„Friedberger Intelligenzblatt. lu der, 2 Aller. Erscheint wo. 2 A 2 N O* Einrückungsge⸗ e Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 80 tag. Preis jährl. oder deren Raum fl. 1. 12 kr.; durch bee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. Nu 18. Freitag, den 2. März. 1855. Amtlicher Theil. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Johann Philipp Karch von Obernhauſen. Alter: geb. im Jahr 1833; Größe: 6 Fuß, 4 Zoll, 3 Strich; Haare: braun, kurz geſchnitten, am Wirbel lang und hinten kurz; Stirne: hoch; Augenbraune: braun; Augen: braun; f Naſe: klein; Mund: klein; Kinn: oval; Bart: keinen; Geſicht: länglich; Geſichtsfarbe: geſund; beſondere Kenn- zeichen: keine. echter auf Johann Adam Karch von Obernhanſen. Alter: 19 Jahre; Größe: 6 Fuß 8 Zoll heſſiſch; Haare: ſchwarz, Ne Art in kurz geſchnitten; Stirne: breit, hoch; Augenbraune: ſchwarz; Augen: braun; Naſe: ſpitz; Mund: gewöhnlich; Kinn: de border ein rund; Bart: keinen; Geſicht: länglich; Geſichtsfarbe: blaß; beſondere Kennzeichen: ſtoͤßt beim Sprechen etwas an. e, richtig Beide dringend verdächtig, in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar nachſtehend verzeichnete Geldbeträge mit— telſt Einbruchs zu Darmſtadt entwendet zu haben. Verzeichniß der geſtohlenen Geldſorten. wanderer 3 Rollen fl. 2 Stücke à fl. 100= 300 fl. 8 Rollen fl. 1 Stücke à fl. 50 2 400 fl. 10 Rollen ½ fl. * 2 a eltch linen Stücke à fl. 30 2 300 fl. 12—15 Rollen Sechskreuzerſtücke à 10 fl.= 150 fl. Ein Paquet Groſchen S 25 fl. ö Ein Paquet mit 24 preußiſchen Thalern— 42 fl. 20—22 Stück Conventionsthaler, 14215 Stücke à 3 ½ fl.= 200 fl. Gold, wobei 3 engliſche Sovereings, 2 Stücke à 40 Francs, 1 doppelte Piſtole, 2 heſſiſche Schaumünzen à 2 Ducaten, 4 amerikaniſche 1 Dollarſtücke, das übrige in holländiſchen 10 fl. und 5 fl. Stücken, 20 Francs, 1 à 10 Francs, Du-⸗ caten= 400 fl. Papiergeld, wobei eine baieriſche Banknote à fl. 100 S 400 fl. Zuſammen 2217 fl. Verzeichniß über die Vertheilung der Gr. Landbeſchäler in die Landgeſtütsſtationen der Provinz Oberheſſen „ Ichr. 1855. für das Jahr 1855. —— Altulrichſtein: Stradella, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, großer edler Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Nicolot f 2 und der Bella-Donna. 0 Grey⸗Momus, Schwarzſchimmel, 16 Fauſt 1 Zoll groß, ſtarker Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüͤt, 134% vom Grey-Momus und einer ſchwarzen Mecklenburger Stute. 19+.—9N—c6 Whisker, Fuchs, 16 Fauſt 1 Zoll groß, Mittel⸗Reitſchlag, Ulrichſteiner-Geſtüt, vom Landbeſchäler 1 Whisker und der Ulrichſteiner Stute Mambrina. n Altenſtadt: Dorilas, hellbraun, 16 Fauſt 3 Zoll groß, großer ſtarker Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtuͤt, vom 165 Dorilas und einer Landſtute. Eutin(Prämienhengſt), dunkelkaſtanienbraun, 16 Fauſt 3 Zoll groß, ſtarker Wagenſchlag, Eutiner Landzucht, von dem engliſchen Halbbluthengſt Tarent und einer Landſtute. Gladenbach: Pelican, dunkelbraun, 16 Fauſt groß, gedrungener Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Pelican und einer