Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo- Einrückungsge⸗ 8 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, eaten ſpaltene Petit zeile 4 lerkandz i 1 2. eben ese Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Nu 1. Dienſtag, den 2. Januar. 1855. Einladung zum Abonnement. Mit dem 1. Januar hat ein neues Abonnement auf das„Friedberger Intelligenzblatt“ begonnen. Daſſelbe erſcheint wie ſeither wöchentlich zweimal und zwar Dienſtag und Freitag. Das Abonnement, welches ſtets bei der Be— ſtellung zu entrichten iſt, beträgt für das ganze Jahr bei der Expedition fl. 1. 12 kr., bei den Poſtämtern in dem Fürſtl. Thurn und Taxis'ſchen Verwaltungsbezirke fl. 1. 30 kr. Den verehrl. Abonnenten, welche das Blatt direct von uns beziehen, werden wir daſſelbe, wenn nicht eine ausdrückliche Abbeſtellung erfolgt, auch für das neue Jahr zuſenden; fuͤr die durch die Poſt bezogenen Exemplare bitten wir jedoch das Abonnement zeitig erneuern zu wollen. Unſer Blatt enthält die amtlichen Erlaſſe der Staats- und Localbehörden, den Inhalt der Regierungsblätter in kurzer Zuſammenſtellung, monatlich die Kirchenbuchs-Auszuüge der Städte Friedberg und Butzbach, widmet einen anſehn— lichen Theil ſeines Raumes unterhaltenden Erzählungen, belehrenden und gemeinnützigen Aufſätzen und kleinen Mit— theilungen und bringt wöchentlich die Polizeitaxe für den Kreis Friedberg und eine Zuſammenſtellung der Fruchtpreiſe von den benachbarten Märkten. Mit Dank werden ſtets alle zur Aufnahme in unſer Blatt geeignete Artikel angenommen. Als Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg wird das„Friedberger Intelligenzblatt“ von ſämmtlichen Staats- und Gemeinde-Behörden des Kreiſes gehalten und iſt vorzugsweiſe zur Aufnahme aller zur Publication geeigneten Veröffentlichungen derſelben beſtimmt. Es gelangen durch daſſelbe Anzeigen der verſchiedenſten Art zu weiter und zweckmäßigſter Verbreitung und werden ſowohl Veröffentlichungen von Behörden, wie Verſteigerungs⸗ und Verpachtungs⸗ Anzeigen, Bekanntmachungen von Arbeitsvergebungen und Lieferungen, Vorladungen ꝛc. ꝛc., als auch Geſchäfts⸗ Empfehlungen, Offerten, Geſuche und ſonſtige Anzeigen von Privaten von dem erwünſchten günſtigen Erfolge begleitet ſein, da das Blatt, von jedem Geſchäftsmanne geleſen, bei den wohlhabenden Bewohnern der Wetterau faſt in jeder Behauſung einheimiſch iſt und ſich ferner eines weiteren bedeutenden Leſerkreiſes in den übrigen Bezirken der Provinz Oberheſſen und den benachbarten Kurfuͤrſtlich Heſſiſchen und Herzoglich Naſſauiſchen Landestheilen erfreut. Wir können unſer Blatt zu Veröffentlichungen um ſo mehr empfehlen, da die Einrückungsgebühren bei der großen Verbreitung des Blattes äußerſt billig ſind; für die geſpaltene Petitzeile oder deren Raum werden nur 2 kr., für die beiden erſten zuſammen jedoch 7 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. (C. Bindernagel's Buchhandlung.) Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Dienſtverrichtungen der Feldgeſchwornen. Auf meinen Rundreiſen habe ich die Wahrnehmung gemacht, daß, was die Begrenzung der Gemarkungen, Fluren, Gewanne, Wege und Parzellen und die hierüber beſtehenden Vorſchriften betrifft, dieſe mit nur ganz wenigen Ausnahmen von allen Großherzoglichen Bürgermeiſtern und Feldgeſchwornen gänzlich vernachläßigt werden; ich ſehe mich darum veranlaßt, dieſe Vorſchriften Ihnen einzuſchärfen, in der zuverſichtlichen Erwartung, daß Sie ſich hierdurch aufgefordert fuͤhlen werden, zur Vermeidung weiterer Ausſtellungen und Rügen, Ihren aufhabenden Pflichten gemäß, dieſem Zweige der Verwaltung die gebührende Aufmerkſamkeit zuzuwenden. Nach F. 9 der Inſtruction fuͤr die Feldgeſchwornen vom 23. Februar 1833 ſind die Bürgermeiſter die Vorſtände derſelben, ſie haben darum auch deren Thätigkeit und deren Dienſtverrichtungen zu überwachen, weßhalb es auch den Bürgermeiſtern obliegt, dafür zu ſorgen, daß: 1) in jeder Gemeinde eine genügende Anzahl Feldgeſchworner vorhanden iſt(§. 8 der Inſtruction); 2) daß dieſelben über ihre ſämmtlichen Dienſtverrichtungen ein eingebundenes von dem Bürgermeiſter mit Seiten— zahl verſehenes und paragraphirtes Tagebuch führen(§. 21 der Inſtruction); 1 3) daß jeder Feldgeſchworne ein Exemplar der Dienſtinſtruction in Händen hat; 4) daß ſich die Feldgeſchwornen aller jener Dienſtverrichtungen enthalten, zu welchen ſie nach Inhalt dieſer In— ſtruction und anderen Anordnungen für ſich allein, ohne Zuziehung eines Geometers nicht befugt ſind.§ 12, 13, 14 und 15 der Inſtruction;— Ausſchreiben des Gr. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 19. September 1838 und f der Gr. Oberfinanzkammer I. Sect. vom 15. October 1838. 5 5) daß ſie jährlich die Grenzbegehungen vornehmen und ſich hier nach den Vorſchriften des§ 20 der Inſtruction g bemeſſen. 2 Was insbeſondere das Tagebuch betrifft, ſo bemerke ich hier, daß es nicht dazu beſtimmt iſt, hierin die von den Feldgeſchwornen verdienten Gebühren und Taggelder zu verzeichnen, wie in den meiſten Gemeinden, aus Unkenntniß der Inſtruction, unterſtellt wird, vielmehr hat es den Zweck, in protokollariſcher Form die Beurkundung der Amtshand— lungen der Feldgeſchwornen darin aufzunehmen, ſie mögen im Intereſſe der Gemeinden oder Privaten vorgenommen worden ſein. Ich füge dieſe letzteren Worte darum ausdrücklich hier an, weil gar haufig die irrige Meinung beſteht daß alle Handlungen der Feldgeſchwornen, welche auf Verlangen von Privatgrundbeſitzern und in deren Intereſſe vor⸗ genommen worden, im Tagebuch nicht beurkundet werden müßten. Sie werden darum durch zeitweiſe Einſichtsnahme der Tagebücher ſorgfältig daruber wachen, daß über alle und jede Amtshandlung ohne Ausnahme, ſofort und ohne Aufſchub ein Protokoll aufgenommen wird, aus welchem erſichtlich iſt: 1) welche der vorſchriftsmäßig zuzuziehenden Perſonen bei der vorgenommenen Geſchäftsverrichtung. gegenwärtig waren; 2) was der Gegenſtand der ſpeciellen Geſchäftsverrichtung geweſen iſt; hier iſt insbeſondere das Grundſtück 5 genau zu beſchreiben,— wo Parzellenvermeſſung Statt hatte, mit der Nummer auf der Parzellenkarte zu bezeichnen; ebenſo ſind die Punkte, auf welche die Steine geſetzt worden, möglichſt genau anzugeben. Wenn Steine, um ſie 995 Beſchädigung zu bewahren, eingezogen werden müſſen, ſo muß hierüber das Erforderliche ebenfalls im Protokoll bemerkt werden(§. 