ruecueſten abſchau ct wird - Setichte lung ————— Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ Einrückungsge⸗ 5 N 8 0 N* 72. 5 9. 8% Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 14 3— oder deren Raum lende e Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. fl. 1.130 kr. ſammen 7 kr. Nu 30. Freitag, den 30. Juni. 1851. Einladung zum Abonnement. Mlit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf das„Friedberger Intelligenzblatt“. Daſſelbe erſcheint wöchentlich zweimal und zwar Dienſtag und Freitag. Der Abonnementsbetrag, welcher ſtets bei der Beſtel— lung zu entrichten iſt, beträgt für das halbe Jahr bei der Expedition 40 kr., bei den Poſtämtern in dem Fürſtl. Thurn— und Taxis'ſchen Verwaltungsbezirke 45 kr. Das Blatt enthält die amtlichen Erlaſſe der Staats- und Localbehörden, den Inhalt der Regierungsblätter in kurzer Zuſammenſtellung, das Verzeichniß der jeweiligen Geſchworenen bei den Aſſiſen zu Gießen, Angabe der zur Verhandlung kommenden Prozeſſe und den richterlichen Urtheilsſpruch, monatlich die Kirchenbuchs-Auszüge der Städte Friedberg und Butzbach, widmet einen anſehnlichen Theil ſeines Raumes der Mittheilung von unterhaltenden Erzählungen, belehrenden und gemeinnützigen Aufſätzen und erheiternden Miscellen und gibt Nachricht über bemerkens— werthe Ereigniſſe aus ſeiner Umgebung. Mit Dank werden ſtets alle zur Aufnahme in unſer Blatt geeignete Mittheilungen angenommen. Als Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg wird das„Friedberger Intelligenzblatt“ von ſämmtlichen Staats- und Gemeinde-Behörden des Kreiſes gehalten und iſt vorzugsweiſe zur Aufnahme aller zur Publication geeigneten Veröffentlichungen derſelben beſtimmt. Es gelangen durch daſſelbe Anzeigen der verſchiedenſten Art zu weiter und zweckmäßigſter Verbreitung und werden ſowohl Veröffentlichungen von Behörden, wie Verſteigerungs⸗ und Verpachtungs⸗ Anzeigen, Bekanntmachungen von Arbeitsvergebungen und Lieferungen, Vorladungen ꝛc. ꝛc., als auch Geſchäfts⸗ Empfehlungen und ſonſtige Anzeigen von Privaten von dem erwünſchten günſtigen Erfolge begleitet ſein, da das Blatt, von jedem Geſchäftsmanne geleſen, bei den wohlhabenden Bewohnern der Wetterau faſt in jeder Behauſung einheimiſch iſt und ſich ferner eines weiteren bedeutenden Leſerkreiſes in den übrigen Bezirken der Provinz Oberheſſen und den benachbarten Kurfürſtlich Heſſiſchen und Herzoglich Naſſauiſchen Landestheilen erfreut. Wir konnen unſer Blatt zu Veröffentlichungen um ſo mehr empfehlen, da die Einrückungsgebühren im Verhältniß zur großen Verbreitung des Blattes äußerſt billig ſind; für die geſpaltene Petitzeile oder deren Raum werden nur 2 kr., für die beiden erſten zuſammen jedoch 7 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. (C. Bindernagel's Buchhandlung.) Amtlicher Theil. 8 Ja* a d. 18 Di 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Den Hauſirhandel und die hauſirend betriebenen Gewerbe, insbeſondere die Ertheilung von Hauſirpatenten zum Knochenſammeln. Nachſtehendes höchſte Ausſchreiben theile ich Ihnen zur Nachricht und Nachachtung mit. Friedberg den 20. Juni 1854. MI Iller, Das Großherzogliche Miniſterium des Innern an ſämmtliche Großherzogliche Kreisämter. Unter denjenigen Gewerben, welche nach§. 6 der Verordnung vom 6. November 1846, den Hauſirhandel und die hauſirend betriebenen Gewerbe betreffend, im ganzen Umfange des Großherzogthums hauſirend betrieben werden dürfen und wozu alſo die Erlaubniß ertheilt werden kann, iſt das Knochenſammeln nicht aufgeführt. Da indeſſen durch das hauſirende Sammeln von Knochen viele ſolche Stoffe, welche für die Landwirthſchaft und den Gewerbsbetrieb verloren gehen würden, nutzbringend gemacht werden können, ſo wollen wir, auf Grund des §. 7 der gedachten Verordnung geſtatten, daß künftighin, und zwar im ganzen Umfange des Großherzogthums, nach eingeholter Erlaubniß der Adminiſtrativbehörde, Hauſirpatente zum Betriebe des Knocheuſammelus ertheilt werden, wonach Sie ſich in vorkommenden Fällen bemeſſen werden.. an Zimmermann. Regierungsblatt- Auszug. ſtorbener Angehörigen eines der contrahirenden Staaten am . J 11. Juli 1853 zu Eiſenach abgeſchloſſenen, im Gr. Regierungsblatt Nr. 21 vom 13. Juni: 1. Bekanntmachung Gr. Miniſte-⸗J Nr. 3 d. J. publicirten Uebereinkunft vom 18. März d. J. an bei— riums des Hauſes und des Aeußern vom 26. Mai, daß die Großher- getreten iſt.— 11. Bekanntmachung Gr. Oberzolldirection vom 6. Juni: zoglich Badiſche Regierung der zwiſchen mehreren deutſchen Regie-] Unter Bezugnahme auf F. 5 des allg. Regulatios üder die Behand rungen wegen Verpflegung erkrankter und Beerdigung ver- lung des Güter- und Effeetentransports auf den Eiſenbahnen in Be— zug auf das Zollweſen(Regbl. Nr. 3 von 1852 S. 18) wird in Gemäßheit einer Verfügung des Gr. Miniſteriums der Finanzen zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge des directen Güterver⸗ kehrs auf der K. Preußiſchen Saarbrücker Eiſenbahn, der K. Bape⸗ riſchen Pfälziſchen Ludwigsbahn und der Gr. Heſſiſchen Ludwigsbahn das gedachte Regulativ auf die letztere Bahnſtrecke Anwendung findet und daß ſonach die definitive Zollabfertigung der auf der Eiſenbahn über Saarbrücken eingehenden und in unveränderter Ladung nach Mainz gelangenden ausländiſchen Güter bei dem Gr. Hauptzollamte daſelbſt in der vorgeſchriebenen Weiſe ſtattfinden kann.— III. Um⸗ lagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsge⸗ meinden des Kreiſes Neuſtadt für 1854.— IV. Desgl. im Kreiſe Gießen.— V. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender Strafer— kenntniſſe der Gerichte der Provinz Starkenburg und zwar 24 von dem Großh. Aſſiſenhofe dieſer Provinz, welche wegen Dieb— ſtahls ꝛc., Unterſchlagung, Veruntreuung und Meineids, Körperver— letzung, Todtſchlags, Nothzucht, Brandſtiftung, Strafen von 1½ Jahre Correctionshaus bis zu lebenslänglichem Zuchthaus verhängen;— 3 von dem Großherzoglichen Provinzialſtrafgericht der Provinz Star⸗ kenburg wegen Unterſchlagung ꝛc., und Schriftfälſchung zu 11 Jahr Correctionshaus;— 41 vom Gr. Hofgerichte wegen Theilnahme an einem Raufhandel, Landſtreicherei, Diebſtahls ꝛc. Strafen von 1 Jahr Corrections⸗ bis 4 Jahren Zuchthaus ꝛc. verhängend; 7 von Stadt- und Landgerichten der Provinz Starkenburg(Darmſtadt 2, Beer⸗ felden, Hirſchhorn, Seligenſtadt, Umſtadt, Zwingenberg je 1) in Cor⸗ rectionshausſtrafen von 1 Jahr— 16 Monaten ꝛc. wegen Diebſtahls ꝛc. Der Juwelier von Straßburg. Eine Geſchichte. (Schluß.) Lenoir's Angaben, welche ſogleich zu Protokoll ge— nommen wurden, lieferten folgenden Thatbeſtand: die Frucht ſeiner Erſparniß pflegte der alte Juwelier in einer kleinen Kaſſe in ſeiner Werkſtätte zu verwahren. Bald nachdem er Bertrand Lafont als Gehülfen angenommen, hatte er einen Theil dieſes Geldes vermißt, was ihn über die Maaßen befremdete, da er ſich nicht erklären konnte, auf welche Weiſe ihm das Geld abhanden gekommen ſei. Gleich vom Anfang an hatte er Bertrand im Verdacht dieſes Diebſtahls; als jedoch ein zweiter Eingriff in dieſe ſeine Kaſſe geſchah, welcher zwiſchen Abend und Morgen geſchehen ſein mußte, konnte er nur auf den Schluß kom— men, daß wenn Bertrand der Dieb war, er nothwendig einen Spießgeſellen im Hauſe haben mußte, weil der Ge— hülfe nicht im Hauſe ſelber ſchlief. Der Verdacht einer ſolchen Mitſchuld konnte aber nur auf Manon fallen, denn ſie war ja die einzige Hausgenoſſin des Alten. Ver— gebens wies der Goldſchmied, wie er hernach ſelber ge— ſtand, einen ſolchen Argwohn anfänglich mit Verachtung von ſich; allein bald darauf geſchah ein dritter bedeuten— derer Eingriff in ſeine Kaſſe, und ſchien ſeine Befürchtungen zu beſtätigen. Er konnte jedoch trotzdem ſich nicht mit dem Gedanken vertraut machen, daß ſein einziges Kind ihn in Gedanken oder That ſo zu kränken vermöchte. Zu— letzt war, und gerade in der jüngſtvergangenen Nacht, der ganze übriggebliebene Inhalt der Kaſſe aus derſelben ge— nommen worden, und da er ſeit dem geſtrigen Abend auch die Wahrnehmung gemacht hatte, daß ein geheimes Ein— verſtändniß zwiſchen Manon und Bertrand beſtand, ſo war dies genügend geweſen, um ihn von der Begründung ſeines Verdachts zu überzeugen. Dies war der Grund ſeiner Anſchuldigung geweſen. Uebrigens hatte Lenoir in ſeinem Verhöre zugeben müſſen, daß die Kaſſe ſtets ohne Gewaltmittel geöffnet und der Schlüſſel derſelben, welchen er ſelbſt in beſtändiger Verwahrung hatte, ihm nicht abhanden gekommen war. Der Richter mußte zugeben, daß dieſes Zuſammen— treffen verſchiedener Umſtände und dieſer Schein von Schuld einen ſtarken Verdacht gegen Bertrand und die arme Manon begründete. Mit was für widerſtreitenden 214 Empfindungen und innerer Pein Stephan Lenoir nach dieſem Verhör in ſeine Wohnung zurückkehrte, wollen wir nicht zu ſchildern verſuchen. Das eine Mal ſteigerten ihn Zorn und Geiz beinahe bis zum Aberwitz, und dann weinte er wieder bitterlich und ſtand auf dem Punkte, fortzu— eilen, um ſein Kind aus dem Gefängniß zurückzuholen und die Anklage gegen ſie wieder zurückzuziehen. Endlich warfen ihn Müdigkeit und Erſchöͤpfung auf's Lager; aber der Schlaf floh ihn gleichwohl. Um ſich dieſen zu ver— ſchaffen, ging er an einen Schrank, um ſich durch ein Gläschen Branntwein zu betäuben, er trank eins, zwei derſelben, allein als er die Flaſche wieder in den Schrank ſtellen wollte, zitterte er ſo heftig, daß ihm das Glas ent— fiel und am Boden in Stücke zerſchellte. Alsdann legte er ſich wieder zu Bette und ſchlief ein.— Es war heller Tag, als er erwachte und zum Bewußtſein ſeiner einſamen Lage kam. Langſam und traurig wollte er aufſtehen, als er plötzlich eine Schwere und Kälte und einen ſtechenden Schmerz in einem ſeiner Füße verſpürte. Er ſchlug die Betttücher zurück und ſah ſie mit geronnenem Blute be— deckt, das aus einer tiefen Wunde an ſeinem Fuße her— rührte. Wie er nun überraſcht und betroffen über dieſen Unfall nachdachte, erinnerte er ſich, daß er in der Nacht das Glas hatte fallen laſſen. Allein er konnte ſich da— mals nicht verletzt haben, weil er einen dicken Schuh trug, der noch neben ſeinem Bette ſtund und bei näherer Unterſuchung auch nicht die mindeſte Spur von Blut zeigte. In tiefen Gedanken warf ſich Stephan wieder auf ſein Bett; aber auf einmal ſchoß ihm ein ſeltſamer Gedanke durch den Kopf. Er ſprang raſch wieder auf und eilte nach dem kleinen Kämmerchen, wo er den Branntwein getrunken hatte. Die Glasſcherben lagen noch am Boden und der größte derſelben war mit Blut befleckt. Er mußte alſo nothwendig während der Nacht dort geweſen ſein und zwar im Schlafe! Noch mehr— der Kaſſenſchlüſſel, den er gewöhnlich unter ſeinem Kopf- kiſſen zu verwahren pflegte, lag vor einem kleinen Schranke, welcher von der Wand weggerückt war. Stephan er— ſchrack und blickte ſich forſchend um; als er hinter das Schränkchen ſchaute, bemerkte er das Brett verrückt, wel— ches ein in der Mauer des Hauſes aufgeſpartes Loch ver— deckte,— er zog es vollends hinweg, und ſiehe da!... in dieſem Verſteck, den er ſich einſt in Kriegszeiten ſelber angelegt hatte, lag all ſein Geld, das er vermißt hatte! Er kannte die Beutel, die Rollen, worin er ſeinen Sparpfennig aufzubewahren pflegte; er ſah mit einem einzigen Blick, daß das Geld noch alles beiſammen war, daß er es nicht zu zählen brauchte.—„O meine arme, meine unſchuldige Manon!“ rief Stephan und ſchlug ſich mit der Fauſt vor die Stirne;„der arme Ber— trand! auch er iſt unſchuldig! Mein eigener ſchmutziger Geiz und meine raſtloſe Habſucht haben mich ſo weit ge— bracht, daß ich mich ſelber beſtohlen habe!“ Wer den Juwelier an dieſem Morgen halb ange— kleidet durch die Straßen rennen ſah nach der Schreib— ſtube des Stadtrichters, der mußte glauben, er ſei um den Verſtand gekommen. Allein bald hatte ſich die Kunde von der ſeltſamen That des Schlafwandlers, welcher aus einer unſeligen, krankhaften, leidenſchaftlichen Habſucht wirklich ſich ſelber beſtohlen— in der Stadt verbreitet, und Jedermann freute ſich über die überraſchende und ſo zufällige Entlaſtung des jungen Paars von dem gemeinen Verbrechen, deſſen ſie beſchuldigt worden waren. Ver— gebens würden wir zu ſchildern verſuchen, mit welcher Zerknirſchung und welchem Seelenſchmerz der alte Gold— ſchmied ſich im Gefängniß vor ſeinem eigenen Kinde nie⸗ derwarf und wie die holde ſanfte Manon ihm weinend Nee e 215 um den Hals fiel und ihn zu troͤſten verſuchte. Und wer konnte erſt den anmuthigen Anblick ſchildern, wie ſchön das ſchmucke Mädchen durch ihre Thränen lächelte, als ihr reuiger Vater ihre Hand in die des biedern Bertrand legte und zu dieſem ſagte:„Vergib mir, mein Sohn, und wenn Du mir meine Schuld wirklich verzeihſt, ſo wollen wir uns niemals wieder trennen!