Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ſammen 7 kr. Haien Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e N 31. Dienſtag, den 1. Mai. 1855. Der Juden⸗Teich. (Fortſetzung.) Eines Morgens trat er vor den Vater hin und bat ihn um einige Augenblicke Gehör. Mit beredten, glühenden Worten ſchilderte er ihm die Liebe, die er zu der Tochter der alten Hartwich hege und bat ihn, die Verbindung mit derſelben zuzugeben. Anfangs hörte der Senator ſtillſch wei⸗ gend und ohne ein Zeichen ſeiner innern Aufregung zu geben, die warme Rede ſeines Sohnes anz als derſelbe aber verſicherte, daß von dieſer Verbindung das einzige und volle Gluͤck ſeines Lebens, abhänge, daß nur der Beſitz dieſes Mädchens ihn beglücken könne, brach er in ein höhniſches, bitteres Gelächter aus. „Junger Thor,“ rief er,„welches Gefaſel ſchwatzeſt Du da? Dir dazu meinen väterlichen Segen geben? Ich glaube, es hat Dich der Tollwurm geſtochen, oder das Gehirn iſt Dir verbrannt. Daß ich ein Thor wäre, auf Dein Ge— ſchwätz auch nur das geringſte Gewicht zu legen! Bis jetzt habe ich Dein Liebesgetändel geduldet und dazu ge⸗ ſchwiegen, aber jetzt, da Du frech genug biſt, Dich laut Deines Handels mit dem Mädchen zu rühmen, ſage ich Dir mein einziges und letztes Wort: Bilde Dir niemals ein, die Dirne Dein Eheweib zu nennen, denn nie werde ich dazu meine Einwilligung geben.“ „Ihr ſeid nicht allein hart, ſondern auch ungerecht,“ entgegnete ihm feſt der Sohn,„indem Ihr alſo ſprecht. Ihr kennt das Mädchen nicht, das ich liebe, ſonſt würdet Ihr nicht ſo verächtlich von ihr reden. Glaubt mir, Liebe läßt ſich nicht gebieten, noch durch ein Machtwort aus— löſchen. Und daß ich Anna liebe, fühle ich nur zu ſehr. Darum, wenn Euch mein Glück, mein Heil auch nur ir⸗ gendwie am Herzen liegt, wenn Ihr mich nicht namenlos un— glücklich machen wollt, ſo beharrt nicht bei Eurem Ausſpruche.“ „Du haſt meine Meinung gehört und wirſt weiſe thun, Dich darnach zu richten,“ ſagte der Senator.„Wenn Dir der Kopf mit dem Verſtande davon läuft, will ich Dir wenigſtens den gehörigen Kappzaum anlegen. Sprich mir von jetzt an nicht mehr wieder von der niederen Dirne und ihrer Bettlerſippſchaft oder fürchte meinen Zorn.“ „Vater,“ rief der Jüngling aus, ſich dem ſtrengen Vater zu Füßen ſtürzend,„bei Allem, was Euch heilig iſt beſchwöre ich Euch, laßt das nicht Euer letztes Wort ſein. Bedenkt, daß das Glück Eures einzigen Sohnes, der Euch ſtets gehorſam geweſen iſt, davon abhängt.“ „Zum letzten Male wiederhole ich Dir meine Wil— lensmeinung,“ ſprach kalt und ſich abwendend der Sena— tor;„ich will lieber keinen Sohn haben, als jenes Mäd— chen zur Tochter, und nun ſchweig!“ „Wohlan denn,“ rief aufſpringend Johaunes,„ſo komme auch auf Euer Haupt all' das Unheil, was Ihr heraufbeſchwört; ſo zerbrecht Ihr ſelbſt die Bande, die uns aneinander ketteten und ſtoßt mich von Euch. Ich aber werde thun, wie ich jetzt muß.