eigen, und Butzbach Sextruber. — dur- Buß⸗ detg. dach. K. M. h. pi. 219— 7131 7/3 1416/2 1 42 80383 2112 220 Loth 137 1377 14 144 1% uf. 14— Hin 512192 — 2 —416— n- 1 21 12— 12— 91 EI 2— 4 2 42 2 12 —— 5 70** 1616— * g inanmntiſt 5 761 K rag tl W. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder de ren Raum bet Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. „75. Dienſtag, den 26. September. 1851. Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Vierteljahr⸗ Abonnement auf das Friedberger Intelligenzblatt. Beſtellungen beliebe man bei der Expedition oder bei dem zunächſt gelegenen Poſtamte zu machen. Behäbige Menſchen. (Fortſetzung und Schluß.) Noch voll des Eindrucks von dieſem Vorfalle gingen die drei Freunde aus dem Kaffeehauſe nach dem Theater, wo der„Verſchwender“ von Raimund angekündigt war. Es war noch etwas früh vor Beginn des Stückes, allein die Freunde wollten bequemlich auf ihre geſperrten Sitze gelangen und ließen ſich vor dem Theater nicht aufhalten, ſondern ſtrebten bedächtig, aber unaufhaltſam ihren nume— rirten Plätzen zunächſt dem Orcheſter zu. Hier war es noch ganz„wüſte und leer“ wie es vom Anfange der Schöpfung lautet, nur zwei alte gemüthliche Blasengel des Orcheſters ſaßen bereits plaudernd in einem Winkel und gaben ſich„ſo unter ſich“ einige Witze und Anekdoten zum Beſten. Unſere Freunde, welche jedes Wort ver— ſtehen konnten, fanden es recht behaglich, ſelber zu ſchwei— gen und anderer Leute Mäuler ſich luſtig abnützen zu laſſen, ſie horchten alſo auf und vernahmen folgendes: „Was du da ſagſt, das iſt Nichts“ begann der Oboenbläſer— aber in Polen haben die Bauern vor Anno ſo und ſo viel, einen Gutsbeſitzer gefangen genom— men, ihn in ein Faß geſperrt und auf Gemeindekoſten aufs herrlichſte mit Speis und Trank verſehen; denn, ſo ge— dachten ſie, ſofern man dasſelbe mit jungen Gänſen thue, wächſt ihnen die Leber groß und werde ein Leckerbiſſen, bei einem vornehmen Herrn aber müßte gewiß ein edlerer Theil ſich vergrößern— wenigſtens das Herz und ein großherziger Gutsbeſitzer würde ihnen Robot und an— dere Laſten umſonſt nachlaſſen!“ „Hehe“ ſagte der Fagotbläſer und ſchneuzte ſich, daß es vom Reſonanzboden der nahen Baßgeige zurüͤckhallte: „ſo klug das auch gedacht geweſen, ſo hat doch jener Haaſe, der neulich vor zwei Hunden herlief, noch einen feineren Gedanken gehabt—“ „Wie ſo 27 „Ein Haaſe wurde neulich von zwei Hunden ver— folgt, von einem ſchwarzen und einem weißen, und that ſein Möglichſtes, um ihnen zu entkommen; namentlich blickte er oft nach dem weißen Hund zurück, vor dem er beſonderen Reſpekt und Schrecken hatte—“ „Warum?“ „Weil er meinte, der habe den Rock ausgezogen und laufe in Hemdärmeln.“: „Das waͤre ſo übel nicht“ begann der Oboenbläſer wieder—„wenn jener Schulmeiſter, welcher nach der Hauptſtadt wanderte, um dort die Krönung zu ſehen, nicht etwas ganz Anderes erlebt hätte!