17 der Inſtruction); 3) ob die Betheiligten, oder deren legitimirten Bevollmächtigten ihre Zuſtimmung zu dem vollzogenen Steinſatz * gegeben haben. Es erſcheint räthlich, dieſe das Protokoll mitunterſchreiben zu laſſen. Wenn Gemarkungsgrenzen ausgeſteint werden, dann muß ein noch beſonderes Protokoll aufgenommen und bei den betreffenden Acten aufbewahrt werden. Sie werden ſich hiernach achten und den Feldgeſchwornen zu ihrer Bemeſſung Kenntniß von dieſer Verfügung geben. Schließlich bemerke ich noch, daß ich in Zukunft nur dann die Gebühren⸗Verzeichniſſe der Feldgeſchwornen auf die Gemeindekaſſen zur Auszahlung genehmigen werde, wenn Sie darauf beſcheinigt haben, daß die betreffenden Geſchäfts— verrichtungen in dem Tagebuch protokollariſch beurkundet ſeien. Müller. Veroffentlichung, den Anbau und die Benutzung der Rieſenmöhre ſowie der Runkelrüben betr. Die beiden nachſtehenden Aufſätze, da ſie das allgemeine landwirthſchaftliche Intereſſe berühren, bringe ich hiermit zur Veröffentlichung und wünſche, daß ähnliche Verſuche gemacht und mir demnächſt das Reſultat mitgetheilt werde. Friedberg am 23. Dezember 1854. Der Director des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins Müller, Regierungsrath. Ueber den Anbau der Rieſenmöhre. (Von Freiherrn W. v. Edelsheim zu Büdesheim.) Das Ergebniß des Anbaues der Rieſenmöhre auf hieſiger Wirthſchaft reiht ſich den anderwärts erzielten— bereits veröffentlichten— günſtigen Reſultaten an.— Das dazu ausgewählte, tiefgründige und kräftige Grundſtück— 350 UKlafter haltend, welches als Vorfrucht Waizen getragen hatte und im Jahre 1851 mit Miſt gedüngt worden war, wurde mittelſt des Pfluges und dieſem in der Furche folgenden, dreiſchaarigen Untergrundpfluges, auf 15 Zoll Tiefe gelockert, hierauf mit 2 Pfund Samen am 19. April beſät und am 10. Mai mit 2 Centner Guano überſtreut. Am 31. Mai mußte bereits mit dem Jäden begonnen werden, welche Arbeit 37 Tage in Anſpruch nahm; am 14. Juni wurden die Pflanzen mit 56 Ohm Jauche überfahren und gediehen nun ſo üppig, daß ſolche in der Mitte Juli auf einen Fuß ins Gevierte gelichtet werden mußten, wobei drei Wagen junge Möhrenpflanzen, als Grünfutter gewonnen wurden. Zu dieſem zweiten Jäten und Verduͤnnen der Pflan— zen bedurften 10 Arbeiterinnen einen Tag. Am 24. October wurden die Möhren geerntet. Das Ausziehen derſelben und Abſchneiden des Krautes forderte weitere 16 Arbeitstage. Nebſt vier Wagen abgeſchnittenen Krautes wurden 240 Centner Möhren gewonnen— was pr. Normalmorgen 274 Centner betragen würde.— Schlägt man den Centner Möhren nur zu 24 Kreuzer an(auf Grund eines Heupreiſes von 1 fl. pr. Ctr. und dem Verhältniß: 100 Pfd. Möhren= 40 Pfd. Heuwerth Weckherlin]) ſo ergiebt ſich fur obiges Grundſtück ein Brutto-Ertrag von 96 fl.