Friedberger Intelligenzblatt. 1 a Erſcheint wö⸗ Erſcheint ö 2 2 72 Einrückungsge⸗ U See, Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis jährl. oder de ren Raum Atuce. fl. 1. 12 kr.; durch g Waste Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ſammen 7 kr. — Nu 65. Dienſtag, den 22. Auguſt. 18511. 4g 1854. * 34% ö 2 2 1 Amtlicher Theil. * 2 7 N 5 35 1 0— 5 22. 1455 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 5720 an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. f 4, Unter Mittheilung des nachſtehenden Abdrucks eines Commiſſionsgutachtens des landwirthſchaftlichen Vereins für 3 Oberheſſen über die Verbeſſerung der Obſtcultur-Verhältniſſe weiſe ich Sie an, alsbald zu berichten: g 1) ob eine Gemeindebaumſchule beſteht; 2) wie viel Stämmchen dieſelbe enthält, wie viel davon veredelt und mit . welchen Obſtſorten dieſelben beſtellt ſind. 3) Wenn keine Gemeindebaumſchule beſteht, aus welchen Gründen eine ſolche ent. nicht angelegt worden iſt, und 4) ob Privatbaumſchulen beſtehen und mit welchem Erfolg, wie viel Stämmchen dieſelben ben enthalten, wie viel davon veredelt und mit welchen Obſtſorten dieſelben beſtellt ſind. NAI Friedberg am 7. Auguſt 1854. Mä b pes, 0— Commiſſionsgutachten, die Verbeſſerung der Obſt-Cultur-Verhaͤltniſſe der Provinz 12 Oberheſſen betreffend. Dem uns gewordenen Auftrage gemäß ſind wir am 25. April in Lich zuſammengetreten, haben dort über den uns ag e vorgelegten Gegenſtand berathen und erlauben uns, das Ergebniß unſerer Berathung hiermit vorzulegen. d daßbac e I. Provinzialbaumſchule. Arg. Wir ſind einſtimmig der Anſicht, daß von Gründung einer Provinzialbaumſchule ganz abzuſtehen ſei und zwar . aus folgenden Gründen: Sa- 10 Es macht ſich dermalen in der Provinz weniger ein Mangel an Obſtbäumchen, als das Beduͤrfniß beſſerer 8 Pflege geltend, indem ſogar Beſitzer vorhandener guter Baumſchulen über Mangel an Abſatz klagen. 2) Die in einer Gegend gezogenen Bäumchen eignen ſich nicht für alle Gegenden, es entſprechen daher Orts- oder Bezirksbaumſchulen mehr dem Bedürfniß als eine. Centralbaumſchule. a g 3) Wir halten es im Allgemeinen überhaupt nicht gerathen, daß der Verein einen Zweig der Landwirthſchaft 1103 unmittelbar ſelber in die Hände nimmt, ſondern halten es mehr für die Aufgabe des Vereins, anregend und belehrend f zu wirken. 161 II. Beförderung der Maulbeerpflanzungen. — Dieſe Frage iſt von einem Mitgliede der Commiſſion in der letzten Ausſchußſitzung angeregt worden. Daſſelbe e wünſcht deren Berathung— in Erwartung des Ausfalls begonnener Pflanzungen— aber vorerſt bis zu erneuter An— „ 13%¼ regung ausgeſetzt und die übrigen Mitglieder ſind hiermit um ſo mehr einverſtanden, weil ſpäter die Berathung durch a* Anlehnung an bereits erzielte oder mißlungene Erfolge eine feſtere Grundlage gewinnen wird. 14* 5. III. Verbreitung von Kenntniſſen in der Behandlung der Obſtbäume. * K Nach einer längeren Berathung, in welcher wir namentlich von Ausſetzung beſonderer Prämien abkamen, ſind wir 9 zu der Anſicht gekommen, daß im Allgemeinen weniger das Anpflanzen vieler oder gar zu vieler Obſtbäume, als die — Verbreitung gründlicher Kenntniſſe in der Veredlung und Pflege der Obſtbäume eine Aufmunterung erheiſche, wenn ſchon — in den meiſten Gemarkungen ſich noch manche Stellen befinden, welche mit Obſtbäumen bepflanzt werden könnten. Es * macht ſich in nicht wenig Gemeinden ſchon ein recht