“ Die Bettlerdirne willſt Du freien und ich ſoll“ Nach dieſen Worten ſtürzte der Jüngling aus dem Zimmer. Der Senator aber ballte vor innerer Wuth die Hände und murmelte leiſe: die Zeit iſt da, es muß gehan⸗ delt werden, und wenn ſelbſt mit Gewalt! * * Zu Ende des ſechzehnten Jahrhunderts, in welches unſere Geſchichte fällt, und beim Beginne des ſiebenzehnten, ſpielten die Hexenprozeſſe in Deutſchland eine große Rolle. Tauſende von Frauen ſtarben den Flammentod, weil man ſie des Umgangs mit dem Teufel bezüchtigte. An Stätten, wo einſt Gericht gehalten, oder den heidniſchen Gottheiten geopfert worden, fuhren nach dem Glauben jener Zeit, die Hexen. Dort ſollten ſie ſich unter einer Linde ver— ſammeln, in deren Zweigen ein Spielmann zum Tanze aufſpielte. Hier, oder auf Hochgerichten, immer an einem erhabenem Orte, erſchien der Teufel der zu Verführenden, die zu ſpät den Ritter mit dem Pferdefuße in ihm erkannte. War ſie gewonnen, ſo mußte ſie Gott abſchwören und wurde umgetauft; ein geheimes, ihrem Leibe aufgeprägtes Zeichen (Stigma) machte ſie den Genoſſen kenntlich. Dann holte der Verführer die Hexe zu einer nächtlichen Feier; durch das Einreiben mit einer Salbe, die er ihr gegeben, gewann ſie das Vermögen, auf einem Stecken, unter bumpfem Murmeln geheimer Sprüche, durch den Schornſtein in die Luft zu fahren. Dann fand ſie an dem Feierplatze auf ſteinernem Tiſche den Teufel, ein ſchwarzes Menſchen— antlitz auf dem Rumpfe des Bockes. An dem Lichte zwiſchen ſeinen Hörnern zündete die Verſammlung ihre Fackeln an. Tanz und Schmaus begann, aber nicht Salz und Brod würzte das Eſſen und ſtatt der Gläſer wurden Roßſchädel kredenzt. Krankheiten an Menſchen und Thieren, Mißwachs und Unglück jeglicher Art gab man den Hexen Schuld, obgleich ſie ſelbſt durch der Nachbar Leid keineswegs ge— winnen ſollten und man ihnen nur die Schadenfreude als einzigen Genuß zuſchrieb. Das iſt das Ergebniß der unzähligen Hexenprozeſſe, welche vornehmlich zu der damaligen Zeit uberall in Deutſch— land mit tollem Eifer betrieben wurden. Am Lechelnholze vor Wolfenbüttel, wohin alle der ſchwarzen Kunſt Be— ſchuldigte aus dem Kalenbergiſchen gebracht wurden, ſah man an einem Tage oft mehr als zwölf Scheiterhaufen rauchen; die Verurtheilten aus dem Stift Halberſtadt fanden in Gröningen ihren Tod. Zehn Zauberinnen endeten in einem Jahre zu Salzgitter, neun auf dem Lichtenberge in den Flammen. Unter ſechs Unglücklichen, welche alſo ſtarben, war eine Frau von 106 Jahren. In Hannover wurde mit einer„Erzzauberin“ auf dem Stadtgraben die Waſſer— probe angeſtellt. Statt zu verſinken, ſchoß ſie„wie ein Hecht“ im Waſſer fort, während der Nachrichter, von un⸗ ſichtbarer Hand, auf einen Weidenbaum geſchleudert wurde. Als die Torguirte bald darauf ſtarb, ſah man auf ihrer Zunge etwas Schwarzes, gleich einer Hummel ſitzen. Die Leiche wurde dem Holzſtoß übergeben. f In Hildesheim wurde ein Junge, weil er ſich in eine — —— — — — 1 1 4 ö . Katze verwandelt, und ein Mädchen, weil ſie ſich unſichtbar zu machen verſtand, den Flammen übergeben. Ja, in Os— nabrück verbrannte man 133„Zauberſche“ deren Prozeß ergab, daß auf dem Blocksberge„an arm und reich, alt und jung 8000 Zauberſche“ zuſammengekommen ſeien, welche auf dem Rückwege von da in 14 Kellern fünf Fuder Wein 150 kommen.