſig 12[öteitag de Fried! „ ungen 379 0 Fruchtmarkt zu Friedberg. 116161 Nachdem durch allerhöchſten Erlaß vom 19. d. Mts. die 59. 1, 2, 3 und 6 bis 11 der Verordnung vom 27. September und die hierauf Bezug ha— bende Bekanntmachung vom 23. Oktober v. J. aufgehoben worden ſind, wornach Früchte, Mehl und Kartoffeln nicht mehr auf den im Großherzogthum Heſſen beſtehenden öffentlichen Märkten verkauft werden müſſen, ſo wird hierdurch im allgemeinen Intereſſe des handelnden Publikums zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht, daß ſtets nach wie vor am 0 Freitag in jeder Woche auf Grund der für die Stadt Friedberg höheren Orts genehmigten Marktord— nung dahier ein freier öffentlicher Fruchtmarkt abgehalten werden ſoll. Durch die günſtige Luge der Stadt Friedberg in der Mitte der Wetterau, ſowie durch die hier beſtehenden directen Eiſenbahnverbindungen und dem Sitze mehrerer Großhändler läßt ſich auch für die Folge ein recht lebhafter Verkehr erwarten, worauf die Käufer und Verkäufer von Früchten beſonders aufmerkſam gemacht werden, indem Verkäufer am hieſigen Platze auf ſicheren und reellen Abſatz ihrer Waaren rechnen können und außerdem fur alle Beduͤrfniſſe eine offentlichen Marktes, ſowie für die Bequemlichkeit der Käufer und Verkäufer aufs Beſte geſorgt iſt. Friedberg am 27. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Verſteiger ung i der Steinklopferarbeiten im Baubezirk Friedberg für 1855. [1583] In den unten bemerkten Terminen, jedesmal Morgens 10 Uhr, ſollen die Stein— klopferarbeiten zur Straßenunterhaltung öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, was mit dem Bemerken zur Kenntniß der Straßenarbeiter gebracht wird, daß die Steine bereits auf den verſchiedenen Straßenſtrecken aufgeſetzt ſind und eingeſehen werden können. N. Sprachliches. 11596] Einem verehrl. Publikum die ergebene Anzeige, daß Unterzeichneter alle in die euro⸗ päiſchen Hauptſprachen, namentlich die franzö— ſiſche, ital., ſpan. und portug., ſowie in die engliſche, holländ., däniſche und ſchwediſche ein— ſchlagenden Arbeiten unter größter Diseretion und prompteſt beſorgt. Man adreſſire gef. Dr. Leo Silberſtein, Lehrer und beeid. öff. Translator genannter Sprachen, Tanslator bei dem kgla portug. u. kgl. ſchwed. u. norweg Conſulate in Frankfurt a. M., v. Mitgl. d. D. M. Geſ. (Schnurgaſſe Nr. 54.) Lehrlingsgeſuch. [1599 Ein junger Menſch kann in die Lehre treten bei Schneidermeiſter Bingel in Nauheim. Kapitalverleihung. L600] 500 fl., 1100 fl., 2000 fl. find gegen gute Aufſätze und 4000 fl. an Gemeinden in Auftrag zu verleihen bei Friedberg. Jakob Finkernagel. * Zum Ausleihen. 11601] 24,600 fl. können durch meine Ver⸗ mittelung ausgeliehen werden. Auf Einſätze von Gütern kann das Geld zu 4½ pCt. in kleinern Raten auch abgegeben werden; Ge— meinden werden bevorzugt. Friedberg im Oktober 1855. Joffe ph S ir dus. — D er V er e i erun— Namen des Bauauf⸗ 5 Tag ſte ig 9 2 8 ſehers, in der Verſteigerung. E] deſſen Bezirk die O Ort. Local. 2 Straße gehört. 1 Montag den 5. Nombr. Butzbach Rathhaus 16 Hölzer. 2[Dienſtag den 6. Nobr. Friedberg Gaſthaus zur Stadt Frank⸗ furt 3[Kreß. 3 Mittwoch den 7. Nobr.[Niedermörlen Gaſthaus zum Löwen 2[Weide. 4 Donnerſtag den 8. Nobr.] Wölfersheim[Gaſthaus des Adam Hoff- mann 17 Weller. 5[Freitag den 9. Novmbr. Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 u 7JFaulſtich und Reitz. 