n Frankfurt. ——ů———— B. Okt. 1854. Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen . 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. „S1. Freitag, den 27. Oktober. 185011. Regierungsblatt⸗ Auszug. Nr. 33 vom 5. October: I. Bekanntmachung Gr. Mini⸗ ſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 2. Septr., daß unterm 28. v. M. dem Hrn. Samuel Ricker zu Frankfurt, welcher mittelſt Patents vom 22. Juni d. J. von dem Herrn Präſidenten der Ver— einigten Staaten von Amerika zum Conſul derſelben für das Groß— herzogthum Heſſen ernannt worden iſt, von S. K. H. dem Großher— oge das Exequatur ertheilt worden iſt.— II. Bekanntmachung Gr. iniſteriums der Finanzen vom 15. Sept., welche die mit Ruͤckſicht auf die erfolgte Verbindung der Gr. Heſſiſchen Ludwigseiſen⸗ bahn mit der K. Bayriſchen Ludwigseiſenbahn zur Contro— lirung des durch dieſe Eiſenbahnen vermittelten Verkehrs mit übergangsſteuerpflichtigen Gegenſtänden vereinharten Be— ſtimmungen zur öffentlichen Kenntniß bringt.— III. Bekanntmachung Gr. Oberzolldirection vom 20. Sept., welche, da ſeit der Bekannt— machung vom 17. Juni 1844 vielfache Veränderungen in Beziehung auf die in den Zollvereinsſtaaten beſtehenden, zur Ausferti— gung und Erledigung von Begleitſcheinen befugten Zollſtel— len ſtattgefunden haben.— IV. Nachträgliche Ueberſicht der für 1854-56 genebmigten Umlagen zur Beſtreitung der Communal— bedürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Op— penheim.— V. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 11. Sept. den Steueraufſeher Damb— mann zum 2. Brückengelderheber zu Caſtell;— 16. Sept. den Finanzacceſſiſten Heß zu Darmſtadt zum Secretär bei der Oberrech— nungskammer;— 18. Sept. den Forſteandidaten von Weitershauſen aus Worms zum Oberförſter der Oberförſterei Erbach;— 19. Sept. den außerord. Profeſſor Dr. Heyer zu Gießen zum Oberförſter der Oberförſterei Gießen zu ernennen.— VI. Concurrenz für: die neu errichtete evang. Pfarrei Seligenſtadt mit einem jährlichen Einkommen von 500 fl.;— die 2. kath. Schulſtelle zu Zellhauſen mit jährlich 276 fl. 30 kr. einſchließlich einer Wohnungsvergütung von 25 fl. und ausſchließlich einer Entſchädigung von 14 fl. für Heizung des Schullocals. Die Liebesprobe. Novellette. (Fortſetzung und Schluß.) Mittlerweile mußte der Kutſcher der Familie Rabe— ner pünktlich jeden Tag nach Traunau herüber reiten, um ſich nach dem Befinden des Kranken zu erkundigen; hatte aber den gemeſſenen Auftrag, ja bei Leibe niemals zu die— ſem Behuf den Fuß über des Doctors Schwelle zu ſetzen, und ſeine Taſchen waren ein wahres Magazin von Kampher, Aether, Räuchereſſig und derlei Palliativen. „Nun ſehe mir doch Einer dieſe beiden herzloſen Weiber an!“ rief Hermann Lorenz eines Tages, als er dieß erfuhr;„hätten wir alle die Peſt bekommen und Cholera und gelbes Fieber dazu, ſie könnten uns nicht mehr fürchten! „Sein Sie milder gegen die beiden furchtſamen Damen, mein lieber Lorenz!“ gab Eugen Marberg zur Antwort.„Bedenken Sie doch, daß die eine meine Frau, die andere meine Schwiegermutter werden ſoll!“ „Nun, bei'm Himmel! daran denk' ich ja eben!