27 eigen 5* * 22. Oker. 8 Vaud. abtkirche *— . darzkieche 1 Sch 14. Friedberger Intelligenzblatt. Betreffend: Den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln, ſowie mit Brod. gen, die Viſirung der zu ſolchen Transporten nach§. durch die Ortspolizeibehörden der Grenzorte reſp. der Aufenthalt der Bahnzüge an dieſen Stationen nicht wohl bewirkt werden kann, gleichen zur Verſendung nach dem Auslande beſtimmten Transporten die Be auf einem öffentlichen nen Bedarf oder als Bäcker zu ſeinem Gewerbsbetrieb bewirken iſt, bei welchem die Aufgabe der Frucht ꝛc. auf die Eiſenbahn zum Transport Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen . 1. 30 kr. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. N S8. Dienſtag, den 21. Oktober. 18511. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für das Jahr 1855. Nachträglich zu meinem Ausſchreiben vom 1. d. M., Intelligenzblatt Num. 77, theile ich Ihnen nachſtehend das Verzeichniß der zur Muſterung für 1855 verwieſenen Leute unter dem Auftrage mit, dieſelben in die Liſten für 1855 auf⸗ zunehmen und die Muſterungsakten innerhalb der vorbemerkten Friſt pünktlich einzuſenden. Friedberg am 21. October 1854. Milde e Verzeichniß der von der Muſterung 1834 zur Muſterung 1833 verwieſenen Militärpflichtigen. Kreis Friedberg. — 8 Geſchlechts- und Vornamen der 1——„ 5 5 5 Dienſtpflichtigen. Wohnort. Bemerkungen. 2— 5 8 S 85 Geſchlechtsnamen. Vornamen. K 1081 107 J Bingel Andreas Gambach Temporär untauglich vom Recrut.⸗Nath erkannt. 100 183 Krebs Franz Niedermörlen desgleichen. 187 Scheibel Anton daſelbſt temporär untauglich. 401 206 J Sildebrand Konrad Niederweiſel desgleichen vom Recrut.⸗Rath erkannt. 213] Maas Philipp daſelbſt temporär untauglich. 18] 287[ Weil Andreas II. Johannes Oppershofen desgleichen vom Recrut.-Rath erkannt. Sohn 2 Reuling Karl Friedrich Aſſenheim zum erſtenmal unterm Maas, noch Wachthum verſprechend. 11 Hofmann Johannes Bodenrod desgleichen. 20 Pabſt Konrad Bruchenbrücken] desgleichen. 60 Claus Wilhelm Heinrich Florſtadt desgleichen. 76 Will Johannes Heinrich daſelbſt desgleichen. 88 J Leonhard Wilhelm Friedberg desgleichen. 99 Schwalm Wilhelm Georg daſelbſt desgleichen. 111 Grieb Konrad Gambach desgleichen. 161 Schneider Joh. Philipp Langenhain desgleichen. 200 Welter Joh. Heinrich Philipp Niederrosbach desgleichen. 271 Georg Johann Ockſtadt desgleichen. 273 Griedelbach Adam daſelbſt desgleichen. 317 Diehl Georg Philipp Södel desgleichen. 310] Schmidt Jacob Rockenberg auf ein Jahr nach Art. 18 b. zurückgeſtellt. 349 Kaufmann Abraham Wölfersheim desgleichen. Bekanntmachung. Nachſtehende Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern wird hiermit zur allgemeinen Nachachtung be⸗ kannt gemacht. Friedberg den 19. October 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Müller. Zu Nr. D. 13,506. Darmſtadt am 14. October 1854. Das Großherzogliche Miniſterium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Da bei Transporten von Getreide, Mehl und Kartoffeln in das Ausland, welche mittelſt der Eiſenbahn erfol— 8 der Verordnung vom 27. v. M. erforderlichen Beſcheinigungen zunächſt der Grenze gelegenen Eiſenbahnſtationen bei dem kurzen ſo verfügen wir hiermit, daß bei der— ſcheinigungen über den Ankauf der Früchte ꝛc. Markt des Landes, beziehungsweiſe die Beſcheinigung, daß der Käufer die Waare zu ſeinem eige— gekauft habe, von der Ortspolizeibehörde desjenigen Ortes zu nach einer ausländiſchen 372 Station ſtattfindet. Wir beauftragen Sie, dies bekannt zu machen und hiernach insbeſondere die Ortspolizeibehörden derjenigen Orte, bei welchen ſich Eiſenbahnſtationen beflnden, mit dem Anfügen zu inſtruiren, daß die betreffenden Bahn⸗ beamten die Weiſung erhalten werden, die Annahme von Frucht-, Mehl- und Kartoffel-Sendungen zur Beförderung! nach dem Auslande zu verweigern, wenn bei deren Aufgabe nicht zugleich die vorſchriftsmäßig ausgeſtellten und bereits viſirten Transportbeſcheinigungen mitübergeben werden. Dieſe Beſcheinigungen werden nach vollzogener Verladung der Waare der Ortspolizeibehörde des Aufgabeortes kurzer Hand zugeſtellt werden. Da e e eins, Zimmermann. Die Liebesprobe. Novellette. (Fortſetzung.) „Ach Gott, kommen Sie endlich, Herr Lorenz?“ fragte die ältere Dame; wie geht es dem armen Herrn Eugen?“ Ueberaus ſchlecht; vielleicht iſt er in dieſem Augen— blicke ſchon geſtorben!“ verſetzte Lorenz.— Beide Damen ſchrieen laut auf.—„Ja, meine Damen,“ fuhr er fort, „wenn Sie ihn noch einmal ſehen und ſprechen wollen, haben Sie keine Zeit mehr zu verlieren!