A gthpaltene * egtgeben. eri dudderg. Letel n e ** Friedberger Intelligenzblatt. ge Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis jährl. d fl. 1. 12 kr.; durch oder deren Raum keien Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. „5100. 18541. Freitag, den 22. Dezember. Einladung zum Abonnement. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf das„Friedberger Intelligenzblatt.“ Daſſelbe erſcheint wie ſeither wöchentlich zweimal und zwar Dienſtag und Freitag. Das Abonnement, welches ſtets bei der Be⸗ ſtellung zu entrichten iſt, beträgt für das ganze Jahr bei der Expedition fl. 1. 12 kr., bei den Poſtämtern in dem Fürſtl. Thurn und Taxis'ſchen Verwaltungsbezirke fl. 1. 30 kr. Den verehrl. Abonnenten, welche das Blatt direct von uns beziehen, werden wir daſſelbe, wenn nicht eine ausdrückliche Abbeſtellung erfolgt, auch für das neue Jahr zuſenden; fuͤr die durch die Poſt bezogenen Exemplare bitten wir jedoch das Abonnement zeitig erneuern zu wollen. Unſer Blatt enthält die amtlichen Erlaſſe der Staats- und Localbehörden, den Inhalt der Regierungsblätter in kurzer Zuſammenſtellung, monatlich die Kirchenbuchs-Auszüge der Städte Friedberg und Butzbach, widmet einen anſehn— lichen Theil ſeines Raumes unterhaltenden Erzählungen, belehrenden und gemeinnützigen Aufſätzen und kleinen Mit⸗ theilungen und bringt wöchentlich die Polizeitaxe fuͤr den Kreis Friedberg und eine Zuſammenſtellung der Fruchtpreiſe von den benachbarten Märkten. Mit Dank werden ſtets alle zur Aufnahme in unſer Blatt geeignete Artikel angenommen. Als Amts⸗ und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg wird das„Friedberger Intelligenzblatt“ von ſämmtlichen Staats- und Gemeinde-Behörden des Kreiſes gehalten und iſt vorzugsweiſe zur Aufnahme aller zur Publication geeigneten Veröffentlichungen derſelben beſtimmt. Es gelangen durch daſſelbe Anzeigen der verſchiedenſten Art zu weiter und zweckmäßigſter Verbreitung und werden ſowohl Veröffentlichungen von Behörden, wie Verſteigerungs⸗ und Verpachtungs⸗ Anzeigen, Bekanntmachungen von Arbeitsvergebungen und Lieferungen, Vorladungen ze. ꝛc., als auch Geſchäfts⸗ Empfehlungen, Offerten, Geſuche und ſonſtige Anzeigen von Privaten von dem erwünſchten günſtigen Erfolge begleitet ſein, da das Blatt, von jedem Geſchäftsmanne geleſen, bei den wohlhabenden Bewohnern der Wetterau faſt in jeder Behauſung einheimiſch iſt und ſich ferner eines weiteren bedeutenden Leſerkreiſes in den übrigen Bezirken der Provinz Oberheſſen und den benachbarten Kurfuͤrſtlich Heſſiſchen und Herzoglich Naſſauiſchen Landestheilen erfreut. Wir können unſer Blatt zu Veröffentlichungen um ſo mehr empfehlen, da die Einrückungsgebühren bei der großen Verbreitung des Blattes äußerſt billig ſind; für die geſpaltene Petitzeile oder deren Raum werden nur 2 kr., für die beiden erſten zuſammen jedoch 7 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. (C. Bindernagel's Buchhandlung.) Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien und Gemeindeeinnehmer des Kreiſes. Betreffend: Die Bezahlung des Brieſporto in Staats-, Verwaltungs-, Gemeinde- und Privat- Angelegenheiten. Es ſind in neuerer Zeit Uebertretungen der Verordnungen uber das Briefporto ſo häufig vorgekommen, und mit Unkenntniß der geſetzlichen Vorſchriften entſchuldigt worden, daß ich mich veranlaßt ſehe, die in den Verordnungen vom 24. Mai 1823(Intell.⸗Blatt Nr. 4 von 1838) und vom 25. October 1842 enthaltenen Vorſchriften einzuſchärfen, unter dem Anfügen, daß ich die künftig vorfallenden Contraventionen unnachſichtlich beſtrafen werde. Friedberg am 12. Dezember 1854. Müllers. Bekanntmachung. In dem früheren Kreiſe Friedberg haben mehrere Bezirkskaſſen des Mathildenſtifts beſtanden. Verſchiedene Verhält— niſſe, namentlich die im Jahre 1852 veränderte Eintheilung der Verwaltungsbezirke haben aber eine gänzliche Trennung der ſeitherigen Landgerichtsbezirke Großkarben und Rödelheim von dem urſprünglichen Verein hervorgerufen und nachdem dieſe Trennung auch unterm 5. October l. J. die Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern erhalten hat, und die Ausſcheidung der Einlagen und Ausſtände aus den jetzt nicht mehr zum Kreiſe Friedberg gehörigen Orte erfolgt iſt, ſo wird dieß hiermit unter dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß der beſtehende dieſſeitige Verein ſich jetzt nur noch auf den jetzigen Kreis Friedberg beſchränkt und dieſer durch zwei Bezirksausſchüſſe nämlich in Friedberg und Butzbach mit zwei Bezirkskaſſen vertreten iſt, und daß die betheiligten Gemeinden neue, auf dem Kreisamte dahier hinterlegte Bürgſchaftsurkunden ausgeſtellt haben. Friedberg am 18. Dezember 1854. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathilde euſtiſts Mö te x. 444 Oeffentliche Nachricht. Die nachſtehende ſummariſche Ueberſicht der Einnahmen und Ausgaben bei der Mathildenſtiftung des Kreiſes Friedberg für das Jahr 1852, ſowie des ſich in 1852 ergebenen reinen Ueberſchuſſes der Stiftskaſſen Friedberg und Butzbach bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß der Betheiligten. Friedberg den 18. Dezember 1854. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Müller. Summariſche Ueberſicht der Einnahmen und Ausgaben bei der Mathildenſtiftung des Kreiſes Friedberg für das Jahr 1832 ſowie des ſich in 1852 ergebenen reinen Ueberſchuſſes. Re chen un gs jahre 125 vor 1 8 5 2 1 8 5 2 5 Einnahme 85 5 Friedberg] Butzbach] Summe Friedberg] Butzbach] Summe riken fl. kr. fl. 1275 fl. de fl. 28 fl. 1235 fl. kr. 1. e aus e Rechnung 11913043 ½ 11913043½ 7449 07 7449007 II.]Geſchenke 0. 2 III.