“ rief Lorenz lebhaft.„Gerade deßhalb iſt ja das Betragen der beiden Damen um ſo unverzeihlicher.— Und Sie wollen alſo Ihren Vorſatz noch immer ausführen? Sie wollen noch nach Märtenſee hinüber? Und wann wollen Sie denn Ihren Triumph-Einzug in jenes„theure Haus halten, wie Sie es am Abend unſrer Ankunft ſo poetiſch nannten?“ „Ende dieſes Monats oder längſtens bis Weihnach— ten!“ erwiderte Eugen. „Warten Sie lieber noch einige Wochen länger, lie— ber Freund,“ ſagte Lorenz;„warten Sie geduldig, bis die Spuren Ihrer Krankheit von ihrem Geſichte verſchwunden ſind, und die ſchöne„ſüße“ Julie Sie wieder erblicken kann, wie Sie zuvor waren!“ Sehr ungern verſtand ſich der Patient zu dieſer Ver— zogerung. Indeſſen vertrieb er ſich die Zeit ſo gut wie möglich und half Fanny ihre armen Kranken im Dorf und der Nachbarſchaft beſuchen, als er erſt wieder ausgehen durfte. Lorenz war nämlich auf einige Wochen nach München gereiſt, um verſchiedene Geſchäfte dort zu beſor⸗ gen, und Marberg war daher beinahe ausſchließlich auf den Umgang des Dr. Meßner und Fanny's beſchränkt. Am Tage ſeiner Rückkehr nach Traunau begegnete Lorenz im Dorfe dem Kutſcher Joſeph aus Märtenſee, und ſagte zu ihm:„Empfehlt mich den beiden Damen drüben und ſagt ihnen, daß ſie Euch nun nicht mehr hie— her zu ſchicken brauchen, um ſich nach Herrn Marberg's Befinden zu erkundigen. Eugen iſt nun beinahe ganz wiedergeneſen, und ich werde morgen die Ehre haben, den Damen meine Aufwartung zu machen!“ In der That fuhr er am andern Tage im Schlitten nach Märtenſee hinüber und fand Mutter und Tochter im eleganteſten Putze zu ſeinem Empfang bereit. „Willkommen, beſter Herr Lorenz!“ rief Mama; „ja, ich wußte wohl, daß unſer guter Eugen ſeine Wieder— geneſung hauptſächlich nur Ihrer liebevollen Pflege ver⸗ dankt, und ich danke Ihnen in meiner Tochter Namen und aus eigenem Drange herzlich dafür!“ „Danken Sie Gott, Madame, und nicht mir!“ ſagte Lorenz,„ich habe nichts zu ſeiner Geneſung beige⸗ tragen!“ „Ach Sie ſind zu beſcheiden, mein beſter Herr Lorenz! Aber werden wir ihn bald ſehen?“ „Wen? Eugen? Jenun, wenn Sie wollen, ſo bringe ich Ihnen meinen Freund morgen heraus;— aber..“ „Nun? Sie ſtocken? was iſt denn mit Eugen?“ fragte Mama. „Ich fürchte. ich meine.. Sie werden darauf vor— bereitet ſein, ihn nicht ganz ſo wiederzufinden, wie er ehe— 177 war,“ ſtotterte Lorenz mit angenommener Verlegen— eit. „Wie ſo? hat ihn die Krankheit ſehr verändert?“ „Moraliſch genommen iſt Marberg ganz der Alte geblieben: ein herrlicher, gutmüthiger, edler, treuer, offen⸗ herziger Menſch!“ erwiederte Lorenz;„ja noch mehr, er liebt Fräulein Julien zärtlicher als jemals!“ „Wie ſie mich erfeuen!“ rief die Mutter;„der liebe gute Eugen! Ja, mein Kind wird mit ihm recht glücklich werden!“ „Im phyſiſchen Sinne dagegen,“ fuhr Loreuz zoͤgernd fort und blickte Julien an, deren Auge gierig auf ſeinem Munde haftete;—„nein, ich darf es Ihnen nicht verheh— len, mein Fräulein!— im phyſiſchen Sinne iſt eine große Umwandlung mit ihm vorgegangen: nicht nur, daß die Krankheit ihre tiefen Spuren in ſeinem Geſichte zurückge— laſſen hat— das wäre das Wenigſte, denn was iſt Schön— heit im Verhältniß zu den edleren Eigenſchaften des Ge— müths?...