Herodot-Stute. ene Stratherne, braun, 16 Fauſt 3 Zoll groß, großer ſtarker Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtüͤt, Nuttl⸗ a von dem engliſchen Vollbluthengſt Stratherne und einer Mecklenburger Stute. r. dt/ Grünberg: Palatin, Hellfuchs, 16 Fauſt 2 Zoll groß, großer edler Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom 1 2 Belus und der Palatine. En Correggio, Schimmel, 16 Fauſt 3 Zoll groß, großer breiter ſtarker Wagenſchlag, Mecklenburger Landgeſtüt, von Landbeſchäler Correggio und einer ſtarken Mecklenburger Stute. Rodrigo, Hellbraun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger Landgeſtüͤt, von dem engliſchen Halbbluthengſt Herkules und einer Mecklenburger Halbblutſtute. Hirzenhain: Neptun, Hellbraun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, Wagenſchlag, Mecklenburger⸗Geſtüt, von dem Landbeſchäler Herkules und einer mecklenburger Landſtute, Feldmarſchal, dunkelbraun, 10 Fauſt 2 Zoll groß, großer edler Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüͤt, von dem Vollblutheugſt Feldmarſchal und der Vollblutſtute Euböa. Herzhauſen: Auguſtus, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker gedrungener Reit- und Wagenſchlag, Mecklen⸗ burger⸗Geſtüt, von dem Vollbluthengſt Auguſtus und einer veredelten Stute. Friedland, Hellbraun, 16 Fauſt 1 Zoll groß, ſtarker gedrungener Reit- u. Wagenſchlag, Mecklen⸗ burger⸗Geſtüt, vom Sobry und einer Mecklenburger Stute. f 1 1122 2 . 2 r U 2 * g 74 Neuulrichſtein: Flegethon, Hellbraun, 16 Fauſt 1 Zoll groß, edler ſtarker Reitſchlag, Mecklenburger⸗Geſtüt, vom Laffayette und der Herodia. Sam ſon, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Fra-Dlavolo, dieſer vom Cardinal und der Amandamore.; Arthur, braun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Landgeſtüt, vom Landbeſchäler Herkules und einer Napoleon-Stute. Beliſar, Dunkelfuchs, 16 Fauſt 3 Zoll groß, großer ſtarker Wagenſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Landbeſchäler Correggio und einer Mecklenburger Stute. Romrod:. nicus Polinicus, Schimmel, 16 Fauſt 1 Zoll groß, ſtarker Reitſchlag, Mecklenburger-Geſtüt, vom Poli⸗ und einer Ivenacker-Morwick-⸗Stute. Ocean, braun, 16 Fauſt 1 Zoll groß, gedrungener ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger— Geſtüt, vom Neptun und einer ſtarken Mecklenburger Stute. Othello, Rapp, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Reit- und Wagenſchlag, Mecklenburger-Landgeſtüt, vou Vollbluthengſt Othello und einer Mecklenburger Stute. 1 Budjadinger, rothöraun, 16 Fauſt 2 Zoll groß, ſtarker Wagenſchlag, Oldenburger Landzucht, von dem Prämienhengſt Cäſar, und der Prämienſtute die Glückliche. Das Großherzogliche Oberſt-Stallmeiſter-Amt. N von Trotha. Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.) Annie ſetzte ſich ſehr verſtimmt und unzufrieden zum Frühſtück. Ihrer Auſicht nach hatte Beſſy etwas höchſt Thörichtes begangen, und ſie wunderte ſich, wie der Vater die Handlungsweiſe der Schweſter hatte billigen mögen. Sie hatte ſtets ſehr großes Vertrauen in Beſſy's Verſtand geſetzt, allein nun war ihr Glaube daran gewaltig erſchüt⸗ tert. War es nicht der ausdrückliche Wunſch des alten Nat, allein zu bleiben? und was für ein Recht hatte irgend Jemand, ſich dieſem Wunſch zu widerſetzen? So urtheilten alle Verwandten, und ſo urtheilte auch Annie. Die menſchliche Selbſtſucht iſt ſtets ausnehmend ſinnreich in Auffindung von Gründen zur Rechtfertigung oder Be— ſchönigung ihrer eigenen Handlungen. Die jüngere Schwe— ſter war ein für allemal entſchloſſen, ihr eigenes Intereſſe an Nat's Erbſchaft zu wahren; und in dieſer Abſicht blieb ſie ruhig zu Hauſe während Beſſy in ihrer menſchenfreund— lichen Abſicht nach Norton's Hauſe ging. Ihre Morgen— und Abendbeſuche daſelbſt wurden von Tag zu Tag länger, denn Nat's Krankheit und Schwäche nahmen unverkennbar zu. Vielleicht verhinderte ihn nur der Mangel an Erfah- rung im Krankſein, von welchem ich ſchon früher geſprochen, das raſche Herannahen ſeiner Aufloͤſung zu bemerken. Er empfing noch ſeine Pächter und die Zinſe, die ſie ihm brach—⸗ ten, gab Befehle wegen Holzverkäufen und Landveräuße— rungen und traf noch allerlei Vorkehrungen wegen baulicher Unternehmungen und Reparaturen, aber trotzdem laſtete eine dumpfe Bangigkeit auf ihm und er ſah gern die ſanfte Beſſy in ſeinem Zimmer. Nat geſtand ihr dies zwar nicht, denn das wäre gegen ſeine Natur geweſen; allein das Auge des Alten ward milder und freundlicher, wenn ſie in's Zimmer trat, und er gab ihr immer wohlwollende Worte zum Abſchied. Mittlerweile hielten die Aufregung und die Umtriebe von Nat's Verwandtſchaft das ganze Städtchen in Athem. Die Verwandten kamen Alle darin überein, daß es ſehr frech und vermeſſen von Beſſy ſei, ihren kranken Vetter zu beſuchen, und nur Mrs. Woodward war andrer Anſicht. Sie hatte nämlich die ganze Geſchichte ihrem Sohne ge— ſchrieben, welcher auf der Harvard-Univerſität zu Cam— brigde bei Boſton ſtudirte, und Weſtland hatte merkwür— digerweiſe dem Verfahren Beſſy's ſeinen vollen Beifall gezollt. Die drei alten Damen waren daher in dieſem Stücke verſchiedener Anſicht, aber es gab noch Anlaß ge— nug, ihren Geiſt anderweitig zu beſchäftigen und ſie zur Einigung aufzufordern, um gegen die Angriffe von außen Front zu machen. Der Hader zwiſchen den betheiligten Familien wegen des betreffenden Antheils an der zu er— wartenden Erbſchaft war beinahe in offene Feindſeligkeit ausgebrochen. Jeder Aſpirant auf die Erbſchaft wußte aus Eigennutz zum Nachtheil der Anſprüche der Anderen ſo viel Ungünſtiges auszuſagen, daß noch gar manche an⸗ dere Dinge, welche damit eigentlich nichts zu ſchaffen hatten, auf's Tapet gebracht wurden. Der Zank ward von Tag zu Tage gehäſſiger und eckelhafter, und wer weiß, wohin es noch gekommen wäre, hätte er nicht eine ganz uner⸗ wartete Beilegung gefunden. Als nämlich Beſſy eines Abends ſpäter als gewöhnlich nach Norton's Hauſe kam und Cäſar ihr die Thüre öffnete, erſchien ihr der alte Neger ungewöhnlich verſtört.„O, Miß Betty, wie froh bin ich, daß Sie kommen!“ ſagte er mit einem betrübten Kopf— ſchütteln.