(oder 109 fl. 36 kr. pr. Normal- Morgen). Noch auffallender, als vermittelſt dieſer Zahlen tritt die Höhe dieſes Ertrags hervor, wenn man ſie etwas anders for⸗ mulirt. Zur Pferdefütterung verwendet, würden nämlich obige 240 Centuer einen Aufwand von 40 Maltern Hafer erſetzen(250 Pfd. Möhren S 100 Pfd. Heu; 100 Pfd. Heu= 52 Pfd. Hafer im Futterwerthe) vorausgeſetzt, daß die Pferde, um keinen Nachtheil durch die an vielen Orten beobachtete erſchlaffende Wirkung des Möhrenfutters, zu leiden, nur mäßig— im Wechſel mit Hafer von 14 zu 14 Tagen im Laufe des Winters, wo die Arbeit doch minder ſtark iſt— gefüttert würden. Daß der Aufwand für Handarbeit bei dieſer Cultur nicht ſo beträchtlich iſt, wie gemein⸗ hin angenommen wird, kann ebenfalls aus Obigem gefolgert werden, da 1) das erſte Jäten 37 Arbeitstage 12 fl. 20 kr. 2 das zweite Jäten und Verdünnen 10 Arbeitstage 3 fl. 20 kr. 3) das Abernten 16 Arbeitstaghnhnhe 5 fl. 20 kr. Zuſammen 21 fl.— kr. koſtete. Hiernach ſcheint allerdings die Rieſenmöhre eine Stelle in der geringen Zahl der bis jetzt gefundenen Gewächſe zu beanſpruchen, welche gemeinſchaftlich einen Erſatz für die verſchiedenartige Verwendung der Kartoffel zu bieten geeignet ſind.— Büdesheim, am 20. November 1854. — aulerb 30 Cont Schulin ill; 6) Schillin wirth v 10 Jo Land wit Gießen; dreas Müller Unterſd drich J kant vor bach; 2 Fink, d. von Be 0) H. von El Hilß II von M 1 Beckma Verth. Eduard Ado. Odi gers Earl J 3 Neue Benutzung der Runkelrüben. Außer den Dienſten, welche die Runkelruͤben bei der Zuckerfabrikation leiſten, ſpielen ſie jetzt auch ſchon bedeutende Rolle in den Spiritusbrennereien, und man hat bereits angekündigt, daß ſie auch Wein hergeben ſollen. Beſonders merkwürdig iſt aber eine amtliche Bekanntmachung der Präfectur der Saone und Loire über die Verwendung der Runkel⸗ rüben zum Brodbacken auf Grund eines von der Medieinalbehörde des Departements hierüber erſtatteten gutächtlichen Berichts. Der Erfinder dieſer neuen Brodbäckerei iſt Herré de Lavour, Präſident des landwirthſchaftl. Departementalvereins in Germolle und ſein Verfahren beſteht in folgendem Miſchungsverhältniß: Zerriebene und in ſtark kochendem Waſſer eingetaucht geweſene Runkelrüben 40, gewöhnlicher Sauerteig 20, Mehl 40, in Summa 100 Procent. Hierzu noch eine Zugabe von Kochſalz und zwar auf jedes Pfund Runkelrüben ein halbes Loth. Man darf die Runkelrüben nur einige Minuten im kochenden Waſſer laſſen, nimmt ſie dann heraus und legt ſie, ohne ſie zu drücken, locker auf ein Sieb oder auf ein Seihetuch. Das kochende Waſſer zieht den bitteren Stoff und einen Theil des Zuckergehalts aus, der ſonſt im Brode zu reichlich ſein würde. Die ſo zubereiteten Rüben kommen nun in den Backtrog, man behandelt den Teig wie gewöhnlich, läßt aber die Brode etwas länger im Ofen. Dieſes Brod hält ſich ſehr lange friſch, ohne ſich nachtheilig zu verändern, iſt um ein Viertheil billiger herzuſtellen und mit dem Gewichtsverhaltniß braucht man es nicht ſo genau zu nehmen; denn die Landleute in Mellecey