Taxe rg und Butzbach 2 * 2 2 1 Friedberger Jntelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ 8 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis jährl. oder deren Raum fl. 1. 12 kr.; durch ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Areis Friedberg. e N 91. Dienſtag, den 21. November. 1851. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Conſtruction der ruſſiſchen Kamine. In Folge Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 30. v. M., zu Nr. D. 12,000, eröffne ich Ihnen Folgendes: In den§§. 14 und 15 des Regulativs zur Anlage der Schornſteine vom 18. Auguſt 1837 iſt vorgeſchrieben, daß zum Zwecke der Reinigung der ruſſiſchen Kamine bei einem jeden ſolchen Schornſtein in der Dachfläche eine Vorrichtung zum Ausſteigen und auf dem Dache eine Vorrichtung zum Stand für den Schornſteinfeger angebracht werden, ſowie daß dieſe Schornſteine an deren unterſtem Theile mit einer gehörig verſchließbaren Oeffnung verſehen ſein ſollen. Dieſe Beſtimmungen ſind ſeither vielfach außer Acht gelaſſen worden, indem man ſich begnügte, Seitenthürchen an den Schornſteinen in dem Speicherraume anzubringen und durch dieſe die Reinigung der Schornſteine vornehmen zu laſſen. Die Anlegung ſolcher Seitenthürchen in dem Speicherraum iſt zwar in dem§ 15. des Regulativs für zuläſſig und nur für ſelten noͤthig erklärt, deren Vorhandenſein macht aber jene Vorrichtungen nicht entbehrlich und es gewährt deren Benutzung zum Reinigen der Schornſteine nicht die nöthige Sicherheit gegen Feuersgefahr. Zur Entfernung des Glanzruſes, welcher ſich auch in den ruſſiſchen Kaminen bei jeder Art von Feuerung mehr oder weniger anſetzt, erſcheint es nämlich noͤthig, daß die Schornſteinröhren in kürzeren oder längeren Zwiſchenräͤumen ausgebrannt werden. Dieſes Ausbrennen muß, nach der im§. 4 des Regulativs über die Reinigung der Schornſteine vom 18. Auguſt 1837 ent⸗ haltenen Vorſchrift, von zwei Pperſonen vorgenommen werden, von welchen die eine das Feuer unten anzuzünden und zu unterhalten, die andere aber auf dem Dache an der Mündung der Röhre die Flamme zu überwachen hat. Daß die Kaminfeger zur Vornahme dieſer Verrichtungen ohne Beſchädigung des Daches an die Mündung der Schornſteinröhre gelangen und dort einen ſicheren Stand einnehmen können, wird durch jene Vorrichtungen bezweckt und iſt auch durch dieſe allein ausführbar. Dieſe Vorrichtungen gewähren aber außerdem auch den Vortheil, daß die Kaminfeger in den Stand geſetzt werden, die Reinigung der Schornſteine von dem Dache aus vorzunehmen, wodurch dieſe Reinigung, nament— lich auch in dem oberen Theile der Röhre, leichter und gründlicher bewerkſtelligt werden kann, als wenn dieſelbe durch die in dem Speicherraume befindlichen Thürchen ſtattfindet. Bei der Anlegung ſolcher Thürchen in dem Dachraume werden auch häufig die in dem§. 