ing, U 1 Ut 1051. riedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden beste Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. aa „1. 90 kr. ſammen 7 kr. „82. Freitag, den 20. Oktober. 18511. Regierungsblatt⸗ Auszüge. Nr. 31 vom 28. September: J. Eine Großherzogliche Verordnung vom 27. Sept., den Verkehr mit Getreide, Mehl, und Kartoffeln, ſowie mit Brod betr.— II. Eine weitere Groß⸗ herzogliche Verordnung vom 2. Sept., das Gewerbe der Frucht⸗ händler betr.— Beide Verordnungen ſind bereits in Nr. 77 dieſes Blattes mitgetheilt. 15 Nr. 32 vom 30. September: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 27. September, den zollfreien Einlaß von Getreide und Hülſenfrüchten, Mehl daraus, und anderen Mühlenfabrikaten betr. Nachdem die Regierungen der Zollvereinsſtaaten übereingekommen ſind, die nach der Bekannt— machung vom 22. Oct. v. J.(Regierungsblatt Nr. 46) auf die Zeit bis auf Ende Sept. 1854 ausgedehnte Einſtellung der Erhebung des Eingangszolls für Getreide und Hülſenfrüchte, Mehl und andere Mühlenfabrikate, nämlich: geſchrotene und geſchälte Körner, Graube, Gries und Grütze, geſtampfte oder ge— ſchälte Hirſe, bis zum Ende December d. J. fortdauern zu laſſen, ſo wird dies in Folge Allerhöchſter Ermächtigung hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß unter„Mehl“ hier— bei nur Mehl aus Getreide oder Hülſenfrüchten zu verſtehen iſt. — II. Bekanntmachung Gr. Oberforſt- und Domänendirection vom 19. Sept., wornach wegen Ausübung der Jagd ꝛc. in den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen, von dem Gr. Miniſterium des Innern verordnet worden, daß auf die 1853àr Pachterträge der fraglichen Jagden der Betrag von 14 Kreuzern per Gulden erhoben werden ſoll.— III. Summariſche Ueberſicht der Rechnung Groß. Landes- Waiſenanſtalt für 1853. Die ordentliche Einnahme betrug 63170 fl. 55½ kr. die außerordentliche 7724 fl. 9½ kr. Zuſammen 70895 fl. 5 kr.— Die ordentliche Ausgabe: Verwaltungkoſten und Laſten 1775 fl. 54 kr., Beſoldungen, Taglohn, Penſionen 9 fl. 36 kr., Koſten für Erziehung und Verpflegung der Waiſen 60927 fl. 39 kr., Unter⸗ haltung der Gebäude und Grundſtücke 3 fl. 2 kr., verſchiedene Aus— gaben 60 fl. 22 kr. Summe 62776 fl. 33 kr.— Die außerordent⸗ liche: Ausgeliehene Capitalien 5518 fl. 45 kr. Summe der Ausgaben 68295 fl. 18 kr.— Die Geſammteinnahme von 70895 fl. 5 kr. ver- glichen mit der Geſammtausgabe von 68295 fl. 18 kr. bleibt Reſt 2599 fl. 47 kr. Hiervon ab die Liquidation 2406 fl. 21½ kr., bleibt Ueberſchuß 193 fl. 25½% kr.— Am Schluſſe des Jahres 1852 waren Waiſen vorhanden 1551. Im Jahr 1853 find zugegangen: in Star⸗ kenburg 146, Oberheſſen 96, Rheinheſſen 47, Knaben, welche während der Lehre Unterſtützung erhalten 117, zuſ. 405; alſo 1853 verpflegt 1956.— Entlaſſen wurden: in Starkenburg 143, Oberheſſen 114, Rheinheſſen 37, Lehrknaben 113, zuſ. 407. Mithin verblieben am Schluſſe des Jahres 1853 vorhanden 1549.— IV. Erhebung einer nachträglichen Umlage in der Gemarkung Philipps eich.— V. Ver⸗ zeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Straf- geſetzbuches bekannt zu machender Straf-Erkenntniſſe der Ge⸗ richte der Provinz Oberheſſen und zwar 25 von Großh. Affiſenhof dieſer Provinz, welche wegen Veruntreuung, Diebſtahls, Meineids, Verſuchs der Nothzucht, Körperverletzung, Falſchmünzerei, betrügeri— ſchen Bankerotts, Brandſtiftung, Nothzucht und Blutſchande Strafen von 1 Jahr Correctionshaus bis 10 Jahren Zuchthaus verhängen. Die wegen Mords über Margarethe Suſemihl aus Schlitz erkannte Todes- ſtrafe wurde auf dem Gnadenwege in lebenslängliche Zuchthausſtrafe verwandelt; ebenſo bei Ludwig Emmel aus Eichelsdorf.— l von Gr. Provinzialſtrafgericht der Provinz Oberheſſen wegen Schrift⸗ fälſchung in eine Zuchthausſtrafe von 5 Jahren;— 40 von Großher— zoglichem Hofgericht dieſer Provinz wegen Diebſtahls, Körperverletzung, Rauferei, verheimlichter Niederkunft, Landſtreicherei u. ſ. w., Strafen von 1 Jahr Corrects- bis zu mehreren Jahren Zuchthaus verhängend; — 18 von Stadt- und Landgerichten der Provinz, und zwar: 1 vom Landgericht Schotten, 1 Ulrichſtein, 1 Vilbel, l Vöhl, 2 Alsfeld, 1 Battenberg, 2 Büdingen, 1 Friedberg, 1 Stadtgericht Gießen, 2 Laudgerichk Grünberg, 2 Homberg, 1 Lauterbach, 1 Lich, 1 Oxrten⸗ berg, welche meiſt wegen Diebſtahls, Landſtreicherei ꝛc. Corrections— hausſtrafen von 1—2 Jahren ꝛc. erkennen.— VI. Namensver⸗ änderungen. Am 28. Aug. wurde dem Handelsmann Lazar Jacob zu Mainz geſtattet, ſtatt ſeines ſeitherigen künftig den Namen„Jacob Lazar“;— am 5. Sept. dem Adoptivſohne der Johannes Rühl'ſchen Eheleute zu Obereſchbach, Johannes Wagner aus Burkhärdsfelden, in Zukunft den Familiennamen„Rühl und dem Georg Ludwig Wilhelm Gottlieb Schulmeier zu Mörfelden ſtatt der ihm in der Taufe beigeleg— ten Vornamen in Zukunft die Vornamen„Carl Ludwig“ zu führen.