erfreulicher Fortſchritt in Bezug auf das Anpflanzen von Obſt— a 3 bäumen bemerklich und die gewonnenen pecuniären Ergebniſſe dieſer Thätigkeit werden ein weiterer Sporn werden, auf 3 1 dem betretenen Wege fortzuſchreiten oder, für Andere, denſelben ebenfalls zu betreten. Dagegen fehlt es noch vielfach an Leuten, welche das Veredeln der Bäume gründlich verſtehen und dieſes Geſchäft ausüben und noch mehr zeigt ſich überall ein großer Mangel an Sorgſamkeit bei dem Pflanzen und bei der ſpäteren Behandlung der Bäume. Die Bäumchen werden oft ohne Befolgung aller erprobten Regeln geſetzt, nicht gehörig durch Stangen geſichert und ſpäter entweder gar nicht oder ſelten und unzweckmäßig beſchnitten, ausgeputzt und gereinigt. Daneben begegnen wir in allen Orten einer großen Verwilderung der Obſtgärten. Man läßt in der Regel, zumal bei dem ſo bald und einträglich lohnenden Zwetſchenbaume, alle Wurzelausſchläge wild aufſchießen, verpflanzt ſolche ſelten und läßt auf dieſe Weiſe die 1 Bäume wie in einem Urwalde wild durcheinander wuchern, ſo daß ſie ſich gegenſeitig hindern und nicht nur dem Boden * — 22928 tif faſt alle Sonne und Kraft genommen wird, ſondern auch die Bäume ſelber nur zu einem geringen Ertrage kommen können. el Unter ſolchen Umſtänden müſſen wir dem Verein angelegentlich empfehlen, den Weg der Belehrung aufs Neue — und mit Eifer zu betreten, einen Weg, der zwar langſam, aber ſicher zum Ziele führt. Unter den Mitteln, die uns hierzu zu Gebote ſtehen, halten wir folgende für beſonders erſprießlich: 284 1) Ertheilung von Unterricht in Veredlung und Wartung der Obſtbäͤume an die älteren Knaben in den Volks⸗ ſchulen durch die Lehrer, denen zu dieſem Behufe die Gemeindebaumſchulen zu übergeben wären und an deren Ertrag die Lehrer zur Belohnung betheiligt werden könnten. Die Prüfungen der Schulen würden ſich dann auch über dieſen Unterrichtszweig zu verbreiten haben. 2) Die Ertheilung des eben erwähnten Unterrichts ſetzt eine genügende Vorbildung der Lehrer in der Obſteultur voraus. In Bezug auf die älteren Lehrer müßte dieſe freilich hauptſächlich durch eine geeignete Schrift herbeigeführt werden; aber eindringlicher iſt es, wenn fortwährend im Schulſeminar zu Friedberg ein regelmäßiger und tüchtiger Unterricht in der Obſtcultur theoretiſch und practiſch(in einer Baumſchule und an älteren Pflanzungen) ertheilt würde. Dieſer Unterricht in Friedberg beſteht; aber leider iſt die frühere große Baumſchule bis auf ½¼ Morgen eingeſchränkt worden; wir müſſen aber dem Verein ans Herz legen, dieſes Hinderniß dieſes Unterrichts zu beſeitigen und denſelben durch Vereinsmittel zu unterſtützen. 3) Wir halten ferner die Verbreitung eines kleinen, volksthümlich geſchriebenen, durch Abbildungen erläuterten Schriftchens über Obſtbaumzucht für ſehr foͤrderlich und ſind der Meinung, daß dieſes Schriftchen an die Buͤrgermeiſter und an die Lehrer abgegeben und zu Prämien an ältere Schüler in den Volksſchulen, ſowie als Beigabe bei landw. Preiſen benutzt werden ſollte. Unſer Mitglied von Arnsburg hat es übernommen, demnächſt darüber zu berichten, ob ein bereits vorhandenes Schriftchen und welches in dieſer Beziehung zu empfehlen ſei. gſt verſtorbene, verdienſtvolle Ausſchußmitglied, Profeſſor Zimmer zu Gießen, hat durch einen Aufſatz in unſerer landw. Zeitſchrift, ſowie durch gelungene Beiſpiele uns überzeugt, daß die Verbindung von Obſtbaum⸗ ſchulen mit den