backen ſeit mehreren Monaten ein ſolches Brod mit 30 bis 50 Procent Rüben⸗ zuſatz und ſiud alle damit ſehr zufrieden. Die Medieinalbehörde hat nach ſcharfer Unterſuchung dieſes Brod in ihrem Bericht nachgewieſen, daß es alle erforderlichen und wünſchenswerthen Eigenſchaften eines geſunden und billigen Nahrungsmittels habe und ohne irgend ein Bedenken zu empfehlen ſei. In Folge dieſes günſtigen Reſultats hat der Präfect alle Maires ſeines Departements durch ein Circular aufgefordert, dieſes neue Verfahren in ihren Gemeinden zur allgemeinen Kennt— niß zu bringen, weil dadurch bei gegenwärtiger Theurung die Ernährungsquellen vermehrt werden können. Aſſiſen⸗Verhandlungen für Oberheſſen. Beerdigte: I. Quartal 1855. 5. Oct. Suſanne Köberer, geb. Wolf, des hſ. B. u. Schuh⸗ Hauptgeſchworne: 1) Johannes Krömmelbein, Müller von machermeiſters Conrad Koberer Ehefrau, alt 35 J. u. 6 M. Lauterbach; 2) Friedrich von Zangen, Oberförſter von Biedenkopf; 15, Oct. Marie Eliſe Möhlich, des hſ. B. u. Feldhüters Hein⸗ 3) Conrad Weitzel, Landwirth von Renzendorf; 4) L. Thudichum, rich Möhlich T, alt 3 J., 6 M. 8 T. a Schulinſpector von Roͤdelheimz 5) Ludwig Hoffmann, Pachter zu Hof— 20. Emil, der Clara Margaretha Steinhäußer außerehel. S., gill; 6) Joſeph Strauß, Fruchthändler von Großkarben; 7) Johann 1 M. 11—... Schillinger, Gaſtwirth von Wetterfeld; 8) E. Phl. Reitz, Land⸗ 30. Oct. Johann Lorenz Störiko, des hſ. B. weiland Peter wirth von Echzell; 9) Conrad Stumpf, Landwirth von Wetterfeld; Störiko S., alt 39 J., 3 T. a 10) Johannes Lenz, Landwirth von Büdesheim; 11) Johannes Hores J., 5. Nov. Margarethe Eliſabethe Friederike Weidmann, des hf. Landwirth von Bauernheim; 12) Dr. Guſtav Schilling, Profeſſor in B. u. Schloſſermeiſters Joh. Adam Weidmann T., alt 4 J. 3 J. 13 T. Gießen; 13) Freiherr W. von Edelsheim von Büdesheim; 14) An⸗ 5. Heinrich Chriſtoph Frank, des hſ. B. u. Schmiedmeiſters dreas Kliem, Landwirth von Kloppenheim; 15) G. H. Breuning II., Johann Kaspar Frank, S., alt 2 M. 22 T. Müller von Lauter; 16) Wilhelm Schneider, Papierfabrikant von 12. Carl Konrad des hſ. B. u. Schuhmachermeiſters Konrad Unterſchmitten; 17) W. Gutmann, Bäcker von Büdingen; 18) Frie⸗ Köberer S., alt 2 M. 2 T. drich Jäger, Kaufmann von Schlitz; 19) Volbracht Vollmüller, Fabri⸗ 16. Eliſabethe Apollonie Schwarz, geb. Teſch, des hſ. B. u. kant von Lauterbach; 20) W. Philippi II., Bürgermeiſter von Wohn⸗ Glaſermeiſters Johannes Schwarz Wittwe, alt 77 J., 3 M., 3 T. bach; 21) Friedrich Henſel, Landwirth von Okarben; 22) Wilhelm 17. Johann Heinrich Becker, hſ. B. u. Schuhmachermeiſter, Fink, Fabrikant von Vilbel; 23) Johannes Strieder I., Fruchthändter alt 84 J., 2 M., 26 T. von Berghofen; 24) Heinrich Breiter V., Weinhändler von Vilbel; 27. Anna Katharine Gerhardt, geb. Küchel, des verlebten he. 25) H. Kaspar, Landwirth von Zell; 26) H. Winter II., Landwirt B. u. Ackermanns Kaspar Gerhardt Wittwe, alt 86 J., 3. M. 3 T. von Echzell; 27) G. H. Lon9, Oekonom in Gießen; 28) Jacob S Hilß III., Wirth von Ortenberg; 