“ „Nun, und was hat denn dieſer Mann ſo Beſonderes erlebt? „Ja nun— ein Schulmeiſter, hochgewachſen und ſteinrackernürr wie eine verkümmelte Brodrinde, brach eines Tages mit einem Paraplüe und zwei neuen Stiefel— ſohlen auf und wanderte feierlichſt nach der Hauptſtadt, um die Krönung des Fürſten, dem er fanatiſch ergeben war, mit eigenen Ohren— will ſagen: eigenen Augen zu ſehen. Es gelingt ihm auch, nach drei Tagen die Hauptſtadt zu erreichen und ein für ſeine Mittel paſſendes Hotel zu finden; ja er iſt ſo glücklich, im entſcheidenden Augenblicke, wo der neugierige Menſchenſtrom nach dem Dome zur Krönungsfeierlichkeit tobt, das Thor der Kirche zu erreichen— und von einer heftigen Menſchenwoge ſogar mitten ins Innere des Heiligthums entführt zu werden. Aber ſiehe da! er hatte nicht mehr Zeit gehabt, ſeinen hohen alten Hut abzunehmen und ſtand nun mitten im Gotteshauſe da wie ein Muhamedaner, ſeinen Filz— thurm auf dem Kopfe„hoch in der Höh!“— Die hinter ihm Stehenden entſetzten ſich aus zweierlei Gründen: weil ſie ſich erſtens alle Ausſicht nach dem Altare verſperrt ſahen und zweitens, weil ſie ein Aergerniß nahmen an der Entweihung des Tempels. Sie flüſterten, ſie riefen: „den Hut herunter, den Hut abnehmen!“ allein der un— glückliche Schulmeiſter konnte die eingezwängten Arme nicht bewegen und mußte ſich's gefallen laſſen, daß man ihm nach vergeblichen Ermahnungen den Hut bis an die Schultern eintrieb und das gerade in dem entſcheidenden Augenblicke, als die Krönung begann. Die Kroͤnung war ſehr ſchön. Viele riſſen Mund und Augen auf; Viele weinten. Endlich, wie denn Alles Schöne auf Erden ein Ende nimmt, ging auch die große Feierlichkeit zu Ende — ver hatte ſie erreicht“ wie's im Mackbeth heißt, näm— lich der König die Krone; die Menſchen drängten wieder heftig in's Freie, ſie hatten es auch erreicht, nämlich Rippenſtöße aller Sorten— nur der unglückſelige Er— zieher, der Dorfjugend hatte nicht erreicht, weshalb er in die Stadt gekommen war: denn er hatte von der Krö— nung Nichts geſehen und brachte ſeinen Hut erſt wieder in die Höhe, als er nach der Feierlichkeit das Freie des Domplatzes erreichte.“ Der Fagotbläſer wollte eben ſeinen Beifall uͤber dieſe Geſchichte zu erkennen geben, als der Oboiſt dazwiſchen fuhr:„Nun iſt aber die Geſchichte da— mit noch nicht zu Ende. Der Schulmeiſter, betrübt und erzürnt über den Unfall, den er erlebt hat, will ſich we— nigſtens einen kleinen Troſt für ſeinen Schmerz verſchaffen und beſchließt den folgenden Abend in's Theater zu gehen; denn hier ſollte ſich, wie er vernommen, auch der»ge— ſammelte“ Hof einfinden. Er verſagt ſich alſo Eſſen und Trinken, um ſich ein Billet ins Parterre kaufen zu konnen, pflanzt ſich bereits in den erſten Nachmittagsſtunden vor die Theaterthüre und wartet mit Heldengeduld, bis ge— 332 offnet würde. Gegen Abend hat ſich endlich um ihn her ein großer Drang von Menſchen geſammelt, um, ſobald die Flügel des Thors aufgethan würden, ſchnaubend und würgend die beſten Plätze zu erobern. Die Stunde des Sturmes ſchlägt endlich, die Pforten des Tempels gehen auf und hinein wogt und wirbelt und preßt ſich das Volk. Auch der Schulmeiſter iſt an Ort und Stelle— aber umgekehrt, mit dem Rücken gegen die Bühne gedreht. So hat ihn eine ſtürmende Colonne im Laufe des Vor⸗ wärtsdringens umgekehrt; ſo wurde er von den nachdrin⸗ genden Colonnen feſtgekeilt— und al ſo mußte er den ganzen Abend die kleine neu angeſtrichene Flügelthüre des Eingangs betrachten, während in ſeinem Rücken die herr⸗ lichſten Dinge unter Beifallslärm und Gelächter auf der Bühne vor ſich gingen.