“(Erheit.) S Das Landkrankenhaus zu Darmſtadt. Unter den ſchönen Vereinen der neueren Zeit, welche der menſchenfreundlichen Einladung folgen„wir, die wir ſtark ſind, ſollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen“ nimmt der„Verein zur Unterſtützung armer Kranken vom Lande,“ der in Darmſtadt ſeinen Sitz hat, eine vorzügliche Stelle ein. Es iſt im Großherzogthum an ärztlichem Rathe und ärztlicher Hülfe kein Mangel, auch dem Aermſten wird Beides überall zu Theil. Allein es iſt allgemein bekannt, daß die zweckmäßigſten Heilmittel den gewuͤnſchten Erfolg nicht haben, wenn ſie nicht die rechte Anwendung finden und wenn ihr Gebrauch nicht von einer angemeſſenen Pflege unterſtützt wird. Blos weil es an Beidem fehlt, ſieht mancher Kranke die ſuße Stunde der Geneſung nicht wieder, ja er hat nicht ſelten eine Verſchlimmerung ſeines Zuſtandes zu beklagen. Sogar in Städten hat man Gelegenheit dergleichen Er— fahrungen zu machen, obgleich es in der Natur der Ver⸗ hältniſſe liegt, daß ſie auf dem Lande ſich noch häufiger darbieten. Hierdurch werden aber auch die Opfer, welche eine Gemeinde oder ein einzelner Menſchenfreund für einen armen Kranken bringt, in bedeutendem Grade erhöht. Höchſt wohlthatig iſt deßhalb der genannte Verein, welcher das Landkrankenhaus zu Darmſtadt in's Leben ge— rufen, in welchem arme Kranke vom Lande gegen mäßige Vergütung ärztliche Behandlung und zweckmäßige Verpfle— gung finden. Der auch als Augenarzt und Operateur rühmlich bekannte Herr Dr. Küchler zu Darmſtadt behandelt die Kranken in dieſer Anſtalt, und beſtimmt und überwacht die denſelden gewidmete ſorgfältige Pflege. Der menſchenfreundliche Zweck und die beifallswurdige Einrichtung in dieſem Krankenhauſe haben ſich ſchon große Anerkennung erworben. Dennoch ſcheint in hieſiger Gegend eine nähere Kenntuiß der Sache noch zu fehlen. Wir laſſen deßhalb nachſtehend die„Grundſätze für die Ver— gütung der Krankenpflege im Landkranken⸗ hauſe zu Darmſtadt“ folgen. Möge dieſe Anregung manchem Kranken die erſehnte Hülfe und manchem guten Menſchen die Freude des Wohlthuns verſchaffen! Die Grund ſätze für die Vergütung der Krankenpflege im Landkrankenhauſe zu Darmſtadt. 1) Die Vergütung für die Krankenpflege wird an die Vereins- kaſſe bezahlt und nach Pflegetagen zu 24 Stunden berechnet. 2) Die geſammte Krankenpflege einſchließlich aller Koſten der⸗ ſelben für einen Tag beträgt: a) für wenig Bemittelte— fl. 15 kr. b) für Bemitteltere 1 8— 30„ c) für Pflege in abgeſonderten Zimmern 1%— 3) Die Landgemeinden ſind berechtigt für ibre armen kranken Gemeindeglieder Pflegverträge(nach gedruckten Formularien) mit dem Vereinovorſtand abzuſchließen, mit bedeutend ermäßigter Pflege⸗ Vergütung. Oarnach koſtet die geſammte Krankenpflege für einen Tag, wenn 150 Pflegetage gekauft werden, vorläufig 4 5 6 kr. wenn 250 Pflegetage gekauft werden 4 g 6 bis 9„ Auch können Gewerbsgehülfen und Dienſtboten ſolcher Ge⸗ meinden auf Grund beſonderer deßfallſigen Einrichtungen ſich eine Pflege in Krankheitsfällen und Aufnahme im Landkrankenhauſe verſichern. 4) Privaten können ſich durch Beiträge zur Vereinskaſſe ein Recht erwerben, arme Landkranken ins Landkrankenhaus zu ſenden zur gänzlich freien Verpflegung und Heilung, und zwar unter nachfolgenden Bedingungen: a) Wer einen Jahresbeitrag bis zu 9 fl. gibt, erwirbt dadurch ein Recht auf Berückſichtigung aller billigen Wünſche und Empfehlungen in durch die Verbältniſſe dargebotenen Grenzen. b) Wer einen Jahresbeitrag gibt von 10 fl., kauft dadurch jährlich 40 Pflegetage à 15 kr. und kann darüber frei verfügen, zu gleicher Zeit für je einen Kranken. c) Dieſe Berechtigung ſteigt im gleichen Verhältniß, ſo daß, wer jähr⸗ lich 20 fl. beiträgt, dadurch 80 Pflegetage erwirbt, und darüber frei verfügen kann für 1 oder 2 Kranken zu gleicher Zeit u. ſ. w. d) Wer einmal an die Vereinskaſſe ein Kapital im Werth von 100 fl. ſchenkt, erhält dadurch die bevorzugte Berechtigung, le⸗ benslänglich jährlich über 24 Pflegetage(à 10 kr. 4 pCt.) frei verfügen zu können zu gleicher Zeit für je einen Kranken. e) Dieſe Berechtigung ſteigt im gleichen Verhältniſſe, ſo daß, wer 200 fl. ſchenkt, dadurch lebenslänglich jährlich 48 Pflegetage kauft und darüber frei verfugen kann für 1 oder 2 Kranken zu gleicher eit u. ſ. w. 5 Denjenigen Schenkgebern von Kapitalien und Beiträgen, welche mehr Pflegetage in Anſpruch nehmen, als ſie durch Vorſtehendes berechtigt ſind, wird der Mehrbedarf nach den oben in Nr. 3 berührten Grundſaätzen für die Pflegeverträge mit Gemeinden berechnet werden. 6) Die Schenkgeber von Kapitalien im Betrag von 100 und mehr Gulden werden als Stifter des Hauſes betrachtet und ihre Namen auf der Stiftungstafel im Feſtſaal des Landkrankenhauſes ein- getragen. Darmſtadt. Der Vorſtand des Vereins zur Unterftützung armer Kranken vom Lande: Dr. Küchler. v. Jungenfeld. Otto. Gerhard. Uſingen im Juni 1854. Erlauben Sie uns in Ihrem vielgeleſenen Blatte die Aufmerk⸗ ſamkeit auf ein wirkliches, wohlbewährtes, aber ſelbſt in nächſter Um⸗ gebung noch nicht genugſam bekanntes Verdienſt hinzulenken. Wir meinen die vortrefflichen Arbeiten des Glockengießers und Spritzenfabrikanten Philipp Heinrich Bach zu Windecken in Kurheſſen. Seit zehn Jahren iſt dieſer ehrenwerthe Meiſter auch in unſerem Amte rühmlichſt genannt, indem er hier ſeinen Ruf namentlich durch das wundervolle Kirchengeläute der Gemeinde Eſchbach begründete und vor Kurzem durch das für die Gemeinde Niederleuken gelieferte aufs Neue bewährte. Gleiches Anſehen wie die Glocken genießen die aus der geſchäftigen Werkſtätle des Herrn Bach hervorgehenden Feuerſpritzen. So lieferte er vor einiger Zeit eine neue Feuerſpritze für die Gemeinde Hundſtadt im Kirchſpiele Grävenwiesbach und als man hierdurch zu einer Probe der in den nächſten Orten befindlichen Feuerſprizen veranlaßt wurde, übertraf die des Herrn Bach alle andern an Solidität und Kraft; ſie ſandte ihren Waſſerſtrahl 10 Fuß über den 112 Fuß hohen Kirchthurm hinaus, während man eine ſolche Höhe mit allen andern Spritzen bei weitem nicht erreichen konnte. Wir möchten wünſchen, die vorzüglichen Leiſtungen des Herrn 427 alleitig gekannt und gewürdigt zu ſehen. Dem Verdienſte ſeine rone! Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Bekanntmachung. [1016] Dienſtag den 4. Juli d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll der diesjährige Bedarf der hieſigen Saline an Nägeln, im Geſchäftslokale des Salzamts, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Min- deſtfordernden verakkordirt werden. Nauheim den 24. Juni 1854. Der Salinen-⸗Inſpector F. Schreiber. Oeffentliche Aufforderung. [807] Johannes Hoffmann II. von Oppers⸗ 834,770 54 1 1018/86 55%„ hofen bat die Uebertragung nachbenannter, ſei⸗ ner Ehefrau Katharina, geborne Weil, und ſeiner Tochter Margaretha durch Teſtament der die Erben ſind zum Theil abweſend unbekannt verlebten Konrad Heinſtadt's 11. Wittwe und wo. Verzicht der Anna Maria, Konrad Hainſtadt J. Ehefrau in Oppershofen bereits ſeit 1843 zu— gefallenen, bis jetzt auf den Namen der Erblaſ⸗ ſerin, der Konrad Heinſtadt's II. Wittwe, noch eingetragenen Grundſtücke: Gemarkung Oppershofen: 415/183 12½ Ruthen Acker im Mörlerfeld, beantragt. Indeſſen fehlt genügende Nachwei⸗ ſung über die Anerkennung des Teſtaments und Etwaige Anſprüche an vorbenannte Lie⸗ genſchaften ſind deßbalb binnen einer zerſtörlichen Friſt von 2 Monaten dahier ſogewiß geltend zu machen, als ſonſt dem Antrag ſtattgegeben und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 17. Mai 1854. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. „„ Brückfeld, „ daſelbſt, Gdiet al a dun g [871] Ueber das von Louis Metzger von Gambach bei ſeiner Entweichung nach Amerika zurückgelaſſene Vermögen hat Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen förmlichen Concurs erkannt, und ſteht Termin zur Liqui- dation Mittwoch den 2. Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, in dem ſämmtliche Anſprüche bei Vermeidung des obne Weiteres eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzumelden und zu begründen ſind. Butzbach den 31. Mai 1854. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. Arbeits Verſteigerung. [1003] Montag den 3. Juli l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Ratbhauſe die Arbeiten beim Umbau der Brücke über die Uſa, zwiſchen Fauerbach II. und Oſſenheim, unter Leitung Großherzoglichen Kreisbauamts zu Fried— berg, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 46 fl. 13 kr. 2) Zimmerarbeit„„ 591 51% 3) Schloſſerarbeit„„ 17„ 38 4) Weißbinderarbeit„ 21% 46„ ſowie die Lieferungen von o Klafter Mauerſteinen, 11 Bütten Kalk und o Klafter Sand, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Bemerkt wird, daß der Plan und Voran⸗ ſchlag auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht der Intereſſenten offen liegen. Fauerbach 1. den 24. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II e Bekanntmachung. [017] Bei der diesjährigen Verlooſung der Schwalheimer Kirchen-Obligationen find die Nummern 1, 22, 39, 52, 87, 123, 126 und 144 gezogen worden, welche am 1. Januar 1855 zurückgezahlt werden. Schwalheim am 25. Juli 1854. Das Presbyterium: Münch, Pfarrer, K. A. Bekanntmachung. L018] Das dem katholiſchen Kirchen- und Schulfonds(Stift) zu Wetzlar gehörige, in den Gemarkungen Oppershofen und Rockenberg belegene Gut, welches aus 24 zerftreut liegen⸗ den Aeckern und 2 Wieſen in einer Geſammt. größe von 11309 Klaftern und einer Mark⸗ Holz beſteht, ſoll Montag den 17. Juli, des Vormittags 10 Uhr, bei dem Bürgermeiſter Weil zu Oppershofen öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Kaufbedingungen ꝛc. liegen auf der Bür⸗ germeiſterei zu Oppershofen und bei dem Stiftsrendanten Werr zu Wetzlar zur Ein— ſicht offen. Bekanntmachung. [1019] Auf den Antrag des über die minder⸗ jährigen Kinder des zu Schwalheim verſtor⸗ benen Philipp Reimer: Regine Marie und Chriſtine Reimer beſtellten Mitvormundes: Oberſöder Conrad Reimer allda ſoll das fol⸗ gende den genannten Geſchwiſtern Reimer gehörige im Orte Schwalheim belegene Im— mobile: Pglat. Pmb. 2446. 590= 1 Vrtl. 36 Rth. Haus und Hofraithe mit einem Garten im Unterdorf neben Stephan 4 0 Knopf, öffentlich freiwillig an die Meiſtbietenden ver⸗ kauft werden. 216 Termin hierzu iſt auf den 17. k. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in das Rathbaus zu Schwal— heim anberaumt worden, was Kaufliebhabern hierdurch bekannt gemacht wird. Nauheim am 19. Juni 1854. Kurfürſtliches Juſtizamt Kroeber. vdt. Schlar baum. Heugras⸗ Verſteigerung. [1020] Das diesjährige Heugras von nachbe— nannten Gräflich Solms-Laubachiſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martinitag d. J. bewilligt werden, nämlich: 1) die zu Altenſtadt den 3. Juli, von Mor⸗ gens 8 Uhr an, in der Behauſung des Gaſtwirths Herrn Holzapfel daſ. und 2) die zu Oberau und Hoͤchſt an demſelben Tag, Nachmittags von 2 Uhr an, und zwar dieſe zu Heu und Grummet, in der Behauſung des Gaſtwirths Herrn Altvater zu Höchſt. Engelthal am 22. Juni 1854. Der Gräflich Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. Holzer ſte iger u [1021] Dienſtag den 4 Juli d. J., Vormit⸗ tags 0 Uhr, ſollen im Wickſtädter Walde ver⸗ ſteigert werden: 2 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 55„Eichen ⸗Prügelholz, 38½ 1„ Stockholz, 117„„ Reisholz. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Hardt am Pflanzgarten. Forſthaus Beinhards am 28. Juni 1854. Der Gräfl. S.