[Einlagen 1) unverzinsliche e 24403— 2459636 f 48999 36 1 300 pCt.„ ee e 1502— 1502]— IV. Zinſen von Darlehen g 5147/5[ 247439[ 7621044 J 11836015[ 6539/22 18375037 V.] Zurückbezahlte Darlehn 1) Darlehn auf gerichtliche Hypotheken.. 172⁴⁰ 1— 19259— 2) eee 16318002 23062— 3938002 11 1 75 von Privaten. 5 30 30— Miethe von Häuſern und Dach von i Glen 705 337855 VII. Erlös von Häuſern. 8 53755 41 537 5 VIII. Sonſtige Einnahmen 92 55 1 Sli 105 95 2 2J(106( 8188 4 55338 eie Rechnung sjahr vor 1882 a. 17060 48¼½ 2474(27¼ 1953527½ 1 1852 70365112 65168058 13553358 Summe aler Eimnahmen 874260 ½ 6764325% 15506925%½ Aus gabe. IX. Darlehn auf gerichtliche en 0. 4889— 18730— J 23619— gegen Bürgſchaftsleiſtung von emeinden 2 22 2. gon Privpaten n 1 17978 22305 9282 X. Zurückbezahlte Einlagen unverzinsliche verzinsliche zu 4 pCt. 36447— 1496121 51408021 „„ 3½ pCt. 1236— 1236— XI. Zinſen von 5 zu 4 pCt. 48243 157 50 64033 9337— 453020 1386720 zu 3½ pCt. 61004 61 4 XII. ee 10 8 8 Behalte 52—— 544— Sonſtige Koſten 148028 111 40 260008 XIII. Steuern und Abgaben von Häuſern und Gütern XIV. Unterhaltungskoſten derſelben XV. Darlehnsforderungen nebſt Zinſen und Koſten, welche in Folge von Adjudication ꝛc. kla dn 85732 857 32 XVI. Sonſtige Ausgaben. 5 5 380— 30 380030 XVII. unterftützungen. 5705 A 58 e 150— 3000— Sure 482043) 157 50 64033 70839—[ 6268755 13352655 ee ee 55 N 5 Rechnungsjahr vor*. 48243 15750 640033 1 1852 i 70839— 6268755 113352655 Summe 71321043 62845 45 13416728 a leich ung E N Die Einnahme beträgt.. 874260 ½/ 6764325 115506925% „Ausgabe beträgt. 5. 71321043 62845 45 13416728 Einnahme- Ueberſchuß 16104 17% 479740 20901057 welcher beſteht: in baarem Vorrath. 5 127390 24½ 295041 1568705 ½ ii Rü önde gn 5 336753 184659 5214052 Wie oben I 15104177[TIidr id 70901 57 Einnahm ö * Ausgabe Friedd Pauli ſie davon de beim Mitte Thränen u eutſchloſſen, inderung t Verwalter ſagte:„Ne Mann und mals Andere beſſer um dffenheit g Dieß dieſer Nun um zu He erſchreckte g längst geat er ſteten mama ſehr dringendſte ocht, ſein Las einſt v. Altenho of Friedberg Summe fl. kr. 1 kk. ff. 1 45 Nachweiſung des Activ⸗ und Paſſiv⸗ Standes. A. Activſt and: Betrag nach voriger Rechnung H„%% 96 611831339 357985 Hierzu die in dieſem Jahr nach Rubrik IX ausgeliehenen 313„ 22867— 41035— 63002— 8 Summe 26253956 159348039(421888 35 Nach Rubrik v find an Darlehn zurückbezahlt worden... J. 3⁵⁵8⁰ 2 25081— 358639 02 Bleiben 2289814[134267 0 353240 5 Hierzu den Einnahme⸗Ueberſchulunnns 16104,17½% 4797 j0 20901 57% Weng, ⅛ bià. 8 Summe 245086 II 155055 17 3841571 30% n. Paſſioſtand: F 24401117 11196925 35598042 Hierzu die Einlage nach Rubrik III a n 24403]— 26098 36 50501036 g b 5 Summe 26841417 138068 1(40648218 Nach Rubrik X an Einlagen zurückbezahlt„„„ 4 36447 1619721 5264421 Bleiben[23196717[121870 40 135383757 Verglichen mit dem Aetioſtand bleibt Ueberſchuß J 13118054½ 1719439 30313033 ½ Nach wei fü ng des ſich in dieſem Jahre ergebenden Ueberſchuſſes. Einnahme: IV. Zinſen FCC 1183615 6539 22 18375037 VIII. Sonſtige Einnahmen. 4. 56755 41 568036 Summe 12404010 6540,03 1894413 Ausgabe: e,, eee. 9337— 459124 13928024 XII. Verwaltungskoſten„„«ß́ꝑ?qſrſ. 8 800028 713,40 151408 XV. Erloſchene Darlehnsforderungen in Folge von Adjudicationen“. 85732 85732 XVI. Sonſtige Ausgaben„. 3800—— 30 38030 Summe 11375— 5305034 1668034 Abſchluß: 151 Die Einnahme beträgt e 1240410 654003 1894413 „Ausgabe„ 1 1 11375— 5305/34 16680034 N 4 Verglichen bleibt Ueberſchuß 102910 123429 2263.39 Hiervon ab die pro 1852 geleiſtete Unterſtützung. 1501— 150— 300— Bleibt disponibler Ueberſchuß 879110 108429 1963039 Friedberg am 29. November 1854. Zur Beglaubigung: Der beauftragte Rechnungs-Reviſor Fa a tz. Die Mitgift. (Fortſetzung.) Pauline war ganz verdutzt, und wußte nicht, was ſie davon denken ſollte; auch Papa war ganz anders— beim Mittagmahl liefen ihm einmal um's andere ſtille Thränen über die Wangen, und doch deutete ein gewiſſer entſchloſſener Zug in ſeinem Geſicht auf eine ſeltene Sinnes— änderung bei ihm. Als Pauline ihn fragte: ob er dem Verwalter böſe ſei, ſchüttelte er verneinend den Kopf und ſagte:„Nein, liebes Kind! Hettich iſt ein grundbraver Mann und mein beſter Freund! Ich bereue aufrichtig, je— mals Anderen mehr geglaubt zu haben, als ihm; es ſtünde beſſer um uns Alle, wenn ich ihm mehr Vertrauen und Offenheit gegönnt hatte!“ Dieß machte Paulinen noch begieriger nach der Löͤſung dieſer Räthſel, und ſie konnte den Abend kaum erwarten, um zu Hettich's hinüber zu eilen. Was ſie hier erfuhr, erſchreckte ſie nicht allzuſehr, denn ſie hatte das insgeheim längſt geahnet: Das Vermögen ihres Vaters war in Folge der ſteten und ſteigenden Verſchwendungsſucht ihrer Stief⸗ mama ſehr beeinträchtigt, und den Vater hatten nur die dringendſten Anforderungen ſeiner Gläubiger endlich ver— mocht, ſeinen Verwalter hierüber in's Vertrauen zu ziehen. Das einſt nicht unbeträchtliche Kapitalvermögen des Hrn. v. Altenhof war längſt erſchöpft, ein Theil der Güter waren mit Hypotheken belaſtet, und die üppige Ausſtattung, welche Frau v. Altenhof der älteſten ihrer leiblichen Töchter mitgegeben, war mittels eines Berliner Bankiers beſchafft worden, welcher nun die Deckung für eine bedeutende Summe verlangte. Ja noch mehr, die ſtolze prahlende Mama hatte Eugenien neben einer nicht unbedeutenden baaren Mitgift noch einen Jahresgehalt von tauſend Thalern im Ehevertrag ausſetzen laſſen; dieſe Beſtimmungen hatte der ſchwache Vater durch ſeine Unterſchrift ſanktionirt, und nun erſt, nachdem dieſe Verpflichtungen und andere ihn beinahe erdrückten, theilte er Alles dem alten treuen Diener mit, den vor Entſetzen über dieſe thörichte und gewiſſen— loſe Handlungsweiſe, wie er es unumwunden nannte, bei— nahe der Schlag rühren wollte. Dem guten Hettich war es nun überlaſſen, die Folgen des Geſchehenen ſo gut wie möglich abzuwenden und die Schulden zu decken, indem er neue Summen unter Verpfändung der Guter aufnahm; zu dieſem Zwecke ſollte er noch in dieſer Nacht nach Leipzig reiſen. „Armes Kind!