“ „Iſt er ſehr haͤßlich?“ fragte Julie geſpannt. „Leider muß ich zur Steuer der Wahrheit dieſe Frage bejahen, mein Fräulein!“ entgegnete Lorenz.„Sein Ge— ſicht iſt voll Pockennarben. Sie werden übrigens morgen ſelber am beſten hierüber urtheilen können!“— Die beiden Damen wechſelten bedeutſame Blicke, aber Lorenz ließ ſich dadurch nicht irre machen, ſondern fuhr zögernd fort: „das iſt aber nicht Alles: ſeine Stimmung iſt eine ſehr gedrückte; ein Theil ſeines Vermögens ſteht auf dem Spiel in einem Prozeſſe.., ſein Großvater ſcheint ihn theilweiſe enterben zu wollen...“ „Wie?“ rief Madame Rabener und vergaß alle Selbſtbeherrſchung;„er iſt alſo vielleicht arm geworden? Nun denn, Herr Lorenz, dann werden Sie gewiß auch mit mir einverſtanden ſein, daß es für Herrn Marberg das Klügſte wäre, ſogleich nach München zurückzukehren! Seine Vermögensumſtände erheiſchen doch gewiß alle Auf— merkſamkeit; man kann doch noch mehr für ſich thun, wenn man ſelbſt an Ort und Stelle iſt. Und die ge— ſchickten Aerzte in München finden vielleicht auch ein Mittel, ihm die entſtellenden Spuren ſeiner Krankheit zu ver— treiben... Und wie hoch, ſagen Sie, beläuft ſich Herrn Marbergs Verluſt?“ „Hierüber kann ich Ihnen leider nichts Beſtimmtes ſagen, Madame,“ entgegnete Lorenz achſelzuckend.„Ver— ſtehen Sie mich wohl, ich weiß hierüber nichts Zuver— läſſiges. Eugen hat mir noch nichts darüber mitgetheilt. Allein ſeine Zerſtreutheit, ſein Trübſinn, und zeitenweiſe ſogar Schwermuth.... Dunkle unbeſtimmte Gerüchte, die mir in München zu Ohren gekommen.. meine Vermu— thungen... Sie verſtehen mich, Madame! ich weiß nichts Zuverläſſiges und die Sache wird in Wahrheit nicht ſo e eee „Nun ja, die Leute machen gleich einen ungeheuren Lärmen über derlei Dinge!“ ſagte Madame Rabener ſehr kalt;„indeſſen iſt doch gewiß das Klügſte, daß Herr Marberg nach München geht. Die beſten Aerzte und Ad— vokaten trifft er dort, denn hier auf dem Lande findet man nur Stümper. Meines Erachtens ſollte er keine Stunde länger in Traunau verweilen!“ „Aber morgen bringe ich ihn doch noch heraus!“ ſagte Lorenz;„Sie werden ihm doch erlauben....“ „Wir werden ſchwerlich morgen hier ſein, beſter Herr Lorenz,“ verſetzte Madame.„Ich hatte ganz vergeſſen, daß wir mit Herrn Rabener nach Salzburg reiſen ſollen, der ſo ſchlecht auf iſt, daß er noch mit ſeinem Geſchäfts— mann ſich über Verſchiedenes berathen muß. Aber wir werden in ſpäteſtens acht Tagen in München ſein und ich hoffe, Sie werden uns dort recht oft beſuchen, denn meine Julie iſt ganz enchantirt von Ihnen....“ „Und was ſoll ich von Ihnen meinem armen Freunde melden, mein Fräulein?“ fragte Lorenz die ſehr verdüſterte Julie. „Sagen Sie ihm, daß er in München mehr von mir hören werde!“ erwiederte ſie kalt und verlegen. „Und von mir aus ſagen Sie Herrn Marberg, er ſolle nur ſo raſch wie möglich ſich zu ſeiner Geſundheit und zu ſeinem Vermögen verſehen!“ rief Madame Rabe— 378 81 „ ner.„Sie aber werden uns in Muͤnchen recht bald mit einem Beſuche erfreuen, nicht wahr?