“ ausgetrunken hätten. Ihrer Ausſage nach hatten ſie 3000 Perſonen umgebracht, 64 gelähmt und viele durch Liebe der Sinne beraubt. Scheiterhaufen: Aber vier der Schönſten hatte der Teufel lebendig durch die Luft entführt, ehe ſie in's Feuer ge— Das Gericht verurtheilte ſie zum (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Erd deter [519] Johannes Bechtoldt 1. zu Niederwöllſtadt beſitzt die Grundſtücke V 192. 55 Kl. am Ried⸗ berg und XII 277. 162 Kl. auf die Okarber Landwehr beſcheinigtermaßen ſchon über die Ver jährungszeit, obgleich ſolche im Grundbuche der Johannes Bechtoldt 1 Wittwe zugeſchrieben ſind, welcher Name ſeit Jahren in Niederwöll⸗ ſtadt nicht exiſtirt. K Ebenſo beſitzt Peter Klühe zu Niederwöllſtadt als Erbe ſeines Vaters das auf den Namen Nicolaus Klee Erben eingetragene Grundſtück 1 612. 40 Kl. in den Brachgärten, und eine auf den Namen des Peter Klee eingetragene Hofraithe 1 1103. Grundbuchs, ſowie einen Grabgarten im Ort 11102, welche Immobilien durch Kauf erworben worden ſein ſollen, der urkundlich nicht nachgewieſen werden kann,— ſchon über die Verjährungszeit und die Namen Peter Klee und Nicolaus Klee Erben ſind in Niederwöllſtadt ebenfalls unbekannt. Auf Antrag der Beſitzer werden daher alle, welche auf die bezeichneten Immobilien Eigen- thumsanſprüche zu haben vermeinen, aufgefor⸗ dert, ſolche ſogewiß binnen ſechs Wochen von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt jene Immobilien den obgedachten Beſitzern als durch Verjährung er⸗ worben im Mutationsverzeichniſſe und Grund⸗ buche werden zugeſchrieben werden. Friedberg, den 7. April 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalla dung. 520] Ueber das Vermögen des Wilhelm Kreß in Bruchenbrücken iſt der Concurs erkannt wor⸗ den. Auſprüche jeder Art ſind deßhalb im Termin Mittwoch den 23. Mai, Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Maſſe gehörig geltend zu machen. Die Beſchlüſſe der erſcheinenden Gläubiger ſind, namentlich auch im Falle eines Arrange⸗ ments für die Nichterſcheinenden bindend. Friedberg am 27. März 1855 Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, Dr Ir le Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. 1559] Unterm 15. Juni 1821 entlieh die Ge⸗ meinde Niederweiſel von dem damaligen Ge⸗ richtsſchöffen Johann Georg Haub J. ein verzinsliches Kapital von 300 fl. Dieſes Ka⸗ pital iſt zwar laut Quittung vom 30. Dezem⸗ ber 1835 wieder abgetragen worden; der be⸗ treffende Schuldſchein aber kann nicht aufge⸗ funden werden. Auf Antrag der Intereſſenten ſind deßhalb alle etwaigen Anſprüche aus dieſem Schuldſchein binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un⸗ terzeichneten Gericht ſo gewiß anzumelden, als ſonſt derſelbe für erloſchen und mortificirt er⸗ klärt werden wird. Butzbach am 29. April 1855. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. Güter⸗Verſteigerung. 1435 Samſtag, den 19. Mai, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe folgende, den Chriſtian Böhmer'ſchen Eheleuten gehörende Immobilien, meiſtbietend verſteigert, gls: Ord. No. Flur. Pag. Klft. 1. 3. 190. 280. Hofraithe in der Burg, giebt abgelöſte Grund⸗ rente 30 kr. 9 3. 191. 53%, Grabgarten, daſelbſt. 3. 4. 13. 155. Acker am Sodenweg, giebt abgelöſte Grundrente 10% n be Friedberg am 31. März 1855. AJn Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtoͤvorſteher. Oeffentliche Aufforderung. [535] Wilhelm Jung und Konrad Jung III. von Münzenberg wollen die nachverzeichneten von ihren Eltern ererbten Liegenſchaſten: Gemarkung Münzenberg: a) auf den Namen der Johannes Jung II. Wittwe eingetragen: Fl. 1 Nr. 578 27[◻Klafter Hofraithe ꝛc., be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stall und Schoppen, „„ 1„ 761 40 ◻Klftr. Acker und „ X„ 155 23[UKlftr. und „XIV, 123 64 Acker im Biengarten, b) auf Wilhelm Jung eingetragen: 1 797 19[U◻¶Alafter, VI 346 36[◻Klafter, VII 473 46UZKlafter, VII 516 50 LIKlftr., IX 514 50[◻IAlftr. erblich theilen, find aber außer Stand ihr Ei⸗ genthum urkunelich und genügend nachzuweiſen. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind deßhalb binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden, als ſonſt die bereits vorgelegten Theilungsur⸗ kunden beſtätigt und der Eintrag ins Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden werden wird. Butzbach den 15. April 1855. 5 Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. Bekanntmachung, betreff.: Brenn⸗ und Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ holzverſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Kellerberg der Ober— förſterei Oberrosbach. 1581] Montag den 7. Mai d. J. ſollen in dem oben genannten bei Oberrosbach gelegenen Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 1½ Stecken buchen, 1 Stecken birken, 12% Stecken eichen Scheitholz, 10 Stecken buchen, 31½ Stecken eichen, 1¼ Stecken nadel, 3½ Stecken aspen Prügelholz, 3% Stecken buchen, 35 Stecken eichen Stockholz, 5925 Wellen buchen, 2268 Wellen eichen, 340 Wellen aspen Reiſerholz, 7 Wagen, 7 Laſt Le ſe holz, 28 Eichen⸗Klötze, worunter von 20“ Durch- meſſer und 40“ Länge, 2 buchen Stammabſchnitte, zu Achſen; 7 buchen Stangen zu Lenkwieden, 2 Gebund Nutzreis. Die Verſteigerung beginnt präcis 8 Uhr; erft wird das Brennholz, dann das Bau-, Werk⸗ und Nutzholz ausgeboten. Oberrosbach am 24. April 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach ingmann. Holzverſteigerungen. 