an vielen Orten vorhandenen Forſtbaumſchulen ausführbar und vortheilhaft iſt und auch in andern Forſtbaumſchulen, z. B. zu Lich und Schotten, finden wir— wenn auch vorerſt in kleinem Maßſtabe— ſolche gelungene Beiſpiele. Wir halten aber dieſe Verbindung von Obſtbaumſchulen mit den Forſtbaumſchulen beſonders deßhalb für wünſchenswerth, weil dann— in ziemlich gleichmäßiger Vertheilung über die ganze Provinz— überall wiſſenſchaftlich gebildete und in der Baumzucht im Allgemeinen ſchon erfahrene Männer die Pflege der Obſtbaumzucht in die Hand nehmen; weil in dieſen Baumſchulen durch die Arbeiter und durch die Forſtwarte die Pflege der Bäume erlernt und durch dieſe Leute weiter verbreitet wird, ſo daß man dieſe Forſt⸗Obſtbaumſchulen nicht nur als Pflanzſchulen für junge Bäume, ſondern auch als Schulen zur Verbreitung der zur Baumpflege erforderlichen Kenutniſſe und des Sinnes fuͤr dieſen Culturzweig anſehen kann. IV. Erleichterung des Bezugs guter Obſtbäumchen. Vielfältig hört man über ſchlechte, zumal aus dem Auslande bezogene junge Bäume klagen. Es iſt daher dahin u trachten, daß die erforderlichen Bäume aus zuverläſſigen Quellen bezogen werden können, und die Ruckſicht auf leichtere Acclimatiſirung empfiehlt insbeſondere den Bezug aus Baumſchulen in der Nähe der beabſichtigten Anpflanzung. Neben den Ortsbaumſchulen, deren weitere Pflege wir deßhalb beantragen müſſen, würden ſich in dieſer Beziehung beſonders auch die beſprochenen Forſtbaumſchulen dazu eignen, einen Theil des vorhandenen Bedürfniſſes an jungen Obſtbäumen zu decken, und überdieß könnten auch die Grundbeſitzer jährlich durch die landwirthſchaftliche Zeitſchrift auf diejenigen inländiſchen Baumſchulen aufmerkfam gemacht werden, welche ſich jeweilig als empfehlenswerth heraus⸗ ſtellen würden. g 5 Nach dieſen Auseinanderſetzungen erlauben wir uns folgende Anträge zu ſtellen: 10 Von der Gründung einer Provinzialbaumſchule wolle der Verein ganz abſtehen und die Frage über Cultur des Maulbeerbaumes vorläufig auf ſich beruhen laſſen. 2) Der Verein wolle ſich durch Vermittelung der Centralſtelle bei Gr. Miniſterium des Innern dahin verwenden, daß in den oberen Claſſen der Volksſchulen ein tüchtiger Unterricht in Veredelung und Pflege der Obſtbäume eingeführt und auch bei den Schulprüfungen auf dieſen Unterrichtszweig, der ſich ohnehin auch als ſinnveredelnd empfiehlt, Rückſicht genommen werde. 3) Es wolle der Verein mit einem Jahresbeitrag von 100 fl. den Unterricht an dem Schullehrerſeminar zu Friedberg in der Obſtbaumzucht unter der Bedingung der Benutzung einer größeren Baumſchule und älterer Baumpflanzungen und unter der weiteren Bedingung unterſtützen, daß ſich auch die Prüfungen über dieſen Unterrichtszweig ausdehnen. 4) Der Verein wolle ein geeignetes Schriftchen über Obſtcultur verbreiten und zwar durch Vertheilung a) an die Bürgermeiſter, b) an die Lehrer, c) an ausgezeichnete Volksſchüler, d) gelegentlich der landw. Preisvertheilungen als Beigabe zu andern Preiſen. 5) Der Verein möge an geeigneter Stelle dahin wirken, daß mit den fiscaliſchen und Gemeinde-Forſtbaumſchulen aller⸗ warts Obſtbaumſchulen verbunden werden, als Pflanzſchulen zur Verbreitung der Kenntniſſe in der Baumzucht und als Gelegenheit zum Bezug guter und acclimatiſirter Obſtbäumchen. 