“ f Unter ſolchen Erzählungen hatte ſich indeſſen das Orcheſter und Theater gefüllt, das Zeichen zur Ouvertüre wurde gegeben, der Vorhang der Bühne hob ſich in die Höhe und ein luſtiger Bedientenchor eröffnete das Stück. Die Freunde Anweiler und Ständl hörten vergnügt lächelnd das Lied bis zu Ende—— aber Kleber ſaß in Thränen da und ſagte ſeinem zunächſtſitzenden Freunde Ständl bebend in das Ohr:»Entſetzlich, herzzerreißend— wenn nun der alte Hauptmann heimkommt und die gefundenen Hüte, Shawls und Sonnenſchirme als die ſeiner Töchter erkennt und erfährt— ſie beide, ſeine beiden Kinder habe ein ſo trauriger Tod dahingerafft!“ Ständl fühlte ſich durch dieſe Worte nicht eben angenehm in ſeiner Heiter⸗ keit unterbrochen, doch erwiederte er ziemlich theilnehmend: „Ja ja, das mag wohl ein Kummer ohne Gleichen ſein!/ — das Stück ging indeſſen fleißig vorwärts und es kam die Stelle, wo der Herr Verſchwender Wellwart es mit ſeinem künftigen Schwiegervater dadurch verdirbt, daß er ſeinem Kammerdiener im zornigen Uebermuth die koſtbare Vaſe ſchenkt; es entſpinnt ſich zwiſchen Beiden ein Con⸗ flikt, der zur völligen Trennung führt, der Baron erklärt: einem ſolchen Tollkopf von Verſchwender ſeine Tochter nie— niemals zu vertrauen. Die Spannung des Pub⸗ likums war groß und unter den Gäſten Wellwarts brach ein Tumult des Schreckens los— aber im Parterre neben dem Orcheſter beugt ſich Kleber herzlich lachelnd zu dem Ohre ſeines Freundes Anweiler und flüſtert:»die Ge⸗ ſchichte mit den polniſchen Bauern iſt doch gar zu dumm, aber der weiße Hund in Hemdärmeln iſt zum Ofenein-⸗ einſchlagen!“ Großes Ergötzen verurſachte im Schau⸗ ſpielhauſe jedes Mal die Erſcheinung des Tiſchlers Valentin und ſeiner Frau. Dieſe zwei kerngeſunden Volksfiguren mit ihrem fauſtdicken Humor wurden auch ſehr ausge⸗ zeichnet geſpielt und erregten jeden Augenblick den luſtigſten Lärm des Beifalls. Ein ſolches Toben von Heiterkeit brach dann wie gewöhnlich ganz beſonders am Ende des zweiten Aktes los; Valentin hatte ſich ein Räuſchchen geholt, um den ſchurkiſchen Kammerdiener gründlich durchzubläuen, ſein Weib begegnet ihm und ruft:„Um Gottes willen, Mann! du biſt betrunken!“ Er erwiedert:„Ha, ich bin erkannt!“ Und hierauf greift er den Kammerdiener und eine Schaar Bedienten an, wird hinausgeworfen und kommt wieder, wird abermals hinausgeworfen und erſcheint von Neuem—— noch bebte das Gelächter und der Bei⸗ fall des Publikums durch das Haus über dieſe heitere und gutgeſpielte Scene, als Klebers langſamer Geiſt erſt bei der Scene des erſten Aktes ankam, wo ſich der Verſchwen— der mit dem Schwiegervater ſo heftig überwirft— Kleber neigte ſich daher zu Freund Ständl rechts und bemerkte ernſthaft:„Im Grunde iſt es kein Wunder, wenn der Baron ſich zweimal beſinnt, ob er dem Wellwart ſeine Tochter anvertrauen ſoll, denn es iſt doch unerhört, wie dieſer mit ſeinem Vermögen toll und ſchleuderiſch umgeht.