„Der alte Herr iſt ſehr ſchlecht auf; er kann es nicht mehr lange treiben. Den ganzen Tag über war er mit dem alten Hawkes eingeſchloſſen, um ſein Teſtament zu machen oder dergleichen, und heute Abend hat er den Laufburſchen nach dem Doctor Wands worth geſchickt!“ Beſſy wußte nicht, was der Neger unter dieſem Schicken nach dem Doctor Wandsworth verſtand. Dieſer war ein ſehr berühmter und ſtark beſchäftigter Arzt in der nächſten, mehrere Meilen entfernten Stadt, die höchſte me— diziniſche Autorität der Gegend, nach welchem man in der Regel ſandte, wenn die Kunſt der übrigen Aerzte erſchöpft war. Beſſy eilte an Nat's Bette und fand, daß eine große Veränderung zum Schlimmern mit ihm vorgegangen war; er athmete nur mühſam und ſein Geſicht war blau und eingefallen. „Du kommſt heute ſpät, mein Kind, und ich bin ganz erſchöpft von Geſchäften, denn ich habe mein Teſta— ment gemacht,“ ſagte Nat.„Dort iſt es in jenem Schreib⸗ pulte, aber ſie werden wohl noch eine gute Weile auf ihre Vermächtniſſe zu warten haben!“ Bei dieſen Worten haftete Norton's Auge mit einem ſcharfen forſchenden Blicke auf Beſſy. Sie hatte oft verſucht, ſeine Aufmerkſamkeit von Geld und Gut und andern Dingen, die er bald verlaſſen mußte, ab- und auf den Zuſtand ſeiner Seele nach dem Tode hinzulenken; allein Nat hatte ſeither alle Anſpielungen auf derlei Dinge mit der Theilnahmsloſigkeit einer ſiebzig⸗ jährigen Verhärtung angehört. Er war der Welt ſo lange dienſtbar und mit ihrem Treiben einverſtanden und in ihrem Verkehr ſo erfahren geweſen, er hatte ſich mit ihren Gü⸗ tern ſo geſättigt, daß ſein Gemüth für keine geiſtlichen Eindrücke mehr empfänglich ſchien, und die Ausſicht auf den Tod trieb ihn nur an, ſeine Angelegenheiten ſo zu ordnen, wie er einen Handel abgemacht haben würde, näm— lich nach ſeinem eigenen Gutdünken. von Bauat! ungen zur e L208] Nontag blen auf dem beiten und die Wenigſtnehn Maurcrarbeil löschen, Sbeinhauerg Zimmerarbe Dach dear Schloſſerurd. Glaſerarbeit Weißbinderar Spenglerarde Veferung de fteinen Lieferung oe Leefcrung be Maas Lſerung wo ſand. Mäne, Vor legen hier zur driedderg Große Fruch 1230] Montag W uhr, werd den Ftuchtvor 40 Maler Ko verſteigen Frledberg Großher; —— 14 1232) Monta Uhr, werden 10 dem bereinigten . ſärten auf wüſtbekend ver, Uu Garten J Abthei Ncden wir! iz N J, 5 , der. Geſti * Nando, a eſtut, der- Ges N Geſtüt „* In ere udſeligfeit A wußte Anderen Ian; uner⸗ Orſſy eines Hauſe kam Aer Neger dim ich, Kopf⸗ ann er Sick 7 75 Beſſy ward dieſer Thatſache plötzlich bewußt, als er ſie ſo ſcharf anblickte; ſie rückte ihm die Kiſſen zurecht und erwiderte:„Hoffentlich werden jene Leute nicht ſo ſehr an das Geld denken; es kann ſchon in dieſem Leben nicht Alles kaufen, und in jenem zukünftigen Leben hat es gar keine Geltung!“ i „Du haſt recht, Mädchen, es kann nicht Alles kaufen!“ verſetzte Nat, wie betroffen über dieſen neuen Gedanken. „Es kann Einen nicht wieder jung noch geſund machen; aber es kann Einem doch Aerzte und Advokaten und Pfarrer zur Hand ſchaffen, wenn man ſie braucht....