— VII. Dienſtnachrichten. S. K. H der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 2. Aug. dem Pfarrer Hüffell zu Oppenheim die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Großrohrhein,— 28. Aug dem Hofgerichtsadvokaten Dr. Eck⸗ ſtein zu Gießen die Stelle eines Syndicus der evang. Kirchen- und geiſtl. Stiftungsfonds in der Provinz Oberheſſen mit dem Amtstitel „Stiftungsanwalt“;— 1. Sept. dem Lehrer an der 2. höheren Mäd⸗ chenſchule 1. Abth. zu Darmſtadt, Freiprediger Göhrs die 1. höhere Mädchenſchule 2. Abth. daſelbſt und dem Pfarramtscandidaten Frei⸗ prediger Wagner die 2. höhere Mädchenſchule 1. Abtheilung zu über⸗ tragen;— 2. Sept. den Rechnungsprobator bei der 2. Abth. der Oberrechnungskammer⸗Juſtificatur Planz zum Rechnungsreviſor dabei, den Acceſſiſten Mann zum Rechnungsprobator und die Reviſions⸗ gehülfen Reuting und Schuchardt zu Acceſſiſten bei derſelben zu ernennen;— am 5. Septbr. den von dem Herrn Fürſten zu Solms⸗ Lich für ſich und hinſichtlich der Pfarrei Bettenhauſen Namens der übrigen Solmſiſchen Häuſer auf die evang. Pfarrſtelle zu Langsdorf mit Bettenhauſen präſentirten Pfarrer Cellarius zu Ettingshauſen für dieſe Stelle und den von ſämmtlichen Riedeſel Freiherrn zu Eiſen— bach auf die evang. Pfarrſtelle zu Landenhauſen präſentirten Pfarr⸗ vicar Kullmann zu Echzell für dieſe Stelle zu beſtätigen.— VIII. Ch a⸗ racterertheilung: am 2. Sept. dem Acceſſiſten bei der 2. Abtheil. der Juſtificatur der Oberrechnungskammer Götz als„Rechnungspro— bator“.— IX. Verſetzung in den Ruheſtand: am 22. Auguſt Schullehrer Weber zu Volkartshain.— X. Concurrenz für: die 2. kathol. Schullehrerſtelle zu Heidesheim, Kreis Bingen, mit jährlich 289 fl. einſchließlich des Wohnungsanſchlags und der Heizungsvergü— tung;— die kath. Schullehrerſtelle zu Lindenfels, mit jährl. 242 fl. und einer Vergütung von 22 fl. für Heizung des Schullocals;— die 3. kath. Schullehrerſtelle zu Koſtheim mit 271 fl., einſchließlich der Wohnungs- und Heizungsvergütung;— die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Bürgel mit 300 fl. einſchließlich des Wohnungsanſchlags und der Heizungsvergütung. Die Liebesprobe. Novellette. (Fortſetzung.) Mittlerweile ließ ſich ein wirrer Lärm von Klingeln und raſchen Glockenzügen, von Oeffnen und Zuſchlagen von Thüren, von hin- und hereilenden Perſonen und von ſchel— tenden Stimmen aus der Ferne vernehmen. Lorenz ſuchte ſich das peinliche Warten damit zu vertreiben, daß er das Zimmer, worin er war, einer aufmerkſamen Prüfung unterwarf, in der Hoffnung, daraus mit einer Art phyſio— gnomiſchen Intuition etliche Schluſſe auf den Character und die Beſchäftigungen der beiden Damen zu ziehen.— „Offenbar halten ſich dieſe Damen für ſehr huͤbſch,“ ſagte er vor ſich hin, nachdem er eine Weile mit prüfendem Auge den Inhalt des eleganten Zimmers gemuſtert,„ſonſt würden ſie nicht ſo viele große Spiegel in jeder Richtung angebracht haben. Von Stickereien und anderen Damen— arbeiten ſehe ich keine Spur; aber hier ſind Bücher, die ich mir doch näher beſchauen will, um zu ſehen, was die Damen für Studien treiben. Nein, furwahr!“ murmelte er, als er die Titel einiger Werke beſehen,„unſere künf— 366 tige Schwiegermutter iſt nicht beſonders wählig in ihrer Lectüre! das ſind ja ſehr ordinäre Machwerke von Lite⸗ ratur!“ icht anders war's mit den Gemälden, die in den reichſten Rahmen die Wände zierten: die Rahme war das Koſtbarſte daran.— Ein Fluͤgel ſtand offen da und Lorenz muſterte die Muſikſtücke, die ein verſchlungenes J. und R. als Eigenthum von Fräulein Julie zu erkennen gab. Seine Stirne verfinſterte ſich: die Lieder und Arien waren über— aus nichtsſagend, bei einigen der Text ſogar unmoraliſch oder gemein.„Armer Eugen!“ flüſterte er;„wie bitter wirſt Du einſt enttäuſcht werden!“ Nach Verlauf von beinahe einer Stunde traten zwei höchſt elegant gekleidete Damen in den Salon. Julie war allerdings ſehr hübſch, mit großen blauen Augen und einem reichen blonden Haar. Die Mama verneigte ſich anmuthig und ſagte:„Herr Hermann Lorenz?... Und Sie kommen allein?“ „Leider Madame! mein Freund Eugen Marberg iſt plötzlich unwohl geworden, ſo daß ich ihn in Traunau zu⸗ rücklaſſen mußte; aber ſeine Krankheit iſt nicht von Be— deutung, und wird hoffentlich bald vorüber ſein!“ Bei dieſen Worten beobachtete er Julien ſcharf, aber ſie blieb ungerührt, theilnahmlos. „Und Sie eilten voraus, um uns zu beruhigen?— o wie freundlich von Ihren!“ ſagte Madame.„Wie gütig! Haben Sie ſchon gefrühſtückt?“ „Noch nicht, Madame! ich nahm mir nicht Zeit da— zu, weil Eugen mich dringend bat, hierher zu eilen, und ich geſtehe Ihnen offen, daß ich gewaltig hungrig bin!“ Statt aller Antwort bot Madame ihm eine reichver⸗ zierte Doſe mit parfümirten Chokolade-Zeltchen. Lorenz nahm einige und dachte: Eine Taſſe Kaffee und eine Cote— lette wären mir lieber. „Sie kommen gerade von München?