⸗Rödelh. Revierförſter Hartmann. Edietalla dung. 11022] Nachverzeichnete Grundrenten und zwar: 1) die dem Herrn Grafen Otto zu Solms⸗ Laubach zuſtehenden: a) in der Gemarkung Feldbeim, ent⸗ ſtanden durch Allodification eines Erb⸗ leihgutes im geſetzlichen Geldanſchlage von 13 fl. 51/ kr.; b) in der Gemarkung Inheiden, ent— ſtanden durch Allodification eines Erb— leihgutes im geſetzlichen Geldanſchlage von 61 fl.; c) in der Gemarkung Utphe, entſtanden durch Allodification eines Erbleih— gutes im geſetzlichen Geldanſchlage von 40 fl. 38 ¼ kr.; 2) die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels durch Allodification der Unter- mühle in der Gemarkung Hungen Zu— ſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geld— anſchlage von 52 fl., ſollen nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen ab⸗ gelöſt werden. Es werden deßhalb alle, bei dieſen Ablöſun— gen bekannte und unbekannte Betheiligte hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer innerhalb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als gegen falls die Auszahlung der Ablöſungs-Capitalien an die unter pos. 1 und 2 genannten Herrn Berechtigte gestattet werden wird. Hungen den 8. Juni 1854. Großherzogliches Landgericht Hungen bo f m an n. Schäfereiverpachtung. 1922] Die zu dem Gräflich Aſenburgiſchen Hofgute in Spielberg, Amts Wächters bach, Kreis Gelnhauſen, gehörige Schäferei, beſtehend: 1) in Wohnhaus, Stallungen und andern Occonomiegebäuden, 2) Hofraithe und ungefähr 2 Morgen Gar⸗ ten an derſelben, 3) ungefähr 22 Morgen Ackerland, 4) 30 Morgen Wieſen, 5) dem Huterecht in der Gemarkung Spiel⸗ berg und den Weidgängen in den Gräfli⸗ chen Waldungen und Weidediſtricten mit 350 alten Schafen und den davon fallen— den Lämmern, wovon jedoch der Pferch— ſchlag unentgeltlich zu dem Gute abzu— geben iſt, ſoll von Petritag 1855 an auf 6 bis 12 Jahre aus der Hand verpachtet werden. Pachtliebhaber werden eingeladen, mit Be⸗ ſcheinigung über ihre Perſon und ihr Vermögen verſehen, binnen 6 Wochen bei unterzeichneter Stelle das Nähere über dieſe Pachtung einzu⸗ ſehen und ihre Gebote abzulegen. Wächtersbach am 7. Juni 1854. Gräflich Yſenburgiſche Rentkammer Colonius. vdt. Bär nſtein. Holzverſteigerung. [1023] Mittwoch den 5. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeinde⸗ wald, Diſtrikte Wann nebſt Kaiſer: 73¼ Stecken geſchält Eichen⸗Scheitholz, 91„„„ Prügelholz, 11230 Wellen geſchält Eichen ⸗Reiſerholz, 50„ Nadel⸗-Reiſerholz, 18 Stämme geſchält Eichen⸗Stammholz, 25 geſchälte Eichen-Stangen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen am 27. Juni 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Nicolai. 6 0 0 Gul den [1024] find bei dem Auguſtiner. Schulfond da⸗ hier gegen genügende Sicherheit auszuleihen. Der Rechner: G. F. Nau. 1983] Vom 19. Juni ab erſcheint mit Ausnahme der Sonn- und Feſttage täglich: Frankfurter neue Zeitung. Dieſes Blatt wird ſich darauf beſchränken, die Vorgänge der Zeit ohne ermüdende Wiederho⸗ lungen zu referiren, es Jedem überlaſſend, ſich die Noten zum Text nach eigner Art und Denk⸗ weiſe ſelbſt zuzurichten. Die Frankfurter neue Zeitung widmet den größeren Theil ihres Raumes der Aufnahme von commerziellen und gewerblichen Anzeigen und Inſeraten aller Art und wird in jedes Frankfurter Haus gegen den Stempel und Trägerlohn in einem Exem- plar unentgeldlich abgegeben. möglichſt geſicherter. Der Erfolg der für Frankfurt berechneten Anzeigen iſt hierdurch ein Der Inſeratpreis für die Petitſpaltzeile oder Raum iſt vorläufig auf 6 kr. feſtgeſtellt. Gleichzeitig beauftragte unveränderte Wiederholungen binnen 8 Tagen koſten nur den halben Inſeratbetrag. Auswärtige Abonnenten erhalten unſer Blatt für fl. 1. 12 kr. vierteljährlich exclusive Poſtaufſchlag. Inſerate von Auswärtigen finden ſoforte Aufnahme, wenn der Betrag hier an— gewieſen oder die Entnahme durch Poſtvorſchuß geſtattet wird. Die Medaction der Frankfurter neuen Zeitung. Wilhelm Küchler. 217 Große Kunſt-Induſtrie- und Geld. Lotterie, conceſſionirt durch das Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern. Hauptpreis: im glücklichen Falle fl. 52,000. 19708 Gewinne in Geld- und Induſtrie-Gegenſtänden. 1. Preis fl. 50,000 baares Geld und fl. 12,000 in Induſtriegegenſtänden, zuſammen fl. 42,000; ſodann fl. 10,000.— fl. 10,000.— fl. 6000.— fl. 4500.— fl. 4300.— e. 17441 Die alleinige Agentur für den Looſendebit im Kreiſe Friedberg iſt uns übertragen worden. Ein Loos koſtet fl. 7.— Für fl. 35— erhält man 5 Looſe, dazu noch unentgeldlich ein ſicher gewinnendes Prämien-Freiloos (ausführliche Spielpläne gratis) bei den General-Agenten David Grödel Söhne oder Jacob Hanau zu Friedberg. Eine 1984] bat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden M. Beer. 3h ver mii dees. 1996] Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet hat zu vermiethen Philipp Sieck's Wittwe. eee e eee 1997] Der zweite und dritte Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen. J. Müller, Küfer. Muſikunterricht. Cto08] Clavier-, Guitarre- und Geſang⸗Unter⸗ richt ertheilt, 16 Billet zu 2 fl. 42 kr., Carl Friedrich Eich. Lehrcurs der franzöſiſchen Sprache. 11011] Der unterzeichnete, wobl geprüfte und conceſſionirte Lehrer der neuern Sprachen in Gießen, beabſichtigt mit obrigkeitlicher Ge⸗ nehmigung am hieſigen Platze einen Converſation⸗ und Elementar-⸗Unterricht in der franzöſiſchen Sprache zu eröffnen; daher werden diejenigen, welche ſich an ſeinem Unterricht zu bethei⸗ ligen wünſchen erſucht, ſich gefälligſt in mög ⸗ lichſter Bälde in C. Bindernagel's Buch- handlung oder in C. Seriba's Buchhand— lung dahier anmelden zu wollen. Friedberg den 25. Juni 1854. Ns. Adnot, professeur des langues modernes. Zu vermiethen. [9131 Bei L. Buchecker's Wittwe iſt der zweite Stock zu permiethen und kann baldigſt bezogen werden. Zu vermiethen. L10251 Der dritte Stock meines Hauſes, neu eingerichtet, iſt zu vermiethen. Fr. Roßbach. [1026] Es werden Mitleſer geſucht zu Dingler's poldtechniſchem Journal und zum Frankfurter Anzeiger. Anmeldungen wolle man gefälligſt in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg machen. Zu weiblichen Handarbeiten, 110271 Nähen, Stricken ꝛc. empfiehlt fich Wittwe Dannemann, wohnbaft bei Wittwe Weid in der Uſagaſſe. Weiß ⸗Rübſamen [1028] verkauft Heinrich Preuſſer's Wittwe. 