“ „Sehr verbunden, Madame! Ihre Wünſche ſind mir Befehl, und ich werde meinem Freunde Ihre Ideen wegen ſeiner Verhältniſſe mittheilen!“ ſagte Lorenz mit einer ce— remoniöſen Verbeugung und empfahl ſich. Als er draußen war und im Schlitten ſaß, warf er noch einen verächt— lichen Scheideblick nach dem Herrenhauſe von Märtenſee und ſagte:„Gott befohlen, ihr armen reichen Leute! nie— mals werde ich wieder einen Schritt über eure Schwelle thun!“ „Lieber Freund,“ ſagte Lorenz nach ſeiner Rückkehr zu Eugen Marberg,„zahlen Sie Ihren Arzt, packen Sie Ihre Siebenſachen zuſammen und laſſen Sie uns nach Hauſe reiſen. Wir haben hier nichts mehr zu ſuchen!“ „Wie ſo? Wie verſtehen Sie das?“ fragte Eugen. „Ich meine, wenn Sie nun noch daran denken, Fräu— lein Julie Rabener zu heirathen, ſo werde ich in meinem Leben kein Wort mehr mit Ihnen reden, und Sie ſollen meiner Achtung verluſtig gehen!“ verſetzte Lorenz, und er— zählte ihm ausführlich die Fiktion, womit er Julien und ihre Mutter auf die Probe geſtellt, und wie beide dieſe Prüfung beſtanden.„Sie ſehen, ich hatte Recht, lieber Marberg,“ fuhr er fort,„Juliens Liebe galt nicht dem biedern, offenen Eugen, ſondern dem Beſitzer eines glatten Geſichts und eines hübſchen Vermögens; jene beiden Koketten verſchmähen Sie, weil ſie glauben: Sie ſeien pockennarbig und minder reich als zuvor!— Wann reiſen wir ab?“ Ich reiſe noch nicht, ich werde noch einige Tage hier bleiben!“ ſagte Eugen entſchloſſen. „Das mögen Sie thun, jedoch ohne mich,“ erwiderte Lorenz.„Wenn Sie noch Einen Gedanken an Julien hegen, ſo mögen Sie ſich einen andern Brautführer wählen, denn ich werde dieſen beiden Frauen niemals mehr einen freundlichen Blick gönnen!“— Am andern Morgen waren die beiden Freunde zum Frühſtück allein in Dr. Meßner's Wohnzimmer. Eugen nahm Lorenz bei der Hand, führte ihn zum Fenſter, ſchlug den leichten Muslinvorhang zurück, und zeigte ihm draußen auf dem Hofe vor der Hausthüre Fanny, welche Suppe und Brod unter etliche arme Leute austheilte. „Sehen Sie dort das Weib meiner Wahl, lieber Lorenz!“ ſagte Eugen und deutete auf Fanny.„Ich liebte Julie Rabener mit dem Kopfe; dieſe gute edle Fanny hier liebe ich aber mit Herz und Seele. Und nun,“ ſetzte er lächelnd hinzu,„werden Sie hoffentlich Ihre Abreiſe noch aufſchieben und meinen Brautführer machen!“— Fanny Marberg iſt nun eine der glücklichſten Frauen in Munchen. Von Fräulein Rabener kann man nicht Gleiches rühmen. Sie heirathete ein halbes Jahr ſpäter den älteren Baron Virnau, der für reich galt und den ihre Mutter für eine„glänzende Parthie“ hielt. Der Braut⸗ ſchatz reichte gerade hin, die Schulden des alten Diplomaten zu bezahlen. Verſchiedenes. „Warum iſt Pp. ordentlicher und NN. außeror— dentlicher Profeſſor?“ fragte eine junge Dame, worauf Hoffmann von Fallersleben erwiederte:„Weil PP. nichts Außerordentliches und NN. nichts Ordentliches ge— lernt hat.“ Für die Brandbeſchädigten zu Felda iſt bei uns eingegangen: Von Fr. P. H. fl. 2. 5 Die Exped. des Friedb. Int.⸗Bl. 2. 8/6. 43 3.22/72 8„/v. 40 4. 16/22 5. 