“ fragte Ma— dame mit einem leiſen Seufzer;„ach, meine Tochter und ich konnten leider dieſen Monat noch nicht dorthin über— ſiedeln, weil mein Mann ſo kränklich iſt! Denken Sie ſich, Herr Rabener iſt nun ganz kindiſch geworden und wird wohl kaum den Winter überleben! Und wir müſſen hier bleiben, obſchon wir ihm gar nichts nützen können!— Aber ſagen Sie uns doch, wie es in München geht? Gibt es einige neue Opern? Haben ſchon viele Bälle ſtattgefun⸗ den 2 Werden die Künſtler wieder eine größere Feſtlichkeit veranſtalten? Trägt man dieſen Winter viel Pelze? Haben Sie den neuen Roman von Fanny Lewald geleſen? O, bitte, ſagen Sie uns Alles; erbarmen Sie ſich unſerer in unſrer unheimlichen Einöde!“ Armer Eugen! dachte Lorenz; wenn Dein Schwieger— papa allzu einſilbig iſt, ſo wiegt die Schwiegermama dieſen Fehler reichlich auf. Endlich kam das Frühſtück, das reichlich und mit Eleganz ſervirt wurde; unter dem Eſſen fuhr Lorenz fort, ſich den Damen ſo angenehm zu machen, daß Madame Rabener, als ſie ihm beim Abſchiede den Finger bot, ihm ſagte:„Wenn Herr Marberg morgen auch noch nicht im Stande ſein ſollte, Sie zu begleiten, ſo erwarten wir wenigſtens Sie auf jeden Fall hier. Nicht wahr, Sie kommen? Ich habe noch tauſenderlei Fragen über München und Wien an Sie zu richten!“ Bei der Rückkehr nach Traunau fand Lorenz im Gaſthauſe den Dr. Meßner, der ihn erwartete, um ihm in Kürze mitzutheilen, daß die Krankheit ſeines Freundes ſich geſteigert und einen ernſten Character angenommen habe. „Ich habe Herrn Marberg nach meinem eigenen Hauſe bringen laſſen, weil er bei mir doch beſſere Pflege und Wartung finden dürfte, als im Gaſthauſe,“ ſagte der wür⸗ dige Mann;„und obſchon ich dem braven Adlerwirthe nicht zu nahe treten will, ſo weiß ich doch, daß ein Kran⸗ ker mit einer anſteckenden Seuche in einem Gaſthauſe nicht willkommen iſt!“ Lorenz dankte dem wackern Arzte und folgte ihm nach ſeinem hübſchen kleinen epheuumrankten Hauſe in einem freundlichen Gärtchen. In der Stube des Kranken trafen ſie ein hübſches Mädchen, das Herrn Marberg ſoeben die Medizin reichte und von dem Eintreten eines Fremden überraſcht ſchien.—„Bleib' nur, mein Kind!“ ſagte der Doctor;„es iſt der Freund unſeres Patienten! Meine Tochter Francisca!“ ſtellte er ſie Herrn Lorenz vor und drückte dem Mädchen einen Kuß auf die Stirne. i Eugen lag mittlerweile ſchon im Delirium und er⸗ kannte ſeinen Freund nicht mehr; von Zeit zu Zeit aber wiederholte er den Namen Juliens. Drei angſtvolle Tage vergingen, ohne daß der Zuſtand des Kranken ſich beſſerte. Am vierten Tage nahm Dr. Meßner Herrn Lorenz bei Seite, welcher ebenfalls im Hauſe des Arztes Quartier gefunden hatte, und ſagte zu ihm:„die Krankheit wird immer bedenklicher und droht ſogar einen unguͤnſtigen Aus⸗ gang. Sie ſollten den Angehörigen Ihres Freundes Nach⸗ richt über ſein Befinden geben; vor allem aber müſſen Sie nach Märtenſee hinüber und die Familie Rabener mit dem Zuſtande unſeres armen Freundes vertraut machen. Wenn Fräulein Julie ihn noch einmal zu ſehen wünſcht, ſo ſollte ſie keine Zeit verlieren!“ „Aber wenn Sie zu einem andern Kranken abgeru⸗ fen werden ſollten,“ fragte Lorenz mit einer Thräne im Auge,„wer wird ſich alsdann während unſer Beider Ab- weſenheit des Armen annehmen!“, „Meine Tochter ſoll ihm abwarten!“ „Wie? Sie wollten dieſem zarten lieblichen Weſen einen ſo häßlichen Anblick zumuthen, wie ihn der Kranke darbietet— von der Anſteckung gar nicht zu reden?“ „Bah, Fanny iſt ein braves muthiges Mädchen und von Jugend auf gewöhnt, meine armen Patienten zu beſuchen und zu verpflegen!“ erwiederte Dr. Meßner.„Manche Leute meinen, nicht ich, ſondern ſie ſollte das Doctordiplom haben, denn ihre freundlichen Worte und kleinen Dienſt⸗ leiſtungen haben bei Manchen ſchon mehr gefruchtet, als meine Heilmittel und Verordnungen!“ Lorenz ſetzte ſich in den Schlitten und fuhr nach Märtenſee hinüber; auf halbem Wege begegnete er dem Diener von dort, der ihm entgegen geritten kam. „Ach wie gut, daß ich Sie treffe!“ rief der Lakai; „ich ſollte eben nach Traunau reiten und mich nach Herrn Marberg's Befinden erkundigen. Die Damen ſind in ge⸗ waltiger Unruhe ſeinetwegen!“ „Haltet mich nicht auf,“ verſetzte Lorenz zornig, denn ſein Unmuth trat ihm auf die Zunge;„wenn Jemand in gewaltiger Unruhe iſt wegen eines Andern, ſo wartet er nicht drei Tage, um ſich nach ſeinem Befinden zu erkundigen!“ Als Lorenz bei ſeiner Ankunft in Märtenſee geräuſch⸗ los in den Salon trat, überraſchte er Madame Rabener über dem aufmerkſamen Studium des neueſten Modenjour⸗ nals, während ihre Tochter am Piano ein luſtiges Schnaderhüpferl von mehr als zweideutigem Inhalte ſang. (Fortſetzung folgt.) Verſchiedenes. Das herzliche Einverſtändniß. Sie, Frau Nachbarin, Sie konnten mich wohl meine Krapfen in Ihrem Schmalz backen laſſen, ich würde Ihnen dann gerne einmal dagegen geſtatten, daß Sie Ihr Schweinefleiſch in meinem Kraut kochen!