1594] Es werden öffentlich meiſtbiekend ver⸗ ſteigert: J. Mittwoch den 2. Mai: a. im Revier Büdingen, Diſtriet Stulerts: 24 Stück Buchen⸗Stammholzabſchnitte mit 2428 Cubikfuß, von 15- 34 Zoll mittl. Durchmeſſer und 17— 50 Fuß Länge, von vorzüglicher Schnitt- und Werkholz⸗ qualität; b. im Revier Büdingen, Diſtriet „Wurmberg: 2400 Stück Buchen⸗Stangen mit 1165 Cbfß., zu Brand⸗ und Nutzholz tauglich, ins⸗ beſondere zu Gerüſtreidel; Diſtrict c. im Revier Büdingen, Großer Schmiedberg: 22 Stück Buchen⸗Stammholzabſchnitte mit 1674 Cubikfuß, von 11-30 Zoll Durch⸗ meſſer und 1137 Fuß Länge, von vor⸗ züglicher. Werk⸗ und Schnittholzqualität. Zuſammenkunft Morgens um 10 Uhr auf dem Hammer bei Büdingen. II. Don nerſtag den 3. Mai: im Revier Büdingen, am Hammer: 600 0 Eichen⸗Reifſtangen mit 36 Cu⸗ ikfuß, 1300 Stück Fichten⸗Nutzholzſtangen von 1¼ bis 2 Zoll Durchmeſſer und 20— 30 Fuß Länge, 50 Stück Buchen. Nutzholzſtangen von 1½ bis 2 Zoll Durchmeſſer und 20— 30 Fuß Länge. Zuſammenkunft Morgens um 10 Uhr auf dem Hammer bei Büdingen. III. Samſtag den 5. Ma: „im Revier Rinderbügen, Diſtriet Viehruhſchlag und Dornbuſch: 24 Stück Buchen⸗Stammabſchnitte mit 2145 Cubikfuß, von 17—32 Zoll mittl. Durch⸗ meſſer und 24 Fuß Länge, zu Werk⸗ und Schnittholz vorzüglich geeignet. Zuſammenkunft Morgens um 10 Uhr beim Rinderbüger Forſthaus. Bemerkt wird noch, daß bei genügender Bürgſchaftleiſtung Zahlungsfriſt bis Mar⸗ tini d. J. geſtattet wird, das Holz nach allen Richtungen hin bequem abgefahren werden kann, die ganz in der Nähe des Holzes gelegene herrſchaftliche Schneidemühle bei Büdingen das Schneiden des ſämmtlichen Holzes um billigen Preis übernehmen kann und daß die ſeither üblichen Abgaben aus der Hand von dergleichen Holz von nun an nicht mehr Statt finden dürfen. Iv. Montag den 7. Mai: im Revier Thiergarten, Diſtriet echofen: 76 Stück Buchen⸗Scheitholz(3 Frankfurter Fuß Scheitlänge), 32 Stück Buchen ⸗Stockholz, 18„„ Wurzelholz, 3675„„ Wellen, 200„ Kiefern⸗Wellen und 460„ Buchen⸗Brand⸗ und Nutzholz⸗ ſtangen von 3— 5 Zoll Durchmeſſer und 30-40 Fuß Länge. Zuſammenkunft Morgens um 9 Uhr im Thiergartenhof. Büdingen den 25. April 1855. 5 Der Fürſtliche Forftmeiſter Ihrig. Bemer let zun Fried! 9 6 597] N 10 Uhr minded worden, den 3. 9 tag, unt abgefahre Jultag amſta Fried L600 wo ein se noch aug Zorſimeiftit Bekanntmachung. 1595] Dienſtag den 8. Mai, Vormittags 10 Ubr, ſoll der diesjährige Bedarf der hieſigen Saline an Ziegeln, Backſteinen und Kalk in dem Geſchäftslokale des Salzamts, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, einer öffentlichen Verſteigerung an den Mindeſtfordernden ausgeſetzt werden. Es können nur gehörig qualifieirte und kautlons · fähige Perſonen zum Bieten zugelaſſen werden. Nauheim den 26. April 1855. Der Salineninſpector F. Schreiber. Frucht verſteige run g bei dem Rentamte Friedberg. [596] Von den 185 ar Fruchtvorräthen des hie⸗ ſigen Rentamts kommen weiter zur Verſteige⸗ rung: 10 zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maul⸗ beerbaum, Montag den 7. Mai 1855, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher dafelbſt, 15 Malter Waizen, 120 Malter Korn, 38 Malter Gerſte; 2) zu Butzbach in dem Gafthauſe zum Heſſi⸗ ſchen Hofe, Mittwoch den 9. Mai 1855, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher daſelbſt, 54 Malter Korn und 15 Malter Gerſte. Bemerkt wird noch, daß auch einzelne Mal⸗ ter zum Ausgebote kommen. Friedberg am 28. April 1855. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hauſer. olzverſteigerung. [597] Mittwoch den 9. Mai l. J., Morgens 10 Ühr anfangend, werden in hieſigem Ge⸗ meindewald: Diſtrikt Strecker 6. Theil: 60 Stück Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme 900 Cubikfuß, 250 Stück Eichen⸗Gerüſthölzer, 107/ Klafter Birken ⸗ und gemiſchtes Prü⸗ gelholz, 2200 Stück gemiſchte Wellen; ferner Donnerſtag den 10. Mai l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr anfangend, Diſtrikt Pfuhl 2. Theil: 5000 Stück Kieſern⸗Wellen, öffentlich verſteigert. Wehrheim den 26. April 1855. i Der Bürgermeiſter Jäger. Verſteigerung. 5981 Montag den 21. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das von dem Unterförſter Seitz zu Engelthal bewohnte zweiſtöckige, von Holz gebaute Wohnhaus, 45% Fuß lang, 28 Fuß breit, und mit Ziegeln gedeckt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, öffentlich meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert werden. Laubach den 21. April 1855. Löffler, Gräflicher Bauaufſeher. Bekanntmachung. [599] Die am 26. April l. J. abgehaltene Holzverſteigerung im Freiherrlich von Ritter ſchen Walde bei Hof Haſſelheck iſt genehmigt worden und kann das Holz von Donnerſtag den 3. Mai, als der erſte Fahrtag, jeden Werk⸗ tag, unter den ſchon bekannten Bedingungen abgefahren werden. Zahltage ſind Montag, Mittwoch und Samſtag. Friedberg am 27. April 1855. In Auftrag: F a a tz. Bekanntmachung. [600] Auf der Reichelsheimer Beſchälſtation, wo ein ſchöner engliſcher Hengſt ſteht, werden noch ausländiſche Stuten zugelaſſen. ———— Neiſegelegenheit uber England na allen Häfen Amerikas. Abfahrt per Segelſchiff jeden Mittwoch, 1„ Dampfſchiff monatlich zweimal. 15311 Die Paſſagiere werden durch eigne tüchtige Conducteure bis in den See⸗ hafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Nähere Auskunft ertheilt der conceſſſonirte Agent: H. Hahn, Friedberg, breite Straße Nr. 43. „Die Kölniſche Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft mit einem Grundcapital von 3 Millionen Thaler 15901 gewährt gegen feſte, jede Nachzablung ausſchließende Prämien volle Entſchädigung binnen Monatsfriſt nach deren Feſtſtellung für alle Feld⸗ und Gartenfruͤchte, ſowie für Glasſcheiben. Bei fünfjährigen Verſicherungen findet eine beſondere Prämien⸗Rückgabe ſtatt. Nähere Auskunft unter Gratisbehändigung einfacher Antragsformularien (Saatregiſter) ertheilen die unterzeichneten Agenten der Geſellſchaft. P. F. Schmittner in Friedberg. Collector M. Kuhl in Butzbach. Gemeinde-Einnehmer Mörſchel in Altenſtadt. * nzeige. Die conceſſionirte Auswanderungs-Agentur von P. Mittelſtädter Vilbel 530] empfiehlt ſich zur Beförderung von Auswanderern nach allen amerikaniſchen Häfen zu den billigſten Preiſen. Anzeige. [601 