“ Da in dieſem Augenblicke ein Zwiſchenakt eintrat, ſo ließ ſich Ständl mit ſeinem Freunde in ein näheres Geſpräch ein über den bisher geſehenen Theil des Stückes; er hob namentlich die wunderbar gut erfundene und poetiſche Figur des Bettlers hervor und machte einige treffende Bemerkungen voll Ernſt und Schauer— als ihm plötz⸗ lich Kleber lachend in das Wort fiel und ausrief:„Nein, dieſer Schulmeiſter mit dem eingetriebenen Hut im Dom und mit dem Malheur im Theater, daß er die Eingangs— thüre betrachtet, während ſein Rücken nach der Bühne gerichtet iſt— es iſt doch gar zu ſchön erfunden!“ Ständl wollte dem Freunde über dieſe ſonderbare Unterbrechung ſeines ernſthaften Geſpräches eben eine Bemerkung machen, als der Vorhang in die Höhe ging und der letzte Akt des Verſchwenders begann. Der einſtige Verſchwender Well— wart erſcheint in Geſtalt jenes verhängnißvollen Bettlers und trifft ſo ungemein erſchütternd in dem einſt ihm ge⸗ hörigen Garten mit dem Gärtner und ſpäter mit dem ſchurkiſchen Kammerdiener, gegenwärtigem Inhaber ſeines Hauſes, zuſammen. Er wird als der einſtige Herr er⸗ kannt, mit guten Lehren abgeſpeiſt, ohne Hilfe abge⸗ wieſen;— da erſcheint der Tiſchler— auch er erkennt ſeinen vorigen Herrn—— kein Auge bleibt trocken bei dem freudig-ſchmerzhaften Aufſchrei Valentin's, als er ſeinen guten Gebieter erkennt, vor ihm niederfällt und ihm fieberhaft die Hände küſſen will;— in dieſem Augen⸗ blicke wendete ſich Kleber links zu ſeinem Freunde An⸗ weiler und bemerkte mit großer Heiterkeit:„Mann! du biſt betrunken!— Ha, ich bin erkannt!...“ So ging es noch den ganzen Abend fort. Bei den traurigen Scenen des dritten Actes lachte Kleber erſt über die lu— ſtigen Witze des zweiten und im Augenblick der heiterſten Scenen des dritten Akts ſchlug wieder eine Thräne die andere vor Wehmuth über die traurigen Scenen des zweiten. So kam es, daß die Wirkung des dritten Akts ſich erſt ſpät nach dem Theater in ganzer Bedeutung zeigen konnte, denn als die drei Freunde um zehn Uhr im hellbeleuchteten Zimmer des Gaſthofs der vier Schäfer beim Nachtmahle ſaßen, weinte Kleber bittere Thränen über ein wohlbereitetes Backhuhn, weil ihm der herzzer—⸗ reißende Auftritt des dritten Aktes einſiel, wo Herr Well⸗ wart als Bettler von der Tiſchlerin aus dem Hauſe ge— wieſen wirdz aber eine halbe Stunde ſpäter, als eben im Nebenzimmer erzählt wurde, daß dem Hauptmann die zwei Töchter wirklich ertrunken ſeien, konnte er in ein helllautes Gelächter ausbrechen über die vortreffliche Scene, wo ſich der Tiſchler und ſein Weib wegen ihres Herrn wieder zu verſöhnen anfangen, indem der Tiſchler während der Kriſis jeden Augenblick ſagt:„Kinder geht's'naus!“ und gleich drauf wieder:„Kinder kommt's'rein!