15 des erſtgenannten Regulativs vorgeſchriebenen Vorſichtsmaßregeln, namentlich der Verſchluß der Thürchen mittelſt eines Hängſchloſſes und die Hinterlegung derſelben mit Backſteinen nicht in Anwendung gebracht, und es konnen dieſelben in dieſem Falle leicht zum Ausbruch eines Brandes Veranlaſſung geben. Es erſcheint hiernach nöthig, auf der Durchführung der oben erwähnten Beſtimmungen, ſowie auch der vorſchrifts⸗ mäßigen Anlegung der Thuͤrchen in dem Dachraume, wo ſolche vorkommen, zu beſtehen. Ich beauftrage Sie demgemäß, dieſe Vorſchriften ſofort einzuſchärfen und mit den Feuerviſitatoren dahin zu wirken, daß für Abſtellung dieſer Gebrechen geſorgt wird, ſolche namentlich aber bei Meidung ernſter Strafe, bei Neubauten gar nicht mehr vorkommen. Friedberg den 14. November 1854. M e Def fentliche Nachricht. Heinrich Bopp von hier wurde heute als Subſtitut des Bezirksboten Sauer verpflichtet, was ich hiermit zur offentlichen Kenntniß bringe. Friedberg den 14. November 1854. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müll te Des Schulzen Fritz.„Ich will noch die Nachkirwe) abwarten,— dann 1 ſuch' ich mir halt''nen andern Dienſt.“ (Jortſetzung.)„'s wär' beſſer, Du thäteſt das gleich, auf der „Was gedenkſt Du jetzt zu thun? Was haſt Du Stell!“ 1 jetzt vor, Fritz?“ begann nun der alte Jergmichel, und„Warum? 5 5 5 iN man hatte in ſeiner Stimme etwas recht Beſorgliches und„Nun, warum? frag' nicht ſo, Du weißt ja doch, Vorwurfsvolles gewahren können, obgleich er ſich vor][was ich meine.“ 2 n a Vorwürfen hütete, weil er wußte, wie ſchwer es ohnedieß„Ja, wenn ich Euch zu viel im Hauſe bin, kann ich dem Fritz um's Herz war. Fritz, ohne aufzuſehen, antwortete: ) Nachkirchweihe. —. —— ſchon gehen! Krieg' überall noch einen Unterſchlupf,— brauch Euch nicht läſtig zu fallen.“ Und damit war der Fritz aufgeſtanden, als ob er wirklich gehen wolle,— daß die alte Lieſe laut ſchreiend und mit emporgehobenen, bittenden Händen ihm in den Weg trat. Der alte Jergmichel aber ſtand auf, legte dem Fritz ſeine alte, rauhe Hand auf die Schulter und fing alſo an: „Fritz, Du weißt nicht— Du kannſt nicht wiſſen, wie weh Du mir mit ſolchem Geplauder thuſt. Ich mein's doch ſo gut mit Dir, ſo gut! Glaube mir,— Deine eigene Mutter hat's nicht beſſer mit Dir gemeint, als es der alte Jergmichel thut.— Denk' Dir jetzt, Dein Großvater, der Schulz, ſteh' vor Dir, und rede. Nehm' alſo von dem alten Jergmichel das an, was er Dir zu ſagen hat: Laß das Mädel fahren, Fritz, laß ſie fahren! Ich ſeh', daß ſie Dir im Kopf'rumgeht und daß Du nur abwarten willſt, bis Du ſie noch einmal triffſt! Aber glaub' dem alten Jerg⸗ michel—'s iſt beſſer, Du gehſt gleich, morgen ſchon! Ich mein's gut mit Dir, Fritz, und wenn ich glauben könnt', daß es wirklich ernſt mit Dir iſt, wollt ich ſagen: Ja, bleib! Aber ſo ſag ich Dir: Laß ſie fahren, das flackerig Ding! ſie bringt Dir doch kein Gluck,— laß ſie fahren!“ Der Fritz ſtand da und wußte nicht, was er ſagen ollte. 5„Haſt Du ſchon mit der Kathel geredet?“ fragte dar⸗ auf der Alte wieder. „Nein!“ erwiederte der unwillige, unmuthige Burſche. „Aber's braucht's auch nicht, wir wiſſen doch, wie wir dran ſind und wie wir's zu halten haben. Bis Sonntag iſt Nachkirwe und ich möcht' wiſſen, warum ich nicht ſo lange hier bleiben ſoll.“ Der alte Mann wandte ſich ſeufzend von Fritz ab. Er hatte ſchon auf der Zunge: Denk' an Deine Mutter ſelig! aber er ſagte blos:„Denk' an mich, Fritz,— Du wirſt noch erfahren, daß ich Recht habe.“ Und von nun an ſaßen die drei Leutchen den ganzen Abend traurig und ohne noch ein bezügliches Wort fallen zu laſſen um den Ofen,— Keines wollte das bedrückende Schweigen brechen;— wenn aber der alte Jergmichel in 406 das Geſicht des Fritz ſchaute, auf das die Flamme des Ofens ihren rothen Schein geworfen, ſo rang ſich unwill⸗ kürlich ein ſchwerer Seufzer aus ſeiner gepreßten Bruſt hervor, uud hätte Fritz in des Alten kummervolles Antlitz ſehen können, er hätte vielleicht dem Rathe des treuen Alten gefolgt. 