Es können auf der Eiſenſteingrube in Griedel noch eine Anzahl erwachſener und jun⸗ ger Leute gegen gute Belohnung Beſchäftigung finden. Luſttragende wollen ſich bei dem Herrn Steiger Münch in Griedel melden. Für die Gewerkſchaft Griedel Jo h. Bal th. Noll a in Gießen. Ein Logis [6021 hat zu vermiethen Friedberg. Konrad Ruppel, Pariſer Blumen, 574d] en gros et en détail, zu beſonders billigen Preiſen empfiehlt Sabine Gallo, Für alle Blumenfreunde! 85721 Blumen ⸗Düngepulver, erprobt, um kranke Pflanzen zu kräftigen, und dieſe ſo⸗ wohl, als Topf ⸗Gewächſe aller Arten zur üp⸗ pigſten Entwickelung zu treiben, empfiehlt in Paketen, auf lange Zeit ausreichend, à 18 kr. Wagnermeiſter. Friedberg. P. F. Schmittner. Zeil 49, 1. Stock, Frankfurt a. M. e J 1 1 1 Warnung. 1603] um allen Irrthümern und Unannehm⸗ lichkeiten für die Zukunft vorzubeugen, warne ich alle Handels- und Geſchäftsleute, irgend Jemanden, er ſei dem Hofe Haſſelheck zugehö⸗ rig oder nicht, etwas auf meinen Namen zu borgen, es ſei denn, daß ein mit meiner eigen⸗ händigen Unterſchrift und beigedrücktem Fa⸗ milienſiegel verſehenes Schreiben vorgezeigt würde. Hof Haſſelheck den 28. April 1855. C. Koch. Die Holzverſteigerung 1585 im Boitzbeimer Wälrchen(unter Nie⸗ dermoxſtadt) wird Donnerſtag den 3. Mai, präcis 10 Uhr Morgens, fortgeſetzt, wie folgt: 28½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 1. Qua⸗ lität, 25½ Stecken Eichen Scheitholz, 28% Buchen⸗Prügelholz, 35%„ Eichen⸗Prügelholz, 2750 Stück Buchen-Wellen. 5 Außerdem eine große Parthie Ei⸗ chen⸗ und Buchen⸗Werkholz für Wag⸗ ner. 5 Die Genehmigung erfolgt ſofort im Ver⸗ kaufstermin. Staden den 25. April 1855. Zo ſ. Gufff ant Sohn. Empfehlung. 1604] Meine neu angekommenen Violinen und Violin⸗Bögen, Saitenhalter, Wirbel, Stege, Pferdehaare, Colopbonium, ſehr gute Violin⸗ Saiten— wobei Quinten zu 4, 5 und 6 kr. das Stück(ein ganzer Violin⸗Bezug 15 bis 18 kr.),— Guitarre-Saiten ꝛc. bringe ich hierdurch in empfehlende Erinnerung. Friedberg im April 1855. C. L. Glück, Inſtrumentenmacher. Verſteigerung. 1605] Donnerſtag den 3. Mai, Vormittags um 9 Uhr, ſollen nachfolgende zum Nachlaß der G. Weiß'ſchen Eheleute gehörende Mobilien öffentlich meiſtbietend gegen Baarzahlung ver⸗ ſteigert werden, nämlich: 2 Kühe nebſt Geſchirr, 1 Wagen, 1 Pflug mit Zugehör, 4 8 Hühner, 1 Gans mit Jungen und circa 4 Malter Kartoffeln. Schwalheim den 27. April 1855. Der Vormund: P. Fleiſchhauer. Hôtel de I'Europe à Nauheim. 606! Mittwoch den 2. Mai Nachmittags 4 Uhr Uational-Concert Bayeriſchen Zither⸗Künſtler und Gebirgs⸗Sänger FTamilie Bonfét, wobei ſich die 5jährige Gebirgs-Sängerin Therese Bonfét beſonders aus⸗ zeichnen wird. Depot achter Pariſer Parfümerie⸗Waaren. 1575] Durch Vermittlung eines Pariſer Freundes iſt der Unterzeichnete in den Beſitz obiger Waaren⸗Niederlage gekommen und ſind zu den beigeſetzten Preiſen bei ihm zu haben: A. Seifen: per Stück. a 8 à fl.— 6 kr. bis fl.