12%½5 6, 240/0 oͤſenllch meift Friedberg Großhe Großher Ben Oblig 11615] Von gationen wur Verlooſung Betrag kann meindkeinnehr Handlungsha furt a. M Tage an der Frieſenhe Großherzo Obli, 116381 Von tionen wurde Verlooſung z trag kann an meindeeinnehn Handlungsbau furt a. M. Tage der Zins Wolfsheir Großherg. —ͤ— Ja g Lacs] Dienß tags 12 Uhr, der Gemarku meiſere, Bure im Termin de gungen öfen odenro Großhe cht bed 1 * Mir * 1 weg d ein den e tun Taußen 1 deracht⸗ — Aattenſee Ate Me⸗ delle K Are 1 * Bekanntmachun Immobiliar-Verſteigerung. L15081 Montag den 13. November d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die dem hieſigen Bürger Johannes Koch zu⸗ ſtehenden Immobilien, als: Gemarkung Friedberg: No. Pag. No. Flur No. Klftr. 1. 8/. 43 2 700 45%6 Hofraithe in der Stadt, beſtehend in Brauhaus, Stallung und Malzhaus an Poſtmeiſter Helmolt, mit Grund und Bo⸗ den, ein kupferner Braukeſſel und alle Braugeräthſchaften, 2. 8/. 43 2 674 32/0 Hofraum in d. Stadt, 3. 242/72 2 701 3½o Grabgarten in der 8/%v. 43 Stadt, 4. 16%22 1 107 173 Grabgarten am alten 5. Haingraben, 120/25 2 168 52 Grabgarten an der Hockenmühle, 6. 216/10 6 17 169 Grabgarten vor dem Mainzerthor, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 27. September 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Obligations⸗Verlooſung. 11615] Von den Frieſenheimer Partial ⸗Obli— gationen wurde die Nr. 17 à 100 fl. durch Verlooſung zur Rückzahlung beffimmt. Der Betrag kann am 1. Januar 1855 bei dem Ge— meindeeinnehmer zu Frieſenheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frank— furt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage an der Zinslauf dieſer Nummer aufhört. Frieſenheim den 12. October 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Frieſenheim Krug. Obligations-Verlooſung. 11638] Von den Wolfsheimer Partial-Obliga⸗ tionen wurde die Nummer 10 zu 100 fl. durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt. Der Be— trag kann am 1. Januar 1855 bei dem Ge⸗ meindeeinnehmer zu Wolfsheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frank— furt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage der Zinslauf dieſer Nummern aufhört. Wolfsheim den 16. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wolfsheim Hottum. Jagdverpachtung. 11639] Dienſtag den 31. Oktober l. J., Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll die Feld⸗ und Waldfagd in der Gemarkung Bodenrod auf dem Buͤrger— meiſterei⸗Büreau auf 3 oder 6 Jahre unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Bodenrod am 24. Oktober 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bodenrod Hoffmann. Frucht lieferung. L16401 Dienſtag den 31. Oktober d. J, Mor- gens 10 Uhr, ſollen vor hieſigem Kurfürſtlichen Salzamte circa 180 Achtel Korn und circa 92 Achtel Gerſte zu den auf dem Actuariate der genannten Stelle einzuſehenden Bedingungen an den Mindeſtfordernden in Lieferung vergeben werden. Nauheim den 24. Oktober 1854. Der Salineninſpector R. Ludwig. 379 gen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Obligationsverlooſung. 