29) G. Kaspar Leopard, Oeconom 28. Nov. Karl Senner B. u. Uhrmacher zu Gießen u. Eliſe von Melbach; 30) G. Hartmann Kraiker, Bäcker von Laubach. Chriſtiane Ottilie, des verl. B. Conrod Burk zu Butzbach ehel. led. T Zur Verhandlung kommen folgende Anklagen: 5 r ä 1) Montag den 8. Januar, Vorm. 9 Uhr, gegen Carl Auguſt Traurige Nachricht aus Arnsburg. Beckmann von Entrup im Königreiche Preußen wegen Schriftfälſchung, In der jüngſten Zeit iſt die Rettungs-Anſtalt für ſittlich Verth. H.⸗G.⸗Ado, Dr. Muhl. 2) Denſelben, Vorm. 10 Uhr, gegen verwahrloste Kinder in oben bemerktem Orte in einer ſehr traurigen Lage Eduard Ruhl von Herbſtein wegen ausgezeichneten Diebſtahls, Verth.] Nicht nur, daß dieſelbe, in Folge der anhaltenden Tbeuerung, zu 7 115 Adv. Dr. Muhl. 3) Dienſtag den 9. Januar, Vorm. 9 Uhr, gegen[Schuldenlaſt von 15— 1800 fl. gekommen iſts), ſondern es iſt auch Heinrich Minnerd von Herchenhain, wegen ausgezeichneten Diebſtahls, zu dieſem noch ein weiterer Schlag gekommen, durch einen am 11. d. M Verth. Adv. Baiſt. 4) Denſelben, Vorm. 10 Uhr, gegen Martin[Mittags halb 1 Uhr, in der Scheuer ausgebrochenen Brand. Scheuer Kilian, von Liedesbach, wegen ausgezeichneten Diebſtahls. Verth.] und Stallung nebſt ſämmtlichem Winterfutter wurden ein Raub der Adv. Baiſt. 5) Mittwoch den 10. Januar, Vorm. 9 uhr, gegen Flammen, Die Eniſtezung iſt unbekannt geblieben bis dieſen Augenblick Philipp Heinrich Schmitt von Lich, wegen Meineides, Verth. Ado. Das Vieh nebſt dem Brennholz für den Winter wurde gerettet. Was Diery. 6) Donnerſtag den 11. Januar, Vorm. 9 Uhr, gegen Johannes Menſchenfreunde, bei dieſer Nachricht, ſich gedrungen fühlen werden Schmidt II., Georg Pfeffer und Georg Schmidt, von Münſter, Landg. thun, dürfen wir nicht erſt erwähnen.„Wer ſeinen Bruder ſiehet darben Lich, wegen Meineids, Verth. Adv. Thorwart. 7) Freitag den und ſchleußt ſein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? 12. Januar, Vorm. 9 Uhr, gegen Wilhelm Blum von Eichelsdorf, Gaben nimmt mit dem herzlich. Empf, r,.„ges in 0 he ſten Danke in Empfan wegen Meineids, Verth. Adv. Wolf.(Fortſetzung folgt.) D 2* oer ſt an d 1 8 Anthes, Lehrer zu Lich; Bichmann, erſter Stiftsgeiſtl. 5 zu Lich; Clem, zweiter Stiftsgeiſtl. zu Lich; Deicher Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat October Pfarrer in Gröningen; Sc ebe der Blünden⸗ und November. Anſtalt zu Friedberg; Schmidt, Weinh. zu Kelſterbach; Getaufte: Schwarz, Kaufm. zu Echzell; Uhrig, Pfarrer in 22. Okt. Dem hſ. Poſtexpeditor Ludwig Kirſchner ein todtge-] Pohlgöns. borner S. 8*) Um dieſe Schuld zu decken, hatten die einzelnen Vorſtandsmitglieder 6. Nov. Dem hſ. B. u. Schuhmachermeiſter Chriſtoph Klein ein in Lich, Laubach, Alsfeld, Lauterbach, Hungen, Schotten todtgeborner S. und Franfurt collectirt, und ſehr dankenswerthe Gaben empfangen; g 12. Nov. Dem hſ. B. u. Sattlermeiſter Philipp Konrad Kramer- aber nun muß dieſes Geld ſtatt zum Schuldenbezahlen, zum Bauen ding, ein S. Georg Herman, geb. 11. Oct. genommen werden. N. B. Dieſer Bau gebört nicht dem Herrn 1 19. Dem hſ. B. u. Schneidermeiſter Johann Georg Imbeſcheid Grafen zu Solms-Laubach, ſondern iſt Eigenthum der Anſtalt. 