6) Es wolle der Verein die unausgeſetzte Pflege der Orts⸗Baumſchulen bei den geeigneten Behörden angelegentlich in Anregung bringen und dahin wirken, daß dieſelben den Schullehrern, gegen einen namhaften Antheil am Ertrage, zur Behandlung übergeben werden. 7) Die landw. Zeitſchrift möge jedes Jahr im Auguſt diejenigen inländiſchen Baumſchulen namhaft machen, welche ſich jeweilig als empfehlenswerth herausſtellen, etwa nach vorheriger Anhörung der Bezirksvereine. Lich, Arnsburg, Gießen und Hungen im Mai 1854. Ferdinand, Prinz zu Solms. Fabricius. Gros. Kempff. Hunſinger. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. mögen an Tobias Enders daſelbſt abge-] von Münzenberg, Traismünzenberg und 11238] Anna Margaretha, Johann Hein⸗ treten. Geſtützt darauf, nimmt Tobias Enders, Gambach eingetragenen Liegenſchaften als zu rich Klein's Wittwe, geborne Gorr, zu Mün⸗ nachdem Heinrich Klein's Wittwe am 3. Fe⸗ dieſem Vermögen gehörig in Anſpruch und hat zenberg, hat durch gerichtlich beſtätigten Schenk⸗ bruar d. J. verſtorben, ſämmtliche auf den deren Ueberſchreibung auf ſeinen Namen bean⸗ und Verpflegungsvertrag vom 11. September Namen des Heinrich Klein I. zu Münzenberg] Ttragt. Anderweite Erb⸗ und ſonſtige An⸗ 1848 und 22. März 1850 ihr geſammtes Ver⸗(oder auf dem Steinweg) in den Flurbüchern[ſprüche an dieſe Liegenſchaften, deren Ver⸗ 4) Das leider jün Nic + offen liegl, 2 Neunten gew alzu ig Male gusgeferlig Butzbe Buß 6 —— Grun! L43060 nachgenal Rentamts folgender 1) zu Li ö Gaft 113091! mittags hauſe auf Wagners Güterſtüc in der S auf 6 Jag ertheiln e Fried 0 G ü 1310] mittags u hause die terſtücke, Ofſoldung Mitheilung det Uſa, a oarpachtet. angewiesen kunt 0 0 dried Gu — L431. um 10 Kornſtr ſernen Einſicht Soumi Frie de 0 n Nan. en Ext Ertrag r eieſen Ncultur 8 geführt „anger rsd uke. zeichniß in der Landgerichtsregiſtratur zur Einſicht offen liegt, ſind deßhalb binnen einer Friſt von 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzumelden, als ſonſt die zum Eintrag in's Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde ausgefertigt und der Eintrag verfügt werden wird. Butzbach den 21. Juli 1854. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter. Grummetgras- Verſteigerungen. 11308] Das diesjährige Grummetgras von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen des hieſigen Rentamts wird in angemeſſenen Abtheilungen folgendermaßen verſteigert: 1) zu Lindheim in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Bechtold, Montag den 28. Auguſt, Mittags 12 Uhr, von ohngefähr 50 Morgen Wieſen in Lindheimer und Hainchener Gemarkung. 2) zu Bauernheim in der Behauſung des Herrn Gaſtwirtyhs Solz, Mittwoch den 30. Auguſt, Mittags 12 Uhr, von der ohn gefähr 300 Morgen haltenden ſog. Mark— wieſe in Oſſenheimer und Bauernheimer Gemarkung. 3) zu Okarben, an dem Mineralbrunnen, Freitag den 1. September, Nachmittags 4 Uhr, von der ohngefähr 50 Morgen hal- tenden ſog. Burgwaldswieſe in der Okarber Gemarkung. Friedberg den 16. Auguſt 1854. Großherzogliches Rentamt Friedberg Hau ſe rs Güterverpachtung. 11309] Donnerſtag den 31. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath— bauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Georg Wagners Wittwe deren pro 1854 leihfälligen Güterſtücke in der Burggemarkung, ſowie einige in der Stadtgemarkung, öffentlich meiſtbietend auf 6 Jahre verpachtet. Gartenſchütze Stritzinger ertheilt etwa gewünſcht werdende Auskunft. Friedberg den 19. Auguſt 1854. Ju Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Güter ⸗ Verpachtung. 