“ ſagte der alte Mann, und eine dicke Thräne rann ihm in den grauen Bart,„Du allein dauerſt mich vom ganzen Hauſe. Die hochfahrende Mama mit ihren verzogenen Frätzchen von Töchtern hätte es wohl verdient, daß ſie an den Bettelſtab kämen, um auch einmal zu erfahren, wie es den Armen zu Muthe iſt, und der 446 Papa verdiente fuͤrwahr auch die Ruthe um ſeiner thö— richten Schwäche willen! Aber daß Du, liebe Seele, künf— tighin unglücklich und arm ſein ſollſt durch fremde Schuld, daß Dir keine beſſeren Tage lachen werden, Du armes Aſchenputtelchen, das drückt mir beinahe das Herz ab.“ „Bah, lieber Herr Verwalter,“ verſetzte Pauline und lächelte in ihrer ſtillen, ſanften Weiſe,„das grämt mich nun gar nicht ſehr, daß mein Erbtheil dereinſt kleiner aus— fallen ſoll. Wenn nur Papa bei ſeinen Lebzeiten auf keine ſeiner gewohnten Bequemlichkeiten verzichten darf, und wenn nur die Einkünfte noch dazu hinreichen, den Schweſtern eine gute Erziehung zu geben,— für mich ſelber iſt mir dann nicht bange. Ich kann mir mein Brod verdienen, und wenn mich die Welt zu hart drückt, geh' ich nach Kaiſerswerth zum wackern Paſtor Fliedner und werde Diakoniſſin!“ „Damit brauchſt Du Dich nicht zu beeilen, mein Lämmchen!“ gab Hettich zur Antwort, und drückte ihr warm die Hand.„Vorerſt brauchen wir Dich hier noch nothwendiger in der Wirthſchaft. Ich habe den Papa ſchon herumgekriegt, daß er mir freie Hand gegeben hat, das Hausweſen wieder in Einklang zu bringen mit den künf— tigen Einnahmen, und die„ungnädige“ Frau wird ſich baß verwundern, wenn ſie das jetzige Budget kennen lernt. Wir wollen ihr den Brodkorb ſchon höher hängen; die un— nützen Equipagen und Luxuspferde müſſen fort, dazu das faule Domeſtikenpack, und wenn mein liebes Paulinchen mir einen Gefallen thun und ſich der Leitung des Haus— weſens annehmen wird, ſo geb' ich noch heute, kraft meiner Vollmacht, dem Haushofmeiſter und der Wirthſchafterin den Abſchied,— dann ſind zwei Blutegel weniger im Hane? „Ob ich will? Welche Frage?!“ rief Pauline, und flog dem Alten um den Hals.„War das nicht ſeit Jahren mein ſehnlichſter Wunſch, hier als Nachfolgerin meiner guten ſeligen Mutter die Haushaltung führen zu dürfen, und hab ich, ſoviel ich von wegen der Mama durfte, je— mals geſäumt, mich nach meinen ſchwachen Kräften im Hauſe nützlich zu machen?“ „Nein, das kann Dir Dein Todfeind nicht nachſagen, mein Kind!, verſetzte der Verwalter.„Wie oft hab' ich mich gehärmt, wenn ich ſehen mußte, wie Du die Modiſtin und Kleidermacherin für die Schweſtern machen und bei allen Geſellſchaften und Feſten hier im Hauſe, wo ſie glänzten, in die Küche ſtehen mußteſt! Doppelt ſo lieb hab' ich Dich darum, und ich wünſchte daher dem Hauſe Deine umſichtige Leitung!“— Dann ſchilderte er ihr ſeinen ganzen Plan allgemeiner Reduktion im Hausweſen, bezeich— nete ihr die Verhältniſſe und den Umfang ihrer Pflichten und ließ ihr ganz freie Hand. Und nachdem er noch am Abend allen Dienſtboten aufgekündigt und ſie am folgenden Morgen je mit einem Vierteljahrsgehalt und einem Zeug— niß„aus dem Hauſe geräuchert“ hatte, wie er ſagte, warf er ſich mit größerer Ruhe in ſeinen Schlitten, und fuhr nach Leipzig, um die Angelegenheit ſeines Brodherrn zu entwirren, die in der That eben ſo troſtlos als verworren waren. Nun ward es ſtill auf dem Schlößchen zu Lindau, aber dennoch traulicher und heimiſcher, denn zuvor. Der Lärm der Feſte und Gelage war verrauſcht; Frau v. Al— tenhof ſchmollte darob und blieb in Berlin, um dem ihr in den Tod verhaßten Hettich nicht zu begegnen, ſei es nun, weil ſie in ihm die Urſache dieſer plötzlichen und energiſchen Maaßregeln zur Rettung des Familien-Ver⸗ mögens ſah oder weil ſie ſich insgeheim vor ihm ſchämte. Aber Herr von Altenhof athmete darum nur deſto leichter; er geſtand, bedeutend geſünder und kräftiger ſich zu fühlen, er lebte wieder auf, und ruhte nicht eher, als bis Pauline ihr Piano in ſein Studierzimmer ſtellte und den lieben, langen Tag ihm widmete. Eine eigenthümliche Fröhlichkeit ſtrahlte aus ſeinem Geſicht, wenn Pauline um ihn war; er ſchien ſich förmlich zu bewundern, und fragte ſich oft: wie er denn ſo gar verblendet habe ſein können, die reichen Vorzüge ihres Gemüths und Charakters nicht eher zu er⸗ kennen und zu ergründen. Das lag aber nicht an ihm allein: auch an Paulinen, die vielmehr eine ganz andere geworden war, ſeit der gehäſſige Zwang und der Druck der ſtiefmütterlichen Zucht nicht mehr auf ihr laſtete. Als die Mama noch im Hauſe war, hatte man niemals ihr heiteres Lachen vernommen; damals war ſie nur ſtill und wehmüthig durch die Zimmer gehuſcht, froh, wenn ſie wieder aus der Nähe der ſtets ſtrengen und ſchmälenden Mama in ihr ſtilles Zimmerchen fluͤchten konnte. Sie blühte darum jetzt auch plötzlich an Leib und Seele auf, wie eine Blume, die man aus dumpfer Stubenluft und Finſterniß an die liebe Sonne geſtellt. Unter den Augen der Mama hatte man Paulinen nie erlaubt zu ſingen, obſchon ſie eine herrliche Altſtimme hatte; ihre Schweſtern hatten keine Stimmen, und hätten ja durch ſie verdunkelt werden können. Auch Klavierſpielen durfte ſie nie im Salon, außer wenn die Gäſte mit den Schweſtern tanzen wollten, und man ſie dazu an den Flügel rief. Ihre hübſchen Landſchafts⸗ ſkizzen, in welchen ſie mit Stift und Waſſerfarben ziem⸗ liches Talent bekundete, wurden nie belobt, nie den Gaſten gezeigt; aber die Blumen der Schweſtern und noch mehr die Karikaturen, welche dieſe zeichneten— ein humoriſtiſch es aber gefährliches Talent!