3 Als am Sonntage des Buͤrgermeiſters Kathel mit des Ochſenwirths Sohn von Heuchelheim und ihr Bruder Michel mit deſſen Schweſter beim Adlerwirth tanzten, ſtand des Schulzen Fritz unter der Tanzſtuben-Thür und wollte ſeinen Augen kaum trauen. Ein unſäglich bitteres Gefühl nahm ſein Herz ein, da er ſah, wie aller Augen auf ihn gerichtet waren und manche bösartige Stichelrede fiel, während die Kathel ſo gar freundlich that mit des Ochſen— wirths Sohn, der auf der Freierei heute wieder da war. Jetzt erſt hatte ihn die Falſche bemerkt, war wohl feuerroth dabei geworden, und konnte auch nicht mehr gar ſo freundlich mit ihrem Tänzer thun,— aber ſonſt achtete ſie auch nicht weiter des armen Burſchen, der ihr ſo ſehr zugethan war. Der Tanz war aus und Fritz trat alsbald auf das Mädchen hin. „Darf ich auch mit der Jungfer Hochzeiterin tanzen?“ fragte er im bitterem Tone, und er ſah, daß das Mäd— chen ihm vorwurfsvoll in die Augen ſah, gleichwohl ihm nur ungern die verlangten„Drei- bewilligte. (Fortſetzung folgt.) Ver ſchiedenes. In Königsberg veröffentlicht eine Putzmacherin,„daß ſie, um dem Wunſche vieler Damen entgegenzukommen, einen Lehrcurſus im Putzmachen zu eröffnen beabſichtige, in welchem ſie zugleich Vorleſungen über Haubologie, Hutiſtik und Chemiſettenkunde zu halten beabſichtige.“ Für die Brandbeſchädigten zu Felda iſt ferner bei uns eingegangen: Von einem Ungenannten fl. 1.; N. N. aus B. fl. 1. e Um weitere Gaben wird gebeten. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. (Butzbach.) Lieferungen an Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearinlichtern, Gerſtenſchrot, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. [1735] Donnerſtag den 23. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der Bedürfniſſe der Garniſon Butzbach auf das 1. Semeſter 1855 auf dem bekannten Soumiſ— ſionswege an den Wenigſtverlangenden in Ak⸗ kord gegeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Be⸗ dingungen jeden Tag auf dem hiefigen Militär⸗ verwaltungsbureau eingeſehen werden können. Butzbach den 14. November 1854. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verf is eng eines Wohnhauſes auf den Abbruch. [1740] Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird in dem Schloßhofe dahier ein Wohnhaus von 60 Fuß Länge und 49 Fuß Breite, wovon der unterſte Stock von Stein, und der obere Theil von Eichenholz erbaut, welch letzteres noch ſehr gut erhalten iſt, öffentlich meiſt⸗ bietend auf den Abbruch verſteigert. Stammheim den 11. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim Pauiy. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1739] Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gemeindehauſe dahier nachſtehend beſchriebene Arbeiten öffentlich we— nigſtfordernd in Accord gegeben. A. Herrichtung eines Pumpenbrunnens in dem Ort: 1) Bergmanns⸗ und Maurerarbeit, ver- anſchlagt zu 40 fl. 2) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 30* 3) Pumpenmacherarbeit,„ 36„ B. Anfertigung von Fenſtern in der Gemeinde⸗-Armenwohnung: Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 32 fl. Die Voranſchläge und Bedingungen können ſchon vorher auf dem Büreau der Bürgermeiſterei eingeſehen werden. Stammheim den 11. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim Pauly. Bekanntmachung. 117201 In hieſigem Orte ſind mehrere Hof⸗ raithen, beſtehend in Oekonomiegebäuden, Wohn⸗ häufern ꝛc. zum Stehenbleiben oder auf den Abbruch zu verkaufen. Die Verkaufsbedingun⸗ gen können dahier eingeſehen werden. Enzheim den 9. November 1854. Der Ortsvorſtand. Edictalladung. [1723] Philipp Hartmann, Wittwer, und deſſen großjährige Kinder, Philipp Hartmann, Katha⸗ rina Hartmann und Eltiſabetha, Heinrich Kleiß Ehefrau, ſämmtlich zu Bruchenbrücken, haben die Grundſtücke: Flur I, Nr. 437= 118 Klafter, E, ß 20 2 5 verkauft, ohne deren Eigenthum urkundlich nach⸗ weiſen zu können. Es werden deshalb alle Die jenigen, welche Eigenthumsanſprüche an beſagte Grundſtücke zu bilden haben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls der Verkauf dieſer Grundſtücke ge⸗ richtlich beſtätigt werden und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß erfolgen wird. Friedberg den 6. November 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Verkauf eines Faſelebers. [1758] Donnerſtag den 23. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus ein der Gemeinde zuſtehender ſchwerer Faſeleber meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Wohnbach am 16. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Philippi. I 20) Nil tags um 11 nachfehene bietenden B. Ftiedbe! Groß 8 8 Be Lu7s0] Der um 10 Uhr, um 10 ¼ U Garniſon au Soumiſſon den in unſer genden Bedi Friedber * Gre des 2.“ Ard [1761] Dor um 11 Uhr, am Pfarrbo an die Wer 1) Spengle 2) Weiß bin 3) Schloſſer 4 Dachdecke Ziegenbe Großhery rungen vor in dem Lz den auf d werden. Die Bed Büteau ein Fried be — 61763) lie ueleihen Nieden Verſteigerung von Bauarbeiten. [1736] Donnerſtag den 30. November l. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeichneten zu Merlau die durch Er⸗ dauung einer neuen Kirche daſelbſt veranlaßten Arbeiten: 1) Glaſerarbeit, veranſchlagt zu 253 fl.— kr. 2) Weißbinder- und Stukatur⸗ arbeit, veranſchl. zu 1129 fl. 27 kr. oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Zeichnungen, Voranſchläge u. Verſteigerungs⸗ bedingungen liegen auf hieſigem Kreisbauamte zur Einſicht offen. Grünberg den 11. November 1854. Großherzogliches Kreisbauamt Grünberg In Verhinderung des Kreisbaumeiſters Reuß, Bauacceſſiſt. Verſteige rung. 11759 Mittwoch den 22. November, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe nachſtehendes Weißgeräth einer freiwilligen meiſt⸗ bietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: 22 Betttücher, 24 Frauen- und 14 Herrenhemden, 6 Kopfkiſſenüberzüge, 44 Handtücher und 12 Tiſchtücher. Friedberg den 19. November 1854. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Bekanntmachung. L760] Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brods und um 10% Uhr diejenige des Oels für die hieſige Garniſon auf das 1. Halbjahr 1855 durch Soumiſſion in Accord gegeben werden, unter den in unſerm Bürcau zur Einficht offen lie⸗ genden Bedingungen. Friedberg den 20. November 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Arbeits⸗Verſteigerung. 