“ Bei dieſen Worten trat Cäſar herein mit der Meldung, daß der nach Doctor Wandsworth ausgeſandte Bote zurück ſei, aber denſelben nicht getroffen habe, weil derſelbe zu einem an— dern Kranken in einer noch entferntern Stadt gerufen worden ſei, weßhalb er vor dem morgenden Abend nicht werde kommen können. „Alſo auch nicht einmal den Doctor kann das Geld immer zur rechten Zeit herbeiſchaffen!“ murmelte Nat für ſich hin;„aber es iſt doch eine nützliche ſchöne Sache um das Geld„fuhr er lauter fort,„und meine Verwandten wiſſen das. Wie geſchäftig wurden ſie ſich ſeither meiner angenommen haben; aber ich habe mir ſie gottlob vom Halſe geſchafft! ſagte Norton, gleichſam ſich ſelbſt darob beglückwunſchend, und ſeine Augen ſchloſſen ſich und er ſchien in einen Schlummer zu verfallen. (Fortſetzung folgt.) Markt⸗Bericht von Friedberg. 27. Februar. Waizen aufgefahren 390¼ Malter, verkauft 30 1½ 16 fl. 28 kr.; Korn aufg. 62, verk. 42, 13 fl. 35 kr.; Gerſte aufg. 76, verk. 72, 8 fl. 42 kr.; Hafer aufg. 29 ½, verk. 29½ 5 fl. 43 kr.; Vorſchußmehl aufg. 25, verk. 22½, 19 fl. 33 kr.; Kartoffeln aufg. 3, verk. 3, 4 fl. 30 1425 Für die Familie des H. Butte iſt bei uns ferner eingegangen: Von Seifenſieder Wolf 18 kr. Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. Um weitere Gaben wird gebeten. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verſteigerung von Bauarbeiten und Materialliefe- rungen zur Erbauung eines Schulhauſes zu Buß bach. 1208] Montag den 5. März, Vormittags 9 Uhr, follen auf dem Rathhauſe zu Butzbach folgende Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, einſchließlich Kalk— löͤſchens, veranſchlagt zu 1960 fl. 15 kr. Steinhauerarbeit„„ 1465% 50% Zimmerarbeit 5„ 2934, 14% Dachdeckerarbeit 1„ 1013 7 Schloſſerarbeit 5„ 319, 187 Glaſerarbeit 5„ 9— Weißbinderarbeit„ 16% 30% Spenglerarbeit„ 9475 Lieferung von 193000 hartgebrannten Back⸗ ſteinen, Lieferung von 6200 Rohrſteinen, Lieferung von 386 Bütten Kalk nach naſſem Maas, Lieferung von 19 Kubikklaſtern reinen Mauer⸗ ſand. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Februar 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Sü f fer Fruchtverſteigerung. [230] Montag den 5. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner-Schulfonds 40 Malter Korn, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Garten verpachtung. [232] Montag den 5. März, Nachmittags 4 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende dem vereinigten Armenfond dapier gehörende 2 Gärten auf den Zeitraum von 3 Jahren meiſtbietend verpachtet, als: 1) der Garten in der Uſavorſtadt, welcher erſt in 4 Abtheilungen, dann im Ganzen aus⸗ geboten wird; 2) der ehemalige Karl Klein'ſche Garten in der Stadt. Friedberg den 26. Februar 1855. Großherzogliche Buͤrgermeiſterei Friedberg Bede r. Bekanntmachung. [233 In der vorhinigen Karl Klein'ſchen, nunmehr dem vereinigten Armenfond dahier ge⸗ hörenden Hofraithe, iſt noch die Wohnung Nr. 5 auf 3 Jahre zu vermiethen, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg am 26. Februar 1855. Großherzogliche Burgermeiſterei Friedberg Ben d e. Bekanntmachung, betr. Brenn⸗ und Bau-, Werk- und Nutzholz⸗ Verſteigerung in dem Großherzoglichen