113101 Donnerſtag den 31. Auguſt d. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die pro 1854 leihfälligen ſtädtiſchen Gü⸗ terſtücke, nämlich der vormals Bindernagel'ſche Beſoldungsgarten hinter der Burg in ſchicklichen Abtheilungen, und die Koppelwaidſtücke zunächſt der Uſa, auf ſechs Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Die ſtädtiſchen Gartenſchützen ſind angewieſen, die etwa verlangt werdende Aus- kunft zu ertheilen. Friedberg den 19. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 11311] Mittwoch den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 700 Gebund Kornſtroh, zum Füllen der Betten in den Ca— ſernen dahier, nach den in unſerm Büreau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Soumiſſionsweg in Accord gegeben werden. Friedberg den 19. Auguſt 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Bekanntmachung. 113121] Der bisherige Holzgelderheber des unter⸗ zeichneten Rentamtes, Forſtrechner Eret hier, tritt am 1. Oktober l. J. in Ruheſtand, von welchem Tage an das Rentamt die Holzgelder 285 wieder unmittelbar erhebt und nur allein gültig darüber quittirt Alle vor dem 1. Oktober l. J. fällig wer⸗ denden Holzgelder ſind, bei Vermeidung gericht⸗ licher Klage, noch an Forſtrechner Eret zu be— zahlen. Ockſtadt am 19. Auguſt 1854. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt ae en Aufforderung. 11313] Mit Bezug auf meine Bekanntmachung vom 7. März 1854 wird der Inhaber der Partialobligation Nr. 5 ad 500 fl. zur Em⸗ pfangnahme wiederholt aufgefordert. Petterweil den 11. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Petterweil Berges. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 11314] Montag den 28. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unter— zeichneten die Lieferung von 15 Oefen und 15 Feuerheerden für Bahnwärterhäuſer, gegen Um— tauſch von altem Eiſen, durch öffentliche Ver— ſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen den 19. Auguſt 1854. Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Sectionen Gießen und Butzbach Eickemeyer. Obligations-Verlooſung der Großherzoglichen Gemeinde Rodenbach. [1315] Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung des durch das Handlungshaus Simon und Sa— muel Lindheimer in Friedberg am 1. Mai 1835 negoclirten Anlehns hieſiger Gemeinde wurde die No. 30, à 100 fl., auf den 31. Oktober l. 3. rückzahlbar gezogen. Dieſes wird dem Inhaber unter dem Anſügen andurch mitgetheilt, den Betrag gegen Rückgabe dieſer Obligation und nichtfälligen Zinscoupons bei der hieſigen Gemeindekaſſe oder bei obener— wähntem Handlungshauſe in Empfang zu nehmen, indem von da an keine weitere Zinſen vergütet werden. Rodenbach am 2. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodenbach ate r i Arbeits ⸗Verſteigerung. [1316] Samſtag den 26. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe da— hier nachfolgende Arbeiten an die Wenigſtneh— menden verſteigert werden: a) bei Unterhaltung des Pfarrhauſes: 1) Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 12 fl. 30 kr. 2) Weißbinderarbeit,„ 2 er b) bei Unterhaltung der Kirche: Dachdeckerarbeit, veranſchlagt zu 62 fl. 30 kr. c) bei Unterhaltung des Gemeinde— Brauhauſes: Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 2 fl. 30 kr. ſodann das Anfertigen eines neuen Akten- ſchranks, veranſchlagt zu 14 fl. 30 kr. Niederrosbach den 19. Auguſt 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach Cuntz. Grummetgras-Verſteigerungen. f [1317 Das diesjährige Grummetgras von den herrſchaftlichen Wieſen des Rentamtsbezirkes Nidda wird verſteigert: 8 828 O Et [ sſGemarkung.]Verſteigerungstermin. der 85 Morg Zuſammenkunft. 