“ „Joſeph, laß ſogleich den Schlitten einſpannen!“ rief Madame. Bleich und zitternd riefen Mutter und Tochter nach ihren Hüten, Mänteln, Pelzen, Fußſäcken u. dgl. m., und vergaßen vielleicht zum erſten Male in ihrem Leben, dabei in den Spiegel zu blicken. Bald ſtanden ſie reiſefertig. Dießmal hab' ich ihnen doch Unrecht gethan! dachte Lorenz. — 5 was für eine Krankheit hat er denn eigentlich, der arme gute Marberg?“ fragte Madame. „Die Pocken, die ſich leider noch mit einer Art Schleimfieber komplizirt haben!“ gab Lorenz zur Antwort. Mutter und Tochter wechſelten bedeutſame Blicke, und eine peinliche Pauſe erfolgte.„In dieſem Falle, mein beſter Herr Lorenz,“ hub Madame endlich an,„werden Sie es ſelber einſehen, daß es für uns rein unmöglich iſt, Herrn Marberg zu beſuchen!“ „Rein unmöglich? Und warum denn?“ fragte Lorenz. „Die Krankheit iſt ja höchſt anſteckend, und es hieße von mir meine Pflicht als Mutter mit Füßen getreten, wollte ich meine zarte Tochter, mein einziges koſtbares Kind, einer ſolchen Gefahr ausſetzen. Sagen Sie Ihrem Freunde, daß wir das innigſte Mitgefühl für ihn hegen, allein daß wir unmöglich kommen können. Wir ſind über— zeugt, daß Sie ihn wie ein Bruder verpflegen werden; wir wollen jeden Tag nach Traunau hinüber ſchicken und uns nach ſeinem Befinden erkundigen laſſen, und ich ver— ſichere Sie, mein beſter Herr Lorenz,“ ſetzte ſie hinzu und fuhr mit dem Taſchentuch nach den Augen,—„unterdeſſen werden wir unſäglich leiden!“ Lorenz wünſchte die alte Heuchlerin im Stillen dort— hin wo der Pfeffer wächſt, und empfahl ſich raſch, denn er fühlte wohl, daß er in dieſem Augenblicke unmöglich mehr als einige gleichgültige Phraſen banaler Artigkeit über die Zunge bringen würde. Bei der Heimkehr in Dr. Meßner's Haus fand er Fanny am Bette des kranken Freundes wachend; ihr Vater war nach auswärts zu einem Kranken gerufen worden. „Bſt! ſtille, er ſchläft!“ flüſterte ſie ihm zu. In der Unruhe ſeines Fieberſchlummers hatte Eugen ſein Kopfkiſſen über das Bett hinuntergeſtoßen. Fanny hob es auf, richtete dem Kranken ſachte den mit dem häß— lichen Ausſchlage und den Puſteln bedeckten Kopf in die Höhe, und winkte Lorenz, das Kiſſen wieder ordentlich unterzulegen. „Wie Fanny!“ fragte Lorenz und dachte dabei un— willkührlich an die Damen in Märtenſee drüben,„fürchten Sie ſich nicht vor Anſteckung?“ „Ich bin geimpft,“ verſetzte Fanny. „Das war bei Eugen ebenfalls der Fall!“ „Und bei Ihnen wohl auch,“ erwiderte Fanny unbe— fangen;„warum verpflegen Sie ſelbſt ihn denn?“ „Weil Eugen mein Freund iſt— das macht doch einen großen Unterſchied, mein Fräulein!“ „Zwiſchen Ihnen und mir?“ fragte ſie;„mit nichten. Herr Marberg iſt unſer Gaſt; wie konnte ich es da über mich gewinnen, ihn zu vernachläſſigen? Lorenz ſetzte ſich ſchweigend in eine Ecke und beobach— tete eine Weile des Doctors hübſche Tochter aufmerkſam, wie ſie ſo neben dem Bette des Kranken am Tiſche ſaß und einige Lappen alte Leinwand in Charpie verwandelte. Es lag in dieſer Beſchäftigung gar nichts Poetiſches oder Erhabenes, und doch erſchien ihm Fanny in ihrem einfachen Haarputz und ſchlichten Kattunkleidchen tauſendmal reizen— der, als die ſtrahlende Julie in ihren Seidenroben, von Geſchmeide blitzend, mit koſtbaren Spitzen behangen, wenn ſie die reich beringten Finger über die Taſten ihres Piano gleiten ließ. Auf einmal verdüſterten ſich ſeine Züge; ein ſchwar⸗ zer Argwohn tauchte in des Weiberverächters Seele auf: „Wie? wenn Fanny den reichen hübſchen jungen Mann nur darum verpflegte, um im Falle ſeiner Wiedergeneſung ihn für ſich zu gewinnen, ihm Pflichten der Dankbarkeit aufzuerlegen, die er vielleicht mit ſeinem Herzen und ſeiner Hand lohnen würde?“ Dieſer Gedanke peinigte ihn mit verhängnißvoller Hartnäckigkeit.„Ich werde ſie genau be— obachten und auf die Probe ſtellen,“ ſagte er zu ſich ſelbſt. „Kommt Frl. Rabener nicht, um ihren Verlobten zu beſuchen, fragte Fanny nach einer Weile leiſe. „Nein, ſie fürchtet die Anſteckung?“ „Wie ſie fürchtet? Ich dachte, ſie liebe Herrn Marberg?, „Ja, ſie liebt ihn, d. h. nach der Weiſe, wie ſolche Modeäffchen und große ſtädtiſche Zierpuppen eben lieben, die weder Geiſt noch Gemüth und Seele haben!“ „Ach, Sie ſind zu ſtrenge, Herr Lorenz!“ ſagte Fanny. „Wohl ſchwerlich; aber die Zeit wird es ja lehren!“ verſetzte Lorenz.„Eugen wenigſtens liebt Fräulein Julie aufrichtig, und nicht um ihres Vermögens willen, obſchon er dieſes nach ſeinem neueſten Unfall ſehr wohl gebrauchen könnte, ſondern lediglich um ihrer Perſönlichkeit willen.