— gingen ſtets von Hand zu Hand. Auf dieſe Weiſe hatte man Paulinen in den Augen der Gäſte ſtets als ein linkiſches, ungeſelliges, ſcheues Gänschen erſcheinen laſſen, die höchſtens den jüngeren, lebhafteren Schweſtern zur Folie dienen mußte. Papa ſelbſt hatte ſie auf dieſe Weiſe beurtheilt, und lernte nun erſt ſeinen Irrthum einſehen. Und es lag in dieſer Natur, die bei aller Schwäche eine von Haus aus edle, großmüͤ— thige war, ihr das frühere Unrecht durch verdoppelte Liebe und Werthſchätzung vergeſſen zu machen, was wiederum nicht wenig dazu beitrug, Paulinen unbefangener, freier erſcheinen zu laſſen und in ihr noch mehr zärtliche Für— ſorge und Liebe für den Vater zu erwecken. (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. Eine Köchin bekam von ihrer Herrſchaft einen Ent— laſſungsſchein und bat, man möchte den Grund ihrer Ent— laſſung:„Vernachläſſigung ihrer Arbeit wegen Liebſchaften,“ möglichſt behutſam angeben. Der Prinzi— pal glaubte dieſem Wunſch durch folgende Anmerkung zu genügen:„Die N. N. war oft zur unrechten Zeit liebens würdig.“ Eine Frau, deren Mann in den letzten Zuͤgen lag, ſchien ſo untröſtlich, daß ihre Freundinnen ſie in ein anderes Zimmer führen wollten.„Laſſen Sie mich nur hier,“ ſagte ſie,„man iſt doch immer froh, ſeinen Mann ſterben zu ſehen.“ Friedberger Kirchenbuchsauszug vom Monat November. Getraute: 19. Karl Kunkel, B. u. Oekonom zu Glashütten, Kreiſes Nidda, des daſ. B. u. Oekonomen Heinrich Kunkel ehel, led. S., u. Eva Margaretha Fortmann, des verſt. hſ. B. u. Metzgermeiſters David Fortmann ehel. led. T. 25, Wilbelm Auguſt Simon, hſ. B. u. Gaſtwirth, des verſt. hſ. B. u. Gaſtwirths, wie auch Gemeinderathsmitgliedes, Johann Mar⸗ tin Simon ehel, led. S., u, Friederike Homeyer, des B. u. Organiſten zu Duderſtadt, im Königreich Hannover Joſeph Homeyer ehel. led. T. geb. 40 Oe 6, e 23. D. uud tin S 26. De Gliſabethe 30. Oel 6, Gugllhar 20. S. Gi.— — Mü! 84] Der achmütag⸗ 4 ib Milerme duch den Gros 1 Oaſtadt de gallg pach titel anderung an! Juhdauſt ung berftrigern daf mit einem Gan und das ganze ſelbe ligt nu Ockladt, wobin Zundſchaft bia Die Mühle ein zum Maß! Vohnhaus, S gedauden und loch neu und ſuner 1 Morg gen 2 Viertel Garten, Orten um die Gebäul Von dem K. Theil auf den Die Beding rung eingeſehet Ockſtadt de Gro Zu 11846] Da e von Friedber gußeiſerne V ſerligt, die b keichliches Wa heit, als auch Rnügend zufr⸗ dellig bei vork wie für Priva Kleintart bag. u. Nr. arten in d Friedber Großhe loßherz er 1 —— Pauline der gala, dichten rn; 8 0 oft: N deichen ** J er⸗ „ct en ihn „erz andere 8 Druck lafete. Als „Aemals ihr ill und wieder Verden Mana Sie dlühte „ wie eine d Zuſterniß der Mama chen ſſe eint n datten feine erden können. zaßer wenn er und man den 85 dſchafts⸗ erfarden dem⸗ tu den Gaͤſten and noch meht vametiſtiſch es den Hand zu u den Augen tliges, ſcheues den jüngeren, nußtt. Papa And lernte nun dirſer Natur, tilt, großmüͤ⸗ 'erteppelte Liebe wat wiederum augtrtt, freie t zertliche Für⸗ b. daft tinen Ent, rund ihrer Ent⸗ Arbeit begen Der prinzi⸗ „ Armerung zu recten Zeit Zügen laß, f ein anderes r 447 Getauft e 6. Dem B. zu Friedberg u. Aufſeher im Landeszuchthauſe 1 Karl Hoffmann eine T., Margaretha Maria—.— Ci. geb. 12. Oct. 19. Dem hſ. B. u. Metzgermeiſter Ernſt Friedrich Müll i S., Johann Eduard, geb. 28. Oct. e K* 23. Dem Großh. Hauptmann a. D. Karl Freiherrn v. Heim rod ein S., Karl Friedrich Moritz Ludwig, geb. 24. Oct.* 26. Dem bhſ. B. u. Schuhmachermeiſter Georg Sellin ei 0 Eliſabethe Friederike Louiſe, 145 7. Nov. N e 30. Dem hſ. B. u. Lederhändler Johannes Bechſtein II. ein S., Engelhard Albert, geb. 8. Nov. N f Beete 16. Oct. Eliſabeth 5 geb. Guerdan, des Großh. Oberfeld webels dahier Joſeph Seitz, Ehefrau, alt 21 J., 1 14 Oct. 19. Nov. Der B. u. Maurer zu Obermörlen Heinrich Birken— ſtock, alt 36 J., T 17. Nov. 22. Maria Katharina Damm, des hſ. B., Sattlermeiſters u. Gemeinderathmitgliedes Heinrich Damm Ehefrau, alt 61 J., f 21. Markt⸗Bericht von Friedberg. Dienſtag den 19. Dezember. Waizen aufgefabren 642 ½ Malter, verkauft 558, 16 fl. 31 kr.; Korn aufg. 107 ½, verk. 87½, 14 fl. 22 kr.; Gerſte aufg. 46 ½, verk. 44%, 9 fl. 11 kr.; Hafer aufg. 106, verk. 104, 5 fl. 33 kr.; Vorſchuß⸗ mehl aufg. 25, verk 16, 19 fl. 34 kr.; Waizenmehl aufg. 2, verk. 2, 17 fl.; Roggenmehl aufg. 5, verk. 3, 12 fl.; Erbſen aufg. 13½, verk. 13½, 12 fl. 5 kr.; Leinſaamen aufg. 1½, verk. 1½, 19 fl. 30 kr.; 29. Sept. Bernhard Seitz, des Oberfeldwebels dahier, Joſeph Seitz, ehel. S., alt 4 W., 1 28. Sept. 4 fl. 43 kr. Hanfſaamen aufg. 7, verk. 7, 9 fl. 30 kr.; Kartoffeln, 14½, verk. 8½½, Bekanntmachun Mühlen⸗ Verkauf. 