1.] 86 Lißberg Montag den 28. Auguſt, Vorm. 10 Uhr Wirth Waig. Mann. 2.] 73 Nidda Dienſtag„29.„„ 10„] Wieſen unter— Stadt. 14[Salzhauſen 5.„ 11„am Gradirbau Nr. 5. 3.* unterſchmitten(Donnerſtag. 31. Nachm. 2„] Wirth Adam Uhl. 4.] 96[Echzell Freitag den 1. September, Vorm. 9„] Echzeller Teich. 40[Bingenbeim[Samſtag„2.„„ 10„] Bingenheimer Brühlwieſe. 5. 9[Heuchelheim„ n„ 17„ 11„im Ried. 1 958 26 Blofeld„„ Nachm. 3„] Blofelder Brühlwieſe. Bingenheim den 16. Auguſt 1854. Großherzogliches Rentamt Nidda Kolb. Main⸗Weſer⸗ Bahn. [1306 Mit dem 21. Auguſt 1854 tritt ein neuer Fahrtenplan in Kraft und gehen dann die Züge von Friedberg ab: nach Fraukfurt um 6 Uhr 25 M., 9 Uhr 8 M.(Eilzug), 1 Uhr 40 M., 6 Uhr 48 M., 9 Uhr 32 M., nach Caſſel um 7 Uhr 3 M., 12 Uhr 24 M., 4 Uhr 8 M., 5 Uhr 55 M.(Eilzug), nach Mar burg um 7 Uhr 56 M. 5 8 Das Nähere iſt aus den auf den Stationen ausgehängten Fahrtenplänen zu erſehen. Die Großherzogliche Direction der Main-Weſer-Bahn Gießen den 17. Auguſt 1854. Lauben heimer. [846] Die ſo rühmlichſt bekannt gewordene Stalieniſche Honig-Seife vom Apotheker A. Sperati in Lodi(Lombardei) friſch 0 5 ie 1 7 5 i twährend i f uter Qualität vorräthig be en eee P. F. Schmittner in Friedberg. Val. Wiesler in Butzbach. 286 a Bekanntmachung. 113181 Unſere hohe Staats-Regierung ſowohl, als auch verehrlicher Stadt-Vorſtand zu Mainz haben uns in den Stand geſetzt, dem Publikum den Beweis zu liefern, daß unſer zum Beſten des heſſiſchen Gewerbeſtandes gemachtes Unternehmen ſeiner Durchfuhrung allmählig naher gerückt wird, indem uns von Erſterer die Einwilligung zu einer vorläufigen Aus⸗ ſtellung der bis heute in bedeutendem Umfange zur Verlooſung angefertigten Induſtrie-Gegenſtaͤnde ertheilt, und von Letzterem die hierzu nöͤthigen Säle im ehemaligen churfürſtlichen Reſidenz⸗Schloſſe zu Mainz zugeſtanden worden ſind. Die Eröffnung der Ausſtellung wird am 27. Auguſt d. J. gelegentlich des von Seiten der Mainzer Liedertafel veranſtalteten Muſikfeſtes ſtattfinden. Darmſtadt und Mainz den 18. Auguſt 1854. Die Verlooſungs⸗Commiſſion Mobiliar-⸗Verſteigerung. 11319] Montag den 28. d. M. und die darauf folgenden Tage, mit Ausnahme des 30. l. M., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, werden nachbenannte zum Nachlaſſe des Herrn Pfarrers Hörle dahier gehörigen Gegenſtände in nach folgender Ordnung, als: 1) Vieh, etwas Oekonomiegeräthe, Bütten, Züber, Eimer, Blumen, Blumentöpfe, Brennholz und circa 150 Centner gut ge— machtes Heu, welch letzteres, wenns vom Käufer gewünſcht wird, noch einige Zeit gelagert bleiben kann, 2) Manns- und Frauenkleidung ꝛc., 3) eine bedeutende Quantität Weißzeug und Betten, 4) Glas, Porzellan, Spiegel, Kupferſtiche, Gemalde und Silbergeräthe, 5) Holzmöbel, als: Sopha, Kommode, Tiſche, Stühle, Bettſtellen ꝛc., meiſtens von Nuß ⸗ baumholz und wohl erhalten, ſowie Weiß⸗ geräthe, Kleider-, Bücher- und Küchenſchränke, 6) Küchengeräthe, Kupfer, Zinn, Meſſing ꝛe., wobei ein kupferner Waſchkeſſel ſich befindet, unter den im Termin eröffnet werdenden Be— dingungen in der Pfarrhofraithe dahier öffent— lich meiſtbietend verſteigert. Niederrosbach den 18. Auguſt 1854. In Auftrag der Erbintereſſenten: Großberzogliches Ortsgericht Niederrosbach Cuntz, Ortsgerichtsvorſteher. e 11296] Für einen in der Oekonomie praktiſch erfahrenen thätigen Oeconomen geſetzten Alters iſt eine Stelle vacant. Frankirte Anmeldungen unter No. 1296 und Angabe der bisherigen Verhältniſſe bei der Expedition dieſes Blattes. LVerlorenes. 