11761] Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen zur Herſtellung einer Kandel am Pfarrhauſe zu Langenhain folgende Arbeiten an die Wenigſtfordernden übergeben werden: 1) Spenglerarbeit, veranſchlagt zu 20 fl. 12 kr. 2) Weißbinderarbeit,„„ 1 3) Schloſſerarbeit,„„ 5 30„ 4) Dachdeckerarbeit,„„„ Ziegenberg den 18. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf Bekanntmachung. [17621 Montag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die für das Großh. Lazareth dahier im 1. Semeſter 1855 erforderlichen Lie⸗ ferungen von Talglichtern, geläutertem Brennöl, Maſtochſenfleiſch und gemiſchtem Brode g in dem Lazarethbüreau an die Wenigſtfordern⸗ den auf dem Soumiſſionswege veraccordirt werden. Die Bedingungen können in dem genannten Büreau eingeſehen werden. Friedberg am 16. November 85 Hoffm ann, Lieutenant. 255 W den [1763] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 18. November 1854. Hildebrand, Kirchenrechner. 407 Bekanntmachung. 11764] Dienſtag den 28. d. M., Vormittags 9, Uhr, ſoll in dem Büreau des Lazareths da⸗ hier die Reinigung der Straßen vor den La⸗ zarethgebäuden im Jahr 1855, mittelſt öffent⸗ licher Verſteigerung an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Friedberg den 16. November 1854. A Hoffmann, Lieutenant. Bekanntmachung. [1765] Zur öffentlich meiſtbietenden Verpachtung der Wirthſchaft auf dem Schwalbeimer Mineral- brunnen bei Nauheim vom 1. Januar 1855 an auf 1 Jahr iſt zweiter und vorerſt letzter Termin auf Montag den 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, an Ort und Stelle beſtimmt worden. Windecken den 17. November 1854. Kurfürſtl. Renterei daſ. Deichmann. Anzeige. L746] Von der rühmlichſt bekannten all' überall devorzugten J. W. Dieffenbach'ſchen Punſcheſſenz habe ich die erſte Sendung empfangen, beſitze am hieſigen Platz den alleinigen Verkauf der⸗ ſelben, und erlaſſe dieſe ſich ſelbſt empfehlende Waare meinen verehrten Abnehmern zu den möglichſt billigſten Preiſen. Friedberg. Guſt. Dieffenbach. c—— ˙— Lehrlingsgeſuch. 11767] Bei einem hieſigen Metzgermeiſter iſt eine Lehrlingsſtelle offen. Näheres bei der Exp. dſs. Bl. 5 f b. [1766] Vollſtändig iſt nun erſchienen und in allen Buchhandlungen, in Friedberg in C. Seriba's Buchhandlung zu haben: Handbuch des Wiſſenswürdigſten aus der Natur und Geſchichte der Erde und ihrer Bewohner. Sechſte Auflage, durchgeſehen, berichtigt und fortgeſetzt von dem urſprünglichen Verfaſſer Dr. L. G. Blaue. Domprediger und Profeſſor in Halle. 3 Bände(150 Bogen in gr. 8.) geh. Preis fl. 8. 6 kr. Wir empfehlen dieſes ausgezeichnete Buch ebenſo allen Lehrern als Hülfsmittel beim Unter⸗ richt, wie den Lernenden zum Privatgebrauch. Aeltern, welche ihren erwachſeneren Kindern, Principale, welche ihren jungen Leuten ein wirklich gutes und nützliches Buch in die Hand geben, überhaupt Alle, welche ſich über das Wiſſenswürdigſte der Geographie und Geſchichte ſelbſt unterrichten wollen, mögen zu dieſem Behufe Blanc's Handbuch 6. Auf⸗ lage wählen; das Buch wird unſere Empfeh⸗ lung ſicher rechtfertigen. Braunſchweig im November 1854. C. A. Schwetſchke und Sohn. (M. Bruhn.) Berliniſche Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. 