“ willigen Aut eianderſchun Ftiedber Gtoßher . . Oblig 1430 Dan ooſung den Aulehen bie, mern rückzabl a) von dem 0 27(jede sodann 5) von den und 31 Die Jnhab ſcht, um bis bei Herrn K heben, indem Tage aufhört Frieder Für Di 5) In Nr thümli a von 0 11614] B. ungsſtück d. J. zu geſſel und zuntem Ei Meiftbieten Man br ſintlichen Hunkel 35 Auf, 154 5 aul dus: dhe 10 E Alben ſch befcam u gesch vr anden 3 zum gag werden 0 Fried des 7 Ob. lat); dation Velha Velag meinden Hanlun furt g. Dage an örieſ Gro n ee . Jelt aber — 0 2 8 ne 0 deſſerte Toren: 5 dekenz bei Ons uärter eit wird Nach⸗ ner mit erttaut machen. een wünſcht, lieblichen Weſen u der Kranke z reden!“ zes Mädchen und merten zu beſuchen Neßutr.„Manche dat Doctordiplom d einen Dienſt⸗ * 18 tfruchtet, als und fuhr nach begtercte er dem nef der Lakai; nich nach Herrn ſind in ge⸗ zetnig, denn Armand in ten digen 9 1 big 4 e geräuſch⸗ A Aubalte ſang. Mobiliar Verſteigerung. [587] Montag den 23. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in der Be— hauſung des verſtorbenen Gr. Rentamtsdieners Heß in der Vorſtadt dahier verſchiedene zu deſſen Nachlaß gehörende Mobilien, als: 7 Schafe, 1 Mutterſchwein, 1 Maſtſchwein, 9 Hühner und 1 Hahn, 2 Ziegen, 1 Kuhkarren, verſchiedene Oekonomiegeräthſchaften, Tiſche, Stühle, Bett- ſtellen, Schränke, 1 Kommode mit Schreibpult, 1 Clavier, Herren- und Frauenkleider, Bettung, Weißzeug, Glaswerk, Porzellan, Küchengeräthe und ſonſtige Haushaltungsgegenſtände, auf frei⸗ willigen Antrag und zum Zwecke der Erbaus— einanderſetzung öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. October 1854. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher. Obligations. Verlooſung. [1534] Durch die beute vorgenommene Ver— looſung von Partial-Obligationen der beiden Anlehen bieſiger Stadtkirche ſind folgende Num— mern rückzahlbar geworden: a) von dem Anlehen à 15000 fl. Nr. 2 und 27(jede à 100 fl.) und Nr. 79%(à 200 fl.) ſodann p) von dem Anlehen à 6000 fl. Nr. 15, 29 und 31(jede à 100 fl.) Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß ge— ſetzt, um bis zum 1. Januar 1855 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu er⸗ heben, indem die Zinszahlung nach gedachtem Tage aufhört. Friedberg den 28. September 1854. Für den evang. Kirchenvorſtand: Der Stadtpfarrer W. Seel. Der Großherzogliche Bürgermeiſter Bender. *) In Nr. 77 des Intelligenzblattes iſt irr⸗ thümlich Nr. 72 als rückzahlbar angegeben. Verſteigerung von Geſundheits-Kochgeſchirren. 11614] Bei der Verſteigerung getragener Mon⸗ tirungsſtücke, welche Montag den 30. October d. J. zu Friedberg abgehalten wird, ſollen auch Keſſel und Kochpfannen von ſtarkem gut ver⸗ zinntem Eiſenblech gegen baare Zahlung an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Man bringt dieß mit dem Bemerken zur öf— fentlichen Kenntniß, daß ein Keſſel mit eiſernem Henkel 3¾ Pfund und eine Kochpfanne mit Griff 1' Pfund wiegt, erſterer bei einer Höhe von 1 Fuß 30 Schoppen und letztere bei 3½ Zoll Höhe 10 Schoppen aufnehmen kann, daß die⸗ ſelben ſich in einem völlig brauchbaren Zuſtande befinden und nicht allein als Koch- und Brat— geſchirre verwendet, ſondern zu verſchiedenartigen andern Zwecken in einer Haushaltung, ſowie zum Kochen im Freien mit Vortheil benutzt werden können. Friedberg den 18. October 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrat des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Obligations-Verlooſung. 116151 Von den Frieſenheimer Partial-Obli gationen wurde die Nr. 17 à 100 fl. durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmt Der Betrag kann am 1. Januar 1855 bei dem Ge— meindeeinnehmer zu Frieſenheim oder bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frank— furt a. M. erhoben werden, da von dieſem Tage an der Zinslauf dieſer Nummer aufhört. Frieſenheim den 12. October 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Frieſenheim Kr g. 367 Oeffentliche Aufforderung. 11616 In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Langenhain und Ziegenberg ſtehen noch die nachſtehenden Einträge offen: Ord.⸗Num. 22e Namen Namen Zeit der 17 der der Errichtung der betrag Schuldner Gläubiger Schul durkunde fl Carl Beck Chelius zu Ziegenberg 21. April 1784 20 Derſelbe Eleonore Chelius daf. 25. April 17811 25 Andreas Binz Clauſſenfonds Hochweiſel 1. Juli 1780 60 Joh. Weil Binz Pfarrei Langenhain 1. Juli 1784 54 Derſelbe Joh. Heinr. Will 3. Febr. 1789 30 paulus Birkenſtock Emanuel Mildebranz zu Köppern 11. Jan. 1837 100 Joſ. u. Joh. Heinr. Blebs Weisheimer Caution für Wilhelm März 19. Okt. 1801 45 Conrad Born Louiſe Chelius in Ziegenberg 19. Aug. 1799 35 Georg Heinr. Betthof Poftmeiſter Bender in Butzbach 16. Okt. 1784 40 Jacob Oückel Kirche zu Langenhain 18. Dez. 1810 56 Joh. Conrad Dückel Jungfer Weis 1779 50 2 Joh. Conrad Fer Pfarrei Langenhain 11. Nov. 1684] 38 Daniel Fleiſchhacker Joh. Ph. Sänger daſ. 12. Dez. 1793 60 Eva Fleiſchhacker Pfarrei daſ. 