“ Ueber die Ge— ſchichte von dem traurigen Tode der zwei Töchter des Hauptmanns wurde er erſt traurig, als er um zwölf Uhr Nachts bereits im Bette lag und der gute Ausgang des „Verſchwenders“ erheiterte ihn erſt am nächſten Morgen, als er wohlbehäbig bei dem Frühſtück ſaß und dachte: —„der Herr Wellwart kann ſich's eigentlich von jetzt an bequemlich machen in der Welt, er hat Geld gefunden in der Ruine und wird das zweite Mal bedachtſamer ſein als das erſte; bald darauf lächelte Kleber noch einmal über„den weißen Hund in Hemdärmeln“ und einige Zeit ſpäter fiel ihm zu ſeiner heiterſten Erbauung wieder ein, wie es doch auch zu ergötzlich ſei mit dem Schulmeiſterlein —„den Filzthurm auf dem Haupte hoch in der Höh'...“ Hier verlaſſen wir den Einen der Freunde und wollen nächſtens berichten, worin ſich die Behäbigkeit der beiden Andern beſonders denkwuͤrdig erweiſe.(Novell. Ztg.) 0326 Jödel ut Gtoßher, heſſen worden. Es w biger au ſprüche! 2 dabier be ſes von In die ment verſ gefaßt w. ſcheinende zut Wah cutators widrigen heit det ſehen we Frie! 0 ö Verla! 14469]; 49 auste zu Dar 8 hiefigen! werden, öffentlich Gold in Die V. nen Vor Butzbe Der Groß des — 8 Lal] D der Groß hierdurch 1. Nail. des im! 10000 fl. zeuge et Part 8 werden Nied Gro S6 11494) um 11 Anzahl . J. in dacht. dried Oro eder Well⸗ n Setllers At idm ge. r mit dem aber ſeines 1 Herr er⸗ 1 Ie abge⸗ tt erkennt edu bei e, als er derialt und td Augen⸗ irrenzt An „Nan! du Se ging n maurigen Ader die lu⸗ er beiterſten Tbräne die Scrnen des eritten Akts Bedeutung ten Udr im irt Schäfer tt Thränen der derzzer⸗ ert Bell 1 Hanſe ge⸗ 2 eben im 1 kit zwei i belllautes ne, wo ſich — —ͤ TH—L 333 Verſchiedenes. In Bonſton heirathete kürzlich ein Wittwer ein junges Mädchen, und der Sohn des Mannes bot ſeine Hand der Mutter ſeiner Stiefmutter, welche den Antrag auch annahm. Durch dieſe Verbindung entſtand nun ein ganz eigenthüm— liches Familien-Verhältuiß: der Vater iſt jetzt Schwieger— ſohn ſeines eignen Sohnes, und ſeine Frau iſt nicht allein Schwiegertochter ihres eigenen Stiefſohnes, ſondern auch wieder Schwiegertochter ihrer eigenen Tochter iſt, und ihr Mann iſt Schwiegervater ſeiner Schwiegermutter und ſeines eigenen Vaters. Na, was es aber für ung'ſchickte Leut' gibt,“ ſagte ein Zeitungsleſer zu ſich ſelbſt,„da ſchickt der Admiral der türkiſchen Flotte drei Kreuzer zur Verſtärkung. Wenn ihnen mit ſo wenig gedient iſt, da geh ich auch in d'Tür— Schwiegermutter ihrer eigenen Mutter, während dieſe kei; da muß's enorm billig unten ſein!“ Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Edicetalla dung. 11326] Ueber das Vermögen des Johannes Jöckel und deſſen Ehefrau zu Friedberg iſt von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Ober- beſſen der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden deßhalb deren ſämmtliche Gläu— biger aufgefordert, ihre Forderungen und An- ſprüche jeder Art Mittwoch den 11. Oktober, Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung ſonſt erfolgenden Ausſchluſ— ſes von der Maſſe anzumelden. In dieſem Termine ſoll zugleich ein Arrange⸗ ment verſucht und über die Maſſe ſelbſt Beſchluß gefaßt werden, weßhalb die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter hierzu, wie zur Wahl eines Gläubigerausſchuſſes und Maſſe⸗ curators beſonders zu bevollmächtigen haben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehr- beit der erſchienenen Gläubiger beitretend ange⸗ ſehen werden. Friedberg den 16. Auguſt 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. (Butzbach und Darmſtadt.) Verkauf ausrangirter Reitpferde. 