4 ein S. Johann Georg, geb. 25. Oct. F 2 55 30. Nov. Dem Großh. Mafor beim Garderegiment Chevaux⸗ Für die Brandbeſchädigten zu Felda legers Ludwig von Willich, genannt von Pöllnitz zu Butzbach ein S. iſt ferner bei der Unterzeichneten einge g Von S 0 1 9. lich, 55. gegangen: Von St. in N. geſam⸗ Carl Joſeph Gieſebert Julius, geb. 27. Oct. melt 5 fl. 12 kr. f Expe 55 des Friedb. In. 81. 4 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Immobiliar-Verſteigerung. 11952] Montag den 15. Januar 1855, Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zur Verlaſſenſchaft der Caspar Werners Ehefrau dahier gehörenden Immobilien, als: Gemarkung Friedberg und Ockſtadt. Ord.⸗No. Pag. No. Flur No.] Klftr. 1* 1/v. 2 II. 575 21 Hofraithe in der Stadt, 2* 1/v.2 II. 574 15% Grabgarten daſelbſt, 31 17871—— 120 Ruthen Garten in der 14. Gewann an der Burg Friedberger Grenze an Martin Mondigler zehntſrei, öffentlich meiſtbietend erbabtheilungshalber ver— ſteigert. Friedberg den 27. Dezember 1854. 0 In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtovorſteher. Goh eee eee [1] Montag, den 8. Januar 1855, werden in den Diſtrikten anderſeits der Schneiſe, längs der Straßheimer Hecken und über der Querſchneiſe an den Meiſtbietenden verſteigert: 70 Stecken Buchen- und 75 Stecken Eichen⸗ Scheitholz; 11 Stecken Buchen- und 7 Stecken Eichen, Prügelholz; 4 Stecken Buchen- und 14 Stecken Eichen⸗ Stockholz; 9487 Stück Birken⸗, 1488„Buchen-, 861„ Eichen⸗, 6025„ Nadel⸗, 3813„ Weiden⸗ u. 225„ Ginſter⸗ 8 Wagen Allerleiholz und 10 Stämme Buchen-Werkholz von 1318 Zoll Durchmeſſer und 20—35 Fuß Länge. Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr im Diſtriete anderſeits der Schneiſe; bei un⸗ günſtiger Witterung wird ſie im Wirthshauſe zum Hirſch dahier abgehalten. Ockſtadt am 30. Dezember 1854. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ang ede Wellen; Ein Schweizer, 12] der gute Zeugniſſe aufzuweiſen hat, kann zu Petri 1855, gegen guten Lohn, eine Anſtel⸗ lung finden bei „ e ee, in Niedereſchbach.(Kreis Vilbel.) Braunkohlenverkauf. 3] Den Braunkoblen⸗Conſumenten diene zur Nachricht, daß mit dem 1. Januar 1855 für den Braunkohlen- Bezug auf der Fürſtlichen Braunkohlen-Grube Weckesheim eine neue Eredit⸗ periode beginnt, welche mit dem Ausverkauf der noch vorräthtgen Kohlenklötze aus dem Schoppen mit einer Zahlungsfriſt bis Ende September 1855 endigt. Der Preis der Kohlenklötze aus dem Schoppen beträgt 10 Kreuzer für den Centner. Grube Weckesheim den 28. Dezember 1854. Fürſtliche Bergverwaltung des Reviers Hungen. St o x ch. Mittwoch den 3. Jaunar 14] Harmonie Muſik im Gaſthaus zu den drei Schwertern, ausgeführt von der rühmlichſt bekannten Geſellſchaft der„Gebrüder Söllner“ aus Carlsbad. f Beginn um 5 Uhr. 151 Zu Beſtellungen auf die Allgemeine Muſter- Zeitung, Album für weibliche Arbeiten und Moden, Preis vierteljährlich 34 kr., von welcher bereits Nr. 2 für 1855 durch uns ausgegeben wurde, empfiehlt ſich Friedberg. Mobiliar-Verſteigerung. 