— Wenn die Damen in Märtenſee gar wüßten, wie es in Wahrheit um Eugen's Vermögen ſteht...“ ſetzte er mit wehmüthigem Kopfſchütteln hinzu,„wer weiß, ob ſie ſich überhaupt noch um ihn kümmern würden?“ Fanny blickte fragend aber doch unbefangen zu Herrn Lorenz auf, als erwarte ſie weitere Auskunft über dieſen geheimnißvollen Punkt; doch war ſie zu zartfühlend, um Lorenz jedoch dieſe Auskunft nicht geben zu wollen ſchien, ſo ſagte ſie:„Ich bin überzeugt, Sie urtheilen ungerecht von Fräulein Julie. Zwar kenne ich ſie nicht, aber bei ihrem großen Vermögen wuͤrde ſie gewiß nicht ſo eigen— nützig ſein, ihre Liebe dem Intereſſe zum Opfer zu bringen! Sie würde es wohl eher als eine willkommene Gelegenheit betrachten, dem geliebten Verlobten ihre wahre Neigung dadurch beweiſen zu können, daß ſie ihm ihre Hand und ihr Herz ſchenkte, gerade weil er nicht mehr reich iſt!“ eine Frage an den Freund des Kranken zu richten. Da konnten. bedeuten verneint Amerika, ſchulbetes zum zwa! vater wan Verſtand Vertraue! port, daß Leibrente Wochen, Eugen's gefühl— hielt ihn theilen. erzählen nehmen nahm er Aber der greifen u ten insge vielleicht Grämen 2 der auf. men, daß beſttzen m diente in ſtile Thre Blicke des Am beſſer, un einigen T gen zu er Si fragte der men war. niß und a Herrenhar — A 1432 8 Verſtigeru an Kartoff aue niſon 95 1 deen beſa 9. dieſet 0 derte nach . viſſrten em einfachen emal reizen⸗ reden, von augen, wenn det Dankbarkeit dtn und ſeiner ptinigte ihn mit ee ſie genau be⸗ r zu ſich ſelbſt. 1 Verlobten ben lieben, agte Fanny. ja lehren!“ ein Julie obſchon 373 U Lorenz ſchüttelte den Kopf.„Ich fürchte, Sie irren ſich in Frln. Rabener, mein liebes Kind,“ ſagte er;„ich urtheile nur nach Menſchenkenntniß und Erfahrung, die ich mit ſchwerem Lehrgeld mir angeeignet habe, ohne da— durch glücklicher geworden zu ſein. Es walten eigenthüm— liche Umſtände vor, die ich Ihnen um ſo eher mittheilen möchte, als Sie ſonſt leicht gering von Marberg denken könnten. Mein Freund beſaß ein hübſches, jedoch nicht bedeutendes Vermögen, das er zum größten Theile einem vermeintlichen Freunde im nahen Auslande, einem Fabri— kanten, anvertraute, der für ſehr reich galt und deſſen Unternehmung ſehr gedeihlich und blühend ſchien. Außer— dem hatte Eugen Anwartſchaft auf die Erbſchaſt eines ſehr reichen Großvaters von mütterlicher Seite, eines gei— zigen Mannes, dem ſein Geld das Höchſte im Leben iſt. Noch vor zwei Monaten war Eugen alſo eine ſogenannte gute Parthie, und darum in den Augen von Madame Rabener und ihrer Tochter wohl gelitten; allein ſein Freund, der Fabrikant, machte Bankerutt, entfloh nach Amerika, hinterließ ſeinen Gläubigern nur ein ſehr über— ſchuldetes Geſchäft, und Eugen's Forderung dürfte kaum zum zwanzigſten Theile befriedigt werden. Sein Groß— vater war über dieſen Mangel an Vorſicht und praktiſchem Verſtand des Enkels, der ihn aus Freundſchaft und edlem Vertrauen in einen ſolchen Verluſt verwickelt hatte, ſo em— pört, daß er ihn enterbte und ihm nur eine ſehr beſcheidene Leibrente hinterließ. Das Alles ereignete ſich in den jüngſten Wochen, und traf das Gemüth wie den Geiſt und Korper Eugen's ſehr ſchwer. Ein gewiſſer edler Stolz ein Selbſt— gefühl— oder falſche Scham, wenn Sie ſo wollen— hielt ihn ab, dieſe Nachrichten Julien brieflich mitzu— theilen. Er wollte ihr und ihrer Mutter mündlich Alles erzählen und erläutern, und erſt dann ihren Entſchluß ver— nehmen und zur Verlobung ſchreiten. Zu dieſem Zwecke nahm er mich als Zeugen und Begleiter und Stütze mit. Aber der Zweifel, die Spannung, die Unruhe— Sie be— greifen mich, Fanny— ſein ganzer Gemuthszuſtand ſtimm— ten insgeheim ſeinen Körper ſo herab, daß dieſe Krankheit vielleicht nur die Folge von jenen geheimen Sorgen und Grämen iſt!/ „Der arme Herr Marberg!“ ſagte Fanny im Tone der aufrichtigſten Theilnahme;„er hat ſich ſo edel benom— men, daß Fräulein Julie wahrlich ſehr wenig Seelengröße beſitzen müßte, wenn ſie ihn deßwegen ausſchlüge! Er ver— diente in der That ein glücklicheres Loos!“ Lorenz ſah eine ſtille Thräne in ihren Wimpern blinken, als ſie mit einem Blicke des innigſten Mitleids den armen Kranken betrachtete. Am andern Morgen war Eugen Marberg entſchieden beſſer, und ſein wackerer Wirth und Arzt hatte ſchon nach einigen Tagen die Freude, ihn aller Lebensgefahr entgan— gen zu erklären. „Sind Julie und ihre Mutter oft hier geweſen?