— 40 kr. A h 20 l. 30. Mandel- und Windſor-Seife Roſen⸗ und Ambroſia⸗Seife 1 2 8 Savon cosmétique oder Hautverſchönerungs⸗Seife— keine Geſichtsfalten mehr!- 5 à„— 24%„„ 1. 30 B. Pommade: per Pfund. Roſen⸗, Jasmin⸗, Orange und Vanille⸗Pommade a„ 2,„%„„ NB. wird auch in kleineren Quantitäten abgegeben. C. Wohlriechende Waſſer: per Flacon. Eau de cologne(kölniſches Waſſer, J. M. Farina) à fl.— 40 kr. bis fl. 1. 30 kr. Eau de vie de la vande 8 8 5 à„— 40„„ 1. 30 ſodann — noch nie da geweſen!— Extraits d'odeurs— Herzenverſchmelzungs⸗Waſſer für Heirathsluſtige und Liebende —(ein untrügliches Mittel den Gegenſtand ſeines Herzens zu feſſeln, nabſt Gebrauchs⸗ zettel) 5 55 8 5. à fl.— 40 kr. bis fl. 1. 30 kr. D. Räucher⸗Kerzen und Pulver: Rothe und ſchwarze Kerzen. 8 2 1 à 16 bis 30 kr. per Schachtel. Königs⸗Räucher⸗ Pulver à 16 48„„ 1 Zu recht vielen Beſtellungen halte ich mich verehrlichem Publikum und allen Freunden und Gönnern beſtens empfohlen. Niederwöllſtadt den 21. April 1855. G. Emmerich. Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. ——— Waizen Korn Ger ſte Hafer Kartoffel Mittel⸗ 1 Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Auf⸗ Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver⸗ preis Ort und Datum 5 2—— ge⸗ kauft ge- kauft ge⸗ kauft ge. kauft 2 ge⸗ kauft fahren 8 fahren 5 fahren 8 fahren 8 fahren 8 Mltr. Mitr. Ff. fl. r.] Mtr. Mltr. Pfd. fl. tr.] ltr.] Mltr.] Sid. fl. kr.] Mltr. Mtr. Bid. fl. kr.] Wltr.] Mltr. Pd. fl. kr. Friedberg, 27. Aprilſ 976½ 967 ½ 2091610120(119 180ʃ13,32J233 204 160 9.10 80 50 1120 5371 62¼é 58 200 4 53 Butzbach, 27.„ 64% 57½ 20016160 22 22 ¼½ 180 13.57 97 97 160 9240114 109% 120 5/50265%½% 214 200 450 Vilbel, 27.„118118 2006 8] 3. 3, 1801230 2 2 160 9— 1 1 120 5—— 200—— Allenftadt, 27.„ 305 294% 3001620 31/½ 16 180345 32¼ 29 160 850 17 10 120 5400 3— 200—— Nidda, 27.„— 13 2001526— 20 18013 444— 35 160 8046—— 1120—-—— 200—— Hungen, 27.„101 101 20016— 26 24 18014— 24 24 160] 9— 12 eee„ 200 Echzell, 27.„ 102½ 63 200 16— 6¼% 6 ½ 1801256 19 9 1600 80400 5 3 020%„ 200 Grünberg, 28.„— 220/2001548]— 69¼/ 18013 20— 103½ 160 9040— 79, 1200 5/32— 152¾ 200 5036 Malz,— 2001550]— 18018 5] 1— 160 750-— ee 555. e Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 79 Mltr., verk. 75, 18 fl. 25 kr.; Waizenmehl aufg. 74, verk. 74,13 fl. 53 kr.; Erbſen aufg. 7¼, verk. 6, 12 fl. 15 kr.; Wicken aufg. 2, verk. 1, 9 fl. 25 kr.— Buß bach: Erbsen 12 fl. 28 kr.— Altenſtad t: Vorſchußmehl 19 fl.; Roggenmehl 12 fl. 15 kr.— Hungen: Erbſen 12 fl. 10 Erbſen 11 fl. 15 kr.; Wicken 9 fl. 15 kr. kr.; Wicken 11 fl.— Echzell: Vorſchußmehl 18 fl. 30 kr.; Roggenmehl 11 fl.— Grünberg: Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Mil die Stadt 5 b Au fuͤger 5 Störun⸗ 9 ſgen G. 9 4 giter ein und wer den folſ Morgen 5 hinten 9 zugewieſe haben, iſ K auf dem ganze Je 9 ö in Anſeh I, ſtattſ Gegenſtä 9 gabe 98 unter w nehmer Womit 0 ordnur 0 einer! 9 Aerar, 5 Marktſte tungs we, dad Gert 14 81 lichem * verpflicht bringen. Fr