1320] Montag den 14. Auguſt d. J. wurde auf dem Wege von Steinfurth über Nieder⸗ mörlen und Nauheim eine filberne Cylinder— Uhr verloren. Der redliche Finder wird ge⸗ beten dieſelbe gegen eine angemeſſene Belohnung an die Expedition d. Bl. abzugeben. Verloren. 11321] Am letzten Markt ging ein Schwein verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasſelbe gegen eine gute Belohnung an Wirth Peter Engel in Friedberg abzugeben. Fahr⸗ Pläne der Main- Weſer- Bahn mit Angabe der derzeitigen Anſchluͤſſe, à 2 kr., 113221] ſind zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung. der großen Kunſt-Induſtrie- und Geld-Lotterie. E. S. Jussi, große Gallusſtraße 10, 113231 empfiehlt ſein Lager in allen Sorten überſeeiſchen rohen Blätter⸗ Tabaken zur Cigarren⸗Fabrication zu den billigſten Preiſen. Soolbad VNuuheim. Jeden Tag Concert im Garten des Rurhauses Morgens von 6% bis 8 Uhr, Nach- 41101 ausgeführt von dem Rur-Orchester unter Direction des Herrn Edmund Neumann. Jeden Donnerstag Bal pure im Nursdale, Anfang 8 Lui. Tanzunterricht. 11280] Nachdem der Unterzeichnete von Großh. Kreisamte die Erlaubniß erhalten, wird derſelbe mit 1. September einen Tanzeurs eröffnen, woſelbſt Unterricht in Erlernung von Walzer, Galopp, Polka, Polka⸗Mazurka, Quadrille und Mazurka ertheilt wird; bei jüngeren Zöglingen wird beſonders auf ſchöne Haltung des Körpers, Turnirung der Füße, ſowie anſtändiges Komplimentiren im Salon und auf der Straße geſehen werden. Gefällige Anmeldungen möge man in Herrn C. Bindernagel's Buchhandlung machen. Das Nähere wird in der Subſcriptions-Liſte bekannt gemacht. f J. Schenk, Tanzlehrer und Mitglied der Kurkapelle im Bad Nauheim, wohnhaft bei Schneidermeiſter Rau in der Kirchgaſſe zu Friedberg. Kirchweihfeſt zu Schwalheim. 112971 Zur Feier des Kirchweihfeſtes dahier findet Sonntag den 27. und Mon⸗ tag den 28. d. M. auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen gutbeſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu freundlichſt einladet D. C. J. Fritz zu Nauheim. Frankfurter Cours vom 21. Aug. 1854. Hartgebrannte Ruſſenſteine und Ziegel 5 Piſtolen fl. 9 33 B. 11324] ſind ſtets zu baben bei Friedrichsd' or.. 10 1-2 Friedberg. M. Scheibel u. Wendel. Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 45 B. —5 la Rand⸗Ducaten. t 8 29 B. ahrplät 20 Frankſtücke„% 98% B. 5 p 12 i Engliſche Souverains.„11 44. 11325] der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe ꝛc., Preußiſche Thaler.„ 146%- nebſt einer Eiſenbahn-Routen-Karte, 5 Frankenthaler 220% B. Weſtentaſchenformat, ſind ſtets vorrä- Preußische Caſſenſcheine— 1467 thig in Druck und Verlag von C. Bindernagel's C. Bindernagel's Buchhandlung. Buchhandlung in Friedberg. —..—— miltags von 5 bis 4%½% Uhr und Abends von 6% bis 8 Uhr, Betreffend D Meidung d Frie — 2 bei den K angehörig 0 So Arzte anf Morgen a nahm. D auch Etw⸗ ſeine eigen gesetzlichen Bereich de tigen Grüt ſich ſein Jder ſich dünken zu durch uige regung, Schwan und war im Klar Er öffne gegenüb mit niet