18. März 1806 17 Jobannes Geib Clauſſenfond Hochweiſel 7. März 1749 J 20 Joh. Heinrich Geib Wilhelm Heil in Butzbach 7. Juli 1783 50 Paulus Geib Caspar Geib in Ziegenberg 2. Jan. 1789 50 Johannes Geiſel Johannette Schenk in Friedberg 14 Febr. 1805150 Derſelbe Pfarrei und Kirche Langenhain 23. März 1806 34 145 a 20½ Joh. Heinrich Geiſel Armenhaus in Ziegenberg 16. Juli 1792 J 23 Gemeinde Langenhain und Ziegenberg Cleonore Louiſe und Salome Chelius in 5 Ziegenberg Jan. 1779225 Dieſelbe Dieſelben 20— 1282 33 3JHehum Grünebaum Profeſſor Roth in Friedberg 25. Mai 1833 300 Caspar Hebethal Joh. Heinrich Jung in Fauerbach 11. Febr. 1790 26 15 Alb. 50 Joh. Heinrich Hebethal JFörſter Pilgram in Ziegenberg 19. Juli 1777 J 60 Derſelbe Kirche in Langenhain 27. Mai 1803 J 52 Balthaſer Hofmann Pfarrei daſ. 27. Jan. 180414. 15 Johs. Hofmanns Wib.[Georg Heinr. Jung daſ. 29. Dezbr. 1801130 Oieſelbe Frau. Chelius zu Ziegenberg, modo 7 Joh. Ph. Ruß u. Johs. Jung in Eſchba Febr. 1780115 Joh. Heinrich Hofmann[Kath. Reuters Erben a 8 12 Nerz 1000 30 Nathan Hohne Jud Madochai 17. Jan. 1791 48 20 Alb. Chriſtian Hopf Johs. Will ledig in Langenhain 5 4 Joh. Heinr. Huth III. Jun.] Nicolaus Grüninger Heß Vormundſchaft in 7. März 1806 3 Butzbach 20. Juli 1786 100 4. Derſelbe Sindicus Balſer daf. 18 15 1775 50 Anton Huth Gerichtsſchöff Jung in Langenhain 17. Oct. 1789100 Joh. Conrad Huth Iſage Rappold in Friedberg 6. Juni 1845 250 Oerſelbe Förſter Launhard in Ziegenberg 19 Juli 1839 150 Lorenz Huth Johannette M. Heym in Grafenbach 15. März 18021 50 Derſelbe Johs. Ohlemacher, Lehrer in Uſingen 30. Dezbr. 18121300 Lorenz Huth J. Georg Schießlers Wittwe in Nauheim 30. Dezbr. 1804187 15 Alb. Anna Marg. Jungs Wiw.Rathſchöff Ewald in Friedberg 26. Juni 1793 50 2 Johs. Jung Kirche in Langenhan 3. Juli 1805 26. 12 Johs. Jung sen. Wiw.Louiſe Chelius in Ziegenberg 7. Juli 1786 25 Johs. u. Georg Fr. Jungs Wtw. Joh. Heinrich Jung in Langenhain 2. Sept. 1793 50 5 Joh. Heinr. Jung 1. sen.] Derſelbe 19. Juni 1786 25 Derſelbe Rentmeiſter Chelius in Ziegenberg 10. Juni 1782 62 Joh. Heinrich Jung Förſter Pilgram sen. daſ. 3. Febr. 1803 100 Joh. Heinr. Jung ledig Jungfer Heß in Butzbach 16. Dezbr. 17840100 Joh. Heinrich Jung sen.][ Marg. Chelius in Ziegenberg 11. Nov. 1775 10 21 Alb Joh. Georg Jung sen.[Pfarrei Langenhain 27. Mai 1803 10 2a Alb Joh. Heinrich Jung UI.[Chelius in Ziegenberg 6. Okt. 1785 200 Georg Heinrich Jung Armenfond Langenhain 20. Jan. 1806 20 Marie Jung ledig Louiſe Heß in Butzbach 10. Okt. 1791 J 70 Paulus Jung Pfarrei Langenhain 10. Okt. 17811 18 10 Alb Derſelbe Amtmann Klotz Wittwe daſ. 23. Nov. 1790] 50 [Peter Jung Frau Ehelius in Ziegenberg, modo Joh. 5 Heinrich Jung 2. April 1788] 50 Peter Jungs Wittwe Rentmeiſter Bamberg in Nauheim 23. Juni 17981150 Joh. Heinrich Keßler Pfarrer Göbel in Langenhain 28. Jan. 1809 200 Joh. Weil Kopp Kirche daſelbſt 28. Jan. 1786 43 Joh Heinr. u. Kath Laubachl Joh. Heinr. Jung in Langenhain 8. Sept. 1797 J 30 368 61 99 10⁰ 101 102² 103 104 10⁵ 106 107 10 109 110 111 112 113 114 Namen der Schuldner Namen der Gläubiger Paulus Laubach 2JPaulus Laubachs Witw. Balth. Liebert Derſelbe Anton Liebert Conrad Ludwig Derſelbe Derſeibe Georg Nicolaus Ludwig Joh. Heinrich Ludwig Weil Ludwig Joh. Heinrich Michel Conrad Möckels Wiw. Conrad Möckel Derſelbe Conrad Möckel ledig, Georg Heinrichs Sohn Derſelbe Jacob Möckel Joh. Conrad Möckel Joh. Georg Möckel Derſelbe 2 Derſelbe Joh. Georg Möckel sen. Joh. Heinr. Möckels Wiw. 5 Anna Marg. Möckel Conrad Müller Friedrich Müller jun. Friedrich Müller Johannes Müller Johs. Müllers Wtb. Dieſelbe Joh. Friedr. Müller Derſelbe Joh. Heinr. Müller Joh. Peter Müller 5[Ludw. Petzinger Joh. Jacob Rudolph Johs. Saam Jacob Schäfer Jacob Schmidts Wtb. Joh. Georg Schneider Joh. Georg Schneider Joh. Gg. Feßler Derſelbe Joh. Chriſtian Sommerlad Lorenz Wegert Marie Eliſ. Wegert ledig Conrad Wick Derſelbe Heinrich Wicks Wtw. Joh. Conrad Wißler Anton Wörner Anton Wörner jun. Armenhaus daſ. Pfarrei daf. Amtmann Schenk in Friedberg Joh. Fr. Ferber in Butzbach Rentmeiſter Chelius in Ziegenberg Armenfonds daſelbſt Johs. Jung jun. in Langenhain Koch Meier in Ziegenberg Frau Amtmann Klotz in Butzbach Clauſſenfond Hochweiſel Salome Chelius in Ziegenberg Pfarrei daſelbſt Oieſelbe Juliane Harter in Langenhain Rentmeiſter Eigenbrod in Ziegenberg Kirche Hochweiſel Schöff Ewald in Friedberg Pfarrei Langenhain Johs. Jung jun Pfarrei Langenhain Ludw. Grüninger jun. in Butzbach Louiſe Chelius in Ziegenberg Gärtner Lang daſ. Johs. Clem Tochter daf. Juſtizrath Schenk in Friedberg Rath Banſa in Friedberg Pfarrer Göbel in Langenhain Kirche daſ. Eliſ. Marg. Müller daſelbſt Johs. Jung jun. daſ. Förſter Pilgram in Ziegenberg die Kirche Hochweiſel Kirche Langenhain Eliſ. Marg. Müller in Roßbach Clauſſenfond Hochweiſel 1 Armenfond Friedrich Jacob Will in Langenhain Pfarrei daſ. M. C. Weisgerber