Domanialwald Kellerberg der Oberför⸗ ſterei Oberrosbach. [234] In dem rubricirten, bei Oberrosbach ge⸗ legenen Walddiſtricte Kellerberg, werden der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: Montag den 5. März d. J.: 1½ Stecken Birken⸗, 38 Stecken Eichen⸗ Scheitholz, 9% Stecken Buchen⸗, 36 ½ Slecken Eichen- u. Birken⸗, 5 Stecken Aspen⸗Prügelholz, 2 Stecken Buchen⸗, 88½ Stecken Eichen⸗ Stockholz, 5,225 Wellen Buchen-, 4,375 Wellen Eichen⸗ u. Birken⸗, 1,438 Wellen Aspen⸗ u. Nadel⸗ holz⸗Reiſer. Dienſtag den 6. März d. J.: 105 Eichen ⸗Stammabſchnitte zu Bau⸗ und Werkholz in der Stärke bis zu 21“ Durch⸗ meſſer und bis 55 Länge, ſodann 1 Schichte 6“ langes Eichen-Werkſcheitholz. Die Verſteigerung beginnt an jedem der beiden Tage früh Morgens um 8 ¼ Uhr. Oberrosbach den 24. Februar 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Holzverſteigerung. [2381 Montag den 5. März d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen im Oſſenheimer Wäldchen verſteigert werden: 20 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 18 17 17 Stockholz, 5 57 Eichen⸗ 1 95„ Buchen⸗Reisholz, 42 5 Eichen⸗ 7 58 5 Gemiſcht⸗ Forſthaus Beinhards am 24. Februar 1855. Der Gräff. Revierförſter Hartmann. Aus zu leihen. [231] Aus der Kaſſe des Auguſtiner⸗Schulfonds dahier können 400 Gulden ausgeliehen werden. Friedberg den 26. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Mobilien-Verſteigerung. [2421 Donnerſtag den 8. März l. J., Mor- gens 9 Uhr anfangend, ſoll in der Behauſung der verſtorbenen Mathias Margraf Eheleute zu Ockſtadt deren Mobiliarnachlaß, als: 2 Kühe, 8 2 Rinder, wovon das eine trächtig iſt, 2 Schaafe, mehrere Hühner, 1 noch ganz neuer Wagen mit Zugebör, 1 Pflug und 1 Egge, 1 Fruchtfegemühle, 1 bölzerne Pfuhlpumpe, verſchiedenes Brennholz, eine Quantität Kartoffeln, eine Quantität Dickwurz, eine Parthie Heu, Grummet und Stroh aller Art, 13) eine Parthie Spreu, 14) eine Parthie Miſt, 15) verſchiedene Arten von Hausgeräthſchaften, Kleider und Bettwerk, Tiſche, Stühle, Kleiderſchränke, ein Webſtuhl mit Zugebör, verſchiedenes Küchengeräth und noch viele ſonſtige Gegenſtände, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den N. Februar 1855. In Auftrag: Großherzogliches Orte gericht Ockſtadt Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher. Holzverſteigerung. 1243] Montag den 5. März d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in bieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Oberwald, 5870 Cubikſuß Eichen⸗ Werk⸗ und Bauholz, in 67 Stämmen beſtebend, unter den im Termin bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen verſteigert werden. Großkarben den 25. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Großkarben b 36ö ll. 200 Gulden 1244] liegen in der Kirchenkaſſe zu Fauerbach II. zum Ausleihen bereit. r ö Johs. Philippi, Kirchenrechner. —— Mobiliar⸗Verſteigerung. 