11641] Bei der am 16. d. Mts. ſtattgehabten Obligations-Verlooſung wurde Nr. 39 des Anlehens der hieſigen israelitiſchen Religions— gemeinde bei dem Handlungshauſe Simon Lind— heimer in Friedberg mit 100 fl. zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1855 gezogen. Der Inhaber wird aufgefordert den Betrag nach genanntem Termin bei dem Rechner der israelitiſchen Religionsgemeinde dahier in Em⸗ pfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Münzenberg den 18. Oktober 1854. Der erſte Vorſteher der isr. Religionsgemeinde Abraham Löb. Obligations ⸗Verlooſung. 116421] Bei der ſtattgehabten Verlooſung der Partial- Obligationen der hieſigen israelitiſchen Religionsgemeinde wurde die Nummer 19 des Anlehens vom 1. April 1846 durch das Loos zur Rückzahlung beſtimmt. Dieß wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Betrag derſelben mit 100 fl. am 1. Ja- nuar 1855 gegen Rückgabe der nicht fälligen Zinscoupons bei dem Gemeinderechner S. Schloß dahier in Empfang genommen werden kann und daß von dieſem Tage an der Zinſen— lauf aufhört. Friedberg den 24. October 1854. Der Vorſtand der israel. Religionsgemeinde Maper Hirſch. 5 37 Gul den [1643] liegen gegen gerichtliche Verſicherung bei der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt zum Ausleihen bereit. Auf der Schach'ſchen Backſtein⸗Fabrik bei Nauheim 11489] ſind ſtets die nachſtehenden Sorten gut gebrannter Backſteine zu den angegebenen Preiſen, auf der Fabrik entnommen, zu haben: 1) gewöhnliche Backſteine pro 1000 Stück 10 fl.; 2) härter gebrannte Backſteine(Fagadenſteine) pro 1000 Stück 12 fl.; 3) glashart gebrannte Backſteine(Klinker zum Keller⸗ und Gewölbebau, pro 1000 Stück 14 fl. Wenn die Anfuhr der Steine von der Fabrik aus verlangt wird, ſo wird der Fuhrlohn nach der Entfernung der zu transportirenden Steine beſonders berechnet. Apfel- Gelcelll [1438] als Erſatz für Latwerge, in noch nie dageweſener delicater Qualität, bei Wilhelm Fertſch. Obligations-Verlooſung. 11644] Bei der heute ſtattgefundenen Verlooſung wurden die Nr. 16 und 40, von dem Anlehen der Caſinogeſellſchaf“ dahier, zur Rückzahlung auf den 1. Februar beſtimmt. Die Inhaber ſetzt man hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß, daß von dieſem Tage an die Verzinſung aufhört. Friedberg den 20. Oktober 1854. Die Vorſteher. Tanz⸗ Unterricht. [1634] Da ein friſcher Tanzeurs beginnt, ſo mache ich die verehrten Freunde der Tanzkunſt, welche daran Theil nehmen wollen, aufmerkſam. J. Schenk, Tanzlehrer, wohnhaft bei Hrn. Schneider Rau in der Kirchgaſſe. Anzeige. [1645] In einem lebhaften gemiſchten Waaren⸗ geſchäfte iſt eine Lehrlingsſtelle offen und kann alsbald mit einem jungen Menſchen, welcher hierzu die nöthigen Vorkenntniſſe hat, mit oder ohne Lehrgeld beſetzt werden. Wo? ſagt die Expedition. Zu ver miethen. 11625] Ein vollſtaͤndiges Logis, welches alsbald bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei G. Fr. Schweizer, in der Burg. Auch ein ſchöner Kochofen ſteht bei demſelben billig zu verkaufen. Wohnungs⸗Vermiethung. 