in Ziegenberg Jungfer Chelius daſ. Jungfer Heß in Butzbach Jacob Fex in Langenhain Freiherr v. Löw in Ziegenberg Derſelbe Schöff Ewald in Friedberg Heinrich Mockels Wtw. daſ. Kirche Langenhain Armenhaus Ziegenberg Frau v. Löw daf. Joh. Ph. Sänger Herff in Friedberg Pfarrei Langenhain Schultheis Meckel I. in Langenhain Johs. u. Marg. Wörner 115 obgleich nach einer angeſtellten U die Gläubiger noch die daher die bezeichneten Anſprüche binnen einer dieſer Einträge verfügt werden wird. Butzbach den 23. September 1854. Joh. Conrad Dückel dermaligen Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, Friſt von 2 Monaten dahier ſo gewiß anzuzeigen, Großberzogliche Landgericht Butzbach bel Landrichter. Amtmann Schenk in Friedberg Zeit der 97 00 Errichtung der 7 Schuldurkunde fl 20. März 1786 10 13. Dzbr. 1803] 18 1. Dezbr. 1784] 60 8. April 1794 50 20. Dzbr. 1790 66 7. Mai 1834 400 1. Mai 1801 200 4. Febr. 1809 J 50 11. Mai 1782 60 2. Jan. 1770] 65 11. Febr. 1779 15 12. Marz 1781 20 14. Mai 1809 15 28. Dzbr. 1806 50 26. Dzbr. 1808 85 11. Nov. 1783 54 26 20. Nov. 17981 70 8. Jan. 1788 J 22 25 Alb 12. Jan. 1801100 10. März 17860 27 9. Nov. 1787 15 27. Sept. 1786 40 26. April 17861 40 10. Jan. 1811 17 3. März 1797 100 3. Aug. 1804 4500 Febr. 1809 200 9. Dezbr. 18071 55 28. Okt. 1789] 80 19. Juni 1801 50 25. Jan. 1803 100 6. Okt. 1784 40 11. Jan. 1785 41 22. März 1794] 22 30. Okt. 1777[ 30 24. Nov. 18401735 28. Nov. 1807 15 21 Alb. 2. Febr. 1779 22 25. Juli 1793 J 30 7. Mai 1799 J 60 18. März 17821 16 26. Mai 1795 100 8. Juni 1792. 50 11. Nov. 1811 75 29. Juli 1803 100 20. Sept. 1798 30 10. Jan. 1838 100 27. April 1785 18 9 3. Jan. 1791 J 20 4. Nov. 1822[65 16. Juni 1781 60 30. Juni 1817100 11. Nov. 1783 74. 9 26. Dzbr. 1801 30 19. Okt. 1787 1200 nterſuchung keine Urkunden mehr exiſtiren, auch vielfach, weder Beſitzer der Unterpfänder ermittelt werden konnten. Es etwa noch beſtehende als ſonſt die Löſchung werden Allen Blumenfreunden zur Nachricht, 11604] daß ich in meinem neuerbauten Treibhauſe Blumen überwintern werde und daß Blumen aller Art bei mir zu haben ſind. Zugleich empfehle ich mich zur in dieſes Fach einſchlagenden Arbeiten und bitte um ge Friedberg im October 1854. Ausführung von Gartenanlagen und allen neigte Aufträge. Johannes Heß, Kunſt⸗ und Handelsgärtner. A uf f or dee eng [16 17] Alle, welche an den früheren Briefträger Klös dahier Forderungen zu machen haben, werden aufgefordert, ſolche, unter genauer Speci⸗ fication etwaiger Abſchlags-Zahlungen, binnen 3 Tagen dahier anzuzeigen. Friedberg den 13. Oktober 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen, Landrichter. Landgerichts-Aſſeſſor. Verſteigerung getragener Montirungsſtücke und aus⸗ rangirter Bettteppiche. 11618] Montag den 30, d. M., Vormittags um 8 Uhr anfangend, ſollen in der Kloſter— kaſerne dahier getragene Mäntel, Waffenröcke, Tuchhoſen, Mützen, Spencer, Unterhoſen, Hals— binden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie gebrauchte Bettteppiche gegen gleich baare Zah⸗ lung meiſtbietend verſteigert werden. Zugleich erſucht man die Großherzoglichen Bürgermeiſter der Umgegend, dieſe Verſteigerung im Intereſſe ihrer Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. October 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Mobilien-Verſteigerung. [1619] Montag den 23. October d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, will der Freiherrlich von Franckenſtein'ſche Forſtrechner Eret in deſſen Behauſung durch den Großherzoglichen Orts- gerichtsvorſteher daſelbſt, verſchiedene Mobiliar⸗ Gegenſtände, als: Tiſche, Stühle, Kommod mit Schreibpult, mehrere Kleiderſchränke und Bett⸗ laden, Bütten und Fäſſer, Heu und Kartoffeln, mehrere Stecken Buchen- und Eichen⸗Scheitholz, mehrere Hundert Wellen, 3—4 Hundert Bohnen⸗ ſtangen, eine Partie Miſt u. dgl. öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigern laſſen. Ockſtadt den 17. October 1854. Großherzogliches Ortsgericht Ockſtadt Gröninger, Ortsgerichtsvorſteher. Obſtbaͤume⸗ Verkauf. [1481] Den billigen Verkauf von ſchönen, mit guter Sorte veredelten Obſtbäumchen aus der Baumſchule Großherzoglichen Schullehrer-Se⸗ minars bringe ich in Erinnerung. Friedberg den 20. N 1854. 8.58 r Großherzoglicher Seminarlehrer. Gutsver kauf. [15951 Ein Gut von 3640 Morgen Acker und Wieſen nebſt Gaſthaus und Oeconomie⸗ gebäuden, an der Landſtraße zwiſchen Friedberg und Vilbel gelegen, iſt zu verkaufen. Zu er⸗ fragen bei der Expediton d. Bl. Auf der Schach'ſchen Backſtein⸗Fabrik bei Nauheim [1489] find ſtets die nachſtehenden Sorten gut gebrannter Backſteine zu den angegebenen Preiſen, auf der Fabrik entnommen, zu haben: 1) gewöhnliche Backſteine pro 1000 Stück 10 fl.; 2) bärter gebrannte Backſteine(Fagçadenſteine) pro 1000 Stück 12 ff. 3) glashart gebrannte Backſteine(Klinker) zum Keller⸗ und Gewölbebau, pro 1000 Stück 14 fl. Wenn die Anfuhr der Steine von der Fabrik aus verlangt wird, ſo wird der Fuhrlohn nach der Entfernung der zu transportirenden Steine beſonders berechnet. Ein vollſtändiges Logis [1631] hat zu vermiethen Bernhard Wagner. Nobi 11 970 Unicczen babe e Gegeaſte beuftigeen 1 ae rank, 115 Ache, (Sprenger), ſchaften und Friedberg mn I — Franzöſi 160 l Oe ll der franzoſſſchen onorar. Anm machen zu wolle Uirgaſſe, dem 9 —— Mobil! 