1245] Donnerſtag den 8. März l. J., von Morgens 9 Uhr an, wollen die Erben der ver⸗ lebten Johannes Weiblings Eheleute zu Reichels- beim eine Kelter mit eiſernen Schrauben, eine Fruchtfegemühle, drei ſteinerne Tröge, zwei Bütten, Tiſche, Stühle, Fäſſer, Hacken, Schippen und ſonſt allerlei Hausgeräthſchaften durch den Unterzeichneten freiwillig verſteigern laſſen. Reichelsheim den 26. Februar 1855. Schmid, Bürgermeiſter. Holz ⸗Verſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. L246 Nächſten Dienſtag den 6. März ſollen im Olſtrikt Dickmatt bei Eckartsborn, von Mor- gens präcis 9 Uhr an, nachſtehende Holzſor⸗ timente: f Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer Stecken Buchen 162 59 99 210 Eichen 52 17% 16 Eichen⸗Klötze von 14— 51“ Dicke und 5-34“ Länge, 11 Buchen Klötze von 10-35“ Dicke und 5—25“ Länge, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt um beſagte Stunde im Holzſchlage. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zahlungsfriſt bis Ende Juni d. J. geſtattet. „Die vorbemerkten Holzſortimente lagern für die Abfahrt ſehr günſtig. Ortenberg den 26. Februar 1855. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Haberkorn. 30 Gulden 1247 liegen im Ganzen oder auch getrennt in der hieſigen Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. Oſſenheim den 26. Februar 1855. Keller, Kirchenrechner. Ge ſuch. 1171] In ein hieſiges Putzgeſchäft werden 2 bis 3 Lehrmädchen geſucht. Das Nähere ſagt die Expedition. Fuͤr Wirthe und Oeconomen! 1224] Das Schießhaus in Offenbach a. M., in beſter Lage, mitten an der um die Stadt führenden Promenade gelegen, iſt erbtheilungs— halber aus freier Hand billig zu verkaufen; daſſelbe beſteht aus dem 2ſtöckigen Haupthaus mit Nebenbau, zur Wirthſchaft und zu Woh— nungen eingerichtet, Scheune, Stallungen, Kelter⸗ haus und Kegelbahn, einem großen Wirthſchafts⸗ garten, Schießplatz mit 2 Ständen von 120 Gängen, und Gemüſegarten, welche ſämmtlich mit circa 60 Obſtbäumen bepflanzt und etwa 3 Mor- gen groß find. Das Ganze eignet ſich beſonders zum Betrieb einer Oeconomie und gibt nähere Auskunft 5 Friedrich Tanner, zur Main⸗ Mühle in Offenbach. Zettel⸗ und Maſchinengarne Le] verkauft billigſt 3 H. B. Grödel. Ge ſuch. 1213] Eine Perſon von geſetztem Alter, welche ſchon lange Jahre auf großen Oekonomien als Haushälterin plaeirt war und mit guten Zeug⸗ niſſen verſehen iſt, ſucht eine gleiche Stelle zu übernehmen. Auskunft ertheilt Jacob Heß, in der Metzgergaſſe. 76 Dank ſagung. L248] Herzlichen Dank allen guten Freunden und Bekannten, welche unſere liebe unvergeß— liche Mutter und Großmutter, Anna Roſtna Sebaſtiani, geſtern, Montag den 26. d. M., zu ihrer letzten Ruheſtätte begleitet haben. Friedberg den 27 Februar 1855. Die trauernden Hinterbliebenen. Empfehlung. 1249] Unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorten Gemüs- und Blumenſämereien. Joh. Heß, Kunſt⸗ und Handelsgärtner. Strohhüte [250] werden gewaſchen und neu fagonirt bei G. Simon jun., Putz- und Modehandlung neben den drei Schwerdtern. Zu verkaufen. 