135. Jahrgang. Einladung Auflage 4000. zum Tãgli Aus gab lbjährl. Ab tspreis e e A 0 0 1 0. m en f* Stempel 2 fl. 30.0) auf das Futelligenz⸗Blakt der freien Stadt Kankfurt verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hieſigen Staatsbehörden, für das Semeſter vom 1. Juli 1854 an. 19943! Das Intelligenz⸗Blatt is das verbreitetſte und geleſenſte Blatt in hieſtger Stadt und Umgegend, und eignet ſich deßhalb ganz vorzüglich zu Inſeraten aller Art. Der Inſertionspreis für die geſpaltene Zeile in Garmondſchrift beträgt 3 kr., für die ganze Zeile 6 kr. 2 der Inſerate wird durch die Eiſenbahnen für die Umgegend Frankfurts bedeutend erhöhet. Das Amtsblatt wird dreimal wöchentlich, als: Dienſtags, Donnerſtags und Samſtags, mit dem Intelligenz-Blatte ausgegeben, und bringt die neueſten amtlichen Verordnungen, das Verzeichniß der täglich Aufgebotenen, Copulirten, Geborenen, Verſtorbenen, die Polizei- Taxen ꝛc. ꝛc. zuerſt und im Original⸗Abdruck. Das Kaleidoskop, welches jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag mit dem Intelligenz Blatte erſcheint, enthält: Beiträge zur Tagesgeſchichte Frankfurts; Neueſte Nachrichten, Zeitungsauszüge, wodurch diejenigen Leſer, welche einen ſchnellen Ueberblick zu haben wünſchen, flets von dem Wichtigſten, welches ſich in der Politik und in Frankfurt ereignet, Nachricht erhalten; Kunſt⸗, Literatur⸗, Mode- und Theater-Notizen; Aſtronomiſche Notizen, Bürger- Aufnahmen, Eiſenbahn⸗ und Dampfſchifffahrten⸗Tabellen und Anzeigen, Fruchtmarkt⸗Berichte und Fruchtmarktpreis⸗ Tabellen, Courſe der Staatspapiere, Wechſel und Geldſorten(täglich) nach dem Coursblatte des hieſigen Wechſel⸗Spndicats; als Extra-Beilage in jedem Semeſter: Poſtenlaufliſten für Perſonen, Briefe und Päckereien; Angabe der Eröffnungsſtunden der hieſ. Anſtalten und Sehens würdigkeiten, neuausgeſtellte Gegenſtände des hieſ. Städel'ſchen Kunſt-Inſtituts und Kunſtvereins; Theater⸗ Anzeigen; Serien⸗Nummern der gezogenen Staatslotterie-Anlehen, die Angabe der höheren Ge⸗ winne der bieſ. Stadt⸗Lotterie; Artikel von allgemeinem Intereſſe, Nachrichten von neuen Erfin⸗ dungen; Begebenheiten vermiſchten Inbalts; auch zuweilen etwas Poetiſches, Räthſel ꝛc. Das Feuilleton für Gegenſtände der Technik, Land⸗, Garten- und Hauswirtbſchaft liefert dahin zweckende Artikel. Dreimal wöchentlich erſcheinen im Intelligenz-Blatte„Ueberblicke der Er⸗ eigniſſe im Gebiete der politiſchen und materiellen Intereſſen“, die der Tages⸗ geſchichte zur Folie dienen. Der letzte Jahrgang hat die Stärke von 7160 Seiten in Quarto. ) Der Abonnementspreis für Auswärtige erleidet nach dem neuen Poſtregulativ nur geringen Poſtaufſchlag, und bitten wir, Beſtellungen bei der dem Beſteller nächſtgelegenen Poſtanſtalt vor Ende Juni zu machen, um com— pletter 1 zu ſein. Frankfurt a. M., im Juni 1854. 2 N Die Redaetion. Das Tuch-Lager 3 August Kott befindet ſich von heute an Neue Kräme 7, neben der neuen Börſe Frankfurt a. M. 218 Einladung zum Ueu-Abounement für das am 1. Juli 1834 beginnende Quartal auf den Frankfurter Anzeiger, nebſt der monatlichen Ertra-Beilage:: die Gerichtszeitung. Abonnementspreis 1 fl. per Quartal für Frankfurt.— Auswärts mit dem betreffenden Poſtaufſchlag. C1007 Der„Frankfurter Anzeiger“ erſcheint täglich außer Montags, bilpet ein Organ für den bürgerlichen und geſchäftlichen Verkehr und bietet gleichzeitig eine angenehme, unterhaltende und nützliche Lektüre. Der Inhalt vertheilt ſich: 1) Novellen, Erzählungen, die neueſten und anziehendſten, Gedichte, Miscellen, Schachaufgaben, Räthſel ꝛc. ꝛc. 2) Berichte, unparteiiſche, über Bühnen- und Concertleiſtungen, Wiſſenſchaft, Kunſt und Induſtrie. 3) Modeberichte, die neueſten Pariſer, mit Modebild; lithographiſche Abbildung nebſt Erklärung der allerneueſten Muſter von Häkel., Stick-, Strick-, Filet⸗ und Bandarbeiten c.„ 4)„Was gibt es Neues?“— Täglich eine Rubrik, worunter dem Leſer eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens gegeben, und ihm dadurch das Durchſehen großer politiſcher Bätter erſpart wird. 5) Coursblatt(vollſtändig) der hieſigen Börſe, die neueſten Handels-, Frucht, Getreide, Oel- und Branntwein⸗-Berichte von Frankfurt, Mainz, Friedberg, Heidelberg, Würzburg, Cöln, Neuß und anderen Plätzen. 6) Das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge; vollſtändig das Verzeichniß der Auͤfgebotenen, Getrauten, Gebornen und Verſtorbenen. 7) Inſerate, die bei der bedeutenden Verbreitung des Blattes hier und auswärts guten Erfolg haben müſſen. 8 8) Gerichtszeitung. Rundſchau intereſſanter einheimiſcher und fremder ſchwurgerichtlichen Verhandlungen, Criminal⸗, Polizei- und Civilfällen. Den Herren Juriſten, Schwurmännern und Kaufleuten beſonders zu empfehlen. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Zu vermiethen. 110291 In meinem Hauſe iſt das von Hrn. Prof. Seel bewohnte Logis zu vermiethen. Daſſelbe kann Anfangs September be⸗ zogen werden. Friedberg. Chriſt. Hecht. Entlaufen. L030] In Frankfurt(Bockenheimer Chauſſee) iſt vor ca. 10 Tagen ein hellgelber glatthaariger Hühnerhund von ſtarker Bauart, ſtarkem Kopf und geſtutzter Ruthe, auf den Namen Sancho hörend, ſammt Halsband und Kette abhanden gekommen. Vor dem Ankauf warnend fichert der Eigen- thümer Dem, welcher ihm durch Anzeige zu dem Wiederbeſitz des Hundes verhilft, eine an⸗ gemeſſene Belohnung zu. Man wende ſich dieſerhalb an Hrn. Major Schäffer in Friedberg. der kau feen. [1031] Zwei braune Wallachpferde nebſt Wagen und allem Zubehör ſtehen zu verkaufen bei Conr. Engelhardt in Butzbach. Fuͤr Maurergeſellen. 