117681 Die Geſellſchaft behauptet ihren gewöhnlichen guten Fortgang und ſind bis zum Schluß September d. J. 7707 Perſonen mit Thlr. 8,930,900 verſichert. Die angemeldeten Sterbefälle beſchränken ſich auf 131 Perſonen mit 154,300 Thlr. Mäßige Prämienſätze, begründete Solidität und erleichterter Geſchäftsbetrieb der Geſellſchaft werden der Beachtung eines zur Verſicherung geneigten Publi— kums beſtens empfohlen. Berlin den 3. October 1854. Direction der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs-Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg und Laubach den 18. November 1854. N G. F. Nau zu Friedberg und Stadtrechner Zöckler in Laubach, Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. 117691 Diejenigen, welche der in der Bildung begriffenen, am 31. December d. J. geſchloſſen werdenden 7. Jahresgeſellſchaft, zu welcher bereits über 300 Einlagen gemacht worden ſind, beizutreten oder Nachzahlungen auf früher gemachte Theil einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herrn Bevollmächtigten derſelben) zu bewerkſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt im Ganzen 5728 Mitglieder mit 9580 Ein— lagen und einem effectiven Einlagekapital von 581,490 fl. Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenkaſſe wurden ſeit Anfang d. J. bereits 358,530 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 11. November 1854. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. *) In Friedberg: bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach: bei Herrn Bürger. meiſter Seippel; in Vilbel: bei Herrn Geometer J. Cl. Großholz. 408 116971 In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt wieder angekommen: Special⸗Karte der Krim. Nach J. J. Huot's großer geognoſtiſcher und topographiſcher Karte zu des Fürſten Demidoff's Reiſe in die Krim, deutſch herausgegeben von IJ. F. Neigebaur. Mit Plan der Feſtung Sebaſtopol. Preis 27 kr. Die Krim nach Demidoff. Ein Auszug aus dem größeren Reiſewerk dieſes Fürſten nach dem ſuͤdlichen Rußland. Von J. F. Neigebaur. Mit Illuſtrationen von Kaffet. gr. 8. geh. Preis 54 kr. Vorliegendes Buch bringt das Intereſſanteſte über dieſe im Augenblick ſo wichtige Halb⸗ inſel aus dem größeren Reiſewerk des Fürſten Demidoff, und iſt dieſer billige Auszug überall mit großem Beifall aufgenommen worden. 11670] Im Literatur- und Kunſt⸗Comptoir in Berlin iſt erſchienen und in C. Seriba's Buchhandlung in Friedberg zu haben: Karten der Wahrſagerin Mlle. Lenormand aus Paris mit denen dieſe berühmteſte Wahrſagerin ihres Jahrhunderts die wich⸗ tigſten Ereigniſſe der Zukunft vorhergeſagt. 386 feine lithographirte Karten, nebſt einer leichtfaßlichen Erklärung, wodurch es Jedem möglich iſt, ſeine Zukunft kennen zu lernen, in elegant ausgeſtattetem Etui. Preis 10 Sgr. g Mit dieſen Karten verkündete Mlle. Lenormand Napoleon ſeine zukünftige Größe, ſowie vielen Fürſten und Großen ihren Untergang. 1840 wurde von der Mlle. Lenormand als das Todes-Jahr Friedrich Wilhelms III., verſtorbenen Königs von Preußen, bezeichnet. Jeden Menſchen drängt es mit unwiderſtehlicher Gewalt, ſeine Zukunft kennen zu lernen, entweder iſt ihm die Gegenwart ſo lieb, daß er ängſtlich einen Blick in die Zukunft thun möchte, ob auch dieſe ihm ſo freundlich lächeln werde, oder die Gegenwart drückt ihn wie ein ſchwerer Alp, und von der Zukunft erwartet er Linderung, für jetzt wenigſtens frohe Ausſichten. — Der Agent Dr. Borberg. Anzeige. [1726] Von heute an wohne ich in der Brief⸗ poft, in der früheren Knorr'ſchen Wohnung. Gießen den 9. November 1854. Diery, Hofgerichtsadvocat. Nicht zu uͤberſehen! 