“ fragte der Kranke, als er wieder zum Bewußtſein gekom— men war. Lorenz erzählte ihm nun haarklein das Ergeb— niß und alle Nebenumſtände ſeiner beiden Beſuche in dem Herrenhauſe zu Märtenſee. „Das iſt auffallend,“ ſagte Marberg mit einem tie— fen Seufzer. „Mir iſt es nicht aufgefallen, lieber Freund,“ meinte Lorenz.„Sehen Sie dagegen einmal Fräulein Fanny hier an! Ohne ihre ſorgliche Pflege laͤgen Sie nun wahrſchein— lich druͤben auf dem Kirchhofe. Nächſt dem lieben Gott verdanken Sie nur ihr und ihrem wackern Vater Ihr Leben!“ „Wie kam es, daß Sie ſo muthig waren, meine liebe Pflegerin, während Fräulein Julie ſo viel— ſo viel Feigheit und Furcht zeigte? fragte Eugen. „Ei, das iſt ja einfach!, erwiderte das Mädchen arglos:„Fräulein Julie iſt reich und ſchön, hat alſo etwas zu verlieren. Ich bin ein gewöhnliches Ding, und um meine Schönheit wär's keine Schade geweſen!“ Eugen drückte Fanny die Hand und ſah ſie zum Er— ſtenmale ſchärfer an. Er fand Sie zwar nicht ſchön, aber reizend, anbetungswürdig. (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. Der Eine:„Man mag ſagen, was man will, das Bier iſt jetzt viel ſtärker als früher, ich hab' geſtern d'rauf geſchlafen, wie ein Ochs!“ Der Andre:„Das kommt nicht vom Bier!“ Bitte an Menſchenfreunde! Welches Unglück die Gemeinde Felda im Vogelsberg betroffen hat, berichtet die Darmſtädter Zeitung vom 12. Oktober. Der fünfte Theil des von vielen armen Leuten bewohnten Dorfes iſt abgebrannt. Gegen 38 Familien find obdachlos und nahrungslos geworden; unter dieſen finden ſich nur vier wohlhabende. Die andern, meiſtens Hand— werker, wie Nagelſchmiede, Strumpfweber u. dergl. haben nicht allein ihre geringe Ernte, ſondern auch ihre Werkzeuge, ihre Werkſtätten ver— loren und gehen nun hoffnungslos dem Winter bei der theuren Zeit entgegen. Doch nein! ohne Hoffnung find ſie nicht; ſie vertrauen auf Gott und gute Menſchen. Schon haben die benachbarten Gemeinden ihre milde Hand aufgethan, und die Bitte um fernere Unterſtützung ergeht an die Bewohner Heſſens und hiermit beſonders an die der Wetterau. Unter den Abgebrannten ſeufzet auch eine alte Magd, welche Jahre lang treu und redlich gedient hat, und nun gichtkrank geworden von ihrem Erſparten kümmerlich leben wollte. Alles das Ihre haben die Flammen verzehrt. Die Unterzeichneten nehmen beſonderen Antheil an dieſer ſo ſchwer heimgeſuchten Gemeinde, der Eine war dreizehn Jahre lang Geiſtlicher in derſelben. Der Andere iſt dort geboren, und hat die glücklichen Jahre ſeiner Kindheit daſelbſt verlebt. Beide erkennen mit gerührtem Herzen die Beweiſe der Liebe und Auhänglichkeit, welche ſie noch fort⸗ während von den Feldaern erhalten. Darum fühlen ſie fich verpflichtet, eine Fürbitte für dieſelben einzulegen; ſie nehmen milde Gaben dankbar entgegen, und werden für deren zweckmäßige Verwendung Sorge tragen. Auch iſt die Redaction dieſes Blattes, ſowie die Buchhandlung von Scriba, auch wohl andere Menſchenfreunde in Friedberg,— welche wir hierzu dringend auffordern,— erbötig den willigen Gebern als Mittelsperſon zu dienen, daß durch deren Unterſtützung die Noth ge— lindert wird. Gottes Segen den Gebern und den Empfängern, die es wohl empfinden, daß Geben ſeliger iſt, als Nehmen. Oberrosbach den 19. Oktoder 1854. Fuhr, erſter Pfarrer. Strack, zweiter Pfarrer. Zur Annahme von Beiträgen und zur Beförderung derſelben an oben genannte Herren ſind wir gerne bereit. Die bei uns eingehenden Gaben werden wir in dieſem Blatte öffentlich beſcheinigen. Die Exp. d. Fr. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Prival-Anzeigen. (Butzbach.) Ankauf von Lebensmitteln. [1632] Da die am 5. d. Mts. abgehaltene Verſteigerung der Lieferungen der Bedürfniſſe an Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und 10 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung ausge— ſetzt werden. Dieß den Intereſſentenzur Nachricht. Butzbach den 21. October 1854. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt. Der Betrag kann am 1. Januar 1855 bei dem Ge— meindeeinnehmer zu Frieſenheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frank— furt a. M. erhoben werden, da von dieſem Sauerkraut für die Menagen der hieſigen Gar— niſon die Genehmigung nicht erhalten hat, ſo ſollen beſagte Lieferungen Mittwoch den 25. dieſes Monats, des Vormittags um Obligations ⸗Verlooſung. 11615] Von den Frieſenheimer Partial-Obli— gationen wurde die Nr. 17 à 100 fl. durch Tage an der Zinslauf dieſer Nummer aufhört. Frieſenheim den 12. October 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Frieſenheim ng. Verſteiger ung von Geſundheits-Kochgeſchirren. 