11966] Donnerſtag den 4. Januar 1855, Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in der Behauſung des hieſigen Bürgers Peter Mann 8 Gegenſtände, als: 3 Hobelbänke mit verſchie⸗ 8 Schreinerhandwerkzeug, 1 Drehbank, 1 3, k a u f 6 Commode, Tiſche, Stühle, 1 Kleider- und 1 1964] Unterzeichneter hat ungefähr einen Centner Küchenſchrank, Kupfer, Eiſen, Zinn, Bütten, guten, ſelbſtgezogenen Hopfen billig zu verkaufen. Fruchtmaße 11903] von Eiſenblech ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. e e e e ee Spenglermeiſter. C. Bindernagel's Buchhandlung. Züber, 1 Fäßchen mit Bohnen, Bettwerk, Weiß⸗ zeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften, freiwillig meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung ver— ſteigert. ö Friedberg am 27. Dezember 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Reichelsheim im Dezember 1854. Guſtav Vogt. Anzeige. 61 Unterzeichneter hat ſich hier, in Friedberg, als practiſcher Thierarzt niedergelaſſen und wohnt in dem Falck'ſchen Hauſe der Stadtkirche gegen⸗ über. Britſch, pract. Veterinärarzt. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. verk. 5, 10 fl. Roggenmehl 11 fl. 20 kr.; Erbſen 12 fl. Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 13 Mltr., verk. 8, 20 fl. 33 kr.; Walzenmehl aufg. 18, verk. 18, 15 fl. 10 kr., Wicken aufg. 15, Bohnen aufg. 7, verk. 5, 13 fl. 30 kr.— Butzbach: Erbſen 12 fl. 30 kr.— Altenſtadt: Vorſchußmehl 20 fl. 30 kr.; — Waizen Korn Ger ſt e Haf er Kartoffel N Mittel- 1 Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Ort und Datum] Auf- Ver⸗ preis Auſ⸗ Ver. preis Auf⸗ Ver⸗ W preis Auf- Ver⸗ preis Auf⸗ Ver⸗ breis ge⸗ kauft= ges kauft ge⸗ kauft ge: kauft.. ge⸗ kauft fahren 2 fahren 2 fahren 8 fahren 5 fahren 88 Mltr. Mltr. Pfd. fl. Ikr.] Mltr. Mltr. Hf. fl. kr.] Mtr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mitr.] Pd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.(Pfd. fl. kr. Friedberg, 29 Dez. 101% 9018200171102 99 190/1411 94½ 84 170 90101106% 106120 5/36 19 8 240 5.1 Butzbach, 29.„141% 129% 2001649 19 18 19014012 40% 4% 170 9/24] 97 97 120 545 11 9 240 447 Vilbel, 29.„ 94 94 20017 2 44 1180 13/15] 25 25 60 8030] 9 9 120543] 39 39 200] 4/2 Altenſtadt, 29.„ 246 217 2001622 4426 1903/15 48 38¼ 170 8045] 59 47 20 50—— 240—— Nidda, 29.„ 6 2001600— 4 99,2%„ 130 8220 900—— 24 Hungen, 22.„15 ½% 15 200016.— 7 17 1801340] 15 15 160 8050 20 20 1200 300—— 200—— Echzell, 29.„155 155 20016025 39 3 1801235 47 23 160 8026 20— 20(—— 240—— Grünberg, 22.„76 76 200.1910 10 10 18013 2717 17 160 9 6 20 20 120 5/31[—— 240—— Mainz, 29.„—] 2001745l—— 18016—— 11601145— 120 6—1l———— Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. biedrer Weſen Hetref unter Ausg' von 3 aber d budget unter haben meinden Staats gewieſe des N Erhebi Gemein 9 * Betrugs auf Ba die Klei Frau die Ve ſotte L Heliich Gatten derſelh gelege geben verpfär zu wer und hit ſammt lüͤgend Unten einduukt nebſt gemach