1646] In dem ehemaligen Hoffmann'ſchen Hauſe iſt ein Logis im unteren Stocke zu vermiethen. Friedberg. Wittwe Büttner. Zu vermiethen. [1647] In Friedberg ſteht eine Brauerei mit Malzkeller und Malzböden zu vermiethen. Auf Verlangen kann auch ein Logis mit Wirthſchafts⸗ local und Bierkeller dazu vermiethet werden. Die Exped. dieſes Blattes ſagt: Wo? Zu vermiethen. [1600] Ein vollſtändiges geräumiges Logis im mittleren Stocke meines Hauſes iſt zu ver⸗ miethen und kann auf Verlangen ſogleich be— zogen werden. Friedberg. Fr. Staubi, dem Bahnhof gegenüber. Zu er mieten 1648] Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet hat zu vermiethen Philipp Sieck's Wittwe. Lebewohl! [1649 Freunden und Verwandten, von denen wir vor unſerem Abreiſen nach Auſtralien nicht perſönlich Abſchied nehmen konnten, wünſchen wir ein berzliches Lebewohl. Friedberg. W. Staubi. M. Berg. 11570] In der Unterzeichneten iſt wieder angekommen: Weber s Volkskalender für das Jahr 1855. Preis 45 kr. Der Weber'ſche Volkskalender geht von der Anſicht aus, daß dem Volke ein Buch in die Hände gegeben werden müſſe, aus dem es eine klare Wiſſenſchaft der Zeit in allen ibren ver— ſchiedenartigen Beſtrebungen ſchöpfen könne. Er gibt daher nicht blos hiſtoriſche Darſtellungen der wichtigſten politiſchen Ereigniſſe des abgelaufenen Jahres, der hervorragendſten Erſcheinungen in der religiöſen und kirchlichen Geſtaltung der Zeit und der bedeutendſten Träger derſelben in biographiſchen Darſtellungen, ſondern theilt auch in ausführlichen Artikeln die wichtigſten Erfin— dungen für Technik und Gewerbe, für Oekonomie und Haus mit, beſpricht die Erleichterungen des Handels und Verkehrs in Eiſenbahnen und Telegraphen, gibt Schilderungen aus der Länder- und Völkerkunde, aus der Naturwiſſenſchaft und dem Gewerbsleben und ſtellt auf dieſe Weiſe ein Bild des Lebens der Gegenwart auf, das durch ſeine Mannigfaltigkeit ebenſo den Geiſt des Leſers feſſelt, wie es durch die klare und leicht faßliche Sprache das Verſtändniß erleichtert und befördert. E. Bindernagel's Buchhandlung. 380 Gastwirthschaſts-Eröffnung zu Nauheim. 116501 Der Unterzeichnete beehrt ſich, einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß er ſeinen neugegründeten Gaſthof, der Apotheke gegen⸗ über, mit dem 1. November d. J. eröffnet und ſtets bemüht ſein wird, ſein Etabliſſement durch gute und prompte Bedienung beſtens zu empfehlen. Georg Bayer, fruher Oberkellner im Höte! Kurhaus in Nauheim. Neueſte Pariſer Modell⸗Damenhüte, 116511 ſowie meine ſonſtigen Artikel für die Winter-Saiſon, auf's Vollſtän⸗ digſte aſſortirt, empfehle ich beſtens. Friedberg. S. G. Simon jun. Putz- und Modehandlung, neben den drei Schwertern. Zur Nachricht! 116521 Nächſten Sontag den 29. d. M. wird in der Bierhalle in der Burg ſelbſt gebrautes Baieriſches Bier in Zapf genommen. Friedberg im October 1854. Damenhüte, 116531 ſowohl in Seide als Sammt, in allen Farben und nach der neueſten Mode, empfehlen wir zu billigen Preiſen. Unſere dermalige Gehülfin, Fräulein Hubert aus Mannheim, ſetzt uns in den Stand in dieſem Fache Außergewoͤhnliches zu leiſten. Friedberg. J. Fürth's Erben. 