11614] Bei der Verſteigerung getragener Mon⸗ tirungsſtücke, welche Montag den 30. October d. J. zu Friedberg abgehalten wird, ſollen auch Keſſel und Kochpfannen von ſtarkem gut ver zinntem Eiſenblech gegen baare Zahlung an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Man bringt dieß mit dem Bemerken zur öf— fentlichen Kenntniß, daß ein Keſſel mit eiſernem Henkel 3¾ Pfund und eine Kochpfanne mit Griff 1 Pfand wiegt, erſterer bei einer Höhe von 1 Fuß 30 Schoppen und letztere bei 3½ Zoll Höhe 10 Schoppen aufnehmen kann, daß die⸗ ſelben ſich in einem völlig brauchbaren Zuſtande befinden und nicht allein als Koch- und Brat⸗ geſchirre verwendet, ſondern zu verſchiedenartigen andern Zwecken in einer Haushaltung, ſowie zum Kochen im Freien mit Vortheil benutzt werden können. Friedberg den 18. October 1854. Großherzoglicher Verwaltungs rath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Aufforderung. L16051 Das Eigenthum von nachſtehenden in der Gemarkung Staden gelegenen Immobilien, welche durch Kauf auf den Oekonomen Joh. Ham⸗ mel in Staden übergehen ſollen, kann urkund⸗ lich nicht dargethan werden: 1) Heinrich Jung von Ranſtadt. IV 61,5. IV 92,3. IV 139,3. V 101,3. V 88. IV 95. VI 15. VII 37. 2) Jobannes Metzler von Stammheim. IV 92,5. IV 139,5. V 101,5. V 24. VI 67. VII 39. Etwaige Eigenthumsanſprüche daran ſind bin⸗ nen 4 Wochen dabhier anzumelden, widrigenfalls die betreffenden Kaufbriefe gerichtlich beſtätigt werden ſollen und der Eintrag im Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Altenſtadt den 4. October 1854. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt Dr. Gil mer. Obligationsverlooſung. L608] Von den Partialobligationen hieſiger Gemeinde ſind heuſe mittelſt Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt worden: Von den Anlehen bei dem Handlungs— hauſe Brand in Hanau: Lit. A. Nr. 12 mit 1000 fl. „„ 500„ 2 250 7 „. 65„ 250„ Von den Anlehen bei dem Handlungs— hauſe Lindheimer in Friedberg: Die Nr. 33 mit 400 fl. 77 7 106 77 100 7 Die Inhaber dieſer Obligationen ſetzt man biervon in Kenntniß mit dem Anfügen, daß die Rückzahlnng am 1. Januar 1855 durch die Herren A. Sonneberg in Hanau und S. Lindheimer in Friedberg erfolgt, und von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen ver⸗ gütet werden. Heldenbergen am 9. October 1854. Großherzogliche eee Heldenbergen 7 055 Obligations-Verlooſung. L41579] Von den Framersheimer Partial⸗Obli⸗ gationen wurden die Nummern 10 und 36, jede zu fl. 200. durch Verlooſung zur Rückzah⸗ lung beſtimmt. Der Betrag kann am 1. Ja⸗ nuar 1855 bei dem Gemeindeeinnehmer zu Fra⸗ mersheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage an der Zinslauf dieſer Nummern aufhört. Framersheim am 24. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Framersheim Rodrian. 374 Oeffentliche Aufforderung. 11616] In den Hypotbekenbüchern der Gemeinde Langenhain und Ziegenberg ſtehen noch die nachſtehenden Einträge offen: 8 Namen Namen Zeit der 1. 0 der der Errichtung der belt 5 Schuldner Gläubiger Schul durkunde fl AICarl Beck Chelius zu Ziegenberg 21. April 1784 20 20 Derſelbe Eleonore Chelius daſ. 25. April 1781 25 30 Andreas Binz Clauſſenfonds Hochweiſel 1. Juli 1780 J 60 4JJohs. Weil Binz Pfarrei Langenhain 1. Juli 1784 54 5 Derſelbe Joh. Heinr. Will J 3. Febr. 1789] 30 61 Paulus Birkenſtock Emanuel Mildebranz zu Köppern 11. Jan. 1837 100 7 Joſ. u. Joh. Heinr. Blebs Weisheimer Caution für Wilhelm März 19. Okt. 1801 45 8 Conrad Born Louiſe Chelius in Ziegenberg 19. Aug. 1799 35 90 Georg Heinr. Betthof[Poſtmeiſter Bender in Butzbach 16. Okt. 1784 40 10 Jacob Dückel Kirche zu Langenhain 18. Dez. 1810 56 110Joh. Conrad Dückel Jungfer Weis 1779 50 2 Joh. Conrad Fex Daniel Fleiſchhacker Eva Fleiſchhacker Jobannes Geib Joh. Heinrich Geib paulus Geib Johannes Geiſel Oerſelbe Joh. Heinrich Geiſel Gemeinde Langenhain und Ziegenberg Dieſelbe Heyum Grünebaum Caspar Hebethal Joh. Heinrich Hebethal Derſelbe Balthaſer Hofmann Johs. Hofmanns Wtb. Dieſelbe Joh. Heinrich Hofmann Nathan Hohne Chriſtian Hopf Derſelbe Anton Huth [Joh. Conrad Huth Oerſelbe Lorenz Huth Derſelbe Lorenz Huth J. Johs. Jung sen. Wiw. Wtw. Derſelbe Joh. Heinrich Jung Joh. Heinr. Jung ledig Joh. Georg Jung sen. Joh. Heinrich Jung III. Georg Heinrich Jung Marie Jung ledig Paulus Jung Derſelbe Peter Jung Peter Jungs Wittwe Joh. Heinrich Keßler Joh. Weil Kopp Joh. Heinr. Huth II Jun.] Nicolaus Grüninger Heß Vormundſchaft in Anna Marg. Jungs Wiw.JRathſchöff Ewald in Friedberg 2 Johs. Jung Johs. u. Georg Fr. Jungs Joh. Heinr. Jung