11032] Tüchtige Maurergeſellen konnen bei dem Unterzeichneten dauernde Beſchäftigung erhalten und wird denſelben per Tag 44 bis 50 Kreuzer bezahlt. Gießen den 27. Juni 1854. Aug. Nauheimer, Maurermeiſter. Kartoffeln, 11033] in einzelnen Meſten, verkauft Friedberg. Friedrich Müller, in der Uſergaſſe. Zu de meet he n. 11034] Ein vollſtändiges geräumiges Logis im mittleren Stocke meines Hauſes iſt zu ver— miethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedrich Staubi, dem Bahnhofe gegenüber. Ein Tilbury⸗Chaischen [1035] und eine große Sammlung ausge— balgter Vögel ſind zu verkaufen. Näheres bei der Expedition d. Bl. Ai e 11036] Die verſprochene Sendung Blech, von bekannter gelungener Ausführung, erwarten wir von unſerem Blechmeiſter in den erſten Tagen. — Dreiv& Comp. Ausgezeichnete Tapeten! [639] Unterzeichneter erlaubt ſich einem verehrlichen Publikum ſein reichhaltiges Tapetenlager in einer Auswahl von mehr als 600 der verſchiedenſten Sorten nach dem neueſten Geſchmacke, ſämmtlich von beſter und unſchädlicher Farbe und vorzüglichſtem Papier, zu auffallend billigen Preiſen anzuempfehlen. Muſterkarten gebe ich gerne zur Einſicht ab. Friedberg. Louis Weis. 13861 Für die wegen ihrer vorzüglichen Leiſtungen rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche bei Wimpfen am Neckar werden fortwährend Aufträge angenommen und beſorgt. Eduard Ruths. Friedberg. Garkenmoͤbel in Eiſenguß, 11037] buchenholzartig lackirt, mit Sitzen, Lehnen und Platten von Eichenholz, gefirnißt, beſtehend in Stühlen, Seſſeln, Bänken, Tiſchen und Fuß⸗ ſchemeln, ſind in reicher Auswahl ſtets vorräthig im Fabriklager von J. S. Fries Sohn, bei J. Krämer, Neue Kräme No. 16. in Frankfurt a. M. Vegetabilische Pomade (à Originalſtück STANGEN- 27 kr.) [Ic38] Dieſe unter Auioriſation des Königlichen Profeſſors der Chemie, Dr. Lindes zu Berlin, aus rein vegetabiliſchen Ingredienzien zuſammengeſetzte Staugen-Pomade wirkt ſehr wohlthätig auf das Wachsthum der Haare, indem ſie ſelbe geſchmeidig erhält und vor Aus⸗ trockenung bewahrtz dabei verleiht ſie dem Haare einen ſchönen Glanz und erhöhte Elaſti— zität, während ſie ſich gleichzeitig zum Feſthalten der Scheitel ganz vorzüglich eignet. Einziges Depot in Friedberg bei P. F. Schmittner, ſowie in Butzbach vei Val. Wießler. Soolbad Nauheim. 110391 Die Eröffnung der neuen proviſoriſchen Converſations-, Leſe- und Spiel— ſäle fand am 5. Juni ſtatt. Nauheim, durch ſeine vortrefflichen Heilwaſſer und prachtvollen Quellen, ohne allen Zweifel das Vorzüglichſte unter den Bädern in den Rheingegenden, ja ſelbſt auf dem Continent, bietet nun den Fremden alle Annehmlichkeiten dar und verdient in jeder Beziehung die Aufmerkſamkeit der Reiſenden. Aecht französische Cattune, 11040] eine große Parthie zu herabgeſetzten Preiſen empfiehlt W. Hupfeld, Neuekräme 30 in Frankfurt a. M. — — F. 219 C. Zindernagel's Zuchhandlung in Friedberg 1006] empfiehlt ſich zur Beſorgung aller Werke und Schriften aus dem Geſammtgebiete der Literatur, ſowie von Kunſt— ſachen und Muſikalien. Alle von anderen Handlungen angekündigte Bücher ꝛc. ꝛc. ſind ſtets auch durch uns zu beziehen, nicht vorräthige Artikel beſorgen wir moͤglichſt raſch und theilen gerne alle literariſche Erſcheinungen zur Anſicht mit.— Unſere Bu ch⸗ und Steindruck erei wird auch ferner bemuͤht ſein, durch freundliche Ausſtattung und correcte Ausführung jedes Auftrages ſich zu empfehlen. Wir nehmen gleichzeitig Veranlaſſung wiederholt zu bemerken, daß unſer Geſchäft mit dem 1. Januar d. J. wieder in die Hände der Madame Bindernagel übergegangen iſt und daß Hr. Wilhelmj in keiner Beziehung mehr zu dem Geſchäfte ſteht. An X KK K* C.o4 1] Alſo wirklich? Wo? Wann? Ich werd' vor Deiner Thüre ſteh'n, Bis daß mein Auge Dich geſeh'n, Und ſtünd' ich auch die ganze Nacht, — Und ſtünd' ich auch die ganze Nacht!— — 1. Ein Erwerbszweig für die Armen. 10421 Ich kaufe für die Folge»Waldgras- famen⸗ und gebe für trockenen reinen Samen: per Pfund à Geruchgras 20 kr. 17 1„Bäumchen 10„ * 7 7 Reischen 8* ** 7 Dickkopf 6„ Ich mache bauptſächlich die ärmere Klaſſe zum Einſammeln des Grasſamens aufmerkſam, indem eine jede Perſon, bei einigem Fleiß, täg⸗ lich den Verdienſt weit über fl. 2 bringen kann. — Die Behandlung deſſelben iſt ganz einfach: Er wird im Wald geſchnitten, an der Sonne getrocknet und zweimal gedroſchen(weil er feſt an den Halmen hängt), hernach auf einer Feg⸗ mühle gereinigt. Bei großem Quantum wird per Centner etwas mehr vergütet. Freienſeen den 15. Juni 1854. Conrad Jung. Fahrgelegenheit nach Bad Nauheim. L10431 Unterzeichneter läßt vom 2. Juli wäh- rend der Kurzeit jeden Sonntag einen Familien. wagen nach Naubeim fahren. Die Abfabrt in Friedberg iſt Nachmittags 3 ½ Ubr nächſt der Burg, in Nauheim Abends 7 Uhr an dem Kurhaus. Für hin und zurück à Perſon 12 14 05 für eine einfache Fahrt à Perſon 8 kr. Auch nehme ich während der Wochentage Be⸗ ſtellungen an und ſehe geneigtem Zuſpruch ent⸗ gegen. Friedberg. J. Waas. Formularpapiere LtOA4] zum Gebrauche der Herren Bürger- meiſter, Gemeindeeinnehmer, Bau⸗ und Forſtbeamten ꝛc. find ſtets zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Empfehlung. Einem verehrten Publikum macht der Unterzeichnete die ergebenſte Anzeige, daß er als Graveur in Metall und Bildſchneider 1046] in Elfenbein, Hirſchhorn, Knochen, Perlmutter, Schildplatt, Horn, Cocos, Bernſtein ꝛc., alle in dieſes Fach einſchlagende feine und ordinäre Arbeit neu macht und reparirt, ſowie ſtets bei ihm fertig geſchnittene Luxusgegenſtände in oben genannten Artikeln nach den neueſten Muſtern, für Damen, als: Brochen, Boutongs, Armbänder, Schirmgriffe, Viſitenkartenbehälter, Ball- und Notiz⸗ Büchelchen ꝛc.; für Herren, als: Cigarrenſpitzen und Pfeifchen, Vorſtecknadeln, Stockgriffe, Cigarrenetuis, Portemonnaies ꝛc., auf's Feinſte gearbeitet, einzuſehen ſind; beſonders macht er die verehrten Herren Jagdliebhaber, ſowie Kunſtfreunde, auf ſeine, nach Zeichnungen von Rüdinger, Kehrer und Friſch geſchnittenen Gegenſtände aufmerkſam und verſpricht ſchnelle und reelle Bedienung. Gießen. Ernſt Matthias, Neuſtadt Lit. D. 62. .— 10471 Die Auswanderer werden durch meine Agentur jeden Monat den 1. und 15. über Bremen nach allen Häfen von Amerika zu den billigſten Preiſen und beſten Bedingungen, von jeder Eiſenbahn⸗Station ab befördert. 9 0 0 G. F. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. 