44620) Monſag Norgens“ lle uur in kur! Klederſcranke, e ſchedene Hausge Geschirr offentli herſteigern. driedbergd —̃.—-—-— D 1521] Versch. gearbeſtet, find Bepenhein Ein ſec 11622) if zu r bei der Expedit A 1623] Mehrer liegen zum Aus ſogleich, theils f ders aber werde Friedberg! Offen 140% Ein m niſſen ausgerüß Seterlehrling p Friedberg. 3u 14625) Em voll bezogen werden G 9 . 8 Aach ein ſchon bllg zu verkaufe — 5 E loss) welches zogen werden. Iriedberg, — Mobiliar ⸗Verſteigerung. 11597] Unterzeichneter beabfichtigt Dienſtag den 24. Oktober d. J., Vormittags um 9 Uhr, fol- gende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung zu verſteigern: 1 Sopha, 1 Kommode, 3 Bettſtellen, 2 Klei derſchränke, 1 Schrank mit einem Glasauf⸗ ſatz, 3 Tiſche, 6 Stühle, 2 Ziegen, 2 Schweine (Sprenger), mancherlei andere Hausgeräth⸗ * ſchaften und verſchiedenes Gartengeräthe. Friedberg im Oktober 1854. Heinrich er dt. Franzöſiſche Converſation. 16021) Der Unterzeichnete ertheilt Unterricht in der franzöſiſchen Converſation gegen billiges Honorar. Anmeldungen beliebe man baldigſt machen zu wollen. S. Garde, Uſergaſſe, dem Herrn Conditor Walz gegenüber. „Mobiliar ⸗Verſteigerung. 11620] Montag den 23. Oktober l. J., des Morgens 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeich⸗ nete in ſeiner Wohnung 1 Sopha, mehrere Kleiderſchränke, einen Küchenſchrank und ſonſt ver⸗ ſchiedene Hausgeräthſchaften, Zinn und Kupfer⸗ Geſchirr öffentlich gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. Friedberg den 9. October 1854. Raab, Domainenpfandmeiſter. Empfehlung. Y [1621] Verſchiedene Sorten Spinnräder, ſolid gearbeitet, find zu billigem Preiſe vorräthig bei Bepenheim. C. Wetzſtein. Ein ſechsoetaviges Klavier 11622] iſt zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Auszuleihen. 11623] Mehrere kleine und größere Kapitalien liegen zum Ausleihen bereit, und können theils ſogleich, theils ſpäter empfangen werden, beſon⸗ ders aber werden Gemeinden berückſichtigt. Friedberg den 17. Oktober 1854. In Auftrag Johann Philipp Jung. Offene Lehrlingsſtelle. 11624] Ein mit den erforderlichen Schulkennt⸗ niſſen ausgerüſteter junger Mann kann als Setzerlehrling placirt werden in der Friedberg. Buch- und Steindruckerei von H. Seriba. Zu vermiethen. 116251 Ein vollſtändiges Logis, welches alsbald bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei G. Fr. Schweizer, in der Burg. Auch ein ſchöner Kochofen ſteht bei demſelben billig zu verkaufen. P 11626] welches ſogleich bezogen werden knan, hat zu vermiethen G. Schutt. Zu vermiethen. L16111 Eine vollſtändige Wohnung für eine ſtille Familie nebſt einem Zimmer mit oder ohne Möbel iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. Friedberg. Gerl Frick, Spenglermeiſter. Fahrgelegenheit auf den Ortenberger Markt. 116271 Dienſtag den 31. Oktober fährt ein Omnibus nach Ortenberg und Nachmittags zu⸗ rück. Diejenigen, welche mitfahren wollen, mögen ſich vorher bei mir melden. Abgang dahier Morgens 5 Uhr. Preis 36 kr. Friedberg. Heinrich Waas. 369 Amerika& Auſtralien. Abfahrt nach Amerika per Segelſchiff jeden Mittwoch, 7 7 7 77 Dampfſchiff monatlich zweimal. „„ Auſtralien mit großen prachtvoll eingerichteten Klippen— ſchiffen, monatlich zweimal. 115681 Die Paſſagiere werden durch eigne tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen“, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Nähere Auskunft ertheilt der conceſſionirte Agent: H. Hahn, Friedberg, breite Straße Nr. 43. Der Wandersmann pro 18535. L14628 In C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg iſt ſoeben erſchienen und zu haben: Der Wandersmann. Ein Kalender für das Volk. Vierter Jahrgang. 1855. Inhalt: Schampl, der Held des Kaukaſus. Mit Holzſchnitt.— Vermiſchte Anekdoten. — Eine ſeltſame Thierhatz.— Er denkt ſein Theil. Oberheſſiſcher Schwank.— Der Hexenthurm zu Lindheim.— Aus der Geſchichte des Zehntens.— Räthſel.— Sprüche.— Heſſiſche Volks- lieder: 1) das Lied der Auswanderer; 2) Lied der Heſſen-Darmſtädter, als dieſelben 1813 die Franzoſen aus Frankfurt vertrieben ꝛc.3 3) der Baum im Odenwald.— Der Blaſebalgflicker von Lyon. Erzählung.— Ein verſunkenes Ballfeſt.— Was man den Frauen Alles nachgeſagt hat.— Ein deutſcher Schneider.— Heſſiſche Mundarten: 1) das Männche uff'm Aſt; 2) Reeſe⸗ rappodt vumme Orewäller Bauer über die Eiſebahn vunn Mannem uff Heerelbergk; 2) das Faktum.(Rheinheſſiſche Mundart.)— Dreißig verſchiedene kleine Erzählungen und Anekdoten mit drei komiſchen Holzſchnitten.