11469 Freitag den 29. September d. J. ſollen 49 ausrangirte Reitpferde in der Reiterkaſerne zu Darmſtadt und Dienſtag den 3. October d. J. 25 Stück ausrangirte Reitpferde in der hieſigen Kaſerne öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, welches man mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß ausländiſches Gold in Zahlung nicht angenommen wird. Die Verſteigerung beginnt in beiden Garniſo⸗ nen Vormittags um 10 Ubr. Butzbach den 20. September 1854. Der Großherzogliche Diviſions-Verwaltungsrath des Garderegiments Chevauxlegers. Bekanntmachung. 11461] Die Inhaber der Partial-Obligationen der Großh. Heſſ. Gemeinde Niederurſel werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß für die am 1. Mai l. J. zu Ende gegangenen Zinscoupons des im Jahr 1834 negociirten Anlehens von 15000 fl. die neuen auf weitere 10 Jahre ge⸗ fertigten Zinskouponsbogen gegen Vorzeigung der Partial⸗Obligationen bei der unterzeichneten Gr. Bürgermeiſterei in Empfang genommen werden können. Niederurſel den 12. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederurſel Seidler. Schaafpferche⸗ Verpachtung. [1494] Donnerſtag den 28. d. M., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe, eine Anzahl Schaafpferche, welche den 1. October l. J. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend ver⸗ pachtet. Friedberg den 25. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 11495] Die Lieferung von 300 Stück eichenen Stoßſchwellen auf eine beliebige Station der Main⸗Weſer⸗Bahn ſoll auf dem Submiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden, worüber die Bedingungen auf dem Büreau des Material⸗ verwalters dabier eingeſehen werden können. Die Gebote ſind längſtens bis zum 2. Okto⸗ ber l. J., des Vormittags 9 Uhr, verſchloſſen und mit der Aufſchrift verſehen„Schwellenlie⸗ ferung betreffend,“ bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Gieſſen den 21. September 1854. Großherzogliche Magazins ⸗Commiſſion. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter. A e p f ode rs gering 1496] Die der Gemeinde Reichelsheim zuge⸗ hörigen diesjährigen Aepfel, taxirt zu 16 Malter, à 200 Pfd., ſollen Donnerſtag den 28. l. M., von Vormittags 10 Uhr an, an den Stämmen abtheilungsweiſe verſteigert werden. Reichelsheim den 21. September 1834. Schmid, Bürgermeiſter. Bandagen 11482] in allen Sorten, ſolid gearbeitet, em⸗ pfiehlt Nauheim. Fr. Klinkerfuß, Sattlermeiſter. Ein Logis im unteren Stocke, [1497] welches den 1. December bezogen wer⸗ den kann, iſt zu vermiethen bei Wittwe Weckerling auf dem Hauck. Die Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft 114871 mit einem Grundkapital von drei Millionen Gulden, leiſtet Ver⸗ ſicherungen zu äußerſt billigen Prämien. Den auf Lebenszeit Verſicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn-Antheil von 50 pCt. oder ein Rabatt von 10 pCt. auf die Jahresprämie bewilligt. Bei dem Eintreten von epidemiſchen Krankheiten, wie z. B. die Cholera, werden ohne Prämien⸗Erhöhung unverändert Verſicherungen angenommen. Die Prämien können in halb- oder vierteljährigen Raten entrichtet werden. Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten, welche letzteren außergewöhnlich hoch feſtgeſetzt ſind. Verſicherungen werden durch den unterzeichneten Agenten, bei welchem auch Proſpectus und Antragsformulare unentgeltlich zu haben ſind, auf's Prompteſte vermittelt. Friedberg den 20. September 1854. H. Hahn, Agent der Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. Aecht Englischer Portland Cement 114981 von R. White& Sons in London a fl. 13. pr. Tonne von Georg Schepeler, circa 430 Pfd. bei Frankfurt a. M. Die erſte Nummer des vierten Quartals der Allgemeinen Minſter-Zeitung, Album für weibliche Arbeiten und Moden, 11499] iſt bereits erſchienen und wurde mit dieſer Nummer zugleich die Prämie für das vierte Quartal ausgegeben. Preis vierteljährlich 54 kr. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich Friedberg. C. Vindernagel's Buchhandlung. 334 114861 Im Verlage von H. L. Brönner in Frankfurt a. M. iſt erſchienen und durch alle Buchhandlungen, in Friedberg durch C. Bindernagel's Buchhandlung zu beziehen: Der Ackerbau nach ſeinen monatlichen Verrichtungen als Leitfaden für die land⸗ wirthſchaftliche Praxis von Freiherrn L. v. Babo. Mit einer lithograph. Tafel und 1 Tabelle. Geheftet Rthl. 1. 15 Sgr. od. fl. 2. 24 kr. Vorſtehendes Buch iſt geeignet, den bedeutenden Ruf, welchen Freiherr v. Babo als landwirthſchaftlicher Schrift— ſteller genießt, in hohem Grade zu rechtfertigen. Jeder Abſchnitt, jede Zeile laßt erkennen, daß der geehrte Schriftſteller mit Erfahrungen ausgerüſtet iſt, wie ſie eben nur ein Veteran der praktiſchen Landwirthſchaft unter günſtigen Ver⸗ hältniſſen zu ſammeln Gelegenheit fand, daß er Kenntniſſe beſitzt, welche glauben machen, Herr v. Babo ſei ein Jünger Bouſſingault's, Liebig's u. ſ. w., denn mit jugendlicher Friſche behandelt er die neueſten Forſchungen auf dem Gebiete der Agriculturchemie und Pflanzenphyſiologie. Welche ſchöne Ausnahme macht dieſes Buch von einem Aggregate land— wirthſchaftlicher Schriften der neuern Zeit, in denen phantaſtiſche Theoretiker der goldenen Erfahrung Todesſtöße zu geben ſich abmühen, oder trotzige Empiriker gegen alles Wiſſenſchaftliche ſchonungslos kämpfen, welches die neuere Landwirth⸗ ſchaft ziert. Freiherrn v. Babo's muſterhafte Schrift verdient die allgemeinſte Anerkennung und wird ſie ſicher finden. Dr. K. Soolbud Nauheim. Jeden Tag CNC im Garten des Rurhauses Morgens von 6% bis 8 Uhr und Nach- mittags von 3 bis 6 Uhr, ausgeführt von dem Rur- Orchester unter Direction des Herrn i Edmund Ueumann. Jeden Donnerstag Bal pure im Nursduale, Anfung 8 Uhr. L846 Die ſo rühmlichſt bekannt gewordene Stalieniſche Honig Seife vom Apotheker A. Sperati in Lodi(Lombardei) i ½ Stück 18 kr.; ½ Stück 9 kr. iſt fortwährend in friſcher und guter Qualität vorräthig bei a . F. Schmittner in Friedberg. Val. Wiesler in Butzbach. e 7 e 7 9 Fuͤrſtlich Iſenburg⸗Buͤdingen'ſches Anlehen von fl. 100,000. d. d. 16. Febr. 1847. 