10481 Zu Beſtellungen auf die i i Allgemeine Muſter⸗ Zeitung, Album fuͤr weibliche Arbeiten und Moden, Preis vierteljährlich 54 kr., von welcher die erſte Nummer des III. Quartals 1854 nebſt Prämie bereits ausgegeben wurde, empfiehlt ſich E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. [1045] Gießen. Die Unterzeichnete beabfich⸗ tigt Familienverhältniſſe halber ihre vor dem Neuſtädter Thor gelegenen Wirthſchaftslocali⸗ täten zur ſog. Pulbermüble Montag den 7. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle einer öffentlichen Verſtei— gerung auszuſetzen. Nähere Auskunft wird von der Eigenthü⸗ merin ſelbſt ertheilt. Gießen den 15. Juni 1854. Chr. Meyer's Wittwe. Joolbad Nauheim. 4831) Jeden Tag der Kurkapelle unter Leitung des Herrn * Edmund Neumann. — 220 Uummer 5 der Mauheimer Kur⸗ und Bade⸗Liſte 11049] wurde heute ausgegeben. Dieſelbe erſcheint während der Badezeit wö— chentlich 1—2mal und enthält amtliche Mittheilungen für das Bade-Publikum, die Angabe der Herren Beamten der kurf. heſſ. Brunnen- und Badedirection, ſodann eine Ueberſicht der abgehenden und ankommenden Eiſenbahnzüge und Poſten in Nauheim und Friedberg, ferner das Verzeichniß der anweſenden und ange— kommenen Kurgäſte und der durchreiſenden Fremden, ſowie öffentliche Anzeigen. Es gewinnen durch die Kur- und Badeliſte Geſchäfts-Empfehlungen& Anzeigen, welche zur Kenntniß der Kurfremden Nauheim's gelangen ſollen, allgemeine und gewiß lohnende Verbreitung unter dem dortigen Badepublikum. Abonnement für den ganzen Sommer fl. 1. 12 kr. Einzelne Nummern kr. Inſerationsgebühr für die gewöhnliche Zeile oder deren Raum 3 kr.; bei An⸗ zeigen, welche unverändert in jeder Nummer wiederholt werden, gewähren wir beſondern Rabatt. Expedition in Nauheim bei Hrn. Hermann Auffarth, in Friedberg bei der Unterzeichneten, woſelbſt Abonnements und Anzeigen für die Kur- und Badeliſte angenommen werden. Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. Engliſches Odontine 11050] ein bewährtes ſicheres, dabei unſchäd⸗ liches und bequemes Mittel gegen jede Art von Zahnwehe, empfiehlt in Gläſern verſchiedener Größe Nauheim. Herm. Auffarth. Preiskegelſchieben L105 J] im Schmidt'ſchen Garten, welches Sonn⸗ tag den 2. Juli bei günſtiger Witterung be— ginnt und Montag den 3. Juli endigt. Es ladet hoflichſt ein Friedberg im Juni 1854. W᷑̃ Schmidt. Kirſchenfeſt zu Ockſtadt. 11052] Sonntag, als den 2. Juli wird in dem Schloßgarten zu Ockſtadt das Kirſchenfeſt ge⸗ feiert, und iſt an dieſem Tage Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen. Für guten Kirſchenkuchen, ſowie für gutes Getränke und prompte Bedie— nung wird beſtens geſorgt ſein und ladet höf— lichſt ein N. Ste ye Kirſchenfeſt im Oſſenheimer Wäldchen. L053] Sonntag den 2. Juli, mit Anfang der ſo ſehr erwünſchten ſchönen, beſtändig guten Witterung, ſoll mit Harmonie- und Tanzmuſik das ſo ſehr beliebte Kirſchenfeſt gefeiert werden, wobei Auxiliarkirſchenkuchen von vorzüg— licher Güte mit bedeutendem Abſchlag aller vor— räthigen Eßwaaren in Ausſchnitt kommen wer— den. Hierzu ladet ergebenſt ein Aehle. Kirchweihfeſt zu Obermörlen. 11054] Zu dem nächſten Sonntag den 2. Juli ſtattfindenden Kirchweihfeſte erlaube ich mir, unter Empfehlung meiner beſtens eingerichteten Gaſtwirthſchaft, zu Harmonie- und Tanzmuſik freundlichſt einzuladen. Jean Jöckel, Obermörlen. zum weißen Schwanen. — Sonntag den 2. Juli 11055] findet in meinem Saale Ball ftatt. Bad Nauheim. D. Fritz, zur Krone. Kirchweihfeſt in Obermörlen. [1056] Nächſten Sonntag, als den 2. Juli d. J., iſt bei Unterzeichnetem gut beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen. Für gute Speiſen und Getränke iſt geſorgt und ladet höflichſt ein Zo ſ eb b Jecke. zum goldenen Hirſch. Egan. [057] Dienſtag den 4. Juli d. J. findet für die Isracliten-Geſellſchaft Tanzmufik durch die Herren Muſiker Gönner von Kaichen ſtatt. Für reingehaltene Weine und bonette Bedienung werde ich beſtens beſorgt ſein und lade hierzu höflichſt ein. Burggräfenrod den 28. Juni 1854. bn nd Dead a nd, Gaſtwirth. [1058] Im Verlage der J. Ricker'ſchen Buch— handlung in Gießen erſchien und iſt in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg vorräthig: Vom geiſtlichen Geſang. Eine Rede gehalten auf dem Miſſionsfeſte zu Friedberg am 23. Auguſt 1853 von Wilhelm Baur, evangel. Pfarrvicar zu 1 0 im Großherzogthum eſſen. Preis 6 kr. Der Ertrag iſt beſtimmt, unter die Armen den Troſt der alten geiſtlichen Lieder zu bringen. Kirchliche Anzeigen. 3. Sonntag n. Trinitatis den 2. Juli. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Ritſert. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Gaul. Frankfurter Cours vom 29. Juni 1854. Piftolenn fl. 9g 35½-36 ½ Friedrichsd'oer..„10 8⸗9 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43-44 Rand een„ 5 33-34 20 Frankſtückte„ 9 24½-25½ Engliſche Souverains.„11 44-46 Preußiſche Thaler„ 147% 5 Frankenthaler 220/21 Preußiſche Caſſenſcheine.„ Fruchtpreiſe. 5 28. Juni 23. Junif— Mrz. Gattung. Fried⸗,[Gerns⸗ berg Mainz heim 5 4 135 fü. k Waizen pr. Malter 19 3020 49 Rü 77 14461115 23—— Gerſte„ 175 12 4512 25—— 8 7—1714414—— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 1. bis zum 7. Juli. 2 Fried⸗Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 e 1JRoggenbrod ½ Korn— ö und ½ Gerſtenmehl 43 443 2:,, 9 2 9 2 4„ 7. 7. e 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u./ Waizenmehlf 5 1 5 1 2 77 7: 10 2 10 2 4 7 77 7 21—.21 55 — Milchbrod 112½ 12% — Waſſerweck 13 5 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 1 3% 1 3¼½ Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1Ochſenfleiſch e „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10 ⁰2 10 2 „Rindfleiſch, gemäſtetes s „ Kalbfleiſch 2 7 „ Schweinenfleiſch F „ Hammelfleiſch in „ Schaaflfleiſch. „Wurſt veblos Schweinen 16— 16— „IBratwurſt 20— 118— „ Schwartenmagen 29 „Geräucherter Speck 28 „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 22— 22— „ Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett e „Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bie ide eee Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. ——