28 116291 Ueber Bremen nach allen Hafen von Amerika werden durch meine Agentur jeden Monat den 1. und 15., frei ab von jeder Eiſenbahnſtation, zu beſonders billigen Preiſen nach New⸗Vork mit Poſt⸗ und Dampf⸗ ſchiffen und zuverläſſiger Begleitung bis Bremen Auswanderer befördert. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. G. Fr. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. Sowie bei meinen Herren Unteragenten: Kaufmann Ch. Wallenfels in Gießen, Actuar Weigant in Hungen, Kaufleute Gebrüder Schwarz in Echzell, Gaſtwirth Stephan Alt in Eichelsdorf, Oekonom Heinrich Rauſch in Storndorf, Gaſtwirth K. Zulauf in Angenroth bei Alsfeld. 11654] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Landkalender für das Großherzogthum Heſſen für das Jahr 1855. Preis 4 kr., mit Papier durchſchoſſen 6 kr. Einladung. 11655 Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß bevor⸗ ſtehenden Kaltenmarkt Dienſtag den 31. Ok⸗ tober und Mittwoch den 1. November in meinem Hauſe Reſtauration mit Harmoniemuſtk, den erſten Tag Abends 7 Uhr Ball, wozu das Entrée 1 fl. beträgt, und den zweiten Tag ge⸗ wöhnliche Tanzmuſik ſtattfindet. Zu recht zahl⸗ reichem Beſuche ladet ein Ortenberg am 25. Oktober 1854. Heinrich i e s, Gaſtwirth zum Adler. Kirchliche Anzeigen. 20. Sonntag n. Trinit. den 29. Oktbr. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Gaul. Nachmittags: Herr Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Kraus. Nachmittags: Hr. Candidat Grein. Frankfurter Cours vom 23. Okt. 1854. Piſtolen,„ e ff. Friedrichs dor 9 57+⁹¼⁹28½ Holländiſche 10 fl. Stücke[/ 9 40-41 30 5 9 Rand⸗Ducaten. 30%½-31 7 20 Franſtüc kk 19½--00 Engliſche Souverains.% 40-43 Preußiſche Thaler..% 1 45%¼-46 5 Frankenthaler.. 2 20½ G. Preußiſche Caſſenſcheine.[, 1 45½% Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Oktbr. bis zum 3. Novbr. 2 1 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. Er. pf. 11 Roggenbrod ½ Korn⸗ 3 und ½ Gerſtenmehl 4% 2 2 7, 77 7 8 3 8 3 4 77 7 77 17 2 17 2 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u./ Waizenmehl, 5— 5— 2 77 77 77 10— 10— 4 77 77 71 19 22 19 25 — Milchbrod 1 —Waſſerweck 13% —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14/14 1 Ochſenfleiſch 14— 14— „ Kühfleiſch, gemäſtetes nnr „Rindfleiſch, gemäſtetes 91 21 9 2 „ Kalbfleiſch 9— 9— „Schweinenfleiſch n „Hammellleiſch 12— 121— „Schaaflfleiſch 7 „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20— 20— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22— „Nierenfett 22— 22— „Hammelsfett 16— 161— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Zollverelle fremder Ot hauſen, Com 1 Kl., dem A für das Ritter Wilkens im Kurfürſtlich! Staatstath 3 füt das Com: am 1. Apri 18. Juni den für das Off V. Dienſtn gnädigſt geru rungsrath Se nen eines lan Mainz zu üb der Diſtrietse. köter gegenſt und Unterſuch zum Rathe ar dem Bezirksg Alzei zu erne Mainz Dr. 8 gerichtsrath! Sprengel de Jahren vom dem Bezirks, Stelle als Be für den Sprel drei Jahren v acceſſiſten Br! Mainz zu beſt nung wurde gemeinſchaftlic du gaſſel, als zu drankfurt ſrietseinne iftictseinne „V. an.— Nrofeſſor an f Gießen, 8 etzungen zu Volkartg