I. sen.] Derſelbe Joh. Heinrich Jung sen.] Marg. Chelius in Ziegenberg Joh. Heinr. u. Kath Laubachl Joh. Heinr. Jung in Langenhain Pfarrei Langenhain Joh. Ph. Sanger daſ. Pfarrei daſ. Clauſſenfond Hochweiſel Wilhelm Heil in Butzbach Caspar Geib in Ziegenberg Johannette Schenk in Friedberg Pfarrei und Kirche Langenhain Armenhaus in Ziegenberg Cleonore Louiſe und Salome Chelius in Ziegenberg Dieſelben Profeſſor Roth in Friedberg Joh. Heinrich Jung in Fauerbach Förſter Pilgram in Ziegenberg Kirche in Langenhain Pfarrei daſ. Georg Heinr. Jung daſ. Frau Amtskeller Chelius zu Ziegenberg, modo Joh. Ph. Ruß u. Johs. Jung in Eſchbach Kath. Reuters Erben Jud Madochai Johs. Will ledig in Langenhain Butzbach Sindicus Balſer daf. Gerichteſchöff Jung in Langenhain Iſaac Rappold in Friedberg Förſter Launhard in Ziegenberg Johannette M. Heym in Gräfenbach Johs. Ohlemacher, Lehrer in Uſingen Georg Schießlers Wiltwe in Nauheim Kirche in Langenhain Louiſe Chelius in Ziegenberg Joh. Heinrich Jung in Langenhain Rentmeiſter Chelius in Ziegenberg Förſter Pilgram sen. daſ. Jungfer Heß in Butzbach Pfarrei Langenhain Chelius in Ziegenberg Armenfond Langenhain Louiſe Heß in Butzbach Pfarrei Langenhain Amtmann Klotz Wittwe daſ. Frau Ehelius in Ziegenberg, modo Joh. Heinrich Jung Rentmeiſter Bamberg in Nauheim Pfarrer Göbel in Langenhain Kirche daſelbſt 12. Dez. 1793 18. März 1806 7. März 1749 7. Juli 1783 2. Jan. 1789 14. Febr. 1805 23. März 1806 16. Juli 1792 25. Mai 1833 19. Juli 1777 27. Mai 1803 17. Jan. 1791 20. Juli 1786 19. Juli 1777 17 Det 6. Juni 1845 19. Juli 1839 3. Juli 1805 7. Juli 1786 3. Febr. 1803 27. Mai 1803 6. Okt. 1785 10. Okt. 1791 10. Okt. 1781 2. April 1788 28. Jan. 1786 8. Sept. 1797 11. Febr. 1790 150 23. Nov. 1790 50 11. Nov. 1684 38 17. Jan. 1779225 29. Jan. 17821 33 27. Jan. 180414. 15 29 Dezbr. 1801130 20. Febr. 1780150 16. März 1817 30 7. März 1806 34 17891100 15. März 1802.50 30. Dezbr. 1812300 30. Dezbr. 1804187 26. Juni 1793035 2. Sept. 1793 50 19. Juni 17860 25 10. Juni 1782,62 16. Dezbr. 17840100 11. Nov. 1775. 10 20. Jan. 1806 20 23. Juni 1798150 28. Jan. 1809 10 660 5000 70 Paulus 62 Haulus 1 63 Halih. 90 bia, funden Conrad 1 Derſeibe 4 Georg f 71 Weil Lur Ah de 3 Contad 44 Conrad 7⁰ Derſelbe 6 Conrad l Glorg 11 Derſelbe 70nd N 70 900. Cen 80 Job, Ge 91 Derſelbe 82 Derſelbe 83 Joh. Ge 84JJob. He 85 Unna 7 86(Conrad 870 Fredric 88Jöriedric 89“Johann 90 Jobs. 910 Dieſelbe 92 Job. 8 930 Derſelb. 94/Joh, 5 95“Joh. 9 96 ſLudw.! 97 Joh. Je 980 Jobs. 99 Jacob 100 Jacob 1010 Joh. E 102/Zoh. E 103/Joh. E 1040Derſelb 1050Joh. Ch. 106 torenz;! 107/Marie 108“Conrad 109 Derſelde 110 Heinrich 111 Joh. E. 11 AAnton? 118ʃunton 2 LuAJohs. u Tui. Ce obgleich nach die Odi daher die d Anspruch dieſer Eint Bu — Ae 11498) circa 4. 375 1 rer 5 Namen Namen Zeit der 1 1 der der Errichtung der Jae 8 Schuldner Gläubiger Schuldurkunde f. 51 Paulus Laubach Armenhaus daf. 20. Marz/ 1786 10 621 Paulus Laubachs Witw. Pfarrei daf. 13. ODzbr. 1803 18 631 Balth. Liebert Amtmann Schenk in Friedberg 1. Dezbr. 1784 60 640Derſelbe Joh. Fr. Ferber in Butzbach 8. April 1794] 50 651 Anton Liebert Rentmeiſter Chelius in Ziegenberg 20. Dzbr. 1790 66 660Conrad Ludwig Armenfonds daſelbſt 7. Mai 1834 1400 67 Derſelbe Johs. Jung jun. in Langenhain 1. Mai 1801 200 681 Derſeibe Koch Meier in Ziegenberg 4. Febr. 1809 J 50 69[Georg Nicolaus Ludwig Frau Amtmann Klotz in Butzbach 11. Mai 1782 60 700Job. Heinrich Ludwig Elauſſenfond Hochweiſel 2. Jan. 1770] 65 710 Weil Ludwig Salome Chelius in Ziegenberg 11. Febr. 1779 15 72 Joh. Heinrich Michel[Pfarrei daſelbſt 12. März 17811 20 73[Conrad Möckels Wtw. Dieſelbe 14. Mai 1809 15 74 Conrad Möckel Juliane Harter in Langenhain 28. Dzbr. 1806 50 75[Derſelbe Rentmeiſter Eigenbrod in Ziegenberg 26. Dzbr. 1808 85 76[Conrad Möckel ledig,[Kirche Hochweiſel 11. Nov. 1783 54 Georg Heinrichs Sohn 26 77 Derſelbe Schöff Ewald in Friedberg 20. Nov. 1798 70 781 Jacob Möckel Pfarrei Langenhain 8. Jan. 1788 22 25 Alb. 79 1Joh. Conrad Möckel Johs. Jung Jun 12. Jan. 18011100 800Joh. Georg Möckel pfarrei Langenhain 10. März 17861 27 810Derſelbe Ludw. Grüninger Jun. in Butzbach 9. Nov. 1787 J 15 82 Derſelbe Louiſe Chelius in Ziegenberg 27. Sept. 1786 40 830[Joh. Georg Möckel sen.] Gärtner Lang daf. 26. April 17861 40 84 Job. Heinr. Möckels Wiw. Johs. Clem Tochter daf. 10. Jan. 1811 17 85 Anna Marg. Möckel Juſtizrath Schenk in Friedberg 3. Marz 1797 100 86ʃConrad Müller Rath Banſa in Friedberg 3. Aug. 1804 500 87 Friedrich Müller jun. Pfarrer Göbel in Langenhain Febr. 1809 200 881 Friedrich Müller Kirche daſ. 9. Dezbr. 