— Kalender mit Bauernregeln, Sonnen- und Mondfinſterniſſen, Jahrmärkten u. ſ. w.— Allgemeiner Anzeiger.— Der Preis dieſes durch ſeine große Reich⸗ haltigkeit ſo beliebten Kalenders iſt nur A kr. A 4 Für Auswanderer!) 1 U N 2 WM! 2 U 4 Agentur jeden Monat den 1. und 15, frei ab von jeder Eiſenbahnſtation, zu beſonders billigen Preiſen nach New⸗Vork mit Poſt⸗ und Dampf⸗ ſchiffen und zuverläſſiger Begleitung bis Bremen Auswanderer befördert. Verträge können jeden Tag bei mir abgeſchloſſen werden. G. Fr. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. Sowie bei meinen Herren Unteragenten: Kaufmann Ch. Wallenfels in Gießen, Actuar Weigant in Hungen, Kaufleute Gebrüder Schwarz in Echzell, Gaſtwirth Stephan Alt in Eichelsdorf, Oekonom Heinrich Rauſch in Storndorf, Gaſtwirth K. Zulauf in Angenroth bei Alsfeld. 370 In den drei Schwertern bei L. Hanau, Golddarbeiter und Uhrmacher, unter Garantie für ſolide Arbeit und ächten Gehalt, 11630j die modernſten Gold-, Silber⸗ und Neuſilberwaaren, alle Sorten goldene und ſilberne Cylinder⸗, Spindel⸗ und Ankeruhren, Brillen, Thermometer, Branntweinwaagen und andere in mein Fach einſchlagende Artikel zu möglichſt billigen Preiſen. Für Auswanderer! — Auswanderer mit einer Agentur begeben laſſrnn n und können nun Auswanderer am 1. und 15. eines jeden Monats na Newyork, Baltimore, Neworleans ꝛc. von mir reſp. durch den Schiffsrheder C. D. v. Buttel& Comp. in Bremen auf die anerkannt beſte und billigſte Weiſe befördert werden. Friedberg im Oktober 1854. G. Schulhof, Agent, wohnt im Hauſe des Herrn E. Müller, Uſergaſſe. Bad Homburg. Ausverkauf des Manufactur⸗, Kurz und Modewaarenlagers der Handlung K. D. Schwarzſchild& Sohn Louiſenſtraße Nr. 45, dem Kurſaale gegenüber. 115201 Wegen Geſchäftsveränderung wird das ſehr bedeutende Waarenlager der obengenannten Firma bedeutend unter den Fabrikpreiſen ausverkauft. Daſſelbe umfaßt große Vorräthe ſchwarzer und bunter Seidenſtoffe, Cachemire, Thybet, Mousseline de laine, Barége, Poppeline, Mousseline de soie, Jaconet, Tarlatans, Mouſſeline und Organdine, Kattune, Gedrucktes, Napolitaine ꝛc., gewirkte franzöſiſche Long⸗Chales und Tücher, Chales in Crepp de Chine, in Spitzen, Tüll, Cachemire und Tartans, Mäntel, Mantillen, Hüte, Hauben, Bänder, Blumen, Spitzen, Stickereien, Gallons ꝛc. Alles vom neueſten Genre. Ferner: Möbelſtoffe, Vorhangzeuge, Leinwand in allen Qualitäten, Fußteppiche, Tiſch⸗ und Kommode⸗Decken.— Alle Arten Tuch, Booksking, Weſten, Cravattes und Strumpfwaaren, Sonnen- und Regenſchirme, Porte⸗Cigarres, Portefeuilles, Portemonnaies, Cigarren, Stöcke, Glaswerk, Parfümerien, Eau de Cologne und verſchiedene Quincaillerie Gegenſtände; ſod ann ein großes Lager fertiger Hemden und Herren-Kleidungsſtücke für alle Jahres— zeiten im neueſten Geſchmacke. Der Ausverkauf beginnt mit dem heutigen Tage und endigt Ende dieſes Jahres. Bad Homburg den 8. September 1854. Der Inhaber genannter Firma David Schwarzſchild. Kirchliche Anzeigen. 19. Sonntag n. Trinit. den 22. Oktbr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Thudichum. Nachmittags: Hr. Reallehrer Müller. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Krumm. Frankfurter Cours vom 18. Okt. 1854. Piſtolen fl. 9 32¼-—33½ Friedrichsd'oer.„ 9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 40-41 Rand⸗Ducaten.% 5 30%¼—1½ 20 Frankſtückee„ 9 19-20 Engliſche Souverains.„11 39-41 Preußiſche Thaler.„ 1 45% 8 5 Frankenthaler..% 2 20%: G. Preußiſche Caſſenſcheine.% 1 45¼— Ä Fruchtpreiſe. 13. Oct. 13. Oct. 22. Sept. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg Mainz heim fl. fr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malterſ 15 361650— S„ 134014 3012 Gerſte„ 7 8 481145 845 Baf e? 55 4541 440 4430 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis zum 27. Oktbr. gun gs — S Fried⸗Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. Er pf N Roggenbrod/ Korn⸗ ö und ¼ Gerſtenmehl 411441 7 75 5 89 82 77 7 77 17925 17— gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u./ Waizenmehl 5— 5— 7., 75 9 2 9 2 7 7 7. 3 5 Loth Loth Milchbrod 133½ 13¼ Waſſerweck 14 Gemiſchte(Tafel-) Brod 14¼JP14¼ Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. Ochſenfleiſch 144— 14— Kühfleiſch, gemäſtetes 11— 111— Rindfleiſch, gemäſtetes e Kalbfleiſch i Schweinenfleiſch 15 15 Hammellleiſch 12— 12— Schaaffleiſch 7NVꝙ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— Bratwurſt 20— 120— Schwartenmagen 20— 20— Geräucherter Speck 28— 28— Schinken 20— 20— Dörrfleiſch 20— 20— Schweinenſchmalz, ausgel. 24— 24— unausgelaſſen 22— 22— Nierenfett 22— 22— Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſten Bender. Seippel. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Betreffenk Nacht Verzeichnſß zunehmen ul Frie! Ver ö ezogene ummer Nummer der G N Bezirksliſte 2 — S — S — S2 S= — Nachſte kannt genac Fried durch die