11844] Donnerſtag den 4. Januar 1855, Nachmittags 2 Uhr, will der hieſige Bürger und Müllermeiſter Johannes Weidmann II. durch den Großberzoglichen Ortsgerichtsvorſteher zu Ockſtadt bei Friedberg ſeine daſelbſt gelegene vollig pachtfreie Müͤble wegen Wobnungsver- änderung an den Meiſtbietenden auf hieſigem Rathbauſe unter ſehr vortbeilbaften Bedingungen verſteigern laſſen. Die Mühle iſt oberſchlächtig mit einem Gang, bat ein Gefäll von 24 Fuß und das ganze Jahr Waſſer zum Madlen; die- ſelbe liegt nur einige hundert Schritte von Ockſtadt, wobin ſie ſeither eine ſehr ausgebreitete Kundſchaft beſaß. Die Mühle beſtebht aus dem Mühlbau und den zum Mablbetrieb gehörigen Gerathſchaften, Wohnhaus, Scheuer, vollſtändigen Oekonomie— gebauden und verſchließbarem Hofe; alles faſt noch neu und in beſtem Zuſtande befindlich; ferner 1 Morgen 1 Viertel Ackerland, 2 Mor⸗ gen 2 Viertel Wieſe und ungefahr/ Morgen Garten, Ortsmaas; daſſelbe liegt unmittelbar um die Gebäulichkeiten herum. Von dem Kaufſchilling kann ein bedeutender Theil auf dem Verkaufsobjecte ſtehen bleiben. Die Bedingungen können vor der Verſteige— rung eingeſehen werden. Ockſtadt den 5. Dezember 1854. Großherzogliches Ortsgericht Ockſtadt Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher. Zur Beachtung. [1846] Der Schloſſermeiſter Chriſtian Bender von Friedberg bat für die hieſige Gemeinde eine gußeiſerne Waſſerpumpe von 70“ Länge ange— fertigt, die bei der geringſten Anſtrengung ein reichliches Waſſermaas auswirft. Mit der Ar⸗ beit, als auch dem ſehr mäßig geſtellten Preiſe genügend zufrieden, empfehle ich denſelben gleich- zeitig bei vorkommenden Fällen für Gemeinden, wie für Privaten. Kleinkarben den 28. November 1854. Storck, Großherzoglicher Bürgermeiſter. Garten⸗Verſteigerung. 11876] Donnerſtag den 25. Januar 1855, Morgens um 11 Uhr, wird in biefigem Rath⸗ dauſe das den Martin Schnaid'ſchen Eheleuten hahier gehörende Grundſtück meiſtbietend ver— ſteigert, als: Pag. u. Nr. 124/11, 39,3 Klafter S 20 Ruthen Garten in der 3. Gewann. Friedberg den 9. Dezember 1854. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. gen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Se ens 11925] Die Lieferung nachſtehender Holzſorti— mente für das Landeszuchthaus ſoll im Soumiſ— ſionswege vergeben werden: 1) tannene Dielen und Latten, 2) tannene und eichene Rähmlinge, 3) ¼½“) u. ½¼ Spaltenbäume, 4) Eichenſcheitholz zu Küferholz, 5) Buchenholzbohlen. Die Soumiſſionen müſſen bis zum 28. De⸗ zember d. J., Vormittags 10 Uhr, eingegeben ſein und können die Lieferungsbedingungen bei dem Gr. Arbeitsinſpector eingeſehen werden. Marienſchloß den 18. Dezember 1854. Die Verwaltungs Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär. Bekanntmachung, Brenn- und Bau-, Werk⸗ u. Nutzholz⸗Verſtei⸗ gerung in der Oberförſterei Oberrosbach betr. 11926] Donnerſtag den 4. Januar 1855 werden in den nachbemerkten bei Oberrosbach gelegenen Domanialwalddiſtrieten der offent⸗ lichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden aus⸗ geſetzt:. a) Morgens um 9 Uhr in den Mainzer— becken: ½ Stecken eichen Stockholz, 103 ½ Hundert Wellen Birken⸗ u. Eichen-, 7½ Hundert Wellen Nadel⸗Reisholz, b) nach deren Beendigung etwa zwiſchen 11 u. 12 Uhr, im vorjährigen Schlag des Keller- bergs: 27 Eichenſtammklötze von 10½ bis 19 ½ Zoll Durchmeſſer und 10 bis 35 Fuß Lange. c) Schließlich ebenfalls im Kellerberg, am Feld: 1 Stecken Scheid,/ Stecken Prügel⸗,/ Stecken Stock⸗ und 100 Wellen Reiſer⸗, ſämmtlich Nadelholz.. i Zuſammenkunft um 8 ¼ an der dicken Eiche im Weſterfeldſchenwald.. Oberrosbach den 16. Dezember 1854. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Faſelochsverſteigerung. [1927] Ein der Gemeinde Dornaſſenheim ge⸗ hörender rothſchäckiger Faſelochs ſoll Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt nochmals verſteigert werden. Dornaſſenheim den 21. Dezbr. 1854. Bommersheim, Bürgermeiſter. 549 fl. 6½ kr., gende Sicherheit zum Ausleihen berett. Niederrosbach am 19. Dezember 1854. Bullmann, Gemeindeeinnehmer. [1928] ein Stiftungskapital, liegt gegen genü- Güter ⸗Verſtei gerung. 11889 Mittwoch den 27. Dezember, Morgens 11 Uhr, werden in bieſigem Ratbhauſe nach— bezeichnete zum Nachlaß der Frau Geheime Kirchenrath Ferdinand Fertſch gehörende Gärten einer freiwilligen meiftbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: Flur 4 Nr. d. Grundſtücks 232, 39 Klafter Grab⸗ garten in der Kohl, „4 Nr. d. Grundſtücks 201, 102 Klafter deß⸗ gleichen an Großberzogl. Fiskus Gibt 26 kr. abgelöſte Grundrenten. Friedberg den 13. Dezember 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. [1930] Dienſtag den 2. Januar k. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe in Auftrag des hieſigen Bürgers und Schuh— machers Friedrich Jacob Oberländer mehrere in bieſiger Feldgemarkung liegende Grundſtücke einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung aus⸗ geſetzt. Friedberg den 20. Dezember 1854. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Gutsverſteigerung. [1931] Das den Erben der verſtorbenen Georg Korells Eheleute zu Eudorf, an dem beliebten Schwalmthal, ½ Stunde von Alsfeld, an der Staatsſtraße nach Ziegenhain gelegene, in gutem Zuſtande befindliche Gut, beſtehend in einem geräumigen Wohnhauſe, Scheuer, Nebenbau mit Stallungen, nebſt einem unmittelbar an die Hofraithe ſtoßenden/ Morgen großen, um⸗ zäunten Gemüſegarten und circa 42 Ruthen großen Gras- und Obftgarten, worin ſich ein zweiter umzäunter Gemüſegarten befindet, eirea 60 Morgen Ackerland und 18 Morgen Wieſen in den beſten Fluren der Gemarkung gelegen, ſoll Erbvertheilung wegen Montag den 15. Januar 1854, Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung des Wirths Geiſel daſelbſt, unter ſehr annehmbaren Bedingungen an den Meiſtbietenden einer Verſteigerung im Ganzen ausgeſetzt werden. Sollten aber bei dieſer Verſteigerung keine annehmbaren Gebote erzielt werden, ſo ſoll an demſelben Tage, Nachmittags gegen zwei Uhr, daſſelbe einer Verpachtung im Ganzen auf meb⸗ rere Jahre ausgeſetzt werden. Liebhaber werden hierzu auf beſagten Termin eingeladen. Schwabenrod und Eudorf, am 22. November 1854. Die Vormünder J. Korell und P. Geiſel. — ſY——— 448 Verſteigerung der Straßeuunterhaltungsarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1855. [932] In den unten bemerkten Terminen, Morgens um 10 Uhr, ſollen die bei Unterhaltung der Straßen vorkommenden Steinbrecherarbeiten, die Steintransporte und Steinlie- ferungen bei den unter Ord⸗Nr. 1, 2, 4, 5, 8, 10 und 11 genannten Aufſehern aber auch die Hand- arbeiten an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Steinſetzerarbeiten werden jedes Mal nach beendigter Verſteigerung an anerkannt tüchtige Setzer aus der Hand vergeben, weßhalb ſich ſolche Arbeiter einfinden können. Anfrage. 