6 Samſtag den 10. Nobr.] Vilbel Gaſthaus zur Stadt Caſſelf 4[Schäfer. 7[Montag den 12. Nobr.[Obereſchbach[Gaſthaus zum Homburger Hof 13 Schmidt. 8[Montag den 12. Novem⸗ ber, Nachmittags 3 Uhr,[Steinbach Gaſthaus zum Schwanen] 14[Michel. 9 Dienſtag den 13. Nobr.] Rödelheim Gaſthaus zum Frankfurter Hof 15[Lützel. 10[Mittwoch den 14. Nobr.Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann. 11 Donnerſtag den 15. Nobr.] Düdelsheim Gaſtwirth Hammel 11[Groß. 12 Freitag den 16. Nobr. Niedermorſſadt Ralhbaus 10[Jäger. Friedberg den 17. Oktober 1855. i Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Sefer. Empfehlung. 11511] Der Unterzeichnete macht hierdurch die Lieferung von Obſtbaumſtämmchen. 11613 Samſtag den 3. November, Morgens um 16 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Anlieferung von nachſtehenden jungen Obſt⸗ bäumen zuͤm Anpflanzen an den Wenigſtneh— menden verſteigert, als: 1) 60 Aepfelſtämmchen, 2) 25 Birnſtämmchen, 3) 50 Zwetſchenſtaͤmmchen, 4) 10 Mirabellenſtämmchen und 5) 1 Parthie Setzlinge, ſog. Hartrol, zur Ein⸗ friedigung eines ſtädtiſchen Gartens. Friedberg am 29. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Weine d e ergebenſte Anzeige, daß er neben ſeinem Mützen⸗ lager eine Pelzwaaren⸗ Handlung errichtet hat und bittet, ächte Waare und reelle Bedienung zuſichernd, um recht zahlreichen Zu⸗ ſpruch. Hungen. Wo lf, dem Rathhaus gegen über Ein Logis 115321] hat zu vermiethen. Ph. Vitriarius. Ein Mann, 11602] der Jagdkenntniſſe beſitzt, auch etwas von der Gärtnerei verſteht, wird in Dienſt ge— ſucht bei Jacob Fay in Niedereſchbach, Kreis Vilbel. 922 Leere Oelfäſſer [1603] von 1-6 Ohm, gut in Eiſen gebunden, ſind ſehr billig zu haben bei M. L. Goldmann in Friedberg. Empfehlung. 11604] Da ich nunmehr meine Behauſung neben der Poſt bezogen habe und die darin ſeit Jahren beſtandene Wirthſchaft nun ſelbſt führe, verfehle ich nicht, mich meinen Freunden und Bekannten hiermit zu empfehlen. Friedberg. Johannes Müller, Küfermeiſter. Zu vermiethen. [1621] Das ſeither von Herrn Schmittner be- wohnte Logis iſt zu vermiethen und kann bis zum Febr. 1856 bezogen werden, auch können auf Verlangen noch 2 Zimmer, ſowohl im un⸗ tern als im obern Stock, dabei abgegeben werden. Ne Ein guter Damenſchneidergeſelle 11623] kann bei mir ſogleich in Arbeit treten und dauernde Beſchäftigung erhalten. Hungen am 25. Oktober 1855. Heinrich Weber Damenſchneidermeiſter. Ein vollſtändiges Logis 115721 in meinem neuen Haus iſt zu vermiethen und kann bald bezogen werden. Friedberg. G. Fr. Schweitzer Friedberg. Wwe. 38 Schuldſcheine das Buch zu 24 kr. ſind zu haben in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. O k ar ber Markt. 116371 Nächſten Mittwoch den 7. und Donnerſtag den 8. dieſes Monats wird das hieſige Marktfeſt ge⸗ feiert, bei welcher Gelegenheit bei dem Unterzeichneten— vielſeitigen Wünſchen entſprechend— ausgezeichnete Tanzmuſik anzutreffen iſt. Indem ich zu dieſem Feſte hiermit freundlich einlade, verſichere ich zugleich, daß für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt ſein wird. Okarben den 1. November 1855. Fr. Henſel. . Für Auswanderer nach Auſtralien. 11386] Die engliſchen Regierungs-Poſtbote, welche die Briefe an Bord nehmen und contractlich am 6öſten Tage in Melbourne eintreffen müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am 8. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte Reiſegelegenheit. Ueberfahrtspreis für Erwachſene, einſchließlich vollſtändiger Ver⸗ köſtigung, 220 fl.; fur Kinder die Hälfte. Für andere Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung: für Erwachſene fl. 184, „Kinder„ 93. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtspreis bezahlen wollen oder können, und den Theil, den ſie hier nicht bezahlen, erſt in Auſtralien aus ihrem dortigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung an. Vorzugsweiſe finden Aufnahme verheirathete Leute ohne Kinder oder mit Söhnen, die ſchon über 14 Jahre alt ſind, ledige Männer aus dem Bauernſtande, wie auch Hand— werker aller Art, namentlich aber Schmiede, Schloſſer, Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Tuncher ꝛe. i Friedberg im September 1855. H e in ri ch H ahn, Agent der Union. WSpiel⸗Karten. 116321 Neben meinem ſeitherigen Geſchäft habe ich auf hieſigem Platze eine K Spielkarten Fabrik Do errichtet, wodurch ich im Stande bin, dauerhafte und aufs Sorgfältigſte gearbeitete Spielkarten in allen möglichen Sorten, mit oder ohne Stempel, zu ſehr billigen Preiſen abzugeben. Friedberg. 5 Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Station Friedberg!!! 116331 Einem geehrten reiſenden Publikum mache ich hiermit die ergebene An— zeige, daß ich die Reſtauration in dem hieſigen Bahnhof übernommen habe und begleite dieſe Anzeige mit der Verſicherung, daß ich Alles aufbieten werde mir das Vertrauen und die Zufriedenheit aller mich mit ihrem Beſuche Beehrenden zu erwerben. Friedberg im Oktober 1855. Jacob Schott, vormals Oberkellner im Hötel Trapp dahier. Blinden-Anſtalt. Herzlich dankend beſcheinigt den richtigen Empfang eines zweiſpännigen Wagen voll Na⸗ turalien, beſtehend in Kartoffeln, Kraut, Kohlraben und Bohnen aus der Ge— meinde Beienheim durch Herrn Pfarrer Hofmann daſelbſt geſammelt.(Die Fuhre beſorgte Herr Huber.) Die Neuer Lapperdan 11638] bei Wilhelm Fertſch. 3000 fl. [1631] habe ich in Auftrag gegen gute Ver⸗ ſicherungen bereit liegen und können ſolche im Ganzen, ſowie in kleinen Raten abgegeben werden. Wölfersheim den 26. Oktober 1855. eee e e Ein og is [1635] hat zu vermiethen Kin ud Eine brave Magd, 11636] welche ſchon gedient hat und ſich durch Zeugniſſe genügend ausweiſen kann, wird ge⸗ ſucht. Wo? ſagt die Expedition. Frankfurter Cours vom31. Oktbr. 1855. Piſtolen.„„ e Friedrichs d'or.„% 955-56 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 944-45 Rand⸗Ducaten.„ 53 4% 20 Franiſtüc kee 2 — Engliſche Souverains.„1145-47 Preußiſche Thaler.„ 45—½¼ 5 Frankenthale„— Preußiſche Caſſenſcheine 1 145 ½ Kirchliche Anzeigen. 22. Sonntag n. Trinitat. den 4. Nov. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Reformationsfeſt. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Palmer. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Römheld. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Hierzu eine Extra⸗Beilage das Geſetz über die Verjährung der perſönlichen Klagen betreffend. Ir ace cenllſch rei⸗ Die C Friedberg 00 Iynen hiern Ihen Liſten Frie Vor rage, Prei Nr. d. Ein⸗ Dichl, Schmien Althenn, Sberg, S 1[Sttczer, Guth, 5 Bur, Muller, 7 8 10 Bergk, Schoͤnw Alles, 11 Wiſig, 12 Hreiſvi 13[eong. 14 Kaon. g 1 Krebs, 16 Windeck 17 Griedelb. 18 Wilhelm 9 Buff, J 20 Rübſam um, 22 285 Klein, 3 Oeibel, ſlledter, Wat e 25 805 Gieß