1251] Ein Mutterſchwein mit ſechs Ferkeln hat zu verkaufen Mel bach. Ph. Hahn II. Zu de da f en. [2521 Ein Faſelochs, 1% Jahr alt, Schwarz⸗ ſcheck, ſteht zu verkaufen bei Fauerbach II. Bernhard Haas. Zu vermiethen. [253] Ein Logis, beſtehend aus 3 Zimmern, Küche, Keller ꝛc., hat zu vermiethen Hartmann Mogk, neben der Burg. Warnung. [254] Ich warne Jedermann meinem Manne Jacob Wind etwas zu borgen, da ich keine Zah⸗ lung für ihn leiſte. Dorothea Wind. Ein junger Menſch, [255] welcher die Schneiderprofeſſion erlernen will, kann in die Lehre treten bei Niedermörlen. P. Winter, Schneidermeiſter. 100 0 Gulden [2561] Curatelgelder liegen zum Ausleihen bereit bei Johannes Falck in Friedberg. Samen-Verkauf. [257] Alle Sorten Samen, friſch angekommen, in beſter Qualität, billigſt bei 5 W. Schmidt, neben dem Landgericht. Gefunden. L258] Ein Sack Getraide iſt auf dem Wege von Friedberg nach Bruchenbrücken ge⸗ funden worden und kann gegen Erſtattung der Inſerat-Gebühren in Empfang genommen wer⸗ den. Näheres bei der Expedition. Wo Tutlinger weilen, laß Dir's wohlgemuthen, Böſe Menſchen wiſſen nichts von Tuten!— [259] Heute Abend 8 Uhr außerordentlich zahlreiche Verſammlung der Tutlin ger in dem Locale zur„Potichomanie.“ Die Pauſen und Lücken werden durch geiſt⸗ reiche Reden, wortreiche Lieder, tonreiche Muſik⸗ ſtücke, genußreiche Azung und gehaltreichen Stoff ausgefüllt und verſpricht man ſich einen ſehr plaiſirreichen Abend. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Reminiscere den 4. März. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Kraus. Nachmittags: Herr Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Grein. Abgang der Eiſenbahnzüge in Friedberg. Nach Frankfurt: Nach Caſſel: 6 25 + 3 3 85 1224 1 40 4 8 Gießen) 6 48 5 555 50 9 32 J 7 56 Marburg) Die mit“ bezeichneten Züge ſind Schnellzüge. Frankfurter Cours vom 28. Febr. 1855. Miol enn. J fl. 9 33 34 Friedrichsd oer 10 4½ 5% Holländiſche 10 fl. Stücke, 939 ½--40½ Rand ner: 20 Franitſtagke., 9, 0 Engliſche Souverains.„1140-42 Preußiſche Thaler.„ 1 46/7 5 Frankenthaler.. 14— Peußiſche Caſſenſcheine„1465879 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis zum 9. März. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in * Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. * kr. pf. kr. pf. 1JRoggenbrod/ Korn⸗ und ½ Gerſtenmehl 1 2 7 7 77 8 2 892 9 77 77 77 17 1 17 5 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) % Korn- u./ Waizenmehlſ( 5— 5— 2 7 7 7 9 3 9 3 4 7 7 1 19 11 19 2 — Milchbrod 113 135 —Waſſerweck 13½ — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch i „Kühfleiſch, gemäſtetes 10 2110 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes 9 21 9 2 „Kalbfleiſch 17— 7— „Schweinenfleiſch 151-1 „ Hammellleiſch 10— 110— „ Schaaflfleiſch 7 1 „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken h „Dörrfleiſch 2 „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „Nierenfett 23— 23— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Friedberg. Beſreffend! Sie w uf die Gef ſowie dafür welches frül Frie Carl Gtöße: 5 8 breit; Bart; Narbe; Kle liche Kappe Der E marktes in auf Mittwo Ed n Bürge eingetreten Glieder mi Martin u. Odenwald Als i wufungsloe lindern. U Herz, meine übergeben, Vaterland. wie es da 1500 fl. 9 Hung Wer größeren Ge Ich b Michelſadt a Fried Die Nuffuſs und