1807 55 89 Johannes Müller Eliſ. Marg. Müller daſelbſt 28. Okt. 1789 80 90]Johs. Müllers Wtb. Johs. Jung jun. daf. 19. Juni 1801 50 9110Dieſelbe Förſter Pilgram in Ziegenberg 25. Jan. 1803 00 92 Joh. Friedr. Müller die Kirche Hochweiſel 6. Okt. 1784 J 40 930 Derſelbe Kirche Langenhain 11. Jan. 1785 41 94 Joh. Heinr. Müller Eliſ. Marg. Müller in Roßbach 22. März 1794] 22 950Joh. Peter Müller Clauſſenfond Hochweiſel 30. Okt. 1777 30 96 Ludw. Petzinger Armenfond Friedrich 24. Nov. 1840735 97 Joh. Jacob Rudolph Jacob Will in Langenhain 28. Nov. 1807 115 8 21 Alb. 98 Johs. Saam Pfarrei daſ. 2. Febr. 1779 J 22 991 Jacob Schäfer 25. Juli 1793 30 100[Jacob Schmidts Wtb.[M. C. Weisgerber in Ziegenberg 7. Mai 1799 60 1011 Job. Georg Schneider Jungfer Chelius daſ. 18. März 17821 16 1021 Joh. Georg Schneider[Jungfer Heß in Bußbach 26. Mai 1795 100 1030 Joh. Gg. Feßler Jacob Fex in Langenhain 8. Juni 1792.50 104 Derſelbe Freiherr v. Löw in Ziegenberg 11. Nov. 1811 75 105 Joh. Chriſtian SommerladſOerſelbe 29. Juli 1803 1100 106 Lorenz Wegert Schöff Ewald in Friedberg 20. Sept. 1798 30 107 Marie Eliſ. Wegert ledig[ Heinrich Mockels Wtw. daſ. 10. Jan. 1838 100 108][Conrad Wick Kirche Langenhain 27. April 1785 71 27½ 109 Derſelbe Armenhaus Ziegenberg 3. Jan. 179120 l 110[Seinrich Wicks Wtw. Frau v. Löw daſ. 4. Nov. 1822][ 65 1110Joh. Conrad Wißler Joh. Ph. Sänger 16. Juni 1781 60 1121 Anton Wörner Herff in Friedberg 30. Juni 1817100 113] Anton Wörner jun Pfarrei Langenhan 11. Nov. 1783[74.9 1140 Johs. u. Marg. Wörnerf Schultheis Meckel I. in Langenhain 26. Dzor. 1801 30 115 Joh. Conrad Oückel Amtmann Schenk in Friedberg 19. Okt. 1787 200 obgleich nach einer angeſtellten Unterſuchung keine Urkunden mehr exiſtiren, auch vielfach, weder die Gläubiger noch die dermaligen Beſitzer der Unterpfänder ermittelt werden konnten. Es werden daher die bezeichneten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, etwa noch beſtehende Anſprüche binnen einer Friſt von 2 Monaten dahier ſo gewiß anzuzeigen, als ſonſt die Löſchung dieſer Einträge verfügt werden wird. a 5 Butzbach den 23. September 1854. e 1 Butzbach el, Landrichter. Aecht Englischer Portland Cement 1498] von R. White& Sons in London à fl. 13. pr. Tonne von circa 430 Pfd. bei Georg Schepeler, Frankfurt a. M. Fruchtmarkt in Hungen. 11607] In Folge Allerhöchſter Verordnung vom 27. Sept. d. J. iſt der Stadt Hungen die Ab⸗ haltung eines Fruchtmarkts auf den Freitag jeder Woche geſtattet worden. Indem man die⸗ ſes hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß für nöthige Räumlichkeiten zur Einſtellung der Frucht geſorgt iſt, ladet man zu recht zahlreichem Beſuche ein. Hungen den 13. October 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hungen Schneider. Ver ſte iger un g getragener Montirungsſtücke und aus— rangirter Bettteppiche. [16181 Montag den 30. d. M., Vormittags um 8 Uhr anfangend, ſollen in der Kloſter— kaſerne dahier getragene Mäntel, Waffenröcke, Tuchhoſen, Mützen, Spencer, Unterhoſen, Hals— binden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie gebrauchte Bettteppiche gegen gleich baare Zah— lung meiſtbietend verſteigert werden. Zugleich erſucht man die Großherzoglichen Bürgermeiſter der Umgegend, dieſe Verſteigerung im Intereſſe ihrer Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. October 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Obligations-Verlooſung. [1576] Von den Hohenſülzer Partial-Obliga⸗ lionen wurden die Nummern 19 und 38, jede zu fl. 200. durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt. Der Betrag kann am 1. Januar 1855 bei dem Gemeindeeinnehmer zu Hobenſülzen oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage der Zinslauf dieſer Nummern auf⸗ hört. Hohenſülzen den 24. September 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Hohenſülzen Stamm. Aufforderung. [1333] Alle Diejenigen, welche an den ver⸗ florbenen penſionirten Kanzleidiener Meyer dahier Zahlungen zu leiſten haben, werden aufgefor⸗ dert, ſolche binnen 8 Tagen an den Unter⸗ zeichneten abzuführen, widrigenfalls Zwangs- maßregeln angewendet werden müßten. Friedberg am 15. Oktober 1854. Für die Erben: Stumpf in Gießen. Tanz⸗ Unterricht. [1634] Da ein friſcher Tanzeurs beginnt, ſo mache ich die verehrten Freunde der Tanzkunſt, welche daran Theil nehmen wollen, aufmerkſam. J. Schenk, Tanzlehrer, b wohnhaft bei Hrn. Schneider Rau in der