11937] Sollte man ſich nicht auch in hieſiger Stadt wegen Unterlaſſung der Neujahrs⸗Gratulations⸗Viſiten dahin vereinen können, daß man wie anderwärts durch eine kleine Gabe zu irgend einem wohl thätigen Zwecke, etwa für unſere Kleinkinder ſchule, dieſer leidigen Etiquette überhoben iſt? A ä—— f amen der Baan. Alechten Oſtindiſchen Perlſago — S Ne 0 5 4 85 Der Verſteigerung 5[ ſtcher der 119381 u. 18 kr. pr. Pfd. bet 8 1 5 17 7 8 70 Friedberg. H. W. Hatteroth. 2 8 7. 0 2 Straßenſtrecken. f Obligations-Verlooſung. * n e S[1939] Die Nr. 25 1 dem Anlehen der Ca⸗ —— 2 ſellſchaft wurde auf den 1. Februar 1855 Montag den 8. Januar Butzbach Rathhaus 16[Holzer ſinogeſe 15 Dienſtag den 9. Januar Niedermörlen Gaſthaus zum Löwen tu 2 Diebl und Weide Zur e eee Tage Mittwoch den 10. Januar. Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 u 70Faulſtich u. Reitz agb 2 5 155 eee. Donnerſtag den 11. Jan.] Niederwöllſtadt Gaſthaus zur Waldluſt Au 5 Götz u. Schäfer K 8 2 5 17 ee ſteher Obereſchbach[Gaſthaus z. Homburger Hoff 13[Schmidt 8 Freitag den 12. Januar, Nachmittags 3 Uhr, Steinbach 1 5 8 4 50Freitag den 12. Januar 6 7 Samſtag den 13. Januar Rödelheim 8 9 Gaſthaus zum Schwanen] 14[Michel Gaſthaus zum Frankfurter Hof 15[Lützel Montag den 15. Januar Wölfersheim Gaſthaus des Ad. Hofmann 17[Weller Dienſtag den 16. Januar Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann 100 Mittwoch den 17. Januar Lindheim Gaſtwirth Kochs Haus ęgullWeigel u. Gros 110 Donnerſtag den 18. Jan.] Büdingen Salinenhof 12[Kleienſteuber 121 Samſtag den 20. Januar Niedermoxſtadt Rathhaus 10[Jäger 130 Montag den 22. Januar Friedberg Friedberg den 19. Dezember 1854. Gaſthaus zur Stadt Frank-] 3[Kreß furt Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Suffer rene 11933] Donnerſtag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden im Obermörler Gemeindewald: Diſtriet Wann: 15 Stecken Nadel-Prügel⸗ 10 1 77 Stock⸗ Holz, 2,288 Wellen„ Reis— 33 Stämme„ Holz, 321 Cubikſuß, 457„„ Stangen, 1327 Cbfß. öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Obermörlen am 20. Dezember 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Nicolai. (Butz bach.) Halbſtiefel-Lieferung. 11934] Donnerſtag den 28. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem hie— ſigen Militär⸗Verwaltungsbureau die Lieferung von 350 Paar neuen Halbſtiefeln auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Muſterſtiefel und Lieferungs- bedingungen auf gedachtem Bureau von heute an jeden Tag eingeſehen werden können. Butzbach den 20. Dezember 1854. Der Großherzogliche Diviſions-Verwaltungsrath des Garderegiments Chevauxlegers. Verſteigerung von altem Gußeiſen. 11935] Donnerſtag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Zuchthaus Marienſchloß mehrere alte Oefen, ca. 20 Entr. wiegend, gegen baare Zahlung meiſtbietend verſteigert werden. Gießen den 15. Dezember 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen In Verhinderung des Kreisbaumeiſters Schäcker, Kreisbauaufſeher. Jamaica- Rum, L871] pr. Flaſche 1 fl. 18 kr, Punſcheſſenz, ar. Flaſche 1 fl. 12 kr. bei Friedberg. C. Wahl. Neuer Lapperdan! 17471 Neue Stockſfiſche, neue holländiſche Vollhäringe, neue holländiſche Sardellen, neue Kräuter⸗Anchovis, Bückinge, neue rheinbaieriſche Kaſtanien, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Orange⸗ und Ana⸗ nas⸗Arace-Punſch⸗Eſſenzen, feinſte Stearin-, Tafel-& Chai⸗ ſenlichter, beſten Emmenthaler und Limburger Käſe, Krach⸗ mandeln& Tafelroſinen bei Wilhelm Fertſch. Neue holländiſche Häringe 11872] Sardellen, Nord Lapperdan feine Liqueure, Punſch- und Groc-Eſſenzen, Rum, Arac, ſowie auch vorzügliche Vogelsber— ger Kocherbſen ohne Fliegen billigſt bei Louis Winheim. Fruchtmaße [19031 von Eiſenblech find ſtets vorräthig bei Friedberg. K. i und we, Spenglermeiſter. Ein Logis [1917] für eine einzelne Perſon oder kleine Familie hat zu vermiethen Friedberg. N. Schleuning's Wittwe am Haag. Zu ver mie then. 11919] Ein Logis, beſtehend in drei heizbaren Zimmern, Kammer, Küche, Keller, Holzplatz, hat zu vermiethen Philipp Sieck's Wittwe. Z u ver d a u de n. 1936] Eine noch ganz neue Doppelflinte iſt billig zu haben. Bei wem ſagt die Expedition. Verloren. 11940] Der Finder einer goldenen Schnalle und einer mit Gold eingefaßten Haarkette, welche am 18. dieſes verloren worden, wird gebeten, ſolche gegen angemeſſene Belohnung bei Gold— arbeiter L. Hanau in Friedberg abzugeben. Aſſocie⸗Geſuch. [1855] In einer heſſiſchen Provinzial-⸗Hauptſtadt ſucht Jemanden zur Einrichtung eines rentablen Fabrikgeſchäftes einen Aſſocie. Es wird zugleich bemerkt, daß der hierauf Reflectirende von geſetztem Alter, unbe— ſcholtenem Rufe, unverheirathet und eine vorläufig in 1000 Gulden beſtehende Einlage zu machen im Stande ſein muß. Offerten bittet man franco an die Exped. d. Bl. zur Weiterbeförderung einzuſenden. 7 7— 8 7 Nicht zu uͤberſehen! 