115001 Bei der heute vor Zeugen ſtattgehabten fünften obligationsmäßigen Ver⸗ looſung obigen Anlehens, ſowie einer weiteren außerordenklichen Verlooſung von fl. 11,000. ſind nachſtehende Nummern zur Rückzahlung bis 31. Dezember l. J. beſtimmt worden und können deren Beträge ſ. Z. bei den Unterzeichneten in Empfang genommen werden. 11101] Lit. A. Nr. 2, 12, 15, 18, 30, 31, 37 49 à fl. 1000.= fl. 8000. „ B.„ 2, 19, 14, 24, 27, 29, 31, 34, 35, 36, 38, 43, 71, 73, 85, 88 à fl. 500.=„ 8000. fl. 16,000. Büdingen, 22. September 1854. H. Lismann in Büdingen. Simon Lindheimer in Friedberg. Kirchweihfeſt zu Nauheim. 11501] Zur Feier des Kirchweihfeſtes dahier findet Sonntag den 1. und Mon⸗ tag den 2. Oktober d. J. bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu freundlichſt einladet D. Fritz. Inſerat. [1435] Eine kleine, ſehr achtbare Familie in Darmſtadt, welche von ihrer großen und an⸗ genehmen Wohnung einen Theil entbehren kann, wünſcht einige junge Leute aus gutem Hauſe, welche die Lehr- Anſtalten daſelbſt beſuchen wollen, in Koſt und Logis gegen billige Ver⸗ gütung zu nehmen. Beſte Pflege und die ſorgfältigſte Aufſicht wie im elterlichen Hauſe, bei Anfängern auch Nachhülfe in ihren Arbeiten, werden gewiſſenhaft zugefichert. Das Nähere beliebe man bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Friedberg den 8. September 1854. Rövalönta arabüca! N[15021 Aus ünnerſter Ueberzäugung fühle üch müch gedrungen zum Heule dör leudenden Mönſchheut auf düe näu ömpfundönen Röva- lönta-arabüca-Gewürz-Blöch-Pfannenkuchen aan münüatüre, aus der Fabrük von Naan beu Künzönbach aufmörkſam zu machen. Düe Verſpäuſung düeſes Geböcks benimmt dön Schwündel, ſtörkt das Gedöchtnüß und brüngt dön örnſteſten Mönſchen ſogleuch ün düe ſöö⸗ ligſte Stümmung. 15 n Zwückauer. Ein Portemonnaie, [1503] 2 Gulden enthaltend, wurde zwiſchen Ütphe und Inheiden gefunden und ſoll dem ſich legitimirenden Eigenthümer zurückgegeben wer⸗ den. Näheres bei der Expedition. Ge ſ u ch. [1504] Ein tüchtiger Schießer wird geſucht. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Selſerbrunnen bei Großkarben. 1505] Sonntag den 1. Oktober findet hier am Selſerbrunnen die Feier des Kirchweihfeſtes von Großkarben ſtatt, wozu ich mit dem Bemerken freundlich einlade, daß die Muſik des Königl. Bairiſchen 1. Jäger ⸗ Bataillons von Frankfurt ſpie len wird. Joh. Marchand. Frankfurter Cours vom 23. Sept. 1854. Piftol enz f. 9 33 Friedrichs d'or. 9 59 ½fl. 10% Holländiſche 10 fl. Stücke[ 9 42½ B. Rand⸗Ducaten. 8 0 20 Frankſtücke. 14 92122 Engliſche Souverains.„11 40-42 Preußiſche Thaler.„ 145%-46 5 Frankenthaler„ 220% B. Preußiſche Caſſenſcheine„ 145%-46 Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. „ 5 31½—82%½%½ tell dene — 0 den, ſeiner 6 Thitte! Belehrut fuſt in! ſind, zei ſichte rungsar ſamkeit Geldbei gar M. dieſer? ſich du ein Rec tung be erwerbe. Lebens. nach ſei dient, d verſetzt zu oft, hereinge empfindl man erk wurde, walt der und Miß Burſehun Kräfte u. welche w pfohlen E Zeit st 5 Der! gebet der f Will. 955 0 bi 0 uni