11772] Am 15. d. Mts. iſt mir ein junges Schwein zugelaufen, der rechtmäßige Eigenthü⸗ mer kann daſſelbe gegen Erſatz der Inſerat⸗ gebühren und des Futtergeldes in Empfang nehmen. Aſſenheim den 16. November 1854. Faulſtich, Bauaufſeher. An zeige. [1773] Alle Sorten Kochöfen, nach neueſter Einrichtung, Stabeiſen, abgerundete, ſowie ge⸗ drehte Achſen, Dickwurzreibmaſchinen, Dielen, Betten, feines Vorſchuß⸗ und Weißmehl, ſowie Specereiwaaren ſind ſtets billig zu haben bei Emanuel Friedberger in Echz ell. Der obere Stock 11774] meines Hauſes iſt vom 1. Februar k. J. an zu vermiethen. Friedberg. Georg Steinhäußer. 1637] In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Deutſches Volks Liederbuch. Enthaltend mehr als 250 der beliebteſten und bekannteſten Volks⸗, Vaterlands⸗, Studenten-, Ge⸗ ſellſchafts-, Trink⸗, Freundſchafts⸗ und Liebes⸗Lieder. Geſammelt bon einem Verein junger Deutſcher. Preis 18 kr. Frankfurter Cours vom 16. Nov. 1854. Mifdlen, ff Friedrichsd'or..„ 959-10 fl Holländiſche 10 fl. Stücke[, 937-38 Rand⸗Ducaten.„ 529 B. 20 Frankſtücke./ 9 18 B. Engliſche Souverains.„1139 B. Preußiſche Thaler.„ 145½-—7½ 5 Frankenthaler 4— Preußiſche Caſſenſcheine., 145% Frucht⸗ und Mehlpreiſe von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Walzen Korn Gũer ſt e Hafer Kartoffel Mittel- Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel⸗ Mittel. Ort und Datum[ Auf- Ver- preis Auf- Ver- preis Auf. Ver- preis Auf. Ver- preis Auf- Ver- preis 86 kauft de kauft ge⸗ kauft 2 ge kauft 2. ge kauft fahren 8 fahren 8 fahren 8 fahren 5 fahren 2 5 Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr. Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr.] Mltr.] Mltr.] Pfd. fl. kr.] Mtr.] Mltr.] Pfd.] fl. kr.] Mltr.] Mltr. Pfd. fl. kr. Friedberg, 17. Nov. 2242 2129/2001657 90 99 1901450463[407[170 9 91376[293[1200 5 81143/ 1327740 4147 Butzbach, 17.„ 476% 423 ½¼ 2001612116 16 190145297 183/170 9,19,140¼ 121¼ 120 5,15253¼ 253¼ 240 459 Vilbel, 1110 281 200/17] 5 21 17 1901416 75 68 170 9045] 27 20 120/ 5/15] 83 47 240 4/24 Allenſtadt, 17.„543 518 20016035 91% 84% 190/1430 99% 55½% 1700 925177 136 1200 5— 5 2 240 3 10 Nidda, 1 58 58 20016— 41 41 190 14012 40 40 170 910 35 35 120, 451] 2 2 240 4/30 Hungen, 17.„154% 154 20016030] 58 58 190 1355 87 87 170 9— 61 61 120 5 5J 5 5 240 5— Grünberg, 17.„ 320 320 20015/48110 110 19013/35100 100 170, 9 31180 180 120 455]—— 240—— Gießen,—„—— f200——.—— 190——]—— Jʃ70—-]—— 1120—/——— 240—— Mainz, 17.„—— 2001181151—— 1180116—1—— 1160ʃ12—1—— 1120 61—1————1— Friedberg: Vorſchußmehl aufg. 70 Mltr., verk. 51½, 20 fl. 18 kr.; Waizenmehl aufg. 22, verk. 20, 15 fl. 30 kr.; Roggenmehl aufg. 6, verk. 6, 12 fl.; Erbſen aufg. 49 ¼, verk. 22¼, 12 fl. 35 kr.; Linſen aufg. 2½, verk. 1½, 16 fl.; Saamen aufg. 3 ½, verk. J½, 19 fl.; Wicken aufg. 6, verk. 6, 10 fl.— Butzbach: Erbſen 12 fl. 15 kr.— Altenſtadt: Roggenmehl 12 fl. 15 kr.— Hungen: Erbſen 12 fl. 30 kr.; Linſen 15 fl.— Grünberg: Erbſen 11 fl. 33 kr.; Linſen 15 fl. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Auf! ſſonirten D In d Wohnung, und nicht bei der Lar Gie! Fritz nicht an d zweifeln. — er wa ſo unendlie ermüdenden Wort zu r „Das „Was „Geh, alle Müh“ kommen 2, „So von dieſen „D, nicht gerede geſeſſen ſind brech nur anmal geſch meine letzte Der! geſagt, als