1898] Kapitalien von 200 fl., 300 fl., 500 fl. und 1900 fl. können gegen gerich' liche Sicher— heit ſogleich die Zuſage ertheilt bekommen bei Friedberg im Dezember 1854. Joſeph Strauß. Metzgergaſſe. A Rei 15 Eine neue Sendung ächter Bremer— und Havanna ⸗Cigarren iſt wieder ange⸗ kommen bei 5 5 Louis Winheim. Zur Nachricht. [1941] Sonntag den 24. Dezember und Sonn⸗ tag den 31. Dezember d. J. finden keine Damen⸗ kafinos ſtatt. Das nächſte wird Sonntag den 7. Januar 1855 abgehalten. Friedberg den 20. Dezember 1854. Die Vorſteher. Friedberg. Hotel Trapp. 11924] Am 2. Weihnachtsfeiertage Subſeriptionsball, Orcheſter unter Direction des Herrn Muſik— meiſters Ortlepp vom Königlich Preußiſchen 38. Infanterie-Regiment. Schluß der Subſcriptionsliſte am 26. De— zember, Nachmittags 4 Uhr. Spätere Einzeich⸗ nungen können nur an der Kaſſe ſtattfinden gegen Perſonalkarten à fl. 1. L. C. Trapp Nachfolger. 040 Zum uu lie 1 un ag b Dieſes Kufen uud im Aus zuge Slaals⸗ weierle. 1863] emf alen Zwel lleganten 2 len Fächer kugen, Far Unſer Intereſſenter Aget 1760) Die geſchloſſen r gemacht wo einlagen zu dieſes Jahre bei den Her Bis j lagen und Bei d d. J. bereit Dar ) In Fri⸗ meiſter S 1900) Im? 9 0 Fri. Dieſer hüfzen Staat ſeſtgeſczten dehungs Abgang und den benachdar ſhäftshaufer, „ Durch für jeden Ge Vunſche entſ u Ne 449 11942] Zum Abonnement auf das mit 1. Januar beginnende erſte Quartal für den ö i„Frankfurter Anzeiger“ nebſt lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extrabeilage: die Gerichtszeitung, N Abonnementspreis für Frankf laden wir ergebenſt ein. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueber neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, urt 1 fl. pr. Quartal,— auswärts mit dem conpentionsmäßigen Poſtaufſchlag, fl. 1, 12 kr., ſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die N enn„ ö Theater- und Mode-Berichte, das Frankfurter Amtsblatt 80— von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide⸗, Oel-, Branntwein zc. Prelſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen aa 5 und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra⸗Anſchlöge in hieſiger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unt i Probeblätter auf Verlangen 9 84. 0 1. e Frankfurt am Main, im December 1834. Die Gebühren hiefür betragen 4 Kreuzer pro Spaltzeile Die Expedition. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg 11863] empfiehlt zum bevorſtehenden Weihnachtsfeſte ihr reichhaltiges Lager in allen Zweigen der Literatur, insbeſondere in Jugendſchriften, Bilderbüchern, eleganten Miniaturausgaben, Erbauungsbüchern, wiſſenſchaftlichen Werken aus allen Fächern u. ſ. w., ſowie von Kapferſtichen, Lithographien, Atlanten, Reiß— zeugen, Farbenkaſten, Papeterien u. ſ. w. Unſer ſoeben ausgegebener ausführlicher Weihnachtskatalog ſteht allen Intereſſenten mit Vergnügen zu Dienſten. Alkgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. 117697 Diejenigen, welche der in der Bildung begriffenen, am 31. December d. J. geſchloſſen werdenden 7. Jahresgeſellſchaft, zu welcher bereits über 300 Einlagen gemacht worden ſind, beizutreten oder Nachzahlungen auf früher gemachte Theil— einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herrn Bevollmächtigten derſelben) zu bewerkſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt im Ganzen 5728 Mitglieder mit 9580 Ein— lagen und einem effectiven Einlagekapital von 581,490 fl. Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenkaſſe wurden ſeit Anfang d. J. bereits 358,530 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 11. November 1854. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. *) In Friedberg: bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach: bei Herrn Bürger⸗ meiſter Seippel; in Vilbel: bei Herrn Geometer I. Cl. Großholz. [1900 Im Verlage der Unterzeichneten iſt ſoeben erſchienen: Friedberger Adreßkalender —— 7— das Jahr 1855 für das Jahr 1855. Preis 6 kr. Dieſer Kalender, in groß Placatformat gedruckt, gibt eine Zuſammenſtellung ſämmtlicher hieſigen Staats- und Localbehörden und Verwaltungen, theilt zugleich die für die einzelnen Büreaus feſtgeſetzten Amts⸗ und Geſchäftstage mit, führt ferner die Staats- und ſtädtiſchen Lehr⸗ und Er⸗ ziehungsanſtalten ꝛc. ꝛc. auf, bringt ſodann eine Ueberſicht der wichtigſten Märkte der Umgegend, Abgang und Ankunft der Poſten, Rundgang der Bezirksboten und noch ein Verzeichniß der aus den benachbarten Orten regelmäßig nach Friedberg kommenden Privatboten, nebſt Angabe der Ge⸗ ſchäftshäuſer, in welchen Aufträge für dieſe Boten angenommen werden.. 5 3 die 1 dieſes Kalenders, der für das Geſammtpublikum, namentlich aber für jeden Geſchäftsmann von practiſchem Nutzen ſein wird, hoffen wir einem vielſeitig gehegten Wunſche entſprochen zu haben. E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Leere Faͤſſer, [1854] von 1 bis 6 Ohm haltend, in Eiſen und Holz gebunden, werden ſehr billig abge— geben Louis Winheim. zeige. 119151 Vom 18. Dezember an wohne ich in dem vormals Fiſcher'ſchen Hauſe 0 dem Haag. Friedberg. Heidt, Gemeindeeinnehmer. 119431 Zur Leipziger 0 Illuſtrirten Zeitung wird noch ein Theilnehmer geſucht. Nähres bei der Exp. d. Bl. . Feinſte Duͤſſeldorfer Punſch-Eſſenzen 11944] empfiehlt .F. Schmittner. 11945] Bei dem Unterzeichneten iſt am 3. Weih⸗ nachtsfeiertage a Ul. Entré 36 Kreuzer gegen Verabreichung einer Flaſche Wein. Hierzu ladet freundlichſt ein Reichelsheim. ron A n N G N [1946] Zur Bequemlichkeit unſerer Abnehmer haben wir unſere Dickwurz-Reibmaſchinen von bekannter Güte in mehrfacher Anzahl bei Herrn Gaſtwirth Ulrich am Bahnhof nieder- geſtellt und bitten wir ſich gefälligſt dorthin wenden zu wollen. Gebrüder Schwarz in Echzell. Ein Schloſſerwerkzeug 11835] wird zu kaufen geſucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Wollene Gamaſchen und Kamiſole [1948] ſind ſtets en gros und en detail zu haben bei Ru pp in Pfaffenwiesbach. Zum Verkauf. 