Kirchgaſſe. [1637] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Deutſches Volks Liederbuch. Enthaltend mehr als 250 der beliebteſten und bekannteſten Volks, Vaterlands-, Studenten-, Ge⸗ ſellſchafts-, Trink-, Freundſchafts- und Liebes-Lieder. Geſammelt bon einem Verein junger Deutſcher. Preis 18 kr. 376 Vortheilhafte Reiſegelegenheit nach AE BOURAE& SoAEVY in AUSTRALIEN 116351 Am 8. November d. J. ſegelt von Hamburg nach Melbourne das prachtvolle, ganz neue Hamburger Fregatteſchiff Europa, Capi. Vogler, ferner am 25. November d. J. von Hamburg nach Sidney das Hamburger Fregatteſchiff Daniel Ross, Capt. Neiels, wofür Paſſagiere in erſter und zweiter Cajüte, ſowie im Zwiſchendeck zu den billigſten Preiſen angenommmen werden. Obige Schiffe ſind als vorzügliche Schnellſegler ruͤhmlichſt bekannt, und auf die Aus rüſtung und innere Ein- richtung derſelben iſt die groͤßte Sorgfalt verwandt, bieten daher eine bequeme Ueberfahrt. Die unterzeichnete General- Agentur iſt wiederholt bevollmächtigt, braven, geſunden und arbeitsſamen ledigen Landleuten, Steinbrucharbeitern und verheiratheten Schäfern freie Ueberfahrt auf dem Schiffe am 25. November d. J. zu gewähren. Auch werden für die beiden Expeditionen am 8. und 25. November Aerzte, mit genügenden Atteſten verſehen, angenommen. Dieſelben erhalten freie Ueberfahrt in erſter Cajüte und haben dagegen den Paſſagieren wahrend der Reiſe etwaige ärztliche Hülfe zu leiſten. Nähere Auskunft ertheilt und bündige Contracte ſchließt ab C. HI. Textor. conceſſionirter General-Agent, Nebſtock 3 in Frankfurt. Das conceſſionirte Stellengeſuch⸗ und Commiſſions⸗ Comptoir von D. Müller, Münzgaſſe Nr. 3 in Frankfurt a. M., 11636] hält ſich den verehrlichen Herrſchaften und Prinzipalitäten bei Bedarf von Dienſtperſonals jeder Branche Frankfurter Cours vom 23. Okt. 1854. Piſtolen Friedrichs do?: Holländiſche 10 fl. Stücke[, 9 40-41 Rand⸗Ducaten.% 5 30%¼7-—31 7 unter Verſicherung der ſolideſten Vermittelung empfohlen. Auch übernimmt der— Ae Sc e 8 141 1055 ſelbe Aufträge für Er- und Vermiethungen von Wohn ungen und Ge⸗ Preußiſche Thaler.„ 145%% ſchäftslokalen, Häuſeran- und Verkauf, und theilt die Adreſſen von 5 Frankenthaler„ N e hieſigen Handlungshäuſern und Fabrikanten gegen billige Vergütung mit. Preußische Caſſenſcheine.„ 1 45½ 4 Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Frucht märkten. Waizen Korn Ge r ſt e Ha f e r Kartoffel Mittel- Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel Ort und Datum[Auf- Ver⸗ vreis Auf- Ver. preis Auf- Ver⸗ preis Auf- Ver- preis Auf⸗ Ver- preis ge. kauft Ze f ge- kauft f ge- kauft ge. kauft ge: duft fahren 5 fahren 5 fahren S fahren 8 fahren 8 Mltr.] Mltr. Pfd. fl.Ikr.] Mitr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr. Friedberg, 20. Okt.] 1892[1713 200 160271150 95½ 190013551249 201½ 1700 80551275 251120§/ 41145 133 240 4126 Butzbach, 20.„344 340% 2001558 39½ 38½ 19014/22167 132½ 170 853] 49 49 120 448 237½237½ 240 421 Vilbel, 20.„304 304 20016(— 9 8 1190/14/22] 16 16 170 9— 26 26 120 5/24] 62 34 240 4/13 Altenſtadt, 20.„654 485 2001545 53 24 19013025 28 24 170 910] 19 12 120 4/20 18— 240—— Nidda, 20.„ 33 33 200 15/40] 6 6 190 13.35 10 10 170 9— I 5 5 120/ 430]————1— Hungen, 20.„221 215 200150221 48 45 1901424 70 68 170 8136 41 38 120 4/30] 8 6 240 43 Grünberg, 20.„ 140 140 2001555 80 80 1901343] 70 70 170 9 2 70 70 120 437 38 38 240 4045 Gießen, 20.„108 108 200116021] 21 19 19013053 22 20 170 90301100 97 120 443] 51 44 240 4 2 Mainz, 20.„—— 12001161501—— 11801440]—— 11601140— 120 4/501——— Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 25 Mltr., verk. 25, 20 fl. 40 kr.; Waizenmehl aufg. 24, verk. 24, 15 fl. 15 kr.; Roggenmehl aufg. 15, verk. 15, 13 fl. 6 kr.; Saatkorn aufg. l, verk. 1, 16 fl. 30 kr.; Erbſen aufg. 23, verk. 17½, 12 fl., Saamen aufg. 40;— Butzbach: Saatkorn 14 fl. 45 kr., Erbſen 12 fl. 34 kr.— Hungen: Erbſen 12 fl. 30 kr.— Altenſtadt: Vorſchußmebl 22 fl., Waizenmehl 21 fl. 30 kr., Erbſen 9 fl.— Gießen: Erbſen 13 fl. 30 kr.— Grünberg: Erbſen 12 fl., Linſen 15— Vilbel: Erbſen 13 fl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. die in den 999 und Erle len ſtattgefunde 18545) gench bedürfniſe in de penheim.— haben alergnadi mann zum 2.7 Finamacteſfften nungskammer;— aus Worms zun den außerord. der Oberforſterei die neu errichtete Eintommen von jährlich Nö fl. 2 fl. und ausſt des Schullorals. — Mittler let pünktlich; ſch nach den ker den gent gen Behuf den und ſene Taſch Neher, aun ** un Weiber 0 5 dieß efüht; holera und mehr fürch „Sein