11949] Eine vollſtändige Bierbrauerei beſtehend: 1) in einem Keſſel von 10 Ohm 48 Maß Gehalt, dauerhaft gebaut nach neueſter FJagon; 2) den dazu gehörenden zwei vollſtändigen Bütten, 12 Ohm und 11 Ohm haltend, ſowie Kühlſchiff; alles neu und dauerhaft gearbeitet, iſt zu ver— kaufen bei Gaſtwirth Höres in Bauernheim. Ein fleißiger Burſche 11950] findet in einem hieſigen Geſchäfte einen Platz als Hausknecht. Näheres zu erfragen bei der Expedition. Gutta⸗Percha⸗Firniß in Töpfen à 18 kr. Practiſches Mittel, Schuhwerk gegen Näſſe und Schnee waſſerdicht zu machen und ſich gegen Erkältung zu ſchützen. Wiener Putzpulver in Paketen à 4 kr. Mit dieſem Pulver, kann man ſofort allen Metallen den ſchönſten Glanz ertheilen. Zu haben bei 119471 Friedberg. P. F. Schmittner. 450 C. Bindernagel's Buchhandlung bringt ihr reichhaltiges Lager Weihnachtsg eſchenken ſich eignender Werke, worunter: AVC. und Bilderbücher, Jugendſchriften für das reifere Alter, Lehr⸗ und Schulbücher, Atlanten, Landkarten und Zeichnen⸗ Vorlagen,. Muſikalien, Gebet:, Andachts-⸗ und Geſangbücher, Miniatur⸗ Ausgaben in elegantem Einbande ꝛe. ꝛc. in empfehlende Erinnerung und bittet um geneigte Aufträge. Auch ſind die beliebten Münchener Bilderbogen wieder vorräthig. Verlooſung der Stadt Homburger Anleihe betr. 118511 Bei der am 23. d. Mts. ſtattgehabten Verlooſung der Partial-Obli— gationen der Stadt Homburg ſind die Obligationen Lit. B. Nr. 28 à fl. 300. „ U 34 100. 77 G. 7 37 1 77 100. fl. 500. zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1855 gezogen worden. a Die Beſitzer wollen die Beträge vom Verfalltage ab an meiner Kaſſe empfangen laſſen. Frankfurt a. M. am 30. November 1854. J. Lin d heimer, Gallusgaſſe. Das Anzeige-Hlatt 119181 für den Kreis Vilbel, ein in der ganzen Wetterau— ſowohl in kur— heſſiſchen als auch in frankfurtiſchen Orten— ſehr verbreitetes amtliches Blatt, empfiehlt man hiermit allen verehrlichen Geſchäfts- und Handelsleuten zur Be— dienung bei Veröffentlichung von Anzeigen jeder Art. Die Inſeratgebühren ſind äußerſt billig. Fur die breite, zweiſpaltige gewöhnliche Zeile werden nur 2 kr., bezahlt. Bei öfterer Wiederholung der Inſerate wird noch ein annehmbarer Rabatt geſtattet. Vilbel im Dezember 1854. Die Redaction des Anzeige-Blattes f. d. Kreis Vilbel. EINTAD UNC. 119511] Wir erlauben uns auf unsere Journal-Lese-Anstalt, zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, vor Beginne des neuen Jahres besonders aufmerksam zu machen und zur gefaälligen Betheiligung einzuladen. Es zirkuliren in derselben achtzehn Zeit- schriften, welchen je nach Anzalll der Theilnehmer noch weitere beigeſügt werden, und sollen bei diesen neuen Anschaffungen die Wünsche der verehrlichen Abonnenten möglichst Berücksichtigung finden. Für präcisen und geregelten Umtausch der Blätter, wie für wün- schenswerthe reinliche 1 und Erhaltung der Hefte selbst werden wir stets besorgt sein. Das Verzeichniss der zirkulirenden Zeitschriften wie die näheren Abonnements- Bestimmungen werden wir den Interessenten, welchen diese noch nicht zugekommen sein sollten, gerne mittheilen, und bitten nur, sich desshalb an uns wenden zu wollen. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Kirchliche Anzeigen. 4. Advent den 24. Dezember. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Höfeld. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Hofmann. 1. Weihnachtsfeſttag. Gottesdienſt in der Stadtkirche Vormittags: Hr. Candidat Kraus. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Krumm. 2. Weihnachtsfeſttag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. (Abendmabl.) Nachmittags: Hr. Candidat Cellarius. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Lauer. Frankfurter Cours vom 20. Dez. 1854. Miſtolen ff 930% Friedrichsd'or„101 0 0 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 37-38 Rand⸗Ducaten.„„ 2 0 20 Frankſtücke„ 918½ B. Engliſche Souverains.„1136-38 Preußiſche Thaler.„ 146 7 5 Frankenthaler Preußiſche Caſſenſcheine., 146% Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis zum 29. Dezember. 7—— S 5 5 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr pf. f. 1JRoggenbrod ¼ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 4 2 7. 7. 9— 9— 4 77 77 77 17 3 17 3 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u./ Waizenmehl, 5— 5— 2 7. 77 7. 10— 10 7155 4 7 77 7 20 80 20 Lobt — Milchbrod 13˙0 13 —Waſſerweck 13% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 144 114 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchh 14— 14— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 10— „ Rindfleiſch, gemäſtetes, 9 29 2 „Kalbfleiſch 8—1 8— „Schweinenfleiſch 18 15 „Hammeklfleiſch 10— 10— „ Schaaffleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 20—(20— „Schwartenmagen 20— 20— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20 „ Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— „ unausgelaſſen 22— 22 „Nierenfett 22— 122 „Hammelsfett 161— 16 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben de r. Seippel. Wegen der Weihnachtsfeiertage erſcheint nächſten Dienſtag den 26. keine Nummer d. Bl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. lunzer Zuſam ſchen Theil theilungen u von den ben. Mit D Als A von ſämmtlic publication Art zu weite und Verp Vorladun von Prive bei den woh bedeutenden und Herzogl Wir k. der große werden nur Frie! an Betreffend: Die n Nachgelebur Frie das muth! Von Gott Wir und Dorfer Fall bei G Ortſchaft i gehandelt⸗ oder weß e nachlaßiger connivend dig zu etwaigen 0 Frevler an Da;